MERKEL RealEstate GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elizabeth Aileen Wagner seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Tamás Bényi seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Carsten Grevel seit 4.6.2025 | Geschäftsführer |
Alexander Saslawski seit 4.6.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nuveen Management Company (Luxembourg) No 1 Sàrl, handelnd für Rechnung des European Outlet Mall Fund (Handelsregister Luxemburg, Nummer K1473) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OMF German Services GmbHWustermarkJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023der OMF German Services GmbH, Wustermark1. Geschäft der OMF German Services GmbH Die OMF German Services GmbH, Wustermark, vermietet und verwaltet Einzelhandels flächen im Designer Outlet Center Berlin. Das Center ist ein Designer Outlet für hoch wertige Marken im Großraum Berlin mit einer Fläche von ca. 21.000 qm sowie annä hernd 100 Ladeneinheiten.(1) Die OMF German Services GmbH ist selbst Generalmieter der Flächen und vermietet diese vor allem an Einzelhändler des gehobeneren Textilbe reichs und an gastronomische Betriebe unter. Mit den Mietern wird neben einer Basis miete in der Regel eine Umsatzmiete vereinbart. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Allgemeine Lage im Modehandel Die Entwicklung der Gesellschaft wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, wobei insbesondere die konjunkturelle Entwicklung und die Kaufkraft der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die Nachfrageentwicklung in der Bekleidungsbranche eine be deutende Rolle spielen. Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2022 vor allem zu Beginn durch einen histo risch niedrigen GfK-Konsumklimaindex geprägt, der durch die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges, die hohe Inflation und die Energiekrise bedingt war.(2) Trotz dieser Herausforderungen konnte Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sein preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % steigern.(3) Im zweiten Quartal 2023 lag das preisbereinigte BIP nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) jedoch um 0,4 % unter dem Niveau des vierten Quartals 2022.(4) Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 einen Rückgang des BIP um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber dem Jahr 2021, wodurch die Inflationsrate deutlich höher war als in den Vorjahren.(5) Vor der COVID19-Pandemie, also im Jahr 2019, lag die Inflationsrate in Deutschland bei +1,4 %.(6) Die Europäische Zentralbank reagierte mit einer Anhebung der Leitzinsen von 0 % im Juli 2022 auf nunmehr 4,0 % im August 2023, um den Inflationsprozess zu dämp fen. Als Folge davon verschlechtern sich derweil die Finanzierungsbedingungen für Un ternehmen und private Haushalte, was die Konjunktur in Bedrängnis bringt. Zudem ist durch das inflationäre Umfeld und den gestiegenen Kosten für den Verbraucher eine allgemeine Konsumzurückhaltung zu verzeichnen. Die Einzelhandelsumsätze sind nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 preisbereinigt um 0,6 % gesunken, wenn auch nicht im Bereich Bekleidung. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren legte preisbereinigt um 27,0 % zu, was auf Nachholeffekte aus der Corona-Zeit zurückzuführen ist. Trotz dieses starken Wachstums konnte die Branche die coronabedingten Verluste der beiden Vor jahre jedoch noch nicht vollständig kompensieren. Der Einzelhandelsumsatz mit Texti lien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren lag 2022 mit einem Minus von 7,6 % noch deutlich unter dem Niveau von 2019.(7) Der Abwärtstrend des Jahres 2022 setzt sich leider auch im Jahr 2023 fort. Nach vor läufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sanken die Einzelhandel sumsätze in Deutschland im ersten Halbjahr 2023 preisbereinigt um 4,5 %. Gleichwohl bleibt der stationäre Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit einem Zuwachs von 7,3 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2022 der Gewinner in dieser Periode.(8) 2.2 Geschäftsverlauf In einem durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, die Energiekrise und die hohe Inflation geprägten Marktumfeld konnte die OMF German Services GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 als Premium- und Luxussegment Outlet Shopping Center seinen Umsatz inklusive Bestandsveränderung um 4.376 TEUR steigern und unterstreicht damit die Leistungsfähigkeit des Geschäftsmodells. Der Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus dem Wegfall der längeren behördlich angeordneten Schlie ßungsphase für den stationären Einzelhandel. Das Umsatzwachstum inklusive Be standsveränderung entspricht einem Plus von 20,8 % gegenüber dem Vorjahr, weshalb das für das Geschäftsjahr 2022/2023 angestrebte Umsatzwachstum realisiert wurde. Die Besucherzahl stieg trotz des inflationären Umfelds und der höheren Kosten gegen über dem Vorjahr um 27 % auf 2.406 Tsd. Besucher.(9) Die Umsätze aus Vermietung und Verpachtung stiegen im Geschäftsjahr 2022/2023 um 3.121 TEUR auf 16.804 TEUR und konnten damit das angestrebte Umsatzwachstum erreichen. Zudem konnten im Zuge der laufenden Weiterentwicklung neue Marken wie Ralph Lau ren, bruno banani und RÖSLE für das Outlet Shopping Center gewonnen werden. Ebenso haben die Marken adidas und FOSSIL ihre Präsenz auf dem Gelände des Outlet Shopping Centers erweitert. 2.3 Wirtschaftliche Lage des Unternehmens 2.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme der OMF German Services GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.169 auf TEUR 21.027 erhöht. Ursächlich für den Anstieg ist im Wesentlichen die Aktivierung von unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 4.521 im Vorratsvermögen, dem gegenüber steht die Passivierung von erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 5.087 steht. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft erstmalig den Abschluss in Anlehnung an die Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen aufgestellt. Auf der Aktivseite ist der Anstieg des Anlagevermögens um TEUR 337 zu nennen, wo nach die getätigten Investitionen die Abschreibungen überkompensierten. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich ebenfalls um TEUR 714. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 933 TEUR. Auf der Passivseite ist neben dem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen die Erhöhung der Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.878 sowie der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.239 zu nennen. Dem gegenüber stehen ge ringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.941 sowie ein Rückgang der passiven Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 183. Letztere be inhalten im Wesentlichen Zuschüsse an Mieter, die sukzessive aufgelöst werden. 2.3.2 Finanzlage
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Der Fi nanzmittelbestand besteht aus Bankguthaben und im geringen Umfang aus einem Kas senbestand. Die Liquidität aus der laufenden Geschäftstätigkeit beruht im Wesentlichen auf dem Vermietungsgeschäft der Gesellschaft. Die Investitionen in den Umbau beste hender Mietflächen und in die Parkflächenbewirtschaftung spiegeln sich in der Liquidität aus der Investitionstätigkeit wider. Die Liquidität der Gesellschaft ist zudem konzernin tern sichergestellt. 2.3.2 Ertragslage
Die leichte Minderung der Umsatzerlöse beruht auf der Aktivierung von noch nicht ab gerechneten Betriebskosten. Im Gegenzug führt die Aktivierung von unfertigen Leistun gen zu einer Bestandsveränderung von TEUR 4.521. Dagegen konnte in den Erlösen aus der Vermietung ein Anstieg verzeichnet werden, der innerhalb des angestrebten Umsatzwachstum liegt und insbesondere auf den Wegfall der behördlich angeordneten längeren Schließungszeit für den stationären Einzelhandel und die damit verbundenen Nachholeffekte zurückzuführen ist. Die Mieterstruktur konnte im aktuellen Geschäftsjahr weiter optimiert werden. Die Steigerung der übrigen Erlöse ist auf die Weiterbelastung von Kosten an die Verur sacher zurückzuführen. Insgesamt lässt sich die Ertragslage wie folgt darstellen:
Die Gesamterlöse beinhalten neben den Umsatzerlösen und der Bestandsveränderung auch die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 516, welche sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 806 verringert haben. Die Aufwendungen beinhalten hauptsächlich bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 11.614 (Vj. TEUR 12.502) und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 12.403 (Vj. TEUR 7.815). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen als größte Position die an die Eigentümer der Objekte zu zahlenden Mieten in Höhe von TEUR 8.425 (Vj. TEUR 9.311). Das Steuer- und Finanzergebnis setzt sich aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie aus Zinsaufwendungen aus Steuererstattungen zusammen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 beläuft sich auf TEUR 935 nach TEUR 1.088 im Vorjahr, was einer Verringerung von 14 % entspricht. Dies ist vor allem auf gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen. 2.3.4 Gesamtaussage Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens für das ab gelaufene Geschäftsjahr unter der Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Lage als zufriedenstellend. 2.4 Leistungsindikatoren Zu den bedeutsamen Leistungsindikatoren zählen die Umsatzerlöse inklusive Bestands veränderung der Gesellschaft sowie die Anzahl der Besucher. Die Umsatzerlöse inklu sive Bestandsveränderung sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 21.054 um 20,8 % auf TEUR 25.430 gestiegen und liegen damit in dem Erwartungshorizont der Geschäfts führung. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr gezählte Anzahl an Besuchern ist von 1.890 Tsd. um 27 % auf 2.406 Tsd. gestiegen und liegt damit ebenfalls innerhalb der Erwar tungen der Geschäftsführung.(10) 3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 3.1 Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) Die Gesellschaft verfolgt mit ihrem Risikomanagement das Ziel, bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu minimieren. Hierbei werden im Rahmen des Con trollings und der internen Berichterstattung Risiken basierend auf Abweichungen zu Planwerten sowohl finanzieller als auch strategischer Zielgrößen entdeckt, bewertet und überwacht. Dies ist insbesondere darauf ausgerichtet, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens dauerhaft sicherzustellen und das Eigenkapital zu stärken. Neben den geltenden gesetzlichen Bestimmungen kommen auch unternehmensinterne Richtlinien und Anweisungen zum Tragen, die, wie auch das Risikomanagementsystem, regelmäßig überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Wesentliche Risiken aus Liquiditätsschwankungen sind aufgrund regelmäßiger Mietzah lungen, welche durch die Mietverträge gesichert sind, nicht absehbar. Längerfristige Ver tragslaufzeiten begrenzen zyklische Vermietungsrisiken. Die vertraglich vereinbarten Mietsicherheiten minimieren Mietausfallrisiken. Ergänzend erlauben die vertraglichen Vereinbarungen Mieterwechsel frühzeitig wahrzunehmen und im Vorwege Nachvermie tungsbemühungen einzuleiten. Die Bonität der Mieter wird vor Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Einern Preissteigerungsrisiko auf der Kostenseite wird durch entsprechende Vertrags vereinbarungen, wie der jährlichen Anpassungen bei Miete und Nebenkosten, begegnet. Die Basis der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht aus den Generalmietverträgen mit den Besitzgesellschaften. Im Falle einer Kündigung der Generalmietverträge würde die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft enden. Die Unternehmensführung geht nicht von einer Beendigung der Verträge im Prognosezeitraum von 12 Monaten aus. Bestandsgefährdende Risiken zeichnen sich demnach aus heutiger Sicht nicht ab. Der Onlinehandel wird als eine wichtige Vertriebsform regelmäßig von der Gesellschaft beobachtet. Der zunehmende Onlinehandel ist ein wesentliches operatives Risiko für die Gesellschaft, da der Umsatz im stationären Handel dadurch beeinträchtigt werden kann. Die Gesellschaft ist überzeugt, dass trotz des zunehmenden Onlinehandels, der Ver triebskanal "Designer Outlet" weiterhin seine Wichtigkeit und seinen starken Platz in der Handelsstruktur hat und auch in der Zukunft haben wird. Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren entsprechend positioniert, um die Risiken des wachsenden Onlinege schäftes zu minimieren und ihnen entgegenzuwirken sowie sich die Vorteile dieses Me diums zu Nutze zu machen. Maßnahmen und Fokus-Ausrichtungen wurden gestartet, wie z. B. die Implementierung vom digitalen Kundenbindungs-Programm oder die Stär kung der ESG-Positionierung (Environmental, Social, Governance). Außerdem würde die Gesellschaft Kostensenkungsmaßnahmen ergreifen können, um einen Umsatzrück gang aufzufangen und so die Verluste einzuschränken. Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem: Verringerung des Leistungsspektrums oder reduzierte Öffnungszeiten. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die eingeführten sowie geplanten Maßnahmen geeignet sind, um das Risiko aus dem zunehmenden Onlinehandel zu minimieren bzw. teilweise zu kompensieren, sodass sich daraus keine bestandsgefährdenden Risiken ergeben. Der Klimaschutzgesetzgebung und den damit einhergehenden Anforderungen an das Unternehmen begegnen wir mit der Erarbeitung einer entsprechenden unternehmens weiten Strategie für Klimaschutz und deren Umsetzung. Über das beschriebene Management von Risiken und der Wettbewerbssituation hinaus existieren Einflüsse, die weitgehend außerhalb unserer Kontorolle liegen, die nicht vor hersehbar und deren Folgen nur schwer einschätzbar und kontrollierbar sind. Sie könn ten im Fall ihres Eintritts die weitere Entwicklung des Centers und damit der Gesellschaft beeinträchtigen. Zu diesen Ereignissen zählen insbesondere Naturkatastrophen, Epide mien/Pandemien, gewaltsame Auseinandersetzungen und Terroranschläge. Die aktuellen geopolitischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine führen zu Lieferengpässen und einem Kaufkraftverlust der Besucher. Dies erhöht zudem die Un sicherheit in Bezug auf die Prognose der zu erwartenden Besucherzahlen und Handel sumsätze der Mieter im Center. Vor diesem Hintergrund ist eine verlässliche Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung derzeit nur eingeschränkt möglich. Dies hat zum Teil auch Auswirkungen auf die Vermietungserlöse der OMF German Services GmbH, welche allerdings, insbesondere aufgrund von vertraglich vereinbarten Basismieten, dennoch stabile Cashflow-Prognosen erlauben. Gesamtrisikoeinschätzung Es sind keine bestandsgefährdenden Risiken sowie sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennbar, welche die Fortführung der Geschäftstätigkeit gefährden könnten. Risikokonzentrationen oder Interdependen zen von Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben, sind derzeit ebenfalls nicht ersichtlich. 3.2 Hinweise auf wesentliche Chancen der künftigen Entwicklung (Chancenbericht) Durch die Pflege und die Weiterentwicklung des Mieterbestandes wird das Outlet in die Lage versetzt, sich im Markt zu positionieren und nachhaltig Erträge zu erzielen. Die Auswahl neuer Mieter erfolgt unter konzeptionellen Gesichtspunkten, wobei sehr viel Wert auf eine gute Bonität der Unternehmen gelegt wird. Die Vermietungsabteilung steht in ständigem Kontakt mit potenziellen Mietern, so dass für den Fall kurzfristig freiwer dender Flächen eine schnelle Reaktion zur Anschlussvermietung möglich ist. Dies ist insbesondere wichtig, da das Designer-Outlet Berlin in unmittelbarem Wettbe werb mit Einzelhandelsflächen in der deutschen Bundeshauptstadt steht. Dazu zählen zahlreiche große Shoppingmalls sowie große Einkaufsstraßen. Wichtig für die Entwick lung des Outlets wird es also weiterhin sein, sich eindeutig von der Konkurrenz abzu grenzen. Dies gelingt insbesondere durch ein attraktives Angebot und hohe Qualitäts standards in allen Bereichen wie den Stores, den Restaurants und den Außenanlagen. Das Outlet ist aktuell nahezu vollständig vermietet. Wir gehen davon aus, dass durch die intensive Zusammenarbeit des Retail-Managements mit den Mietern, kombiniert mit at traktiven Verkaufsaktionen, positiv Einfluss auf die Umsätze der Mieter genommen wer den kann. Ein großer Schwerpunkt liegt neben der attraktiven Preisgestaltung insbeson dere in der Schaffung einzigartiger Einkaufserlebnisse. Hier folgt die Gesellschaft der Strategie, dass das Generieren positiv emotionaler Einkaufserfahrungen, basierend auf abwechslungsreichen Unterhaltungsmöglichkeiten, einen Wettbewerbsvorteil des De signer-Outlets Berlin gegenüber der wachsenden Konkurrenz darstellt. Ergänzend finden während des gesamten Jahres strategisch positionierte Medien-Ko operationen und PR-Events, als auch ein attraktives Unterhaltungsprogramm für die Kunden vor Ort statt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Relevanz des Digital Marketings im Media-Mix weiter zunehmen wird. Das Outlet hat sich bislang unabhängig von der Entwicklung der Einzelhandelsumsätze der Modebranche in Deutschland gezeigt. Mit der Einführung eines umfangreichen Maßnahmenprogramms geht die Gesellschaft zudem davon aus seine ESG-Positionierung (Environmental, Social, Governance) zu stärken. Dabei werden die strategischen Ziele in einem Rahmen umgesetzt, der auf drei Säulen basiert, unsere negativen Auswirkungen auf den Planeten zu minimieren, unsere positiven Auswirkungen auf unsere Gemeinschaft zu maximieren und ein Einzelhandels umfeld zu schaffen, dass unsere gemeinsame Zukunft schützt. Unser Berliner Outlet Center bietet unserer Ansicht nach nicht nur Markenware zu redu zierten Preisen, sondern auch ein entspanntes Shoppingerlebnis. Das Berliner Outlet Center lädt, dank verschiedener Gastronomieangebote und Beschäf tigungsmöglichkeiten für Kinder, einer gepflegten und schönen Centeraufmachung, Be sucher aus ganz Deutschland ein, dort einen Tag Urlaub zu verbringen. 3.3 Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Die derzeitige Ungewissheit hinsichtlich der weltweiten Folgen des Russisch-Ukraini schen Krieges, die hohe Inflation und die Energiekrise erschwert eine genaue Prognose der Umsätze und Besucherzahlen. Sollte sich die Situation in allen Märkten jeweils nach wenigen Monaten nicht wieder normalisieren, können sich weitere Auswirkungen auf den Umsatz und die Besucherzahlen im Einzelhandel ergeben, die zum jetzigen Zeit punkt weder in der Dauer noch in der Belastung abgeschätzt werden können. Die OMF German Services GmbH beobachtet die Situation aufmerksam und wird entsprechende Maßnahmen ergreifen. Das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde sehr erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Umsatzwachstum des Designer Outlet Centers von 4,5 % wurde das angestrebte Wachs tum von 2 % bis 3 % überschritten. Maßgeblich verantwortlich war dafür das stärkere Besucherwachstum von 8,9 %, das damit das angestrebte Wachstum von 5 % bis 6 % überstieg. Die Mieterlöse stiegen somit um 23 %. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 geht die Geschäftsführung von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Es wird eine Erhöhung der Umsätze des Designer Outlet Centers von 8 % bis 10 % und ein Besucherwachstum von 9 % bis 11 % angestrebt. Die Geschäftsführung erwartet dabei im Bereich der Mieterlöse einen Anstieg von 7 % bis 9 %, bei voraussichtlich stei genden operativen Kosten (ohne die an den Eigentümer der Objekte zu leistenden Mietaufwendungen) von 2 % bis 4 %, wodurch das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg um 8 % bis 10 % prognostiziert wird.
Wustermark, 15. Juli 2024 lveta Hofmann, Geschäftsführerin Garsten Grevel, Geschäftsführer Alexander Saslawski, Geschäftsführer (1) Ecostra: Studien und Marktberichte, Outlet Center in Europa. (2) GfK: Pressemitteilung vom 27.04.2022. (3) Destatis: Pressekonferenz vom 13.01.2023. (4) Destatis, Quartalsvergleich 2023. (5) Manager magazin: IWF-Prognose vom 12.10.2022. (6) Destatis: Pressekonferenz vom 16.01.2020. (7) Destatis: Pressemitteilung vom 31.01.2023. (8) Destatis: Pressemitteilung vom 31.07.2023. (9) Die Angaben zur Anzahl der Besucher sind ungeprüfter Bestandteil des Lageberichts (10) Die Angaben zur Anzahl der Besucher sind ungeprüfter Bestandteil des Lageberichts BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023OMF German Services GmbH, Wustermark1. Grundsätzliches zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist unter der Firma OMF German Services GmbH mit Sitz in Wustermark im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer HRB 19795 eingetragen. Der Jahresabschluss der OMF German Services GmbH zum 31. März 2023 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungs vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie in Anlehnung an die wirtschaftszweigspezifischen Vorschriften der Verordnung für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsbauunternehmen aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist aufgrund der Verluste aus der Vergangenheit zum Bilanzstichtag in Höhe von 4,56 Mio. EUR (Vj. 5,5 Mio. EUR) bilanziell überschuldet. Aufgrund der positiven Liquiditätsplanung im Prognosezeitraum hat die Unternehmensführung den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Allgemeine Angaben 2.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft erstmalig den Abschluss in Anlehnung an die Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen aufgestellt. Die Änderung im Ausweis betrifft im Wesentlichen die unfertigen Leistungen, erhaltenen Anzahlungen sowie die Bestandsveränderungen. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird vom Grundsatz der Unternehmensfortführung (going-concern-Prinzip gemäß 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und über eine Nutzungsdauer von 2 bis 20 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Liquide Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden insoweit berücksichtigt, als die Ausgaben Aufwand für einen bestimmten Zeitraum darstellen, der nach dem Bilanzstichtag endet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden insoweit berücksichtigt, als die Einnahmen Ertrag für einen bestimmten Zeitraum darstellen, der nach dem Bilanzstichtag endet. Aktivierungswahlrechte wurden nicht in Anspruch genommen. Passivierungswahlrechte wurden nicht in Anspruch genommen. Posten in Fremdwährung wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip(§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 2.1.2 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz Die als gesonderter Posten ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten 0,00 EUR (Vj. 96.625,71 EUR) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die als gesonderter Posten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.553.403,77 EUR (Vj. 11.493.765,27 EUR) 2.2 Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen - wie auch im Vorjahr - nicht. Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen auf Grund noch nicht abgerechneter Leistungen. Abzuzinsende Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Alle Verbindlichkeiten sind - wie auch im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte gesichert. 3. Sonstige Angaben 3.1 Angaben zum Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 EUR. Alleinige Gesellschafterin ist die Outlet Mall Group Holding S.a.r.l., Luxemburg. 3.2 Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Abschlussstichtag bestanden keine in der Bilanz nicht ausgewiesenen Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB und keine außerbilanziellen Geschäfte i.S.v. § 285 Nr. 3 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. v. § 285 Nr. 3a HGB bestehen ausschließlich aus den Generalmietverträgen für die Anmietung des Outlet Centers, die jeweils eine variable Mietzahlung, welche widerum vom Ergebnis der Gesellschaft abhängt, vorsehen. Die Generalmietverträge haben eine Restlaufzeit von 2 Jahren. 3.3 Angaben zu den Organen der Gesellschaft Im Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch:
Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des§ 181 BGB befreit. Die Geschäftsführer haben von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten. 3.4 Mitarbeiter Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 keine Mitarbeiter beschäftigt. 3.5 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschaftsversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis März 2023 in Höhe von 934.815,22 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. 3.6 Nachtragsbericht Es gab keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. 3.7 Konzernzugehörigkeit Name und Sitz des Mutterunternehmens der Kapitalgesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Teil von Unternehmen aufstellt, lautet wie folgt: Name: European Outlet Mall Fund FCP Sitz: Luxemburg Ort der Offenlegung: Handelsregister Luxemburg Der Konzernabschluss ist auf Anforderung bei der genannten Gesellschaft erhältlich.
Wustermark, 15. Juli 2024 lveta Hofmann, Geschäftsführer Carsten Grevel, Geschäftsführer Alexander Saslawski, Geschäftsführer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 17.07.2024. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OMF German Services GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OMF German Services GmbH, Wustermark, bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OMF German Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in dem Abschnitt "2.4 Leistungsindikatoren" des Lageberichts gekennzeichneten Angaben zur Anzahl der Besucher, die nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogen wurden. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, in Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass zünftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 16. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Hofmann, Wirtschaftsprüfer |
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