Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 21216
Vorher
GEWA-DRUCK GmbHGEWA Etiketten GmbH
Eingetragen
31.7.1972
Branche
Verlegen von BüchernVerlegen von ZeitschriftenVerlegen von Zeitungen
Gegenstand
Der Betrieb eines Etikettenverlages, einer Druckerei und alle übrigen mit einem Etikettenverlag und einem Druckereibetrieb verbundenen Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dag Gundersen
seit 8.12.2025
Geschäftsführer
Matthew Keith Skiles
seit 21.11.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Multi-Color CorporationUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
410.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Multi-Color Bingen Germany GmbH

Bingen am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Multi-Color Bingen Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Multi-Color Bingen Germany GmbH, Bingen am Rhein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Multi-Color Bingen Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 16. Oktober 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Horn
Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
1.736,26 38.633,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
1.086.704,60 961.330,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.235.721,26 1.348.232,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.077,87 275.265,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.674,60 0,00
2.354.178,33 2.584.829,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 524.528,59 916.076,94
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 63.334,58 225.196,50
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.169.563,56 934.282,39
1.757.426,73 2.075.555,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 446.814,33 1.158.834,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.673.994,32 14.097.492,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 978.131,38 963.822,98
6.098.940,03 16.220.149,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
13.946,89 227.086,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,01 39.657,90
10.226.228,25 21.185.912,17

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 410.000,00 410.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 184.847,22 184.847,22
III. Gewinnvortrag 2.364.511,96 2.364.511,96
2.959.359,18 2.959.359,18
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 519.029,36 1.420.384,01
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 697.819,75 1.127.278,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.012.132,86 15.029.640,02
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.037.887,10 649.250,12
- davon aus Steuern
€ 49.325,74 (Vorjahr: € 123.855,49)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
€ 0,00 (Vorjahr: € 33.697,50)
6.747.839,71 16.806.168,98
10.226.228,25 21.185.912,17

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

01.01. - 31.12. 01.01. - 31.12.
2023 2022
1. Rohergebnis 7.801.171,72 10.303.951,12
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.327.205,27 6.276.465,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
990.351,94 1.222.404,39
- davon für Altersversorgung € 106,36 (Vorjahr: € 2.916,65)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
517.665,72 515.631,33
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.808.070,18 6.785.374,71
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 64,31 0,00
- davon an verbundene Unternehmen
€ 64,31 (Vorjahr: € 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 609.413,29 210.991,87
- davon an verbundene Unternehmen
€ 608.009,29 (Vorjahr: € 201.720,99)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 12.098,80 53.142,69
8. Ergebnis nach Steuern -4.463.569,17 -4.760.059,86
9. Erträge aus Verlustübernahme 4.463.569,17 4.760.059,86
10. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Multi-Color Bingen Germany GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft mit Sitz in Bingen am Rhein. Sie wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter der Nummer HRB 21216 geführt. Das Stammkapital beträgt EUR 410.000,00 und wurde voll eingezahlt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023 wurden nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Mit der Gesellschafterin Multi-Color Germany Holding GmbH wurde am 09.03.2018 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der erstmals für das Geschäftsjahr 01.01.2018 - 31.03.2018 Anwendung gefunden hat. Zudem liegt eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Gesellschafterin mit Wirkung ab dem 01.01.2018 vor.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft nimmt die Erleichterungsvorschriften des § 276 HGB in Anspruch und fasst im Rahmen der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung die Posten § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB zu einem Posten unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt.

Bei der Beurteilung der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung seiner Tätigkeit wurde die Patronatserklärung berücksichtigt, mit der sich die LABL Inc., Batavia/Ohio, USA, am 30. Juni 2023 verpflichtet hat, die gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber ihren gegenwärtigen und zukünftigen Gläubigern in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen, soweit die Gesellschaft hierzu aus eigenen Mitteln nicht in der Lage ist.

Die Patronatserklärung ist in der Höhe nicht limitiert und nur durch schriftliche Kündigung mit Frist von einem Monat nach Feststellung des jeweiligen Jahresabschlusses der Gesellschaft zu beendigen, vorausgesetzt die Unternehmensfortführung der Gesellschaft ist im Zeitpunkt der Erklärung der Kündigung nachhaltig gesichert.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen, in der Regel über 3 Jahre, vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis EUR 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend des steuerlichen Wahlrechts nach § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellkosten zwischen EUR 801,00 und EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu je einem Fünftel aufgelöst wird. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Bewertung der Fertigerzeugnisse erfolgt retrograd, ausgehend von den voraussichtlichen Verkaufspreisen.

Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse werden durch ein betriebliches Computersystem auf Basis des individuellen Fertigungsgrades ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzelwertberichtigungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen. Für das allgemeine Ausfallrisiko wird zudem eine Pauschalwertberichtigung auf den übrigen Forderungsbestand in Höhe von 1 % vorgenommen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Auszahlung für Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag.

Die im Vorjahr gebildeten Steuerrückstellungen beinhalten für vergangene Geschäftsjahre betreffende, noch nicht veranlagte Steuern. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft sind im vorliegenden Abschluss keine Ertragsteuern auf Ebene der Gesellschaft angefallen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Laufzeiten der gebildeten Rückstellungen liegen in der Regel unter einem Jahr, weshalb keine Abzinsung der Rückstellungen vorgenommen wurde.

Für Gewährleistungen wird aufgrund betrieblicher Erfahrung eine pauschale Rückstellung in Höhe von 0,3 % des Umsatzes des Wirtschaftsjahres gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden, ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten kleiner als EUR 800,00 ist in der Geschäftsjahresabschreibung im Anlagenspiegel nicht enthalten. Im Geschäftsjahr fielen keine Sofortabschreibungen an.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind u.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 446.814,33 (Vorjahr: EUR 1.158.834,09) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 4.673.994,32 (Vorjahr: EUR 14.097.492,62) enthalten.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags in Höhe des Jahresfehlbetrags von EUR 4.463.569,17 (Vorjahr: EUR 4.760.059,86) enthalten. Es erfolgt keine Aufrechnung mit den Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Personalbezogene Rückstellungen 104.889,90 107.044,56
Rechts- und Beratungskosten
sowie Jahresabschlusskosten
47.500,00 709.821,05
Gewährleistungsrückstellungen 39.350,00 49.648,33
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 276.357,47 330.437,46
Sonstige Rückstellungen 50.931,99 223.432,61
Summe 519.029,36 1.420.384,01

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich unter anderem aus Löhne und Gehälter EUR 226.825,04 (Vorjahr: EUR 392.374,71), kreditorischen Debitoren in Höhe von EUR 36.747,67 (Vorjahr: EUR 65.129,66), aus Steuern in Höhe von EUR 49.325,74 (Vorjahr: EUR 123.855,49) im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 33.697,50) und Auslieferungsverpflichtung für bereits bezahlten Kundenwaren in Höhe von EUR 724.988,65 (Vorjahr: 0,00).

Angaben zu Restlaufzeitvermerken

In EUR 31.12.2023 31.12.2022
< 1 Jahr 1 - 5 > 5 < 1 Jahr 1 - 5 > 5
Jahre Jahre Jahre Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 697.819,75 0,00 0,00 1.127.278,84 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.012.132,86 0,00 0,00 15.029.640,02 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.037.887,10 0,00 0,00 649.250,12 0,00 0,00
Summe 6.747.839,71 0,00 0,00 16.806.168,98 0,00 0,00

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Die Multi-Color Bingen Germany GmbH ist in das zentrale Finanz- und Liquiditätsmanagement (Cash- Pooling) des Konzerns einbezogen. Die liquiden Mittel werden demnach bei dem zentralen Organ innerhalb des Konzernverbunds gebündelt. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Cash-Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 4.865.066,34 (Vorjahr: EUR 14.917.613,18) enthalten.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von rund EUR 13.568.127 (Vorjahr: EUR 13.141.837,72) sonstige zukünftige finanzielle Verpflichtungen.

Im Wesentlichen beinhalten diese zukünftigen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen mit nachfolgenden Fristigkeiten:

Fälligkeit < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR
Leasingverträge 75.905 92.000 0,00
Mietverträge 1.030.786 4.123.145 8.246.291
Summe 1.106.691 4.215.145 8.246.291

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das Rohergebnis beträgt im Geschäftsjahr EUR 7.801.171,72 (Vorjahr: EUR 10.303.951,12). Hierbei steht der Ertragsseite in Höhe von EUR 12.644.794,80 (Vorjahr: EUR 16.789.316,20) ein Materialaufwand in Höhe von EUR 5.085.016,09 (Vorjahr: EUR 6.485.365,08) gegenüber. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR -1.144,01 (Vorjahr: EUR 18.188,56) enthalten. Es sind keine periodenfremden Erträge enthalten (Vorjahr: auch keine).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich unter anderem im Wesentlichen zusammen aus Integrationskosten EUR 688.467,59 (Vorjahr: EUR 823.257,20) Gebäudekosten EUR 1.049.048,81 (Vorjahr: EUR 1.008.830,02), Miete und Leasing von Maschinen EUR 180.055,55 (Vorjahr: EUR 198.715,82), Instandhaltung, Reparatur und Wartung von Maschinen EUR 468.136,74 (Vorjahr: EUR 761.699,18) Ausgangsfrachten EUR 222.734,49 (Vorjahr: EUR 343.911,85), Rechts- und Beratungskosten EUR 244.870,90 (Vorjahr: EUR 492.532,31), Leiharbeitnehmer EUR 14.934,92 (Vorjahr: EUR 102.753,10), IT EUR 175.442,07 (Vorjahr: EUR 280.292,29), Reisekosten EUR 37.861,73 (Vorjahr: EUR 82.823,06) sowie Abfallentsorgung EUR 98.326,42 (Vorjahr: EUR 131.142,17) enthalten.Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich unter anderem im Wesentlichen zusammen aus Integrationskosten EUR 688.467,59 (Vorjahr: EUR 823.257,20) Gebäudekosten EUR 1.049.048,81 (Vorjahr: EUR 1.008.830,02), Miete und Leasing von Maschinen EUR 180.055,55 (Vorjahr: EUR 198.715,82), Instandhaltung, Reparatur und Wartung von Maschinen EUR 468.136,74 (Vorjahr: EUR 761.699,18) Ausgangsfrachten EUR 222.734,49 (Vorjahr: EUR 343.911,85), Rechts- und Beratungskosten EUR 244.870,90 (Vorjahr: EUR 492.532,31), Leiharbeitnehmer EUR 14.934,92 (Vorjahr: EUR 102.753,10), IT EUR 175.442,07 (Vorjahr: EUR 280.292,29), Reisekosten EUR 37.861,73 (Vorjahr: EUR 82.823,06) sowie Abfallentsorgung EUR 98.326,42 (Vorjahr: EUR 131.142,17) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten in der Höhe von EUR 464,32 (Vorjahr: EUR 6.872,54).

Sonstige Angaben

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Verlust, vor Ergebnisübernahme, von der Gesellschafterin ausgeglichen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 124 (Vorjahr: 152).

2023 2022
Angestellte 121 148
Auszubildende 3 3
Gesamt 124 151

Namen der Geschäftsführer

Die Geschäfte des Unternehmens wurden bzw. werden durch folgende Personen geführt:

Name Beruf
1) Peter Josef Kornfeld, bis 17.05.2023 Geschäftsführer
2) Martin Badegruber, ab 08.03.2023 bis 22.02.2024 Geschäftsführer, Vice President, Germany
3) Matthew Keith Skiles, ab 21.11.2023 Director, Corporate Tax
4) Tanu Mahajan Bhati, ab 21.11.2023 bis 29.05.2024 Vice President, Treasurer
5) Benjamin Krajcir, ab 29.05.2024 Vice President

Im Geschäftsjahr hat nur 1 Geschäftsführer Bezüge erhalten. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Konsolidierungskreis auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LABL Holding Corporation einbezogen. Der Konzernabschluss der LABL Holding Corporation (c/o PEA, 360 North Crescent Drive, South Building, Beverly Hills, CA, 90210) wird einschließlich des hierzu erteilten Bestätigungsvermerks in englischer Sprache im Unternehmensregister veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Bingen am Rhein, 23. September 2024

Multi-Color Bingen Germany GmbH
Geschäftsführung

Benjamin Krajcir

Matthew K. Skiles

Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
496.379,79 0,00 0,00 0,00 496.379,79
496.379,79 0,00 0,00 0,00 496.379,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
1.000.492,07 0,00 0,00 308.118,12 1.308.610,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.674.271,79 235.229,82 203.129,19 0,00 8.706.372,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 831.890,26 0,00 330.799,46 -308.118,12 192.972,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 15.674,60 0,00 0,00 15.674,60
10.506.654,12 250.904,42 533.928,65 0,00 10.223.629,89
11.003.033,91 250.904,42 533.928,65 0,00 10.720.009,68
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
457.747,17 36.896,36 0,00 0,00 494.643,53
457.747,17 36.896,36 0,00 0,00 494.643,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
39.161,40 82.192,75 0,00 100.551,44 221.905,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.326.039,35 347.512,16 202.900,35 0,00 7.470.651,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 556.624,29 51.064,45 330.242,49 -100.551,44 176.894,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.921.825,04 480.769,36 533.142,84 0,00 7.869.451,56
8.379.572,21 517.665,72 533.142,84 0,00 8.364.095,09
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.736,26 38.632,62
1.736,26 38.632,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
1.086.704,60 961.330,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.235.721,26 1.348.232,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.077,87 275.265,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.674,60 0,00
2.354.178,33 2.584.829,08
2.355.914,59 2.623.461,70

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist der Betrieb eines Etikettenverlages und einer Druckerei für Etiketten. Die Produktpalette umfasst im Wesentlichen Etiketten für Produkte der Lebensmittelbranche. Die Gesellschaft ist in gemieteten Geschäftsräumen am Standort Bingen am Rhein tätig.

Die Multi-Color Bingen Germany GmbH, Bingen am Rhein befindet sich in der deutschen Mutter Multi- Color Germany Holding GmbH, Frankfurt am Main. Die Multi-Color Germany Holding GmbH Gruppe ist in den Konzern der Multi-Color Corp., Batavia/Ohio, mit Sitz in den USA eingebunden. Die deutschen Konzerngesellschaften bedienen unterschiedliche Geschäftsfelder.

Das Unternehmen beliefert die Getränkeindustrie mit Schwerpunkt auf Wein, Sekt und Spirituosen. Unterstützung findet der Verkauf der Produkte über den Export durch die Nutzung weltweiter Multi- Color Produktionsstätten.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Als Hersteller und Lieferant von Etiketten für gewerbliche Produkte und Konsumgüter wird das Geschäftsumfeld im Wesentlichen durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. Aus diesem Grund orientieren sich die branchenbezogenen Rahmenbedingungen auch an denen der Gesamtwirtschaft.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1% 1. Trotz Rückgängen zum Jahresende, wirkten die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpfend auf die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. 1
Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5%). Gleichzeitig ging die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe), die Branche, in der diese Gesellschaft auch tätig ist, insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls negativ (-0,4%) 1.

1 Destatis: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/ 2024/01/PD24_019_811.html.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1 Ertragslage

Das Rohergebnis der Periode liegt bei TEUR 7.801 im Vergleich zu TEUR 10.304 im Vorjahr.

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 7.318. Dabei sank der durchschnittliche Mitarbeiterbestand um 28 Personen auf 124 Mitarbeiter.

Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Rohergebnis konnte durch geplante Maßnahmen von 65,9% (TEUR 6.785) im Vorjahr auf 48,8% (TEUR 3.808) im Berichtsjahr verringert werden.

Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr marginal von TEUR 516 auf TEUR 518 im Geschäftsjahr angestiegen.

Das EBITDA liegt bei TEUR -3.324 nach TEUR -3.980 im Vorjahr und hat sich damit etwas verbessert.

Die Umsatzrendite, definiert als Verhältnis des EBT zum Rohergebnis, betrug im Geschäftsjahr -57% gegenüber -47,7% in der Vorperiode. Der Jahresfehlbetrag in den Vorjahren und ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr, resultierte im Wesentlichen aus dem Abgang von Außendienst-Mitarbeitern und damit einhergehenden Kundenverlusten. Zudem erfolgte eine bewusste Trennung von Kleinkunden und damit ein Verlust von margenstarken, aber kleinteiligen Umsätzen. Die Kostensituation wurde den veränderten Umsätzen dabei mehr und mehr angepasst. Der Jahresfehlbetrag ist weiterhin eine Konsequenz der Fokussierung auf die Belieferung von großen, aber margenschwachen Kunden sowie der veränderten Wahrnehmung des Unternehmens in der Öffentlichkeit.

2.2.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um 51,7% auf TEUR 10.226 (Vorjahr: TEUR 21.186) verringert. Die Verringerung der Bilanzsumme ist auf der Aktivseite vor allem bedingt durch eine Senkung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 9.423, sowie eine Verringerung der Vorräte um TEUR 318 und einen Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 14. Die liquiden Mittel verringerten sich um TEUR 213 auf TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 227). Gleichzeitig verminderten sich auf der Aktivseite u.a. die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (stichtagsbedingt) um TEUR 712 auf TEUR 447 (Vorjahr: TEUR 1.159) und die Sachanlagen um TEUR 231 auf TEUR 2.354 (Vorjahr: TEUR 2.585).

Auf der Passivseite sind im Wesentlichen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 10.018 zurückgegangen. Vermindert haben sich stichtagsbedingt die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 429. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind dagegen um TEUR 389 gewachsen.

Die Investitionstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 251 (Vorjahr: TEUR 325). Insgesamt hat sich das Anlagevermögen um TEUR 231 auf TEUR 2.354 gegenüber dem Vorjahres-Stichtag (Vorjahr: TEUR 2.585) verringert. Die Sachanlagenquote zur Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2023 23% gegenüber 12,2% zum 31. Dezember 2022.

2.2.3 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich bei unverändertem Eigenkapital von 14% auf 28,9%. Aufgrund der seit 2018 bestehenden Organschaft wurde das Ergebnis des Geschäftsjahres von der Organträgerin übernommen.

Im Geschäftsjahr wurde ein Cashflow (Jahresergebnis vor Gewinnabführung zzgl. Abschreibungen) von TEUR -3.946 (Vorjahr: TEUR -4.244) erwirtschaftet.

Nach der Übernahme durch den Multi-Color Konzern wurden alle kurzfristigen Bankverbindlichkeiten abgelöst und negative Kontokorrentkonten ausgeglichen. Bestehende Darlehen wurden planmäßig fortgeführt bis zum geplanten Auslaufen. Alle Anschaffungen sowie sonstige benötigte Finanzmittel wurden im Rahmen des Konzerns finanziert. Aufgrund der Konzernpolitik werden Neuinvestitionen überwiegend gekauft und nicht mehr geleast.

Die liquiden Mittel verringerten sich um TEUR 213. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt von der weiteren finanziellen Unterstützung der LABL Inc., Batavia/Ohio, USA, ab, welches durch das Cash-Pooling der Muttergesellschaft gesichert ist. Die Kreditlinien wurden nicht ausgeschöpft.

Bei der Beurteilung der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung seiner Tätigkeit wurde die Patronatserklärung berücksichtigt, mit der sich die LABL Inc., Batavia/Ohio, USA, am 30. Juni 2023 verpflichtet hat, die gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber ihren gegenwärtigen und zukünftigen Gläubigern in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen, soweit die Gesellschaft hierzu aus eigenen Mitteln nicht in der Lage ist.

Die Patronatserklärung ist in der Höhe nicht limitiert und nur durch schriftliche Kündigung mit Frist von einem Monat nach Feststellung des jeweiligen Jahresabschlusses der Gesellschaft zu beendigen, vorausgesetzt die Unternehmensfortführung der Gesellschaft ist im Zeitpunkt der Erklärung der Kündigung nachhaltig gesichert.

2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Steuerung verwenden wir eine spartenbasierte Deckungsbeitrags- und Betriebsergebnisrechnung. Abweichungen von den Planwerten analysieren wir auf Monatsbasis. Das Steuerungssystem der Gesellschaft wurde an das Konzernreporting angeschlossen.

Die Planung und Unternehmenssteuerung basiert maßgeblich auf dem EBITDA und der Umsatzrendite. Diese beiden Größen stellen auch die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dar.

2.4 Gesamtaussage

Die Geschäftsführung beurteilt und erachtet die Geschäftsentwicklung und Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der fortschreitenden Restrukturierungsarbeiten trotz Jahresfehlbetrag als positiv.

3 Prognosebericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Zur Abschätzung der Prognose für die Folgejahre wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, insbesondere des BIP, des Jahres 2024 zu Grunde gelegt, da die branchenspezifischen Rahmenbedingungen für einen Hersteller gewerblicher Produkte und Konsumgüter einen direkten Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aufweisen.

Die Bundesregierung und die EU sehen das Wirtschaftswachstum bei 0,2% bis 0,3% im Jahr 2024. Als Gründe nennt das BMWK weiterhin die hohen Preise, rückläufige Konsumausgaben und die schwache Inlandsnachfrage, welche die Wirtschaft belasten. Die Stimmung in der Wirtschaft, gemessen am ifo Geschäftsklima, dem Einkaufsmanagerindex der Industrie oder dem GfK Konsumklimaindex, liegt zum Jahreswechsel 2023/24 weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. In dem Arbeitsmarkt wird ein positiver Trend gesehen, die Erwerbstätigenzahl soll auf einen neuen Rekord von 46 Millionen Menschen steigen. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte weiter spürbar abnehmen und sich nach einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 5,9% im vergangenen Jahr deutlich auf 2,8% in diesem Jahr verringern. 2 Die überproportional steigenden Nominallöhne des untersten Quintils könnten die privaten Konsumausgaben stützen.

2 Jahresprojektion des BMWK: 21.02.24 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/Projektionen- der-Bundesregierung/projektionen-der-bundesregierung-jahresprojektion-2024.html

3.2 Multi-Color Bingen Germany GmbH

Der nachfolgenden Aufstellung kann die Geschäftsentwicklung anhand der budgetierten Zahlen der Multi-Color Bingen Germany GmbH entnommen werden.

Finanzielle 01.01.2024 -
Leistungsindikatoren 31.12.2024
[TEUR] (vorläufig)
Rohergebnis 7.573
EBITDA 68
Umsatzrendite 1%

Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert die Multi-Color Bingen Germany GmbH eine Reduktion im Rohergebnis gegenüber 2023, jedoch infolge der Restrukturierungsmaßnahmen ein verbessertes EBITDA. Dies resultiert im Wesentlichen aus erheblich gesunkenen Personalkosten sowie den Effekten der ergänzenden Kostenmaßnahmen. Auf Kundenseite konnte die Marge im Q4 2023 nachhaltig um 7,5% gegenüber Vorjahr gesteigert werden. Weiterhin stammt die Verbesserung des EBITDA aus einer deutlich geänderten Preispolitik, welche zu relevanten Steigerungen der Marge führt. Im Jahr darauf erwarten wir bei beiden Merkmalen positive Entwicklungen.

Die gegenwärtige weltwirtschaftliche Lage beeinflusst unsere internationalen Absatzmärkte sehr. Die Herausforderungen bei der Materialbeschaffung im Jahr 2023 und die steigenden Kapitalkosten könnten sich negativ auf unser Geschäft auswirken. Langfristig sehen wir in den Unwägbarkeiten des Beschaffungsmarktes - bedingt durch verändertes Verbraucherverhalten und anhaltenden Kostendruck - auch Chancen, insbesondere im Export, basierend auf der Marktposition der Multi-Color Corporation.

Der zunehmende Wettbewerb, steigende Rohstoffpreise und der inflationäre Anstieg der nicht materialbezogenen Kosten führen weiterhin zu hohem Margendruck. Die Konsolidierung in der Zulieferindustrie, insbesondere bei den Etikettenbasispapieren, führt nach wie vor zu Preisdruck. Neben der Erschließung neuer Geschäftsfelder wird im Jahr 2024 ein besonderer Schwerpunkt auf die Sicherung der Lieferfähigkeit und die Kostenweitergabe an die Abnehmer unserer Produkte gelegt, wobei letzteres auch gegen mögliche Verluste von Marktanteilen abgewogen wird.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Multi-Color Bingen Germany GmbH im Vergleich zu 2023 eine leicht positive Entwicklung. Das Rohergebnis wird nach aktueller Planung voraussichtlich von TEUR 7.801 auf TEUR 7.573 fallen, aber es ergibt sich in der Folge ein positives EBITDA von TEUR 68 sowie eine Umsatzrendite von 1%.

3.3 Umstellung der Geschäftsorganisation

Die MCC Gruppe befindet sich seit Q3 2023 für den Bereich EMEAA unter neuer Leitung. Ziel der Unternehmensführung in den USA ist es, erfolgreiche Prozesse und Strukturen der Gesellschaft auch in Europa, Afrika, Asien und der Pazifikregion zu etablieren. Die maßgebliche Änderung ist dabei die Trennung der Bereiche Commercial und Operations.
Um sich bestmöglich auf den jeweiligen Bereich fokussieren zu können, wurden veränderte Strukturen und Verantwortlichkeiten geschaffen. Die Organisation für Produktion und Operations fokussiert sich damit auf die Optimierung der Produktionsprozesse an den Standorten. Die Standorte gelten zukünftig als Werke, welche auch Aufträge aus anderen Ländern oder Regionen produzieren sollen. Parallel dazu wird die Vertriebs- und Commercial-Organisation umgebaut und Europa in Regionen unterteilt. Das Werk Bingen gehört demnach zur Region Mitte/Ost und wird im Bereich Commercial von einem Verantwortlichen für die Länder Deutschland, Polen und Rumänien im Bereich Commercial geleitet. Gleichgestellt dazu gibt es einen Verantwortlichen für den Bereich Produktion/Operations. Für Bingen wird es einen Standortleiter geben, welcher produktionsfokussiert das Werk leiten und die Prozesse am Standort entsprechend ausrichten wird. Die Ergebnisverantwortung für die Region läuft auf europäischer Ebene zusammen. Damit ist die Basis geschaffen, Aufträge aus Werken, welche voll ausgelastet sind, auf andere Werke in Europa zu verteilen. Im Vordergrund steht die Auslastung von Produktionskapazitäten. Hieraus ergeben sich zahlreiche Chancen für den Standort Bingen.

Der Restrukturierungsprozess am Standort ist weitestgehend abgeschlossen. Weiterhin werden alle Kostenpositionen auf den Prüfstand gestellt, bestehende Verträge überprüft und die Belegung der Maschinen mit Mitarbeitern auf den vorhandenen Kundenbedarf ausgerichtet.

Neben dem Austausch mit den Schwesterwerken in Europa steht auch der gemeinsame Einkauf deutlich stärker im Fokus. Es werden erstmalig gemeinsame Tender für die drei deutschen Werke erstellt, um z.B. in den Bereichen Energie, Verpackungen, Werkzeuge und generell Verbrauchsmaterialien gemeinsam mit deutlich erhöhtem Volumen einzukaufen.

Im Bereich Personal ist die Restrukturierung abgeschlossen. Die verbliebene Belegschaft ist in der Lage, den für 2024 budgetierten Umsatz zu produzieren. Redundanzen sind dabei weitestgehend vermieden worden. Ein Anstieg der Kundennachfrage oder der Eingang von Aufträgen aus anderen europäischen Werken würde demnach zur Überprüfung der Mitarbeiterstruktur führen. Seit Februar finden bereits Produktionen für die Werke in Polen und Italien statt.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Chancenbericht

Chancen für den Standort Bingen ergeben sich maßgeblich aus der umfänglich geänderten Strategie des Unternehmens. Da in den vorherigen Jahren eine Auslastung des Standortes durch organisches Wachstum nicht zu erreichen war, liegt der Fokus nunmehr auf der europäischen Zusammenarbeit und einer differenzierten Marktbearbeitung.

Die Schwesterwerke in Polen und Italien sind durch eine hohe Nachfragesituation mehr als ausgelastet. Erste Aufträge zur Entlastung werden in Bingen produziert. Durch die vielfältigen Produktionsmöglichkeiten in Bingen kann hier schnell Unterstützung erfolgen. Entgegen der bisherigen Politik, ausschließlich Aufträge mit einer maximalen Vollkosten-Marge zu produzieren, geht es nunmehr um die Auslastung und um Volumen.

Die Schwesterwerke stehen weiter mit Kapazitäten für zum Beispiel Sleeves oder Resin zur Verfügung, um alle Bedarfe der Kunden des Standortes Bingen abdecken zu können. Eine Besonderheit liegt dabei in der Möglichkeit des Standortes Heiligenstadt, Trägermaterialien, welche bisher extern beschafft werden müssen, erheblich günstiger innerhalb der Gruppe einzukaufen. Hier laufen Projekte, um mit dieser Umstellung am Markt wettbewerbsfähiger aufzutreten. Auch durch den Fokus auf Volumen und eine veränderte Kalkulation entstehen hier erstmalig wieder Chancen für nachhaltiges organisches Wachstum.

Für den Bereich Produktion werden unter Führung der Experten aus der Gruppe diverse Projekte durchgeführt. Hierbei geht es um die Optimierung der Prozesse, Lean-Management und CI. Die daraus entstehenden Einsparungen und Verbesserungen in der Effektivität des Werkes tragen zur Kostenreduzierung bei. Darüber hinaus können die Verbesserungen zur Optimierung der Preisgestaltung und damit der Wettbewerbsfähigkeit dienen.

Eine Ausweitung der Produktionsmöglichkeiten durch die Anschaffung neuer Maschinen wird derzeit durch die Erstellung eines Business Cases fokussiert. Es gibt sowohl im bereits belieferten Kundenportfolio als auch in der geographischen Region um Bingen Möglichkeiten, durch schnellere oder breitere Druckmaschinen erhebliche Umsatzzuwächse zu generieren. Dazu besteht die Bereitschaft von MCC, entsprechende Investitionen zu tätigen. Bei den TOP 25 Kunden liegt der Anteil der Belieferung des Gesamtbedarfes an Etiketten bei rund 30%. Die Kundenbeziehungen sind überdurchschnittlich gut, was die Erschließung dieser Potentiale durch entsprechende Kapazitäten am Standort zeitnah möglich machen würde.

4.2 Risikobericht

Ein weiterhin schwacher Absatzmarkt und ein wenig dynamisches Marktumfeld führen weiterhin im Bestandskundengeschäft zu sinkenden Umsätzen. Die weitestgehend privat geführten Wettbewerber begegnen dem Markt mit einem ruinösen Preiskampf. Insbesondere Kunden im Bereich Abfüllung reagieren aufgrund der eigenen schwachen wirtschaftlichen Situation empfänglich darauf.

Die seit Q4 des Vorjahres anhaltende Kurzarbeit führt zu Unsicherheit und damit einhergehend zu geschwächter Performance der Mitarbeiter. Für das Q2 rechnet die Gesellschaft aufgrund der vorher genannten Chancen mit einem deutlichen Anstieg des Auftragseinganges. Das derzeit auf einem minimalen Umsatzniveau befindliche Werk wieder hochzufahren und gegebenenfalls zusätzliche, qualifizierte Mitarbeiter zu finden wird ein entscheidender Schritt sein, welcher mit entsprechenden Anstrengungen verbunden sein wird. Weiterbildung der Mitarbeiter, Querqualifikation und eine motivierende Arbeitsumgebung tragen dazu bei, auf einen sprunghaft ansteigenden Auftragseingang vorbereitet zu sein.

Der Name der Gesellschaft ist im Marktumfeld und bei den Wettbewerbsunternehmen durch die durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen schwer negativ behaftet. Besonders im Bereich Vertrieb neue Mitarbeiter vom Wettbewerb gewinnen zu können, bedarf daher eines deutlichen Signals zur Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft.

Marktveränderungen und die Konsolidierung des Marktes stellen eine nicht zu kalkulierende Herausforderung für die Gesellschaft dar. Einer der TOP 5 Kunden wurde im Q3 von einem europäischen Marktteilnehmer aus Frankreich übernommen. Bisher sind die Auswirkungen im operativen Geschäft kaum spürbar. Langjährige und relevante Kunden berichten jedoch zunehmend von wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Eine anhaltend schwache Nachfrage, insbesondere durch den deutschen Lebensmitteleinzelhandel, kann hier zu erheblichen Auswirkungen führen. Die europäischen Nachbarländer drängen aufgrund eigener Überkapazitäten massiv auf den deutschen Markt.

Ausfallrisiken für Forderungen bestehen nur in einem überschaubaren Umfang. Auch die Auswirkungen der Pandemie oder der Konflikte im Ausland sind derzeit nicht spürbar. Die Lieferketten sind durch die Lage in der See-Schifffahrt betroffen. Hier können jedoch die Auswirkungen durch die Kapitalkraft des Unternehmens und die Zusammenarbeit mit den Schwesterwerken gemildert werden.

Ertragsrisiken werden durch den bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 09. März 2018 und die daraus entstehende Verlustübernahmeverpflichtung der Multi-Color Germany Holding GmbH und deren Finanzkraft weiterhin begrenzt.

4.3 Gesamtbild der Chancen- und Risikolage:

In der Summe der geschilderten Vorhaben, Einzelaspekte und im Hinblick auf die Gesamtlage sieht das Management ein Chancen-Risiken-Profil, welches einen zuversichtlichen Ausblick auf das Jahr 2024 zulässt. Bestandsgefährdende Einzelrisiken für die Gesellschaft bestehen nicht.

Die neue Führung und die damit verbundene Strategie eines in den europäischen Markt eingebundenen Standortes sind Signale, welche über die bisher innerhalb von MCC gelebte Einzelstellung deutlich hinausgehen. Die Versuche, mit eigenen Mitteln und organischem Wachstum den Standort Bingen auszulasten werden nunmehr durch die operative Einbindung in eine starke Gruppe ergänzt.

Investitionsbereitschaft und der Wegfall von kurzfristiger Ergebnisorientierung lassen auf eine nachhaltige Standortentwicklung schließen. Die Verwendung von Materialien, welche in den Schwesterwerken produziert werden, tragen zur Nachhaltigkeit sowie zur wirtschaftlichen Verbesserung bei. Der Auftragseingang aus den Werken in Polen und Italien verbessert die Stimmung innerhalb der Belegschaft und bringt neue Perspektiven für den Standort Bingen.

Die Weiterentwicklung von Produktionskapazitäten, die Einbindung in Projekte der Gruppe und der Fokus auf effiziente Prozesse und Strukturen bedeuten ein starkes Signal für die Gesellschaft. Eine bisher nicht gelebte Teilhabe an den im Gesamtunternehmen vorhandenen Ressourcen in allen Bereichen zeigt für das Jahr 2024 ein deutlich positiv verändertes Bild.

 

Bingen am Rhein, 23. September 2024

Multi-Color Bingen Germany GmbH

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