Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 183178
Vorher
b.telligent optile GmbHoptile GmbH
Eingetragen
28.12.2009
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software as a Service, Software Architekturen und Diensten für den elektronischen und stationären Handel sowie diesbezügliche Beratungsdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
James Richard Allum
seit 23.6.2025
Geschäftsführer
Hazar Adler
seit 22.5.2025
Prokura
Scott Galit
seit 17.9.2024
Geschäftsführer
Itai Peri
seit 20.6.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Payoneer, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Payoneer, Inc.
United States

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Payoneer Germany GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.973.576,19 5.116.902,13
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
2.973.578,19 5.116.904,13
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130.555,98 258.384,95
Summe Anlagevermögen 3.104.134,17 5.375.289,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 16.314,52 16.122,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 453.125,86 427.020,03
2. sonstige Vermögensgegenstände 203.330,67 141.422,66
656.456,53 568.442,69
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.648.969,89 488.544,37
Summe Umlaufvermögen 2.321.740,94 1.073.109,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 88.833,81 196.387,39
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 13.810.619,92
Summe AKTIVA 5.514.708,92 20.455.405,93

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 141.970,00 141.970,00
II. Kapitalrücklage 58.220.810,58 45.020.810,58
III. Verlustvortrag -58.973.400,50 -39.018.377,15
IV. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 1.706.692,99 -19.955.023,35
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 13.810.619,92
Summe Eigenkapital 1.096.073,07 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 437.125,69 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.375.333,28 1.461.796,30
1.812.458,97 1.461.796,30
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.920,60 55.920,60
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 8.920,60 (Vj. EUR 55.920,60)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 621.891,37 189.343,36
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 621.891,37 (Vj. EUR 189.343,36)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.626.941,60 17.920.681,96
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.626.941,60 (Vj. EUR 17.920.681,96)
4. sonstige Verbindlichkeiten 348.423,31 730.457,42
- davon aus Steuern EUR 295.271,04 (Vj. EUR 247.691,21)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 35.373,21 (Vj. EUR 434.340,57)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 348.423,31 (Vj. EUR 730.457,42)
2.606.176,88 18.896.403,34
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 97.206,29
Summe PASSIVA 5.514.708,92 20.455.405,93

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 18.525.795,38 -2.813.866,65
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.752.033,96 -9.864.293,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.397.097,12 -1.856.731,40
- davon für Altersversorgung EUR 26,59 (Vj. EUR 16.945,97)
-11.149.131,08 -11.721.024,51
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.233.297,27 -1.588.666,19
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.999.524,09 -3.831.466,00
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 3.329,95 (Vj. EUR 90.421,72)
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -437.149,95 0,00
6. Ergebnis nach Steuern 1.706.692,99 -19.955.023,35
7. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 1.706.692,99 -19.955.023,35

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Payoneer Germany GmbH hat ihren Sitz in München und ist unter der Register-Nummer HRB 183178 beim Handelsregister in München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 288 Abs. 2 HGB sind in Anspruch genommen worden.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurde die Geschäftsstrategie der Gesellschaft innerhalb des Konzerns verändert. Insbesondere wird auf Ebene der Gesellschaft keine eigene Software mehr entwickelt und aktiviert, sondern es werden Entwicklungs- und Wartungsdienstleistungen für die Muttergesellschaft Payoneer Inc., USA, auf Basis der Kostenaufschlagsmethode erbracht. Entsprechend fallen auf Ebene der Gesellschaft seit dem 1. Januar 2023 auch keine Entwicklungskosten für selbst geschaffene Software mehr an.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Soweit abnutzbar, wird der Abnutzung durch lineare Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Rechnung getragen. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde in Vorjahren ausgeübt. Seit dem 1. Januar 2023 finden keine Entwicklungen von eigener Software mehr statt. Die Herstellungskosten waren die bei der Entwicklung von selbst geschaffener Software anfallenden Aufwendungen. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten wurden keine Kosten einbezogen, für die ein Einbeziehungswahlrecht existiert. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 0 (Vorjahr TEUR 2.590) an Entwicklungskosten aktiviert, die in der Gewinn- und Verlustrechnung als andere aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen wurden.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Anlagevermögens orientiert sich an den steuerlichen AfA-Tabellen.

Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden keine Kosten einbezogen, für die ein Einbeziehungswahlrecht existiert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken für zweifelhafte Forderungen durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie sind auf Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten bezieht sich auf Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Gesellschaft setzt als latente Steuern den Saldo aus den gesamten Steuerbe- und entlastungseffekten an (Nettomethode). Dabei wird ein Überhang an aktiven latenten Steuern gemäß dem bestehenden Aktivierungswahlrecht nicht angesetzt.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

4. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten geleistete Kautionen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr TEUR 90) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr 2023 durch die Gesellschafter um weitere TEUR 13.200 erhöht. Ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag wird zum Stichtag nicht mehr ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen insbesondere aus Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Abschluss- und Prüfungskosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 1.627 (Vorjahr TEUR 17.921) auf die Alleingesellschafterin Payoneer Inc., USA. Dabei handelt es sich mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 10.500) um sonstige Verbindlichkeiten und mit TEUR 1.627 (Vorjahr TEUR 7.421) um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

5. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr TEUR 0) enthalten.

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind periodenfremde Aufwendungen aus Nachforderungen für Krankenkassenbeiträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 386) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 35 (Vorjahr TEUR 763) an Aufwendungen aus dem Abgang von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

6. Sonstige Angaben

a) Angaben nach § 285 Nr. 14 und 14a HGB

Die Gesellschaft ist eine unmittelbare Tochtergesellschaft der Payoneer Inc., USA, und wird in den Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft Payoneer Global Inc, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Payoneer Global Inc. ist in den USA börsennotiert (NASDAQ: PAYO). Der Konzernabschluss wird bei der U.S. Securities and Exchange Commission offengelegt.

b) Geschäftsführung

Die Geschäftsführung bestand aus nachfolgenden Mitgliedern:

Keren Levy-Shalev, President and General Manager Merchant Services der Payoneer Gruppe, Tel-Aviv / Israel (ausgeschieden gem. Handelsregistereintragung vom 21.02.2024)

Itai Peri, Chief Accounting Officer der Payoneer Gruppe, New Jersey / USA (bestellt gem. Handelsregistereintragung vom 20.06.2024)

Jonas Maurus, CTO (Merchant Services) der Payoneer Gruppe, München

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

c) Anzahl der Arbeitnehmer

Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 88 (Vorjahr: 109) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 14 (Vorjahr 15) Arbeitnehmer im Bereich Management and General Administration tätig und 74 (Vorjahr: 94) in sonstigen Bereichen.

d) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus der Anmietung von Geschäftsräumen in Höhe von TEUR 384.

Vorteile des Abschlusses des Mietvertrages sind unter anderem die Liquiditätsverschonung und die Bilanzneutralität. Risiken ergeben sich unter Umständen aus der Laufzeitbindung.

e) Ausschüttungssperren und Ergebnisverwendungsvorschlag

Insgesamt ist zum 31. Dezember 2023 ein Betrag von TEUR 2.974 ausschüttungsgesperrt. Dieser Betrag resultiert gem. § 268 Abs. 8 HGB aus selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 1.706.692,99 auf neue Rechnung vorzutragen.

f) Nachtragsbericht

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage zum 31.12.2023 hätten.

 

München, den 19.12.2024

Itai Peri, Geschäftsführer

Jonas Maurus, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Payoneer Germany GmbH mit Sitz in München (im Folgenden "Gesellschaft") ist Teil der Payoneer Gruppe, einem Finanztechnologiekonzern. Die Konzernmuttergesellschaft Payoneer Global Inc. ist in Delaware, USA, eingetragen und an der Nasdaq börsennotiert.

Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die Entwicklung und der Vertrieb von Software-as-a-Service, Software-Architekturen und Zahlungsverkehrslösungen für E-Commerce und Handel sowie damit zusammenhängende Beratungsleistungen. Die Gesellschaft führt ihre Geschäfte vom Sitz der Gesellschaft in München aus.

Als Folge der Veränderung der Unternehmensstrategie erbringt die Gesellschaft ab Anfang 2023 im Wesentlichen Wartungs- und Entwicklungsdienstleistungen auf Basis der Kostenaufschlagsmethode für die Checkout-Produktsoftware der Payoneer Inc., USA. Mit dieser Entscheidung werden die Umsatzerlöse mit externen Kunden kontinuierlich sinken und im Jahr 2024 auslaufen.

Steuerungssysteme

Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit insbesondere die Entwicklung der Umsatzerlöse, des Rohergebnisses, des Operating Income (EBIT) und des Jahresergebnisses als finanzielle Leistungsindikatoren. Anhand dieser Indikatoren wird die strategische bzw. operative Zielerreichung in regelmäßigen Abständen überprüft.

Insgesamt wird das Rohergebnis und das Jahresergebnis stark von konzerninternen Verrechnungspreisen bestimmt.

Forschung und Entwicklung

Als Finanztechnologiekonzern sind Forschung und Entwicklung für den Erfolg der Payoneer Gruppe unerlässlich.

Nach der Übernahme durch die Payoneer Gruppe im Jahr 2020 hat die Gesellschaft selbst geschaffene Software (Orchestration und Payoneer Checkout) entwickelt und die Entwicklungskosten aktiviert.

Aufgrund einer Veränderung der Geschäftsstrategie der Gesellschaft innerhalb des Konzerns entwickelt und aktiviert die Gesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2023 keine eigene selbst geschaffene Software mehr, sondern führt Wartungs- und Entwicklungsleistungen für neu entwickelte Software der Payoneer Inc. in den USA aus.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der digitale Handel hat weiter zugenommen, da Unternehmen aller Größen zunehmend Zugang zur globalen digitalen Wirtschaft suchen und der Markt für Waren, Arbeit und Dienstleistungen globaler und verteilter wird. In den Jahren 2022 und 2023 normalisierten sich die Wachstumsraten des elektronischen Handels auf das Niveau vor der Pandemie, da (i) die Verbraucher nach der Lockerung der Pandemiebeschränkungen vom Waren- zum Dienstleistungskonsum wechselten, (ii) die steigende Inflation in vielen Volkswirtschaften und die Auswirkungen der von vielen Zentralbanken festgelegten höheren Zinssätze das Ausgabeverhalten der Verbraucher und Unternehmen beeinflussten und (iii) die anhaltenden Unterbrechungen der Lieferkette die Preisgestaltung und Verfügbarkeit von Waren beeinträchtigten. Gleichzeitig erlebten wir einen deutlichen Aufschwung im globalen Reiseverkehr, da die Beschränkungen weltweit gelockert wurden.

Insgesamt sind die Rahmenbedingungen aus Sicht der Geschäftsführung weiterhin positiv.

Geschäftsverlauf

Aufgrund einer Veränderung der Geschäftsstrategie der Gesellschaft innerhalb des Konzerns entwickelt und aktiviert die Gesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2023 keine eigene selbst geschaffene Software mehr, sondern führt Wartungs- und Entwicklungsleistungen für neu entwickelte Software der Payoneer Inc. in den USA aus. Diese Entscheidung wirkt sich auf die Umsatzerlöse des Unternehmens mit externen Kunden im Jahr 2023 aus, die deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken sind und im Jahr 2024 auslaufen werden. Gegenläufig dazu haben sich die Umsätze aus der konzerninternen Verrechnung (Kostenaufschlagsmethode) durch die Dienstleistungen für die Payoneer Inc., USA, im Geschäftsjahr 2023 stark erhöht.

Insgesamt ist das Rohergebnis von TEUR -2.814 (im Vorjahr negativ) auf TEUR 18.526 durch die beschriebene Änderung der Geschäftsstrategie deutlich gestiegen.

Die Anzahl der Mitarbeiter ist durch die Veränderung der Geschäftsstrategie im laufenden Jahr im Durchschnitt von 109 auf 88 gesunken, so dass sich der Personalaufwand insgesamt von TEUR 11.721 auf TEUR 11.149 verringerte.

Insgesamt konnte im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 1.707 erwirtschaftet werden (Vorjahr Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 19.955).

3. Lage der Gesellschaft

Zur Darstellung der Lage der Gesellschaft werden im Folgenden Ausführungen zur Ertragslage und hier insbesondere zur Umsatzentwicklung sowie zur Finanz- und Vermögenslage des Geschäftsjahres gemacht. Die Vorjahreszahlen werden zu Vergleichszwecken herangezogen.

Ertragslage

Insgesamt hat sich das Rohergebnis von TEUR -2.814 (im Vorjahr negativ) auf TEUR 18.526 stark erhöht. Dies resultiert insbesondere aus der veränderten Geschäftsstrategie zur Erbringung von Dienstleistungen für die Payoneer Inc. auf Basis der Kostenaufschlagsmethode. Somit haben sich die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen deutlich erhöht. Gegenläufig dazu sind die Umsatzerlöse mit externen Kunden weiter gesunken und werden im Jahr 2024 ganz auslaufen. Selbst geschaffene Software wird auf Ebene der Gesellschaft nicht mehr entwickelt und es werden daher keine Entwicklungskosten mehr aktiviert.

Die Anzahl der Mitarbeiter ist durch die Veränderung der Geschäftsstrategie im laufenden Jahr im Durchschnitt von 109 auf 88 gesunken, so dass sich trotz positiver Gehaltsentwicklungen der Personalaufwand insgesamt von TEUR 11.721 auf TEUR 11.149 verringerte.

Die Abschreibungen belaufen sich auf TEUR 2.233 (Vorjahr TEUR 1.589) und sind gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen. Insbesondere resultieren die Abschreibungen aus der bis zum Ende des Vorjahres selbst entwickelten Software.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Geschäftsjahr von TEUR 3.831 auf TEUR 3.000. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Reise- und personalbezogenen Kosten. Weiterhin waren im Vorjahr wesentliche Verluste aus dem Abgang von selbst geschaffener Software in Höhe von TEUR 763 enthalten (aktuelles Jahr TEUR 35).

Steueraufwendungen wurden aufgrund der Verlustsituation in Vorjahren erstmalig im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 437 ausgewiesen.

Insgesamt konnte im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 1.707 erwirtschaftet werden (Vorjahr Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 19.955).

Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich insbesondere über den operativen Cashflow sowie über den Gesellschafter Payoneer Inc., USA. Die liquiden Mittel erhöhten sich von TEUR 489 auf TEUR 1.649.

Zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft und zur Verbesserung der Finanzlage haben die Gesellschafter im Geschäftsjahr 2023 die Kapitalrücklage durch Umwandlung von Verbindlichkeiten in Eigenkapital um TEUR 13.200 erhöht.

Die Gesellschaft ist in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Liquiditätsengpässe waren im Geschäftsjahr und sind auch aktuell nicht erkennbar.

Im Jahr 2023 wurden keine wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen getätigt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme verminderte sich im Geschäftsjahr von TEUR 20.455 auf TEUR 5.515, was im Wesentlichen auf den nicht durch Eigenkapital gedeckten Jahresfehlbetrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 13.811 zurückzuführen ist, der im Geschäftsjahr 2023 beseitigt werden konnte.

Die immateriellen Vermögensgegenstände verminderten sich von TEUR 5.117 auf TEUR 2.974 aufgrund von Abschreibungen der bis zum Ende des Vorjahres aktivierten selbst geschaffenen Software.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben mit TEUR 453 auf dem Niveau des Vorjahres.

Aufgrund des positiven operativen Cashflows erhöhten sich die liquiden Mittel von TEUR 489 auf TEUR 1.649.

Die Kapitalrücklage wurde durch Umwandlung von Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter um TEUR 13.200 auf TEUR 58.221 erhöht.

Die Steuerrückstellungen betrugen TEUR 437. Aufgrund der Verlustsituation in Vorjahren waren im Geschäftsjahr erstmalig Steueraufwendungen zu bilanzieren.

Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich leicht von TEUR 1.462 auf TEUR 1.375, hauptsächlich aufgrund von personalbezogenen Rückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt von TEUR 189 auf TEUR 622.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderten sich von TEUR 17.921 auf TEUR 1.627. Der Rückgang ist insbesondere auf die Umwandlung von Verbindlichkeiten in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 13.200 zurückzuführen. Weiterhin wurden laufende Forderungen aus der konzerninternen Leistungserbringung mit Verbindlichkeiten verrechnet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich von TEUR 730 auf TEUR 348. Insbesondere waren im Vorjahr Nachforderungen von Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von TEUR 386 in dieser Position enthalten.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsführung beurteilt die Lage der Gesellschaft und den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend. Die deutliche Steigerung des Rohergebnisses von TEUR -2.814 (im Vorjahr negativ) auf TEUR 18.526 und des Jahresergebnisses von TEUR -19.955 (Jahresfehlbetrag) auf TEUR 1.707 entsprach der Prognose im Lagebericht des Vorjahres.

4. Prognosebericht

Seit dem Geschäftsjahr 2023 erbringt die Gesellschaft im Wesentlichen Wartungs- und Entwicklungsdienstleistungen für die Checkout-Produktsoftware der Payoneer Inc., USA, auf der Grundlage der Kostenaufschlagsmethode. Gegenläufig dazu werden Umsätze mit externen Kunden im Geschäftsjahr 2024 auslaufen. Insgesamt wird im Geschäftsjahr 2024 mit einem Rohergebnis und einem Jahresüberschuss auf dem Niveau des Jahres 2023 gerechnet.

Die Liquidität wird als gesichert angesehen.

5. Chancen- und Risikobericht

Wir sind stark abhängig von der Entwicklung der Payoneer-Gruppe. Daher gelten die Chancen und Risiken der Payoneer-Gruppe auch für die Gesellschaft.

Wesentliche Risiken

Ein erheblicher und zunehmend intensiverer Wettbewerb in der weltweiten Finanzdienstleistungs- und Zahlungsverkehrsbranche, auch bei der Preisgestaltung und bei Zahlungsalternativen, könnte sich negativ auf unsere Gewinnspannen, unser Geschäft und unsere Betriebsergebnisse auswirken. Wettbewerbsaktivitäten unserer Partner und Unternehmenskunden, die Zahlungsdienstleistungen auslagern oder direkt mit unseren Dienstleistungen konkurrieren, könnten sich negativ auf unser Geschäft auswirken.

Die weltweite Zahlungsverkehrsbranche ist hart umkämpft, verändert sich schnell, ist hoch innovativ und unterliegt zunehmend der Kontrolle und Überwachung durch die Regulierungsbehörden. Wir konkurrieren mit einer Vielzahl von Unternehmen, darunter solche, die größer sind als wir, die sowohl Verbraucher als auch Unternehmen bedienen, um ihre Umsätze zu steigern, die einen größeren Bekanntheitsgrad, eine längere Betriebsgeschichte oder eine beherrschende oder sicherere Position haben oder die ihren Kunden andere Produkte und Dienstleistungen anbieten, die wir nicht anbieten, sowie kleinere oder jüngere Unternehmen, die möglicherweise schneller auf regulatorische und technologische Veränderungen reagieren. Viele der Bereiche, in denen wir konkurrieren, entwickeln sich schnell mit sich ändernden und störenden Technologien, sich ändernden Benutzeranforderungen und der häufigen Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen. Der Wettbewerb kann sich auch dadurch verschärfen, dass Unternehmen Unternehmenszusammenschlüsse und Partnerschaften eingehen, die möglicherweise Exklusivitätsperioden beinhalten, und dass etablierte Unternehmen in anderen Segmenten expandieren, um mit verschiedenen Aspekten unseres Geschäfts konkurrieren zu können.

Wenn wir nicht in der Lage sind, unsere Produkte und Dienstleistungen von denen unserer Konkurrenten zu unterscheiden, unseren Kunden einen Mehrwert zu bieten oder unsere Ressourcen effektiv und effizient auf unsere Ziele auszurichten, sind wir möglicherweise nicht in der Lage, auf dem Markt effektiv zu konkurrieren.

Rückgänge in der E-Commerce-Nutzung im Allgemeinen und alle Faktoren, die den grenzüberschreitenden Handel oder den grenzüberschreitenden digitalen Handel reduzieren, diesen Handel erschweren oder die E-Commerce-Verkäufe verringern und/oder die Aktivität von E-Commerce-Marktplätzen einschränken, könnten erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage haben.

Wir generieren Umsätze durch die Abwicklung von Online-Zahlungen von Marktplätzen und E-Commerce- Plattformen an Händler und durch die Nutzung der erhaltenen Zahlungen durch die Händler. Jeder Rückgang der E-Commerce-Nutzung könnte sich negativ auf unser Geschäft auswirken. Das Ausmaß dieser Auswirkungen hängt von einer Vielzahl höchst ungewisser Faktoren ab, die zu einem Rückgang der E-Commerce-Nutzung führen könnten, einschließlich allgemeiner makroökonomischer Trends und weltwirtschaftlicher Bedingungen wie Inflation und einer möglichen Rezession, Änderungen der staatlichen Regulierung, des Zugangs der Nutzer zum Internet, der Präferenzen der Nutzer, tatsächlicher oder wahrgenommener Online-Sicherheitsbedenken oder der Auswirkungen weit verbreiteter Gesundheitsepidemien. So führte beispielsweise die COVID-19-Pandemie zu einer Verlagerung des Kaufverhaltens vom stationären Handel auf den E-Commerce, doch mit der weiteren Erholung der Wirtschaft, der jüngsten Inflation, den Unterbrechungen der Lieferkette und dem veränderten Kaufverhalten der Verbraucher haben sich die Wachstumsraten im E-Commerce abgeschwächt.

Unser Geschäft kann durch geopolitische und andere mit der globalen Geschäftstätigkeit verbundene Risiken beeinträchtigt werden.

Unser Geschäft unterliegt den Risiken, die mit einer internationalen Geschäftstätigkeit verbunden sind. Die Tätigkeit in fremden Ländern oder die Erbringung von Dienstleistungen für Kunden in fremden Ländern setzt uns zahlreichen Risiken aus, z. B. geopolitischen Ereignissen wie Kriegshandlungen (z. B. Krieg in der Ukraine), Nationalismus und Terrorismus, Naturkatastrophen, Fragen der öffentlichen Gesundheit (z. B. COVID-19- Pandemie und ihre Varianten), sozialen Unruhen oder Menschenrechtsfragen.

Diese Risiken können sich direkt oder indirekt erheblich auf die Ergebnisse der Geschäftstätigkeit auswirken.

Gesamtrisikoeinschätzung

Insgesamt sehen wir uns gut gerüstet, um den Risiken innerhalb der Payoneer-Gruppe angemessen zu begegnen. Die Geschäftsleitung sieht keine Gefahr für den Fortbestand des Unternehmens.

Wesentliche Chancen

Die Payoneer-Gruppe beabsichtigt, das weitere Wachstum durch die Konzentration auf einige Schlüsselbereiche voranzutreiben, z.B.:

Spannende Möglichkeiten, in den Bereichen B2B AP/AR sowie in Marktplatz-Ökosystemen weiter zu wachsen, sowohl mit Marktplätzen als auch mit Marktplatz-Verkäufern.

Als globale Plattform hat sich die Payoneer-Gruppe mit vielen verschiedenen Arten von Partnern dynamisch entwickelt, die einen höheren Mehrwert und ein verbessertes Kundenerlebnis für Kunden bieten und eine kosteneffiziente Akquisition von Neukunden beschleunigen.

Sinnvolle Investitionen der Payoneer-Gruppe in zusätzliche Wachstumschancen, die bestehenden Kunden einen erheblichen Mehrwert bieten und es der Payoneer-Gruppe auch ermöglichen, Neukunden auf der ganzen Welt anzusprechen.

Die globalen Trends können sich stark positiv auf den Umsatz, das Rohergebnis und die Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Gesamtaussage zu wesentlichen Chancen

Die Payoneer-Gruppe löst die wichtigsten Kundenbedürfnisse durch ein differenziertes Angebot von Produkten und ihrer Zahlungsplattform und ist gut positioniert, um von den langfristigen Trends zu profitieren. Insgesamt sehen wir innerhalb der Payoneer-Gruppe ein erhebliches Potenzial für nachhaltiges Wachstum der Gesellschaft.

 

München, 19.12.2024

Itai Peri, Geschäftsführer

Jonas Maurus, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge / 31.12.2023
Euro Euro Umgliederungen Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10,958,578.36 0.00 -58,999.14 10,899,579.22
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,619.86 0,00 0.00 2,619.86
10,961,198.22 0.00 -58,999.14 10,902,199.08
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1,027,075.27 9,669.46 -44,070.22 992,674.51
11,988,273.49 9,669.46 -103,069.36 11,894,873.59
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5,841,676.23 2,108,398.94 -24,072.14 7,926,003.03
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,617.86 0.00 0.00 2,617.86
5,844,294.09 2,108,398.94 -24,072.14 7,928,620.89
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 768,690.32 124,898.33 -31,470.12 862,118.53
6,612,984.41 2,233,297.27 -55,542.26 8,790,739.42
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2,973,576.19 5,116,902.13
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.00 2.00
2,973,578.19 5,116,904.13
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 130,555.98 258,384.95
3,104,134.17 5,375,289.08

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Payoneer Germany GmbH, München:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Payoneer Germany GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Payoneer Germany GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Be-langen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rodgau, 19. Dezember 2024

DW Drasler Wullenkord Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Wullenkord, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterbeschluss

Shareholders Resolution

Feststellung des Jahresabschlusses der Adoption of financial statement of
Payoneer Germany GmbH
München
Der unterzeichnende Gesellschafter der vorgenannten Gesellschaft fasst hiermit unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften folgenden Beschluss: The undersigned shareholder of the above-mentioned company herewith adopts the following resolution waiving all prescriptions foreseen in law and in the company's Articles of Association as to time and formalities:
1. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023, der eine Bilanzsumme in Höhe von EUR 5.514.708,92 aufweist, wird festgestellt und genehmigt 1. The financial statement for the financial year from 01. January, to 31 December 2023 which shows a balance sheet total of EUR 5,514,708.92 was approved
2. Der zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresüberschuss des Geschäftsjahres von EUR 1.706.692,99 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 2. The result of the financial year as of 31. December 2023 in the amount of EUR 1,706,692.99 will be carried forward to new account.
3. Der Geschäftsführung der Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 Entlastung erteilt. 3. The managing directors are hereby granted discharge for the financial year from 01. January to 31. December 2023

 

New York Jan 13, 2025

Bea Ordonez, duly represented by managing directors

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