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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH & Co. KGAachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015A. VORBEMERKUNGENDer Jahresabschluss der Audi Zentrum Aachen Jacobs automobile GmbH & Co. KG, Aachen, ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Personengesellschaft im Sinne der Größenkriterien des § 267 HGB. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederungsschemata der § 266 und § 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung - wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind mit Ausnahme der Bewertung der Risiken aus der Rücknahme von Leasingfahrzeugen unverändert. Im Rahmen der noch nicht abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfung der Jahre 2012 bis 2014 wurde die in Analogie zum BMF-Schreiben vom 12. Oktober 2011 bezüglich der Rückkaufoption im Kfz-Handel erfolgte Ermittlung der Verbindlichkeit aus Leasingrückläufern auf Fälle der Selbstvermarktung beschränkt. Die Risiken aus der Rücknahmeverpflichtung sind durch die bestehende Verbindlichkeit unverändert angemessen abgedeckt. Die Anpassung führte im Geschäftsjahr zu einem Ertrag von TEUR 2.190. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben. Der aus der Betriebsübernahme im Oktober 2008 entstandene Firmenwert von TEUR 350 wurde entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer über fünf Jahre linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Die Abschreibungen auf Vorführwagen erfolgen auf der Basis einer Nutzungsdauer von sechs Jahren. Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten bilanziert. Umlaufvermögen Die unter den Waren ausgewiesenen Fahrzeugbestände wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet, sofern erforderlich wurden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bestände an Ersatzteilen und Zubehör sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete und uneinbringliche Forderungen werden einzeln wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Das allgemeine Ausfallrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe der auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfallenden Beträge gebildet. Rückstellungen Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des kaufmännisch notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) verwiesen. Umlaufvermögen Mit Ausnahmen von in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderungen an die Günter Jacobs Grundstücks GbR von TEUR 315 (Vorjahr: TEUR 145) haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 352; Vorjahr: TEUR 83) resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 295; Vorjahr: TEUR 33) sowie aus dem sonstigen Finanz- und Verrechnungsverkehr. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Ein nennenswerter zeitlicher Bilanzierungsunterschied besteht insbesondere in der Bilanzposition "Firmenwert". Aufgrund des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde die sich ergebende aktive Steuerlatenz nicht bilanziert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines Ertragsteuersatzes, der lediglich die Gewerbesteuer beinhaltet; dieser beträgt derzeit rd. 15 %. Kommanditkapital Das Kommanditkapital beträgt unverändert TEUR 1.000. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile Der Posten wurde in Höhe der unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen entsprechend § 264c Abs. 4 HGB gebildet, da es sich bei den Anteilen um die Komplementärgesellschaft handelt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung sowie personalbezogene Rückstellungen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Sicherungsübereignung des Bestandes an Lager- und Vorführwagen, des Gebrauchtwagenbestandes und des Bestandes an Ersatz- und Austauschteilen und Zubehör gemäß Raumsicherungsübereignungsvertrag sowie ferner durch Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.514; Vorjahr: TEUR 1.074) resultieren mit TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 150) aus kurzfristigen Darlehen sowie im Übrigen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Jacobs Holding GmbH, Aachen, (Gesellschafterin) mit TEUR 13.004 (Vorjahr: TEUR 9.398) betreffen Gewinnanteile, die dem Verrechnungskonto gutgeschrieben wurden sowie laufende Verrechnungen. Für Risiken aus der Rücknahmeverpflichtung von Leasingfahrzeugen sind in den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 548 (Vorjahr: TEUR 2.737) in Analogie zum BMF-Schreiben vom 12. Oktober 2011 bezüglich der Rückkaufoption im Kfz-Handel enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Für mit 3.327 (Vorjahr: 3.221) Kunden abgeschlossene Leasingverträge über Fahrzeuge besteht eine Rücknahmeverpflichtung der Gesellschaft nach Ablauf der Vertragslaufzeiten; die Gesamtverpflichtung beläuft sich auf TEUR 63.518 (Vorjahr: TEUR 57.834). Daneben bestehen mit 5.323 (Vorjahr: 5.091) Kunden abgeschlossene Finanzierungsverträge mit einer Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 51.869 (Vorjahr: TEUR 44.858). Im Fall einer Inanspruchnahme aus Garantiezusagen würden die betreffenden Fahrzeuge in das Eigentum der Unternehmen übergehen, Risiken aus der Verwertung sind auf Basis historischer Erfahrungswerte vernachlässigbar. Die Gesellschaft übt ihre Geschäftstätigkeit in gemieteten Räumlichkeiten aus. Die Gesamtverpflichtungen aus diesen Verträgen beläuft sich auf TEUR 11.072 (Vorjahr: TEUR 7.560). Die jährlichen Aufwendungen betragen rd. TEUR 1.807 (Vorjahr: TEUR 1.807). Daneben bestehen Leasing- und Mietverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Obligo für die Restlaufzeit der abgeschlossenen Verträge beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 360). Das Bestellobligo für Wareneinkäufe beträgt TEUR 30.475 (Vorjahr: TEUR 35.589). Das Bestellobligo aus Investitionen ist geringfügig. Gegenüber der Volkswagen Bank GmbH, Braunschweig, sowie der Sparkasse Aachen, Aachen, be-steht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft zusammen mit anderen Unternehmen der Jacobs-Gruppe für die gesamten für diese Unternehmen zum Stichtag bestehenden Bankverbindlichkeiten. Von den der Gruppe bei diesen beiden Kreditinstituten eingeräumten Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 118,0 bzw. Mio. EUR 6,8 waren zum 31. Dezember 2015 Mio. EUR 94,3 bzw. Mio. EUR 5,9 in Anspruch genommen (davon die Inanspruchnahme der Gesellschaft betreffend: Mio. EUR 30,9 bzw. Mio. EUR 0,0). Mit einer Inanspruchnahme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung für die Kreditlinien wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jacobs-Gruppe und der positiven Erwartungen für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 nicht gerechnet. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Hierbei ist zu beachten, dass im Anlagevermögen bilanzierte Vorführwagen in der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Veräußerung in den Umsatzerlösen und in den Aufwendungen für bezogene Waren gezeigt werden, da solche Transaktionen ihrem Wesen nach ebenfalls dem laufenden operativen Geschäft zuzuordnen sind. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 2.414 periodenfremde Erträge. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden wie im Vorjahr keine nennenswerten periodenfremden Bestandteile ausgewiesen. Ferner sind keine Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung enthalten. E. Sonstige AngabenErgebnisverwendung Der Jahresüberschuss von TEUR 4.082 ist entsprechend den Regelungen des Gesellschaftsvertrags und aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses auf dem Gesellschafterkonto (Verbindlichkeitskonto) gutgeschrieben worden. Beschäftigte Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt:
Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Gesamthonorars des bestellten Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der Jacobs Holding GmbH, Aachen, enthalten ist. Geschäftsführung Persönlich haftender Gesellschafter ohne Kapitaleinlage ist als Komplementär-GmbH die Audi Zentrum Geschäftsführungs GmbH, Aachen, deren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ein gezeichnetes Kapital von TEUR 26, ein Eigenkapital von TEUR 40 und einen Jahresüberschuss von TEUR 2 ausweist. Die gesamten Anteile an der Komplementär-GmbH werden von der Gesellschaft selbst gehalten und sind im Finanzanlagevermögen unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen aktiviert. Die Komplementär-GmbH hat im Geschäftsjahr 2015 eine Haftungsvergütung in Höhe von TEUR 3,5 (Vorjahr: TEUR 3,5) erhalten. Geschäftsführer der Audi Zentrum Geschäftsführungs GmbH, Aachen, waren im Geschäftsjahr die Herren:
Die Geschäftsführer der Komplementär-GmbH sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 i. V. m. § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen zur Unternehmensgruppe der Penske Automotive Group Inc. Bloomfield Hills/Michigan, USA, und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Penske Automotive Group Inc., Bloomfield Hills/Michigan, USA, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen; dieser Konzernabschluss ist beim Sitz der Obergesellschaft hinterlegt und wird bei der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) eingereicht. Die Jacobs Holding GmbH, Aachen, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Aachen, den 31. Mai 2016 Die Geschäftsführung der Komplementärin
Audi Zentrum Geschäftsführungs GmbH, Aachen Jens Werner, Geschäftsführer Bruno Hilgers, Geschäftsführer Lagebericht 2015Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH & Co. KG, AachenInhalt
I. Grundlagen der GesellschaftSeit 90 Jahren steht der Name Jacobs in der Region Aachen, Düren und Heinsberg für Tradition, Erfahrung und Fortschritt in Sachen Fahrzeug und Fahrzeugtechnik. Die Unternehmen der Jacobs- Gruppe sind vertreten mit insgesamt 20 Autohäusern an 10 Standorten mit den Marken Audi, Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Škoda, Seat, Toyota, Kia und Citroën. Für alle unsere Premium-Marken wurden an den jeweiligen Standorten erstklassige Qualitäts- und Kompetenzzentren geschaffen. Die Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH & Co. KG, Aachen, - im Folgenden auch Gesellschaft oder KG genannt - ist Teil der Jacobs-Gruppe und im Bereich Handel mit neuen und gebrauchten Automobilen und Ersatzteilen sowie der Erbringung von Reparaturleistungen für Kraftfahrzeuge tätig. Neben der Betriebsstätte in Aachen verfügt die KG über insgesamt drei unselbstständigen Betriebsstätten in Geilenkirchen, Düren und Bad Münstereifel. Die Gesellschaft hat für die Marken Audi, Volkswagen und Seat jeweils Händler- und Serviceverträge. Als persönlich haftende Komplementärgesellschaft fungiert die Audi Geschäftsführungs GmbH, die eine reine Verwaltungsfunktion ausübt. Die Geschäftsführung wird von den Herren Jens Christian Werner und Bruno Hilgers ausgeübt. II. Wirtschaftsbericht1. Geschäft und Rahmenbedingungen Allgemeine Entwicklung Nach einem Weltwirtschaftswachstum von 2,7 % im Vorjahr lag der Zuwachs im Berichtsjahr mit 2,5 % knapp unter dem Vorjahreswert. Die höchsten Zuwächse konnten trotz rückläufiger Wachstumsraten wiederum in Asien erzielt werden. China erreichte einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 6,9 % (Vorjahr: 7,4 %) und blieb damit auch für die deutschen Premium-Automarken ein wichtiger Absatzmarkt. In Westeuropa setzte sich das moderate Wachstum mit 1,6 % (Vorjahr: 1,3 %) bei gleichzeitigem Rückgang der Arbeitslosenquote von 10,7 % auf 10,1 % fort. Auf Grund der positiven Lage am Arbeitsmarkt und einer guten Verbraucherstimmung konnte in Deutschland ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von nahezu unverändert 1,5 % (Vorjahr: 1,6 %) erzielt werden. Automobilkonjunktur Der deutsche Automobilmarkt entwickelte sich im Bereich der Neuzulassungen mit einem Zuwachs von 5,6 % positiv und erreichte ein Volumen von insgesamt 3,2 Millionen PKW (Vorjahr: 3,0 Millionen). Hierbei ist eine gestiegene Nachfrage im gewerblichen Bereich zu verzeichnen, während der Privat-Anteil der PKW Neuzulassungen auf 34,2 % (Vorjahr: 36,2 %) nunmehr im sechsten Jahr schrumpfte. Der Anteil von alternativen Antriebsmodellen ist mit 12.363 Elektrofahrzeugen und 33.630 Hybridantrieben nach wie vor gering. Der Hauptanteil liegt weiterhin bei herkömmlichen Antrieben (Benzin 50,3 %, Diesel 48,0 %). Der Gebrauchtwagenmarkt erreichte 2015 mit 7,33 (Vorjahr: 7,07) Millionen Besitzumschreibungen eine Steigerung von 3,4 % (Vorjahr: -0,3 %). Ca. 95 % der PKW wurde dabei von privaten Haltern umgemeldet. Der Anteil der bis zu einem Jahr alten Fahrzeuge betrug ca. 19,6 %. (Alle Angaben laut Kraftfahrtbundesamt) 2. Geschäftsverlauf Aufgrund der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt und der positiven Konsumentennachfrage insbesondere im gewerblichen und Großkundenbereich konnte das Wachstum der letzten Jahre fortgesetzt werden. Für das Geschäftsjahr 2015 sind dabei folgende Punkte hervorzuheben:
3. Lage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse sind insbesondere auf Grund der zusätzlich 2.035 verkauften Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahr von TEUR 179.831 auf TEUR 213.464 gestiegen (+18,7 %). Die Materialintensität als Verhältnis zwischen den Materialaufwendungen und den Umsatzerlösen beträgt 86,7 % (Vorjahr: 86,1 %). Insgesamt konnte das Rohergebnis von TEUR 25.067 um 13,3 % auf TEUR 28.396 gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf TEUR 3.503 (Vorjahr: TEUR 1.390) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die teilweise Auflösung der Verbindlichkeiten für Leasingrückläufer in Höhe von TEUR 2.190 zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl und durch Zuführungen zu Rückstellungen für Renditezahlungen um TEUR 519 auf insgesamt TEUR 12.000 erhöht. Die Personalintensität ist aufgrund der Umsatzentwicklung von 6,4 % auf 5,6 % gesunken. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 1.969 oder 17,6 % gestiegen. Die Steigerung geht im Wesentlichen einher mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen sowie gestiegenen Gewährleistungsaufwendungen. Das Finanzergebnis veränderte sich von TEUR -469 auf TEUR -612 auf Grund gestiegener Finanzierungskosten im Gebrauchtwagenbereich. Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 5.008 und liegt damit mit TEUR 3.053 oder 156,0 % über dem Vorjahresergebnis. Insgesamt wurde nach Steuern ein Jahresüberschuss von TEUR 4.082 nach TEUR 1.446 im Vorjahr erwirtschaftet. b) Finanzlage Das Kommanditkapital zum 31. Dezember 2015 beträgt unverändert TEUR 1.000. Die Eigenkapitalquote beträgt bei gesunkener Bilanzsumme und aufgrund der Ergebniszuweisung an den Gesellschafter 1,9 % (Vorjahr: 1,7 %). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt größtenteils über kurzfristiges Fremdkapital. Die liquiden Mittel betrugen am Bilanzstichtag TEUR 773 nach TEUR 1.644 im Vorjahr. Das kurzfristige Fremdkapital ist unverändert durch das Umlaufvermögen (inkl. Geschäfts- und Vorführwagen) gedeckt. Insgesamt kann die Finanzlage als gut eingeschätzt werden, da die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ausreichend ist und aus der operativen Geschäftstätigkeit Zahlungsmittelzuflüsse erzielt werden, mit denen notwendige Investitionen finanziert und allen anderen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen werden konnte. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.267 auf nunmehr TEUR 54.433 (Vorjahr: TEUR 59.700). Die Veränderung resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus gesunkenen Warenbeständen (inkl. Vorführwagen); gegenläufig erhöhten sich die Finanzanlagen durch den Erwerb der Autohaus Nitsche GmbH. Auf der Passivseite spiegelt sich die Entwicklung in den Finanzverbindlichkeiten sowie in den Gesellschafterverbindlichkeiten wider. Auf der Aktivseite werden 22,1 % (Vorjahr: 19,2 %) Anlage- und 77,9 % (Vorjahr: 80,8 %) Umlaufvermögen ausgewiesen. Der Anteil des Vorratsvermögens am Umlaufvermögen (Vorrätegrad) beträgt 48,0 % (Vorjahr: 53,0 %). Auf der Passivseite beträgt die Eigenkapitalquote auf Grund der oben beschriebenen Gründe 1,9 % (Vorjahr: 1,7 %) und der Anteil der Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva 98,1 % nach 98,3 % im Vorjahr. Insgesamt schätzen wir die allgemeine wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als sehr gut ein. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den für uns wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Steuern gibt es weitere Kennziffern, die für die Steuerung des Unternehmens von Bedeutung sind. a) Finanzielle Leistungsindikatoren
b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Kundenzufriedenheitswerte der Gesellschaft im Servicebereich lagen bei 9,3 Punkten (Audi) bzw. bei 9,1 Punkten (VW). Der Durchschnitt Deutschland für Audi betrug 9,5 Punkte und für VW 9,0 Punkte. Dies ist ein weiteres Merkmal für die Leistungsfähigkeit unserer Werkstätten. Im Verkauf lag die Kundenzufriedenheit bei VW mit 118 Punkten knapp unter dem Durchschnitt Deutschland mit 117 Punkten (entgegengesetzte Betrachtung; TOP 20 Händler Deutschland 110 Punkte). Bei Audi lag der Durchschnittswert für Deutschland bei 111,5 Punkten. Unsere Betriebsstätten mit Audi-Handelsvertrag erzielten eine durchschnittliche Punktzahl von 110,9. III. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. IV. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht1. Prognosebericht Neben der persönlichen unternehmerischen Einschätzung stützen wir unsere Prognose für 2016 und 2017 auf Aussagen von Banken und Wirtschafts- und Branchenverbänden. Unter der Prämisse, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den kommenden zwei Jahren einen ähnlichen Verlauf wie im abgelaufenen Geschäftsjahr nimmt, d. h. moderates Wachstum, stabiles Zinsniveau, niedrige Inflation, positive Arbeitsmarktsituation mit steigendem Konsumbedarf und verlässliche rechtliche und politische Rahmenbedingungen, gehen wir von einer leichten Steigerung unserer Stückzahlen und Umsätze im Service- und Ersatzteilbereich aus. Die Marke Audi wird 2016 zahlreiche Modelle erneuern und gleichzeitig das Produktportfolio mit besonderem Schwerpunkt auf SUV-Modelle erweitern. Hier ist insbesondere die Markteinführung des Q2 zu erwähnen, der insbesondere die jüngere Kundschaft ansprechen soll. Nach der erfolgreichen Markteinführung des Q7 in 2015 folgen in 2016 Q7 e-tron quattro und als Flagschiff der SQ7. Des Weiteren werden die Baureihen A4 und Q5 erneuert. Auf den bereits in 2015 neu eingeführten A4 werden der A4 allroad quattro und der S4 als Limousine und Avant folgen. Auch die Marke Volkswagen wird im kommenden Geschäftsjahr ihre Modelloffensive fortsetzen, die Angebotspalette modernisieren und um attraktive neue Modelle erweitern. Zusätzlich wird das Produktportfolio um Fahrzeuge mit alternativen Antriebssystemen bestehend aus Gas- und Elektrovarianten erweitert. In 2016 wird die Markteinführung des erfolgreichen SUV-Modells Tiguan erfolgen. Produktaufwertungen sind für Beetle, up! und Golf Cabrio vorgesehen. Die Beetle-Familie wird durch den Beetle Dune erweitert. Die Marke SEAT führt den neuen SUV Ateca ein und in der Modellreihe Leon erfolgt eine Produktaufwertung. Durch kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse und deren genaue Beobachtung werden wir in der Lage sein, Profitabilität und Rentabilität (vor Sonderfaktoren) erneut steigern zu können. Das geplante Jahresergebnis vor Steuern beträgt TEUR 2.257 bei einer Umsatzrendite vor Ertragsteuern von 1,0 %. Insofern erwarten wir für 2016 ebenfalls eine stabile Ergebnisentwicklung. Nach der erfreulichen Entwicklung der Kundenzufriedenheit im Berichtsjahr gehen wir auch für 2016 davon aus, dass eine hohe bis sehr hohe Kundenzufriedenheit erreicht werden wird. 2. Risikobericht Die Geschäftsführung beobachtet die Marktentwicklung laufend und stimmt die Geschäftsstrategie auf kurzfristige Erfordernisse ab. Ferner nimmt sie die Analyse und Bewertung von Risiken sowie die Abstimmung von Maßnahmen zwischen den Einzelgesellschaften vor. Das Risikomanagementsystem basiert auf einem permanenten Berichtswesen aller operativen Gesellschaften an die Geschäftsführer der KG. Dadurch können potenzielle Risiken früh erkannt und entsprechende Maßnahmen und Kontrollen entwickelt werden. Nachdem am 18. September 2015 die US-amerikanische Umweltbehörde die Öffentlichkeit über Unregelmäßigkeiten bei Abgastests an VW-Dieselmotoren informierte, teilte der Volkswagen-Konzern am 22. September mit, dass Fahrzeuge mit Dieselmotoren vom Typ EA 189 mit insgesamt weltweit 11 Millionen Fahrzeugen betroffen seien. Das Risiko aus diesem Skandal ist zum Berichtszeitpunkt noch nicht absehbar. Das Management der Gesellschaft hat jedoch Vorsorge in alle Richtungen getroffen, um die möglichen Risiken gering zu halten, aber auch Chancen nutzen zu können. Die weiteren wesentlichen Risiken lassen sich dabei wie folgt gruppieren:
Umfeldrisiko Die weitere Entwicklung des Gesamtmarktes für Neuwagen und Gebrauchtwagen sowie die sich ständig verschärfende Wettbewerbsintensität wird als wesentliches potenzielles Risiko gesehen. Den Risiken trägt die Gesellschaft durch eine ständige Marktbeobachtung und Überwachung der Profitabilität einzelner Geschäfte Rechnung. Restwertrisiken bei Leasingfahrzeugen Das dem Leasinggeschäft inhärente Restwertrisiko resultiert aus einer negativen Abweichung zwischen dem bei Vertragsabschluss kalkulierten Restwert und dem Marktwert des Leasingfahrzeugs bei Verwertung nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Leasingdauer. In einigen Märkten trägt dieses Restwertrisiko die Gesellschaft. Die operative Risikosteuerung erfolgt durch laufende Überwachung der Entwicklung der Gebrauchtwagenpreise mittels intern und extern zur Verfügung stehender Daten. Mit Hilfe von Restwertprognosen wird regelmäßig die Angemessenheit der Risikovorsorge sowie das Restwertrisikopotenzial überprüft. Im diesem Bereich konnte eine deutliche Reduzierung des Leasingrisikos durch die Tatsache erzielt werden, dass ein Großteil der Leasingrückläufer zum vereinbarten Rückgabewert an den Hersteller zurückgegeben werden kann. Der Volkswagen-Konzern beteiligt sich für seine Marken in nicht unerheblichem Umfang an möglicher Weise entstehenden Verlusten durch unterschiedliche Restwertmodelle. Liquiditätsrisiken Das wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel der Gesellschaft besteht darin, die Zahlungsfähigkeit und Einkaufsfinanzierung jederzeit sicherzustellen. Die Refinanzierung des Vorratsbestandes erfolgt dabei im Wesentlichen durch kurzfristige Bankkredite der Hersteller, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer regelmäßigen Überprüfung unterziehen. Die Gesellschaft überwacht sowohl den kurzfristigen Liquiditätsbedarf als auch die mittel- und langfristigen Abnahmeverpflichtungen und arbeitet an der Vorhaltung ausreichender Kreditlinien, um auch zukünftiges Wachstum realisieren zu können. Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr in das Cashpooling des Konzerns eingebunden, der den konzerninternen und -externen Zahlungsverkehr effizient gestaltet und das Finanzergebnis verbessert. Die Kontokorrentlinien wurden im Berichtsjahr nur temporär in Anspruch genommen. Adressenausfallrisiko Das Adressenausfallrisiko quantifiziert den unerwarteten Verlust, der entsteht, wenn ein Kreditnehmer seinen vertragsmäßigen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Kreditvereinbarung nicht nachkommen kann. Zur Abdeckung des Adressenausfallrisikos wurde eine konservative Risikovorsorge gebildet. Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft Der Gesellschaft liegen insgesamt nach den derzeit bekannten Informationen keine Entwicklungen vor, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen. Die Gesamtrisikosituation ergibt sich für aus den zuvor dargestellten wesentlichen Einzelrisiken, deren Beherrschung das Risikomanagement der KG gewährleistet. 3. Chancenbericht Der Erfolg der Gesellschaft wird insbesondere von der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Produktportfolio des Herstellers beeinflusst. Daneben können wir durch interne Maßnahmen neue Möglichkeiten entwickeln, die Entwicklung unseres Unternehmens positiv zu gestalten. Im Rahmen der Jahresplanung für 2016 wurden konkrete Ziele in allen Bereichen für Kosteneinsparungen definiert, die uns Chancen bieten, Prozesse zu verbessern und effizienter zu gestalten. Die bereits oben beschriebene Abgasthematik wird insbesondere im Aftersalesbereich neue Chancen bieten. Dabei wurden bereits mit Ablauf des Berichtsjahres personelle und strukturelle Voraussetzungen geschaffen. Weitere Chancen sehen wir in dem Ausbau unseres Großkundengeschäfts und des Gebrauchtwagenhandels.
Aachen, den 31. Mai 2016 Jens Christian Werner Bruno Hilgers Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH & Co. KG, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH & Co. KG, Aachen, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 27. Juli 2016 Deloitte
GmbH
Schöck, Wirtschaftsprüfer Böhmerle, Wirtschaftsprüfer |
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