BZG GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Selbe AdressePraxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Kaspers seit 10.12.2025 | Prokura |
Uwe Thiemann seit 25.10.2021 | Prokura |
Vera Viehöfer seit 16.6.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
geno kom Werbeagentur GmbHMünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die geno kom Werbeagentur GmbH hat ihren Sitz in Münster und ist beim Amtsgericht Münster unter der Registernummer HR B 31 eingetragen. Sie ist als Full-Service-Agentur in der Kommunikations-, Werbe- bzw. Eventbranche sowie im Bereich des Anzeigenverlagsgeschäftes und der Referenten- und Künstlervermittlung tätig. Im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB ist das Unternehmen eine kleine Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als 250 EUR und bis zu 1.000 EUR betragen, werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG im Jahr der Anschaffung in einen Sammelposten eingestellt und im Anschaffungsjahr und den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Seit dem Bilanzjahr 2023 werden Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als 250 EUR und bis zu 800 EUR betragen, gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben gewinnmindernd abgezogen. Die Finanzanlagen, mit Ausnahme eines Teils der sonstigen Ausleihungen, sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der o.g. Anteil der sonstigen Ausleihungen ist mit dem Barwert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die angesetzten Herstellungskosten umfassen nur die Einzelkosten und die variablen Gemeinkosten. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde unverändert eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von einem Prozent gebildet. Soweit erforderlich, werden die bei den Forderungen erkennbaren Bonitätsrisiken durch Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Umfang gedeckt. Die liquiden Mittel und die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Das ausgewiesene Eigenkapital entspricht dem Nennwert. Der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen ist auf der Basis folgender Prämissen erfolgt:
Die sonstigen Rückstellungen tragen den zu erwartenden Ausgaben nach Maßgabe des Grundsatzes vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Bilanz Die Gesellschaft ist zu 50 Prozent an der geno kom Werbeagentur GmbH Deutscher Genossenschafts-Verlag eG Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Wiesbaden, beteiligt. Des Weiteren werden Anteile von jeweils 26 Prozent an der incognito Beteiligungs GmbH, Münster, und der incognito GmbH & Co. KG, Münster, gehalten. Weitere Angaben unterbleiben aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 35.494,38 Euro (Vorjahr 176.528,84 Euro). Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich in Höhe von 79.388,55 Euro (Vorjahr 34.466,85 Euro) um Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 54.738,72 Euro (Vorjahr 49.940,93 Euro) um sonstige Vermögensgegenstände. Die Guthaben bei Kreditinstituten, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich auf 1.235.457,02 Euro (Vorjahr 1.991.094,62 Euro). Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände (verpfändete Rückdeckungsversicherung) gesichert. Die Rückdeckungsversicherung dient ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtung und ist dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurde nach § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des saldierungsfähigen Vermögens beläuft sich nach Mitteilung der Versicherung auf 149.284,45 Euro (Vorjahr 154.793,13 Euro). Der Aufwand aus dem saldierungsfähigen Vermögen beläuft sich auf 5.508,68 Euro (Vorjahr 5.506,54 Euro). Er wurde in den Aufwendungen aus Versorgungsverpflichtungen im Personalaufwand eingestellt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Personal-Rückstellungen von 156.580,00 Euro (Vorjahr 162.080,00 Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr 59.522,65 Euro). b) Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen aus Aufzinsungen sind in 2023 im Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 7.718,00 Euro (Vorjahr 8.339,00 Euro), aus Rückstellungen für die Archivierung von Geschäftsunterlagen von 0,00 Euro (Vorjahr 206,88 Euro) sowie aus Abzinsungen eines Gründungsstockdarlehens in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr 9.341,89 Euro) angefallen. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Insbesondere gab es Buchverluste aus Anlageabgängen in Höhe von 1.068,42 Euro (Vorjahr 231,18 Euro). Da die Gesellschaft ausschließlich in EURO fakturiert bestehen wie auch im Vorjahr keine Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen. D. Sonstige Angaben a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Anmietung von Büroräumen, Parkflächen, Lagerräumen und aus Leasingverträgen für Fahrzeuge belaufen sich auf 220 TEuro (Vorjahr: 213 TEuro) p.a. Die geno kom Werbeagentur GmbH hat der Pensionskasse Deutscher Genossenschaften VVaG die Bereitstellung eines nachträglich rückzahlbaren Gründungsstocks von 81 TEuro zugesagt. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2022 komplett abgerufen. Zusätzlich wurde im Jahr 2022 der Pensionskasse Deutscher Genossenschaften VVaG ein weiterer Gründungsstock über 332 TEuro zugesagt. Auch dieser ist nachträglich rückzahlbar. Davon wurden im Jahr 2023 117 Teuro (Vorjahr: 98 Teuro) abgerufen. b) übrige sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der 2023 beschäftigten kaufmännischen Mitarbeiter betrug 48 Personen (Vorjahr: 44), davon waren 18 Mitarbeiter (Vorjahr: 13) teilzeitbeschäftigt. Außerdem wurde durchschnittlich ein Auszubildender (Vorjahr: eins) beschäftigt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführerin wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB aus datenschutzrechtlichen Gründen verzichtet. Für ehemalige Geschäftsführer ist eine Pensionsrückstellung in Höhe von 283.905,55 Euro (Vorjahr 295.994,87 Euro) gebildet worden. Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der geno kom Werbeagentur GmbH Deutscher Genossenschafts-Verlag eG Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Wiesbaden. Es bestand bis zum 28.06.2023 ein Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat bestand aus den folgenden Mitgliedern: Peter Erlebach, Vorstandsvorsitzender, DG Nexolution eG, Vorsitzender Rainer Eisgruber, Bereichsleiter, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. Dr. Roman Glaser, Vorstandsvorsitzender, Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V. Dr. Henning Ehlers, Hauptgeschäftsführer, Deutscher Raiffeisenverband e.V. Siegfried Drexel, Vorstand, Genossenschaftsverband Bayern e.V. Johannes Freundlieb, Vorstand, Genossenschaftsverband Weser-Ems e.V. Als hauptamtliche Geschäftsführerin ist Frau Vera Viehöfer bestellt. c) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten. d) ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss von 133.113,09 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Münster, den 21. März 2024 geno kom Werbeagentur GmbH Vera Viehöfer, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens der geno kom Werbeagentur GmbH zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der geno kom Werbeagentur GmbHMünsterI. Grundlagen der geno kom Werbeagentur GmbH 1. Geschäftsmodell Die geno kom Werbeagentur GmbH erbringt professionelle Dienstleistungen im Bereich cross-medialer werblicher und nicht-werblicher Kommunikation im national-regional-lokalen Umfeld und im D.A.CH.- Raum. Darüber hinaus vertreibt oder vermittelt sie eigene und fremde Leistungen, Produkte oder Services im weiteren Kommunikationsumfeld. 2. Kunden/Markt Die geno kom Werbeagentur GmbH richtet ihr Angebot unter der Markierung "geno kom Agenturgruppe" an genossenschaftliche Verbände, an größere Mitgliedsgenossenschaften der genossenschaftlichen Verbände sowie an Unternehmen im Umfeld der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken (GFG). Gemeinsam mit dem ereignishaus als Leistungsmarke für Live-Marketing sowie der Unternehmensbeteiligung incognito GmbH & Co. KG, richtet sie ihr Angebot zusätzlich intensiv auf den Non-Geno-Markt, den deutschen Mittelstand und öffentliche Auftraggebende aus. 3. Organisation a. Steuerung Die Planung, Steuerung und Kontrolle sowie die unternehmerische Gesamtverantwortung der geno kom Werbeagentur GmbH obliegt aktuell einer Geschäftsführerin sowie zwei Prokurist*innen. b. Personal Die Gesamtzahl der Mitarbeitenden zum Jahresende 2023 beträgt inklusive der Geschäftsführerin - nach Köpfen - 48 Personen (Vorjahr: 44). C. Standorte Die Agentur hat ihren Hauptsitz am Albersloher Weg 9, 48155 Münster und betreibt eine unselbstständige Geschäftsstelle in der Schanzenstr. 21 a, 51063 Köln. Sitz der Geschäftsführung ist Köln. Als besonders bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren gelten in der genokom die Umsatzerlöse, Roherträge und das Betriebsergebnis. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 1 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten, preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020, gebremste Wachstumsgeschichte an. Laut Dachverband der Werbewirtschaft ZAW 2 (vorläufiges Ergebnis, 21.12.2023, endgültige Veröffentlichung Frühjahr 2023), ist die Werbewirtschaft in Deutschland im Jahr 2023 um rund 1,6 % auf ca. 48,87 Milliarden Euro gewachsen. Somit liegt sie erneut über dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Grund für das Plus ist erneut das weiterhin überproportionale Wachstum der digitalen Werbung, wovon nationale und europäische Player nur wenig profitieren. Die Konzentration liegt hier nach wie vor auf den Megaplattformen. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2023 wurden in Summe 35 neue Kund*innen gewonnen, davon 14 innerhalb und 21 außerhalb des Geno-Umfeldes. Zudem konnten fast alle maßgeblichen Beziehungen mit Kund*innen, bei individuell teils stark veränderten Umsätzen, mit bestehenden und neuen Leistungen und Services fortgesetzt werden. Durch Neukundenakquise ist es gelungen attraktive Etats zu gewinnen und die geschäftliche Zusammenarbeit mit vorhandenen Kund*innen zu intensivieren.
1 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023:
https://www.destatis.de/DE/Presse
Die geschäftliche Entwicklung zeigt sich aufgrund eines geschärften Leistungs- und Produktportfolios und intensiver Marktbearbeitung positiv, trotz der bestehenden Herausforderungen auf Grund geopolitischer Ereignisse. Dies drückt sich in der hohen Pitchgewinn-Quote und der Anzahl der Neukund*innen aus. Die Fremdkosten lagen im Vergleich zum Vorjahr höher, was durch gestiegene Preise und kampagnenabhängige Kosten zu erklären ist. Insgesamt hat die Agentur im Geschäftsjahr 2023 Umsätze mit 191 Kunden getätigt. 71,79 % des Umsatzes entfallen auf eine Gruppe bestehend aus den genossenschaftlichen Bundesverbänden, den Regionalverbänden, den Subsidiärdienstleistenden im Verbund bzw. den Unternehmen der GFG und weiteren genossenschaftlichen Unternehmen. 5,37 % Umsatz entfallen auf die Gruppe der Primärbanken (54,50 % Kundenanteil) und 23,83 % Umsatz entfallen auf die Kunden im Non-Geno-Umfeld (23,00 % Kundenanteil). Aufgrund geplanter, aber nicht durchgeführter Mediakampagnen konnte der im Vorjahr geplante Umsatz nicht erreicht werden. Das geplante Rohertragsergebnis wurde insbesondere durch erhöhte Fremdkosten im Vergleich zur Planung nicht ganz erreicht. Durch die Platzierung neuer kreativer und digitale Leistungsformate, auch bei Bestandskunden, konnte das Betriebsergebnis die Planungen deutlich übertreffen. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 wird insgesamt positiv beurteilt. 3. Ertragslage Der Gesamtumsatz der Agentur beträgt zum Jahresende 2023 über alle Geschäftsfelder hinweg 16,78 Mio. EUR. Er liegt damit um 90 Tsd. EUR bzw. 0,54 % höher als 2022. Dem Geschäftsfeld ereignishaus - Live-Marketing ist es gelungen, durch Neuakquise und Pitch-Gewinne den Umsatz noch einmal zum Vorjahr zu steigern. Aufgrund dieser Entwicklung liegt der Umsatz mit 4,79 % (0,23 Mio. EUR) im Plus. Der Umsatz des Geschäftsfelds Media fällt im Vergleich zum Vorjahr leicht um - 8,01 % bzw. - 0,76 Mio. EUR ab. Das Geschäftsfeld Kommunikation konnte den Umsatz deutlich durch den Ausbau der bestehenden Kundschaftsbeziehungen und den Gewinn neuer Mandate um 26,05 % (0,58 Mio. EUR) steigern. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,13 % (269.361,53 EUR) gestiegen. Insgesamt erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2023 ein Rohergebnis in Höhe von 3.880.042,63 EUR. Dieses fällt damit um 237.334,39 EUR oder 5,76 % geringer aus als 2022. Branchenüblich größte Kostenposition ist der Personalaufwand, der im Berichtszeitraum um 3,33 % oder 87.108,30 EUR gestiegen ist. Maßgeblich hierfür war der Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 44 Personen im Vorjahr auf 48 im Berichtsjahr 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen im Jahr 2023 um 102.871,74 EUR, das entspricht -9,98 %. Die größten Einsparungen konnten hier im Bereich der Fremdarbeiten erzielt werden, und zwar -66.113,86 EUR (55,10 %). Das Betriebsergebnis fiel im Geschäftsjahr 2023 um 205.578,17 EUR geringer aus gegenüber dem Vorjahresstichtag und beläuft sich zum 31.12.2023 auf 180.208,45 EUR (Vorjahr: 385.786,62 EUR). Der Jahresüberschuss beträgt 113.113,09 EUR (Vorjahr: 263.937,89 EUR). Die Ertragslage im Jahr 2023 ist insbesondere vor dem Hintergrund der auf den Markt der Kommunikationsdienstleistungen wirkenden geopolitischen Ereignisse zufriedenstellend. Durch die im Jahresverlauf erreichte Minimierung von Risikoaspekten bei bestehenden Kundschaftsverbindungen und kontinuierlichen Steigerungen im Live-Marketinggeschäft und im Geschäftsfeld Kommunikation, kann von einem insgesamt positiven Trend ausgegangen werden, der sich bereits in der Planung 2024 widerspiegelt. 4. Vermögens- und Finanzlage Die geno kom Werbeagentur GmbH weist zum 31.12.2023 eine gegenüber dem Vorjahr um 730.180,54 EUR niedrigere Bilanzsumme in Höhe von 4.552.950,92 EUR aus. Das Anlagevermögen beläuft sich auf 521.962,88 EUR nach 421.750,71EUR im Vorjahr. Das Umlaufvermögen beläuft sich in Summe auf 4.008.132,49 EUR nach 4.846.825,98 EUR im Vorjahr. Der Rückgang des Umlaufvermögens ergibt sich insbesondere aus einem um 756.795,87 EUR geringeren Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten. Zusätzlich haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 121.195,67 EUR verringert. Auf der Passivseite haben sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 163.877,31 EUR und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 87.885,05 EUR erhöht, sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 909.748,67 EUR vermindert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen vollumfänglich aus unbestrittenen Ansprüchen. Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand belaufen sich zum 31.12.2023 auf 1.304.817,67 EUR gegenüber 2.061.613,54 EUR im Vorjahr. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die von der DZ BANK zur Verfügung gestellte Kreditlinie in Höhe von 500.000, - EUR wurde nicht in Anspruch genommen. Die Fristenkongruenz bei der Finanzierung von Anlagevermögen ist eingehalten worden. Bei einem in voller Höhe eingezahlten Stammkapital von 1,00 Mio. EUR beläuft sich das Eigenkapital zum Jahresende 2023 auf 3.041.277,72 EUR (Vorjahr 2.908.164,63 EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 66,80 % (Vorjahr 55,05 %). Die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens wird für 2023 als geordnet bezeichnet. III. Chancen- und Risikobericht Es ist festzustellen, dass die geno kom Werbeagentur GmbH, auch im Hinblick auf die partnerschaftliche Organisation, innerhalb der geno kom Agenturgruppe entsprechend den heutigen Anforderungen einer zunehmend digitalen Welt mit einem breiten Angebotsportfolio sehr gut aufgestellt ist. Die im Agenturgeschäftsmodell implizierten Volatilitäten und Planungsunsicherheiten können zum Teil durch langjährige Kundschaftsverträge und den Ausbau des Lizenz-Produktgeschäfts reduziert werden. Zudem gelingt es, die Agenturleistungen auch außerhalb des genossenschaftlichen Finanzdienstleistungsmarktes einträglich abzusetzen. Für 2024 und die Folgejahre werden Umsatz- und Ertragschancen in der optimalen Ausrichtung und Verzahnung der drei Geschäftsfelder gesehen. Dies betrifft u.a. den Ausbau der bestehenden Media-Agenturmandate im genossenschaftlichen Umfeld, die Gewinnung neuer Aufträge, die Intensivierung der Kundschaftsbeziehungen und der Pitch-Aktivitäten im Live-Marketing und die Übernahme von Lead-Rollen in der Kampagnenentwicklung als Beratungs- und Kreativagentur. Zusätzliche Chancen ergeben sich aus einer stärkeren Ausrichtung des Angebotes auf den Non-Geno-Markt, u.a. aus dem Geschäftsfeld ereignishaus - Live-Marketing heraus und in Verzahnung mit den beiden anderen Geschäftsfeldern. Priorität genießen darüber hinaus die größeren Kreditgenossenschaften, die Unternehmen der GFG sowie die jeweiligen Tochterunternehmen, soweit diese Leistungen der Agentur in Anspruch nehmen wollen. Jeweils zum Jahresbeginn wird von der Geschäftsführung der Risiko-Management-Bericht erstellt. Diese Dokumentation zur Risikobeurteilung listet alle vorhandenen und/oder latenten Risiken auf und gewichtet diese. Der Russland-Ukraine-Krieg verstärkt nach wie vor Risiken in Bezug auf Verfügbarkeitsprobleme und Preissteigerungen sowie steigende Energie- und Logistikkosten. Absatzprobleme infolge höherer Preise können auf Seiten der Kundschaft zu einem geringeren Leistungsbezug, der Überschreitung von Zahlungszielen und einem erhöhten Insolvenzrisiko führen. Durch eine kontinuierliche Prüfung und Anpassung der Ein- und Verkaufspreise sowie die intensive Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kundschaft wird diesen Risiken entgegengewirkt. Grundsätzlich bestehen für Agenturgeschäftsmodelle nach wie vor Planungsrisiken aufgrund einer hohen Volatilität von Auftragsvolumen, insbesondere aus dem Bereich der Kampagnenabhängigkeit. Ebenfalls nach wie vor risikobehaftet für das Unternehmen, ist der Engpass auf dem Arbeitsmarkt (fehlende Fachkräfte, höheres Gehaltsniveau). Außerordentliche Risiken aus der Digitalisierung werden nicht gesehen, da das Unternehmen seit Jahren entsprechende Themen besetzt und im Rahmen der Qualifizierung besonderen Wert auf entsprechende Fähigkeiten setzt. IV. Prognosebericht Die Umsatz- und Ertragsplanung für 2024 beinhaltet individuelle Unsicherheitsaspekte bei verschiedenen Kund*innen. Dies betrifft in erster Linie offene Auftrags- und Vertragsverhandlungen mit Auftraggebenden und Dienstleistenden sowie laufende Planungsgespräche mit Kund*innen zur Maßnahmenplanung. Weiterhin ist der Finanzmarkt ein Kernmarkt der geno kom Agenturgruppe. Die andauernde Niedrigzinsphase ist beendet, es bestehen aber weiter regulatorische Einflüsse und Digitalisierungskosten sowie die daraus folgenden Kosteneffekte. Daraus werden sich auch weiterhin Risiken für das klassische Bankgeschäftsmodell ergeben. Ziel der Agenturgruppe ist es, weiterhin qualifizierte Produkte, Leistungen und Lösungspakete für Volksbanken und Raiffeisenbanken in Form von digitalen Produkten, Website-Tools, App-Lösungen, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichten, Fusionsunterstützung etc. zur Verfügung zu stellen. Die Geschäftsleitung ist sich sicher, dass es weiterhin gelingen wird, dem Unternehmen innerhalb der GFG eine solide und zukunftsfähige Rolle zuzuweisen und gleichzeitig außerhalb der Organisation ihre professionellen Leistungen zu platzieren. Somit bestehen gute Chancen, sich weiterhin langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu positionieren. Die Geschäftsleitung hat für 2024, inklusive der zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Folgen der geopolitischen Ereignisse und Investitionen in den Ausbau der Agenturleistungen, ein positives Betriebsergebnis von 197 TEUR, bei einem Gesamtumsatz von 17.327 TEUR, geplant und darüber den Gesellschafter im Rahmen einer Gremiensitzung im November 2023 informiert. Aufgrund der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen kann sich im Jahresverlauf eine Abweichung von den Planzahlen ergeben. Stand Februar 2024 sieht die Geschäftsleitung keine Entwicklungen, wonach eine Korrektur des geplanten Ergebnisses notwendig wäre.
Münster, den 26.03.2024 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die geno kom Werbeagentur, Münster Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der geno kom Werbeagentur, Münster, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 26. März 2024 Grant
Thornton AG
Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer Fabian Kuhn, Wirtschaftsprüfer |
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