Ensinger Vermögensverwaltungs eGbR
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ute Selle seit 3.3.2026 | Prokura |
Tobias Kops seit 3.3.2026 | Prokura |
Sabine Dr. Winnik seit 3.3.2026 | Prokura |
Ulrike Deschka seit 15.8.2025 | Geschäftsführer |
Alexander Kovats-Buchholz seit 11.4.2025 | Prokura |
Björn Sascha Schneekloth seit 28.10.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Fischer seit 4.4.2024 | Prokura |
Johannes van Schaik seit 20.12.2022 | Prokura |
Matthias Nill seit 20.12.2022 | Prokura |
Alexander Stehle seit 20.12.2022 | Prokura |
Edith Schneider seit 4.3.2022 | Prokura |
Matthias Wochele seit 4.3.2022 | Prokura |
Ralph Thomas Pernizsak seit 24.4.2020 | Geschäftsführer |
Sven Heidinger seit 4.5.2018 | Prokura |
Achim Lehmann seit 8.8.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ensinger Holding GmbH & Co. KGNufringenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Ensinger Holding GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Ensinger Holding GmbH & Co. KG, Nufringen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ensinger Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 23. August 2023 Ernst
& Young GmbH
Heubach, Wirtschaftsprüfer Storz, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. März 2023Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022/23
Konzernkapitalflussrechnung für 2022/2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022/2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/23Allgemeine Angaben Der Konzernjahresabschluss der Ensinger Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Nufringen, eingetragen beim Amtsgericht Stuttgart unter der HRA-Nr. 242292 zum 31. März 2023, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt. Die Unternehmen Ensinger Holding GmbH & Co. KG, Nufringen, Ensinger GmbH, Nufringen, sowie die Grundstücksverwaltungsgesellschaft Ensinger/Balbach GmbH, Nufringen, machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch. Konsolidierungskreis Das Mutterunternehmen des Konzerns bildet die Ensinger Holding GmbH & Co. KG, die den kleinsten und größten Kreis darstellt. Der Konsolidierungskreis wurde angepasst. Zum 1. April 2022 wurde die bisher vollkonsolidierte Gesellschaft Moll Engineering GmbH mit der Gesellschaft Ensinger GmbH verschmolzen. Zum 1. Dezember 2022 wurde die Gesellschaft Ensinger PolyTech Inc. erworben. Hierbei entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.621 (TUSD 1.682). Darüber hinaus wurden zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung folgende Werte mit in den Konzernabschluss einbezogen:
Zum 16. März 2023 wurden die Gesellschaften Watford Plastics Ltd. und Ensinger Precision Engineering Ltd. geschlossen, sodass diese Gesellschaften nicht mehr Teil des Konsolidierungskreises sind. Die Entkonsolidierung hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wodurch die Vergleichbarkeit zum Vorjahr nicht eingeschränkt ist. Zum Konzernabschluss gehören neben der Ensinger Holding GmbH & Co. KG die in der nachfolgenden Übersicht genannten inländischen und ausländischen Tochterunternehmen: Ensinger Holding GmbH & Co. KG
(2) Diese Anteile werden von der Ensinger GmbH
gehalten.
(3) Diese Anteile werden von der Ensinger Group
Ltd. gehalten.
(4) Diese Anteile werden von der Ensinger France
S.A.R.L. gehalten.
(5) Diese Anteile werden von der Ensinger S.A.
gehalten.
(6) Diese Anteile werden von der Ensinger Asia
Holding Pte. Ltd. gehalten.
(7) Diese Anteile werden von der Ensinger
Industries, Inc. gehalten.
(8) Diese Anteile werden von der Ensinger, Inc.
gehalten.
(9) Diese Anteile werden von der Ensinger
Sintimid GmbH gehalten.
(10) Diese Anteile werden von der Ensinger
Precision Components, Inc. gehalten.
(11) Diese Anteile werden von der Ensinger
Properties, LLP gehalten.
Konsolidierungsgrundsätze Die Konsolidierung der geprüften Jahresabschlüsse der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen wurde unter Beachtung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB vorgenommen. Die Konsolidierungsgrundsätze des § 301 HGB i. V. m. § 309 HGB in der Fassung vor dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurden für vor dem 31. Dezember 2009 einbezogene Gesellschaften beibehalten. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Obergesellschaft aufgestellt; die Tochterunternehmen bilanzieren größtenteils zum 31. März. Lediglich die chinesischen und die südamerikanischen Tochtergesellschaften haben ein dem Kalenderjahr entsprechendes Geschäftsjahr. Die Einbeziehung dieser Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss wurde auf der Grundlage von Zwischenabschlüssen auf den 31. März 2023 vorgenommen. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem 31. März 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt, ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. April 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei, soweit möglich, den betreffenden Aktivposten zugeordnet; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden innerhalb des Eigenkapitals (Gewinnrücklagen) erfasst. Die auf Ebene der Ensinger Holding GmbH & Co. KG zusätzlich entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 202.173 wurden gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F. zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung offen mit den Rücklagen verrechnet. Sowohl die aus der Kapitalkonsolidierung als auch die aus den Einzelabschlüssen entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte, die nach Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) entstanden sind, werden je nach Begründung unterschiedlich abgeschrieben. Weitere Konsolidierungen Zwischenergebnisse, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert. Für die Bildung latenter Steuerabgrenzungen wurden die individuellen Landessteuersätze verwendet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Ensinger Holding GmbH & Co. KG werden grundsätzlich im Konzern einheitlich angewandt und sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Für Geschäfts- oder Firmenwerte wurde eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt, da es sich bei den durch diese Firmen entwickelten Produkte um Produktgruppen mit typischen Lebenszyklen von 10 Jahren handelt und sich der Markt für diese Produktgruppen nur sehr langsam verändert. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare und degressive planmäßige Abschreibungen, bewertet. Für Zugänge ab 1. April 2010 wird ausschließlich die lineare Abschreibung genutzt. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungsgemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Für bestimmte Vorräte werden die Werte mithilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren (Festwerte) ermittelt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellkosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten, sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden teilweise aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für angemessene Gewinne vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Beachtung des Niederstwertprinzips, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nennwert angesetzt. Erhaltene Investitionszuschüsse werden im Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert. Dieser Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter aufgelöst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz über 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,79 % (Vj. 1,81 %) verwendet. Erwartete Gehalts-steigerungen wurden zwischen 0 % und 2,5% (Vj. 0 % und 2,5 %), erwartete Rentensteigerungen zwischen 0 % und 2,0 % (Vj. zwischen 1,0 % und 5,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate zwischen 0 % und 4,2% (Vj. 0 % und 4,3%) berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten realisierte und unrealisierte Währungsdifferenzen. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen), zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Im Anlagespiegel wurden die Umrechnungsdifferenzen aus der Anwendung des Stichtagskursverfahrens zwischen Anfangsbeständen, Bewegungen des laufenden Jahres und Schlussbeständen in einer separaten Spalte ausgewiesen. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung des Unternehmens darstellt. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Währungsbedingte Veränderungen sind in einer eigenen Spalte dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen fielen im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 2) an. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einzelfallbezogen über die spezifische Nutzungsdauer abgeschrieben. Die gewählte Nutzungsdauer entspricht im Wesentlichen dem Lebenszyklus der Produkte des erworbenen Unternehmens. Für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wird eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer von Gebäuden beträgt 20 bis 40 Jahre, von technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre, von anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 114 (Vj. TEUR 150) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestanden, wie im Vorjahr, nicht. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern gemäß § 274 HGB in Höhe von TEUR 4.335 (Vj. TEUR 2.579) resultieren im Wesentlichen aus den Bereichen Vorräte, Forderungen und Rückstellungen. Auf Verlustvorträge wurden TEUR 490 (Vj. TEUR 0) an latenten Steueransprüchen aktiviert. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.772 (Vj. TEUR 4.117) resultieren im Wesentlichen aus Sachanlagevermögen. Aktive latente Steuern gemäß § 306 HGB in Höhe von TEUR 4.361 (Vj. TEUR 2.886) resultieren im Wesentlichen aus der Zwischengewinneliminierung. Passive latente Steuern in Höhe von TEUR 363 (Vj. TEUR 328) resultieren im Wesentlichen aus der Eliminierung von Wertberichtigungen auf konzerninterne Forderungen / Darlehen. Der Berechnung für inländische Steuern wurden Steuersätze zwischen 6,5 % und 30,0 % zugrunde gelegt. Für ausländische Steuern kamen Steuersätze zwischen 11,0 % und 34,59 % zur Anwendung. Passiva Eigenkapital Die Kapitalanteile der Kommanditisten in Höhe von TEUR 5.210 entsprechen dem Ausweis der Muttergesellschaft. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln. Dieser Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. März 2023 TEUR 58 (Vj. TEUR 87). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 25.671 (Vj. TEUR 27.588) betreffen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 16.451 (Vj. TEUR 22.027), Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 740 (Vj. TEUR 798) und übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.480 (Vj. TEUR 4.763), die sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Kundenboni und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zusammensetzen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt (Vorjahreszahlen kursiv):
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung der Produktgruppe Kunststoffe nach geographischen Märkten:
Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind hauptsächlich die Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.509 (Vj. TEUR 3.384), die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 435 (Vj. TEUR 235), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 495 (Vj. TEUR 151) und Schadensersatz in Höhe von TEUR 406 (Vj. TEUR 671) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.511 (Vj. TEUR 366) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Kursverluste in Höhe von TEUR 4.789 (Vj. TEUR 3.054), Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 122 (Vj. TEUR 381) und Verluste aus Anlagenabgängen von TEUR 145 (Vj. TEUR 272). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.045 (Vj. TEUR 5) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Im Berichtsjahr betragen die Steuern auf Einkommen und Ertrag TEUR 16.651 (Vj. TEUR 18.736). Auf Vorjahre entfällt ein Aufwand in Höhe von TEUR 35 (Vj. Ertrag TEUR 163). Im Übrigen verweisen wir zu latenten Steuern auf unsere Ausführungen zur Bilanz. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital steht vollständig zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsbeträgen wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der begünstigten Gesellschaften als gering eingeschätzt. Die Miet- und Leasingverpflichtungen betragen TEUR 9.356 (Vj. TEUR 6.055 ). Für die Gesellschaft entsteht durch die Inanspruchnahme solcher Verträge ein breiterer finanzieller Handlungsspielraum für künftige Entscheidungen bei Leasingverträgen, da die Leasing-Gesellschaft die Finanzierung des Objektes übernimmt. Zudem werden die Abhängigkeiten von Kreditinstituten verringert. Die Leasing-Raten fallen parallel zur Nutzung des Gegenstands an. Der Finanzierungsaufwand verteilt sich auf die Nutzungsdauer und damit auch auf den Zeitraum, in dem Erträge aus dem Objekt erwirtschaftet werden. Aufgrund der entfallenden Vorfinanzierung erhöht sich die Eigenkapitalquote und Liquidität, zudem besteht bei Leasingmaschinen die Möglichkeit, schneller auf technische Neuerungen zu reagieren. Nachteilig wirken sich die entstandenen Leasing-Raten aus. Hinzu kommen laufende Kosten für Versicherungen, Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen. Das Risiko, dass die Mietverträge nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit nicht verlängert werden, sehen wir als gering an. Die Vorteile der Mietverhältnisse anstelle von eigengenutzten Räumlichkeiten liegen in der geringeren Kapitalbindung und der höheren Flexibilität. Zum Aufstellungszeitpunkt sind keine Miet- und Leasingverträge gekündigt worden. Risiken sind derzeit keine bekannt. Derivative Finanzinstrumente Zum 31. März 2023 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung von Währungsrisiken. Die Nominalvolumina spiegeln die Beträge aller Einzelgeschäfte wider. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente entsprechen - bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde.
Die beizulegenden Zeitwerte der währungsbezogenen Geschäfte enthalten in Höhe von TEUR 34 positive Werte und TEUR 62 negative Werte, für die eine bilanzielle Vorsorge getroffen wurde. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Nahestehende Personen der Gesellschafter der Ensinger Holding GmbH & Co. KG haben dieser zum Bilanzstichtag Darlehen in Höhe von TEUR 1.228 (Vj. TEUR 1.228) mit einem Zinssatz von 1,5% über dem Basiszins überlassen. Gegenüber der Wilfried Ensinger Stiftung bestehen Darlehensverbindlichkeiten über TEUR 1.987 (Vj. TEUR 1.987), die zu 5,5 % verzinst werden. Von nahestehenden Unternehmen wurden Beratungsleistungen über TEUR 202 (Vj. TEUR 130) zugekauft. Gegenüber den Gesellschaftern der Ensinger Holding GmbH & Co. KG bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 19.079 (Vj. TEUR 19.009 ). Geschäftsführung Die Vertretung und Geschäftsführung der Gesellschaft wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin Ensinger Holding Geschäftsführungs GmbH, Nufringen, ausgeübt. Diese Gesellschaft weist ein Stammkapital von TEUR 26 auf. Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin sind
Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung (§ 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB) der Muttergesellschaft wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Frühere Organmitglieder In den Pensionsrückstellungen sind zum 31. März 2023 Beträge für frühere Organmitglieder in Höhe von TEUR 965 (Vj. TEUR 929) enthalten. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der früheren Organmitglieder (§ 314 Abs. 1 Nr. 6b HGB) wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (nach § 267 Abs. 5 HGB)
Prüfungs- und Beratungshonorar Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar inklusive Auslagen des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 225 (Vj. TEUR 177) und für Steuerberatungsleistungen TEUR 143 (Vj. TEUR 252). Konzernverhältnisse Der Konzernabschluss der Ensinger Holding GmbH & Co. KG, Nufringen, wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens Das Jahresergebnis des Mutterunternehmens wurde den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
Nufringen, 23. August 2023 Ensinger Holding Geschäftsführungs GmbH vertreten durch ihre Geschäftsführer Klaus Ensinger Achim Lehmann Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022/23
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023Wirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft wurde im Kalenderjahr 2022 stark durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine und die weltweit steigenden Inflationsraten sowie Zinssätze belastet. Steigende Preise für Energie und Rohstoffe verteuerten viele Produkte, was sich negativ auf die Kaufkraft der Konsumenten auswirkte. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich um 3,0 % gegenüber dem Vorjahreswert. Dabei nahm die Industrieproduktion um 2,5 % zu. Auch die globale Chemieproduktion wuchs um 2,2 %. Die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts im Kalenderjahr 2022 waren wechselhaft und fielen regional stark unterschiedlich aus. Das BIP in der Europäischen Union nahm zunächst zu, während die USA mit einer technischen Rezession ins Jahr startete. Dies kehrte sich in der zweiten Jahreshälfte um, sodass die Volkswirtschaften in Europa nur noch schwach wuchsen und sich die gesamtwirtschaftliche Aktivität in den USA etwas beschleunigte. Die Schwellenländer Asiens hatten im gesamten Jahresverlauf eine volatile Konjunktur. Dies war maßgeblich durch China geprägt, wo das Jahr zwar solide startete, aber im zweiten Quartal ein Rückgang folgte. Im dritten Quartal erholte sich die Konjunktur in China wieder, wobei es zum Ende des Kalenderjahres wieder zu starken Bremseffekten kam. Insgesamt stieg das BIP in der Europäischen Union um 3,6 %. In den südeuropäischen Ländern Spanien (5,5 %), Italien (3,9 %) und Frankreich (2,7 %) war das Wachstum etwas dynamischer, während das BIP in Deutschland aufgrund der leicht rückläufigen Industrieproduktion nur 1,9 % zunahm. Die Produktion in energieintensiven Industrien ging aufgrund stark steigender Energiepreise sogar drastisch zurück. In den USA wuchs die Volkswirtschaft in 2022 um 2,1 %. In den ersten zwei Quartalen des Kalenderjahres 2022 sank das BIP gegenüber den Vorjahreswerten, u.a. da sich sowohl der Güterkonsum als auch die Wohnungsbauinvestitionen sowie der Außenhandel rückläufig entwickelten. Im zweiten Halbjahr von 2022 hingegen belebte sich die US-Konjunktur wieder, was im Wesentlichen auf einen stärkeren Außenhandelsüberschuss und einen soliden privaten Konsum zurückzuführen ist. Südamerika wuchs in 2022 um 3,7 %. Nach einem beschleunigten Wachstum im ersten Halbjahr aufgrund hoher Rohstoffpreise und Nachholeffekten beim privaten Konsum schwächte sich die Konjunktur im zweiten Halbjahr wieder deutlich ab. Die Konjunktur in den Schwellenländern Asiens verlief wechselhaft. Das Wachstum in China wurde stark durch die Beschränkungen im Rahmen der Zero-Covid-Politik der Regierung belastet. Nach dem positiven ersten Quartal im Jahr 2022 brach das BIP im zweiten Quartal aufgrund von Lockdowns in vielen Städten Chinas ein. Im dritten Quartal erholte sich die Wirtschaft wieder, bevor sich der wirtschaftliche Verlauf im vierten Quartal wieder infolge steigender Infektionszahlen und dem abrupten Kurswechsel in der Null-Covid-Strategie abschwächte. Insgesamt lag das Wachstum in China noch bei 3 %, aber allerdings deutlich unterhalb des mittelfristigen Wachstumspfads. Das Wachstum vieler anderer Länder in der Region, die enge Handelsbeziehungen zu China unterhalten, war durch Chinas schwache Konjunktur und anhaltende Reisebeschränkungen gedämpft. Trotzdem wuchsen die anderen asiatischen Schwellenländer insgesamt um 5,5 %. Das Wirtschaftswachstum in Japan (1,2 %) und Südkorea (2,6 %) wurde ebenfalls durch wiederkehrende Corona-Infektionswellen gebremst. Zudem belasteten Lieferprobleme im Automobil- und Elektroniksektor sowie die schwächere Auslandsnachfrage die Industrieproduktion. Die Unternehmensgruppe Ensinger Ensinger ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der Verarbeitung von Konstruktions- und Hochleistungskunststoffen. Ausgangspunkt des 1966 von Wilfried Ensinger gegründeten Unternehmens bilden strangextrudierte Halbzeuge für die Bearbeitung zu Komponenten und Teilen für den Apparate- und Maschinenbau. Heute entwickeln und vertreiben rund 2.700 Mitarbeiter in 22 Ländern Kunststoffprodukte wie Halbzeuge, Fertigteile und Präzisionsprofile aus einer Vielzahl von maßgeschneiderten Werkstoffen für eine Reihe innovativer Branchen wie der Medizintechnik sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie. Besondere Bedeutung kommt dabei der Klasse von Hochleistungswerkstoffen zu, deren Einsatzgebiete durch Ensinger systematisch erweitert werden. Das Familienunternehmen Ensinger GmbH wird von den beiden Geschäftsführern Dr. Roland Reber und Ralph Pernizsak geführt. 1. Geschäftsverlauf Die insgesamt verarbeitete Menge an Kunststoffen betrug in Deutschland im Kalenderjahr 2022 rund 13,6 Mio. Tonnen, was einem Rückgang von 3 % ggü. dem Vorjahr entspricht. Vor dem Hintergrund des starken Preisanstiegs für bestimmte Rohstoffe und Energie ist der Umsatz der kunststoffverarbeitenden Industrie in Deutschland dabei dennoch um 12,6 % auf insgesamt 78,9 Mrd. EUR angestiegen. Der Umsatz mit technischen Kunststoffprodukten im Jahr 2022 betrug dabei 21,1 Mrd. EUR, was einem Umsatzwachstum von 11,9 % entspricht. Vor diesem Hintergrund konnte die Ensinger Gruppe ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 erneut deutlich um ca. 11 % auf rund 616 Mio. EUR steigern. Diese Entwicklung resultiert allerdings ausschließlich aus einem inflationsbedingten Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise aufgrund der Weitergabe gestiegener Beschaffungspreise an unsere Kunden. Die Entwicklung der verkauften Mengen (gemessen z.B. in Tonnen oder Meter) war hingegen im Unterschied zum Vorjahr auf das gesamte Geschäftsjahr bezogen insgesamt rückläufig. Dies gilt in besonderem Maße für den Bereich insulbar, in dem die Mengen seit Mitte des Kalenderjahres 2022 rückläufig sind. Hintergrund ist neben Supply-Chain-Effekten bei unseren Kunden vor allem die schwache Baukonjunktur. Aus einer regionalen Perspektive konnte die Ensinger Gruppe in allen Regionen (Deutschland, übriges Europa, Amerika und Asien) eine positive Umsatzentwicklung verzeichnen. Dabei ist die Umsatzentwicklung insbesondere in Amerika mit +30 % überproportional hoch ausgefallen. 2. Tatsächliche Entwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2022/23 Das vorangegangene Geschäftsjahr 2021/22 war ein überaus dynamisches und erfolgreiches Geschäftsjahr, in dem Umsatz und Ergebnis der Ensinger-Gruppe auf einem Rekord-Niveau gelegen hatten. Unser Hauptaugenmerk galt dabei der Absicherung des Wachstums und der Optimierung der Margen durch die Sicherstellung von ausreichend hohen Produktionskapazitäten, durch ein professionelles Beschaffungsmanagement angesichts starker Preisanstiege und teilweise schwieriger Verfügbarkeit bei wichtigen Rohstoffen sowie durch die Weitergabe von Preiserhöhungen an unsere Kunden. Dennoch mussten wir angesichts der wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen davon ausgehen, dass 2022/23 für die Ensinger Gruppe ein extrem schwieriges und herausforderndes Geschäftsjahr sein wird. Die gesamte Welt stand vor Herausforderungen, wie es sie - v.a. in dieser Kombination - seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Der von Russland im Februar 2022 begonnene völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen die Ukraine, die ungelöste Frage der Gas- bzw. Energieversorgung in Europa und die anhaltende Inflation haben zu Beginn des Geschäftsjahres riesige Herausforderungen für die weltwirtschaftliche Entwicklung dargestellt bzw. stellen diese immer noch dar. Vor diesem Hintergrund war es unser Ziel, das gute Umsatz- und Ergebnisniveau des vorhergehenden Jahres auch im Geschäftsjahr 2022/23 zu erreichen, ohne die Nettoverschuldung wesentlich erhöhen zu müssen. Diese Herausforderung haben wir erfolgreich bewältigt, Umsatz und Ergebnis liegen über bzw. in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen lagen wie geplant über den Abschreibungen. 3. Ertragslage Die Ensinger Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022/23 Umsatzerlöse i.H.v. 616,2 Mio. EUR erzielt, was einem Wachstum von rund 11 % ggü. dem Vorjahr (557,1 Mio. EUR) entspricht. Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Umsatz ./. Herstellungskosten) belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 195,3 Mio. EUR (Vorjahr: 179,4 Mio. EUR). Damit liegt die Bruttomarge vom Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 mit 31,7 % annähernd auf dem ausgezeichneten Niveau des Vorjahres (32,2 %). Für das unverändert hohe Margenniveau waren weiterhin Produktmixeffekte, die gute Auslastung unserer Produktionskapazitäten und eine erfolgreiche Anpassung der Verkaufspreise an das allgemein gestiegene Einkaufspreisniveau verantwortlich. Die Strukturkosten (als der Saldo aus den Vertriebskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen) sind im Berichtsjahr deutlich um 20,7 Mio. EUR auf 127,1 Mio. EUR angestiegen. Dabei ist allerdings bei den sonstigen betrieblichen Erträgen im Vorjahr ein nicht-operativer Einmaleffekt aus Rückflüssen aus der Liquidation des Dresdner Hofs i.H.v. 7,7 Mio. EUR zu berücksichtigen. Um diesen Effekt bereinigt beträgt der Anstieg bei den Strukturkosten 13,0 Mio. EUR. Er resultiert zum einen aus dem deutlichen Umsatzwachstum, aber auch aus inflationsbedingten Kostensteigerungen (insbesondere bei den Energiekosten) und einer Inflationsprämie, die im abgelaufenen Geschäftsjahr an die Mitarbeiter ausgezahlt worden ist. Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022/23 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 68,2 Mio. EUR. Diese für die interne Unternehmenssteuerung relevante Ergebnisgröße liegt damit knapp unter dem (Rekord-)Niveau des Vorjahres i.H.v. 73,0 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des o.a. nicht-operativen Einmaleffektes von 7,7 Mio. EUR im Vorjahr liegt das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres allerdings vergleichbar gerechnet rund 3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr aufgrund der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Zinserträge bei Tochtergesellschaften von -1,3 Mio. EUR auf -0,9 Mio. EUR verbessert. Der Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022/23 beläuft sich auf 50,7 Mio. EUR (Vorjahr: 53,0 Mio. EUR), die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen 16,7 Mio. EUR (Vorjahr: 18,7 Mio. EUR). 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Ensinger Gruppe hat sich zum 31. März 2023 wachstumsbedingt auf 590,1 Mio. EUR erhöht (Vorjahr: 560,1 Mio. EUR). Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung hat sich das Eigenkapital weiter von 367,3 Mio. EUR im Vorjahr auf nunmehr 389,6 Mio. EUR in 2022/23 erhöht, was einer Eigenkapitalquote von 66,0 % entspricht (Vorjahr: 65,6 %). Die negativen Effekte aus der Währungsumrechnung beliefen sich dabei auf -4,4 Mio. EUR (Vorjahr: -2,8 Mio. EUR), vor allem bedingt durch den schwächeren USD zum Bilanzstichtag. Auf der Aktivseite liegt das Anlagevermögen der Ensinger Gruppe mit 243,3 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres (230,0 Mio. EUR), was einem Anteil von 41,2 % an der gesamten Bilanzsumme entspricht. Dies resultiert aus dem vergleichsweise hohen Investitionsvolumen, welches im abgelaufenen Geschäftsjahr über dem Niveau der Abschreibungen lag. Dies betrifft i.W. die Sachanlagen (235,7 Mio. EUR nach 222,9 Mio. EUR im Vorjahr), aber auch die Immateriellen Vermögensgegenstände (7,4 Mio. EUR nach 6,8 Mio. EUR im Vorjahr). Der Anstieg bei den Immateriellen Vermögensgegenständen kommt vor allem aus der Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sich durch den Erwerb einer Gesellschaft in den USA ergeben hat. Insgesamt betrugen die Investitionen in der Ensinger Gruppe 36,1 Mio. EUR bei Abschreibungen in Höhe von insgesamt 29,0 Mio. EUR. Die Finanzanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr auf 0,3 Mio. EUR. Das Vorratsvermögen der Ensinger Gruppe ist im Geschäftsjahr 2022/23 deutlich angestiegen von 134,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 178,3 Mio. EUR zum 31.03.2023. Hauptursache hierfür ist, neben dem Preisanstieg bei wichtigen Rohstoffen, eine höhere Bevorratung als Folge der z.T. eingeschränkten Verfügbarkeit bei wichtigen Materialien sowie die Sicherstellung einer hohen Lieferfähigkeit gegenüber unseren Kunden. Besondere Abwertungsrisiken bei den Vorräten sehen wir nicht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 90,7 Mio. EUR nach 101,0 Mio. EUR im Vorjahr. Der Grund für den Rückgang war der gegenüber dem Vorjahr schwächere Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich zum 31.03.2023 auf 21,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,2 Mio. EUR) bedingt durch deutlich angestiegene Steuerforderungen (+8,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert). Dabei handelt es sich i.W. um Vorsteuerforderungen, die mit entsprechenden Umsatzsteuerverbindlichkeiten auf der Passivseite korrespondieren. Auf der Passivseite liegen die Rückstellungen mit insgesamt 34,3 Mio. EUR zum Bilanzstichtag leicht unter dem Vorjahreswert von 35,4 Mio. EUR, was in erster Linie dem leichten Rückgang der Sonstigen Rückstellungen auf 25,7 Mio. EUR (Vorjahr: 27,6 Mio. EUR) geschuldet ist. Die Pensionsrückstellungen sind mit 2,4 Mio. EUR nahezu unverändert geblieben (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR), während die Steuerrückstellungen (6,2 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr (5,5 Mio. EUR) leicht angestiegen sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 25,9 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (26,7 Mio. EUR). Gegenüber Gesellschaftern betragen die Verbindlichkeiten nahezu unverändert 19,1 Mio. EUR. Schließlich liegen die Sonstigen Verbindlichkeiten mit 31,1 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 24,5 Mio. EUR. Der Anstieg ist bedingt durch Steuerverbindlichkeiten (+5,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr, v.a. Umsatzsteuerverbindlichkeiten). 5. Finanzlage Das Finanzvermögen (d.h. der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Sonstigen Wertpapiere) betrug zum 31.03.2023 49,5 Mio. EUR (Vorjahr: 79,1 Mio. EUR). Gleichzeitig liegt die Finanzverschuldung (d.h. die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten, ohne die Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern) mit 86,6 Mio. EUR in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (83,4 Mio. EUR). Damit ist die Nettoverschuldung als Saldo aus Finanzverschuldung und Finanzvermögen zum Bilanzstichtag auf 37,0 Mio. EUR angestiegen nach 4,2 Mio. EUR zum 31.03.2022. Die bei der Ensinger Gruppe als Steuerungsgröße verwendete Net Cash Position (definiert als die Veränderung der Nettoliquidität bzw. der Nettoverschuldung in der Bilanz) betrug im Geschäftsjahr 2022/23 somit rund -33 Mio. EUR. Hauptursache für den negativen Cash Flow (bzw. die Erhöhung der Nettoverschuldung) im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in erster Linie der starke Aufbau des Vorratsvermögens um rund 44 Mio. EUR, die hohen über die Abschreibungen hinaus getätigten Investitionen und die im Verlauf des Geschäftsjahres an die Gesellschafter ausgeschütteten Dividenden, was durch die ausgezeichnete Ergebnisentwicklung nicht kompensiert werden konnte. Der dynamische Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung / EBITDA) liegt damit zum 31. März 2023 bei 0,4 (Vorjahr: < 0,1) und insofern weiterhin auf einem sehr soliden Niveau im Investment Grade Bereich. 6. Einschätzung der Geschäftsführung zum Geschäftsjahr 2022/23 Mit der oben beschriebenen Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2022/23 ist die Geschäftsführung erneut sehr zufrieden. Nachdem unser Hauptaugenmerk im vorangegangenen Geschäftsjahr 2021/22 auf der Absicherung des starken Volumenwachstums und der Optimierung der Margen lag, bestand die Herausforderung im abgelaufenen Jahr in erster Linie darin, die Margen- und Ergebnisqualität trotz konjunkturbedingt wieder zurückgehender Mengen in den großen Sparten Halbzeuge und insulbar auf einem möglichst hohen Niveau zu halten. Aus unserer Sicht hat die Ensinger Gruppe die o.a. Herausforderungen sehr gut bewältigt. Auf Basis eines inflationsgetriebenen Umsatzwachstums von fast 11 % und einer unverändert außergewöhnlich guten Margensituation in unserer größten Sparte Halbzeuge konnte das Rekord-EBIT des Vorjahres (vergleichbar gerechnet) noch einmal leicht gesteigert werden. Infolgedessen hat sich die Eigenkapitalquote weiter auf 66 % verbessert. Die zentrale Steuerungsgröße aus Sicht der Geschäftsführung ist unverändert der Cash Flow der Ensinger Gruppe bzw. die Entwicklung der Nettoverschuldung. Zwar war der Cash Flow im abgelaufenen Geschäftsjahr mit -33 Mio. EUR (bedingt im Wesentlichen durch den hohen Bestandsaufbau und relativ hohe Dividendenzahlungen an die Gesellschafter) deutlich negativ, allerdings liegt die Nettoverschuldung mit rund 37 Mio. EUR gemessen an der Bilanzsumme und am Eigenkapital bzw. auch in Relation zur Ertragskraft (Net Leverage) auf einem überaus soliden Niveau. 7. Mitarbeiter Entscheidend für den unternehmerischen Erfolg von Ensinger sind engagierte und qualifizierte Mitarbeiter. Um in einem umkämpften Markt bestehen zu können, erwarten wir von unseren Mitarbeitern ein hohes Maß an Eigeninitiative, die Übernahme von Verantwortung, Leistungswille und Flexibilität. Da gut ausgebildete Mitarbeiter die notwendige Basis für den Erfolg des Unternehmens darstellen, fördern wir die berufliche und persönliche Entwicklung durch interne und externe Weiterbildungsmöglichkeiten. Dazu tragen Basisschulungen ebenso ihren Teil bei wie z.B. Schulungen zum Fachwissen über die Auswirkungen von Füllstoffen in einer speziellen Kunststoffmischung. Durch die Entwicklung und Erweiterungen des Know-how unserer Mitarbeiter sichern wir auch die Zukunft des Unternehmens. Kompetenz, Motivation und Engagement unserer Mitarbeiter sind dafür entscheidend. Deshalb wollen wir unseren Mitarbeitern ein attraktiver Arbeitgeber sein und beziehen sie aktiv in das Unternehmensgeschehen ein. Ensinger misst dem Thema Ausbildung einen hohen Stellenwert bei. Dies wird durch eine hohe Ausbildungsquote der Ensinger GmbH von 4,3 % im Geschäftsjahr 2022/2023 unterstrichen. Das Unternehmen arbeitet beim Thema Berufsorientierung intensiv mit den Schulen zusammen und stellt zahlreiche Praktikumsplätze für Schüler zur Verfügung. Jährliche Aktivitäten wie Ausbildungsmessen, Azubi-Speeddatings, Technikunterricht in unseren Kooperationsschulen, Vorträge bei Elternabenden zum Thema Berufsfindung, MINT-Tage für interessierte Schüler und ein Tag der offenen Tür im Ausbildungsbereich ergänzen das Marketing-Portfolio. Die Betreuung der Auszubildenden ist intensiv und persönlich, das reicht vom Einführungsseminar für alle Auszubildenden über Ausbildungsmeetings bis hin zum Einsatz der Auszubildenden auf Ausbildungsmessen und Mitarbeit bei den Inhalten unseres Ausbildungs-Instagram-Kanals. Im Geschäftsjahr 2022/2023 waren durchschnittlich 2.716 Mitarbeiter in der Ensinger Gruppe beschäftigt (Vorjahr: 2.600). Davon waren in Deutschland im Berichtsjahr durchschnittlich 1.367 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 1.304). 8. Forschung und Entwicklung Auch in diesem Geschäftsjahr investierte Ensinger weiter in die Innovationskraft. Durch die Tätigkeiten im Bereich der Forschung und Entwicklung werden die Angebote an neuen Produkten und Technologien ausgebaut. Mittels stetiger Entwicklung an inkrementellen und radikalen Innovationen soll somit die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens langfristig gesichert werden. Der Wandel hin zu grüner Energie und konsequenter Dekarbonisierung ist für Ensinger eine wesentliche Grundlage der Entwicklungstätigkeiten. Eine der fokussierten Zieltechnologien ist die Brennstoffzelle. In diesem Bereich möchte Ensinger bestehendes Know-how nutzen, bündeln und teilweise durch Vorwärtsintegration möglichst viele Komponenten für die Anwendung anbieten. Dazu wurden für die Verwendung in Polymerelektrolyt-Brennstoffzellen thermoplastisch verarbeitbare Hochleistungscompounds entwickelt. Die neuartigen Werkstoffe ermöglichen die Realisierung von korrosionsbeständigen und gasdichten Bipolarplatten für Brennstoffzellenstacks. Für die Herstellung der Graphit-/Polymer-Compounds wurde die benötigte Compoundiertechnologie weiterentwickelt sowie die Produktform an die Weiterverarbeitungsverfahren wie bspw. das Heißpressen angepasst. Zusätzlich zur Compoundentwicklung beschäftigt sich der Geschäftsbereich New Business Factory auch mit der Herstellung der Bipolarplatten aus den eigens entwickelten Compounds. Neben der Auslegung eines geeigneten Fertigungskonzepts liegt hierbei besonderer Fokus auf der Herstellung kundenspezifischer und qualitativ hochwertiger Bipolarplatten. Dazu steht Ensinger bereits ein breites Know-how bzgl. unterschiedlichster Verarbeitungsverfahren zur Verfügung, die für jeweilige Anwendungen weiterentwickelt werden. Entwicklungen im Bereich der Mikrosystemtechnik sind auch im zurückliegenden Geschäftsjahr ein Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten von Ensinger. Die Wertschöpfungskette kann durch die Lösungen von Ensinger Microsystems im Vergleich zu siliziumbasierten Substraten sehr stark verschlankt und auf viele Sensorsysteme angewendet werden. Die Basis hierbei bildet ein sogenannter "Wafer" - eine dünne Kunststoffscheibe aus TECACOMP PEEK LDS black. Auf diesen Wafer können Sensorstrukturen durch die entwickelte Technologie von Ensinger Microsystems aufgebracht werden. Neben dem Standard des Wafers kann die Technologie auch auf unterschiedliche Kunststoffoberflächen ausgeweitet werden, sodass die Sensorstrukturen nahezu auf alle Bauteiloberflächen von Kunststoffen aufgebracht werden können. Des Weiteren wird die Herstellung von Transformatoren jenseits der klassischen Wicklungstechniken mit der Technologie von Ensinger Microsystems verfolgt. Auch für die Anwendungen im Bereich der Hochfrequenztechnologie entwickelt Ensinger Lösungen. Durch die gezielte Modifizierung von hochtemperaturbeständigen Werkstoffen wie LCP und PEEK wurden laseraktivierbare und selektiv metallisierbare Compoundmaterialien für die Verwendung in spritzgegossenen Schaltungsträgern entwickelt. Es wurden neuartige Additiv-Konzepte für die Steuerung der dielektrischen Leistungsfähigkeit erforscht, um Anwendungsfelder bspw. im Bereich der Hochfrequenztechnologie (5G) für Mobiltelefone zu erschließen. Weiter hat insulbar die Entwicklung neuer sogenannter "schubfreier" Kundensysteme vorangetrieben. Im Kern dieser Anwendung steht ein innovativer Verbindungsmechanismus für Isolierprofile, der durch Temperaturunterschiede hervorgerufene mechanische Spannungen in Rahmenverbunden eliminiert und somit wesentliche Vorteile für Kunden in speziellen Segmenten, z.B. im Bereich großformatiger Schiebetüren bietet. Neben früheren Schutzrechten in Europa wurde im August 2022 dann auch das entsprechende Ensinger-Patent in den USA erteilt. In der jüngeren Vergangenheit kam es immer wieder zur Störung der (globalen) Lieferketten für Rohwaren, was zu Engpässen und deutlichen Preissteigerungen - insbesondere bei den PA66-basierten Rohwaren - geführt hat. Zur Risikominimierung wurde daher eine Produktschiene auf Basis von PA6GF30 entwickelt, um im Bedarfsfall mit einer alternativen Werkstoffbasis lieferfähig bleiben zu können. Eine Vorstellung dieses Produktes ist im Zuge der Messe BAU 2023 erfolgt. Ein gefördertes FuE-Vorhaben zu einer neuartigen Produktmodifikation wurde in Kooperation mit externen Partnern und Instituten planmäßig durchgeführt. Ziel ist eine Aufwertung der Isolierprofile, um einen Mehrwert für Kunden, u.a. durch eine höhere Designfreiheit, verbesserte Isolationsleistung und eine höhere Endproduktqualität im Vergleich zum aktuellen Stand der Technik zu bieten. 9. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung (Risikobericht) Gemeinsame Grundlage unserer Geschäftsmodelle ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von technischen Kunststoffen. Diese zeichnen sich durch überlegene physikalische, mechanische, thermische und elektrische Eigenschaften sowie durch hohe Stabilität, chemische Beständigkeit, Wärmebeständigkeit, Abriebfestigkeit und Witterungsbeständigkeit aus. Diese Eigenschaften machen sie zu einem der am schnellsten wachsenden Segmente der Kunststoffindustrie. Metalle und Glas werden aufgrund der kontinuierlichen Entwicklung in der Kunststoffindustrie ständig durch leichtere Materialien ersetzt. Diese Trends tragen zu einem nachhaltigen Wachstum bei. Aus dem Quartalsbericht 01/2023 von Plastics Europe ist im Ausblick zu entnehmen, dass die Nachfrage nach Kunststoffen aus dem In- und Ausland aufgrund der sich abkühlenden Weltwirtschaft und der Drosselung der Industrieproduktion in vielen Ländern im Jahr 2023 nur moderat ausfallen wird. Dennoch wird mit einer leichten Erholung der Produktion im Jahresverlauf gerechnet. Gute Chancen für Ensinger ergeben sich aus der breiten Aufstellung des Unternehmens in mehrere Produktgruppen, der Präsenz auf internationalen Märkten, dem breiten Kundenportfolio und aus der Tätigkeit in unterschiedlichen Marktsegmenten. Eine strukturelle Konzentration von Marktrisiken ist, mit Ausnahme der Produktgruppe insulbar (Baubranche), nicht gegeben. Ein erheblicher Teil der Umsätze wird über die ausländischen Vertriebsgesellschaften abgewickelt, der inländische Anteil am Gesamtumsatz entspricht etwa 22 %. Die Strategie von Ensinger folgt durch den Ausbau der Produktionsbasis im Ausland sowie der Erschließung neuer Märkte in Regionen mit höheren Wachstumsraten, wie zum Beispiel in Asien, den globalen Trends. Hierdurch wird Ensinger globale Marktpotenziale noch besser nutzen und seine Position in den Märkten nachhaltig stabilisieren und stärken können. Ensinger verfügt über ein konzernweites internes Chancen- und Risikomanagement. Die einzelnen Unternehmensbereiche werden jährlich im Rahmen der Strategie einer Chancen- und Risikobetrachtung unterzogen. Die Chancen werden über Projekte gesteuert, deren Fortschritt im Rahmen des vierteljährigen Ensinger Business Review (EBR) überwacht und bewertet wird. Das Risikomanagement wird kontinuierlich weiterentwickelt und ist fester Bestandteil im Führungsprozess zur Steuerung der Ensinger GmbH und der Ensinger Gruppe. Die Verantwortung für das zentrale Risikomanagement liegt bei der Geschäftsführung. Die wesentlichen Unternehmensrisiken sind identifiziert, in finanzielle Risiken, Nachhaltigkeitsrisiken, Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken, Datenschutz- und Datensicherheitsrisiken sowie operative Risiken unterteilt und in Risikoverzeichnissen erfasst. Im Rahmen des jährlichen Strategieprozesses überprüfen die einzelnen Unternehmensbereiche ihre Risiken, bewerten diese gegebenenfalls neu und legen Maßnahmen fest, um die Risiken zu minimieren. Das Service Center QM (Qualitätsmanagement) führt die Risikobewertung aus den einzelnen Fachbereichen zusammen. In regelmäßigen Treffen des im Dezember 2022 eingeführten Risk Management Committee werden diese Risiken betrachtet, bewertet und anschließend gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen festgelegt. Um den stetig steigenden Anforderungen jederzeit zu genügen wurde zum Juli 2023 die Stelle der Leitung Compliance besetzt und mit dem systematischen Aufbau eines Compliance-Management-Systems gestartet. Ensinger wird das Risikomanagement fortlaufend in den Folgejahren an die sich ändernden Erfordernisse anpassen und ergänzen. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und auch als Folge des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine und der daraus resultierenden drohenden Gasverknappung eruierte die Ensinger GmbH alternative Energieträger, um die Abhängigkeit von Gas zu reduzieren und einen sukzessiven Umstieg auf erneuerbare Energien zu forcieren. Die wirtschaftliche Entwicklung der Ensinger Gruppe und die Entstehung potentieller finanzieller Risiken werden im Rahmen der unterjährigen Finanzberichterstattung laufend verfolgt und bewertet. Hierzu wird durch das Service Center Finanzen und Controlling auf Basis relevanter Finanzkennzahlen (GuV, Bilanz und Cash Flow) eine unternehmensweit einheitliche Reportingstruktur vorgegeben. Der einheitlichen und HGB-konformen Rechnungslegung liegt ein strukturierter Prozess mit entsprechender Aufbau- und Ablauforganisation zugrunde. Der Abschlussprozess basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine gruppenweit festlegt. Der Rechnungslegungsprozess wird IT-seitig ergänzt durch ein integriertes ERP-System, welches weitgehend auf Standardsoftware basiert. Ensinger regelt und überwacht gruppenweit den Rechnungslegungsprozess und gewährleistet damit die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung. Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken existiert ein zentrales Reportingsystem, das uns einen globalen Überblick über die Finanzmittel in den Tochtergesellschaften gibt. Darüber hinaus sichert eine mittelfristige Finanzplanung und eine langfristige Finanzierungsstruktur auf Basis einer hohen Eigenkapitalquote und einer sehr soliden Bonität die finanzielle Unabhängigkeit. Die Steuerung der Rohstoffrisiken wird neben dem zentralen Einkauf von den operativen Geschäftsbereichen verantwortet. Auf der Beschaffungsseite bestehen Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit (dies beinhaltet auch die Unterbrechung globaler Lieferketten) sowie der hohen Preisvolatilität bei einzelnen Rohstoffen. Etwaige Risiken werden durch die Optimierung der globalen Ausrichtung der Einkaufsaktivitäten sowie die Vorbereitung von Lieferantensubstitutionen bei Engpässen minimiert. Ein Preisanstieg bei Einsatzstoffen führt unmittelbar zu einer erhöhten Kostenbasis in der Produktion, ein Preisverfall kann bilanzielle Wertberichtigungen von Vorräten zur Folge haben. Der Lagerbestand wurde turnusgemäß überprüft, für einzelne Produkte und Rohwaren wurden dabei Wertberichtigungen vorgenommen. Das Forderungsrisiko bewegt sich aufgrund der Kundenstruktur und der permanenten Bonitätsprüfung der in- und ausländischen Kunden weiterhin auf niedrigem Niveau. Ausfallrisiken einzelner Kunden werden durch Kreditversicherungen und durch Liefersperren bei Zahlungsüberfälligkeit begrenzt. Für bestehende Gewährleistungsrisiken wurden Rückstellungen gebildet. Die Steuerung der Zins- und Währungsrisiken erfolgt grundsätzlich zentral durch den Finanzbereich der Ensinger Gruppe. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Minderung derjenigen Risiken eingesetzt, die aus der operativen Tätigkeit und der Finanzierungstätigkeit resultieren. Beim Währungsmanagement betrifft das zu begrenzende Risiko insbesondere die Volatilität des Euro gegenüber dem britischen Pfund, dem japanischen Yen und dem chinesischen Renminbi. Da der überwiegende Teil der Umsätze in der jeweiligen Landeswährung generiert wird, sehen wir das Währungsrisiko insgesamt jedoch als nicht wesentlich an. Die Verzinsung unserer langfristigen Darlehen erfolgt mit festen Zinssätzen und ist daher keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Ein aktuell bestehender Kreditvertrag mit der Europäischen Investitionsbank über ein Innovationsdarlehen in Höhe von aktuell noch ca. 30 Mio. EUR sieht sog. "Financial Covenants" vor, deren Nicht-Einhaltung theoretisch zu einem außerordentlichen Kündigungsrecht seitens des Kreditgebers führt. Wir schätzen sowohl das Risiko, dass es zu einem sog. "Covenant-Bruch" kommt, als auch das Risiko, dass ein solcher potentieller "Covenant-Bruch" tatsächlich unmittelbar zu einer Kündigung des Kreditvertrages führt, als sehr gering ein. Zudem bestehen informationstechnologische Risiken. Diese umfassen insbesondere den Ausfall der IT-Infrastruktur, Datenverlust und Angriffe auf die IT-Systeme verbunden mit Betriebsspionage. Den informationstechnologischen Risiken begegnet Ensinger durch eine firmeneigene IT-Abteilung, deren Aufgabe die permanente Kontrolle, Wartung und Weiterentwicklung sowie der Schutz der IT-Systeme ist. Zudem erfolgen regelmäßige Investitionen in Hard- und Software sowie der Einsatz von Virenscannern, Firewallsystemen und Zugriffskontrollen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, vor allem von externen Angriffen auf die IT-Systeme, wird als hoch eingeschätzt. Nach zwei Cyberangriffen auf Standorte in den USA (Mitte 2021) wurde im November 2021 der Aufbau eines Informationssicherheitsmanagementsystems nach ISO 27001 in der Ensinger GmbH sowie die Durchführung von weltweiten Assessments bei den Niederlassungen zur Erfassung und weiteren Optimierung der Informationssicherheits-Standards angestoßen. Mit der Erstellung des ersten Nachhaltigkeitsberichts zum Oktober 2022 und der Bewertung der wesentlichen Nachhaltigkeits-Themen aus Umwelt, Soziales und Unternehmensführung sind die Nachhaltigkeitsrisiken benannt und ein Ist-Stand sowie Ausblick zum weiteren Vorgehen beschrieben. Ein wesentlicher Teil des Berichts bildet die Ökobilanzierung, welche eine Umwelt-Bewertung (nach Umweltbelastungspunkten) aller Ensinger Niederlassungen umfasst. Qualifizierte Fach- und Führungskräfte und das von unseren Mitarbeitern aufgebaute Expertenwissen um interne Prozesse und fachspezifische Themen sind die Basis für die Erreichung unserer strategischen und operativen Ziele und damit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Sowohl der Verlust von Leistungsträgern als auch Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Einstellung qualifizierter und talentierter Mitarbeiter können in diesem Zusammenhang grundsätzlich ein Risiko darstellen. Ensinger stellt sich auf zunehmende Herausforderungen bei der Gewinnung von Führungskräften aufgrund der demographischen Entwicklung ein und bietet daher vielseitige Beschäftigungsmöglichkeiten, systematische Personalentwicklungsmaßnahmen und eine wettbewerbsfähige Vergütung. Mögliche Personalrisiken werden durch eine vorausschauende und nachhaltige Personalpolitik weitgehend abgedeckt. Versicherbare Risiken (Elementarschäden, Cyberattacken, etc.) sind so weit wie möglich abgesichert. Bezüglich weiterer potenzieller Risiken hat die Geschäftsführung Maßnahmen ergriffen, um diese zu begrenzen bzw. in konkret erkennbaren Risikofällen durch Rückstellungsbildung angemessen vorgesorgt. Bestandsgefährdende Risiken oder Risikokonzentrationen bestanden im abgelaufenen Zeitraum nicht. Unserer Einschätzung nach bestehen weiter keine wesentlichen Risiken, die den Fortbestand von Ensinger gefährden würden. Dasselbe gilt auch für die Gesamtbetrachtung aller Risiken. Es bestehen gleichwohl Verschiebungen zwischen den einzelnen Risikokategorien. Insgesamt sehen wir das Verhältnis der Chancen und Risiken für Ensinger im Geschäftsjahr 2022/23 auf dem Niveau des Vorjahres. 10. Ausblick Hinter uns liegt - wie oben beschrieben - ein durchaus schwieriges Jahr, welches auf der einen Seite durch einen konjunkturbedingten Mengenrückgang bei gleichzeitig inflationsgetriebenem Umsatzwachstum und andererseits durch eine insgesamt außergewöhnlich hohe Margen- und Ergebnisqualität, v.a. in der Sparte Halbzeuge, geprägt war. Dabei waren im Jahresverlauf die negativen konjunkturellen Rahmenbedingungen immer stärker spürbar und seit Dezember 2022 liegen auch die Monatsumsätze der Ensinger Gruppe unter den entsprechenden Vorjahreswerten. Insbesondere der Bereich insulbar leidet seit Sommer 2022 unter der besonders schwierigen Baukonjunktur, ausgelöst durch das vergleichsweise hohe Zinsniveau und eine niedrige Investitionsneigung im Bausektor. Hinzu kommen Supply Chain Effekte aufgrund hoher Lagerbestände bei unseren Kunden. Dementsprechend schwach ist der Start in das Geschäftsjahr 2023/24 verlaufen. Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal (d.h. in den Monaten April bis Juni 2023) werden deutlich unter dem hohen Niveau des Vorjahres liegen. Auch der Auftragsbestand liegt mittlerweile auf einem deutlich niedrigeren Niveau als noch im Sommer 2022. Wir müssen insofern davon ausgehen, dass angesichts des aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeldes das Geschäftsjahr 2023/24 für die Ensinger Gruppe ein besonders schwieriges und herausforderndes Geschäftsjahr sein wird. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen werden sich aus unserer Sicht kurz- und mittelfristig nicht wesentlich verbessern. Dies gilt insbesondere für die Baukonjunktur, von der unser zweitgrößter Geschäftsbereich insulbar in besonderer Weise abhängig ist. Die anhaltend hohe weltweite Inflation sowie gewaltige geopolitische Herausforderungen wie der von Russland im Februar 2022 begonnene völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen die Ukraine werden auch im Geschäftsjahr 2023/24 für einen hohen Grad an Unsicherheit sorgen. Um der konjunkturell bedingten und aus unserer Sicht kurz- und mittelfristig zu erwartenden Unterauslastung im Bereich insulbar zu begegnen, werden wir im Laufe des Geschäftsjahres die Strukturkosten in diesem Bereich reduzieren müssen. Über die Kurzarbeit hinaus streben wir in diesem Zusammenhang u.a. an, den Personalstand über individuelle Aufhebungsverträge auf freiwilliger Basis deutlich zu senken. Insofern erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023/24 ein Umsatzniveau maximal in Höhe des Vorjahres bei moderat zurückgehenden Mengen. Vor diesem Hintergrund müssen wir auch von einer deutlichen Verschlechterung der Margen im Vergleich zu den beiden außergewöhnlich gut verlaufenen letzten beiden Geschäftsjahren ausgehen, sodass auch das Ergebnis deutlich unter den Ergebnissen der letzten beiden Geschäftsjahre liegen wird. Dennoch sehen wir uns auch für das Geschäftsjahr 2023/24 grundsätzlich gut aufgestellt. Unsere Geschäftsmodelle sind mittel- und langfristig tragbar, unterliegen aber kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen. Die Ensinger Gruppe hat in der Vergangenheit regelmäßig bewiesen, dass sie mit diesen konjunkturellen Schwankungen erfolgreich umgehen kann. Darüber hinaus hat die Ensinger Gruppe die Nettoverschuldung in den beiden Geschäftsjahren 2020/21 und 2021/22 um knapp 70 Mio. EUR reduziert und damit eine gesunde finanzielle Basis zur Absicherung weiteren Wachstums geschaffen. Mit rund 37 Mio. EUR zum 31. März 2023 liegt die Nettoverschuldung auf einem gesunden Niveau im Investment Grade Bereich. Die Investitionen werden auch im Geschäftsjahr 2023/24 deutlich über den Abschreibungen liegen und dienen in erster Linie der Absicherung zukünftigen Wachstums und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Vor diesem Hintergrund wird es im kommenden Geschäftsjahr sehr wichtig sein, den Cash Flow und die Nettoverschuldung flexibel anhand des Geschäftsverlaufes zu steuern und insbesondere durch eine Reduzierung des Vorratsvermögens gebundenes Kapital wieder freizusetzen. Die Absicherung unserer langfristigen Finanzierungsstrategie und die jederzeitige Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit werden dabei wie in der Vergangenheit das Hauptziel unserer Aktivitäten darstellen.
Nufringen, 23. August 2023 Ensinger Holding Geschäftsführungs GmbH vertreten durch ihre Geschäftsführer Klaus Ensinger Achim Lehmann |
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