AZO Global Product Center GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lukas Zimmermann seit 26.1.2026 | Geschäftsführer |
Rainer Paul Zimmermann seit 8.5.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 9.68% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 53.12% | |
AZO Holding GmbHEigenbeteiligung | 27.53% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AZO Holding GmbHOsterburkenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht1. Grundlagen des Unternehmens1.1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie AZO Gruppe ist im Maschinen- und Anlagenbau im Bereich des automatisierten Schüttguthandlings (Lagern, Fördern, Dosieren, Verwiegen, Steuern) in den Branchen Food, Vital, Chem und Poly tätig. Für die Verarbeitung von Flüssigstoffen bieten wir spezielle Vakuum-Prozessanlagen und Homogenisatoren an. Daneben sind wir Komplettanbieter für automatisierte Produktionsprozesse mit unserer intelligenten Prozessleit- und Visualisierungstechnik. Die Produktion von Schaltschränken für den weltweiten Einsatz in eigenen Projekten aber auch für unsere Kunden im Maschinen- und Anlagenbau vervollständigt unser Angebotsportfolio. Der Konzern beschäftigte durchschnittlich im Jahr 2023 weltweit 1.079 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 1.067). An der Spitze des Konzerns steht die AZO Holding GmbH, die an allen Konzerngesellschaften beteiligt ist. Wir sind auf den Kontinenten Nordamerika, Europa und Asien mit eigenen Gesellschaften und weltweit durch kompetente Vertriebspartner vertreten. 1.2. Forschung und EntwicklungGegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Verbesserung bestehender Verfahrens- und Prozesstechnik für den vollautomatisierten Transport von Schüttgütern in industriellen Produktionsprozessen. Den wesentlichen Beitrag hierzu leisten unsere Teams in den deutschen Gesellschaften. Im Jahr 2023 haben wir insgesamt im Bereich Forschung und Entwicklung 14 (Vorjahr: 14) hochqualifizierte Mitarbeiter beschäftigt. Durch das Engineering im Projektgeschäft der Geschäftsbereiche erfolgt eine kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Verfahren und Anwendungstechnik im Tagesgeschäft. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen2.1.1. Weltwirtschaftliches UmfeldDie Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 %etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 %geringer. In den USA (+2,5 %) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 % das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 % beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 %). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 %. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 weiter sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 %. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 %. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 % sehr schwach. 2.1.2. Unsere KundenmärkteUnsere Kundenmärkte sind im Wesentlichen Europa, in den USA, Teile Südostasiens sowie China. In den entwickelten Volkswirtschaften zeigte sich ein geringes Wachstum von 1,6%, was im Wesentlichen auf die USA mit einem Wachstum von 2,5% zurückzuführen ist. Deutschland hingegen schrumpfte um 0,3% und auch Frankreich (+0,8%) und Großbritannien (+0,5%) können nur ein geringes Wachstum aufweisen. China wuchs laut den Angaben des IMF um 5,2% und damit deutlich mehr als in 2022, was im Aufheben der strikten Corona-Maßnahmen begründet sein dürfte. Der südostasiatische Raum hingegen wuchs um 4,2% und blieb damit hinter den Wachstumsraten von 2022 zurück. 2.1.3. Deutscher Maschinen- und AnlagenbauDie Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6% gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. 2.2. GeschäftsverlaufDie AZO Gruppe konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr mit 179.398 TEUR um 13,5% niedriger und hinter der Prognose für das Geschäftsjahr. Ursächlich hierfür waren Projekte bei verschiedenen Tochtergesellschaften, insbesondere in Belgien und den USA, die entgegen der Planung nicht abgeschlossen und im Konzern nach deutscher Rechnungslegung - abweichend zu abweichendem länderspezifischem Recht - nicht umsatzwirksam realisiert werden konnten. Der daraus resultierende Effekt von rund 26 Mio. EUR vermindert die Umsatzerlöse im Konzern und verlagert diese in die Folgejahre. Zudem führte die Ausgründung der Produktionsgesellschaft AZO Global Product Center GmbH & Co. KG am Standort Osterburken zu höheren gruppeninternen Umsätzen, welche in der ursprünglichen Planung nicht vollumfänglich berücksichtigt wurden. Die Ausgründung erfolgte hauptsächlich aus Transparenzgründen. Die Geschäftsführung möchte die Produktionsleistung separat von den Engineerings-, den Vertriebs-, als auch den Serviceleistungen sehen. Auch die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert. In Summe reduzierte sich diese um 5.467 TEUR bzw. um 2,7% auf 195.628 TEUR. Die Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnisse auf 16.230 TEUR zeigt jedoch die bereits erwähnten Projektleistungen. Diese werden zu einem Großteil in 2024 verumsatzt und somit erfolgswirksam. Insofern war das Geschäftsjahr 2023 von prozessualen Umstellungen und den damit einhergehenden Herausforderungen und Unschärfen geprägt, die durch die Ausgründung verursacht wurden. Die Abarbeitung des hohen Auftragsbestands aus dem Geschäftsjahr 2022 stand hierbei im Vordergrund. Der Umsatz je Mitarbeiter ist durch die leicht gestiegene Mitarbeiterzahl einerseits und den niedrigeren Umsatz andererseits von 194 TEUR im Vorjahr auf 167 TEUR im Jahr 2023 gesunken und liegt damit leicht unter dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre und der Planung. Auch in diesem Geschäftsjahr war dabei das vierte Quartal das stärkste. In den deutschen Gesellschaften wurden nahezu 50% des Umsatzes im letzten Quartal erwirtschaftet. Auf Grund der gestiegenen Mitarbeiterzahl und steigender Personalkosten durch Inflationsausgleichszahlungen bzw. Gehaltserhöhungen erhöht sich der Personalaufwand um 3.703 TEUR bzw. 4,8%. In der Folge erwirtschaftet der Konzern somit einen Gewinn vor Steuern (EBT) von 7.321 TEUR (Vorjahr: 17.911 TEUR), was bezogen auf die Gesamtleistung 3,7% (Vorjahr: 8,9%) entspricht und aufgrund des geringeren Umsatzes und der höheren Aufwendungen hinter der ursprünglichen Prognose für das Geschäftsjahr 2023 liegt. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Konzernjahresüberschuss, welcher mit 3.672 TEUR um 8.434 TEUR niedriger ist als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote im Konzern liegt zum Bilanzstichtag am 31.12.2023 bei 43,4% und damit ebenfalls unter Vorjahresniveau. 2.3 LageDie aktuelle wirtschaftliche Lage der AZO Gruppe ist auf Grund diverser Aspekte herausfordernd. Auf der einen Seite spüren wir eine Zurückhaltung im Bestellverhalten der Kunden. Auf der anderen Seite birgt die geopolitische Lage mit Kriegen wie in der Ukraine, die Situation im Nahen Osten oder Handelsbeschränkungen bzw. neue Zölle Unsicherheiten. Zusätzlich müssen wir als Konzern an vielen regulatorischen Themen wie bspw. der CSRD-Berichterstattung oder der neuen Maschinenverordnung 2023/1230 arbeiten. Nichtsdestotrotz kann man die Gesamtlage, in der sich AZO befindet, als positiv bewerten. Zum einen gelingt es AZO immer wieder große Projekte für sich zu gewinnen, da der Markt auf Grund der unterschiedlichen Branchen, die wir ansprechen, groß ist und wir auf langjährige Kundenbeziehungen zurückgreifen können. Zum anderen beschäftigt sich AZO mit dem Ausbau des Service bzw. After Sales Geschäfts. 2.3.1. ErtragslageDie anfallenden Kosten im Materialaufwand sind stark vom Segment und auch den individuellen Kundenwünschen abhängig, was dazu führt, dass auch der Entwicklungs- und Engineeringanteil sehr individuell schwankt. Aufgrund der Komplexität in der Verfahrens- und Prozesstechnik und des hohen Engineeringanteils ist ein intensiver Personaleinsatz erforderlich. Die Tatsache, dass zum Jahresende bei noch nicht abgeschlossenen Projekten die direkt zurechenbaren Material- und Personalkosten in den unfertigen Erzeugnissen aktiviert werden, verändert entsprechend positiv oder negativ die Bestandsveränderung, sodass neben den Umsatzerlösen auch die Gesamtleistung eine wichtige Kenngröße ist. Der Auftragseingang der Gruppe ist in 2023 mit 201.802 TEUR deutlich geringer als in dem sehr starken Aufholungsjahr (Post-Corona) 2022 mit 241.260 TEUR (-16,4%). Der Konzern erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von 179.398 TEUR und eine Gesamtleistung von 195.628 TEUR. Im Geschäftsjahr 2023 erbrachten die AZO GmbH & Co. KG, die AZO N.V. in Belgien und die AZO Inc. in den Vereinigten Staaten den größten Anteil am Umsatz. Einige bedeutende Projekte konnten nicht fertig gestellt werden bzw. ziehen sich ins Jahr 2024, so dass eine hohe positive Bestandsveränderung von 16.230 TEUR zu einer Erhöhung der Gesamtleistung gegenüber den Umsatzerlösen führte. Dem gegenüber stehen Materialaufwendungen mit 85.688 TEUR (43,8% der Gesamtleistung) und Personalkosten mit 80.189 TEUR (41,0% der Gesamtleistung). Damit ist der Personalaufwand absolut um 3.703 TEUR bzw. 4,8% gestiegen. Das ist im Wesentlichen auf Lohnsteigerungen auf Grund der Inflationsausgleichsprämie zurückzuführen. Da AZO nicht in gleichem Umfang Effizienzsteigerungen erzielen konnte und die Gesamtleistung sank, steigt die Quote des Personalaufwands von der Gesamtleistung von 38,0% auf 41,0%. Der Anstieg der Materialaufwandsquote spiegelt die allgemeinen Preissteigerungen für Rohmaterial und Zukaufteile sowie die höheren Beschaffungskosten wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 22.262 TEUR und sind damit deutlich ggü. 2022 gestiegen (+2.308 TEUR). Dies ist auf drei wesentliche Kostensteigerungen im Bereich Lizenzen, Reisekosten sowie Instandhaltung zurückzuführen. Das Finanzergebnis beträgt zum Jahresende -29 TEUR. Darin enthalten sind Zinsen und ähnliche Erträge mit 751 TEUR und Zinsen und ähnliche Aufwendungen, insbesondere Darlehenszinsen, Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen und Avalgebühren für Bürgschaften und Garantien im operativen Geschäft mit -558 TEUR, sowie Abschreibungen auf Wertpapiere von -221 TEUR. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten neben den üblichen Steueraufwendungen auch latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen. Die latenten Steuern werden maßgeblich durch die konsolidierungsbedingten Effekte, insbesondere aus der Umstellung der Teilgewinnrealisation für längerfristige Fertigungsaufträge im Ausland auf die handelsrechtliche Bilanzierung sowie Differenzen aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung und der Schuldenkonsolidierung beeinflusst. Für 2023 weist der Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 3.672 TEUR aus. 2.3.2. FinanzlageDie Finanzlage ist zum 31.12.2023 weiterhin als positiv zu bewerten. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten immer innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Hinzu kommt die Vereinnahmung von Anzahlungen in vertraglich abgestimmten Zeitabständen. Im Jahr 2023 hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 13.177 TEUR (Vorjahr: 8.126 TEUR) erhöht. Die Erhöhung ggü. dem Vorjahr ist auf die deutlich gestiegenen Anzahlungen zurückzuführen. Zusätzliche Darlehen wurden im Berichtsjahr nicht aufgenommen. Die Investitionen im Sachanlagevermögen betreffen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Maschinenbereich und insbesondere Anlagen im Bau auf Grund des Neubaus einer Logistikhalle am Standort Osterburken. Im Bereich der Finanzanlagen hat die AZO Liquids GmbH 35,0% Anteile an der Fazendas Group in Portugal erworben, welche zunächst als Lieferant für Behälter dient, jedoch für die Erstellung ganzer Baugruppen entwickelt werden soll. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit -515 TEUR leicht negativ. Allgemein ist die Liquiditätslage im Berichtsjahr weiterhin positiv zu sehen. Der Konzern hält zum Stichtag Barvermögen in Höhe von 65.857 TEUR (Vorjahr: 59.242 TEUR) vor. Daneben bestehen Wertpapiere im Umlaufvermögen zum Stichtag in Höhe von 14.443 TEUR (Vorjahr: 12.617 TEUR). 2.3.3. VermögenslageDie Vermögenslage des Konzerns ist als stabil zu bezeichnen. Mit der aktuellen Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens, der Verbindlichkeiten und der Erfahrungen im Finanzierungsbereich sind wir gut aufgestellt. Die Veränderung der Bilanzsumme (Erhöhung um 22.004 TEUR) resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus der Erhöhung der Liquidität sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände (17.040 TEUR). Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um den Jahresüberschuss erhöht. Allerdings sind die erhaltenen Anzahlungen deutlich stärker gestiegen (+19.634 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich reduziert (-4.119 TEUR). Die Entwicklung der Vorräte hängt neben der Auftragsstruktur und der unterschiedlichen und teils längerfristigen Projektlaufzeiten maßgeblich von der Fertigstellung der Anlagen und Projekte und dem Zeitpunkt der Abnahme durch die Kunden ab. Die Vorräte haben sich, vor Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen, um 18.053 TEUR erhöht. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem Aufbau im Bereich Ware in Arbeit, was wiederum auf den hohen Anteil der nicht abgeschlossenen Aufträge aus dem Ausland zurückzuführen ist. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind um 1.022 TEUR gesunken. Die Bestände werden saldiert mit den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen. Es resultiert hieraus ein Überhang an Anzahlungen in Höhe von 59.458 TEUR. Der Anstieg der Kundenforderungen (+3.589 TEUR) resultiert aus dem hohen Anteil an Projekten, welche im letzten Quartal des Geschäftsjahres abgerechnet wurden. Unsere Konzerneigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr mit 43,4% unter dem Vorjahresniveau (47,5%) und ist nach wie vor als sehr gut zu bezeichnen. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Geschäftspolitik, die erwirtschafteten Ergebnisse grundsätzlich im Unternehmen zu belassen. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag. Die Erhöhung der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg von Steuerrückstellungen (+1.554 TEUR), dem Anstieg der Garantierückstellungen (+842 TEUR) auf Grund des Umsatzvolumens sowie dem Anstieg für ausstehende Rechnungen (+474 TEUR), hauptsächlich im Rahmen des Baus der Logistikhalle. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich entsprechend der planmäßigen Tilgung reduziert. Im Geschäftsjahr gab es keinen weiteren Bedarf an zusätzlichen Darlehen. Für die Finanzierung unserer Geschäfte nehmen wir seit mehreren Jahren nicht die eingeräumten Kontokorrentkreditlinien unserer Banken in Anspruch. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich um 49,3% (+19.634 TEUR) aufgrund eines höheren Anteils an noch nicht abgeschlossenen Projekten mit Anzahlungen gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen stichtagsbedingt 3,5% (im Vorjahr: 5,8%) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können immer innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. 2.4. Finanzielle LeistungsindikatorenFür die Unternehmenssteuerung jeder Konzerngesellschaft werden die geplanten Umsatzziele aus der strategischen Planung abgeleitet, bei Bedarf angepasst und die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und EBT (Gewinn vor Steuern) zur Gesamtleistung berechnet. Darüber hinaus stehen das Umsatz- und Ergebniswachstum sowie die Eigenkapitalquote des Konzerns im Mittelpunkt unserer Planung und Erfolgsmessung. Der Umsatz pro Mitarbeiter wird auf Basis der Gesamtmitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt ermittelt. Er beträgt 167 TEUR und ist damit deutlich unter das Vorjahresniveau (194 TEUR) gefallen. Der EBT zur Gesamtleistung liegt bei 3,7 %. Die wirtschaftliche Lage der einzelnen Gesellschaften kann im Großen und Ganzen als gut bzw. zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Steuerung der AZO Gruppe erfolgt über eine Matrixorganisation. Leitungspositionen sind fachbezogen und projektbezogen eingerichtet. In Zweifelsfällen wird die Entscheidung kurzfristig durch das Executive Board getroffen. Die Planung wird sukzessive mit den Geschäftsführern der Gesellschaften und den jeweiligen Funktionsbereichsverantwortlichen abgestimmt und die Einzelsachverhalte in eine Gesamtunternehmensplanung eingearbeitet. Als Steuerungsinstrument werden monatliche bzw. quartalsweise Plan/Ist Vergleiche durchgeführt und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen. Für die Unternehmenssteuerung dienen eine monatliche kurzfristige Erfolgsrechnung sowie eine enge Abstimmung in regelmäßigen monatlichen Videokonferenzen. Als strategisches Steuerungssystem werden die Kennzahlen im SharePoint für das Executive Board und die jeweiligen Geschäftsführer hinterlegt. 2.5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren2.5.1. PersonalbereichIm Jahresdurchschnitt waren im Konzern inklusive Auszubildende 1.079 Personen (Vorjahr: 1.067 Personen) beschäftigt. In ausländischen Gesellschaften hat der Konzern im Berichtsjahr 269 Mitarbeiter (Vorjahr: 269) beschäftigt, was einem Anteil an der gesamten Mitarbeiterzahl von 25,0% (Vorjahr: 25,0%) entspricht. Kernkompetenz ist das Engineering, die Fertigung und Steuerung von kundenspezifischen Komplettanlagen und Komponenten. Wir setzen auf ein kontinuierliches Wachstum und eine stetige Entwicklung der Produkt- und Geschäftsfelder im Sinne hoher Kundenorientierung. In unseren Geschäftsfeldern haben wir eine führende Marktposition. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind hochqualifizierte, motivierte und leistungsorientierte Mitarbeiter. Die "AZO academy" bietet hierzu kompakte Schulungsprogramme für unsere Mitarbeiter an, die zunächst Grundlagenwissen rund um unsere Kernkompetenzen vermittelt. Darauf aufbauend gibt es weiterführende Module. Wir messen der planmäßigen Aus-, Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter eine hohe Bedeutung bei. Durch gezielte, individuelle Förderung kompetenter und leistungsorientierter Mitarbeiter, besetzen wir Fach- und Führungsfunktionen in der Regel aus den eigenen Reihen und stärken somit die Bindung der Mitarbeiter an unser Unternehmen. 2.5.2. UmweltschutzDie AZO Gruppe befindet sich als inhabergeführtes Familienunternehmen in der Übergabephase in die 3. Generation der Familie Zimmermann. Nachhaltigkeit in allen Bereichen wird daher als Chance und als fester Bestandteil der Unternehmensstrategie betrachtet. Selbstverständlich gehört auch der sorgsame Umgang mit Ressourcen zu einem Kernanliegen des Unternehmens. Es wird stetig in die Modernisierung der Gebäude und in neue Technologien investiert, sodass die Ressourceneffizienz damit kontinuierlich verbessert wird. Neben allen Aktivitäten, die wir bereits in den Jahren 2022 sowie davor umgesetzt haben, wurde in 2023 mit dem Bau einer neuen Logistikhalle in Osterburken begonnen. Diese wird maßgeblich zum Thema Nachhaltigkeit beitragen, u.a. durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach. Des Weiteren investieren wir bspw. in den LED-Umbau in allen relevanten Gebäuden. Das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung ist ebenfalls ein weiterer Baustein, sich mit dem Thema Klimaschutz bzw. Nachhaltigkeit ganzheitlich auseinanderzusetzen und evtl. weitere Maßnahmen zu ergreifen. 2.5.3. MarktsituationDie AZO Gruppe hat sich als namhafter Hersteller und als eine der weltweit führenden Unternehmensgruppen etabliert, wenn es um das automatische Handling von Schüttgütern und Flüssigkeiten geht. Insbesondere in der Mischerbeschickung bezeichnen wir uns als Marktführer. In unseren Geschäftsbereichen sind wir aufgrund anerkannter Qualitäts- und Serviceleistungen gut gegenüber den Wettbewerbern positioniert. Durch unseren gruppenweiten strategischen Planungsprozess und z.B. Aktivitäten im Forschungs- und Entwicklungsbereich sind wir stets in der Lage, diese Position gegen unsere Konkurrenten zu behaupten und weiter zu stärken. 3. PrognoseberichtDer Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 war und ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Neben dem anhaltenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, ist auch die Situation im Nahen Osten sehr bedenklich. Die Reaktion Israels auf den Angriff der Hamas im Oktober 2023, sowie die Angriffe der Huthi Rebellen auf den Schiffsverkehr im Roten Meer erzeugen große Unsicherheit und haben somit auch großen Einfluss auf die ökonomischen Rahmenbedingungen. Neben den direkten Auswirkungen auf das Liefergeschäft durch Umleitung des Schiffsverkehrs sowie Sanktionen in Form von weniger Umsatz gibt es zahlreiche und weitreichendere indirekte Folgen insbesondere in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Dazu zählen die Verteuerung von Energie und Rohstoffen, eine noch größere Belastung in den Lieferketten und ganz allgemein die erneut erhöhte Verunsicherung über die weitere Entwicklung. All diese Unsicherheiten spiegeln auch die aktuellen Prognosen für das Wirtschaftswachstum wider. In Deutschland geht der Internationale Währungsfonds (IWF) von einem geringen Wachstum von nur +0,5% aus. Der VDMA wiederum gibt an, dass sich die reale Produktion im deutschen Maschinenbau in 2024 um 4% reduziert. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die bereits in vielen Unternehmen genutzt wird (so auch bei AZO), hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. Zeitgleich ist jedoch die Teilnahme an den international bedeutsamen Messen wieder uneingeschränkt möglich. Auch unternehmensinterne Technologietage können wieder mit hohen Teilnehmerzahlen angeboten werden. Der Fokus liegt weiterhin darauf, neue Kunden auch digital zu akquirieren und bestehende Kundenbindungen weiter zu vertiefen. Dazu setzen wir verstärkt auf alternative Leadgenerierung wie z.B. Webinare. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir sehen die voraussichtliche Entwicklung für das Geschäftsjahr 2024 verhalten optimistisch. Die Hauptgesellschaft AZO GmbH & Co. KG konnte im Geschäftsjahr 2024 bisher soweit zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Der aktuelle Forecast zeigt auch ein durchaus positives Ergebnis, wenn die Umsatzziele erreicht werden. Dies trifft nicht nur auf die deutschen, sondern auch auf die ausländischen Tochtergesellschaften zu. Die Möglichkeit der Kurzarbeit wird in den deutschen Gesellschaften am Standort Osterburken bereits genutzt. Weitere Maßnahmen, wie die Umwandlung des sog. T-Zugs in freie Arbeitstage sowie die kritische Überprüfung der Investitionen helfen, das Ergebnis weiter zu stützen. Im aktuellen Geschäftsjahr sehen wir eine sehr verhaltene Entwicklung des Auftragseingangs. Auf Grund von Verzögerungen bei den Projekten, hauptsächlich durch die Kunden verursacht, verschieben sich Umsatzerlöse in das kommende Jahr. Die geplanten konsolidierten Umsatzerlöse für 2024 werden sich voraussichtlich über Vorjahresniveau bewegen. Wir gehen im Jahr 2024 von Umsatzerlösen in Höhe von ca. 210.000 TEUR aus. Mit dem angestrebten Umsatz können wir grundsätzlich ein auskömmliches Ergebnis erreichen. Unsere sehr vorsichtige Planung geht von einem Konzernergebnis vor Steuern zwischen 10.000 TEUR und 14.000 TEUR aus. Wir planen mit einer EBT-Ratio (Ergebnis vor Steuern zur Gesamtleistung) von ca. 5-7 % und einem Umsatz je Mitarbeiter von ca. 195 TEUR. Die Steigerung des Umsatzes sowie der Umsatz je Mitarbeiter ist notwendig, um die strategischen Ziele der AZO Gruppe zu verfolgen und bis zum Jahr 2029 auch umzusetzen. Wir müssen durch die weitere Standardisierung der Bauteile, Prozessoptimierungen und -automatisierung, sowie Digitalisierung die Effizienz im Unternehmen steigern. 4. Chancen- und Risikobericht4.1. Risikobericht4.1.1. Branchenspezifische RisikenPolitische Ereignisse als auch Turbulenzen an den Finanzmärkten, die zu einer Abschwächung der Konjunktur führen, können das Investitionsverhalten unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Grundsätzlich ist das Investitionsverhalten unserer Großkunden global ausgerichtet, sodass Bestellungen in der Regel unabhängig von nationalen Konjunkturschwankungen erfolgen. Darüber hinaus bestehen eher geringe Abhängigkeiten von einzelnen Branchen, da unser Geschäftsmodell mit den Geschäftsbereichen Food, Vital, Chem und Poly breit aufgestellt ist. Allerdings spüren wir durch zunehmende Kriegshandlungen, Unsicherheiten auf Grund diverser Beschränkungen im Bereich Zoll sowie genereller nationalistischer Bewegungen eine Investitionszurückhaltung, die die Ergebnissituation im Geschäftsjahr 2024 mehr noch im Geschäftsjahr 2025 beeinflussen wird. 4.1.2. Ertragsorientierte RisikenDie Wettbewerbsrisiken in unserem Anlagengeschäft sind aufgrund mehrerer Mitbewerber seit jeher vorhanden. Da unsere Produkte echte Qualitäts-, Wettbewerbs- und langfristige Kostenvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere betriebswirtschaftlichen Risiken im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben sind. Wir möchten zukünftig unsere Marktanteile weiter ausbauen - insbesondere in den Märkten, in denen wir mit unseren Tochtergesellschaften tätig sind - und gehen davon aus, dass sich unsere Innovationskraft und Qualitätsstandards gegen den Wettbewerb durchsetzen können. Allerdings müssen wir hierzu zu markgerechten Preisen anbieten können, was wir nur schaffen, wenn wir die Kostensteigerungen nur bedingt an den Markt weitergeben. Auf der Beschaffungsseite bedienen sich die produzierenden Gesellschaften einer Vielzahl von Lieferanten. Es bestehen keine generellen Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten auch mit Hinblick auf deren Bonität. Bei Ausfall von Lieferanten wichtiger Komponenten kann es zu Verzögerungen bei der Beschaffung von Ersatzprodukten kommen. Das Beschaffungsmanagement trägt diesem Risiko so weit wie möglich Rechnung. Gleichwohl beeinflusst die aktuelle Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten unseren Materialaufwand und damit unser Ergebnis. Beschaffungsengpässe bei wichtigen Rohstoffen und Bauteilen, insbesondere Elektrobauteilen, können den Abschluss von Projekten verzögern und zu einer Verlagerung von Umsatzerlösen führen. Preissteigerungen im Materialbereich, insbesondere bei Elektroartikeln, können unter Umständen nicht oder nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden und belasten den Materialaufwand überplanmäßig. Derzeit gehen wir von einem latent vorhandenen Risiko aus, da teilweise Versorgungsengpässe in Teilbereichen wie Elektro-Erzeugnisse bestehen, durch welche sich ggf. Auswirkungen auf Umsatz, Materialaufwand und Ergebnis ergeben können. Unsere rollierende Planung für das Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt diese Auswirkungen weitestgehend. Eine Prognose der quantitativen Auswirkung, insbesondere für das folgende Geschäftsjahr 2024, ist derzeit kaum möglich. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir insbesondere durch Qualitätskontrollen vor Ort bei unseren Lieferanten. Darüber hinaus beeinflusst die allgemeine Entwicklung der Energiepreise unsere Kostenstruktur. Die daraus zu erwartenden Effekte sind in der Planung berücksichtigt. Zudem ist insbesondere aufgrund von tariflichen Erhöhungen der Gehälter mit weiteren Kostensteigerungen im Personalbereich zu rechnen. Diese sind soweit möglich in der Planung berücksichtigt, werden sich jedoch entsprechend in den kommenden Geschäftsjahren auf die Ergebnissituation des Konzerns auswirken. Aufgrund der Komplexität in der Verfahrens- und Prozesstechnik handelt es sich bei den meisten Projekten um langfristige Fertigungsaufträge, welche in den Jahresabschlüssen einiger ausländischer Tochtergesellschaften in Abhängigkeit vom Fertigstellungsgrad der Aufträge umsatz- und ergebniswirksam realisiert werden. Die Realisation der Umsatzerlöse und der Gewinnausweis im Konzernabschluss kann handelsrechtlich erst mit Abschluss bzw. Fertigstellung der Aufträge erfolgen. Es besteht damit das Risiko, dass Aufträge entgegen der Planung zum Abschlussstichtag nicht fertiggestellt sind und damit Umsatzerlöse und Ergebnisse im Konzernabschluss, teilweise abweichend von den Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen, erst in Folgejahren realisiert werden können. Dadurch ergeben sich zudem Auswirkungen auf die ausgewiesenen Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten im Konzernabschluss. Die Planungsrechnung des Konzerns berücksichtigt diesen Sachverhalt nur sehr eingeschränkt. Dem zunehmenden Risiko der Cyber-Kriminalität begegnen wir mit der aktuellen ISO 27001 Zertifizierung und den damit einhergehenden Anpassungen unserer IT-Landschaft sowie dem Abschluss einer Cyberversicherung. 4.1.3. Finanzwirtschaftliche RisikenAufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Dies und die zur Verfügung stehenden Kreditlinien, welche nicht ausgenutzt werden, stellen eine solide Basis für die Finanzierung der AZO-Gruppe für die kommenden Jahre dar. Sie werden sowohl erforderliche Investitionen als auch evtl. notwendige Ausweitungen des Working Capital bei steigendem Geschäftsvolumen ermöglichen. Durch Vorfinanzierungen über Anzahlungen und Zwischenzahlungen unserer Kunden werden Liquiditätsbelastungen bei größeren Aufträgen weitestgehend reduziert. Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir durch die Absicherung unserer Zahlungsansprüche und durch Bonitätsprüfungen. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nur in geringem Umfang und werden gegebenenfalls durch Sicherungsgeschäfte kompensiert. Durch ein konsequentes und integriertes Beteiligungscontrolling stellen wir die laufende Überwachung und Steuerung sowie Wirtschaftlichkeit unserer Tochtergesellschaften sicher. 4.2. ChancenberichtAls Hersteller von Anlagen für das automatische Handling von Schüttgütern und Flüssigkeiten sind wir aufgrund unserer technischen Ausstattung und unserer qualifizierten Mitarbeiter in der Lage, unseren Kunden innovative Lösungen anzubieten. Chancen sehen wir im Ausbau unserer Marktanteile in den USA, China, Indien und Südostasien sowie in unserem weltweiten Servicegeschäft. Um insbesondere die Marktbearbeitung in Indien voranzutreiben, hat sich AZO entschieden, den langjährigen Partner Vedic Pac-Systems Private Limited in Pune zu erwerben. Durch den Kauf erhoffen wir uns in vielerlei Hinsicht Wettbewerbsvorteile. Wie bereits erwähnt sind wir durch die Eigentümerschaft in der Lage, den Markt besser und konsequenter zu bearbeiten. Zusätzlich haben wir Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern im Bereich Software- bzw. Automatisierungslösungen und zu guter Letzt werden wir prüfen, inwieweit wir in Indien günstiger sourcen bzw. Wertschöpfungsaktivitäten platzieren können. Dem Wettbewerb werden wir weiterhin durch Innovationen, ein hohes Maß an Qualität, Zuverlässigkeit und Erfahrung begegnen. 4.3. GesamtaussageRisiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und steigenden Rohstoff- und Materialpreisen sowie latenten Versorgungsengpässen. Ebenfalls wird die weitere Konjunkturentwicklung in den Schwellen- und Entwicklungsländern unser operatives Geschäft beeinflussen. Die Tarifbindung der deutschen Hauptgesellschaft wird auch zukünftig höhere Kosten im Personalbereich verursachen, die mit Effizienzsteigerungen und profitablem Umsatzwachstum ausgeglichen werden müssen. Zudem spüren wir den zunehmenden Fachkräftemangel sowie die Überbürokratisierung. Chancen und Risiken können sich allgemein aus Wechselkursveränderungen ergeben, die sich kurz- bis mittelfristig positiv auf unseren Zielmärkten auswirken würden. Vor dem Hintergrund der stabilen Liquiditäts- und Finanzierungsbasis sowie des im Ergebnis noch zufriedenstellenden Geschäftsverlaufs beurteilen wir unsere wirtschaftliche Lage insgesamt noch als positiv. Sie ist eine geeignete Ausgangsbasis für die Umsetzung der angestrebten strategischen Ziele. Risiken, die den Fortbestand gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die AZO Gruppe aus dem laufenden Cashflow. Für mittelfristige Investitionen stehen auf Grund der guten Eigenkapitalausstattung alle Möglichkeiten einer Finanzierung zur Verfügung. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Gruppenerfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Im Bereich der Finanzierungsinstrumente verfolgen wir grundsätzlich eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gruppe über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
Osterburken, 11.10.2024 gez. Die Geschäftsführung KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
KonzernanhangAllgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die AZO Holding GmbH mit Sitz in Osterburken wird unter der Handelsregisternummer HRB 450049 beim Registergericht Mannheim geführt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang zu erläutern sind, ebenfalls im Konzernanhang aufgeführt. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die AZO Holding GmbH sowie sechs inländische und acht ausländische Tochterunternehmen. Die in den Vorjahren vollkonsolidierte OOO AZO RUS wurde zum 31.12.2023 mit Beendigung der geschäftlichen Aktivitäten über diesen Standort entkonsolidiert. Aufgrund der aus Konzernsicht zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung unbedeutenden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben sich keine relevanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Aus der Entkonsolidierung resultiert ein Verlust von 10 TEUR. Die Z&Z Properties General Partnership, Memphis TN, USA wurde gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Zweckgesellschaft keine wesentliche Geschäftstätigkeit aufweist und sich damit keine nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften haben einen Jahresabschluss zum 31.12.2023 aufgestellt. Folgende Gesellschaften werden in den Konzernabschluss einbezogen:
Mit Erwerb von 35 % der Anteile an der Fazendas Stainless Steel Engineering LDA, Portugal, zum 19.12.2023 wurde die Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen aufgrund des maßgeblichen Einflusses auf die Gesellschaft at-equity nach §§ 311 Abs. 1, 312 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Eine Anpassung des nach landesrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen erstellten Abschlusses zum 31.12.2023 erfolgte aufgrund unwesentlicher Abweichungen zur Konzernbilanzierung nicht. Ebenso wurden konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert. Aus der Bewertung at-equity resultiert ein Unterschiedsbetrag aus dem Buchwert der Beteiligung zum anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft in Höhe von 683 TEUR der als Geschäfts- oder Firmenwert anzusehen ist. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von zwei Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen bestehen aus direkt zurechenbaren Einzelkosten. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer und nach linearer Methode abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen 250 EUR und 1.000 EUR wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden Genossenschaftsanteile mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Anteile an assoziierten Unternehmen werden at-equity bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Soweit möglich werden die Werte mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips ermittelt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Zum Ansatz kamen Materialkosten, einschließlich Materialgemeinkosten und Fertigungskosten, einschließlich Teile der Fertigungsgemeinkosten. Die Fertigungskosten sind mit Kostenstellenstundensätzen bewertet, die aus der betrieblichen Kostenrechnung abgeleitet wurden. Verwaltungskosten, Vertriebskosten und Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden entsprechend § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB bis zur Höhe der Vorräte mit diesen verrechnet und der übersteigende Betrag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens setzten wir zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, an. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich der Wertabschläge für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr zinsten wir ab. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Fluktuation wurden aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls bzw. mangels Vereinbarung nicht berücksichtigt. Aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83 %) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag gegenüber einer Bewertung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,76 %) in Höhe von 11 TEUR. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Der Berechnung der Rückstellung für Lebensarbeitszeitvereinbarungen wurde eine Gehaltssteigerung von 3 % zugrunde gelegt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Es wurden keine latenten Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Ansonsten erfolgte die Bewertung imparitätisch unter Beachtung des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten " Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung " ausgewiesen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode auf den Stichtag der Konzerneröffnungsbilanz zum 1. Januar 2014 vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Stille Reserven wurden im Rahmen der Neubewertung im Bereich des Sachanlagevermögens bei den Grundstücken und Gebäuden aufgedeckt. Die Abschreibung der stillen Reserven erfolgt über die voraussichtliche Restnutzungsdauer der betroffenen Vermögensgegenstände. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Soweit die passiven Unterschiedsbeträge aus thesaurierten Gewinnen nach Anteilserwerb bzw. Gründung der Gesellschaft und erstmaliger Konsolidierung resultieren, werden diese mit dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital verrechnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei mangelnder Ertragsaussicht der betroffenen Gesellschaft vollständig abgeschrieben. Sofern deren Werthaltigkeit gegeben ist, erfolgt eine planmäßige Abschreibung. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert überwiegend aus aufgedeckten stillen Reserven in Grundstücken und Gebäuden der AZO GmbH & Co. KG, Osterburken, und wird aufgelöst wenn diese als realisiert anzusehen sind. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital von Konzernunternehmen sind als Anteile anderer Gesellschafter im Eigenkapital ausgewiesen. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
Latente Steuern Der Berechnung wurde je nach betreffender Gesellschaft ein unternehmensindividueller Steuersatz zwischen 12 % - 34 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei der Zwischenergebniseliminierung und aus Umbewertungen und Anpassungen (HB-II Ebene) insbesondere im Bereich der Umsatzrealisierung. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei der Neubewertung saldiert. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Für Altersversorgungsverpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von 702 TEUR bestand kein saldierungsfähiges Deckungsvermögen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von 1.348 TEUR und die Kapitalrücklage von 3.595 TEUR entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital umfasst neben den Gewinnrücklagen die Bilanzergebnisse der Muttergesellschaft und der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält das erwirtschaftete Konzerneigenkapital Beträge aus der Verrechnung von Konsolidierungsmaßnahmen. Der Bestand an eigenen Anteilen zum Bilanzstichtag beträgt 2 Stück (Nennbetrag 256 TEUR; Anteil am gezeichneten Kapital 27,5 %). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Garantieaufwendungen, Urlaubs-/ und Gleitzeitüberhänge, Tantieme und Leistungszulagen gebildet. Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren 2.226 TEUR durch Grundschulden gesichert. Darüber hinaus bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus der Gewährung von Darlehen und der Leistungsverrechnung. Außerbilanzielle Geschäfte Operating Leasing Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Dies sind auch die wesentlichen Vorteile dieser Geschäfte. Risiken bestehen in der Vertragsbindung durch die Verträge, da ein ggf. eintretender technischer Fortschritt bei den Maschinen nicht durch Neuanschaffung kompensiert werden kann. Um dieses Risiko zu minimieren, werden insbesondere im IT- und Kommunikationsbereich kündbare Leasingverträge abgeschlossen. Der zukünftige Aufwand für Operating Leasing beläuft sich derzeit auf insgesamt 3.131 TEUR. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von 37.947 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u.a. folgende Sachverhalte:
Die Mietverträge haben unterschiedliche Laufzeiten zwischen eins bis fünf Jahre. Derivative Finanzinstrumente Angaben zu Finanzinstrumenten (nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert):
Die zinsbezogenen Geschäfte betreffen Zinsswaps. Sie dienen unmittelbar der Absicherung der Zinsrisiken variabel verzinslicher und mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteter Darlehen, welche unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden, in korrespondierender Höhe. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die Critical-Terms-Match-Methode verwendet. Aufgrund der Kongruenz der Vertragsbedingungen von Sicherungs- und Grundgeschäft liegt eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB vor. Gegenläufige Wertänderungen bzw. Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich bei prospektiver Betrachtung in vollem Umfang im Sicherungszeitraum aus. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Unwirksamkeit, da alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil der Grundgeschäfte und dem absichernden Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen der Bewertungseinheiten werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (Einfrierungsmethode). Der Bewertung dieser Finanzinstrumente liegen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle und mathematische Verfahren auf der Basis aktueller Marktdaten (Barwertmethode, Berücksichtigung der Zinsstrukturkurve) zugrunde. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von 1.259 TEUR (Vj.: 1.193 TEUR) welche im Wesentlichen periodenfremde Erstattungen (940 TEUR) und die Auflösung von Rückstellungen (319 TEUR) betreffen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 247 TEUR (Vj.: 385 TEUR) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 213 TEUR (Vj.: 315 TEUR) enthalten. Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung entfallen 638 TEUR (Vj.: 501 TEUR) auf die Altersversorgung. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 221 TEUR (Vj.: 186 TEUR). In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind 54 TEUR (Vj.: 0 TEUR) aus der Abzinsung enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung über 25 TEUR (Vj. 33 TEUR) enthalten. Erträge bzw. Aufwendungen aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.782 TEUR (Vj.: 82 TEUR) und aus passiven latenten Steuern in Höhe von 154 TEUR (Vj.: 48 TEUR) sind unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewiesen. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31.12.2023 zur Ausschüttung an die Gesellschafter der AZO Holding GmbH 50.294 TEUR (Vj.: 40.843 TEUR) zur Verfügung. Die übrigen Veränderungen im erwirtschafteten Konzerneigenkapital betreffen überwiegend konsolidierungsbedingte Effekte und Anpassungen. Sonstige Angaben Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der Geschäftsführung der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen werden nicht detailliert dargestellt. Von der Schutzklausel analog nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Prüfungs- und Beratungshonorare Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 92 TEUR. Inanspruchnahme der Befreiungsregelungen der §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB Folgende Gesellschaften machen von den Befreiungsregelungen nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB hinsichtlich der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses Gebrauch: AZO GmbH & Co. KG, Osterburken AZO LIQUIDS GmbH, Neuenburg a.R. AZO Global Product Center GmbH & Co. KG, Osterburken Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Nach dem Abschlussstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss haben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Geschäftsführer der AZO Holding GmbH, Osterburken, ist: Rainer Zimmermann, Diplom-Ingenieur
Osterburken, 11.10.2024 gez. Der Geschäftsführer Konzernanlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Konzernabschluss wurde am 20.11.2024 gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AZO Holding GmbH, Osterburken Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der AZO Holding GmbH, Osterburken, und ihrer Tochtergesellschaften (den Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AZO Holding GmbH, Osterburken, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidelberg, 22. Oktober 2024 OT-audit
GmbH
gez. Oskar Ulrich, Wirtschaftsprüfer gez. Dirk Müller, Wirtschaftsprüfer |
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