LEONARDO Germany GmbH
Selbe AdresseLuft- und Raumfahrzeugbau für zivile Zwecke
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mauro Collacchi seit 29.4.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Leonardo International S.p.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vega Deutschland GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 31. Juli 2015 im Wege eines Asset Deals alle Vermögenswerte an die DATAGROUP Invest 2 GmbH in Pliezhausen übertragen. Mit Übertragung der Vermögenswerte zum 31. Juli 2015 stellte die VEGA Deutschland GmbH ihre operative Geschäftstätigkeit ein. Dies ist beim Vergleich der Bilanzwerte und der Werte der Gewinn- und Verlustrechnung zu berücksichtigen. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 7,2 Mio. bilanziell überschuldet. Der Gesellschafter Selex ES SpA hat mit Datum vom 16. Dezember 2011 gegenüber der VEGA Deutschland GmbH eine Erklärung zur jederzeitigen Sicherstellung de Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft abgegeben (Patronatserklärung). Gemäß dieser Erklärung verpflichtet sich die Selex ES SpA, die VEGA Deutschland GmbH so mit Liquidität auszustatten, dass diese stets in der Lage ist, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Gläubigern in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen. Die Vereinbarung wurde mit einer Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2013 abgeschlossen und mit Erklärung vom 6. Juni 2013 fest bis zum 31. Dezember 2014 sowie mit Erklärung vom 20. Januar 2015 fest bis zum 31. Dezember 2015 verlängert. Die vorgenannte Liquiditätsausstattungsgarantie wurde in den Folgejahren zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres jeweils um ein Jahr verlängert, zuletzt mit Datum vom 20. Juli 2020. Hier erfolgte eine nochmalige Verlängerung bis zum 31. Dezember 2021. Danach kann sie von jeder Vertragspartei mit einer Frist von einem Monat zum Geschäftsjahresende der VEGA Deutschland GmbH gekündigt werden. Die Liquiditätsausstattung erfolgt durch Gewährung von verzinslichen Darlehen. Gemäß der Vereinbarung sind Tilgung und Zinszahlungen erst zu leisten, wenn und soweit die Gesellschaft nachhaltig über hinreichende Liquidität verfügt. Zum anderen existiert noch eine finanzielle Hilfe ("financial support letter) von der Leonardo SpA, Rom/Itlaien, die Finanzierungshilfen bis zu TEUR 500 mindestens bis zum 31. Dezember 2021 der Gesellschaft zur Verfügung stellt. Das Gesellschafterdarlehen beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2015 EUR 6,6 Mio. In den Folgejahren hat der Gesellschafter auf die Rückzahlung weiterer Teile des Darlehens in Höhe von insgesamt EUR 3,0 Mio. verzichtet, sodass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 eine diesbezügliche Darlehensverbindlichkeit von EUR 3,6 Mio. ausweist. Unter Berücksichtigung der Planung und der Liquiditätsausstattungsgarantie wird gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 150,00 nicht übersteigen, werden in voller Höhe im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, die dem Zeitwert entsprechen. Sie betreffen den Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung im Zusammenhang mit den gewährten Pensionszusagen. Der Ausweis erfolgt im Geschäftsjahr saldiert mit der Rückstellung für Pensionen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich ggf. erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalbeträgen ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischer Methode unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens sowie auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck bewertet worden. Grundlegende Annahme der Berechnung ist der Diskontierungssatz von 3,89% p. a. (i. Vj. 4,62%). Entsprechend der zu Grunde liegenden Pensionszusage wurde kein Gehalts- bzw. Rententrend berücksichtigt. Bei Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für einen Überhang an aktiven latenten Steuern wurde nicht ausgeübt. Steuerliche Verlustvorträge wurden gemäß § 274 Abs. 1 Satz 4 unter Einhaltung des Vorsichtsprinzips berücksichtigt und bei der Bewertung eines Aktivüberhangs nur herangezogen, soweit eine Verlustverrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwarten ist. Soweit sich nach § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB ein Überhang an latenten Steuern ergibt, werden steuerliche Verlustvorträge in voller Höhe verrechnet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, so dass bei Vorliegen eines Aktivüberhangs insgesamt keine latenten Steuern bilanziert werden. C. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Aufgrund der Übertragung sämtlicher Vermögenswerte zum 31. Juli 2015 im Wege eines Asset Deals an die DATAGROUP Invest 2 GmbH weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag keinerlei Anlagevermögen aus. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die für das Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen sind im Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage dem Anhang beigefügt ist. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren aus Forderungen aus Umsatzsteuer. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von EUR 25.700 ist mit dem Nennbetrag angesetzt und voll eingezahlt. Zum 31. Dezember 2015 besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 7.177.731,33, der entsprechend § 268 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite ausgewiesen ist. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen weisen zum 31. Dezember 2015 einen handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag von TEUR 419 (i.Vj. TEUR 314) auf. Dieser wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 162 (i.Vj. TEUR 162) saldiert ausgewiesen, so dass in der Bilanz ein Nettobetrag in Höhe von TEUR 257 (i.Vj. TEUR 152) zum 31. Dezember 2015 ausgewiesen wird. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten in Höhe von TEUR 276 Drohverlustrückstellungen und TEUR 250 Rückstellungen für Nachzahlungen resultierend aus dem Asset Deal. Des Weiteren wurden Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 102, Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 65 sowie eine Rückstellung für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 35 gebildet. Darüber hinaus wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 48 für ausstehende Rechnungen zurückgestellt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Gesellschafter Selex ES SpA in Höhe von TEUR 6.600 (i.Vj. TEUR 9.477) und bestehen aus einer unbefristeten Darlehensverbindlichkeit. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat zukünftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 65. Der Betrag wird vollumfänglich in 2016 fällig. D. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die VEGA Deutschland GmbH erzielt ihre Umsatzerlöse aus Beratungsleistungen, die im Wesentlichen gegenüber Inlandskunden erbracht werden. Aufgrund des mit Wirkung zum 31. Juli 2015 stattgefundenen Asset Deals erzielte die Gesellschaft lediglich bis zum 31. Juli 2015 Umsatzerlöse. Ab dem. 1. August 2015 stellte die Gesellschaft ihre operative Tätigkeit ein, sodass ab diesem Zeitpunkt keine Umsatzerlöse mehr erzielt wurden. Dies ist bei der Vergleichbarkeit der Werte aus der Gewinn- und Verlustrechnung mit denen des Vorjahres stets zu berücksichtigen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus einem Darlehensverzicht der Muttergesellschaft SELEX-ES SpA in Höhe von TEUR 3.800. Außerordentliches Ergebnis Am 31. Juli 2015 erfolgte der Verkauf des operativen Geschäfts der VEGA Deutschland GmbH im Zuge eines Asset Deals an die DATAGROUP Invest 2 GmbH. Der Verlust hieraus beträgt TEUR 1.099. E. Sonstige Angaben Belegschaft Im Jahresdurchschnitt wurden bei der VEGA Deutschland GmbH 56 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 95 Angestellte). Haftungsverhältnisse Es bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus einem Miet-Aval in Höhe von TEUR 73. Zu einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis kommt es nur in dem Fall, dass die Gesellschaft ihren Verpflichtungen aus dem zu Grunde liegenden Mietvertrag nicht mehr nachkommen kann. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Gesellschaft diesen Verpflichtungen in Zukunft nicht nachkommen kann. Das Risiko einer eventuellen Inanspruchnahme wird somit als gering eingeschätzt. Geschäftsführung / Vorstand Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr die folgenden Herren an:
Mit Gesellschafterbeschluss vom 9. Dezember 2015 wurde Herr Manfred Müller als Geschäftsführer abberufen und Herr Ulrich Theodor Nellen, Kaufmann, Nettetal, als Geschäftsführer berufen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte jeweils am 6. Januar 2016. Beide Geschäftsführer übten ihre Tätigkeit in 2015 hauptberuflich aus. Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von TEUR 419 für künftige Pensionszahlungen an ehemalige Geschäftsführer zurückgestellt. Konzernverhältnisse Die Selex ES SpA stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft an der folgenden Anschrift erhältlich. Selex ES SpA Via Tiburtina Km. 12,400 00131 Rom Italien Für den größten Kreis von Unternehmen stellt die FINMECCANICA SpA einen Konzernabschluss auf, in den die VEGA Deutschland GmbH über die Selex ES SpA einbezogen wird. Dieser ist am Sitz der FINMECCANICA SpA an der folgenden Anschrift erhältlich: FINMECCANICA SpA Piazza Montegrappa, 4 00195 Rom Italien GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 572 auf neue Rechnung vorzutragen.
Neuss, den 23. Juli 2020 Ulrich Nellen, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151. Grundlagen des Unternehmens Die VEGA Deutschland GmbH, Neuss, (VEGA) war im Berichtsjahr bis zum 31. Juli 2015 im Bereich Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK-Branche) operativ tätig. Zu den Geschäftsfeldern zählten insbesondere IT Consulting, SAP Consulting und IT Security. Mit Wirkung zum 31. Juli 2015 hat die VEGA im Rahmen eines Asset Deals ihren operativen Geschäftsbetrieb mit allen dazugehörigen wesentlichen Vermögensgegenständen an die DATAGROUP Invest 2 GmbH, Pliezhausen, veräußert. Zu diesem Zeitpunkt hat die Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb eingestellt und seitdem nicht wieder aufgenommen. 2. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Auf weitergehende Ausführungen zu den gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen wird verzichtet, da die Gesellschaft seit dem 31. Juli 2015 bis heute nicht mehr operativ tätig gewesen ist und eine Wiederaufnahme der operativen Geschäftstätigkeit aktuell nicht geplant ist. Asset Purchase Agreement vom 31. Juli 2015 Mit Wirkung zum 31. Juli 2015 hat die VEGA im Rahmen eines Asset Deals ihren operativen Geschäftsbetrieb mit allen wesentlichen dazugehörigen Vermögensgegenständen an die Datagroup Invest 2 GmbH, Pliezhausen, ein Unternehmen der Datagroup AG, Pliezhausen, veräußert. Veräußert bzw. übertragen wurden unter anderem bestehende Verträge, Kundenbeziehungen sowie die Mitarbeiter. Vereinbart wurde für die VEGA ein zweijähriges Wettbewerbsverbot. Ertragslage Im operativen Geschäft konnte bis zur Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs am 31. Juli 2015 ein Umsatz von EUR 7,3 Mio. erwirtschaftet werden. In 2014 betrugen die Umsatzerlöse auf das Gesamtjahr 2014 bezogen EUR 15,2 Mio. Zeitanteilig auf das Halbjahr 2015 bezogen bedeutet dies einen Rückgang gegenüber der gleichen Zeitperiode im Vorjahr und eine Unterschreitung des Plans für das Gesamtjahr 2015 (EUR 17 Mio.) mit einem unverändert gegenüber dem Vorjahr deutlich negativen operativen Ergebnis. Das Rohergebnis liegt mit EUR 4 Mio. auf das Halbjahr bezogen auf dem Vorjahresniveau 2014 (Gesamt Vorjahr: EUR 8,6 Mio.) Im Rahmen des Asset Deals wurden alle wesentlichen Vermögenswerte verkauft bzw. ergebniswirksam ausgebucht. Der Verlust hieraus beträgt TEUR 1.099. Gleichzeitig verzichtete der Gesellschafter auf einen Teil des gegebenen Darlehens. Aus dem Darlehensverzicht resultiert ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von EUR 3,8 Mio. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 572 (Vorjahr Jahresfehlbetrag: TEUR 1.124) resultiert im Wesentlichen aus dem Ertrag, der aus dem Darlehensverzicht resultiert. Gegenläufig haben sich die laufenden Verluste aus dem operativen Geschäft zzgl. dem Verlust aus der Ausbuchung der wesentlichen Vermögenswerte im Rahmen des Asset Deals ausgewirkt. Finanzlage Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 7,2 Mio. bilanziell überschuldet. Der Gesellschafter Selex ES SpA hat mit Datum vom 16. Dezember 2011 gegenüber der VEGA Deutschland GmbH eine Erklärung zur jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft abgegeben (Patronatserklärung). Gemäß dieser Erklärung verpflichtet sich die Selex ES SpA, die VEGA Deutschland GmbH so mit Liquidität auszustatten, dass diese stets in der Lage ist, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verpflichtungen gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Gläubigern in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen. Die Vereinbarung wurde mit einer Mindestlaufzeit bis zum 31. Dezember 2013 abgeschlossen und mit Erklärung vom 6. Juni 2013 fest bis zum 31. Dezember 2014 sowie mit Erklärung vom 20. Januar 2015 fest bis zum 31. Dezember 2015 verlängert. Die vorgenannte Liquiditätsausstattungsgarantie wurde in den Folgejahren zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres jeweils um ein Jahr verlängert, zuletzt mit Datum vom 20. Juli 2020. Hier erfolgte eine nochmalige Verlängerung bis zum 31. Dezember 2021. Danach kann sie von jeder Vertragspartei mit einer Frist von einem Monat zum Geschäftsjahresende der VEGA Deutschland GmbH gekündigt werden. Die Liquiditätsausstattung erfolgt durch die Gewährung von verzinslichen Darlehen. Gemäß der Vereinbarung sind Tilgung und Zinszahlungen erst zu leisten, wenn und soweit die Gesellschaft nachhaltig über hinreichende Liquidität verfügt. Zum anderen existiert noch eine finanzielle Hilfe ("financial support letter) von der Leonardo SpA, Rom/Itlaien, die Finanzierungshilfen bis zu TEUR 500 mindestens bis zum 31. Dezember 2021 der Gesellschaft zur Verfügung stellt. Das Gesellschafterdarlehen beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2015 EUR 6,6 Mio. In den Folgejahren hat der Gesellschafter auf die Rückzahlung weiterer Teile des Darlehens in Höhe von insgesamt EUR 3,0 Mio. verzichtet, sodass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 eine diesbezügliche Darlehensverbindlichkeit von EUR 3,6 Mio. ausweist. Ausreichende Liquidität ist seitdem auch der wesentliche "Leistungsindikator" für die Gesellschaft. Vermögenslage Die Gesellschaft verfügt aufgrund des Asset Deals zum Jahresende über kein nennenswertes Vermögen. Die Aktiva bestehen ausschließlich aus kurzfristigen Vermögenswerten und dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag. Neben dem Gesellschafterdarlehen besteht die Passivseite aus einer Pensionsverpflichtung in Höhe von netto TEUR 257 (brutto, d.h. vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen TEUR 419) und weiteren sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 777. Das Eigenkapital ist mit EUR 7,2 Mio. negativ. Somit wird zum Bilanzstichtag ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in entsprechender Höhe ausgewiesen. 3. Nachtragsbericht Die bestehende Liquiditätsausstattungsgarantie wurde wie zuvor beschrieben verlängert, zuletzt mit Datum vom 20. Juli 2020. Hier erfolgte eine nochmalige Verlängerung bis zum 31. Dezember 2021. Der Gesellschafter hat ebenfalls in den Folgejahren auf die Rückzahlung weiterer Teile des Darlehens in Höhe von insgesamt EUR 3,0 Mio. verzichtet, sodass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 eine diesbezügliche Darlehensverbindlichkeit von EUR 3,6 Mio. ausweist. Darüber hinaus existiert noch eine finanzielle Hilfe ("financial support letter") von Leonardo SpA, Rom/Italien, die Finanzierungshilfen bis zu TEUR 500 mindestens bis zum 31. Dezember 2021 der Gesellschaft zur Verfügung stellt. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Seit der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs zum 31. Juli 2015 hat die Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb nicht wieder aufgenommen. Eine Wiederaufnahme der aktuellen Geschäftstätigkeit ist aktuell nicht geplant. Chancen bestehen in einer möglichen mittelfristigen Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs innerhalb des Leonardo SpA Konzerns. Derzeit ist eine ausreichende Liquidität durch die zuvor erwähnte Patronatserklärung des Gesellschafters gewährleistet. Der Fortbestand der Gesellschaft hängt wesentlich von der finanziellen Unterstützung und insbesondere von der Aufrechterhaltung der bestehenden Patronatserklärung und der in diesem Zusammenhang zugesicherten Deckung des Liquiditätsbedarfs durch den Gesellschafter ab. Das wesentliche Risiko für die Gesellschaft ist, dass die Muttergesellschaft oder der Leonardo-Konzern die finanzielle Unterstützung nicht aufrecht erhalten. Unter Berücksichtigung der Liquiditätsausstattungsgarantie wird gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von dem Fortbestand des Unternehmens ausgegangen.
Neuss, den 23. Juli 2020 VEGA Deutschland GmbH gez. Ulrich Nellen Versagungsvermerk des AbschlussprüfersWir wurden beauftragt, den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VEGA Deutschland GmbH, Neuss (bis 29. Februar 2016: Köln), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 zu prüfen. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Als Ergebnis unserer Prüfung stellen wir fest, dass wir nach Ausschöpfung aller angemessenen Möglichkeiten zur Klärung des Sachverhaltes aus folgenden Gründen nicht in der Lage waren, ein Prüfungsurteil abzugeben: Die Gesellschaft konnte uns keine ausreichenden und angemessenen Prüfungsnachweise zu der Vollständigkeit, dem Bestand, der Genauigkeit und der Bewertung von Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung vorlegen. Insbesondere waren die Belege betreffend der Umsatzerlöse, Material- und Personalaufwendungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und betreffend des Asset Deals nicht ausreichend. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen dieser Posten und daraus resultierend des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dies beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Seitens der Geschäftsführung wurde uns weiterhin keine Vollständigkeitserklärung vorgelegt. Aufgrund der Bedeutung der dargestellten Prüfungshemmnisse versagen wir den Bestätigungsvermerk. Aussagen darüber, ob der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, sind wegen der dargestellten Prüfungshemmnisse nicht möglich. Ebenso kann nicht beurteilt werden, ob der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Düsseldorf, den 23. Juli 2020 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kis,Wirtschaftsprüfer Ellbracht, Wirtschaftsprüfer |
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