Stammdaten

Register
Amtsgericht Gütersloh HRB 6726
Vorher
B. u. S. Fleischhandelsgesellschaft mbH
Eingetragen
14.3.2003
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenEinzelhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
Fabrikation und der Handel mit Fleisch, Fleischerzeugnissen, tierischen Nebenprodukten aller Art sowie wieder verwertbaren Rohstoffen, der Handel und das Schlachten von Vieh sowie die Durchführung aller mit diesen Handels- und Produktionszweigen verbundenen Geschäften im Groß- und Einzelhandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mike Westphal
seit 19.10.2007
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fleischzerlegung Westphal GmbH

Herzebrock-Clarholz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Die Grundlagen des Unternehmens

Die Fleischzerlegung Westphal GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Herzebrock-Clarholz. Unsere Geschäftstätigkeit besteht aus der Zerlegung von Sauenhälften in verschiedenste Produkte. Über 90 % der Sauenhälften beziehen wir von unserer sich ebenfalls im Familienbesitz befindlichen Westphal Schlachthof GmbH. Wir vertreiben unsere Produkte nach wie vor hauptsächlich an Großunternehmer im norddeutschen Bereich. Das liegt daran, dass unsere Betriebsstätte vorher in Bassum belegen war. Allerdings versuchen wir nunmehr verstärkt auch Kunden in südlicheren Regionen zu gewinnen. Außerdem werden seit Mitte 2014 auch verstärkt Schweinehälften zerlegt.

II. Wirtschaftsbericht

1.Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die fleischverarbeitende Industrie erlebte im Jahr 2020 während der Corona-Krise ihren bislang größten Skandal. Durch tausende infizierte Mitarbeiter und mehrere verhängte Lockdowns wurden die schlechten Arbeitsbedingungen zum allgemeinen Interesse und die Branche geriet heftig in Verruf. Dies führte aber auch bei den Verbrauchern zu einem Umdenken. So ist nach Umfragen zufolge fast jeder dritte Deutsche bereit zwischen ein und fünf Euro mehr pro Kilo Fleisch auszugeben, wenn es dem Tietwohl und fairen Arbeitsbedingungen zugutekommt (businessinsider.de/politik). Die Kennzeichnung der Haltungsform beispielsweise, die seit 2019 in großen Supermärkten und Discoutern erfolgt, ermöglicht es den Konsumenten schon jetzt durch eine aktive Kaufentscheidung das Tierwohl zu unterstützen (Verband der Fleischwirtschaft e.V.).

Seit dem Jahr 2007 ist ein deutlicher Rückgang des Fleischkonsums pro Kopf zu verzeichnen. Wurden 2007 noch 55,4 kg Schweinefleisch pro Kopf konsumiert, sind es 2022 nur noch 40,2 kg. Alleine in den Jahren seit 2017 bis 2021 ist ein Rückgang um 19,6 % zu verzeichnen (Verband der Fleischwirtschaft e.V.).

Außerdem sind wir aufgrund des Verbots von Werkverträgen und Leiharbeit seit 2021 dazu verpflichtet, unsere Mitarbeiter fest einzustellen.

Die ohnehin bereits durch die Corona-Pandemie geschwächte Branche, ist zudem seit Anfang 2022, aufgrund des Krieges in der Ukraine, den stark gestiegenen Energiepreisen ausgesetzt. Unsere Energiekosten haben sich im Vergleich zu 2021 mehr als verdreifacht.

2. Geschäftsverlauf

Durch Optimierung unserer Prozesse konnten wir in bestimmten Bereichen der Sachkosten Kosteneinsparungen realisieren. Diese ergeben sich auch durch die direkte Verbindung zum Schlachthof. Dies führt zu kurzen Wegen, Zeitersparnis und den Wegfall von Transportkosten. Außerdem ist es uns in den letzten Jahren gelungen die Produktivität, insbesondere in Form der Bandgeschwindigkeit, stetig signifikant zu verbessern.

Im Geschäftsjahr 2022 war die Fleischzerlegung Westphal weiter von den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie betroffen. Zwar mussten wir nicht wie im Vorjahr den Betrieb schließen aufgrund einer Vielzahl von kranken Mitarbeitern kam es jedoch immer wieder zu Kapazitätsengpässen in der Produktion. Zudem führten die Festanstellungen der Mitarbeiter seit 2021 zu einem überproportional hohen Krankenstand.

3. Lage des Unternehmens

a) Ertragslage

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss von € 1.101.733,93 (Vj. € 701.753,72) ab.

Aufgrund gestiegener Umsatzerlöse konnte das Vorjahresergebnis, trotz einer gestiegenen Materialquote und stark gestiegener Energiekosten, verbessert werden.

b) Finanzlage

Die folgende Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode ermöglicht einen Einblick in die Finanzlage des Unternehmens:

Kapitalflussrechnung in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 2 (DRS 2)

2022 2021
Euro Euro
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 1.101.733,93 701.753,72
+ Abschreibungen auf Gegenstände desAnlagevermögens 505.475,95 733.645,52
+/- Zunahme / Auflösung von Zuschüssen -58.573,95 -81.554,39
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 60.115,00 -426.390,42
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen desAnlagevermögens -82.772,00 -16.801,00
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen desAnlagevermögens 0,00 0,00
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte 468.263,23 -753.998,40
+/- Abnahme / Zunahme der Forderungen ausLieferungen und Leistungen -843.845,03 481.124,58
+/- Abnahme / Zunahme anderer Aktiva, die nicht derInvestitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -291.881,06 -502.387,84
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten ausLieferungen und Leistungen 1.386.298,81 308.872,38
+/- Zunahme / Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.018.982,11 1.057.013,07
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.225.832,77 1.501.277,22
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 155.400,00 79.000,00
- Auszahlungen für Investitionen in dasSachanlagevermögen -744.635,95 -87.866,52
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0,00 0,00
- Auszahlungen für Investitionen in dasFinanzanlagevermögen -3.542,29 -702.770,21
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -592.778,24 -711.636,73
Einzahlungen Gesellschafterdarlehen 0,00 -200.615,35
+ Einzahlungen Kapitalrücklage 0,00 0,00
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 239.513,58 0,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und(Finanz-) Krediten -502.256,11 -435.293,22
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -262.742,53 -635.908,57
Zahlungswirksame Veränderungen desFinanzmittelfonds (Summe der Cashflows) 370.312,00 153.731,92
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.554.941,27 5.184.629,27

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war aufgrund der hohen Abschreibungen und dem guten Ergebnis positiv. Unsere Liquiditätssituation hat sich insgesamt weiter verbessert. Die Kontokorrentlinien werden nicht mehr beansprucht. Dennoch streben wir weiterhin einen deutlichen Lagerabbau sowie eine weitere Verbesserung im Debitorenmanagement an. Durch weitere Prozessoptimierung und Kostenreduktion gehen wir davon aus, uns nachhaltig weiter verbessern zu können.

c) Vermögenslage

Im Berichtsjahr wurden Investitionen des Anlagevermögens i. H. v. T€ 748,2 getätigt. Dem standen Abschreibungen von T€ 505,5 (vor Auflösung der Zuschüsse) und Anlagenabgänge von T€ 72,6 gegenüber. Der Vorratsbestand konnte im Laufe des Geschäftsjahres abgebaut werden. Unser Gefrierlager weist nach wie vor einen ausreichenden Bestand auf. Mittelfristig soll der Warenbestand auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bleiben. Aufgrund von gestiegenen Umsatzerlösen haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt deutlich erhöht. Das Eigenkapital ist weiterhin positiv, die Eigenkapitalquote beträgt 51,4 %, unter Berücksichtigung des Sonderpostens beträgt sie 56,1 %.

III. Prognosebericht

Bisher verläuft das Geschäftsjahr 2023 umsatz- und ergebnismäßig zufriedenstellend. Laut der vorliegenden Auswertung per September 2022 gehen wir jedoch davon aus, ein im Vergleich zum Jahr 2022 deutlich niedrigeres Ergebnis zu erwirtschaften. Unsere Materialeinsatzquote liegt aktuell deutlich über dem Vorjahreswert. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Energiekosten konnten ebenfalls gesenkt werden. Insgesamt haben wir im Vergleich zu 2022 jedoch höhere Gesamtkosten. Trotzdem gehen wir aber weiterhin von deutlich positiven Ergebnissen aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

Generell beinhalten Lebensmittel naturgemäß Risiken für den menschlichen Bereich. Insbesondere trifft dies für Fleisch und Fleischprodukte zu. Verderblichkeit, tierischen Seuchen und Anfälligkeit für Krankheiten wird durch strengste Kontrollen vorgebeugt. Durch die Verbindung zum Schlachthof, die Einhaltung von Hygienevorschriften und den Einsatz modernster Technik werden diese Risiken minimiert.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem der zunehmenden Konkurrenz der Anbieter in unserer Branche, werden wir durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnen. Wir haben jedoch nur einen sehr geringen Einfluss auf die vom Markt vorgegebenen Preise. Es gibt viele Kunden, die aufgrund unserer Unternehmensgröße gern mit uns zusammenarbeiten, da sie sich nicht von den Großen der Branche abhängig machen wollen. Außerdem wollen wir den Zerlegeprozess ständig optimieren und weitere Kosten einsparen.

Den exponentiell gestiegenen Energiepreisen aufgrund des Ukraine-Konfliks sehen wir mit großer Sorge entgegen. Die dadurch entstandenen zusätzlichen Kosten im Produktionsprozess lassen sich nicht vollständig an den Kunden weitergeben. Auch wenn die Konsumenten grundsätzlich bereit sind, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben, ist dies nur ein winziger Teil der Mehrkosten, der weitergegeben wird. Allerdings haben sowohl die politischen Maßnahmen in diesem Bereich, als auch die von uns eingeleiteten Maßnahmen bisher zu einer deutlichen Kosteneinsparung gegenüber 2022 geführt, auch wenn die Energiekosten nach wie vor über dem Jahreswert von 2021 liegen.

Der zunehmende Trend der vegetarischen und veganen Ernährung, der insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung zu beobachten ist, wird die Fleischindustrie in den nächsten Jahren vor Herausforderungen stellen. Fleischersatzprodukte wie beispielsweise Schnitzel aus Tofu oder Soja führen zu einem Rückgang des Fleischkonsums. Zudem legt die Bevölkerung zunehmend Wert auf hohe Qualität des Fleisches. Der Anteil der abgesetzten Menge an Biofleisch ist während der Corona-Krise deutliche gestiegen (faz.net). Wir begegnen diesem Trend mit durchgängig hoher Fleischqualität.

Die fleischverarbeitende Industrie gerät aufgrund des Klimaschutzgedankens und der schlechten Arbeitsbedingungen immer mehr in Verruf. Wir haben seit 2021 alle Arbeitskräfte in feste Anstellungsverhältnisse übernommen und versuchen, die Arbeitsbedingungen in unserem Unternehmen nachhaltig zu verbessern.

Da die Bevölkerung aufgrund des öffentlich gewordenen Skandals der Fleischindustrie nun bereit ist, mehr Geld für qualitativ hochwertiges Fleisch auszugeben, gehen wir davon aus und nachhaltig positive Ergebnisse zu erzielen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Kurzfristig finanzieren wir uns überwiegend mittels Lieferantenkrediten und bei Bedarf über die eingeräumten Kreditlinien der Banken.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen wir über ein striktes Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Herzebrock-Clarholz, 16. Oktober 2023

Fleischzerlegung Westphal GmbH

- Geschäftsführung -

Mike Westphal

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktivseite

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.098,00 7.664,00
3.098,00 7.664,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.338.974,76 3.474.340,76
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.659.301,00 1.352.837,00
4.998.275,76 4.827.177,76
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 706.312,50 702.770,21
2. Genossenschaftsanteile 100,00 100,00
706.412,50 702.870,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 842.505,36 1.310.768,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.914.517,15 2.775.680,26
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.554.941,27 5.184.629,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.157,07 33.267,87
SUMME AKTIVA 16.049.907,11 14.842.057,96

Passivseite

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Kapitalrücklage 1.698.773,28 1.698.773,28
III. Bilanzgewinn 6.488.956,81 5.387.222,88
8.247.730,09 7.145.996,16
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 752.739,46 811.313,41
C. Rückstellungen 310.815,00 250.700,00
D. Verbindlichkeiten 6.738.622,56 6.634.048,39
SUMME PASSIVA 16.049.907,11 14.842.057,96

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Rohergebnis 10.028.541,62 8.243.248,29
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.402.941,69 -3.004.093,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -794.714,17 -1.032.420,94
- davon für Altersversorgung in EUR: -19.393,34 (-17.958,12)
-4.197.655,86 -4.036.514,38
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -446.902,00 -617.854,13
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.797.399,68 -2.551.030,50
5. Erträge aus Genossenschaftsanteilen 7,00 7,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.432,72 4.902,73
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -36.713,37 -36.903,28
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -465.735,50 -295.511,02
9. Ergebnis nach Steuern 1.108.574,93 710.344,71
10. sonstige Steuern -6.841,00 -8.590,99
11. Jahresüberschuss 1.101.733,93 701.753,72
12. Gewinnvortrag aus Vorjahr 5.387.222,88 4.685.469,16
13. Bilanzgewinn 6.488.956,81 5.387.222,88

Anlagenspiegel vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Anschaffungskosten/ Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 141.293,17 141.293,17
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 141.293,17 141.293,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.834.957,15 4.834.957,15
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.917.788,97 744.635,95 330.676,00 7.331.748,92
Summe Sachanlagen 11.752.746,12 744.635,95 330.676,00 12.166.706,07
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 702.770,21 3.542,29 706.312,50
2. Genossenschaftsanteile 100,00 100,00
Summe Finanzanlagen 702.870,21 3.542,29 706.412,50
Gesamtsumme Anlagevermögen 12.596.909,50 748.178,24 330.676,00 13.014.411,74
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 133.629,17 4.566,00 138.195,17
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 133.629,17 4.566,00 138.195,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.360.616,39 135.366,00 1.495.982,39
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.564.951,97 365.543,95 258.048,00 5.672.447,92
Summe Sachanlagen 6.925.568,36 500.909,95 258.048,00 7.168.430,31
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 7.059.197,53 505.475,95 258.048,00 7.306.625,48
Buchwerte
Zuschreibung Wirtschaftsjahr Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.098,00 7.664,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.098,00 7.664,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.338.974,76 3.474.340,76
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.659.301,00 1.352.837,00
Summe Sachanlagen 4.998.275,76 4.827.177,76
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 706.312,50 702.770,21
2. Genossenschaftsanteile 100,00 100,00
Summe Finanzanlagen 706.412,50 702.870,21
Gesamtsumme Anlagevermögen 5.707.786,26 5.537.711,97

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Firma Fleischzerlegung Westphal GmbH hat ihren Sitz in Herzebrock-Clarholz und wird beim Amtsgericht Gütersloh unter HRB 6726 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Firma Fleischzerlegung Westphal GmbH ist nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses wurde die Bilanz gem. § 265 V HGB um die Posten "Genossenschaftsanteile" ergänzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die Position "Erträge aus Genossenschaftsanteilen" erweitert.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierung und Bewertung

Wesentliche Änderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear oder degressiv vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Bewegliche Anlagengegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von mehr als € 250,00 bis zu € 1.000,00 werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Übernahme dieses nach rein steuerlichen Vorschriften gebildeten Pools in die Handelsbilanz ist aufgrund seiner untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zulässig.

Umlaufvermögen

Waren wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.Die Herstellungskosten setzen sich aus den Einzelkosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Fremdkapitalzinsen sind nicht berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Nennwerten angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen.

Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Der Sonderposten wurde in Höhe der empfangenen Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand gebildet. Die Auflösung der Position erfolgt analog zur Abschreibung der Vermögensgegenstände, für welche die Zuwendungen gewährt wurden.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei Bedarf beiden Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs amAbschlussstichtag.

Angaben zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagenentwicklung

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Bruttoanlagenspiegel zu entnehmen. Den Abschreibungen i. H. v. T€ 505,5 steht die Auflösung des Sonderpostens i. H. v. T€ 58,6 gegenüber.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr davon mit Restlaufzeit mehr als1 Jahr Vorjahr davon mit Restlaufzeit mehr als1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.809.584,66 0,00 1.965.739,63 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 1.104.932,49 0,00 809.940,63 0,00

Rechnungsabgrenzungsposten

Im Rechnungsabgrenzungsposten sind keine Disagiobeträge enthalten.

Rückstellungen

Steuerrückstellungen beinhalten die erwarteten Steuernachzahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Art der Rückstellung
Urlaubsgeld/-entgelt 101.600,00
Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses 20.000,00
Instandhaltungen 36.720,00
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 2.900,00
Tantiemen 72.200,00
Summe 233.420,00

Die Bewertung der Rückstellung für Archivierungskosten erfolgte unter Berücksichtigung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen von 2 % p.a. und der Abzinsung mit dem Marktzinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB.

Es besteht eine Versorgungsverpflichtung gegenüber Herrn Mike Westphal. Da die Rückdeckungsversicherung zusätzlich die Voraussetzungen für saldierbares Planvermögen erfüllt, ist auf den Bilanzausweis vollständig zu verzichten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Bilanzjahr davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.675.753,61 278.147,46 1.397.606,15 362.466,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.805.876,04 4.805.876,04 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 256.992,91 256.992,91 0,00 0,00
Summe 6.738.622,56 5.341.016,41 1.397.606,15 362.466,00

Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind abgesichert durch:

Sicherungsübereignung des Erdgas-Blockheizkraftwerkes,

Negativerklärung zum Umlaufvermögen und Gleichstellungsverpflichtung,

Gesamtgrundschuld über T€ 2.300,

Gesamtgrundpfandrecht über T€ 1.000,

Mitverpflichtungserklärung der Firmen Westphal - Schlachthof GmbH, Christoph Westphal, Nachf. Norbert Westphal und von Herrn Norbert Westphal,

Haftungsverbunderklärung der Firmen Westphal - Schlachthof GmbH, Fleischzerlegung Westphal GmbH, Christoph Westphal, Nachf. Norbert Westphal sowie Herrn Norbert Westphal,

Bürgschaft der Herren Mike Westphal und Norbert Westphal über T€ 50,0.

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Es besteht ein Sicherheitenpool bzw. eine Mitverpflichtungserklärung mit der Westphal - Schlachthof GmbH, dem Einzelunternehmen Christoph Westphal, Nachf. Norbert Westphal und Herrn Norbert Westphal.

Andere Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie andere Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen mit einer Gesamtsumme von T€ 9,7.

Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss i. H. v. € 1.101.733,93 sowie der Gewinnvortrag i. H. v. € 5.387.222,88 wurden in die Position Bilanzgewinn einbezogen.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Mike Westphal geführt.

Geschäftsführervergütung

Auf die Angaben des Geschäftsführergehalts wird gemäß § 286 IV HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Wirtschaftsjahr Vorjahr
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 91 94
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 1 3

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 92.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Herzebrock-Clarholz, den 05. Juni 2023

Fleischzerlegung Westphal GmbH

- Geschäftsführung -

gez. Mike Westphal

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir am 21. Dezember 2023 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fleischzerlegung Westphal GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fleischzerlegung Westphal GmbH, Herzebrock-Clarholz - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fleischzerlegung Westphal GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens-tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Lennestadt, 21. Dezember 2023

audito GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Adam Waniczek, Wirtschaftsprüfer

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