Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 101832
Eingetragen
16.3.1979
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von meß- und regeltechnischen Geräten, von Prozeßleittechnik und damit zusammenhängende Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Frank
seit 13.8.2019
Prokura
Marcus Fischer
seit 2.2.2009
Geschäftsführer
Ivonne Fischer
seit 22.1.2007
Prokura
Geschäftsführer
Udo Steppe
seit 27.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

75031 Eppingen, Ringstraße 42
299.900 €
99.97%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NIVUS GmbH

Eppingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäft und Rahmenbedingungen

Einleitung und Struktur

Die NIVUS GmbH ist ein weltweit führender Entwickler, Produzent und Lieferant von Messtechnik für die Wasserwirtschaft. Unter großen Anstrengungen wurden in der Vergangenheit Erfahrungen auf dem Gebiet der Ultraschall-Messtechnik erarbeitet. NIVUS hat damit wahre Pionierleistungen erbracht. Zusammen mit Partnern hat NIVUS in den 70er Jahren auf breiter Basis in Zentraleuropa die ersten industriell einsetzbaren Ultraschall-Füllstandmessgeräte eingeführt.

Daraus entwickelten sich schnell weitere Produkte. Heute kann NIVUS als Komplettanbieter für Messtechnik in der Wasserwirtschaft und verwandten Branchen am Weltmarkt agieren.

Selbstverständlich werden diese Geräte auch in entsprechenden Applikationen im Bereich der gesamten Industrie erfolgreich eingesetzt.

Neue Herausforderungen bestehen beim Thema Digitalisierung bzw. Industrie 4.0.

Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Wettbewerbs

Zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Aufgrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation sinkt die Investitionskraft der Kommunen in Deutschland weiterhin. Notwendige Investitionen werden nur getätigt, wenn nicht vermeidbar bzw, Ersatzinvestitionen.

Das Abflachen der deutschen Gesamtwirtschaft tut ihr Übriges dazu. Unternehmen investieren nicht mehr, auch das merkt die NIVUS GmbH.

Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen kommen erschwerend hinzu.

In 2023 konnten wir daher die ambitionierten Ziele nicht in Gänze erreichen.

Dienstleistungen und Produkte

Unser Produkt-Portfolio beinhaltet Geräte zur Messung von Durchfluss, Füllstand, Druck, Wasserqualität, Trennschichten und Trübung sowie die notwendigen Geräte und Software zur Datenerfassung, dem Datentransport, der Protokollierung und der Datenauswertung. Ein umfangreiches Prozessleitsystem mit vielen Sonderfunktionen und weitere digitale Lösungen für die Wasserwirtschaft rundet das Programm ab.

Auf dem Dienstleistungssektor bietet NIVUS Messkampagnen (stadthydrologische Messungen) für Abwasserkanalnetze zur Erfassung von Durchfluss und Wasserqualität sowie die Messdatenauswertung und Aufbereitung der Daten an. Um in den unterschiedlichen kommunalen Kanälen brauchbare Ergebnisse zu erzielen, bedarf es einschlägiger Kenntnisse in der Hydraulik und Erfahrung mit der Messtechnik. Unsere Ingenieure erfüllen diese Voraussetzungen und haben langjährige Erfahrung in diesem Umfeld. Dieses Geschäftsfeld ist ein stark wachsendes

Neue Geschäftsfelder zeigen sich im Bereich der Digitalisierung. Auch hierzu sind umfangreiche Investitionen In Know How und Personal geplant und zum Teil bereits umgesetzt.

Der Bereich Forschung und Entwicklung

Wir konnten in 2023 ein innovatives digitales Geschäftsfeld in die erste Marktphase bekommen.

Die NivuFlow Geräteserie ist nach wie vor im Markt gut etabliert. Sowohl die stationären als auch die portablen Varianten kommen sehr gut bei den Kunden an.

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Jahr 2023 15 Mitarbeiter beschäftigt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Das Jahr 2023 weist einen Jahresüberschuss von TEuro 887 aus. Im Vergleich zum Vorjahr mit einem Jahresüberschuss von TEuro 1.680 entspricht dies einer Ergebnisminderung um TEuro 793.

Die Materialaufwandsquote hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nur minimal erhöht.

Der Personalaufwand ist mit TEuro 10.427 deutlich gestiegen gegenüber dem Vorjahrswert von TEuro 9.703. Dies ist ein wesentlicher Grund für den Rückgang des Jahresüberschusses.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEuro 696 auf TEuro 4.264. In diesem Bereich sind insbesondere die Entwicklungskosten und die Fortbildungskosten deutlich gestiegen.

Das Finanzergebnis verbesserte sich von TEuro - 5 auf TEuro 31. Grund hierfür sind die gestiegen Zinsen für die Bankguthaben der Gesellschaft.

Der deutlich niedrigere Gewinn führt zu einer niedrigeren Steuerbelastung. Die Steuerbelastung beträgt 25,0% des Ergebnisses vor Steuern. Die Steueraufwandsquote hat sich vermindert, da das Ergebnis in der Steuerbilanz im Berichtsjahr unter dem Ergebnis in der Handelsbilanz liegt.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte ausschließlich über Eigenmittel und Gesellschafterdarlehen. Die Gesellschafterdarlehen von TEuro 1.520 (Vorjahr TEuro 1.751) werden der Gesellschaft bei Bedarf langfristig zur Verfügung gestellt und werden jährlich mit 0,5% bzw. mit 1% verzinst. Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultiert aus der planmäßigen Rückzahlung eines Darlehens.

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war bis Ende des Berichtsjahres sehr gut. Wir rechnen damit, künftig unsere finanziellen Verpflichtungen weiterhin erfüllen zu können.

Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von TEuro 230 (Vorjahr TEuro 393) getätigt. Die Investitionen erfolgten zum großen Teil im Bereich in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEuro 205, die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen betrugen TEuro 25. Diesen Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von TEuro 506 (Vorjahr TEuro 507) gegenüber. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus eigenen Mitteln und über Darlehen der Gesellschafter.

Vermögenslage

Unsere Vermögensstruktur zum 31.12.2023 ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 19,3% (Vorjahr 19,6%) gekennzeichnet, 19,3% (Vorjahr 15,7%) der Bilanzsumme entfallen auf die Vorräte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum 31.12.2023 einen Anteil von 15,3% (Vorjahr 16,8%). Wertpapiere und flüssige Mittel umfassen 45,8% (Vorjahr 47,6%) der Bilanzsumme und auf den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten entfallen 0,3% (Vorjahr 0,3%).

Unsere Kapitalstruktur zum 31.12.2023 ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 76,2% (Vorjahr 69,9%) gekennzeichnet. Auf Gesellschafterdarlehen entfallen 5,9% (Vorjahr 6,5%), auf langfristige Rückstellungen entfallen 7,7% (Vorjahr 7,9%) und auf kurzfristige Rückstellungen entfallen 4,9% (Vorjahr 7,7%). Die erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 2,2% (Vorjahr 3,2%) der Bilanzsumme, der Anteil der sonstigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt 3,1% (Vorjahr 3,6%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 0,0% (Vorjahr 1,2%) der Bilanzsumme.

Risikobericht

Das Erkennen von Chancen und Risiken im Unternehmen und die Entscheidung über Maßnahmen zur Abwehr von Risiken und zur Nutzung von Chancen gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Unternehmensführung und sind somit auch Arbeitsschwerpunkt der Geschäftsleitung der NIVUS GmbH.

Die NIVUS GmbH ist aufgrund ihrer Tätigkeit allgemeinen Geschäftsrisiken ausgesetzt. Wir wägen sorgfältig Chancen und Risiken ab, bevor Entscheidungen über wesentliche geschäftliche Maßnahmen getroffen werden. Die Geschäftsleitung analysiert das abgelaufene Geschäft, die erwartete Entwicklung und die damit verbundenen Risiken.

Risiken

Die Risiken für die NIVUS GmbH sind vor allem immanente Geschäftsrisiken und Marktrisiken.

Abhängigkeit von einzelnen Personen

Die Abhängigkeit von einzelnen Führungs- oder Fachkräften gehört zu diesen immanenten Geschäftsrisiken. Diesem Risikopotenzial wird durch eine verstärkte Bindung der einzelnen Schlüssel-Personen an das Unternehmen begegnet.

Öffentliche Auftraggeber

45% des Umsatzes werden mit Auftraggebern der öffentlichen Hand getätigt. Damit besteht das Risiko der Abhängigkeit von diesen Auftraggebern und damit von deren finanziellen Möglichkeiten. Dies kann sich vor allem in Zeiten knapper Kassen der öffentlichen Haushalte zu einem Risiko entwickeln. Diesem Risiko wird dadurch begegnet, dass vermehrt Aufträge aus der privaten Wirtschaft und aus dem Ausland akquiriert werden, um dieser Abhängigkeit von öffentlichen Auftraggebern entgegenzuwirken.

Ausländische Märkte

Die zunehmende Präsenz auf ausländischen Märkten erfordert eine ständige Anpassung an z.B. fremde Kulturen und fremde Sprachen. Dieses bedarf einer inner- und außerbetrieblichen Akzeptanz und Flexibilität. Weiterhin besteht auf Grund der angespannten politischen Lage in Teilen im Nahen Osten das Risiko, dass diese Märkte teilweise wegbrechen könnten. Dennoch ist eine Intensivierung der Verkaufsbemühungen v.a. im Bereich Mittlerer Osten sowie Süd-Ost-Asien unerlässlich, um das dortige Geschäft nicht zu verpassen. Erschwerend ist der Aufwand um die gesetzlichen sowie kundenspezifischen Vorgaben zu erfüllen. Nordafrika und Südamerika werden weiterhin als interessante Märkte gesehen. Verstärkte Präsenz erfolgt in Indien und China. Diese Märkte bergen ein hohes Potenzial. Der russische Markt sowie der Markt der angrenzenden Länder sind so gut wie zusammengebrochen.

Chancen

Industriekunden

Um von den Auftraggebern der öffentlichen Hand unabhängiger zu werden, werden verstärkt Industriekunden angesprochen. Hierin sehen wir Chancen dergestalt, dass eine in erster Linie horizontale Erweiterung unserer Geschäftsbeziehungen erfolgt und somit eine Risikoverringerung durch Diversifikation. Dies trägt bereits erste Früchte, ist jedoch aufgrund der schwächelnden Wirtschaft in Deutschland dennoch als kritisch zu sehen.

Ausländische Märkte

Durch eine verstärkte Präsenz auf ausländischen Märkten, vor allem in Afrika, Amerika und Asien sehen wir Chancen, unsere Produkte und Dienstleistungen noch breiter vermarkten zu können und damit unseren Umsatz mittel- und langfristig zu steigern.

Hier stehen vor allem der Süd-Ost-Asien, Indien, Afrika und China im Vordergrund unseres Interesses. Die klimatischen Bedingungen lassen eine Reglementierung im Umgang mit Wasser sowohl im privaten als auch im industriellen und landwirtschaftlichen Bereich unerlässlich werden. Somit besteht unweigerlich die Notwendigkeit des Einsatzes von Messtechnik bzw. umfassenden Lösungen. Daran werden wir weiterhin sehr stark arbeiten. Auch Südamerika, hier speziell Brasilien und Argentinien, werden verstärkt bearbeitet.

Digitalisierung

Die Digitalisierung entweder der Messtechnik durch digitale Services oder gar die Konnektivität ganzer Unternehmensbereiche oder gar kompletter Unternehmen im Sinne einer Verbundsteuerung sind die Themen der Zukunft. NIVUS wird sich dieser Herausforderung weiterhin stellen und sieht sich hier auf einem guten Weg. Eine künftige Ausrichtung hinsichtlich KRITIS, IIoT oder auch künstlicher Intelligenz wird als unumgänglich gesehen.

Prognosebericht

Vor allem der Durchflussbereich - angereichert durch digitale Services - und die Dienstleistung als Datenlieferant bergen ein weiterhin hohes Verkaufspotenzial in sich. Diesem wollen wir durch stetige Weiterentwicklungen und Investitionen in diesen Bereichen Rechnung tragen. Sowohl personelle Verstärkung als auch technischer Ausbau sind hier vorgesehen. Der als sehr hoch geschätzte asiatische Markt und hier vor allem China, Indien und Süd-Ost-Asien werden durch uns verstärkt bearbeitet werden.

Auch in Europa gibt es einzelne Märkte, die verstärkt Finanzmittel in den Ausbau der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung investieren. Diese liegen stark im Fokus.

Für 2024 erwarten wir ein leicht positives operatives Das Betriebsergebnis für die ersten drei Quartale des Jahres 2024 lag auf dem Niveau des Vorjahres. Auch für das Jahr 2025 rechnen wir mit einem Betriebsergebnis auf diesem Niveau.

 

Eppingen-Mühlbach, den 21.11.2024

Udo Steppe

Ingrid Steppe

Marcus Fischer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.944.696,77 5.227.406,77
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 68.563,00 97.136,00
II. Sachanlagen 4.523.462,00 4.777.600,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.930.175,00 4.081.413,00
2. technische Anlagen und Maschinen 84.851,00 56.818,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 508.436,00 639.369,00
III. Finanzanlagen 352.671,77 352.670,77
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125,19 124,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 352.546,58 352.546,58
B. Umlaufvermögen 20.675.063,51 21.434.691,12
I. Vorräte 4.977.859,73 4.209.929,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.928.112,43 4.495.261,41
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 136.184,69
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.791.927,74 4.495.261,41
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 29.736,63 48.946,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.769.091,35 12.729.499,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 85.674,13 81.725,53
Aktiva 25.705.434,41 26.743.823,42

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 19.586.121,31 18.699.135,38
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.690.166,16 2.690.166,16
III. Gewinnvortrag 15.708.969,22 14.028.589,86
IV. Jahresüberschuss 886.985,93 1.680.379,36
B. Rückstellungen 3.239.759,00 4.167.199,00
C. Verbindlichkeiten 2.879.554,10 3.877.489,04
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 309.372,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 309.372,64
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.879.554,10 3.568.116,40
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.686.309,32 2.134.871,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.193.244,78 1.433.244,78
Passiva 25.705.434,41 26.743.823,42

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 16.369.728,32 16.136.887,08
2. Personalaufwand 10.427.025,59 9.703.158,48
a) Löhne und Gehälter 8.818.139,62 8.200.535,38
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.608.885,97 1.502.623,10
davon für Altersversorgung 26.893,80 26.076,25
3. Abschreibungen 505.611,57 506.873,15
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 505.611,57 506.873,15
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.264.248,42 3.568.113,70
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 25.169,26 478.210,57
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.262,61 7.994,64
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.793,46 12.601,24
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 294.622,77 652.283,60
8. Ergebnis nach Steuern 909.689,12 1.701.851,55
9. sonstige Steuern 22.703,19 21.472,19
10. Jahresüberschuss 886.985,93 1.680.379,36

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: NIVUS GmbH
Firmensitz lt. Registergericht: Eppingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nummer: HRB 101832

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der NIVUS GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr weitestgehend unverändert geblieben.

I. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Unter den Finanzanlagen wurden Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Die in den Vorjahren vorgenommenen Abschreibungen werden rückgängig gemacht, soweit die Gründe hierfür nicht mehr bestehen.

II. Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Neben Einzelwertberichtigungen zu Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

III. Rückstellungen

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden pauschal mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren und dem entsprechenden durchschnittlichen Marktzins nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

IV. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

V. Währungsumrechnung

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr und darunter sind die Grundsätze der Anschaffungskostenrestriktion (§253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) nicht anzuwenden. Aus der Währungsumrechnung haben sich Aufwendungen in Höhe von Euro 25.169,26 (Vorjahr Euro 478.210,57) und Erträge in Höhe von Euro 323.575,22 (Vorjahr Euro 71.986,20) ergeben.

C. Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Dieser ist diesem Bericht als Anlage beigefügt.

II. Eigenkapital / Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von Euro 16.595.955,15 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

III. Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 1,00 %
zugrunde gelegte Richttafel Richttafeln 2018 G für die Pensionsversicherung von Dr. Klaus Heubeck, Köln

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen MarktZinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 11.

In Höhe dieses Unterschiedsbetrags ist die passivierte Pensionsrückstellung im Vergleich zur bisherigen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von sieben Jahren niedriger angesetzt.

IV. Sonstige Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen betrifft im Wesentlichen Rückstellungen des Personalbereichs sowie Gewährleistungsverpflichtungen.

V. Verbindlichkeiten

Unter den Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEuro 1.520 (Vorjahr: TEuro 1.751) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen TEuro 185 (Vorjahr: TEuro 425).

D. Sonstige Angaben

I. Mitarbeiterzahlen

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 37 (Vj: 39)
Angestellte 96 (Vj: 94)
leitende Angestellte 5 (Vj: 5)

II. Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Frau Ingrid Steppe, Kauffrau, Eppingen

Herr Udo Steppe, Kaufmann, Eppingen

Herr Marcus Fischer, Dipl.-Kaufmann, Eppingen

Von den Befreiungsvorschriften des § 286 HGB wurde Gebrauch gemacht.

III. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine weiteren Haftungsverhältnisse zu vermerken.

IV. Sonstige Finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 und 3a. HGB

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen nachfolgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Leasingverpflichtungen TEuro 414
Mietverträge TEuro 1.298

Die Mietverpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Miete des Betriebsgeländes. Die Leasingverpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus einem Kfz-Leasing.

 

Eppingen-Mühlbach, den 21. November 2024

Udo Steppe

Ingrid Steppe

Marcus Fischer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 881.005,62 24.981,43 0,00 905.987,05
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 881.005,62 24.981,43 0,00 905.987,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.982.040,80 0,00 0,00 4.982.040,80
2. technische Anlagen und Maschinen 70.859,11 32.087,38 0,00 102.946,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.078.180,54 172.718,76 66.958,50 3.183.940,80
Summe Sachanlagen 8.131.080,45 204.806,14 66.958,50 8.268.928,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 124,19 1,00 0,00 125,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 352.546,58 0,00 0,00 352.546,58
Summe Finanzanlagen 352.670,77 1,00 0,00 352.671,77
Summe Anlagevermögen 9.364.756,84 229.788,57 66.958,50 9.527.586,91
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 783.869,62 53.554,43 0,00 837.424,05
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 783.869,62 53.554,43 0,00 837.424,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 900.627,80 151.238,00 0,00 1.051.865,80
2. technische Anlagen und Maschinen 14.041,11 4.054,38 0,00 18.095,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.438.811,54 296.764,76 60.071,50 2.675.504,80
Summe Sachanlagen 3.353.480,45 452.057,14 60.071,50 3.745.466,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.137.350,07 505.611,57 60.071,50 4.582.890,14
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.563,00 97.136,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 68.563,00 97.136,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.930.175,00 4.081.413,00
2. technische Anlagen und Maschinen 84.851,00 56.818,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 508.436,00 639.369,00
Summe Sachanlagen 4.523.462,00 4.777.600,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 125,19 124,19
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 352.546,58 352.546,58
Summe Finanzanlagen 352.671,77 352.670,77
Summe Anlagevermögen 4.944.696,77 5.227.406,77

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Für den vorstehenden, zur Offenlegug bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegeungserleicherterungrn in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der NIVUS GmbH folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die NIVUS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NIVUS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NIVUS GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentlich falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 22.11.2024

RTS Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KG
Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Cornelia Link, Wirtschaftsprüfer

Andreas Welte, Wirtschaftsprüfer

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