Joha Pack Flexible GmbH
Am Sophienhof 9, 24941 Flensburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jakob Peter Johannsen seit 3.3.2021 | Geschäftsführer |
Peter Johannsen seit 30.8.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Joha Pack Flexible GmbHFlensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlage der Gesellschaft Die Joha Pack Flexible GmbH gehört zu den führenden Unternehmen in Europa im Bereich der Herstellung von Pouches für die Tabak-Industrie. Das Unternehmen mit Sitz in Flensburg entwickelt, produziert und vertreibt Tabaksbeutel europaweit. In unserem Bereich verstehen wir uns als Fullservice-Dienstleister und bieten unseren Kunden vom Inlay-Druck bis zur bedruckten Folie Komplett-Lösungen aus einer Hand, oder nach Wunsch auch nur die Konfektion von gelieferten Rohmaterialien. Zweigniederlassungen werden nicht unterhalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Tabak-Branche insgesamt hatte im Berichtsjahr, wie bereits auch in den Vorjahren, keine negativen Auswirkungen aufgrund politischer oder gesellschaftlicher Ereignisse zu bewältigen. Die in den Vorjahren problematischen Preissteigerungen für Energie sowie Rohmaterialien konnten sich wieder auf ein normales Niveau einfinden. Das hat ebenfalls den Druck bei den Lohnkosten eingedämmt jedoch nicht am Mangel an fähigem Personal. 2. Geschäftsverlauf Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 2,9 % niedriger. Dies ist überwiegend darauf zurückzuführen, dass überhöhte Lagerbestände bei den Kunden abgebaut wurden. Aufgrund der in den Vorjahren bestandenen Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen hatten auch diese die Lagerbestände hochgefahren. Die Auftragslage ist generell weiterhin als konstant zu bezeichnen. Im Kostenbereich konnten keine Einsparungen mehr realisiert werden, die noch in den letzten Monaten des Vorjahres weitergegeben Kostensteigerungen haben sich im Berichtsjahr positiv auf das Resultat ausgewirkt. Die Produktion konnte im gesamten Geschäftsjahr ohne Unterbrechungen im 3-Schichtsbetrieb aufrecht erhalten bleiben. 3. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens ist unverändert stabil. Die Eigenkapitalquote ist mit 90,8 % sehr hoch. Das Unternehmen kommt ohne Bank-Darlehen aus; Neuinvestitionen können aus eigenen Mitteln finanziert werden. Im Geschäftsjahr betrugen die Neuinvestitionen, die im Wesentlichen die technischen Anlagen und Maschinen betreffen, TEUR 240. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen ist das Anlagevermögen um TEUR 265 oder 11,9 % gegenüber dem Vorjahr geringer. Die Vorratsbestände sind um ca. 7,2 % auf TEUR 1.142 gesunken und verbleiben auf hohem Niveau (Vorjahr TEUR 1.231). Dieses ist auf den wieder normalen Zustand bei der Beschaffung von Rohmaterialen zurückzuführen, die erhöhte Lagerbestände unnötig machen. Das Gesamtvermögen beträgt nunmehr TEUR 9.872 (Vorjahr: TEUR 9.319). Die Verbindlichkeiten fallen gegenüber dem Vorjahr erheblich geringer aus (TEUR 650; Vorjahr: TEUR 944), alle Lieferanten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Wenn möglich, wird Skonto in Anspruch genommen. Die Veränderung des Eigenkapitals (TEUR 8.964; Vorjahr: TEUR 8.031) ergibt sich vollständig aus dem Jahresergebnis. Die Eigenkapitalquote hat sich bei einer um TEUR 553 gestiegenen Bilanzsumme von 86,2 % im Vorjahr auf 90,8 % erhöht. Der Cashflow beträgt TEUR 1.277 nach TEUR 840 im Vorjahr. 4. Ertragslage Das Betriebsergebnis ist trotz geringerem Umsatz um TEUR 658 oder 84,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Haupteinflussfaktor für das gestiegene Betriebsergebnis sind die angepassten Preise in den letzten Monaten des Vorjahres, die sich erst in diesem Jahr auswirken. Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Einklang mit dem Betriebsergebnis verbessert. Das Jahresergebnis liegt über dem des Vorjahres und beträgt TEUR 933 (Vorjahr: TEUR 539). Damit entspricht die Entwicklung im Geschäftsjahr der Vorjahresprognose. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und den Cash- flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zur Gesamtleistung, den operativen Cashflow (= Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen). Die Umsatzrendite auf Basis des EBIT (bereinigt um neutrale Effekte) hat sich gegenüber dem Vorjahr von 4,7 % auf 8,9 % verbessert. Der operative Cashflow hat sich um 437 TEUR auf 1.277 TEUR erhöht. III. Prognosebericht / Risikobericht Unter Berücksichtigung, dass die Kostensteigerungen im Energiesektor und im Rohstoffbereich sich weiterhin moderat entwickeln und es keine weiteren Gesellschaftlichen oder politischen Ereignisse zu bewältigen und berücksichtigen sind, wird für das kommende Berichtsjahr mit einer geringen Umsatzsteigerung und einem vergleichbarem Betriebsergebnis für 2024 gerechnet. Die bisherigen Erkenntnisse unterstützen diese Prognose. Die Liquiditätsplanung sieht für 2024 keine Engpässe vor. Es liegen keine Zweifel an der Fähigkeit zur Unternehmensfortführung vor. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Aufgrund von stetigen Verbrauchsteuererhöhungen und der allgemeinen stark gestiegenen Inflation ist der Fertig-Zigaretten-Bereich weiterhin rückläufig. Der Markt für Tabak insgesamt ist stagnierend. Die Beschaffung von Rohmaterialien ist weltweit einfacher geworden, die Preise sind insgesamt stabil oder leicht fallend. Auch die Verkaufspreise entwickeln sich weiterhin stabil. Ein Risiko sehen wir im Personalbereich, der Arbeitsmarkt ist sehr angespannt und Facharbeiter werden immer knapper. 2. Chancenbericht Im Feinschnitt-Bereich, in dem die von uns hergestellten Verpackungen eingesetzt werden, sind weitere Steigerungen möglich. Ein effizienteres Einkaufen und ein geringerer Warenbestand kann ein Vorteil gegenüber Mitbewerbern sein. 3. Gesamtaussage Die gesamtwirtschaftliche Lage ist trotz der politischen Risiken in der Ukraine und Nah-Ost weiterhin positiv zu bewerten, da im Geschäftsjahr bereits sehr der Einfluss gering war. Insgesamt sehen wir unser Unternehmen gut aufgestellt, um die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern.
Flensburg, den 11. September 2024 gez. Peter Johannsen gez. Jakob Johannsen BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Es werden zur sachgerechten Darstellung produktionsbedingte Stromkosten unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen anstatt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (T€ 65, Vorjahr T€ 75). Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Für folgende Vorräte wurde ein Festwert gebildet: - Ersatzteile Die letzte körperliche Bestandsaufnahme erfolgte im Geschäftsjahr 2020. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben zur Bilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 320.410,27 (Vorjahr: EUR 305.189,00). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 257.159,00 setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen sind, bis auf die Rückstellung für Aufbewahrung, ausschließlich kurzfristig. Verbindlichkeiten Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen im Berichtsjahr EUR 4.500,00 (Vorjahr: EUR 3.750,00). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 926 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 63 (Vorjahr: 69); davon 6 Angestellte und 57 gewerblich Beschäftigte. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Vom Wahlrecht nach § 286 Abs. 4 HGB, Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung zu unterlassen, wurde Gebrauch gemacht. Berichterstattung über nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen nach § 285 Nr. 21 HGB Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen abgeschlossen oder fortgeführt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Flensburg, 11. September 2024 gez. Peter Johannsen gez. Jakob Johannsen Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.09.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Joha Pack Flexible GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Joha Pack Flexible GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Joha Pack Flexible GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, 12. September 2024 HBBN
GmbH
gez. T. Hellwig, Wirtschaftsprüfer gez. M. Fischer, Wirtschaftsprüfer |
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