Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 101848
Vorher
"Die Software" Peter Fitzon GmbH"Die Software" Objectway Group GmbH
Eingetragen
17.3.1993
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen ergänzt: Betrieb eines Softwarehauses einschließlich aller damit im Zusammenhang stehender Auftragsdurchführungen, insbesondere auch Vergabe von Nutzungsrechten und Consulting, einschließlich sämtlicher Geschäfte, die mit dem Gegenstand des Unternehmens in mittelbarem oder unmittelbarem Zusammenhang stehen. Ferner die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich BPO (Business Process Outsourcing) für Finanzinstitute. Ferner die Erbringung von Dienstleistungen für Finanzinstitute, insbesondere im Bereich ASP (Application Service Providing).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Alberto Cuccu
seit 28.11.2023
Geschäftsführer
Karl Martin im Brahm
seit 18.2.2022
Geschäftsführer
Martin Köhler
seit 4.11.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Firma Objectway Germany GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Objectway Germany GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Objectway GmbH

Ebersberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis 30.06.2024

der Objectway GmbH

INHALTSVERZEICHNIS

1. ALLGEMEINE ENTWICKLUNG

1.1 Grundlagen des Unternehmens

1.2 Wirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung

1.3 Veränderungen für Objectway GmbH

1.4 Geschäftsportfolio und Strategie

2. GESCHÄFTSVERLAUF

2.1 Produkt- und Projektentwicklung

2.2 Neugeschäft

2.3 Entwicklung innerhalb des Unternehmens

2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Obwohl Umsatz und EBIT geringer ausfielen als erwartet, war die Geschäftsentwicklung insgesamt positiv (+13,4% beim Umsatz und +9,9% beim EBIT) im Vergleich zum Vorjahr. Die Geschäftsführer sind mit der Gesamtleistung zufrieden.

2.5 Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

4. RISIKOMANAGEMENT

5. CHANCEN UND RISIKOBERICHT

6. PROGNOSEBERICHT

1. ALLGEMEINE ENTWICKLUNG

1.1 Grundlagen des Unternehmens

Der Sitz des Unternehmens ist seit Dezember 2003 in Ebersberg.

Die Objectway GmbH ist ein führender Anbieter von Gesamtbankensoftware (Core Banking Systeme) im deutschsprachigen Raum und Teil der Objectway-Gruppe. Die Objectway-Gruppe ist ein globaler TOP-100-FinTech-Anbieter und sieht sich als einer der führenden Anbieterin der Bankensoftwarebranche in EMEA. Kernprodukt der Objectway GmbH ist das System OBS, eine digitale Kernbanklösung, die für alle Bankfunktionen angesehen ist.

1.2 Wirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung

Es wird erwartet, dass sich die Wirtschaftstätigkeit innerhalb der Eurozone zunächst weiter abschwächt, aber das zentrale Szenario einer baldigen konsumgetriebenen Erholung weiterhin Bestand hat. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 erholte sich das Wachstum bedingt durch die Entwicklung im Außenhandel leicht. Die jüngsten Indikatoren deuten auf eine kurzfristige Fortsetzung hin, allerdings mit niedrigeren Raten als in den Projektionen der Experten des Eurosystems vom Juni 2024 erwartet. Im Jahr 2024 wird das durchschnittliche reale Bruttoinlandsprodukt im Euroraum nach den jüngsten Wirtschaftsprojektionen der EZB-Analysten, die im September 2024 veröffentlicht wurden, 0,8 % betragen und 2025 wieder auf 1,3 % ansteigen, bevor es sich 2026 auf 1,5 % erholt, da der Inflationsdruck durch die Preise für Energie und Nahrungsmittelrohstoffe nachlässt.

Die Inflation wird in den kommenden Jahren von 2,5 % im Jahr 2024 auf 1,9 % im Jahr 2026 zurückgehen, da sich die Lohndynamik abschwächt und der sonstige Kostendruck nachlässt, während sich die verzögerten Auswirkungen der bisherigen geldpolitischen Straffung weiterhin auf die Verbraucherpreise übertragen. Die BIP-Wachstumsaussichten bleiben im Jahr 2025 dank der allmählichen, aber anhaltenden Senkung der Geldkosten im gesamten Eurogebiet unverändert. 1

Laut dem Gartner Market Statistics Forecast sind in unseren Zielmärkten im Jahr 2023 die Segmente (i) Vertical Specific Software, (ii) Application Implementation and Managed Services und (iii) Business Process Services in EMEA-Raum um 6,87 % auf 46,4 Mrd. EUR gewachsen und werden voraussichtlich im Jahr 2024 49,8 Mrd. EUR erreichen (+7,3 %). Im Ergebnis sehen wir somit einen erheblichen Anstieg der Investionen in unserem Zielmarkt. 2

1.3 Veränderungen für Objectway GmbH

Angesichts dieser Entwicklungen befinden sich unsere Kunden unverändert in einem umfassenden Transformationsprozess, den wir als Lösungsanbieter begleiten.

Unsere Kunden profitieren von unserer Angebots- und Lösungskompetenz im "Corebanking"- dem umfassenden Angebot der Gruppe im Bereich Frontendlösungen und unserer Flexibilität partnerschaftlich die bestehenden Geschäftsmodelle unserer Kunden schrittweise zu einem SaaS Modell weiterzuentwickeln. Als verlässlicher und erfahrener Partner und Teil einer international agierenden Gruppe, die rund 200 Banken europaweit bedient, sind wir gut aufgestellt.

Wir erwarten, dass unsere Kunden, die überwiegend im Wealth Management und Private Banking positioniert sind, zunehmend auf eine ganzheitliche Beratung über alle Vertriebskanäle hinweg und effiziente Produktoptimierungsstrategien setzen werden.

Die deutschen Banken stehen vor wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch niedrige Zinsen, regulatorischen Druck, Digitalisierung und den Wettbewerb mit FinTechs verschärft werden. Sie müssen in moderne Technologien und nachhaltige Geschäftsmodelle investieren, während sie gleichzeitig mit Fachkräftemangel und Klimarisiken kämpfen. Zudem stellt das Kostenmanagement, insbesondere im Filialnetz, eine zusätzliche Belastung dar. Aber auch hier erwarten die Bankkunden ein erstklassiges, kanalübergreifendes Kundenerlebnis und innovative, neue Angebote für ESG-Themen, Embedded Finance und digitale Anlageformen. Im Commercial Banking werden die Banken stärker auf maßgeschneiderte Beratung sowie digitale und datengestützte Lösungen und neue Kundenservice-Modelle setzen.

Die geplante Einführung der Aktienrente in Deutschland ist eine bedeutende Chance für deutsche Banken, da sie neue Geschäftsmodelle und Einnahmequellen erschließt, aber sie müssen sich auch auf eine intensivere Konkurrenz und erhöhte regulatorische Anforderungen einstellen. Gleichzeitig wird der gesamte Bankenmarkt notwendige Investitionsanstrengungen in die Infrastruktur vornehmen. Hierzu gehören die Einführung neuer Technologien, wie Cloud-fähige Microservices, Marktdaten-Tools und -Analysen sowie digitalisierte Handelsprozesse.

1.4 Geschäftsportfolio und Strategie

Die Objectway-Gruppe sieht sich als einer der führenden Anbieter von Software für Banken. Dies zeigt sich auch durch die Einstufung der Objectway-Gruppe als globaler TOP-100 FinTech-Anbieter.

Privat- und Geschäftsbanken nutzen das Core Banking Produkt OBS, das die Geschäftsbereiche vom Wertpapiergeschäft, mit Konto- und Depotführung, über Zahlungsverkehr und Devisenhandel, bis hin zum Kreditgeschäft einer Bank abdeckt. Als offenes System vernetzt OBS alle geschäftsrelevanten Abläufe sowohl innerhalb der Bank als auch mit Partnern. Damit bildet es die zentrale Plattform zur Digitalisierung sämtlicher Geschäftsprozesse.

Objectway hat den Anspruch, speziell in den Bereichen Private Banking, Wealth Management, Asset-Management, Vermögensverwaltung und Investment Banking mit ihrem tiefen Wissen über Finanzmärkte und Bank-Prozesse in den kommenden Jahren ihre Wettbewerbsposition im deutschsprachigen Raum weiter auszubauen. Dies erfordert - nicht zuletzt aufgrund der sich permanent wandelnden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen - ein hohes Maß an Flexibilität an unsere Produkte und an unsere Mitarbeitenden. Unser Unternehmen stellt sich diesen Anforderungen des Marktes durch ständige Weiterentwicklung, Anpassung und Wartung unserer zu 100 % eigenentwickelten Bankensoftware OBS sowie durch Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeitenden.

Als "managed" OBS steht das Gesamtbankensystem OBS auch als Outsourcing-Lösung auf SaaS (Software as a Service) Basis zur Verfügung.

2. GESCHÄFTSVERLAUF

2.1 Produkt- und Projektentwicklung

Neben der Wartung der eingesetzten OBS-Bankensoftware und der Betreuung unserer bestehenden Kunden lagen die Schwerpunkte im Geschäftsjahr auf folgenden Tätigkeiten:

Neuentwicklungen entlang der Produktroadmap und den Erweiterungen der bestehenden OBS-Anwendungen unserer Kunden im In- und Ausland durchgeführt. Im Geschäftsjahr wurde insbesondere mit der Entwicklung des neuen Webinterfaces begonnen.

Die Systemintegration der Objectway Gruppen Lösungen "Eximius" und "Conectus" wurde weitgehend im Rahmen eines Proof of Concept umgesetzt.

2.2 Neugeschäft

Im Geschäftsjahr haben wir den Aufbau einer belastbaren Salespipeline weiter vorangetrieben und Produkt- und Serviceanfragen von mehreren in- und ausländischen Banken über den Einsatz von OBS und Produkten und Services der Objectway Gruppe beantwortet, sowie einen Neukunden erfolgreich auf unsere OBS Tax-Plattform migriert und als weitere SaaS-Kunden gewonnen.

2.3 Entwicklung innerhalb des Unternehmens

Es wurde den verstärkten regulatorischen Anforderungen, die durch die Kunden auch an uns weitergegeben werden, durch verschiedene Maßnahmen Rechnung getragen. So haben wir in den letzten Geschäftsjahren die Prüfung des internen Kontrollsystems (IKS) nach IDW PS 951 n.F. Typ 2 erfolgreich und fehlerfrei abgeschlossen. Derzeit schließen wir die Prüfung des internen Kontrollsystems (IKS) nach dem internationalen Standard ISAE 3402 Typ 2 für den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 ab. Die Prüfung erfolgt durch die PKF TREUWERK AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Im Sinne einer zielgerichteten gruppenweiten Organisationsentwicklung, werden im nächsten Schritt die Bereiche Project-Management, Consultancy, Development und SaaS stärker in die Gruppenstruktur integriert.

Die Wachstumsstrategie wurde hinsichtlich Zielmarkt (DACH-Region), Produktangebot (Core Banking Lösung und Digitale Produkte) und Serviceangebot (SaaS und BPaaS) innerhalb der Gruppe weiterentwickelt.

Darüber hinaus wird innerhalb der Gruppe an einer pan-europäischen Core Banking-Lösung gearbeitet, um auch Kunden außerhalb der DACH-Region ganzheitlich "Front to Back" bedienen zu können.

Für das Produkt OBS wurde weiter stark in die technologische und fachliche Entwicklung investiert. U.a. werden laufend die technologischen Anforderungen analysiert und eine verstärkte Verwendung von JAVA sowie weiteren "modernen" Technologien vorangetrieben.

2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Obwohl Umsatz und EBIT geringer ausfielen als erwartet, war die Geschäftsentwicklung insgesamt positiv (+13,4% beim Umsatz und +9,9% beim EBIT) im Vergleich zum Vorjahr. Die Geschäftsführer sind mit der Gesamtleistung zufrieden.

2.5 Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit beschloss die Objectway GmbH, die alte WEB-Kundenschnittstelle zu ersetzen, um die Kommunikation mit den Kunden und das Informationsmanagement optimal zu verbessern und so den Umsatz zu steigern.

Das neue GUI-Projekt erfüllt alle Voraussetzungen für die Aktivierung der Entwicklungskosten.

Die im September 2022 begonnene Projektarbeit soll bis zum Ende des Kalenderjahres 2024 abgeschlossen werden. Zusammengefasst wurden bis zum 30. Juni 2024 insgesamt 988 T€ aktiviert. Hiervon im Geschäftsjahr 2024: 554 T€.

3. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Der Zeitraum des Geschäftsjahres vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024 war von zurückhaltenden Projektaktivitäten einiger unserer Kunden geprägt. Die Gesamtleistung und die Ergebnisse für das Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis 30.06.2024 lagen unter den ursprünglichen Prognosen der Geschäftsführung. Die relevanten Steuerungsgrößen für das Unternehmen sind der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und stellen somit die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Die zu Beginn des Geschäftsjahres erstellte Planung, die auf einem 12-Monats-Geschäftsjahr basiert, prognostizierte einen Umsatz von 26,5 Mio. € und ein EBIT von 5,8 Mio. €.

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr 25.565 T€ gegenüber 22.544 T€ im Vorjahr. Die Abweichungen von den Umsatzprognosen sind in erster Linie auf den Zeitpunkt der Akquisition neuer Kunden und neuer Projektaktivitäten zurückzuführen, von denen wir erwarten, dass sie sich im Laufe des nächsten Jahres erholen werden, was sich auch auf das EBIT auswirkt.

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 25.565 T€ mit einem Anstieg von 3.021 T€ (Vj. 22.544 T€) aufgrund der Akquisition neuer Kunden mit internationaler Präsenz.

Der Materialaufwand lag bei 5.924 T€ im Vergleich zu 4.893 T€ im Jahr 2023. Der Anstieg des Materialaufwands ist vor allem auf die technische Unterstützung durch die Objectway-Gruppe zurückzuführen - auch wenn dies durch den Rückgang der SaaS-Dienste ausgeglichen wurde - sowie auf den Anstieg der Beratungskosten.

Der Personalaufwand belief sich auf 13.010 T€, während der Personalaufwand sich im Vorjahr auf 13.254 T€ belaufen hatte. Der Rückgang resultiert aus geringeren Kosten für Boni und Abfindungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 3.868 T€ verglichen mit 3.541 T€ im vorangegangenen Geschäftsjahr. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die fortgesetzte Zusammenarbeit innerhalb der Objectway-Gruppe, höhere Reisekosten sowie Schulungskosten für Mitarbeiter und Vertreter des Betriebsrats zurückzuführen.

Die Abschreibungen beliefen sich auf 718 T€ verglichen mit 782 T€ bedeutet dies einen leichten Rückgang, der hauptsächlich auf eine Verringerung des Fuhrparks und eine Reduzierung der Anschaffung neuer elektronischer Bürogeräte zurückzuführen ist.

Das EBIT belief sich zum 30. Juni 2024 auf 2.542 T€ gegenüber 1.239 T€ im Vorjahr. Der Anstieg des EBIT resultiert aus den oben genannten Faktoren. Das Jahresergebnis von 2.573 T€ (Vj. 1.224 T€) wird aufgrund eines Ende 2021 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an die Muttergesellschaft Objectway Germany GmbH abgeführt.

Die Eigenkapitalquote beträgt 33,84 % (Vj. 38,11 %) und das Eigenkapital ist mit 7.304 T€ unverändert zum Vorjahr. Langfristige Investitionen sind durch das Eigenkapital gedeckt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich von 799 T€ auf 1.016 T€. Der Anstieg resultiert aus der Aktivierung von Entwicklungskosten für das neue GUI-Projekt.

Die Vorräte für laufende Projekte beliefen sich auf 156 T€, verglichen mit 381 T€ im vorangegangenen Zeitraum. Der Rückgang resultiert aus einem stichtagsbedingten Rückgang der noch nicht finalisierten Projekte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 1.650 T€ gegenüber 1.001 T€ im Vorjahr, was einem Anstieg von 649 T€ entspricht. Dies ist hauptsächlich auf das Vorauszahlungsverhalten unserer Kunden in Bezug auf die vertragliche Fälligkeit der Rechnungen zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich von 40 T€ auf 5.130 T€. Der Anstieg resultiert aus zwei gewährten Darlehen in Höhe von 5.000 T€ an den Gesellschafter Objectway Germany GmbH.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 870 T€ (Vj. 3.139 T€) ist hauptsächlich auf die Verringerung von Rechnungen zurückzuführen, die von Objectway Spa und ihrer Schwestergesellschaft Objectway AG zu erhalten sind.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 3.009 T€. Davon belaufen sich 2.573 T€ auf die Gewinnabführung (Vorjahr: 1.224 T€) an Objectway Germany GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags.

Am Ende des Geschäftsjahres, dem 30. Juni 2024, sind alle Umsätze aus den Serviceverträgen entsprechend abgegrenzt. Daher ist der passive Rechnungsabgrenzungsposten um 39 T€ zurückgegangen und beliefen sich auf einen Endsaldo von 5.930 T€, verglichen mit 5.970 T€ im Vorjahr.

Insgesamt zeichnet sich die Gesellschaft weiterhin durch eine gute Vermögenslage aus.

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Bankverbindlichkeiten, da die Finanzierung aus dem laufenden Cashflow und Kundenvorschüssen erfolgt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich auf 11.637 T€, während im Vorjahr die liquiden Mittel 13.832 T€ betrugen.

Die Gesellschaft tätigte im Geschäftsjahr Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 63 T€.

Die Gesellschaft ist aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

4. RISIKOMANAGEMENT

Ziel unseres Risikomanagements ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Dabei ist unser Ziel, Chancen und Risiken möglichst früh zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen sowie geschäftliche Einbußen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft verhindert werden. Durch die Einbeziehung aller relevanten Managementebenen wird im Unternehmen das Risikobewusstsein geschärft.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Derivative Finanzinstrumente sind für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft nicht von Bedeutung.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus dem laufenden Cashflow. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Es bestehen keine akuten Risiken der künftigen Entwicklung, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Unternehmensleitung geht vom Fortbestand des Unternehmens aus.

Risiken werden hinsichtlich ihres Risikoniveaus in die Kategorien hoch, mittel und niedrig eingestuft. Das Risikoniveau ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schwere des finanziellen Schadens.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird in folgende Kriterien eingeteilt:

Wahrscheinlichkeit Kriterium
1 - unvorstellbar max. 1 mal in 10 Jahren
2 - unwahrscheinlich max. 1 mal alle 2 Jahre
3 - gelegentlich max. 3 mal im Jahr
4 - häufig öfter als in o.a. Stufen

Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend je nach Einfluss auf die Finanzlage zwischen gering und katastrophal definiert.

Schadenszahl Finanzieller Schaden
1 - gering Keine nachhaltigen Auswirkungen auf das Unternehmen
2 - ernst finanzielle Einbußen grösser EUR 10.000
3 - kritisch sehr hohe finanzielle Einbußen
4 - katastrophal der Fortbestand des Unternehmens ist gefährdet

5. CHANCEN UND RISIKOBERICHT

Als Chance für die nächsten Jahre sehen wir unverändert die Tatsache an, dass wir mit OBS aus Sicht der Geschäftsführung ein modernes und funktional weit entwickeltes Bankenpaket im deutschen Bankenmarkt anbieten können und dass nach Einschätzung der Geschäftsführung durch den allgemeinen Trend zur Digitalisierung auch Investitionen im Bereich Core Banking erforderlich sind, da in den nächsten Jahren ein erhöhter Bedarf an moderner Bankensoftware zu erwarten ist. Darüber hinaus erkennen wir bei unseren Kunden einen verstärkten Bedarf zu einem Wechsel vom klassischen on-prem hin zu einem ASP (Applikation Service Providing) bzw. SaaS (Software as a Service) Modell.

Durch die weiter zunehmende Vernetzung von Banken innerhalb eines digitalen Ökosystems erwarten wir ferner ein Wachstum durch spezifische Anbindungs-Projekte etwa an FinTech Unternehmen, aber auch durch die Nutzung der modernen Frontend-Produkte der Objectway-Gruppe.

Aufgrund der Integration in die Objectway-Gruppe können wir jetzt auch die Frontend-Lösung der Gruppe in Deutschland vertreiben; gleichzeitig können wir auch die Netzwerke der Gruppe nutzen, um für die Zukunft Märkte wie UK und Italien zu erschließen. Die Integration in die Objectway-Gruppe bietet auch die Möglichkeit z.B. in den Bereichen Marketing, Personal und Finanzen sowie bei der Entwicklung von Produkten und Technologien von den Ressourcen der Gruppe zu profitieren.

Auf Produktseite haben wir begonnen, die Frontend-Produkte von Objectway technologisch mit OBS zu integrieren.

Im Sales-Bereich sind wir dabei, eine professionelle Sales-Organisation im Objectway-Gruppenrahmen auch für Deutschland aufzubauen. Auch wenn die Sales-Zyklen im Kernbankenmarkt i.d.R. sehr lang sind, so zeigt die erfolgversprechende Anzahl von Kontakten zu Interessenten deutlich das hohe Interesse des Marktes an den Produkten und Services von Objectway.

Des Weiteren schätzen wir die Internationalisierung des Marktes für OBS aufgrund der Einbindung in die Objectway-Gruppe als große Chance ein.

Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements der Objectway GmbH durch die Geschäftsführung und die Stabsstelle Compliance, die in die globale Gruppenorganisation entsprechend eingebettet ist, beurteilt. Dabei werden zunächst die einzelnen Risiken ermittelt (u.a. IT-Sicherheitsrisiken, Technologierisiken, Personalrisiken, Finanzrisiken, Vendorenrisiken, Rechtsrisiken, Marktrisiken). Danach wird das sog. Brutto-Risiko unter Betrachtung der Schadenswahrscheinlichkeit und potenziellen Schadenshöhe vor mitigierenden Maßnahmen ermittelt. Abschließend wird das tatsächlich bestehende Netto-Risiko aufgrund der umgesetzten mitigierenden Maßnahmen beurteilt. Dieses wird im Ergebnis für alle betrachteten Risiken als geringer eingestuft.

Natürlich besteht auch das Risiko einer allgemeinen weiteren konjunkturellen Eintrübung, z.B. durch das erneute Aufflammen der Inflationssorgen oder durch die Kriege in der Ukraine und in Nahost, welche sich dann auch auf den Finanzsektor auswirken wird, z.B. über erhöhte Kreditausfälle. Auch dies kann zu geringeren Investitionen durch Banken führen. Allerdings ist ein hoher Teil der Umsätze von Objectway durch langfristige Verträge (z.B. Wartungsverträge) oder auch durch zwingende Projekte für unsere Kunden (z.B. Regulatorik). Daher wird dieses Risiko in Bezug auf die Schwere des Schadens durch die Geschäftsführung als gering betrachtet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als unwahrscheinlich eingestuft.

Das Ausfallrisiko wird durch die permanente Überwachung der Debitoren minimiert. Unser Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm. Daher wird dieses Risiko durch die Geschäftsführung als gering betrachtet.

Des Weiteren bestehen die allgemeinen IT-Risiken, u.a. durch Cyberkriminalität. Hier hat Objectway ein professionelles ISMS (IT-Sicherheitsmanagementsystem) aufgebaut, so dass die Risiken aufgrund dieser Maßnahmen als gering eingeschätzt werden.

Die Technologierisiken innerhalb der internen Infrastruktur werden stetig überwacht bzw. minimiert. Dies erfolgt unter anderem durch entsprechenden Einsatz aktueller bzw. moderner Technik sowie Updates; Wartungen und Überprüfungen von bestehender Technik. Dies wird unter anderem in den entsprechenden Richtlinien und Arbeitsanweisungen vorgeschrieben. Durch diese Maßnahmen wird das Restrisiko hier als gering eingeschätzt.

Das hohe Inflationsniveau führt mittelbar vor allem zu einem Druck auf die Lohnkosten als größten Kostenfaktor der Objectway. Die im zweiten Halbjahr gestartet Initiative in Verhandlungen über Preiserhöhungen mit den Kunden zu treten, zeigte erste Erfolge insbesondere auf der Ebene der Erhöhung der Tagessätze für geleistete Projektarbeiten.

6. PROGNOSEBERICHT

Mit den Kunden von Objectway werden auf Managementebene regelmäßig Gespräche geführt. Dabei zeigt sich eine hohe Zufriedenheit mit den Dienstleistungen von Objectway. Wir erwarten deshalb einen erfolgreichen Geschäftsverlauf mit den bestehenden Kunden, d.h. auch ein unverändert hohes Niveau von Projekt- und Anschlussaufträgen.

Des Weiteren befinden wir uns mit mehreren bestehenden Kunden bereits in einem fortgeschrittenen Stadium von Gesprächen zur Ausweitung des Geschäfts mit OW, z.B. im Bereich SaaS/ASP. Dies lässt eine substanzielle und nachhaltige Steigerung des Umsatzes mit diesen Kunden erwarten.

Zusätzlich zeigt sich ein hohes Interesse weiterer Banken an OBS, welche bisher nicht zum Kundenkreis gehören. Wir sind zuversichtlich, dass es zum Abschluss von Verträgen mit neuen Kunden bzw. zur Ausweitung der Geschäfte mit bestehenden Kunden kommt.

Allerdings besteht immer das Risiko, dass sich Vertragsabschlüsse zeitlich verzögern könnten. Aber selbst dann gehen wir aufgrund der Aktivitäten der bestehenden Kunden und der langfristigen Verträge auch weiterhin von einem guten Geschäftsergebnis für das Geschäftsjahr 2024-2025 aus. Dies bedeutet, dass wir für das Geschäftsjahr vom 01.07.2024 bis 30.06.2025 von einem Anstieg der Umsatzerlöse auf 29 Mio. € und einem Anstieg des EBIT auf 5,7 Mio. € ausgehen.

 

Ebersberg, den 22. Oktober 2024

Objectway GmbH

Geschäftsführung

Karl Martin im Brahm

Alberto Cuccu

1 ECB staff macroeconomic projections for the euro area, September 2024
2 Enterprise IT Spending for the Banking and Investment Services Market, Worldwide, 2022-2028, 2Q24 Update

Bilanz zum 30.06.2024

AKTIVA

30.06.2024
EUR
30.06.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 988.345,86 434.326,20
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.861,00 364.215,00
3. Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
1.016.206,86 798.541,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 258.710,01 425.299,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 716.418,60 1.123.314,00
975.128,61 1.548.613,01
1.991.335,47 2.347.154,21
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 155.567,42 381.240,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.650.862,82 1.001.560,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.130.314,38 40.124,76
3. Sonstige Vermögensgegenstände 698.936,16 1.889.044,50
7.480.113,36 2.930.729,56
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.636.605,00 13.832.937,11
19.272.285,78 17.144.907,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 321.174,49 213.414,96
21.584.795,74 19.705.476,39

PASSIVA

30.06.2024
EUR
30.06.2023
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 7.203.825,62 7.203.825,62
III. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
7.303.825,62 7.303.825,62
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 2.268.932,91 3.139.089,94
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.400.293,69 691.158,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 362.209,22 232.811,89
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.008.923,62 1.224.019,80
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.310.163,83 1.144.847,72
- davon aus Steuern EUR 1.281.227,75 (EUR 920.580,67)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 90.796,23 (EUR 51.844,46)
6.081.590,36 3.292.837,41
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.930.446,85 5.969.723,42
21.584.795,74 19.705.476,39

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.07.2023 bis 30.06.2024

01.07.2023 - 30.06.2024
EUR
01.07.2022 - 30.06.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 25.565.284,87 22.544.447,35
2. Verminderung/Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 225.673,13 31.176,04
3. andere aktivierte Eigenleistungen 174.877,15 71.992,80
4. Sonstige betriebliche Erträge 549.096,95 1.061.797,12
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 34,25 (EUR 11.466,50)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 15.744,17 16.823,59
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.908.925,46 4.876.660,41
5.924.669,63 4.893.484,00
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.345.605,17 11.721.831,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.664.577,16 1.532.518,98
- davon für Altersversorgung EUR 15.934,05 (EUR 28.110,14)
13.010.182,33 13.254.350,14
7. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 718.338,80 781.806,79
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.868.313,98 3.540.784,01
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 21.118,82 (EUR 9.044,74)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.860,89 200,37
- davon gegenüber Gesellschafter EUR 39.990,98 (EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7,00 0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.069,20 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 2.584.865,79 1.239.188,74
13. Sonstige Steuern 11.713,31 15.168,94
14. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.573.152,48 1.224.019,80
15. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 01.07.2023 - 30.06.2024

der Objectway GmbH, Ebersberg

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Objectway GmbH hat ihren Sitz in Ebersberg und ist unter der Nummer HRB 101848 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß Ansatzwahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB mit ihren Herstellungskosten aktiviert (§ 255 Abs. 2a HGB). Die Abschreibung erfolgt jeweils linear über die voraussichtliche, betriebliche Nutzungsdauer. Die Werthaltigkeit der aktivierten bzw. in Entwicklung befindlichen, selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie ihre voraussichtliche, betriebliche (Rest-)Nutzungsdauer werden jährlich überprüft. Die Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB wird bei der Bemessung des abzuführenden Gewinns gemäß 301 AktG berücksichtigt.

Forschungskosten werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB nicht aktiviert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für immaterielle Vermögensgegenstände beträgt 3 Jahre.

2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:

Bauten auf eigenen Grundstücken 10 - 33 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 13 Jahre

Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

3. Vorräte

Die Vorräte werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert.

5. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten und ähnliche Verpflichtungen

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

10. Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschluss- bzw. Bilanzstichtag.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel in Anlage 3 dargestellt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 554.019,66 EUR und belaufen sich auf 988.345,86 EUR zum 30.06.2024. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Es handelt sich hierbei um die Entwicklung eines neuen User-Interfaces für die Objectway Banking Software. Der Anteil der aktivierten Kosten für Fremdleistung beträgt TEUR 379 und für Eigenleistung TEUR 174.

Der Ausweis zum 30. Juni 2023 in Höhe von EUR 434.326,20 erfolgte unter § 266 Abs. 2 A. I. 4. HGB als geleistete Anzahlung. Es wurde eine vollständige Ausweiskorrektur des Vorjahres in laufender Rechnung vorgenommen.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen belaufen sich auf TEUR 174. Der Ausweis zum 30. Juni 2023 in Höhe von EUR 71.992,80 erfolgte unter § 275 Abs. 2 Nr. 6 lit. a) HGB. Es wurde eine vollständige Ausweiskorrektur des Vorjahres in laufender Rechnung vorgenommen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 0 (Vj. TEUR 83).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind EUR 126.081,05 (Vj. TEUR 40) Forderungen gegen die Muttergesellschaft Objectway Spa enthalten.

Das Unternehmen hat außerdem eine Forderung gegen den Gesellschafter Objectway Germany GmbH in Höhe von 5.004.233,33 EUR (Vj. TUER 0). Es handelt sich hierbei um zwei ausgegebene Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von 321.174,49 EUR (Vorjahr: TEUR 213) umfasst im Wesentlichen Zahlungen für Softwaregebühren und Berufshafpflichtversicherung.

5. Eigenkapital

Gemäß Gewinnabführungsvertrag vom 3. Dezember 2021 mit der Objectway Germany GmbH sind mit Beginn des Geschäftsjahres am 1. Januar 2022 alle ausschüttungsfähigen Gewinne an die beherrschende Gesellschaft abzuführen. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB ist durch Gewinnvorträge in Höhe von EUR 7.203.825,62 abgedeckt. Zum Stichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge aufgrund aktivierter, selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Buchwert zum Bilanzstichtag: EUR 988.345,86). Die nach § 268 Abs. 8 S. 1 HGB abzuziehenden, hierfür gebildeten passiven latenten Steuern werden auf Ebene des Organträgers bilanziert.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

30.06.2024
TEUR
30.06.2023
TEUR
Urlaubsansprüche 440 430
Abschluss- und Prüfungskosten 20 21
Tantiemen 379 333
Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe 14 30
zu erhaltende Rechnungen 1.029 1.924
Prämien und Weihnachtsgeld 387 401
2.269 3.139

7. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, ebenso im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3.008.923,62 (Vj. TEUR 1.224) bestehen in Höhe von EUR 2.573.152,48 gegenüber dem Gesellschafter Objectway Germany GmbH aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Der Restbetrag in Höhe von 435.771,14 EUR steht Objectway Spa im Rahmen des Vertrags für "Technical Services" zu.

8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 5.930.446,85 (Vj. TEUR 5.970) enthält wie im Vorjahr ausschließlich Kundenvorauszahlungen, die über den zugrunde liegenden Vertragszeitraum abgegrenzt und periodengerecht, als Umsatz vereinnahmt werden.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Der Umsatz belief sich zum 30. Juni 2024 auf EUR 25.565.284,87 (Vj. TEUR 22.544), was einem Anstieg von 13,4 % entspricht, und stützt sich hauptsächlich auf deutsche Kunden.

2. Materialaufwand

Der Materialaufwand belief sich auf EUR 5.924.669,63 mit einem Anstieg von TEUR 1.032 hauptsächlich wegen der technischen Unterstützung durch Objectway SPA und Objecway AG.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen Erträge verringerten sich von TEUR 1.062 auf EUR 549.096,95 und beinhalten hauptsächlich umsatzsteuerpflichtige Sachleistungen in Höhe von TEUR 446.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen stellen sich wie folgt dar:

bis 1 Jahr 2-5 Jahre ab 5 Jahre
Miete 378.481,28 378.151,28 0,00
Sonstige (KFZLeasing) 26.504,92 290.915,94 0,00
Gesamt 404.986,20 669.067,22 0,00
Gesamt Gesamt Vorjahr
TEUR
Miete 756.632,26 1.782
Sonstige (KFZLeasing) 317.420,86 5
Gesamt 1.074.053,42 1.787

2. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen durchgeführt.

3. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2024 durchschnittlich 121 Mitarbeiter (121 zum 30. Juni 2024), alle Angestellte und 0 gewerbliche Mitarbeiter.

4. Gesellschaftsorgane

Zu den Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

 

Herr Karl Martin im Brahm, CEO, Bonn (seit 18.02.2022)

 

Herr Alberto Cuccu COO International, Perchiera Borromeo -Mailand - Italien (seit 24.10.2023)

Vom Schutzrecht nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

5. Mutterunternehmen

Den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die OBJECTWAY S.P.A., Mailand / Italien, auf. Dieser Konzernabschluss wird im italienischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss ist erhältlich beim Amtsgericht Mailand / Italien.

6. Gewinnverwendung

Das Eigenkapital bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert, da das zum 30. Juni 2024 erzielte Ergebnis in Höhe von TEUR 2.573 aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags an die Objectway Germany GmbH, München, abgeführt wird.

Daher schlägt die Geschäftsführung vor, das Nettoergebnis von EUR wie folgt zu verwenden:

2024 EUR
Gewinnvortrag 7.203.825,62
Ergebnis nach Steuern -2.573.152,48
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 2.573.152,48
Gewinnvortrag auf neue Rechnung 7.203.825,62

 

Ebersberg, den 22. Oktober 2024

Objectway GmbH

Geschäftsführung

Karl im Brahm

Alberto Cuccu

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.07.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 30.06.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 434.326,20 554.019,66 0,00 0,00 988.345,86
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.890.722,78 0,00 0,00 0,00 1.890.722,78
2.325.048,98 554.019,66 0,00 0,00 2.879.068,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 961.606,57 0,00 0,00 115.778,93 845.827,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.217.339,30 62.990,33 0,00 138.711,00 5.141.618,63
6.178.945,87 62.990,33 0,00 254.489,93 5.987.446,27
8.503.994,85 617.009,99 0,00 254.489,93 8.866.514,91
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.07.2023
EUR
Abschreibungen
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 30.06.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.526.507,78 336.354,00 0,00 0,00 1.862.861,78
1.526.507,78 336.354,00 0,00 0,00 1.862.861,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 536.307,56 50.810,07 0,00 0,00 587.117,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.094.025,30 331.174,73 0,00 0,00 4.425.200,03
4.630.332,86 381.984,80 0,00 0,00 5.012.317,66
6.156.840,64 718.338,80 0,00 0,00 6.875.179,44
Restbuchwerte
Stand 30.06.2024
EUR
Stand 30.06.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 988.345,86 434.326,20
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
27.861,00 364.215,00
1.016.206,86 798.541,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 258.710,01 425.299,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 716.418,60 1.123.314,00
975.128,61 1.548.613,01
1.991.335,47 2.347.154,21

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Objectway GmbH, Ebersberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Objectway GmbH, Ebersberg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Objectway GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 22. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kerstin Krauß, Wirtschaftsprüferin

ppa. Bernhard Obermayr, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2024 wurde am 30. Oktober 2024 festgestellt.

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