Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 5452
Vorher
Dexcel Pharrna GmbH
Eingetragen
11.2.1994
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
(1) Gegenstand des Unternehmens sind der Vertrieb von Arzneimitteln auf der Großhandelsstufe, insbesondere an pharmazeutische Unternehmer, Großhändler und Apotheken, die Abgabe von Arzneimitteln an auf gesetzlicher Grundlage eingerichtete oder im Benehmen mit dem Bundesminister von der zuständigen Behörde anerkannte zentrale Beschaffungsstellen für Arzneimittel im Sinne des § 47, Abs. 1 Ziff. 5 des Arzneimittel-Gesetzes. (2) Gegenstand des Unternehmens ist zudem der Vertrieb von Nahrungsergänzungsmitteln an die im vorstehenden Absatz genannten Kundengruppen sowie an sonstige weder zum Handel mit noch zur Abgabe von apothekenpflichtigen Arzneimitteln berechtigte Personen im In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Yigal Seelenfreund
seit 27.7.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Henning Hoffmeyer
seit 17.10.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
DexcelPT Israel Ltd.ISR
90.00%
Dexcel Ltd.ISR
10.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
DexcelPT Israel Ltd.
Israel
234.000 €
90.00%
Dexcel Ltd.
Israel
26.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dexcel Pharma GmbH

Alzenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftstätigkeit und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Dexcel Pharma GmbH ist Teil der Dexcel Pharma Gruppe, einem 1968 gegründeten multinationalen Pharmakonzern in Familienbesitz. Die Unternehmensgruppe Dexcel Pharma mit Hauptsitz in Israel entwickelt, produziert und vertreibt qualitativ hochwertige generische und pharmazeutische Spezialprodukte wie z.B. PerioChip® für Zahnärzte. Diese pharmazeutischen Produkte werden ebenso wie Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland vertrieben. PerioChip® wird von Deutschland aus auch in Österreich und den Niederlanden vermarktet.

Das deutsche Gesundheitssystem ist ein duales System, in dem Versicherte Gesundheitsleistungen entweder über gesetzliche oder privat organisierte Krankenversicherer in Anspruch nehmen. Die historische Entwicklung wie auch die gesetzlichen Grundlagen haben dazu beigetragen, dass ca. 88 % der Bevölkerung über gesetzliche Krankenversicherungen versichert ist, die dadurch auf der Nachfrageseite über eine marktdominierende Stellung verfügen. Neben den gesetzlichen Bestimmungen, die die Versorgung der gesetzlich Versicherten mit Arzneimitteln regeln, existiert ein Selbstmedikationsmarkt. Produkte aus diesem Segment werden i.d.R. von den Krankenversicherern nicht oder in nur eingeschränktem Umfang erstattet.

Unverändert bieten die Bevölkerungszahl und die demographische Entwicklung grundsätzlich Chancen für den Arzneimittelmarkt. Allerdings stehen diesen Chancen erhebliche Hindernisse in Form einer Überregulierung des Marktes gegenüber, die darauf abzielt, die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen. Bereits in den vergangenen Jahren haben eingeführte Steuerungselemente wie Zwangsabgaben, Festbeträge und Rabattverträge den Handlungsspielraum insbesondere der Akteure im Generikamarkt direkt eingeschränkt. Verschärft wird diese Situation durch eine Vielzahl indirekter Einflüsse aufgrund von Maßnahmen, die der Gesetzgeber oder die von ihm zum Handeln beauftragten Stellen auf anderen Vertriebsstufen erlassen haben.

Mit dem Ziel, eine geordnete Finanzlage sicherzustellen, verfügen die Krankenversicherer über eine Vielzahl vom Gesetzgeber festgelegter Werkzeuge. Im Falle der Arzneimittelversorgung kommen dabei insbesondere öffentliche Ausschreibungen von Rabattverträgen gezielt zum Einsatz und tragen zu bedeutenden Einsparungen bei. Einhergehend damit hat sich die Arzneimittelversorgungslage verschlechtert, was die Bundesregierung zum Handeln zwang. Die Verpflichtung der Rabattvertragspartner der gesetzlichen Krankenkassen zur Mindestbevorratung trifft die Wettbewerbsfähigkeit der klein- und mittelständischen Generikaunternehmen einmal mehr. Da sich das eingangs erwähnte Chancen-Risiken-Profil erneut verschlechtert und den Konzentrationsprozess in diesem Segment weiter vorantreibt.

Der Umsatzzuwachs des gesamten Arzneimittelmarktes ist in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % gestiegen. Der Umsatz verordneter verschreibungspflichtiger Generika nahm dabei zu Herstellerabgabepreisen um 5,3 % auf € 6,6 Mrd. zu. Die Einführung neuer Generika nach Patentabläufe zu vergleichsweise höheren Preisen erklären diesen Anstieg.

Der Teilmarkt der verschreibungspflichtigen Generika wird unverändert von den durch die gesetzlichen Krankenversicherer abgeschlossenen Rabattverträgen geprägt. Neben den öffentlichen Ausschreibungen von Rabattverträgen nutzen die gesetzlichen Krankenkassen auch das Instrument der "Open-House-Verträge". Der seit Jahren zu beobachtende Trend einer steigenden Zahl von Rabattverträgen setzte sich in 2023 mit einem Wachstum von 3,0 % fort. Langfristige Preisbindungen einerseits, die auch in 2023 spürbaren Kostensteigerungen andererseits führten zu einem anhaltenden Druck auf die Rentabilität dieses Geschäftsfelds. Der unverändert anhaltende Wettbewerbsdruck ergibt sich durch die Notwendigkeit der Anbieter, ihre Marktanteile weiter zu erhöhen.

Auch als Reaktion auf diese Entwicklung hatten wir uns bereits in Vorjahren zur Erweiterung unserer Geschäftsfelder entschlossen.

Für 2024 erwarten wir aufgrund der vorstehend erläuterten Umstände eine weitere Konzentration verbunden mit steigendem Wettbewerbsdruck in diesem Geschäftssegment. Wir gehen davon aus, dass die damit im Zusammenhang stehenden Zusatzkosten erneut zu Lasten unserer operativen Marge gehen werden. Unser weiteres Engagement in diesem Segment werden wir künftig von einer ausreichend angemessenen Rentabilität abhängig machen.

Das dem Selbstmedikationsmarkt zuzuordnende Segment der rezeptfreien Arzneimittel ist bewertet zu Endverbraucherpreisen in 2023 um 6,2 % auf € 6,74 Mrd. gestiegen. Dabei fiel 2023 das Wachstum in den Offizinapotheken um 6,6 % und im Versandhandel um 4,8 % höher aus. Die weniger dynamische Entwicklung 2023 kann durch eine überproportionale Nachfragesteigerung 2022 und durch ein inflationsbedingt insgesamt zurückhaltenderes Kaufverhalten der Endverbraucher erklärt werden. Den stärksten Nachfragezuwachs verzeichneten 2023 Antiallergika und Mittel gegen Erkältung und Atemwegsbeschwerden. Unsere Gesellschaft konnte im Berichtszeitraum Umsätze und Ertrag des OTC-Geschäfts (nicht verschreibungspflichtige Produkte) weiter ausbauen.

Auch für 2024 erwarten wir erneut eine deutlich steigende Nachfrage nach unseren OTC-Fertigarzneimitteln. Starke Umsatzbringer dürften dabei unsere Antiallergika und verdauungsfördernden Mittel sein. Darüber hinaus werden wir auch in 2024 neue Produkte auf den Markt bringen.

Unser Nahrungsergänzungsmittelportfolio hat wie erwartet 2023 zur Diversifizierung unseres Produktportfolios beigetragen. Das uns betreffende Vertriebssegment hat sich im Berichtszeitraum weiterhin positiv entwickelt und weist in 2023 einen Umsatzzuwachs von 9,2 % aus, der zu einem großen Teil aus Preiserhöhungen resultiert. Wir erwarten auch für 2024 ein neuerliches Wachstum. Das Nachfrageverhalten der Endkonsumenten ist dabei allerdings stärker als im Selbstmedikationsmarkt von Faktoren wie dem verfügbaren Haushaltseinkommen abhängig, einem weiteren Wachstum des Nahrungsergänzungsmittelmarktes, was wir mit einem zunehmenden Bewusstsein der Bevölkerung in Ernährungsfragen begründen. Wir erwarten unverändert durch fortlaufende Anpassungen unserer Vertriebsaktivitäten an die Marktentwicklungen an diesem Wachstum partizipieren zu können.

Außerdem wird das Spezialprodukt PerioChip® ausschließlich an Zahnärzte abgegeben, die es in der täglichen Praxis direkt selbst anwenden.

Geschäftsverlauf in 2023

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse verminderten sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um ca. 10 %.

Die rückläufige Entwicklung ist primär dem Ausschreibungsgeschäft geschuldet, das im rezeptpflichtigen Bereich einen Rückgang von 14 % und im apothekenpflichtigen Geschäft einen Rückgang von 6 % verursachte. Zudem ist eine rückläufige Entwicklung im Dentalgeschäft von 19 % zu verzeichnen, die auf einen zunehmenden Wettbewerbsdruck zurückzuführen ist.

Das Segment Nahrungsergänzungsmittel blieb mit einem leichten Zuwachs von 13 TEUR auf dem Niveau des Vorjahresergebnisses.

Entwicklung der Absatzpreise und -mengen

Der durchschnittliche Absatzpreis hat sich aufgrund von Wachstum im "non-discounted" Bereich (Verkäufe unabhängig vom Ausschreibungsgeschäft) im Vergleich zum Vorjahr um 9 % erhöht, bei einer Verringerung der Absatzmenge um 21 %.

Auftragsbestände

Zum Bilanzstichtag lagen nur unbedeutende Auftragsbestände vor. In der Branche ist es üblich, innerhalb von 48 Stunden jede geforderte Menge auszuliefern.

Produktion

Unsere Gesellschaft hat keine eigene Produktion, sondern verfügt lediglich über eine Genehmigung zum Umpacken von Sekundärverpackungen. Die Produkte kommen im Wesentlichen von Unternehmen aus dem Konzernverbund und ausgewählten Lohnherstellern.

Beschaffung

Die Produktion unserer konzerneigenen Produkte findet in Israel statt. Einige ausgewählte Generika werden von Lohnherstellern innerhalb und außerhalb der Europäischen Union hergestellt.

Investitionen

Die Büro- und Lagerräume für unsere Geschäftstätigkeit sind gemietet. Darüber hinaus sind verschiedene Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung geleast. Die Investitionen für Gegenstände des Anlagevermögens betragen in 2023 insgesamt 167 TEUR. Darin sind Anzahlungen für Arzneimittelzulassungen in Höhe von 115 TEUR sowie Zugänge von Wirtschaftsgütern in Höhe von 52 TEUR enthalten.

Personal

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter einschließlich Teilzeitarbeitskräften liegt bei 78.

Der Personalaufwand setzt sich neben den Löhnen und Gehältern auch aus Einmalzahlungen wie Urlaubsgeld und Weihnachtsgratifikationen sowie Tantiemen, Prämien und gesetzlichen Sozialversicherungsabgaben zusammen. Der Anteil für Altersvorsorge bzw. Unterstützung ist dabei unbedeutend.

Ertragslage

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Rohergebnis 8.809 8.676 133 1,5%
Personalaufwand 4.086 3.688 397 10,8%
Abschreibungen 272 250 22 8,8%
sonstige betriebliche Aufwendungen 4.192 4.872 -680 -14,0%
Betriebsergebnis 259 -135 393 -291,6%
Finanzergebnis 64 31 33 106,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -103 -2 -101 6,2%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 220 -106 326 -307,1%
Sonstige Steuern 1 -10 11 -107,7%
Jahresgewinn 220 -116 336 -290,7%

Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr mit einer Steigerung um 1,5% auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Zwar reduzierten sich die Umsätze um 11% im Vergleich zum Vorjahr, aber der Zuwachs an Verkäufen im Bereich "Nicht-Ausschreibungsgeschäft" mit höheren Absatzpreisen konnte eine Reduktion des Rohergebnisses im gleichen Verhältnis vermeiden.

Der Personalaufwand hat sich um 11 % erhöht. Diese Entwicklung ist im Zusammenhang mit der Erweiterung im Bereich Nahrungsmittelergänzung zu sehen. Die Abschreibungen erhöhten sich um sich um 9 %, dies ist auf Investitionen im Bereich des immateriellen Anlagevermögens zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen gegenüber dem Vorjahr, primär bedingt durch verringerte Marketing-, regulatorische- und Lagerkosten, ein Rückgang von 14 %.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verzeichnet ein positives Ergebnis von 220 TEUR, das, trotz verminderter Umsätze, durch gezieltes Kostenmanagement erzielt werden konnte.

Vermögens- und Finanzlage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 655 792 -137 -17,28%
Sachanlagen 138 133 5 3,79%
Finanzanlagen 0 0 0 -
Anlagevermögen 794 925 -132 -14,25%
Vorräte 7.445 6.088 1.357 22,29%
Forderungen 6.367 5.632 735 13,05%
Liquide Mittel 4.716 6.083 -1.367 -22,47%
Übrige Aktiva 0 46 -46 -100,00%
Umlaufvermögen/RAP 18.528 17.849 679 3,80%
Vermögen gesamt 19.322 18.775 547 2,91%
Eigenkapital 6.116 5.895 220 3,74%
Rückstellungen 7.626 10.611 -2.985 -28,13%
Übrige Verbindlichkeiten 5.580 2.269 3.311 145,92%
Verbindlichkeiten 13.206 12.880 327 2,54%
Passiva gesamt 19.322 18.775 547 2,91%

Der Vermögens- und Kapitaleinsatz hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 547 (+3 %) erhöht. Diese Entwicklung ergibt sich im Wesentlichen aus Erhöhungen der Vorräte sowie den übrigen Verbindlichkeiten trotz deutlicher rückläufige Rückstellungen für Rabattverbindlichkeiten.

Bei einer Erhöhung des Vorratsvermögens um 22 % und des Forderungsbestandes um 13 % vermindert sich der Bestand an liquiden Mittel um 22 %. Passivisch erhöht sich das Fremdkapital im Vergleich zum Vorjahr um 4%. Das Eigenkapital hat sich um das Jahresergebnis TEUR 220 (4%) erhöht. Somit beträgt die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 32 %.

Im Anlagevermögen des Geschäftsjahres reduzieren sich die Anzahlungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter um TEUR 26. Insgesamt vermindern sich die immateriellen Wirtschaftsgüter um TEUR 137 während die Investitionen in Sachanlagen um TEUR 5 gestiegen sind.

Von den Forderungen entfallen TEUR 3.117 auf Kunden sowie TEUR 2.699 auf verbundene Unternehmen. Weitere TEUR 551 betreffen sonstige Vermögensgegenstände.

Die Rückstellungen vermindern sich um TEUR 2.985, was im Wesentlichen mit Rückstellungen für ausstehende Krankenkassen-Rabattrechnungen zusammenhängt.

In 2023 beträgt der Cashflow im engeren Sinn T€ -2.911. Dieser ermittelt sich aus dem Jahresergebnis erhöht um die Abschreibungen, Zu-/Abnahme der Rückstellungen und zuzüglich weiterer sonstiger zahlungsunwirksamer Aufwendungen des Geschäftsjahres.

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Ertragslage in 2023 verzeichnet ein leicht erhöhtes Rohergebnis trotz verminderter Umsätze. Dies ist bedingt durch Rückgang im Ausschreibungsgeschäft aber erhöhten Umsätzen in den Nicht-Ausschreibungssegmenten mit "höheren Margen". Zudem konnten durch Einsparungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein positives Ergebnis erzielt werden. Somit ist ein insgesamt günstiger Geschäftsverlauf zu verzeichnen, der sich in der Entwicklung der Nicht-Ausschreibungsgeschäft widerspiegelt.

Chancen- und Risikobericht

Die Dexcel Pharma GmbH ist bestrebt, Risiken zu minimieren und vorhandene Chancen zu nutzen.

Regulatorische Risiken und Chancen

Dexcel Pharma betätigt sich in einem Geschäftsumfeld, das sowohl aus Qualitätssicht (u.a. Zulassungen, Arzneimittelsicherheit) als auch aus Sicht des Marktzuganges (Rabattverträge, Vorschriften über die Verordnung und die Abgabe von Arzneimitteln) stark reguliert ist. Jegliche Änderung der zu beachtenden Vorgaben können die Aktivitäten der Gesellschaft beeinflussen.

Das Qualitätssicherungs- und das Pharmakovigilanzsystem von Dexcel Pharma sind darauf ausgerichtet, Änderungen, die die Produktqualität betreffen, rechtzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen darauf zu reagieren. Dieses wird durch wiederkehrende behördliche Prüfungen kontrolliert und zertifiziert. Änderungen, die den Marktzugang betreffen, werden laufend überwacht und im Rahmen der allgemeinen Geschäftssteuerung berücksichtigt.

Chancen und Risiken bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen

Mit Blick auf die Zugehörigkeit zu einer arzneimittelherstellenden Gruppe profitiert die Gesellschaft nicht nur von attraktiven Kostenstrukturen, sondern auch von der weitreichenden Expertise der Verbundgesellschaften. Diese macht sich insbesondere bei der Geschäftsentwicklung und in der Ausgestaltung der Zusammenarbeit mit Drittherstellern bemerkbar. Die Risiken, die aus bestehenden Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten resultieren können so minimiert werden.

Das Unternehmen verfügt über ein eigenes Lieferantenbewertungssystem, dessen Ziel es ist, die Geschäftsbeziehung zu Lieferanten und zu für den Geschäftsbetrieb benötigten Dienstleistern, laufend zu bewerten, um im Bedarfsfalle frühzeitig eingreifen zu können. Ein Bestandteil der Bewertung ist die regelmäßige Auditierung von Geschäftspartnern, die für den reibungslosen Betrieb der Gesellschaft kritisch sind.

Chancen und Risiken bei der Lieferfähigkeit

Die Sicherstellung einer permanenten Lieferfähigkeit ergibt sich bereits aus der Notwendigkeit, Patienten im Bedarfsfall mit benötigten Arzneimitteln in ausreichendem Umfang zu versorgen. Die Lieferfähigkeit ist darüber hinaus Bestandteil vertraglicher Verpflichtungen und der wesentliche Garant zur Vermeidung von Reputationsschäden. Die Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit führt zu Vertragsverletzungen und sich daraus ergebenden Vertragsstrafen bis hin zu Verlusten von Marktanteilen.

Den Beitrag, den das Unternehmen selbst zur Gewährleistung der Lieferfähigkeit leisten kann, ist durch eine rollierende Bedarfsplanung und die kontinuierliche Kommunikation mit den Herstellern der Fertigarzneimittel und anderer kritischer Lieferanten und Dienstleister sichergestellt. Dabei profitiert die Gesellschaft von ihrer Funktion als Vertriebsgesellschaft eines Fertigarzneimittelherstellers. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über Sicherheitsvorräte, die nicht vorhersehbare Entwicklungen in der Warenbeschaffung oder im Warenabsatz abfedern können.

Für den äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass die Lieferfähigkeit zeitweise nicht gewährleistet werden kann, verhält sich das Unternehmen mit dem Ziel der Schadensminimierung transparent gegenüber allen Vertragspartnern im Markt.

Chancen und Risiken im Bereich der Informationssicherheit

Die Informationssicherheit ist für den ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb ein wichtiger Faktor. Insbesondere zur Sicherstellung der Vertriebs- und Logistikprozesse hat das Unternehmen ein Informationssicherheitsmanagement etabliert, durch das Risiken laufend identifiziert, bewertet und durch Festlegung geeigneter Maßnahmen reduziert werden. Das Managementsystem ist unter Berücksichtigung der anzuwendenden aufsichtsrechtlichen Bestimmungen von einem hierfür zertifizierten, externen Unternehmen geprüft worden.

Währungs-, Preis- und Zahlungsstromrisiken

In 2023 wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken eingesetzt, da diese für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung sind.

Im Übrigen bewegen sich Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken von Kundenforderungen im üblichen Rahmen. Im Hinblick auf die Kundenstruktur der Gesellschaft sind die Ausfallquoten aufgrund des Zusammenspiels von Kundenbonität, Mahnwesen und den Vorgaben an den Vertrieb derzeit gering.

Wesentliche Chancen der künftigen Entwicklung

Durch die Einbindung in den Dexcel-Konzern sind wir weiterhin in der Lage, an Ausschreibungen teilzunehmen und uns gegenüber den großen Anbietern auf dem deutschen Generikamarkt wettbewerbsfähig zu positionieren. Neben den Ausschreibungsgeschäften konzentrieren wir uns auf die Erweiterung der Generika-Produktpalette, den Ausbau des apothekenpflichtigen Segments sowie Aufbau der Produktpalette im Bereich Nahrungsergänzungsmittel.

Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung

Die wesentlichen Risiken für die Gesellschaft sehen wir im möglichen weiteren Anstieg von zu gewährenden Rabatten, die insbesondere bei exklusiven Rabattverträgen geboten werden müssen, um Ausschreibungen zu gewinnen. Weitere Risiken ergeben sich nach Auslaufen und Neuausschreibung von Rabattverträgen der Krankenkassen, da sich hier größere Auswirkungen auf die Kapazitätsauslastungen ergeben können. Durch teilweise erneute Zuschlagserteilung seitens der gesetzlichen Krankenversicherer für auslaufende Rabattvereinbarungen sowie den Abschluss weiterer Rabattverträge schätzt die Gesellschaft das Risiko auf absehbare Zeit als gering ein.

Die weltweiten Konflikte und aktuellen Kriege und die sich daraus ergebenden weltweiten Energieengpässe und inflationären Entwicklungen werden die Kostenstruktur der Gesellschaft weiterhin beeinträchtigen. Daraus resultierende Preiserhöhungen in vielen Segmenten sind nur durch ein straffes Kostenmanagement zu begegnen, um eine Gefährdung der Finanzierung der Gesellschaft auszuschließen.

Rechtsverfahren

Derzeit bestehen keine bekannten Risiken aus schwebenden Rechtsverfahren.

Gesamtaussage zu Chancen und Risikolage

Aufgrund der guten Marktpositionierung, Erweiterung des Produktsortimentes und den Vorteilen aus der Konzernzugehörigkeit sehen wir insgesamt ein leichtes Chancenübergewicht für die zukünftige Entwicklung.

Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

Prognosebericht 2024

Die positive Umsatzentwicklung der Nicht-Ausschreibungssegmente mit höheren Margen setzt sich in 2024 fort. Wir rechnen mit einer Gesamtumsatzsteigerung von ca. 10% gegenüber dem Vorjahr, maßgeblich bedingt durch den weiteren Ausbau der Segmente OTC (apothekenpflichtige Produkte) und Nahrungsergänzungsmittel. Somit erwarten wir trotz weiterhin rückläufiger Umsätze im Ausschreibungsgeschäft ein positives Gesamtergebnis von rund T€ 500 bis T€ 600 für 2024.

 

Alzenau, den 10. Oktober 2024

gez. Yigal Seelenfreund

gez. Henning Hoffmeyer

gez. Anastasis Konstantinou

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 793.645,45 925.497,79
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 655.306,76 792.216,13
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 655.306,76 792.216,13
II. Sachanlagen 138.338,69 133.281,66
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138.338,69 133.281,66
B. Umlaufvermögen 18.528.191,95 17.803.627,08
I. Vorräte 7.445.497,45 6.088.361,42
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.366.738,49 5.632.159,64
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.698.698,62 607.025,24
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.668.039,87 5.025.134,40
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 26.881,42 26.881,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.715.956,01 6.083.106,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 45.994,73
Bilanzsumme, Summe Aktiva 19.321.837,40 18.775.119,60

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.115.646,33 5.895.357,71
I. gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Kapitalrücklage 5.500.000,00 5.500.000,00
III. Gewinnvortrag 135.357,71 251.292,86
IV. Jahresüberschuss 220.288,62 -115.935,15
B. Rückstellungen 7.626.299,85 10.610.978,67
C. Verbindlichkeiten 5.563.191,22 2.252.083,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.232.191,70 872.344,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.051.154,48 785.191,21
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 181.037,22 87.153,03
2. übrige Verbindlichkeiten 1.330.999,52 1.379.738,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.247.361,19 746.858,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16.700,00 16.700,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 19.321.837,40 18.775.119,60

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.808.879,20 8.676.303,38
2. Personalaufwand 4.085.744,52 3.688.292,69
a) Löhne und Gehälter 3.438.518,53 3.085.744,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 647.225,99 602.547,87
3. Abschreibungen 272.128,73 250.219,66
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 272.128,73 250.219,66
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.192.150,28 4.872.428,95
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 0,00 907,78
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.363,34 32.776,77
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.455,44 2.116,47
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 103.246,00 1.634,36
8. Ergebnis nach Steuern 219.517,57 -105.611,98
9. sonstige Steuern -771,05 10.323,17
Jahresüberschuss 220.288,62 -115.935,15

Anhang

Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen.

Die Dexcel Pharma GmbH (im Folgenden "die Gesellschaft") hat ihren Sitz in Alzenau und wird in dem Handelsregister des Registergerichts Aschaffenburg unter der Nummer HRB 5452 geführt.

Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB). Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Bei der Abschlusserstellung wurden die größenabhängigen Erleichterungen gem. §§ 286, 288 HGB in Anspruch genommen. Zusätzlich wird für Zwecke der Offenlegung von der Erleichterungsvorschrift gemäß § 276 HGB Gebrauch gemacht.

Um eine zutreffendere Darstellung der Vermögenslage zu erreichen, wurden die Vorjahresbeträge der unten aufgeführten Positionen in der Bilanz angepasst.

Vorjahreswert lt. Jahresabschluss 2023
EUR
Wert lt. Jahresabschluss 2022
EUR
Anpassungen Bilanz:
Rückstellungen 10.565.180,57 11.029.755,94
Verbindlichkeiten gg. verbundene Unternehmen 872.344,24 407.768,87

1. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis § 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) vorgenommen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich angemessener Abschreibungen nach der linearen Methode aktiviert. Die Nutzungsdauern für immaterielle Vermögensgegenstände liegen bei 3 Jahren für EDV-Software und bei 5 Jahren für aktivierte Arzneimittellizenzen. Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über 3 bis 13 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 151,00 und EUR 1.000,00 werden über 5 Jahre abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Forderungen in Fremdwährungen sind mit dem zum jeweiligen Tag gültigen Umrechnungskurs bewertet.

Die Vorräte sind zu Durchschnittskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus berdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nominalwerten abzüglich einzeln und pauschal ermittelter Wertberichtigungen für erkennbare Risiken angesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände entsprechen den Nennwerten.

Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten, die Rechnungsabgrenzungsposten den zeitanteiligen Vorauszahlungen.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag, der Verlustvortrag ist durch Gesellschafterbeschluss festgestellt.

Die Rückstellungen werden grundsätzlich in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährungen laufen, sind mit dem zum jeweiligen Tag gültigen Umrechnungskurs bewertet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gem. § 274 Abs. 1 HGB.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

2. ANGABEN ZUR BILANZ

2.1 Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr einschließlich der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) verwiesen.

2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe TEUR 27 (Vj.: TEUR 27) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.576 (Vj.: TEUR 477) enthalten.

2.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Liefer- und Leistungsbeziehungen und beinhalten in Höhe von TEUR 3.273 (Vj.: TEUR 313) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betragen zum Bilanzstichtag TEUR 58 (Vj.: TEUR 626) die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 3 (Vj.: TEUR 2).

2.4 Außerbilanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Die Gesellschaft hat Leasingverträge für verschiedene Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Hieraus bestehen finanzielle Verpflichtungen von 256 TEUR.

Vorteil/Zweck: Schonung der Liquidität

Risiko: Verpflichtung zur Leasingzahlung bis zum Ende der Laufzeit des Leasingvertrages, auch wenn eine Weiternutzung des Leasinggegenstandes nicht mehr gewünscht wäre.

2.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 411.

3. ERLäUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den Zinsaufwendungen und Zinserträgen sind keine Posten aus Auf- bzw. Abzinsung bzw. aus verbundenen Unternehmen enthalten.

4. SONSTIGE ANGABEN

4.1 Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gem. § 267 Abs. 5 HGB

Angestellte 55 (Vorjahr: 50)
Gewerbliche Arbeitnehmer 23 (Vorjahr: 24)
Gesamt 78 (Vorjahr: 74)
Davon Teilzeitbeschäftigte: 44 (Vorjahr: 40)

4.2 Organe

Geschäftsführer: Yigal Seelenfreund, Hod Hasharon, Israel, Vice President, International Sales & Marketing

Henning Hoffmeyer, Frankfurt am Main, Deutschland, Vertriebsgeschäftsführer

Anastasis Konstantinou, Limassol, Zypern, Financial Controller

Die Geschäftsführer Yigal Seelenfreund und Henning Hoffmeyer sind einzelvertretungsberechtigt.

Unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung.

4.3 Gesellschafterangaben und Angaben zur Konzernzugehörigkeit

Shareholder

Neben der Dexcel Ltd. in Or Akiva, Israel, (Stammeinlage TEUR 26) ist die Dexcel PT Israel Ltd. in Or Akiva, Israel, Gesellschafterin mit einer Stammeinlage von insgesamt TEUR 234.

Der Abschluss der Dexcel Pharma GmbH, Alzenau, wird in keinen Konzernabschluss eingebunden

4.4 Nachtragsbericht

Der im Jahr 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukraine wirkt sich aufgrund der globalen Inflation weiterhin indirekt auf die Kostenstruktur des Unternehmens aus.

Der eskalierte Konflikt in Israel, der im Oktober 2023 begann, hat ebenfalls nur indirekte Auswirkungen auf die Kostenstruktur, möglicherweise durch erhöhte Logistikkosten.

Darüber hinaus wird eine direkte Bedrohung unserer Produktionsstätten in Israel aufgrund ihrer geografischen Lage als sehr gering eingeschätzt.

Beide Umstände scheinen sich nur unwesentlich auf die Aktivitäten und Ergebnisse des Unternehmens auszuwirken und werden durch striktes Kostenmanagement bekämpft, um negative Auswirkungen auf den Betrieb des Unternehmens auszuschließen.

 

Alzenau, den 10. Oktober 2024

gez. Yigal Seelenfreund

gez. Henning Hoffmeyer

gez. Anastasis Konstantinou

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.833.790,93 115.261,79 -26.833,62 1.922.219,10
1.833.790,93 115.261,79 -26.833,62 1.922.219,10
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 735.664,72 51.848,22 0,00 787.512,94
735.664,72 51.848,22 0,00 787.512,94
Summe 2.569.455,65 167.110,01 -26.833,62 2.709.732,04
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge 2023
EUR
Abgänge 2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.041.574,80 225.337,55 0,00 1.266.912,35
1.041.574,80 225.337,55 0,00 1.266.912,35
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 602.383,06 46.791,17 0,00 649.174,23
602.383,06 46.791,17 0,00 649.174,23
Summe 1.643.957,86 272.128,72 0,00 1.916.086,58
Buchwert
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 655.306,75 792.216,13
655.306,75 792.216,13
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138.338,71 133.281,66
138.338,71 133.281,66
Summe 793.645,46 925.497,79

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dexcel Pharma GmbH, Alzenau in Unterfranken

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dexcel Pharma GmbH, Alzenau in Unterfranken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dexcel Pharma GmbH, Alzenau in Unterfranken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gummersbach, den 10. Oktober 2024

dhpg
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