Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 690245
Eingetragen
11.9.1987
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörHerstellung von Arbeits- und BerufsbekleidungHerstellung von Oberbekleidung für Herren und Knaben
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Produktdesign, Herstellung und Vertrieb von Bekleidung sowie die Herstellung von Eigenmarken für Dritte und die Übernahme von Logistikdienstleistungen für Handelspartner.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Danny Jüngling
seit 30.4.2015
Prokura
Carmen Kroll
seit 15.11.2006
Geschäftsführer
Thomas Müller
seit 15.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Carmen Kroll
74575 Schrozberg Nonnenwaldstraße 32
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HAKRO GmbH

Schrozberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Geschäftsmodell

Die HAKRO GmbH beschäftigt sich mit dem Produktdesign, der Produktentwicklung, der Herstellung und der Vermarktung von Bekleidung, die mit dem Markennamen HAKRO® gekennzeichnet ist. HAKRO steht für haltbare, nachhaltige, durchdachte und verlässliche Markenbekleidung für Corporate Wear und ist in der gehobenen Klasse dieses Marktsegments positioniert. Das Markenversprechen findet seinen Ausdruck auch im Markenbild "HAKRO HÄLT. SEIT 1969" und vermittelt neben dem Produktversprechen gleichzeitig die Glaubwürdigkeit und Aufrichtigkeit des Unternehmens gegenüber Mitarbeitenden, Kunden, Partnern und der Umwelt.

Der Anspruch unseres Unternehmens ist es, erstklassige Bekleidung in klassischen Formen und Farben anzubieten, die sich durch beste Passform, perfekte Verarbeitung, erstklassige Materialien, hohe Strapazierfähigkeit und eine lange Lebensdauer auszeichnen. Nachhaltigkeit liegt HAKRO besonders am Herzen und ist ein elementarer Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Mit unserer integriert nachhaltigen Geschäftsstrategie wollen wir HAKRO in den nächsten Jahren zu einem der nachhaltigsten Anbieter in unserem Marktsegment machen. Die gesamte Kollektion ist nach dem Standard 100 by OEKO-TEX® zertifiziert, das Qualitätsmanagement des Unternehmens nach ISO 9001:2015 und das Umweltmanagement nach ISO 14001. Seit 2021 besitzt HAKRO zudem die Fair Wear Mitgliedschaft.

Die Kollektion umfasst 150 Modelle in über 50 Farben und besteht aus T-Shirts, Poloshirts, Hemden, Blusen, Sweatshirts, Hosen, Strick- und Outdoorjacken für Frauen, Männer und Kinder sowie eine spezielle Bekleidungskollektion für die Berufs- und Leasingbekleidung, die als Kollektionslinie "MIKRALINAR®" vermarktet wird. Die Bekleidungsstücke werden als Corporate Wear in der Berufsbekleidung, im Merchandising, als Team- und Vereinsausstattung oder als Freizeitbekleidung getragen. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über die von uns autorisierten Fachhändler aus den Bereichen Berufs- und Leasingbekleidung, Sport- und Modefachhandel sowie ausgesuchten Werbemittelhändlern und Spezialisten für die Textilveredelung. Zum Kreis der Endverbraucher zählen viele namhafte Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk in Deutschland und Europa.

Zusätzlich befasst sich die HAKRO GmbH mit der Herstellung von Bekleidungsstücken für die Eigenmarken anderer Handelsunternehmen (Private Label), Sonderanfertigungen nach speziellen Kundenwünschen und mit Logistikdienstleistungen für Handelspartner.

II. Forschung und Entwicklung

HAKRO entwickelt eigene Designs für neue Modelle und Kollektionen. Ebenso werden bereits eingeführte Produkte kontinuierlich weiterentwickelt und bei Garn- und Zutatenherstellern und auf Messen ständig nach neuen Qualitäten und Materialien für die Verwendung in der eigenen Textilkollektion gesucht.

Um die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft zu erfüllen, beschäftigt sich HAKRO mit der Verwendung von recycelten Fasern, die wir zusammen mit einem Start-up-Unternehmen entwickeln und testen. Dazu wird ausgetragene HAKRO Berufsbekleidung bei unseren Fachhändlern wieder eingesammelt, sortiert und in seine einzelnen Bestandteile zerlegt. Anschließend werden in einem mechanischen Prozess wieder Fasern aus der ausgetragenen Bekleidung gewonnen, aus denen wir neue Bekleidung herstellen. Eine erste Kollektion aus T-Shirts, Sweatshirts und -Hosen, die unter dem Markennamen HELLO AGAIN® angeboten werden, wurde bereits im Oktober 2023 während einer großen Fachmesse dem Publikum vorgestellt. Teile dieser Kollektion sind ab Ende 2024 über einen Onlineshop auch für Endkunden kaufbar.

B. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft beendete das Jahr 2023 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. Das Bruttoinlandsprodukt sank im vierten Quartal 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes preis-, kalender- und saisonbereinigt im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitgehend. Der Vorjahresquartalsvergleich weist aufgrund der geringeren Zahl an Arbeitstagen für das vierte Quartal einen Rückgang der realen Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent aus (kalenderbereinigt minus 0,2 Prozent), nach minus 0,7 Prozent im dritten Quartal 2023. Die bereits Ende Januar vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte BIP Wachstumsrate von minus 0,3 Prozent zum Vorjahr (kalenderbereinigt minus 0,1 Prozent) für das gesamte Jahr 2023 wurde Ende Februar bestätigt.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 23.02.2024

Das Jahr 2023 verlief für unsere Branche insgesamt nicht zufriedenstellend. Die einzelnen Segmente entwickelten sich jedoch unterschiedlich. Während die Unternehmen der Bekleidungsindustrie steigende Kennzahlen bei Umsatz, Beschäftigung und im Einzelhandel verzeichnen konnten, waren die Konjunkturdaten der Textilhersteller meist von Rückgängen geprägt. Nach wie vor leiden die Textilhersteller mehr unter dem Margendruck, der durch immer noch sehr hohe Beschaffungs- und Energiekosten besteht. Hier reichen die nur mäßig steigenden Erzeugerpreise als Ausgleich oft nicht aus. Der Außenhandel leistete ebenfalls keinen positiven Beitrag. Insgesamt sanken die Exporte, insbesondere aber die Importe deutlich. Die jüngsten Umfrageergebnisse legen keine baldige Trendwende zum Besseren hin nahe.

Die gesamte Branche schließt das Jahr 2023 mit einem Umsatzplus von +2,7 % ab. Allerdings verlief das vergangene Jahr für die beiden Teilsegmente Textil und Bekleidung sehr unterschiedlich: Während Textil mit -1,9 % trotz Inflation Umsatzrückgänge verbuchen musste, steigerte der Bekleidungssektor seine Umsätze deutlich um +10,8 %.

Betrachtet man die Entwicklung der Teilsegmente, so wird bei Textil deutlich, dass die schwachen Umsatzzahlen des vergangenen Jahres im Wesentlichen auf die technischen Textilien und die Vliesstoffe zurückzuführen sind, die nicht nur zu den größten Teilsegmenten gehören, sondern die in der Vergangenheit auch wesentliche Umsatztreiber bei Textil waren. Die meisten übrigen Teilsegmente konnten bis auf die Webereien, Wirk/Strick und die sonstigen Textilwaren ihren Umsatz steigern.

Im Bekleidungssegment konnten nach 2022 auch im vergangenen Jahr 2023 nahezu sämtliche Teilsegmente nach den Krisenjahren wieder deutlich Umsatz hinzugewinnen. Vor allem der größte Teilbereich, die sonstige Oberbekleidung, stützte mit einem zweistelligen Plus die positive Umsatzentwicklung. Auch die Arbeits- und Berufsbekleidung sowie die Strumpfwaren konnten ihre Umsätze im vergangenen Jahr kräftig steigern.

Der Rückgang der Beschäftigtenzahlen während der Corona-Jahre konnte bereits 2022 gestoppt werden. Die Beschäftigtenzahlen wurden in etwa gehalten. Im vergangenen Jahr 2023 verlief die Entwicklung der Beschäftigung jedoch entsprechend der Umsatzentwicklung in den beiden Teilsegmenten unterschiedlich: Während im Bekleidungssektor die Beschäftigtenzahlen um +1,5 % im Jahresdurchschnitt zunahmen, bauten die Unternehmen im Textilsektor -1,9 % der Stellen ab. Insgesamt sank die Beschäftigung im Jahresdurchschnitt damit um -0,8 %.

Die Beschaffungspreise für Rohstoffe haben sich nach den teils exorbitanten Steigerungen wieder auf niedrigeren Niveaus bewegt. Die Energiepreise bleiben allerdings noch immer auf historischen Höchstständen, denn die Preisniveaus der Jahre bis ca. 2020 werden trotz deutlicher Rückgänge noch immer deutlich überschritten. Die Beschaffungskosten für Rohstoffe sind ebenfalls gesunken, aber aufgrund der hohen Energieintensität bleiben auch wichtige Vorprodukte wie Chemiefasern, Farbstoffe und Kunststoffe allgemein sehr kostenintensiv. Allein die Kosten für die Seespedition haben sich wieder auf dem Niveau der Vorjahre eingependelt, was zu einem verstärkten relativen Kostenvorteil für Importe führt. Demgegenüber sind die Erzeugerpreisindizes (Verkaufspreise Inlandsabsatz) für Textilien und Bekleidung mäßig gestiegen: Textil +5,3 %, Bekleidung +4,8 %.

Quelle: Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V., Konjunktur 02.2024

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Gesamtleistung unseres Unternehmens ist im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 7,86 % gestiegen. Die prognostizierte Steigerung von 10-15 % wurde nicht erreicht, was an einer schwächeren Steigerung der Auslandsumsätze lag.

Die HAKRO GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 ihre Marktposition insgesamt weiter festigen und den Umsatz erneut steigern. Durch regelmäßige Kundenveranstaltungen in unserem Showroom in Schrozberg und durch gezielte Besuche durch den Vertriebsaußendienst konnten wir im Geschäftsjahr 2023 die Zusammenarbeit mit unseren Kunden weiter festigen und weitere, strategisch wichtige Neukunden hinzugewinnen. Bei bereits bestehenden Kundenverbindungen konnten wir durch unsere stärkere Präsenz und mit einer durchdachten Produktpolitik erneut steigende Umsätze erzielen. Gleichzeitig konnte die Qualität unserer Kundenstruktur durch Qualifizierungsmaßnahmen wie z.B. Produktschulungen und Qualitätszirkel, sowie eine selektive Auswahl der Fachhandelspartner weiter gesteigert werden. Eine konstante Auslastung aller Betriebsteile an unserem Unternehmensstandort in Schrozberg war über das gesamte Geschäftsjahr gegeben.

3. Geschäftsergebnis

Der Jahresüberschuss ist von TEUR 4.729,2 auf TEUR 8.435,0 gestiegen. Die gestiegenen Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten durch ein höheres Rohergebnis kompensiert werden. Aufgrund des gestiegenen Rohergebnisses wurde auch die prognostizierte Erhöhung des Jahresüberschusses von 10-15 % deutlich überschritten.

4. Leistungserstellung

Der wesentliche Geschäftsbereich der HAKRO GmbH ist das Design, die Entwicklung und die Vermarktung von Bekleidung der Marke HAKRO®. Darüber hinaus werden für unsere Handelspartner Bekleidungsstücke nach den speziellen Wünschen der Kunden aus Industrie, Handel und Handwerk gefertigt. Auf Wunsch kann von der HAKRO GmbH auch das Aufbringen von Firmenlogos durch unterschiedliche Techniken der Textilveredelung erbracht werden, die wir in unserem Namen bei ausgewählten Dienstleistungsunternehmen oder bereits in den Produktionsstätten im Ausland fertigen lassen. Unseren Kunden bieten wir somit komplette, personifizierte Outfits aus einer Hand an.

5. Beschaffung

Das Design für die Bekleidungsstücke der Kollektionen und für kundenspezifische Sonderanfertigungen wird vom Unternehmen entworfen und entwickelt. Der Qualitätsstandard der Rohmaterialien, der Ausrüstung, der verwendeten Zutaten und der Konfektion richtet sich ausschließlich nach den höchsten erzielbaren Standards und wird durch verschiedene interne und externe Qualitätssicherungsmaßnahmen im Rahmen unseres Qualitätsmanagements erreicht und garantiert. Die Handelswaren werden im Ausland in enger Zusammenarbeit mit unseren Produktionspartnern hergestellt und von der HAKRO GmbH nach Deutschland importiert.

In den Produktionsstätten achten wir auf die Einhaltung der jeweils gültigen lokalen sozialen Mindeststandards, dabei speziell auf das Verbot von Kinderarbeit, auf das Verbot von Zwangsarbeit, auf die Beachtung von Respekt und Würde der Beschäftigten, das Diskriminierungsverbot, die Einhaltung von Sicherheit und Gesundheitsschutz und die angemessene Entlohnung aller Beschäftigten.

Um die Zustände in der Lieferkette zu verbessern, hat sich die HAKRO GmbH im Jahr 2015 dem Bündnis für nachhaltige Textilien angeschlossen. Das Bündnis ist eine Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Ziel des Bündnisses ist es, die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit entlang der gesamten Textilkette kontinuierlich zu verbessern. In Bangladesch hat die HAKRO GmbH den Bangladesh ACCORD/International Accord for Health and Safety in the Textile Garment Industrie unterzeichnet. Eine präventive Sicherheitsmaßnahme für den Brand- und Gebäudeschutz und damit eine präventive Sicherheitsmaßnahme für den Arbeits- und Gesundheitsschutz für die in Bangladesch arbeitenden Menschen.

Im Berichtsjahr waren alle Vorlieferanten von der Business Social Compliance Initiative (BSCI, eine non profit Organisation, die sich für die Förderung fairer und menschenwürdiger Arbeitsbedingungen, auch in der Bekleidungsindustrie einsetzt) auditiert. Der Fokus liegt dabei auf den Arbeitnehmern in den Fabriken und der Verbesserung der Arbeits- und Lebenssituation der Arbeitnehmer vor Ort. Dazu gehörten auch die Überprüfung und Auditierung der Produktionsbetriebe sowie eine direkte Unterstützung der Firmen am Ort der Produktion. Im Juni 2023 fand der zweite Brand Performance Check der Fair Wear statt, bei dem wir uns in einigen Bereichen verbessern konnten und erneut den "Good" Status erreichten.

Alle von uns angebotenen Textilien werden in der Regel in ausreichender Menge (sog. never-out-of-stock oder NOS-Kollektion) bevorratet und können daher ohne einer Vororder, Reservierung oder Wartezeit von unseren Fachhandelspartnern bestellt werden

6. Investitionen

Im Berichtszeitraum wurde in den Erhalt und die Erweiterung der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände investiert. Die Investitionen im immateriellen Bereich entfielen überwiegend auf Software. Im Bereich der Sachanlagen wurde in den Umbau der betriebseigenen Kantine und den Ausbau von weiteren Gebäudeteilen investiert, sowie gewöhnliche Ersatzinvestitionen vorgenommen.

7. Finanzierung

Die Finanzierung unseres laufenden Geschäfts bewegt sich im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden Kreditrahmen unserer Finanzpartner.

8. Personal- und Sozialbereich

Als verantwortungsvoller Arbeitgeber sind wir Unterzeichner der Unternehmerinitiative Charta der Vielfalt und schaffen ein Arbeitsumfeld, das frei von Vorurteilen ist und alle Mitarbeiter Wertschätzung erfahren, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist uns seit jeher besonders wichtig. Darum sind wir Teil des Netzwerkes Erfolgsfaktor Familie geworden. Das vom Bundesfamilienministerium und den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und dem DGB initiierte Programm bietet Unternehmen Expertenwissen, Ideen und Austausch. Familienfreundlichkeit soll in vielfältiger Weise gefördert und zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft gemacht werden.

Um noch mehr für die Gesundheitsförderung unserer Mitarbeiter zu tun, haben wir uns den Grundsätzen der Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung verpflichtet. Sie umfasst die Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen sowie die Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung und Stärkung persönlicher Kompetenzen.

Ebenso fördern wir die Bildung unserer Mitarbeiter und bieten ein großes Aus- und Weiterbildungsprogramm durch die HAKRO Akademie. Die Inhalte des Ausbildungsprogramms sind vielfältig und beziehen sich z. B. auf textiles Fachwissen, soziale Kompetenz, Nachhaltigkeit, Gesundheit & Fitness, EDV-Kenntnisse und ein Angebot für Fremdsprachen und Deutschunterricht für diejenigen Mitarbeiter, die nicht deutsche Muttersprachler sind.

Die durchschnittliche Anzahl unserer Mitarbeiter ist mit 191 Personen im Vergleich zum Vorjahr um 3 Personen angestiegen.

Darüber hinaus unterstützt die HAKRO GmbH seit 2014 ein Waisenhaus in Bangladesch, welches durch die Harry Kroll Foundation, eine Stiftung der HAKRO GmbH, finanziert und gefördert wird. Gemeinsam mit einer Familienstiftung in Bangladesch betreibt die Harry Kroll Foundation dieses Projekt, bei dem Waisenkinder ein neues Zuhause gefunden haben.

9. Umweltschutz

Neben einem allgemeinen sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen achtet die HAKRO GmbH seit Jahren auf den Einsatz ökologisch unbedenklicher Materialien in der gesamten Produktionskette aller Handelswaren. Darüber hinaus wirtschaften wir an unseren beiden Standorten in Schrozberg klimaneutral. Dafür reduzieren wir unseren Energiebedarf und nutzen erneuerbare Energien, wo es uns möglich ist. Die vorerst nicht vermeidbaren Emissionen von Treibhausgasen (THG), wozu wir auch Emissionen durch Flug- und Berufsverkehr zählen, kompensieren wir durch den Erwerb von Zertifikaten, wodurch Klimaschutzprojekte finanziert werden. Ein weiterer bedeutender Meilenstein ist unsere Klimaneutrale Kollektion, die es seit Januar 2022 zu kaufen gibt. Für die Berechnung des CO 2 -Fußabdrucks und der Klimaneutralität verfolgen wir den sogenannten Cradle-to-Customer-plus-Waste-Ansatz. Das heißt, dass alle noch nicht vermeidbaren Emissionen der Rohstoffgewinnung, ihrer Verarbeitung zu Bekleidung, der Transporte, des Recyclings und der Verwertung, die am Ende eines Lebensyzklus eines Produktes stehen, bei der Berechnung und Kompensation berücksichtigt werden. Lediglich die Benutzungsphase der Bekleidung wird bei der Betrachtung ausgespart, weil sich der kundenindividuelle Umgang mit unserer Bekleidung nicht standardisiert berechnen lässt. Zudem beschäftigt sich die HAKRO GmbH mit dem Thema Kreislaufwirtschaft und ist dazu mit unterschiedlichen Unternehmen im Austausch.

Durch unser Nachhaltigkeitsleitbild und der Unterzeichnung der WIN-Charta des Landes Baden-Württemberg, bekennen wir uns zu unserer ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung. Über unser Engagement und die Ergebnisse unserer Bemühungen berichten wir in unserem jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht. Bei Verbrauchsprodukten achten wir bei der Beschaffung auf ökologisch einwandfreie Ware und beziehen nach Möglichkeit bei Lieferanten aus der Region. Abfälle, die in den Unternehmensbereichen entstehen, werden getrennt gesammelt. Rohstoffe werden von unserem Partner für Müllentsorgung dem Recycling zugeführt. Zudem haben sich die Mitarbeiter für die Kompostierung von kompostierbaren Abfällen ausgesprochen. Die Vorlieferanten haben sich verpflichtet, ausschließlich Produkte zu liefern, die dem Standard 100 by OEKO-TEX® entsprechen. Es handelt sich hierbei um ein weltweit anerkanntes Prüf- und Zertifizierungssystem. Produkte, die das Öko-Tex Label tragen, sind ohne Einschränkungen auf Funktion, Pflege und modischem Aussehen gesundheitlich unbedenklich und werden jährlich vom Prüfinstitut Hohenstein getestet. Gleichzeitig wird dabei auch auf die Einhaltung der Schadstoffgrenzen und der verbotenen Substanzen nach REACH geachtet und entsprechend getestet. Wir achten darauf, dass Produktverpackungen, Umverpackungen und Transportverpackungen ordnungsgemäß im Verpackungsregister LUCID angemeldet und die Mengen dieser systembeteiligungspflichtigen Verpackungen gemeldet und ordnungsgemäß entsorgt werden. Dabei werden die gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen beachtet. Um die Anforderungen an die Entsorgung von Verpackungsabfällen zu erfüllen, hat sich die HAKRO GmbH der Landbell Gesellschaft für nachhaltige Kreislaufwirtschaft mbH angeschlossen. In den Produktionsländern wird auf die Einhaltung der jeweils gültigen ökologischen Umweltschutzbedingungen und der Verpflichtung zur Umweltschonung geachtet. Die Einhaltung der Richtlinien des Standard 100 by OEKO-TEX® werden durch eine jährliche Prüfung und Zertifizierung eines unabhängigen Testinstitutes überprüft.

10. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine besonderen Entwicklungen oder Ereignisse.

II. Darstellung der Lage des Unternehmens

1. Ertragslage

Die Umsatzentwicklung konnte in den vergangenen Jahren mit Ausnahme von 2020 kontinuierlich gesteigert werden. Im Jahr 2023 ist die Gesamtleistung um 7,86 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Das Rohergebnis unseres Unternehmens hat sich von TEUR 32.601,0 in 2022 auf TEUR 41.531,4 in 2023 erhöht.

Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 9.486,8 auf TEUR 10.635,5 gestiegen. Der relative Anteil der Personalkosten am Gesamtumsatz blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 15.087,8 auf TEUR 17.054,4 gestiegen. Der relative Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt TEUR 11.801,6 (Vorjahr: TEUR 6.801,1).

Der Jahresüberschuss ist von TEUR 4.729,2 auf TEUR 8.435,0 gestiegen.

2. Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEuro 19.279,8 erwirtschaftet.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEuro -2.170,2 betrifft im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEuro 1.121,6 enthält vor allem Mittelzuflüsse aus der Aufnahme von Krediten sowie Mittelabflüsse aus Dividendenzahlungen an Gesellschafter.

Liquidität steht für die Abwicklung unseres Geschäftsvolumens durch bestehende Kreditrahmen und Gewinnthesaurierung ausreichend zur Verfügung.

3. Vermögenslage

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr in
TEUR % TEUR % TEUR %
AKTIVA
Immaterielles Anlagevermögen 490,1 0,7 344,1 0,6 146,0 42,4
Sachanlagen 6.321,4 8,7 4.852,1 8,1 1.469,3 30,3
Finanzanlagen 1.654,1 2,3 2.066,3 3,5 -412,2 -19,9
Vorräte 37.116,1 51,1 41.539,8 69,5 -4.423,7 -10,6
Forderungen 2.345,9 3,2 2.881,9 4,8 -536,0 -18,6
Sonstige Vermögensgegenstände 5.373,8 7,4 6.886,7 11,5 -1.512,9 -22,0
Flüssige Mittel/Wertpapiere 19.266,6 26,5 1.035,3 1,7 18.231,3 1.761,0
Rechnungsabgrenzungsposten 95,1 0,1 148,5 0,2 -53,4 -36,0
Summe Aktiva 72.663,0 100,0 59.754,7 100,0 12.908,3 21,6

PASSIVA

Bilanz zum 31.12.2023 Bilanz zum 31.12.2022 Änderung ggü. d. Vorjahr in
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 41.154,1 56,6 36.019,1 60,3 5.135,0 14,3
Rückstellungen 4.362,2 6,0 1.894,6 3,2 2.467,6 130,2
Kreditverbindlichkeiten 21.547,9 29,7 16.032,6 26,8 5.515,3 34,4
Lieferverbindlichkeiten 1.478,4 2,0 1.563,0 2,6 -84,6 -5,4
Sonstige Verbindlichkeiten 4.120,4 5,7 4.245,4 7,1 -125,0 -2,9
Summe Passiva 72.663,0 100,0 59.754,7 100,0 12.908,3 21,6

Die Anlagenintensität beträgt 11,7 %. Das Anlagevermögen setzt sich überwiegend aus immateriellen Vermögensgegenständen, Maschinen, Fahrzeugen, Einrichtungsgegenständen, Einbauten sowie Finanzanlagen zusammen. Grundstücke und Gebäude werden von der Firma Kroll GmbH & Co. KG angemietet.

Das Umlaufvermögen hat sich von TEUR 52.343,7 auf TEUR 64.102,4 erhöht, was einer prozentualen Zunahme von 22,5 % entspricht. Bei einer Minderung der Forderungen, der sonstigen Vermögegensgegenstände und insbesondere des Warenbestandes haben sich gleichzeitig die Guthaben bei Kreditinstituten deutlich erhöht.

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme von 60,3 % auf 56,6 % reduziert. Absolut ist das Eigenkapital um TEuro 5.135,0 gestiegen.

Die Kreditverbindlichkeiten haben sich aufgrund von Mittelaufnahmen um TEuro 5.515,3 erhöht.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % nach unten verändert.

C. Hinweis auf Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Da sich der Textilhandel unseres Unternehmens überwiegend auf Basics in Standardfarben konzentriert, ist das Absatzrisiko aufgrund schnell wechselnder Modetrends als eher gering einzustufen. Das Risiko von Preisänderungen im Bereich unserer Verkaufspreise besteht im Umfang nicht vorhersehbarer Marktentwicklungen.

Das Ausfallrisiko unserer Kundenforderungen ist durch die Verteilung des Umsatzes auf eine große Anzahl von Kunden gering. Durch Kreditprüfungen und Bankauskünften bei Neukunden und ein permanentes, automatisiertes Mahnwesen wird das Ausfallrisiko weiter minimiert.

Das Spektrum an Vorlieferanten aus verschiedenen Staaten wird durch die HAKRO GmbH ständig erweitert. Durch die Maßgabe mehrere Lieferanten einzusetzen, soll das Risiko eines Lieferausfalls minimiert werden. Damit wird die ständige Lieferfähigkeit der HAKRO GmbH gewährleistet. Durch regelmäßige Produktionsbesuche und eine regelmäßige Lieferantenbeurteilung können wir mögliche Defizite bei Lieferanten frühzeitig erkennen und Maßnahmen einleiten, damit die Situation künftig verbessert wird. Zudem können Importbeschränkungen, die zu erheblichen Einschränkungen im Geschäftsverkehr führen können, vermieden werden. Wertverluste, die durch die ständige Bevorratung der Waren entstehen, sind aufgrund der geringen Modeabhängigkeit eher von untergeordneter Bedeutung.

Währungsrisiken bestehen im Bereich der Einkaufspreise, da ein Teil unserer Warenbeschaffung in US-Dollar abgewickelt wird. Aufgrund der politischen Entwicklungen, insbesondere in den USA, ist dieses Risiko zukünftig noch stärker zu beobachten. Um vorgenannte Währungsrisiken zu minimieren, werden weiterhin derivative Finanzinstrumente wie u.a. Devisentermingeschäfte eingesetzt.

Beim Absatz unserer Produkte bestehen Wechselkursrisiken nicht, da unsere wichtigsten Exportländer im Bereich der Europäischen Union zu finden sind und unsere Rechnungen in Euro fakturiert werden.

Die Liquidität des Unternehmens ist durch die zur Verfügung stehenden Bankkredite und die Mittelzuflüsse aus eigener Ertragslage sichergestellt.

Insgesamt ist aus heutiger Sicht festzustellen, dass eine Pandemie, wie wir sie seit der Ausbreitung von COVID-19 weltweit erfahren haben, durchaus als Risiko zu beurteilen ist, welches zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HAKRO GmbH führen könnte. Gleiches gilt für die Folgen der Kriege gegen die Ukraine und im Nahen Osten, die derzeit nach wie vor nicht absehbar sind.

Chancen unserer zukünftigen Entwicklung sehen wir in der weiteren Entwicklung eigener Designs, zusätzlicher Kollektionen und dem Fokus auf nachhaltige Textilien aus zertifizierter Bio-Baumwolle oder recyceltem Polyester und dem künftigen Schließen der Stoffkreisläufe, wodurch die HAKRO GmbH künftig in der Lage sein will, ein attraktives und vielfältiges Portfolio an nachhaltiger Bekleidung anzubieten. Damit ist die HAKRO GmbH wettbewerbsfähig für die Zukunft und gegenüber Mitbewerbern.

D. Prognosebericht

Die HAKRO GmbH wird auch in den kommenden Jahren die weitere Ausrichtung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung entlang der gesamten Lieferkette konsequent weiterverfolgen. Vor allem das Engagement in den Herstellungsländern soll weiter ausgebaut werden, weshalb HAKRO auch die Mitgliedschaft in der Fair Wear eingegangen ist, die über das IMPACT Programm die Überwachung und Auditierung bei unseren Produktionspartnern übernimmt.

Trotz der möglichen Auswirkungen durch die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten und den Prognosen einer schrumpfenden Wirtschaft planen wir eine Fortsetzung der bisherigen stabilen Entwicklung. Einer sich anbahnenden wirtschaftlichen Abkühlung oder Rezession könnte sich auch HAKRO nicht völlig entziehen, obwohl es sich bei unserem Angebot um Unternehmensbekleidung handelt und die HAKRO GmbH damit ausschließlich im B-2-B Geschäft tätig ist, dessen Absätze nicht von der privaten Konsumneigung abhängig sind. Durch unsere NOS-Kollektion und die vertrauensvolle Zusammenarbeit entlang unserer gesamten Lieferkette hat sich HAKRO bis heute ganz gut in einem schwierigen Marktumfeld behaupten können.

Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen wird in allen Betriebsbereichen weiter vorangetrieben.

Die HAKRO GmbH rechnet damit, dass die Gesamtleistung in den Jahren 2024 und 2025 2-4% unter der Gesamtleistung von 2023 liegen wird. In beiden Jahren kann voraussichtlich ein Jahresüberschuss von ca. 3,5 Mio. € erzielt werden.

 

Schrozberg, den 20. Februar 2025

gez. Carmen Kroll, Geschäftsführerin

gez. Thomas Müller, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.465.521,49 7.262.491,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 490.071,16 344.132,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 142.079,00 231.272,00
2. geleistete Anzahlungen 347.992,16 112.860,00
II. Sachanlagen 6.321.353,79 4.852.090,48
1. technische Anlagen und Maschinen 1.377.200,00 1.478.550,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.350.795,00 2.828.264,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.593.358,79 545.276,48
III. Finanzanlagen 1.654.096,54 2.066.268,91
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 412.284,05
2. sonstige Ausleihungen 1.651.796,54 1.651.684,86
3. Genossenschaftsanteile 2.300,00 2.300,00
B. Umlaufvermögen 64.102.441,68 52.343.760,99
I. Vorräte 37.116.141,27 41.539.804,89
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 121.428,00 160.865,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 33.709.750,79 37.287.406,95
3. geleistete Anzahlungen 3.284.962,48 4.091.532,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.719.726,29 9.768.674,02
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.345.938,63 2.881.940,54
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.373.787,66 6.886.733,48
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 55.275,60 64.137,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 19.266.574,12 1.035.282,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 95.070,00 148.480,00
Aktiva 72.663.033,17 59.754.732,38

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 41.154.146,83 36.019.130,71
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 26.333,00 26.333,00
1. andere Gewinnrücklagen 26.333,00 26.333,00
III. Gewinnvortrag 32.667.233,12 31.238.047,27
IV. Jahresüberschuss 8.435.016,12 4.729.185,85
B. Rückstellungen 4.362.155,29 1.894.596,85
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 306.470,70 333.006,85
2. Steuerrückstellungen 1.832.833,59
3. sonstige Rückstellungen 2.222.851,00 1.561.590,00
C. Verbindlichkeiten 27.146.731,05 21.841.004,82
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.547.903,22 16.032.579,53
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 21.435.483,74 15.862.037,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 112.419,48 170.542,47
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 62.661,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 62.661,09
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.478.446,97 1.500.385,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.478.446,97 1.500.385,74
4. sonstige Verbindlichkeiten 4.120.380,86 4.245.378,46
davon aus Steuern 2.584.287,86 2.856.393,81
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 55.577,83 64.625,10
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.120.380,86 4.245.378,46
Passiva 72.663.033,17 59.754.732,38

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 134.033.355,81 124.263.602,95
2. sonstige betriebliche Erträge 1.124.085,68 2.342.540,71
3. Materialaufwand 93.626.088,55 94.005.100,00
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 92.725.503,15 93.382.403,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 900.585,40 622.696,85
4. Personalaufwand 10.635.543,74 9.486.819,07
a) Löhne und Gehälter 8.918.142,55 7.911.260,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.717.401,19 1.575.558,36
davon für Altersversorgung 156.909,04 185.194,70
5. Abschreibungen 1.065.488,94 1.008.127,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.065.488,94 1.008.127,64
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 17.054.358,72 15.087.757,56
7. Erträge aus Beteiligungen 53,13 19,50
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.488,99 627,67
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 118.300,59 73.638,30
davon Erträge aus Abzinsung 1.260,00 220,00
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 18.211,33
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 18.211,33
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.099.204,83 273.325,17
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 1.865,00 2.064,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.354.618,17 2.066.135,68
13. Ergebnis nach Steuern 8.446.981,25 4.734.952,68
14. sonstige Steuern 11.965,13 5.766,83
15. Jahresüberschuss 8.435.016,12 4.729.185,85

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit teilweise zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Die Firma HAKRO GmbH hat ihren Sitz in Schrozberg. Sie ist beim Registergericht in Ulm unter HRB 690245 geführt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Handelsgesetzbuches wurden beachtet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führte. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR wurden im Erwerbsjahr sofort abgeschrieben.

Der planmäßigen Abschreibung liegen die folgenden durchschnittlichen Nutzungsdauern zugrunde:

- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten: 3 - 5 Jahre

- Technische Anlagen und Maschinen: 3 - 20 Jahre

- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 - 20 Jahre

Bei den Finanzanlagen wurden die bilanzierten Anteilsrechte zu Anschaffungskosten, die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Gegebenenfalls erfolgte der Ansatz mit dem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Geleistete Anzahlungen sind mit dem ausgezahlten Betrag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und grundsätzlich mit dem Nennbetrag bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen wurden gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Verrechnungsfähige Vermögenswerte wurden gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen saldiert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Die im Jahresabschluss enthaltenen Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sowie die Abschreibungen in ihrer gesamten Höhe am Beginn und am Ende des Geschäftsjahres sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.376.062,28 0,00 33.600,00
2. geleistete Anzahlungen 112.860,00 235.132,16 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.488.922,28 235.132,16 33.600,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.695.103,43 105.092,00 11.981,18
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.931.236,19 940.319,64 307.105,09
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 545.276,48 1.400.156,61 0,00
Summe Sachanlagen 10.171.616,10 2.445.568,25 319.086,27
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 430.495,38 125.164,00 555.659,38
2. sonstige Ausleihungen 1.651.684,86 111,68 0,00
3. Genossenschaftsanteile 2.300,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.084.480,24 125.275,68 555.659,38
Summe Anlagevermögen 14.745.018,62 2.805.976,09 908.345,65
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.342.462,28
2. geleistete Anzahlungen 0,00 347.992,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.690.454,44
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.788.214,25
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 352.074,30 7.916.525,04
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -352.074,30 1.593.358,79
Summe Sachanlagen 0,00 12.298.098,08
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 1.651.796,54
3. Genossenschaftsanteile 0,00 2.300,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.654.096,54
Summe Anlagevermögen 0,00 16.642.649,06
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.144.790,28 89.192,00 33.599,00 0,00 2.200.383,28
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.144.790,28 89.192,00 33.599,00 0,00 2.200.383,28
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.216.553,43 206.440,00 11.979,18 0,00 1.411.014,25
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.102.972,19 769.856,94 307.099,09 0,00 4.565.730,04
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.319.525,62 976.296,94 319.078,27 0,00 5.976.744,29
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 18.211,33 0,00 0,00 0,00 18.211,33
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 18.211,33 0,00 0,00 0,00 18.211,33
Summe Anlagevermögen 7.482.527,23 1.065.488,94 352.677,27 0,00 8.195.338,90
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 142.079,00 231.272,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 347.992,16 112.860,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 490.071,16 344.132,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.377.200,00 1.478.550,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.350.795,00 2.828.264,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.593.358,79 545.276,48
Summe Sachanlagen 0,00 6.321.353,79 4.852.090,48
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 18.211,33 0,00 412.284,05
2. sonstige Ausleihungen 0,00 1.651.796,54 1.651.684,86
3. Genossenschaftsanteile 0,00 2.300,00 2.300,00
Summe Finanzanlagen 18.211,33 1.654.096,54 2.066.268,91
Summe Anlagevermögen 18.211,33 8.465.521,49 7.262.491,39

Derivative Finanzinstrumente

WHG Gehandelter Betrag Abschlusskurs Valuta Bewertungskurs Barwert
Bewerteter Betrag
Devisen- USD 500.000,00 1,097600 17.01.2024 1,105594 -3.288,99 EUR
swapgeschäft EUR 455.539,36
Devisen- USD 500.000,00 1,070000 07.02.2024 1,106512 -15.361,25 EUR
swapgeschäft EUR 467.289,72
Devisen- USD 500.000,00 1,099200 29.04.2024 1,110289 -4.487,34 EUR
swapgeschäft EUR 454.876,27
Devisen- EUR 500.000,00 1,065200 03.06.2024 1,111849 -19.386,46 EUR
swapgeschäft USD 469.395,42
Devisen- EUR 500.000,00 1,073500 15.08.2024 1,115366 -17.101,07 EUR
swapgeschäft USD 465.766,19
Devisen- EUR 500.000,00 1,078500 16.10.2024 1,118506 -16.142,94 EUR
swapgeschäft USD 463.606,86
Devisen- EUR 500.000,00 1,062500 03.01.2025 1,122920 -24.520,03 EUR
swapgeschäft USD 470.588,24
Devisen- EUR 500.000,00 1,074000 21.01.2025 1,123845 -19.972,35 EUR
swapgeschäft USD 465.549,35
Devisen- EUR 500.000,00 1,117000 03.02.2025 1,124512 -2.890,28 EUR
swapgeschäft USD 447.627,57
Devisen- EUR 500.000,00 1,116000 03.03.2025 1,125951 -3.820,47 EUR
swapgeschäft USD 448.028,67
Devisen- EUR 500.000,00 1,088500 02.05.2025 1,129008 -15.849,63 EUR
swapgeschäft USD 459.347,73
Devisen- EUR 500.000,00 1,126500 30.05.2025 1,130423 -1.479,06 EUR
swapgeschäft USD 443.852,64
Devisen- EUR 500.000,00 1,079000 02.06.2025 1,130575 -20.295,53 EUR
swapgeschäft USD 463.392,03
Devisen- EUR 500.000,00 1,082500 11.08.2025 1,134044 -20.084,45 EUR
swapgeschäft USD 461.893,76
Devisen- EUR 500.000,00 1,080000 08.09.2025 1,135410 -21.585,55 EUR
swapgeschäft USD 462.962,96

Die Berechnung der Mark-to-Market-Bewertung erfolgte anhand eigener Modelle der UniCredit Bank AG München. In Höhe des negativen Marktwerts wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

WHG Gehandelter Betrag Abschlusskurs Valuta Bewertungskurs Barwert
Bewerteter Betrag
Devisen- USD 500.000,00 1,081000 02.01.2024 1,105000 -10.029,77 EUR
Termingeschäft EUR 462.534,69
Devisen- USD 500.000,00 1,087000 10.01.2024 1,105296 -7.608,32 EUR
termingeschäft EUR 459.981,60
Devisen- USD 500.000,00 1,102300 02.02.2024 1,106292 -1.631,89 EUR
termingeschäft EUR 453.597,02
Devisen- USD 500.000,00 1,112200 06.05.2024 1,110608 636,09 EUR
termingeschäft EUR 449.559,43
Devisen- USD 500.000,00 1,091200 03.09.2024 1,116279 -10.054,50 EUR
termingeschäft EUR 458.211,14
Devisen- USD 500.000,00 1,098200 15.11.2024 1,120059 -8.632,31 EUR
termingeschäft EUR 455.290,48

Als Bewertungskurse werden für Kassevaluta die EZB-Referenzkurse bzw. HVB-Referenzkurse verwendet.

Als Bewertungskurse für die Mark-to-Market Bewertung werden für Terminvaluta die gültigen Terminbewertungskurse der HVB München für diesen Tag verwendet. Der Barwert spiegelt den aktuellen Marktwert abgezinst auf den Bewertungsstichtag wieder. In Höhe des negativen Barwerts wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

WHG Gehandelter Betrag Abschlusskurs Valuta Bewertungskurs Barwert
Bewerteter Betrag
Devisen- USD 500.000,00 1,097200 15.02.2024 1,109474 -5.015,61 EUR
termingeschäft EUR 455.705,43
Devisen- USD 500.000,00 1,099000 05.04.2024 1,111816 -5.189,26 EUR
termingeschäft EUR 454.959,05
Devisen- USD 500.000,00 1,102700 03.07.2024 1,115944 -5.275,18 EUR
termingeschäft EUR 453.432,48
Devisen- USD 500.000,00 1,110000 20.11.2024 1,123118 -5.100,16 EUR
termingeschäft EUR 450.450,45

Die Bewertung von OTC Derivaten erfolgt in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachtbarer Marktdaten und anerkannter Bewertungsmodellen wie der Barwertmethode oder dem "Libor Market Model" sowie proprietären Modellen der DZ Bank AG. In Höhe des negativen Barwerts wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, wie im Vorjahr, sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen Forderungen mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr von insgesamt EUR 55.275,60 (Vorjahr: EUR 64.137,61).

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum 31.12.2023 ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der sogenannten PUC-Methode erstellen lassen. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,82 % und ein Gehaltstrend von 0,0 % zugrunde gelegt. Es wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018 verwendet.

Durch das BilMoG wird die Verrechnung von Vermögensgegenständen mit zugehörigen Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen unter gewissen Voraussetzungen vorgeschrieben (Ausnahme vom Saldierungsverbot des § 246 Abs. 2 HGB). Demnach sind Vermögensgegenstände, die "ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen" und "die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind" mit den entsprechenden Verpflichtungen zu verrechnen. Die Vermögensgegenstände sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Soweit anwendbar wurde das Aktivprimat gemäß IDW RH FAB 1.021 angewendet.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt :

EUR
Erfüllungsbetrag der Pensionen 917.720,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 711.975,30
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 711.975,30
Pensionsrückstellung 205.744,70
Verrechneter Aufwand (aus Pensionsverpflichtungen) 9.118,00
Verrechnete Erträge (aus Deckungsvermögen) -5.494,24
Zinsaufwand GuV 3.623,76

Bei den verrechneten Vermögenswerten handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die mit dem Aktivwert angesetzt werden.

Zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen im laufenden Geschäftsjahr ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 3.510,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Sonstige Rückstellungen

Für Verbindlichkeiten, die ihrer Höhe nach nicht genau bestimmbar sind, waren folgende Rückstellungen einzustellen:

2023
EUR
Vorjahr
EUR
Jahresabschlusskosten 30.000,00 27.000,00
Prüfungskosten 45.000,00 38.000,00
Rechts- und Beratungskosten 40.000,00 85.000,00
Resturlaub 185.420,00 152.750,00
Gratifikationen 293.470,00 265.860,00
Überstunden 134.560,00 147.500,00
Tantiemen 696.541,00 409.930,00
Aufbewahrung Unterlagen 28.000,00 19.900,00
Werbekosten 500.000,00 0,00
Drohende Verluste 264.800,00 407.900,00
Betriebsprüfung 5.060,00 7.750,00
2.222.851,00 1.561.590,00

Angaben zu Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit von Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Sicherheiten gesicherte Beträge
EUR Bis zu 1 Jahr
EUR
Mehr als 5 Jahre
EUR
EUR Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber 21.547.903,22 21.435.483,74 0,00 158.003,91 Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sicherungsübereignung
Kreditinstituten (16.032.579,53) (15.862.037,06) (0,00) (14.212.701,26)
2. erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(62.661,09) (62.661,09) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.478.446,97 1.478.446,97 0,00 0,00
(1.500.385,74) (1.500.385,74) (0,00) (0,00)
4. Sonstige 4.120.380,86 4.120.380,86 0,00 0,00
Verbindlichkeiten (4.245.378,46) (4.245.378,46) (0,00) (0,00)
Stand 31.12.2023 27.146.731,05 27.034.311,57 0,00 158.003,91
Stand 31.12.2022 (21.841.004,82) (21.670.462,35) (0,00) (14.212.701,26)

Latente Steuern

Zum 31.12.2023 ergeben sich aktive Steuerlatenzen saldiert aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz im Wesentlichen bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 28,25 % zugrunde. Aufgrund des Wahlrechts, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichten zu können, wurde ein Bilanzposten nicht angesetzt.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestanden am Abschlussstichtag in Höhe von EUR 3.266.088,00 aus der Übernahme von Bürgschaften. Die den Bürgschaften zugrunde liegenden Kredite werden bisher durch den Schuldner planmäßig getilgt und sind durch Grundschulden des Schuldners zusätzlich abgesichert. Es sind derzeit keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass diese Kredite vom Schuldner nicht planmäßig getilgt werden. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften kann daher nahezu ausgeschlossen werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 5.058,2 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Bis zu einem Jahr nach dem Bilanzstichtag sind TEUR 4.536,8 zur Zahlung fällig.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Leasingverträge, Pacht- und Mietverträge, Wartungsverträge, Sponsoringverträge und offene Bestellungen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die HAKRO GmbH handelt ausschließlich mit textiler Oberbekleidung. Die Umsätze setzten sich nach geografischen Märkten wie folgt zusammen:

Inland 80,1 %

andere EU-Länder 8,6 %

übriges Europa 11,3 %

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 898,6 für Erträge aus Währungskursumrechnungen enthalten.

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von TEUR 1.065,7 aus Währungskursumrechnungen enthalten.

Sonstige Angaben

Pensionsrückstellungen für ausgeschiedene Geschäftsführer

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Geschäftsführern wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 100.726,00 gebildet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 104,00
Angestellte 87,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 191,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 122,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 69,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Carmen Kroll ausgeübter Beruf: Textilbetriebswirtin (BTE)
Thomas Müller ausgeübter Beruf: Betriebswirt (VWA), Großhandelskaufmann

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 99.000,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 49.000,00
b) Steuerberatungsleistungen 0,00
c) sonstige Leistungen 50.000,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt EUR 8.435.016,12 und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Schrozberg, 20. Februar 2025

gez. Carmen Kroll, Geschäftsführerin

gez. Thomas Müller, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HAKRO GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der HAKRO GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der HAKRO GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlagefür meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile diesachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dasskünftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfangund die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

 

Rothenburg o. d. T., den 20. Februar 2025

gez. Brigitte Jakoby, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

1 nahegelegene Organisation

  • Beesnes GmbH

    Selbe Adresse

    Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.