Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 3837
Vorher
Pelipal Bad Collection Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
6.6.1988
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Badmöbeln nebst Zubehör. 2. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu tätigen, die mit dem in Ziffer 1 genannten Zweck mittelbar oder unmittelbar zusammenhängen. 3. Die Gesellschaft ist befugt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu errichten, zu erwerben und/ oder sich an ihnen zu beteiligen. 4. Die Gesellschaft darf Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Petra Winsel
seit 21.12.2011
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PELIPAL GmbH

Schlangen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

A. Wirtschaftliches Umfeld

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahres 2022 war von der anhaltenden Schuldenkrise in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und den ausgeprägten negativen wirtschaftlichen Entwicklungen des Ukraine-Krieges als auch den damit verbundenen Turbulenzen und Unsicherheiten auf die weltweiten Finanzmärkte und die Realwirtschaft, insbesondere den Energiemärkten, geprägt. Insbesondere die erheblichen weltweiten inflationären Tendenzen nach dem Abklingen der Corona Pandemie trübte die wirtschaftliche Entwicklung ein. Diese Unsicherheiten hatten auch entsprechende erhebliche negative wirtschaftlichen Auswirkungen auf das weltliche und europäische Wirtschaftswachstum. In Deutschland führten diese beschriebenen Unsicherheiten die deutsche Wirtschaft in eine weitere konjunkturelle Schwächephase. Die dargestellten wirtschaftlichen Unsicherheiten um eine kostengünstige Energieversorgung führte nicht zu der erhofften wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Pandemie ab den ersten Quartal 2022. Bedingt durch die wirtschaftlichen Unsicherheiten fällt die Steigerung der wirtschaftlichen Leistung im ersten und zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022 unerwartet gering aus. Für das Jahr 2022 wurde durch die Statistikbehörde Destatis des Statistisches Bundesamtes in Wiesbaden eine preisbereinigte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bedingt durch die konjunkturellen Unsicherheiten von lediglich 1,9 % verzeichnet. Der private Konsum verzeichnete insgesamt eine inflationsbereinigte Steigerung durch konsumtechnische Erholungseffekte von 3,9 %.

Der Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahre 2022 war auf einer Steigerung im Bereich der privaten Konsumnachfrage als auch auf einen pandemie-bedingten Erholungseffekt in der Exportnachfrage zurückzuführen. Während die privaten Konsumausgaben im Jahre 2022 um ca. 3,9 % zugenommen haben, verbesserte sich die wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland im Jahr 2022 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, wie oben beschrieben, um 1,9 %. Die Exporte des deutschen Außenhandels sind im Jahre 2022 durch die beschriebene Erholung im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 um 3,3 % gestiegen.

2. Geschäft und Strategie:

Die PELIPAL GmbH mit Sitz in Schlangen übernimmt als Vertriensgesellschaft die diversen vertriebsspezifischen Aufgabenbereiche der von Pelipal-Unternehmensgruppe entwickelten und produzierten Badezimmermöbel. Die Vertriebsgesellschaft der Pelipal-Unternehmensgruppe tritt im Markt und bei diversen Abnehmern erfolgreich unter der Dachmarke der Pelipal Firmengruppe auf und veräußert die Produkte auf nationaler und internationaler Ebene. Die von der Pelipal Firmengruppe verfolgte Strategie ist eine klare Abgrenzung von zielgruppenorientierten Segmenten. Die Segmentierung ermöglicht Pelipal unterschiedliche Produktansprüche sowie die dazugehörigen Preisausgestaltungen am Markt durchzusetzen. Die Pelipal-Unternehmensgruppe hat sich im europäischen Markt als einer der führenden Anbieter von Badmöbeln etabliert. Die Internationalisierung und Erschließung neuer Märkte will die Pelipal-Unternehmensgruppe weiter ausbauen.

Zu den internationalen Märkten zählen vornehmlich Österreich, Frankreich, Spanien und die Niederlande. Weitere Auslandsmärkte sollen über Vertriebsgesellschaften und Handelsvertretungen erschlossen und bearbeitet werden, um die internationale Ausrichtung der Firmengruppe Pelipal weiter zu forcieren.

3. Erläuterungen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen:

Der Umsatz, unter Berücksichtigung der sonstigen Erträge, beträgt im Berichtsjahr 96.519.720,54 €, im Jahr 2021 wurden 96.965.292,48 € erzielt, das entspricht einer Steigerung im Geschäftsjahr 2022 von -0,46 %.

Die Zunahme der Personalaufwendungen um 895.503,70 Euro ist einerseits der Tatsache geschuldet, dass im Geschäftsjahr 2022 die den Lohnkostenbereich betreffenden Urlaubsansprüche und angefallenen Überstunden diverser Mitarbeiter in größerem Maße abgenommen haben. Des Weiteren waren geringere zusätzliche Prämienzahlungen und Sondervergütungen (Urlaubs- und Weihnachtsgratifikationen) als im vorherigen Geschäftsjahr 2021 zu entrichten. Im Übrigen wurde der durchschnittliche Personalbestand der PELIPAL GmbH im Geschäftsjahr 2022 aufgrund von weiteren Investitionen in den Aufbau neuer Vertriebsstrukturen auf einem konstant hohen Niveau gehalten. Hierzu wird auf die Angaben im Anhang zu der Mitarbeiterzahl verwiesen. Alllerdings waren aufgrund der inflatorischen Preistendenzen in branchenüblicher Weise Lohnerhöhungen an die Belegschaft der Berichtsfirma PELIPAL GmbH zu entrichten, die zu entsprechenden erheblichen Kostensteigerungen führten. Ferner ist zu berücksichtigen, dass die aufgrund der in der Corona-Pandemie geleisteten Zuschüsse wegen Kurzarbeit nicht in der Weise vereinnahmt wurden. In der Gesamtbetrachtung sind die Personalaufwendungen im Berichtszeitraum 2022 somit um insgesamt 895.503,70 Euro gestiegen.

Es ist eine Kostensenkung zu verzeichnen, die sich in vielen, jedoch nicht in allen Kostenpositionen widerspiegelt. Diese Kostensenkung des Geschäftsjahres 2022 ist aufgrund des strikten Konzern- und Kostenmanagement jedoch leicht unterproportional zur Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres 2022 ausgefallen. Einmalige Effekte, wie durchgeführter Reparaturen, bleiben bei dieser Betrachtung außer Ansatz. Trotz der Tatsache, dass der allgemeine Möbelmarkt in Deutschland weiterhin als schwierig zu bezeichnen ist, sowie den negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, konnte die PELIPAL GmbH in 2022 ihr Ergebnis auf einem geringeren, aber noch erfreulichen Niveau behaupten. Das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.194.985,42 (Vorjahr: Euro 1.777.850,72) konnte positiv gestaltet werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die detailliert dem Erläuterungsteil zur Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen sind, haben um -6,7 Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum abgenommen. Wesentliche Kostentreiber dieses Kostenblocks waren Kosten für Ausstellungen, Werbekosten, Dienstleistungsaufwendungen als auch die Aufwendungen für Frachten und Delkredere. Die Dienstleistungsaufwendungen an die Pelipal Zentralverwaltungs GmbH, als weiterer größerer Kostenblock, sind aufgrund von Anpassungen an die aktuellen Gegebenheiten unverändert geblieben. Die Erhöhung der Dienstleistungaufwendungen erfolgte aufgrund der Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten. Der Steigerung dieses vorbezeichneten Kostenblocks ist zusätzlich durch eine Erhöhung im Bereich der Kosten für Ausstellungen, Ausgangsfrachten, Werbematerialien und Marketingmaßnahmen begründet. Es wurden jedoch auch im Geschäftsjahr 2022 weiterhin Investitionen in den Aufbau und die Erweiterung von neuen Vertriebsstrukturen getätigt (Erschließung neuer Märkte und Kunden), so dass insbesondere relativ hohe Aufwendungen für den Ausbau von Online-Ausstellungen und Werbemaßnahmen notwendig waren. Es ist noch zu beachten, dass im laufenden Geschäftsjahr auch Instandhaltungen an Maschinen und technischen Anlagen durchgeführt wurden, die entsprechend zu einem gegenteiligen Effekt führten, da diese im Berichtszeitraum 2022 erheblich geringer ausgefallen sind als im zu beurteilenden Vorjahr.

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEuro -2.332,9 bzw. -5,5 % auf TEuro 39.813,3 verringert.

Die erhebliche Abnahme der Bilanzsumme auf der Aktiv-Seite resultiert im Wesentlichen zum einen aus einem erheblichem Zuwachs der Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen (Verrechnungskonten der Pelipal-Unternehmensgruppe). Durch den entsprechenden Zahlungsausgleich und weiterer Investitionen reduzierte sich der Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten zum Bilanzsichtag 31.12.2022 in erheblichem Umfang, der diesen vorbezeichneten Zuwachs überkompensierte. Der Bestand der sonstigen Vermögensgegenstände umfasst im wesentlichen Steuerforderungen aus dem Umsatzsteuerbereich des laufenden Geschäftsjahres 2022. Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 im Wesentlichen unverändert geblieben. Demgegenüber verminderte sich das immaterielle Vermögen und das Sachanlagevermögen durch abschreibungsbedingten Aufwand im Berichtszeitraum 2022. Umfangreiche Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen wurden im Geschäftsjahr 2022 im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattungvorgenommen. Diese beliefen sich in einem größeren Umfang. Insgesamt sind die daraus resultierenden Abschreibungsbeträge gestiegen. Zusätzlich haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag 31.12.2022 aufgrund der insgesamt geringeren Absatztätigkeit im Geschäftsjahr 2022 reduziert.

Des Weiteren verminderte sich das Vorratsvermögen der Berichtsfirma zum 31.12.2022 in unwesentlichem Umfang. Diese Verminderung des Vorratsvermögens hängt mit dem insgesamt bestehenden Umsatzrückgang des Geschäftsjahres 2022 zusammen. Aufgrund der naturgemäß höheren Absatztätigkeit zum Ende des Geschäftsjahres wurde der Warenbestand teilweise abverkauft. Zusätzlich lag zum Bilanzstichtag 31.12.2022 ein erfahrungsgemäß relativ hoher Auftragsbestand für die Anfangsmonate des Folgejahres 2023 vor. Um diesen erfüllen zu können, war ein relativ hoher Lagerbestand zur Abarbeitung des Auftragsbestandes notwendig. Die auf Lager liegenden fertigen Erzeugnisse wurden zum Beginn des darauf folgenden Geschäftsjahres abverkauft. Ein absolut betrachtet hoher Vorratsbestand war ebenfalls notwendig, um den derzeitigen Lieferschwierigkeiten und Lieferverzögerungen im Vorprodukte- und Rohstoffmarkt Rechnung zu tragen und zu jeder Zeit bei etwaigen unerwarteten Auftragseingängen lieferfähig zu bleiben.

Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen hat sich von 2,1 % im Geschäftsjahr 2021 auf 3,6 % im Geschäftsjahr 2022 verändert. Insgesamt zeigt sich, dass erhebliches Vermögen der Gesellschaft für kurzfristige Dispositionen zur Verfügung steht.

Wir verfügen über ein zentrales Finanzmanagement, dieses umfasst die Liquiditätssteuerung, das Cash Management sowie das Management von Marktpreisrisiken. Durch das Liquiditätsmanagement wird sichergestellt, dass wir jederzeit in der finanziellen Lage sind, unsere Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Zu- und Abflüsse aus dem operativen Geschäft sind Basis der täglichen Kontendisposition und kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung.

Wir beurteilen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens durchweg als positiv. In unserem nicht immer einfachen Marktumfeld konnten wir unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2022 erreichen.

Die Finanzlage der Firma PELIPAL GmbH ist als sehr stabil und sehr positiv zu bezeichnen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt Euro -4.488.673,32 (Vorjahr : Euro -1.033.503,13). Bei der Betrachtung ist zu beachten, dass der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lediglich durch eine erhebliche Zunahme anderer Aktiva, die nur der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, zurückgegangen ist.

Wir sind damit stets in der Lage, sämtliche fällige Verbindlichkeiten der Gesellschaft fristgerecht zu erfüllen.

Aufgrund der in der Vergangenheit geänderten Gesetzeslage zum Gewährleistungsrecht, sind auf die produzierenden Unternehmen erhebliche Risiken zugekommen, die momentan nicht genau abzuschätzen sind. Wegen der allgemeinen Verlängerung der Gewährleistungsfristen haben wir auch in 2022 die Gewährleistungsrückstellung gebildet, die jedoch wegen unveränderter allgemeiner Risiken im Wesentlichen konstant gehalten werden konnte.

Hinsichtlich der Abschreibungen (die voll verdient worden sind) ist die Zahlungsbereitschaft der Firma zu jeder Zeit gegeben. Die Abschreibungen haben sich aufgrund von geringeren Ersatzinvestitionen im Bereich des Fuhrparks und der Betriebs-und Geschäftsausstattung leicht reduziert. Sämtliche Abschreibungen stehen für Reinvestitionszwecke zur Verfügung. Die Abschreibungsquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Ersatzinvestitionen wurden im laufenden Geschäftsjahr 2022 im Bereich des Fuhrparks und der Betriebs-und Geschäftsausstattung in geringfügigem Umfang vorgenommen.

Wir erwarten auch im Jahre 2023 ein positives Ergebnis, das unsere Anstrengungen widerspiegelt.

4. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenrisiken:

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 basieren auf der im Prognosebericht angenommenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das Management der Unternehmensprozesse der Firmen der Unternehmensgruppe wird durch die zunehmende Internationalisierung auch in zukünftigen Geschäftsjahren weiter an Bedeutung gewinnen.

Vor allem durch die noch bestehenden Unsicherheiten (inflatorische Preistendenzen, Zinsentwicklungen, Energiekrise, Lieferengpässe etc.) kann derzeit nicht abschließend beurteilt werden, welche längerfristigen Auswirkungen sich auf die Realwirtschaft ergeben werden. Trotz dieser skizzierten enormen Risiken durch die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen zur Eindämmung der Energiekrise und Lieferengpässe durch die Kriegsfolgen rechnet die Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2023 auch mit einem positiven Ergebnis.

Die Geschäftsentwicklung der PELIPAL GmbH wird jedoch erheblich von den Konjunkturdaten in den relevanten Absatzmärkten beeinflusst. Um die Abhängigkeit von einzelnen regionalen Märkten zu reduzieren, wird die Internationalisierung wie in den Vorjahren weiter vorangetrieben.

Das Risiko von Zahlungsverzögerungen und die damit verbundene Gefahr von Liquiditätsengpässen wird durch entsprechende Zahlungskonditionen (z.B. Vorkasse) für Neukunden, die laufende Überwachung des Forderungsmanagements sowie Bonitätsanalysen weitestgehend eingeschränkt.

Im Hinblick auf die zu erwartenden negativen Konjunkturdaten des Branchenverbandes und der Gesamtwirtschaft für das Geschäftsjahr 2023 begegnet die PELIPAL GmbH jedoch den vorhandenen Gesamtwirtschaftlichen- und Branchenrisiken weiterhin durch striktes Kostenmanagement, flexible Produktionsmodelle, konsequente Markenpolitik sowie qualifizierte Beratung. So könnten die Auswirkungen dieser wirtschaftlichen Risiken in der Zukunft reduziert werden.

5. Finanzwirtschaftliche Risiken:

Es werden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt und es besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Kreditinstituten. Trotz der zunehmend restriktiven Kreditvergabe seitens des Finanzsektors sind die vorhandenen Kreditlinien ausreichend, um die strategische und operative Entwicklung der PELIPAL GmbH entsprechend zu unterstützen und eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu gewähren.

6. Gesamtrisiko:

Die Risikosituation der PELIPAL GmbH hat sich im Jahre 2022 aufgrund der dynamischen Entwicklung und der nicht abschätzbaren Risiken der noch nicht endgültig überstandenen Corona-Pandemie und der sich durch die Kriegsfolgen entstandene Energiekrise wesentlich gegenüber den Vorjahren geändert. Die Einschätzung des Gesamtrisikos basiert auf der Analyse der einzelnen Risikogeschäftsfelder.

Obwohl das allgemeine Risiko durch die starke Volatilität der Weltmärkte im finanzmarkt- als auch im realwirtschaftlichen Sektor weiterhin besteht und somit das weltwirtschaftliche Gesamtrisiko sehr stark erhöht ist, ist aufgrund der anhaltend positiven Branchenkonjunktur durch die zunehmenden staatlichen Lockerungsmaßnahmen ab dem zweiten Quartal 2023 und dem striktem Kostenmanagement die Geschäftsführung weiterhin zuversichtlich. Auf Basis der dargestellten Einzelrisiken und der derzeitigen operativen Entwicklung unterliegt das Geschäft der PELIPAL GmbH keinen existenzgefährdenden Einflüssen.

B. Prognosebericht:

1. Zukünftige Entwicklung und Risiken der künftigen Entwicklung:

Die Bundesregierung geht in ihrer Frühjahrsprojektion zur Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der höheren Zinsen und der negativen wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges für das Jahr 2023 von einer Steigerung von lediglich 0,4 % aus.

Hauptsächlich trüben die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukrainer die wirtschaftlichen Aussichten durch hohe Energiepreise, Sanktionen und gestiegene Unsicherheiten als auch brüchige Lieferketten des Geschäftsjahres 2023 ein.

Das ifo-institut erwartet vor dem Hintergrund, dass sich das wirtschaftliche Umfeld als auch die binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab dem 3. Quartal 2023 durch die Verlangsamung des Preisauftriebes verbessert und damit Unsicherheiten bei den Unternehmen geringfügig abgenommen haben, einen konjunkturellen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland für das Jahr 2023 von 0,4 % im Rahmen ihrer Sommerprojektion.

Allerdings bremsen die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferengpässe als auch die Energiekrise die wirtschaftliche Erholung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Zudem verschärfte der Krieg die Engpässe bei der Lieferung von Rohstoffen und Vorprodukten, unter denen die Industrie bereits im vergangenen Jahr stark gelitten hat. Die geldpolitische Ausrichtung dürfte weiterhin restriktiv bleiben, auch wenn ein Ende des Zinserhöhungszyklus absehbar sein wird.

Positiv für Deutschland zu bewerten ist die noch relativ geringe Arbeitslosigkeit durch die wirtschaftlichen Folge im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern. Die Sanitärwirtschaft in Deutschland (VDS) geht in Zusammenarbeit mit dem Münchener Ifo-Institut von einem leichten Abwärtstrend des Umsatzwachstums der mittelständisch geprägten Branche im 4. Quartal 2023 aus. Insgesamt blickt die Branche trotz der erheblichen wirtschaftlichen Risiken jedoch noch optimistisch in die Zukunft.

Im 2. Quartal 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden im Vergleich zum Vorquartal I/2023 stagniert, wobei insbesondere der private Konsum und die Bruttoinvestitionen durch die Energiekrise maßgeblich das wirtschaftliche Wachstum trübten. Das Statistische Bundesamt geht in seiner Prognose für das Gesamtjahr 2023 von einer leichten Verbesserung des Wachstums und damit korrespondierend mit einer geringfügig positiven Entwicklung des BIP im letzten Quartal des Jahres 2023 aus.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind, außer den oben beschriebenen wirtschaftlichen und konjunkturellen Risiken, die durch die PELIPAL GmbH weder beeinflussbar noch in irgendeiner Art und Weise steuerbar sind, keine Risiken mit Einfluss auf die künftige Entwicklung der PELIPAL GmbH seitens der Geschäftsführung zu erwarten.

Eine präzise Vorhersage der volkswirtschaftlichen Kosten der Corona- und Energiekrise und der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ist zum jetzigen Zeitpunkt nahezu unmöglich, da eine hohe Unsicherheit über die weitere Verbreitung des Virus und insbesondere die weitere Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise durch die Kriegsfolgen besteht.

2. Geschäft und Strategie:

2023 wird die Strategie der Markeneinführung neuer Produkte, Stärkung der Vertriebsorganisation, Internationalisierung und Schaffung von Synergien aus der Zentralisierung wichtiger Unternehmensbereiche weiter forciert und umgesetzt. Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass aufgrund der durchgeführten operativen und strategischen Planungen die Voraussetzungen dafür geschaffen sind, sich in dem Marktumfeld weiterhin erfolgreich zu behaupten und durch die qualifizierte Beratung und die Markendiversifikation weitere Marktanteile erschließen zu können und ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu generieren. Die Geschäftsführung geht für die kommenden Geschäftsjahre von einer stabilen Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PELIPAL GmbH aus. Voraussetzung ist dabei jedoch ein insgesamt stabiles gesamtwirtschaftliches, politisches und rechtliches Umfeld.

Vor dem Hintergrund der erheblichen negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir trotz alledem für das Geschäftsjahr 2023 ein zufriedenstellendes Ergebnis, das jedoch mit einem hohen Unsicherheitspotential verbunden ist.

3. Risikomanagement:

Die Führung des Unternehmens ist auf den langfristigen Erhalt ausgelegt. In diesem Sinne soll das Unternehmen nachhaltig wachsen und der Unternehmenswert langfristig steigen.

Im täglichen Geschäft unterliegt die PELIPAL GmbH neben allgemeinen konjunkturellen sowie makroökonomischen Risiken und spezifischen Branchenrisiken auch den üblichen finanzwirtschaftlichen Unwägbarkeiten, die sich in besonderem Maße weltwirtschaftlich bemerkbar machen.

Nach dem Risikoverständnis der PELIPAL GmbH werden die Geschäftsrisiken minimiert bzw. nach Möglichkeit vermieden. Risiken werden bewusst nur eingegangen, wenn die damit verbundenen Erfolgsaussichten entsprechend attraktiv sind und nicht die Gefahr einer Entwicklungs- oder Bestandsgefährdung hervorrufen können. Zudem müssen die vorliegenden Risiken kalkulierbar, in der Höhe verkraftbar und ihre Eintrittswahrscheinlichkeit gering sein. Die für das Geschäft der PELIPAL GmbH besonders bedeutsamen makroökonomischen- und Branchenentwicklungen werden kontinuierlich beobachtet und analysiert.

4. Risiken des Beschaffungs- und Absatzmarkts:

Für das Geschäftsjahr 2023 ist von erheblichen Risiken des Beschaffungs- und Absatzmarktes für die Firma PELIPAL GmbH im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund der weltweiten Energiekrise auszugehen. Eine präzise Vorhersage der mittel- und langfristigen Entwicklung ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nahezu unmöglich. Die Preise bei Basisrohstoffen, insbesondere Rohöl und Verpackungsmaterialien dürften sich aufgrund des derzeitigen sehr hohen Preisauftriebs in der EU voraussichtlich stark erhöhend entwickeln. In Deutschland kann ebenfalls von einer dramatischen Erhöhung der Energiepreise ausgegangen werden.

Insgesamt lässt sich jedoch festhalten, dass die Preisentwicklung auf den für die Firma PELIPAL GmbH bedeutsamen Beschaffungsmärkten unter dem Vorbehalt der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung stehen. Verlässliche Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 und die Beurteilung der Chancen und Risiken sind derzeit mit einem erheblichen Unsicherheitspotenzial behaftet.

 

Dr. Jochen Conrad Peters

Swen Schmitz

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.415.352,52 889.427,74
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.699,00 16.228,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.699,00 16.228,50
II. Sachanlagen 1.300.933,55 721.872,05
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,50 0,50
2. technische Anlagen und Maschinen 19.258,00 22.468,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.259.175,05 691.903,55
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.500,00 7.500,00
III. Finanzanlagen 110.719,97 151.327,19
1. Beteiligungen 100.000,00 100.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.149,97 47.757,19
3. sonstige Ausleihungen 250,00 3.250,00
4. Genossenschaftsanteile 320,00 320,00
B. Umlaufvermögen 38.228.569,86 41.166.841,65
I. Vorräte 7.536.464,00 7.627.053,98
1. fertige Erzeugnisse und Waren 7.536.464,00 7.627.053,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.633.772,23 21.280.243,99
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.063.613,66 16.056.098,01
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.907.681,47 4.732.778,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 6.890,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 662.477,10 491.367,92
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 24.651,39 24.182,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.058.333,63 12.259.543,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 117.809,54 30.368,99
D. Aktive latente Steuern 51.532,38 59.533,09
Aktiva 39.813.264,30 42.146.171,47

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 28.118.036,56 26.923.051,14
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 19.059,00 19.059,00
1. andere Gewinnrücklagen 19.059,00 19.059,00
III. Bilanzgewinn 28.073.412,97 26.878.427,55
davon Gewinnvortrag 26.878.427,55 25.100.576,83
B. Rückstellungen 1.628.085,61 1.849.401,05
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 816.640,00 851.759,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 222.024,68
3. sonstige Rückstellungen 811.445,61 775.617,37
C. Verbindlichkeiten 10.067.142,13 13.373.719,28
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.058,31 36.580,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 25.058,31 36.580,25
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 583.144,57 796.284,44
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 583.144,57 796.284,44
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.277.814,36 7.733.097,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.277.814,36 7.733.097,38
4. sonstige Verbindlichkeiten 4.181.124,89 4.807.757,21
davon aus Steuern 391.685,06 641.545,69
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 11.247,24 8.221,10
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.181.124,89 4.807.757,21
Passiva 39.813.264,30 42.146.171,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 96.184.810,75 96.581.689,70
2. andere aktivierte Eigenleistungen 50.183,75
3. sonstige betriebliche Erträge 334.909,79 383.602,78
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 2.409,84 4.702,88
4. Materialaufwand 65.851.754,96 66.393.230,65
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 65.851.754,96 66.393.230,65
5. Personalaufwand 7.493.462,08 6.597.958,38
a) Löhne und Gehälter 6.147.750,03 5.426.549,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.345.712,05 1.171.408,98
6. Abschreibungen 255.502,94 226.837,74
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 255.502,94 226.837,74
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 21.170.672,90 21.177.339,46
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -1.799,08 15.658,32
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.082,14 95.725,48
davon aus verbundenen Unternehmen 682,95 91.592,19
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.270,00 45.999,00
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 20.140,00 45.999,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 556.063,14 821.680,57
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 8.000,71 647,98
11. Ergebnis nach Steuern 1.214.260,41 1.797.972,16
12. sonstige Steuern 19.274,99 20.121,44
13. Jahresüberschuss 1.194.985,42 1.777.850,72
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 26.878.427,55 25.100.576,83
15. Bilanzgewinn 28.073.412,97 26.878.427,55

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Auf Grund der Anwendung der des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden auch die Vorjahreswerte angepasst, ein Vergleich mit dem Jahresabschluss des Vorjahres ist damit unter Umständen nicht in allen Fällen möglich.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff HGB) insbesondere auf der Grundlage Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff HGB) aufgestellt worden.

Die Gliederung der Bilanz sowie die der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Bilanz ist in Kontoform, die Gewinn- und Verlustrechnung in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss der PELIPAL GmbH ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Der Jahresabschluss der Firma PELIPAL GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. III HGB.

Soweit im Berichtsjahr hinsichtlich der im Vorjahr von den Gliederungsvorschriften des HGB und des GmbHG abweichende Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Veränderungen vorgenommen wurden, wurde dem Prinzip der Darstellungsstetigkeit gem. § 265 Abs. 1 HGB durch Anpassung der Vorjahreszahlen entsprochen.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist zu jedem Posten der entsprechende Wert des vorhergehenden Geschäftsjahres angegeben.

Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

Zusätzliche Angaben wegen der Nichtvergleichbarkeit einzelner Posten des Jahresabschlusses mit denen des Vorjahres sind nicht notwendig. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Der Ansatz von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgte, soweit erforderlich, zum jeweils gültigen Stichtagskurs.

II. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: PELIPAL GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schlangen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Lemgo
Register-Nr.: HRB 3837

Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält keine Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind.

Ausweis der nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB zusammengefassten Posten

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung war in der Bilanz die Zusammenfassung einzelner Posten des Gliederungsschemas in § 266 HGB nicht erforderlich.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Angaben zu Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt worden ist.

Rückstellungen sind nur im Rahmen des § 249 Abs. 1 HGB gebildet. Die Auflösung von Rückstellungen erfolgte nach bestimmungsmäßigen Verbrauch.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur im Rahmen der Bestimmungen des § 250 HGB gebildet.

2. Bewertungsgrundsätze

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going-concern) gemäß § 252 Absatz 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden dem Einzelbewertungsgrundsatz folgend auch einzeln bewertet.

Die angewandten Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich nach den handelsrechtlichen Vorschriften; sofern steuerrechtliche Bestimmungen dem entgegenstehen, sind die steuerrechtlichen Grundsätze im Rahmen einer Steuerbilanz erfasst worden.

Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte vorsichtig, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst in den Fällen, in denen diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur insofern berücksichtigt, wenn sie bis zum Bilanzstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung erfasst worden.

Die Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen entstehen aus zeitlichen Verschiebungen zwischen der Rechnungsstellung von ausländischen Lieferanten und der Begleichung der Lieferantenverbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils zum am Tag gültigen Devisenkassamittelkurs. Jedoch waren diese Beträge im Berichtsjahr nur von untergeordneter Bedeutung. Die Erträge aus Kursdifferenzen betrugen im Berichtsjahr 2.409,84 Euro und die Aufwendungen aus Kursdifferenzen -1.799,08 Euro.

Es werden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Wechselkursveränderungen bei Warenimporten aus dem außereuropäischen Ausland und bei Warenexporten in das außereuropäische Ausland eingesetzt.

3. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel, der diesem Jahresabschluss als Anlage 3 beigefügt ist.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (Software) werden mit ihren Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer für die Software wird eine Zeitspanne von fünf Jahren unterstellt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet.

Grundlage der angewandten planmäßigen Abschreibung war die voraussichtlich angenommene Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen sowohl degressiv als auch linear vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgte in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung geführt hat.

Die sonstigen Ausleihungen wurden zum Nennwert angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über den Wert liegt, der Ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird diesem Sachverhalt durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die in etwaigen Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen werden rückgängig gemacht, sofern die Gründe dafür nicht mehr fortbestehen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über den Wert liegt, der Ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird diesem Sachverhalt durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die in etwaigen Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen werden rückgängig gemacht, sofern die Gründe dafür nicht mehr fortbestehen.

4. Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgte durch die Geschäftsleitung zu Herstellungskosten oder niedrigeren Zeitwerten. Damit wird das Niederstwertprinzip beachtet. Fertige Erzeugnisse werden zu durchschnittlichen Herstellungkosten bewertet. Diese umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen ebenfalls die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt.

Den Bestandsrisiken wurden durch ausreichende Abschläge Rechnung getragen, so dass die Bewertung des Vorratsvermögens verlustfrei erfolgte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nominalwert bilanziert. Einzelwertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken und Pauschalwertberichtigungen für das allgemeine Ausfallrisiko waren nicht erforderlich.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in sämtlicher Höhe unter einem Jahr. Es ist keine pauschale Wertberichtigung vom gekürzten Nettobetrag vorgenommen worden, da die Forderungen im Wesentlichen gegenüber Firmen der Pelipal-Unternehmensgruppe bestehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuerforderungen (Umsatzsteuer, Körperschaft- und Gewerbesteuer) des aktuellen Geschäftsjahres 2022 i. H. v. Euro 244.812,93, die innerhalb eines Jahres fällig werden.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten grundsätzlich Steuernachzahlungen, die für das Veranlagungsjahr 2022 zu entrichten sind. Derartige Steuerrückstellungen haben zum Bilanzstichtag 31.12.2022 nicht bestanden.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den jeweils geltenden Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

IV. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Aufgliederung und die Bewegungen des Anlagevermögens sind dem beigefügten Anlageverzeichnis zu entnehmen. Hieraus ergeben sich ebenfalls die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 Absatz 2 HGB). Siehe hierzu Anlage 3.

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel, der diesem Jahresabschluss als Anlage 3 beigefügt ist.

2. Finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine finanziellen Verpflichtungen außerhalb der Bilanz.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 24.651,39 (Vorjahr: Euro 31.072,73).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben i.H.v. 0,00 € eine Restlaufzeit von über 1 Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuerforderungen (Vorsteuerbeträge, die im Folgejahr 2023 abziehbar sind) i. H. v. Euro 76.813,26 sowie Umsatzsteuerforderungen des Geschäftsjahres 2022 i. H. v. Euro 0,00. Ferner bestehen Steuerforderungen des aktuellen Geschäftsjahres im Bereich der der Körperschaft-, und der Gewerbsteuer zum Abschlusstichtag 31.12.2022 i. H. v. Euro 166.898,55.

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält überwiegend Versicherungsbeiträge, die einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen.

5. Eigenkapital/ Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 i.H.v. 1.194.985,42 € in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von Euro 26.878.427,55 einbezogen.

7. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten Steuernachzahlungen, die für das Veranlagungsjahr 2022 zu entrichten sind.

Die Zusammensetzung der Rückstellungen ist den Erläuterungen zur Bilanz sowie der folgenden Tabellen zu entnehmen:

31.12.2022
Rückstellungen für Personalkosten 78.083,96 Euro
Rückstellungen für Gewährleistungen/Risiken 512.361,65 Euro
Übrige sonstige Rückstellungen 221.000,00 Euro
Summe 811.445,61 Euro

8. Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens durch die Firma BVE mbH (Beratungsgesellschaft für Versorgungseinrichtungen) unter Einbeziehung der Vorschriften des § 253 HGB sowie unter Verwendung der Richttafeln von Klaus Heubeck. Die Gesellschaft hat von der Ausübung des Wahlrechtes nach Art. 67 I EGHGB und eine Verteilung der erforderlichen Zuführung über einen Zeitraum von 15 Jahren keinen Gebrauch gemacht und die Unterdotierung in einem Betrag zugeführt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen gem. versicherungsmathematischem Gutachten der Firma BVE mbH (Beratungsgesellschaft für Versorgungseinrichtungen) zum 31.12.2022 weist eine kumulierte planmäßige Verringerung der Pensionsrückstellung i.H.v. -35.119,00 Euro aus.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,79 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel "Richtafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck
Zinssatz der Deutschen Bundesbank 31.12.2022: 1,79 % (Vorjahr 1,87 %)
Einkommenstrend: Leistungen sind unabhängig vom Einkommen
Bewertungsmethode: Projected Unit Credit Methode
Biometrische Parameter: Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen Euro 816.640,00.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 20.660,00.

Rechnungszinssatz 1,45 %
Rückstellung gem. Rechnungszins von 1,45 % 837.300,00 Euro
Unterschiedsbetrag 20.660,00 Euro

Gewinne dürfen demnach nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnsvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens dem oben genannten Unterschiedsbetrag entsprechen.

9. Verbindlichkeiten

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 0,00.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 10.067.142,13 (Vorjahr: Euro 13.373.719,28).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Angaben zu Verbindlichkeiten und zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 844.751,13 (Vorjahr: Euro 2.022.860,28).

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten liegen unter einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Steuerverbindlichen zur LSt i. H. v. Euro 52.256,64 sowie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt i. H. v. Euro 55.461,99.

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:

Verbindlichkeiten Stand 31.12.2022 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Besicherungen
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.058,31 25.058,31 0,00 0,00 Eigentumsvorbehalte
gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 keine
aus Lieferungen und Leistungen 583.144,57 583.144,57 0,00 0,00 Eigentumsvorbehalte
sonstige inkl. Verbundverb. 9.458.939,25 9.458.939,25 0,00 0,00 keine
Summe 10.067.142,13 10.067.142,13 0,00 0,00

Die Besicherung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt über die üblichen Eigentumsvorbehalte. Eine Besicherung der anderen Verbindlichkeitstypen erfolgte hingegen nicht.

9. Aktive latente Steuern

Von dem Ansatzwahlrecht gem. 274 I HGB wurde Gebrauch gemacht. Der kombinierte Effektivertragsteuersatz bestehend aus Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbeertragsteuer beträgt im Berichtsjahr 31,295 %. Die Zusammensetzung des Postens zeigt der nachfolgende Steuerlatenzspiegel:

Wert laut Handelsbilanz
in Euro
Wert laut Steuerbilanz
in Euro
Differenz
in Euro
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.699,00 3.700,00 -1,00
technische Anlagen und Maschinen 19.258,00 14.651,00 4.607,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.259.175,05 1.233.410,05 25.765,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 816.640,00 621.604,00 -195.036,00
Summe -164.666,50

Aufgrund dieser aufgezeigten Differenzen der Wertansätze der Handels- und der Steuerbilanz ergibt sich zum Bilanzstichtag eine aktive latente Steuer in Höhe von 51.532,38 Euro.

Die sich aus den Differenzen der Wertansätze zwischen Handels- und der Steuerbilanz ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern wurden miteinander verrechnet, so dass kumuliert betrachtet eine aktive latente Steuer entsteht.

Die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB wird beachtet.

10. Angaben zu Verbindlichkeiten und zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 844.751,13 (Vorjahr: Euro 2.022.860,28).

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten liegen unter einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichen zur LSt i. H. v. Euro 52.256,64 sowie Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt i. H. v. Euro 55.461,99.

11. Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte, die im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden, existierten zum Bilanzstichtag 31.12.2022 nicht.

12. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse zu vermerken.

Angaben zu Haftungsverhältnissen gem. § 251 HGB waren nicht erforderlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden nicht.

13. Bewertungseinheiten

Es wurden keine Bewertungseinheiten gebildet.

14. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

15. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Allgmeine Information

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Zusammensetzung der einzelnen Posten ist dem Erläuterungsbericht zur Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen.

2. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Gemäß § 286 Abs. 2 HGB unterbleibt die Aufgliederung der Umsätze nach § 285 Nr. 4 HGB nach sachlicher Abgrenzung und regionaler Abgrenzung, da dieses nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

3. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Die Abschreibungen beinhalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Gleichzeitig wurden aufgrund von Verschrottungen diverse Ausbuchungen aus dem Anlageverzeichnis für Altbestände vorgenommen.

Diverse Verschiebungen im Kostenbereich hängen unter anderem mit der Änderung der Kosten- und der Kontenzuordnung zusammen.

4. Miet- und Leasingaufwendungen

Die jährlichen anfallenden Miet- bzw. Leasingaufwendungen aufgrund von langfristigen Miet- und Leasingverträgen ergeben sich wie folgt:

2022
Euro
2021
Euro
Mieten für Gebäude p.a. 511.431,93 571.068,24
Mieten und Leasing Stapler p.a. 9.629,33 9.629,59
Mieten und Leasing BGA p.a. 20.377,25 22.267,52
Mieten und Leasing KfZ p.a. 231.800,80 269.893,62
Summe p.a. 773.239,31 872.858,97

5. Erläuterung der periodenfremden Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 108.734,78 (Vorjahr: Euro 204.151,74) ausgewiesen. Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 16.798,20 (Vorjahr: Euro 244.221,70) sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnet.

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 108.734,78 enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten in voller Höhe den Jahresüberschuss.

6. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 16.798,20 enthalten.

7. Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung bestanden zum Bilanzstichtag 31.12.2022 nicht.

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung bestanden zum Bilanzstichtag 31.12.2022 nicht.

VI. Sonstige Angaben

1. Ausschüttungssperre

Zum Bilanzstichtag unterliegt der nachfolgend dargestellte Betrag der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB:

Bilanzausweis Latente Steuern auschüttungsgesperrter Betrag
Überhang aktive latente Steuern 51.532,38 € 51.532,38 € 51.532,38 €

2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 haben die folgende Beschäftigungsverhältnisse bestanden:

2022 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 27 25
Angestellte 94 95
Aushilfen 0 3
Gesamt 121 123

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Absatz 5 HGB beträgt im Geschäftsjahr 121 Mitarbeiter (Vorjahr 123).

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 27,00
Angestellte 92,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 121,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 118,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 3,00

3. Namen der Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren im Vergleich zum Vorjahr:

Herr Dr. Jochen Conrad Peters, wohnhaft in Bad Lippspringe

Herr Swen Schmitz, wohnhaft in Köln

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

4. Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Absatz 4 HGB aufgrund der Schutzwürdigkeit der Daten gegenüber den Abschlussadressaten.

5. Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

6. Gebildete Rückstellungen für frühere Geschäftsführer

Die für frühere Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebenen gebildeten Rückstellungen betragen Euro 816.640,00. Der zurückgestellte Betrag betrifft laufende Pensionen sowie Anwartschaften auf Pensionen. Zur Rückstellungsbildung wurden die steuerlichen Vorschriften beachtet.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 20.000,00 Euro und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers Euro
a) Abschlussprüfungsleistungen 20.000,00
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Das Honorar des Abschlussprüfers des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 20.000,00 Euro (Vorjahr: 19.500,00 Euro) entfällt vollständig auf Abschlußprüfungsdienstleistungen. Weitere Dienstleistungen wurden durch den Abschlußprüfer im Geschäftsjahr 2022 nicht erbracht.

8. Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2023 festgestellt.

Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2023 gebilligt.

9. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten.

10. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 1.194.985,42.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von Euro 28.073.412,97, der zu verwenden ist.

VII. Angabe gemäß § 42 III GmbHG

Die Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter bestehen am Abschlussstichtag i.H.v. € 844.751,13 (Vorjahr € 2.022.860,28). Sie wurden unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen ausgewiesen. Forderungen gegenüber Gesellschaftern valutierten zum 31.12.2022 mit € 4.690.123,90 (Vorjahr: € 4.690.123,90).

Die Firma PELIPAL GmbH wird in den Konzernabschluß der Firma Peters Grundstücksverwaltungs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG in 33189 Schlangen einbezogen. Aufgrund der gesellschaftlichen Struktur besteht keine Aufstellungspflicht für einen Konzernabschluß der Firma Peters Grundstücksverwaltungs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG in 33189 Schlangen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Dr. Jochen Conrad Peters

Swen Schmitz

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zu- gang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 564.687,92 - - - 564.687,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert - - - - -
564.687,92 - - - 564.687,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.692,14 - - - 39.692,14
2. technische Anlagen und Maschinen 279.045,22 - - - 279.045,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.584.456,26 830.511,94 - 153.416,55 - 4.261.551,65
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.500,00 15.000,00 - - 22.500,00
3.910.693,62 845.511,94 - 153.416,55 - 4.602.789,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen - - - - -
3. Beteiligungen 100.000,00 - - - 100.000,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungverhältnis besteht 47.757,19 - - 37.607,22 - 10.149,97
5. sonstige Ausleihungen 3.570,00 - - 3.000,00 - 570,00
151.327,19 - - 40.607,22 - 110.719,97
*
4.626.708,73 845.511,94 - 194.023,77 - 5.278.196,90
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 548.459,42 12.529,50 - - 560.988,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert - - - - -
548.459,42 12.529,50 - - 560.988,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.691,64 - - - 39.691,64
2. technische Anlagen und Maschinen 256.577,22 3.210,00 - - 259.787,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.892.552,71 239.763,44 - 129.939,55 - 3.002.376,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
3.188.821,57 242.973,44 - 129.939,55 - 3.301.855,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen - - - - -
3. Beteiligungen - - - - -
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungverhältnis besteht - - - - -
5. sonstige Ausleihungen - - - -
- - - - -
- -
3.737.280,99 255.502,94 - 129.939,55 - 3.862.844,38
Buchwerte
Stand 01.01.2022
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.228,50 3.699,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert - -
16.228,50 3.699,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,50 0,50
2. technische Anlagen und Maschinen 22.468,00 19.258,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 691.903,55 1.259.175,05
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.500,00 22.500,00
721.872,05 1.300.933,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - -
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen - -
3. Beteiligungen 100.000,00 100.000,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungverhältnis besteht 47.757,19 10.149,97
5. sonstige Ausleihungen
3.570,00 570,00
151.327,19 110.719,97
889.427,74 1.415.352,52

* Bei dem Abgang in Höhe von 194.023,77 Euro handelt es sich um den Abgang zu historischen AK/HK aus der Vergangenheit.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.11.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PELIPAL GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der PELIPAL GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der PELIPAL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Ibbenbüren, den 22.11.2023

Jörg Inderwisch, Wirtschaftsprüfer

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