Mercer Timber Products GmbH
Am Bahnhof 123, 07929 Saalburg-Ebersdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Doreen Wolfram seit 15.11.2025 | Prokura |
Denny Friedrich seit 29.8.2024 | Prokura |
Ronny Jürgen Arnold seit 10.10.2022 | Prokura |
Johannes Mörth seit 24.5.2018 | Prokura |
Michael Bujak seit 24.5.2018 | Prokura |
Carsten Dr. Merforth seit 17.5.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Mercer Timber Products GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mercer Timber Products GmbHSaalburg-EbersdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Mercer Timber Products GmbH (MTP) ist ein Nadelholzsägewerk. Sägewerke verarbeiten Baumstämme zu Schnittholzprodukten wie Brettern, Kanthölzern und Latten. Darüber hinaus können weitere Veredelungsschritte vorgenommen werden, bei MTP sind dies die technische Trocknung des Schnittholzes sowie die Weiterverarbeitung zu Hobelware, die im konstruktiven Sektor verkauft wird. MTP verarbeitete im Geschäftsjahr 2023 im Zweischichtbetrieb 1.353.448 Festmeter (fm) Nadelholz und damit 1,1% mehr als im Geschäftsjahr 2022 (1.338.870 fm). Verarbeitet wurden dabei etwa 89% Fichtenholz und 11% Kiefernholz mit geringfügigen Anteilen anderer Holzarten (Lärche, Douglasie, Tanne, Weymouthskiefer). Im vierten Jahr der Corona-Pandemie gab es wie in den letzten beiden Vorjahren keine nennenswerten Auswirkungen der Krankheit auf den Betrieb von MTP. Die diesbezüglichen Schutzmaßnahmen wurden weiter gelockert und den gesetzlichen Vorgaben angepasst. Mitarbeiter mit Symptomen wurden getestet und je nach Ergebnis konnten oder mussten die Mitarbeiter zu Hause bleiben bis weitere Tests negativ waren. Die Reisebeschränkungen wurden sämtlich aufgehoben, was keine negativen Auswirkungen auf die Krankenquote hatte. Im Jahr 2023 zeigte sich die holzwirtschaftliche Entwicklung anders als im Vorjahr. War die Nachfrage im Vorjahr im ersten Halbjahr noch sehr stark mit guten Schnittholzpreisen und leicht steigenden Rohstoff- und Energiepreisen, so änderte sich dies im zweiten Halbjahr mit sinkenden Schnittholzpreisen und weiterhin steigenden Rohstoff- und Energiepreisen. Zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde noch mit einer Erholung der Schnittholzpreise und Anpassung an die hohen Rohstoffkosten ab dem zweiten Quartal, spätestens im zweiten Halbjahr gerechnet. Dies stellte sich jedoch im Laufe des abgelaufenen Geschäftsjahres als falsch heraus. Die Nachfrage schwächelte weiterhin aufgrund steigender Zinsen, auch der Hypothekenzinsen und des globalen Pessimismus. Weltweit konnte eine Abschwächung der Schnittholznachfrage bei hohen Angeboten beobachtet werden, gepaart mit steigenden Zinsen (vgl. "Der US-Markt im 4. Quartal 2022 und im 1. Halbjahr 2023", HOLZKURIER, 43, 27.10.2022; "2x4-Preis fällt fast auf Niveau von Jahresanfang zurück", EUWID 14/2023, 06.04.2023). Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 zeigte sich zumindestens im US-amerikanischen Markt eine leicht verbesserte Nachfrage, auch wenn diese geringer ausfiel als erwartet wurde. Die Schnittholzpreise konnten zwar leicht gesteigert werden, aber die Rohstoffpreise blieben Anfang 2023 bis weit ins dritte Quartal hinein sehr stabil mit weiterhin leicht steigender Tendenz. Einzig die Energiepreise, hier insbesondere die Strompreise gingen auf das Niveau vor dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs zurück. Bereits ab März 2023 waren die Einspeisevergütungen wieder auf die vertraglich zugesicherte Einspeisevergütung gesunken. Durch einen milden Winter 2022/2023 und einer doch besseren Gasversorgung und höheren Gasspeicherständen als ursprünglich ein halbes Jahr vorher erwartet, begannen die Gaspreise mit Start des Frühlings zu sinken und damit auch die Restholzpreise für Sägespäne und Hackschnitzel. Die Sägewerke hatten ihre Einschnittsmengen nicht stark reduziert, aber gleichzeitig ging die Nachfrage aufgrund dem Auslaufen der Heizperiode nach Pellets und Briketts zurück und parallel dazu schwächelte die globale Nachfrage nach Zellstoff bzw. Papier. Zu Beginn des Jahres 2023 zeigte sich die Nachfragesituation von Schnittholz unverändert niedrig. Die Bauanträge für Neubauten waren nach wie vor auf einem niedrigen Niveau aufgrund weiter steigender Zinsen und hoher Preise, insbesondere bei den Baumaterialien. Aufgrund der hohen Neubaupreise verstärkte sich zuerst die Nachfrage nach bestehenden Häusern. Steigende Zinsen führten schließlich auch hier, insbesondere im US-amerikanischen Markt, zu einem Rückgang der Nachfrage, da viele sich die Zinsen und damit die Hypothek nicht mehr leisten können. Diese insgesamt reduzierte Nachfrage, bei nahezu gleichbleibendem Angebot, ließ auch die Preise bei den Bestandsbauten sinken. Die Schnittholzpreise haben zum Ende des Vorjahres in Europa ihren Tiefpunkt erreicht und erste Preissteigerungen konnten zwar im Januar 2023 durchgesetzt werden, trotzdem lagen die Preise im ersten Halbjahr 2023 erheblich unter den Vorjahreswerten. Das US- Preisniveau lag im Januar nur noch bei rd. 160 - 170 €/m 3 ab deutschem Sägewerk, was absolut unauskömmlich für Hobelware war (vgl. "Spanerseitenware deutlich über Dezember, weit unter 2022", Holzkurier, 02.03.2023). Die allgemeine Geschäftslage der Nadelholzsägewerke hat sich seit Jahresbeginn von Monat zu Monat verschlechtert. Zwar kam dieser Abwärtstrend zum Beginn des Herbstes zum Liegen, aber die klassische Herbstbelebung fiel in 2023 aus. Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung und auch die Baukonjunktur geben keinen Anlass zur Hoffnung auf eine kurz- bis mittelfristige Belebung (vgl. Holz Zentralblatt, Nr. 40, "Nadelholzsägewerke: Herbstbelebung ausgefallen", 6.10.2023). Auch die Preise für Restholz waren im ersten Quartal 2023 unter Druck. Die Pelletnachfrage des Vorjahres, die kurzfristig krisenbedingt exorbitant hauptsächlich von Neukunden, die von Öl- und Gas- zu Pelletheizungen wechselten, angestiegen war, brach aufgrund des insgesamt zu warmen Winters ein. Im März 2023 gab es erneut einen Preisrückgang gegenüber den Endverbrauchern in Höhe von 13-14% im Vergleich zum Vormonat, so dass am die Preise damit auf dem Niveau des März 2022 lagen (vgl. EUWID "Pelletpreise liegen wieder fast auf Vorjahresniveau, 23.03.2023). Allerdings setzte sich dieser negative Preistrend bei Pellets wie Briketts weiterhin fort. Auch der milde Herbst brachte nicht den erwarteten Nachfrageschub und damit erneute Preiserhöhungen bei den Pellets und damit insgesamt bei den Restholzpreisen. Der Brennstoff- und Restholzhandel spekuliert auf weiter sinkende Preise (vgl. EUWID "Handelsnachfrage nach Pellets bleibt zurückhaltend", 09.11.2023). Es ist denkbar, dass es auch in Deutschland und Europa in der Zukunft häufiger zu einer ausgeprägten Volatilität in Form von starken Nachfrage- und Preisschwankungen bei Nadelschnittholz dieser Art kommen wird, wie sie ja beispielsweise auf dem US-Markt schon seit Jahren bekannt sind. Im Jahr 2023 war das Aufkommen von Kalamitätsholz von niedriger Qualität nochmals geringer als im Vorjahr. In Deutschland fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr rd. 34,6 Mio. m 3 Schadholz an, was ca. 11 % Rückgang gegenüber dem Jahr 2022 bedeutet. Die Hauptschadensgebiete im Jahr 2023 lagen in Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg. Erste Prognosen für 2024 liegen bei rd. 27 Mio. m 3 Schadholz und damit bei einem Rückgang von 22% im Vergleich zu 2023. Die Hauptschadensgebiete werden mit Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen angegeben (vgl. EUWID "Bundesländer rechnen für 2024 mit etwa 22% weniger Schadholz", 22.02.2024). Die in Friesau erzeugten Schnittholzprodukte werden vorwiegend für konstruktive Verwendungen und Weiterverarbeitungen eingesetzt. Die Mercer Timber Products GmbH liefert dazu sägeraues Schnittholz als Rohmaterial für Konstruktionsvollholz oder Brettschichtholz und weitere Verwendungen, außerdem Schnittholz für die Verpackungsindustrie zur Verarbeitung zu Paletten, Kisten und Kabeltrommeln. Das Schnittholz der Mercer Timber Products GmbH wird in die ganze Welt verkauft, von Deutschland über die EU und Afrika bis nach China. Die Märkte für gehobelte Ware sind die USA und Großbritannien sowie Japan. MTP hat seine Verkaufsmengen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um rund 20% oder 135.471 m 3 gesteigert, was auch mit an Logistik- und Verladeproblemen im 4. Quartal 2022 im Hafen Brake lag, die in den ersten beiden Monaten in 2023 verladen und ausgeliefert wurden. Die Lieferungen in die USA stiegen auf 48,3% der verkauften Hölzer (2022 noch 43,5%), trugen aber 51,2% zum Schnittholzumsatz bei. Die USA bleiben damit vor Deutschland größter Einzelmarkt von MTP. In Deutschland wurden 18,7% der Menge abgesetzt (2022 noch 23%). Weitere 9,9% (2022 noch 13,9%) der Menge wird in den europäischen Nachbarländern abgesetzt. Die asiatischen Märkte sowie die restlichen Länder weltweit erhöhten ihren Mengenanteil von 19,6% in 2022 auf 20,2% in 2023. Die deutlich gesunkenen Bautätigkeiten ließen in Deutschland die Nachfrage nach Bauholz sinken. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland insgesamt 260.100 Wohnungen genehmigt, was einen Rückgang gegenüber 2022 in Höhe von 26,6% bedeutet. Auch in den ersten Monaten des aktuellen Jahres sank die Anzahl an Bauanträgen und damit an Genehmigungen gegenüber dem Vorjahr um 23,5% oder 5.200 Baugenehmigungen auf 16.800 Einheiten. Sollte sich dieser Trend fortsetzen in den nächsten Monaten ist in Deutschland mit einem Rückgang der Baugenehmigungen auf einen Wert von unter 200.000 Einheiten fallen, ein Wert der letztmalig im Jahr 2010 erreicht wurde (vgl. EUWID, "Deutschland: Baugenehmigungen weiterhin stark rückläufig", 18.03.2024) Trotz der starken Schwankungen ist die Preiserwartung und die Nachfrageperspektive in den USA prinzipiell gut. Wir werden die Mengen in diesem Bereich nach Möglichkeit beibehalten und durch weitere Produktdiversifikation hochwertiger gestalten. UK und Japan bleiben weitere wichtige Zielmärkte. Bei diesen drei Märkten - USA, UK und Japan - handelt es sich um gleiche, gehobelte Querschnitte, was wiederum unserer Produktion entgegenkommt. In Abstimmung mit der Arbeitsvorbereitung wird versucht, den Bedarf aus den verschiedenen Ländern mit den Möglichkeiten der Produktion abzustimmen, wobei der Fokus auf die besten Deckungsbeiträge bei gleichzeitiger ausreichender Risikostreuung gerichtet ist. Daraus ergibt sich letztlich die Verkaufsstrategie. Geschäftsverlauf Die deutsche Sägeindustrie mit ca. 2.000 Betrieben und mehr als 24.000 Beschäftigten ist weiterhin stark von Konzentrationsprozessen geprägt. Einige wenige große Sägekonzerne produzieren den Löwenanteil der Produkte, während sehr viele kleine Betriebe jeweils nur wenige tausend Kubikmeter herstellen. (https://www.saegeindustrie.de/downloads/dynamisch/5751/desh_faktenbuch_online_20150803.pdf). Das Sägewerk in Friesau ist als Einzelstandort eines der leistungsfähigsten und volumenstärksten Sägewerke in Deutschland. (https://www.holzkurier.com/schnittholz/2022/03/deutsche_saegewerkeerhoehten2021einschnittweiter.html) Die Produktion der Mercer Timber Products GmbH im Jahr 2023 betrug:
In 2023 wurde plangemäß der weitere Umbau der Sortieranlagen vorangetrieben. Da die Sortieranlagen weiterhin der Flaschenhals der Produktion sind, gab es daher gegenüber 2022 entsprechend der Vorjahresprognose noch keine nennenswerten Produktionssteigerungen. Durch teilweise Störungen und Unterbrechungen der Produktion beim Aufbau und der Inbetriebnahme der neuen Sortieranlagen sowie dem hohen Anteil am Kalamitätsholz im Sommer 2023 wurde das Produktionsvolumen des Vorjahres im abgelaufenen Geschäftsjahr nur knapp überschritten. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Umsatz der Mercer Timber Products GmbH 234.391 TEUR gegenüber 328.490 TEUR in 2022 (-28,6%) und lag damit deutlich unter den Erwartungen und den Prognosen aus dem Vorjahr, die einen Umsatz von rd. 293.610 TEUR voraussagten. Der Umsatz setzt sich zusammen aus:
Die Schnittholzpreise zeigten in 2023 in den verschiedenen Märkten ähnliche Verläufe, die sich lediglich in der Höhe sowie dem zeitlichen Verlauf unterschieden. Alle Märkte zeigten tendenziell in 2023 über das Jahr sinkende Preise mit teilweise leichter Erholung auf das Jahresende. Für die US-Sortimente gab es im Januar eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vormonat, danach kam es zu einem leichten Preisrückgang und die Preise verharrten auf diesem Niveau bis Juni. Im zweiten Halbjahr stiegen dann die Preise in mehreren kleinen Schritten bis Ende Oktober, um ab November leicht zurückzugehen. Im Dezember 2023 lagen die Preise aber über den entsprechenden Vorjahrespreisen. Die Verkaufsmenge Schnittholz betrug 801.645 m 3 gegenüber 666.174 m 3 in 2022 und stieg damit um 20,3%. Der Schnittholzumsatz hingegen sank von 261.517 TEUR (2022) auf 188.755 TEUR (-27,8%), was letztendlich die durchschnittlich deutlich niedrigeren Schnittholzpreise in 2023 im Vergleich zum Vorjahr dokumentiert. Der Durchschnitt im Verkaufspreis über alle Sortimente lag 2023 bei 234 EUR/m 3 und damit 40% unter dem von 2022 (389 EUR/m 3 ). Der deutlich gesunkene Durchschnittspreis resultiert zum einen aus der schlechteren allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und im Besonderen aus der Baukonjunktur, die aufgrund hoher Baustoffpreise, steigenden Zinsen und schlechteren Konjunkturaussichten stark eingebrochen ist. Hier half auch die bessere Wertschöpfung bei MTP durch die Möglichkeit der automatischen Sortierung der Hobelware im Hobelwerk in Verbindung mit der qualitativ besseren Trocknung in den neuen Kanaltrocknern, die Preise nicht noch weiter absinken zu lassen. Die Strategie der Verteilung der Schnittholzprodukte auf mehrere starke Märkte mit flexibler Mengenzuteilung wurde von Mercer Timber Products auch in 2023 fortgeführt. Der Aufbau der Märkte in den USA und Japan wurde wie geplant vorangetrieben. Die Anteile der Umsätze innerhalb Deutschlands erhöhten sich in 2023 auf 18,7% (2022: 16,8%), in den USA wurden 51,2% des Umsatzes generiert (2022: 52,4%). Die übrigen Auslandsumsätze gingen in das EU-Ausland mit 9,9% (2022: 10,5%) sowie weltweit zu 20,2% in andere Länder (2022: 20,3%). Die Restholzumsätze setzen sich maßgeblich aus den Verkäufen von Hackschnitzeln und Sägespänen zusammen, die während der Schnittholzproduktion anfallen. Die hohen Restholzpreise aus dem 3. Quartal 2022 konnten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht durchsetzen. Der Preisrückgang, der sich bereits im November und Dezember 2022 abzeichnete, verstärkte sich im ersten Quartal 2023. Insbesondere aufgrund des warmen Winters ist die Nachfrage nach Pellets, Holzbriketts, etc. stark gesunken, teilweise auch aufgrund der hohen Verkaufspreise bei Pellets und Co. Im zweiten Quartal 2023 sanken die Restholzpreise weiter um im dritten Quartal einen Preisanstieg zu verzeichnen, auch aufgrund der höheren Nachfrage von Pelletsproduzenten und anderen Weiterverarbeitern. Nach diesem kurzen Anstieg sanken die Preise zum Jahresende wieder auf das Niveau davor. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage Das Anlagevermögen umfasste zum Jahresende EUR 95,8 Mio. (EUR +1,4 Mio. gegenüber 2022). Die Vorräte sanken von EUR 31,8 Mio. zum Ende 2022 auf EUR 19,7 Mio. zum Ende 2023, insbesondere durch den Abbau der hohen Schnittholzbestände aus dem Vorjahr zum Jahresbeginn. Die erheblichen Verzögerungen aus der Schiffslogistik zum Ende des Vorjahres konnten glücklicherweise zu Beginn des aktuellen Geschäftsjahres gelöst werden und die Mengen flossen Richtung Kunden ab. Des Weiteren wurden die Rundholzbestände im Werk aufgrund einer geringeren Anfuhr wegen der schlechteren Witterungsverhältnisse in den letzten beiden Monaten um mehr als 50% reduziert. Zudem liegen, durch Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Mercer Europe GmbH, Rosenthal am Rennsteig, Forderungen gegen den Gesellschafter aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von EUR 18,4 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.) vor. Die flüssigen Mittel sind auf EUR 3,6 Mio. gesunken, was im Wesentlichen auf die durchgeführten Investitionen sowie den Steuerzahlungen für das Vorjahr zurückzuführen ist. Bei einer Bilanzsumme von EUR 165,2 Mio. (Vorjahr: EUR 166,1 Mio.) und einem Eigenkapital in Höhe von EUR 84,8 Mio. (Vorjahr: EUR 84,8 Mio.) entspricht dies einer Eigenkapitalquote von 51,3% (Vorjahr: 51,1%). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 11,8 Mio. auf EUR 63,7 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ein Kredit in Höhe von EUR 50,0 Mio. (Vorjahr: EUR 40,0 Mio.) in Anspruch genommen. Finanzlage Die Mercer Timber Products GmbH hat zusammen mit den anderen deutschen Mercer Gesellschaften seit dem 19. Dezember 2018 einen gemeinsamen Kreditrahmen über EUR 200 Mio., von dem die Mercer Timber Products GmbH bis zu EUR 70 Mio. ausnutzen kann. Im September 2022 wurde im Rahmen des Kaufs der ehemaligen Wood HoldCo GmbH, Torgau, mit der wesentlichen Tochtergesellschaft Mercer Torgau GmbH & Co. KG (ehemals HIT Holzindustrie Torgau GmbH & Co. KG), Torgau, dieser gemeinsame Kreditrahmen auf EUR 300 Mio. aufgestockt und um die Mercer Torgau GmbH & Co. KG als Kreditnehmerin erweitert. Diese Linie wurde zum 26. September 2023 um weitere EUR 70,1 Mio. aufgestockt. Zum 31. Dezember 2023 weist die MTP gegenüber Kreditinstituten eine Verbindlichkeit von EUR 50,0 Mio. aus (Vorjahr: EUR 40,0 Mio.). Daneben wird der Kreditrahmen zum Jahresende noch in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 370) in Form von Bürgschaften für Dritte in Anspruch genommen. Der aus dem Kreditvertrag zur Verfügung stehende Betrag von EUR 70 Mio. vermindert sich in Höhe der in Anspruch genommenen Kreditlinie sowie Avale und Bürgschaften. Im März 2019 schlossen die deutschen Mercer Gesellschaften untereinander zusätzlich einen Cash Pool Vertrag ab. Die Durchführung des Cash Poolings sowie die Zinsabrechnungen wird von einer der Hausbanken übernommen. Aus dem Cash Pool hat die MTP zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3,1 Mio. (Vorjahr: Forderungen EUR 6,0 Mio.). Darüber hinaus waren zum Bilanzstichtag keine weiteren Kreditlinien vorhanden, mit Ausnahme der geschäftsüblichen Zahlungsziele der Lieferanten. Die flüssigen Mittel lagen bei EUR 3,6 Mio. (Vorjahr: EUR 8,3 Mio.). Die Gesellschaft verzeichnete zum Geschäftsjahresende einen negativen operativen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der weiteren Ziehung aus der Kreditlinie positiv. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist durch die Fertigstellung neuer Anlagen im Geschäftsjahr 2023, die bereits in Vorjahren begonnen wurden, und den Ausgaben für Anzahlungen von Investitionen, die im Folgejahr getätigt werden sowie denen für aktuelle Anlagengüter ebenfalls negativ. Der positive Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit wurde zur Finanzierung der negativen operativen Cash Flows genutzt. Durch die liquiden Mittel, zum 31. Dezember 2023 mit EUR 3,6 Mio., sowie einer verbleibenden Kreditlinie in Höhe EUR 19,60 Mio. (Vorjahr: EUR 29,63 Mio.) stellt sich die Finanzlage der Gesellschaft als robust dar. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresfehlbetrag (vor Ergebnisabführung/ -übernahme) in Höhe von EUR 18.416.700,54 (Vorjahr Jahresüberschuss: EUR 66.804.550,06) erzielt, der aufgrund des eingetragenen Gewinn- und Beherrschungsvertrag mit der Muttergesellschaft Mercer Europe GmbH von dieser zu 100% übernommen wurde. Das im Vorjahr deutlich geringer prognostizierte positive Ergebnis ist nicht eingetreten. Ursächlich hierfür war der Preisverfall ausgelöst durch die allgemeine schlechtere Konjunktur unter anderem aufgrund steigender Hypothekenzinsen und Baupreisen. Hinzu kamen deutlich gesunkene Stromkosten bzw. -preise und somit sank die Einspeisevergütung sehr schnell im Laufe des ersten Quartals auf Höhe unserer EEG-Einspeisevergütung. Die Strompreisbremse sowie die Einspareffekte zeigten hier ihre Wirkung. An der Börse wurde der Strom im abgelaufenen Jahr 2023 zu den Preisen von vor dem Ukraine-Krieg gehandelt. Neben den niedrigeren Stromerlösen und den niedrigeren Schnittholzpreisen, sanken auch die Restholzerlöse aufgrund eines milden Winters und einer geringen Nachfrage nach Pellets und Briketts. Viele Verbraucher hatten sich im Jahr 2022 über dem Sommer und Herbst mit zusätzlichen Mengen eingedeckt. Dies geschah aus Angst, dass die Mengen knapp werden aufgrund der hitzigen Diskussionen über die Versorgungslage an Brennstoffen (Gas, Pellets, Öl, etc.) in der Mitte des zweiten Halbjahres 2022 in Deutschland. Diese Diskussion wurde durch das Russlands-Embargo wegen des Einfalls in der Ukraine-ausgelöst. Die um rd. 37% gesunkenen Aufwendungen für bezogene Leistungen auf EUR 7,9 Mio. aufgrund gesunkener Stromkosten im Vergleich zum Vorjahr halfen bei der Kompensation der höheren Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für bezogene Waren von EUR 1,5 Mio., höheren Personalkosten von EUR 1,4 Mio., höheren Zinsaufwendungen durch die Erhöhung der Kreditziehung von EUR 10,4 Mio. sowie höheren Abschreibungen von EUR 0,8 Mio. aufgrund der Aktivierung fertiggestellter Anlagen und Maschinen zum Ende 2022 sowie im Laufe von 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 55,6 Mio. konnten nahezu konstant gehalten werden gegenüber dem Vorjahr mit EUR 55,9 Mio. Die gestiegenen Frachtkosten in Höhe von EUR 2,3 Mio. aufgrund einer höheren Verkaufsmenge konnten durch Kostensenkungsmaßnahmen im Bereich Instandhaltung (- EUR 0,4 Mio.), gesunkenen Währungskursaufwendungen (-EUR 1,9 Mio.), Werkzeuge und Ausrüstung (-EUR 0,2 Mio.), Versicherungen (-EUR 0,2 Mio.) und allgemeine Verwaltungskosten (-EUR 0,3 Mio.) überkompensiert werden. Insgesamt liegt das Jahresergebnis deutlich unter den Erwartungen des Vorjahres. Die zum Teil heftigen und deutlich längeren Auswirkungen der Preisanstiege im zweiten Halbjahr 2022 der Energie-, Rohstoff- und Baupreise auf die Konjunktur in 2023 wurden zum Beginn des Geschäftsjahres nicht in dem Ausmaß eingeschätzt, wie sie dann tatsächlich eintraten. Die bereits im zweiten Halbjahr erwartete Belebung der Märkte trat nicht in dem geschätzten Maße ein und wird auch noch etwas auf sich warten lassen. Die Geschäftsentwicklung in 2023 wird daher als eher unzufriedenstellend beurteilt. Personal Zum 1. Januar 2023 beschäftigte die Mercer Timber Products GmbH 437 (Vorjahr: 421) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 20 Auszubildende (Vorjahr: 26). Im Jahresverlauf gingen 8 Personen (Vorjahr: 6) in den Ruhestand, 14 Personen (Vorjahr: 18) beendeten ihr Arbeitsverhältnis durch Eigenkündigung, 19 Mitarbeiter (Vorjahr: 16) wurde gekündigt, davon 4 (Vorjahr: 6) in der Probezeit und mit 6 Mitarbeitern (Vorjahr: 7) wurde ein Aufhebungsvertrag geschlossen. In 2023 sind 4 Mitarbeiter (Vorjahr: 3) verstorben. 6 Auszubildende/Trainees (Vorjahr: 5) wurden nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen. 33 Personen (Frauenanteil 15%) und 4 Auszubildende/Trainees (Frauenanteil 25%) wurden neu eingestellt. Dadurch summierte sich der Personalstand zum Jahresende auf 427 Mitarbeiter und 17 Auszubildende (Vorjahr: 20). Der Ersatz der Fluktuation bzw. der Mitarbeiter, die in den Ruhestand wechselten, aber auch die Besetzung unserer Ausbildungsstellen waren ein wichtiger Teil der Personalarbeit in 2023. Corona war im abgelaufenen Geschäftsjahr keine so große Herausforderung mehr wie in den beiden Vorjahren. Forschung und Entwicklung Die Mercer Timber Products GmbH betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung. Das Marktmodell der Mercer Timber Products GmbH umfasst derzeit im wesentlichen Commodity Produkte. Investitionen Im Jahr 2023 wurden die in den Vorjahren begonnenen Investitionen in die Erneuerung der Sortieranlagen vorangetrieben. Dabei wurde sukzessive eine Anlage grundhaft erneuert (A2 abgeschlossen) und zwei Anlagen ausgetauscht (A4 abgeschlossen, A3 Austausch in 2023). Eine Anlage wurde bereits in 2021 komplett neu aufgebaut. Eine alte Anlage wird wegfallen (A1). Hierzu musste auch das Gebäude entsprechend erweitert und teilweise neu gebaut werden. Die Investitionen im Gesamtjahr betrugen 14.689 TEUR (Vorjahr: 23.261 TEUR). Davon entfielen 148 TEUR (Vorjahr: 352 TEUR) auf immaterielle Vermögensgegenstände. In Sachanlagen wurden 14.541 TEUR (Vorjahr: 22.909 TEUR) investiert. Davon entfielen auf
Bei den Investitionen in Grundstücke und Bauten handelt es sich im Wesentlichen um den Zukauf von zwei unmittelbar an das bestehende Betriebsgelände grenzende Grundstücke auf der gegenüberliegenden Straßen- bzw. Bahnseite. Daneben wurden Anschaffungsnebenkosten zu einem Grundstück nachaktiviert, PKW Ladesäulen auf dem Mitarbeiterparkplatz errichtet und in bestehenden Gebäuden zusätzliche Schnelllauftore installiert. Die fertiggestellten Technischen Anlagen umfassen im Wesentlichen einen neuen Brückenkran für das Sägewerk sowie ein Kran für die Aufgabe der Sägelinie 2, den dritten Kanaltrockner, Erweiterung der Längenmessung und ein neues Hackschnitzelband für die Sägelinie 2, Erweiterungen der Zentralschmieranlagen für die Sortieranlagen und diverse Sicherungseinrichtungen wie z.B. Absturzsicherungen, Funkenlöschanlage, etc. Unter Andere Anlagen finden sich neue Kamerasysteme für die Sortieranlagen und die Sägelinie 1, neue Werkzeuge und Maschinen für die Schlosserei, neue Fahrzeuge, innerbetriebliche Transportmittel, Kantinen- und Pausenraumausstattung, Container, neue Ad- Blue Tankstelle, neues Regalsystem für das Hobelwerk 2, Gefahrstofflagerungscontainer, Switches, Firewall, Büroeinrichtung und neue PC's bzw. Laptops für die Mitarbeiter. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau beziehen sich im Wesentlichen auf die im Bau befindliche neue Sortieranlage A3, die neue Entsorgungsanlage in der Säge- und Sortierhalle, die notwendige Erweiterung der Sortierhalle, Erweiterung des Feuerschutzes in der neuen Sortierhalle, Sicherheitseinrichtungen in der Sortierhalle, neuen Entrinder, Erneuerung der Rundholzaufgabe Sägelinie 1, neuer Hacker in der Sortierung, Sanierung Bürogebäude auf dem ehemaligen BHT-Gelände und die Erneuerung der Sägelinie 1. Risiko-Management Auf Ebene der Muttergesellschaft Mercer International Inc. werden die wesentlichen Risiken erfasst und nach möglichem Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Ein Gremium ("Finance Team") hält den Risikokatalog aktuell; mindestens einmal jährlich wird dieser auch vom CFO im Aufsichtsrat der Mercer International Inc. vorgestellt und diskutiert. Dabei unterscheidet Mercer in 3 Handlungsoptionen: "accept", "mitigate" und "transfer". Üblicherweise werden Marktrisiken akzeptiert, gegen Risiken im internen und politischen Bereich wird ein entsprechendes Risikomanagement betrieben, und gegen plötzliche Ereignisse versichert man sich. Es werden nicht nur wesentliche Lieferanten und Kunden systematisch beobachtet, sondern auch andere Marktteilnehmer und deren Handeln. Mitteilungen der Kreditversicherung, Presseveröffentlichungen sowie Bilanzveröffentlichungen werden beobachtet und ausgewertet. Forderungsausfallrisiken werden dadurch minimiert, dass Forderungen aus Lieferungen an Kunden grundsätzlich gegen Forderungsausfall kreditversichert werden. Alternativ können Kunden mit Vorauskasse zahlen bzw. die Forderung wird über Akkreditiv und "Cash against documents" abgesichert. Daneben besteht ein gewisses Transportrisiko für die zu transportierenden Güter, welches durch eine Transportversicherung bis auf den Selbstbehalt abgedeckt wird. Währungsrisiken/-chancen bestehen bezüglich Kunden, die in US-Dollar bezahlen. Dies betrifft Kunden in Indien, China, Japan, und Taiwan. Diese werden nicht abgesichert, da wir diese US-Dollar für entsprechende Zahlungen an Seefracht-Carrier für die Lieferungen nach USA und andere Container (China, Indien usw.) benötigen. Nicht betroffen von Währungsrisiken/-chancen sind grundsätzlich die Verkäufe nach USA, da diese in Euro an die Schwesterfirma Mercer Timber Products LLC fakturiert werden. Beschaffungsrisiken/-chancen betreffen vor allem die Versorgung mit Rundholz, das den wesentlichen Teil der Kosten ausmacht. Das Sägewerk Friesau ist auf eine ununterbrochene ausreichende und regelmäßige Versorgung mit Rundholz angewiesen, um wirtschaftlich produzieren zu können. Die Rundholzbeschaffung der Mercer Timber Products GmbH erfolgt operativ durch die für alle deutschen Mercer Firmen agierende Einkaufsorganisation Mercer Holz GmbH. Die Konzentration aller Holzeinkäufe, des Stammholzes für Friesau als auch des Holzes für die deutschen Mercer Zellstoffwerke in Rosenthal und Stendal in der Mercer Holz verbessert den Marktzugang und die Liefersicherheit. Mercer Holz kann die ganze Breite möglicher Holzsortimente vom Forst abnehmen und verhandeln und dabei Synergien nutzen. Es werden zur Planung der Produktion längerfristige Holzlieferverträge geschlossen, kurzfristige eventuelle Versorgungsengpässe werden durch das strategische Anlegen von Pufferlagern vor Ort aufgefangen (z.B. Winterlager). Durch die eigene Holzernteflotte kann Mercer Holz darüber hinaus zielgerichtet Sortimente für die Mercer-Werke bereitstellen. Aus dem Krieg in der Ukraine ergeben sich für Mercer Timber Products keine direkten Beschaffungsrisiken. Mercer Holz beschafft aus keinem der am Krieg beteiligten Länder Holz für Friesau. Es ist dennoch zu erwarten, dass sich Stoffströme in ganz Europa verschieben, auch für Rohholz, nicht nur durch die Kriegshandlungen in der Ukraine, sondern auch aufgrund der großen Mengen von ungeplant am Markt platziertem Kalamitätsholz. Die in den letzten Jahren sehr hohen Kalamitätsholzaufkommen werden noch einige Jahre anhalten, ab 2050 wird erwartet, dass das Nadelholzaufkommen auf die Hälfte des heutigen Niveaus sinkt. Ein vermehrter Import von Rundholz ist keine Alternative, da Nadelholz überall knapp ist. Hierdurch wird der Preis für Rundholz weiter steigen (vgl. "Alle Baumarten haben Probleme", Holzkurier, 25.01.2023). Marktrisiken können sich sowohl mengen- als auch preismäßig ergeben: Preissteigerungen beim Rohstoff sowie bei Hilfs- und Betriebsstoffen, temporäre oder strukturelle Knappheit, Mindernachfrage seitens der Kunden, Preisverfall beim Produkt sowie verschärfter Wettbewerb. Ebenso können Zins- und Währungsveränderungen einen Einfluss haben. Marktrisiken werden bei Mercer üblicherweise akzeptiert. Auf Konzernebene können auch Entscheidungen über eine Absicherung getroffen werden. Zur Nutzung von Marktchancen bedient Mercer Timber Products mehrere gleichartige regionale und qualitative Märkte, zwischen denen Mengen relativ schnell ausgetauscht werden können. So können günstige Mengen- und Preisgelegenheiten flexibel ausgenutzt werden. Preisrisiken wird durch diese differenzierte Marktstrategie entgegengewirkt, die eine geschäftsgefährdende Mengenallokation auf einzelne Märkte ausschließt. Die Mercer Timber Products GmbH beliefert nur auf konkreten Auftrag eine Vielzahl von Kunden in unterschiedlichen Branchen weltweit und ist auch damit flexibel im Lenken von Mengenströmen. Beim Rohstoff können sich temporäre und/oder regionale Preisreduzierungen ergeben, z.B. aufgrund eines Windwurfs und der damit großen anfallenden Menge. Viele Hilfs- und Betriebsstoffe (z.B. Diesel, Öle, Fette, Folien) sind abhängig vom Rohölpreis; hier können sich sinkende Rohölpreise preismindernd auswirken. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Nachfrage in den USA noch die nächsten Jahre anhalten wird und aufgrund der existierenden Zölle gegen Kanada sich die Chancen der anderen Länder, insbesondere der Europäer, auf höhere Absatzmengen dadurch erheblich verbessert haben. Kanada als mit Abstand wichtigster Lieferant der US-Ware leidet nach mehreren Jahren mit Kalamitäten und schweren großflächigen Waldbränden unter einer dauerhaften Reduktion der Einschlagskontingente. Die USA waren und bleiben ein Importland für Bauholz, die Anzahl der Neubauten steigt nach wie vor stetig an und hat noch lange nicht das langjährige Mittel der Neubaugenehmigungen erreicht. Der Absatz in den mengenmäßig starken Markt USA ermöglicht es den europäischen Anbietern, durch gezielte Mengensteuerung die temporären Schwächen anderer Märkte auszugleichen und tendenziell bessere Preise zu erzielen. Besonders für die qualitativ schlechten Rundholzqualitäten aus den Sturmwürfen und den nachfolgenden Käferholzeinschlägen bietet sich die Produktion von US-Ware an. Interne Risiken können Betrug, Korruption, Unterschlagung, Diebstahl, unbefugte Verfügung über betriebliches Vermögen, Sabotage, Abschluss von für das Unternehmen schädlichen Verträgen, unrichtige Finanzzahlen in Berichten u. a. sein. Mercer hat 2003 konzernweit ein internes Kontrollsystem mit einheitlichen Kontrollen für alle Konzernunternehmen eingeführt. Mercer Timber Products GmbH hat dieses System übernommen und eingeführt. Jedes Werk hat dabei eine eigene Kontrollorganisation. In acht Unternehmensbereichen finden 143 interne Kontrollen im Rahmen regelmäßiger Audits statt. Die Ergebnisse werden protokolliert und ausgewertet. Abweichungen müssen gemeldet und an Mercer mitgeteilt werden. Risiken aus plötzlichen Ereignissen können Naturkatastrophen sein, Terrorismus, unabsehbare Zahlungsausfälle, ungeplante Einwirkungen des Unternehmens in die Umwelt, Unfälle, technische Defekte sowie Vermögensschäden und Schäden bei Dritten aufgrund der angeführten Ereignisse. Gegen alle wesentlichen versicherbaren Risiken hat Mercer Timber Products GmbH Versicherungen eingedeckt, z. T. im Rahmen von Konzernprogrammen (Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung, Kreditversicherung, allgemeine und Umwelthaftpflichtversicherung), z.T. im Rahmen eigener Eindeckungen (Reiseversicherung, Kraftfahrzeugkasko- und -haftpflichtversicherung). 2023 sind keine wesentlichen plötzlichen Ereignisse vorgekommen, die für die Mercer Timber Products GmbH einen wirtschaftlichen Schaden hervorgerufen haben. Umweltrisiken Mögliche Umweltrisiken der MTP • Kraftwerk Wir betreiben ein Biomasseheizkraftwerk mit 49,5 MW Feuerungswärmeleistung. Die Emissionen werden kontinuierlich durch ein zertifiziertes System überwacht und aufgezeichnet. Jegliche Art von Grenzwertüberschreitungen würden und werden im zertifizierten Emissionsrechner aufgezeichnet. Der Emissionsjahresbericht wird der Aufsichtsbehörde entsprechend unseren Verpflichtungen einmal jährlich eingereicht. Die Messeinrichtungen werden turnusmäßig kalibriert, die erforderlichen Messungen werden durchgeführt. Alle Anlagen und Anlagenteile werden entsprechend den Herstellervorgaben gewartet und geprüft. • Abscheideanlagen Der Waschplatz und die Tankstelle sind mit einem Abscheider ausgestattet. Die Anlagen werden entsprechend den Vorgaben sowohl in Eigenkontrollen durch sachkundiges Personal als auch extern turnusmäßig entsprechend der Vorgaben geprüft. • Tankstelle Die Tankanlage und die Abfüllfläche werden entsprechend der Vorgaben geprüft. • Kläranlage Die vollbiologische Kläranlage wird durch eine externe Wartungsfirma überprüft; behördliche Kontrollen finden unterjährig unangemeldet statt. • Neutralisationsbecken und Niederschlagswasser Die geforderten Eigenkontrollen und Fremdkontrollen werden von uns durchgeführt, die jährlichen Eigenkontrollberichte wurden abgegeben. • Gefahrstoffe Gefahrstoffe werden ordnungsgemäß gelagert, das Gefahrstoffkataster wird regelmäßig aktualisiert. Wir haben alle behördlichen und gesetzlichen Auflagen eingehalten, unsere Anlagen werden entsprechend gewartet, kontrolliert und überprüft. Wir sehen keine erhöhten Risiken für unseren Standort. IT-Risiken Die fortschreitende Digitalisierung unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse hat dem Thema Cybersecurity einen neuen Stellenwert gegeben. Um das Unternehmen vor potenziellen Bedrohungen zu schützen, kommen Firewall-Technologien und Endpoint Security Anwendungen gruppenweit zum Einsatz. Die Sicherheit der Systeme und des Datenbestandes sind gewährleistet. Wesentlichen Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die wesentlichen Chancen liegen in der weltweit anhaltenden konstanten Nachfrage nach Schnittholz und Hobelware sowie im generellen Trend zur verstärkten Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen im öffentlichen und privaten Bau. Die wesentlichen Risiken bergen zunehmend volatile Schnittholzmärkte - nicht nur im US-Markt, die auf hohem Niveau eingependelten Rohstoffpreise für Rundholz und mit auslaufenden Käferkalamitäten auch das sinkende Angebot an Rundholz. Die aktuelle krisenbedingte Situation mit steigenden Zinsen und Energiekosten sowie die Unsicherheit, wie sich der Ukraine-Krieg weiterentwickelt, beeinträchtigt aktuell die weltweite Bautätigkeit. Wie schnell sich die Bautätigkeit in den USA und den anderen Märkten erholt, hängt nicht nur von der weiteren Entwicklung der Hypothekenzinsen bzw. die Schnelligkeit des Anstiegs, sondern auch von der Entwicklung der Baukosten, Energiepreisen und letztendlich auch von der Entwicklung der Löhne und Gehälter sowie von der generellen Stimmung und dem Vertrauen in die Zukunft ab. Die US Märkte bleiben erfahrungsgemäß extrem volatil, daher bergen sie auch Risiken. Eine abrupte Preiskorrektur nach oben oder unten kann auch 2024 wieder passieren, teilweise sogar innerhalb von nur wenigen Wochen. Von einer Reduktion der Mengennachfrage ist weniger auszugehen. Durch Präsenz auf mehreren anderen, besonders auch den heimischen Märkten, verteilt MTP das Marktrisiko. MTP ist mit seinen neuen und den noch fertigzustellenden Anlagen sehr gut aufgestellt. Damit können wir weltweit alle Märkte bedienen und gezielt die Produktion für verschiedene Produkte und Qualitäten anpassen, je nach Marktanforderungen. Dabei steht die wertoptimierte Ausrichtung der Produktion im Fokus der Ausrichtung der MTP. Die Zeiten sehr günstiger Rohstoffkosten der vergangenen Jahre sind vorerst vorbei. Im Jahr 2023 starteten wir mit hohen Rundholzpreisen, welche mit Beginn des Sommers ab Juni 2023 aufgrund von verstärkt vorkommenden Kalamitätenholzes sanken und auf das Jahresende 2023 ins neue Geschäftsjahr wieder eine steigende Tendenz aufweisen. Die Versorgungslage der MTP ist jedoch auch durch angelegte Außenlager bis in den Sommer 2024 gesichert. Voraussichtliche Entwicklung im neuen Jahr Wie die Jahre zuvor hat MTP über die Mercer Holz im Herbst große Mengen Rundholz werksnah als Notreserve eingelagert, um weiterhin produzieren zu können, falls ein Wintereinbruch die Holzversorgungskette unterbrechen sollte. In den ersten beiden Monaten des aktuellen Jahres gab es bislang keine witterungsbedingten Beschränkungen der Holzanfuhr, sodass die angelegten Pufferlager jetzt sukzessive in die reguläre Anfuhr einfließen. Europaweit ist Rundholz mit dem Auslaufen der Käferholzmengen ein stark nachgefragtes Gut mit einem hohen Preisniveau. Insbesondere aus Polen und Tschechien werden keine Mengen mehr für deutsche Sägewerke zur Verfügung stehen, vielmehr werden sich Stoffströme sogar umdrehen. Die Investitionen in Friesau mit der Erneuerung der letzten ausstehenden Sortieranlagen schreiten planmäßig voran. 2023 war noch unter dem Einfluss der Einschränkungen der Baustellen im laufenden Betrieb. In 2024 werden schließlich alle ursprünglich geplanten Investitionen zur Kapazitätserweiterung und Produktdiversifikation fertiggestellt sein und zur Verfügung stehen. Wir blicken optimistisch auf die Absatzmärkte für 2024. Die Schnittholzpreise ziehen im Vergleich zum letzten Quartal 2023 wieder leicht an. Die Entwicklung des US-amerikanischen Marktes liegt aktuell von der Menge und Preisen leicht über den letzten beiden Monaten des Vorjahres und preislich deutlich über den ersten beiden Monaten des Vorjahres. Wir erwarten grundsätzlich aufgrund der Bevölkerungsentwicklung einen hohen Bedarf an Neubauten, aber auch weiterhin gute Absätze im Bereich Ausbau und Renovierung. Aber wir wissen auch, dass der US-Markt sehr volatil ist und sehr hohe Ausschläge in kurzer Zeit aufweisen kann. Die USA sind kein Markt für ein kurzfristiges Engagement oder für ein "hop-off / hop-on". Die Schnittholzpreise auf den europäischen Märkten steigen zu Beginn des neuen Jahres leicht an. Die betrifft auch die sägeraue Ware, die nicht gehobelt auf den Markt kommt. Bei MTP sinkt diese Menge relativ gesehen strategiebedingt mit dem Betrieb des neuen Hobelwerkes. Allerdings bleibt auch das ein strategischer Markt. Nach den Erfahrungen der letzten drei Jahre gehen wir von keinen kurz- und langfristigen Beschränkungen des Produktionsbetriebes durch Corona aus. Die Krankheitsrate war im Februar dennoch sehr hoch, aufgrund der aktuellen abwechslungsreichen Witterung kam es zu einer Grippe- und Erkältungswelle. Wir erwarten hier mit wärmerem Wetter einen Rückgang der Krankenstände und keine krankheitsbedingten Produktionsausfälle oder -einschränkungen. In Bezug auf die Rundholzpreisentwicklung rechnen wir mit anhaltend hohen Preisen, aber einer grundsätzlichen Verfügbarkeit im Rahmen des Budgets. Für 2024 erwartet die Mercer Timber Products GmbH wegen der laufenden finalen Umbauten und aufgrund Einsparung von Liquidität geschobener Projekte auf das Jahr 2025 wie die Erneuerung der Aufgabe am Rundholzplatz 1 eine nur geringe Steigerung der Produktion. Die Umsatzerlöse sollten sich leicht über dem Niveau des Vorjahres bewegen, das Jahresergebnis wird trotz voraussichtlich steigender Rohstoffkosten besser werden und mit einem leichten Jahresüberschuss enden.
Saalburg-Ebersdorf, 28. März 2024 Torsten Kröger, Geschäftsführer der Mercer Timber Products GmbH Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine HinweiseDer Jahresabschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 der Mercer Timber Products GmbH, Saalburg-Ebersdorf OT Friesau - im Folgenden "MTP GmbH" oder "Gesellschaft" genannt - wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Die MTP GmbH hat ihren Sitz an Ihrem Produktionsstandort, Am Bahnhof 123, 07929 Saalburg-Ebersdorf, und wird unter der HRB- Nr. 513236 im Registergericht Jena geführt. Die Bücher des Unternehmens werden am Sitz der Gesellschaft geführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Der Abschluss ist in EURO aufgestellt. Der Pflicht zur Angabe der Laufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 4 und 5 HGB wird die Gesellschaft durch Angabe im Anhang gerecht. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wird unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Mit Vertrag vom 23. März 2023 besteht, rückwirkend zum 1. Januar 2023, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Mercer Europe GmbH, Rosenthal am Rennsteig. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Jena erfolgte am 31. März 2023. Die MTP GmbH ist somit erstmalig im Geschäftsjahr 2023 für Zwecke der Körperschaft- und Gewerbesteuer eine Organgesellschaft der Mercer Europe GmbH und bilanziert ausschließlich Steuersachverhalte aus vororganschaftlichen Veranlagungszeiträumen. Wir weisen darauf hin, dass aus rechentechnischen Gründen in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben, usw.) auftreten können. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung dieses Abschlusses sind im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet werden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte von 5 Jahren resultiert aus einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt linear vorgenommen:
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 250 netto werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst, für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten mit mehr als € 250 bis € 1.000 netto wird ein Sammelposten gebildet und im Wirtschaftsjahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit je 20 v. H. abgeschrieben. Auf das gesamte Anlagevermögen werden, soweit erforderlich, Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Anlagen im Bau werden zum Nennwert bilanziert. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu aktuellen Einstandspreisen angesetzt, dabei wird die FiFo-Methode angewendet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis einer Einzelkalkulation, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruht, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen, Sondereinzelkosten (z.B. Mietkosten), Fertigungsgemeinkosten auch Abschreibungen und Umsatzerlöse von Kuppelprodukten (z.B. Hackschnitzelumsätze) berücksichtigt werden. Durch diese Kalkulation werden die durchschnittlichen Herstellungskosten je Kubikmeter Schnittholz ermittelt und zur Ermittlung eines potentiellen Abwertungsbedarfs mit dem durchschnittlichen Verkaufspreis ab Werk verglichen. Ersatzteile mit einer Lagerdauer von mehr als zwei Jahren und bis zu vier Jahren werden zu 50% abgewertet, Ersatzteile mit einer Lagerdauer von mehr als 4 Jahren werden auf den Schrottwert bzw. auf einen Erinnerungswert von 0,01 € abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1% der Nettoforderungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz von 29,825% (Vorjahr 29,825%). Die sich ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Nach der Saldierung besteht ein Aktivüberhang. Wir nehmen vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht Gebrauch und setzen aktive latente Steuern nicht an. Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichem Bilanzansatz, die zu aktiven latenten Steuern führen, bestehen im Wesentlichen beim Geschäfts- und Firmenwert, im Vorratsvermögen und bei den Sachanlagen. Soweit Geschäftsvorfälle in fremder Währung anfallen, werden sie mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls gebucht. Kursverluste und -gewinne bis zum Bilanzstichtag werden bei der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag erfasst, wobei bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr nicht realisierte Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. C. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der Bestandteil des Anhangs ist. 2. Vorräte Die Vorräte umfassen in erster Linie die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Fertigerzeugnisse. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten im Wesentlichen die Ersatzteile für Maschinen und Anlagen in Höhe von TEUR 4.283 (Vorjahr: TEUR 3.866) sowie den Bestand an Rundholz im Werk in Höhe von TEUR 1.711 (Vorjahr: TEUR 3.680). Bereits im Geschäftsjahr 2020 wurde der komplette Einkauf des Rundholzes an die Mercer Holz GmbH übergeben, so dass die MTP GmbH nur noch den entrindeten Platzbestand in ihrem Besitz hat. Die Mercer Holz GmbH sichert mit entsprechenden Beständen an Rundholz in entsprechend zugängigen Lagerorten die Versorgung des Werkes. Aufgrund der umsatzsteuerlichen Organschaft der Gesellschaft mit der Muttergesellschaft Mercer Europe GmbH ab dem 1. Januar 2024 wurden die Bestände an Rundholz in Rinde im Werk von der Mercer Holz GmbH an die Gesellschaft verkauft, so dass zum 31. Dezember 2023 auch TEUR 355 an Rundholzbeständen in Rinde im Werk im Besitz der MTP GmbH waren. Die Abwertung des Bestandes an Ersatzteilen aufgrund der Bewertungsrichtlinie zur Lagerdauer von mehr als 2 Jahren und bis zu 4 Jahren bzw. über 4 Jahre blieb unverändert und beträgt insgesamt TEUR 1.019 (Vorjahr: TEUR 1.019). Die fertigen Erzeugnisse enthalten, im Wesentlichen, den Schnittholzbestand in Höhe von TEUR 8.730 (Vorjahr: TEUR 20.265) sowie den Restholzbestand in Höhe von TEUR 656 (Vorjahr: TEUR 458). Die unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 2.472 (Vorjahr: TEUR 2.015) umfassen die im Trocknungsprozess befindlichen Schnittholzbestände. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 19.306 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 14.671). Zum Vorjahresbilanzstichtag lagen zudem noch Forderungen aus dem Cash Pool in Höhe von TEUR 5.984 vor (zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 liegt eine Verbindlichkeit vor). Ferner bestehen Forderungen gegen den Gesellschafter, die in Höhe von TEUR 18.417 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 0) aus Lieferungen und Leistungen stammen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Beiträge und Prämien für Versicherungen, Mitgliedsbeiträgen sowie Kosten für Wartungsverträge. 5. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00 und ist voll einbezahlt. Des Weiteren hat die Mercer International Inc., Seattle / USA, die damalige 100%ige Muttergesellschaft der MTP GmbH, eine Kapitalrücklage von TEUR 18.000 zum 12. April 2017 als Teil der Finanzierung des Assets Deals eingezahlt. Mit notarieller Beurkundung vom 26. Oktober 2022 wurden die Anteile an der Mercer Timber Products GmbH, die bisher von der Mercer International Inc. gehalten wurden, in die Mercer Europe GmbH (vormals Stendal Pulp Holding GmbH) eingebracht. Die Mercer Europe GmbH, Rosenthal am Rennsteig, ist nun seit 26. Oktober 2022 die 100%ige Mutter der Mercer Timber Products GmbH. Der Jahresfehlbetrag (vor Ergebnisabführung/ -übernahme) der Gesellschaft in Höhe von TEUR -18.470 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 66.805) wird durch den seit dem 1. Januar 2023 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von der Mercer Europe GmbH übernommen, sodass in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Jahresergebnis von TEUR 0 ausgewiesen wird. 6. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 14.051 (Vorjahr: TEUR 25.242) betreffen die Ertragssteuern für das Geschäftsjahr 2022 abzüglich bereits erfolgter Zahlungen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubsrückstände TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 367), Maklerprovisionen TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 19), Strom TEUR 394 (Vorjahr: TEUR 1.589), Kosten für sonstige betriebliche Aufwendungen wie beispielsweise Bewachung, Wasser, eingekaufte Dienstleistungen, Gebühren, etc. in Höhe von TEUR 338 (Vorjahr: TEUR 588), Rechts-, Beratungs- und Abschluss-/Prüfungskosten TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 472) und Beiträge zur Berufsgenossenschaft TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 108) sowie Zinsen und Bereitstellungsprovisionen TEUR 526 (Vorjahr: TEUR 107). 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten. Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.853 (Vorjahr: TEUR 4.812) betreffen TEUR 4.711 (Vorjahr: TEUR 4.808) Lieferungen und Leistungen, aus der Inanspruchnahme des gemeinsamen Cash Pools TEUR 3.139 (Vorjahr: positiver Überschuss TEUR 5.984) und TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4) Zinsen. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sind größtenteils die Cash Pool-Inanspruchnahme, die Zinsen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 42). Die sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 2.015 (Vorjahr: TEUR 1,333) sind durch den Abschluss eines Mietkaufvertrages über 5 Jahre für ein zum Jahresende geliefertes Fahrzeug entsprechend gestiegen. 8. Haftungsverhältnisse / sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen noch Leasing- und Mietverpflichtungen für die feste Grundmietzeit für die folgenden Geschäftsjahre:
Bei den Strommengen handelt es sich um vertraglich fixierte eingekaufte Strommengen für das Geschäftsjahr 2024 für die entsprechende Abnahmeverpflichtungen bestehen. Als Vorteil wird angesehen, dass durch langfristig abgeschlossene Beschaffungsverträge das Risiko von steigenden Strompreisen abgemindert wird. Das Risiko hieraus liegt in der Tatsache, dass sich die Strompreise am Markt vorteilhaft entwickeln können und sich die Beschaffung am Markt als finanziell vorteilhafter gestalten könnte. Bei den Investitionen handelt es sich um bestellte betriebliche Transportmittel, Maschinen und Anlagen sowie Programme, die im Geschäftsjahr 2024 ausgeliefert, montiert oder fertig gestellt werden. Von den Mietverpflichtungen für das Geschäftsjahr 2024 entfallen TEUR 1.118 auf die Mercer Holz GmbH. Zum Ende des Berichtsjahres bestehen Bürgschaften zur Absicherung der Bahntransporte und des Bezugs von Brennmaterial in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 370). Seit September 2022 besteht eine gemeinsame Kreditlinie für alle deutschen Mercer-Gesellschaften in Höhe von EUR 300 Mio. Die Gesellschaften Mercer Holz GmbH, Mercer Pulp Sales GmbH, Mercer Timber Products GmbH, Mercer Timber Products Stendal GmbH, Mercer Europe GmbH (vormals Stendal Pulp Holding GmbH), Mercer Stendal GmbH (vormals Zellstoff Stendal GmbH), Mercer Logistik GmbH (vormals Zellstoff Stendal Transport GmbH), Mercer Rosenthal GmbH (vormals Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH) und Mercer Torgau GmbH & Co. KG (vormals: HIT Holzindustrie Torgau GmbH & Co. KG) haften gesamtschuldnerisch. Diese Linie wurde um EUR 70,1 Mio. zum 26. September 2023 aufgestockt. Die MTP hat die Kreditlinie in Höhe von TEUR 50.400 (Vorjahr: TEUR 40.370) für die Finanzierung von Investitionen in Höhe von TEUR 50.000 (Vorjahr: TEUR 40.000) sowie Bürgschaften in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 370) in Anspruch genommen. Verpflichtungen aus Haftungsverhältnissen waren nicht zu passivieren. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen in der Vergangenheit erfüllt wurden und auch künftig voraussichtlich erfüllt werden. D. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 188.755,3 (Vorjahr: TEUR 261.516,7) auf Schnittholz und Hobelware sowie mit TEUR 36.128,2 (Vorjahr: TEUR 46.681,4) auf Restholz. Des Weiteren entfallen auf die Stromeinspeisung TEUR 10.809,3 (Vorjahr: TEUR 22.274,9), auf den Verkauf von Überstärken und Industrieholz TEUR 126,3 (Vorjahr: TEUR 104,0) und auf Skontoaufwand inkl. sonstige Erlöse TEUR -1.427,9 (Vorjahr: TEUR -2.087,4). Die nachfolgende Tabelle enthält die Verteilung des Umsatzes auf die einzelnen Sparten sowie die Regionen. Alle Sparten (z.B. Restholz, Rundholz, Energie) ohne Regionsangabe werden nur im Inland vertrieben.
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.288,5 (Vorjahr: TEUR 627,1) beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 1.032 (Vorjahr: TEUR 465) Weiterberechnungen von Kosten, mit TEUR 82 (Vorjahr TEUR 44) Erträge aus dem Verkauf von Schrott und mit TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 95) "Sonstiges". Die Erträge aus Währungskursgewinnen bzw. Fremdwährungsbewertung belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 998,1 (Vorjahr: TEUR 7.501,4). Aufgrund eines im Vergleich zu 2022 insgesamt geringer schwankenden Wechselkurses USD/EUR von 1,0702 USD/EUR zum Jahresanfang auf 1,1035 USD/EUR zum Jahresende 2023 fielen sie deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Zum einen war der Kursverfall während des Jahres geringer als in 2022 und zum anderen wurden unterjährig auch keine hohen USD-Fremdwährungsbestände gehalten, somit war der am Jahresende 2023 ausgewiesene Fremdwährungsbestand (TUSD 3.717) deutlich unter dem von 2022 (Vorjahr: TUSD 8.728). Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich hauptsächlich um Bonuszahlungen von einigen Lieferanten, Corona- Entschädigungszahlungen und kleinere Gutschriften der Berufsgenossenschaft, von Prüfungkosten und von Stromkosten. Bei den Erträgen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens handelt es sich überwiegend um Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen, welche durch neue ersetzt wurden. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in Summe TEUR 55.647,8 (Vorjahr: TEUR 55.937,7) und setzen sich wie folgt zusammen:
Hier enthalten ist das Honorar des Wirtschaftsprüfers in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr: TEUR 350), davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen 2023 TEUR 324 (Vorjahr: TEUR 294) und sonstige Bestätigungsleistungen TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 55,5).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 487,4 (Vorjahr: TEUR 464,1), die sich im Wesentlichen aus Nachberechnungen für Stromverbräuche im Dezember 2022, Instandhaltungskosten, der Endabrechnung Geschäftsjahr 2022 unseres Warenkreditversicherers sowie der Berufsgenossenschaft sowie Leiharbeiter- und Prüfungskosten zusammensetzen. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.564,5 (Vorjahr: TEUR 3.503,4) die aufgrund geringerer Kursbewegungen innerhalb des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich niedriger als im Vorjahr waren. 4. Zinsaufwand Im Zinsaufwand in Höhe von insgesamt TEUR 2.582,2 (Vorjahr: TEUR 2.176,5) sind Aufwendungen für die Inanspruchnahme der Kreditlinie in Höhe von TEUR 2.038 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Zinsen an den Gesellschafter Mercer Europe GmbH in Höhe von TEUR 113,1 (Vorjahr: TEUR 106,5) enthalten. Zinsaufwendungen an den ehemaligen Gesellschaftern Mercer International Inc., Seattle sind aufgrund der Tilgung aller Darlehen im abgelaufenen Geschäftsjahr (Vorjahr: TEUR 1.783,4) nicht mehr angefallen. 5. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des Vorjahres (TEUR 28.567) resultieren aus dem Jahresergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2022. Durch Abschluss des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit dem Gesellschafter Mercer Europe GmbH ab dem 01.01.2023 und der hiermit einhergehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft mit der Mercer Europe GmbH, fielen für das aktuelle Geschäftsjahr keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag an. Der Jahresverlust vor sonstigen und Ertragssteuern in Höhe von TEUR -18.417 (Vorjahr: Jahresgewinn in Höhe TEUR 95.372) wurde in voller Höhe vom Gesellschafter übernommen. E. Sonstige Angaben1. Geschäftsführer Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum als alleinverantwortlichen Geschäftsführer, Herr Torsten Kröger, Diplom-Ing. Maschinenbau (FH) bestellt. Von der Ausnahmeregelung in § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. 2. Zahl der Arbeitnehmer Die Anzahl der vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer ohne Auszubildende hat 430 (Vorjahr 429) betragen. Davon entfallen auf die Produktion 322 (Vorjahr 317) und auf die Verwaltung 108 (Vorjahr 93). In der Verwaltung sind außerdem insgesamt 12 (Vorjahr 12) Teilzeitbeschäftigte und in der Produktion 8 (Vorjahr 8) Teilzeitbeschäftigte tätig. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 17 (Vorjahr: 23) Auszubildende beschäftigt. 3. Konzernverhältnisse Die ehemals alleinige Gesellschafterin ist Mercer International Inc., Seattle, Washington/USA, schied im Oktober 2022 als unmittelbare Gesellschafterin aus, ist aber nach wie vor indirekt Mehrheitseignerin. Die Mercer Europe GmbH (vormals Stendal Pulp Holding GmbH) wurde im Oktober 2022 die alleinige Gesellschafterin der Mercer Timber Products GmbH. Die Mercer International Inc., Seattle, Washington/USA, ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss, der nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt wird, ist in englischer Sprache bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) erhältlich. 4. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Marktunübliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getätigt. 5. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wertbegründendem Charakter aufgetreten. Unsere Versorgung mit Rundholz ist bis Ende Juni 2024 gesichert auf Basis unserer geplanten Einschnittsmengen. Zusätzlich haben wir noch unsere aufgebauten Winternotmengen als Puffer vorrätig. Die bisher begonnenen Investitionen werden wir planmäßig abschließen und bei den neuen Investitionen werden wir ggf. höhere Budgets beantragen bzw. ggf. die Gesamtinvestition neu bewerten. 6. Gewinnverwendung Durch den mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag werden alle künftigen Gewinne oder Verluste automatisch an die Muttergesellschaft Mercer Europe GmbH abgeführt oder von ihr ausgeglichen, daher entfällt für die Geschäftsführung ein Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 66.805 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mercer Timber Products GmbH, Saalburg-Ebersdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mercer Timber Products GmbH, Saalburg-Ebersdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mercer Timber Products GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um aus- reichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 28. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Frederik Mielke, Wirtschaftsprüfer ppa. Lukas Tristan Wölfel, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 03.12.2024 festgestellt. |
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