publity Performance GmbH

Reichsstraße 2, 04109 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 28356
Vorher
publity Marketing GmbH
Eingetragen
19.6.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Gegenstand
Die Gesellschaft ist Liquidatorin von inländischen geschlossenen Publikums-AIF gemäß §§ 261 - 272 KAGB. Der Gegenstand des Unternehmens ist im Weiteren die Beteiligung an Gesellschaften sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Immobiliengesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Kunath
seit 27.9.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

publity AG
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

publity Performance GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die publity Performance GmbH, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der publity Performance GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der publity Performance GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 17. Juni 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sebastian Koch, Wirtschaftsprüfer

gez. Kathleen Hennig, Wirtschaftsprüferin

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute täglich fällig 652.570,86 703.654,07
2. Sonstige Vermögensgegenstände 117.001,49 101.249,04
769.572,35 804.903,11

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 34.438,73 78.754,49
2. Rückstellungen
andere Rückstellungen 79.785,00 70.800,00
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
b) Bilanzgewinn 155.348,62 155.348,62
655.348,62 655.348,62
769.572,35 804.903,11
Für Anteilinhaber verwaltete Investmentvermögen:
Anzahl: 2 2
Fondsvolumen in TEUR: 12.453 38.635

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Zinserträge 0,00 0,00
2. Zinsaufwendungen 0,00 0,00
3. Provisionserträge 352.365,15 572.849,22
4. Provisionsaufwendungen 0,00 0,00
5. Sonstige betriebliche Erträge 2.565,03 6.794,19
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -108.000,00 -202.538,32
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -24.108,76 -132.108,76 -32.358,25
b) andere Verwaltungsaufwendungen -216.209,07 -284.165,92
-348.317,83 -519.062,49
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.221,69 -8.527,02
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1.609,34 52.053,90
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.246,00 -11.582,62
10. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 6 0,00 -500,00
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -14.636,66 -39.971,28
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 155.348,62 155.348,62
14. Bilanzgewinn 155.348,62 155.348,62

Anhang

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die publity Performance GmbH hat ihren Sitz in Leipzig. Sie ist im Handelsregister Leipzig unter HRB 28356 eingetragen. Die Gesellschaft ist seit dem 18. September 2014 eine Kapitalverwaltungsgesellschaft i. S. d. § 17 Abs. 2 Nr. 1 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB).

Der Jahresabschluss der publity Performance GmbH, Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) erstellt. Der Jahresabschluss beachtet gemäß § 38 Abs. 1 KAGB in Verbindung mit § 340a HGB die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften.

Mit Vertrag vom 18. Juni 2014 hat sich die Gesellschaft gegenüber der Muttergesellschaft, der publity AG, Frankfurt am Main, verpflichtet, mit Wirkung zum 1. Januar 2014, den Jahresüberschuss abzuführen. Im Gegenzug hat sich die publity AG verpflichtet einen entstehenden Jahresfehlbetrag der Gesellschaft auszugleichen. Der Vertrag wurde unter Bezugnahme auf die §§ 301, 302 Aktiengesetz geschlossen und am 27. Juni 2014, im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig eingetragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft sind einzeln unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet worden. Die Geschäftsführung beabsichtigt, nach Verkauf der letzten verwalteten Immobilien ihre BaFin-Lizenz zurückzugeben. Danach bleibt die Gesellschaft als solche zunächst bestehen. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist daher von der Fortführung der Gesellschaft nach Rückgabe der Bafin-Lizenz mit verändertem Geschäftszweck ausgegangen worden.

Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen nicht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen an Kreditinstitute und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen war nicht erforderlich.

Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die ausgewiesenen Forderungen an Kreditinstitute betreffen täglich fällige Guthaben bei der Sparkasse Frankfurt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich in TEUR wie folgt zusammen:

31.12.2023 Vorjahr
Forderungen gegen verwaltete Investmentvermögen 35 48
Umsatzsteuerforderungen 82 53
117 101

Die Forderungen gegen verwaltete Investmentvermögen (TEUR 35; Vorjahr: TEUR 48) resultieren aus Verwaltungsvergütung einschließlich berechneter Vergütung für die Objektverwaltung.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - sämtlich eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich in TEUR wie folgt zusammen.

31.12.2023 Vorjahr
Verbindlichkeiten gegenüber der publity AG 32 76
Abzuführende Lohn- und Kirchensteuer 2 2
Sonstige Verbindlichkeiten 1 1
35 79

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin publity AG setzen sich in TEUR zum Geschäftsjahresende wie folgt zusammen:

31.12.2023 Vorjahr
Objektverwaltung 17 36
Verrechnungskonto 15 40
32 76

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Compliance und Interne Revision TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 35) sowie Kosten der Abschlussprüfung und Offenlegung TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 32).

Eigenkapital

Das satzungsmäßige gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 500.000,00 und ist voll eingezahlt. Der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 155.348,62 betrifft die aufgelaufenen Jahresüberschüsse bis zum 31. Dezember 2013 und wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 14.636,66 wird aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages in voller Höhe an die Gesellschafterin, die publity AG, Frankfurt am Main, abgeführt.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB sowie wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionserträge

Die Provisionserträge resultieren aus der Vergütung für die Verwaltung der publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. geschlossene Investment KG i.L. und publity Performance Fonds Nr. 8 GmbH & Co. geschlossene Investment KG i.L. in Höhe von TEUR 352 (Vorjahr: TEUR 573). Die Erlöse wurden ausschließlich in Deutschland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 3), sowie Erträge aus Lohnfortzahlungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 4).

Andere Verwaltungsaufwendungen

In diesem Posten werden insbesondere Aufwendungen für Raumkosten TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 15), Objektverwaltung TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 140), Complianceprüfung TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 29) und Buchführungs- und Abschlusskosten TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 37) sowie Revisionsaufwendungen TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 20) ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Für die Erhebungszeiträume der Gewerbesteuer 2012 und 2013 ergibt sich eine Steuererstattung i. H. v. TEUR 16. Im Vorjahr ergab sich ein Aufwand aus Körperschaftsteuer aus Vorjahren.

V. Sonstige Angaben

Beschäftigtenzahl

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 2 (Vorjahr: 3) Mitarbeiter beschäftigt, die ausschließlich als Angestellte tätig waren. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 war ein Mitarbeiter in Vollzeit und eine Mitarbeiterin in Teilzeit beschäftigt.

Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsleiter waren im Geschäftsjahr bestellt:

 

Herr Frank Schneider, Geschäftsleiter Risikomanagement

 

Herr Stephan Kunath, Geschäftsleiter Portfoliomanagement

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer vertreten. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Geschäftsleiter erhalten ihre Bezüge von anderen Gesellschaften.

Die Gesellschaft verfügt über einen Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

 

Herr Hans-Jürgen Klumpp, Landesbankvorstand im Ruhestand

 

(Aufsichtsratsvorsitzender)

 

Herr Wolfgang Faillard, Wirtschaftsprüfer/Rechtsanwalt/Steuerberater in Kanzlei HLFH

 

(stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

 

Herr Frank Vennemann, Rechtsanwalt

 

(Aufsichtsratsmitglied)

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 27.

Das Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Faillard ist als einziges von den Gesellschaftern, den mit diesen verbundenen Unternehmen oder den Geschäftspartnern der publity Performance GmbH abhängig, so dass die restlichen Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. d. § 18 Abs. 3 Satz 1 KAGB sind bzw. waren.

Angaben zum Mutterunternehmen

Alleinige Gesellschafterin der publity Performance GmbH ist die publity AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Diese ist nicht verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 32 und bezieht sich ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag wurde der Verkauf der Immobilien des Fonds Nr. 6 beurkundet. Das Risikomanagement wird nach dem Stichtag durch den Geschäftsleiter II direkt verantwortet.

Weitere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

 

Leipzig, den 15. Mai 2024

Frank Schneider, Geschäftsführer

Stephan Kunath, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die publity Performance GmbH ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (kurz KVG) gemäß Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), die geschlossene inländische Publikums-AIF und geschlossene Spezial-AIF mit Anlageschwerpunkt Immobilien verwalten darf. Die Zulassung durch die BaFin erfolgte am 18. September 2014. Zielgruppe der aufgelegten AIF sind dabei sowohl Privatanleger als auch institutionelle Anleger. Die Investitionsstrategie der verwalteten AIF (= Alternative Investmentfonds) besteht darin, Immobilien aus den Verwertungsbeständen von Banken und anderen institutionellen Finanzinvestoren unterhalb des Verkehrswertes auf Kalkulationsbasis der tatsächlich erzielten Mieten zu erwerben, weiterzuentwickeln, zu vermieten und möglichst schnell wieder zu veräußern.

Derzeit werden zwei Publikums-AIF verwaltet mit einem Nettoinventarwert (kurz NAV) zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 von TEUR 12.453.

Die Gesellschaft plant, diese AIF im Geschäftsjahr 2024 zu liquidieren und wird in der Folge die Bafin-Lizenz zurückgeben. Mit der Liquidation der Investmentvermögen übernimmt sie deren Abwicklung und ändert damit ihren Geschäftszweck.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gegenüber 2022 hat die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands abgenommen. Die Immobilienbranche hat mit Zinsanstiegen, Bürokratie, gestiegenen Energiepreisen und wandelnden Flächenbedarfen zu kämpfen. Gleichzeitig werden hohe Investitionen in den energetischen Umbau von Gebäuden fällig. Dennoch bietet der Immobilienmarkt weiterhin Potenziale. 1

1 https://dzhyp.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Ueber_uns/Pressemitteilungen/2023-10-02_PI_DZHYP-Studie_Immobilienmarkt_Deutschland_2023-2024.pdf

Laut dem Immobilienmarktbericht der DZ HYP und dem Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2024 verzeichnet der Büromarkt einen merklichen Abgang der Flächenvermietung im ersten Halbjahr 2023. Dies liege an den zugenommenen Homeoffice-Tätigkeiten. Trotz des gestiegenen Leerstands zogen die Spitzenmieten in der ersten Jahreshälfte um rund 10 Prozent an. Zur Jahresmitte betrugen sie durchschnittlich 39,20 Euro je Quadratmeter. Der Grund für die gegenläufige Entwicklung von Leerstand und Mieteinnahmen liege an dem hohen Bedarf an derzeit kaum verfügbaren modernen Flächen. Die Knappheit bestehe nicht zuletzt aufgrund der zurückhaltenden Bautätigkeit bei Projektentwicklungen. Das Wachstum am Büromarkt soll sich in den nächsten Jahren unverändert fortsetzen.

Der seit mehreren Jahren erkennbare Mietrückgang im Handel stoppte im Jahr 2023. Gerade innenstädtische Flächen sind vermehrt gefragt, obwohl der Bedarf insgesamt sinkt. Es wird erwartet, dass die Mieten im Handel weiterhin auf dem aktuellen Niveau stabil bleiben. 2

2 https://zia-deutschland.de/wp-content/uploads/2024/02/Fruehjahrsgutachten-2024.pdf

II.2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 verwaltete die publity Performance GmbH ganzjährig zwei geschlossene AIFs: publity Performance Fonds Nr. 6 GmbH & Co. geschlossene Investment KG i.L., Leipzig, (kurz Fonds Nr. 6) und publity Performance Fonds Nr. 8 GmbH & Co. geschlossene Investment KG i.L., Leipzig, (kurz Fonds Nr. 8).

Der AIF publity Performance Fonds Nr. 7 GmbH & Co. geschlossene Investment KG i.L., Leipzig, (kurz Fonds Nr. 7) hat seine wesentlichen Vermögensgegenstände im Laufe des Geschäftsjahres 2023 liquidiert und wird zum 31. Dezember 2023 eine Abwicklungsbilanz aufstellen. Liquidatorin ist die publity Emissionshaus GmbH, Leipzig.

II.3. Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Wesentliche Ertragsquelle der Gesellschaft sind die Vergütungen aus der Verwaltung von geschlossenen AIF. Die Gesellschaft erzielt dabei neben einer Verwaltungsvergütung weitere Erträge aus der Durchführung der laufenden Fondsbuchhaltung und der Objektverwaltung. Die Erlöse mindern sich in Abhängigkeit des NAV der AIF, sodass die Gesellschaft TEUR 352 Provisionserträge erzielte. Diese liegen über dem prognostizierten Wert. Ab Mitte 2022 sah die Prognose die Veräußerung aller Immobilien der AIF vor. Dies konnte bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht realisiert werden.

Die Personalaufwendungen fielen in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 235) an. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 2 (Vorjahr: 3). Bezüge der Geschäftsleiter werden nicht an die Gesellschaft abgerechnet.

Die Aufwendungen für die ausgelagerte Innenrevision und ausgelagerte Compliance-Funktion betrugen für das laufende Geschäftsjahr TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 49).

Insgesamt liegt das erzielte Jahresergebnis vor Gewinnabführung bei TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 40) und damit über dem geplanten Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023.

b) Finanzlage

Zur Erfüllung der regulatorischen Eigenmittelvorschriften hat die Gesellschaft einen Betrag von TEUR 350 festgelegt, der separat vom sonstigen Vermögen der Gesellschaft in Form von Bankguthaben bei der Frankfurter Sparkasse angelegt ist. Die durch das KAGB geforderten Eigenmittel von TEUR 125 waren damit im gesamten Geschäftsjahr eingehalten.

Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Finanzierung erfolgte über Eigenkapital, es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Liquide Mittel zum Bilanzstichtag bestehen in Höhe von TEUR 653 (Vorjahr: TEUR 704).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum jederzeit gegeben.

c) Vermögenslage

Die Aktivseite der Gesellschaft ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen aus Verwaltungsvergütungen, einschließlich Objektverwaltungen, in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 48).

Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 655 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Aufgrund eines am 18. Juni 2014 geschlossenen Gewinnabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss 2023 in voller Höhe an die publity AG abgeführt. Somit ergibt sich bei einer Bilanzsumme von TEUR 770 eine Eigenkapitalquote von 85,1 % (Vorjahr: 81,4 %).

Auf der Passivseite werden Verbindlichkeiten hauptsächlich aus Ergebnisabführung und aus Dienstleistungen gegenüber der publity AG in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 76) ausgewiesen.

d) Mitarbeiter

Durch interne Schulungsmaßnahmen erfolgt eine regelmäßige Weiterqualifikation der Mitarbeiter.

III. Chancen- und Risikobericht

III.1. Chancen

Wesentliche Erlösquelle der Gesellschaft sind Provisionserlöse aus der Verwaltung der zwei geschlossenen AIF. Die verwalteten Investmentvermögen befinden sich in der Verwertungsphase, sodass im Jahr 2024 der Verkauf der restlichen Immobilien erwartet wird. Dadurch sinkt sukzessive der Nettoinventarwert und damit die Basis für die Provisionserlöse. Die Gesellschaft wird in der Folge ihre BaFin-Lizenz zurückgeben. Danach wird die Gesellschaft zunächst mit ggf. geändertem Geschäftszweck weitergeführt. Die entstehenden Ergebnisse wird die Gesellschafterin übernehmen.

III.2. Risiken

III. 2.1. Organisation des Risikomanagements

Zuständig für das Risikomanagement auf Gesellschaftsebene und für das Risikocontrolling der Investmentvermögen ist eine eigenständige Einheit, die unmittelbar der Geschäftsführung unterstellt ist.

Die angewandten Risikomanagementverfahren sind im Organisationshandbuch dokumentiert. Im Rahmen der Internen Revision erfolgt eine regelmäßige Überprüfung des Risikomanagementsystems der Gesellschaft.

III. 2.2. Gesellschaftsbezogenes Risikomanagement

Die Geschäftsleitung hat folgende gesellschaftsbezogenen Risiken identifiziert:

Liquiditätsrisiken

Adressausfallrisiken

Marktpreisrisiken

Ertragsausfallrisiken

Operationelle Risiken

Die Gesellschaft ermittelt regelmäßig die Risikolage für die identifizierten einzelnen Risiken sowie die Gesamtrisikosituation und dokumentiert diese vierteljährlich im Risikobericht der Gesellschaft, sodass Geschäftsleitung und Aufsichtsrat laufend über die Risikolage und Risikotragfähigkeit der Gesellschaft informiert sind.

ESG und Nachhaltigkeitsrisiken können auf alle bekannten Risikoarten erheblich einwirken und als Faktor zur Wesentlichkeit dieser Risikoarten beitragen.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist über die Verwaltungsvergütung eng verknüpft mit den verwalteten Investmentvermögen. Die verwalteten Investmentvermögen haben aufgrund der prognostizierten Fondslaufzeit Rückzahlungen an die Anleger geleistet und generieren Liquidität aus der Verwaltung oder dem Verkauf der Sachanlagen. Abhängig von der Vermarktung der Sachanlagen kann es stichtagsbezogen zu Liquiditätsrisiken kommen. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements bei den verwalteten Investmentvermögen erfolgt eine aktive Überwachung der Liquiditätslage. Mit Hilfe von Stresstests werden auch Auswirkungen extremer Veränderungen untersucht. Die Ergebnisse der Liquiditätsanalysen auf Ebene der verwalteten AIF gehen in das Liquiditätsrisikomanagement auf Gesellschaftsebene ein. Diese Liquiditätsrisiken sind auf Gesellschaftsebene als gering anzusehen.

Adressausfall- und Marktpreisrisiko haben für die KVG nur eine geringe Bedeutung. Sofern die KVG Eigenmittel anlegt, erfolgt dies nur bei Einlagenkreditinstituten herausragender Bonität, welche den Standard der europäischen Einlagensicherung erfüllen. Die Anlage erfolgt nach dem 4-Augen-Prinzip, das heißt die Anlage der Eigenmittel erfolgt durch mindestens zwei Mitglieder der Geschäftsleitung, bzw. durch die von ihr ermächtigten Personen.

Der Erfolg der Gesellschaft ist zu wesentlichen Teilen an die Erträge aus den verwalteten Investmentvermögen gekoppelt (Ertragsausfallrisiko). Reduzieren sich diese Erträge oder fallen diese ganz aus, hat dies unmittelbaren Einfluss auf die Lage der Gesellschaft, da sich die Erträge als fester Prozentsatz des verwalteten Fondsvolumens ergeben. Mit fortschreitender Fondslaufzeit nimmt das verwaltete Vermögen durch Rückzahlungen an die Anleger und damit die Bemessungsgrundlage für die Verwaltungsvergütung ab. Die Berücksichtigung im Rahmen des gesellschaftsbezogenen Risikomanagements erfolgt über eine enge Verzahnung mit dem Risikomanagement der verwalteten Investmentvermögen.

Unter operationellen Risiken versteht die Gesellschaft die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten können. Bestandteil des operationellen Risikos sind auch Personalrisiken. Die KVG unterliegt nicht nur generell den mit unternehmerischen Entscheidungen verbundenen Risiken, sondern ist auch maßgeblich vom Fachwissen ihrer Mitarbeiter, ihrer Geschäftsleiter und der Vertragspartner abhängig. Der Ausfall einer Schlüsselperson oder das Fehlverhalten von Mitarbeitern können dazu führen, dass Verpflichtungen nicht mehr mit der erforderlichen Sachkunde und Integrität nachgekommen werden.

Die bestehenden operationalen Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements identifiziert und bewertet. Bei der Auswahl von Vertragspartnern wird auf deren Reputation und Zuverlässigkeit geachtet und ein Auslagerungscontrolling durchgeführt.

Die Gesellschaft stuft ihr Gesamtrisiko als gering ein, die identifizierten Risiken sind durch entsprechendes Risikodeckungspotenzial abgedeckt.

III. 2.3. Risikomanagement der Investmentvermögen

Die wesentlichen Risiken der Fonds und der Fondsanlagen sind in den Verkaufsprospekten der jeweiligen Fonds dargestellt. Die Geschäftsleitung hat folgende Risiken bei den verwalteten Investmentvermögen identifiziert:

Ertragsrisiken

Liquiditätsrisiken

Mietausfallrisiken

Marktpreisrisiken

Objektrisiken

Ertragsrisiken bestehen darin, dass die tatsächliche zukünftige Entwicklung von den in den Prognoserechnungen zugrunde gelegten Annahmen abweicht. Abweichungen mehrerer Eckdaten wie geplanter Ausgaben, Mieteinnahmen und Veräußerungspreise können zu einer deutlichen Verschlechterung der Ertragslage der Investmentvermögen führen. Ertragsrisiken ergeben sich regelmäßig, wenn andere der genannten Risiken schlagend werden.

Das Ertragsrisiko des jeweiligen AIF ist gleichzeitig verbunden mit dem Risiko nicht über ausreichend Liquidität zu verfügen. Liquiditätsrisiken können sich bei negativer Entwicklung des Immobilienmarktes oder einzelner Objekte ergeben. Bei steigenden Ausgaben oder fehlenden Einnahmen kann es dazu kommen, dass dem Fonds nicht genügend frei verfügbare Zahlungsmittel zur Verfügung stehen, um fällige Verbindlichkeiten zu erfüllen. Dieses kann dazu führen, dass Objekte auch zu ungünstigen Konditionen veräußert werden müssen. Mindestens quartalsweise erfolgt eine Überprüfung des Liquiditätsplanes. Durch eine wöchentliche Übersicht über die Liquiditätslage werden potenzielle Risiken frühzeitig identifiziert. Die Liquiditätsrisiken waren in 2023 für den Fonds Nr. 6 als mittel und für den Fonds Nr. 8 als gering eingestuft.

Mietausfallrisiken können sich aus dem Zahlungsausfall von Mietern ergeben. Die Gesellschaft versucht dieses Risiko durch regionale sowie mieterseitige Streuung zu minimieren. Durch eine sorgfältige Auswahl von Mietern und eine laufende Überwachung wird das Risiko von Mietausfällen geringgehalten. Die Mietverträge im Fonds Nr. 6 liefen zum 31. Dezember 2022 aus. Insofern besteht in diesem AIF kein Mietausfallrisiko. Im Fonds Nr. 8 geht die Geschäftsleitung von einem geringen Mietausfallrisiko aus.

Marktpreisrisiken bestehen hinsichtlich der Entwicklung der Mietzinsen und der Preisentwicklung bezüglich Gewerbeimmobilien am deutschen Immobilienmarkt. Die Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes wird insbesondere von dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld sowie der Werteinschätzung und der Wertentwicklung von Immobilien in Deutschland beeinflusst. Diese Größen sind von zahlreichen, sich teilweise gegenseitig beeinflussenden Faktoren wie Zinssätzen und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig, auf die die Gesellschaft keinen Einfluss hat. Mit dem Ablauf der Fondslaufzeit befinden sich beide AIF in der Liquidations- und Verwertungsphase. Die verbleibenden Immobilien sind sowohl über Bieterverfahren als auch direkte Ansprache potenzieller Investoren durch das Assetmanagement am Markt platziert. Hieraus ergeben sich Verwertungsrisiken. Für die verbleibenden Immobilien Mülheim und Büdelsdorf (Fonds Nr. 6) sowie Wilhelmshaven (Fonds Nr. 8) wurden die Marktpreisrisiken in den Verkehrswertgutachten berücksichtigt.

Objektrisiken bestehen darin, dass sich bei einzelnen Immobilienobjekten unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Immobilienmärkte die angestrebten Mieteinnahmen nicht erzielen lassen oder dass diese Objekte nur zu schlechten Bedingungen weiterverkauft werden können. Objektrisiken können sich beispielsweise ergeben durch Altlasten, versteckte Baumängel, Verschlechterungen des Umfelds der Immobilie oder größere Ausfälle von Mietern. Die Gesellschaft definiert laufend Maßnahmen in Abstimmung mit dem Objektmanagement, um diese Objektrisiken zu mindern.

Operationelle Risiken für die Fonds ergeben sich zum einen aus deren Verwaltung durch die Gesellschaft. Die diesbezüglichen Risiken entsprechen den bereits dargestellten operationellen Risiken auf Ebene der Kapitalverwaltungsgesellschaft. Dem Vertragspartnerrisiko wird dabei durch eine vorherige Due-Diligence und eine laufende Überwachung entgegnet. Daneben bestehen steuerliche und rechtliche Risiken. Durch die laufende Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten und Steuerberatern ist gewährleistet, dass auf rechtliche und steuerliche Änderungen schnell reagiert werden kann.

Die Gesamtrisikolage der Immobilienfonds, die sich aus den o.g. Einzelrisiken zusammensetzt, hat sich nach unserer Einschätzung und entsprechender Analyse und Bewertung im Laufe des Geschäftsjahres 2023 je Fonds unterschiedlich entwickelt. Die Geschäftsleitung stuft die Risikolage für den Fonds Nr. 6 als mittel und für den Fonds Nr. 8 als gering ein.

IV. Prognosebericht

Im Rahmen der Unternehmensplanung geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 vor Ergebnisabführung von einem negativen Jahresergebnis von ca. TEUR 50 aus. Gemäß bestehendem Gewinnabführungsvertrag vom 18. Juni 2014 ist die publity AG verpflichtet, dieses zu übernehmen.

Die Provisionserlöse aus der Verwaltung der AIFs sind rückläufig aufgrund der sukzessiven Veräußerung der übrigen Vermögensgegenstände in den Fonds Nr. 6 und 8. Die Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft werden durch diese Erlöse nicht gedeckt. Die Fonds werden nach vollständiger Auszahlung an die Gesellschafter im Geschäftsjahr 2024 abgewickelt. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft beabsichtigt, im Geschäftsjahr 2024 die am 18. September 2014 erteilte Lizenz an die BaFin zurückzugeben. Es ist nicht geplant, weitere Fonds aufzulegen.

Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von den Prognosen abweichen können.

 

Leipzig, den 15. Mai 2024

Frank Schneider, Geschäftsführer

Stephan Kunath, Geschäftsführer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der publity Performance GmbH Leipzig hat in seiner jeweiligen Zusammensetzung die Geschäftsführung gemäß der ihm nach Gesetz und Satzung vorgeschriebenen Aufgaben umfassend überwacht, zeitnah beraten und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Aufsichtsrat war in alle wichtigen Entscheidungen für die Gesellschaft eingebunden.

Das Geschäftsjahr 2023 war bei der Bewältigung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft u.a. auch geprägt von den weiterführenden Auswirkungen der Corona Pandemie und/oder dem Ukrainekrieg.

Der Aufsichtsrat hat sich davon versichert, dass die publity Performance GmbH als Kapitalverwaltungsgesellschaft der AIFs alle Vorkehrungen getroffen hat um den Betrieb der Gesellschaft zu gewährleisten. In der Umsetzung wurden die Möglichkeiten für den mobilen Arbeitsplatz der Mitarbeiter eingeschränkt fortgeführt und somit das Sicherheitskonzept der Kapitalverwaltungsgesellschaft an die aktuelle Situation angepasst.

Im Berichtsjahr haben insgesamt 4 Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.

Da durch die Mitglieder des Aufsichtsrats sämtliche Themen in den Aufsichtsratssitzungen des gesamten Aufsichtsrats behandelt werden konnten, sei es bei Präsenzsitzungen oder/und über Online Portale, waren keine Ausschüsse zu bilden.

In der ersten Sitzung am 24. März 2023 haben die Geschäftsleitung der KVG und die für das Geschäftsjahr 2022 bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Grant Thornton AG den Aufsichtsrat über das Geschäftsergebnis des Geschäftsjahres 2022 und den aktuellen Geschäftsverlauf ausführlich informiert. Der aufgestellte Jahresabschluss 2022 wurde bestätigt und fristgemäß bei der Bundesfinanzagentur eingereicht.

Im Rahmen der Unternehmensplanung ging die Geschäftsführung der KVG von einer Weiterführung der Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 aus. Im Wesentlichen stand hier die Veräußerung der drei noch im Bestand der Fondsgesellschaften befindlichen Immobilien und die darauffolgende Abwicklung der Fondsgesellschaften. In Abhängigkeit von der Liquidation der Fondsgesellschaften ist die Rückgabe der KVG-Lizenz geplant.

Die Geschäftsleitung informiert über die Umstellung der IT im April 2023.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grant Thornton AG war für die Prüfung der Jahresabschlüsse 2023 zu bestellen. Entgegen der Annahme, dass für das Geschäftsjahr 2023 eine eingeschränkte Prüfung möglich sein wird, hat eine Anfrage bei der Bundesanstalt ergeben, die publity Performance GmbH, Kapitalverwaltungsgesellschaft ist vollumfänglich, inklusive der aufsichtsrechtlichen Anforderungen, zu prüfen. Gleiches trifft auf die Prüfung durch die Interne Revision, Baker Tilly zu.

Am 26. Mai 2023 fand die zweite Aufsichtsratssitzung statt. Der Aufsichtsrat wurde informiert über den Jahresabschluss 2022 durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grant Thornton AG, vertreten durch die Wirtschaftsprüferin Frau Kathleen Hennig, sowie ausführlich über die Ergebnisse der Prüfung mit dem Ergebnis eines uneingeschränkten Testates.

Die Geschäftsleitung informiert über den aktuellen Geschäftsverlauf und weist hin auf die Verzögerungen der Veräußerung der Vermögensgegenstände der Fonds auf Grund der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie sinkender Verkehrswerte. Aktuell bestanden keine Beeinträchtigungen durch die vorherrschende Covid-19-Pandemie.

Der Aufsichtsrat erhält einen aktuellen Überblick über die Entwicklung der Portfolio-Transaktionen.

Die Berichte der Internen Revision 2022 wurden dem Aufsichtsrat mit seinen Ergebnissen zur Kenntnis gegeben. Im Berichtsjahr waren in den Prüfungsgebieten keine wesentlichen, schwerwiegenden oder besonders schwerwiegenden Feststellungen enthalten.

Am 22. September 2023 fand die dritte Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres statt.

Im Mittelpunkt dieser Sitzung stand wieder die aktuelle Geschäftstätigkeit mit Hinblick auf die aktuelle Entwicklung der Fondsgesellschaften. Bei positiver Beurteilung der bevorstehenden Transaktionen der drei noch im Bestand befindlichen Immobilie sowie die Erstellung der Liquidationsbilanzen und die rechtliche Abwicklung der Fondsgesellschaften geht die Kapitalverwaltungsgesellschaft davon aus, dass die Rückgabe der BaFin-Lizenz für 2023 eher unwahrscheinlich wird. Die Veräußerung der Vermögensgegenstände wird sich auf Weiteres ins Geschäftsjahr 2024 verlagern.

Der Aufsichtsrat stimmte der weiteren Verfahrensweise im Transaktionsprozess der drei Immobilien zu und erteilte die Vollmacht die Kaufpreisverhandlungen im Sinne einer kurzfristigen Veräußerung auch unter dem Buchwert zu führen.

In der vierten Aufsichtsratssitzung, am 07. Dezember 2023, informierte die Geschäftsleitung der KVG mit dem Risikobericht über die ordnungsgemäße Geschäftstätigkeit der Fondsgesellschaften und Kapitalverwaltungsgesellschaft.

Weiterhin wird sich die Kapitalverwaltungsgesellschaft auf den Verkauf der drei noch im Bestand der Fondsgesellschaften (Fonds Nr. 6 und 8) befindlichen Immobilien konzentrieren. Der Aufsichtsrat erteilt seine Zustimmung für die vorgestellten Kaufpreisverhandlungen.

Der Vorstand der publity AG, die Muttergesellschaft der publity Performance GmbH, bekräftigt wiederholt seine Entscheidung, die Mitarbeiter arbeitsvertraglich zu übernehmen.

Neben den Sitzungen wurden mit der Geschäftsführung die laufende Geschäftsentwicklung eingehend analysiert und die strategische Ausrichtung beraten. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung den Aufsichtsrat regelmäßig über den Geschäftsgang informiert. Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen der Genehmigung des Aufsichtsrats unterliegen, wurden vom Aufsichtsrat geprüft und entschieden.

Der Aufsichtsrat hat sich in regelmäßigen Abständen davon überzeugt, dass die Gesellschaft über ein funktionierendes und wirksames Risikomanagement verfügt sowie eine den wirtschaftlichen Verhältnissen angepasste Liquiditätsplanung unterhält. Die Geschäftsleitung stellte dazu die Quartalsberichte des Risikomanagements zur Verfügung.

Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.

Personelle Veränderungen in der Kapitalverwaltungsgesellschaft im Geschäftsjahr 2023 sind im Bericht ausgeführt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Geschäftsleitung und allen Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeitern der Gesellschaft für ihren persönlichen Einsatz und ihre erbrachten Leistungen im Geschäftsjahr 2023.

 

Leipzig, den 17. Mai 2024

Hans-Jürgen Klumpp, Aufsichtsratsvorsitzender

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