Link VS-Schwenningen KG

Villingen-Schwenningen

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRA 601276
Vorher
Link VS-Schwenningen KGLink VS-Schwenningen GmbH + Co. KG
Eingetragen
18.5.1923

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Kommanditist
Germany
2.000.000 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pfeiffer & May SE

Karlsruhe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.545.219,00 2.212.009,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 220.819,00
2.545.219,00 2.432.828,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 96.672.247,81 95.827.694,36
2. technische Anlagen und Maschinen 870.700,00 905.837,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.892.217,00 19.296.747,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 340.020,44 576.259,00
116.775.185,25 116.606.537,36
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 19.915,00 19.915,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 887.456,16 926.473,05
2. Waren 125.561.127,37 126.912.961,69
126.448.583,53 127.839.434,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 86.951.819,80 81.103.692,29
2. sonstige Vermögensgegenstände 33.617.137,69 31.969.281,76
120.568.957,49 113.072.974,05
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 180.609.560,28 122.493.497,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 252.569,98 316.485,49
547.219.990,53 482.781.672,49

Passiva

Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000.000,00 100.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.100.000,00 2.100.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 10.000.000,00 10.000.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 235.014.617,97 194.451.110,43
IV. Konzernbilanzgewinn 10.863.000,00 8.724.000,00
V. Nicht beherrschende Anteile 5.268.235,12 5.165.593,23
363.245.853,09 320.440.703,66
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 852.737,96
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 54.918.578,56 48.987.128,45
2. Steuerrückstellungen 7.990.108,48 4.818.797,23
3. sonstige Rückstellungen 17.673.628,70 15.884.424,69
80.582.315,74 69.690.350,37
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.153,24 1.966,90
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16.262,58 22.964,95
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.997.551,26 16.436.728,19
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 64.237.148,41 62.194.975,11
5. sonstige Verbindlichkeiten 18.112.706,21 13.141.245,35
davon aus Steuern EUR 7.321.286,11 (i.V. EUR 4.011.649,28) 103.391.821,70 91.797.880,50
547.219.990,53 482.781.672,49

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 801.220.023,61 732.180.233,62
2. Sonstige betriebliche Erträge 12.878.881,37 12.820.516,26
814.098.904,98 745.000.749,88
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -587.440.093,41 -536.299.355,27
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -99.098.400,98 -94.302.903,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -25.673.694,79 -24.738.818,48
davon für Altersversorgung EUR - 6.440.207,49 (i.V. TEUR - 6.442)
-124.772.095,77 -119.041.722,42
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -11.637.132,10 -11.738.591,62
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.095.296,69 -31.573.873,51
61.154.287,01 46.347.207,06
7. Erträge aus anderen Wertpapieren 510,35 678,85
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.407.698,27 18.892.268,75
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.168.110,90 -2.271.140,72
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR -1.366.587,00 (i.V. TEUR -1.421)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -24.405.868,96 -19.610.923,22
-6.165.771,24 -2.989.116,34
11. Ergebnis nach Steuern 54.988.515,77 43.358.090,72
12. Sonstige Steuern -984.909,91 -561.019,16
13. Konzernjahresüberschuss 54.003.605,86 42.797.071,56
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.724.000,00 7.999.000,00
15. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -40.563.507,54 -31.703.448,14
16. Ergebnis nicht beherrschende Anteile -2.577.098,32 -2.369.623,42
17. Ausschüttung -8.724.000,00 -7.999.000,00
18. Konzernbilanzgewinn 10.863.000,00 8.724.000,00

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben

Die Pfeiffer & May SE hat ihren Sitz in Karlsruhe und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB Reg. Nr. 712580).

Der Konzernabschluss der Pfeiffer & May SE wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften (AktG) aufgestellt.

Die Pfeiffer & May SE, Karlsruhe, ist gem. § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Für die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Der Konzernabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang anzubringen sind, weitestgehend im Konzernanhang aufgeführt.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der Pfeiffer & May SE alle Tochterunternehmen, bei denen die Pfeiffer & May SE unmittelbar oder mittelbar die einheitliche Leitung bzw. einen beherrschenden Einfluss ausübt.

Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich folgende Änderung des Konsolidierungskreises: Die P+M Dritte Grundstücks-GmbH, Karlsruhe wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2020 auf die Pfeiffer & May Heidelberg GmbH, Heidelberg verschmolzen.

Die Jahresabschlüsse aller Gesellschaften sind zum 31. Dezember 2020 erstellt.

Unternehmen Anteil
Pfeiffer & May Karlsruhe GmbH, Karlsruhe 100,00%
Pfeiffer & May Offenburg GmbH + Co. KG, Offenburg 90,91%
Pfeiffer & May Freiburg KG, Freiburg 100,00%
Pfeiffer & May Trossingen KG, Trossingen 100,00%
Pfeiffer & May Dillingen GmbH + Co. KG, Dillingen 100,00%
Pfeiffer & May Stuttgart KG, Plochingen 100,00 %
Pfeiffer & May Heilbronn KG, Heilbronn 95,24%
Pfeiffer & May Weingarten GmbH + Co. KG, Weingarten 100,00 %
Pfeiffer & May Ulm GmbH, Neu-Ulm 100,00%
Pfeiffer & May Aalen GmbH, Aalen 100,00%
Pfeiffer & May Eningen GmbH, Eningen unter Achalm 100,00%
Pfeiffer & May Leonberg GmbH + Co. KG, Leonberg 100,00%
Pfeiffer & May Heidelberg GmbH, Heidelberg 100,00%
Pfeiffer & May Wiesbaden GmbH, Ginsheim-Gustavsburg 100,00%
Pfeiffer & May Mannheim GmbH + Co. KG, Mannheim 100,00%
Pfeiffer & May Darmstadt GmbH, Darmstadt 100,00%
Pfeiffer & May Gießen GmbH, Gießen 100,00%
Pfeiffer & May Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main 100,00%
Link VS-Schwenningen GmbH + Co.KG, Villingen-Schwenningen 100,00%
Link GmbH + Co. KG, Rastatt 100,00%
Löffelhardt Heilbronn GmbH, Heilbronn 100,00%
Löffelhardt Fliesen GmbH, Heilbronn 100,00%
Linss Malsfeld GmbH, Malsfeld 100,00%
Linss Gotha GmbH, Schwabhausen 100,00%
Pfeiffer & May Sanitär GmbH, Karlsruhe 100,00%
P+M Erste Grundstücks-GmbH, Karlsruhe 100,00%
P+M Zweite Grundstücks-GmbH, Karlsruhe 100,00%
P+M Vierte Grundstücks-GmbH, Karlsruhe 100,00%
P&M Digitale Dienste GmbH, Karlsruhe 100,00%
P&M Herbrechtingen GmbH, Giengen an der Brenz 100,00%
Johs. Link Verwaltungsgesellschaft mbH, Karlsruhe 100,00%

* vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften des HGB aufgestellt. Soweit eine einheitliche Bewertung nicht vorgenommen wurde, ist sie gemäß § 308 Abs. 2 Satz 3 HGB von untergeordneter Bedeutung.

Die Kapitalkonsolidierung für Erstkonsolidierungen vor 2010 erfolgte nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Gründung. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge wurden grundsätzlich erfolgswirksam ausgebucht, wenn sie nicht auf stille Reserven entfallen oder als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen werden.

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode.

Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Der sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende passive Unterschiedsbetrag verringerte sich im Geschäftsjahr um TEUR 853. Der zum Bilanzstichtag passive Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 0.

Die Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren vollständig abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte von fünf Jahren basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse. Im Berichtsjahr erfolgte ein separater Ausweis unter den immateriellen Vermögensgegenständen.

Die Folgekonsolidierung - und damit auch die Konsolidierung zum 31. Dezember 2020 - erfasst den Konzernanteil der nach dem Stichtag der Erstkonsolidierung erwirtschafteten Ergebnisse der Konzerngesellschaften im Konzernergebnis.

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 enthält der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile außerdem Anteile an den aufgedeckten stillen Reserven und Lasten sowie die anteiligen Ergebnisbestandteile aus der Folgekonsolidierung der entsprechend der Neubewertungsmethode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen in das abnutzbare Anlagevermögen anderer verbundener Unternehmen wurden eliminiert. Weitere Zwischenergebnisse sind nicht angefallen.

IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die unverändert zum Vorjahr beibehalten wurden.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zwei Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei Wirtschaftsgütern, die im Berichtsjahr angeschafft wurden, wurde die Möglichkeit der degressiven Abschreibung im Rahmen des Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz in Anspruch genommen sofern diese eine höhere Abschreibung als die lineare Methode ergab. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Genossenschaftsanteile sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Waren erfolgt anhand der sogenannten LIFO- Methode (last in - first out).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 2,30 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 5,6 % p.a. unterstellt.

Bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,60 %) hätten sich zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 64.660 ergeben.

Der Unterschiedsbetrag zum 31. Dezember 2020 in Höhe von TEUR 9.271 unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. In Höhe des ausschüttungsgesperrten Betrages stehen in ausreichender Höhe frei verfügbare Rücklagen zur Verfügung.

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.12.2020
TEUR
Pensionsverpflichtung 55.389
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) -470
Pensionsrückstellung 54.919
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 470

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

V. Angaben zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Konzernanlagespiegel (Bestandteil des Konzernanhangs) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt TEUR 100.000. Es ist eingeteilt in 400.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 250.

Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB und die gesetzliche Rücklage sind unverändert. In die anderen Gewinnrücklagen wurde ein Betrag von TEUR 40.564 eingestellt.

Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag von TEUR 8.724 einbezogen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 13.353), Garantien (TEUR 894), Abschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 1.135) und Retouren (TEUR 934).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten Restlaufzeit
gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Art der
(Vorjahr) TEUR TEUR TEUR gesichert Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28 28 0 0 0 Grundschulden
(2) (2) (0) (0) (1.543)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 16 16 0 0 0
(23) (23) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.998 20.998 0 0 0 branchenübliche Eigentumsvorbehalte
(16.437) (16.437) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 64.237 44.914 14.707 4.617 0
(62.195) (39.223) (13.739) (9.233) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 18.113 18.113 0 0 0
(13.141) (13.141) (0) (0) (0)
Gesamt 103.392 84.069 14.707 4.617 0
(91.798) (68.826) (13.739) (9.233) (0)

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen ausschließlich auf den Bereich Haustechnik und wurden im Inland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 2.067 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen, der Herabsetzung der Wertberichtigungen sowie aus dem Abgang von Anlagevermögen enthalten.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenden periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 55 resultieren aus dem Abgang von Anlagevermögen.

VII. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 18.980 und resultiert aus Mietverpflichtungen der Tochtergesellschaften.

Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr 2020 sind insgesamt Honorare des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 176 angefallen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres 2020 waren gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB im Konzern durchschnittlich 2.294 (i. V. 2.354) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 198 (i. V. 269) Aushilfen.

Mitglieder des Vorstands

Mitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr 2020:

Ulf Steinhart, Freiburg im Breisgau, Vorstand der Pfeiffer & May SE

Markus Bury, Donaueschingen, Vorstand der Pfeiffer & May SE

Hinsichtlich der Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführungsorgane wurde vom Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

Kai Markert, Ettlingen (Vorsitzender), Wirtschaftsingenieur

Marc Rummel, Karlsruhe (Vorsitzender Bilanzausschuss), Informationswirt

Dr. Bernd Michael Hönle, Weisenheim am Sand (stellv. Vorsitzender), Steuerberater

Donat Feser, Ettenheim, Rentner (ehemals Geschäftsführer)

Volker Klohr, Karlsruhe, (ehemals Geschäftsführer)

Heinz-Otto Lüthgehetmann, Bad Herrenalb, Rentner (Vorstand bis 31. Januar 2010)

Jan Jander, Karlsruhe, Dipl.-Ing., Freier Architekt

Katrin Weber, Karlsruhe, Grafikdesignerin

Karen Markert, Berlin (Ersatzmitglied), Kunstpädagogin, freischaffend

Katja Koller, Karlsruhe (Ersatzmitglied), Physiotherapeutin

Stefan May, Stuttgart (Ersatzmitglied), Dipl.-Ing. Maschinenbau

Julia May, Karlsruhe (Ersatzmitglied), Modedesignerin

Thomas Reither, Karlsruhe (Arbeitnehmervertreter), Bilanzbuchhalter

Carsten Schäfer, Karlsruhe (Arbeitnehmervertreter), Betriebswirt BA, Betriebsleiter

Berthold Hoch, Glottertal (Arbeitnehmervertreter), Betriebswirt VWA

Susanne Vetter, Offenburg (Arbeitnehmervertreter), kaufmännische Angestellte

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2020 TEUR 230.

Konzernzugehörigkeit

Die Pfeiffer & May SE stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Konzernkreis auf.

Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB

Folgende Tochterunternehmen machen von der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Gebrauch:

Pfeiffer & May Karlsruhe GmbH, Karlsruhe

Pfeiffer & May Offenburg GmbH + Co. KG, Offenburg

Pfeiffer & May Dillingen GmbH + Co. KG, Dillingen

Pfeiffer & May Ulm GmbH, Neu- Ulm

Pfeiffer & May Darmstadt GmbH, Darmstadt

Pfeiffer & May Wiesbaden GmbH, Ginsheim-Gustavsburg

Löffelhardt Heilbronn GmbH, Heilbronn

Löffelhardt Fliesen GmbH, Heilbronn

Pfeiffer & May Frankfurt GmbH, Frankfurt

Pfeiffer & May Gießen GmbH, Gießen

Pfeiffer & May Aalen GmbH, Aalen

Pfeiffer & May Eningen GmbH, Eningen unter Achalm

Pfeiffer & May Heidelberg GmbH, Heidelberg

Pfeiffer & May Mannheim GmbH + Co. KG, Mannheim

Pfeiffer & May Weingarten GmbH + Co. KG, Weingarten

Pfeiffer & May Leonberg GmbH + Co. KG, Leonberg

Linss Gotha GmbH, Schwabhausen

Linss Malsfeld GmbH, Malsfeld

Link GmbH + Co. KG, Rastatt

P & M Herbrechtingen GmbH, Giengen an der Brenz

P + M Erste Grundstücks-GmbH, Karlsruhe

P + M Zweite Grundstücks-GmbH, Karlsruhe

Link VS-Schwenningen GmbH + Co. KG, Villingen-Schwenningen

P + M Vierte Grundstücks-GmbH, Karlsruhe

P&M Digitale Dienste GmbH, Karlsruhe

Johs. Link Verwaltungsgesellschaft mbh, Karlsruhe

Pfeiffer & May Sanitär GmbH, Karlsruhe

VIII. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Karlsruhe, den 1. April 2021

Pfeiffer & May SE

Ulf Steinhart

Markus Bury

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.455.033,16 966.400,00 0,00 4.659,40 12.416.773,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.472.127,48 0,00 0,00 0,00 1.472.127,48
12.927.160,64 966.400,00 0,00 4.659,40 13.888.901,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Grundstücken 165.627.707,49 4.428.859,86 377.848,11 31.188,55 170.403.226,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.490.029,61 41.240,85 0,00 1.011,15 3.530.259,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64.131.977,87 6.916.591,75 183.069,98 6.894.018,47 64.337.621,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 576.259,00 324.679,53 -560.918,09 0,00 340.020,44
233.825.973,97 11.711.371,99 0,00 6.926.218,17 238.611.127,79
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 19.915,00 0,00 0,00 0,00 19.915,00
246.773.049,61 12.677.771,99 0,00 6.930.877,57 252.519.944,03
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2020 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.243.024,16 633.188,00 4.657,40 9.871.554,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.251.308,48 220.819,00 0,00 1.472.127,48
10.494.332,64 854.007,00 4.657,40 11.343.682,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Grundstücken 69.800.013,13 3.958.689,52 27.723,55 73.730.979,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.584.192,61 76.376,85 1.010,15 2.659.559,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.835.230,87 6.748.058,73 6.137.885,47 45.445.404,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
117.219.436,61 10.783.125,10 6.166.619,17 121.835.942,54
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
127.713.769,25 11.637.132,10 6.171.276,57 133.179.624,78
Buchwerte
Stand am 31.12.2020 Stand am 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.545.219,00 2.212.009,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 220.819,00
2.545.219,00 2.432.828,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremde Grundstücken 96.672.247,81 95.827.694,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 870.700,00 905.837,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.892.217,00 19.296.747,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 340.020,44 576.259,00
116.775.185,25 116.606.537,36
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 19.915,00 19.915,00
119.340.319,25 119.059.280,36

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2020

2020
TEUR
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnis nicht beherrschender Anteile 54.004
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.637
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 7.721
+/- Veränderung Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung -853
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.041
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.526
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -425
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -18.240
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 24.406
-/+ Ertragsteuerzahlungen -21.235
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 60.500
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -966
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.184
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -11.711
+ Erhaltene Zinsen 20.408
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 8.914
+ Einzahlungen aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen 8.676
- Auszahlungen aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen -6.634
+ Einzahlungen aus der Tilgung von Krediten 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten 0
- Gezahlte Zinsen -2.168
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -8.724
- Gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter -2.474
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -11.324
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 58.090
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 122.491
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 180.581
Finanzmittelfonds
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten -28
Flüssige Mittel 180.610
180.581

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2020

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Stand am 31.12.2018 100.000.000 2.100.000
Gezahlte Dividenden
Konzern-Jahresüberschuss
Stand am 31.12.2019 100.000.000 2.100.000
Gezahlte Dividenden
Konzern-Jahresüberschuss
Stand am 31.12.2020 100.000.000 2.100.000
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklage
Gesetzliche Rücklage andere Gewinnrücklagen Summe
Stand am 31.12.2018 10.000.000 162.747.662 172.747.662
Gezahlte Dividenden
Konzern-Jahresüberschuss 31.703.448 31.703.448
Stand am 31.12.2019 10.000.000 194.451.110 204.451.110
Gezahlte Dividenden
Konzern-Jahresüberschuss 40.563.508 40.563.508
Stand am 31.12.2020 10.000.000 235.014.618 245.014.618
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Konzernbilanz-gewinn Eigenkapital gem. Konzernbilanz Nicht beherrschende Anteile Summe
Stand am 31.12.2018 7.999.000 282.846.662 8.026.206 290.872.868
Gezahlte Dividenden -7.999.000 -7.999.000 -5.230.236 -13.229.236
Konzern-Jahresüberschuss 8.724.000 40.427.448 2.369.623 42.797.072
Stand am 31.12.2019 8.724.000 315.275.110 5.165.594 320.440.704
Gezahlte Dividenden -8.724.000 -8.724.000 -2.474.456 -11.198.456
Konzern-Jahresüberschuss 10.863.000 51.426.508 2.577.098 54.003.606
Stand am 31.12.2020 10.863.000 357.977.618 5.268.235 363.245.853

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Die operativen Unternehmen der Gruppe stehen eindeutig zum 3-stufigen Vertriebsweg (Industrie-Großhandel-Handwerk) und sind dem Fachhandwerk eng verbunden. Beliefert werden deshalb ausschließlich konzessionierte Fachhandwerksbetriebe (Ausnahme Fliesen).

Zum Leistungsspektrum der PFEIFFER & MAY - Gruppe gehören Produkte für die Bereiche Sanitär, Heizung, Installations- und Lüftungstechnik als auch Fliesen.

Zahlreiche Bäderfachausstellungen und Abhollager komplettieren ein dicht geknüpftes Servicenetz mit professioneller Kundenberatung und einem breitgefächerten Dienstleistungsangebot, wie Schulungen für Fachhandwerker.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Situation und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Solide Rahmenbedingungen

Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich unverändert fort. Standen 2019 rund 360.000 Wohnbaugenehmigungen (+4% z. VJ) etwa 293.000 Fertigstellungen (+2% z. VJ) gegenüber, liegen die Baugenehmigungen für 2020 bei hochgerechnet 370.000 Einheiten.

Dabei sank der Anteil der Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern zugunsten jener in Mehrfamilienhäusern.

Dem Zuwachs an Baugenehmigungen von knapp 4% stehen nach wie vor knappe Neubaukapazitäten in der Bauwirtschaft gegenüber. So ist der Bauüberhang Ende 2019 (genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen) auf über 740.000 Einheiten angewachsen.

Die Ursache, dass in den letzten Jahren immer mehr Bauprojekte genehmigt als tatsächlich realisiert werden konnten, lag vor allen Dingen an dem Fachkräftemangel im Baugewerbe. Insgesamt bleibt die Zahl der genehmigten Bauvorhaben konstant auf einem hohen Niveau.

Der Bauumsatz stieg 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4%. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1,5%.

Mit der Covid-19 Pandemie hat sich die ökonomische Situation im Frühjahr 2020 jedoch schlagartig verändert -im Allgemeinen mit einer ungewissen Aussicht für die Zukunft.

Für 2020 blieben allerdings wesentliche Effekte auf Umsatz und Beschäftigung im Bauhauptgewerbe aus. Weitreichende Einschränkungen in Mobilität und Kontakten haben sich vermehrt dahingehend ausgewirkt, dass "Freizeit" nicht den Stellenwert und die Ausprägung der vergangenen Jahre hatte, diese Veränderung war auch im Bereich der Fachhandwerker festzustellen. Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 und deren mittelbare ökonomische Folgen werden vermutlich mittelfristig auch den Wohnungsmarkt beeinflussen.

Entgegen aller Erwartungen hatte die Reduzierung der Mehrwertsteuer im 2. HJ 2020 einen sichtbar positiven Effekt auf die Umsatzentwicklung des 4. Quartals. Der vermutlich auch dafür sorgen wird, dass die Fachhandwerker mit einem mehr oder weniger ausgeprägten Materialüberhang in das neue Jahr starten werden.

Weiterhin positive Impulse werden auch 2021 für den Heizungsbereich erwartet, wo mit Förderungen und Subventionen (Marktanreizprogramm 2020) das Heizen mit regenerativen Energien intensiv angeregt wird.

Positive Ansätze gibt es auch im Bereich Sanitär zu erkennen, besonders in der Sanierung und Renovierung ist eine Belebung - nicht zuletzt über die in letzter Zeit gestiegene Frequenz in unseren Bäderausstellungen - zu spüren.

Entsprechend vorsichtig positiv sind die Aussichten und Erwartungen für 2021.

2. Geschäftsverlauf

Für das abgelaufene Jahr zeigt die Markteinschätzung für den Bereich Haustechnik in Deutschland folgende Entwicklung auf:

Sanitär +7,7 %
Installation +8,1 %
Heizung + 12,2 %
Gesamt + 9,8 %

Das Jahr 2020 gehört wiederrum zu den erfolgreichsten der P&M Unternehmensgeschichte.

Allerdings verliefen weite Teile des Jahres anders als geplant.

Nachdem wir im ersten Quartal die größte Drosselung des Wirtschaftslebens der Nachkriegszeit erlebten, griffen staatliche Maßnahmen und Versuche die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen tief in unsere Bürger- und Freiheitsrechte ein, bis hin zum gesellschaftlichen Stillstand. Durch kurzfristige Entscheidungen und Maßnahmen "immer auf Sicht" bleibt "Corona" das absorbierende Thema über weite Strecken des vergangenen Jahres und vermutlich auch weit über den heutigen Tag hinaus.

Dabei stand und steht im Vordergrund mit unterschiedlichen Mitteln, Möglichkeiten und Maßnahmen den Schutz unserer Mitarbeiter und Kunden im besonderen Maße sicherzustellen und gleichzeitige Aufrechterhaltung des "normalen" Geschäftsbetriebs.

Der Trend der letzten Jahre im Sanitärbereich, vordergründig durch Preisverfall und Absinken in niedrigere Preisebenen scheint sich zu verlangsamen bzw. etwas zu erholen. Der Bereich Heizung konnte maßgeblich durch die Entwicklungen in den regenerativen Sortimenten einheitlich sichtbar positive Signale setzen. Der Bereich Installation orientiert sich in seiner Entwicklung stabil zwischen den Entwicklungen Sanitär und Heizung.

Unter anderen Umständen und mit veränderten Rahmenbedingungen konnte im Vertrieb wie auch in der Logistik und in der Organisation die P&M - Gruppe ihre Stärken konsequent ausbauen.

Erweiterte digitale Service als auch Webkonferenzen und Webinare runden die Maßnahmen nach außen und innen ab.

3. Lage

a) Ertragslage

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation wurden im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 801.220 (i. V. TEUR 732.180) erzielt.

Der Materialaufwand ist aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse um TEUR 51.141 auf insgesamt TEUR 587.440 angestiegen.

Der Personalaufwand ist um TEUR 5.730 insbesondere aufgrund höherer Erfolgsbeteiligungen leicht angestiegen.

Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss im Jahr 2020 von TEUR 54.004 (i.V. TEUR 42.797).

b) Finanzlage

Die Finanzlage der PFEIFFER & MAY - Gruppe ist als sehr stabil zu bezeichnen.

Im Jahr 2020 hat sich die Vermögens- und Liquiditätsstruktur des Konzerns zum Bilanzstichtag weiter positiv entwickelt und übertrifft die internen Richtlinien in allen Punkten.

Die Finanzsituation war im Jahr 2020 gesichert durch:

einen hohen Eigenkapitalanteil

Darlehen von Aktionären

angemessenen Bankfinanzierungsspielraum

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gruppe ist stabil.

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten ist sehr gut.

Im Jahr 2020 hat sich die Vermögens- und Liquiditätsstruktur des Konzerns zum Bilanzstichtag weiter positiv entwickelt und übertrifft die internen Richtlinien in allen Punkten.

Die Bilanzsumme ist um TEUR 64.438 bzw. 13, 4 % auf TEUR 547.220 hauptsächlich durch das positive Konzernergebnis angestiegen. Das Eigenkapital ist absolut um TEUR 42.805 angestiegen, die Eigenkapitalquote bleibt unverändert wie im Vorjahr auf 66,4 %. Das Anlagevermögen hat durch die gestiegene Bilanzsumme zum 31. Dezember 2020 einen Anteil an der Bilanzsumme von 21,8. % (i.V. 24,7 %).

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 100.000.

d) Gesamtaussage und Zielerreichung

Die Lage des Konzerns ist weiterhin positiv und insbesondere geprägt von positiven Ergebnissen der operativen Gesellschaften durch erfreuliche Marktentwicklungen.

Im Geschäftsjahresabschluss 2019 prognostizierten wir für das Geschäftsjahr 2020, bedingt durch Unsicherheiten und Unabwägbarkeiten in Bezug auf die entstehende Pandemie, einen Umsatz und eine Umsatzrentabilität etwas unter dem Niveau des Vorjahresergebnisses.

Sowohl der Umsatz als auch die Ergebnisse der operativen Gesellschaften entwickelten sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2020 im Vergleich zur vorsichtigen Prognose gegenläufig und konnten im Vergleich zu den prognostizierten Werten erheblich übertroffen werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren der PFEIFFER & MAY - Gruppe für 2020

Die wesentlichen Leistungskennziffern im Konzern sind Umsatz und Ergebnis. Daneben werden Kennzahlen wie Umsatzrendite, Personaleinsatz und Deckungsbeitragsquote analysiert. Diese konnten im Berichtsjahr positiv weiterentwickelt werden.

III. Prognosebericht

Realistische Prognosen für das Jahr 2021 sind aus heutiger Sicht schwer zu fassen, so befinden sich weiterhin weite Teile der Wirtschaft seit Monaten im Lockdown, wobei die Sorgen um die wirtschaftlichen Folgen daraus zunehmend wachsen.

Dennoch gehen wir von einer leicht positiven Marktentwicklung aus. Die Gründe liegen hierfür zum einen an einem hohen Anteil Vollbeschäftigung und zum anderen in den überdurchschnittlichen hohen Auftragsweiten bei den Fachhandwerkern.

Wir gehen für die PFEIFFER & MAY - Gruppe bei den operativen Gesellschaften von einem Umsatzwachstum über der Marktentwicklung aus.

Das Ergebnisniveau wird zwischen den Ergebnissen aus 2019 und 2020 erwartet.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken ergeben sich aus den operativen Einheiten.

1. Risikobericht

Die Auswirkungen und Tragweite der Pandemie sind auch aus heutiger Sicht nicht absehbar. Letztendlich bleibt die Hoffnung auf eine zügige Beschaffung, Verteilung und Verfügbarkeit des Impfstoffs, trotz aller bürokratischen und moralischen Unebenheiten, ein Lichtblick für die Gesellschaft um in eine "Normalität" zurück zu finden. Die ökologischen Folgen aus der Pandemie werden vermutlich mittelfristig auch die Baubranche einholen.

Steigende Rohstoffpreise und unterbrochene Lieferketten unserer Lieferanten könnten sich mittelfristig negativ auf die Warenverfügbarkeit auswirken.

Unverändert gibt es neben den oben aufgeführten Risikobereichen weitere, wie Fachkräftemängel und Fachkräftesicherung noch weitere Unsicherheiten im Markt, jedoch in Einschätzungen der Folgen bzw. Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell angesichts der Pandemielage können diese vernachlässigt werden.

2. Chancenbericht

Die aktuellen Baugenehmigungen für 2021 zeigen weiterhin zuversichtlich nach oben, gestützt durch ein niedriges Zinsniveau wird sich der Bausektor weiterhin positiv weiterentwickeln. Zusätzlich unterstützen Marktanreizprogramme zur erhöhten Energieeffizienz und Nachhaltigkeit die Absicht im Privatbereich und kurbeln das Austauschgeschäft an.

Unsere klare strategische Sortiments-, Lieferanten- und Einkaufspolitik in Zusammenspiel mit unserer Läger- und Versorgungskreisen stellt eine hohe Warenverfügbarkeit - gerade in Zeiten wie diese - sicher.

3. Gesamtaussage

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 bewerten wir positiv, sowohl Umsatz als auch Ergebnis haben sich positiv entwickelt.

Die kurzfristige Entwicklung für 2021 hängt davon ab, ob sich die Baubranche einmal mehr von den Einflüssen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abkoppeln kann oder nicht.

Für 2021 rechnen wir mit einem leichten Umsatzzuwachs, welcher sich auch auf die Ergebnissituation auswirken wird.

 

Karlsruhe, den 1. April 2021

Pfeiffer & May SE

Ulf Steinhart

Markus Bury

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pfeiffer & May SE, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Pfeiffer & May SE, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pfeiffer & May SE, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, 10. April 2021

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Oliver Striebel, Wirtschaftsprüfer

Carmen Witte, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Pfeiffer & May SE hat die Arbeit des Vorstands im Jahr 2020 kontinuierlich überwacht und wichtige Einzelfragen beratend begleitet. Er wurde vom Vorstand durch regelmäßige schriftliche Berichte (monatliche Gewinn- und Verlustrechnungen der Häuser und der Gruppe) über die Lage der Pfeiffer & May-Gruppe unterrichtet.

Im vergangenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat in vier Sitzungen am 11.03., am 13.05., am 24.06. und am 18.11.2020 mit der Unternehmensplanung, der Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung, den Investitionen der Pfeiffer & May-Gruppe und mit wesentlichen Einzelvorgängen befasst. Zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden fanden darüber hinaus elf ausführliche Unterrichtungs- und Beratungsgespräche statt. Durchgeführt wurden außerdem Sitzungen des Bilanzausschusses, des Strategieausschusses und des Ausschusses IT/Online. Einige Sitzungen fanden aufgrund der Einschränkungen ausnahmsweise per Videokonferenz statt.

Veränderungen in der Besetzung des Aufsichtsrates gab es im Jahr 2020 nicht.

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 24.06.2020 wurde die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Karlsruhe, gemäß § 318 HGB auch mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2020 beauftragt. Der Jahresabschluss der Pfeiffer & May SE mit Lagebericht und der Konzernabschluss mit Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020 wurden auftragsgemäß geprüft. Die Abschlussprüferin hat für beide Abschlüsse einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Bilanzausschuss hat in seiner Online-Sitzung am 28.04.2021 unter der Leitung von Herrn Marc Rummel und der zugeschalteten Abschlussprüferin den Jahresabschluss der Pfeiffer & May SE und den Konzernabschluss auf der Grundlage der Prüfberichte und der Prüfungsfeststellungen der Abschlussprüferin besprochen. Es wurden keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat hat daraufhin in seiner Sitzung am 12.05.2021 die vom Vorstand für die Gesellschaft und den Konzern vorgelegten Jahresabschlüsse und die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2020 gebilligt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft und der Konzernabschluss sind damit festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Das Jahr 2020 war für die Pfeiffer & May-Gruppe wieder ein außerordentlich erfolgreiches Geschäftsjahr. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Mitarbeitern und bei der Unternehmensleitung für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit.

 

Karlsruhe, 20.05.2021

Der Aufsichtsrat

Kai Markert, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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