Hydrogenics Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Craig Richard Thomas seit 9.3.2026 | Geschäftsführer |
Michael Felix Himmen seit 10.10.2023 | Geschäftsführer |
Michael Sengpiel seit 22.6.2022 | Prokura |
Thomas Froehler seit 22.6.2022 | Prokura |
Raphael Mateusz Kresin seit 22.6.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ALSTOM HOLDINGS S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hydrogenics GmbHHertenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Hydrogenics GmbH entwickelt und vertreibt Brennstoffzellen und Brennstoffzellensysteme für mobile und stationäre Anwendungen. Dabei werden die Brennstoffzellen von Hydrogenics Corp, der kanadischen Muttergesellschaft mit Sitz in Toronto, Kanada bezogen. Die Hydrogenics Corp und somit auch die Hydrogenics GmbH gehören zu Cummins Inc., einem US-amerikanischen Hersteller von Diesel und Gasmotoren mit Hauptsitz in Columbus (Indiana), welche die oberste Muttergesellschaft der Hydrogenics GmbH ist. Die Hydrogenics GmbH ist im Wesentlichen in der Herstellung und dem Vertrieb von Brennstoffzellensystemen sowie dem Vertrieb von deren Komponenten, hauptsächlich in der EU mit derzeitigem Schwerpunkt Deutschland, tätig. Am Stammsitz in Herten werden zudem ein Ersatzteillager, eine Werkstatt sowie ein Reparatur- und Wartungsservice unterhalten. Darüber hinaus ist hier der Vertrieb und die Produktion angesiedelt. 2. Steuerungssystem Die strategischen und wirtschaftlichen Ziele der Geschäftseinheiten leiten sich aus den Zielvorgaben der Muttergesellschaft ab. Die Geschäftseinheiten erstellen daraufhin Ihre Strategie- und Umsatzplanungen. Der Strategieplan hat eine Planungsreichweite von fünf Jahren. In der operativen Budgetplanung werden in einer Ein-Jahres-Betrachtung diese Mittelfristplanungen in konkrete, messbare Ziele übersetzt. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird durch die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung mit regelmäßig aktualisierten Einschätzungen wesentlicher Steuerungs- und Leistungskennzahlen vervollständigt. In diesem Prozess werden die Umsetzung der strategischen Ziele bewertet und Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Planabweichungen eingeleitet. Wichtige Kennzahlen Ein vorrangiges Ziel ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes, der sich aus den Geschäftsbereichen generiert. Zur Planung, Steuerung und Kontrolle unserer Geschäftsentwicklung verwenden wir die Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und Jahresergebnis. Diese stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren da. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden eingebettet in und ergänzt durch ein System wertorientierter Steuerungsgrößen, die das Management in erster Linie bei strategischen Entscheidungen im Hinblick auf die Optimierung des Portfolios sowie bei der Ressourcenallokation für Akquisitionen und Investitionen unterstützen. Qualitative Faktoren wie Sicherheit, Personalentwicklung und Kundenzufriedenheit haben einen hohen Stellenwert und sind Gegenstand eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Um vorausschauend handeln und zeitnah reagieren zu können, hat die Gesellschaft ein Frühwarnsystem auf Basis der Steuerungskennzahlen festgelegt. Das Management verfolgt die Entwicklung der Kenngrößen anhand eines monatlichen Berichtswesens. Damit wird sichergestellt, dass es auf aktuelle Geschäftsentwicklungen unverzüglich reagieren kann. Parallel dazu sorgen wir durch eine fundierte Ursachenanalyse dafür, dass Risiken minimiert und Chancen genutzt werden. 3. Forschung und Entwicklung Nachhaltiges Kernziel der Entwicklungsarbeit des Standortes ist es, einen Kundenwert zu generieren, damit unsere Kunden nachhaltig Zero Emission Produkte in ihren Anwendungen einsetzen können, um die zunehmend strengeren gesetzlichen Emissions- und Treibhausgasstandards erfüllen zu können. Forschungs- und Entwicklungstätigkeit findet am Standort in Abstimmung mit der Muttergesellschaft in Toronto statt. Hydrogenics GmbH übernimmt dabei projektabhängig unterschiedliche Aufgaben. Dies reicht von Komponentenvalidierung bis hin zum Mapping neuer Systeme. Innovative, emissionsfreie Produkte sind unser Weg in die Zukunft. Forschungs und Entwicklungsaufwendungen machten im Berichtsjahr einen Betrag von TEUR 965 aus (Vorjahr TEUR 299). II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Marktentwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort". Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. "Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark", sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +3,7 %. Sie verstärkte sich damit zum Jahresende, nachdem sie in den Monaten zuvor rückläufig gewesen war. Laut der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland wird die Inflationsrate im Jahr 2024 rund 2,3 Prozent betragen. Die Wirtschaftsinstitute rechnen somit grundsätzlich mit einer weiteren Entspannung bei den Preisanstiegen, nicht zuletzt weil die Energierohstoffpreise mittlerweile wieder deutlich gesunken sind. Dennoch rechnen die Institute erst im Jahr 2025 mit einer Inflationsrate unter zwei Prozent. Branchenentwicklung Laut ACEA-Bericht erreichte die Produktion von schweren Nutzfahrzeugen im Jahre 2023 346.986 Einheiten für den europäischen Markt. Das Bussegment erlebte in der Corona Pandemie einen starken Einbruch und erreichte in 2023 eine Produktionsmenge von 32.593 Einheiten. Im Off-highway Segment werden konstant ca. 220.000 Baumaschinen und davon 60.000 Einheiten im Großmaschinenbereich in Europa gebaut. Laut SCI-Verkehr wurden in Europa in 2023 384 dieselbetriebene Züge gebaut, die Potential für die Umstellung auf CO 2 -neutrale Antriebe bieten. Diese Anzahl wird sich in den Folgejahren auf einem stabilen Niveau zwischen 400 - 500 Einheiten bewegen. Im Marinesegment wird der relevante Markt im Jahr 2030 unverändert auf 4.500 Schiffe mit einer insgesamt installierten Leistung in Höhe von 4.100 MW erwartet. Die Emissionsgrenzwerte in wichtigen Absatzmärkten wurden in den letzten Jahren immer weiter verschärft. Vor allem im Vorreitermarkt Europa müssen zukünftig sowohl in den On- als auch den Off-Road-Anwendungen sehr niedrige Partikel und Stickoxid-(NOx)-Emissionen erreicht werden. Auch hat die EU-Kommission beschlossen, nach Personenkraftwagen auch im On-Highway Segment den Ausstoß von Kohlendioxid (CO 2) für Nutzfahrzeuge mit neuen Grenzwerten deutlich zu senken. Der Ministerrat der EU hat eine Reduzierung im Bereich MD/HD um -45% und um -90% für City-Busse im Jahre 2030 vor. Das Off-Highway Segment fällt weiterhin unter keine spezifischen EU-Regularien. Es wird aber erwartet, dass die Vorgaben für den Nutzfahrzeugsektor zukünftig auf den Baumaschinenbereich übertragen werden. 2. Geschäftsverlauf2.1. Geschäftsentwicklung Umsatzentwicklung Neben der Herstellung und dem Vertrieb von Brennstoffzellen und deren Komponenten war das Jahr 2023 geprägt auch von Vorbereitungen zum Bau einer Wasserstoffzugflotte für Italien und Frankreich. Die Hydrogenics GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von TEUR 28.566 (Vorjahr: TEUR 10.928) und liegt damit um TEUR 17.638 (161,4%) über dem Vorjahresniveau und auch leicht über der Vorjahresprognose (+144%). Grund für den starken Anstieg war im Wesentlichen das Ersatzteilgeschäft für Produkte die bereits im Feld sind. Die Umsätze im Geschäftsbereich Rail betragen TEUR 12.419 und liegen damit über den Umsätzen des Vorjahres (TEUR 6.924). Ebenso verzeichnet der Geschäftsbereich Vehicle mit Umsätzen von TEUR 5.134 eine Umsatzsteigerung von TEUR 2.182. Im Ersatzteilgeschäft betrug der Umsatz TEUR 6.610 und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.174. In den Umsatzerlösen werden Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen in Höhe TEUR 4.403 (Vorjahr TEUR 1.736) ausgewiesen. Diese Weiterbelastungen enthalten Personalkosten, Gewährleistungsaufwendungen, sowie Materialaufwendungen, welche den anderen Geschäftseinheiten zuzuordnen sind. Ergebnisentwicklung Im Berichtsjahr wurde eine Einigung mit einem unserer größten Endkunden erzielt, um die zuvor nur zu 50% bzw. 65% berechneten Leistungen auf Basis des Erreichens weiterer zugesagter Spezifikationen bis zu einem einheitlichen Betrag von 80% des vereinbarten Preises abzurechnen. Dadurch sind Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 5.693 entstanden, denen lediglich laufende Personalaufwendungen für Nachbesserungen entgegenstanden. Die Gesamtleistung, welche sich aus den Umsatzerlösen, der Bestandsveränderung sowie den anderen aktivierten Eigenleistungen zusammensetzt, stieg um TEUR 11.138 an. Wird die Gesamtleistung um den Sondereffekt in Höhe von TEUR 5.693 bereinigt, ergibt sich eine Erhöhung um TEUR 5.445 bzw. 38%. Der Materialaufwand stieg hingegen nur um TEUR 2.986 bzw. 18%. Der Unterschied ist beeinflusst durch die Art der im jeweiligen Geschäftsjahr abgerechneten Lieferungen und Leistungen sowie positive Absatzpreiseffekte. Bereinigt um den Sondereffekt von TEUR 5.693 liegt die Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und Materialaufwand bei TEUR 601 und damit noch zu niedrig, um die sonstigen Aufwendungen der Gesellschaft zu decken. Die Ertragssituation der Gesellschaft ist weiterhin geprägt durch die Auswirkungen einer neuartigen Technologie mit vergleichsweise hohen Aufwendungen für Gewährleistungen und geringem Standardisierungsgrad. 2.2. Ertragslage (ohne Umsatzentwicklung) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen Betrieblichen Erträge liegen mit TEUR 148 um TEUR 80 über dem Vorjahr und besteht im Wesentlichen aus der Verrechnung von Sachbezügen für KFZ-Gestellung sowie Erträgen aus der Währungsumrechnung (TEUR 64). Materialaufwand Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ist mit TEUR 18.649 um TEUR 3.579 oder 24% höher als im Vorjahr und ist gemessen am Anstieg der Umsatzerlöse weniger stark angestiegen. Positiv wirkt sich die Einigung mit einem Kunden aus. Dadurch konnten TEUR 5.693 Umsatzerlöse realisiert werden, denen keine zusätzlichen Materialaufwendungen entgegenstanden. Auch die Marge im Bereich Vehicle konnte durch Preisverhandlungen leicht verbessert werden. Die Verrechnungspreise mit Konzerngesellschaften haben sich verglichen zum Vorjahr verbessert, sodass sich verglichen zum Vorjahr ein positiver Effekt von TEUR 1.364 ergeben hat. Negativ wirkten sich Zuführungen zu Gewährleistungsrückstellungen aus, die um TEUR 3.510 höher sind als im Vorjahr. Der Aufwand für bezogene Leistungen reduzierte ich um TEUR 593 auf TEUR 565. Personalaufwand Der Personalaufwand der Gesellschaft ist von TEUR 8.286 auf TEUR 10.379 gestiegen, was einem Anstieg von 25% (TEUR 2.093) entspricht. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl der Gesellschaft ist um 12 auf 115 Mitarbeiter gestiegen, was einem durchschnittlichen Anstieg von 11,7% entspricht. Der Personalaufwand wächst somit etwas stärker an als die durchschnittliche Mitarbeiterzahl, was im Wesentlichen auf Gehaltserhöhungen sowie einen höheren erfolgsabhängigen Bonus als im Vorjahr zurückzuführen ist. Abschreibungen Die Jahresabschreibung für 2023 betrug insgesamt TEUR 705 (Vorjahr: TEUR 610), davon für geringwertige Wirtschaftsgüter TEUR 41. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2023 um TEUR 1.574 auf TEUR 5.797 gesunken. Davon entfielen auf in Anspruch genommene Dienstleistungen TEUR 1.183 (Vorjahr: 1.309), für Mietaufwendungen TEUR 930 (Vorjahr: TEUR 805), für Entwicklungen TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 299), für Frachtkosten TEUR 383 (Vorjahr TEUR 445) sowie für EDV TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 294). Zinsaufwand Der Zinsaufwand ist in 2023 um TEUR 38 auf TEUR 168 gesunken. TEUR 131 der Zinsaufwendungen sind verbundenen Unternehmen zuzuordnen. Jahresergebnis Der Jahresfehlbetrag ist mit TEUR 10.458 um TEUR 7.731 niedriger ausgefallen als im Vorjahr, was vor allem am im Abschnitt Umsatzerlöse beschriebenen Sondereffekt lag. Die Vorjahresprognose von Mio. EUR 12,3 wurde im Wesentlichen durch für uns günstigere Verrechnungspreise, als auch weniger als geplante Personaleinstellungen übertroffen. 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Hydrogenics GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.766 verringert und beträgt nun TEUR 37.014. Einzahlungen in die Kapitalrücklage durch die Hydrogenics Holding GmbH erfolgten am 28. Februar 2023 in Höhe von TEUR 13.000 sowie am 5. Dezember in Höhe von TEUR 15.000. Infolge des Jahresfehlbetrages in Höhe von TEUR 10.458 verbleiben TEUR 4.288 als Eigenkapital. Zum Stichtag weist die Gesellschaft zudem flüssige Mittel in Höhe von TEUR 15.106 (Vorjahr TEUR 2.358) aus. Auf der Passivseite der Bilanz reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 10.551 auf TEUR 0. Dem entgegen stehen um TEUR 2.783 höhere Rückstellungen, sowie um TEUR 1.132 höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternahmen. 2.4. Finanzlage Finanzierungspolitik Die Hydrogenics GmbH ist in das zentrale Finanzmanagement des Konzerns eingebunden. Wesentliche Ziele des Finanzmanagements des Konzerns sind die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit und die Begrenzung von Refinanzierungsrisiken. Um den Finanzbedarf der Hydrogenics GmbH zu steuern, ist die Gesellschaft Teil eines konzernweiten Cash- und Zins-Pools bei der Bank Mendes Gans. Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken im Konzern existiert ein zentrales Liquiditätsrisikomanagement, in dessen Mittelpunkt ein konzernweiter Cash-Pool steht. Im Berichtsjahr war dadurch die Liquidität der Hydrogenics GmbH jederzeit gesichert. Zwischen der Hydrogenics GmbH und der Hydrogenics Corporation besteht eine Darlehnsvereinbarung. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Hydrogenics Corporation (TEUR 21.367) werden zu einem Zinssatz von 0,5% verzinst. Kapitalstruktur Die Gesellschafterin hat der Gesellschaft im Berichtsjahr insgesamt TEUR 28.000 in Form einer Bareinlage zugeführt. Zur Sicherstellung der Liquidität hat die Cummins Inc., Columbus, Indiana/USA im Februar 2024 eine Patronatserklärung abgegeben und sich verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass sie zur jederzeitigen Zahlungsfähigkeit in der Lage ist. Für den Fall einer Überschuldung der Gesellschaft tritt die Cummins Inc. mit ihren Forderungen hinter alle bestehenden und zukünftigen Forderungen gegen die Gesellschaft zurück. Zins und Tilgung sind nur aus freiem Vermögen oder ausschüttungsfähigen Gewinnen zu zahlen. Die Patronatserklärung ist bis zum 31. Dezember 2025 unkündbar, und in der Folge nur dann, wenn die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung nicht mehr besteht. Investitionen Die Investitionen in das Anlagevermögen betrafen im Wesentlichen mit TEUR 790 technische Anlagen und Maschinen, sowie mit TEUR 2.175 Anlagen im Bau welche in Zukunft im Wesentlichen den technischen Anlagen und Maschinen zuzuordnen sind. Liquidität Zum 31. Dezember 2023 verfügte die Hydrogenics GmbH über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 15.106 (Vorjahr TEUR 2.358). Es bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr: TEUR 10.551). Im Februar 2023 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 13.000 beschlossen und in die Kapitalrücklage eingezahlt. Eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 15.000 wurde im Dezember 2023 beschlossen und in die Kapitalrücklage eingezahlt. Durch die Patronatserklärung und den Cash-Pool des Konzerns befinden wir uns in einer stabilen finanziellen Situation. Nach Auffassung der Geschäftsführung werden wir auch im kommenden Geschäftsjahr genügend liquide Mittel zur Verfügung haben, um unsere geplanten Investitionen zu finanzieren und unseren sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. III. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie im Folgenden aufgeführten Chancen und Risiken werden absteigend nach ihrer Wichtigkeit bzw. Bedeutung für das Unternehmen genannt. Chancenbericht Die Anwendungsentwicklung der Brennstoffzellenprodukte am Standort Herten wird professionell betrieben. Die Liegenschaft in Herten bietet für die Zukunft Expansionsmöglichkeiten für das Segment Brennstoffzellen. Die getätigten Investitionen, sowohl in Baumaßnahmen als auch in Test- und Produktionsbereiche, ermöglichen Flexibilität und Wachstumsmöglichkeiten. Die Herstellung von Brennstoffzellensystemen, die Überholung und Montage von Einzelmodulen, der Bau von Prototypen sichern den Standort in Herten. Die Mitte 2024 beginnende Fertigung von Brennstoffzellen-Stacks sowie Modulen am Standort Herten stärkt die Bedeutung des Standortes im globalen Netzwerk von Cummins. Wir gehen für das Jahr 2024 von einer guten Auslastung des Standortes durch die Montage von Zugsystemen für den französischen und italienischen Markt aus. Der deutsche Markt für mittelschwere Spezial-LKW ist aufgrund von ausbleibender Förderung in 2024 rückläufig. Der Preis für LKW Produkte der Hydrogenics hat sich in 2023 positiv entwickelt. Ein signifikanter Preisanstieg im Bahn-Bereich wird sich erst 2025 auf bestehende Aufträge auswirken. Mit einem unserer Großkunden bereiten wir derzeit die Einführung einer Modellpflege unserer Brennstoffzellenmodule vor, die die Basis für unser internationales Folgegeschäft in den kommenden Jahren bildet. Die anhaltende öffentliche Diskussion über die globale Erwärmung treibt Maßnahmenpakete und politische Rahmenbedingungen, die die CO 2 -freie Brennstoffzellentechnologie nach Auffassung der Geschäftsführung alternativlos erscheinen lassen für Anwendungen mit hohen täglichen Nutzungszeiten und Reichweitenanforderungen. Europa ist hierbei als globaler Trendsetter anzusehen. Risikobericht Der Geschäftsbereich Brennstoffzellen hat als größtes Risiko die Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Hier liegt der Fokus auf einer breiteren Aufstellung im Markt, um das Risiko zu diversifizieren. Aktuelle Krisenherde, politische Einflüsse sowie das weltweite Konjunkturumfeld stellen Marktrisiken für die Gesellschaft dar. Hier kann es zu einer generellen weltweiten wirtschaftlichen Abschwächung kommen. Der Bereich Brennstoffzellen ist überwiegend von der globalen Weltwirtschaft und geopolitisch von den Rohstoffmärkten in Amerika, Asien, Afrika und Russland abhängig. Das größte Markt-/Preisrisiko liegt darin, dass auf den Rohstoffmärkten sich das Angebot nur verzögert an den Marktpreis anpasst. Ebenso besteht grundsätzlich das Risiko, dass ein neuer Wettbewerber Marktanteile abschöpfen könnte oder Kunden ihre Brennstoffzellen langfristig selbst bauen. Mittelfristig ist von erhöhtem Wettbewerbs- und Konsolidierungsdruck unter den Anbietern von Brennstoffzellen auszugehen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, investiert die Cummins Gruppe mit dem Ausbau der bestehenden langjährigen Kundenbeziehungen in den verschiedenen Segmenten sowie mit einem breiten Angebot unterschiedlichster Antriebstechnologien mit erneuerbaren Energieträgern in die Zukunft. Für unseren Service ergeben sich Risiken durch die schnell wachsende Population von Anwendungen unserer Kunden im Feld und den dadurch resultierenden Bedarf an geschulten Arbeitskräften und Ersatzteilen. Diesem Risko begegnen wir über eine enge Abstimmung hinsichtlich der geplanten Einsatzregionen. Des Weiteren sind wir in engem Austausch mit dem Konzerngeschäftsbereich für Service (DBU), um bestehendes Personal auf Brennstoffzellentechnologie zu schulen. Die Finanzielle Förderung neuer CO 2 -freier Antriebs- und Energieerzeugungsformen steht derzeit unter Druck. Der Aufbau der notwendigen Infrastruktur erfolgt verzögert. Die Geschwindigkeit des Ausbaus von Tankstellen und der Erzeugung von "grünem" Wasserstoff aus regenerativ erzeugtem Strom haben noch nicht die "kritische Masse" erreicht um dem Antriebssystem Brennstoffzelle zu einem Massenmarkt zu verhelfen. Im Rahmen des Forderungsmanagements wird das komplette Ausfallrisiko von Forderungen gemäß Konzernvorgaben aktiv überwacht und gesteuert. Forderungsausfälle, welche aus Zahlungsunfähigkeit resultieren, sind in den letzten beiden Berichtsjahren nicht vorgekommen. Eine größere Herausforderung stellen vereinbarte Einbehalte bis zur Abnahme der Brennstoffzellensysteme durch den Kunden dar. Aufgrund der Neuartigkeit der Technologie können höhere Gewährleistungsrisiken aufkommen, welche über den abgegrenzten Betrag hinaus gehen könnten. Insgesamt steht die Gesellschaft damit vor Herausforderungen, die sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten proaktiv annimmt und gestaltet. Risikomanagement Gegen potenzielle Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im externen Umfeld, z. B. Entwicklung der Branche, als auch im internen betrieblichen Bereich, wie z. B. Absatz und Finanzierung, sind Systeme installiert, die diese Risiken rechtzeitig erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten lassen. Hierzu zählen:
Darüber hinaus besteht ein umfangreiches Reporting für die Bereiche Umsatz, Erfolgsrechnung, Bilanz, Investitionen, Personal, Lagerbestände und Forderungen. Neben dem monatlichen Reporting mit monatlichen Forecasts wird eine umfangreiche Planung für das Folgejahr erstellt. In den monatlich stattfindenden Managementsitzungen und den Budgetmeetings werden diese Informationen berichtet, geprüft und Maßnahmen eingeleitet. Weiterhin unterliegt die Gesellschaft Prüfungen durch die Konzernrevision. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau von Mio. EUR 28,9 gerechnet. Unter der Annahme unveränderter Verrechnungspreise wird mit einem Jahresfehlbetrag von Mio. EUR 14,5 gerechnet. Den weiteren Geschäftsverlauf bewerten wir aufgrund der allgemeinen Bestrebungen zur weiteren Emissionsreduzierung als positiv.
Herten Michael F. Himmen Alison G. Trueblood Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend dazu waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear vorgenommen. Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht ausgeübt. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Mietereinbauten liegt zwischen 2 bis 10 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen zwischen 10 bis 18 Jahren und für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 bis 23 Jahren. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 erfolgt eine Sofortabschreibung und bei Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 wird von der Sofortabschreibung mit Aufnahme im Anlagenverzeichnis Gebrauch gemacht. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Es wurde unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzung Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben des Berichtsjahres, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen, angesetzt. Eigenkapital Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden beim Zugang zum Stichtagskurs erfasst und grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur BilanzAnlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Vorräte Die Bilanzposition "Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe" beinhaltet sowohl den Bestand für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe als auch den Bestand für Handelswaren. Die erworbenen Teile werden sowohl als Handelsware als Ersatzteile weiterveräußert als auch als Rohmaterial für die eigene Fertigung bzw. Weiterverarbeitung eingesetzt. Eine eindeutige Abgrenzung der einzelnen Arten des Vorratsvermögens ist nur willkürlich möglich, daher wurde der Ausweis der beiden Bestände als Roh-, Hilfs, und Betriebsstoffe vorgezogen, da er am weitesten von der Umsatzrealisierung entfernt ist. Zum Bilanzstichtag liegt kein Bestand zu den fertigen Erzeugnissen vor, da die Fertigerzeugnisse direkt nach der Fertigung ausgeliefert wurden. Forderung und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von EUR 1.767.659,25 (Vorjahr: EUR 2.813.616,14) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.982.970,70 (Vorjahr: EUR 928.820,18) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 803.275,79 (Vorjahr: EUR 571.643,27) resultieren im Wesentlichen aus geleisteten Anzahlungen, debitorischen Kreditoren und der Umsatzsteuerforderung und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten besteht im Wesentlichen aus der Sondermietzahlung in Höhe von TEUR 3.183 (Vorjahr: TEUR 3.563), die im Nachtrag zum Mietvertrag vom 28. September 2020 vereinbart wurde. Die erste Rate der vereinbarten Sondermietzahlung in Höhe von TEUR 1.900 wurde zum 1. Oktober 2021 geleistet. Die zweite Rate der vereinbarten Sondermietzahlung in Höhe von weiteren TEUR 1.900 wurde im Oktober 2022 geleistet. Die Sondermietzahlung wird über die Mietlaufzeit, die ab dem 1. Januar 2022 beginnt und 10 Jahre beträgt, als Aufwand verteilt. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2023 insgesamt TEUR 380 nachträglich als Mietaufwand berücksichtigt. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 51 wird zu 100% von der Gesellschafterin, Hydrogenics Holding GmbH, Herten, gehalten. Eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 27 Mio. wurde auf der Gesellschafterversammlung am 14. Dezember 2021 beschlossen und erfolgte am 17. Dezember 2021 durch die Hydrogenics Corporation, die alleinige Gesellschafterin der Hydrogenics Holding GmbH, die die Bareinlage namens und für Rechnung der Gesellschafterin der Hydrogenics GmbH mit schuldbefreiender Wirkung an die Gesellschaft gezahlt hat. In gleicher Weise erfolgten weitere Zuführungen zur Kapitalrücklage der Gesellschaft am Februar 2023 in Höhe von EUR 13.000.000,00 durch Gesellschafterbeschluss vom 22. Februar 2023 und am 5. Dezember 2023 in Höhe von EUR 15.000.000,00 durch Gesellschafterbeschluss vom 30. November 2023. Zur Sicherstellung der Liquidität und aufgrund des im Vorjahr negativen Eigenkapitals hat die Cummins Inc., Columbus, Indiana/USA am 28. Juni 2023 eine unkündbare Patronatserklärung bis zum 31. Dezember 2024 abgegeben. Am 21. Februar 2024 hat die Cummins Inc. eine neue Patronatserklärung abgegeben, die mindestens bis zum 31. Dezember 2025 und mindestens bis zur Beseitigung der Überschuldung gilt. Die Geschäftsführung geht daher davon aus, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gesichert ist. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen im Wert von insgesamt EUR 7.024.912,27 (Vorjahr: EUR 4.242.366,32) beinhalten im Wesentlichen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten im Wert von insgesamt EUR 25.700.594,32 (Vorjahr: EUR 34.537.144,42) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der Hydrogenics Holding GmbH, Herten in Höhe von EUR 277.552,75 (Vorjahr: EUR 295.102,40) sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Hydrogenics Corporation, Kanada in Höhe von EUR 21.367.305,08 (Vorjahr: EUR 21.969.058,42). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr vollständig aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, werden jedoch gegenüber der Hydrogenics Corporation als Darlehen behandelt und verzinst. Alle Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt EUR 28.565.979,41 (Vorjahr: EUR 10.927.579,21) enfallen auf folgende Verkaufs- und Leistungssegmente:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremden oder außergewöhnlichen Erträge enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen von EUR 0 (Vorjahr: EUR 2.016.000,00) enthalten. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung Von den Erträgen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 64.720,87 (Vorjahr: EUR 526,39) sind zum Bilanzstichtag EUR 1.165,52 unrealisiert. Von den Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 53.889,24 (Vorjahr: EUR 24.048,19) sind zum Bilanzstichtag EUR 18.156,92 unrealisiert. Sowohl unrealisierte Währungsgewinne als auch -verluste resultieren aus Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr und werden daher gem. § 256a HGB bilanziert. Forderungsverluste In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Forderungsverluste aus einzelwertberichtigten Forderungen in Höhe von EUR 70.560,00 (Vorjahr: EUR 224.000,00) enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 130.655,70 (Vorjahr: EUR 114.103,49) enthalten. Diese resultieren aus der Verzinsung des Darlehens von der Hydrogenics Corporation, Kanada. Sonstige AngabenNicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 5.403 (Vorjahr: TEUR 4.841) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Mobilien und Immobilien. Deren Laufzeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Miet- und Leasingverpflichtungen beziehen sich hauptsächlich auf das Betriebsgebäude sowie Fahrzeugleasing. Es handelt sich um Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der im Vergleich zum Erwerb geringeren Kapitalbildung und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Für die finanziellen Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis besteht in Höhe von TEUR 1.250 eine unbefristete Bankbürgschaft. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Haftungsverhältnisse gemäß der §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführung Zur Geschäftsführung waren im Berichtsjahr bestellt:
Zur Geschäftsführung sind bestellt:
Die Mitglieder der Geschäftsführung sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Vergütungen der Geschäftsführung Gemäß § 286 Abs. 4 i. V. m. § 285 Nr. 9 Buchst. a und b HGB wird auf die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet. Konzernzugehörigkeit Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Cummins Inc., Columbus, Indiana, USA. Die Cummins Inc. stellt zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen auf, der am Sitz der Muttergesellschaft sowie über die Medien der Wertpapieraufsichtsbehörde U.S. Securities and Exchange Commission (www.sec.gov) erhältlich ist. Nachtragsbericht Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 10.458.172,55 auf neue Rechnung vorzutragen.
Herten, den 25.06.2024 Michael F. Himmen Alison G. Trueblood Entwicklung des Anlagevermögens 2023 (Anlage zum Anhang)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hydrogenics GmbH, Herten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hydrogenics GmbH, Herten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hydrogenics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 25. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer Dominik Höhler, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 26.06.2024 festgestellt. |
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