Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 74992
Eingetragen
18.12.1984
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
An- und Verkauf sowie die Reparatur von Kraftfahrzeugen aller Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Hemmerle
seit 26.4.2022
Geschäftsführer
Thomas Hemmerle
seit 26.4.2022
Geschäftsführer
Bernhard Hemmerle
seit 7.11.2001
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Auto Hemmerle GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Inhaltsverzeichnis

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1) Ertragslage

2) Finanzlage

3) Vermögenslage

4) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Prognosebericht / Chancenbericht

D. Risikobericht

E. Forschung und Entwicklung

F. Bestehende Betriebsstätten

G. Maßnahmen zur Personaleffizienz und zum Umweltschutz

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Auto Hemmerle GmbH wurde 1984 gegründet und hat ihren Sitz in München.

Die Leitung im Jahr 2023 oblag den Geschäftsführern Bernhard Hemmerle, Michael Hemmerle und Thomas Hemmerle.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Auto Hemmerle GmbH liegt bei Handel und Reparatur von neuen und gebrauchten Fahrzeugen.

Die Auto Hemmerle GmbH ist ein lizensierter Vertrags- und/oder Servicepartner für die Marken:

1. Kia (bis 30.04.2024)

2. Fiat

3. Fiat Professional

4. Jeep

5. Hyundai

6. Abarth

7. Lancia

8. Alfa Romeo

9. MG

Einzelne Betriebsstätten (Betriebsgrundstücke) sind im Rahmen einer Betriebsaufspaltung zwischen dem Besitzunternehmen Bernhard Hemmerle und der Betriebsgesellschaft Auto Hemmerle GmbH angemietet.

Die strategische Ausrichtung der Auto Hemmerle GmbH liegt auf 1. einem stetigen und sicheren Ausbau der Marktanteile 2. strukturierten Arbeitsabläufen in allen Geschäftsbereichen 3. leistungsorientierter Vergütung der Mitarbeiter

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2023 noch durch den Ukraine-Krieg und die sich verstärkenden Konflikte im Nahen Osten gekennzeichnet. Die steigende Inflation und die damit einhergehende Erhöhung des Zinsniveaus beeinflusste die konjunkturelle Entwicklung und führte zur Kaufzurückhaltung. Ende 2023 kam es zu einer leichten konjunkturellen Erholung und Nachlassen des Inflationsdrucks. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Das Wirtschaftswachstum lag im Jahr 2023 somit unter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre (+ 1,2 %). Auf Grund der krisengeprägten Situation geriet die Wirtschaft ins Stocken. Das Preisniveau blieb hoch, die Zinsen stiegen, die Nachfrage aus dem In- und Ausland ging zurück. Somit setzte sich die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie nicht fort.

Entwicklung der Branche

Auf der Jahrespressekonferenz 2024 des ZDK (Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe) wurde die die Entwicklung 2023 der KFZ-Branche wie folgt beschrieben:

Der Umsatz im Kraftfahrzeuggewerbe über alle drei Geschäftsbereiche (Neuwagen, Gebrauchtwagen und Service) ist im vergangenen Jahr um 11,9 % auf 207,3 Mrd. Euro gewachsen. Dies lag beim Fahrzeugverkauf an höheren Stückzahlen, verbunden mit höheren Preisen. Die Verfügbarkeit von Neufahrzeugen hat sich verbessert. Die gestiegenen Zulassungszahlen sind jedoch zu einem großen Teil dem Abbau des Lieferrückstands aus 2022 geschuldet. In den Werkstätten war die Auslastung hoch, und insbesondere die Reparaturkosten haben angezogen. In 2023 war ein deutlicher Rückgang der Fahrzeug-Neubestellungen insbesondere bei den Privatkunden zu beobachten. Die Schockwellen, ausgelöst durch den Mitte Dezember 2023 plötzlich gestoppten Umweltbonus, werden 2024 bei der Elektromobilität ebenso deutlich zu spüren sein wie die große Auftragslücke aus 2023.

Gem. KBA (Kraftfahrtbundesamt Pressemitteilung Nr. 01/2024) stiegen die Neuzulassungen bei PKW von 2,65 Millionen in 2022 auf 2,84 Millionen in 2023 (+7,3 %).

Entwicklung der einzelnen Antriebsarten:

Benzin +13,3 % / Diesel +3,0 % / Elektro +11,4 % / Hybrid -51,5 %.

Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit 7.024.629 (+5,7 %) umgeschriebenen Kfz und 414.785 Kfz-Anhängern (-1,2 %). Mehr als 6,03 Millionen Pkw (+6,9 %) wechselten im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin.

Auf dem Nutzfahrzeugmarkt zeigt die Neuzulassungsstatistik folgende Werte:

LKW +14,5 % / Sattelzugmaschinen +30,1 % / Zugmaschinen +8,4 % / Sonstigen Kraftfahrzeuge +0,3 % / Kraftomnibusse +12,5 %

Die Anzahl neu zugelassener Krafträder von 222.046 lag im Jahr 2023 um 0,8 % unter Vorjahresniveau.

Der Trend zur Elektromobilität setzt sich 2023 fort. Die meisten Hersteller bauen ihr Portfolios zu Gunsten von elektrischen Fahrzeugen um. Auf Grund des Wegfalls der staatlichen Förderung für Hybrid-Fahrzeuge ab 2023 sind hier die Neuzulassungen allerdings stark zurückgegangen.

Bedingt durch die steigenden Reichweiten und öffentliche Fördermittel waren Elektrofahrzeuge 2023 für den Kunden attraktiv. Auch die Ladeinfrastruktur verbessert sich immer mehr. Der Wegfall der Förderung für Elektrofahrzeuge wird sich allerdings negativ bemerkbar machen.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Das Jahr 2023 entwickelte sich umsatztechnisch positiv. Die Umsätze konnten monatlich bis zur Jahresmitte gesteigert werden und verharrten auf einem guten Niveau. Die Gesellschaft hat ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nicht ganz halten können aber das Jahr 2023 konnte mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden.

Die zukunftsorientierte qualitative Stärkung der Personaldecke in Vorjahren führte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zu positiven Effekten auf unser Betriebsergebnis. Durch die gezielte Einstellung von qualifiziertem Fachpersonal konnte die Qualität der internen Abläufe und der Leistungserbringung gegenüber unseren Kunden gesteigert werden. Trotz Fachkräftemangels konnten vakante Positionen adäquat besetzt werden. Es konnten Verbesserungen im Auswertungsbereich und dem Reporting erzielt werden. Der Rohertrag konnte gesteigert werden. Die schwächeren ersten Monate konnten im Jahresverlauf ausgeglichen werden. Der Ukrainekrieg und der Konflikt im Nahen Osten führten global zu Unsicherheit. Die schwächelnde Konjunktur mit einhergehender Inflation und steigenden Zinsen führt zur Kaufzurückhaltung der Kunden. Dies belastet das Ergebnis. Um unsere Ertragssituation künftig weiter zu verbessern, werden die Digitalisierung in den Geschäftsprozessen, Vertriebsideen und neuen Vertriebskanäle weiter ausgebaut. Währungsentwicklungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf unser Ergebnis. Die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen und Benzinern nahm wieder zu. Die Förderung von Hybridfahrzeugen wurde bereits Anfang 2023 eingestellt, was zu einem Umsatzrückgang in diesem Segment führte. Die Umsätze im Bereich Elektrofahrzeuge waren zufriedenstellend, sind aber auf Grund des plötzlichen Endes der staatlichen Förderung Ende 2023 eingebrochen. Insofern konnten Fahrzeugbestände nicht wie geplant abgebaut werden und eine entsprechende Abwertung des Fahrzeugbestandes belastet das Ergebnis zusätzlich. Der Gebrauchtwagenmarkt entwickelte sich zufriedenstellend. Dem geänderten Nachfrageverhalten wird auch durch eine geänderte Einkaufspolitik als Reaktion auf die veränderten Marktbedingungen Rechnung getragen. Neu- oder Erweiterungsinvestitionen größeren Umfangs wurden 2023, nicht vorgenommen, mit Ausnahme von weiteren Photovoltaikanlagen. Die Geschäftsentwicklung der Auto Hemmerle GmbH war insgesamt zufriedenstellend. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte ein positives Jahresergebnis 2023 erzielt werden.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1) Ertragslage

Die Gesamtleistung ist in 2023 um 3,4 % auf TEUR 78.860 gesunken. Der Rohertrag ist absolut um TEUR 68 auf TEUR 10.500 gestiegen. Die Rohertragsquote hat sich um 0,7 % auf 13,3 % erhöht.

Das mit TEUR 706 ausgewiesene Betriebsergebnis liegt um TEUR 752 unter dem Vorjahreswert. Dies resultiert überwiegend aus dem Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 309, der Abschreibungen um TEUR 33, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 557 und der sonstigen Steuern um TEUR 3. Dem standen ein Anstieg des Rohertrags um TEUR 68 und eine Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 82 gegenüber. Das negative Finanzergebnis lag in 2023 mit TEUR 503 um TEUR 199 höher als im Vorjahr (Vj. TEUR 304). Ursächlich hierfür waren die um TEUR 200 höheren Zinsaufwendungen. Zinserträge wurden in Höhe von TEUR 1 erzielt (VJ. TEUR 0). In Verbindung mit den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 107) wird ein Jahresergebnis von TEUR 96 (Vj. TEUR 749) ausgewiesen. Dies bedeutet eine Ergebnisreduzierung von TEUR 653.

2) Finanzlage

Zum 31.12.2023 setzt sich das Eigenkapital der Gesellschaft aus dem gezeichneten Kapital von TEUR 26, dem Gewinnvortrag von TEUR 8.575 sowie dem Jahresüberschuss von TEUR 96 zusammen. Das gesamte Eigenkapital beträgt somit TEUR 8.697. Das gezeichnete Kapital hat sich in 2023 nicht verändert. Das Eigenkapital hat sich von TEUR 8.6001 auf TEUR 8.697 erhöht. Bei gestiegener Bilanzsumme ist damit die Eigenkapitalquote von 30,0 % auf 23,0 % gesunken. Bei insgesamt gestiegenem Fremdkapital hat sich der Anteil des mittel- und des kurzfristigen Fremdkapitals erhöht, der Schwerpunkt liegt nach wie vor im kurzfristigen Bereich. Innerhalb der kurzfristigen Verbindlichkeiten haben weiterhin die Lieferanten den größten Anteil.

Kreditlinien stehen in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Finanzmittel standen jederzeit in der benötigten Höhe zur Verfügung. Das Unternehmen hat keine Subventionen erhalten.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist angesichts der Eigenkapitalausstattung und der verfügbaren Kreditlinien als solide zu bezeichnen.

In 2023 wurde im Bereich der technischen Anlagen in Photovoltaikanlagen investiert. Ersatzinvestitionen, z. B. EDV, Büroausstattung und Werkstattausrüstung, wurden im üblichen Rahmen getätigt.

3) Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 32,2 % (TEUR 9.220) von TEUR 28.645 auf TEUR 37.865. Ursächlich hierfür war vor allem der Anstieg der Vorräte um TEUR 9.158 und der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.784, wohingegen die flüssigen Mittel um TEUR 2.172 zurückgingen. Auf der Passivseite stiegen die Kreditverbindlichkeiten um TEUR 747, die die Lieferantenverbindlichkeiten um TEUR 8.013 und die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.110, wohingegen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern/verbundenen Unternehmen um TEUR 1.232 zurückgingen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich auf Grund der Abschreibungen in Höhe von TEUR 158, denen Investitionen von TEUR 178 gegenüberstanden, um TEUR 20.

Die Vorräte erhöhten sich um TEUR 9.158 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 426 und die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.784. Die flüssigen Mittel sanken um TEUR 2.172. Per Saldo lag das Umlaufvermögen um TEUR 426 über dem Vorjahreswert.

Durch den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von TEUR 96 erhöht sich das Eigenkapital insgesamt auf TEUR 8.697. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 23,0 % (Vj. 30,0 %).

In 2023 erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 747 auf TEUR 2.497 und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen um TEUR 8.013 auf TEUR 19.559. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betrugen TEUR 3.283 und die sonstigen Verbindlichkeiten nahmen um TEUR 1.110 auf TEUR 2.159 zu. Der Fremdkapitalbestand (ohne Rückstellungen und passive Rechnungsabgrenzung) erhöhte sich zum Bilanzstichtag um TEUR 9.431 .

Unter Berücksichtigung des Anstiegs der Rückstellungen um TEUR 533 und der Abnahme der passiven Rechnungsabgrenzung um TEUR 47 ergibt sich eine Fremdkapitalquote von insgesamt 77,0 % (Vj. 70,0 %)

4) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Vermögens- und Finanzlage ist als geordnet anzusehen. Das Jahresergebnis 2023 fällt erwartungsgemäß aus. Das Jahr 2023 konnte mit einem positiven Jahresergebnis abgeschlossen werden.

Der Ukraine-Krieg und der Konflikt im Nahen Osten führen zu globaler Unsicherheit. Gestiegene Zinsen, Personal- und Sachaufwendungen beeinflussen das Ergebnis negativ. Der Wegfall von Förderprogrammen für Elektrofahrzeuge und die schlechten konjunkturellen Aussichten führen zu einer Kaufzurückhaltung der Kunden. Die Gesellschaft hat bis zum Monat August, im Vergleich zum Vorjahr, einen Umsatzrückgang im einstelligen Bereich zu verzeichnen. Es bleibt abzuwarten, ob ein positives Jahresergebnis 2024 erzielt werden kann. Die Mitarbeiter konnten weiterhin beschäftigt werden.

Für die kommenden 2 Jahre haben wir Investitionen in einem Umfang von insgesamt TEUR 150 geplant. Unsere Investitionstätigkeit wird sich auf die Verbesserung der Servicequalität und den Neuwagenverkauf konzentrieren. Ferner ist eine neue Lackierkabine in Fertigstellung. Die Mitarbeiteranzahl (ohne Auszubildende) in unserem Unternehmen per Juni 2024 lag mit 90 unter Vorjahresniveau.

C. Prognosebericht / Chancenbericht

Eine Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung vor dem Hintergrund der bekannten konjunkturellen Entwicklung erscheint schwierig. Die im Folgenden getroffene Aussage basiert auf unserer eigenen Einschätzung, unserer eigenen Zahlen sowie Branchenberichten verschiedener Banken und Verbände für die Jahre 2023, 2024 und aktuell verfügbarer Informationen.

Die konjunkturelle Unsicherheit der letzten Jahre wird sich auch weiterhin fortsetzen, wobei sich hieraus für die Gesellschaft keine bestandsgefährdenden Risiken ergeben. Die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten, die immer noch hohe Inflation und das daraus resultierende gestiegene Zinsniveau schwächen den Aufschwung in Deutschland oder könnten sogar zu einer Rezession führen.

Gemäß Herbstprognose 2024 des ifo Instituts wird das BIP in Deutschland 2024 stagnieren und in den kommenden beiden Jahren um 0,9% bzw. 1,5% steigen.

Bis dato wirkt sich dies noch nicht übermäßig negativ auf die Umsatzentwicklung der Gesellschaft aus.

Nachdem das vierte Quartal 2024 aber noch sehr viel Unsicherheit mit sich bringt und auch die steigenden Kosten (Zinsen, Personal- und Sachaufwand) das Betriebsergebnis belasten werden, rechnet die Gesellschaft mit Beeinträchtigungen des Geschäftes. Die Liquiditätslage ist allerdings derzeit nicht gefährdet und die Zukunft unserer Betriebsstätten sehen wir als gesichert an. Der Händlervertag mit der KIA Deutschland GmbH lief zum 30.04.2024 aus. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der Umsatzwegfall an anderer Stelle/durch andere Marken kompensiert werden kann. Das Ergebnis 2023 wurde zudem durch Wertberichtigungen auf den relativ hohen Neuwagenbestand belastet. Der hohe Neuwagenbestand ist auch auf den Wegfall der staatlichen Förderung von Elektroautos zurückzuführen. Hier könnte es allerdings künftig wieder zu politisch gewollten Förderungen kommen. In 2024 konnte der Bestand bereits abgebaut werden, was sich positiv auf die Höhe der Wertberichtigungen auswirkt.

Ausgehend vom Geschäftsjahr 2023 wird für 2024 mit leicht niedrigeren Umsätzen gerechnet. Ein positives Jahresergebnis 2024 soll erzielt werden.

Um die Ertragslage dennoch zusätzlich zu optimieren, soll die Digitalisierung in den Geschäftsprozessen ausgebaut werden und mittels einer klaren Digitalisierungsstrategie das gesamte Spektrum des Onlinegeschäfts abgedeckt werden. Die Digitalisierung erfordert eine permanente Anpassung des Geschäftsbetriebs.

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen unseres Erachtens insbesondere in:

- ansteigender Nachfrage nach Elektro- und Hybridfahrzeugen

- dem Ausbau der Digitalisierung

- qualifiziertem, freundlichen und motivierten Verkaufspersonal

- Standortvorteilen und attraktiv gestalteten Verkaufsflächen

- der Erschließung neuer Absatzmärkte

- weiteren neuen innovativen Produkten der Hersteller, deren Produkte wir warten und vertreiben

- der vorhandenen hohen Produktqualität unserer Fahrzeuge

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben. Dem konjunkturell bedingten veränderten Geschäftsumfeld wird allerdings entsprechend Rechnung getragen werden müssen.

D. Risikobericht

Es wurden auch 2023 Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen erkennt unser Kontroll- und Risikomanagementsystem potenzielle Risiken und informiert funktionsübergreifend zur Beurteilung der Risiken und Entwicklungen. Wesentlich für das Auto Hemmerle GmbH Risikomanagementsystem sind sowohl die interne Kfz-Händler- und Werkstattsoftware als auch das Überwachungssystem sowie das auf dem kaufmännischen Rechnungswesen basierende Controlling- und Frühwarnsystem der DATEV e.G. Unser Unternehmen verfügt über laufende Brancheninformationen sowie Planungs- und Kontrollinstrumente, die eine Übertragung von allgemeinen Geschäftsrisiken auf eigene Bereiche frühzeitig und somit eigene Risiken erkennen lässt, um rechtzeitig wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken können im Kfz-Handel nicht ausgeschlossen werden. Im Werkstattbereich haben wir die Wahrscheinlichkeit eines nicht optimalen Betriebes oder Ausfalls der Anlagen durch den Abschluss laufender Wartungsverträge reduziert. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird immer mehr durch Nutzung modernster Softwareapplikationen reduziert. Aus der verhältnismäßig geringen internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren so gut wie keine Wechselkursrisiken. Liquiditätsrisiken sind angesichts der bestehenden liquiden Mittel und der eingeräumten Kreditlinien nicht gegeben. Die Verzinsung der gewährten Kredite ist abhängig von der Marktzinsentwicklung, die derzeit noch auf einem vertretbaren Niveau liegt. Ein Anstieg der Finanzierungszinsen führt zu einer erhöhten Zinsbelastung. Das Zinsniveau ist wieder angestiegen.

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Das für unsere Kfz Branche gesamtwirtschaftliche Risiko ist vor allem die gesamtkonjunkturelle Entwicklung. Eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Abgabenerhöhungen und Preissteigerungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.

Der negative Einfluss des Ukraine-Kriegs auf die gesamtkonjunkturelle Entwicklung stellt ein solches Risiko dar. Bzgl. der Auswirkungen des Ukraine-Krieges wird auf die Ausführungen im Prognosebericht verwiesen.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung der Auto Hemmerle GmbH hängt in besonderem Maße davon ab, dass die mit uns verbundenen Hersteller auch künftig innovative und zuverlässige Produkte entwickeln. Im Einzelnen beobachten wir also folgende Gefährdungspotenziale:

- die Abhängigkeit von wenigen Herstellern

- die Verschlechterung der Qualität der Fahrzeuge

- das Fehlen innovativer Fahrzeuge

- geringer werdende Deckungsbeiträge der Produkte

- Gefahren durch Rückrufaktionen der Hersteller

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch Investitionsrechnungen bewertet und beobachtet.

Personalrisiken

Die Auto Hemmerle GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die stetig durchgeführte fachliche und persönliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sicherte auch 2023 die Kompetenz unseres Personals.

Umweltrisiken

Gefährdende externe Umweltfaktoren, die die Entwicklung des Unternehmens beeinträchtigen können, sehen wir nicht.

Bestandsgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen.

Alle aufgeführten Risiken stellen unseres Erachtens derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Es existieren Rücknahmeverpflichtungen aus Leasinggeschäften. Diese sind allerdings von untergeordneter Bedeutung und somit nicht bestandsgefährdend. Dem geringen Risiko wurde bilanziell durch Rückstellungsbildung Rechnung getragen.

Der Ukraine-Krieg, die Konfliktsituation im Nahen Osten, schlechte konjunkturelle Aussichten, steigende Kosten im Personalbereich und bei den Sachkosten und das gestiegene Zinsniveau.stellen erhebliche Risiken dar. Auch der Wegfall von Händlerverträgen und der staatlichen Förderung von Elektrofahrzeugen beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Eine Bestandsgefährdung ist derzeit allerdings nicht zu sehen. Auf die Ausführungen im Prognosebericht wird verwiesen.

Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale, die unser Unternehmen betreffen können, sind:

- eine negative Entwicklung der Zahlungsfähigkeit allgemein

- langfristige Verluste innerhalb unserer Ertragsquellen

- die angespannte Wettbewerbssituation zwischen den Herstellern

- Verschärfungen der Wettbewerbssituation

- bestehende Überkapazitäten

- Geschäfte mit Rücknahme- oder Vertragsstrafeklauseln

Rechtliche Bestandsgefährdungspotenziale, die unser Unternehmen betreffen können, sind:

- die Rücknahme von Bestandsfinanzierungs- oder Ertragsgarantien und auch Fördergarantien

- Schadensersatzklagen

- Beschwerdeverfahren

- Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften

E. Forschung und Entwicklung

Für Zwecke der Forschung und Entwicklung werden in unserem Hause keine Einrichtungen unterhalten.

F. Bestehende Betriebsstätten

Standorte 2023:

Die Gesellschaft wird an 5 Standorten in München und im Umland betrieben.

1. Frankfurter Ring 137-139, 80807 München

2. Rosenheimer Str. 99, 83064 Raubling

3. Martin-Kollar-Str. 1, 81829 München

4. Wasserburger Landstr. 137-141, 81827 München

5. Wasserburger Landstr. 60, 81825 München

Es bestehen keine ausländischen Betriebsstätten.

G. Maßnahmen zur Personaleffizienz und zum Umweltschutz

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die durchschnittliche Zahl unserer Mitarbeiter konstant bei 94 geblieben (gerundet und ohne Auszubildende). Am Berichtsstichtag des abgelaufenen Geschäftsjahres waren 92 Personen beschäftigt, darunter 13 Teilzeitkräfte und Aushilfen.

Auf der Grundlage unserer Bedarfsanalysen haben wir im Berichtsjahr zahlreiche interne Schulungen durchgeführt und einen Großteil unserer Mitarbeiter zu externen Seminaren entsandt bzw. ihnen Onlineseminare ermöglicht, um ihre weitere berufliche Qualifikation zu fördern. Unsere Fluktuationsrate betrug im Berichtszeitraum 31,1 %. Im Jahr 2023 wurden zum Ersatz der natürlichen Fluktuation zahlreiche Neueinstellungen vorgenommen. Alle Leistungsträger des Unternehmens partizipieren an einem erfolgsorientierten Entlohnungssystem. Das Angebot zur betrieblichen Altersvorsorge wurde von einem großen Teil unserer Mitarbeiter angenommen. Es sind in unserem Unternehmen keine Pensionszusagen erteilt.

Als Teil unserer Aufgabe im Bereich Personalarbeit, sahen wir im Jahr 2023 auch wieder die Ausbildung junger Mitarbeiter an. Im Geschäftsjahr befanden sich bei uns 20 junge Menschen in der Ausbildung, darunter 9 kaufmännische Auszubildende. Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal wird durch die Übernahme eigener Auszubildender in Arbeitsverhältnisse und durch gezielte Neueinstellungen auf unterschiedlichen Wegen gewährleistet.

Der Anteil der Schwerbehinderten an unserer Belegschaft erfüllte im Berichtsjahr nicht die Auflagen, die nach dem Schwerbehindertengesetz zur Befreiung von der Schwerbehindertenabgabe gelten. Als Ausgleich wurde die Schwerbehindertenabgabe berechnet und entrichtet.

Auch das Thema Arbeitssicherheit, hat in unserem Unternehmen einen hohen Stellenwert. Alle notwendigen Ausbildungen für Sicherheitsbeauftragte und vorgeschriebene bauliche Maßnahmen sind durchgeführt und theoretisches Wissen wurde umfangreich kommuniziert.

Umweltschutz und hohe Sicherheitsstandards, haben für unser Unternehmen hohe Priorität. Alle gesetzlichen Vorschriften und Auflagen zum Schutz der Umwelt wurden eingehalten. Dazu zählen im Wesentlichen:

- die Verwertung und Beseitigung von Metallen, sonstigen Abfällen, Schrottteilen, Altölen und andere anfallende umweltbelastende Flüssigkeiten

- die sach- und fachgerechte Demontage und Entsorgung von Anlagen

- der Gewässerschutz

 

München den 30.09.2024

gez. Bernhard Hemmerle

gez. Michael Hemmerle

gez. Thomas Hemmerle

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 963.733,00 943.614,00
I. Sachanlagen 962.733,00 942.614,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 145.706,50 124.512,50
2. technische Anlagen und Maschinen 434.218,00 312.362,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.558,50 375.739,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.250,00 130.000,00
II. Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
1. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
B. Umlaufvermögen 36.897.603,20 27.701.159,36
I. Vorräte 23.804.451,45 14.646.339,62
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 171.023,49 119.250,57
2. fertige Erzeugnisse und Waren 23.533.427,96 14.527.089,05
3. geleistete Anzahlungen 100.000,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.785.098,12 8.574.307,48
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.344.682,73 7.983.168,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.845,15
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.375.570,24 591.138,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.308.053,63 4.480.512,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.732,14
Aktiva 37.865.068,34 28.644.773,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.697.351,53 8.600.914,12
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 8.575.314,12 7.825.958,22
III. Jahresüberschuss 96.437,41 749.355,90
B. Rückstellungen 1.547.815,59 1.014.325,63
1. Steuerrückstellungen 0,00 202.638,44
2. sonstige Rückstellungen 1.547.815,59 811.687,19
C. Verbindlichkeiten 27.497.822,19 18.860.006,58
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.497.156,78 1.749.963,90
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.497.156,78 1.749.963,90
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 301.356,55 260.329,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 301.356,55 260.329,29
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.257.506,03 11.285.761,65
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 19.257.506,03 11.285.761,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.283.036,41 3.721.567,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.283.036,41 3.721.567,51
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 793.197,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 793.197,74
6. sonstige Verbindlichkeiten 2.158.766,42 1.049.186,49
davon aus Steuern 527.177,15 351.163,60
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 16.453,08 14.627,32
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.108.645,44 1.034.643,51
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 50.120,98 14.542,98
D. Rechnungsabgrenzungsposten 122.079,03 169.527,03
Passiva 37.865.068,34 28.644.773,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 78.808.376,71 81.610.893,64
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 51.772,92 26.241,81
3. sonstige betriebliche Erträge 176.988,81 94.550,00
4. Materialaufwand 68.359.594,29 71.205.188,36
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 68.055.136,11 70.949.167,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 304.458,18 256.021,34
5. Personalaufwand 6.062.989,35 5.753.668,84
a) Löhne und Gehälter 5.054.162,84 4.828.361,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.008.826,51 925.307,71
davon für Altersversorgung 12.889,40 6.264,85
6. Abschreibungen 158.456,03 125.789,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 158.456,03 125.789,20
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.709.933,03 3.152.968,94
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 20,00 9,20
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 470,01 0,12
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 504.113,33 304.184,44
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 1.186,52 3.367,32
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 106.881,65 404.741,73
12. Ergebnis nach Steuern 135.660,77 785.153,26
13. sonstige Steuern 39.223,36 35.797,36
14. Jahresüberschuss 96.437,41 749.355,90

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Auto Hemmerle GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 74992

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünfundzwanzig Jahren. Die Abschreibung unterjähriger Zugänge erfolgt pro rata temporis. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 wurden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Sollten dauerhafte Wertminderungen vorhanden gewesen sein, wurde dementsprechend eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Zuschreibungen wurden vorgenommen, wenn der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen ist.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, würde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Das Wahlrecht zur Abschreibung bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wird nicht in Anspruch genommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Zahlungsmittel wurden mit dem Nennwert abzüglich etwaiger Wertminderungen angesetzt.

Die Steuerrückstellungen wurden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt und mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sie beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten wurden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt und mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Vorauszahlungen für künftige Umsatzerlöse.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden und der Gefahrübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist. Sonstige betriebliche Erträge und die betrieblichen Aufwendungen wurden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls wurden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.358.095,19 33.247,97 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 486.823,97 84.839,76 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.066.295,31 81.237,30 18.008,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 130.000,00 -20.750,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.041.214,47 178.575,03 18.008,80
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.042.214,47 178.575,03 18.008,80
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.391.343,16
2. technische Anlagen und Maschinen 80.000,00 651.663,73
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.129.523,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -80.000,00 29.250,00
Summe Sachanlagen 0,00 5.201.780,70
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 5.202.780,70
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.233.582,69 12.053,97 0,00 0,00 2.245.636,66
2. technische Anlagen und Maschinen 174.461,97 42.983,76 0,00 0,00 217.445,73
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.690.555,81 103.418,30 18.008,80 0,00 1.775.965,31
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.098.600,47 158.456,03 18.008,80 0,00 4.239.047,70
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.098.600,47 158.456,03 18.008,80 0,00 4.239.047,70
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 145.706,50 124.512,50
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 434.218,00 312.362,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 353.558,50 375.739,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 29.250,00 130.000,00
Summe Sachanlagen 0,00 962.733,00 942.614,00
II. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 1.000,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.000,00 1.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 963.733,00 943.614,00

Angabe zu Restlaufzeiten von Forderungen

Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Angaben zum Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital entspricht dem in das Handelsregister eingetragenen Stammkapital von EUR 25.000,00 und wird zum Nennwert bilanziert.

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 64.845,15 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalrückstellungen für Urlaubsbestände und für Mitarbeiterprovisionen, Rückstellungen für Aufbewahrung sowie Rückstellungen für die Jahresabschlusserstellung- und Prüfung.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken von Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 27.447.701,21 EUR (Vorjahr: 18.845.463,60 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 50.120,98 EUR (Vorjahr: 14.542,98 EUR).

Angabe zu Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 0,00 EUR (Vorjahr 793.197,74 EUR) enthalten.

Insgesamt bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 3.283.036,41 EUR (Vorjahr 3.721.567,51 EUR).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.335.776,88 EUR (Vorjahr 1.376.290,28 EUR) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Mietverträge mit einer jährlichen Belastung von 1.335.776,88 EUR (2024)

Im Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind folgende Angaben betreffend verbundener Unternehmen aufzuführen:

Mietverträge mit einer jährlichen Belastung von EUR 503.329,92

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Kfz-Handel und im Kfz-Service erzielt. Es handelt sich überwiegend um Inlandsumsätze.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 36,00
Angestellte 58,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 94,00 (Vorjahr 94)
Davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 80,00
Davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 14,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Bernhard Hemmerle ausgeübter Beruf: Kfz-Meister
Geschäftsführer: Michael Hemmerle ausgeübter Beruf: Dipl. Ing.
Geschäftsführer: Thomas Hemmerle ausgeübter Beruf: Kaufmann

Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 20.000,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 20.000,00
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Der in 2024 andauernde Ukrainekrieg mit seinen Folgen auf den Energiesektor hat Folgen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Der Händlervertag mit der KIA Deutschland GmbH lief zum 30.04.2024 aus. Der Wegfall der Förderung für Elektroautos zum Jahresende 2023 wirkt sich negativ auf die Umsätze mit Fahrzeugen dieser Antriebsart aus. Hieraus ergeben sich für die Auto Hemmerle GmbH keine bestandsgefährdenden Risiken und Auswirkungen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss von EUR 96.437,41.wird gemeinsam mit dem Gewinnvortrag von 8.575.314,12 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, 30.09.2024

gez. Bernhard Hemmerle

gez. Michael Hemmerle

gez. Thomas Hemmerle

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Auto Hemmerle GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Auto Hemmerle GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Auto Hemmerle GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen.

Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 10. Oktober 2024

Süd-Revision Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Volkswirt Arnim Birkner, Wirtschaftsprüfer

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