Freiraum für Vielfalt gGmbH
Selbe AdresseBetrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lars Alexander Hagenlocher seit 18.3.2025 | Geschäftsführer |
Daniel Großeloh seit 31.8.2023 | Prokura |
Thorsten Reichegger seit 27.4.2023 | Prokura |
Dominik Mizdrak seit 12.2.2020 | Geschäftsführer |
Sascha Dyroff seit 8.10.2019 | Prokura |
Michael Schwamborn seit 4.4.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 9.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VIDEOR E. Hartig GmbHRödermarkJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 Bilanz zum 31. März 2024 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.März 2023 bis 31. März 2024 Bestätigungsvermerk Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024I Allgemeine Grundlagen 1. Geschäftstätigkeit Die VIDEOR E. Hartig GmbH - im Folgenden auch VIDEOR oder Gesellschaft genannt - zählt zu den führenden Distributionsunternehmen im Bereich der Video- und Sicherheitstechnik. Ihre Kunden kommen hauptsächlich aus der Branche der physikalischen Sicherheit. Aber auch andere Business- to-business-Bereiche in Deutschland und Europa sowie industrielle Endkunden werden von VIDEOR mit Distributionsleistungen und dem angeschlossenen Dienstleistungs- und Lösungsportfolio unterstützt. VIDEOR versteht sich als serviceorientierter und technisch versierter Distributor im Bereich der "Video- und Sicherheitstechnik", der sich zum Ziel gesetzt hat, mit marktgerechten Produkten, kompetenter Beratung, individuellen und skalierbaren Lösungen sowie innovativen Dienstleistungen die Anforderungen seiner Kunden als Lösungsanbieter bedarfs- und zukunftsgerecht zu erfüllen. 2. Märkte und Produktbereiche Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich im Einzelnen auf folgende Märkte:
Regional liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit hauptsächlich auf Deutschland und den deutschsprachigen Ländern (DACH-Region). Internationale Kunden unterstützen wir hauptsächlich mit Sicherheitstechnikprodukten und -lösungen des Eigenmarkensortiments sowie einem stimmigen Dienstleistungsangebot. Der Fokus liegt hier auf Europa. II Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft 1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der ifo Geschäftsklimaindex für Deutschland, ein Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung, verlor in dem Zeitraum April 2023 bis August 2023 insgesamt 7,2 Indexpunkte und fiel auf einen Indexwert von 85,9 Punkten. Von September 2023 bis Februar 2024 bewegte sich der Indexwert weitestgehend volatil seitwärts. Ab März 2024 bis Mai 2024 stieg der Indexwert schließlich auf insgesamt 89,3 Indexpunkte an. (Quelle: ifo Institut, ifo Geschäftsklima Deutschland, 27.05.2024). Bei den Geschäftserwartungen in Deutschland, einer Komponente des ifo Geschäftsklimaindex, ergab sich im Berichtsjahr ein ähnliches Bild. Von April 2023 bis August 2023 verlor der Index insgesamt 8,1 Indexpunkte und fiel auf einen Indexwert von 83,0 Indexpunkten. Von September 2023 bis Februar 2024 bewegte sich der Indexwert mit leichten Schwankungen weitestgehend seitwärts. Ab März 2024 bis Mai 2024 stieg der Indexwert schließlich auf insgesamt 90,4 Indexpunkte an. (Quelle: ifo Institut, ifo Geschäftsklima Deutschland, 27.05.2024). Der Economic Sentiment Indicator (ESI), ein Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung für die Europäische Union, fiel nach den Angaben der europäischen Kommission in den Monaten April 2023 bis September 2023 von 97,6 auf 93,6 Indexpunkte. Von Oktober 2023 bis November 2023 bewegte sich der Indexwert ebenfalls weitestgehend seitwärts. Im Dezember 2023 stieg der Indikator wieder leicht und betrug 96,3 Indexpunkte. Ab Januar 2024 bewegte sich der Indexwert weiter seitwärts. Im April 2024 betrug der Indexwert insgesamt 96,2 Indexpunkte. (Quelle: eurostat Sentiment indicators - monthly data, 27.05.2024) 1.2 Branchenentwicklung Laut der Herbst-Konjunktur-Umfrage 2023 des "BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V." beurteilten die Errichter ihre derzeitige Situation mit einem Durchschnittswert von 1,98 auf einer Schulnotenskala. Zurückhaltender mit der Note 2,25 bewerteten die Errichter jedoch ihre künftige Geschäftslage. Grund für diese Zurückhaltung war hauptsächlich der vorherrschende Fachkräftemangel. (Quelle: BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V., Konjunkturumfrage zeigt zwiespältiges Lagebild im Sicherheitsmarkt, 27.05.2024) 1.3 Bedeutende Ereignisse für den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023/24 Das Berichtsjahr war durch eine schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung, insbesondere durch hohe Inflationsraten und einer schwächelnden Nachfrage geprägt. Die eigenen Wachstumsziele, welche auf der Annahme einer stabileren wirtschaftlichen Entwicklung beruhten, sind deutlich verfehlt worden. Gleichzeitig hat VIDEOR hohe Investitionen in ein neues CRM-System und eine MDRLösung (Cyber-Sicherheit) getätigt. Nichtsdestotrotz hat VIDEOR ab dem dritten Quartal des Berichtsjahres einen Sparkurs bei nicht strategierelevanten Investitionen eingeschlagen, um den Umfang der Ausgaben zumindest auf Vorjahresniveau zu halten. Dennoch hat die schlechte gesamtwirtschaftliche Situation in Verbindung mit der schwachen Nachfrage das Jahresergebnis signifikant negativ beeinflusst. 2. Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse sind insgesamt betrachtet um 9,6 % gegenüber dem Vorjahr gefallen. Im Bereich "Fremdmarken" fielen die Umsatzerlöse um 10,0 %, im Bereich "Eigenmarken" um 4,4 %, insbesondere verursacht durch das schwache OEM-Projektgeschäft, und im Bereich "Service" um 29,1 %. Lediglich im Bereich "Connected Solutions" entwickelte sich der Umsatz mit 5,1 % positiv. Die Umsätze vor Erlösschmälerungen nach Bereichen entwickelten sich wie folgt:
Der Gesamtumsatz nach Erlösschmälerungen betrug im Berichtsjahr TEUR 68.967 und lag damit um 9,7 % unter Vorjahr (TEUR 76.368). Der Exportanteil lag im Berichtsjahr bei 18,8 % (Vorjahr: 19,0%). 3. Geschäftsentwicklung nach Produktbereichen Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Umsatz im Berichtsjahr in den Produktbereichen "Fremdmarken Security", "Eigenmarken Security", "Service Security" sowie "Fremdmarken Andere Segmente" jeweils deutlich negativ entwickelt. Lediglich in den Produktbereichen "Connected Solutions Security" und "Eigenmarken Andere Segmente" konnte im Berichtsjahr der Umsatz gesteigert werden. Im Bereich ,,Security" lag der erzielte Umsatz im Berichtsjahr insgesamt betrachtet um 8,7 % unter Vorjahr, was vor allem dem Umsatzrückgang in dem Produktbereich "Fremdmarken Security" geschuldet ist. Im Bereich "Andere Segmente" lag der erzielte Umsatz erwartungsgemäß im Berichtsjahr um 50,3 % unter Vorjahr. Insbesondere die Abkündigung des Bereichs "Broadcast" ist der Grund hierfür. Insgesamt betrachtet ist an dieser Stelle zu konstatieren, dass die Segmentierung des Umsatzes nach Bereichen weiterhin eine Unschärfe mit sich bringt. Denn auch das Angebot, insbesondere in den Bereichen der "Eigenmarken Security" sowie "Services Security", stützt bspw. die Nachfrage in dem Bereich der "Fremdmarken Security". 4. Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf TEUR 520 (Vorjahr: TEUR 507). Die Zugänge betreffen hautsächlich Investitionen in die Modernisierung der Systemlandschaft, der Digitalisierung der Kernprozesse, der Stärkung der IT-Sicherheit sowie der Modernisierung unserer Bürolandschaft. Den Zugängen standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 816 (Vorjahr: TEUR 741) gegenüber. 5. Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der zum Ende des Berichtsjahrs beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 121 Beschäftigte (inkl. Geschäftsführung und Auszubildende) gegenüber 116 Beschäftigte (inkl. Geschäftsführung und Auszubildende) im Vorjahr. Der Personalaufwand erhöhte sich dementsprechend um TEUR 163 oder 2,2% auf insgesamt TEUR 7.438 (Vorjahr: TEUR 7.274). 6. Umweltschutz VIDEOR unterhält keine Produktionsstätten oder Produktionsbetriebe. Als Handelsunternehmen beachten wir dennoch pflichtgemäß nationale und internationale Bestimmungen zum Umweltschutz. Dies gilt insbesondere für Erzeugnisse und Waren, die wir aus dem Ausland beziehen, in Bezug auf die steigenden Anforderungen an deren Unbedenklichkeit. Mit den Herstellern sind entsprechende Regelungen getroffen. Aus unseren Untersuchungen, insbesondere im Rahmen unserer Corporate Social Responsibility, ergaben sich keine Beanstandungen oder Risiken, die sich negativ auf die Gesellschaft auswirken. III Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage
Die Bilanzsumme zum 31. März 2024 liegt mit TEUR 23.367 unter Vorjahresniveau. Der Rückgang bei dem Anlagevermögen von TEUR 297 ergibt sich aus dem Überhang der Abschreibungen gegenüber den getätigten Investitionen im Berichtsjahr sowie dem Abgang von Gütern des Anlagevermögens. Die Flüssigen Mittel lagen um TEUR 4.070 über Vorjahresniveau. Die Vorräte des Vorjahres wurden stichtagsbedingt um TEUR 1.734 unterschritten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen stichtagsbedingt um TEUR 1.514 und die sonstigen Vermögensgegenstände wegen geringerer kreditorischer Debitoren um TEUR 1.583 ab. 2. Kapitalstruktur
Das Eigenkapital sank aufgrund des im Berichtsjahr erzielten Jahresfehlbetrags (TEUR 1.025). Die Eigenkapitalquote (Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme) betrug zum 31.03.2024 30,0 % und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 34,1 %. Die Reduzierung bei den Rückstellungen (TEUR 450) ist den im Vergleich zum Vorjahr zinsbedingt niedriger ausfallenden Rückstellungsbeträgen für Pensionen (TEUR 399) sowie für sonstige Rückstellungen (TEUR 759), insbesondere im Bereich der Verpflichtungen für variable Vergütungen, zuzuordnen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen um TEUR 22 unter Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Vorjahres wurden stichtagsbedingt um TEUR 1.060 überschritten. Die sonstigen Verbindlichkeiten nahmen wegen geringeren Steuerschulden um TEUR 351 ab. 3. Finanzlage Ziel des Finanzmanagements ist die Finanzierung des operativen Geschäfts von VIDEOR. Hierzu werden auch die im Risikobericht beschriebenen Devisen- und Termingeschäfte, die ausschließlich unterjährig im Berichtsjahr genutzt wurden, eingesetzt. Für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen standen der Gesellschaft im Berichtsjahr stets ausreichend eigene Mittel und Bankkredite sowie Kredite aus dem Gesellschafterkreis zur Verfügung. Die der Gesellschaft von Bankenpartnern eingeräumten Kreditlinien wurden nicht ausgeschöpft. Bei der Ermittlung des Cash-Flows wurde das Gliederungsschema gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 ("DRS 21") angewendet. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 5.506 (Vorjahr: TEUR -1.663), der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR -515 (Vorjahr: TEUR -504) und der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf TEUR -921 (Vorjahr: TEUR -1.229). Die Investitionen des Berichtsjahres von TEUR 520 konnten somit vollständig durch den Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der negative Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit war wesentlich von Gewinnausschüttungen und Zinszahlungen an Banken geprägt. Die liquiden Mittel stiegen im Berichtsjahr stark im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.070 auf TEUR 4.479 (Vorjahr: TEUR 409). Das Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist es, den Selbstfinanzierungsgrad des eigenen Geschäftsmodells sicher zu stellen und kontinuierlich zu steigern. Zu jeder Zeit war eine ausreichende Liquidität gewährleistet. 4. Ertragslage
Die von der Gesellschaft erzielten Umsatzerlöse fielen im Wesentlichen mengen- und preisbedingt aufgrund der schwachen Kundennachfrage in den Produktsegmenten "Fremdmarken Security", "Eigenmarken Security" und "Service" insgesamt um 9,7 % gegenüber Vorjahr. Das Rohergebnis von TEUR 11.121 lag um TEUR 1.874 unter dem Vorjahresergebnis. Die im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte Rohergebnismarge sank gegenüber Vorjahresniveau wegen der weiter anhaltenden und für die Gesellschaft nachteiligen Verschiebung innerhalb des Produkt- und Absatzmix zwischen den Produktbereichen. Die Materialaufwendungen sind vor diesem Hintergrund im Verhältnis zur Veränderung der Umsatzerlöse unterproportional gegenüber dem Vorjahreszeitraum gefallen. Die Abschreibungen haben sich im Vorjahresvergleich aufgrund der gestiegenen Investitionstätigkeit erhöht. Der Personalaufwand ist bei steigendem Personalbestand und trotz geringeren Rückstellungen für variable Vergütungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um TEUR 163 angestiegen. Der Anstieg resultiert auch aus am Bilanzstichtag bilanzierten Rückstellungen für Abfindungen für Personalfreistellungen. Die übrigen Aufwendungen und Erträge stiegen zwar leicht im Vergleich zum Vorjahr - aber dennoch unter Planung - um insgesamt TEUR 71. Das operative Ergebnis (EBITDA) lag mit TEUR 387 um 84,5 % wegen der erläuterten Fluktuationen im Ertrags- und Aufwandsbereich deutlich unter dem Wert des vorangegangenen Berichtsjahrs. Nach Abzug der Abschreibungen und der Zinsaufwendungen, die das Jahresergebnis wegen gestiegener Marktzinsenstärker belastet haben, sowie nach Ertragsteuern schließt das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.025 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 916) ab. Insgesamt beurteilt die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung im Laufe des Berichtsjahres und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtagdaher als unbefriedigend. IV Chancen- und Risikobericht sowie Risikomanagement Die Chancen der Organisation bestehen in der weiteren Optimierung der bereichsinternen Strukturen, der Geschäftsprozesse durch Digitalisierung und Automatisierung (mögliche Nutzung von KI-Anwendungen) sowie der weiteren Kundennutzensteigerung durch die konsequente Weiterführung des Ausbaus unseres Angebots an Connected Solutions. Bei Connected Solutions spielt die softwareseitige Integration in übergeordnete Management-Systeme eine wichtige Rolle. Auch ermöglicht die Nutzung von KI die Erschließung neuer Anwendungsfelder außerhalb der physikalischen Sicherheitstechnik. Auch die Nutzung von Synergien mit anderen Business-to-business-Marktsegmenten der physikalischen Sicherheit und daran angrenzenden netzwerkbasierten und technologisch mit unserem Kerngeschäft zusammenwachsenden Märkten, wie zum Beispiel im Bereich Alarmmeldetechnik, der Brandmeldetechnik, der Zutrittskontrolle und Fluchttürsteuerung oder im Bereich Intercom und Audio, bietet weiterhin hohe Wachstumschancen. Der Ausbau unseres Leistungsportfolios im Sinne des One-Stop-Shop-Gedankens wird von uns weiter vorangetrieben, um unsere Kunden in ihrem Geschäft ganzheitlich unterstützen zu können. Hierfür evaluieren wir, zum Teil mit Hilfe von Kundenbefragungen, stetig unsere Möglichkeiten, unser Portfolio durch die Aufnahme weiterer zu unserer Strategie passender margenstarker Hersteller auszuweiten. Die stetige Optimierung der Warenverfügbarkeit zum Beispiel durch den Ausbau unseres Fulfillment-Leistungsportfolios oder dem verstärkten Einsatz des elektronischen Datenaustauschs, wird weiterhin priorisiert. Insbesondere die digitalen Datenanbindungen mit unseren Kunden- und Handelspartnern ermöglichen es uns die Geschäftsprozesse schlank zu gestalten und damit zukünftige höhere Handelsvolumina schneller und kosteneffizienter abzuwickeln. Das interne Kontrollsystem und Risikomanagement werden operativ durch den Leiter Prozessund Qualitätsmanagement wahrgenommen. Die Geschäftsleitung wird bei der Ausübung der Aufgabe zudem durch den Kaufmännischen Leiter sowie das Versicherungswesen unterstützt. Eine Unternehmensberatung begleitete den alljährlich durchgeführten Prozess der Strategieüberprüfung. Die Verfolgung der daraus abgeleiteten Maßnahmen erfolgt unter Anwendung der Objective & Key-Results-Methodik. Die Ergebnisse aller vorgenannten Fachkräfte, die hierfür mit allen internen Abteilungen zusammenarbeiten, wurden mit der Geschäftsleitung besprochen und die Risikopotentiale abgewogen. Über die interne Entscheidungs- und Meetingstruktur werden im Anschluss geeignete Maßnahmen eingeleitet, die der Gegensteuerung aber auch der Erhaltung und Erweiterung von Wettbewerbsvorteilen dienen. Die Risiken sind im internen Risikobericht zusammengefasst und nach unserer Einschätzung beherrschbar. Ein grundsätzliches Risiko besteht bei Ausfall der eigenen IT-Systeme. Diesem begegnen wir erfolgreich durch räumliche Trennung unserer Rechenzentren, eine IT-Sicherheitsrichtlinie und die Kompetenzbildung unserer eigenen IT-Mitarbeiter in Verbindung mit externen Dienstleistern und Beratern. Ein weiteres Risiko bilden zunehmende Angriffe auf unsere IT-Infrastruktur. Neben der Beratung, der Durchführung von Penetrationstests sowie der Bereitstellung von Informationen zu aktuellen Gefahren durch verschiedene externe Experten, begegnen wir diesem Risiko schon seit vielen Jahren mit einer integrierten IT- und Cybersicherheitslösung, welche dem Unified-Threat- Management-Ansatz folgend, alle maßgeblichen Schutzmaßnahmen auf einer Plattform vereint. Das System wird permanent auf aktuellem Stand gehalten und regelmäßig um zusätzliche Schutzmechanismen erweitert. Des Weiteren wurde ein Vulnerability-Assessment-Scanner (OpenVAS) in Betrieb genommen, welcher regelmäßig die IT-Systeme auf aktuelle Schwachstellen überprüft. Die Schwachstellen-Datenbank wird dabei täglich aktualisiert. Etwaige Schwachstellen werden über ein Monitoring-System überwacht und automatisch gemeldet. Eine SIEM-Lösung (Security Information und Event-Management), welche Protokolldateien an einem zentralen Ort sammelt, speichert, normalisiert und analysiert, wurde ebenfalls eingeführt. Die gewonnenen Daten dienen als Quelle für Echtzeit-Analysen, dokumentieren zudem den Compliance-Status und lösen bei Bedrohungen Alarm aus. Ebenfalls wurde vor Kurzem eine Managed Detection and Response Lösung in Betrieb genommen. Hierbei handelt es sich um einen Fully-Managed-Service, bei dem externe Experten Cyberangriffe auf unsere Computer, Server, Netzwerke, Cloud Workloads und E-Mail-Konten erkennen und selbstständig Reaktionsmaßnahmen ergreifen. Ergänzend hierzu werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Awareness-Schulungen bzgl. der Cyber-Security-Themen sensibilisiert. Zusätzlich werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen mit simulierten Phishingangriff konfrontiert, um die Wichtigkeit des Themas noch weiter zu untermauern. Datenschutzrisiken begegnen wir, unterstützt durch den von uns bestellten externen Datenschutzbeauftragten, mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung der Regelungen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EUDSGVO). Der Datenschutzbeauftragte erstattet jährlich Bericht an die Geschäftsführung in Bezug auf die vorhandene Datenschutzkonformität der Gesellschaft. Risiken aufgrund bestehender bzw. neuer Wettbewerbs- sowie sich ändernder Nachfragesituationen, zum Beispiel begründet im technologischen Wandel, begegnen wir mit einer fortlaufenden Marktbeobachtung durch unseren Vertrieb, unser Produktmanagement, auf Führungsebene sowie durch jährlich wiederkehrende Kundenbefragungen. Veränderungen werden so zeitnah erkannt und fließen in unsere operativen und strategischen Überlegungen ein. Zur Kompensation der in den vergangenen Jahren zu verzeichnenden Umsatzrückgängen in vereinzelten Produktbereichen optimieren wir kontinuierlich unseren Leistungsmix - zum einen durch die Ausweitung der Herstellerportfolios in den strategischen Produktbereichen und zum anderen durch den konsequenten und strategischen Ausbau unserer Eigenmarken und des Angebots an Connected Solutions und Services. Mögliche Natur- und Umweltkatastrophen vor allem in Ländern unserer Vorlieferanten stellen ein Risiko dar, dem wir mit der Verteilung der Warenströme über mehrere Länder, Lieferanten und Brands begegnen. Die geopolitischen Risiken haben durch den Angriff Russlands auf die Ukraine eine bisher kaum vorzustellende Dimension erreicht. Die hieraus resultierende hohe Inflation, die insbesondere von den hohen Energiepreisen, hohen Nahrungsmittelpreisen und hohen Lohnabschlüssen getrieben wurde, hatte eine restriktiven Geldpolitik der EZB zu Folge, welche letztendlich zu einer gedämpften Nachfrage führte. Gleichzeitig erfordert die höhere Gefahrenlage höhere Anforderungen an die physikalische Sicherheit, insbesondere im KRITIS-Umfeld, welches ein zusätzliches Geschäftspotential für VIDEOR darstellt. Weitere Risiken bzw. Chancen aus diesem Konflikt sind noch nicht gänzlich abzuschätzen. Unsere internationale Geschäftstätigkeit außerhalb der Euro-Zone bedingt Währungsrisiken in Folge von Fremdwährungskursschwankungen. Diese, aufgrund der in weltpolitischen Entwicklungen begründeten volatileren Wechselkurse, gestiegenen Risiken dämmen wir mit entsprechenden Termin- und Sicherungsgeschäften ein. Zielsetzung ist dabei ausschließlich die Absicherung der operativen Geschäftstätigkeit und nicht die Währungsspekulation. Im Berichtsjahr wurden Devisenkassa- und Devisentermingeschäfte in Höhe zu erwartenden Zahlungsverpflichtungen abgeschlossen, deren Laufzeit nur kurze, unterjährige Zeiträume betraf. Dem Ausfall wichtiger Lieferanten oder dem Preisanstieg bei bezogenen Waren begegnen wir zudem durch ein gezieltes Lieferantenbewertungssystem, das kontinuierlich Preise, Qualität und Verfügbarkeiten überwacht. An dieser bewährten Strategie und der tagesaktuellen Überwachung werden wir festhalten. Preisänderungsrisiken sind in der Distribution von technischen Gütern unabdingbar. Diese sind in unseren Geschäftsfeldern in unterschiedlicher Höhe vorhanden. Weitere branchenübliche Risiken sind Ausfall-/Liquiditätsrisiken bei unseren Kunden und Lieferanten. Für unsere Kunden stellen wir tagesaktuelle Preislisten über unseren Webshop zur Verfügung. Spätestens quartalsweise überprüfen wir die eigene Preispolitik aller Produkte. Das jeweils verantwortliche Produktmanagement beobachtet engmaschig die Preisentwicklung, um auch ad hoc reagieren zu können. Neben der budgetären Vorsorge für potenzielle Ausfallrisiken arbeiten wir mit einer Warenkreditversicherung und einem darüberhinausgehenden internen Steuerungs- und Kontrollsystem für das Kundenmanagement. Hiermit stimmen wir die Kreditwürdigkeiten unserer Kunden monatlich ab. Wir bedienen uns der üblichen industriellen Betriebsversicherungen zur Minimierung möglicher Risiken für Betrieb und Personal der Gesellschaft. Liquiditätsrisiken begegnen wir mit einer angemessenen Eigenkapitalquote und dem Ziel, diese weiter zu optimieren. Hinzu kommt ein proaktives Bankenmanagement, gestützt auf ein monatliches Berichtswesen sowie einem nachhaltigen Kostensenkungsprogramm, unterstützt von einem engen Beziehungsmanagement zu unseren weiteren Kapitalgebern. Zinsänderungsrisiken wirken wir mit einer kontinuierlichen Beobachtung der Zinsmarktentwicklungen entgegen. Bei Bedarf stehen uns adäquate Zinssicherungsinstrumente von unseren Bankenpartnern zur Verfügung. Zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung wird ein rollierender Liquiditäts-Forecast eingesetzt. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit war damit zu jeder Zeit sichergestellt. Zahlungsstromschwankungen können aufgrund der Höhe einzelner Zahlungen und der Vielzahl der kaufenden Kundschaft im Tagesgeschäft beherrscht werden. Bei Projekten gibt es individuelle Zahlungsvereinbarungen, die diese Risiken in Verbindung mit den bestehenden Kreditlinien und deren Ausschöpfungsgrade minimieren. Das Risiko von Forderungsausfällen ist sowohl abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung als auch von der individuellen finanziellen Situation der Kunden. Wir sind somit negativen Auswirkungen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz einzelner Partner sowie kumulierten Ausfällen als Folge einer eventuellen konjunkturellen Verschlechterung in einzelnen Märkten und Regionen ausgesetzt. Diesem Risiko begegnen wir mit einem erfolgreich implementierten Debitorenmanagement. Dieses konzentriert sich, in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung, auf regelmäßige Bonitätsprüfungen sowie Vergabe und Einhaltung von Kundenkreditlimits, die Überwachung der Altersstruktur der Forderungen inklusive dem Mahnwesen und dem Forderungsinkasso als auch die Handhabung zweifelhafter Forderungen. Zur weiteren Absicherung besteht eine Insolvenzanfechtungsversicherung zur Verfügung. Eine Konzentration von Ausfallrisiken durch wesentliche Außenstände bei einzelnen Kunden lag zum Bilanzstichtag nicht vor. Daher werden mögliche Risiken im Zusammenhang mit Zahlungsausfällen von Großkunden insgesamt als gering eingeschätzt. Die Risiken aus dem Geschäftsbetrieb werden durch die Branchen- und Fachkompetenzen des Managements und der Belegschaft zuverlässig und sicher beherrscht. Über das Dargestellte hinaus sind keine Risiken erkennbar, die einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. V. Prognosebericht AUSBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2024/25 1. Gesamtwirtschaft Trotz einiger Abwärtsrisiken (Russischer Angriffskrieg, Krieg im Nahen Osten) erwartet die EU-Kommission, dass sich das Wachstum langsam wieder beschleunigt. Die EU prognostiziert daher für die EU-Wirtschaft ein Wachstum von 1,0 % im Jahr 2024 und von 1,6 % im Jahr 2025. Für Deutschland erwartet die EU aber nur ein Wirtschaftswachstum von 0,1 % im Jahr 2024 und 1,0 % im Jahr 2025. (Quelle: European Commission. Spring 2024 Economic Forecast: A gradual expansion amid high geopolitical risks, 06.06.2024) 2. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung Im Vorfeld der Budgetplanung werden eine Vielzahl an Gesprächen mit unseren Schlüsselkunden und -lieferanten geführt. Aufgrund dieser Gespräche ist zu konstatieren, dass trotz aller Unsicherheiten erwartet wird, dass sich der Markt für Sicherheitstechnik mit niedrigen einstelligen Wachstumsraten weiter entwickeln wird. Es besteht zwar das Risiko, dass ein anhaltender Druck auf die Inflation trotzdem zu negativen Auswirkungen auf die Nachfrageseite und damit auf unsere Unternehmensplanung 2024/25 führt, dennoch gehen wir aufgrund der geführten Gespräche mit unseren Schlüsselkunden und -lieferanten weiterhin von einem moderaten Wachstum aus. Im Falle negativer Auswirkungen auf die Unternehmensplanung werden wir ad hoc kostensensibler reagieren, um gesetzte Ergebnisziele für das kommende Geschäftsjahr dennoch zu erreichen. In den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2024/25 lagen die Umsatzerlöse zwar insgesamt betrachtet über Vorjahresniveau, aber dennoch unter Planung. Und obwohl auch das restliche Geschäftsjahr noch von gesamtwirtschaftlichen und konjunkturellen Unsicherheiten geprägt ist, gehen wir für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres von einem moderaten Anstieg der Gesamtumsätze im Geschäftsjahr 2024/25 gegenüber der Vorjahresperiode aus. In Verbindung mit eingeplanten Sachkostenreduktionen und zwangsläufig nicht vermeidbaren, gegenläufig wirkenden inflationsbedingten Kostensteigerungen, wird mit deutlich verbesserten und positiven Ergebnisgrößen (EBITDA und Jahresergebnis) gerechnet. Aus diesem Grund erwarten wir unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht für das Geschäftsjahr 2024/25 ein moderates Umsatzwachstum bei geplant gleichbleibender Rohertragsmarge. Mit unseren Lieferanten-/Herstellerpartnern sind Umsatzzuwächse geplant, sei es durch Ausweitungen im Kerngeschäft oder aber auch durch den Ausbau der Portfolios zwecks Adressierung neuer Märkte oder Marktsegmente. Wie gehabt, werden wir auch weiterhin Kooperationsmöglichkeiten mit neuen zu unserer angepassten Strategie passenden Herstellern evaluieren. Trotz starkem Wettbewerb in dem mit den Eigenmarken adressierbaren Markt, planen wir auch in dem Bereich "Eigenmarken Security" im laufenden Geschäftsjahr mit einem starken Wachstum, weil wir stärker in diesem Bereich gemeinsam mit ausgewählten Partnern auf der Lieferantenseite den Fokus auf innovative, KI-basierte Produkte (eneo IN-Serie) setzen, welche wir auch verstärkt im europäischen Ausland vertreiben möchten. Insgesamt betrachtet planen wir im Fiskaljahr 2024/25 in den Produktbereichen "Fremdmarken Security", "Eigenmarken Security" und "Connected Solutions" ein moderates, positives Umsatzwachstum. Im Gegensatz hierzu erwarten wir in allen anderen Produktbereichen einen Umsatzrückgang, welcher aber durch das Umsatzwachstum in den anderen Produktbereichen überkompensiert wird. 3. Zusammenfassung Für das Geschäftsjahr 2024/25 planen wir den Umsatz insgesamt betrachtet moderat zu steigern. Wir gehen davon aus, dass sich die Umsatzrückgänge des Berichtsjahres in den Produktbereichen der Bereiche "Fremdmarken Security" und "Eigenmarken Security" nicht weiter fortsetzen. Dies und der kontinuierliche Ausbau unseres Portfolios an "Connected Solutions" sowie die Fokussierung auf unsere Eigenmarke eneo, auf margenstarke Hersteller, auf die Monetarisierung der ersten eingeführten Lösungen aus unserem Bereich "Connected Solutions" und den gewachsenen Anforderungen im Bereich der Sicherheitstechnik aufgrund der "NIS2/KRITIS-Richtlinie" werden sich im Geschäftsjahr 2024/25 positiv auf die Unternehmensentwicklung auswirken. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft wird auf Basis unserer Liquiditätsplanung auch im nächsten Geschäftsjahr gegeben sein. Dies erwarten wir auch für die darauffolgenden Jahre.
Rödermark, den 18. Juni 2024 VIDEOR E. Hartig GmbH Dominik
Mizdrak
Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024A. Grundlagen des Jahresabschlusses VIDEOR E. Hartig GmbH (im Folgenden auch Gesellschaft genannt) ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Offenbach a.M. unter HRB 32047 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Carl-Zeiss-Straße 8, 63322 Rödermark. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung der Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf und ist daher verpflichtet, die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Auf die rückwirkende Erstanwendung der am 16. April 2024 im Bundesgesetzblatt veröffentlichen Änderung handelsrechtlicher Vorschriften im Zusammenhang mit der Anhebung der Schwellenwerte des § 267 HGB wird verzichtet. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die betragsmäßigen Angaben im Anhang und Lagebericht erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts Abweichendes vermerkt ist. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren gegenüber dem Vorjahr - mit Ausnahme der Änderungen bei der Bewertung der Vorräte - die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung des Vermögensgegenstandes vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten zum Nennwert bilanziert. Bei den Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und dem Nutzungsverlauf linear oder, soweit in Vorperioden steuerrechtlich zulässig, degressiv vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Soweit erforderlich, werden Zuschreibungen vorgenommen. Bei beweglichen Anlagegegenständen erfolgt der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung, sobald dies zu höheren Jahresabschreibungen führt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden als sofort abzugsfähiger Aufwand behandelt. Geringwertige Anlagegüter (GWG) mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten - bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert - bilanziert. Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB bewertet. In die Herstellungskosten werden Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens mit einbezogen. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Bewertung der Waren erfolgt mit dem gewogenen Durchschnittswert (durchschnittliche Anschaffungskosten) gemäß § 256 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 240 Abs. 4 HGB bzw. dem zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB. Den Risiken im Vorratsvermögen aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten wird durch individuelle und pauschale Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung der Vorräte wird beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Bei erkennbaren Einzelrisiken werden Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Uneinbringlichkeit werden die Forderungen voll abgeschrieben. Den allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiken im Forderungsbestand wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Valutaguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen (§ 250 Abs. 1 Satz 1 HGB). Latente Steuern werden nach § 274 HGB gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen handelsrechtlichem Jahresabschluss und dem steuerlichen Jahresabschluss vorliegen, führen diese zu aktiven und passiven latenten Steuern ("temporary concept"). Darüber hinaus können latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet werden. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge können nur in dem Umfang aktiviert werden, wie damit gerechnet werden kann, dass diese in zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ausreichend zur Verfügung stehende passive temporäre Differenzen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehende aktive latente Steuern können nur aktiviert werden, wenn in den folgenden fünf Jahren ausreichend steuerliches Einkommen zur Verfügung steht. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht des § 274 HGB auf die Bilanzierung verzichtet. Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Gewinnrücklagen wurden gemäß § 272 Abs. 3 HGB aus Gewinnen in Vorjahren gebildet. Die Pensionsrückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag der Versorgungsverpflichtungen, die unter die Unverfallbarkeitsvorschriften des § 2 Abs. 1 BetrAVG fallen, nach der sog. Projected Unit Credit Method in Übereinstimmung mit den Vorschriften des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bewertet. Es wurden für die versicherungsmathematischen Gutachten die Richttafeln 2018 G (Vorjahr: Richttafeln 2018 G) von Klaus Heubeck verwendet. Der Diskontierungszinssatz für Laufzeiten von 11 Jahren beträgt zum Bilanzstichtag 1,56 % p.a. (Vorjahr: 1,57 % p.a.). Ein Gehalts- oder Karrieretrend wurde nicht berücksichtigt, da die beiden Bezugsberechtigten bereits Rente beziehen. Der Rententrend wurde in Höhe der geschätzten Veränderung des Verbraucherindex/VPI mit 2,25 % p.a. (Vorjahr: 2,25 % p.a.) angesetzt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB, der sich aus der Abzinsung mit einem Zinssatz der vergangenen zehn Jahre und demjenigen der vergangenen sieben Jahre ergibt, beträgt TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 12), d.h. um diesen Betrag wären die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei Anwendung des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes höher auszuweisen. In Höhe des Unterschiedsbetrages von TEUR 1 ergibt sich keine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB, da ausreichende frei verfügbare Rücklagen zum Bilanzstichtag bestehen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren zukünftigen Zahlungsverpflichtungen, Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB umgerechnet. Währungsgewinne und Währungsverluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. C. Erläuterung zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Berichtsjahr ist gesondert im Anlagespiegel als Anlage zu dem Anhang erläutert. 2. Vorräte Im Vergleich zu einer Bewertung der Waren auf der Grundlage des letzten vor dem Bilanzstichtag bekannten Marktpreises gegenüber der Bewertung zu gewogenen Durchschnittswerten ergibt sich im Berichtsjahr ein Unterschiedsbetrag im Sinne des § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB von TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 211). Im Zuge der Optimierung des Bewertungsverfahrens wurden die pauschalen Abwertungssätze bei verschiedenen Gängigkeitsklassen angepasst. Aus der Änderung des Bewertungsverfahrens ergibt sich im Berichtsjahr ein erfolgswirksam positiver Effekt von TEUR 11. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Bei den verbleibenden Forderungen wurde eine Pauschalwertberichtigung angesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt. Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen unter einem Jahr. 4. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und wird zum Nennbetrag angesetzt. 5. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen im Personalbereich, Abschluss- und Prüfungskosten und Archivierungskosten enthalten. 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:
In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7.818 (Vorjahr: TEUR 7.840) hat die Gesellschaft folgende Sicherheiten gestellt:
Vorgenannte Sicherheiten dienen nach Maßgabe einer Sicherheitstreuhandvereinbarung zwischen den beteiligten Kreditinstituten und der Gesellschaft den kreditgewährenden Banken gemeinsam als Sicherheit. Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.859 (Vorjahr: TEUR 1.799) geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. D. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse setzen sich nach geografisch bestimmten Märkten wie folgt zusammen:
2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 76) enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen erfolgswirksame Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 20) und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 53) für Vorjahre. Darüber hinaus sind Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 55) enthalten. 3. Personalaufwand In dem Posten Personalaufwand sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung für Personalabfindungen mit TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung mit TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 70) enthalten. 5. Sonstige Steuern In dem Posten Sonstige Steuern sind periodenfremde Aufwendungen aus Steuernachzahlungen für frühere Veranlagungszeiträume von TEUR 10 enthalten. E. Sonstige Angaben 1. Mutterunternehmen Das Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Hartig & Hagenlocher Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG mit Sitz in Rödermark. Sie ist gemäß § 293 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. 2. Haftungsverhältnisse Im Auftrag der Gesellschaft wurden von zwei Banken Avale in Höhe von TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 105) bereitgestellt, die von der Gesellschaft zum Bilanzstichtag für Mietbürgschafts- und abgabenrechtliche Sachverhalte in der Schweiz in Anspruch genommen worden sind. Für diese in Anspruch genommenen Avalkredite werden die unter C. 6 Nr. 1 - 5 genannten Sicherheiten gestellt. Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung sind Risiken aus einer Inanspruchnahme der Sicherheiten als sehr gering einzuschätzen, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen vereinbarungsgemäß erfüllt werden können. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat Miet- und Leasingverträge abgeschlossen sowie bestehende Bestellobligos aus bis zum Bilanzstichtag ausgeführten Warenbestellungen (Umlaufvermögen), deren künftiger Aufwand, Fälligkeit und Gesamtbetrag sich am Bilanzstichtag wie folgt belaufen:
4. Latente Steuern Die latenten Steuern zum Bilanzstichtag beruhen auf temporären Differenzen im Wesentlichen bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und bei sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein unternehmensindividueller, kombinierter Steuersatz von 29,125 % zugrunde gelegt. Zum Bilanzstichtag besteht ein Aktivüberhang von latenten Steuern. Vom Wahlrecht der Aktivierung latenter Steueransprüche nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde wie im Vorjahr kein Gebrauch gemacht. 5. Derivative Finanzinstrumente Die derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Fremdwährungsrisiken der Gesellschaft aus mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Zahlungsströmen des gewöhnlichen Geschäfts. Die Marktwerte von Devisentermingeschäften werden auf der Basis von aktuellen EZB-Referenzkursen bestimmt. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden insgesamt 4 Devisentermingeschäfte mit unterjährigen Laufzeiten abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Devisentermingeschäfte. 6. Arbeitnehmer Im Berichtsjahr waren nach § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 109 Angestellte (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) bei der Gesellschaft beschäftigt. 7. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 82, davon Vorjahre betreffend TEUR 11. Abschlussprüfungsleistungen betreffen TEUR 65 und Steuerberatungsleistungen betreffen TEUR 28, davon Vorjahre betreffend TEUR 11. 8. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Als nahestehende Personen oder Unternehmen werden Personen und Unternehmen betrachtet, die über die Möglichkeit verfügen, die VIDEOR E. Hartig GmbH zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- oder Geschäftspolitik auszuüben. Bei der Bestimmung des maßgeblichen Einflusses, den nahestehende Unternehmen und Personen auf die Finanz- und Geschäftspolitik haben, wurden die bestehenden Beherrschungsverhältnisse berücksichtigt. Zum Kreis der nahestehenden Unternehmen gehören das Mutterunternehmen der Gesellschaft sowie deren Gesellschafter Darüber hinaus sind wegen maßgeblichen Einflusses folgende Personen in Schlüsselpositionen nahe stehend im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB:
Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird. Im Berichtsjahr wurden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. 9. Organmitglieder der Gesellschaft Geschäftsführung: Herr Dominik Mizdrak, CEO Zu den Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB (Geschäftsführerbezüge) sowie § 285 Satz 1 Nr. 9b HGB (Bezüge ehemaliger Geschäftsführer) wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Aufsichtsrat: Frau Ina Hauck, Vorsitzende, Unternehmensberaterin, Frankfurt am Main Herr Sascha Galinski, stellvertretender Vorsitzender, Finanz- und Vertriebsgeschäftsführer bei Pro Developments Verwaltungs GmbH, Bingen Herr Lars Hagenlocher, Geschäftsführer bei Hartig & Hagenlocher Verwaltungs GmbH, Rödermark Herr Tobias Schenk, Vice President Business Development bei Knick Elektronische Messgeräte GmbH & Co. KG, Berlin Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr TEUR 30. 10. Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023/24 auf neue Rechnung vorzutragen. 11. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung zu vermerken, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.
Rödermark, 18. Juni 2024 VIDEOR E. Hartig GmbH Dominik
Mizdrak
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VIDEOR E. Hartig GmbH, Rödermark: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VIDEOR E. Hartig GmbH, Rödermark - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VIDEOR E. Hartig GmbH, Rödermark, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn, den 18. Juni 2024 Rödl
& Partner GmbH
Giebermann
Schöffel
Der Jahresabschluss wurde am 26.07.2024 festgestellt. |
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