kermonta Inh. Jana Uhlig e.K.
Selbe AdresseGroßhandel mit Anstrichmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Björn-Olaf Dröge seit 11.1.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Björn-Olaf Döge | 50.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Willy Hermann Beteiligungs GmbH | 50.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
pro4tex GmbHNiederfrohnaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 1.1. Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung Die Kernkompetenz der pro4tex GmbH ist die Veredlung von Wirk- und Strickwaren. Wir veredeln hochelastische Maschenstoffe für die Wäscheindustrie, Sport- und Oberbekleidung sowie technische Textilien. Wir bieten verschiedenste Ausrüstungs- und Färbetechniken für Schlauch- und Breitware in allen Substratmischungen. Im Jahr 2018 konnten wir den Umsatz mit einem Kunden aus der Spannbettlaken-Sparte weiter deutlich steigern. Zudem konnten wir den Kunden langfristig an uns binden. Um den Ablauf noch zu verbessern und die Produktivität zu steigern, wurde ein neuer Kalander bestellt, der Anfang 2019 geliefert wurde. Einer unserer Hauptkunden konnte andererseits durch die bereits 2016 begonnene Neuorientierung im technischen Bereich Kontakte zu namhaften Internetportalen in den USA knüpfen, die textile Lösungen im Bereich der Telekommunikation und Kommunikation suchen. Der Umsatz in diesem Bereich konnte weiter gesteigert werden. Verantwortlich dafür sind auch ein sehr guter Service, die intensive Entwicklungsarbeit und die ausrüstungstechnischen Innovationen, die von beiden Unternehmen angeboten werden. Der Status eines Alleinlieferanten hat auch deswegen weiterhin Bestand. Dadurch arbeiten wir auch mit Interessenten aus dem Technologiebereich, die ebenfalls den textilen Anteil ihrer Produkte unterstreichen wollen. Der Umsatz mit unserem Hauptkunden ging zurück, weil sich ein dortiger größerer Kunde in einer Umstrukturierungsphase befand. Die Produktion des Hauptartikels war im ersten Halbjahr 2019 deutlich erhöht gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018. Im zweiten Halbjahr 2019 wurde aufgrund schlechter Vorausschau beim Kunden die Produktion gedrosselt. Trotz dieser Entwicklung lag die Produktion dieses Artikels noch über dem Jahr 2018. Im modischen Bereich unser Hauptkunde Hermann einen Produktionsrückgang verkraften, der bei uns zu einem Umsatzrückgang von ca. TEUR 975 geführt hat. Durch den stärkeren Umsatz in Höhe von TEUR 219 mit anderen Kunden konnte dieser starke Rückgang ein wenig abgefangen werden. Im November 2019 konnten die Rezertifizierungen für die DIN EN ISO 9001, 14001 und 50001 erfolgreich durchgeführt werden. Die Zertifizierung der DIN EN ISO 45001 „Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“ wurde zunächst ausgesetzt. 1.2. Die Investitionen In 2019 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von TEUR 208,2 getätigt. Hauptanteil mit TEUR 46,7 waren Investitionen in Software, davon TEUR 25,6 für das Dokumenten-Management-System. Zudem wurden TEUR 22,6 in eine Außen- und Notbeleuchtung investiert. Weitere TEUR 86,7 wurden für Hardware, sonstige Software, einen Gabelstapler, einen Kalander, Regale, verschiedene Messgeräte und für weitere Betriebsmittel-Projekte investiert sowie TEUR 52,2 in Wertpapierdepots. Für das kommende Wirtschaftsjahr sind keine größeren Investitionen in Planung. 1.3. Geschäftsverlauf und Lage 1.3.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2019 TEUR 19.574,2 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 685,8 erhöht. Ursächlich für diese Erhöhung ist im Wesentlichen der Anstieg des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags. Das Anlagevermögen reduzierte sich von TEUR 10.609,5 auf TEUR 8.974,1 vor allem infolge der vorgenommenen Abschreibungen auf die Wirtschaftsgüter. Abschreibungen von TEUR 1.840,8 standen Investitionen von TEUR 208,2 gegenüber. Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 50. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 1.623,0. Infolge der aufgelaufenen Verluste besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 9.621,9. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von TEUR 542,9 im Vorjahr auf TEUR 473,3 gesunken. Dabei standen planmäßige Tilgungen von TEUR 96,8 der Neuaufnahme eines Mietkaufdarlehens in Höhe von TEUR 10,0 bzw. der Erhöhung des Kontokorrentrahmens von TEUR 17,2 gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zum 31. Dezember 2019 aus einem Betriebsmittelkredit in Höhe von TEUR 1.687,5, dem Einkauf von Rohware in Höhe von TEUR 239,7 sowie Zinsen und Belastungsanzeigen in Höhe von TEUR 48,5. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 15.602,8 (Vorjahr TEUR 15.671,0) Darlehensverbindlichkeiten. Darüber hinaus sind eine stille Beteiligung in Höhe von TEUR 400,0 sowie ein Darlehen der Unterstützungskasse von TEUR 22,4 enthalten. 1.3.2. Ertragslage Die Gesamtleistung ist im Jahr 2019 von TEUR 8.567,4 auf TEUR 7.414,5 gesunken. Das Rohergebnis beträgt TEUR 4.433,5 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.037,0 reduziert. Die Anzahl der Arbeitsplätze im Jahr 2019 hat sich um neun Plätze auf ca. 111 Personen reduziert. Abgänge konnten trotz intensiver Bemühungen im Jahr 2019 nicht in gleicher Weise mit Zugängen ausgeglichen werden. Aufgrund des niedrigeren Personalbestands sind die Personalaufwendungen in 2019 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 163,0 gesunken. Die Abschreibungen liegen mit TEUR 1.840,8 um TEUR 215,9 unter dem Vorjahreswert. Die Zinsaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 13,7 erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Finanzverbindlichkeiten im Unternehmensverbund des Mitgesellschafters zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen. Insgesamt musste für das Jahr 2019 ein Verlust von TEUR 2.798,6 (Vj. TEUR 2.067,8) hingenommen werden. Die im Vorjahr prognostizierte Ergebnisentwicklung konnte nicht erreicht werden. Der Verlust wurde mit rd. 2,0 Mio. EUR geplant, fiel jedoch bedeutend höher aus. Dies ist vor allem auf die stark rückläufige Gesamtleistung zurückzuführen und war in dieser Größenordnung nicht prognostizierbar. 1.3.3. Liquiditätslage Die Liquidität wird insbesondere durch flexible Darlehen im Unternehmensverbund des Mitgesellschafters gesichert. Für auslastungsschwache Monate wurden Betriebsmittelkredite gewährt, die sukzessive zurückgeführt werden sollen. Die Gesellschaft war somit jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen vollständig und zeitgerecht nachzukommen. 2. Prognosebericht Die Geschäftsleitung und die Gesellschafter beraten sich regelmäßig über die Entwicklung der Gesellschaft und das Marktumfeld, um gegebenenfalls kurzfristig notwendige Entscheidungen zu treffen. Durch personelle Umstrukturierungen im November 2019 im Bereich der Produktionsleitung und im Vertrieb wurden diese Aufgaben durch die jetzige Geschäftsführung übernommen und die Situation vor allem im Vertriebsbereich der pro4tex GmbH überprüft und überdacht. Es wurde nach Gesprächen mit potentiellen, möglichen Kunden aus dem AUTOMOTIV-Bereich und unter Abwägung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage diesen Bereich betreffend, festgelegt, wieder die Kernkompetenzen des Betriebs im Rahmen der Vertriebsaktivitäten in den Vordergrund zu stellen. So konnte bereits kurzfristig ein Hersteller modischer Wäscheartikel aus dem europäischen Ausland als Neukunde gewonnen werden. Weitere Kontaktaufnahmen zu anderen Herstellern in Deutschland zeigen ein positives Bild. Da es sich in vielen Fällen um Kunden handelt, die in einem direkten Konkurrenzverhältnis zu einem Hauptkunden stehen, wurde dies im Vorfeld mit ihm besprochen und freigegeben. Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit einem Chemikalienhersteller im Bereich der Ausrüstung von Medizinalprodukten sind wir seit Ende des Jahres 2019 erster Ansprechpartner für die Nutzung von neuen Ausrüstungen für die Lohnveredlung. Hier wurden bereits erste Versuche für ein großes Projekt zur Ausrüstung von Wundauflagen durchgeführt, die gegen Ende der Versuchsreihen in 2020 für uns zum Tragen kommen werden. Weitere Ausrüstmöglichkeiten sind in der Pipeline. Die ursprünglichen Prognosen sahen für das Geschäftsjahr 2020 positiv aus, da auch bei einem Hauptkunden mit einer steigenden Nachfrage gerechnet wurde. Wir sind zunächst von einer leichten Umsatzsteigerung auf das Niveau von 2018 ausgegangen. Die Corona-Pandemie hat im Frühjahr zu einem Umsatzeinbruch von ca. 25 % geführt. Dies betraf in erster Linie die Aufträge eines Hauptkunden. Seit Juni 2020 hat sich die Auftragslage jedoch langsam erholt. Durch die Entwicklung und Produktion von Mund-Nasen-Masken (partielle Gesichtsbedeckung) konnte der Umsatzrückgang teilweise kompensiert werden. Wir gehen davon aus, im Jahr 2020 einen voraussichtlichen Umsatz von 6,5 Mio. EUR zu erwirtschaften und müssen damit einen deutlichen Umsatzrückgang verkraften. Durch die im Vorjahr abgeschlossenen langfristigen Energieverträge für Gas und Strom mit großem Einsparpotenzial, welche bis 2020/2021 gelten, partizipieren wir von den vereinbarten Preisen. Für 2020 ist geplant, in Abstimmung mit dem Energieversorger die Verträge je nach Entwicklung am Energiemarkt bis 2024 zu verlängern, um weiter eine Planungssicherheit zu haben. Ursprünglich waren Betriebsausgaben von ca. 10 Mio. EUR geplant, deren Höhe einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr entsprochen hätte. Als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden verschiedene Kostensenkungsmaßnahmen ergriffen. Aufgrund des Auftragsrückgangs wurde zeitweise Kurzarbeit angemeldet. Außerdem haben wir von weiteren Großinvestitionen Abstand genommen. Darüber hinaus sanken infolge geringerer Produktionsmengen der Wareneinsatz und die damit verbundene Lagerhaltung, so dass wir für das Geschäftsjahr 2020 insgesamt von Betriebsausgaben in Höhe von ca. 8,3 Mio. EUR ausgehen. Es wird insgesamt mit einem Jahresfehlbetrag von ca. 1,8 Mio. EUR gerechnet. 3. Chancen- und Risikobericht Da der Textilveredlungs-Bereich immer übersichtlicher wird, liegen die Chancen in weiteren Allianzen mit Mitbewerbern und Kunden, um auch zukünftig den Erhalt der Firma zu gewährleisten. Eine noch stärkere Bindung des Kunden, eine noch intensivere Betreuung und eine immer weitere Verbesserung der Qualität in Verbindung mit einer kurzen Durchlaufzeit sind heute entscheidende Faktoren. Bestandsgefährdende Risiken bestehen dahingehend, dass durch die umfangreiche Investitionstätigkeit in den vorangegangenen Jahren und die aufgelaufenen Verluste phasenweise Liquiditätsengpässe auftreten, die jedoch mit Hilfe unseres Mitgesellschafters innerhalb der Gruppe durch flexible Betriebsmittelkredite abgefangen werden konnten. Zudem entfällt ein großer Teil des Umsatzes auf die Gruppe, so dass eine gewisse Abhängigkeit von dieser Kundengruppe besteht. Da wir zudem ein wichtiger Ausrüster sind, besteht ein natürliches Interesse an der Aufrechterhaltung unserer Produktion, weil damit die Lieferfähigkeit und der Bestand dieser Unternehmensgruppe ebenfalls gesichert werden. Eine weitere Problematik liegt zudem in den zu erzielenden Preisen am Markt. Höhere Kosten für Personal, Chemikalien und Farbstoffe sind nicht sofort ausgleichbar. In den letzten Jahren sind deswegen viele Mitbewerber auf der Strecke geblieben. Es wurden Verkaufspreise nach außen gegeben, die in keiner Art und Weise ertragbringend, geschweige denn kostendeckend waren bzw. sind. Es ist somit unabdingbar, am Markt höhere Verkaufspreise durchzusetzen, da durch immer aufwendigere Produkte und Verfahren eine nachhaltige Ertragskraft nicht in dem Umfang gegeben ist, wie es sein müsste. Aufgrund vertraglicher Vereinbarungen besteht zudem die Verpflichtung, einen festgelegten Personalstand von 113,4 Mitarbeitern sowie 4 Auszubildenden während der gesamten Mittelbindungsdauer bis 2021 zu gewährleisten. Diese Verpflichtung besteht unabhängig von der Umsatz- und Ertragsentwicklung und schränkt somit die Möglichkeiten für Kostenreduzierungen ein. Im Hinblick auf die bisherigen Ergebnisse, auch bedingt durch die hohen Abschreibungen, wurde die Laufzeit des Darlehens innerhalb der Gruppe bis 2027 verlängert. Dieses Darlehen wird mit einer vertraglich festgesetzten Mindesttilgung bedient, wodurch die laufende Liquidität entlastet werden konnte. Dieser Schritt wurde auch vollzogen, um durch Neukundengewinnung mit entsprechender nachhaltiger Ertragskraft bessere Ergebnisse zu generieren, um sodann die Tilgung an die Ergebnisse anzupassen und verlässlich durchführen zu können. Mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen mbH konnte im Dezember 2019 eine Vereinbarung über die Rückführung der Beteiligung in Höhe von TEUR 400,0 erzielt werden. Diese sieht eine moderate und liquiditätsschonende Rückführung des Betrages für die nächsten 10 Jahre vor. Auch die Einführung der CO2 -Steuer in 2021 ist für den Betrieb ein wichtiges Thema, dem wir uns schon heute stellen. Mit den möglichen Zusatzkosten in 2021 in Höhe von TEUR 70,0 und entsprechenden weiteren Steigerungen in den Folgejahren beschäftigen wir uns schon heute, sei es über eine zusätzliche Preiserhöhung und/oder weitere Effizienzmaßnahmen, die den Einsatz der Primärenergie Gas reduzieren und so auch Einfluss auf unsere CO2 -Emissionen haben. Zurzeit prüfen wir jedoch, ob wir in eine Ausnahmeregelung fallen, die von der EU und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit fallen, die uns von dieser Abgabe weitestgehend befreit. Darüber hinaus ist die Gesellschaft fortwährend den üblichen Risiken, wie Rohstoffpreisveränderungen, technische Probleme, Kundenverlust durch Wettbewerb und Veränderungen im Verbraucherverhalten, ausgesetzt. Auch die Corona-Pandemie birgt neben den bereits beschriebenen Risiken für uns Geschäftschancen. Durch die Entwicklung und Produktion von Mund-Nasen-Masken (partielle Gesichtsbedeckung) konnten Umsatzrückgänge in anderen Geschäftsbereichen teilweise kompensiert werden. So konnten im Frühjahr ca. 85.000 Masken verkauft werden. Diesen Geschäftsbereich wollen wir als zusätzliches Standbein weiter ausbauen. Die Gesellschaft wirkt den Risiken im beschriebenen Umfang entgegen, soweit dafür entsprechende Handlungsspielräume bestehen. Der Fortbestand der Gesellschaft ist dennoch davon abhängig, dass unsere Prognosen für die Zukunft eintreten, die geplanten Sparmaßnahmen greifen und die Kapitalgeber weiterhin bereit sind, finanzielle Mittel in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen. Flankierend dazu wurde der Vertrieb, wie zuvor beschrieben, neu ausgerichtet, um in größerem Umfang ertragsstarke Artikel zu produzieren und margenschwache Artikel möglichst künftig vollständig aus dem Sortiment zu nehmen. Zudem wurden neue Kontrollmechanismen eingeführt, um so Kundenreklamationen zu reduzieren und die Möglichkeit von damit verbundenen Geldabflüssen zu minimieren. Weitere Effizienzsteigerungen durch verbesserte Prozessführung an den Spannrahmen und in der Färberei für den Bereich der Energie sollten sich kostensenkend auswirken.
Niederfrohna, den 18. September 2020 gez. B. O. Dröge, Geschäftsführer BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Anhang 2019der Firma pro4tex GmbH1. Allgemeine Angaben Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der pro4tex GmbH für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2019 wurden nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Auf die Erläuterungen wird hingewiesen. 1.1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht scroll
1.2. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 (2) Nr. 1 HGB) Erläuterungen Der Jahresabschluss der pro4tex GmbH wurde klar und übersichtlich aufgestellt (§ 243 Abs. 2 HGB). Abweichungen von den Gliederungsvorschriften sowie einzelne Positionen des Jahresabschlusses werden entsprechend § 284 ff. HGB erläutert. Die Bilanzidentität sowie das Fortführungsprinzip gem. § 252 Abs. 1 HGB wurden beachtet. Hinsichtlich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit besteht eine wesentliche Unsicherheit, weil die Gesellschaft im operativen Geschäft nachhaltig Verluste erwirtschaftet. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu begleichen. Es wird dennoch die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde gelegt, weil die Liquidität durch flexible Betriebsmittelkredite gesichert ist und davon auszugehen ist, dass die Kapitalgeber weiterhin bereit sind, finanzielle Mittel in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen. Im Übrigen wird auf die Ausführungen in Abschnitt 3. im Lagebericht verwiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände - soweit entgeltlich erworben - sowie die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bilanziert worden. Die Normalabschreibungen werden bei Neuzugängen nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die erworbenen Zugänge werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Skonti aktiviert. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten ist von allen Wahlrechten Gebrauch gemacht wurden und es wurden Fremdkapitalzinsen einbezogen. Die Abgänge werden ordnungsgemäß zum Buchwert zum Zeitpunkt des Ausscheidens verrechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden über ihre voraussichtliche planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der beizulegende Zeitraum am Bilanzstichtag geringer war, wurde dieser angesetzt. Unfertige Leistungen werden mit den Herstellungskosten zuzüglich eines Zuschlages für Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd. Entsprechend § 255 HGB werden von den Verkaufspreisen Abschläge für Vertriebskosten und Gewinn in Höhe von 10 % vorgenommen. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurde zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken sind durch angemessene, direkt abgesetzte Einzelwertberichtigung Rechnung getragen worden. Zum Ausgleich des allgemeinen Ausfall- und Verzögerungsrisikos wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des Nettoumsatzes gebildet. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten nominell bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für einen bestimmten Zeitraum danach. Das gezeichnete Kapital ist in der im Gesellschaftsvertrag und im Handelsregister verankerten Höhe bilanziert. Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbare Risiken in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden. Langfristige Rückstellungen werden nach den Regeln des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Preis- und Kostensteigerungen werden, sofern eindeutig identifizierbar, berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 2.1. Anlagengitter (§ 268 (2) HGB) 2.2. Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz (§ 265 (3) S. 1 HGB) Erläuterungen Der unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesene Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 1.975,7 beinhaltet Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 288,2. 2.3. Angaben eines Fehlebetrages wegen nicht bilanzierter Pensionsverpflichtungen Erläuterungen Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Altersversorgungsverpflichtungen aus beitragsorientierten Leistungszusagen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB, der sogenannte Lastwert, beläuft sich auf EUR 154.337,42. Er ermittelt sich aus dem Erfüllungsbetrag i. H. v. EUR 173.986,00 abzüglich dem Kassenvermögen i. H. v. EUR 19.648,58. Der Erfüllungsbetrag wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") berechnet. Als Rechnungsgrundlage wurde der von der Deutschen Bundesbank vorliegende Rechnungszins (durchschnittlicher Marktzins bei 15 Jahren Laufzeit) verwendet; der Rechnungszinsfuss beträgt 2,71 % p. a. Den Versorgungsberechtigten wurde ein einmaliges Alterskapital zugesagt, das sich aus den bis zum Versorgungsfall verzinsten Beträgen errechnet. Dadurch waren weder Anwartschafts- noch Rentendynamiken zu berücksichtigen. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Nachrichtlich Um den Versorgungsverpflichtungen im Leistungsfall nachkommen zu können, hat das Berichtsunternehmen die Beitragszahlungen zur Altersvorsorge in Depots angelegt, welche bei Baumann & Partners S. A. geführt werden. Zum Bilanzstichtag verfügen die Depots über einen Wert i. H. v. EUR 52.128,59. 2.4. Aufgliederung der sonstigen Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) Erläuterungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für Personalaufwendungen für Resturlaub und Mehrstunden in Höhe von TEUR 120,0. Außerdem werden Beträge für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 42,2, für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 15,2 basierend auf Erfahrungswerten und für die Archivierung von Geschäftsunterlagen in Höhe von TEUR 2,6 berücksichtigt. Die Rückstellungen beinhalten weiterhin den Betrag für die noch nicht in Rechnung gestellte Wasserentnahme- und Abwasserabgabe in Höhe von TEUR 32,0. 2.5. Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren und der durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherten Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1 HGB) scroll
2.6. Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Art und Form der Sicherheiten (§ 285 Nr. 2 HGB) scroll
*) Sicherheiten Volksbank Chemnitz: - Gesamtbuchgrundschuld in Höhe von 1.607.000,00 EUR - Abtretung der Rechte und Ansprüche aus einer Risiko-Lebensversicherung von Herrn Dröge, Todesfallsumme 857.000,00 EUR - Globalabtretung der Ansprüche gegen Drittschuldner bzw. Drittschuldnerkreis mit den Anfangsbuchstaben A bis Z von pro4tex GmbH - Sicherungsübereignung des gesamten Warenlagers, Warenbestände, unfertige und fertige Erzeugnisse, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - Sicherungsübereignung von Maschinen und Anlagen - Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH in Höhe von 1.225.600,00 EUR - Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH in Höhe von 160.000,00 EUR - Selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 450.000,00 EUR von Herrn Björn-Olaf Dröge MKB-Bank Sicherungsübereignung der Kehrmaschine, des Hochhubwagens und dreier Gabelstapler. **) Sicherheiten - anteilige Ausfallgarantie durch die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH für die Zahlung der Entgelte und die Rückzahlung der Beteiligung in Höhe von 400.000,00 EUR. - Sicherungsvereinbarung über Investitionsgüter - vollstreckbare Grundschuld in Höhe von 5.100.000,00 EUR 2.7. Haftungsverhältnisse Erläuterungen Haftungsverhältnisse bestehen nicht. 2.8. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen (§ 285 Nr. 32 HGB) a) Zusammensetzung der periodenfremden Erträge scroll
b) Zusammensetzung der periodenfremden Erträge scroll
3. Sonstige Angaben 3.1. Arbeitnehmerzahl (§ 285 Nr. 7 HGB) Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Berichtsjahr beträgt: scroll
3.2. Gesamtbezüge der tätigen und früheren Organmitglieder, Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder sowie zugunsten von Organmitgliedern eingegangene Haftungsverhältnisse und gebildete Rückstellungen (§ 285 Nr. 9 HGB) Erläuterungen Auf Grund des schutzwürdigen Interesses der Organmitglieder unterbleibt die Angabe gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 3.3. Mitglieder der Organe (§ 285 Nr. 10 HGB) Die Organe setzen sich im Wirtschaftsjahr 2019 aus folgenden Mitgliedern zusammen: scroll
4. Rechtsformabhängige Zusatzangaben 4.1. Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 (3) GmbH; § 285 Nr. 9c HGB) scroll
Erläuterungen Gemäß Darlehensvertrag vom 03.01.2011 und Nachtrag vom 08.06.2015 gewährt die Gesellschaft Herrn Dröge ein Darlehen in Höhe von bis zu 120.000,00 EUR. Das Darlehen wurde mit einem Festzinssatz von 5,29 % jährlich verzinst und läuft auf unbestimmte Zeit. scroll
Die Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von 295.307,00 EUR ein Darlehen, welches Herr Dröge aufgenommen und zu gleichen Konditionen an die Gesellschaft weitergereicht hat. Das ursprüngliche Darlehen betrug 450.000,00 EUR und wird seit Juni 2019 vierteljährlich mit 14.063,00 EUR getilgt. 4.2. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses (§ 285 Nr. 34 HGB)Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 4.3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres Über die Corona-Pandemie hinaus sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2019 wird hiervon nicht berührt. Zu den finanziellen und sonstigen Auswirkungen und den mit der Pandemie einhergehenden Chancen und Risiken wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.
Niederfrohna, den 18. September 2020 gez. Björn-Olaf Dröge, Geschäftsführer Anlagespiegelscroll
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Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern1.1.2019 - 31.12.2019Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 309.481,60 EUR. 1.1.2018 - 31.12.2018Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 358.758,31 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2020 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu demvollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die pro4tex GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der pro4tex GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der pro4tex GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang, Abschnitt 1.2., sowie auf die Risikoberichterstattung in Abschnitt 3 des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Ertrags- und Liquiditätssituation befindet. Wie in Anhang und Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 15. Oktober 2020 B & P GmbH gez. Stephanie Oberhauser, Wirtschaftsprüferin gez. Anita Tomisch, Wirtschaftsprüferin |
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