Stammdaten

Register
Amtsgericht Aurich HRB 204268
Eingetragen
29.6.2017
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Metall- und Kunststoffwaren für Bauzwecke a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel, der Im- und Export, die Lagerung und Bearbeitung von Spaltbändern, Zuschnitten, Stäben und Blechen aus Edelstahl, Aluminium, Buntmetall und mit artverwandten Produkten, ferner die Inanspruchnahme von anderen Unternehmen zur Fertigung und Weiterverarbeitung dieser Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Klaassen
seit 12.9.2022
Prokura
Axel Schobelt
seit 12.9.2022
Prokura
Stefan Glave
seit 29.6.2017
Vorstandsmitglied
Micha Glave
seit 29.6.2017
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
35.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Norder Band AG

Norden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 / 2023

Norder Band AG

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit

Gegründet wurde die Norder Band AG unter dem Namen NB Norder Bandstahl GmbH Anfang der 1980er Jahre. Sie ist heute eines der größten unabhängigen Edelstahl Service-Center für Bandstahl in Europa. Der Firmensitz ist an der deutschen Nordseeküste mit alleinigem Standort in Norden, Niedersachsen. Auf modernsten Anlagen werden Edelstahlcoils auf individuellen Kundenwunsch in der Breite und/oder der Länge gespalten oder quergeteilt. Diese werden als Spaltband, Präzisionsband, Standardblech oder -Stab in unterschiedlichen Werkstoffsorten, verschiedenen Oberflächenausführungen und einem großen Dickenspektrum Maß genau und just-in-time geliefert. Zum 29.06.2017 wurde ein Rechtsformwechsel von der GmbH zur AG mit gleichzeitiger Namensänderung vorgenommen.

Die Aktien der Norder Band AG sind in 100 %igem Besitz der Glave Gruppe GmbH, ebenfalls mit Sitz in Norden, Ostfriesland. Die Anteile der Glave Gruppe GmbH werden ausschließlich von den Mitgliedern der Familie Glave gehalten.

Das Unternehmen wurde seit der Gründung von Herrn Volker Glave und seit Januar 2006 zusammen mit Herrn Stefan Glave, jeweils als einzeln vertretungsberechtigte Geschäftsführer, geleitet. Mit der Gründung der Aktiengesellschaft wurden Herr Stefan Glave und Herr Micha Glave zu Vorstandsmitgliedern bestellt. Herr Volker Glave ist aus der Geschäftsführung ausgeschieden und seitdem zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats bestellt worden. Es sind ca. 67 Mitarbeiter im Geschäftsjahr für die Norder Band AG tätig.

Dienstleister für die Norder Band AG für die Fertigungsarbeiten ist die Norder Band und Blech GmbH mit rund 140 Mitarbeitern und die NORICS GmbH mit ca. 60 Mitarbeitern für die Buchhaltung, EDV und Ausbildung.

Die AG tätigt keine unmittelbaren Investitionen in Forschung und Entwicklung. Diese erfolgen in der Regel in den entsprechenden Gesellschaften der Glave Gruppe. Für den Bereich Maschinenbau und Weiterentwicklung der maschinellen Anlagen wird dieses in der Firma NLT Automation GmbH mit ca. 50 Angestellten umgesetzt. Alle diese Unternehmen sind ebenso in Norden ansässig, gehören zu den Firmen der Glave Gruppe und sind ebenfalls in Familienbesitz.

1.2. Rahmenbedingungen

1.2.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft verliert im Herbst 2023 weiter an Schwung. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe und der globale Warenhandel stagnieren. Die gestiegenen Leitzinsen verschlechtern das Investitionsklima. Die restriktive Wirtschaftspolitik drückt vor allem die europäische Konjunktur, welche zusätzlich von der Unsicherheit durch den russischen Angriffskrieg belastet wird. In Deutschland belasten die hohe Inflation, die gestiegenen Zinsen, eine schwache Auslandsnachfrage und die Verunsicherung unter den privaten Haushalten und den Unternehmen die gesamte Wirtschaft.

Die Konjunktur schwächt sich in fast allen Geschäftsbereichen auch im Jahr 2023 weiter stetig ab.

Aktuelle Frühindikatoren wie Auftragseingänge und Geschäftsklima, aber auch die verhaltende Entwicklung der Weltkonjunktur, deuten vorerst nicht auf eine nachhaltige wirtschaftliche Belebung in Deutschland hin.

1.2.2. Entwicklung der Branche

Die Edelstahlherstellung ging weltweit im 3. Quartal 2022 um mehr als 13 % zurück. Seither ist wieder ein leichter aber stetiger Anstieg in der Produktion zu verzeichnen.

Im 2. Quartal 2023 wurde mit ca. 14,76 Mio. metrischen Tonnen die größte Menge produziert seit dem 2. Quartal 2021.

2. Umsatzentwicklung, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1. Umsatzentwicklung

War der Absatz am Anfang des Geschäftsjahres (GJ) noch auskömmlich, so ging der Umsatz kontinuierlich im Laufe des GJ zurück und war seit März 2023 nicht mehr kostendeckend.

Hier Balkengraphik einfügen.

Die fakturierte Menge lag deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der prognostizierte Rückgang von ca. 12 % gegenüber dem Vorjahr wurde mit ca. -26 % deutlich verfehlt.

Wir planen für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einer leichten Erhöhung der Menge im Jahresverlauf unter der Voraussetzung, dass sich die Gesamtwirtschaft wieder erholt.

Fakturamenge

Güte 08/2019 08/2020 08/2021
Chromstahl (VA) 13.876,240 11.894,191 15.983,988
in % von Gesamt 18,52% 17,89% 18,99%
Vergleich Vorjahr -14,28% 34,38%
Federband 549,234 413,359 453,290
in % von Gesamt 0,73% 0,62% 0,54%
Vergleich Vorjahr -24,74% 9,66%
V2A 46.417,982 41.590,410 52.398,629
in % von Gesamt 61,94% 62,55% 62,26%
Vergleich Vorjahr -10,40% 25,99%
V4A 14.014,334 12.447,310 15.204,337
in % von Gesamt 18,70% 18,72% 18,06%
Vergleich Vorjahr -11,18% 22,15%
ReinAlu 27,476 15,233 18,229
in % von Gesamt 0,04% 0,02% 0,02%
Vergleich Vorjahr -44,56% 19,67%
Duplex - 79,206 23,084
in % von Gesamt 0,12% 0,03%
Vergleich Vorjahr -70,86%
sonst Werkstoffe 54,915 50,630 83,493
in % von Gesamt 0,07% 0,08% 0,10%
Vergleich Vorjahr -7,80% 64,91%
GESAMT 74.940,181 66.490,339 84.165,050
Vergleich Vorjahr -11,28% 26,58%
Güte 08/2022 08/2023 August 2024
Prognose
Chromstahl (VA) 15.366,519 12.269,041 12.600,000
in % von Gesamt 18,48% 20,01% 19,98%
Vergleich Vorjahr -3,86% -20,16% 2,70%
Federband 607,631 482,594 500,000
in % von Gesamt 0,73% 0,79% 0,79%
Vergleich Vorjahr 34,05% -20,58% 3,61%
V2A 51.144,261 37.394,353 38.500,000
in % von Gesamt 61,49% 60,99% 61,04%
Vergleich Vorjahr -2,39% -26,88% 2,96%
V4A 15.445,794 10.804,988 11.100,000
in % von Gesamt 18,57% 17,62% 17,60%
Vergleich Vorjahr 1,59% -30,05% 2,73%
ReinAlu 13,682 13,758 10,000
in % von Gesamt 0,02% 0,02% 0,02%
Vergleich Vorjahr -24,94% 0,56% -27,32%
Duplex 515,383 275,234 280,000
in % von Gesamt 0,62% 0,45% 0,44%
Vergleich Vorjahr 2132,64% -46,60% 1,73%
sonst Werkstoffe 79,163 76,347 80,000
in % von Gesamt 0,10% 0,12% 0,13%
Vergleich Vorjahr -5,19% -3,56% 4,78%
GESAMT 83.172,433 61.316,315 63.070,000
Vergleich Vorjahr -1,18% -26,28% 2,86%

2.2. Ertragslage

Die Ertragslage ist stark von den Schwankungen des Legierungszuschlags (LZ) abhängig. Dieser wiederum wird zu großen Teilen aus den an der Rohstoffbörse LME gehandelten Werten errechnet. Der Legierungszuschlag wird als Aufschlag zum Materialpreis fakturiert. Als lagerhaltender Betrieb beeinflusst ein steigender Legierungszuschlag die Marge positiv und ein sinkender Legierungszuschlag die Marge negativ.

Konnten in der ersten Hälfte des GJ noch durch höhere Zuschläge eine verbesserte Marge erzielt werden, war die zweite Hälfte geprägt von starken Abschlägen. Die aufgebauten Rückstellungen wurden somit zum Geschäftsjahresende aufgelöst und es mussten ab Juni 2023 negative Monatsergebnisse ausgewiesen werden.

2021/2022 2022/2023
In % In %
Gesamtleistung 100,0 100,0
./. Wareneinsatz 88,5 93,5
= Rohertrag 11,6 6,5
+ sonstige betriebliche Erträge 0,1 0,1
./. Personalaufwand 1,5 1,8
./. Abschreibungen 0,7 0,9
./. sonstige betriebliche Aufwendungen (inkl. Sonstige Steuern) 4,1 5,5
= Betriebsergebnis vor Ertragsteuern 5,4 -1,6
./. Finanzergebnis 0,1 0,4
./. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1,5 -0,5
= Jahresüberschuss 3,7 -1,5

Die Nickelbestände an der Leichtmetallbörse in London (LME) sind so knapp wie nie zuvor. Während des gesamten Geschäftsjahres wurden die Bestände stetig geringer. Seit September 2023 stiegen diese allerdings wieder an.

Legierungszuschlag gemäß Veröffentlichung

GJ.: 2022/2023

Vorjahr Sep 22 Okt 22 Nov 22 Dez 22
VA 1.156 1.121 1.154 1.114 1.018
-35 33 -40 -96
V2A 2.731 2.584 2.645 2.676 2.687
-147 61 31 11
V4A 4.098 3.843 4.001 4.183 4.230
-255 158 182 47
Jan 23 Feb 23 Mrz 23 Apr 23 Mai 23
VA 984 994 1.000 1.044 1.055
-34 10 6 44 11
V2A 2.918 2.989 2.903 2.645 2.526
231 71 -86 -258 -119
V4A 4.673 5.083 5.472 5.040 4.207
443 410 389 -432 -833
Jun 23 Jul 23 Aug 23
VA 1.044 1.056 974
-11 12 -82
V2A 2.506 2.382 2.209
-20 -124 -173
V4A 4.052 3.881 3.660
-155 -171 -221

Werkstoff 4016 für VA, 4301 für V2A, 4401 für V4A, Alte Angaben in Euro/to.

In der Summe haben sich bei allen Werkstoffen die Zuschläge für Legierung verringert. Als Lagerhalter haben diese Preisbestandteile einen erheblichen Einfluss auf die Bruttomarge. Diese Veränderungen in diesem Jahr hatten einen erheblichen Anteil am Verlust.

Legierungszuschlagsverlauf im Jahresvergleich

Geschäftsjahr 2019/2020 2020/2021
4016 VA -18 -3,0% 313 53,6%
4301 V2A -15 -1,1% 657 48,1%
4401 V4A -216 -10,2% 1.284 67,3%
Geschäftsjahr 2021/2022 2022/2023
4016 VA 259 28,9% -182 -15,7%
4301 V2A 707 34,9% -522 -19,1%
4401 V4A 907 28,4% -438 -10,7%

Veränderung in Euro/to. und % vom Geschäftsjahresbeginn

Davon waren natürlich am stärksten betroffen die nickelhaltigen Werkstoffe aus den Bereichen V2a und V4a.

3. Finanzlage

Bedingt durch den stetig wachsenden Lagerwert, war eine Kreditlinienerhöhung unumgänglich. Dies wurde durch die Hausbanken entsprechend realisiert.

3.1. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist als sehr gut zu bezeichnen. Der absolute Wert des Eigenkapitals hat sich gegenüber dem Vorjahr zwar um den Jahresfehlbetrag reduziert, der prozentuale Anteil konnte aber um 5,2 % auf 66,7 % der Bilanzsumme verbessert werden. Wesentliche Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage ergeben sich aus folgender Übersicht:

31.08.2022 31.08.2023
TEUR % TEUR %
Langfristig gebundene Vermögenswerte 18.728 15,4 17.346 17,1
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte 102.478 84,4 84.050 82,7
Bilanzsumme 121.425 100,0 102.183 100,0
Langfristiges Fremdkapital 5.976 4,9 9.672 9,5
Kurzfristiges Fremdkapital 43.656 36,0 24.464 24,1
Eigenkapital 71.780 59,1 68.033 66,7

3.1.1. Anlagevermögen

In den bilanziellen Werten stecken erhebliche stille Reserven, da die aus Leasingverträgen übernommenen oder bereits abgeschriebenen Maschinen mit ihren geringen Buchwerten in der Anlagenbuchhaltung tatsächlich deutlich höhere Zeitwerte besitzen.

3.1.2. Vorräte

Trotz stagnierender Kundenaufträge sind die bestellten Mengen bei den Lieferanten vollumfänglich abgenommen worden. Das führte zu einem weiteren Aufbau der Lagermenge zum Ende des Kalenderjahres 2022 auf über 17.600 to. Vormaterial. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 konnte das um ca. 6.000 to. wieder deutlich reduziert werden.

3.1.3. Forderungen und Verbindlichkeiten

Der Gesamtbestand der offenen Posten gegenüber Kunden konnte im laufenden Geschäftsjahr deutlich reduziert werden und betrug am Ende des Geschäftsjahres ca. 18.886 TEUR (Vorjahr: 32.734 TEUR).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hatten zum Stichtag einen Stand von ca. 6.603 TEUR (Vorjahr: 15.149 TEUR).

3.1.4. Risiko- und Chancenbericht

Das implementierte Risikomanagement der Norder Band AG hat zum Ziel, Chancen und Risiken zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen sowie geschäftliche Einbußen zu begrenzen. Das Risikomanagement überwacht permanent alte Risiken im Unternehmen. Die entsprechenden Faktoren werden regelmäßig mit den Abteilungen besprochen und der aktuellen Lage angepasst. Der bewusste Umgang mit Risiken wird durch die Geschäftsleitung gefordert und fließt als außerordentlich wichtiger Punkt mit in die Unternehmensführung ein. Eine Konzentration auf Kunden oder Bereiche ist nicht erkennbar. Ein Risiko, welches den Bestand des Unternehmens gefährdet, ist ebenfalls nicht zu erkennen.

Im kommenden Geschäftsjahr wird ein neues Risikomanagement implementiert. Dieses wird komplett überarbeitet und soll an neue Begebenheiten angepasst werden.

Die wesentlichen Risiken und Chancen ergeben sich aus der Entwicklung der Gesamtkonjunktur, aus dem Dollar/Euro Wechselkurs und aus der Nickelbewertung an der Londoner Edelmetallbörse.

Die weiteren Risiken bestehen hauptsächlich in dem aktuell immer noch anhaltenden Krieg in der Ukraine. Hinzu gekommen sind die Kämpfe der Israelischen Armee gegen die Hamas. Von den daraus resultierenden Boykotten sind sowohl unsere Kunden als auch unsere Lieferanten betroffen. Auch ist der Seeweg durch den Suezkanal teilweise durch sympathisierende Gruppen nicht mehr befahrbar. Schiffe aus Asien müssen, um europäische Häfen zu erreichen, Afrika umfahren. Das ist ein zusätzlicher Zeit- und Kostenaufwand.

Andauernde Streiks, schwelende Inflation und die schwierige politische Situation lässt Ängste entstehen und damit das Kaufverhalten bei der Kundschaft nur schlecht einschätzen.

3.2. Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres waren in der Norder Band AG 68 Mitarbeiter (Vorjahr: 64) beschäftigt.

In diesem Jahr konnte keine Mitarbeiterbeteiligung am Gewinn der Unternehmen der Glave Gruppe ausgezahlt werden.

Die ebenfalls im Familienbesitz befindliche Firma NORICS GmbH bietet verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Berufsfeldern an. Hieraus wird ein Großteil der Mitarbeiter für die Norder Band AG rekrutiert.

Mit umfangreichen Fortbildungsmaßnahmen wird die Weiterbildung vorangetrieben. Jedem Mitarbeiter stehen 40 Jahresstunden für Fortbildungen zur Verfügung. Nachdem in der Corona Krise viele Möglichkeiten der Weiterbildung verwehrt blieben, konnte jetzt wieder im Geschäftsjahr vermehrt an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen werden.

3.3. Forderungen

Die Arbeit mit einem konsequenten Forderungsmanagement und dem vorausschauenden Handeln bei der Auswahl der Geschäftspartner lässt das Risiko eines Forderungsausfalls gering erscheinen. Die überfälligen Forderungen mit Fälligkeiten 10 Tage und älter sind zum Stichtag auf 835 TEUR gesunken (Vorjahr 2.016 TEUR). Der Anteil an den Gesamtforderungen beträgt 4,98 %. Im Vorjahr betrug der Anteil 7,2 %. Das am Anfang des Geschäftsjahres überarbeitete und verbesserte Mahnwesen trägt dazu bei, um ein Ausfallrisiko möglichst frühzeitig erkennen zu können und somit so gering wie möglich zu halten.

Die Außenstände werden einer permanenten Kontrolle, auch während der einzelnen Geschäftsprozesse, unterzogen. Diese begleiten den Auftrag von der Erfassung bis hin zur Auslieferung. Eine Warenkreditversicherung für Kunden ist obligatorisch. Sollte die Versicherungssumme die Auftragssumme nicht mehr abdecken, können wir in vielen Fällen mit einer TopUp-Versicherung über eine andere Versicherungsgesellschaft die Werte noch erhöhen. Somit ist das Risiko bei einem Forderungsausfall begrenzt.

3.4. Preis

Trotz der zyklischen Schwankungen des Edelstahlmarktes und der Preisentwicklung insbesondere der Nickelpreisentwicklung - und des Preisdrucks durch verstärkte Asienimporte - besteht keine Gefahr der deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Die Schwankungen im Legierungszuschlag sind bei einem positiven Verlauf eine Chance für außergewöhnlich gute Ergebnisse. Bei einem positiven LZ-Verlauf fließen diese Einnahmen direkt in das Ergebnis hinein. Ein negativer Verlauf belastet die Marge und trägt zu einem schwächeren Ergebnis bei.

3.5. Einkauf

Eine Risikokonzentration auf einige wenige Hauptlieferanten ist systemimmanent und nicht zu umgehen. Durch die dadurch entstehende größere Mengenabnahme bei den jeweiligen Lieferanten ergeben sich eine Reihe von Vorteilen. Im Bereich der Lieferantenboni können die entsprechenden Stufen leichter oder sogar höhere Stufen erreicht werden. Skaleneffekte sind bei den Zulieferern dagegen kaum noch zu erzielen. Es werden nur kleinere Spotgeschäfte im asiatischen Markt getätigt. Der Hauptanteil der gelieferten Mengen kommt aus dem europäischen Raum.

3.6. Produkt

Die Konzentration auf das Produkt Spaltband in Spulenwicklung ist gewollt und in dieser Dimension zugleich Alleinstellungsmerkmal. Der Anteil an der Gesamtmenge beträgt ca. 21,06 %. Für bestimmte Breiten ist es möglich, das Edelstahlband oszillierend aufzuwickeln. Vorteil beim Kunden ist der wesentlich geringere Handling-Aufwand. Dieses Produkt wird sich weiter auf dem Markt durchsetzen. Unsere Kapazität in diesem Bereich wird entsprechend weiter ausgebaut.

3.7. Finanzierung

Die Kreditlinien wurden innerhalb des Geschäftsjahres dem Umsatzvolumen entsprechend angepasst. Im Bereich Finanzierungen arbeiten wir seit Jahren eng mit unseren drei Hausbanken und zwei Leasinggesellschaften zusammen. Eine vierte Bank wird derzeit zur weiteren Unterstützung gesucht. Die neu aufgelegte Anleihe wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt und läuft zum 31.10.2024 aus.

4. Beschaffung

Im Verlauf des Geschäftsjahres war es möglich die angefragten Mengen zu beziehen. Die Jahresmengen wurden über unsere beiden Hauptlieferanten abgerufen. Kleinere Spotmengen konnten aus dem asiatischen Markt bezogen werden.

5. Umwelt, Energie und Qualität

Die von der Muttergesellschaft Glave Gruppe GmbH in Auftrag gegebene PV Anlage mit einer Gesamtkapazität von 3,2 Megawatt ist kurz vor der Fertigstellung. Anfang 2024 soll diese in Betrieb gehen. Die Anlage wird der Norder Band AG zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Wir gehen dadurch von einer Reduzierung der Strombezugskosten von ca. 50 % aus. Eine Reduzierung des CO 2 Ausstoßes ist ein weiterer positiver Effekt. Im Nachhaltigkeitsbericht werden die entsprechenden Effekte aufgezeigt.

Weiterhin wurde die gesamte Heizungsanlage im Laufe des Geschäftsjahres überprüft und modernisiert. Die Luft-Wasser-Wärmepumpen werden voraussichtlich Anfang Februar 2024 in Betrieb genommen.

Auch hier werden entsprechende Kosten- und Umwelt-Effekte erwartet.

Neben der DIN 9001 für das Qualitätsmanagement sind wir zudem zertifiziert nach ISO 14001 Umweltmanagement, ISO 50001 Energiemanagement und ISO 45001 Arbeits- und Gesundheitsmanagement.

6. Produktion

Der Maschinenpark wird einer dauerhaften Wartung und Verbesserung unterzogen. Es wird ein Team von 4 Mitarbeitern eingesetzt um eine stete Weiterentwicklung des Maschinenparks, der Umsetzung der Verbesserungsvorschläge für die Arbeitsabläufe und die Weiterbildung und Schulung der Mitarbeiter zu gewährleisten.

7. Investitionen

Durch den Umzug der ebenfalls zur Gruppe gehörenden NLT Automation GmbH in ein neues Betriebsgebäude wird die bislang vom Maschinenbau genutzte Halle zukünftig für die Materiallagerung frei.

Mit einer Investition von ca. 3,6 Mio. Euro wird eine neue Längsteilanlage gebaut. Die Fertigstellung ist für Ende des nächsten Geschäftsjahres geplant.

8. Prognose

Die im letzten Geschäftsjahresbericht aufgestellte Prognose der Mengenkorrektur konnte nicht gehalten werden. Es musste eine Reduzierung von ca. 26 % verbucht werden. Bedingt durch die Mengenreduzierung verbunden mit dem andauernden Verfall des Legierungszuschlags konnte die Ergebnisprognose ebenfalls nicht eingehalten werden.

Nach wie vor ist der Krieg in der Ukraine in diversen Bereichen deutlich zu spüren. Die weiterhin anhaltende Zurückhaltung bei den Kunden ist neben der Lieferkettenproblematik auch im folgenden Geschäftsjahr zu spüren.

Wir gehen von einer leichten Mengensteigerung von ca. 3 % und von einer schwarzen Null als Ergebnis aus. Für das darauffolgende Geschäftsjahr wird ein Gewinn von ca. 3 Mio. Euro erwartet.

9. Sonstige Angaben

Schlusserklärung des Vorstands zum Bericht der Gesellschaft über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Da die Glave Gruppe GmbH als alleiniger Anteilseigner mit ihrer Beteiligung eine sichere Hauptversammlung repräsentiert, ist ein Abhängigkeitsverhältnis der Norder Band AG gegenüber der Glave Gruppe GmbH nach § 17 Abs. 1 AktG begründet.

Der Vorstand der Norder Band AG hat daher für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022/2023 den nach § 312 AktG vorgeschriebenen Bericht über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen an den Aufsichtsrat erstattet. In diesem Bericht wurden die Beziehungen zur Glave Gruppe GmbH sowie deren verbundenen Unternehmen der Glave-Gruppe erfasst.

Der Vorstand hat folgende Schlusserklärung gem. § 312 Abs. 3 AktG abgegeben:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.

 

Norden, den 15. Januar 2024

Norder Band AG
Norden

gez. Stefan Glave

gez. Micha Glave

Bilanz

Aktiva

31.8.2023 31.8.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 17.346.388,06 18.727.826,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.308,00 35.641,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 22.308,00 35.641,00
II. Sachanlagen 17.278.823,56 18.646.928,86
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.366.854,00 1.469.398,00
2. technische Anlagen und Maschinen 13.333.182,00 14.626.737,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.942.449,00 1.862.371,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 636.338,56 688.422,86
III. Finanzanlagen 45.256,50 45.256,50
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 45.256,50 45.256,50
B. Umlaufvermögen 84.050.798,51 102.478.717,75
I. Vorräte 55.152.667,15 67.572.155,22
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 40.694.896,27 48.638.757,61
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 229.649,65 1.524.626,19
3. fertige Erzeugnisse und Waren 14.213.766,23 17.408.771,42
4. geleistete Anzahlungen 14.355,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 28.864.972,79 34.895.439,49
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.886.367,80 32.734.367,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.850.214,26 504.169,59
3. sonstige Vermögensgegenstände 7.128.390,73 1.656.902,70
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 33.158,57 11.123,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 163.378,88 184.590,18
D. Aktive latente Steuern 623.348,02 34.736,57
Bilanzsumme, Summe Aktiva 102.183.913,47 121.425.870,86

Passiva

31.8.2023 31.8.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 68.032.696,34 71.780.411,59
I. Gezeichnetes Kapital 35.000.000,00 35.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.527.860,39 2.527.860,39
1. gesetzliche Rücklage 2.527.860,39 2.527.860,39
III. Bilanzgewinn 30.504.835,95 34.252.551,20
B. Rückstellungen 299.254,77 2.038.513,31
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 120.393,23 118.053,31
2. Steuerrückstellungen 711,54 0,00
3. sonstige Rückstellungen 178.150,00 1.920.460,00
C. Verbindlichkeiten 33.839.851,61 47.593.772,26
1. Anleihen 760.000,00 759.867,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 759.867,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 760.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.010.322,15 15.741.363,69
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 15.010.322,15 15.741.363,69
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 304.367,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 304.367,29
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.602.879,30 15.149.363,41
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.602.879,30 15.149.363,41
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 760.222,35 2.987.273,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 760.222,35 2.987.273,57
6. sonstige Verbindlichkeiten 10.706.427,81 12.651.536,84
davon aus Steuern 106.852,56 60.432,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.911.639,30 6.793.700,23
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.794.788,51 5.857.836,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 12.110,75 13.173,70
Bilanzsumme, Summe Passiva 102.183.913,47 121.425.870,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.9.2022 - 31.8.2023 1.9.2021 - 31.8.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 259.421.971,87 361.704.135,51
2. Erhöhung oder Verminderung(-) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.489.981,73 8.743.592,70
3. sonstige betriebliche Erträge 200.199,53 397.647,19
davon Erträge aus Währungsumrechnung 77.398,97 37.119,67
4. Materialaufwand 238.360.558,73 327.681.220,27
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 232.627.972,38 321.839.500,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.732.586,35 5.841.719,57
5. Personalaufwand 4.451.010,80 5.480.403,84
a) Löhne und Gehälter 3.775.128,24 4.802.285,14
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 675.882,56 678.118,70
davon für Altersversorgung 95.053,68 117.748,64
6. Abschreibungen 2.303.387,42 2.501.840,10
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.303.387,42 2.501.840,10
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.053.196,31 15.353.110,85
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 43.746,73 48.726,27
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 759,33 872,23
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 117.011,04 2.057,40
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.195.320,62 407.501,30
davon aus Abzinsung 4.408,00 4.020,00
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.372.048,82 5.699.695,34
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 588.611,45 5.863,77
12. Ergebnis nach Steuern -3.741.465,02 13.724.533,33
13. sonstige Steuern 6.250,23 6.710,68
14. Jahresfehlbetrag 3.747.715,25 -13.717.822,65

Ergebnisverwendung

1.9.2022 - 31.8.2023 1.9.2021 - 31.8.2022
EUR EUR
14. Jahresfehlbetrag 3.747.715,25 -13.717.822,65
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 34.252.551,20 21.220.619,68
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 685.891,13
a) in die gesetzlichen Rücklage 0,00 685.891,13
17. Bilanzgewinn 30.504.835,95 34.252.551,20

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma: Norder Band AG

Sitz: Norden

Registergericht: Amtsgericht Aurich, HRB 204268

Die Norder Band AG weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2, 3 und 4 HGB auf.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu den Anschaffungskosten erfasst und werden linear gemäß ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens wurden im vorliegenden Geschäftsjahr bei Anschaffung in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt, wenn die Anschaffungskosten für den einzelnen Vermögensgegenstand 800,00 Euro nicht überschreiten.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte mit den Herstellungskosten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für das Ausfallrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen worden.

Das übrige Umlaufvermögen ist mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden gem. § 250 HGB gebildet.

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und der Pensionsrückstellung angesetzt.

Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf den bestehenden gewerbesteuerlichen Verlustvortrag (Steuersatz 13,3 %) gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist.

Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen.

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 29,125 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde der unternehmensindividuelle Gewerbesteuersatz von 13,3 % berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Pensionsverpflichtung wurde mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und mit den Vermögenswerten, die der Deckung der Verpflichtung dienen, saldiert.

Der Ansatz der Rückstellung für Pensionen wurde nach den vorliegenden versicherungsmathematischen Gutachten vorgenommen. Dabei wurde unter Berücksichtigung des § 253 Abs. 2 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre für die Berechnung der Altersvorsorgeverpflichtung angewandt.

Die saldierten Vermögenswerte wurden mit dem beizulegenden Zeitwert (Kurswert) angesetzt.

Rückstellungen wurden nur in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Zugangstag bzw. Bilanzstichtag.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.09.2022 Zugänge davon FK-Zinsen
Euro Euro Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 531.033,12 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 531.033,12 0,00 0,00
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 3.557.823,95 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 35.659.776,65 365.761,26 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.163.338,37 480.943,07 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 688.422,86 108.659,29 0,00
Summe Sachanlagen 48.069.361,83 955.363,62 0,00
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 45.256,50 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 45.256,50 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 48.645.651,45 955.363,62 0,00
Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.08.2023
Euro Euro Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 0,00 0,00 531.033,12
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 531.033,12
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 45.876,88 0,00 3.511.947,07
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 36.025.537,91
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 247.932,45 159.109,09 8.555.458,08
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.634,50 -159.109,09 636.338,56
Summe Sachanlagen 295.443,83 0,00 48.729.281,62
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 45.256,50
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 45.256,50
Summe Anlagevermögen 295.443,83 0,00 49.305.571,24
kumulierte Abschreibungen 01.09.2022 Abschreibungen Geschäftsjahr Zugänge
Euro Euro Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 495.392,12 13.333,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 495.392,12 13.333,00 0,00
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 2.088.425,95 95.159,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 21.033.039,65 1.659.316,26 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.300.967,37 535.579,16 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 29.422.432,97 2.290.054,42 0,00
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 29.917.825,09 2.303.387,42 0,00
Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.08.2023
Euro Euro Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 0,00 0,00 508.725,12
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 508.725,12
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 38.491,88 0,00 2.145.093,07
technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 22.692.355,91
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.537,45 0,00 6.613.009,08
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 262.029,33 0,00 31.450.458,06
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 262.029,33 0,00 31.959.183,18
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.08.2023 Buchwert 31.08.2022
Euro Euro Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 0,00 22.308,00 35.641,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 22.308,00 35.641,00
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.366.854,00 1.469.398,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 13.333.182,00 14.626.737,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.942.449,00 1.862.371,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 636.338,56 688.422,86
Summe Sachanlagen 0,00 17.278.823,56 18.646.928,86
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 45.256,50 45.256,50
Summe Finanzanlagen 0,00 45.256,50 45.256,50
Summe Anlagevermögen 0,00 17.346.388,06 18.727.826,36

Aktive latente Steuern

Der Posten der aktiven latenten Steuern setzt sich zusammen aus:

a) aktiven latenten Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen beim Ansatz der Pensionsverpflichtungen,

b) passiven latenten Steuern aufgrund der Bewertungsdifferenzen beim Ansatz der Wertpapierdepots mit dem handelsrechtlichen Ansatz zum Zeitwert am Bilanzstichtag gegenüber dem steuerrechtlichen Ansatz mit den Anschaffungskosten.

c) aktiven latenten Steuern aufgrund von gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gem. § 249 HGB:

- aktive latente Steuern zum 31.08.2023 38.801,20 Euro
(Vorjahr: 38.271,42 Euro)
Zuführung 2023: 529,78 Euro

Bewertungsdifferenz der Wertpapierdepots:

- passive latente Steuern zum 31.08.2023 3.987,18 Euro
(Vorjahr: 3.534,85 Euro)
Reduzierung 2023: 452,33 Euro
auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge:
- aktive latente Steuern zum 31.08.2023 588.534,00 Euro
(Vorjahr: 0,00 Euro)
Zuführung 2023: 588.534,00 Euro
Gesamtüberhang aktiver latenter Steuern zum 31.08.2023 623.348,02 Euro
(Vorjahr: 34.736,57 Euro)

Passiva

Eigenkapital

Aktien

Am Bilanzstichtag 31. August 2023 sind im Aktienbuch der Gesellschaft 35.000 vinkulierte Namensaktien zum Nennbetrag von je 1.000,00 Euro verzeichnet (Vorjahr: 35.000).

Das Grundkapital beträgt 35.000.000,00 Euro (Vorjahr: 35.000.000,00 Euro).

Stammkapital (vinkulierte Namensaktien) = 35.000.000,00 Euro

Gewinnrücklagen

Die gesetzlichen Gewinnrücklagen betragen 2.527.860,39 Euro (Vorjahr: 2.527.860,39 Euro).

In dem Bilanzposten "Bilanzgewinn" ist ein Gewinnvortrag aus Vorjahren von 34.252.551,20 Euro (Vorjahr: 21.220.619,68 Euro) enthalten.

Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB 651.255,72 Euro
Zusammensetzung:
Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert: 9.702,70 Euro
Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern: 623.348,02 Euro
Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB aus der Bewertung der Pensionsverpflichtung: 18.205,00 Euro

Rückstellungen

Für die Ermittlung der Rückstellung für Pensionen wurde die PUC-Methode gemäß IAS 19 unter Zugrundelegung der folgenden Annahmen angewandt:

- Rentendynamik von 2 %

- Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck

- Der angewandte Rechnungszins beträgt 1,81 %

gem. RückAbzinsV - August 2023

Die Rückstellung für Pensionen von 250.742,00 Euro
(Vorjahr: 240.770,00 Euro)
wurde gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den beizulegenden Zeitwerten des Wertpapierdepots (Kurswert zum Bilanzstichtag) von 105.956,38 Euro
(Anschaffungskosten: 98.324,30 Euro)
und den Beteiligungsbuchwerten von 24.392,39 Euro
(Anschaffungskosten: 24.392,39 Euro)
saldiert, sodass sich ein Passivposten von 120.393,23 Euro
(Vorjahr: 118.053,31 Euro)

ergibt.

Die Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen ist nach § 253 Abs. 2 HGB n.F. mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zur alten Bewertung mit dem Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre beträgt 18.205,00 Euro.

Rückstellung für Pensionsverpflichtung gem. § 253 Abs. 2 HGB n.F 250.742,00 Euro
Rückstellung für Pensionsverpflichtung gem. § 253 Abs. 2 HGB a.F. 268.947,00 Euro
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB: 18.205,00 Euro
Im Posten "10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen" der Gewinn- und Verlustrechnung ist ein saldierter Aufwand von 2.883,92 Euro
enthalten, der sich wie folgt ergibt:
Ertrag aus der Anpassung von Depotwerten -1.524,08 Euro
Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 4.408,00 Euro

In den "sonstigen Rückstellungen" sind wesentliche Rückstellungen für Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen und Gewährleistungen enthalten.

Verbindlichkeiten

Angaben zu den Verbindlichkeiten:

Stand 31.08.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Euro Euro Euro Euro
- Anleihen 760.000,00 0,00 760.000,00 0,00
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.010.322,15 15.010.322,15 0,00 0,00
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.602.879,30 6.602.879,30 0,00 0,00
- Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 760.222,35 760.222,35 0,00 0,00
- sonstige Verbindlichkeiten 10.706.427,81 1.911.639,30 8.794.788,51 0,00
33.839.851,61 24.285.063,10 9.554.788,51 0,00

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zugunsten der Lieferanten die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Haftungsverhältnisse:

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften: 7.619.444,74 Euro
(Vorjahr: 960.000,00 Euro)
- davon Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.619.444,74 Euro
(Vorjahr: 960.000,00 Euro)
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen: 217.084,05 Euro
(Vorjahr: 0,00 Euro)
- davon Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 Euro
(Vorjahr: 0,00 Euro)

Das Risiko der Inanspruchnahme der gemäß § 251 HGB bestehenden Bürgschaften der Gesellschaft für Dritte und aus Gewährleistungsverträgen ist als gering einzustufen. Die Sicherungsnehmer sind in der Vergangenheit stets ihren vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen nachgekommen und es bestehen keine Anhaltspunkte für zukünftig abweichendes Zahlungsverhalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Jährliche Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen: 2.149.752,56 Euro

Die Summe der nach dem Bilanzstichtag zu erfüllenden planmäßigen Verpflichtungen aus Leasingverträgen beträgt 63.715,07 Euro (Vorjahr: 40.574,24 Euro).

Die Beträge enthalten keine Umsatzsteuer, da die Gesellschaft vorsteuerabzugsberechtigt ist.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die nachfolgend genannten Absatzgebiete wie folgt:

Inland 156.127 TEUR (Vorjahr: 228.264 TEUR) 60,2 % (63,1 %)

Europäische Gemeinschaft 81.157 TEUR (Vorjahr: 106.505 TEUR) 31,3 % (29,5 %)

Drittländer 22.137 TEUR (Vorjahr: 26.935 TEUR) 8,5 % ( 7,4 %)

V. Sonstige Angaben

Bei der Finanzierung der Gesellschaft bediente man sich derivativer Finanzinstrumente in der Weise, das man mit den Hausbanken Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Cap) abgeschlossen hat.

Diese Absicherungsgeschäfte dienen jeweils der Sicherung eines bestimmten Kreditzinses.

Für die am Bilanzstichtag bestehenden Vereinbarungen ergeben sich folgende Angaben:

Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB:

Kategorie: Zinsbezogenes Geschäft
Art: CAP
Umfang des Nominalwertes: 4.000.000,00 Euro
beizulegender Zeitwert: 327.528,13 Euro
Bewertungsmethoden: Barwertmodel, Libor Market Model

Da es sich um ein schwebendes Geschäft handelt existiert kein Buchwert und keine Bilanzpostenzuordnung. Ferner ergeben sich keine Auswirkungen in der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer - gerechnet nach § 285 Nr. 7 HGB - betrug im Geschäftsjahr 2022/2023 (Vorjahr):

Prokuristen 2 ( 1)

kaufmännische Angestellte 66 (64)

insgesamt 68 (65)

Gesellschaftsorgane

Mitglieder des Vorstands waren im Berichtsjahr

Herr Kaufmann Stefan Glave, Norden, (Vorsitzender des Vorstands) und

Herr Kaufmann Micha Glave, Norden,

mit dem Recht zur Einzelvertretung unter Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr:

Herr Volker Glave, Berumbur (Vorsitzender), Kaufmann

Frau Gisela Glave, Berumbur, (stellvertretende Vorsitzende) Kauffrau

Frau Miriam Glave, Norden, Lehrerin

Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrats betragen 0,00 Euro.

Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Der Jahresabschluss der Norder Band AG, Norden, wird in den Konzernabschluss ihres Mutterunternehmens, der Glave Gruppe GmbH, mit Sitz in Norden einbezogen.

Der Konzernabschluss der Glave Gruppe GmbH wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch erhältlich sein.

Angabe Gesamthonorar Abschlussprüfer

Die Angabe des für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechneten Gesamthonorars ist im Anhang des vorgenannten Konzernabschlusses der Glave Gruppe GmbH enthalten.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Der andauernde Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat negative Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa. Darüber hinaus wirkt sich auch der Krieg im Nahen Osten negativ auf die globale Wirtschaft aus. Noch sind die wirtschaftlichen Konsequenzen für unser Unternehmen nicht vollständig absehbar.

Wir sind sicher, dass trotz der wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit diesen Ereignissen bestandsgefährende Risiken nicht bestehen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss zum 31. August 2023 weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -3.747.715,25 Euro aus.

Der Vorstand schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn zum 31.08.2023 in Höhe von 30.504.835,95 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Norden, den 15. Januar 2024

Norder Band AG
Norden

gez. Stefan Glave

gez. Micha Glave

Die Hauptversammlung vom 8. März 2024 folgt dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes und beschließt, den nach Einstellung in die Rücklagen verbleibenden Bilanzgewinn von 30.504.835,95 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Bericht des Aufsichtsrats

der Norder Band AG, Norden

Als Mitglieder des Aufsichtsrats der Norder Band AG erstatten wir gemäß § 171 AktG den folgenden Bericht:

Als Aufsichtsrat haben wir in Erfüllung unserer gesetzlichen Pflichten die Geschäftsführung der Gesellschaft laufend geprüft. Unsere Prüfung basierte auf der laufenden Berichterstattung durch den Vorstand der Norder Band AG über die Lage und Entwicklung des Vermögens, des Ertrags und der Finanzen sowie der Berichterstattung des Vorstandes aufgrund von Nachfragen von uns. Dies geschah nicht nur innerhalb der turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats, sondern auch während der Vorbereitungen auf diese Sitzungen und darüber hinaus in Gesprächen zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand der Gesellschaft.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. August 2023 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2023 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der zum Abschlussprüfer bestellten FLICK GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Aurich, geprüft worden.

Da sich hierbei keine Einwendungen ergeben haben, wurde vom Abschlussprüfer ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind uns gemäß § 170 AktG vom Vorstand zur Prüfung vorgelegt worden. Wir haben diese Unterlagen eingehend geprüft. Eine Aufsichtsratssitzung zur Prüfung der Unterlagen in Gegenwart des Abschlussprüfers, der über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet hat, hat stattgefunden.

Die Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts stellen wir fest, dass wir keine Einwendungen erheben und den Jahresabschluss billigen, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.

Den uns vom Vorstand vorgelegten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns 2023 haben wir ebenfalls geprüft und stimmen diesem zu.

Der vom Vorstand der Norder Band AG erstellte Bericht der Gesellschaft über die Beziehungen der Norder Band AG zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022/2023 (Abhängigkeitsbericht) ist uns gemäß § 314 Abs. 1 AktG vom Vorstand zur Prüfung vorgelegt worden. Wir haben diese Unterlagen eingehend geprüft. Eine Aufsichtsratssitzung zur Prüfung der Unterlagen in Gegenwart des Abschlussprüfers, der über seine Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet hat, hat stattgefunden.

Der Abschlussprüfer hat im Rahmen seiner Prüfung des Berichtes des Vorstands über Beziehungen der Norder Band AG zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022/2023 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

 

Aurich, den 7. März 2024

FLICK GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Diplom-Betriebswirt Björn Köneke, Wirtschaftsprüfer"

Der Abschlussprüfer hat uns den Prüfungsbericht vorgelegt. Die Prüfungsergebnisse und den Prüfungsvermerk des Abschlussprüfers haben wir kritisch gewürdigt und zustimmend zur Kenntnis genommen. Dabei konnten wir uns von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfung und des Prüfungsberichts überzeugen und gelangten zu dem Ergebnis, dass der Prüfungsbericht - wie auch die vom Abschlussprüfer durchgeführte Prüfung selbst - den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen der Norder Band AG zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022/2023 (Abhängigkeitsbericht) stellen wir fest, dass der Bericht vollständig ist und gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen zu erheben sind.

 

Norden, den 8. März 2024

Der Aufsichtsrat der Norder Band AG,

vertreten durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Herrn Volker Glave

gez. Volker Glave

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Norder Band AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Norder Band AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Norder Band AG für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aurich, den 7. März 2024

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