Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 14347
Vorher
hifi edition home entertainment GmbH
Eingetragen
19.4.2004
Branche
Großhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und LeuchtenGroßhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenEinzelhandel mit Wohnmöbeln
Gegenstand
Der Handel mit Elektroartikeln, chronometrischen Geräten, Möbeln, Accessoires, Luxusnahrungsmitteln, Haushaltswaren und Autos sowie mit artverwandten Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefanie Böhler
seit 18.2.2016
Geschäftsführer
Peter Böhler
seit 19.4.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Peter Böhler
Saarbrücken
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LivingEdition GmbH

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 137.566,00 147
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.074.527,00 2.307
2.212.093,00 2.454
2.212.096,00 2.454
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 6.521.899,30 7.467
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.399.878,33 19.215
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.692.585,81 2.902
16.092.464,14 22.117
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.494.283,37 125
24.108.646,81 29.709
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.669,70 42
26.363.412,51 32.205

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 100.000,00 100
II. Kapitalrücklage 200.000,00 200
III. Gewinnvortrag 15.366.339,70 16.409
IV. Jahresüberschuss 1.783.245,58 4.390
17.449.585,28 21.099
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 289.014,80 276
2. Steuerrückstellungen 261.530,00 117
3. Sonstige Rückstellungen 354.236,00 469
904.780,80 862
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 682
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.405.052,83 3.659
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.149.841,12 4.302
4. Sonstige Verbindlichkeiten 454.152,48 1.601
8.009.046,43 10.244
26.363.412,51 32.205

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 40.336.050,83 61.101
2. Sonstige betriebliche Erträge 910.495,19 261
41.246.546,02 61.362
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 30.469.635,30 45.901
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.386.256,41 2.213
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 513.278,12 475
davon für Altersversorgung EUR 60.118,86 (Vj. TEUR 58)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 301.965,18 317
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.743.276,16 5.713
38.414.411,17 54.619
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 38.217,52 0
davon Erträge aus der Aufzinsung EUR 8.267,45 (Vj. TEUR 0)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 172.067,85 190
davon an Gesellschafter EUR 160.000,00 (Vj. TEUR 160)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 0,00 (Vj. TEUR 3)
-133.850,33 -190
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 912.995,94 2.160
10. Ergebnis nach Steuern 1.785.288,58 4.393
11. Sonstige Steuern 2.043,00 3
12. Jahresüberschuss 1.783.245,58 4.390

ANHANG des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

I. Angaben zum Unternehmen

Firmenname laut Registergericht: LivingEdition GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Saarbrücken
Registereintrag: Handelsregister B
Registergericht: Saarbrücken
Registernummer: 14347

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der LivingEdition GmbH wurde auf der Grundlage der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Gemäß § 267 HGB handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Jahresabschluss ist nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung erstellt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde durch die Geschäftsführung unter der Prämisse der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Als Anlagevermögen werden alle im Eigentum der Gesellschaft stehenden und ihr wirtschaftlich zuzurechnenden Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 Jahre) linear vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen, das bereits zum Ende des Vorjahres vorhanden war, wurden planmäßig fortgeführt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 33 Jahre) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden. Ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde berücksichtigt.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5% berücksichtigt. Das spezielle Ausfallrisiko wurde in ausreichender Höhe durch Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der Ansatz der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte entsprechend den Grundsätzen des § 250 (1) HGB.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzins aus den vergangenen 10 Jahren bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82% (Vorjahr 1,78%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet.

Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung ist zum Bilanzstichtag als Deckungsvermögen i.S. des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden dabei mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Jahre abgezinst.

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Zur Ermittlung der latenten Steuern werden die Steuersätze angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage für den Zeitpunkt gültig sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich abbauen werden. Die Bewertung der Bilanzdifferenzen erfolgt mit dem Steuersatz von 33,0%. Dieser setzt sich zusammen aus 15,8% Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag sowie 17,2% Gewerbesteuer.

Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert (§ 274 Abs. 1 Satz 3 HGB). Soweit sich insgesamt eine Steuerentlastung ergibt (Aktivüberhang) wird das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgeübt. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird als passive Steuer in der Bilanz ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag unterbleibt die Bilanzierung latenter Steuern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 HGB.

III. Angaben zur Bilanz

1. Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Erläuterungen zur Ergebnisverwendung

2023 2022
TEUR TEUR
Gewinnvortrag zum 01.01. 20.799 21.125
Gewinnausschüttungen 5.433 4.716
15.366 16.409
Jahresüberschuss 1.783 4.390
Bilanzgewinn zum 31.12. 17.149 20.799

Mit Gesellschafterbeschlüssen vom 26. Mai 2023 und vom 24. Juli 2023 wurden Gewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 5.433 aus dem Gewinnvortrag beschlossen und im Berichtszeitraum ausgeschüttet.

4. Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Der Betrag in Höhe von 7.043 Euro unterliegt nach § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden nach § 285 Nr. 20a, 25 HGB folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden TEUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 502
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 213
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 213
verrechnete Aufwendungen 5
verrechnete Erträge 13

Die Bestimmung des Zeitwertes erfolgt aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Zugrundelegung allgemein anerkannter Bewertungsmethoden.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich (in TEUR) wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Personalkosten 111 153
Gewährleistungen 127 129
Abschluss und Prüfung 54 56
Aufbewahrung 30 30
Sonstige 32 101
354 469

6. Verbindlichkeiten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 3.405 3.405 0 0
gegenüber Gesellschaftern 4.150 4.150 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten gesamt 454 454 0 0
Summe 8.009 8.009 0 0

Davon aus Steuern: TEUR 113

Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 0

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2022 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 682 682 0 0
erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
aus Lieferungen und Leistungen 3.659 3.659 0 0
gegenüber Gesellschaftern 4.302 4.302 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten gesamt 1.601 1.601 0 0
Summe 10.244 10.244 0 0

Davon aus Steuern: TEUR 62

Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 0

Die Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeit Besicherung
aus Lieferungen und Leistungen Eigentumsvorbehalt (branchenüblich)
gegenüber Gesellschaftern Globalzession (TEUR 4.000)

7. Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern / Geschäftsführern (§ 42 Abs. 3 GmbHG, § 285 Nr. 9c HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
TEUR
Forderungen 0
Verbindlichkeiten 4.150

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen auf sonstige Verbindlichkeiten.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zum Bilanzstichtag bestehende finanziellen Verpflichtungen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf:

Sachverhalte Betrag
TEUR
Miet- und Pachtverträge 542
Sonstige Dienstleister 2.118
Bestellobligo Anlagevermögen/Instandhaltung 50
2.710

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 61.101 verteilen sich nach Tätigkeitsbereichen sowie geographisch bestimmten Märkten wie folgt (Zahlenangaben in TEUR):

Verkaufserlöse
Sachverhalt Handelsware Grundstückserträge Gesamt
Inland 20.415 629 21.044
Ausland 19.292 0 19.292
Gesamt 39.707 629 40.336

2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Im Posten "sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Erträge), wie folgt enthalten:

Sachverhalte Betrag
TEUR
Erträge aus der Herabsetzung der EWB auf Forderungen 228
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 372
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 12
612

Im Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind (periodenfremde Aufwendungen), wie folgt enthalten:

Sachverhalte Betrag
TEUR
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 7

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter gem. § 285 Nr. 7 HGB beträgt 63,3 (Vorjahr 59,3) und teilt sich nachfolgenden Arbeitnehmergruppen auf:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Vollzeitbeschäftigte 35,0 (Vorjahr 32,3)
Teilzeitbeschäftigte 28,3 (Vorjahr 27,0)

2. Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt (§ 285 Nr. 10 HGB):

Name ausgeübter Beruf
Peter Böhler Kaufmann
Stefanie Böhler Bilanzbuchhalterin

Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Vorschlag zur Ergebnisverwendung (§ 285 Nr. 34 HGB)

Der Bilanzgewinn in Höhe von 17.149.585,28 Euro soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

4. Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 32 berechnet. Dieses entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

6. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Saarbrücken, den 13. Januar 2025

Peter Böhler

Stefanie Böhler

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.404,00 0,00 0,00 0,00 69.404,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 330.802,26 0,00 0,00 0,00 330.802,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.835.340,18 65.556,18 42.776,83 0,00 3.858.119,53
4.166.142,44 65.556,18 42.776,83 0,00 4.188.921,79
4.235.546,44 65.556,18 42.776,83 0,00 4.258.325,79
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.401,00 0,00 0,00 0,00 69.401,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 183.311,26 9.925,00 0,00 0,00 193.236,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.528.575,18 292.040,18 37.022,83 0,00 1.783.592,53
1.711.886,44 301.965,18 37.022,83 0,00 1.976.828,79
1.781.287,44 301.965,18 37.022,83 0,00 2.046.229,79
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 137.566,00 147
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.074.527,00 2.307
2.212.093,00 2.454
2.212.096,00 2.454

LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2023

LivingEdition GmbH

Fachhandel

Saarbrücken

Inhaltsverzeichnis

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

2. Geschäftsverlauf

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

3. Vermögenslage

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Chancen- und Prognosebericht

D. Risikobericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die LivingEdition GmbH wurde im Oktober 2003 als Nachfolgerin des früheren Einzelhandelsunternehmen Peter Böhler als hifi edition home entertainment GmbH gegründet und hat ihren Sitz in Saarbrücken. Die Umfirmierung zur heutigen LivingEdition GmbH fand im Jahr 2009 statt. Mit einer stark nachfrageorientierten Unternehmensstrategie verfügt das Unternehmen über ein Produktsortiment ausgesuchter Handelsmarken im Bereich hochwertiger Konsum- bzw. Luxusartikel.

Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der LivingEdition GmbH liegt im Bereich des Fachhandels / B2B.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden dabei hauptsächlich Fachhandels- bzw. B2B-Umsätze mit hochwertigen "Lifestyle-Produkten" in den Bereichen Schmuck, Uhren, Möbel, Haushaltsartikeln, Spielwaren sowie Fashion getätigt.

Die Strategie der LivingEdition GmbH bezieht sich auf:

den Ausbau der Marktanteile im Bereich Fachhandel / B2B

ein nachfrageorientiertes und hochwertiges Produktsortiment

die Etablierung eines patentierten Markenschutzprogramms sowie eines Brand Trust Systems, was auf jeden Kunden individuell zugeschnitten werden kann

die Weiterentwicklung von Controlling-Prozessen zur Optimierung der Vertriebsstruktur.

Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen wurde eine aus Sicht der Geschäftsleitung ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Um die Konkurrenzfähigkeit unserer Leistungen zu sichern, werden regelmäßig neue Produkte in unser Angebot aufgenommen, um diese am Markt zu etablieren.

Durch ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen möchte die Geschäftsführung den hohen Qualitätsstandard sichern, der eine wichtige bzw. wesentliche Grundlage für den Markterfolg der Produkte bildet.

2. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Im Berichtsjahr 2023 hat die Weltwirtschaft deutlich an Schwung verloren. Im Rahmen der Gemeinschaftsdiagnose (GD) der OECD sowie des IWF verzeichnete man bei der Weltkonjunktur nach einem kräftigen Start in das Jahr 2023 eine deutliche Verlangsamung über den restlichen Zeitraum. Wesentliche Gründe für diese Entwicklung resultieren aus einer schwachen Industrieproduktion sowie den weltweit gestiegenen Zinsen.

Anhaltend hohen Energiekosten seit Beginn des Ukraine-Konfliktes sowie die verhaltene Wirtschaftsentwicklung in China, die wesentlich aus der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor resultiert, werden als weitere Faktoren ausgemacht. Ebenso sinkt die weltweite Inflation nur langsam von einem sehr hohen Niveau.

Das weltweite Wachstum des Jahres 2023 war mit etwas mehr als 3% höher als nach den Prognosen des vergangenen Jahres mit ca. 2,9%. Diese Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft war allerdings regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während in den USA ein sehr robustes Wachstum zu verzeichnen war, was durch den Konsum privater Haushalte und eine expansive Finanzpolitik angetrieben wurde, schwächte sich insbesondere in Europa das Wachstum dagegen ab.

Diese globale Entwicklung hat sich auch auf das Wachstum in Deutschland ausgewirkt. Das Bruttoinlandsprodukt 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um 0,3% gesunken. Experten zufolge ist vor allem die lahmende Weltkonjunktur aber auch die Konsumzurückhaltung der Verbraucher infolge hoher Inflationsraten für die schwache deutsche Konjunktur verantwortlich. Die deutsche Wirtschaft bewegt sich seit fast vier Jahren in einem nahezu andauernden Krisenmodus, auf die Corona-Krise folgte im Februar 2022 der russische Angriff auf die Ukraine, der die Preise für Energie und Nahrungsmittel steigen ließ. Der Nahostkonflikt sorgt für neue Unsicherheit, zudem trifft die jüngste Haushaltskrise Deutschland in einem Moment wirtschaftlicher Schwäche.

Trotz des angespannten wirtschaftlichen Umfeldes ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland mit 45,9 Millionen gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der Arbeitslosen von 2,42 Millionen Personen im Vorjahr auf nunmehr 2,61 Millionen Personen gestiegen, die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr um 0,4 %-Punkte auf 5,7 %.

Der deutsche Außenhandel zeigte im Jahr 2023 eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Während die Exporte um 2% und die Importe um 10% gesunken sind, stieg der Außenhandelsüberschuss gegenüber dem historisch niedrigen Vorjahr um rd. 135% auf nunmehr 209 Milliarden Euro an. Damit stieg der deutsche Exportüberschuss wieder nach sechs defizitären Jahren in Folge.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,9 %, die privaten Konsumausgaben sind um 0,8% gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Trotz der anhaltenden geopolitischen Risiken sehen die OECD sowie der IWF verschiedene Anhaltspunkte für vorsichtigen Optimismus. Man rechnet ab 2024 mit einem schnelleren Rückgang der Inflation als prognostiziert und die Arbeitslosigkeit ist in den meisten Regionen weltweit auf oder nahe einem Rekordtief. Daher nehmen die genannten Organisationen hinsichtlich der Konjunkturentwicklung leichte Aufwärtskorrekturen ab 2024 vor.

(Quellenangaben: Bundesministerium für Wirtschaft, Statistisches Bundesamt)

Entwicklung der Branche

Der globale Luxusgütermarkt zeigte sich im Jahr 2023 trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Turbulenzen bemerkenswert stabil und überschritt die Rekordmarke von 1,5 Billionen Euro. Insbesondere die Umsätze mit Luxuserlebnissen wie etwa in der Tourismusbranche legten zuletzt kräftig zu, wobei generell in den asiatischen Ländern eine positive Dynamik zu verzeichnen ist. Die aktuelle Bain-Studie prognostiziert, dass chinesische Konsumenten bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 35 - 40% Markt für sog. "persönliche Luxusgüter" erreichen werden.

Gerade in diesem Schlüsselsegment der sog. "persönlichen Luxusgüter" - wie etwa hochwertige Kleidung, Schuhe, Lederwaren, Parfum und Schmuck - konnte im Jahr 2023 ein anhaltendes Wachstum verzeichnet werden. Allerdings deuten aktuelle Prognosen auch auf eine Verlangsamung der Performance persönlicher Luxusgüter im Jahr 2024 hin. Hier wird aus Sicht der Branchenexperten von Bain & Company der Markt nur mehr für 65 - 70% der Marken ein positives Wachstum generieren - gegenüber 95% im Vergleichsjahr 2022. Daher geht es jetzt für die Marken mit Blick auf die künftige Entwicklung um das Thema Widerstandsfähigkeit, Relevanz und Innovation.

Laut statistischem Bundesamt lag der Markt für "persönliche Luxusgüter" in Deutschland im Jahr 2023 bei rd. 14,2 Milliarden Euro.

Völlig anders dagegen zeigte sich die Entwicklung mit Blick auf den gesamten Einzelhandel in Deutschland: die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher spiegelte sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen. Insbesondere im inländischen E-Commerce fiel der Brutto-Umsatz mit Waren im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 Prozent auf 79,7 Mrd. Euro (Vorjahr 90,4 Mrd. Euro).

Insgesamt resultierte somit erstmals seit dem Jahr 2020 wieder ein Branchenumsatz im gesamten E-Commerce (Waren und Dienstleistungen) von unter 100 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr wirkte sich die inländische Kaufzurückhaltung im Onlinehandel insbesondere in Warengruppen wie Bekleidung (-13,3%) und Unterhaltungsartikel (-14,7%) stark aus, hier haben die Konsumenten besonders gespart.

Der bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V.) erwartet, dass die Talsohle im deutschen E-Commerce im Laufe des aktuellen Jahres erreicht wird. Bereits die Zahlen des vierten Quartals 2023 zeigten vorsichtig auf eine Stabilisierung der Umsätze hin, wobei sich bereits im zweiten Quartal 2024 diese positiven Signale mit einem kleinen Umsatzwachstum von 0,2% im Vorjahresvergleich bestätigten und damit die Anfänge einer Normalisierung im Markt wahrgenommen wurden.

Diese Entwicklung hat sich auch im dritten Quartal 2024 mit einem Umsatzwachstum von 1,5% weiter gefestigt und damit nach Einschätzung des bevh gezeigt, dass sich der Erholungstrend im Onlinehandel fortsetzt und einen Punkt erreicht hat, ab dem die Umsätze nicht mehr weiter fallen.

(Quellenangaben: Bain & Company gemeinsam mit dem ital. Luxusgüterverband Fondazione Altagamma, Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V., bevh )

Einschätzung der Unternehmensleitung

Das Jahr 2023 war für die LivingEdition GmbH ein schwieriges Jahr. Viele Veränderungen und Umstellungen im B2B-Markt, ein stark verunsichertes Konsumentenverhalten und noch nicht ganz angepasste Vertriebsstrukturen aus den Rekord-Umsatzjahren nach Corona haben sich deutlich auf die Erfolgszahlen des Berichtszeitraumes ausgewirkt.

Für das Jahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem deutlich besseren Ergebnis. Bis ins zweite Halbjahr 2024 hat sich der Umsatz um ca. 14% und der Rohertrag um ca. 22% gegenüber dem Berichtsjahr verbessert und bietet somit eine gute Ausgangslage für den Rest des Jahres.

Daneben investiert das Unternehmen mittlerweile intensiv in die Bereiche "Business Intelligence" und "künstliche Intelligenz" um durch den Zugriff sowie die Analyse und Auswertung von unternehmerischen Daten betriebliche Abläufe und Strukturen zu optimieren. Ziel ist es die Warenwirtschaft im sechsstelligen Euro-Bereich noch sicherer und effizienter zu modernisieren.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Bei der Finanz- und Vermögenslage der LivingEdition GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 eine deutliche Konsolidierung gegenüber den Vorjahren abgebildet. Die Ertragszahlen des Berichtszeitraums fallen deutlich unter die des Vorjahres.

1. Ertragslage

Die Geschäftsleitung zieht zur finanziellen Steuerung des Unternehmens u.a. den Umsatz als Leistungsindikator heran. Der Umsatz in Höhe von EUR 40.336.050,83 hat sich um 34,0% mit EUR 20.764.552,80 gegenüber dem Vorjahr verringert. Der Umsatzrückgang liegt damit deutlich über dem prognostizierten Wert von 26,3%.

Im Bereich der Fachhandelsumsätze / B2B erfolgte im Berichtsjahr eine Konsolidierung des Auftragsbestands, hier kam es zu einer entsprechenden Reduzierung der Absatzmengen. Die Auftragslage kann jedoch insgesamt als nachhaltig stabil bezeichnet werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich überwiegend aus Erträgen aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen, Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen sowie Marketingzuschüssen zusammen und haben sich im Berichtszeitraum um 249,0 % auf EUR 910.495,19 erhöht.

Der Materialaufwand verringerte sich umsatzbedingt um 33,6% auf insgesamt EUR 30.469.635,30, wobei sich die Materialeinsatzquote nicht wesentlich verändert hat, so dass sich der Rohertrag deutlich um 35,1% auf EUR 9.866.415,53 verringert hat.

Aufgrund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Handelswaren im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Die Beschaffungsmarktpreise blieben im Berichtszeitraum auf einem hohen Niveau. Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zum Verkauf erforderlichen Waren mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen.

Der Personalaufwand erhöhte sich vorwiegend bedingt durch eine höhere Mitarbeiterzahl um 7,9% auf insgesamt EUR 2.899.534,53.

Die Abschreibungen lagen mit EUR 301.965,18 um 4,7% unter den Vorjahreswerten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 17,0% auf EUR 4.743.276,16 wiederholt deutlich reduziert. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus verringerten Kosten der Warenabgabe.

Das Ergebnis nach Ertragsteuern hat sich mit EUR 1.785.288,58 um 59,4% gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert.

Der Jahresüberschuss hat sich gleichsam deutlich von EUR 4.390.283,06 im Vorjahr um 59,4% auf EUR 1.783.245,58 verringert.

2. Finanzlage

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr nach Ansicht der Geschäftsführung jederzeit ausreichend und stabil. Die Gesellschaft verfügt über ausreichende finanzielle Reserven und befindet sich nach Einschätzung des Managements damit in einer strategisch gesicherten Situation. Die Gesellschaft kann weiterhin auf bestehende Finanzierungslinien im Rahmen eines erweiterten Gesellschafterdarlehens zurückgreifen. Weiterhin stehen bei den Hausbanken nicht ausgeschöpfte laufende Kreditlinien zur Verfügung, ein im Vorjahr erstmals mit 682 TEUR in Anspruch genommener Kredit wurde im Berichtszeitraum vollständig zurückgezahlt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr TEUR 7.892 (Vorjahr TEUR 3.060).

Die Vermögens- und die Kapitalstruktur zeigt die nach Ansicht der Geschäftsführung solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung.

Die Lieferantenverbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 253.421,58 auf EUR 3.405.052,83 verringert. Gleichzeitig haben sich die Kundenforderungen um EUR 4.815.542,16 auf EUR 14.399.878,33 verringert. Durch den zeitnahen Ausgleich unserer Forderungen nach dem Bilanzstichtag sowie der seit Jahren praktizierten finanziellen Unterstützung aus der Gesellschafterebene betrachten wir die Liquiditätssituation des Unternehmens als solide und stabil. Das Unternehmen war im Geschäftsjahr 2023 stets in der Lage, seine fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Ziel unserer Kreditpolitik ist es nach wie vor, gegenüber unseren externen Kreditgebern ein höchstmögliches Maß an Unabhängigkeit zu erreichen. Diesem Ziel entsprach nach Ansicht der Geschäftsführung die in den vergangenen Jahren aufgebaute stabile Liquiditätslage, die es uns ermöglicht, die Investitionen sowie den strategischen Ausbau des Unternehmens aus Eigenmitteln heraus zu gewährleisten. Mit dieser geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig eine erfolgreiche Unternehmenspolitik betreiben zu können.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der LivingEdition GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 26.363.412,51. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 32.204.782,34) um 18,1% verringert.

An der Bilanzsumme hat das Anlagevermögen zum 31.12.2023 einen Anteil von 8,4%.

Unser Vorratsvermögen betrug zum 31.12.2023 EUR 6.521.899,30 und hatte somit einen Anteil von 24,7% an der Bilanzsumme. Die Verringerung in Höhe von 12,6%-Punkten gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Rückgang des Verkaufsgeschäftes im Berichtsjahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 25,1% auf EUR 14.399.878,33 verringert und tragen damit einen Anteil in Höhe von 54,6% am Gesamtkapital bei. Der Rückgang der Forderungen ist aus der zahlungstechnischen Bereinigung von Vorjahresbeträgen sowie aus der reduzierten Nachfragesituation des Berichtszeitraumes.

Das Eigenkapital zum 31.12.2023 mit EUR 17.449.585,28 hat sich gegenüber dem Vorjahr ausschüttungs- und ertragsbedingt um 17,3% verringert, die Eigenkapitalquote liegt mit 66,2% nahezu gleich mit dem Ausweis des Vorjahres. Die Kontinuität der Eigenkapitalquote ist substanziell auf den Rückgang der Bilanzsumme zurückzuführen.

Die Rückstellungen haben sich insgesamt um 5,0% auf EUR 904.780,80 erhöht und nehmen einen Anteil von 3,4% an der Bilanzsumme ein. Die Erhöhung betrifft insbesondere die Steuerrückstellungen (143,9 TEUR) sowie die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 13,4). Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 24,4% verringert, wobei sich die Verringerungen insbesondere bei den Personalkosten (41,7 TEUR) sowie bei den Sonstigen (68,9 TEUR) zeigen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 4.603.993,60 haben sich gegenüber dem Vorjahr um 22,0% verringert und weisen einen Anteil von 17,5% am Gesamtkapital aus. Der Rückgang ergibt sich hauptsächlich durch die Rückführung der kreditorischen Debitoren (TEUR 1.164,9).

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Trotz der wirtschaftlichen Verunsicherung der Verbraucher besteht im Luxusgütermarkt in vielen Bereichen noch ungenutztes Potential. So geht man davon aus, dass bis 2030 rund 30% der Luxuseinkäufe durch die junge Generation Z (Jahrgänge 1995 - 2010) getätigt werden.

Allgemein ist im gesamten Einzelhandel festzustellen, dass durch die weitere Etablierung des Onlinehandels beim Konsumenten der Warenumsatz im Berichtszeitraum aufgrund der konjunkturellen Verwerfungen nicht wie in den vorangegangenen "Corona-Jahren" weiter gestiegen ist, aber langfristig ein nachhaltiges Wachstum zu erwarten ist, was zu einer Erholung der Märkte und damit einhergehenden Belebung des Konsumverhaltens führen wird. Hier wirken sich die positiven Erfahrungen der Konsumenten mit dem Onlinehandel während der Corona-Pandemie offensichtlich so aus, dass ein Großteil dieser Käuferschichten dem Onlinehandel treu geblieben ist.

Daher werden wir unsere Schlüsselposition, in der wir nachhaltig viele B2B und B2E (Stichwort "Employer / Employees") erfolgreich bedienen, weiterhin gezielt ausbauen. Strategisch betrachtet ist für die weitere Entwicklung der LivingEdition GmbH aus Sicht der Unternehmensleitung eine gezielte ausgeweitete Marktpräsenz im B2B-Bereich, der als Vorstufe des gesamten Einzelhandels fungiert, weiterhin von großer Bedeutung.

Was nach Einschätzung der Geschäftsführung ebenfalls zu einem langfristigen Erfolg des Unternehmens beiträgt, sind die nach dem flexiblen Bedarf des Marktes gezielt gesteuerten und kontinuierlichen Investitionen in die betriebliche Struktur unter Einbindung einer "BI - Business Intelligence" - sowie die in den letzten Jahren forcierten Vertriebsmaßnahmen und Kostenanpassungen.

Mit einer qualitätsorientierten Diversifizierung auf ausgesuchte Warenbereiche beabsichtigt das Unternehmen, die bestehenden Schwankungen und Risiken im Umfeld, insbesondere die durch die inflationäre Entwicklung ausgelösten Kostensteigerungen und Einkaufskonditionen, auszubalancieren und sich ergebende Chancen gezielt zu nutzen.

Die Geschäftsführung schätzt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft trotz der aktuellen geopolitischen Krise in der Ukraine als stabil und nachhaltig ein und rechnet nach dem Abklingen der inflationären Entwicklung langfristig mit einer Konsolidierung des Umsatzes bei ca. 50-60 Mio. Euro.

C. Chancen- und Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussende Entwicklungen und Risiken erschweren jede Prognose. Aus heutiger Sicht erscheint uns folgende Prognose als realistisch:

Durch die umfassenden Marktveränderungen nach der Corona-Pandemie und den darauffolgenden geopolitischen Konflikten sind nach den bereits getätigten Investitionsmaßnahmen im Logistik- und Vertriebsbereich künftig Maßnahmen zur Weiterentwicklung unserer Vertriebs- und Kostenstruktur erforderlich. Daneben wird die permanente Neustrukturierung ausgewählter Produktlinien unseres Fachhandels sowie die Etablierung und Ausdehnung der Markenschutzmaßnahmen und des Brand Trust Systems weiter vorangetrieben. Zur Optimierung der vertrieblichen Strukturen sowie zur Verbesserung der Kontrollprozesse haben wir uns in den letzten Jahren mit Fachkräften verstärkt. Für den Bereich der Logistik und des Vertriebes setzen wir auf die Möglichkeiten einer optimalen Nutzung unserer umfassenden Daten durch den Einsatz von "Business Intelligence" und "künstlicher Intelligenz".

Für das Jahr 2024 rechnen wir - angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Situation - mit einer Umsatzentwicklung zwischen 45 Mio. bis 50 Mio. Euro. Für das Folgejahr 2025 gehen wir ebenfalls von einer vergleichbaren Umsatzentwicklung aus. Für das Jahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem deutlich höheren Ergebnis vor Steuern als in 2023 und für das Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis auf dem Niveau von 2024. Langfristig rechnen wir nach Beruhigung der geopolitischen Weltlage und Rückgang der inflationären Entwicklungen, die den End-Konsumenten derzeit stark verunsichert, mit einer Belebung des Wachstums. Einen weiteren Grund für das auf lange Sicht prognostizierte Wachstum sehen wir durch die Ausweitung unserer Geschäftszweige und den konsequenten Ausbau der logistischen Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:

der Optimierung der Gesamtlogistik durch eine langfristige Investitionsstrategie

der Ausweitung / Optimierung von Geschäftsbeziehungen im Rahmen des Markenschutzprogramms

der stabilen Nachfrage in dem Geschäftsbereich hochwertige Konsum- / Luxusartikel

der Erschließung neuer Absatzmärkte und Ausbau neuer Geschäftszweige

einer stabilen finanziellen Situation

neuen innovativen bzw. nachgefragten Produkten

streng ausgesuchter Produktqualität

einem gezielten Einsatz von Produktmargen zur Optimierung der Kernbereiche

der Verbesserung vertrieblicher Strukturen und der Controlling-Prozesse.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

Wir werden auch weiterhin die Markenentwicklung der von uns vertriebenen Produkte als wichtigste Steuerungsgröße unserer unternehmerischen Betätigung als Maßstab für die Ausweitung oder Reduktion unseres Produktportfolios analysieren.

Besondere Einflussfaktoren

Die inflationären bzw. rezessiven Folgen, die durch den Ukraine-Krieg weltweit ausgelöst wurden, stellen einen erheblichen Unsicherheitsfaktor dar, der sich auf das Nachfrageverhalten der Konsumenten nachhaltig auswirkt.

Durch diese Verunsicherung der Konsumenten kommt es zu deutlichen Umsatzeinbrüchen im gesamten Handelsbereich, was sich insbesondere in einem historisch hohen Rückgang des GfK-Konsumgüterindexes gezeigt hatte. Das Konsumklima befindet sich zwar nachhaltig auf einem langsamen Erholungskurs, wobei der Index aber nicht an die Entwicklung der Vorjahre anknüpfen kann.

Obwohl führende Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem baldigen Ende der konjunkturellen Situation nicht rechnen, sieht man trotz der anhaltenden geopolitischen Risiken verschiedene Anhaltspunkte für vorsichtigen Optimismus. Man rechnet ab 2024 mit einem schnelleren Rückgang der Inflation als erwartet und nimmt daher leichte konjunkturelle Aufwärtskorrekturen ab 2024 vor.

Aufgrund der aktuellen geopolitischen Entwicklung sind die finalen wirtschaftlichen Auswirkungen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts noch nicht hinreichend verlässlich prognostizierbar. Die Geschäftsführung sieht aber das Unternehmen weiterhin in einem langfristig kontinuierlich wachsenden Nischenmarkt aufgestellt, der im Vergleich zum gesamten Konsumgütermarkt mit Blick auf die zukünftige internationale und technische Entwicklung mehr Chancen als Risiken bietet.

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Vom Unternehmen wurden in den vergangenen Jahren in den verschiedensten Betriebsebenen Kontroll- und Überwachungsmechanismen implementiert, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden.

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards hat die Geschäftsführung ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potenzielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können. Mit diesem System arbeitet eine interne Abteilung mit mehreren Mitarbeitern, die dabei durch externe Berater unterstützt werden, um eine regelmäßige abteilungsübergreifende Berichterstattung an die Geschäftsführung zu gewährleisten.

Dieses interne System wird durch eine Prozessmanagementsteuerung mit der entsprechenden fachlich qualifizierten personellen Besetzung unterstützt.

Das in den vergangenen Jahren neu konzipierte Risikomanagementsystem wurde etabliert, um die aktuelle Berichterstattung zu optimieren. Zur Erfassung und Steuerung von Risiken wurde ein Kennzahlensystem entwickelt, das regelmäßig weiterentwickelt und an geänderte Verhältnisse bzw. Produkte angepasst wird. Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.

Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir nach unserer Beurteilung wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt. Wesentlich für dieses Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungssystem sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem, wie sie in der Kosten- und Leistungsrechnung zum Einsatz kommt. Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Dazu zählen wir:

die Anwendung intern aufgestellter und verbindlicher Richtlinien bzw. Arbeitsanweisungen

den Einsatz professionell angepasster und zuverlässiger Software

die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

regelmäßige Abweichungsanalysen und Auswertung der Kosten- und Leistungsrechnung

die Nutzung moderner Warenwirtschaftssysteme ("SAGE 100" für den kaufmännischen Bereich in Kombination mit "WMS" für den Logistikbereich)

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die unkalkulierbare Belastung mit einem Lagerwertausgleich zulasten des Unternehmens wird durch eine vertraglich geregelte pauschale Vergütung mit den Abnehmern ausgeschlossen.

Alle weiteren aus der insbesondere inflationären Entwicklung der Folgejahre heraus resultierenden Risiken sind zurzeit insgesamt noch nicht final absehbar bzw. quantifizierbar. Soweit das der Markt hergibt, werden die Kostensteigerungen an den Kunden weitergegeben.

Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Jedoch besteht mit Blick auf das spezielle Produktsortiment des Fachhandels bzw. der Marktnische eine gewisse Unabhängigkeit von allgemeinen Konjunkturschwankungen. Ebenso geht von der geopolitisch unruhigen Gesamtlage mit gestiegenen Energie- und Herstellerkosten ein gewisses Marktrisiko aus, hier lassen sich jedoch keine verlässlichen bzw. stabilen wirtschaftlichen Prognosen für die nächsten Jahre treffen.

Gezielte Abgabenerhöhungen auf Luxusgüter und dadurch ausgelöste Preissteigerungen können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.

Wesentlich drastischer könnte sich die weltweite inflationäre Entwicklung im Zuge des Ukraine-Konfliktes auswirken, infolgedessen ein deutlicher Anstieg der Energie- und Herstellerpreise zu verzeichnen ist. Ein Ende dieser Entwicklungen ist vorerst nach Einschätzung führender Wirtschaftsforschungsinstitute nicht zu rechnen, so dass die Geschäftsführung erst mittelfristig mit einer Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfeldes rechnet.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt nach unserer Einschätzung in besonderem Maße davon ab, innovative und nachgefragte Handelswaren zu etablieren. Insbesondere erkennen wir folgende Risiken:

Abhängigkeit von modischen Änderungen

Versteckte Qualitätsmängel

das Fehlen innovativer bzw. nachgefragter Produkte

sinkende Deckungsbeiträge im Produktsortiment

Verzögerungen in den globalen Lieferketten

Kostenrisiko durch steigende Energie- und Herstellerpreise sowie steigender Leitzinsen

Die LivingEdition GmbH hat ein patentiertes Markenschutzprogramm und international das "BTS" (Brand Trust System) implementiert, was eine eingetragene Bildmarke sowie ein patentiertes Konzept umfasst. Auf nationaler und globaler Ebene wurde es bereits in den Vorjahren umgesetzt.

Die LivingEdition GmbH kann sich dadurch nach Ansicht der Geschäftsführung marktstrategisch als Mediator zwischen Industrie und Handel aufstellen und gewährleistet damit, dass das Angebot am Markt dem selektiven Vertriebsvertrag der Industrie entspricht und sichert damit die Interessen von Industrie und Fachhandel. Die Geschäftsführung strebt eine weitsichtige Einkaufs- und Warenbestandsführung an, um potentielle Engpässe in den globalen Lieferketten und eine inflationär bedingte unkontrollierte Kostensteigerung möglichst zu vermeiden.

Personalrisiken

Die LivingEdition GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Vor allem in den kommenden Jahren besteht großer Bedarf an qualifiziertem Personal, was unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen erfordert. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter (z.B. neues Logistikwirtschaftssystem, Sprachkurse etc.) sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Durch die Einbindung der Mitarbeiter in die Entscheidungsprozesse und die Teilhabe am Unternehmenserfolg möchte die Geschäftsführung die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen stetig ausbauen und damit dem Fluktuationsrisiko begegnen.

Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale

Insbesondere erkennen wir folgende Risiken:

Rücknahme von Bestands- oder Ertragsgarantien

verschärfende gesetzliche Auflagen

Schadensersatzklagen

Die Geschäftsführung begegnet diesen Risiken durch die regelmäßige Beobachtung und Analyse neuer rechtlicher Auflagen und die Hinzuziehung rechtlicher Berater bei Bedarf.

Bestandsgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, welche sich auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu erkennen.

Gesamtrisikolage

Die Geschäftsleitung beurteilt die Gesamtrisikolage des Unternehmens auch im Hinblick auf die geopolitischen und inflationären Entwicklungen als überschaubar.

 

Saarbrücken, den 13. Januar 2025

Peter Böhler

Stefanie Böhler

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LivingEdition GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LivingEdition GmbH, Saarbrücken - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LivingEdition GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, 13. Januar 2025

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Delizia, Wirtschaftsprüferin

Waldner, Wirtschaftsprüfer

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