Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 125981
Vorher
indevis IT - Consulting and Solutions Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
9.6.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieUnternehmensberatung
Gegenstand
Beratung bei Einführung und Betrieb von IT-Systemen und deren Aufbau, Erstellung von Softwareprodukten, Handel mit Soft- und Hardware und Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Internettechnologie.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

indevis IT - Consulting and Solutions Gesellschaft mit beschränkter Haftung

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anlagenspiegel vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

indevis Konzern IT-Diensleistungen

Handelsrecht Anschaffungskosten 31.12.2022 Zugänge Abgänge Anschaffungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.430.318,96 45.132,20 0,00 3.475.451,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.430.318,96 45.132,20 0,00 3.475.451,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 193.513,21 0,00 193.513,21 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.734.142,88 675.049,33 10.966,39 4.398.225,82
Summe Sachanlagen 3.927.656,09 675.049,33 204.479,60 4.398.225,82
7.357.975,05 720.181,53 204.479,60 7.873.676,98
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.239.990,22 32.399,90 0,00 3.272.390,12
Summe Finanzanlagen 3.239.990,22 32.399,90 0,00 3.272.390,12
10.597.965,27 752.581,43 204.479,60 11.146.067,10
Handelsrecht kumulierte Abschreibung 31.12.2022 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.512.559,03 598.875,20 0,00 2.111.434,23
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.512.559,03 598.875,20 0,00 2.111.434,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.290,21 5.805,00 55.095,21 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.121.616,63 446.346,83 10.964,39 3.556.999,07
Summe Sachanlagen 3.170.906,84 452.151,83 66.059,60 3.556.999,07
4.683.465,87 1.051.027,03 66.059,60 5.668.433,30
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.683.465,87 1.051.027,03 66.059,60 5.668.433,30
Handelsrecht Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 120.938,57 1.484.955,50 1.917.759,93
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 120.938,57 1.484.955,50 1.917.759,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 144.223,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 841.226,75 612.526,25
Summe Sachanlagen 0,00 841.226,75 756.749,25
120.938,57 2.326.182,25 2.674.509,18
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 3.272.390,12 3.239.990,22
Summe Finanzanlagen 0,00 3.272.390,12 3.239.990,22
120.938,57 5.598.572,37 5.914.499,40

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.484.955,50 1.917.759,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 144.223,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 841.226,75 841.226,75 612.526,25 756.749,25
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.272.390,12 3.239.990,22
5.598.572,37 5.914.499,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 0,00 58.820,10
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 116.224,08 116.224,08 283.573,74 342.393,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.870.375,00 4.136.039,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.206.139,34 94.407,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 200.854,26 5.277.368,60 108.723,22 4.339.170,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 983.730,28 2.050.314,78
6.377.322,96 6.731.879,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 482.739,43 618.439,62
12.458.634,76 13.264.818,05

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.951.485,71 5.951.485,71
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
5.976.485,71 5.976.485,71
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 382.878,00
2. Sonstige Rückstellungen 453.941,42 849.795,26
453.941,42 1.232.673,26
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.999.492,51 2.620.953,30
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.999.492,51 (i. Vj. EUR 2.620.953,30) -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.046.381,40 2.375.576,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.046.381,40 (i. Vj. EUR 2.375.576,85) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 161.356,20 231.933,28
- davon aus Steuern EUR 113.385,48 (i. Vj. EUR 112.348,34) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 35.662,58 (i. Vj. EUR 28.619,97) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 161.356,20 (i. Vj. EUR 231.933,28) -
5.207.230,11 5.228.463,43
D. Rechnungsabgrenzungsposten 820.977,52 827.195,65
12.458.634,76 13.264.818,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.757.532,60 23.994.628,99
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -226.169,76 138.404,71
3. Sonstige betriebliche Erträge 259.721,05 334.283,69
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 26.554,16i. Vj. EUR 17.548,33) -
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.917.117,41 -9.814.902,49
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -510.106,03 -12.427.223,44 -367.497,60 -10.182.400,09
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.291.679,15 -5.829.536,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.130.855,93 -7.422.535,08 -1.031.284,27 -6.860.820,84
- davon für Altersversorgung EUR 11.674,36 (i. Vj. EUR 14.090,77) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.051.027,03 -1.353.480,77
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.846.080,33 -4.195.527,98
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 25.654,04 (i. Vj. EUR 4.810,85) -
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 38.932,31 32.244,11
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 35.547,60 (i. Vj. EUR 32.079,11) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.960,09 -1.965,64
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertrag) 1.197,65 150.456,34
11. Ergebnis nach Steuern 1.081.387,88 2.055.822,52
12. Sonstige Steuern 17.737,16 -3.206,85
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -1.099.125,04 -2.052.615,67
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Für die Anhangangaben wurde von den Erleichterungsmöglichkeiten für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 HGB Gebrauch gemacht.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 wurden nach den Rechnungslegungsvorschriften des 3. Buches des HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 - 289 HGB) aufgestellt.

Ferner wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Bilanz und die nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gliederungsvorschriften der §§ 266, 275 Abs. 2 HGB in vollem Umfang beachtet.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der indevis IT-Security Beteiligungs GmbH als Organträgerin mit Wirkung zum 1. Januar 2022 abgeschlossen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: indevis IT - Consulting and Solutions Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: 125981

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet.

Bewertungsmethoden

Die Anlagenzugänge wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten bewertet. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern entsprechen denen der steuerlichen Afa-Tabellen, aus denen die jeweils kürzesten zulässigen Nutzungsdauern gewählt werden. Bei Zugängen im Berichtsjahr erfolgten die Abschreibungen zeitanteilig. Für Zugänge geringwertiger Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter EUR 800,00 wurde von der Möglichkeit der Sofortabschreibung nach § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht. Soweit die geringwertigen Anlagegüter nicht von untergeordneter Bedeutung sind, wurden sie aktiviert und über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sogenannte Trivialsoftware wurde wie geringwertige Wirtschaftsgüter abgeschrieben. Die Geschäftsjahresabschreibung für die einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der als Anlage beigefügt ist. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Vorräte sind mit Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden generell zum Nennwert angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Erkennbaren Einzelrisiken wird - sofern notwendig - durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und tragen den ungewissen Verbindlichkeiten und den erkennbaren Risiken in angemessenem Umfang Rechnung. Dabei werden bei Bedarf auch künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Abzinsungen der Rückstellungen werden aufgrund der Kurzfristigkeit nicht vorgenommen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Fremdwährungsbewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr erfolgt gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang.

Im Jahr 2021 erfolgte unter den immateriellen Vermögensgegenständen ein Zugang an Bitcoins mit Anschaffungskosten von EUR 349.000,00. Der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag betrug EUR 252.029,00 (i. Vj. EUR 131.090,43). Zum Bilanzstichtag wurde eine Zuschreibung auf den beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 91.480,55 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten (i. Vj. EUR 91.480,55).

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00, ist voll einbezahlt und zum Nennwert angesetzt.

Aufgrund der seit dem Geschäftsjahr 2022 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der indevis IT-Security Beteiligungs GmbH sind die auf die Berichtsgesellschaft entfallenden Steuerschulden beim Organträger auszuweisen.

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 196, i. Vj. TEUR 470), für Personal (Prämien, Tantiemen, Urlaub & Abfindungen) (TEUR 196, i. Vj. TEUR 332) und Abschluss- und Steuerberatungskosten (TEUR 62, i. Vj. TEUR 48).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu 1 Jahr Von 1 bis 5 Jahren über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.999.492,51 2.999.492,51 0 0
(Vorjahr) (2.620.953,30) (2.620.953,30) 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.046.381,40 2.046.381,40 0 0
(Vorjahr) (2.375.576,85) (2.375.576,85) 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 161.356,20 161.356,20 0 0
(Vorjahr) (231.933,28) (231.933,28) 0 0
Gesamt 5.207.230,11 5.207.230,11 0 0
(Vorjahr) (5.228.463,43) (5.228.463,43) 0 0
gesicherte Beträge Art und Form der Sicherheit
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
(Vorjahr) 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0
(Vorjahr) 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0
(Vorjahr) 0
Gesamt 0
(Vorjahr) 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin indevis IT-Security Beteiligungs GmbH aus Lieferungen und Leistungen und aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags.

Für die Warenverbindlichkeiten gelten die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Aufgrund der seit dem Geschäftsjahr 2022 bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft sind die latenten Steuern für künftige Steuerbe- und -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der Organgesellschaft und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen nunmehr im Einzelabschluss des Organträgers (indevis IT-Security Beteiligungs GmbH) zu berücksichtigen.

Geschäftsführung

Als einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer, mit der Befugnis mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen, waren während des Geschäftsjahres 2023

 

Herr Dipl.- Ing. Wolfgang Kurz, München, Geschäftsführer (CEO) (bis 03.04.2023),

 

Herr Dipl.- Kfm. Andreas Mayer, München, Geschäftsführer (Business Development) und

 

Herr Christian Singer, Gröbenzell, Geschäftsführer (CFO) (bis 31.03.2024)

bestellt.

Folgende Änderungen in den Organen der Gesellschaft nach Ende des Geschäftsjahres haben sich ergeben:

Herr Frank Pütz, Köln, Geschäftsführer (CEO) (seit 27.02.2024) und

Herr Jan-Ulrich Seitz, Iffeldorf (CFO) (seit 27.02.2024).

Die aktuellen Mitglieder der Geschäftsführung haben für ihre Tätigkeit im Jahr 2023 von der Gesellschaft keine Vergütung erhalten.

Haftungsverhältnisse

Bürgschaften

Es besteht eine Verpflichtung aus Bürgschaften (Rückbürgschaft für Avalkredit) in Höhe von EUR 167.000,00 (i. Vj. EUR 334.000,00).

Der Kreditvertrag auf Ebene der Muttergesellschaft indevis IT-Security Beteiligungs GmbH sieht die Besicherung von Darlehen vor.

Es wurden folgende Sicherheiten gegeben:

Sicherungsabtretung (Globalzession) sämtlicher gegenwärtigen und künftigen Forderungen aus Darlehen an andere Gruppengesellschaften, aus Versicherungsverträgen (mit Ausnahme von Betriebsunterbrechungs-, Haftpflicht-, Kfz- und Lebensversicherungen) und aus Lieferungen und Leistungen. Verpfändung aller gegenwärtigen und künftigen deutschen Bankkonten.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als gering ein, da uns keine Informationen vorliegen, aus denen sich eine Inanspruchnahme ergibt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

< 1 Jahr 1-5 Jahre Gesamtbetrag
TEUR TEUR TEUR
aus Miet- und Leasingverträgen 823 2.351 3.174

Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Zur klareren Darstellung im Konzernverbund wurden die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern unter den Bilanzpositionen gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die zugleich Gesellschafter betreffen, sind wie folgt in diesen Bilanzpositionen enthalten (Mitzugehörigkeitsvermerk):

Ausleihungen an verbundene Unternehmen EUR 3.272.390,12 (i. Vj. EUR 3.239.990,22)

Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 1.206.139,34 (i. Vj. EUR 94.407,58)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 2.046.381,40 (i. Vj. EUR 2.375.576,85).

Beschäftigung

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 83 (i. Vj. 81) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 71 (i. Vj. 78) als Vollzeitkräfte und 12 (i. Vj. 3) als Teilzeitkräfte beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Die indevis IT-Security Holding GmbH, München, stellt für den kleinsten Konsolidierungskreis auf freiwilliger Basis einen Konzernabschluss auf.

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der HQ Equita GmbH & Co. Gründungs KG, Bad Homburg v.d. Höhe, einbezogen. Diese erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen.

Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar unterbleiben, da sie im Konzernanhang unseres Mutterunternehmens enthalten sind.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Folgende Ereignisse von besonderer Bedeutung mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2023 sind nach dem Stichtag eingetreten:

Finanzierungsbedingungen nicht eingehalten

Die indevis IT-Security Beteiligungs GmbH hat mit mehreren Banken eine Konsortialfinanzierung am 04. August 2021 abgeschlossen. Die Kreditbedingung des Konsortialkreditvertrags „Nettoverschuldungsgrad“ konnte zum Testzeitpunkt am 30. Juni 2024 durch die Kreditnehmer und Garantiegeber nicht eingehalten werden. Des Weiteren konnte aufgrund dessen der testierte konsolidierte Konzernabschluss zum 31.12.2023 nicht vorgelegt werden. Am 18. Dezember 2024 wurde eine Stillhaltevereinbarung mit einer Laufzeit bis zum 31. Januar 2025 mit den finanzierenden Banken vereinbart. Eine Verlängerung der Stillhaltevereinbarung wurde aufgrund der Veräußerung der Unternehmensgruppe durch Kaufvertrag vom 23. Mai 2025 und der darin vereinbarten Finanzierungsablösung der Konsortialfinanzierung nicht mehr vorgenommen. Der neue Gesellschafter hat mit Abschluss der Vollzugsbedingungen die zum Stichtag bestehende Konsortialfinanzierung abgelöst und durch eine eigene Finanzierungstruktur auf Ebene des neuen Gesellschafters ersetzt.

Veräußerung der indevis Unternehmensgruppe

Mit Kaufvertrag vom 23. Mai 2025 wurde die vollständige indevis Unternehmensgruppe an die MSSP AcquiCo GmbH veräußert.

 

München, den 04. Juli 2025

indevis IT-Consulting and Solutions GmbH

Die Geschäftsführer

Andreas Mayer, Geschäftsführer

Frank Pütz, Geschäftsführer

Jan-Ulrich Seitz, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ISO27001 zertifizierte indevis IT - Consulting and Solutions Gesellschaft mit beschränkter Haftung (kurz: indevis) bietet seit 1999 IT-Sicherheits-, Datacenter- und Netzwerklösungen an und ist einer von Deutschlands erfolgreichsten Managed-Security-Service (MSSP) Providern. Jedes unserer Kundennetzwerke besteht aus unzähligen Subnetzen und IP-Adressen. Alles hat eine Funktion. Wir schützen diese Netze, damit unsere Kunden erfolgreich sein können. Ein sicheres Netzwerk ist mehr als die Summe seiner Einzelteile. Es bedeutet Qualität und Wertschöpfung für unsere Kunden.

indevis hat eine Mission: Sicherheit in einer vernetzten Welt!

Die Fokussierung auf den Kundennutzen steht für uns an höchster Stelle. Jeder bei indevis leistet einen Beitrag zur Sicherheit in einer vernetzten Welt - sei es durch den gezielten Einsatz smarter Technologie, das Fördern unserer Expertise oder das Erkennen der Kundenbedürfnisse und deren effektive Beantwortung.

2. Zweigniederlassungsbericht

indevis betreibt Niederlassungen an zwei Standorten: München (Hauptsitz) und Hamburg. Weitere Mitarbeiter agieren bundesweit aus dem Home-Office.

B. Wirtschaftsbericht

1. Branchenentwicklung

Der Branchenverband bitkom verzeichnete in seinen ITK-Marktzahlen 2023 ein Wachstum von 2,0% im Vergleich zu 20221.

Die für die Gesellschaft relevanten Bereiche entwickelten sich lt. bitkom wie folgt: IT-Hardware (-5,4%), Software (+9,6%) und IT-Services (+5,1%)2.

Die IT-Services bilden mit einem Volumen von 49,4 Milliarden Euro dabei den zweitgrößten Anteil nach der Hardware ab.3

Für 2023 zeigt sich der Markt für Services robust und liegt mit +5,1% über dem Niveau des Vorjahres4.

1 https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland
2 bitkomitkmarktzahlenjanuar2024extranet
3 bitkomitkmarktzahlenjanuar2024extranet
4 bitkomitkmarktzahlenjanuar2024extranet

In Deutschland wird auf die ansteigende Bedrohung der IT-Sicherheit reagiert und die Ausgaben für den Schutz werden kontinuierlich erhöht. Nach einer Prognose des Branchenverbandes Bitkom stieg der Umsatz mit IT-Sicherheitsprodukten 2023 auf 9,2 Milliarden Euro und damit auf neues Rekordniveau5. Bis zum Jahr 2025 sollen die Ausgaben bis auf rund 12,3 Milliarden Euro ansteigen6.

Berücksichtigt wurden bei den Berechnungen die Ausgaben für Hardware, Software und Services im Bereich der IT-Sicherheit7. Ein großer Anteil der Gesamtinvestitionen in IT- Sicherheit geht auf das Konto der Services. Für Sicherheitsdienstleistungen sollen 2023 vermutlich 4,0 Milliarden Euro ausgegeben werden, 12 % mehr als im Vorjahr. Einen ähnlich hohen Anstieg sollen die Ausgaben im Sicherheitssoftware-Bereich verzeichnen. Hier geht bitkom von einem Anstieg von 18 % auf einen Umsatz in Höhe von 4,3 Milliarden Euro aus. Im Bereich Hardware bleiben die Investitionen im Jahr 2023 konstant. Etwa 0,9 Milliarden Euro wurden nach den Berechnungen von bitkom dafür ausgegeben8.

Für das Jahr 2024 geht der Branchenverband bitkom von einem erneuten Umsatzzuwachs im Bereich der IT-Sicherheit aus. Der Anstieg soll dann mit 13,1% zum Jahr 2023 erfolgen. Erwartet wird ein Umsatz von 10,5 Milliarden Euro.

In den darauffolgenden Jahren sollen die jährlichen Ausgaben für Sicherheitsprodukte weiter zunehmen. So sollen sie 2025 den Sprung über die 12-Milliarden-Euro-Marke schaffen9.

Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu. Insbesondere das Arbeitsplatzwachstum könnte noch deutlich größer ausfallen, der Fachkräftemangel erweist sich hier als Hemmschuh. Der Vorsatz für 2024 muss lauten: Mehr Entschlossenheit bei der Digitalisierung und mehr Freiraum für Innovationen10. Das führt dazu, dass sich die Unternehmen nach Einschätzung der Geschäftsführung, vor allem im deutschen Mittelstand, stärker an Dienstleister wenden, die sie dabei unterstützen, ihre digitalen Geschäftsprozesse zu schützen.

5 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Markt-IT-Sicherheit-waechst-mehr-9-Milliarden-Euro
6 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Cybersicherheit-Deutscher-Markt-ueber-10-Milliarden-Marke .
7 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1041736/umfrage/ausgaben-fuer-it-security-in-deutschland/
8 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Markt-IT-Sicherheit-waechst-mehr-9-Milliarden-Euro
9 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Cybersicherheit-Deutscher-Markt-ueber-10-Milliarden-Marke
10 https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt

2. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um +11,5%. Der prognostizierte Umsatzanstieg konnte, trotz des positiven ersten Halbjahres, daher nicht erreicht werden. Der Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung und abzgl. Materialaufwand) lag im Geschäftsjahr bei TEUR 14.104 (i. Vj. TEUR 13.951) und damit niedriger als erwartet. Das EBITDA belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 2.095 (i. Vj, TEUR 3.229) und liegt damit unter dem für 2023 geplanten EBITDA.

Im ersten Halbjahr 2023 verzeichneten wir eine Erhöhung der Umsätze in den Geschäftsbereichen Security Solutions und Consulting. Im Projektumfeld waren die Entspannung der Chipkrise und die wieder intakten Lieferketten deutlich spürbar.

Im zweiten Halbjahr 2023 wirkte sich die negative, allgemeine wirtschaftliche Stimmung auf die Bestellungen der Kunden aus. Im Bereich der Security-Projekte wurden Investitionen aufgeschoben, die schon fest für das zweite Halbjahr geplant waren. Das hat zu einem Rückgang der Umsätze in diesem Zeitraum geführt. Im Managed-Service-Bereich wurden Investitionen nicht im geplanten Umfang getätigt, dennoch konnte eine positive Umsatzentwicklung in diesem Geschäftsbereich im Jahr 2023 erreicht werden (+5,7% zum Vorjahr).

Der Trend, dass sich bestehende Resale-Kunden stärker auf ihre Kernthemen fokussieren und die Security-Themen auslagern, ist ungebrochen. Bestehende Managed-Services-Kunden haben den Leistungsumfang ausgeweitet und mehr Services aus dem indevis-Portfolio in Anspruch genommen. Dadurch konnte der Geschäftsbereich Managed Services mit wiederkehrenden Umsätzen entsprechend der Mittelfriststrategie weiter gesteigert werden.

Nach Beurteilung der Geschäftsführung erfolgte ein schwacher Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023, in dem das geplante normalisierte EBITDA nicht erreicht werden konnte. In Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen Stimmung, der Inflation und des sehr schwachen Euros ist das erreichte Ergebnis zufriedenstellend.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 316 verringert. Dabei stehen den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 45 Sachanlagen in Höhe von TEUR 720 und Finanzanlagen in Höhe von TEUR 32 andererseits Abgänge in Höhe von TEUR 138, Zuschreibungen in Höhe von TEUR 121 sowie Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.051 gegenüber. Die Investitionstätigkeit in das Anlagevermögen betrifft im Bereich Sachanlagen insbesondere langfristige Investitionen in die eigene IT-Infrastruktur und die Ausstattung des neuen Büros. Zusätzlich werden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände getätigt, als Basis und zur Verbesserung der angebotenen Managed Security Services.

Gegenüber dem Bilanzstichtag des vorherigen Geschäftsjahres haben sich die Vorräte auf TEUR 226 reduziert (i. V. TEUR 342). Eine Vorratshaltung findet im Wesentlichen nur kurzfristig statt, insbesondere für die Zeit vom Wareneingang bis zur Auslieferung von konfigurierten Geräten an die Kunden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf TEUR 3.870 (i. V. TEUR 4.136) reduziert. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements wiederholt sehr niedrig gehalten werden.

Zum Bilanzstichtag hat die Bilanzsumme sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 12.459 reduziert (i. V. TEUR 13.265).

Finanzlage

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 3.000 haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Geschäftsentwicklung erhöht (i. V. TEUR 2.621). Die insgesamt zu verzeichnende Verringerung der sonstigen Rückstellungen resultiert insbesondere aufgrund der niedrigeren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 105 (i. V. TEUR 439) sowie verringerten Personalrückstellungen.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf TEUR 5.976 (i. Vj. TEUR 5.977). Die Eigenkapitalquote liegt bei 48,0 % (i. V. 45,1 %).

Die vorhandenen Kontokorrentkreditlinien wurden wie im Vorjahr nicht beansprucht.

Die Finanzierung der laufenden Geschäfte war jederzeit sichergestellt. Es stehen ausreichend verbindliche und derzeit nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen zur Verfügung, so dass die finanzielle Lage der Gesellschaft weiterhin als ausgesprochen gut einzustufen ist.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 23.995 im Vorjahr um TEUR 2.763 (11,5%) auf TEUR 26.758 gestiegen. Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Jahr 2022 ist zu einem großen Teil auf die Erholung von den Auswirkungen der Chipkrise und des Ukrainekrieges im Bereich Security Solutions zurückzuführen.

Der betriebliche Rohertrag verbesserte sich von TEUR 13.951 im Vorjahr auf TEUR 14.104 im Berichtsjahr.

Durch die Umsatzerhöhung in allen Geschäftsbereichen, die trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Stimmung erreicht wurde, sowie durch deutlich erhöhte Personalaufwendungen ergab sich ein EBITDA von TEUR 2.095 (i.Vj. TEUR 3.229).

4. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als sehr gut.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Die Zunahme wiederkehrender Umsätze durch die Erbringung von Managed Security Services neben dem klassischen Resale-Geschäft zeigt nachhaltig die in den vergangenen Geschäftsjahren gelungene Positionierung der Gesellschaft als Managed Security Service Provider.

Aufgrund der seit dem Berichtsjahr 2022 bestehenden ertragssteuerlichen Organschaft wird der im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von TEUR 1.099 (i. Vj. TEUR 2.053) im Einzelabschluss des Organträgers (indevis IT-Security Beteiligungs GmbH) berücksichtigt.

C. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz, Rohertrag sowie das EBITDA heran.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Wir definieren Chancen als mögliche Erfolgskomponenten, die dazu beitragen unsere festgelegten Ziele zu übertreffen.

Ausbau der Marktpositionierung

Mit unserem Managed-Security-Service-Portfolio und unseren fachlich sehr gut qualifizierten Mitarbeitern, die vielfach auf eine langjährige Unternehmenszugehörigkeit zurückblicken, wollen wir unsere Positionierung als Managed-Security-Service-Provider am Markt weiter ausbauen.

2. Risikobericht:

Als Risiko wird jedes Ereignis verstanden, das sich negativ auf die kurzfristigen operativen Ziele oder langfristigen strategischen Ziele des Konzerns auswirken könnte. Die Darstellung der Risiken erfolgt vor Risikobegrenzungsmaßnahmen und in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft.

Arbeitsmarkt

Die anhaltend angespannte Lage am Arbeitsmarkt macht es herausfordernd, IT-Experten zu akquirieren. Durch die personelle Verstärkung im HR-Bereich konnten erfreulicherweise fast alle Stellen aus eigener Kraft, ohne kostspielige Personalagenturen, besetzt werden. Der Kampf um die Talente macht auch vor unseren sehr gut qualifizierten Mitarbeitenden nicht halt, und wir sehen uns teilweise auch mit Abwerbungen konfrontiert. Eine erhoffte Entspannung am Arbeitsmarkt stellte sich auch durch die enorme Zurückhaltung (Einstellungsstopp) bei den großen Playern nicht ein. Der Arbeitsmarkt um die Metropolregion München ist nach wie vor hinsichtlich der Gewinnung von Fachkräften stark umkämpft, internationale Firmen wie Apple und Google buhlen mit indevis um die Talente. Ambitionierte Wachstumspläne werden durch den angespannten Arbeitsmarkt limitiert. indevis begegnet diesen Herausforderungen mit der Schaffung noch attraktiverer Rahmenbedingungen, wie z. B. durch den Umzug in eine neue hochmoderne Bürofläche.

Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Lage in Folge von Inflation und geopolitischen Konflikten

Die Inflation und die geopolitischen Spannungen führen auch in 2023 zu einer Verunsicherung in der Wirtschaft. Dies spiegelt sich im Rückgang des BIP um 0,3% in Deutschland wider. Davon sind auch die Kunden von indevis nicht entkoppelt und Investitionsentscheidungen werden mit einem negativen Effekt auf die Geschäftsentwicklung der indevis aufgeschoben. Sollten die geopolitischen Konflikte in den Folgejahren sich weiter ausbreiten und die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland noch weiter eintrüben, würde dies zu negativen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis im Jahr 2024 führen.

Es sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken bzw. gravierenden Risiken mit Blick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr 2024 ersichtlich.

Preissteigerungen sowie Lieferengpässe

Ein weiteres Risiko ist die weitere Verteuerung der Einkaufskonditionen für unsere Managed Security Services bedingt durch Preiserhöhungen der zugrunde liegenden Herstellertechnologien. Eine Verteuerung des historisch schwachen Dollars und die weltweit anhaltende Inflation führen zu einem deutlichen Preisanstieg beim Einkauf der fast ausschließlich aus den USA stammenden Sicherheitstechnologie.

Da wir in vielen Fällen die Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben können, geht die Geschäftsführung von einem moderaten Risiko aus Beeinflussung unseres Ergebnisses aufgrund kurzfristiger Preiserhöhungen unserer Lieferanten aus.

Liquiditätsrisiken

Die Gruppe verfügt über eine nachhaltige Finanzierung, jedoch kann eine weitere Eintrübung der Geschäftsentwicklung Nachverhandlungen der Covenants im Rahmen der Fremdfinanzierung notwendig machen. Zudem besteht generell das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden mit signifikant negativen Auswirkungen auf die Liquidität des Unternehmens.

Die Geschäftsführung erachtet das Risiko daraus als gering, da gute Verbindungen zu den kreditgebenden Banken sowie ein gut funktionierendes Debitoren Management existieren.

E. Prognosebericht

Die IT-Sicherheit, insbesondere von Unternehmen, ist durch die rasant steigenden Anforderungen an eine sichere IT-Infrastruktur und auch die regulatorischen Vorgaben in der EU ein immer wichtiger werdendes Thema. Wir sind in einem Markt tätig, der weltweit kontinuierlich nahezu zweistellig wächst11.

Auch mehren sich aufgrund der geopolitischen Lage politisch motivierte Angriffe und Spionage. Bisher stand die Monetarisierung der Angriffsopfer durch Erpressung von Lösegeld, um verschlüsselte Daten wieder herzustellen, im Vordergrund. Zu diesen kriminellen Gruppen gesellen sich nun auch Geheimdienste und politisch motivierte Gruppen, deren Ziele nicht kommerzieller Natur sind. Vielmehr sollen politische Gegner durch Zerstörung wichtiger IT- Systeme sabotiert oder Geheimnisse erlangt werden. Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg dieser Angriffe.

Der Ruf nach proaktiven Sicherheitsdienstleistungen am Markt steigt stark an. Indevis bietet neben bereits etablierten Service (wie z.B. SD-WAN) seit 2022 einen MDR Service (Managed Detection and Response) an und wird das Servicewachstum im Jahr 2024 deutlich beleben. Die Projekt- und Kundenpipeline für 2024 ist auch hier sehr erfolgversprechend.

Bei den Umsätzen rechnen wir mit einem weiteren Anstieg im Jahr 2024, da wir weiter eine steigende Nachfrage bei SOC-relevanten Services sehen und zum anderen die Sales Force weiterhin deutlich verstärken.

Auf Basis unserer verabschiedeten Planung für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 wir mit einem Wachstum des Umsatzes im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr um ca. 13%. In Bezug auf den Rohertrag wird mit einer deutlichen Erhöhung im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr um ca. 11% gerechnet.

11 https://www.notebookcheck.com/Cybersecurity-Starkes-Wachstum-in-diesem-Jahr-erwartet-Ausgaben-erreichen-224-Mrd-Dollar.682908.0.html

Das geplante EBITDA für 2024 sollte sich gegenüber dem Vorjahr um 80% erhöhen. Trotz erhöhter Personal- und Strukturaufwendungen planen wir aufgrund der geplanten Umsatzsteigerung im Geschäftsbereich Managed Security Services aus laufenden Serviceverträgen und gleichzeitig steigenden Umsätzen im Geschäftsbereich Security Solutions mit einem Anstieg des Ergebnisses vor Ergebnisabführung. Die hohe Profitabilität der Managed Security Services erhalten wir durch eine kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse bei moderatem Personalwachstum.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung war für das Jahr 2024 mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen, da die gute Marktpositionierung der indevis sowie der stetig steigende Umsatzanteil wiederkehrender Umsatzerlöse eine positive Prognose zulassen.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 zeigte sich für die Geschäftsführung, dass die Ziele für 2024, sowohl in Bezug auf die Umsatzerlöse, Rohertrag als auch das EBITDA, nicht erreicht werden konnten.

Für das Jahr 2025 rechnet die Geschäftsführung mit im Vergleich zu 2024 (TEUR 22.976) konstanten Umsatzerlösen. Das geplante EBITDA für 2025 soll im Vergleich zu 2024 stark wachsen (2024: TEUR 153). Es wird demnach mit einer deutlichen Steigerung der Rohertragsmarge und damit des Rohertrags im Vergleich zu 2024 gerechnet (2024: TEUR 12.826).

F. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Finanzierungsbedingungen nicht eingehalten

Die indevis IT-Security Beteiligungs GmbH hat mit mehreren Banken eine Konsortialfinanzierung am 04. August 2021 abgeschlossen. Die Kreditbedingung des Konsortialkreditvertrags „Nettoverschuldungsgrad“ konnte zum Testzeitpunkt am 30. Juni 2024 durch die Kreditnehmer und Garantiegeber nicht eingehalten werden. Des Weiteren konnte aufgrund dessen der testierte konsolidierte Konzernabschluss zum 31.12.2023 nicht vorgelegt werden. Am 18. Dezember 2024 wurde eine Stillhaltevereinbarung mit einer Laufzeit bis zum 31. Januar 2025 mit den finanzierenden Banken vereinbart. Eine Verlängerung der Stillhaltevereinbarung wurde aufgrund der Veräußerung der Unternehmensgruppe durch Kaufvertrag vom 23. Mai 2025 und der darin vereinbarten Finanzierungsablösung der Konsortialfinanzierung nicht mehr vorgenommen. Der neue Gesellschafter hat mit Abschluss der Vollzugsbedingungen die zum Stichtag bestehende Konsortialfinanzierung abgelöst und durch eine eigene Finanzierungstruktur auf Ebene des neuen Gesellschafters ersetzt.

Veräußerung der indevis Unternehmensgruppe

Mit Kaufvertrag vom 23. Mai 2025 wurde die vollständige indevis Unternehmensgruppe an die MSSP AcquiCo GmbH veräußert.

 

München, 4. Juli 2025

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die indevis IT - Consulting and Solutions GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der indevis IT - Consulting and Solutions GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der indevis IT - Consulting and Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 4. Juli 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katharina Böhm, Wirtschaftsprüferin

Moritz Göbell, Wirtschaftsprüfer

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