Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 729365
Vorher
Ungerer Technology GmbH
Eingetragen
3.5.2016
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Forschung, die Entwicklung, das Design, die Fertigung, die Montage, die Inbetriebnahme, der Service und der Betrieb von Metallbearbeitungsanlagen, Richtmaschinen, Schneidsystemen, Walzwerkmaschinen, Reinigungsmaschinen, Ofen- und Messtechniksystemen, Anlagen, sonstigen Maschinen, Komponenten und Software für die Verarbeitung und Formung von Bändern, Drähten und/oder Stäben aus Metall und Verbundwerkstoffen sowie industrielle mechanische Antriebstechnologien, Getriebe, Umlaufgetriebe, Mehrstufengetriebe, Spindeln, mechatronische Systeme, magnetische Kupplungen und Bremsen, Sensoren und elektronische Regelungen. Darüber hinaus vertreibt die Gesellschaft auch Produkte der Redex S.A.S., eingetragen im Handelsregister von Orleans unter Nr. 775738115.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
REDEX SASFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
REDEX SAS
France
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Redex GmbH (vormals: Ungerer Technology GmbH)

Freiburg im Breisgau (vormals: Pforzheim)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Redex GmbH ist zum 31. August 2023 aus den bisherigen Gesellschaften Redex GmbH, Bühler Redex GmbH und Ungerer Technology GmbH im Wege der Verschmelzung der beiden erstgenannten Gesellschaften auf die Ungerer Technology GmbH entstanden, die anschließend in Redex GmbH umfirmiert wurde. Die Verschmelzung wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2023 wirksam. Durch die Verschmelzung sind die Aktivitäten der REDEX Group in Deutschland in einer Gesellschaft konzentriert worden.

Die Redex GmbH, bisherige Ungerer Technology GmbH, gehört seit 2017 zur REDEX Group, welche ihren Sitz in Ferrières-en-Gatinais, Frankreich, hat. Innerhalb der REDEX Group gehört die Redex GmbH zur Sparte "Strip Processing Technology" (SPT) und Precision Rolling Mills (PRM).

Die Wurzeln von der Redex GmbH (ehemalige Ungerer Technology GmbH) gehen zurück ins Jahr 1895, als der Gründer die erste Richtmaschine erfand und so den Grundstein für die heute entwickelten modernen Hochleistungs-Richtmaschinen legte. Die absolute Präzision bei Entwicklung und Herstellung der kundenspezifischen Anlagen ermöglicht den Kunden von der Redex GmbH heute die Veredelung vielfältiger Metalle und eine breite Nutzung anschließender Bearbeitungsschritte.

Die Maschinen der REDEX Group sind in allen Kontinenten im Einsatz. Im Jahr 2023 konzentrierte sich der Umsatz schwerpunktmäßig auf Europa, wobei ein Anteil von 83 % verzeichnet wurde, während der Rest auf das Drittland entfiel. Ob der Umbau der Stahlindustrie in Europa, hin zur Grünen Industrie gelingt, werden wir erst in einigen Jahren sehen. Für die Redex Group wird die große Basis an weltweit im Einsatz befindlichen Anlagen weiterhin ein profitabler Bereich bleiben, da das Unternehmen einen erheblichen Anteil des Umsatzes durch Service und Lieferungen von Verbrauchs- und Ersatzteilen erzielt. Durch die veränderten Kundenanforderungen und die Langlebigkeit der Anlagen bietet die REDEX Group die Modernisierung und Anpassung der bestehenden Anlagen an. Hier wird den veränderten Bedürfnissen der Kunden und Weiterentwicklung der zu verarbeitenden Materialien Rechnung getragen. Die Modernisierungen umfassen sowohl mechanische als auch alle elektrischen Komponenten der Anlagen.

Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, beziehen sich die im Lagebericht genannten Vorjahresvergleichszahlen auf die konsolidierten Werte der drei Gesellschaften Bühler Redex GmbH, Ungerer Technology GmbH und Redex GmbH des Geschäftsjahres 2022.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 ging das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Eine nachhaltige Verbesserung der Lage der deutschen Wirtschaft nach der Corona-Krise der Jahre 2020 und 2021 blieb aufgrund des Krieges in der Ukraine, der steigenden Energiepreise und der im Jahr 2023 weiterhin hohen Inflation aus. Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 lediglich ein BIP-Wachstum von 0,2 %. (Quelle: de.statista.com).

Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp 4 Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Diese Entwicklung ist angesichts der im Jahr 2023 stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. (Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage).

Vielen Unternehmen in Deutschland fehlt es nach wie vor an qualifiziertem Personal. Der Fachkräftemangel wird von den meisten Unternehmen als größtes Geschäftsrisiko der Zukunft eingeschätzt.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2024 prognostizieren die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer eine Umsatzentwicklung für die Gesamtbranche von -2,4 % und einen weiteren deutlichen Kosten-Anstieg. Für 2024 wird eine prognostizierte Steigerungsrate von 6,3 % bei den Personalkosten erwartet. Allerdings rechnen nur 40 % der Befragten mit höheren Rohstoffkosten und 30 % mit höheren Energiekosten. Die erwarteten Steigerungsraten für Rohstoffe und Vorprodukte betragen im Durchschnitt 10,2 %, während für Energiekosten sogar 26,6 % prognostiziert werden. Trotzdem erwarten die meisten eine stabile Entwicklung bei den Energiekosten. Dennoch bleibt der hohe Kostendruck bestehen und wird von der überwiegenden Mehrheit der Unternehmen als größtes Hindernis für Wachstum angesehen. Diese Entwicklung wird sich vor allem auf die Verkaufspreise auswirken. Über zwei Drittel der Manager werden zu Beginn des kommenden Jahres ihre Verkaufspreise steigern, jedoch rechnen lediglich 11 % noch damit, ihre Profitabilität halten zu können. Für mehr als ein Drittel der Befragten kann ein Sinken der Margen nicht abgewendet werden. (Quelle: PwC Maschinenbau-Barometer)

2.3. Beschaffungsbereich

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Projekt initiiert, um die fortlaufenden Herausforderungen in der Lieferantenkette anzugehen und den damit verbundenen Anstieg der Kosten zu bewältigen. Dieses Projekt konzentrierte sich darauf, bestehende Lieferantenbeziehungen zu stärken und gleichzeitig neue Quellen sowohl im In- als auch im Ausland zu erschließen. Ziel dieser Maßnahmen ist, die Risiken in der Lieferkette zu minimieren und gleichzeitig die Rentabilität der Beschaffung zu steigern.

2.4. Produktionsbereich

Im Bereich der Produktion wurden im Jahr 2023 große Anstrengungen vorgenommen Synergien mit der Redex S.A.S. (Muttergesellschaft) zu erzielen. Diese haben jedoch nicht ausgereicht, um sich in einem schwierigen Umfeld hinreichend positiv auf die Geschäftsentwicklung auszuwirken.

2.5. Absatzbereich

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen eine Gesamtleistung in Höhe von 49,1 Mio. Euro verzeichnen, was einem Anstieg von 12,9 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser signifikante Anstieg ist hauptsächlich auf die Fertigstellung von zwei bedeutenden Aufträgen zurückzuführen. Neben den Kerngeschäften wurden auch Serviceleistungen erbracht. Die angebotenen Serviceleistungen umfassen Reparaturaufträge und das Ersatzteilgeschäft.

Zusätzlich zur Fertigung neuer Anlagen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr auch Generalüberholungen älterer Maschinen von Kunden durchgeführt.

Der Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2023 belief sich auf 35,9 Mio. Euro, was unter dem Niveau des Vorjahres von 52,3 Mio. Euro liegt.

2.6. Investitionsbereich

Im Jahr 2023 wurden im Produktionsbereich keine Investitionen getätigt.

2.7. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.7.1. Vermögenslage

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr (inkl. Übernahme aus Verschmelzung)
TEUR
Übernahme aus Verschmelzung
TEUR
Vorjahr (ehem. Ungerer Technology GmbH)
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 50 57 10 47 -7 -12,3
Sachanlagen 1.658 1.809 116 1.693 -151 -8,3
1.708 1.866 127 1.739 -158 -8,5
Umlaufvermögen
Vorräte 9.487 9.976 8.129 1.847 -489 -4,9
Lieferforderungen 17.924 9.322 7.956 1.366 8.602 92,3
Forderungen verb. Unternehmen 14 2.491 -2.470 4.961 -2.477 -99,4
sonstige Vermögensgegenstände 529 582 495 87 -53 -9,1
Flüssige Mittel 3.952 3.824 2.458 1.366 128 3,3
Rechnungsabgrenzungsposten 37 43 32 11 -6 -14,0
31.943 26.238 16.600 9.638 5.705 21,7
33.651 28.104 16.726 11.378 5.547 19,7

Das Anlagevermögen ist leicht gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen bewegen sich mit TEuro 211 unter dem Niveau des Vorjahres von TEuro 246. Die Investitionen beinhalteten wie im Vorjahr im Wesentlichen kleinere Ersatzinvestitionen.

Der Rückgang beim Vorratsvermögen um TEuro 489 auf TEuro 9.487 beruht im Wesentlichen auf dem Rückgang der unfertigen Erzeugnisse (TEuro - 591).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEuro 8.602 gestiegen. Dies ist insbesondere auf die Fertigstellung eines größeren Auftrags kurz vor dem Bilanzstichtag zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEuro 53 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Zum Bilanzstichtag standen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von TEuro 3.952 zur Verfügung.

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr (inkl. Übernahme aus Verschmelzung)
TEUR
Übernahme aus Verschmelzung
TEUR
Vorjahr (ehem. Ungerer Technology GmbH)
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Passiva
Eigene Mittel
Gezeichnetes Kapital 300 475 225 250 -175 -36,8
Kapitalrücklage 12.575 12.400 2.650 9.750 175 1,4
Verlustvortrag -7.726 -8.615 -554 -8.061 889 -10,3
Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) -1.884 889 823 66 -2.773 -311,9
3.265 5.149 3.145 2.004 -1.884 -36,6
Fremdmittel
Rückstellungen 6.443 4.239 3.354 885 2.204 52,0
Verbindlichkeiten
Kreditinstitute 850 1.050 0 1.050 -200 -19,0
Erhaltene Anzahlungen 8.844 6.078 6.033 45 2.766 45,5
Lieferverbindlichkeiten 2.293 2.281 1.406 875 12 0,5
Verbindlichkeiten verb. Unternehmen 11.652 8.708 2.707 6.001 2.944 33,8
sonst. Verbindlichkeiten 304 599 82 517 -295 -49,2
30.386 22.955 13.581 9.374 7.431 32,4
33.651 28.104 16.726 11.378 5.547 19,7

Negativ auf das Eigenkapital wirkte sich der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEuro 1.884 aus. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 9,7 % (Vj.:18,3 %).

Die Rückstellungen erhöhten sich um 52 % bzw. TEuro 2.204 auf TEuro 6.443. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für Nachlaufkosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEuro 200 aufgrund von planmäßigen Tilgungen gesunken.

Die Lieferverbindlichkeiten erhöhten sich geringfügig um 5 % auf TEuro 2.293.

Die erhaltenen Anzahlungen haben sich um TEuro 2.766 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich ebenfalls deutlich von TEuro 8.708 auf TEuro 11.652. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Cash-Pooling-Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft.

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEuro 295 auf TEuro 304 geht im Wesentlichen auf eine geringere Umsatzsteuerzahllast zurück.

2.7.2. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt zum einen über Anzahlungen der Kunden, zum anderen aus dem Cash-Pool-Verfahren der Muttergesellschaft.

Die erhaltenen Finanzmittel stehen dem Unternehmen zum großen Teil mittel- und langfristig zur Verfügung.

Das Unternehmen verfügt über ausreichende Finanzmittel und kann seine Zahlungsverpflichtungen innerhalb der vereinbarten Ziele erfüllen.

2.7.3. Ertragslage

Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr (inkl. Übernahme aus Verschmelzung)
TEUR
Übernahme aus Verschmelzung
TEUR
Vorjahr (ehem. Ungerer Technology GmbH)
TEUR
Veränderung
TEUR
Veränderung
%
Rohergebnis 13.722 12.283 6.716 5.567 1.439 11,7
Personalaufwand 7.499 7.407 3.822 3.585 92 1,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen (inkl. sonstige Steuern) 7.522 3.084 1.481 1.603 4.438 143,9
EBITDA -1.299 1.792 1.413 379 -3.091 -172,5
Abschreibungen 211 246 47 199 -35 -14,2
Finanzergebnis -374 -50 64 -114 -324 648,0
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 607 607 0 -607 -100,0
Jahresüberschuss -1.884 889 823 66 -2.773 -311,9

Der Anstieg des Rohergebnisses um TEuro 1.439 resultiert insbesondere aus deutlich gestiegenen Umsatzerlösen (TEuro +16.717 bzw. +50,8 %) korrespondierend zu deutlich gestiegenen Materialaufwendungen (TEuro +10.637 bzw. +42,0 %). Dementgegen wirkten sich die Bestandsveränderung (TEuro -3.803 bzw. -118,4 %) sowie geringere sonstige betriebliche Erträge (TEuro -838 bzw. - 56,8 %) aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEuro 4.438 bzw. 143,9 % erhöht. Dies resultiert insbesondere aus der Zuführung zur Nachlaufkostenrückstellung in Höhe von TEuro 3.618 (Vj.: TEuro 110). Der Zinsaufwand ist insbesondere aufgrund der auf TEuro 323 (VJ.: TEuro 89) gestiegenen Zinsbelastung aus der Konzernfinanzierung angestiegen. Aufgrund der Verlustsituation haben sich die Ertragsteuern um TEuro 607 vermindert. Das EBITDA beläuft sich im Berichtsjahr auf TEuro -1.299 (Vj.: TEuro 1.792), der Jahresfehlbetrag auf TEuro 1.884 (Vj.: TEuro 889 Jahresüberschuss).

2.7.4. Gesamtaussage

Die Finanz- und Vermögenslage der Redex GmbH ist als stabil einzustufen. Geprägt wurde das Jahr mit einem Verschmelzungsvorgang. Im Berichtsjahr 2023 konnten zwei Großaufträge abgeschlossen werden, die positiv zur Gesamtleistung beitrugen. Allerdings führten anhaltende Lieferkettenprobleme und eingeschränkte Materialverfügbarkeit, insbesondere bei Bestellungen von Motoren und Ersatzteilen, zu Engpässen in der Fertigung. Dies führte dazu, dass weitere Projekte nicht abgeschlossen werden konnten. Die Fertigung war derart ausgelastet, dass Fremddienstleister hinzugezogen werden mussten, um die Aufträge zu erfüllen. Insgesamt bewertet die Geschäftsführung das Geschäftsjahr 2023 als herausfordernd.

3. Chancen-, Risiken und Prognosebericht

3.1.1. Chancen

Die Redex GmbH ist durch die eigene, langjährige Markterfahrung und die Unterstützung des weltweit vorhandenen Vertriebsnetzes der REDEX Gruppe gut am Markt positioniert. Die Chancen für die Redex GmbH liegen im anhaltenden Bedarf an Anlagen in der Prozesstechnologie für Bandanlagen, der sich aus den steigenden Anforderungen im Zusammenhang mit dem Green Deal ergibt. Zudem sehen wir Chancen in der intensiven Betreuung der Kunden durch die Modernisierung bestehender Anlagen. Investitionen in bestehende Fertigungsprozesse wurden getätigt, um den Kundenservice zu stärken. Die Situation bezüglich der Chancenlage hat sich im Vergleich zu 2022 hinsichtlich der Lieferkettenproblematik und der steigenden Energiekosten sowie den damit verbundenen möglichen Verzögerungen von Projektausführungen nur wenig verändert. Die Gesellschaft kann weiterhin auf einen robusten Auftragseingang verweisen.

3.1.2. Risiken

Das Risikomanagement der Redex GmbH ist auf die Besonderheiten des individuellen Projektgeschäfts ausgerichtet. Bei der Planung und Durchführung insbesondere komplexer Großprojekte bestehen Kalkulations- und Ausführungsrisiken. Die Beherrschung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der Projektverantwortlichen, die durch das zentrale Projektcontrolling unterstützt werden. Im Rahmen dieses Projektcontrollings werden die wesentlichen Verträge einer sorgfältigen kaufmännischen Prüfung unterzogen und technische Aspekte von Fachleuten separat analysiert. Projekte ab einem bestimmten Volumen oder mit einem hohen Schwierigkeitsgrad werden nach definierten Regeln überwacht, um gegebenenfalls rechtzeitig Korrekturmaßnahmen einzuleiten. Sämtliche Prognosen und Schätzungen seitens der Organisation sind entsprechend mit Unsicherheiten behaftet, da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung sowohl durch den aktuell anhaltenden Krieg und die daraus resultierende Energiekrise verändern und somit sehr volatil sind. Die Redex GmbH setzt sich daher kontinuierlich mit den aktuellen Entwicklungen auseinander, um in dem schwierigen Umfeld für und mit den Kunden und Partnern agieren zu können. Im vergangenen Geschäftsjahr waren keine Risiken erkennbar, die die Gesellschaft substanziell gefährden könnten.

Neben den Risiken aus der allgemeinen Geschäftsentwicklung sind derzeit keine speziellen Risiken bekannt, die das Geschäftsjahr 2024 wesentlich negativ beeinflussen könnten. Die Lieferanten der Redex GmbH werden regelmäßig überprüft, um potenzielle Gefahren und Risiken frühzeitig zu erkennen und transparent zu machen. Dies umfasst die Überwachung der Lieferfähigkeit, des Qualitätsmanagements, der finanziellen Situation sowie die Berücksichtigung von Cyberangriffen und Compliance-Anforderungen. Die Redex GmbH beobachtet auch geopolitische Spannungen und Sanktionen, um die Auswirkungen auf ihre Lieferketten zu bewerten und sicherzustellen, dass rechtliche und gesellschaftliche Vorgaben eingehalten werden. Darüber hinaus werden globale und regionale Krisen sowie Naturkatastrophen berücksichtigt, um die rechtzeitige Erfüllung von Kundenverpflichtungen sicherzustellen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wird durch den Einbezug in das Cash-Pooling durch die REDEX S.A.S., Ferrières-en-Gatinais/Frankreich, sichergestellt.

Spezielle branchentypische Risiken, wie Nachlaufkosten nach Installation und Übergabe der Maschinen sowie allgemeine Risiken, wie Gewährleistungsansprüche werden durch entsprechende Rückstellungen abgesichert.

Da Verkäufe und Einkäufe fast ausschließlich auf Euro basieren, entstehen in diesem Bereich für die Redex GmbH geringe Wechselkursrisiken.

3.1.3. Prognosebericht

Grundsätzlich ist anzumerken, dass die Redex GmbH ihre Budgetplanung auf einen Prognosezeitraum von zwei Jahren erstreckt. Dieses Budget wird auf Basis des Auftragsvolumens, Umsatz, Deckungsbeitrag, Kosten und Beitrag zum EBIT erstellt. Die Redex GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 36,0 Mio. Euro. Budget und Reporting erfolgen auf Basis des HGBs. Unter Berücksichtigung eines Umsatzrückgangs gegenüber 2023 wurde eine konservative Prognose für 2024 erstellt. Es wird mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet. Trotz der aktuellen globalen Herausforderungen wurden Maßnahmen ergriffen, um die Kosten zu optimieren und effizienter zu gestalten. Dies ermöglicht es, bei gesunkenem Umsatz ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Um einen ausgeglichenen Cashflow sicherzustellen, wurden entsprechende Maßnahmen ergriffen, sodass die Redex GmbH über ausreichende Mittel verfügen wird, um die laufenden Verpflichtungen zu erfüllen und zukünftige Investitionen zu tätigen. Dabei wurden sowohl kurzfristige als auch langfristige Liquiditätsanforderungen berücksichtigt. Es ist wichtig anzumerken, dass dies eine Prognose ist, die mit Unsicherheiten verbunden ist. Um die finanzielle Stabilität weiterhin zu gewährleisten werden die Marktentwicklung und die globalen Gegebenheiten genau beobachtet, um bei Bedarf entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

 

Pforzheim, 15. März 2024

gez. Bruno Christophe Grandjean, Geschäftsführer

gez. Jacques Guyon, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.707.990,00 1.739.480,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 50.439,00 46.671,00
II. Sachanlagen 1.657.550,00 1.692.808,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1.450.511,00 1.589.659,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.039,00 103.149,00
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
1. Beteiligungen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 31.907.031,81 9.628.056,45
I. Vorräte 9.487.239,90 1.847.370,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.467.455,55 6.414.693,82
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.217,20 4.961.167,43
2. sonstige Vermögensgegenstände 18.453.238,35 1.453.526,39
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.952.336,36 1.365.992,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.526,00 10.579,17
Aktiva 33.651.547,81 11.378.115,62

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.265.184,18 2.004.269,50
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 250.000,00
II. Kapitalrücklage 12.575.000,00 9.750.000,00
III. Verlustvortrag 7.725.809,09 8.061.386,72
IV. Jahresfehlbetrag 1.884.006,73 -65.656,22
B. Rückstellungen 6.443.031,35 885.221,77
C. Verbindlichkeiten 23.943.332,28 8.488.624,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 850.000,00 1.050.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.652.145,98 6.000.774,66
3. sonstige Verbindlichkeiten 11.441.186,30 1.437.849,69
Passiva 33.651.547,81 11.378.115,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.721.759,15 5.567.310,45
2. Personalaufwand 7.499.273,56 3.584.841,25
a) Löhne und Gehälter 6.218.327,10 2.855.573,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.280.946,46 729.267,26
3. Abschreibungen 211.085,53 199.248,36
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 211.085,53 199.248,36
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.517.449,66 1.602.618,92
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 100.452,85 147,97
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 373.571,43 113.770,53
davon an verbundene Unternehmen 335.782,00 88.696,00
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 117,20
7. Ergebnis nach Steuern -1.879.738,23 66.831,39
8. sonstige Steuern 4.268,50 1.175,17
9. Jahresfehlbetrag 1.884.006,73 -65.656,22

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Redex GmbH wurde auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Ergänzend zu den vorgenannten Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die bisherigen Gesellschaften Redex GmbH und Bühler Redex GmbH haben jeweils als übertragende Rechtsträger mit der Ungerer Technology GmbH als übernehmende Rechtsträgerin am 28. Juni 2023 einen Verschmelzungsvertrag abgeschlossen. Die Verschmelzung wurde mit Eintragung in das Handelsregister vom 29. August 2023 handelsrechtlich rückwirkend auf den 1. Januar 2023 wirksam. Der Übergang erfolgte zu Buchwerten. Es ergab sich kein ergebniswirksamer Effekt aus der Verschmelzung. Die Ungerer Technology GmbH wurde anschließend in Redex GmbH umfirmiert.

Sitz der Gesellschaft ist Freiburg im Breisgau. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Freiburg im Breisgau unter der Nummer HRB 729365 eingetragen.

Soweit Wahlrechte für die Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt weden können, wurde in der Regel der Vermerk in der Bilanz gewählt.

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von den Erleichterungsvorschriften der § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Aufgrund der Verschmelzung sind die Vorjahreswerte in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt vergleichbar. Die ausgewiesenen Vorjahreswerte betreffen die bisherige Ungerer Technology GmbH.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind gemäß § 246 Abs. 1 HGB sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Das Verrechnungsverbot des § 246 Abs. 2 HGB wurde beachtet.

Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden. Es erfolgte eine vorsichtige Bewertung. Alle erkennbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, wurden berücksichtigt.

Die einzelnen Positionen wurden wie folgt bewertet:

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die am Abschlussstichtag dazu bestimmt waren, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände planmäßig vorgenommen.

Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde auf der Basis der steuerlichen AfA-Tabellen und Erfahrungswerten der Vergangenheit ermittelt. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern mit Netto-Anschaffungskosten bis 800 € erfolgte im Jahr der Anschaffung eine Vollabschreibung.

Die Finanzanlagen bestehen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und sind zu Anschaffungskosten gem. § 253 Abs. 1 HGB ausgewiesen. Soweit erforderlich wurde am Bilanzstichtag ein vorliegender niedrigerer Wert angesetzt, welcher im beigefügten Anlagenspiegel ausgewiesen ist.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen wurden auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungskosten und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung und angemessene Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen berücksichtigen.

Geleistete Anzahlungen wurden zum Nennwert bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte grundsätzlich zum Nennwert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Auf zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen berücksichtigt.

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Posten des Umlaufvermögens wurden zum Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite gem. § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgte zum Nennwert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss verarbeitet worden.

III. Angaben zur Bilanz

Angaben zum Anlagevermögen

Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte, wie auch die im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen je Posten der Bilanz, können dem beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Finanzanlagen

Die Redex GmbH ist zu 100 % an dem verbundenen Unternehmen Ungerer America Inc., Wyomissing, PA 19610, USA beteiligt.

Angaben zu Forderungen

Gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen gegenüber der Gesellschafterin vorhanden, ebenso wie im Vorjahr. Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zu den Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEuro 6.118 beinhalten Rückstellungen für Nachlaufkosten (TEuro 5.076), Personalkosten (TEuro 385) ausstehende Rechnungen (TEuro 276), Intercompany Aufwand (TEuro 204), Versicherungen (TEuro 72), Garantieverpflichtungen (59 TEuro), Abschluss- und Prüfung (TEuro 32) sowie Aufbewarung (TEuro 14).

Angaben zu den Verbindlichkeiten

Angaben
in Euro
RLZ bis 1 Jahr RLZ mehr als 1 Jahr Gesamt davon RLZ mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 200.000,00 650.000,00 850.000,00 0,00
Vorjahr 200.000,00 850.000,00 1.050.000,00 50.000,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.843.627,71 0,00 8.843.627,71 0,00
Vorjahr 45.100,00 0,00 45.100,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.293.098,52 0,00 2.293.098,52 0,00
Vorjahr 875.315,01 0,00 875.315,01 0,00
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 11.652.145,98 0,00 11.652.145,98 0,00
Vorjahr 6.000.774,66 0,00 6.000.774,66 0,00
davon ggü. Gesellschafterin 11.205.833,85 0,00 11.205.833,85 0,00
Vorjahr 5.939.755,12 0,00 5.939.755,12 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 304.460,07 0,00 304.460,07 0,00
Vorjahr 517.434,68 0,00 517.434,68 0,00
davon aus Steuern 277.489,53 0,00 277.489,53 0,00
Vorjahr 479.255,25 0,00 479.255,25 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 20.314,24 0,00 20.314,24 0,00
Vorjahr 3.281,27 0,00 3.281,27 0,00
Gesamt 23.293.332,28 650.000,00 23.943.332,28 0,00
Vorjahr 7.638.624,35 850.000,00 8.488.624,35 50.000,00

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zu den Umsatzerlösen

Das Unternehmen ist im Bereich Anlagenbau tätig. Die Erstellung der Anlagen beginnend mit der Planung, Auslieferung, Montage sowie Endabnahme kann bei Großanlagen einen Zeitraum von 12 Monaten übersteigen und damit mehrere Berichtsperioden umfassen. Bei den Großanlagen liegt eine langfristige Auftragsfertigung vor.

Grundsätzlich erfolgt die Umsatzrealisierung bei Werklieferungen zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, d.h. zum Zeitpunkt der Übergabe des Gesamtwerks und der erfolgten Abnahme durch den Auftraggeber.

Bei vorliegender langfristiger Auftragsfertigung bestimmt sich der Realisierungszeitpunkt nach erfolgter Auslieferung, Anspruch auf die Gegenleistung, Gefahrenübergang und Abnahme durch den Käufer.

Im Jahr 2023 wurde eine Großanlage über einen Auftragswert von 16,9 Mio. Euro ausgeliefert, bei der sowohl der Gefahrenübergang als auch die Abnahme der Anlage im Berichtsjahr erfolgte. Der Vergütungsanspruch entstand und ist zum Bilanzstichtag zu 70 % fällig. Allerdings stehen noch erhebliche Restarbeiten aus, die klar beziffert werden können. Da kundenseitige Baumaßnahmen zunächst noch abgeschlossen werden müssen, bevor die Anlage montiert und in Betrieb genommen werden kann, ist derzeit nicht absehbar, wann die ausstehenden Restarbeiten erfolgen können. Der Grund für den Verzug liegt in der Spähre des Auftraggebers der Anlage und kann von der Redex GmbH nicht beeinflusst werden. Der Auftrag wurde bislang zu rd. 90 % erfüllt. Im Berichtsjahr erfolgte die Gewinnrealisierung des Auftrags in voller Höhe. Demgegenüber steht eine Rückstellung für Nachlaufkosten für diesen Auftrag in Höhe von 4,1 Mio. Euro.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 151 sowie Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEuro 12 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wesentlich durch die Zuführung zur Rückstellung für Nachlaufkosten in Höhe von TEuro 3.618 belastet. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEuro 101 sowie Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 336 enthalten. Die Verzinsung erfolgt mit dem EURIBOR Zinssatz für 3 Monate in Höhe von + 0,5%.

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 96 (Vj.: 69) davon 31 (Vj.: 33) gewerbliche und 65 (Vj.: 36) angestellte Arbeitnehmer.

Angaben zu Beteiligungsverhältnissen

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
Ungerer America Inc., Wyomissing, PA 19610, USA 100,00% -1,0 TUSD -1.231 TUSD
-0,9 TEuro -1.096 TEuro

Die Ungerer America Inc. hat als Abschlussstichtag den 31. Dezember. Die Angaben beruhen auf dem Jahresabschluss per 31.12.2019.

Konzernverhältnisse - Angabe nach § 285 Nr. 14a HGB

Der Jahresabschluss der Redex GmbH wird im Konzernabschluss der Muttergesellschaft REDEX société anonyme à conseil d'Administration,

90 Rue du Petit Crachis 45210 Ferrières-en-Gatinais, Frankreich einbezogen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister von Orléans (Greffe du Tribunal de Commerce d'Orleáns) unter der Nummer 775 738 115 eingetragen.

Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Als wesentliche Verpflichtung bestehen zum Bilanzstichtag zwei Mietverträge für Räumlichkeiten in Pforzheim, Kandelstraße 20 sowie für Räumlichkeiten in Duisburg, Ruhrorter Straße 22. Die jährliche Kaltmieten belaufen sich auf insgesamt TEuro 227.

Weitere wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund von Leasingverträgen mit einer Jahresbelastung von insgesamt ca. TEuro 104.

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich insgesamt auf TEuro 1.427.

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch folgende Personen geführt:

Bruno Christophe Grandjean, Kaufmann

Dr. Werner, Marc, Ingenieur (bis zum 5. Juni 2023)

Jacques Guyon, Ingenieur (seit 22. August 2023)

Von der Schutzklausel und Ausnahmeregel des § 286 Abs. 4 i.V.m. § 285 Nr. 9 a und b HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Pforzheim, 15. März 2024

gez. Bruno Christophe Grandjean, Geschäftsführer

gez. Jacques Guyon, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Redex GmbH, Pforzheim

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 143.286,51 96.180,95 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 200.000,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 143.286,51 296.180,95 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.194.619,55 77.500,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 473.113,34 531.250,16 0,00
Summe Sachanlagen 2.667.732,89 608.750,16 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.812.019,40 904.931,11 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 239.467,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 200.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 439.467,46
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.272.119,55
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.004.363,50
Summe Sachanlagen 0,00 3.276.483,05
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 3.716.950,51
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr Zugänge
EUR
[1] [2] Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.615,51 11.340,68 [1] 0,00 0,00 189.028,46
81.072,27 [2]
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 [1] 0,00 0,00 200.000,00
200.000,00 [2]
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 96.615,51 11.340,68 [1] 0,00 0,00 389.028,46
281.072,27 [2]
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 604.960,55 139.148,00 [1] 0,00 0,00 821.608,55
77.500,00 [2]
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 369.964,34 60.596,85 [1] 0,00 0,00 797.324,50
366.763,31 [2]
Summe Sachanlagen 974.924,89 199.744,85 [1] 0,00 0,00 1.618.933,05
444.263,31 [2]
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 999,00 0,00 [1] 0,00 0,00 999,00
0,00 [2]
Summe Finanzanlagen 999,00 0,00 [1] 0,00 0,00 999,00
0,00 [2]
Summe Anlagevermögen 1.072.539,40 211.085,53 [1] 0,00 0,00 2.008.960,51
725.335,58 [2]
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 50.439,00 46.671,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 50.439,00 46.671,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.450.511,00 1.589.659,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 207.039,00 103.149,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.657.550,00 1.692.808,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 1,00 1,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1,00 1,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.707.990,00 1.739.480,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21. August 2024 unter Verzicht von Einberufungsformalitäten wie folgt festgestellt:

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme in Höhe von 33.651.547,81 Euro und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.884.006,73 Euro wird hiermit festgestellt und genehmigt.

Der Bilanzgewinn in Höhe von 2.965.184,18 Euro, bestehend aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.884.006,73 Euro sowie dem vorhandenen Verlustvortrag aus früheren Geschäftsjahren in Höhe von 7.725.809,09 Euro und einer Kapitalrücklage in Höhe von 12.575.000 Euro, wird auf neue Rechnung getragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gesellschaft der Redex GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Firma Redex GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Firma Redex GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Bad Liebenzell, den 15. März 2024

KÜHN GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Betriebswirt FH Matthias Kühn, Wirtschaftsprüfer

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