MUGLER SE
Selbe AdresseBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MUGLER AGOberlungwitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MUGLER AG bietet ihren Kunden ein komplettes Leistungsspektrum in den Bereichen Mobilfunk, Behördenfunk, Richtfunk, Rundfunk und Festnetz: von der Netzkonzeption und Versorgungsplanung über Planung, Errichtung, Inbetriebnahme sowie Umbau/Reparatur von Standorten, dem Roll-Out kompletter Netze und Regionen bis zu Instandhaltung/Service und Netzbetrieb. Darüber hinaus errichtet und betreibt die MUGLER AG digitale Rundfunknetze und ist im Bereich Local Networks Systemhaus für Produkte und Lösungen der automatisierten Übertragung und Auswertung von Daten in Industrie, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Verkehr und Behörden. Zu den Hauptkunden zählen unter anderem Betreiber von Mobilfunk- und Festnetzen, Eigentümer von Telekommunikationsinfrastruktur, Systemtechnikhersteller, Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen, Rundfunkveranstalter sowie Behörden. 2. Forschung und Entwicklung Die MUGLER AG entwickelt innovative und praxisorientierte Produkte und Lösungen, die sowohl innerhalb des Unternehmens als auch bei den Kunden zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit Universitäten, Industriepartnern und Kunden beteiligt sich die MUGLER AG an Forschungsprojekten. Das Team hochqualifizierter Mitarbeiter trägt maßgeblich dazu bei, die Stellung in einem sehr dynamischen Wettbewerbsumfeld zu halten und auszubauen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden folgende Schwerpunkte gesetzt: Integration von Energie-, Informations- und Kommunikationsnetzen; Zuverlässigkeit, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit von Telekommunikationsnetzen, Telekommunikationsnetze der Neuen Mobilität sowie performante lokale Netze ("Campus-Netze"). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2019 war geprägt von einer anhaltend positiven weltwirtschaftlichen Entwicklung, wobei das globale Wachstum mit 2,9 % etwas schwächer ausfiel als im Vorjahr (3,6 %). Angesichts der Corona-Pandemie ist eine negative globale Wirtschaftsentwicklung im laufenden Jahr wahrscheinlich; wie groß die Auswirkungen tatsächlich werden, ist allerdings nicht belastbar abzuschätzen. Das deutsche BIP ist 2019 um lediglich 0,6 % gestiegen (nach 1,5 % im Jahr 2018) und damit schwächer als im zehnjährigen Durchschnitt. Die konjunkturelle Dynamik im Dienstleistungsbereich war abermals höher als im Produzierenden Gewerbe. Der Bereich Information und Kommunikation sowie das Baugewerbe lagen mit +2,9 % bzw. +4,0 % erneut über dem Durchschnitt. Belastbare Prognosen zur weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder der Entwicklung in der Branche gibt es aktuell nicht. Der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste ist nach VATM-Angaben auch 2019 mit ca. 58,4 Mrd. € leicht rückläufig; gleiches gilt für die Mobilfunkumsätze. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse stieg 2019 trotzdem auf ca. 140 Mio. Steigende Datenvolumen bei annähernd gleichbleibenden Erlösen je Anschluss setzen die Netzbetreiber und in der Folge auch deren Dienstleister unter anhaltenden Druck. Im Ergebnis der Versteigerung der sogenannten 5G-Frequenzen im 1. Halbjahr 2019 wird in Deutschland mit großer Wahrscheinlichkeit ein vierter Netzbetreiber in den Markt eintreten. Als Auswirkungen sind einerseits ein erhöhter Investitionsbedarf und andererseits ein noch höherer Kostendruck zu erwarten. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese gegensätzlichen Entwicklungen im Markt angesichts knapper Ausbau-Kapazitäten preislich auswirken werden. Ende 2019 haben alle öffentlichen Mobilfunknetzbetreiber die Ausbauverpflichtungen für LTE ("Coverage obligations") nicht erfüllt, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Die BNetzA hat Maßnahmen ergriffen, das Ausbautempo im Mobilfunkbereich zu erhöhen. In die gleiche Richtung zielt der Mobilfunkpakt zwischen Bundesregierung und den Mobilfunknetzbetreibern. Marktprägend im Festnetzbereich waren und sind die Aktivitäten zum weiteren Breitbandausbau. Zwar wird nach wie vor der weit überwiegende Teil der stationären Breitbandanschlüsse kupferbasiert bereitgestellt, die Wachstumsraten bei FTTB/H- sowie HFC-Anschlüssen sind allerdings höher als bei DSL-basierten Zugängen. Die angekündigte flächendeckende Errichtung gigabitfähiger Netze bis Ende 2025 ist angesichts knapper Planungs- und Tiefbaukapazitäten weiterhin als sehr ambitioniert einzuschätzen. Wir begleiten diese Entwicklung durch eine hohe Kundenorientierung mit Fokus auf Qualität und Verlässlichkeit. Die MUGLER AG befindet sich dabei im Wettbewerb mit Unternehmensbereichen in Konzernstrukturen, zu einigen wenigen ähnlich strukturierten mittelständischen Unternehmen und zu handwerksorientierten Unternehmen. 2. Geschäftsverlauf Die MUGLER AG kann aufgrund des breiten Leistungsportfolios sowie der Bindung vorhandener und der Akquise neuer Kunden auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Umsatz lag planmäßig leicht unter dem Vorjahresumsatz. Zu den Erfolgsfaktoren der positiven Entwicklung zählen die Entwicklung neuer Lösungen und Serviceleistungen sowie ein gutes Kostenniveau bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit. Ausdruck der guten Marktpositionierung und der Zufriedenheit der Kunden ist ein fortwährend hoher Auftragsbestand, welcher auch für das Jahr 2020 besteht. Die Anpassung der Personalstärke blieb aufgrund der angespannten Arbeitskräftesituation zwar erneut hinter dem Bedarf zurück, der Personalaufbau gelang aber spürbar besser als in den Vorjahren. Nicht zuletzt konnte auf diesem Weg das Ziel, durch eine reduzierte Fremdvergabe den Eigenleistungsanteil und damit das Ergebnis zu verbessern, erreicht werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit T€ 3.186 über Vorjahresniveau (Vorjahr: T€ 2.392). Für das Geschäftsjahr 2019 weist die MUGLER AG einen Jahresüberschuss i. H. v. T€ 2.216 (Vorjahr: T€ 1.644) aus, der Bilanzgewinn beträgt T€ 7.560 (Vorjahr: T€ 6.344). 3. Lage a. Ertragslage Produkte und Leistungen im Bereich Telekommunikationsnetze, insbesondere die Herstellung, Wartung und Instandhaltung von Systemen und Anlagen für öffentliche und private Telekommunikationsnetze, bilden nach wie vor den unternehmerischen Schwerpunkt der MUGLER AG. Das Geschäft im Bereich Local Networks sowie die Tätigkeiten im Festnetzbereich haben eine weiterhin ergänzende Bedeutung. Es bleibt ein unternehmensstrategisches Ziel, eine hohe Wertschöpfungstiefe zu erreichen. Aus Gründen der Risikosteuerung oder bei hoher Kapazitätsauslastung werden Leistungen an Unterauftragnehmer vergeben. Die absoluten und relativen Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren wurden planmäßig zurückgeführt. Aus dem Personalaufbau in Verbindung mit allgemein steigenden Lohnkosten resultiert ein erhöhter Personalaufwand. Die Auftrags- und Beschäftigungslage kann zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts insgesamt als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Diese Aussage gilt aktuell - auch unter Berücksichtigung derzeit absehbarer Auswirkungen durch die Corona-Pandemie. b. Finanzlage Die Finanzlage der MUGLER AG ist weiterhin sehr stabil. Forderungen wurden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen beglichen, wodurch sich Skontoerträge erwirtschaften ließen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 2019 ca. 22 % der Bilanzsumme. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt durch Kreditlinien der Hausbanken. Die Kreditlinien sind deutlich höher als deren durchschnittliche Inanspruchnahme. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen etwa 6 % der Bilanzsumme aus. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsziele beglichen. Die kurzfristigen Forderungen liegen deutlich über den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquiditätslage zum Ende des Geschäftsjahres 2019 ist gut; die Inanspruchnahme der Kreditlinien konnte zurückgefahren werden. c. Vermögenslage Das Anlagevermögen der Gesellschaft sank leicht auf T€ 5.432 (Vorjahr: T€ 5.510). Der deutliche Rückgang des Umlaufvermögens auf T€ 10.625 (Vorjahr: T€ 14.771) ist weitgehend auf den Rückgang der Forderungen gegen Kunden sowie der liquiden Mittel zurückzuführen. Erkennbare Verluste wurden nach Maßgabe des strengen Niederstwertprinzips und verlustfreier Bewertung über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt. Das Eigenkapital beläuft sich am Bilanzstichtag auf T€ 8.110 (Vorjahr: T€ 6.894) ohne Berücksichtigung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Kennzahlen der internen Unternehmensrechnung und -steuerung sind neben der Eigenkapitalquote die Anlagenintensität und der Cash Flow. Die Eigenkapitalquote beträgt ohne Berücksichtigung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen zum Ende des Geschäftsjahres 2019 50,3 % nach 33,9 % im vorangegangenen Geschäftsjahr. Die Anlagenintensität stieg von 27,1 % auf 33,6 %. Der Cashflow wird bei der MUGLER AG als Summe des Jahresergebnisses, der Abschreibungen und der Zu- und Abnahmen von Rückstellungen, der passiven Rechnungsabgrenzungsposten und des Sonderpostens gebildet. Er beträgt im Geschäftsjahr 2019 T€ 3.554,7 (Vorjahr T€ 3.007,6). Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt gut. III. Prognosebericht Die MUGLER AG ist im Telekommunikationssektor tätig. Während der Corona-Pandemie ist dem Unternehmen unter Berücksichtigung der Umstände ein normales Arbeiten möglich. Angesichts der Unsicherheiten insbesondere hinsichtlich möglicher Lieferengpässe bei der technischen Ausrüstung sowie potenzieller Einschränkungen bei der Mitarbeiterverfügbarkeit ist jedoch keine valide Prognose möglich, inwieweit die MUGLER AG ihre ursprünglichen Planungen für 2020 erreichen kann. Das betrifft sowohl die Planungen für die Entwicklung von Geschäftsbereichen als auch Umsatz und Ertrag. Die derzeit bestehenden Unsicherheitsfaktoren wie Investitionsverhalten der Kunden, Politikentscheidungen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens der Wirtschaft und Verfügbarkeit von Mitarbeitern sowie Nachauftragnehmern sind vielfältig und oftmals in komplexer Interaktion. Die MUGLER AG agiert in einem äußerst dynamischen wirtschaftlichen Umfeld. Der Preisdruck im Telekommunikationsmarkt - und damit auch auf die Zulieferer im Netz- und Infrastrukturbereich - wird weiter anhalten. Das ständige Bemühen zur Verbreiterung des Produkt- und Leistungsangebotes, die breite Kundenbasis, der Ausbau der Kapazitäten, die weitere Flexibilisierung der Leistungserstellung sowie zielgerichtete F&E-Aktivitäten werden es der MUGLER AG erleichtern, auf diese Marktbedingungen zu reagieren und die finanzielle Ertragskraft zu stärken. Die konsequente Orientierung an den Faktoren Profitabilität des Geschäftsportfolios, effektives Cash-Flow-Management und effizienter Kapitaleinsatz wird beibehalten. Die MUGLER AG sieht die generelle Unternehmensausrichtung bestätigt, wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind daher nicht geplant. Das trifft auch unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie zu. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Produkten und Leistungen im Bereich Telekommunikationsnetze wird die langfristige Entwicklung des Unternehmens positiv beurteilt. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Die Geschäftsentwicklung im Telekommunikationsbereich hängt zum einen wesentlich von der allgemeinen Konjunkturentwicklung in Deutschland und Zentraleuropa, der Wettbewerbssituation sowie regulatorischen Maßnahmen ab. Zum anderen aber könnten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht nur den Handlungsspielraum der MUGLER AG selbst einschränken, sondern sich negativ auf die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und damit die Nachfrage nach unseren Produkten und Leistungen entwickeln. Eine Quantifizierung ist jedoch nicht möglich. Den daraus resultierenden Umsatz- und Ergebnisrisiken wirkt die MUGLER AG durch Kostenkontrolle, Diversifizierung der Kundenstruktur sowie marktgerechte Produkte und Leistungen entgegen. Gleichzeitig wird ständig an der Verbesserung von Geschäftsprozessen sowohl bei der Leistungserbringung als auch in der Verwaltung gearbeitet. Möglichkeiten der Digitalisierung werden umfangreich geprüft und genutzt. Ertragsorientierte Risiken Die MUGLER AG bietet ihren Kunden ein überdurchschnittlich attraktives Leistungsspektrum, was sich in einer entsprechend guten Auftragslage widerspiegelt und damit zu einer hohen Auslastung der Kapazitäten führt. Allerdings birgt der demografische Wandel Herausforderungen im Personalbereich, denen wir u. a. durch angepasste Arbeitszeitmodelle und Vergütungen, Gesundheitsprogramme sowie die Digitalisierung von Prozessen begegnen. Absehbar ist, dass sich die Corona-Pandemie auf die Ertragssituation negativ auswirken wird. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiken werden trotz der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Situation als beherrschbar eingeschätzt. Diese Einschätzung unterstellt, dass es auf Grund der Corona-Pandemie nicht noch zu weiteren, die wirtschaftliche Tätigkeit einschränkenden Maßnahmen kommt. Aufgrund der umfangreichen Aktivitäten im Jahr 2019 zum Abbau von Forderungen und zur Generierung eines hohen Cash-Flows kann die Liquiditätssituation als insgesamt gut und in der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung als deutlich überdurchschnittlich bewertet werden. 2. Chancenbericht Es besteht ein intensiver Wettbewerb unter den Dienstleistern im Bereich öffentliche und private Netze, der einerseits mittelfristig zu einer weiteren Marktbereinigung unter den darauf spezialisierten Anbietern führen kann. Andererseits bieten die großen Kapazitätsnachfragen der Netzbetreiber eine Chance zur Anpassung der Konditionenpolitik. Die im Rahmen der Corona-Pandemie noch deutlicher hervortretende Relevanz von Telekommunikationsinfrastruktur und darauf basierenden digitalisierten Prozessen könnte die Investitionen in den Folgejahren über das ursprünglich im Markt erwartete Niveau ansteigen lassen. Zu wesentlichen branchenbezogenen Einflussgrößen auf das Servicegeschäft in den Folgejahren dürften die anhaltenden Umbau- und Erweiterungsaktivitäten aller Netzbetreiber zählen. Die MUGLER AG sieht sich in dieser Hinsicht als Unternehmen gut aufgestellt. Die mittelständisch geprägte Organisation und eine damit verbundene Flexibilität bieten zusätzliche Chancen für das Unternehmen. Die MUGLER AG hat sich als Dienstleister in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, BOS, Rundfunk und lokale Netze etabliert. Durch die steigenden Anforderungen von Kunden und Gesellschaft an die Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit von Telekommunikationsnetzen wird die Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen zunehmen. Das wird zu einer Stärkung des Servicegeschäftes und zu mehr Nachfrage bei Planung und Bau von TK-Infrastruktur führen. Mit der Einführung von Campusnetzen bieten sich darüber hinaus substanziell neue Chancen für eine Geschäftsfelderweiterung mit neuen Kundengruppen. 3. Gesamtaussage Die größten Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung bestehen in den noch nicht absehbaren mittel- und langfristigen Wirkungen der Corona-Pandemie, in der dynamischen Entwicklung des Telekommunikationsmarktes und damit auch des Wettbewerbsumfelds. In Anbetracht der finanziellen Stabilität, der getroffenen organisatorischen Entscheidungen sowie fortlaufender Prozessverbesserungen sieht sich die MUGLER AG für die Bewältigung künftiger Risiken gut gerüstet und in der Lage, sich bietende Chancen wahrzunehmen. Zum Berichtszeitpunkt bestanden keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die MUGLER AG verwendet im Wesentlichen folgende Finanzinstrumente: Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt überwiegend über einen als solvent einzuschätzenden Kundenstamm. Zu den Auftraggebern zählen unter anderem die großen Mobilfunknetzbetreiber, staatliche Aufgabenträger (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben - BOS), Systemtechnikhersteller sowie große Industriekunden. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken, die zu keinem Zeitpunkt voll ausgeschöpft waren. Das Finanzmanagement zielt darauf ab, den Unternehmenserfolg gegen jegliche Art finanzieller Risiken abzusichern. Um Liquiditätsrisiken zu begegnen, werden Liquiditätspläne für das Gesamtunternehmen und Einzelaufträge nennenswerten Umfangs aufgestellt und im Rahmen vorgegebener organisatorischer Abläufe kontinuierlich überprüft. Bei Neukunden informiert sich die MUGLER AG vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung stets über deren Bonität; Adressrisiken waren zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses nicht erkennbar bzw. wurden über geeignete Instrumente abgesichert. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Niederlassungen und niederlassungsähnliche Unternehmensbeteiligungen bestehen derzeit in Niedersachsen/Hannover. Zum 01.01.2020 hat die MUGLER AG darüber hinaus das Ingenieurbüro Bau- und Brandschutzplan Hirschmüller in Döbeln übernommen und integriert das Büro als (nichtselbständige) Niederlassung Döbeln.
Oberlungwitz, den 24.03.2020 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: MUGLER AG Firmensitz laut Registergericht: Oberlungwitz Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Chemnitz Register-Nr.: 18912 Die MUGLER AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der Aktiengesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes, des Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetzes zu beachten. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt (§ 265 Abs. 2 HGB). Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemein Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten werden. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit den Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen. Rückstellungen wurden im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden. Es wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für die Bestimmung der voraussichtlichen Nutzungsdauern wurden die steuerlichen Afa-Tabellen als Grundlage der Schätzung übernommen. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens von einem Wert zwischen 150,01 EUR und 1.000,00 EUR wurde in den Vorjahren im Jahr des Zugangs ein Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Ab dem Wirtschaftsjahr 2018 wurden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten größer 250,00 EUR und kleiner gleich 800,00 EUR gem. § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Umlaufvermögen Die Vorräte und fertigen bzw. unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Berücksichtigung spezieller Risiken im Projekt IuK.2020 wurde im Jahr 2018 eine Einzelwertberichtigung vorgenommen. Die gesamten Forderungen aus diesem Projekt wurden als Zweifelhafte Forderungen erfasst. Der zu erwartende Forderungsausfall wurde sodann im Rahmen einer Einzelwertberichtigung abgeschrieben. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden die Einzelwertberichtigung und die Erfassung als Zweifelhafte Forderung entsprechend der tatsächlichen Realisierung aufgelöst. Eine das allgemeine Kreditrisiko deckende Pauschalwertberichtigung von 0,3 % wurde vorgenommen. Zusätzlich wurde eine das Skontorisiko bezüglich der offenen Forderungen deckende Pauschalwertberichtigung eingestellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Nicht werthaltige Forderungen wurden ausgebucht. Passivposten Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung entsprechend den zu erwartenden Ausgaben gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 687.251,34 EUR, Rückstellungen für Gewährleistung in Höhe von 48.090,00 EUR sowie Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von 14.250,00 EUR enthalten. Zudem enthalten die sonstigen Rückstellungen Rückbauverpflichtungen in Höhe von 279.463,13 EUR mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese wurden mit dem entsprechenden Zinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Weiterhin ist in den sonstigen Rückstellungen eine Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von 57.405,12 EUR sowie eine Rückstellung für die Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2018 bis 2019 in Höhe von 4.280,32 EUR eingestellt. Beide Rückstellungen wurden mit dem entsprechenden Zinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die weiteren sonstigen Rückstellungen lauten wie folgt:
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte, die in EUR umgerechnet werden mussten. Unterjährig wurden Verbindlichkeiten in fremder Währung erfasst. Zwischen dem Entstehen der Verbindlichkeiten und deren Fälligkeit ergaben sich infolge einer Änderung des Fremdwährungskurses Aufwand bzw. Erträge aus Kursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind in Anlage 1 zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegenüber Aktionären bestanden nicht. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 4.105,65 EUR (Vorjahr: 7.101,76 EUR). Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Boni und sonstige Forderungen erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Weiterhin wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen Beträge für Vermögensgegenstände ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Diese belaufen sich auf 86.235,55 EUR und betreffen Rückforderungen aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer für Vorjahre. Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind verschiedene Ausgaben enthalten, die erst in den Folgejahren aufwandswirksam werden. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 500.000,00 EUR. Es ist in 500.000 Stammaktien mit einem Nennbetrag in Höhe von je 1,00 EUR eingeteilt. Die Gewinnrücklagen enthalten die gesetzliche Rücklage in Höhe von 50.000,00 EUR. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 5.343.948,43 einbezogen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten, werden in der Anlage 2 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Bezüglich der Aufteilung der Restlaufzeiten und deren Sicherung wird auf die Angaben im Verbindlichkeitsspiegel hingewiesen. Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 4.991.015,14 EUR (Vorjahr: 10.846.699,54 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 776.521,75 EUR (Vorjahr: 211.587,79 EUR), größer 5 Jahre 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Von den gesamten Verbindlichkeiten sind 1.187.500,00 EUR durch Forderungsabtretung und Globalzession besichert. Sonderposten Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurde gem. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären bestanden nicht. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufstellung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Mietverträge in Höhe von 676.736,88 EUR / Jahr sowie Pachtverträge in Höhe von 42.123,48 EUR / Jahr. Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Personalbestand am Bilanzstichtag Im Unternehmen wurden zum Bilanzstichtag 292 Mitarbeiter/-innen beschäftigt. Die Anzahl der Beschäftigten gliedert sich wie folgt: Vorstand 1 Beschäftigter Angestellte 82 Beschäftigte gewerbliche Mitarbeiter 209 Beschäftigte Bezüge Aufsichtsrat Die Bezüge des Aufsichtsrates gliedern sich wie folgt: Gesamtbezug Aufsichtsrat 6.400,00 EUR Geschäftsführungsorgane Vorstand der Aktiengesellschaft war während des abgelaufenen Geschäftsjahres Herr Dipl.-Ing. Hartmut Fiedler Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Vorgänge von besonderer Bedeutung Wesentliches Ereignis nach dem Bilanzstichtag ist die Corona-Pandemie mit herausragenden Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Es sind in Folge der Corona-Pandemie Erlösminderungen und Kostenerhöhungen eingetreten und weiter zu erwarten. Die Gesamtwirkungen lassen sich derzeit nicht quantifizieren. Es erfolgt ein intensives Risikomanagement. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss beträgt 2.215.735,53 EUR. Der Vorstand schlägt vor, den für das Geschäftsjahr ausgewiesenen Bilanzgewinn von 7.559.683,96 EUR wie folgt zu verwenden: Ein Teilbetrag von 1.000.000,00 EUR wird als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Restbetrag von 6.559.683,96 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift des Vorstands
Oberlungswitz, 24. März 2020 gez. Dipl.-Ing. Hartmut Fiedler Anlagespiegel
Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens überwacht und stand ihm beratend zur Seite. Dieser informierte den Aufsichtsrat initiativ sowie zeitlich und inhaltlich angemessen über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung sowie über die Entwicklung der wichtigsten Unternehmenskennzahlen, die strategische Unternehmensplanung, die Geschäftspolitik, den Geschäftsverlauf, die Risikolage und das Risikomanagement. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus kontinuierlich ein eigenes Bild von der Lage des Unternehmens gemacht und stand dazu auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in intensivem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat befasste sich in den Sitzungen mit der aktuellen operativen Entwicklung des Unternehmens und der Geschäftsbereiche, einen Schwerpunkt stellte der Verlauf der Ertrags-, Vermögens,- Finanz- und Risikolage dar. Zu den wichtigsten Beratungsthemen zählten im abgelaufenen Geschäftsjahr außerdem:
Sowohl der Jahresabschluss zum 31.12.2019 als auch der Lagebericht einschließlich Anhang sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "SRS Audit GmbH" gemäß §§ 316 ff. HGB geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Wirtschaftsprüferin hat über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht des Geschäftsjahres 01.01.-31.12.2019 der MUGLER AG wurden vorgelegt, geprüft und besprochen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen den Jahresabschlussbericht 2019 der MUGLER AG zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss.
Oberlungwitz, den 18.05.2020 gez. Prof. Dr. Albrecht Mugler, Vorsitzender des Aufsichtsrats sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.05.2020 durch den Aufsichtsrat gebilligt. In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MUGLER AGPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MUGLER AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MUGLER AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Chemnitz, 12. Mai 2020 SRS
Audit GmbH
gez. Tilo Heiland, Wirtschaftsprüfer gez. Claudia Richter, Wirtschaftsprüferin |
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