zLabels GmbH
Valeska-Gert-Straße 5, 10243 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Aylin Dobberstein seit 24.5.2024 | Geschäftsführer |
Matthias Hurler seit 27.2.2023 | Geschäftsführer |
David Schneider seit 6.1.2010 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
zLabels GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2016
Anhang für 2016zLabels GmbH, BerlinAllgemeine Angaben Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2016 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß den Größenmerkmalen nach § 267 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 4 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Bei der Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Die Gesellschaft mit Sitz in Berlin ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 123975 B unter der Firma zLabels GmbH eingetragen. Die Vorjahreszahlen der Umsatzerlöse sind aufgrund der Neufassung von §277 Abs. 1 HGB durch das BilRUG nur eingeschränkt vergleichbar. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstands. Die Abschreibungen im Anlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Bewegliche Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von netto mehr als EUR 150 bis EUR 1.000 im Jahr des Zugangs in voller Höhe in einem Sammelposten erfasst und pauschaliert über fünf Jahre abgeschrieben (geringwertige Vermögensgegenstände). Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis netto EUR 150 werden sofort als Aufwand erfasst. Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berechnung eines gewogenen Durchschnitts gemäß § 240 Abs. 4 HGB oder unter Beachtung von niedrigeren beizulegenden Zeitwerten (Marktpreisen) bilanziert. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Ausfallrisiken werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer oder quasi-permanenter Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Steuerlatenzen unter Berücksichtigung des Standorts der Gesellschaft mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. zLabels hat Führungskräften virtuelle Optionsrechte gewährt. Der auf das Geschäftsjahr entfallende Personalaufwand für diese Optionsrechte wird durch die Bildung einer sonstigen Rückstellung berücksichtigt. Bei der Bewertung der Rückstellungen für virtuelle Mitarbeiteroptionen wurden nach bestmöglicher Schätzung Wahrscheinlichkeiten für das Bestehen der Verpflichtung sowie deren Höhe gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten und eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr haben, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.191 bilanziell überschuldet. Zur Abwendung der insolvenzrechtlichen Folgen der Überschuldung haben die zLabels GmbH, Berlin, und die Zalando SE, Berlin, einen Rangrücktritt der von der Zalando SE gewährten Darlehen über insgesamt TEUR 7.077 vereinbart. Die Geschäftsführung schätzt auf dieser Grundlage die Fortführung des Unternehmens als überwiegend wahrscheinlich ein (positive Fortbestandsprognose gemäß § 19 Abs. 2 InsO). Nach Auffassung der Geschäftsführung liegt demzufolge eine insolvenzrechtliche Überschuldung nicht vor. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde daher nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz des Finanzanlagevermögens: Innerhalb des Finanzanlagevermögens wird die 100 % Beteiligung an der zLabels Trading Limited, mit Sitz in Hongkong, sowie die 100% Beteiligung an der zLabels Trading Southern Europe S.L., Spanien, ausgewiesen.
Vorräte Als Vorräte werden der Bestand an Waren, im Wesentlichen bestehend aus den Warengruppen Schuhe und Textilien, ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle zum Bilanzstichtag bestehenden sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.668 (Vorjahr: TEUR: 3.667) resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten zum Bilanzstichtag Forderungen gegen die zLabels Trading Ltd. in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR: 136) und haben ebenfalls eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die übrigen Forderungen haben ebenfalls, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Nutzungsgebühren für Softwarelizenzen und Kosten einer Eventagentur für Veranstaltungen im Januar 2017. Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren Steuerwerten sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Steuersatzes in Höhe von 30,175 % (Vorjahr: 30,175 %). Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen waren in Höhe von insgesamt TEUR 2.783 (Vorjahr: TEUR 2.984) zu bilden. Diese betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen und personal bezogene Aufwendungen. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die gegenüber der Gesellschafterin bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 7.347 (Vorjahr: TEUR 4.442) resultieren in Höhe von TEUR 7.077 (Vorjahr: TEUR 4.442) aus dem Finanzverkehr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert. Ausschüttungssperren Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperren im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 394 (Vorjahr: TEUR 579) und resultiert ausschließlich aus der Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Die Miet- und Serviceverträge sind jeweils zum Monatsende kündbar. Haftungsverhältnisse und nahe stehende Unternehmen Am Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB: Die zLabels GmbH trägt eine Mithaftung für Darlehensverbindlichkeiten der Zalando Logistics SE & Co. KG, Brieselang, diese betragen zum Bilanzstichtag TEUR 14.400 (Vorjahr: TEUR 17.644). Die zLabels GmbH trägt eine Mithaftung für einen Kreditrahmen der Zalando SE, Berlin, in Höhe von TEUR 13.000. Am Abschlussstichtag wurden aus diesem Kreditrahmen TEUR 12.100 (Vorjahr: TEUR 3.920) in Anspruch genommen. Die zLabels GmbH trägt eine Mithaftung für eine revolvierende Kreditlinie der Zalando SE, Berlin, in Höhe von bis zu TEUR 500.000. Am Abschlussstichtag wurden aus diesem Kreditrahmen TEUR 31.488 (Vorjahr: TEUR 26.425) überwiegend für Garantien in Anspruch genommen. Auf Grund der wirtschaftlichen Situation sowie der vorliegenden Planungen schätzt die zLabels GmbH das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen ebenfalls als gering ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen in Höhe von TEUR 580 sonstige finanzielle Verpflichtungen (davon gegenüber verbundene Unternehmen: TEUR 533).
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse setzen sich aus der Erbringung von Dienstleistungen (41,6 Mio. EUR) sowie dem Verkauf von Handelswaren (3,7 Mio. EUR) zusammen. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes wurden unter den Umsatzerlösen Erträge in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) ausgewiesen. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus Weiterbelastungen von Konzernumlagen für erbrachte Dienstleistungen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Sonstige betriebliche Erträge Die periodenfremden Erträge im Geschäftsjahr 2016 betragen insgesamt TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 189) und resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 229, Vorjahr EUR 183). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen im Geschäftsjahr 2016 betragen insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 106). Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 404 (im Vorjahr: 318) angestellte Mitarbeiter beschäftigt.
Bezüge der Organmitglieder Gemäß § 286 Abs. 4 unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 a und b HGB. Robert Gentz und David Schneider erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft. Konzernzugehörigkeit Die zLabels GmbH wird in den Konzernabschluss der Zalando SE, Berlin, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss der Zalando SE, Berlin, wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt (§ 315a HGB). Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Abschlussprüferhonorar Gemäß § 285 Nr. 17 letzter Halbsatz HGB wird auf die Angabe des Abschlussprüfer-honorars verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Zalando SE. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 314.677,77 EUR mit dem Verlustvortrag in Höhe von 1.530.443,81 EUR zu verrechnen. Geschäftsführung
Unterzeichnung des Jahresabschlusses 2016
Berlin, 20. Juni 2017 (Dr. Christian Baier) (Robert Gentz) (David Schneider) (Jan Wilmking) Entwicklung des Anlagevermögens 2016
Lagebericht 2016zLabels GmbHInhaltsverzeichnis A. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Forschung und Entwicklung B. Wirtschaftsbericht 5 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf und Mitarbeiterentwicklung Geschäftsverlauf Mitarbeiterentwicklung 3. Lage Ertragslage Finanzlage Vermögenslage Gesamtaussage 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 13 C. Chancen und Risikobericht Risiken Chancen D. Prognosebericht 16 Künftige gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Situation Künftige Entwicklung der zLabels Gesamtaussage der Geschäftsführung der zLabels GmbH zur mittelfristigen Entwicklung A. Grundlagen der GesellschaftGeschäftsmodell Die zLabels GmbH, Berlin, (nachfolgend: zLabels) erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Design, Herstellung, Beschaffung und Vermarktung sowie Qualitätskontrolle von Bekleidung und Schuhen zu Gunsten ihrer Muttergesellschaft Zalando SE, Berlin, (nachfolgend: Zalando) sowie fremden Dritten vor allem in Deutschland und Europa. Die Erbringung dieser Dienstleistungen erfolgt in Berlin. Zudem vertreibt die Gesellschaft selbst designte Private Label-Artikel an Dritte. Forschung und Entwicklung Der Wertschöpfungsprozess bei der zLabels umfasst die Bereiche Entwicklung sowie Beschaffung und Produktion. Für den Erfolg der jeweiligen Kollektionen spielt der Entwicklungsprozess eine entscheidende Rolle. Die Gesellschaft betreibt keine Forschungsaktivitäten. Der erste Schritt in diesem Prozess - das Design - startet mit der Definition einer Kollektionsaussage, welche auf Basis eines "Season Concepts" getätigt wird. In diesem "Season Concept" werden die Rahmenbedingungen wie Themen, Farben, Stoffkonzepte und Key Looks festgehalten, welche von äußeren Rahmenbedingungen wie Architektur, Kunst und gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflusst werden. Im Anschluss daran werden die Kollektionskomplexität sowie Preispunkte definiert, sowie "Repeat Styles" festgelegt. Diese "Repeat Styles" beinhalten besonders erfolgreiche Kollektionsbestandteile aus der entsprechenden Spiegelsaison, welche dann in die neue Kollektion einfließen sollen. Die Bereiche Design und Einkauf bestimmen dann gemeinsam die Stoffauswahl und treffen eine Vorauswahl von möglichen Lieferanten für die einzelnen Kollektionsbestandteile. Auf Basis der Skizzen, die intern auf ihre schnitttechnische Umsetzung überprüft wurden und für die die entsprechenden Maße festgelegt wurden, erfolgt dann eine Anfrage von Prototypen bei den möglichen Lieferanten. Nach der Prototypenphase folgt das Size Set sowie das Produktionssampling, wodurch ein stetiges Prüfen von Passform, Verarbeitung und Material durch die Bereiche Design, Produkt Management und Produkt Development gewährleistet wird. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wirtschaftliches Umfeld Der Megatrend zum Online-Shopping setzte sich 2016 fort: Der europäische Online-Einzelhandel 1 wuchs 2016 um 13,6 % und damit stärker als der klassische Einzelhandel, der lediglich ein Wachstum von 2,6 % verzeichnete. Der europäische Mode-Einzelhandel 2 schloss das Jahr mit einem Handelsvolumen von ca. 425 Mrd. EUR ab, ein nominales Wachstum von 0,9 %, während der Online-Modemarkt gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 9,1 % auf 51 Mrd. EUR verzeichnete. Mit einem Wachstum des gesamten Einzelhandels von 2,5 %3 sowie des Online-Einzelhandels von 11,6 % im Jahr 2016 spiegeln die deutschen Zahlen die Entwicklung in anderen europäischen Ländern wider. Nach einigen Jahren der Stagnation verringerte sich das Handelsvolumen 2016 um 0,2 %, was auf nachteilige Wetterbedingungen zurückzuführen ist. So wurden die Auswirkungen des milden Januars und des kalten März, die in einen regnerischen Sommer und warmen Herbst übergingen, durch gestiegene Umsätze im vierten Quartal nur teilweise abgemildert. 4 Dennoch konnten Online-Modeeinzelhändler ihren Umsatz 2016 um 7,4 % auf einen Marktwert von ca. 12,3 Mrd. EUR erhöhen. 5 Wir sind der Auffassung, dass unser Geschäftsmodell weiterhin von den positiven Aussichten für den europäischen Mode- und Online-Einzelhandel profitieren wird: Technologische Fortschritte sind die wesentlichen Treiber der zweiten Welle des E-Commerce, die das Wachstum des Online-Modegeschäfts weiter ankurbeln wird. Es wird erwartet, dass der Marktanteil des Online-Modehandels zulasten des stationären Handels weiter zunehmen wird.
1 Euromonitor, Europa ohne Russland
2 Euromonitor, Europa ohne Russland
Europa ist mit seinem hochkonzentrierten Wohlstand nach wie vor ein äußerst attraktiver Modemarkt. In unseren Hauptmärkten in Westeuropa 6 lagen die Modeausgaben im Jahr 2016 bei 780 EUR pro Person und waren damit im weltweiten Vergleich am höchsten. Zusammen mit der hohen Bevölkerungsdichte verzeichnet Westeuropa die höchsten Modeausgaben pro km 2 weltweit. Schätzungen zufolge belaufen sich diese auf 88,1 TEUR im Vergleich zu 15,5 TEUR weltweit. Die Ausgaben pro km 2 sind für Online-Händler eine wichtige Kennzahl, da höhere Ausgaben pro km 2 eine schnellere und kostengünstigere Lieferung ermöglichen. Die durchschnittliche Bruttogewinnmarge von Online-Modehändlem liegt zwischen 40 % und 60 % 7 und damit deutlich über den durchschnittlichen Margen in anderen Online-Produktkategorien, z. B. Elektronik. Die gestiegene Durchdringung des Markts mit mobilen Geräten und das erweiterte Angebot an Anwendungen haben wesentlich zu dem starken Wachstum im Online-Einzelhandel, einschließlich des Online-Modehandels, beigetragen. Smartphones und Tablets ermöglichen jederzeit und praktisch überall Zugang zum Internet und werden von den Konsumenten zunehmend zum Mode-Shopping verwendet. Prognosen für Mobile-Commerce 8 zeigen, dass sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen wird, und rechnen in den kommenden fünf Jahren mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von ca. 15,3 %.
6 Euromonitor, Europa ohne Russland
2. Geschäftsverlauf und Mitarbeiterentwicklung Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der zLabels ist stark abhängig von der Muttergesellschaft. Aus diesem Grund wird im Folgenden auch auf den Geschäftsverlauf der Muttergesellschaft eingegangen. Das Mutterunternehmen blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück. Zalando ist im Vergleich zum Vorjahr weiter stark gewachsen und setzt seine positive Entwicklung in allen Segmenten fort. Zalando ist auch in 2016 schneller gewachsen als der Markt und hat in allen Ländern Marktanteil gewonnen. Bekleidung blieb Zalandos stärkste Produktkategorie, gefolgt von Schuhen und Accessoires. Der Kundenstamm nahm weiter kräftig zu und erreichte Ende 2016 19,9 Mio. aktive Kunden (31. Dezember 2015: 17,9 Mio.). Das anhaltende Wachstum des Mutterunternehmens, der damit verbundene Ausbau der Eigenmarken, der Ausbau der Aktivitäten im Bereich Qualitätskontrolle sowie der Verkauf von Handelsware an externe Dritte spiegelt sich insbesondere im Anstieg der Mitarbeiterzahlen im Vergleich zum Vorjahr wider. Durch diesen Anstieg wurde ein Umsatzwachstum von 45 Prozent erzielt Die zLabels ist zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.191 bilanziell überschuldet. Zur Abwendung der insolvenzrechtlichen Folgen der Überschuldung haben die zLabels GmbH, Berlin, und die Zalando SE, Berlin, einen Rangrücktritt der von der Zalando SE gewährten Darlehen über insgesamt TEUR 7.077 vereinbart. Die Geschäftsführung schätzt auf dieser Grundlage die Fortführung des Unternehmens als überwiegend wahrscheinlich ein (positive Fortbestandsprognose gemäß § 19 Abs. 2 Ins0). Nach Auffassung der Geschäftsführung liegt demzufolge eine insolvenzrechtliche Überschuldung nicht vor. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde daher nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt. Mitarbeiterentwicklung Einhergehend mit dem starken Wachstum der Gesellschaft ist die Mitarbeiterzahl ebenfalls signifikant angestiegen. Zum Abschlussstichtag beschäftigte die zLabels 439 (im Vorjahr: 351) Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt waren 404 (im Vorjahr: 318) Mitarbeiter für die Gesellschaft tätig. Das erfolgreiche Wachstum von Zalando und zLabels basiert auf den Kompetenzen und der Motivation der Mitarbeiter. Aufgrund des starken Wachstums des Kerngeschäfts, der Erschließung neuer Unternehmensbereiche und der schnellen internationalen Expansion sind Zalando und zLabels stets auf Verstärkung ihres erfolgreichen Teams angewiesen. Der Bereich Recruiting nimmt daher eine zentrale Position der Personalarbeit ein. Neben einem umfangreichen Karriereportal präsentiert sich Zalando auf Jobmessen und Jobbörsen als attraktiver und facettenreicher Arbeitgeber, um für jede vakante Stelle den passenden Bewerber zu finden. Für eine Qualifizierung der Mitarbeiter werden kontinuierlich Trainings- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Dabei bilden persönliche Leistungs- und Potenzialgespräche die Basis, um die Entwicklungspotenziale aller Mitarbeiter individuell und bestmöglich auszuschöpfen. 3. Lage Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft wird in folgender verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung nach Aufwandsarten des Unternehmens dargestellt.
Die Umsatzerlöse der zLabels haben sich vor allem durch das aus der Geschäftsentwicklung der Muttergesellschaft resultierende Wachstum von TEUR 30.991 im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 45.301 im Geschäftsjahr 2016 um 46 Prozent erhöht und liegen damit über den Erwartungen. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem Anstieg der Produktion und Entwicklung von Eigenmarken sowie dem signifikanten Anstieg aus den erfolgten Verkäufen an Dritte von TEUR 693 im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 3.738 im Geschäftsjahr 2016. Darüber hinaus wurden Erträge in Höhe von TEUR 265 aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert neben der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes im Wesentlichen aus der Vereinnahmung eines Personalkostenzuschusses i. H. v. TEUR 485 im Jahr 2015. Der Anstieg des Materialaufwandes resultiert aus den Verkäufen an Dritte, welche in 2016 wesentlich ausgebaut wurden. Die Personalaufwendungen haben sich entsprechend des Anstiegs der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen und der allgemeinen Lohnentwicklung um TEUR 5.950 auf TEUR 22.131 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 4.952 auf TEUR 19.001 erhöht und beinhalten im Wesentlichen Fremdleistungen, Mietaufwendungen, Reisekosten sowie Marketingaufwendungen. Das Betriebsergebnis (EBIT) der Gesellschaft hat sich mit TEUR 694 insbesondere durch den Anstieg des Materialaufwandes im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.305) deutlich verringert. Die EBIT-Marge liegt im Geschäftsjahr 2016 bei 1,5 % (im Vorjahr 4,2 %) und damit unter den Erwartungen. Der Steueraufwand i. H. v. TEUR 185 resultiert aus der Inanspruchnahme der steuerlichen Verlustvorträge. Finanzlage Die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung der zLabels werden anhand der nachfolgenden verkürzten Kapitalflussrechnung aufgezeigt.
Insgesamt sind die Finanzmittelbestände gegenüber dem Vorjahr um TEUR 884 auf TEUR 2.697 gestiegen. Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist Ergebnis des weiteren Anstiegs der Geschäftsbeziehungen mit externen Dritten, der sich in einem signifikanten Anstieg der Vorräte der zLabels und zugleich einem starken Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte widerspiegelt. Dementgegen steht ein positiver Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit, der aus einem Darlehensabruf der zLabels GmbH über TEUR 2.500 im Rahmen des mit der Zalando SE geschlossenen Darlehensvertrages über ein Kreditvolumen von insgesamt TEUR 15.000 EUR resultiert. Von dem durch die Muttergesellschaft gewährten Kreditvolumen waren zum Stichtag insgesamt TEUR 7.077 in Anspruch genommen. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Kassenbestand und aus Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft wird in folgender verkürzter Bilanz dargestellt. Aktiva
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme der zLabels weiter gestiegen, diese Entwicklung geht einher mit dem Anstieg der Geschäftstätigkeit. Das Vermögen der Gesellschaft setzt sich vornehmlich aus Forderungen gegen Gesellschafter, liquiden Mitteln sowie dem Vorratsvermögen zusammen. Die zum 31. Dezember 2016 in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände der zLabels sind kurzfristig. Durch das positive Ergebnis hat sich der "Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag" weiter reduziert. Die Passivseite besteht überwiegend aus Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.307 auf TEUR 11.792 erhöht und bestehen zum Abschlussstichtag insbesondere aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Personalrückstellungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit bedingt. Gesamtaussage Die wirtschaftliche Lage der zLabels ist insgesamt auch weiterhin stark geprägt von dem Wachstum der Muttergesellschaft Zalando SE. Der zunehmende Ausbau des Drittgeschäftes spiegelt sich in der Ertragslage neben dem Anstieg der Umsatzerlöse auch in dem dadurch verursachten Anstieg des Material- und Personalaufwandes wider. Die Posten der Finanz- und Vermögenslage haben sich dadurch ebenfalls signifikant geändert. Insgesamt hat die Gesellschaft ihre gesteckten Umsatzziele erreicht. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zu den für die Unternehmenssteuerung bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren gehören die Umsatzerlöse sowie die Marge aus dem Betriebsergebnis (EBIT-Marge). Neben der Ausrichtung an rein ökonomischen Faktoren stellt sich die zLabels auch der Verantwortung, in ihrem wirtschaftlichen Handeln auch gesellschaftlichen Anforderungen nachhaltig gerecht zu werden. Hierzu zählt unter anderem, dass zLabels nur Fabriken auswählt, die bestimmte ethnische Standards, insbesondere bezogen auf Arbeitsbedingungen, erfüllen. C. Chancen und RisikoberichtDie zLabels ist im Rahmen ihrer wachstumsorientierten Unternehmenspolitik bestrebt, Chancen und Risiken wertorientiert zu steuern, um sich ergebende Entwicklungschancen optimal nutzen zu können. Risiken werden nur eingegangen, sofern ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht. Die Chancen und Risiken für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung der zLabels sind im Wesentlichen direkt von der Muttergesellschaft als Hauptauftraggeber abhängig. Risiken Risiken aus dem operativen Geschäft betreffen im Wesentlichen die Bereiche Produktqualität, Arbeitsbedingungen in der Wertschöpfungskette und Lieferverzögerungen. Qualitätsmängel der Produkte würden sich unmittelbar auf das Vertrauen der Kunden auswirken. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten sowie durch kontinuierliche Qualitätskontrollen der Ware wird das Risiko potenzieller Qualitätsprobleme begrenzt. Unzumutbare Arbeitsbedingungen bei den Lieferanten bergen ebenfalls ein erhebliches Risiko für das Image der Gesellschaft. Dem wirkt zLabels durch verschiedene Corporate Social Responsibility Maßnahmen inkl. eines Code of Conducts, dem sich alle Lieferanten verpflichten müssen, entgegen. Das Angebot der Ware zum richtigen Zeitpunkt ist ein weiterer entscheidender Wettbewerbsfaktor für zLabels und die Zalando-Gruppe. Produkte nicht oder nur zu spät in der Saison anbieten zu können, führt zu Umsatzeinbußen und wirkt sich unmittelbar auf die Zufriedenheit der Kunden aus. Durch eine diversifizierte Lieferantenbasis in verschiedenen Regionen und Ländern wird das Risiko von signifikanten Lieferverzögerungen seitens der Lieferanten begrenzt. Dem Risiko von Transportverzögerungen begegnet zLabels durch langfristige und klare Vertragsbeziehungen mit unterschiedlichen Transportunternehmen. Die zLabels GmbH bietet ihre Dienstleistungen seit 2015 auch fremden Dritten an und verkauft zunehmend auch Handelsware an externe Dritte. Dennoch stellt Zalando den bisher wichtigsten Geschäftspartner dar. Somit ist die Gesellschaft weiterhin stark von der wirtschaftlichen Entwicklung und den strategischen Entscheidungen ihrer Muttergesellschaft sowie von der Entwicklung und den Risiken der gesamten Zalando-Gruppe abhängig. Risiken für die Muttergesellschaft bestehen aus ökonomischen und strategischen Risiken, operativen Risiken, Finanzrisiken sowie rechtlichen und regulatorischen Risiken. Zalando ist ein europaweit agierendes Unternehmen und somit wird die Unternehmensentwicklung potenziell von der volkswirtschaftlichen Entwicklung und der daraus resultierenden Verbraucherstimmung in den für Zalando relevanten Ländern beeinflusst. In den Märkten, in denen Zalando seine Waren vertreibt und bezieht, könnten sich unerwartete politische oder ökonomische Veränderungen ergeben. Ein ungünstiges privates Konsumumfeld könnte sich bei Zalando im Risiko von Umsatzverfehlungen und dem damit einhergehenden Risiko aus erhöhten Warenbeständen widerspiegeln. Das Konzernmanagement geht dennoch davon aus, dass sich der Trend zum E-Commerce auch in einem schwierigeren Umfeld fortsetzen würde. Chancen Ebenso wie die Risiken sind auch die Chancen für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung der zLabels im Wesentlichen direkt von der Muttergesellschaft als Hauptauftraggeber abhängig. Die Europäische Kommission rechnet für 2017 mit einem Wachstum in der Eurozone von 1,5 % sowie einem Wachstum in der EU um 1,6 %. Dabei gilt der private Konsum als einer der Haupttreiber des Wachstums im Prognosezeitraum. Die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation in wichtigen europäischen Ländern wird zudem zu höheren verfügbaren Realeinkommen beitragen. 9 Es wird erwartet, dass sich die Wachstumsdynamik in Deutschland fortsetzen wird. 10 Der stabile Arbeitsmarkt, robuste Exportzahlen und der Investitionsboom in der Bauwirtschaft werden voraussichtlich das Wachstum und den privaten Verbrauch ankurbeln. Diese Entwicklungen bieten Zalando die Chance, das aus der wachsenden Wirtschaft potenziell resultierende positive Konsumklima zu nutzen, um seine Marktposition weiter auszubauen und Umsatzsteigerungen zu erzielen.
9 Europäische Kommission, Herbstprognose
2016
Der Online-Vertrieb von Mode in Europa wies 2016 ein Volumen von etwa 51 Mrd. EUR auf, was einem Anteil von 11,9 % am gesamten Mode-Einzelhandel entspricht. Während der Gesamtmarkt für Mode in Europa (ausgenommen Russland) zwischen 2011 und 2016 nahezu unverändert blieb, wuchs der Online-Vertrieb für Mode mit einer durchschnittlichen jährlichen Zuwachsrate (CAGR) von etwa 13,4 % in den letzten fünf Jahren wesentlich schneller. Dieser Trend wird voraussichtlich anhalten, da der Anteil von Personen an der Gesamtbevölkerung, die schon in jungem Alter mit digitaler Technologie vertraut sind, weiter steigen wird. Europa ist ein hochattraktiver Modemarkt mit konzentriertem Wohlstand und hoher Bevölkerungsdichte. Das begünstigt den Online-Vertrieb von Mode. Aufgrund seiner guten Durchdringung der europäischen Märkte sowie der bereits aufgebauten Infrastruktur und erreichten Markenbekanntheit sind Zalando und damit auch zLabels gut positioniert, um von diesen günstigen Marktgegebenheiten zu profitieren. Der Online-Einzelhandelsmarkt in Europa verzeichnete im Jahr 2016 Umsätze von 263,6 Mrd. EUR mit einer CAGR von 15,6 % seit 2011. Während sich der Online-Anteil im Einzelhandel in den Vereinigten Staaten 2016 auf 10,5 % belief, stieg der Online-Anteil im Einzelhandel in Zalandos Zielmarkt Europa von 4,2 % im Jahr 2011 auf 7,8 % im Jahr 2016. 11 zLabels kann an der positiven Entwicklung der Muttergesellschaft direkt partizipieren. Steigt die Bekanntheit von Zalando, steigert sich im Umkehrschluss die Bekanntheit und die Nachfrage nach den Zalando Eigenmarken. Eine höhere Nachfrage nach zLabels Produkten resultiert in einem weiterhin wachsenden Geschäft für die Gesellschaft. D. PrognoseberichtKünftige gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Situation Es wird erwartet, dass der europäische Intemeteinzelhandel weiterhin ein starkes Wachstum erzielt. So soll der europäische Einzelhandel 12 2017 ein Wachstum von knapp 1,7 % gegenüber dem Vorjahr erreichen, während dem Online-Handel eine Steigerung um 11,4 % prognostiziert wird. In Deutschland zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Die Prognose für den Einzelhandel für 2017 liegt bei etwa 2,2 %, für den Internethandel hingegen bei über 13,6 %.
12 Euromonitor, Europa ohne Russland
Der Verband der Deutschen Internetwirtschaft 13 geht zudem davon aus, dass E-Commerce-Aktivitäten bis 2017 für über die Hälfte (53 %) des deutschen BIP verantwortlich zeichnen werden - ein Anstieg um 16 % im Vergleich zur E-Commerce-Aktivität 2012. Für die Online-Modebranche in Europa und Deutschland wird ebenfalls weiteres Wachstum erwartet. Auf europäischer Ebene wird eine Stagnation der Modeverkäufe prognostiziert (+ 0,5 %), und die Modeverkäufe in Deutschland sollen sogar leicht rückläufig ausfallen (Rückgang um 0,2 %). Demgegenüber wird für die Online-Modeverkäufe ein wesentlich schnelleres Wachstum in Europa und in Deutschland vorausgesagt. Die Online-Modeverkäufe werden sich 2017 um ca. 8,7 % erhöhen, für Deutschland wird von einem Wachstum um annähernd 9,8 % gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. 14
13 Verband der deutschen Internetwirtschaft
14 Euromonitor, Europa ohne Russland und
Deutschland
Zalando und damit auch zLabels sehen sich mit der Fokussierung auf den europäischen Markt sowie der bereits aufgebauten Infrastruktur und der erreichten Markenbekanntheit gut positioniert, um von diesen günstigen Marktgegebenheiten für den Online-Handel zu profitieren. Der hohe emotionale Wert, den sowohl Hersteller als auch Kunden Modemarken beimessen, verschafft unabhängigen und reinen E-Commerce-Modehändlem, wie Zalando, darüber hinaus einen erheblichen Vorteil gegenüber nicht spezialisierten E-Commerce-Händlem. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Eigenmarken optimal positioniert werden und damit auch die Nachfrage weiterhin steigt. Die steigende Nachfrage resultiert in einem wachsenden Geschäft für zLabels. Künftige Entwicklung der zLabels Die künftige Entwicklung der zLabels hängt weiterhin im starken Maße von der Entwicklung der Muttergesellschaft ab. Zalando will seinen profitablen Wachstumskurs auch in der Zukunft fortsetzen und Marktanteile gewinnen. Mit diesem Ziel hat das Management drei Investitionsbereiche definiert, die auch im Geschäftsjahr 2017 die Grundlage für den langfristigen Erfolg bilden sollen. Dabei wird der Fokus auf Investitionen in das Leistungsangebot für Kunden und Lieferanten sowie in Technologien und operative Infrastruktur gelegt, um sicherzustellen, dass die Gesellschaft durch weitere Marktanteile und eine gestärkte Wettbewerbsposition weiter wachsen kann. Die Finanzstrategie des Managements zielt auf Umsatzsteigerungen unter Beibehaltung eines soliden Rentabilitätsniveaus ab. Diese Ziele gelten übergreifend für den Zalando Konzern und schließen demnach die zLabels mit ein. Zudem fokussiert sich zLabels weiterhin auf die Erschließung neuer Verkaufskanäle, mit dem Ziel die Eigenmarken unabhängig von Zalando bestmöglich zu vermarkten und zu positionieren. Vor dem Hintergrund des Wachstums des Mutterunternehmens und der angestrebten Ausweitung des Geschäftsmodells erwartet die Gesellschaft, die Umsatzerlöse in einem Wachstumskorridor in 2017 von 50-70 Prozent steigern zu können. Aus der Geschäftsbeziehung mit Zalando ergibt sich für 2017 ein erwarteter Umsatzanstieg von 35 - 45 Prozent. Dieser Anstieg resultiert aus dem wachsenden Geschäft der Muttergesellschaft und dem damit verbundenen steigenden Personalbedarf der zLabels. Durch den erhöhten Fokus der Gesellschaft auf die Etablierung des Drittgeschäftes wird mit einem externen Umsatzwachstumsanteil von 15 - 25 Prozent am Gesamtumsatz gerechnet. Mit dem externen Umsatzstieg geht ein deutlicher Anstieg des Materialaufwands einher. Die zLabels wird bei dem dargestellten Geschäftsmodell voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2017 gewinnbringend arbeiten sowie aus den daraus resultierenden positiven Cashflows in der Lage sein, alle ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Weiterhin wird erwartet, dass ein leicht steigendes Ergebnis vor Steuern erreicht wird. Die EBIT-Marge wird sich vorrausichtlich auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016 bewegen. Gesamtaussage der Geschäftsführung der zLabels GmbH zur mittelfristigen Entwicklung Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der zLabels als positiv und sieht im kommenden Jahr auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Chancen für ein weiteres schnelles und nachhaltiges Umsatzwachstum. Allerdings ist die Fortführung des Unternehmens weiterhin direkt abhängig von den nachgefragten Leistungen seitens der Muttergesellschaft. Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsführung nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses. Die Aussagen sind naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Die tatsächlichen Ergebnisse können daher von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Berlin, 20. Juni 2017 Geschäftsführung Dr. Christian Baier Robert Gentz David Schneider Jan Wilmking BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der zLabels GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 23. Juni 2017 Ernst
& Young GmbH
Dr. Röders Wirtschaftsprüfer Kim Wirtschaftsprüfer |
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