PMH Solar GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tom Feller seit 23.2.2026 | Vorstandsmitglied |
Markus Laub seit 13.4.2022 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 5 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mymuesli AG (vormals: mymuesli GmbH)PassauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Handelsregister Passau HRB 11421BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 20211. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der mymuesli AG wird nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gesellschaft hat für den Jahresabschluss 2021 die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErworbene immaterielle Anlagenwerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Den planmäßigen Abschreibungen werden Nutzungsdauern zwischen 36 und 120 Monaten zugrunde gelegt. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Entwicklungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der gesetzlich vorgeschriebenen Gemeinkosten einbezogen und planmäßig linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen werden Nutzungsdauern von 60 Monaten zugrunde gelegt. Der Bilanzausweis in Höhe von TEUR 206 (Vj. TEUR 138) ist bei der Bestimmung der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB zu berücksichtigen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zu- und Abgang ausgewiesen. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen; bei Finanzanlagen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips und der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden mit Material- und Fertigungseinzelkosten sowie anteiligen Gemeinkosten unter Einbeziehung des Werteverzehrs des Anlagevermögens bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalbetrag, gekürzt um notwendige Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten sowie aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bilanziert. Grundlage der Bewertung der Pensionsrückstellung bildet das Anwartschaftsbarwertverfahren bzw. die Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Anwendung der Rechnungszinsen gemäß Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren, einem Pensionsalter von 67 Jahren und Zugrundelegung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Diskontierungszins wurde im Berichtsjahr der 10-jährige Durchschnittszins von 1,87 % zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen herangezogen. Bei Verwendung des 7-jährigen Durchschnittszinssatzes wäre eine Diskontierung mit 1,35 % erfolgt. Zu verrechnendes Deckungsvermögen wurde mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr werden am Abschluss zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz angesetzt. Die Bewertung der Unterschiede zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,83 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert bilanziert. 3. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel wiedergegeben. Aufstellung des Anteilsbesitzes Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen
Sonstige Ausleihungen Die sonstigen Ausleihungen betreffen unverzinsliche und daher abgezinste Darlehen an die mymuesli GmbH, Tägerwilen/Schweiz, die gemäß Tilgungsplan unter Berücksichtigung der erklärten Rangrücktritte in den nächsten sieben Jahren getilgt werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 9 (Vj. TEUR 0) und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel betragen TEUR 323 (Vj. TEUR 254) und sind zum Nominalwert angesetzt. Aktive latente Steuern Der Ausweis betrifft einen Überhang von aktiven latenten Steuern über passive latente Steuern. Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.293 resultieren zum einen aus der zu erwartenden Steuerentlastung aus der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge in Deutschland, TEUR 205 zum anderen aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen in Handels- und Steuerbilanz. Passive latente Steuern in Höhe von TEUR 38 resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen im Anlagevermögen in Handels- und Steuerbilanz.
Der Bilanzausweis in Höhe von TEUR 1.293 (Vj. TEUR 447) ist bei der Bestimmung der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB zu berücksichtigen. Eigenkapital Die Gesellschafterversammlung der mymuesli GmbH vom 9. Juni 2021 hat beschlossen, einen Teil der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 9.896.929,10 aufzulösen und damit den Bilanzverlust 2020 in Höhe von EUR 5.149.249,10 auszugleichen sowie den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 4.747.680,00 in Stammkapital umzuwandeln. Das Stammkapital der GmbH erhöhte sich damit von EUR 33.912,00 auf EUR 4.781.592,00. Durch die anschließende formwechselnde Umwandlung der mymuesli GmbH in die mymuesli AG wurde das Stammkapital der GmbH in seiner Höhe von EUR 4.781.592,00 zum Grundkapital der mymuesli AG; es ist seither in 4.781.592 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem jeweiligen Nennbetrag von EUR 1,00 eingeteilt. Der Vorstand ist durch die Satzung vom 9. Juni 2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 8. Juni 2026 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.390.796,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2021/I). Nach Ausgleich des Bilanzverlustes und Erhöhung des Stammkapitals beläuft sich die verbleibende Kapitalrücklage auf EUR 1.105.158,90. Der Gesamtbetrag der i.S.d. §§ 253 Abs. 6 S. 2 und 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Beträge beträgt TEUR 1.625 und betrifft in Höhe von TEUR 206 Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, in Höhe von TEUR 1.293 Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern sowie in Höhe von TEUR 126 den Unterschiedsbetrag aus der Ermittlung unter Zugrundelegung des 10-jährigen und des 7-jährigen Durchschnittszinses bei den Pensionsrückstellungen. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen betragen TEUR 619 (Vj. TEUR 527) nach Verrechnung mit Planvermögen von TEUR 239 (Vj. TEUR 207). Die Anschaffungskosten des Planvermögens zum Bilanzstichtag betragen TEUR 204 (Vj. TEUR 181). Der Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens beträgt TEUR 239. Der Unterschiedsbetrag aus der Ermittlung unter Zugrundelegung des 10-jährigen und des 7-jährigen Durchschnittszinses in Höhe von TEUR 126 (Minderaufwand) unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die Pensionsrückstellung wurde für derzeitige und frühere Mitglieder der Geschäftsführung/des Vorstands gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.082 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, Korrekturen bei Verrechnungspreisen zwischen der mymuesli GmbH Schweiz und der mymuesli AG sowie Kundenboni. Hinzu kommen Rückstellungen für die Beiträge zur Berufsgenossenschaft, für Rückbaukosten bei Store-Schließungen sowie Provisionen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 3.426 durch Grundpfandrechte sowie die Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens oder ähnliche Rechte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse gliedern sich 2021 in den einzelnen geografischen Märkten wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 624. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR -2) periodenfremde Erträge und in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 6) Erträge aus Währungsumrechnung enthalten. Die Abschreibungen enthalten in Höhe von TEUR 102 (Vj. TEUR 74) außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens; diese betrafen im Wesentlichen Mietereinbauten in den im Laufe des Jahres eingestellten Verkaufsflächen im Einzelhandel. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 12) Aufwendungen für die Währungsumrechnung enthalten. Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.135 (Vj. TEUR 119) resultieren im Wesentlichen aus einer Rückstellung für zu hoch angesetzte Verrechnungspreise in den Vorjahren, verspätet erhaltenen Nebenkostenabrechnungen und verspätet abgerechneten Gemeinkostenrechnungen. Außergewöhnliche Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 600 durch die Beilegung eines Rechtsstreits entstanden. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 17 (Vj. Abzinsung TEUR 289). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Erträge für die Erhöhung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 846 (Vj. Aufwand aus der Auflösung aktiver latenter Steuern von TEUR 353). 4. Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesamtzahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 490 (Vj. 542). Davon waren 219 (Vj. 208) Arbeiter und 271 (Vj. 334) Angestellte. Die mymuesli AG ist mit Beschluss der Gesellschafterversammlung der mymuesli GmbH vom 9. Juni 2021 durch formwechselnde Umwandlung aus der mymuesli GmbH hervorgegangen. Geschäftsführer der mymuesli GmbH bis zum Zeitpunkt der formwechselnden Umwandlung waren: Geschäftsführerangaben Hubertus Bessau, Dipl.-Kaufmann Geschäftsführer Marketing / IT Philipp Kraiss, Dipl.-Kaufmann Geschäftsführer Produktion / Finanzen Daniel Setzermann, Betriebswirt (B.Sc.) Geschäftsführer Digitales (seit 1. März 2021) Vorstand Zu Mitgliedern des Vorstands der mymuesli AG wurden bestellt:
"Die Bezüge des Vorstands betrugen für 2021 TEUR 571." Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der mymuesli AG setzt sich wie folgt zusammen:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Aufsichtsrats wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis auf, der in den Konzernabschluss der Devise Foods GmbH & Co. KG, Passau, einbezogen wird. Die Devise Foods GmbH & Co. KG, Passau, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Devise Foods GmbH & Co. KG, Passau, wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat zugunsten des verbundenen Unternehmens mymuesli GmbH, Tägerwilen/Schweiz, eine Patronatserklärung abgegeben. Darin sichert die Gesellschaft der Tochtergesellschaft finanzielle Unterstützung zu. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Patronatserklärung erachten wir als gering, da die mymuesli AG als Alleingesellschafterin der mymuesli GmbH, Tägerwilen/Schweiz, ausreichenden Einfluss auf den Geschäftsverlauf der begünstigten Gesellschaft ausüben kann. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Umfang von TEUR 5.266. Diese betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Ladengeschäfte sowie für Bürogebäude. Nachtragsbericht Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat für mymuesli einen Umsatzrückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich zur Folge. Zudem fallen vor allem die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise ins Gewicht, die sich nicht nur direkt auf Transport- und Herstellungskosten, sondern auch indirekt auf Beschaffungspreise von Drittanbietern auswirken. Diese Auswirkungen können durch ein striktes Kostenmanagement teilweise kompensiert werden. Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2022 mit einem negativen Jahresergebnis, jedoch nicht mit einer Bestandsgefährdung. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von TEUR 2.480 auf neue Rechnung vorzutragen.
Passau, den 24. August 2022 mymuesli AG Vorstände Philipp Kraiss Franky Das Markus Laub Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021
Zusammengefasster Lagebericht für das Geschfätsjahr 2021Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Dieser Lagebericht umfasst sowohl den Konzernlagebericht als auch den Lagebericht der mymuesli AG zum 31. Dezember 2021. Wir berichten darin über den Geschäftsverlauf sowie die Lage und die voraussichtliche Entwicklung des mymuesli AG Konzerns sowie der mymuesli AG. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, beziehen sich alle Darstellungen im Geschäftsbericht auf konsolidierte Zahlen. Die Ausführungen zum handelsrechtlichen HGB-Jahresabschluss der mymuesli AG sind im Abschnitt "Ergänzender Lagebericht der mymuesli AG" enthalten. I. Grundlagen des Konzerns Unser vor rund fünfzehn Jahren gegründetes Unternehmen, die mymuesli AG (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "wir"), ist der weltweit erste Anbieter von personalisierten Bio-Müslis - mittlerweile gehören aber auch vorgemixte Varianten, Tee und weitere Produkte rund ums Frühstück und nachhaltige und gesunde Ernährung zu unserem Angebot. Wir glauben daran, dass eine gute Ernährung die beste Investition in ein gutes Leben ist. Deshalb entwickeln wir konstant innovative Produkte, um auch weiterhin bewusste Ernährung für unsere Kunden so einfach und attraktiv wie möglich zu machen, und um in den nächsten Jahren profitables Wachstum zeigen zu können. Wir verwenden nur die besten Bio-Rohstoffe für unsere Produkte: Zur Gewährleistung der Regionalität und der Produktqualität werden diese darüber hinaus zu annähernd 90 % von nationalen Lieferanten bezogen, immer so regional wie möglich. Denn wir sind auch Mitglied des Anbauverbandes Biokreis e.V. - und verpflichten uns daher noch über die Vorgaben des EU-Bio-Siegels hinaus. Unsere Zielgruppe sind Unternehmen und Endverbraucher mit hohen Anforderungen an nachhaltig hergestellte biologische Erzeugnisse für eine bewusste Ernährung. Wir vertreiben als echter Multichannel-Anbieter unsere Müslis und Produkte über unsere Internetseite mymuesli.com in neun Ländern, in unseren zum Bilanzstichtag 13 eigenen mymuesli-Stores, im B2B-Bereich direkt an Unternehmen und gewerbliche Abnehmer - sowie bei den führenden Lebensmittelhändlern in Deutschland und Österreich. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir die Rechtsform der mymuesli GmbH geändert und in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt. Diese Umwandlung erhöht unsere unternehmerische Flexibilität und mit unserem Aufsichtsrat haben wir starke Partner an unserer Seite und erhalten über die Mitglieder des Aufsichtsrats viel Erfahrung und Kompetenz. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2.9% höher als im Vorjahr. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war in 2021, wie im Vorjahr, stark beeinflusst vom Corona-Infektionsgeschehen. Nach dem konjunkturellen Einbruch im Jahr 2020 (BIP 5,0% im Vergleich zum Jahr 2019) konnte sich die deutsche Wirtschaft wieder erholen. Allerdings ist die Wirtschaftsleistung in 2021 2,0% niedriger als vor Beginn der Corona-Pandemie. In den weiteren wichtigen Absatzmärkten Österreich, Schweiz, Frankreich und Niederlande konnte sich die jeweilige Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 ebenfalls erholen. Das BIP stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 3,8% in der Schweiz, um 5,0% in den Niederlanden, um 4,5% in Österreich und um 7,0% in Frankreich. Nach Einschätzung des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) im Juni 2022 wird die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gemessen am BIP um 2,5% gegenüber dem Vorjahr wachsen. Für 2022 ist mit steigenden Verbraucherpreisen in Höhe von 6,8% zu rechnen. Weiterhin wird mit einer hohen Unsicherheit unter den Konsumenten und mit Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten gerechnet, die durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verschärft werden. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Wir sind hauptsächlich auf dem europäischen Markt tätig, wobei über 80 % unserer Verkaufserlöse im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 aus dem Verkauf unserer Frühstückscerealien resultierten. Dieses Marktsegment ist Teil des globalen Lebensmittelmarktes, der mit einer geschätzten Größe von 7.128 Mrd. EUR für 2021 der größte Markt für Verbraucherausgaben ist (Quelle: Statista Global Food Market). Innerhalb des globalen Lebensmittelmarktes beläuft sich die geschätzte Größe des globalen Breakfast Cereals Marktes, einschließlich Müsli sowie anderer getreidebasierter Frühstückscerealien wie Cornflakes oder Haferflocken, auf 62.2 Mrd. EUR im Jahr 2021 (Quelle: Statista Global Breakfast Cereals Market). Der europäische Markt ist mit einer Marktgröße von 18.0 Mrd. EUR im Jahr 2021 (Quelle: Statista Europe) der zweitgrößte Markt innerhalb dieses Marktsegments und rangiert leicht hinter den Vereinigten Staaten mit einer geschätzten Marktgröße von 18.8 Mrd. EUR im Jahr 2021 (Quelle: Statista U.S.). Innerhalb des europäischen Frühstückscerealienmarktes wird die Größe der DACH-Region im Jahr 2021 auf 1.5 Mrd. EUR geschätzt, und der deutsche Markt hat eine geschätzte Größe von 1.0 Mrd. EUR im Jahr 2021 (Quelle: Statista Deutschland). 2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Geschäftsverlauf mymuesli setzte im Vergleich zum Vorjahr sein kontinuierliches Wachstum fort, welches auf das Online-Business zurückzuführen ist. Im Jahr 2021 ist unser Online-Kanal insgesamt zweistellig gewachsen, unterstützt durch ein überproportionales Wachstum in den internationalen Märkten durch die Einführung neuer Produktinnovationen. Dagegen war der Umsatz in unserem Vertriebskanal Stores, bedingt durch die Corona-Pandemie und Store Schließungen, stark rückläufig. Durch die Corona Pandemie haben wir unsere mymuesli Stores im 1. Quartal 2021 größtenteils geschlossen. Im Jahr 2021 haben wir die Restrukturierung des Vertriebskanals Stores konsequent weiterverfolgt und beschleunigt. Während wir Anfang des Jahres 2021 noch 22 Stores hatten, waren es am Ende des Jahres 2021 noch 13 Geschäfte. Das Geschäftsjahr 2021 war für die mymuesli AG insgesamt durch einige nicht-operative Sondereffekte, die Corona Pandemie, durch den Rückzug aus unserem Store-Geschäft, Anlaufkosten der neuen Verpackungsanlage und höheren Werbekosten geprägt. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Konzernjahresergebnis. Als nicht wesentliche Leistungsindikatoren und zur internen Steuerung verwenden wir EBITDA (Jahresergebnis + sonstige Steuern +/- Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsen und ähnliche Aufwendungen - sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen) und das bereinigte EBITDA. Um die operative Leistung unseres Geschäfts zu bewerten, bereinigen wir das EBITDA um Einmalereignisse und nicht-operative Effekte. Diese Bereinigung ermöglicht es uns, die Leistung von mymuesli über die Perioden hinweg konsistenter zu vergleichen. Diese finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
Die oben aufgeführten Kennzahlen haben sich im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr sehr unterschiedlich entwickelt. Die Konzernumsatzerlöse sind um TEUR 3.835 bzw. 4,8 % gestiegen und liegen damit unterhalb des prognostizierten Wertes. Die Veränderung ist einerseits auf ein zweistelliges Umsatzwachstum im Online-Kanal zurückzuführen, und andererseits ist der Umsatz im Store Kanal aufgrund der Corona Pandemie und den Schließungen stark rückläufig gewesen. Das EBITDA, das das Konzernergebnis um Abschreibungen, Zinserträge/ -aufwendungen sowie Steuern bereinigt, betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 762 und ist im Vergleich zum Jahr 2020 um TEUR -2.651 gefallen sowie stark abweichend verglichen mit der ursprünglichen Jahresprognose, was zum Teil auf nicht operative Sondereffekte (Einmalkosten) als auch auf höhere operative Kosten zurückzuführen ist. Im Jahr 2021 hatten wir Sondereffekte in Höhe von TEUR 1.999 aufgrund von Einmalkosten, Kosten für die Schließungen der Stores und für die Beilegung eines Rechtsstreits, die die Varianz zwischen EBITDA und bereinigtem EBITDA erklären. Auf der operativen Ebene haben sich die Ausgaben in der Logistik aufgrund der Installation der neuen Verpackungsanlage und eines Förderbands erhöht. Des Weiteren haben sich im Jahr 2021 unsere Marketingkosten aufgrund der fortgeführten Internationalisierung erhöht. Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind Kundenzufriedenheit und Produktqualität Die Zufriedenheit unserer Kunden versuchen wir seit jeher durch das Angebot von hochqualitativen und innovativen Produkten sicherzustellen und messen diese auch mit dem NPS (Net Promoter Score). Dieser verlief im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau, fiel jedoch zum Jahresende bedingt durch Lieferverzögerungen ab auf ein Niveau, das unter unserer Prognose lag. Die Produktqualität konnte durch Investitionen in neueste Produktionstechniken sowie die fachliche Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter konstant auf hohem Niveau gehalten werden und wird laufend durch Kennzahlen überwacht, wobei es keinerlei nennenswerte Abweichungen zum Vorjahr und zur Prognose gab. Um den Einfluss von mymuesli auf die Natur und das Klima so gering wie möglich zu gestalten, messen wir außerdem Nachhaltigkeit anhand von fünf definierten Zielen (Emissionen reduzieren, Ressourcen schonen, nachhaltig Verpacken, "planetenfreundliche" Ernährung und Lebensmittelverschwendung reduzieren). Hierfür verbessern wir fortlaufend unter anderem unsere Primär- und Sekundär-Verpackungen, haben einen Müsli-Retter Online Shop ins Leben gerufen und unterstützen verschiedene Umwelt- und Klimaschutz Aktivitäten. Dazu gehören unter anderem der WWF Deutschland mit zwei Projekten. Des Weiteren haben wir im Jahr 2021 neben 103.985 Baumsetzlingen (615.000 Baumsetzlinge seit 2019) den Plastikanteil unserer Müsli-2go-Becher über eine Beitragsabgabe pro Becher an everwave ausgeglichen und dazu beigetragen, dass 102.870 kg Plastik aus Gewässern geholt wurden. Ertragslage Aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit konnten die Umsatzerlöse um TEUR 3.835 auf TEUR 84.105 (Vj. TEUR 80.270) gesteigert werden. Die Steigerung des Umsatzes ist durch den Online-Kanal erfolgt, insbesondere durch die Einführung neuer Produktkategorien und durch die internationalen Märkte. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 30.574 um TEUR 2.699 auf TEUR 33.273 erhöht und damit um 8,8 % gewachsen. Hier macht sich der Produktmix aufgrund neuer Produkteinführungen bemerkbar. Die Materialintensität hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte auf 38,8% erhöht (Vj. 38,0 %). Das Rohergebnis hat sich auf TEUR 52.391 (Vj. TEUR 49.870) verbessert. Trotz des gesteigerten Geschäftsvolumens haben sich die Personalkosten mit TEUR 18.596 nur leicht erhöht im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 18.227. Durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit konnte die Personalintensität auf 21,7 % (Vj. 22,7 %) reduziert werden. Dementsprechend stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere durch höhere Kosten in der Logistik (Anlauf- und Installationskosten), höhere Werbeausgaben sowie einmalige Kosten in Höhe von TEUR 604 auf in Summe TEUR 33.032 (Vj. TEUR 28.224). Die Quote des sonstigen betrieblichen Aufwands im Vergleich zur Betriebsleistung betrug somit 38,6 % (Vj. 35,1 %). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen TEUR 2.390 (Vj. TEUR 2.074). In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen für die Schließung von mymuesli-Stores in Höhe von TEUR 102 (Vj. TEUR 74) enthalten. Die Zinsaufwendungen liegen mit TEUR 456 (Vj. TEUR 473) geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf TEUR -686 (Vj. TEUR 693); davon entfallen TEUR -846 auf die Erhöhung latenter Steuern TEUR (Vj TEUR 387). Der Konzernjahresfehlbetrag liegt somit bei TEUR -1.327 gegenüber einem Konzernjahresüberschuss von TEUR 219 im Vorjahr. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2021 um TEUR 3.311 auf TEUR 22.117. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Laufe des Geschäftsjahres im Wesentlichen durch die Anschaffung der neuen Verpackungsanlage auf TEUR 9.742 (Vj. TEUR 9.167). Das Umlaufvermögen erhöhte sich von TEUR 8.190 um TEUR 2.118 auf TEUR 10.307. Die Vorräte erhöhten sich hierbei um 2.161 TEUR auf TEUR 8.007 (Vj. TEUR 5.846). Die Reduzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 959; Vj. TEUR 1.498) zum Bilanzstichtag zurückzuführen. Die flüssigen Mittel erhöhten sich um TEUR 135 auf TEUR 586 (Vj. TEUR 451). Das Konzerneigenkapital veränderte sich per 31. Dezember 2021 aufgrund des Konzernjahresfehlbetrags des Geschäftsjahres von TEUR 3.676 um TEUR -1.864 auf TEUR 1.812. Die Konzern Eigenkapitalquote liegt bei 8,2 % (Vj. 19,5 %). Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -1.158 auf TEUR 1.293 (Vj. TEUR 2451), im Wesentlichen bedingt durch die Auflösung einer Rückstellung durch die Beilegung eines Rechtsstreits. Darüber hinaus sind in der Passiva Rückstellungen für Provisionen, Urlaub, Mitarbeiterboni, Überstunden sowie für Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Verbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich um insgesamt TEUR 6.242 auf TEUR 18.370 (Vj. TEUR 12.128). Zum einen erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 5.090 auf TEUR 12.248 (Vj. TEUR 7.158) durch die Aufnahme eines Darlehens für die Verpackungsanlage sowie einer höheren Auslastung der Kreditlinien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 637 auf TEUR 4.474 (Vj TEUR 3.837). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 248 auf TEUR 1.184 (Vj. TEUR 937). Finanzlage Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -1.323 (Vj. TEUR +5.572). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -3.204 (Vj. TEUR -1.141) ergibt sich im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen, die Effizienzen im Logistikbereich fördern werden. Aus dem Finanzierungsbereich resultiert ein Mittelzufluss von TEUR +4.659 gegenüber einem Mittelabfluss von TEUR -4.298 im Vorjahr. Dieser ergibt sich hauptsächlich aus der Aufnahme von neuen Bankkrediten, die zur Deckung der höheren Vorratsbestände und Investitionen in das Sachanlagevermögen verwendet wurden. Der Finanzmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 583 im Vergleich zu TEUR 451 im Vorjahr. Der Konzern verfügt neben den Bankguthaben zum Bilanzstichtag über freie Kreditlinien i.H.v TEUR 3.726. Der Konzern war jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Abschließende Lagebeurteilung der Geschäftsführung für das Jahr 202 1 Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen in Bezug auf die globale Covid-19 Pandemie sehen wir das Jahr 2021 als ein akzeptables Geschäftsjahr an. Während wir unsere Umsatzziele nahezu erreicht haben, welche durch die Schließung der Stores negativ beeinflusst wurden, konnten wir ein angestrebtes positives Jahresergebnis nicht erzielen. Im Online-Kanal konnten wir sowohl in DACH und insbesondere in den Benelux Ländern überproportionales Wachstum generieren und somit unsere Kundenbasis verstärken. Im Jahr 2021 haben wir in die Automatisierung und Optimierung in unsere Logistik investiert, um Lieferzeiten- und Qualität gegenüber unseren Kunden zu verbessern und die Effizienz unserer Prozesse zu erhöhen. Allerdings hatten wir bei der Inbetriebnahme der neuen Verpackungsanlage höhere Anlauf- und Einmalkosten und einige Herausforderungen, sämtliche Supply Chain Prozesse auf die neue Anlage abzustimmen. Neben den operativen Herausforderungen hatten wir im Jahr 2021 auch nicht-operative Einmalkosten. Durch die konstante Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit Investitionen in die Organisation und Optimierung unserer Wertschöpfungskette, den verstärkten Werbemaßnahmen und die weiterhin konsequente Re-Organisation des Vertriebskanals mymuesli Stores konnten wir die Grundlage für ein nachhaltiges profitables Unternehmenswachstum schaffen. III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht sowie ergänzender Lagebericht Chancenbericht Das Nutzen von Marktchancen bietet für mymuesli die Möglichkeit, Wachstum bei gleichzeitig gesunder Ertragslage zu generieren. Hierfür werden vor allem die für das Unternehmen relevanten Trends in der Nahrungsmittelbranche fest im Blick gehalten. Unter anderem die immer stärker werdenden Trends hin zu Produkten aus nachhaltiger, biologischer und wenn möglich regionaler Herkunft passen ausgezeichnet zu unserem Produktportfolio. Die identifizierten Chancen werden im Rahmen der Unternehmensplanung angemessen berücksichtigt und deren Entwicklung im Rahmen der laufenden Reportings überwacht. Eine Schärfung des Profils zum einen und die kontinuierliche Entwicklung innovativer Produkte zum anderen stärken unsere Marktposition und ermöglichen es neue Marktanteile zu gewinnen, wie u.a. unser Konzept aus dem Bereich Personalised Nutrition. Durch weitere Kooperationen mit Weltmarken wie z.B. Disney können wir ein noch breiteres Kundenspektrum mit attraktiven Produkten erreichen. Markt- und Wettbewerbsanalysen unterstützen diese Prozesse. Strategische Chancen bietet darüber hinaus, der Ausbau der Marktpräsenz im In- und Ausland. Dies gilt beispielsweise für die Märkte in den angrenzenden europäischen Nachbarstaaten. Auch strategische Akquisitionen können eine Option sein, um das Produktportfolio zu erweitern, die Marktposition zu verbessern und das Wachstum nachhaltig zu steigern. Risikobericht Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Transparenz für Vorstand und Aufsichtsrat bezüglich Risiken und Chancen zu schaffen, ein gemeinsames Verständnis von Risiken und Chancen innerhalb des Unternehmens aufzubauen, unsere Risiko- und Chancen-Kultur zu fördern sowie risikobewusstes Handeln zu gewährleisten. Die Identifizierung der Chancen und Risiken findet halbjährlich in Workshops statt und dient dazu, alle möglichen internen sowie externen Risiken zu erkennen, zu bewerten, zu dokumentieren und im Anschluss alle Mitarbeitenden dafür zu sensibilisieren. Alle identifizierten Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen innerhalb eines Zeitraumes von einem Jahr bewertet und inventarisiert. Die Inventarisierung erfolgt durch Multiplikation der Eintrittswahrscheinlichkeit mit der potentiellen Auswirkung, was schlussendlich zur Priorisierung der Risiken führt. a) Gesamtwirtschaftliche Risiken Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine gefährdet die wirtschaftliche Erholung nach fast 2 Jahren der Corona-Pandemie und trägt zum weiteren Anstieg der Energie- und Verbraucherpreise sowie zu einer höheren Unsicherheit unter den Konsumenten bei. Eine Verschlechterung der Markt- und Beschäftigungssituation in Deutschland und in Europa könnte zu einem Rückgang der Nachfrage nach unseren Produkten aus ökologischer Erzeugung führen. Aufgrund der hohen Unsicherheit und der nicht vorhersehbaren weltweiten Entwicklung ist die gesamthafte Risikolage, die sich durch den Ukraine Krieg ergibt, derzeit noch nicht vollständig abschätzbar. Es können sich Risiken sowohl im Beschaffungsbereich als auch auf Seiten der Produktion und des Absatzmarktes sowie der Liquidität ergeben. Mögliche Folgen sind neben mangelnder Material- und Personalverfügbarkeit auch Transport- und Logistik-Schwierigkeiten sowie höhere Materialkosten. Mittel- bzw. langfristig kann eine globale Rezession zu einer signifikanten Bedarfsreduktion führen. Durch ein engmaschiges Monitoring von kritischen KPIs, die eine operative und finanzielle Beurteilung beinhaltet, verfügen wir über einen Mechanismus, mit dem wir Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah einleiten können. b) Branchenspezifische Risiken Erfahrungsgemäß ist die Nahrungsmittelindustrie sehr resistent gegenüber konjunkturellen Schwankungen. Daher stufen wir das branchenspezifische Risiko als eher gering ein. Um dem erheblichen Wettbewerbsdruck am Markt und den gestiegenen Kundenanforderungen gerecht zu werden, verfolgen wir konsequent einen Multichannel-Vertriebsansatz - und verteilen damit potenzielle Risiken auf mehrere Vertriebskanäle. c) Unternehmensrisiken Beschaffung Mittelfristig wird ein Anstieg bei einzelnen Rohstoffpreisen erwartet. Dem Risiko aus einem potenziellen Anstieg von Rohstoffpreisen wird durch langfristige Einkaufskontrakte sowie Neuverhandlungen mit Lieferanten begegnet. Gegen Risiken aus Lieferengpässen sichert sich die Gesellschaft durch die Wahl von unterschiedlichen regionalen und gleichzeitig zuverlässigen Lieferanten ab. Diese sind zu annähernd 90 % in Deutschland ansässig. Absatz Dem Forderungsausfallrisiko begegnen wir mit konsequentem Forderungsmanagement. Ferner verfügt die Gesellschaft über einen breit gefächerten End-Kundenstamm, sodass lediglich ein geringes Klumpenrisiko besteht. Investitions- und Finanzierungsbereich Durch das Vorhalten ausreichend liquider Mittel und von Banken eingeräumter Kreditlinien sichern wir uns gegen kurzfristige Zahlungsstromschwankungen ab. Fremdwährungsverbindlichkeiten lagen nur in marginaler Höhe vor, sodass sich in diesem Bereich für uns keine Risiken ergeben. Auf den Einsatz von Finanzinstrumenten zur Absicherung von Risiken wurde im Geschäftsjahr wie im Vorjahr verzichtet, da hierfür keine Notwendigkeit gegeben ist. Tochtergesellschaften Die Tochtergesellschaft mymuesli GmbH in Tägerwilen/Schweiz war bisher als Produktions- und Vertriebsgesellschaft tätig. Dadurch und durch Anlaufverluste ergab sich ein deutliches negatives Eigenkapital. Künftig wird die Gesellschaft sich aus dem Vertriebskanal Stores zurückziehen. Für das bisherige negative Eigenkapital wurde ein Rangrücktritt für gewährte Darlehen erklärt. Zusätzlich besteht eine Patronatserklärung zur Fortführung der Aktivitäten. Der Geschäftsplan sieht künftig positive Jahresergebnisse vor, die das negative Eigenkapital in den nächsten sieben Jahren ausgleichen und die Tilgung der gewährten Darlehen ermöglichen. Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Zweigniederlassungsbericht Die mymuesli GmbH verfügt über eine Zweigniederlassung mit Sitz in Wien/Österreich. Zweck der Zweigniederlassung ist der Vertrieb unserer Produkte in unseren österreichischen mymuesli Stores in: ● Wien ● Linz ● Salzburg Insgesamt haben wir im Jahr 2021 im Durchschnitt 32 Mitarbeiter in Österreich beschäftigt. Prognosebericht Aufgrund des aktuellen sehr herausfordernden Marktumfelds, das durch eine hohe Unsicherheit unter den Konsumenten und einer steigenden Inflation gezeichnet ist, rechnen wir mit einem sehr herausfordernden Geschäftsjahr 2022. Wir fokussieren uns auf strategische und operative Prioritäten, um mymuesli nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. Wir rechnen mit einem prozentualen Konzern Umsatzrückgang im unteren zweistelligen Bereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021, welches durch das aktuelle Makroumfeld und der damit verbundenen Konsumentenzurückhaltung sowie auf die Storeschließungen zurückzuführen ist. Auf der Kostenseite rechnen wir mit höheren Einkaufskosten für Rohmaterialen und sekundären Packstoffen. Durch selektive Preiserhöhungen, einem strikten Kostenmanagement insbesondere im Overhead (Personal und andere Fixkosten) sowie dem gezielten Einsatz von Werbemaßnahmen erwarten wir, einen Teil des Deckungsbeitragsverlustes durch den Umsatzrückgang und der höheren Einkaufskosten zu kompensieren. Allerdings rechnen wir damit, das Geschäftsjahr 2022 mit einem negativen EBITDA im sechsstelligen Bereich abzuschließen. Folglich erwarten wir ein negatives Konzernjahresergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Um im herausfordernden Marktumfeld zu bestehen, möchten wir weiterhin eine hohe Kundenzufriedenheit sicherstellen. Wir fokussieren uns darauf, unsere Kundenbasis im Online-Kanal durch die Etablierung eines Loyalty Programms zu stärken und auszubauen, unsere Aktivitäten und Präsenz im Einzelhandel sowie die Aktivitäten im Firmenkundengeschäft zu intensivieren, die Reorganisation der Stores konsequent fortzusetzen, unser Produktportfolio sowie unsere Operations kontinuierlich zu optimieren. Durch Investitionen in Versandgeschwindigkeit und -qualität sehen wir eine leicht gesteigerte Kundenzufriedenheit (NPS) auf hohem Niveau vor. Die Produktqualität erwarten wir wie in den Vorjahren auf einem hohen Level. Die Finanzierung von strategischen Initiativen wollen wir durch Innenfinanzierung, Ausnutzung bestehender Kreditlinien und gegebenenfalls Erweiterung bestehender Kreditlinien erreichen und bewerten die Finanzierung als gesichert. Um eine nachhaltige profitable Weiterentwicklung des Unternehmens zu gewährleisten, erwägt der Vorstand die Inanspruchnahme weiterer Finanzierungsquellen. 3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der AG Die mymuesli AG ist die Muttergesellschaft des mymuesli-Konzerns und ist ebenfalls operativ tätig. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis. Als nicht wesentliche Leistungsindikatoren und zur internen Steuerung verwenden wir EBITDA (Jahresergebnis + sonstige Steuern +/- Steuern vom Einkommen und Ertrag + Zinsen und ähnliche Aufwendungen - sonstige Zinsen und ähnliche Erträge + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen + Aufwendungen aus Verlustübernahme) und das bereinigte EBITDA. Um die operative Leistung unseres Geschäfts zu bewerten, bereinigen wir das EBITDA um Einmalereignisse und nicht-operative Effekte. Diese Bereinigung ermöglicht es uns, die Leistung von mymuesli über die Perioden hinweg konsistenter zu vergleichen. Diese finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:
Die oben aufgeführten Kennzahlen haben sich im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr sehr unterschiedlich entwickelt. Die Umsatzerlöse sind um TEUR 3.869 bzw. 5,0 % gestiegen und liegen damit unterhalb der Prognose für 2021. Die Umsatzveränderung ist einerseits, auf ein zweistelliges Umsatzwachstum im Online-Kanal zurückzuführen und andererseits ist der Umsatz im Store Kanal aufgrund der Corona Pandemie und den Schließungen stark rückläufig gewesen. Das EBITDA, das das Jahresergebnis um Abschreibungen, Zinserträge/ -aufwendungen sowie Steuern bereinigt, betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR -440 und ist im Vergleich zum Jahr 2020 um TEUR 4.446 gefallen sowie stark abweichend verglichen mit dem Prognosewert, was zum Teil auf nicht operative Sondereffekte (Einmalkosten) als auch auf höhere operative Kosten zurückzuführen ist. Im Jahr 2021 hatten wir Sondereffekte in Höhe von TEUR 3.074 aufgrund von Einmalkosten, Kosten für die Schließungen der Stores und für die Beilegung eines Rechtsstreits, die die Varianz zwischen EBITDA und bereinigtem EBITDA erklären. Auf der operativen Ebene haben sich die Ausgaben in der Logistik aufgrund der Installation und des Anlaufs der neuen Verpackungsanlage sowie des Förderbandes erhöht. Des Weiteren haben sich im Jahr 2021 unsere Marketingkosten aufgrund der fortgeführten Internationalisierung erhöht. Für die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die Ausführungen zum Konzern, da diese für die mymuesli AG identisch sind. Ertragslage Aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit konnten die Umsatzerlöse um TEUR 3.869 auf TEUR 81.450 (Vj. TEUR 77.581) gesteigert werden. Die Steigerung des Umsatzes ist durch den Online-Kanal erfolgt, insbesondere durch die Einführung neuer Produktkategorien und durch die internationalen Märkte, sie lagen auf Höhe der Prognose. Die Materialintensität hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozentpunkte auf 41,0% erhöht (Vj. 39,4 %). Das Rohergebnis hat sich auf TEUR 47.960 (Vj. TEUR 47.126) verbessert. Trotz des gesteigerten Geschäftsvolumens haben sich die Personalkosten mit TEUR 17.094 nur leicht erhöht im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 16.619. Durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit konnte die Personalintensität auf 20,9 % (Vj. 21,5 %) reduziert werden. Dementsprechend stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere durch höhere Kosten in der Logistik (Anlauf- und Installationskosten), höhere Werbeausgaben sowie periodenfremde Aufwendungen i.H.v. TEUR 1.075 getrieben durch eine Korrektur der Verrechnungspreise mit der Schweizer Tochtergesellschaft auf in Summe TEUR 32.256 (Vj. TEUR 26.566). Die Quote des sonstigen betrieblichen Aufwands im Vergleich zur Betriebsleistung betrug somit 39,4 % (Vj. 34,4 %). Der Jahresfehlbetrag liegt somit bei TEUR -2.480 gegenüber einem Jahresüberschuss von TEUR 429 im Vorjahr und verfehlte die Prognose signifikant. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2021 um TEUR 3.786 auf TEUR 24.143. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Laufe des Geschäftsjahres im Wesentlichen durch die Anschaffung der neuen Verpackungsanlage auf TEUR 12.971 (Vj. TEUR 12.032). Das Umlaufvermögen erhöhte sich von TEUR 7.608 um TEUR 2.082 auf TEUR 9.690. Die Vorräte erhöhten sich hierbei um 2.192 TEUR auf TEUR 7.855 (Vj. TEUR 5.663). Die Reduzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 881; Vj. TEUR 1.416) zum Bilanzstichtag zurückzuführen. Das Eigenkapital veränderte sich per 31. Dezember 2021 aufgrund des Konzernjahresfehlbetrags des Geschäftsjahres von TEUR 5.887 um TEUR -2.480 auf TEUR 3.407. Die Eigenkapitalquote liegt bei 14,1 % (Vj. 28,9 %). Die sonstigen Rückstellungen blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert (TEUR 2.382; Vj. TEUR 2.399), im Wesentlichen bedingt durch die Auflösung einer Rückstellung durch die Beilegung eines Rechtsstreits mit gleichzeitigem Aufbau einer Rückstellung für die Korrektur der Verrechnungspreise mit der Schweizer Tochtergesellschaft. Darüber hinaus sind in der Passiva Rückstellungen für Provisionen, Urlaub, Mitarbeiterboni, Überstunden sowie für Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Verbindlichkeiten der AG erhöhten sich um insgesamt TEUR 6.193 auf TEUR 17.712 (Vj. TEUR 11.519). Zum einen erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 11.807 (Vj. TEUR 6.696) durch die Aufnahme eines Darlehens für die Verpackungsanlage sowie einer höheren Auslastung der Kreditlinien. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 4.278 (Vj TEUR 3.689). Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich auf TEUR 1.117 (Vj. TEUR 856). Finanzlage Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -1.916 (Vj. TEUR +5.652). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -3.061 (Vj. TEUR -1.127) ergibt sich im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen, die zukünftige Effizienzen im Logistikbereich generieren werden. Aus dem Finanzierungsbereich resultiert ein Mittelzufluss von TEUR +4.857 gegenüber einem Mittelabfluss von TEUR -4.499 im Vorjahr. Dieser ergibt sich hauptsächlich aus der Aufnahme von neuen Bankkrediten, die zur Deckung der höheren Vorratsbestände und Investitionen in das Sachanlagevermögen verwendet wurden. Der Finanzmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 134 im Vergleich zu TEUR 254 im Vorjahr. Die mymuesli AG verfügt neben den Bankguthaben zum Bilanzstichtag über freie Kreditlinien i.H.v TEUR 3.270. Die mymuesli AG war jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Prognosebericht Aufgrund des aktuellen sehr herausfordernden Marktumfelds, das durch eine hohe Unsicherheit unter den Konsumenten und einer steigenden Inflation gezeichnet ist, rechnen wir mit einem sehr herausfordernden Geschäftsjahr 2022. Wir fokussieren uns auf strategische und operative Prioritäten, um mymuesli nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. Wir rechnen mit einem prozentualen Umsatzrückgang im unteren zweistelligen Bereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021, welches durch das aktuelle Makroumfeld und der damit verbundenen Konsumentenzurückhaltung sowie auf die Storeschließungen zurückzuführen ist. Auf der Kostenseite rechnen wir mit höheren Einkaufskosten für Rohmaterialen und sekundären Packstoffen. Durch selektive Preiserhöhungen, einem strikten Kostenmanagement, insbesondere im Overhead (Personal und andere Fixkosten) sowie dem gezielten Einsatz von Werbemaßnahmen erwarten wir einen Teil des Deckungsbeitragsverlustes durch den Umsatzrückgang und der höheren Einkaufskosten zu kompensieren. Allerdings rechnen wir damit, das Geschäftsjahr 2022 mit einem leicht negativen EBITDA abzuschließen. Folglich erwarten wir ein negatives Jahresergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Für die Prognose der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die Ausführungen zur Konzernprognose. Chancen- und Risikobericht Die Chancen und Risiken der mymuesli AG sind dieselben wie für den Konzern. Wir verweisen daher auf den Chancen- und Risikobericht dieses zusammengefassten Lageberichts. Die Gesellschaft hat bei den in diesem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäfts vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen. Die Frauenquote lag zum 31.12.2021 bei 58,7%.
Passau, den 24. August 2022 mymuesli AG Vorstände Philipp Kraiss Franky Das Markus Laub Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die mymuesli AG, Passau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der mymuesli AG - bestehend aus der Bilanz zum31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der mymuesli AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 24. August 2022 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Dittus, Wirtschaftsprüferin Scherer, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats Geschäftsjahr 2021, endend am 31.12.2021der mymuesli AGGemäß Gesetz, Deutschem Corporate Governance Kodex, Satzung und Geschäftsordnung der mymuesli AG, überwachte der Aufsichtsrat den Vorstand und beriet ihn insbesondere zu seiner Strategie und zu Unternehmensplanung, Rechnungslegung, Geschäftsverlauf, Lage und Aussichten, Risikomanagement und Compliance. Der Vorstand erstattete in und zwischen den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig schriftlich und mündlich Bericht, insbesondere zu bedeutenden Vorfällen und Entwicklungen im Geschäft und Markt. Sitzungen wurden in Präsenz und als Video- oder Telefonkonferenz abgehalten. Der Jahresabschluss der mymuesli AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Der Abschlussprüfer ist das Prüfungsunternehmen Baker Tilly GmbH & Co KG, vertreten durch die leitende Prüferin Fr. Alexandra Dittus. Der Abschlussprüfer prüfte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2021 und den zusammengefassten Lagebericht der mymuesli AG. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Der Aufsichtsrat erhielt unmittelbar nach Aufstellung den Jahresabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Der Aufsichtsrat erhielt vorab Entwürfe der vorläufigen Abschlussunterlagen. Der Abschlussprüfer nahm an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss am 21. August 2022 teil und stellte die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung im Aufsichtsrat vor. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht. In der Sitzung vom 21. August 2022 schloss sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und billigte die Abschlüsse der AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2021; damit ist der Jahresabschluss der mymuesli AG festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands stimmte der Aufsichtsrat zu.
Passau, den 22. August 2021 Otmar Debald, Vorsitzender des Aufsichtsrats Sonstige BerichtsbestandteileDie Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 29.08.2022. In der Hauptversammlung am 29.08.2022 wurde folgender Gewinnverwendungsbeschluss gefasst: Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2.480.240,93 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Daraus ergibt sich ein Bilanzverlust von EUR 2.480.240,93. |
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