Hascher Jehle Objektplanung GmbH
Selbe AdresseArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Korte seit 16.11.2022 | Prokura |
Adrian Thiessen seit 13.9.2022 | Geschäftsführer |
Ross Golden seit 5.10.2021 | Geschäftsführer |
Anne Frühauf seit 18.7.2017 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bertelsmann SE & Co. KGaAGüterslohKonzernabschluss zum 31.12.2019Zusammengefasster LageberichtDas Geschäftsjahr 2019 im ÜberblickBertelsmann verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 einen erfolgreichen Geschäftsverlauf mit weiterem organischen Wachstum und einem hohen operativen Ergebnis. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 2,0 Prozent auf 18,0 Mrd. € (Vj.: 17,7 Mrd. €) bei einem organischen Wachstum in Höhe von 1,2 Prozent. Hierzu trugen neben dem Buchverlagsgeschäft vor allem die strategischen Wachstumsplattformen des Konzerns, insbesondere Fremantle, Arvato Supply Chain Solutions, die Digitalgeschäfte der RTL Group, BMG, Arvato Systems sowie die Digitalgeschäfte von Gruner + Jahr, bei. Das Operating EBITDA erhöhte sich auf 2.909 Mio. € (Vj.: 2.586 Mio. €). Der signifikante Anstieg ist neben einer positiven Geschäftsentwicklung auch auf die erstmalige Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zurückzuführen. Die EBITDA-Marge erhöhte sich infolgedessen auf 16,1 Prozent (Vj.: 14,6 Prozent). Das Konzernergebnis lag mit 1.091 Mio. € nach 1.104 Mio. € im Vorjahr erneut auf einem hohen Niveau. Bertelsmann geht auch für das Jahr 2020 von einem positiven Geschäftsverlauf aus. Umsatz in Mrd. €
Operating EBITDA in Mio. €
Konzernergebnis in Mio. €
Grundlagen des KonzernsIm vorliegenden Lagebericht wird das Wahlrecht genutzt, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA zusammenzufassen. In diesem zusammengefassten Lagebericht wird über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Bertelsmann-Konzerns sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA berichtet. Die Angaben gemäß HGB zur Bertelsmann SE & Co. KGaA werden in einem eigenen Abschnitt erläutert. Der zusammengefasste Lagebericht wird anstelle des Konzernlageberichts im Bertelsmann Geschäftsbericht veröffentlicht. UnternehmensprofilBertelsmann ist in den Kerngeschäftsfeldern Medien, Dienstleistungen und Bildung in rund 50 Ländern der Welt aktiv. Die geografischen Kernmärkte umfassen Westeuropa - vor allem Deutschland, Frankreich sowie Großbritannien - und die USA. Darüber hinaus verstärkt Bertelsmann sein Engagement in Wachstumsregionen wie Brasilien, Indien und China. Zu den Bertelsmann-Unternehmensbereichen zählen die RTL Group (Bewegtbild), Penguin Random House (Buch), Gruner + Jahr (Zeitschriften), BMG (Musik), Arvato (Dienstleistungen), die Bertelsmann Printing Group (Druck), die Bertelsmann Education Group (Bildung) und Bertelsmann Investments (Fonds). Die Bertelsmann SE & Co. KGaA ist eine kapitalmarktorientierte, nicht börsennotierte Kommanditgesellschaft auf Aktien. Als Konzernholding übt sie zentrale Konzernfunktionen wie die Festlegung und Weiterentwicklung der Konzernstrategie, die Kapitalallokation, die Finanzierung und die Managemententwicklung aus. Die interne Unternehmenssteuerung und -berichterstattung folgen der Unternehmensorganisation, die sich aus den operativen Segmenten und dem Bereich Corporate zusammensetzt. Die RTL Group ist nach Umsatz eines der führenden Unternehmen im Sender-, Inhalte- und Digitalgeschäft mit Beteiligungen an 68 Fernsehsendern, acht Streaming-Diensten, 30 Radiostationen, weltweiten Produktionsgesellschaften sowie Digitalgeschäften. Zu den Fernsehgeschäften zählen RTL Television in Deutschland, M6 in Frankreich und die RTLSender in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Kroatien und Ungarn sowie eine Beteiligung an Atresmedia in Spanien. Das Inhaltegeschäft der RTL Group, Fremantle, gehört zu den weltweit größten Entwicklern, Produzenten und Vertriebsgesellschaften von fiktionalen und nonfiktionalen Inhalten. Im Bereich Onlinevideo ist die RTL Group aktiv mit den Streaming-Diensten der Senderfamilien (unter anderem TV Now, 6play, Videoland), den digitalen Videounternehmen BroadbandTV und Divimove sowie mehr als 300 YouTube-Kanälen von Fremantle. Zur RTL Group gehören außerdem die Ad-Tech-Unternehmen Smartclip und SpotX. RTL AdConnect ist der internationale Vermarkter der RTL Group. Die RTL Group ist börsennotiert und Mitglied im MDAX. Penguin Random House ist mit mehr als 300 Buchverlagen auf sechs Kontinenten die nach Umsatz größte Publikumsverlagsgruppe der Welt. Zu den bekannten Verlagsmarken zählen Doubleday, Riverhead, Viking und Alfred A. Knopf (USA), Ebury, Hamish Hamilton und Jonathan Cape (Großbritannien), Plaza & Janés und Alfaguara (Spanien), Sudamericana (Argentinien) sowie der international tätige Buchverlag DK. Die deutschsprachige Verlagsgruppe Random House mit traditionsreichen Verlagen wie Goldmann und Heyne gehört rechtlich nicht zu Penguin Random House, steht jedoch unter gleicher unternehmerischer Leitung und ist Teil des Unternehmensbereichs Penguin Random House. Jedes Jahr veröffentlicht Penguin Random House etwa 15.000 Neuerscheinungen und verkauft rund 600 Millionen gedruckte Bücher, E-Books und Hörbücher. Gruner + Jahr ist einer der führenden Premium-Magazinverlage Europas mit etablierten Marken wie "Stern", "Brigitte" und "Geo", jungen Marken wie "Barbara", "Guido" und "Wohllebens Welt" sowie dem französischen Magazinverlag Prisma Media. Hinzu kommen Produkte und Lizenzen, etwa die "Schöner Wohnen"-Möbelkollektion sowie Digitalangebote in allen publizistischen Segmenten. In der digitalen Vermarktung betreibt G+J international tätige Plattformen wie AppLike und hält eine Beteiligung am Native-Advertising-Weltmarktführer Outbrain. Zu G+J zählt Territory als eine der führenden Kommunikationsagenturen in Deutschland sowie der führende Content-Communications-Anbieter in Europa. Zudem hält G+J die Mehrheit an der DDV Mediengruppe in Sachsen; das Unternehmen ist darüber hinaus an der Spiegel-Gruppe beteiligt. BMG ist ein international tätiges Musikunternehmen und vertritt mit 19 eigenen Niederlassungen in zwölf Kernmusikmärkten mittlerweile mehr als drei Millionen Titel und Aufnahmen, darunter die Kataloge von Alberts Music, Broken Bow Music Group, Bug, Cherry Lane, Chrysalis, Mute, Primary Wave, Sanctuary und Trojan sowie Tausende namhafte Künstlerinnen, Künstler und Songwriter. Arvato ist ein international agierendes Dienstleistungsunternehmen, das für Geschäftskunden diverser Branchen in mehr als 40 Ländern maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedliche Geschäftsprozesse entwickelt und realisiert. Diese umfassen Supply Chain Solutions (SCS), Financial Solutions und IT-Dienstleistungen. Zum Dienstleistungsgeschäft gehört zudem die Unternehmensgruppe Majorel, an der Bertelsmann mit 50 Prozent beteiligt ist. In der Bertelsmann Printing Group sind die Druckaktivitäten von Bertelsmann gebündelt. Sie umfassen sämtliche Tief- und Offsetdruckereien des Unternehmens in Deutschland, Großbritannien und den USA. Darüber hinaus werden diverse Digital Marketing Services angeboten, mit Fokus auf die Bereiche datengestütztes Multichannel-Marketing, Kampagnenmanagement sowie Kundenbindung. Zur Bertelsmann Printing Group gehören zudem der Speichermedienproduzent Sonopress, die Spezialdruckerei Topac und das Multipartnerprogramm DeutschlandCard. Die Bertelsmann Education Group umfasst die Bildungsaktivitäten von Bertelsmann. Die digitalen Bildungs- und Dienstleistungsangebote haben ihre Schwerpunkte in den Sektoren Gesundheit und Technologie sowie im Bereich der Hochschulausbildung. Zu den Bildungsaktivitäten zählen unter anderem die Online-Weiterbildungsplattform Relias und die Beteiligung an Udacity sowie der US-Hochschuldienstleister HotChalk. Bertelsmann Investments bündelt die globalen Start-up-Beteiligungen von Bertelsmann. Schwerpunkt der Aktivitäten sind die strategischen Wachstumsregionen Brasilien, China, Indien und die USA. Beteiligungen erfolgen im Wesentlichen über die Fonds Bertelsmann Brazil Investments (BBI), Bertelsmann Asia Investments (BAI), Bertelsmann India Investments (BII) und Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI). Regulatorische RahmenbedingungenBertelsmann betreibt in mehreren europäischen Ländern Fernseh- und Radioaktivitäten, die regulatorischen Bestimmungen unterworfen sind, in Deutschland beispielsweise durch die medienrechtliche Aufsicht der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich. Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns nehmen in vielen Geschäftsfeldern führende Marktpositionen ein, sodass akquisitorisches Wachstum aus wettbewerbsrechtlichen Gründen begrenzt sein kann. Darüber hinaus unterliegen einige Bildungsaktivitäten regulatorischen Bestimmungen staatlicher Behörden und Akkreditierungsstellen. Aufgrund der Börsenzulassung der begebenen Genussscheine und Anleihen unterliegt Bertelsmann als kapitalmarktorientiertes Unternehmen den entsprechenden kapitalmarktrechtlichen Bestimmungen. AktionärsstrukturDie Bertelsmann SE & Co. KGaA ist eine nicht börsennotierte Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die Kapitalanteile der Bertelsmann SE & Co. KGaA werden zu 80,9 Prozent von Stiftungen (Bertelsmann Stiftung, Reinhard Mohn Stiftung, BVG-Stiftung) und zu 19,1 Prozent von der Familie Mohn mittelbar gehalten. Alle Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der Bertelsmann Management SE (persönlich haftende Gesellschafterin) werden von der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft (BVG) kontrolliert. StrategieBertelsmann strebt ein wachstumsstarkes, digitales, internationales und diversifiziertes Konzernportfolio an. Geschäfte, in die Bertelsmann investiert, sollen ein langfristig stabiles Wachstum, globale Reichweite, nachhaltige Geschäftsmodelle, hohe Markteintrittsbarrieren und Skalierbarkeit aufweisen. Das stark wachsende Bildungsgeschäft wird zur dritten Ertragssäule neben den Medien- und Dienstleistungsgeschäften ausgebaut. Die Konzernstrategie umfasst vier strategische Stoßrichtungen: Stärkung der Kerngeschäfte, digitale Transformation, Ausbau von Wachstumsplattformen sowie Expansion in Wachstumsregionen. Im Geschäftsjahr 2019 wurde weiter intensiv an der Umsetzung der Strategie entlang dieser Stoßrichtungen gearbeitet. Zur Stärkung der Kerngeschäfte trugen neben organischen Erfolgen auch wichtige strategische Akquisitionen bei. So erweiterte die RTL Group ihre Senderfamilie in Frankreich um den frei empfangbaren Kindersender Gulli sowie fünf Pay-TV-Kanäle aus dem Besitz von Lagardère. In Deutschland startete mit VOXup ein neuer linearer Sender, der eine Mischung aus bekannten Vox-Formaten, Free-TV-Premieren und neuen Eigenproduktionen bietet. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 verkündete Bertelsmann die geplante Übernahme der restlichen Anteile an Penguin Random House vom Mitgesellschafter Pearson. Bertelsmann wird somit zukünftig alleiniger Gesellschafter der nach Umsatz weltweit größten Publikumsverlagsgruppe. Darüber hinaus baute Penguin Random House das Buchverlagsgeschäft neben fortgesetztem organischen Wachstum auch akquisitorisch weiter aus und erwarb unter anderem den britischen Kinderbuchverlag Little Tiger Group sowie in den USA einen Anteil an dem Verlag Sourcebooks. Gruner + Jahr erweiterte sein Portfolio im Bereich der Personality-Magazine, beispielsweise durch eine Kooperation von "Brigitte" mit der Psychotherapeutin und Bestsellerautorin Stefanie Stahl. Zu Jahresbeginn 2019 vollzogen Bertelsmann und die Saham Group die Zusammenlegung ihrer weltweiten CRM-Geschäfte in das neu formierte Unternehmen Majorel. Die weltweiten Druckgeschäfte der Bertelsmann Printing Group wurden neu aufgestellt. Die neue bereichsübergreifende Organisationsstruktur bildet das organisatorische Fundament für einen "One Company"-Ansatz. Im Berichtszeitraum lag zudem ein besonderer Schwerpunkt auf dem verstärkten Aufbau von Kooperationen und Allianzen, zum Beispiel der Bertelsmann Content Alliance in den Inhaltegeschäften oder auch der Ad Alliance in der Werbevermarktung. Die digitale Transformation wurde durch den fortgesetzten Ausbau der Digitalgeschäfte weiter vorangetrieben. Die RTL Group verzeichnete für ihre Streaming-Dienste neben dem Anstieg zahlender Abonnenten auch eine erhöhte Sehdauer auf den Plattformen TV Now in Deutschland und Videoland in den Niederlanden. In Frankreich entwickelt die zur RTL Group gehörende Groupe M6 die technologische Plattform für Salto -den gemeinsamen Streaming-Dienst mit TF1 und France Télévisions, der 2020 starten soll. Gruner + Jahr startete mit "Stern Crime Plus" sein erstes kostenpflichtiges AboModell für digitalen Journalismus. Die Bertelsmann Content Alliance setzt mit Gründung der Audio Alliance verstärkt auf Audio-Angebote und initiierte die Podcast-Produktion und die Distribution neuer Podcasts über die eigene Plattform Audio Now. Die Wachstumsplattformen des Konzerns wurden weiter ausgebaut und verzeichneten insgesamt ein deutliches organisches Wachstum. Fremantle setzte seinen Ausbau der Drama-Produktionen mit dem Start der zweiten Staffel von "American Gods" fort und verbuchte Erfolge mit Formaten wie "America's Got Talent: The Champions" in den USA und der zweiten Staffel der UFA-Serie "Charité" in Deutschland. BMG erweiterte seine Präsenz in Asien mit der Eröffnung einer Niederlassung in Hongkong und verzeichnete erfolgreiche Veröffentlichungen von Künstlerinnen und Künstlern wie Kylie Minogue oder Jason Aldean im Labelgeschäft und Bring Me The Horizon, Juice WRLD oder Lewis Capaldi im Verlagsgeschäft. Neue oder erweiterte Verträge wurden im Labelbereich unter anderem mit Richard Marx, Natalie Imbruglia sowie der Band Seeed unterzeichnet, im Verlagsbereich mit Neil Finn von Crowded House, Cage The Elephant sowie Mick Jagger und Keith Richards von den Rolling Stones. Arvato Supply Chain Solutions gewann zahlreiche Neukunden und Arvato Financial Solutions initiierte den Aufbau des Pay-after-Delivery-Geschäfts sowie einer digitalen "Know Your Customer"-Plattform mit dem Ziel, Unternehmen und Banken signifikant zu entlasten. Arvato Systems baute sein Portfolio IP-basierter Lösungen mit der Markteinführung einer Serialisierungslösung für verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie eines VPN-Zugangsdienstes weiter aus. Im Online-Bildungsbereich vergrößerte Relias seine Kundenbasis weiter und integrierte den Bereich Gesundheitswesen des im Vorjahr erworbenen Unternehmens OnCourse Learning. Bertelsmann gab im Rahmen der digitalen Weiterbildungskampagne #50000Chancen bekannt, in den kommenden drei Jahren rund 50.000 Stipendien für Kurse der US-Weiterbildungsplattform Udacity in den Bereichen Cloud, Data oder Künstliche Intelligenz zu vergeben. In den Wachstumsregionen baute Bertelsmann sein globales Netzwerk aus Start-up-Beteiligungen weiter aus und tätigte im Berichtszeitraum rund 80 Neu- und Folgeinvestitionen. Ende des Jahres 2019 hielt Bertelsmann Investments im Wesentlichen über seine vier internationalen Fonds rund 230 Beteiligungen an jungen Unternehmen und Fonds. Im Berichtszeitraum beteiligte sich Bertelsmann Asia Investments (BAI) unter anderem an der E-CommercePlattform Ding Dong Fresh, auf der sich Kunden per App frische Lebensmittel nach Hause schicken lassen können. Des Weiteren gelangen dem Fonds mehrere erfolgreiche Exits, darunter der Verkauf aller Anteile am Tech-Unternehmen Bigo. Bertelsmann India Investments (BII) investierte in den Online-Kreditmarktplatz Rupeek, der sich derzeit auf die Kreditvergabe gegen Gold als Sicherheit konzentriert. In Brasilien übernahm Bertelsmann Afferolab, einen der größten Corporate-Training-Anbieter des Landes, vollständig. Zudem unterstützte Bertelsmann Brazil Investments (BBI) die Vorbereitungen für den im Juli erfolgreich vollzogenen Börsengang des brasilianischen Bildungsunternehmens Afya. An Afya ist Bertelsmann über eine Fondsbeteiligung mit dem Partner Crescera Investimentos beteiligt. Penguin Random House erweiterte seine Präsenz in Südamerika mit der Übernahme der in Spanien und Lateinamerika tätigen Verlagsgruppe Ediciones Salamandra sowie dem Erwerb des Literatur- und Bildungsverlags Editora Zahar in Brasilien durch Companhia das Letras. Bertelsmann wird seine laufende Transformation auch 2020 entlang der vier strategischen Stoßrichtungen vorantreiben. Die Einhaltung und die Erreichung der strategischen Entwicklungsprioritäten werden fortlaufend durch den Vorstand und auf Ebene der Unternehmensbereiche im Rahmen regelmäßiger Sitzungen der Strategy and Business Committees überprüft, ebenso im Rahmen des jährlichen Strategischen Planungsdialogs zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus werden kontinuierlich relevante Märkte und das Wettbewerbsumfeld analysiert, um hieraus Schlüsse für die Weiterentwicklung der Konzernstrategie zu ziehen. Zu Fragen der Konzernstrategie und Konzernentwicklung wird der Vorstand durch das Group Management Committee (GMC) unterstützt, das mit Führungskräften besetzt ist, die wesentliche Geschäfte, Länder, Regionen und ausgewählte konzernübergreifende Funktionen repräsentieren. Für die Strategieumsetzung ist auch die inhaltliche und unternehmerische Kreativität von besonderer Bedeutung. Bertelsmann wird daher auch künftig in die kreative Substanz der Geschäfte investieren. Zugleich ist die Innovationskompetenz für Bertelsmann von hoher Bedeutung und ein wichtiger strategischer Bestandteil (siehe Abschnitt "Innovationen"). Wertorientiertes SteuerungssystemDas übergeordnete Ziel von Bertelsmann ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes über eine nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft bei einem gleichzeitig effizienten Kapitaleinsatz. Zur Steuerung des Konzerns bedient sich Bertelsmann seit vielen Jahren eines wertorientierten Steuerungssystems, in dessen Mittelpunkt Umsatz, operatives Ergebnis und optimaler Kapitaleinsatz stehen. Aus formalen Gründen unterscheidet Bertelsmann Steuerungskennzahlen im engeren Sinne von solchen im weiteren Sinne. Steuerungskennzahlen im engeren Sinne - hierzu zählen Umsatz, Operating EBITDA sowie der Bertelsmann Value Added (BVA) -dienen der unmittelbaren Beurteilung der laufenden Geschäftsentwicklung und finden dementsprechend Eingang in den Prognosebericht. Hiervon abgegrenzt werden Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne verwendet, die sich zum Teil aus den vorgenannten Kennzahlen ableiten oder durch diese stark beeinflusst werden. Hierzu zählen die EBITDA-Marge sowie die Cash Conversion Rate. Bestandteil des wertorientierten Steuerungssystems im weiteren Sinne ist darüber hinaus das finanzielle Steuerungssystem mit den definierten internen Finanzierungszielen. Angaben zur erwarteten Entwicklung von Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne erfolgen allenfalls ergänzend und sind kein Bestandteil des Prognoseberichts. Zur Erläuterung des Geschäftsverlaufs und zur Steuerung des Konzerns verwendet Bertelsmann auch sogenannte Alternative Leistungskennzahlen, die nicht nach IFRS definiert sind (detaillierte Erläuterung hierzu im Abschnitt "Alternative Leistungskennzahlen"). Steuerungskennzahlen im engeren SinneZur Steuerung des Konzerns verwendet Bertelsmann den Umsatz, das Operating EBITDA sowie den BVA als Steuerungsgrößen. Der Umsatz wird als Wachstumsindikator der Geschäfte herangezogen. Im Geschäftsjahr 2019 erhöhte sich der Konzernumsatz um 2,0 Prozent auf 18,0 Mrd. € (Vj.: 17,7 Mrd. €). Das organische Wachstum lag bei 1,2 Prozent. Eine wesentliche Steuerungskennzahl zur Messung der Profitabilität des Bertelsmann-Konzerns und der Unternehmensbereiche ist das Operating EBITDA. Im Berichtszeitraum erhöhte sich das Operating EBITDA auch durch die Erstanwendung des neuen Leasingstandards IFRS 16 auf 2.909 Mio. € (Vj.: 2.586 Mio. €). Zur Beurteilung der Ertragskraft des operativen Geschäfts und der Rentabilität des investierten Kapitals verwendet Bertelsmann den BVA. Der BVA misst den über die angemessene Verzinsung des investierten Kapitals hinaus erwirtschafteten Gewinn. Im Geschäftsjahr 2019 lag der BVA bei 89 Mio. € nach 121 Mio. € im Vorjahr. Steuerungskennzahlen im weiteren SinneZur Beurteilung der Geschäftsentwicklung werden weitere Steuerungskennzahlen verwendet, die sich teilweise aus Umsatz und Operating EBITDA ableiten bzw. von diesen Größen stark beeinflusst werden. Als Maßstab für die Finanzmittelfreisetzung aus den Geschäften dient die Cash Conversion Rate, die im langjährigen Mittel zwischen 90 und 100 Prozent liegen soll. Im Geschäftsjahr 2019 betrug die Cash Conversion Rate 97 Prozent (Vj.: 91 Prozent). Als ergänzendes Kriterium zur Beurteilung der operativen Geschäftsentwicklung wird die EBITDA-Marge herangezogen. Im Geschäftsjahr 2019 lag die EBITDA-Marge mit 16,1 Prozent über dem Vorjahresniveau von 14,6 Prozent. Die Effekte der Erstanwendung von IFRS 16 wirkten sich entsprechend positiv aus. Das finanzielle Steuerungssystem von Bertelsmann ist definiert durch die internen Finanzierungsziele, die im Abschnitt "Finanz- und Vermögenslage" dargestellt werden. Diese Grundsätze zur Finanzierung werden bei der Steuerung des Konzerns verfolgt und fallen unter das wertorientierte Steuerungssystem im weiteren Sinne. Zum wertorientierten Steuerungssystem im weiteren Sinne zählen nicht die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Corporate Responsibility und ähnliche Themenfelder). Aufgrund einer bislang nur eingeschränkten Messbarkeit können keine unmittelbar quantifizierbaren Aussagen zu Wirkungszusammenhängen und Wertsteigerungen getroffen werden. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden daher bisher noch nicht zur Steuerung des Konzerns verwendet. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDer folgende Abschnitt bezieht sich auf die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren bei Bertelsmann. Bezüglich weitergehender Informationen zu Organisation, Management und wesentlichen Themenfeldern der Corporate Responsibility wird auf den Abschnitt "Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung" auf Seite 41 ff. verwiesen. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDer Konzern beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2019 weltweit 126.447 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2019 absolvierten 1.235 Personen eine Berufsausbildung in den inländischen Bertelsmann-Unternehmen. Im Personalbereich wurden Talent-Management-Prozesse und -Instrumente gefestigt. Insbesondere soll bis 2021 über alle Unternehmensbereiche hinweg ein Frauenanteil von einem Drittel im Top- und Senior-Management erreicht werden. Die Bertelsmann Essentials (Unternehmenswerte) wurden kommuniziert. In der konzernweit erstmals digital durchgeführten Mitarbeiterbefragung wurde der Stand der Umsetzung der Essentials überprüft. Die Mitarbeiterbefragung soll von 2019 an alle zwei Jahre stattfinden. Des Weiteren wurde das digitale Lernportfolio der Bertelsmann University erweitert. Ende 2019 verfügten mehr als 91.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 57 Ländern über einen Zugang zu Weiterbildungsangeboten der konzernweiten digitalen HR-IT-Plattform "peoplenet". Auf der Konzerndialogkonferenz im Februar 2020 haben Arbeitnehmervertreter und Arbeitgebervertreter die zukünftige Art der Zusammenarbeit und aktuelle Entwicklungen diskutiert. Nachdem der Aktionsplan Inklusion zur verbesserten Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben verabschiedet wurde, hat die Umsetzung gemeinsam mit den Schwerbehindertenvertretungen an den deutschen Standorten begonnen. Seit 1970 gehört Bertelsmann zu den Vorreitern der betrieblichen Gewinn- und Erfolgsbeteiligung. Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2018 wurden 2019 konzernweit insgesamt 116 Mio. € (Vj.: 105 Mio. €) an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlt. InnovationenUnternehmen investieren in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte, um nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die Medienbranche ist gleichermaßen darauf angewiesen, innovative Medieninhalte sowie mediennahe Produkte und Dienstleistungen in einem sich schnell entwickelnden Umfeld zu schaffen. Anstelle herkömmlicher Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist daher für Bertelsmann vor allem die eigene Innovationskraft für die Unternehmensentwicklung von wesentlicher Bedeutung. Insbesondere Produktinnovationen, Investitionen in Zukunftsmärkte sowie die Integration neuer Technologien sind ausschlaggebend für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Darüber hinaus ist die Innovationskompetenz von hoher Bedeutung für die Umsetzung der Strategie. Bertelsmann setzt auf Innovationen und Wachstum in Kerngeschäften und neuen Geschäftsfeldern. Das kontinuierliche Verfolgen bereichsübergreifender Trends und das Beobachten neuer Märkte zählen zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren des Innovationsmanagements. Auf Konzernebene identifiziert Bertelsmann gemeinsam mit den Unternehmensbereichen laufend innovative Geschäftsansätze und setzt sie um. Zusätzlich zu den marktnahen Aktivitäten werden konzernweite Initiativen vorangetrieben, die den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit aktiv fördern. Auf regelmäßig stattfindenden Innovationsforen diskutieren Führungskräfte mit internen und externen Experten über Erfolgsfaktoren für Innovation und Kreativität. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit durch einen Ausbau der Kooperationen zwischen den Unternehmensbereichen gestärkt. So werden beispielsweise die Kompetenzen der Vermarkter IP Deutschland, G+J eMS sowie weiterer Partner in der Ad Alliance gebündelt und Werbekunden sowie Mediaagenturen angeboten. Zudem initiierte Bertelsmann im Berichtszeitraum die neue Bertelsmann Content Alliance in Deutschland, eine Zusammenarbeit aller Inhaltegeschäfte des Konzerns, um bereichsübergreifend gemeinsame Formate zu entwickeln und zu vermarkten. Die Innovationen der RTL Group konzentrieren sich auf drei Kernthemen: die stetige Entwicklung neuer, hochwertiger TV-Formate, die Nutzung aller digitalen Verbreitungswege sowie den Ausbau vielfältiger Vermarktungs- und Monetarisierungsformen. Die RTL Group hat zum Beispiel die Format Creation Group (FC Group) gegründet, um die wachsende Nachfrage nach exklusiven Inhalten zu bedienen, indem innovative Formatideen und geistiges Eigentum entwickelt werden, die vollständig von der RTL Group kontrolliert werden. Die FC Group entwickelt Factual-Entertainment-Formate und Reality-Shows und arbeitet dabei eng mit den Sendern der RTL Group zusammen, um deren Bedürfnisse in ihren jeweiligen nationalen Märkten zu berücksichtigen. Die Groupe M6 entwickelt die technische Plattform für den Bezahl-Streaming-Dienst Salto, dessen Launch für 2020 geplant ist. Salto ist ein Projekt der beiden großen privaten französischen TV-Unternehmen Groupe TF1 und Groupe M6 sowie der öffentlich-rechtlichen Sender von France Télévisions. Die technische Plattform von Salto wird künftig auch von den RTL-Senderfamilien genutzt werden und soll zugleich offen für externe Partner sein. In Deutschland hat die Mediengruppe RTL Deutschland gemeinsam mit ProSiebenSat.1 das Joint Venture d-force gestartet, um damit Addressable-TV und Onlinevideo-Werbung in Deutschland voranzutreiben. Innovationen bei Penguin Random House zielen darauf ab, eine von Lesern geleitete Kultur im gesamten Unternehmen zu fördern. Der innovative Ansatz beginnt mit dem Verständnis für Vorlieben und Präferenzen der Leserinnen und Leser anhand von Daten und Einsichten, um ein einzigartiges Markenerlebnis zu schaffen. Um das Kauferlebnis der Leserinnen und Leser weiter zu verbessern, führte die US-amerikanische Verlagsgruppe das Treueprogramm "Reader Rewards" ein, mit dem Verbraucher Belohnungen für den Kauf und das Lesen von Büchern erhalten. Studien zeigen, dass ein Großteil der Millennials deutlich mehr an Erlebnissen als an materiellen Gütern interessiert ist. Vor diesem Hintergrund initiierte Penguin Random House erstmals die eigene Buchmesse "Book Fair for Grown Ups!" in New York. Das Event für junge Erwachsene wurde konzipiert in Anlehnung an eine Schulbuchmesse und erhielt viel Aufmerksamkeit von Teilnehmern und in den Sozialen Medien. Ein Beispiel für die Expertise bei der Nutzung von Daten, um ein breiteres Publikum zu erreichen, ist der Global Data Hub. Der Hub ist ein globales Datenprojekt und ermöglicht die optimierte Verwendung von Daten, um die Entscheidungsfindung in den verschiedenen Penguin-Random-House-Unternehmen voranzutreiben und sicherzustellen, dass Autorinnen und Autoren mit ihren Büchern die meisten Leserinnen und Leser erreichen. Die Innovationen bei Gruner + Jahr lagen vor allem in der Lancierung neuer Magazine, in der Entwicklung digitaler journalistischer Bezahlmodelle sowie in der Förderung tragfähiger Allianzen, allen voran die Bertelsmann Content Alliance. Die gute Geschäftsentwicklung der Vermarktungsplattform AppLike sowie die positive Entwicklung der Digitalangebote der klassischen Magazinmarken von Prisma Media sorgten für weiteres Wachstum des Digitalgeschäfts. Mit "Wohllebens Welt" wurde das erfolgreiche Segment der Persönlichkeitsmagazine weiter ausgebaut, das Magazin "Brigitte Be Green" adressierte den Nachhaltigkeitstrend in der Gesellschaft. Mit "Stern Crime Plus" und "Stern Plus" startete G+J erfolgreich die ersten journalistischen Paid-Content-Angebote. Gemeinsam mit der Bauer Media Group formte G+J die neue Plattform "Der Medienvertrieb" für den Zeitschriftenvertrieb. Die Innovationen bei BMG stützen sich auf die fünf strategischen Säulen des Unternehmens: Fokussierung auf Wachstumsmärkte, Ausbau und Diversifizierung des Repertoires, Ausbau der weltweiten Präsenz, Umsetzung der zentralen Kernwerte Fairness, Transparenz und Service unter Beibehaltung einer wettbewerbsfähigen Kostenpolitik. Eine zentrale Innovation 2019 stellte die Aktualisierung des mobilen BMG-Kundenportals myBMG dar, das nun die Fähigkeit aufweist, Songwritern Daten aus dem Bereich Synch und Lizenzupdates anzuzeigen sowie vollständige Transparenz über Lizenzinformationen herzustellen. Weitere Innovationen waren die Neuauflage von Keith Richards erstem klassischen Soloalbum "Talk Is Cheap" zum 30-jährigen Jubiläum als High-End-Produkt, die Erweiterung des Dienstleistungsportfolios um ein Künstlermanagement, die Gründung von "Modern Recordings", einem Label für Neue Klassik, Jazz und elektronische Musik, der Grammy-nominierte Dokumentarfilm über David Crosby "Remember My Name" und ein dynamisches Rebranding von BMG Production Music. Die Innovationen bei Arvato fanden in allen vier Geschäftsbereichen statt. Mit ihren Innovationsaktivitäten verfolgen die vier Geschäftsbereiche von Arvato vor allem das Ziel, bestehende Lösungsangebote weiterzuentwickeln beziehungsweise neue Services zu konzeptionieren und zu realisieren. Arvato Supply Chain Solutions investierte 2019 umfassend in Automatisierung und nahm beispielsweise in den Niederlanden eines der größten sogenannten Autostore-Lagersysteme Europas in Betrieb. Unter dem Namen "cinfoni" trieb Arvato Financial Solutions den Aufbau einer neuartigen Plattformlösung voran, die Banken und Unternehmen das hochkomplexe Handling von streng regulierten KYC-relevanten Unternehmensdaten und -dokumenten deutlich erleichtert und erhebliche Kostensenkungen erlaubt. Der IT-Dienstleister Arvato Systems baute mit der Gründung des "AI-Competence Cluster" seine Anwendungskompetenz rund um Applied Artificial Intelligence deutlich aus, während Majorel unter anderem durch den Einsatz von Machine Learning und Chatbots die digitale Transformation der Kundenkommunikation weiter vorantrieb. Die Innovationen der Bertelsmann Printing Group bezogen sich auch 2019 insbesondere auf die weitere Optimierung bestehender Prozesse durch neue Technologien und die Gestaltung innovativer Produkte und Services. Bei Prinovis in Liverpool wurde beispielsweise eine innovative Verpackungslösung für Printprodukte entwickelt, bei der Plastikfolien durch Papierbanderolen substituiert werden. Bei Mohn Media wurden im Aus- und Weiterbildungsbereich die Anwendungsmöglichkeiten von Virtual und Augmented Reality erfolgreich getestet und Topac gelang mit hochinnovativen Verpackungslösungen der Einstieg in den attraktiven Markt für nachhaltige Lebensmittelverpackungen. Zudem etablierten die Unternehmen aus dem Geschäftsbereich Digital Marketing einige innovative Services am Markt, bei denen es insbesondere um das Thema hochindividuelle Kundenansprache ging. Die Innovationen der Bertelsmann Education Group lagen vor allem in der Entwicklung digitaler und personalisierter Bildungsangebote. So arbeiten bei Relias im Gesundheitssegment Fachexperten (unter ihnen Ärztinnen, Ärzte, Pflegepersonal sowie Therapeutinnen und Therapeuten) kontinuierlich an der Entwicklung der Lernbibliothek, um gezielt Fähigkeiten von Klinik- und Pflegepersonal zu fördern. Hierbei werden zunehmend auch Datenanalysen eingesetzt, um den Lernerfolg sowie die richtige Behandlung von Patientinnen und Patienten mit bestimmten Erkrankungen sicherzustellen. Im Technologiesegment konnte Udacity das Angebot für Unternehmen unter anderem in den Bereichen Data Science und Künstliche Intelligenz ausbauen. So können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Nanodegrees die Anwendung neuer Technologien erlernen und ihren Unternehmen dabei helfen, die Chancen durch Digitalisierung und Automatisierung zu nutzen. WirtschaftsberichtUnternehmensumfeldGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2019 abgeschwächt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 3,0 Prozent nach 3,7 Prozent im Jahr 2018. Prägend ist nach wie vor die Schwäche in der Industrie und im Welthandel. Dabei verschlechterte sich die Konjunktur insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiter, während sich die wirtschaftliche Dynamik in vielen Schwellenländern stabilisierte. Zudem wurde die Weltkonjunktur durch die Intensivierung des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China belastet. Im Euroraum verringerte sich die wirtschaftliche Dynamik. Das reale BIP verzeichnete einen Anstieg von 1,2 Prozent nach 1,8 Prozent im Vorjahr. Die Schwäche der Industrie hat zuletzt auch auf den lange Zeit robusten Dienstleistungssektor übergegriffen. Die globale konjunkturelle Eintrübung trifft die deutsche Wirtschaft. Das reale BIP wuchs um nur 0,6 Prozent nach 1,5 Prozent im Vorjahr. In Frankreich blieb die Wirtschaft hingegen auf ihrem Wachstumskurs. Die im Verhältnis zu Deutschland geringere Exportabhängigkeit macht sich hier positiv bemerkbar. Das reale BIP-Wachstum im Jahr 2019 betrug 1,2 Prozent nach 1,7 Prozent im Jahr 2018. Das Wirtschaftswachstum in Großbritannien blieb stabil mit einem Anstieg des realen BIP um 1,4 Prozent nach 1,3 Prozent im Vorjahr. In den USA stieg das reale BIP nach einer leichten Schwäche zur Jahresmitte im Jahr 2019 um 2,3 Prozent nach 2,9 Prozent im Jahr 2018. Entwicklung relevanter MärkteDie nachfolgende Analyse fokussiert Märkte und Regionen, die eine hinreichende Größe aufweisen und aus Konzernsicht über eine strategische Bedeutung verfügen. Die europäischen TV-Werbemärkte entwickelten sich im Jahr 2019 uneinheitlich, jedoch insgesamt leicht rückläufig. Während der TV-Werbemarkt in Ungarn deutlich wuchs und in den Niederlanden stabil blieb, verzeichneten die TV-Werbemärkte in Frankreich einen leichten, in Belgien und Deutschland einen moderaten und in Spanien einen deutlichen Rückgang. Die Streaming-Märkte in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden verzeichneten starkes Wachstum. Die Märkte für gedruckte Bücher entwickelten sich im Jahr 2019 insgesamt leicht positiv. Der Umsatz mit gedruckten Büchern verzeichnete in allen relevanten Märkten ein leichtes Wachstum. Die Verlagsumsätze mit E-Books gingen in den USA und in Großbritannien moderat zurück, während die Märkte für Audiobücher ihr starkes Wachstum fortsetzten. Die Zeitschriftenmärkte in Deutschland und Frankreich waren 2019 durch stark rückläufige Printanzeigenmärkte und einen moderat rückläufigen Vertriebsmarkt in Deutschland sowie einen deutlichen Rückgang im Vertriebsmarkt in Frankreich geprägt, während der Digitalmarkt in Deutschland und Frankreich stark wuchs. Die weltweiten Musikmärkte wiesen 2019 im Marktsegment Publishing ein moderates Wachstum auf. Das Marktsegment Recording wuchs deutlich. Die für Arvato wesentlichen Dienstleistungsmärkte für Customer Relationship Management, Supply Chain Solutions, Financial Solutions und IT waren von einem moderaten bis deutlichen Wachstum geprägt. Die europäischen Offsetdruckmärkte verzeichneten 2019 eine moderat rückläufige Entwicklung, während sich die europäischen Tiefdruckmärkte stark rückläufig entwickelten. Der Buchdruckmarkt in Nordamerika war im gleichen Zeitraum moderat rückläufig. Die US-amerikanischen Bildungsmärkte sind 2019 in den für Bertelsmann relevanten Marktsegmenten Training im Gesundheitswesen, E-Learning im Bereich Technologie sowie Hochschulbildung in den Bereichen Universität und Dienstleistungen moderat bis stark gewachsen. Wichtige Ereignisse des GeschäftsjahresMit Wirkung zum 4. Januar 2019 wurden die weltweiten Customer-Relationship-Management-Geschäfte von Bertelsmann mit jenen der marokkanischen Saham Group zusammengelegt. An dem von Bertelsmann beherrschten neuen Unternehmen Majorel halten beide Partner je 50 Prozent der Anteile. Majorel wird im Bertelsmann-Konzernabschluss vollkonsolidiert. Mit Wirkung zum 31. März 2019 schied Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender der adidas AG, aus dem Bertelsmann-Aufsichtsrat aus. Zum 1. April 2019 übernahm Penguin Random House den britischen Kinderbuchverlag Little Tiger Group und baute so seine Stellung im englischsprachigen Kinder- und Jugendbuchbereich weiter aus. Mit Wirkung zum 1. April 2019 wurde Thomas Rabe vom Verwaltungsrat der RTL Group zum Chief Executive Officer der RTL Group berufen. Thomas Rabe ist zugleich Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann. Ebenfalls im April 2019 vollzog die Mediengruppe RTL Deutschland den Verkauf ihres Tochterunternehmens Universum Film an den Investor KKR. Im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung seiner Druckgeschäfte hat Bertelsmann beschlossen, den Prinovis-Standort in Nürnberg zum 30. April 2021 zu schließen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die massiven Überkapazitäten im Tiefdruck deutlich zu reduzieren, um dem zunehmenden Preisverfall im Geschäftsfeld Tiefdruck entgegenzuwirken. Im Mai und Juni 2019 wurden die zu OnCourse Learning gehörenden Geschäftseinheiten für die Bereiche Finanzdienstleistungen und Immobilien gesondert an Investoren verkauft. Der Online-Weiterbildungsbereich für das Gesundheitswesen von OnCourse Learning wurde in die Bertelsmann-Education-Tochter Relias integriert. Im Juli und August 2019 erfolgten die Genehmigungen der Medien- und Wettbewerbsaufsicht in Frankreich für einen gemeinsamen Bezahl-Streaming-Dienst von France Télévisions, TF1 und der zur RTL Group gehörenden Groupe M6. Die Plattform Salto soll im Jahr 2020 starten und wird das gesamte Programmangebot der jeweiligen Sender sowie exklusive Inhalte bündeln und diese den Nutzern in einem Abo-Modell zugänglich machen. Im September 2019 schloss die zur RTL Group gehörende Groupe M6 erfolgreich die Übernahme der TV-Aktivitäten der Groupe Lagardère ab. Die Groupe M6 baute damit ihre Senderfamilie um den Marktführer im französischen Kinderfernsehen, Gulli, aus. Der frei empfangbare digitale Kindersender besitzt eine starke Präsenz im linearen wie im nichtlinearen Fernsehen und gehört zu den erfolgreichsten Kindermarken in Frankreich. Ende Dezember 2019 verkündete Bertelsmann die geplante vollständige Übernahme von Penguin Random House. Mit dem Erwerb des 25-Prozent-Anteils von Mitgesellschafter Pearson für 675 Mio. US-Dollar wird Bertelsmann künftig Alleineigentümer der Publikumsverlagsgruppe. Die Anteilsübernahme steht unter dem Vorbehalt der notwendigen behördlichen Freigaben. Der Vollzug der Transaktion wird ab dem zweiten Quartal 2020 erwartet. ErtragslageDie nachfolgende Analyse der Ertragsentwicklung bezieht sich auf die zum 31. Dezember 2019 fortgeführten Aktivitäten. Eine weitergehende Beschreibung der Ertragslage findet sich im Abschnitt "Geschäftsverlauf der Bereiche des Konzerns". UmsatzentwicklungDer Konzernumsatz stieg im Geschäftsjahr 2019 um 2,0 Prozent auf 18,0 Mrd. € (Vj.: 17,7 Mrd. €). Umsatzzuwächse verzeichneten insbesondere die RTL Group, Penguin Random House, BMG, Arvato und die Bertelsmann Education Group. Bereinigt um Wechselkurs-, Portfolio- und sonstige Effekte belief sich das organische Wachstum des Konzerns auf 1,2 Prozent. Das hohe organische Wachstum der strategischen Wachstumsgeschäfte wurde dabei durch die strukturell rückläufigen Geschäfte gemindert. Die Wechselkurseffekte lagen bei 1,1 Prozent, Portfolio- und sonstige Effekte bei -0,3 Prozent. Bei der RTL Group erhöhte sich der Umsatz um 2,2 Prozent auf 6.651 Mio. € (Vj.: 6.505 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei 2,4 Prozent. Hierzu trugen insbesondere die Produktionstochter Fremantle und die Digitalgeschäfte bei. Der Umsatz von Penguin Random House stieg um 6,2 Prozent auf 3.636 Mio. € (Vj.: 3.424 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei 1,5 Prozent. Sowohl Wechselkurs- als auch Portfolioeffekte durch Akquisitionstätigkeit beeinflussten den Umsatz positiv. Der Umsatz von Gruner + Jahr lag mit 1.355 Mio. € um 5,9 Prozent unter dem Vorjahreswert (Vj.: 1.440 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei -0,3 Prozent. Das verringerte Umsatzniveau ist zu wesentlichen Teilen auf mittlerweile abgeschlossene Portfoliomaßnahmen zurückzuführen. Der Umsatz von BMG erhöhte sich aufgrund des kontinuierlichen Geschäftsausbaus um 10,1 Prozent auf 600 Mio. € (Vj.: 545 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei 6,9 Prozent. Der Umsatz von Arvato erhöhte sich um 1,8 Prozent auf 4.175 Mio. € (Vj.: 4.100 Mio. €). Umsatzanalyse
Umsatz der Unternehmensbereiche
Das organische Wachstum lag bei 2,3 Prozent. Zu dem Umsatzanstieg haben insbesondere die positiven Geschäftsverläufe in den Bereichen SCM und Financial Solutions beigetragen. Der Umsatz der Bertelsmann Printing Group reduzierte sich marktbedingt um 4,3 Prozent auf 1.568 Mio. € (Vj.: 1.639 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei -4,9 Prozent. Die Bertelsmann Education Group steigerte den Umsatz um 29,4 Prozent auf 333 Mio. € (Vj.: 258 Mio. €). Das organische Wachstum lag bei 4,0 Prozent. Der Umsatzanstieg ergab sich neben dem organischen Wachstum im Wesentlichen durch Portfolioeffekte. Beteiligungen von Bertelsmann Investments werden in der Regel nicht vollkonsolidiert, sodass überwiegend kein Umsatzausweis für diesen Unternehmensbereich erfolgt. Der Umsatzanteil der Wachstumsgeschäfte erhöhte sich durch organisches Wachstum und Akquisitionen auf insgesamt 36 Prozent (Vj.: 34 Prozent), während der Umsatzanteil strukturell rückläufiger Geschäfte auf 3 Prozent (Vj.: 4 Prozent) zurückging. Die Wachstumsgeschäfte umfassen jene Aktivitäten, die aufgrund nachhaltig positiver Markttaktoren kontinuierliche Umsatzsteigerungen verzeichnen und im Rahmen der Konzernstrategie als Wachstumsprioritäten identifiziert wurden. Insbesondere zählen hierzu die Digitalgeschäfte der RTL Group und von Gruner + Jahr, das TV-Produktionsgeschäft, das Musikgeschäft, die Dienstleistungsgeschäfte in den Arvato-Bereichen SCM Solutions, Financial Solutions und Systems sowie das Bildungsgeschäft. Die strukturell rückläufigen Geschäfte umfassen jene Aktivitäten, die aufgrund marktseitiger Faktoren nachhaltige Umsatzrückgänge verzeichnen. Insbesondere zählen hierzu die Tiefdruckaktivitäten und das Speichermedienreplikationsgeschäft. Konzernumsatz nach Regionen in Prozent
Konzernumsatz nach Erlösquellen in Prozent
Ergebnisanalyse
Bei der geografischen Umsatzverteilung ergaben sich im Vorjahresvergleich nur geringfügige Änderungen. Der Anteil des in Deutschland erzielten Umsatzes belief sich auf 32,2 Prozent gegenüber 33,2 Prozent im Vorjahr. Auf die Geschäfte in Frankreich entfiel ein Umsatzanteil von 12,3 Prozent (Vj.: 13,2 Prozent). In Großbritannien belief sich der Umsatzanteil auf 6,5 Prozent (Vj.: 6,5 Prozent). Die übrigen europäischen Länder erwirtschafteten 18,9 Prozent des Gesamtumsatzes nach 18,9 Prozent im Vorjahr. Der Umsatzanteil der USA lag bei 23,4 Prozent (Vj.: 22,0 Prozent) und die sonstigen Länder erreichten einen Umsatzanteil von 6,7 Prozent (Vj.: 6,2 Prozent). Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz lag somit bei 67,8 Prozent (Vj.: 66,8 Prozent). Das Verhältnis der vier Erlösquellen (Produkte und Waren, Dienstleistungen, Werbung und Anzeigen, Rechte und Lizenzen) zum Gesamtumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verändert. Operating EBITDAIm Geschäftsjahr 2019 erzielte Bertelsmann ein Operating EBITDA von 2.909 Mio. € (Vj.: 2.586 Mio. €). Der Anstieg um 12,5 Prozent ist wesentlich zurückzuführen auf Methodeneffekte durch die erstmalige Anwendung des neuen Leasing-Standards IFRS 16 (+274 Mio. €). Eine deutliche prozentuale Ergebnisverbesserung verzeichneten insbesondere Gruner + Jahr, BMG, Arvato und die Bertelsmann Education Group. Die EBITDA-Marge erhöhte sich auf 16,1 Prozent (Vj.: 14,6 Prozent). In allen Unternehmensbereichen wirkte sich die erstmalige Anwendung des neuen Leasing-Standards IFRS 16 positiv auf das Operating EBITDA aus. Das Operating EBITDA der RTL Group erhöhte sich um 2,7 Prozent auf 1.439 Mio. € (Vj.: 1.402 Mio. €), insbesondere dank eines höheren Ergebnisbeitrags von Fremantle. Bei Penguin Random House erhöhte sich das Operating EBITDA um 6,2 Prozent auf 561 Mio. € (Vj.: 528 Mio. €). Das Operating EBITDA von Gruner + Jahr erhöhte sich um 12,1 Prozent auf 157 Mio. € (Vj.: 140 Mio. €). Das Operating EBITDA von BMG erhöhte sich um 12,7 Prozent auf 138 Mio. € (Vj.: 122 Mio. €), auch infolge des weiteren Geschäftsausbaus. Arvato erzielte ein Operating EBITDA von 549 Mio. € (Vj.: 377 Mio. €). Der starke Anstieg von 45,7 Prozent resultiert auch aus einem spürbaren organischen Wachstum, insbesondere im Geschäftsbereich Supply Chain Solutions. Das Operating EBITDA der Bertelsmann Printing Group ging infolge rückläufiger Volumina und anhaltenden Preisdrucks um 19,6 Prozent auf 68 Mio. € (Vj.: 85 Mio. €) zurück. Das Operating EBITDA der Bertelsmann Education Group stieg signifikant auf 84 Mio. € (Vj.: 37 Mio. €). Ursächlich hierfür waren sowohl Portfolioeffekte als auch organische Ergebniszuwächse, insbesondere bei Relias. Beteiligungen von Bertelsmann Investments werden in der Regel nicht vollkonsolidiert, sodass überwiegend kein operativer Ergebnisausweis für diesen Unternehmensbereich erfolgt. SondereinflüsseInsgesamt beliefen sich die Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2019 auf -154 Mio. € nach -296 Mio. € im Vorjahr. Sie setzen sich zusammen aus Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer in Höhe von -27 Mio. € (Vj.: -173 Mio. €), Wertminderungen auf at-equity bilanzierte Beteiligungen in Höhe von -51 Mio. € (Vj.: -2 Mio. €), Wertminderungen auf sonstige Finanzanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten von -9 Mio. € (Vj.: -), Anpassungen der Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte von -7 Mio. € (Vj.: -6 Mio. €), einem Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen von 90 Mio. € (Vj.: 6 Mio. €), Bewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert von 143 Mio. € (Vj.: 157 Mio. €) sowie Restrukturierungsaufwendungen und weiteren Sondereinflüssen in Höhe von insgesamt -293 Mio. € (Vj.: -278 Mio. €). Der Anstieg der Restrukturierungskosten ist im Wesentlichen auf den Rückbau des Tiefdruckgeschäfts zurückzuführen. EBITAusgehend vom Operating EBITDA ergab sich nach Berücksichtigung der Sondereinflüsse in Höhe von -154 Mio. € (Vj.: -296 Mio. €) sowie der nicht in den Sondereinflüssen enthaltenen Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte in Höhe von -930 Mio. € (Vj.: -670 Mio. €) im Geschäftsjahr 2019 ein EBIT von 1.825 Mio. € (Vj.: 1.620 Mio. €). KonzernergebnisDas Finanzergebnis veränderte sich gegenüber dem Vorjahr von -216 Mio. € auf -309 Mio. €. Die Abweichung ist zurückzuführen auf die erstmalige Berücksichtigung des Aufzinsungseffektes der Leasingverbindlichkeiten infolge der Einführung von IFRS 16 sowie auf Effekte aus der Marktbewertung von Derivaten, die zur Sicherung konzerninterner Transaktionen abgeschlossen wurden. Der Ertragsteueraufwand erreichte mit -426 Mio. € eine normalisierte Höhe im Vergleich zu -301 Mio. € im Vorjahr, insbesondere infolge gesunkener positiver Bewertungseffekte latenter Steuern. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten beträgt somit 1.090 Mio. € (Vj.: 1.103 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten von 1 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) ergab sich ein Konzernergebnis von 1.091 Mio. € (Vj.: 1.104 Mio. €). Der Anteil der nicht beherrschenden Anteilseigner am Konzernergebnis betrug 362 Mio. € (Vj.: 351 Mio. €). Der Anteil der BertelsmannAktionäre am Konzernergebnis lag bei 729 Mio. € (Vj.: 753 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2019 ist vorgesehen, der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA die Ausschüttung einer gegenüber Vorjahr unveränderten Dividende in Höhe von 180 Mio. € vorzuschlagen. Finanz- und VermögenslageFinanzierungsgrundsätzeDas übergeordnete finanzpolitische Ziel von Bertelsmann ist die Gewährleistung eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Finanzierungssicherheit, Eigenkapitalrentabilität und Wachstum. Dazu richtet der Konzern seine Finanzierung an den Anforderungen eines Credit Rating der Bonitätsstufe "Baa1/BBB+" und den damit verbundenen qualitativen und quantitativen Kriterien aus. Rating und Transparenz gegenüber dem Kapitalmarkt Ieisten einen bedeutenden Beitrag zur finanziellen Sicherheit und Unabhängigkeit des Unternehmens. Entsprechend der Konzernstruktur erfolgt die Kapitalallokation zentral über die Bertelsmann SE & Co. KGaA, die die Konzerngesellschaften mit Liquidität versorgt und die Vergabe von Garantien und Patronatserklärungen für Konzerngesellschaften steuert. Der Konzern bildet weitgehend eine finanzielle Einheit und optimiert damit die Kapitalbeschaffungs- und Anlagemöglichkeiten. Die finanzielle Steuerung bei Bertelsmann erfolgt nach quantifizierten Finanzierungszielen, die sich an der wirtschaftlichen Verschuldung und mit abgeschwächter Bedeutung an der Kapitalstruktur orientieren. Zu den Finanzierungszielen gehört ein dynamischer Verschuldungsgrad (Leverage Factor), der den definierten Wert von 2,5 nicht dauerhaft überschreiten sollte. Am 31. Dezember 2019 lag der Leverage Factor mit 2,6 unterhalb des Niveaus des Vorjahres (31. Dezember 2018: 2,7). Aufgrund einer hohen operativen Mittelfreisetzung gingen die Nettofinanzschulden zurück. Dem entgegen wirkten die aufgrund des gesunkenen Diskontierungszinses erhöhten Pensionsrückstellungen sowie der aufgrund von IFRS 16 gestiegene Barwert der Leasingverpflichtungen. Diese beiden Effekte zeichneten für die Überschreitung des Leverage-Factor-Limits verantwortlich (Erläuterungen zum Verschuldungsgrad im Abschnitt "Alternative Leistungskennzahlen"). Unter der Annahme eines gegenüber dem Vorjahr unveränderten Diskontierungszinssatzes hätte sich zum 31.12.2019 ein Leverage Factor von unter 2,4 ergeben. Die wirtschaftlichen Schulden verringerten sich zum 31. Dezember 2019 auf 6.511 Mio. € nach 6.619 Mio. € im Vorjahr aufgrund gesunkener Nettofinanzschulden von 3.364 Mio. € (31. Dezember 2018: 3.932 Mio. €). Finanzierungsziele
Gegenläufig entwickelten sich die bilanziellen Leasingverbindlichkeiten (Methodeneffekt IFRS 16) auf 1.392 Mio. € (31. Dezember 2018/Nettobarwert der Operating Leases: 1.161 Mio. €). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 31. Dezember 2019 erhöhten sich primär aufgrund eines Rückgangs des Diskontierungszinssatzes auf 1.967 Mio. € (31. Dezember 2018: 1.738 Mio. €). Ein weiteres Finanzierungsziel ist die Coverage Ratio (Zinsdeckungsgrad). Sie berechnet sich aus dem Verhältnis des für den Leverage Factor verwendeten Operating EBITDA zum Finanzergebnis und soll über einem Wert von 4 liegen. Im Berichtszeitraum lag die Coverage Ratio bei 8,5 (Vj.: 11,1). Die Eigenkapitalquote im Konzern lag bei 38,2 Prozent (31. Dezember 2018: 38,8 Prozent) und somit weiterhin deutlich über der selbstgesetzten Mindestanforderung von 25 Prozent. FinanzierungsaktivitätenIm Berichtszeitraum wurden ein im Februar 2019 fälliges Schuldscheindarlehen über 150 Mio. €, ein im Mai 2019 fälliges Schuldscheindarlehen über 60 Mio. € und eine im November 2019 fällige Floating Rate Note über 100 Mio. € zurückgezahlt. Im Juli 2019 hat Bertelsmann ein Schuldscheindarlehen über 75 Mio. € mit einer Laufzeit von sieben Jahren begeben, davon sind 65 Mio. € festverzinslich und 10 Mio. € variabel verzinst. Darüber hinaus wurde die zuvor bis 2021 laufende syndizierte Kreditlinie mit 15 Banken im Juli 2019 vorzeitig erneuert. Diese Kreditlinie kann von Bertelsmann bis zu einem Betrag von 1,2 Mrd. € und bis zum Jahr 2024 revolvierend in Anspruch genommen werden. RatingBertelsmann verfügt seit dem Jahr 2002 über Emittenten-Ratings der Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's (S&P). Die Emittenten-Ratings erleichtern den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und stellen daher ein wichtiges Element der Finanzierungssicherheit von Bertelsmann dar. Bertelsmann wird von Moody's mit "Baa1" (Ausblick: negativ) und von S&P mit "BBB+" (Ausblick: stabil) bewertet. Beide Bonitätsbeurteilungen liegen im Investment-Grade-Bereich und entsprechen dem Zielrating von Bertelsmann. Die Einschätzung zur kurzfristigen Kreditqualität von Bertelsmann wird von Moody's mit "P-2" und von S&P mit "A-2" beurteilt. KreditlinienDer Bertelsmann-Konzern verfügt zusätzlich zur vorhandenen Liquidität unter anderem über eine syndizierte Kreditvereinbarung mit 15 Banken. Diese bildet das Rückgrat der strategischen Kreditreserve und kann von Bertelsmann bis zum Jahr 2024 durch Ziehung in Euro, US-Dollar und Britischen Pfund bis zu einem Betrag von 1,2 Mrd. € revolvierend in Anspruch genommen werden. KapitalflussrechnungIm Berichtszeitraum wurde ein Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 2.090 Mio. € generiert (Vj.: 1.437 Mio. €). Der nachhaltige, um Einmaleffekte bereinigte Operating Free Cash Flow betrug 1.883 Mio. € (Vj.: 1.753 Mio. €), die Cash Conversion Rate lag bei 97 Prozent (Vj.: 91 Prozent); vgl. hierzu auch Abschnitt "Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne". Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei -712 Mio. € (Vj.: -1.130 Mio. €). Auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen entfallen davon -953 Mio. € (Vj.: -878 Mio. €). Die Kaufpreiszahlungen für konsolidierte Beteiligungen (abzüglich erworbener liquider Mittel) betrugen -317 Mio. € (Vj.: -556 Mio. €). Laufzeitenprofil - Finanzschulden in Mio. €
Konzern-Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)
Die Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten sowie von sonstigem Anlagevermögen lagen bei 558 Mio. € (Vj.: 304 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -1.128 Mio. € (Vj.: -372 Mio. €). Dividenden an die Aktionäre der Bertelsmann SE & Co. KGaA beliefen sich unverändert auf -180 Mio. € (Vj.: -180 Mio. €). Dividenden an nicht beherrschende Anteilseigner und weitere Auszahlungen an Gesellschafter wurden in Höhe von -263 Mio. € (Vj.: -356 Mio. €) ausgezahlt. Zum 31. Dezember 2019 verfügte Bertelsmann über liquide Mittel in Höhe von 1,6 Mrd. € (Vj.: 1,4 Mrd. €). Außerbilanzielle VerpflichtungenUnter die außerbilanziellen Verpflichtungen fallen Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nahezu ausnahmslos aus der operativen Tätigkeit der Unternehmensbereiche resultieren. Die außerbilanziellen Verpflichtungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16. Die zum 31. Dezember 2019 vorhandenen außerbilanziellen Verpflichtungen hatten für das abgelaufene wie auch für das künftige Geschäftsjahr keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns. InvestitionenDie Gesamtinvestitionen einschließlich übernommener Finanzschulden in Höhe von 6 Mio. € (Vj.: 27 Mio. €) lagen im Geschäftsjahr 2019 bei 1.276 Mio. € (Vj.: 1.461 Mio. €). Die Investitionen gemäß Kapitalflussrechnung betrugen 1.270 Mio. € (Vj.: 1.434 Mio. €). Von den Sachanlageinvestitionen in Höhe von 323 Mio. € (Vj.: 325 Mio. €) entfiel wie in den Vorjahren der größte Teil auf Arvato. In immaterielle Vermögenswerte wurden 313 Mio. € (Vj.: 295 Mio. €) investiert, die insbesondere auf die RTL Group für Investitionen in Filmrechte sowie auf BMG für den Erwerb von Musikkatalogen entfielen. Für Investitionen in Finanzanlagen wurden 317 Mio. € (Vj.: 258 Mio. €) aufgewandt. Hierzu zählen insbesondere die Investitionen von Bertelsmann Investments. Kaufpreiszahlungen für konsolidierte Beteiligungen (abzüglich erworbener liquider Mittel) lagen im Berichtszeitraum bei 317 Mio. € (Vj.: 556 Mio. €) und entfielen unter anderem auf die Übernahme der TV-Aktivitäten der Groupe Lagardère. Investitionen nach Bereichen
Bilanzstruktur
BilanzDie Bilanzsumme zum 31. Dezember 2019 lag bei 27,3 Mrd. € (Vj.: 25,3 Mrd. €). Die liquiden Mittel betrugen 1,6 Mrd. € (Vj.: 1,4 Mrd. €). Das Eigenkapital erhöhte sich auf 10,4 Mrd. € nach 9,8 Mrd. € im Vorjahr. Daraus ergab sich eine Eigenkapitalquote von 38,2 Prozent (Vj.: 38,8 Prozent). Das auf die Aktionäre der Bertelsmann SE & Co. KGaA entfallende Eigenkapital lag bei 8,9 Mrd. € (Vj.: 8,5 Mrd. €). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich auf 1.967 Mio. € (Vj: 1.738 Mio. €). Die Bruttofinanzschulden beliefen sich auf 5.000 Mio. € nach 5.337 Mio. € zum 31. Dezember 2018. Darüber hinaus blieb die Bilanzstruktur im Vorjahresvergleich weitgehend unverändert. GenusskapitalZum 31. Dezember 2019 betrug der Nennwert des Genusskapitals unverändert zum Vorjahr 301 Mio. €. Unter Anwendung der Effektivzinsmethode belief sich der Buchwert des Genusskapitals zum 31. Dezember 2019 auf 413 Mio. € (Vj.: 413 Mio. €). 94 Prozent des nominalen Genusskapitals entfallen auf den Genussschein 2001 (ISIN DE0005229942) und 6 Prozent auf den Genussschein 1992 (ISIN DE0005229900). Die Genussscheine 2001 sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel im Regulierten Markt zugelassen. Die Notierung erfolgt in Prozent des Nominalwerts. Im Januar erreichte der Schlusskurs des Genussscheins 2001 mit 318,50 Prozent seinen niedrigsten Stand, im Dezember mit 353,40 Prozent seinen höchsten Stand im Geschäftsjahr 2019. Nach den Genussscheinbedingungen für den Genussschein 2001 beträgt die Ausschüttung für jedes volle Geschäftsjahr 15 Prozent auf den Grundbetrag, vorausgesetzt, es stehen ein ausreichendes Konzernergebnis und ein ausreichender Jahresüberschuss der Bertelsmann SE & Co. KGaA zur Verfügung. Diese Voraussetzungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erfüllt. Daher wird für die Genussscheine 2001 auch für das Geschäftsjahr 2019 eine Ausschüttung von 15 Prozent auf den Grundbetrag erfolgen. Aufgrund des geringen Volumens weisen die zum Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassenen Genussscheine 1992 einen nur noch bedingt liquiden Börsenhandel auf. Für die Genussscheine 1992 richtet sich die Ausschüttung nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Da im Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtkapitalrendite von 6,36 Prozent (Vj.: 6,83 Prozent) erzielt wurde, wird sich die Ausschüttung auf die Genussscheine 1992 für das Geschäftsjahr 2019 auf 7,36 Prozent (Vj.: 7,83 Prozent) des Grundbetrags belaufen. Die Ausschüttung auf beide Genussscheine wird voraussichtlich am 11. Mai 2020 erfolgen. Laut den Genussscheinbedingungen kontrolliert der Abschlussprüfer der Bertelsmann SE & Co. KGaA, ob die Gewinnausschüttung zutreffend ermittelt wurde. Hierüber legt der Abschlussprüfer für beide Genussscheine eine Bescheinigung vor. Geschäftsverlauf der Bereiche des KonzernsRTL GroupDie RTL Group steigerte ihren Umsatz 2019 erneut auf einen Rekordwert, getrieben von einem stark wachsenden Produktionsgeschäft bei Fremantle und den Digitalgeschäften. Das Operating EBITDA legte trotz höherer Kosten für Programmund Streaming-Angebote ebenfalls zu; dahinter stehen neben der positiven Entwicklung bei Fremantle vor allem Methodeneffekte. Die RTL Group baute ihre Streaming-Angebote in den europäischen Kernmärkten weiter aus. Vor allem in Deutschland stärkte die Gruppe ihren Marktauftritt durch Allianzen innerhalb und außerhalb des Bertelsmann-Konzerns, maßgeblich in den Bereichen Werbevermarktung, Technologie und Inhalte. Der Umsatz der RTL Group stieg um 2,2 Prozent auf 6,7 Mrd. € (Vj.: 6,5 Mrd. €) und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Mit 1,1 Mrd. € (Vj.: 985 Mio. €) entfielen 16,1 Prozent (Vj.: 15,1 Prozent) des Gesamtumsatzes auf Digitalgeschäfte wie Onlinewerbung, Streaming und digitale Werbetechnologie. Das Operating EBITDA stieg um 2,7 Prozent auf 1.439 Mio. € (Vj.: 1.402 Mio. €), die EBITDA-Marge lag bei 21,6 Prozent (Vj.: 21,5 Prozent). Die RTL Group verzeichnete zum Jahresende mehr als 1,44 Mio. zahlende Abonnentinnen und Abonnenten auf ihren Streaming-Plattformen TV Now in Deutschland und Videoland in den Niederlanden; dies entspricht einem Anstieg um 37 Prozent binnen Jahresfrist. In Frankreich erfolgte die wettbewerbsrechtliche Freigabe für das gemeinsame Streaming-Angebot Salto von Groupe M6, TF1 und France Télévisions, das im Jahr 2020 starten soll. Die Mediengruppe RTL Deutschland agierte 2019 in einem rückläufigen TV-Werbemarkt, konnte geringere Werbeumsätze aber mit gestiegenen Streaming- und Distributionsumsätzen teilweise ausgleichen. Das Ergebnis gab vor dem Hintergrund gestiegener Kosten für Sportinhalte und den Ausbau von TV Now nach. Der kombinierte Zuschauermarktanteil der Senderfamilie wurde in der Hauptzielgruppe auf 28,1 Prozent gesteigert (Vj.: 27,5 Prozent). Vor allem der marktführende Hauptsender RTL Television entwickelte sich positiv und baute seinen Zuschauermarktanteil erstmals seit 2011 wieder aus. In Frankreich sank der Umsatz der Groupe M6 leicht, das Ergebnis blieb stabil. Der Umsatzrückgang ist vor allem auf den 2018 erfolgten Verkauf des Fußballclubs Girondins de Bordeaux zurückzuführen, der durch höhere TV-Werbeerlöse infolge der Akquisition der TV-Aktivitäten von Lagardère im September 2019 nahezu vollständig aufgefangen werden konnte. Mit dem Zukauf, der auch den führenden französischen Kindersender Gulli umfasst, stärkte die Groupe M6 sowohl ihre Marktposition als auch ihre Profitabilität. Die Groupe M6 erhöhte in der Folge ihren kombinierten Zuschauermarktanteil in der Hauptzielgruppe auf 22,8 Prozent (Vj.: 21,4 Prozent). Bei RTL Nederland waren Umsatz und Ergebnis trotz einer positiven Entwicklung des Streaming-Geschäfts rückläufig. Die Produktionstochter Fremantle wuchs kräftig: Umsatz und Operating EBITDA legten zweistellig zu. Wachstumstreiber waren neue Staffeln erfolgreicher Serien und Showformate in den USA sowie gut laufende Geschäfte bei der deutschen Produktionstochter UFA. Die RTL Group brachte sich in Deutschland mit zahlreichen Projekten in die Bertelsmann Content Alliance ein und baute ihr firmenübergreifendes Audiogeschäft aus. Die Ad Alliance gewann weitere Partner. Im Bereich der Werbetechnologie wurden die Aktivitäten der RTL-Group-Tochterfirmen Smartclip und SpotX neu ausgerichtet. Mit dem Zusammenschluss von Divimove und United Screens schuf die RTL Group ein führendes europäisches Digitalstudio. Das Onlinevideo-Netzwerk StyleHaul wurde 2019 geschlossen. Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)
Umsatz nach Erlösquellen in Prozent
Umsatzanalyse
Penguin Random HousePenguin Random House verzeichnete 2019 dank zahlreicher Bestseller deutliches Wachstum sowie Marktanteilsgewinne in mehreren Märkten. Unter Berücksichtigung der deutschen Verlagsgruppe Random House steigerte der Unternehmensbereich seinen Umsatz um 6,2 Prozent auf 3,6 Mrd. € (Vj.: 3,4 Mrd. €). Das Operating EBITDA legte auch aufgrund der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 um 6,2 Prozent auf 561 Mio. € (Vj.: 528 Mio. €) zu. Die EBITDA-Marge erreichte mit 15,4 Prozent erneut ein hohes Niveau (Vj.: 15,4 Prozent). Im Dezember kündigte Bertelsmann die vollständige Übernahme von Penguin Random House an. Auf dem größten Buchmarkt USA wurden die drei meistverkauften Erwachsenentitel des Jahres von Penguin Random House publiziert: "Where the Crawdads Sing" von Delia Owens wurde mehr als vier Millionen Mal in allen Formaten abgesetzt; jeweils mehr als zwei Millionen Mal verkauften sich auch Tara Westovers autobiographisches Erstlingswerk "Educated" und Michelle Obamas "Becoming". Die Verkaufszahlen der in 46 Sprachen publizierten Memoiren der früheren First Lady der USA summierten sich seit der Erstveröffentlichung im November 2018 auf weltweit 13 Millionen Exemplare. Ein Wachstumstreiber waren erneut Hörbücher, die in den meisten Märkten zweistellige Zuwachsraten erzielten. Penguin Random House stärkte sein Portfolio mit dem Erwerb mehrerer Verlage. Akquiriert wurden unter anderem die Little Tiger Group in Großbritannien, ein Anteil am führenden unabhängigen US-Verlag Sourcebooks, Ediciones Salamandra in Spanien sowie die globalen Verlagsrechte am Werk des populären Kinderbuchautors Eric Carle ("Die kleine Raupe Nimmersatt"). In den USA platzierte Penguin Random House 496 Titel auf den Bestsellerlisten der "New York Times", davon 61 auf Platz eins. Weitere Bestseller für die Gruppe waren "The Water Dancer" von Ta-Nehisi Coates, "The Testaments" von Margaret Atwood und "The Guardians" von John Grisham. Mehr als zehn Millionen Mal verkauften sich Kinderbuchklassiker von Dr. Seuss. Die Verlage von Penguin Random House UK erlebten ebenfalls ein publizistisch sehr starkes Jahr; der Umsatz wuchs deutlich. Die Verlage stellten 43 Prozent aller Titel auf den Bestsellerlisten der "Sunday Times". Zu den meistverkauften Büchern gehörten "Veg" von Jamie Oliver, "Becoming" von Michelle Obama und "The Testaments" von Margaret Atwood. Die Verlagsgruppe legte bei Marktanteilen, internationalen Verkäufen und Audioformaten zu. Die Penguin Random House Grupo Editorial verbesserte ihre Marktposition im spanischsprachigen Raum mit gut laufenden Geschäften und Akquisitionen; der Umsatz legte stark zu. Größte Bestseller waren "Sinceramente" von Cristina Fernández de Kirchner, "Sidi" von Arturo Pérez-Reverte und "Largo Pétalo de Mar" von Isabel Allende. Die in München ansässige Verlagsgruppe Random House baute ihre marktführende Stellung mit einer starken Bestsellerperformance und steigenden Backlistverkäufen aus. Sie platzierte 414 Titel auf den "Spiegel"-Bestsellerlisten, 23 davon auf Platz eins. Meistverkaufte Titel waren "Die Sonnenschwester" von Lucinda Riley, "Der Ernährungskompass" von Bas Kast und "Die Suche" von Charlotte Link. Zahlreiche Autorinnen und Autoren von Penguin Random House gewannen renommierte Auszeichnungen, darunter Olga Tokarczuk den Literaturnobelpreis, Abhijit Banerjee und Esther Duflo den Wirtschaftsnobelpreis, Sasa Stanisic den Deutschen Buchpreis sowie Margaret Atwood und Bernardine Evaristo zusammen den Booker Prize 2019. Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)
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Gruner + JahrGruner + Jahr setzte 2019 seine Transformation erfolgreich fort. Der Umsatz blieb organisch stabil auf Vorjahresniveau, das Operating EBITDA stieg stark um 12,1 Prozent auf 157 Mio. € (Vj.: 140 Mio. €), die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 11,6 Prozent (Vj.: 9,7 Prozent). Gründe dafür sind Anteilsgewinne im rückläufigen Werbemarkt durch die Ad Alliance in Deutschland, die erstmalige Anwendung von IFRS 16 sowie das wachsende Digitalgeschäft in Deutschland und Frankreich. Vor dem Hintergrund fortgesetzter Portfoliomaßnahmen ging der Umsatz im Ausweis um 5,9 Prozent auf 1,4 Mrd. € (Vj.: 1,4 Mrd. €) zurück. So wurden der Special-Interest-Verlag Motor Presse Stuttgart veräußert und die digitale Vermarktungsplattform Ligatus in den Native-Advertising-Weltmarktführer Outbrain eingebracht. In seinen Kernländern konnte G+J den Digitalumsatzanteil erneut deutlich ausbauen. Er liegt nun bei 33 Prozent (Vj.: 27 Prozent). Ein Wachstumstreiber war die Vermarktungsplattform AppLike, die sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis stark zulegte. Zudem wuchsen die Digitalangebote der Magazinmarken in Deutschland und Frankreich stark in Umsatz und Ergebnis. Weitere Gründe für die starke Ergebnissteigerung in Deutschland sind neben der Einbringung von Ligatus in Outbrain und dem wachsenden Digitalgeschäft innovative Magazingründungen wie "Barbara" sowie einige klassische Segmente wie etwa die Wissenstitel ("Geo") und die günstigere Produktion von Magazinen. Der marktbedingte Rückgang im Vertriebs- und Printanzeigengeschäft ließ sich so überkompensieren. G+J Frankreich entwickelte sich ergebnisseitig deutlich über Vorjahr. Verantwortlich dafür war unter anderem die Ergebnisentwicklung der Digitalgeschäfte. Die DDV Mediengruppe konnte ihren Umsatz leicht steigern, das Ergebnis lag unter anderem kostenbedingt unter Vorjahr. Territory, der führende Content-Communication-Anbieter in Europa, lag in Umsatz und Ergebnis unter Vorjahr. Im Rahmen der Bertelsmann Content Alliance übernahm G+J eine führende Rolle bei der Steuerung der Zusammenarbeit aller Inhaltegeschäfte von Bertelsmann. Erste bereichsübergreifende gemeinsame Formate wie die MOSAiC-Polarexpedition und der Crime Day wurden entwickelt und erfolgreich vermarktet. Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)
Umsatz nach Erlösquellen in Prozent
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BMGDie Bertelsmann-Musiktochter BMG verzeichnete 2019 weiterhin deutliche Zuwächse beim Umsatz und beim operativen Ergebnis, getragen von organischem Wachstum vor allem im Labelgeschäft (Recording), aber auch im Verlagsgeschäft (Publishing). Der Umsatz erhöhte sich um 10,1 Prozent auf 600 Mio. € (Vj.: 545 Mio. €), das Operating EBITDA legte um 12,7 Prozent auf 138 Mio. € (Vj.: 122 Mio. €) zu. Die EBITDA-Marge erhöhte sich damit auf 23,0 Prozent (Vj.: 22,5 Prozent). Der Erlösanteil digitaler Formate am Gesamtumsatz von BMG stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 56 Prozent (Vj.: 52 Prozent) und spiegelt das anhaltende Wachstum im Streaming-Bereich wider. Im Labelgeschäft übertraf BMG das Marktwachstum in Schlüsselmärkten, so etwa in Großbritannien, wo die Albenverkäufe in einem rückläufigen Markt um knapp zwölf Prozent gesteigert wurden, oder in den USA, wo das Musikstreaming-Geschäft von BMG mit 62 Prozent fast dreimal so schnell wuchs wie in der Branche insgesamt. Erfolgreiche Veröffentlichungen namhafter Künstlerinnen und Künstler wie Jason Aldean, Blanco Brown, Keith Richards, Dido, The Cranberries, Andy Grammer, AJR oder Lil Dicky wirkten sich positiv auf das Labelgeschäft aus. Nummer-eins-Alben kamen unter anderem von Kylie Minogue, Jack Savoretti und Kontra K. Neue Label-Verträge schloss BMG unter anderem mit The Shires, Natalie Imbruglia, Rufus Wainwright, KSI, Huey Lewis & The News, Seeed und Richard Marx ab. Country-Star Jason Aldean weitete seinen Vertrag aus und lässt sich seither weltweit von BMG vertreten. Erstmals seit der Neugründung des Unternehmens im Jahr 2008 launchte BMG mit Modern Recordings ein neues Label. Es richtet sich an Fans von Jazz, Neuer Klassik und elektronischer Musik. Im Verlagsgeschäft zahlte sich der besondere Fokus von BMG auf etablierte Künstlerinnen und Künstler wie AC/DC, Mick Jagger und Keith Richards von den Rolling Stones, Roger Waters oder Steven Tyler von Aerosmith aus. Sie sorgten im Berichtsjahr für signifikante Erlösbeiträge. Nummer-eins-Alben kamen verlagsseitig unter anderem von Bring Me The Horizon, Juice WRLD, 21 Savage und Johannes Oerding. Singer-Songwriter Lewis Capaldi gelang neben einem Nummer-eins-Album auch eine Grammy-nominierte Nummer-eins-Single ("Someone You Loved"). Zu den prominentesten Signings zählten Neil Finn von Crowded House, Cage The Elephant, KSI, LOCASH und AnnenMayKantereit. Mick Jagger und Keith Richards verlängerten und erweiterten ihre Verträge mit BMG; Kontra K lässt sich künftig über seinen Label-Vertrag hinaus auch verlagsseitig vertreten. BMG baute seine Geschäftsbereiche Produktionsmusik, Film und Buch weiter aus und erweiterte sein Serviceportfolio um ein Künstlermanagement. Das Unternehmen ging dafür eine Partnerschaft mit der Shelter Music Group ein. Zu Highlights im Filmbereich zählte die Dokumentation "Remember My Name" über David Crosby, die auf dem Sundance Festival 2019 präsentiert wurde und später eine Grammy-Nominierung in der Rubrik "Bester Musik-Film" erhielt. BMG verstärkte die Zusammenarbeit mit Bertelsmann-Konzerntöchtern in den Bereichen TV, Audio- und Filmproduktion, Buch und Zeitschriften. Ziel der Bertelsmann Content Alliance ist es, Medieninhalte und Formate bereichsübergreifend zu entwickeln und zu vermarkten. In Hongkong eröffnete BMG eine weitere Niederlassung, um die Präsenz im asiatischen Markt zu stärken. Auch in Lateinamerika und Kanada wurden die Geschäfte ausgeweitet. Insgesamt zählt das Unternehmen nun 19 internationale Niederlassungen. Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)
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ArvatoDie bei Arvato gebündelten Dienstleistungsaktivitäten des Konzerns setzten ihre positive Entwicklung 2019 fort. Die Geschäfte des Unternehmens steigerten sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis deutlich. Der Umsatz wuchs um 1,8 Prozent auf 4,2 Mrd. € (Vj.: 4,1 Mrd. €), das Operating EBITDA stieg um 45,7 Prozent auf 549 Mio. € (Vj.: 377 Mio. €). Die positive Geschäftsentwicklung wurde vor allem durch das starke organische Wachstum der IT-, Logistik-und Finanzdienstleistungsgeschäfte sowie die erstmalige Anwendung von IFRS 16 getrieben. Die EBITDA-Marge von Arvato erreichte 13,2 Prozent nach 9,2 Prozent im Vorjahr. Im Januar vollzogen Bertelsmann und die marokkanische Saham Group die Zusammenlegung ihrer weltweiten CRM-Geschäfte. An dem neuen Unternehmen, das weltweit unter dem Namen Majorel firmiert und bei Bertelsmann voll konsolidiert wird, sind beide Partner mit jeweils 50 Prozent beteiligt. Die Geschäftsentwicklung von Majorel verlief im abgelaufenen Jahr positiv. Die internationale Servicecenterorganisation wuchs insbesondere außerhalb der Europäischen Union, unter anderem durch die Eröffnung weiterer Standorte in Togo (Lomé), Armenien (Jerewan) und Georgien (Tiflis und Kutaisi). Die Logistikdienstleistungsgeschäfte von Arvato Supply Chain Solutions wuchsen im Berichtsjahr stark und profitabel. Maßgebliche Treiber waren sowohl der Aufbau von Neugeschäften als auch der Ausbau von Bestandsgeschäften insbesondere mit Kunden aus den Wachstumsfeldern Consumer Products, Healthcare und Hightech. Das weltweite Standortnetzwerk wurde durch die Inbetriebnahme neuer und die Erweiterung bestehender Distributionszentren, unter anderem in Deutschland, Polen und Hongkong, erneut ausgebaut. Umsatz und operatives Ergebnis von Arvato Financial Solutions (AFS) entwickelten sich im Berichtszeitraum ebenfalls positiv und übertrafen die Werte des Vorjahres. Gestützt wurde diese Entwicklung vor allem durch einen sehr positiven Geschäftsverlauf im Bereich Forderungsmanagement in der DACH-Region. So wurde beispielsweise für die Kunden eines international führenden E-Commerce-Marktplatzes erfolgreich eine umfassende Kauf-auf-Rechnung-Lösung implementiert. Im B2B-Finance-Bereich wurde ein neuer Service entwickelt, der die maßgeschneiderte Zusammenstellung von regulatorischen Daten, deren Validierung sowie deren netzwerkbasierte Bereitstellung vereinfacht. Der IT-Dienstleister Arvato Systems wuchs im Berichtszeitraum organisch und profitabel. Dazu trugen einerseits Serialisierungslösungen im Healthcare-Bereich bei, die in verschiedenen europäischen Staaten realisiert wurden. Andererseits sorgten Neukunden und Vertragsverlängerungen in den Branchen Energie, Healthcare, Handel und Medien für positive Impulse. Bei dem Zukunftsthema Multi-Cloud-Services konnte Arvato Systems durch eine Partnerschaft mit Google Cloud Platform (GCP) sein umfassendes Cloud-Portfolio erweitern und seine Position als Dienstleister weiter stärken. Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)
Umsatz nach Erlösquellen in Prozent
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Bertelsmann Printing GroupDie in Europa und den USA schwerpunktmäßig agierende Bertelsmann Printing Group (BPG) war im vergangenen Geschäftsjahr mit einem herausfordernden Marktumfeld konfrontiert. Im Zeitschriftensegment verstärkte sich der Auflagenrückgang über alle Gattungen hinweg kontinuierlich. Im Katalogbereich standen vor allem die großvolumigen Projekte unter hohem Kostendruck. Die Auftragslage im Geschäftsfeld Prospekte im Geschäftsjahr 2019 war leicht rückläufig. Insgesamt ging der Umsatz der Gruppe im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent auf knapp 1,6 Mrd. € (Vj.: 1,6 Mrd. €) zurück. Das Operating EBITDA sank deutlich um 19,6 Prozent auf 68 Mio. € (Vj.: 85 Mio. €). Die EBITDA-Marge betrug 4,4 Prozent (Vj.: 5,2 Prozent). Im April 2019 stellte Bertelsmann die BPG neu auf. Seitdem wurde eine neue, bereichsübergreifende Organisationsstruktur in Deutschland, Österreich und der Schweiz (BPG DACH) implementiert und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Druckunternehmen der Gruppe deutlich intensiviert. Im April wurde zudem kommuniziert, die Produktionskapazitäten im Tiefdruck durch die Schließung des Prinovis-Standorts in Nürnberg im Frühjahr 2021 deutlich zu reduzieren. Die Druckgeschäfte in der BPG DACH verzeichneten 2019 einen Rückgang in Bezug auf Umsatz und operatives Ergebnis. Europas führende Offsetdruckerei Mohn Media lag insbesondere aufgrund einer niedrigeren Auslastung im Katalog- und Buchgeschäft unter dem Niveau des Vorjahres. Die in der Prinovis-Gruppe gebündelten Tiefdruckaktivitäten entwickelten sich im Berichtszeitraum vor dem Hintergrund sehr schwieriger Marktverhältnisse erneut rückläufig. Die Direktmarketingaktivitäten der Gruppe konnten im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Ergebnis erneut steigern. Auch das Multipartner-Bonusprogramm DeutschlandCard verzeichnete eine sehr positive Entwicklung. Die Druckaktivitäten der Gruppe in Großbritannien entwickelten sich in Bezug auf das operative Ergebnis leicht rückläufig. Am Standort in Liverpool wurde im Frühjahr 2019 eine erste Offsetdruckmaschine in Betrieb genommen. Die Druckgeschäfte in den USA verzeichneten im Jahr 2019 hingegen deutliche Umsatz- und Ergebniseinbußen. Gründe hierfür waren massive Volumenrückgänge bei Verlagskunden und Auftraggebern aus dem Healthcare-Bereich. Die Umsätze des Speichermedienherstellers Sonopress gingen vor dem Hintergrund des weiterhin deutlich rückIäufigen Marktes erwartungsgemäß zurück. Der zur Sonopress-Gruppe gehörenden Verpackungsdruckerei Topac gelang im abgelaufenen Geschäftsjahr der erfolgreiche Einstieg in den Markt für nachhaltige Lebensmittelverpackungen. Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)
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Bertelsmann Education GroupDie in der Bertelsmann Education Group gebündelten Bildungsgeschäfte des Konzerns verzeichneten im Geschäftsjahr 2019 deutliches Wachstum; das operative Ergebnis wurde mehr als verdoppelt. Die Gruppe profitierte von einer anhaltend hohen Nachfrage nach digitalen Bildungsangeboten in den Bereichen Gesundheit, Pädagogik und Technologie. Der Umsatz der Bertelsmann Education Group wurde um 29,4 Prozent gesteigert und erreichte 333 Mio. € (Vj.: 258 Mio. €). Dazu trugen organisches und akquisitorisches Wachstum beim E-Learning-Anbieter Relias, der Ausbau des Onlinegeschäfts bei der Alliant International University sowie positive Währungseffekte bei. Das Operating EBITDA verbesserte sich auf 84 Mio. € (Vj.: 37 Mio. €). Die EBITDA-Marge betrug 25,2 Prozent (Vj.: 14,5 Prozent). Der E-Learning-Anbieter Relias, der sich auf Fort- und Weiterbildungen für das Gesundheitswesen spezialisiert hat, vergrößerte seine Kundenbasis 2019 auf rund 11.200 Institutionen. Im Jahresverlauf wurde die Gesundheitssparte des 2018 erworbenen Bildungsanbieters OnCourse Learning vollständig in Relias integriert. Die OnCourse-Sparten für Fort- und Weiterbildungen in den Bereichen Finanzdienstleistungen und Immobilien wurden separat verkauft. Die auf Psychologie und Pädagogik spezialisierte Alliant International University baute ihren Online-Campus weiter aus. Alliant führte zudem ein neues "Student Information System" ein, mit dem sich die Studienlaufbahn vollständig online planen und verwalten lässt. Die Online-Weiterbildungsplattform Udacity, an der Bertelsmann einen maßgeblichen Anteil hält, entwickelte das Lehrangebot im Technologiebereich weiter und führte neue Nanodegrees unter anderem für Data Engineering, Cloud Computing und Künstliche Intelligenz ein. Udacity baute insbesondere das Geschäft mit Unternehmenskunden aus. Bertelsmann startete 2019 eine auf drei Jahre angelegte globale Bildungsinitiative, in deren Verlauf 50.000 TechStipendien für Udacity-Kurse in den Themenbereichen Cloud, Data und Künstliche Intelligenz vergeben werden sollen. Auf die ersten 15.000 Stipendien bewarben sich rund 46.000 Interessentinnen und Interessenten aus aller Welt; die Kurse starteten im Oktober. Umsatz nach Regionen in Prozent (ohne Innenumsätze)
Umsatz nach Erlösquellen in Prozent
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Bertelsmann InvestmentsIm Geschäftsjahr 2019 erweiterte Bertelsmann Investments (BI) sein globales Netzwerk aus Beteiligungen an innovativen, jungen Unternehmen und dehnte seinen regionalen Fokus auf Afrika und Südostasien aus. BI tätigte im Berichtszeitraum insgesamt rund 80 Neu- und Folgeinvestitionen. Parallel wurden mehrere Exits vollzogen, sodass Bertelsmann Investments zum Jahresende ein Gesamtportfolio von rund 230 Beteiligungen hielt. Bertelsmann Investments leistete erneut einen spürbaren Beitrag zum Konzernergebnis, der sich im Wesentlichen aus Wertsteigerungen der Beteiligungen sowie Verkäufen zusammensetzt. Das EBIT lag bei 107 Mio. € (Vj.: 96 Mio. €). Bertelsmann Asia Investments (BAI) ist weiterhin der größte und aktivste Fonds der Einheit und tätigte 28 neue Investitionen, unter anderem in die E-Commerce-Plattform Tongcheng Life, den Online-Lieferdienst Ding Dong Fresh sowie in Tomato Mart, einen On- und Offline-Lebensmitteleinzelhändler. Folgeinvestitionen flossen in 13 Unternehmen, darunter in die multinationale E-Commerce-Plattform Club Factory. Mit der Veräußerung der Beteiligung an der Social-Media-Plattform Bigo Live an das chinesische Unternehmen YY realisierte BAI 2019 zudem den größten Exit in der Geschichte des Fonds. Ebenfalls veräußert wurden die BAI-Anteile am Bike-Sharing-Dienstleister Hellobike, am sozialen Netzwerk Momo und an weiteren Beteiligungen. Im Juli gelang Afya ein erfolgreicher Börsengang an der NASDAQ in New York. Das gemeinsam von Bertelsmann Brazil Investments (BBI) und dem Partner Crescera Investimentos aufgebaute Bildungsnetzwerk im Gesundheitsbereich ist aus dem Zusammenschluss der Beteiligungen NRE Educacional, Medcel und anderen hervorgegangen. BBI ist weiterhin indirekt über den Crescera-Fonds Bozano Educacional II an Afya beteiligt. Das Unternehmen ist mit rund 36.000 Studierenden der größte Anbieter seiner Art in Brasilien und hat verschiedene medizinische Aus- und Fortbildungsprogramme im Portfolio. BBI hat darüber hinaus einen erfolgreichen Exit aus der Beteiligung an Jusbrasil zu verzeichnen. Bertelsmann India Investments (BII) beteiligte sich neu am Agrartechnologie-Start-up Agrostar sowie an Rupeek, einer Onlineplattform für Darlehen an Privatpersonen. Hinzu kamen Folgeinvestitionen in das Fintech-Unternehmen Lendingkart sowie in Licious, eine Direct-to-Consumer-Plattform für Lebensmittel. Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI) tätigte 20 neue Investitionen in 2019, vorwiegend in den USA. BDMI beteiligte sich auch an Folgeinvestitionsrunden für 14 junge Unternehmen, darunter FloSports, ein Abo-Service für Sportmedien. Dem gegenüber stand der Exit aus zwei Beteiligungen: So wurden die Anteile an der Food-Community Food52 und an Crowdtwist, einem Cloud-basierten Kundenbindungsdienstleister, verkauft. Darüber hinaus beteiligte sich BI 2019 erstmals an mehreren Fonds in neuen Regionen und Themenfeldern. Dazu gehörten Partech Africa und Blossom Capital 1 mit Sitz in London. Seit 2012 investierte Bertelsmann über seine Fonds insgesamt über 1 Mrd. € in Digitalunternehmen; Rückflüsse durch Verkäufe von Beteiligungen betrugen im selben Zeitraum mehr als 600 Mio. €. Gesamtaussage der Unternehmensleitung zur wirtschaftlichen LageBertelsmann verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung. Der Konzern verbesserte sein Wachstumsprofil durch den fortgesetzten organischen und akquisitorischen Ausbau seiner Wachstumsplattformen. Die strategische Transformation hin zu einem wachstumsstarken, digitalen, internationalen und diversifizierten Konzern setzte Bertelsmann konsequent fort. Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Konzernumsatz leicht um 2,0 Prozent auf 18,0 Mrd. € nach 17,7 Mrd. € im Vorjahr und lag damit geringfügig unter den Erwartungen (Prognose im Geschäftsbericht 2018: moderat steigender Umsatz). Ausschlaggebend hierfür waren größtenteils ungeplante Portfolioeffekte durch Desinvestitionen bei Gruner + Jahr, Arvato und der Bertelsmann Education Group. Das organische Umsatzwachstum betrug 1,2 Prozent. Das Operating EBITDA erhöhte sich, auch bedingt durch die Erstanwendung des neuen Leasing-Standards IFRS 16, stark um 12,5 Prozent auf 2.909 Mio. nach 2.586 Mio. € im Vorjahr (Prognose im Geschäftsbericht 2018: starker Anstieg des Operating EBITDA aufgrund IFRS 16; ohne IFRS 16 stabile bis leicht steigende Entwicklung des Operating EBITDA). Der zur Konzernsteuerung verwendete BVA lag mit 89 Mio. € stark unter dem Vorjahreswert von 121 Mio. € (Prognose im Geschäftsbericht 2018: stark abnehmender BVA). Die Entwicklung spiegelt den investitionsbedingten Anstieg des durchschnittlich investierten Kapitals wider. Im Geschäftsjahr 2019 wurde weiter intensiv an der Umsetzung der Strategie gearbeitet. Zur Stärkung der Kerngeschäfte trugen wichtige strategische Akquisitionen, wie beispielsweise die des britischen Kinderbuchverlags Little Tiger Group, die des französischen Kindersenders Gulli oder auch die angekündigte vollständige Übernahme von Penguin Random House, bei. Darüber hinaus lag im Berichtszeitraum ein besonderer Schwerpunkt auf dem verstärkten Aufbau von Kooperationen und Allianzen, zum Beispiel der Bertelsmann Content Alliance in den Inhaltegeschäften oder auch der Ad Alliance in der Werbevermarktung. So setzte im Rahmen der digitalen Transformation die Bertelsmann Content Alliance mit Gründung der Audio Alliance verstärkt auf Audio-Angebote und initiierte die Podcast-Produktion und Distribution neuer Podcasts über die eigene Plattform Audio Now. Die Wachstumsplattformen wurden weiter ausgebaut, insbesondere das TV-Produktionsgeschäft verbuchte Erfolge mit neuen Formaten. Ebenso verzeichnete Bertelsmann Fortschritte in China, Indien und Brasilien mit einer Vielzahl von Neu- und Folgeinvestitionen über die im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments gebündelten Fonds. Die Finanz- und Vermögenslage ist nach wie vor solide. Der Leverage Factor lag im Berichtszeitraum mit 2,6 unterhalb des Niveaus des Vorjahres (31. Dezember 2018: 2,7). Die ausgewiesenen liquiden Mittel zum 31. Dezember 2019 in Höhe von 1,6 Mrd. € (31. Dezember 2018: 1,4 Mrd. €) stellen eine ausreichende Liquidität dar. Die Ratingagenturen Moody's und S&P stuften die Kreditwürdigkeit von Bertelsmann unverändert mit "Baa1" bzw. "BBB + " ein. Der Ausblick wird als stabil (S&P) bzw. negativ (Moody's) eingestuft. Alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures)Zur Erläuterung der Ertragslage bzw. der Finanz- und Vermögenslage werden im vorliegenden zusammengefassten Lagebericht ergänzend die folgenden Alternativen Leistungskennzahlen verwendet, die nicht nach IFRS definiert sind. Diese sollten nicht isoliert, sondern als vervollständigende Information zur Beurteilung der Geschäftslage von Bertelsmann betrachtet werden, und es unterscheiden sich wie im wertorientierten Steuerungssystem unter anderem Steuerungskennzahlen im engeren von jenen im weiteren Sinne. Organisches UmsatzwachstumDas organische Wachstum ergibt sich, indem das ausgewiesene Umsatzwachstum um den Einfluss von Wechselkurseffekten sowie Unternehmenserwerben und -veräußerungen sowie sonstigen Effekten bereinigt wird. Bei den Wechselkurseffekten wird die im jeweiligen Land gültige funktionale Währung zur Berechnung herangezogen. Zu den sonstigen Effekten zählen bspw. Methoden- und Ausweisänderungen. Operating EBITDADas Operating EBITDA ist als das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen festgelegt und um Sondereinflüsse bereinigt. Die Bereinigungen um Sondereinflüsse dienen der Ermittlung eines nachhaltigen, unter normalen wirtschaftlichen Gegebenheiten wiederholbaren operativen Ergebnisses, das nicht durch Sondersachverhalte oder strukturelle Verwerfungen beeinflusst wird. Zu den Sondereinflüssen zählen im Wesentlichen Wertminderungen und Wertaufholungen, Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert, Restrukturierungsaufwendungen und/oder das Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen. Hiermit eignet sich das Operating EBITDA als aussagekräftige Steuerungsgröße. Organisches Umsatzwachstum
Operating EBITDA
BVADer BVA misst den über die angemessene Verzinsung des investierten Kapitals hinaus erwirtschafteten Gewinn. Diese Form der Wertorientierung findet sowohl in der strategischen Investitions- und Portfolioplanung als auch in der operativen Geschäftssteuerung ihren Ausdruck und bildet zusammen mit qualitativen Kriterien die Grundlage für die Bemessung des variablen Anteils der Managementvergütung. Der BVA berechnet sich aus der Differenz von Net Operating Profit After Tax (NOPAT) und Kapitalkosten. Ausgangsbasis zur Berechnung des NOPAT ist das Operating EBITDA. Unter Abzug von Abschreibungen, soweit diese nicht in den Sondereinflüssen enthalten sind, sowie pauschalisierter Steuern von 33 Prozent (ab dem Geschäftsjahr 2020: 30 Prozent) ergibt sich das für die BVA-Berechnung zugrunde gelegte NOPAT. Die Kapitalkosten entsprechen dem Produkt aus Kapitalkostensatz und durchschnittlich investiertem Kapital. Der Kapitalkostensatz beträgt einheitlich 8 Prozent nach Steuern. Das durchschnittlich investierte Kapital ergibt sich quartalsweise aus den Vermögenspositionen der Bilanz, die dem operativen Betriebszweck dienen, abzüglich solcher Verbindlichkeiten, die dem Unternehmen unverzinslich zur Verfügung stehen. Die bislang separat als Barwert der Operating Leases erfassten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen werden mit Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 ab dem Geschäftsjahr 2019 bilanziert und sind somit Bestandteil des investierten Kapitals. Die Ermittlung des BVA erfolgt ohne Berücksichtigung des Unternehmensbereichs Bertelsmann Investments, da die Geschäftsentwicklung hier im Wesentlichen auf Basis des EBIT dargestellt wird. Somit ergibt sich methodisch kein NOPAT-Beitrag dieses Unternehmensbereiches. Aus Konsistenzgründen wird das auf den Unternehmensbereich Bertelsmann Investments entfallende investierte Kapital daher korrigiert, seine Kapitalkosten werden mithin neutralisiert. BVA
Cash Conversion Rate
Cash Conversion RateAls Maßstab für die Finanzmittelfreisetzung aus den Geschäften dient die Cash Conversion Rate, die aus dem Verhältnis von Operating Free Cash Flow zu Operating EBIT ermittelt wird. Die Ermittlung des Operating Free Cash Flow setzt auf dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung auf, wobei die Effekte aus gezahlten Ertragsteuern und der Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit neutralisiert werden. Der Operating Free Cash Flow ist des Weiteren um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Leasingzahlungen vermindert, erhöht um Erlöse aus dem Verkauf langfristiger Vermögenswerte. Weitere Bereinigungen erfolgen, um einer periodengerechten Zuordnung der Kapitalflüsse gerecht zu werden und um den Einfluss von aus Sondereinflüssen resultierenden Zahlungsströmen auf den Operating Free Cash Flow methodisch konsistent zum Operating EBITDA zu neutralisieren. Ausgehend vom Operating EBITDA ergibt sich das Operating EBIT durch den Abzug von Abschreibungen, soweit diese nicht in den Sondereinflüssen enthalten sind. Angestrebt wird im langjährigen Mittel eine Cash Conversion Rate zwischen 90 und 100 Prozent. Wirtschaftliche SchuldenAusgehend von den Bruttofinanzschulden, die sich aus den Bilanzpositionen kurzfristige und langfristige Finanzschulden zusammensetzen, und gemindert um die liquiden Mittel, ergeben sich die Nettofinanzschulden. Die wirtschaftlichen Schulden sind definiert als Nettofinanzschulden abzüglich des 50-prozentigen Anteils des Nominalkapitals der Hybridanleihen, zuzüglich Pensionsrückstellungen, Genusskapital und Leasingverbindlichkeiten (im Vorjahr: Nettobarwert der Operating Leases). Bei der Berechnung der wirtschaftlichen Schulden werden die Hybridanleihen nur zur Hälfte berücksichtigt, da beide Anleihen von den Ratingagenturen ebenfalls zur Hälfte als Eigenkapital eingestuft werden. Für Zwecke der Berechnung des Leverage Factor werden die Wirtschaftlichen Schulden modifiziert. Wirtschaftliche Schulden
Leverage Factor
Leverage FactorZu den Finanzierungszielen gehört ein dynamischer Verschuldungsgrad (Leverage Factor), der sich aus dem Verhältnis von Wirtschaftlichen Schulden zum Operating EBITDA ergibt und den definierten Wert von 2,5 nicht dauerhaft überschreiten sollte. Bei der Ermittlung des Verschuldungsgrads werden die Wirtschaftlichen Schulden und das Operating EBITDA modifiziert, um eine der Struktur des Konzerns entsprechende finanzielle Steuerung zu ermöglichen. Die Modifikationen wurden im Geschäftsjahr 2019 - auch im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 - angepasst und vereinfacht. Die Modifikationen betreffen bei den Wirtschaftlichen Schulden überwiegend liquide Mittel, die im Konzern gebunden sind, während die Modifikationen beim Operating EBITDA die Struktur des Konzerns mit seinen Mitgesellschafteranteilen adressieren. Der ermittelte Leverage Factor ist somit stets konservativer, als er sich bei Verwendung der rein bilanziellen Positionen ergeben würde. NachtragsberichtIm März 2020 hat Bertelsmann eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 675 Mio. € mit einer Laufzeit von bis zu 18 Monaten vereinbart. Diese Kreditlinie kann von der Bertelsmann SE & Co. KGaA durch variabel verzinsliche Kredite in Euro und US-Dollar auf Basis von EURIBOR bzw. LIBOR in Anspruch genommen werden und dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung sowie der Deckung eines kurzfristigen Finanzmittelbedarfs im Rahmen des Erwerbs der restlichen Anteile an Penguin Random House. Risiko- und ChancenberichtRisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem (RMS) von Bertelsmann dient der Früherkennung, Beurteilung und Steuerung interner und externer Risiken. Das Interne Kontrollsystem (IKS) als integraler Bestandteil des RMS überwacht die Wirksamkeit der implementierten Gegenmaßnahmen. Ziel des RMS ist es, materielle Risiken für den Konzern rechtzeitig zu identifizieren, um Gegenmaßnahmen ergreifen und Kontrollen durchführen zu können. Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für Bertelsmann negativen Prognose bzw. Zielabweichung führen können. Darüber hinaus können sich Risiken negativ auf die Erreichung der strategischen, operativen sowie berichterstattungs- und Compliance-relevanten Ziele des Konzerns sowie auf dessen Reputation auswirken. Der Prozess des Risikomanagements erfolgt in Anlehnung an die international anerkannten Rahmenwerke des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Enterprise Risk Management - Integrated Framework bzw. Internal Control - Integrated Framework) und ist in die Teilschritte Identifikation, Bewertung, Steuerung, Kontrolle, Kommunikation und Überwachung gegliedert. Schwerpunkt der Risikoidentifizierung ist die Risikoinventur, die jährlich die wesentlichen Risiken der Unternehmenstätigkeit vom Profit Center aufwärts ermittelt. Diese werden stufenweise auf Unternehmensbereichs- und Konzernebene zusammengefasst. So ist sichergestellt, dass Risiken am Ort ihrer Wirksamkeit erfasst werden. Zusätzlich erfolgen halbjährlich eine konzernweite Nacherhebung der wesentlichen Risiken sowie quartalsweise eine Berichterstattung mit Negativmeldungen. Durch die Ad-hoc-Berichterstattungspflicht werden unterjährig wesentliche Veränderungen in der Risikoeinschätzung dem Vorstand zur Kenntnis gebracht. Den Risiken werden Steuerungsmaßnahmen und Kontrollaktivitäten gegenübergestellt. Auf diese Weise wird das sogenannte Nettorisiko ermittelt. Der Zeithorizont für die Einschätzung von Risiken beträgt sowohl ein Jahr als auch drei Jahre, um Steuerungsmaßnahmen frühzeitig einleiten zu können. Ausgangspunkt für die Ermittlung der wesentlichen Konzernrisiken ist analog der mittelfristigen Unternehmensplanung der Dreijahreszeitraum. Dabei ergibt sich die Bewertung eines Risikos als Produkt aus geschätzter negativer Auswirkung auf den Free Cashflow des Konzerns bei Eintritt des Risikos und geschätzter Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Risikoüberwachung durch das Management erfolgt fortlaufend. Das RMS sowie das IKS als Teil des RMS werden kontinuierlich weiterentwickelt und sind in die laufende Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat von Bertelsmann eingebunden. Um die Erfüllung gesetzlicher und interner Anforderungen sicherzustellen, finden in regelmäßigen Abständen Sitzungen des Corporate Risk Committee statt. Der Konzernabschlussprüfer prüft das Risikofrüherkennungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG auf seine Eignung, Entwicklungen, die den Fortbestand der Bertelsmann SE & Co. KGaA gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen, und berichtet die Ergebnisse an den Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Die Konzernrevision führt fortlaufend Prüfungen der Angemessenheit und der Funktionsfähigkeit des RMS in allen Unternehmensbereichen außer der RTL Group durch. Das RMS der RTL Group wird durch die eigene interne Revision sowie den externen Abschlussprüfer beurteilt. Aufgedeckte Mängel werden zeitnah durch geeignete Maßnahmen beseitigt. Der Bertelsmann-Vorstand hat Umfang und Ausrichtung des RMS anhand der unternehmensspezifischen Gegebenheiten ausgestaltet. Dennoch kann selbst ein angemessen eingerichtetes und funktionsfähiges RMS keine absolute Sicherheit für die Identifikation und Steuerung von Risiken gewährleisten. Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagementsystem und Internes KontrollsystemDie Ziele des rechnungslegungsbezogenen RMS und des IKS sind zum einen die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der externen und internen Rechnungslegung gemäß der geltenden Gesetzeslage sowie eine zeitnahe Bereitstellung von Informationen für die verschiedenen Empfänger. Zum anderen soll die Berichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bertelsmann vermitteln. Die nachstehenden Aussagen gelten für den Konzernabschluss (einschließlich Konzernanhang und zusammengefassten Lageberichts) inklusive der Zwischenberichterstattungen wie auch für das interne Management Reporting. Das IKS für den Rechnungslegungsprozess besteht aus folgenden Teilbereichen: Die konzerninternen Regeln zur Abschlusserstellung und Bilanzierung (z. B. IFRS-Handbuch, Richtlinien, Rundschreiben) werden allen eingebundenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeitnah zur Verfügung gestellt. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt in einem konzernweit einheitlichen Berichterstattungssystem. Durch umfangreiche automatische Systemkontrollen wird die Datenkonsistenz der Abschlüsse sichergestellt. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems erfolgt durch einen dokumentierten Änderungsprozess. Systemseitige Abstimmprozesse von konzerninternen Geschäftsvorfällen dienen zur Vorbereitung der entsprechenden Konsolidierungsschritte. Sachverhalte, die zu wesentlichen Fehlaussagen im Konzernabschluss führen können, werden jeweils zentral von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der RTL Group (für den vorkonsolidierten Teilkonzern) überwacht sowie gegebenenfalls unter Hinzunahme externer Experten verifiziert. Zentrale Ansprechpartner der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der Unternehmensbereiche stehen zudem in kontinuierlichem Kontakt mit den Tochterfirmen vor Ort, um die IFRS-konforme Bilanzierung sowie die Einhaltung von Berichtsfristen und -pflichten sicherzustellen. Abgerundet werden diese präventiven Maßnahmen durch Kontrollen in Form von automatisierten und manuellen Analysen durch das Konzernrechnungswesen der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der RTL Group (für den vorkonsolidierten Teilkonzern). Diese Analysen dienen der Aufdeckung verbliebener Inkonsistenzen. In das interne Management Reporting sind zudem die Controlling-Abteilungen der Unternehmensbereiche und des Konzerns eingebunden. Im Rahmen der quartalsweisen Segmentabstimmung erfolgt eine Abstimmung zwischen dem internen und dem externen Berichtswesen. Durch die Einführung eines weltweit verbindlichen Kontrollrahmens für die dezentralen Rechnungslegungsprozesse soll zudem ein standardisierter Aufbau des IKS auf Ebene der lokalen Buchhaltungen aller vollkonsolidierten Konzerngesellschaften erreicht werden. Feststellungen der externen Prüfer sowie der Konzernrevision und der internen Revision der RTL Group in Bezug auf die Bilanzierung werden zeitnah mit den betroffenen Unternehmen besprochen und Lösungswege werden erarbeitet. Im Rahmen einer Selbsteinschätzung erfolgt jährlich eine Bestandsaufnahme der Qualität des IKS in den wesentlichen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse werden auf Ebene der Unternehmensbereiche diskutiert. Gleichwohl gilt grundsätzlich auch für jedes IKS, analog zum RMS, dass es keine absolute Sicherheit liefern kann, wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung zu vermeiden oder aufzudecken. Die Konzernrevision sowie die interne Revision der RTL Group beurteilen die rechnungslegungsrelevanten Prozesse im Rahmen ihrer Prüfungstätigkeit. Darüber hinaus berichtet der Konzernabschlussprüfer im Rahmen seiner Abschlussprüfung dem Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA über im Rahmen der Prüfung gegebenenfalls erkannte wesentliche Schwächen des rechnungslegungsbezogenen IKS und die Feststellungen zum Risikofrüherkennungssystem. Wesentliche KonzernrisikenBertelsmann ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Die für Bertelsmann wesentlichen Risiken, die im Rahmen der Risikoberichterstattung identifiziert wurden, sind in der nachfolgenden Tabelle ihrem Rang nach aufgelistet. Über die Risiken der Informationssicherheit wird in einem nachfolgenden Abschnitt separat berichtet. Entsprechend der Höhe des möglichen Mittelabflusses werden die Risiken im Sinne der Risikotragfähigkeit als gering, moderat, signifikant, erheblich oder bestandsgefährdend klassifiziert. Im Rahmen der abgelaufenen Risikoinventur wurden keine Risiken, die als erheblich oder bestandsgefährdend einzustufen wären, identifiziert. Aufgrund der Heterogenität der Konzerngeschäfte und der damit verbundenen unterschiedlichen Risiken, denen die einzelnen Unternehmensbereiche ausgesetzt sind, werden im Folgenden die identifizierten wesentlichen strategischen und operativen Konzernrisiken konkretisiert. Als übergeordnete Risiken wurden Risiken aus Akquisitionen sowie Risiken der Informationssicherheit identifiziert und separat beschrieben. Im Anschluss erfolgt eine Erläuterung der rechtlichen und regulatorischen Risiken sowie der Finanzmarktrisiken. Diese Risiken werden über die Konzernfunktionen im Wesentlichen zentral gesteuert. Übersicht wesentlicher Konzernrisiken
Strategische und operative RisikenDie Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2019 abgeschwächt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 3,0 Prozent nach 3,7 Prozent im Jahr 2018. Prägend ist nach wie vor die Schwäche in der Industrie und im Welthandel. Dabei verschlechterte sich die Konjunktur insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiter, während sich die wirtschaftliche Dynamik in vielen Schwellenländern stabilisierte. Zudem wurde die Weltkonjunktur durch die Intensivierung des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China belastet. Auch die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann unterliegt gewissen Risiken. Die Ungewissheit über die Verhandlung zukünftiger Handelsabkommen im Anschluss des bevorstehenden Austritts von Großbritannien aus der EU oder eine weitere Verschärfung der internationalen Handelskonflikte könnten sich negativ auf das makroökonomische Umfeld von Bertelsmann auswirken. Bertelsmann beobachtet den Austrittsprozess, um etwaige Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten. Auch aus der Ausbreitung des COVID-19-Virus ergeben sich Risiken für die globale makroökonomische Entwicklung mit potenziell ebenfalls negativen Auswirkungen auf die Geschäfte von Bertelsmann. Kurz- und mittelfristig signifikante Konzernrisiken stellen Preis- und Margenverluste, rechtliche und regulatorische Risiken, Änderungen im Marktumfeld, Kundenrisiken, ein Verlust an Zuschauer- und Marktanteilen sowie Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung dar. Deren Entwicklung kann durch ein verändertes Kundenverhalten infolge der fortschreitenden Digitalisierung, durch die Entwicklung und Einführung von Produkten und Dienstleistungen durch Wettbewerber, durch Forderungsausfälle sowie Ausfälle und Beeinträchtigungen entlang der Produktionsstufen der einzelnen Unternehmensbereiche wesentlich beeinflusst werden. Lieferanten- sowie mitarbeiterbezogene Risiken stellen für Bertelsmann moderate Risiken dar, während Finanzmarktrisiken und Risiken aus dem zukünftigen technologischen Wandel im betrachteten Dreijahreszeitraum als gering klassifiziert werden. Zunehmender Wettbewerb und stetiger Wandel, insbesondere im digitalen Umfeld, resultieren in einer stärkeren Fragmentierung der Märkte der RTL Group, da die Zuschauer immer mehr Auswahl haben (unter anderem durch Onlineplattformen) und gleichzeitig die Markteintrittsbarrieren sinken. Mögliche Risiken für die RTL Group sind rückläufige Zuschauer- und Werbemarktanteile ihrer werbefinanzierten Sender und damit letztlich sinkende Umsatzerlöse. Um diesen Risiken zu begegnen, erfolgt eine kontinuierliche Überarbeitung und Weiterentwicklung der Sender- und Programmstrategie. Durch eine Verknüpfung der traditionellen, linearen mit den neuen, digitalen Geschäftsmodellen sowie die Stärkung getätigter Investitionen im Onlinevideo-Markt und in Werbetechnologien begegnet die RTL Group Risiken aus der Digitalisierung und gestaltet die Entwicklung aktiv mit. Ein zunehmender Wettbewerb in der Programmakquisition und TV-Produktion sowie die zunehmende Abhängigkeit von einzelnen Produktionsfirmen, verbunden mit dem Risiko potenzieller Kostensteigerungen, könnten die Ertragskraft der RTL Group ebenfalls beeinträchtigen. Durch die Ausweitung der Eigenproduktionen am Programmanteil, insbesondere lokaler Inhalte, wird dieses Risiko gemindert. Ferner hat die konjunkturelle Entwicklung einen unmittelbaren Einfluss auf die TV-Werbemärkte und damit auf die Erlöse der RTL Group. Diesem Risiko wird insbesondere mit Kostensenkungsprogrammen, aber auch mit der Erschließung werbeunabhängiger Einnahmequellen, z. B. durch Distributionsumsätze von Plattformbetreibern, begegnet. Zur Verringerung des Risikos von Kundenverlusten werden Werbepakte mit Kooperationspartnern angeboten sowie das grundsätzliche Ziel verfolgt, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen. Sinkende E-Book-Umsätze und potenzielle Preiszugeständnisse im Bereich Hörbücher aufgrund sich ändernder Marktbedingungen stellen Risiken für Penguin Random House dar. Ein weiteres Risiko aufgrund einer sich wandelnden Einzelhandelslandschaft sind rückläufige Verkaufsmengen im stationären Buchhandel. Penguin Random House begegnet diesen Risiken mit einer differenzierten Preisgestaltung, der Steigerung der Onlineumsätze mit physischen Büchern und Hörbüchern sowie der fortlaufenden Prüfung alternativer Verkaufs- und Vermarktungsmöglichkeiten. Forderungsausfallrisiken werden durch ein Debitorenmanagement und teilweise durch Kreditversicherungen begrenzt. Neben dem Risiko von Kostensteigerungen sieht sich Penguin Random House dem Risiko einer allgemeinen konjunkturellen Unsicherheit, die zu geringeren Verkäufen führen könnte, ausgesetzt. Die Risiken werden durch Lieferantenmanagement, innovative Vermarktungsaktivitäten sowie flexible Kostenstrukturen, die eine schnelle Reaktion auf konjunkturelle Schwächephasen ermöglichen, adressiert. Die Gefahr einer Eintrübung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds und infolgedessen sinkender Anzeigen- und Vertriebserlöse sowie sich fortlaufend ändernde Rahmenbedingungen im Digitalgeschäft stellen für Gruner + Jahr wesentliche Herausforderungen dar. Ein sich änderndes Marktumfeld, geprägt durch Produktinnovationen sowie eine zunehmende Konzentration bei Agenturen und Vermarktern, trifft auf eine grundsätzlich rückläufige Nachfrage nach Printprodukten und kann durch Preis- und Konditionendruck zusätzlich zu sinkenden Margen führen. Weiterhin besteht die Gefahr des Verlustes von Schlüsselkunden, da z. B. Anzeigenkunden verstärkt auf andere, vor allem digitale Medien ausweichen könnten. Aufgrund der beschriebenen Entwicklung sind Folgerisiken wie drohende Forderungsausfälle oder Serviceeinschränkungen nicht auszuschließen, weil Dienstleister in den Bereichen Vertrieb oder Herstellung aufgrund wirtschaftlicher Probleme Angebote einschränken oder einstellen. Begegnet wird den Risiken durch Kosten- und Kundenmanagement, die Entwicklung neuer, insbesondere digitaler Angebotsformen, Produkt-, Preis- und Qualitätsverbesserungen sowie die Entwicklung von Alternativszenarien und die Erarbeitung von Lösungsszenarien. BMG betreffende Risiken umfassen das Klientenportfolio (Vertragsverlängerungen mit Künstlern/Autoren), deren Monetarisierung (physische und digitale Vertriebspartner), das Unternehmenswachstum (Integration neuer Geschäfte) und die Skalierbarkeit des Unternehmens (technische Plattform und Organisation). Marktseitigen Risiken wird durch hohe Umsatzdiversifikation (Klienten/Kataloge, Geschäftssegmente, Regionen) und vertragliche Schutzklauseln (Absicherung der Einspielung von Vorauszahlungen) begegnet. Arvato sieht sich insbesondere Risiken aus Kunden- und Lieferantenbeziehungen ausgesetzt. Dem Verlust von Großkunden wird durch Vertragsgestaltungen mit umfangreichen Leistungsbündeln bei gleichzeitig flexiblen Kostenstrukturen entgegengetreten. Lieferantenseitig bestehen Risiken in der Verfügbarkeit von Dienstleistungen. Gegenmaßnahmen sind ein aktiver Austausch mit bestehenden Lieferanten sowie der Abschluss von Langzeitrahmenverträgen. Der Markteintritt neuer Wettbewerber könnte den Wettbewerbsdruck erhöhen und zu geringeren Margen führen. Eine Fortentwicklung des Leistungsportfolios soll die Wettbewerbsposition verbessern und die Kundenbindung durch integrierte Lösungen erhöhen. Technologische Trends, die sich aus der Digitalisierung und der fortschreitenden Automatisierung ergeben, können bei einzelnen Kundensegmenten das Geschäftsmodell und die Wettbewerbsfähigkeit in Teilen beeinträchtigen. Eine Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds könnte zu sinkenden Umsatzerlösen und damit zu geringeren Deckungsbeiträgen führen, was Kostensenkungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen erfordern würde. Risikomindernd wirkt die breite Diversifikation über Regionen und Branchen hinweg. Für die Bertelsmann Printing Group stellen Kundenrisiken das bedeutendste Risiko dar. Preis- und Margendruck resultieren zudem aus einem Marktumfeld, das von Überkapazitäten gekennzeichnet ist. Ferner kann auch die Verschlechterung des konjunkturellen Umfelds zu Auflagenrückgängen führen. Steigende Rohstoffpreise - insbesondere für Papier, Farbe und Energie - stellen weitere Risiken auf Lieferantenseite dar. Eine zunehmende Verbreitung digitaler Medien forciert ebenfalls den Auflagenrückgang, insbesondere im Zeitschriftensegment. Risikominimierungsstrategien beruhen insbesondere auf dem Ausbau innovativer Druckdienstleistungen, auf einer ständigen Optimierung der Kostenstrukturen sowie auf einer permanenten Marktbeobachtung. Für die Bertelsmann Education Group kann wachsender Wettbewerb mit anderen Trainingsanbietern, insbesondere im US-Gesundheitswesen, zu einem steigenden Preis- und Margendruck führen und sich negativ auf die geplanten Wachstumsziele auswirken. Diesen Risiken wird insbesondere durch strategische Partnerschaften, langfristige Kundenverträge sowie Marketingmaßnahmen entgegengetreten. Die wesentlichen Risiken bei Bertelsmann Investments bestehen in fallenden Portfoliobewertungen oder ausbleibenden Exit-Opportunitäten. Durch einen standardisierten Investitionsprozess und eine fortlaufende Überwachung der Investitionen wird diesen Risiken Rechnung getragen. Eine zunehmend schnellere Veränderung der Märkte und damit auch in den Geschäftsbereichen von Bertelsmann verlangt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Zukunft mehr Anpassungsbereitschaft und -fähigkeit ab. Weiterhin bestehen demografische Risiken, die durch Verschiebungen in der Altersstruktur Auswirkungen auf Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Talenten haben. Als Gegenmaßnahmen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten, umfangreiche Gesundheitsprogramme, eine wettbewerbsfähige Vergütung und flexible Arbeitszeitmodelle angeboten. Zudem verstärkt Bertelsmann das Talent Management durch die forcierte Digitalisierung der Rekrutierungsprozesse und -maßnahmen und erleichtert interne Wechsel durch die kontinuierliche Harmonisierung von Prozessen und Strukturen. Risiken aus AkquisitionenDie Konzernstrategie beinhaltet neben organischem Wachstum Akquisitionen von Geschäften. Das Risiko möglicher Fehlentscheidungen bei der Auswahl von Investitionsobjekten und der Allokation von Investitionsmitteln wird durch strikte Investitionskriterien und -prozesse begrenzt. Die Akquisitionen bergen sowohl Chancen als auch Risiken. So erfordert die Integration in den Konzern Einmalaufwendungen, denen in der Regel langfristig Vorteile durch Synergieeffekte gegenüberstehen. Risiken bestehen darin, dass die Integrationskosten höher als erwartet ausfallen oder die Synergien nicht in dem Maße eintreten wie prognostiziert. Die Integrationsprozesse werden daher vom Management permanent überwacht. Risiken der InformationssicherheitFür Bertelsmann ist die Fähigkeit, Informationen zeitgerecht, vollständig, fehlerfrei und vertraulich zur Verfügung zu stellen und störungsfrei zu verarbeiten, erfolgskritisch und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Bertelsmann begegnet den verschärften Rahmenbedingungen auf Management-Ebene durch den konzernweiten Betrieb eines Information Security Management System (ISMS, basierend auf dem Industriestandard ISO 27001) zum strukturierten Management von Cyber-Risiken und zur Überwachung der Einhaltung der Konzernmindestvorgaben. Um Zugriff auf modernste Cyber-Security-Technologien und im Krisenfall Zugriff auf Spezialisten-Know-how zu haben, betreibt Bertelsmann ein Netzwerk an externen Partnern und ist Mitglied in der Deutschen Cyber-Sicherheitsorganisation (DCSO). Darüber hinaus begegnet Bertelsmann der erhöhten Bedrohungslage mit konkreten Maßnahmen, die unmittelbar die Cyber-Resilienz stärken, wie bspw. die konzernweite Einführung von Security Operations Centers oder Authentifizierungstechnologien. Eine indikative Bewertung der Risiken der Informationssicherheit erfolgte im Geschäftsjahr 2019 auf Basis der Bewertungsmethodik operativer Konzernrisiken. Demnach sind die Risiken der Informationssicherheit analog der Kategorisierung der wesentlichen Konzernrisiken als moderat zu klassifizieren. Rechtliche und regulatorische RisikenBertelsmann ist als weltweit tätiger Konzern einer Vielzahl rechtlicher und regulatorischer Risiken ausgesetzt, die beispielsweise Rechtsstreitigkeiten oder unterschiedliche Auslegungen steuerlicher Sachverhalte betreffen können. Bertelsmann betreibt in mehreren europäischen Ländern Fernseh- und Radioaktivitäten, die regulatorischen Bestimmungen unterworfen sind, in Deutschland beispielsweise durch die medienrechtliche Aufsicht der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich. Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns nehmen in vielen Geschäftsfeldern führende Marktpositionen ein, sodass akquisitorisches Wachstum aus wettbewerbsrechtlichen Gründen begrenzt sein kann. Darüber hinaus unterliegen die Bildungsaktivitäten regulatorischen Bestimmungen von staatlichen Behörden und Akkreditierungsstellen. Weitere Risiken umfassen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen und -verkäufen sowie steigende datenschutzrechtliche Anforderungen, die zu wachsenden Herausforderungen, insbesondere für die datenbasierten Geschäftsmodelle, führen. Diese Risiken werden durch die entsprechenden Fachbereiche des Konzerns laufend überwacht. Mehrere Tochtergesellschaften der RTL Group werden von dem Sender RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG und seinem Werbezeitenvermarkter El Cartel Media GmbH & Co. KG vor dem Landgericht Düsseldorf auf Offenlegung von Informationen zur Begründung eines möglichen Schadensersatzanspruchs verklagt. Die Klage wurde eingereicht, nachdem das Bundeskartellamt im Jahre 2007 eine Geldbuße gegen IP Deutschland GmbH und Seven One Media GmbH verhängt hatte, die den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bei der Gewährung von Rabatten ("Share Deals") an Mediaagenturen sanktionierte. Das Bundeskartellamt argumentierte, dass diese Rabatte den Wettbewerb zulasten kleiner Sender beschränken würden. Im Jahr 2014 entschied das Landgericht Düsseldorf, ein Sachverständigengutachten anzuordnen. Der Sachverständige kam im Februar 2018 zu dem Ergebnis, dass eine positive Schadenswahrscheinlichkeit nicht mit Sicherheit festgestellt werden könne. RTL II hat im Juli 2018 einen Befangenheitsantrag gegen den Gutachter gestellt mit dem Ziel, das Gericht zur Einholung eines neuen Gutachtens zu veranlassen. IP Deutschland hat den Befangenheitsantrag als unbegründet zurückgewiesen. Das Gericht hat im Mai 2019 angekündigt, dem Sachverständigen Gelegenheit zur Stellungnahme zu dem Befangenheitsantrag zu geben und danach bis Ende Juli einen Fragenkatalog zu erstellen. Dies ist bisher nicht geschehen. Das Verfahren wird fortgesetzt. Ähnliche Klagen anderer, kleinerer Fernsehsender bei verschiedenen Gerichten waren erfolglos oder wurden zurückgezogen. Im Juni 2016 wurde Fun Radio von seinen Hauptwettbewerbern vorgeworfen, eine Befragung zur Ermittlung der Zuhörermarktanteile durch das hierfür zuständige Institut "Médiamétrie" zu seinen Gunsten beeinflusst zu haben. Ein Moderator der Morning Show soll die Zuhörer dazu aufgerufen haben, in dieser Befragung für Fun Radio abzustimmen. Als Reaktion auf diese Anschuldigungen hat Médiamétrie entschieden, die für Fun Radio ermittelten Ergebnisse nicht zu veröffentlichen. Aufgrund einer von Fun Radio hiergegen eingereichten Klage wurde Médiamétrie dazu verpflichtet, die Ergebnisse für Fun Radio ab September 2016 wieder zu veröffentlichen. Allerdings hat Médiamétrie entschieden, das für Fun Radio tatsächlich ermittelte Ergebnis mit einem Abschlag zu belegen, um eine mögliche Verzerrung der Ergebnisse zu berücksichtigen ("Halo-Effekt"). Nach einem von Fun Radio eingeleiteten Verfahren wurde im Dezember 2017 ein Gerichtssachverständiger bestellt, der die Einschätzung von Médiamétrie zum angeblichen "Halo-Effekt" prüfen sollte. Der Gerichtsgutachter legte im September 2019 sein Abschlussgutachten vor, das zwar den "Halo-Effekt" bestätigte, aber die Ergebnisse von Fun Radio als überkorrigiert bewertet. Seit September 2017 veröffentlicht Médiamétrie wieder die vollständigen Zuhörermarktanteile von Fun Radio. Parallel zu dem oben genannten Verfahren haben die Hauptwettbewerber von Fun Radio im Dezember 2016 auch eine Schadensersatzklage wegen unlauteren Wettbewerbs eingereicht. Dieses Verfahren wurde bis zur Vorlage des Gutachtens ausgesetzt und wird nun im ersten Quartal 2020 wiederaufgenommen. In der Zwischenzeit haben vier der insgesamt sechs Kläger ihre Klagen zurückgenommen. Am 22. Februar 2018 informierte die spanische Wettbewerbsbehörde (CNMC) Atresmedia über die Einleitung eines Sanktionsverfahrens wegen möglicher wettbewerbsbeschränkender Praktiken, die nach Artikel 1 des spanischen Wettbewerbsgesetzes verboten sind. Am 6. Februar 2019 übermittelte die CNMC die Beschwerdepunkte, denen zufolge bestimmte Geschäftspraktiken von Atresmedia den Wettbewerb beschränken. Die für die Untersuchung zuständige Abteilung der Wettbewerbsbehörde hat am 28. Mai 2019 einen Entscheidungsvorschlag übermittelt, der die Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 49,2 Mio. € beinhaltet. Atresmedia hat am 28. Juni 2019 seine Stellungnahme zu dem Entscheidungsvorschlag vorgelegt. Am 12. November 2019 verkündete das CN MC-Board seine Entscheidung und verhängte ein Bußgeld in Höhe von 38,2 Mio. €. Atresmedia hat am 10. Januar 2020 Klage gegen diese Entscheidung beim zuständigen Gericht erhoben. Atresmedia ist weiterhin der Überzeugung, dass die von der CNMC getroffene Entscheidung nicht hinreichend begründet ist, und rechnet mit einem positiven Ausgang. Die Erfolgsaussichten stützen sich unter anderem auf die von CNMC zugrunde gelegte nicht mehr zeitgemäße Definition des Werbemarktes. Ausländische Investitionen in der Volksrepublik China sind Gegenstand regulatorischer Beschränkungen. Um den lokalen Anforderungen zu genügen, werden einige der Bertelsmann-Aktivitäten in China im Rahmen sog. VIE-Strukturen gehalten. Derartige Gestaltungen sind für Investitionen in China marktüblich. Diese Strukturen sind jedoch nur selten Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen in China, sodass ein gewisses Risiko besteht, dass VIE-Strukturen gerichtlich nicht durchgesetzt werden können; insbesondere dann, wenn die Volksrepublik China ihre Politik gegenüber Investitionen von Ausländern (vor allem gegenüber VIE-Strukturen) ändert oder Gerichte oder Behörden ihre Rechtsprechung bzw. Verwaltungspraxis ändern. Das im Mai 2019 verabschiedete Gesetz über die Auslandsinvestitionen der Volksrepublik China (PRC Foreign Investment Law "FIL") ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Bereits bestehende Gesetze bezüglich der Regelung von ausländischen Investitionen in China werden durch das FIL ersetzt. Davon betroffen sind Unternehmen, die vollständig im Besitz ausländischer Unternehmen sind, vertragliche chinesisch-ausländische Joint Ventures sowie chinesisch-ausländische Equity Joint Ventures. Noch in dem Gesetzgebungsverfahren sollten die VIE-Strukturen denen aller anderen ausländischen Direktinvestitionen gleichgestellt werden. Die VIE-Strukturen werden aber in dem verabschiedeten FIL nicht mehr thematisiert, weshalb davon ausgegangen wird, dass diese Struktur in ihrem Status quo erhalten bleibt, d. h. in den unregulierten Bereich fällt. Darüber hinaus legt die FIL einen fairen Marktzugang und die Gleichbehandlung ausländischer Beteiligungsgesellschaften fest und schreibt vor, dass die Corporate Governance dieser Unternehmen dem chinesischen Gesellschaftsrecht unterliegt mit einer Übergangsfrist von fünf Jahren. Die vom chinesischen Staatsrat am 31. Dezember 2019 verkündeten Durchführungsbestimmungen der FIL ("Implementing Regulations") sind am 1. Januar 2020 in Kraft getretenen. Die Durchführungsbestimmungen enthalten detaillierte Bestimmungen zum Schutz und zur Gleichbehandlung ausländischer Investitionen, zur Informationsberichterstattung und zur fünfjährigen Übergangszeit. Die lokalen Bertelsmann-Juristen verfolgen die Umsetzung des FIL und dessen Durchführungsbestimmungen genau und werden die notwendigen Schritte und Verfahren durchführen, um weiterhin gesetzeskonform zu arbeiten. Dies betrifft Gesellschaften von Fremantle, BMG, Arvato und der Bertelsmann Education Group sowie Investitionen von Bertelsmann Asia Investments (BAI). Abgesehen von den oben genannten Sachverhalten sind gegenwärtig keine weiteren für den Konzern wesentlichen rechtlichen und regulatorischen Risiken ersichtlich. FinanzmarktrisikenAls international tätiger Konzern ist Bertelsmann einer Reihe von Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Zins- und Währungsrisiken. Diese Risiken werden im Wesentlichen zentral durch den Bereich Finanzen auf Basis einer durch den Vorstand festgelegten Richtlinie gesteuert. Derivative Finanzinstrumente werden dabei ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Bertelsmann setzt Währungsderivate vornehmlich zur Sicherung zukünftiger Verpflichtungen ein, die einem Wechselkursrisiko unterliegen. Bei einigen festen Abnahmeverpflichtungen in Fremdwährung erfolgt bei Vertragsabschluss eine Teilsicherung, die fortlaufend angepasst wird. Eine Reihe von Tochtergesellschaften ist außerhalb des Euro-Währungsraums angesiedelt. Die Steuerung der sich hieraus ergebenden Translationsrisiken auf den Leverage Factor (Verhältnis von Wirtschaftlichen Schulden zu Operating EBITDA) erfolgt, indem langfristig die Leverage Factoren im USD und GBP an der für den Konzern definierten Höchstgrenze ausgerichtet werden. Translationsrisiken aus Nettoinvestitionen in ausländische Gesellschaften werden nicht abgesichert. Im Rahmen des Zinsmanagements wird das Cashflow-Risiko aus Zinsänderungen zentral überwacht und gesteuert. Dabei wird ein ausgewogenes Verhältnis verschiedener Zinsbindungen durch die Wahl entsprechender Fristigkeiten bei den originären liquiditätswirksamen Finanzaktiva/-passiva und fortlaufend durch den Einsatz von Zinsderivaten erzielt. Das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig auf Basis der Planungsrechnung überwacht. Die syndizierte Kreditlinie und eine angemessene Liquiditätsvorsorge bilden einen ausreichenden Risikopuffer für ungeplante Auszahlungen. Kontrahentenrisiken bestehen im Konzern bei angelegten liquiden Mitteln sowie im Ausfall eines Kontrahenten bei Derivategeschäften. Geldgeschäfte und Finanzinstrumente werden grundsätzlich nur mit einem fest definierten Kreis von Banken mit einwandfreier Bonität abgeschlossen. Im Rahmen der Richtlinien wurde für Finanzanlagen und Derivate für jeden Kontrahenten ein vom Bertelsmann-Vorstand vorgegebenes Risikolimit vergeben. Die Einhaltung der Limits wird regelmäßig vom Bereich Finanzen überwacht. Die Richtlinien zur Anlage liquider Mittel werden kontinuierlich überprüft und bei Bedarf erweitert. Die Finanzanlagen sind grundsätzlich kurzfristig ausgerichtet, um das Anlagevolumen im Falle einer veränderten Bonitätseinschätzung reduzieren zu können. Für die Finanzmarktrisiken ergeben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen, sodass diese weiterhin als gering eingeschätzt werden können. Gesamtaussage zur RisikolageDie im Geschäftsjahr 2019 identifizierten Risiken haben keinen bestandsgefährdenden Charakter. Ebenso sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Konzerns zukünftig gefährden könnten. Die Gesamtrisikoposition befindet sich leicht unter Vorjahresniveau. Die größten Konzernrisiken sind im Vergleich zum Vorjahr ihrer Art nach unverändert. Insbesondere Preis- und Margenrisiken, rechtliche und regulatorische Risiken, Risiken aus einem sich ändernden Marktumfeld sowie Risiken im Zusammenhang mit Kundenbeziehungen und der mögliche Verlust an Zuschauern und Marktanteilen bei der RTL Group stellen nach wie vor wesentliche Herausforderungen dar. Allerdings bestehen aufgrund der Diversifikation des Konzerns weder auf der Beschaffungs- noch auf der Absatzseite Klumpenrisiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Geschäftspartnern oder Produkten. Die finanzielle Ausstattung des Konzerns ist solide, der Bedarf an liquiden Mitteln ist durch vorhandene Liquidität und freie Kreditlinien gedeckt. ChancenmanagementsystemEin effizientes Chancenmanagementsystem ermöglicht Bertelsmann, den unternehmerischen Erfolg langfristig zu sichern und Potenziale optimal auszuschöpfen. Chancen sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für Bertelsmann positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Das Chancenmanagementsystem ist, wie auch das Risikomanagementsystem, ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Im Strategie- und Planungsprozess werden die wesentlichen Chancen jährlich vom Profit Center aufwärts ermittelt und anschließend stufenweise auf Divisions- und Konzernebene zusammengefasst. Durch die systematische Erhebung auf mehreren Berichtsebenen können entstehende Chancen frühzeitig erkannt und genutzt werden. Darüber hinaus wird eine bereichsübergreifende Übersicht über die aktuellen Chancen von Bertelsmann geschaffen. Eine halbjährliche Nacherfassung maßgeblicher Änderungen der Chancen erfolgt auf Ebene der Unternehmensbereiche. Zudem wird das vorwiegend dezentrale Chancenmanagement durch zentrale Stellen im Konzern koordiniert, um Synergien durch zielgerichtete Kooperationen der einzelnen Bereiche zu heben. Der bereichsübergreifende Erfahrungsaustausch wird in regelmäßigen Treffen des GMC weiter gestärkt. ChancenEinerseits können den beschriebenen Risiken bei einer positiven Entwicklung entsprechende Chancen gegenüberstehen, andererseits werden gewisse Risiken eingegangen, um Chancenpotenziale zu nutzen. Aus dieser Verknüpfung mit den wesentlichen Konzernrisiken ergeben sich für Bertelsmann strategische und operative, rechtliche und regulatorische sowie finanzwirtschaftliche Chancen. Strategische Chancen können vorrangig aus den vier strategischen Stoßrichtungen des Konzerns abgeleitet werden. Die Stärkung der Kerngeschäfte, die digitale Transformation, der Aufbau von Wachstumsplattformen sowie die Expansion in Wachstumsregionen umfassen die wichtigsten langfristigen Wachstumschancen für Bertelsmann (siehe Abschnitt "Strategie"). Insbesondere durch die strategischen Portfolioerweiterungen entstehen teilweise Chancen zur Nutzung von Synergien. Neben der Möglichkeit einer günstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bestehen in den einzelnen Unternehmensbereichen individuelle operative Chancen. Wesentliche Chancen für die RTL Group sind eine bessere Entwicklung der TV-Werbemärkte als erwartet sowie höhere Zuschauer- und Werbemarktanteile. Darüber hinaus schaffen die zunehmende Digitalisierung und Fragmentierung der Medienlandschaft neue Möglichkeiten. Professionell produzierte Inhalte können auf unterschiedlichen Plattformen national sowie international verbreitet werden. Durch die Verwertung bestehender TV-Inhalte auf unterschiedlichen Plattformen sowie die Entwicklung eigener digitaler Inhalte könnten neue Ertragsströme generiert werden. Ebenso bietet die verstärkte Präsenz im digitalen Bereich Chancen im Hinblick auf den Absatz von Onlinevideo-Werbung auf allen Geräten und Plattformen und den Ausbau von Abo basierten Erlösen im On-Demand-Geschäft. Weitere Chancen liegen in der zielgruppenspezifischen Vermarktung des eigenen Inventars (adressierbare Werbung) und Werbetechnologieangeboten für Dritte. Zudem könnte eine stärkere Verbreitung neuer Technologien wie UHD/4K zu einem höheren Erlöswachstum im Plattformgeschäft führen. Penguin Random House ist die weltweit größte Publikumsverlagsgruppe. Dank dieser Position kann die Verlagsgruppe weiter neue Autoren und Buchprojekte gewinnen, um ihren Marktanteil zu steigern, und gleichzeitig in neue Märkte und diverse Inhalte weltweit investieren, in denen die Verlagsgruppe sich die steigende Nachfrage nach Büchern zunutze machen und ihre Produkte einer möglichst großen Leserschaft anbieten kann. Generell bietet die digitale Transformation der Buchmärkte Chancen für die Entwicklung neuer Produkte und den Aufbau effizienterer Vermarktungswege sowie einer verbesserten Auffindbarkeit der Backlist. Digitale Audiobücher verzeichnen weltweit Wachstum, während neue Technologien Bücher interessanter und Buchinhalte einem breiteren Publikum zugänglich machen könnten. Die Entwicklung neuer Marketinginstrumente und -plattformen erweitert die Möglichkeiten der Bindung zwischen Autoren und ihren Lesern. Für Gruner + Jahr bestehen wesentliche Chancen in einer besseren Entwicklung der Anzeigen- und Vertriebsmärkte. Darüber hinaus ergeben sich Chancen aus der Transformation durch die Entwicklung neuer Geschäfte rund um die publizistischen Marken. Wachstumschancen entstehen vor allem im Auf- und Ausbau von Digitalaktivitäten sowie in Kooperationen mit anderen Verlagen und Vermarktern. In der Vermarktung könnte G+J durch neue Werbeformen in den Medienkanälen Online, Mobile und Video neue Kunden gewinnen. Der Fokus von BMG liegt auf organischem Wachstum durch zusätzliche Abschlüsse von Verträgen mit Künstlern und Songwritern. Zudem können sich Chancen für die Übernahme weiterer ausgewählter Musikkataloge ergeben. Die wachsende Marktdurchdringung von Abonnementbasierten Streaming-Angeboten beinhaltet darüber hinaus die Chance der Markterweiterung auf internationaler Ebene im Label- und Verlagsbereich. Bei Arvato können sich durch bereichsübergreifende Kooperationen und Großprojekte zusätzliche Chancen der Neukundengewinnung ergeben. Der weltweite E-Commerce-Markt wird in den kommenden Jahren dynamisch weiterwachsen. Arvato könnte an diesem Wachstum durch neue Dienstleistungen insbesondere der Bereiche Supply Chain Solutions und Financial Solutions überdurchschnittlich partizipieren. Weitere Wachstumschancen aus der fortschreitenden Digitalisierung liegen in der Entwicklung innovativer IP-basierter Lösungen und Cloud-basierter IT-Services. Die Geschäfte der Bertelsmann Printing Group könnten durch zusätzliche Volumina von Bestands- und Neukunden weniger stark zurückgehen. Ferner könnte eine weitere Konsolidierung im Markt zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsposition führen. Neben Medien und Dienstleistungen wird das Bildungsgeschäft zur dritten Ertragssäule von Bertelsmann ausgebaut. Weitere Wachstumschancen für das Bildungsgeschäft könnten sich dabei durch eine weiter zunehmende Verlagerung weg vom klassischen Präsenzunterricht hin zu online-und kompetenzbasierten Schulungen ergeben. Durch den wachsenden Markt für Onlinebildung ergeben sich organische Wachstumschancen für die Unternehmen der Bertelsmann Education Group. So hat beispielsweise Relias das Potenzial, durch den Ausbau der Produkte zur Mitarbeiterbeurteilung und Datenanalyse sowie durch Internationalisierung weiter zu wachsen. Die Beteiligung an Udacity besitzt die Möglichkeit, sich vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels und des kontinuierlichen Bedarfs an Weiterbildung im Technologiesektor zu einer Premiummarke auf dem Gebiet der IT- und Technologieschulungen zu entwickeln. Für die Fondsaktivitäten von Bertelsmann Investments ergibt sich die Chance, aufgrund gestiegener Portfoliobewertungen oder durch den Verkauf von Beteiligungen höhere Gewinne zu realisieren als erwartet. Zusätzliche Chancenpotenziale für die einzelnen Unternehmensbereiche bieten die vorhandenen Innovationsbemühungen, die im Abschnitt "Innovationen" dargestellt sind. Weitere Chancen können durch Änderungen der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen entstehen. Die finanzwirtschaftlichen Chancen beziehen sich weitgehend auf eine für Bertelsmann vorteilhafte Entwicklung der Zinsen und Wechselkurse. PrognoseberichtErwartete gesamtwirtschaftliche EntwicklungFür das Jahr 2020 geht Bertelsmann von der folgenden Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus. Das Wachstum der Weltwirtschaft wird auf dem schwachen Vorjahresniveau stagnieren. Gemäß der Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) vom Dezember 2019 wird die Weltproduktion im Jahr 2020 um 3,1 Prozent nach 3,0 Prozent im Jahr 2019 zunehmen. Risiken für die Weltkonjunktur ergeben sich weiterhin aus bestehenden handelspolitischen Unsicherheiten. Zudem sind die konkreten Auswirkungen aus der Verbreitung des COVID-19-Virus auf die Weltwirtschaft derzeit noch nicht absehbar. * Im Euroraum dürfte die Konjunkturerholung weiter voranschreiten, wenngleich nach wie vor Abwärtsrisiken bestehen. Das realwirtschaftliche Wachstum soll nach Einschätzung des IfW im Jahr 2020 bei 1,2 Prozent liegen. Für Deutschland rechnet das IfW ebenfalls mit einem realen Wachstum des BIP von 1,1 Prozent. Die reale Wachstumsrate für Frankreich wird bei 1,4 Prozent erwartet. Für Großbritannien wird mit einem realen Anstieg des BIP im Jahr 2020 um 0,6 Prozent gerechnet. Die konjunkturelle Dynamik in den USA lässt allmählich nach. Für 2020 wird mit einem realen Wirtschaftswachstum von nur noch 1,5 Prozent gerechnet. Erwartete Entwicklung relevanter MärkteDie globale Medienindustrie wird maßgeblich von der Entwicklung der Weltwirtschaft und der daraus resultierenden Wachstumsdynamik beeinflusst. Aus dem fortgesetzten Trend zur Digitalisierung von Inhalten und Vertriebskanälen, einer sich ändernden Mediennutzung sowie dem zunehmenden Einfluss der Schwellenländer werden sich auch in den kommenden Jahren Chancen und Risiken ergeben. Durch die angestrebte Transformation des Konzernportfolios entlang der vier strategischen Stoßrichtungen erwartet Bertelsmann, in zunehmendem Maße von den sich daraus ergebenden Chancen zu profitieren. Bertelsmann ist mit seinen Geschäften in einer Vielzahl unterschiedlicher Märkte und Regionen vertreten, deren Entwicklungen einer Reihe von Einflüssen unterliegen und gesamtwirtschaftlichen Tendenzen nicht linear folgen. Im Folgenden wird nur auf Märkte und Regionen abgestellt, die für Prognosezwecke eine hinreichende Größe aufweisen und deren voraussichtliche Entwicklung angemessen aggregiert und beurteilt werden kann bzw. die aus Konzernsicht über eine strategische Bedeutung verfügen. Für das Jahr 2020 wird eine insgesamt stabile Entwicklung der europäischen TV-Werbemärkte und ein starkes Wachstum der Streaming-Märkte in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden erwartet. Bei den Buchmärkten wird mit einer insgesamt stabilen Entwicklung gerechnet. Im Zeitschriftengeschäft werden für 2020 anhaltend starke Rückgänge der Printanzeigenmärkte in Deutschland und Frankreich sowie ein moderater Rückgang des Vertriebsmarktes in Deutschland und ein deutlicher Rückgang in Frankreich erwartet, während auf dem Digitalmarkt in Deutschland und Frankreich mit einem fortgesetzt starken Wachstum gerechnet wird. Für das Jahr 2020 wird ein anhaltend moderates Wachstum des weltweiten Musikmarkts in dem Segment Verlagsrechte erwartet. Für das Segment Recordingrechte wird mit einem deutlichen Wachstum gerechnet. Die Dienstleistungsmärkte werden 2020 voraussichtlich ein moderates Wachstum zeigen. Der Tiefdruckmarkt in Europa entwickelt sich 2020 voraussichtlich weiterhin stark rückläufig. Für den Offsetmarkt in Europa wird eine fortgesetzt moderat rückläufige Entwicklung und für den Buchdruckmarkt in Nordamerika ebenfalls eine fortgesetzt moderat rückläufige Entwicklung erwartet. Für die relevanten US-amerikanischen Bildungsmärkte wird insgesamt mit einem anhaltend moderaten bis starken Wachstum gerechnet. Erwartete GeschäftsentwicklungDie nachfolgenden Erwartungen basieren auf der Annahme einer allmählichen Normalisierung der gesamtwirtschaftlichen Lage und unterstellen ein weitgehendes Eintreten der prognostizierten Marktentwicklungen und der von den Forschungsinstituten geäußerten konjunkturellen Erwartungen. Bertelsmann erwartet für das Geschäftsjahr 2020, dass die Geschäftsentwicklung von stabilen europäischen TV-Werbemärkten und Buchmärkten sowie wachsenden Dienstleistungs- und Musikmärkten getragen wird. Die durch die strategischen Portfolioerweiterungen eingeleiteten Wachstumsimpulse werden das Wachstumsprofil von Bertelsmann weiterhin positiv beeinflussen. Neben den unterstellten Marktentwicklungen bilden die erwarteten konjunkturellen Entwicklungen in den geografischen Kernmärkten Westeuropa und USA den Ausgangspunkt für die zu erwartende Geschäftsentwicklung. Bei einem zu erwartenden Umsatz- und Ergebnisanteil von derzeit rund zwei Dritteln innerhalb des Euroraums richtet sich die Bandbreite des Wachstums vor allem nach der prognostizierten wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Wirtschaftsraum. So prognostiziert das IfW für den Euroraum einen Anstieg des realen BIP um 1,2 Prozent und der Internationale Währungsfonds einen Anstieg um 1,3 Prozent für das Jahr 2020. In Anbetracht dieser konjunkturellen Erwartungen geht Bertelsmann insgesamt von einem leicht steigenden Umsatz für das Geschäftsjahr 2020 aus. Für das Geschäftsjahr 2020 wird mit einem stabilen bis leicht rückläufigen Operating EBITDA gerechnet. Hierbei werden Aufwendungen für die digitale Transformation wie beispielsweise im Streaming-Bereich (Video on Demand) der RTL Group sowie Investitionen in die IT-Infrastruktur und neue Technologien berücksichtigt. Das durchschnittlich investierte Kapital wird infolge getätigter Akquisitionen sowie fortgesetzter Investitionen in Wachstumsgeschäfte weiter ansteigen. Kompensierende Effekte aus Ergebnisbeiträgen werden teilweise erst zeitversetzt erwartet. Vor diesem Hintergrund wird weiterhin mit einem stark abnehmenden BVA für den Konzern gerechnet. Die vorstehenden Erwartungen basieren auf der operativen Planung und der mittelfristigen Vorschau für die Unternehmensbereiche unter der Annahme konstanter Wechselkurse. Gegenwärtig wird nicht erwartet, dass die voraussichtliche Entwicklung eines für den Bertelsmann-Konzern wesentlichen Bereichs deutlich von jener des Konzerns abweicht. Abhängig von der weiteren konjunkturellen Entwicklung geht Bertelsmann davon aus, dass sich aufgrund der mittel- bis langfristigen Finanzierung zunächst keine wesentlichen Auswirkungen auf die durchschnittlichen Finanzierungskosten aus Zinsänderungen ergeben. Die Liquiditätssituation wird für den Prognosezeitraum als ausreichend erwartet. Den Prognosen liegt die Geschäftsausrichtung des Bertelsmann-Konzerns zugrunde, die im Kapitel "Unternehmensprofil" dargelegt ist. Generell spiegeln die Prognosen eine Risiko- und Chancenabwägung wider. Alle Aussagen hinsichtlich der möglichen zukünftigen konjunkturellen und geschäftlichen Entwicklung stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der derzeit zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen und/oder weitere Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr für die Angaben kann daher nicht übernommen werden. Erläuterungen zum Jahresabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA (gemäß HGB)Ergänzend zur Konzernberichterstattung wird im Folgenden die Geschäftsentwicklung der Bertelsmann SE & Co. KGaA erläutert. Die Bertelsmann SE & Co. KGaA ist Muttergesellschaft und Konzernholding des Bertelsmann-Konzerns. Als Konzernholding übt sie zentrale Konzernfunktionen wie die Festlegung und Weiterentwicklung der Konzernstrategie, die Kapitalallokation, die Finanzierung und die Managemententwicklung aus. Hinzu kommen Dienstleistungsfunktionen einiger Bereiche des Corporate Center. Ferner ist sie die steuerliche Organträgerin für die meisten inländischen Tochtergesellschaften. Die Lage der Bertelsmann SE & Co. KGaA wird im Wesentlichen vom geschäftlichen Erfolg des Bertelsmann-Konzerns bestimmt. Der Jahresabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA wird im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), sondern nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Gewinn- und Verlustrechnung der Bertelsmann SE & Co. KGaA nach HGB
Bilanz der Bertelsmann SE & Co. KGaA nach HGB (Kurzfassung)
Ertragslage der Bertelsmann SE & Co. KGaADie Entwicklung der Ertragslage der Bertelsmann SE & Co. KGaA wird aufgrund ihrer Funktion als Muttergesellschaft des Bertelsmann-Konzerns maßgeblich durch die Höhe des Beteiligungsergebnisses geprägt. Der Anstieg des Jahresüberschusses auf 398 Mio. € (Vj.: 306 Mio. €) ist im Wesentlichen durch den nahezu vollständigen Rückgang der Abschreibungen auf Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2019 sowie die Verminderung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bedingt. Gegenläufig hat sich der Rückgang des Beteiligungsergebnisses auf die Entwicklung des Jahresüberschusses ausgewirkt. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 189 Mio. € (Vj.: 202 Mio. €) gesunken. Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 245 Mio. € auf 213 Mio. € ist zum überwiegenden Teil durch ein verbessertes Ergebnis aus Fremdwährung und geringere Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens bedingt. Gegenläufig hat sich die Erfassung von Aufwendungen aus Gewährleistungsverträgen ausgewirkt. Die Höhe des Beteiligungsergebnisses wird maßgeblich durch die Höhe der Gewinnabführung der Bertelsmann Capital Holding GmbH, Gütersloh, geprägt. Im Wesentlichen infolge der Änderung der Dividendenpolitik der RTL Group S.A., Luxemburg, ist die von dieser Gesellschaft vereinnahmte Gewinnabführung um 275 Mio. € gesunken. Dieser Rückgang wurde zum Teil durch den Anstieg der Ergebnisabführungen anderer Tochterunternehmen kompensiert. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen des Vorjahres betrafen im Wesentlichen eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Anteile an der Media Communication S.A.S., Vendin-Le-Vieil. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr 2019 aufgrund eines verminderten zu versteuernden Einkommens des Organkreises auf -60 Mio. € (Vj.: -111 Mio. €) gesunken. Finanz- und Vermögenslage der Bertelsmann SE & Co. KGaADie Bilanzsumme der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat sich von 21.871 Mio. € im Vorjahr auf 22.367 Mio. € erhöht. Die Finanz- und Vermögenslage ist weiterhin durch einen hohen Anteil des Eigenkapitals (44 Prozent) und der Finanzanlagen (76 Prozent) an der Bilanzsumme geprägt. Die Veränderung der Finanzanlagen ist durch die gegenIäufige Entwicklung der Anteile an verbundenen Unternehmen mit einer Zunahme um 552 Mio. € einerseits und der Ausleihungen an verbundene Unternehmen und der Wertpapiere des Anlagevermögens jeweils mit einem Rückgang um 467 Mio. € bzw. 159 Mio. € andererseits bedingt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind aufgrund der Einlage in die Bertelsmann Capital Holding GmbH, Gütersloh, in Höhe von 500 Mio. € gestiegen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind aufgrund der fristgerechten Rückzahlung von Darlehen gesunken. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände steht zu einem wesentlichen Teil im Zusammenhang mit der Rückzahlung von Ausleihungen. Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von 398 Mio. € und verminderte sich um Ausschüttungen an die Anteilseigner in Höhe von 180 Mio. €. Der Anstieg der Verbindlichkeiten auf 11.944 Mio. € (Vj.: 11.767 Mio. €) umfasst mit 616 Mio. € die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Anleihen und Schuldscheindarlehen sind aufgrund der fristgerechten Tilgung zweier Schuldscheindarlehen und einer Floating Rate Note um 310 Mio. € gesunken. Risiken und Chancen der Bertelsmann SE & Co. KGaADa die Bertelsmann SE & Co. KGaA unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Tochtergesellschaften weitgehend mit den Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns verbunden ist, ist die Risiko- und Chancensituation der Bertelsmann SE & Co. KGaA wesentlich von der Risiko- und Chancensituation des Bertelsmann-Konzerns abhängig. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Risiko- und Chancensituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Risiko- und Chancensituation der Bertelsmann SE & Co. KGaA (siehe Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht"). Ausblick der Bertelsmann SE & Co. KGaAAls Muttergesellschaft des Bertelsmann-Konzerns erhält die Bertelsmann SE & Co. KGaA Gewinnausschüttungen und Erträge bzw. Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen von ihren Tochtergesellschaften sowie Erlöse aus Leistungen an diese. Infolgedessen wird die Entwicklung der Bertelsmann SE & Co. KGaA im Wesentlichen durch die Geschäftsentwicklung des Bertelsmann-Konzerns bestimmt (siehe Abschnitt "Prognosebericht"). Abhängigkeitsbericht (Erklärung gemäß § 312 AktG)Der Vorstand der Bertelsmann Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat dem Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA in analoger Anwendung der §§ 278 Abs. 3, 312 Abs. 1 Aktiengesetz einen freiwilligen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt. Der Vorstand erklärt, dass die Bertelsmann SE & Co. KGaA nach den Umständen, die bei der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Zusammengefasste nichtfinanzielle ErklärungDie nachfolgenden Angaben beziehen sich auf die Bertelsmann SE & Co. KGaA und den Bertelsmann-Konzern ("Bertelsmann") mit seinen einbezogenen vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ("Tochtergesellschaften") gemäß § 315c HGB in Verbindung mit §§ 289b bis 289e HGB. Bertelsmann ist in den Kerngeschäftsfeldern Medien, Dienstleistungen und Bildung in rund 50 Ländern aktiv (siehe Abschnitt "Unternehmensprofil"). Verantwortungsvolles Handeln - gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, in der Gesellschaft, im wirtschaftlichen Umfeld und im Umgang mit der Umwelt - ist fest in der Unternehmenskultur von Bertelsmann verankert. Mit seinem Corporate-Responsibility-Management verfolgt Bertelsmann das Ziel, ökonomische Interessen mit sozialen und ökologischen Anliegen innerhalb und außerhalb des Unternehmens in Einklang zu bringen. Die Identifikation relevanter Themen und die Konzeptbeschreibung in dieser nichtfinanziellen Erklärung orientieren sich an den Standards (2016) der Global Reporting Initiative (102 und 103). Zusätzlich erfolgt zur Jahresmitte eine freiwillige Berichterstattung nach den GRI Standards (2016; in Übereinstimmung Option "Kern"). Unternehmensgrundsätze und LeitlinienVoraussetzung für eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Unternehmensführung und Gesellschafter erfolgreich, respekt- und vertrauensvoll zusammenarbeiten, sind gemeinsame Ziele und Grundwerte. Festgeschrieben sind diese in der Unternehmensverfassung sowie in den neu erarbeiteten Bertelsmann Essentials "Kreativität und Unternehmertum", die 2019 vorgestellt wurden. Des Weiteren definiert der Bertelsmann Code of Conduct als verbindliche Leitlinie Standards für gesetzeskonformes und ethisch verantwortungsvolles Handeln innerhalb des Unternehmens sowie gegenüber Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Auch externe Leitlinien sind für Bertelsmann handlungsleitend. Das Unternehmen folgt weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex für gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung sowie den OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen. Bertelsmann bekennt sich zu den Grundsätzen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen und den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation. Als Mitglied des United Nations Global Compact unterstützt Bertelsmann die Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Corporate-Responsibility-ManagementOrganisationDas Gremium für die strategische Weiterentwicklung von Corporate Responsibility bei Bertelsmann ist das CR-Council. Das CR-Council setzt sich zusammen aus dem Personalvorstand und Vertretern der Unternehmensbereiche und befasst sich mit konzernweiten, die Unternehmensstrategie flankierenden CR-Themen sowie der bereichsübergreifenden Koordination der CR-Aktivitäten im Konzern. Auf Konzernebene koordiniert und unterstützt die Abteilung Corporate Responsibility & Diversity Management in enger Zusammenarbeit mit weiteren Konzernfunktionen die Arbeit des CR-Council. Im Sinne der Bertelsmann-Unternehmensstruktur liegt die Verantwortung für die Umsetzung von Corporate Responsibility durch konkrete CR-Maßnahmen und -Projekte bei den lokalen Geschäftsführungen. Die Unternehmensbereiche und Firmen haben - entsprechend den lokalen Erfordernissen - dafür eigene Strukturen und Prozesse implementiert. ThemenfelderZur Identifikation thematischer CR-Schwerpunkte führt Bertelsmann regelmäßig eine "CR-Relevanzanalyse" durch. Dafür werden interne und externe Stakeholder befragt: Die externen Stakeholder schätzen die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit von Bertelsmann auf Themen ein, während die internen Stakeholder deren Geschäftsrelevanz bewerten. Auf diese Weise werden für Bertelsmann besonders relevante Themen zu den Aspekten Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie Umweltbelange identifiziert. Die Betrachtung dieser Themen erfolgt innerhalb der Grenzen des Unternehmens, soweit nicht anders angegeben. Die Gültigkeit der CR-Relevanzanalyse von 2018 wurde 2019 bestätigt. CR-Themen einschließlich nichtfinanzieller Leistungsindikatoren verfügen über keine unmittelbare Geschäftsrelevanz und zählen daher nicht zum wertorientierten Steuerungssystem von Bertelsmann. Aufgrund einer bisher eingeschränkten Messbarkeit können keine unmittelbar quantifizierbaren Aussagen zu Wirkungszusammenhängen und Wertsteigerungen mit Relevanz für den Konzern getroffen werden. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden daher nicht zur Steuerung des Konzerns verwendet (vgl. Abschnitt "Wertorientiertes Steuerungssystem"). RisikenMit den für Bertelsmann relevanten CR-Themen sind eine Reihe von Risiken verbunden. Diese Risiken können sich aus der eigenen Geschäftstätigkeit oder aus Geschäftsbeziehungen sowohl für das Unternehmen selbst wie auch für das Unternehmensumfeld und seine Stakeholder ergeben. Für die im deutschen HGB definierten nichtfinanziellen Aspekte Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Bekämpfung von Korruption und Bestechung, Achtung der Menschenrechte und Umweltbelange waren im Rahmen der Berichterstattung 2019 keine wesentlichen Risiken erkennbar. Ausführungen zu den relevanten Risiken befinden sich im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht". ArbeitnehmerbelangeMotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern nachhaltig Qualität, Innovation und Wachstum. Grundlage der Personalarbeit bei Bertelsmann ist daher das partnerschaftliche Selbstverständnis, wie es in der Unternehmensverfassung und in den Unternehmensgrundsätzen niedergelegt ist. Ergänzende Regelungen werden durch den Bertelsmann Code of Conduct und die Vorstandsrichtlinien zur Personalarbeit getroffen. Hauptverantwortlich für Arbeitnehmerbelange im Konzern ist der Personalvorstand. Er arbeitet eng mit den Personalverantwortlichen aus den Unternehmensbereichen zusammen, die über ein Dotted-Line-Konzept an ihn berichten. Zu seinen Aufgabenschwerpunkten gehören die Festlegung der strategischen HR-Agenda, die Ausrichtung der Führungskräfteentwicklung auf die strategischen Stoßrichtungen des Konzerns, das konzernweite Lernen, die Standardisierung und IT-Unterstützung wichtiger HR-Prozesse, die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und die Umsetzung von Corporate Responsibility im Konzern. Im Jahr 2019 wurden Maßnahmen in den nachfolgenden Themen umgesetzt. MitspracheDen kontinuierlichen Dialog zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Unternehmensführung sieht Bertelsmann als grundsätzliche Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Obwohl Bertelsmann als Medienunternehmen tendenzgeschützt ist und insofern nicht der gesetzlichen Mitbestimmung im Aufsichtsrat unterliegt, stellt das Unternehmen auf freiwilliger Basis den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vier Sitze im Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA zur Verfügung: Davon sind drei Betriebsratsmitglieder und eines ist Mitglied der Bertelsmann Führungskräftevertretung. Zudem verfügen Führungskräfte, Belegschaft, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung und Auszubildende über verschiedene Plattformen, um sich auszutauschen, gemeinsame Themen voranzutreiben und ihre Anliegen einzubringen. Die Bertelsmann Konzerndialogkonferenz beispielsweise dient dem Austausch zwischen Vorstandsvorsitzendem, Personalvorstand und Konzernbetriebsratsmitgliedern aus den Unternehmensbereichen. In bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen wurden im Jahr 2019 neue Dialogformate für Arbeitnehmervertreter und Geschäftsleitungen entwickelt, um die Sozialpartnerschaft weiterzuentwickeln. Weiterhin sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über standardisierte Personalgespräche (Leistungs- und Entwicklungsdialog, Zielvereinbarung, Teamgespräch) sowie durch konzernweite Mitarbeiterbefragungen in die Ausgestaltung ihrer Arbeitsbedingungen eingebunden. Im Jahr 2019 wurde die internationale Mitarbeiterbefragung erstmals ausschließlich online durchgeführt. LernenGroße Herausforderungen wie die fortschreitende Internationalisierung des Konzerns, die digitale Transformation von Medien und Dienstleistungen und der demografische Wandel lassen sich nur mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewältigen. Durch Angebote für lebenslanges Lernen trägt Bertelsmann zum dauerhaften Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei. Mit vier verschiedenen Campus-Bereichen - Strategy, Leadership, Function, Individual - ist die Bertelsmann University die zentrale Learning-Organisation im Unternehmen. Zu den wichtigsten Maßnahmen und deren Umsetzung im Jahr 2019 zählten unter anderem die Weiterentwicklung internationaler Programme in den Feldern Leadership, Strategy und Transformation sowie, vor dem Hintergrund der Fokussierung unserer Unternehmenswerte auf Kreativität und Unternehmertum, Formate zu Themen rund um Kreativität, Innovation und Unternehmertum. Mit dem Start eines neuen, dreijährigen Udacity-Stipendienprogramms mit insgesamt 50.000 Plätzen wurde der Technologie-Fokus in den Themen Data, Cloud und Künstliche Intelligenz weiter verstärkt. Auch die von Bertelsmann in Deutschland angebotenen Ausbildungs- und Studiengänge wurden kontinuierlich weiterentwickelt. Hierbei wurden neue Lerninhalte aufgegriffen, moderne Lernumgebungen geschaffen sowie Ausbildende entsprechend weiterqualifiziert. VielfaltFür Bertelsmann ist die Vielfalt und Verschiedenheit der Belegschaft eine Voraussetzung für Kreativität, Innovation und nachhaltigen Unternehmenserfolg. Dies wird in den Bertelsmann Essentials zum Ausdruck gebracht. Die Diversity-Strategie wird durch die Abteilung Corporate Responsibility & Diversity Management mit Unterstützung einer konzernübergreifenden Arbeitsgruppe umgesetzt. Der Fokus liegt auf den folgenden Dimensionen: Geschlecht, Behinderung, sexuelle Orientierung und Identität, Nationalität und ethnische Herkunft sowie Generationen. Im Group Management Committee, das Ende 2019 aus 16 Mitgliedern (Vj.: 18) bestand, waren zu diesem Zeitpunkt sechs Frauen (Vj.: 6) und sechs Nationalitäten (Vj.: 7) vertreten. Um die Vielfalt auf den Führungsebenen weiter zu steigern, will Bertelsmann bis Ende 2021 über alle Unternehmensbereiche hinweg einen Frauenanteil von einem Drittel im Top- und Senior-Management erreichen. Um diese Zielgröße im Top- und Senior-Management zu erfüllen, wurde der angestrebte Frauenanteil in dem jeweiligen konzernweiten Talent Pool auf ein Drittel festgelegt bzw. im Career Development Pool auf 50 Prozent erhöht. Diese Zielgrößen wurden im Jahr 2019 in allen drei Talent Pools erreicht. Darüber hinaus wurde 2019 der Bertelsmann Aktionsplan Inklusion (2019-2024) in den deutschen Firmen ausgerollt. GesundheitZur Gestaltung eines gesundheitsförderlichen Arbeitsumfelds und zur Vorbeugung arbeitsbedingter Krankheitsrisiken erfolgt der Ausbau eines systematischen Gesundheitsmanagements von Bertelsmann an den deutschen Standorten. Damit betraut ist das Bertelsmann Gesundheitsmanagement, das gemeinsam mit einem funktionsübergreifenden Strategiekreis die deutschlandweite Gesundheitsstrategie verantwortet und entsprechende Aktivitäten koordiniert. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die bereichsübergreifende "Health Community", die sich aus Gesundheitsexperten, Konzernbetriebsratsvorsitzenden, Personalverantwortlichen und Schwerbehindertenvertretern zusammensetzt. Durch gezielte Vernetzung dient sie auch der Verbreitung einheitlicher Standards für alle deutschen Standorte. Im Jahr 2019 wurde die Beratung zu Gesundheitsthemen weiterentwickelt, indem Workshop-Formate und Analyse-Tools in ausgewählten Bertelsmann-Firmen getestet wurden. Faire ArbeitsbedingungenVergütungsfragen sind bei Bertelsmann essenzieller Bestandteil des Themas "faire Arbeitsbedingungen". Als Grundsatz werden konsistente und transparente Vergütungsstrukturen im Konzern etabliert. Dabei soll das Vergütungssystem eine markt-, funktions- und leistungsgerechte Entlohnung unter Berücksichtigung geschäftsspezifischer Eigenheiten gewährleisten. Die bei Bertelsmann und zahlreichen Tochtergesellschaften in Deutschland etablierte Gewinnbeteiligung orientiert sich an denselben Kriterien wie die Bemessung variabler Vergütungsbestandteile von Vorständen und Führungskräften. Eine Vielzahl weiterer Tochtergesellschaften im In- und Ausland haben ähnliche, nach lokalen Anforderungen individuell ausgestaltete Erfolgs- und Gewinnbeteiligungsmodelle. Im Jahr 2019 wurden aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2018 weltweit insgesamt 116 Mio. € an Gewinn- und Erfolgsbeteiligungen ausgeschüttet. SozialbelangeKreative UnabhängigkeitBertelsmann steht für redaktionelle und journalistische Unabhängigkeit sowie für Presse- und künstlerische Freiheit. Das Unternehmen veröffentlicht eine Vielfalt an Meinungen und Positionen. Diese Grundprinzipien der Geschäftsaktivitäten werden im Bertelsmann Code of Conduct festgeschrieben. Bertelsmann versteht diese Unabhängigkeit in zwei Richtungen: Im Innenverhältnis gilt, dass die Geschäftsführungen die Entscheidungen von Künstlern, Redakteuren und Programmverantwortlichen weder beeinflussen noch diese in ihrer künstlerischen oder redaktionellen Freiheit einschränken. Gemäß dem Bertelsmann "Chefredakteursprinzip" obliegen redaktionelle Entscheidungen allein den Inhalteverantwortlichen. Nach außen gilt für das Unternehmen, in seiner Berichterstattung politischer oder wirtschaftlicher Einflussnahme nicht nachzugeben sowie bestehende Regeln zur Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten einzuhalten. Daraus resultiert der Anspruch auf sorgfältige Recherche, qualitativ hochwertige Berichterstattung und Transparenz bei Fehlern. Durch sauberes journalistisches Handwerk entsteht ein Gegengewicht zu sogenannten "Fake News" und Online-Desinformation. Über den Bertelsmann Code of Conduct hinaus setzten 2019 zahlreiche Tochtergesellschaften bzw. deren Redaktionen und Kreativabteilungen die Implementierung eigener Statuten und Regelwerke zur Sicherung der redaktionellen und künstlerischen Unabhängigkeit im Tagesgeschäft fort und entwickelten diese bei Bedarf weiter. Hier geht es vor allem um Sorgfaltspflichten, Persönlichkeitsrechte sowie um den Umgang mit Gewaltdarstellungen und Jugendschutz. InhalteverantwortungBertelsmann bedenkt die Wirkung produzierter und verbreiteter Inhalte, um die Rechte und Interessen der Mediennutzer, Kunden und Dritter bestmöglich zu schützen. Übergeordnete medienethische Prinzipien und Grundsätze sind durch Presse-, Rundfunk- und Multimediagesetze auf nationaler und internationaler Ebene, durch freiwillige Bekenntnisse zu externen Leitlinien, z. B. zu Ethikkodizes nationaler Presseräte, sowie unternehmensintern durch den Bertelsmann Code of Conduct und Redaktionsstatuten festgelegt. Demzufolge verpflichten sich die Inhalteverantwortlichen bei Bertelsmann unter anderem "zur Achtung der Privatsphäre sowie zum korrekten Umgang mit Informationen, Meinungen und Bildern". Bereichsübergreifende Verifizierungsteams tragen mit ihrer Expertise dazu bei, authentische von manipulierten oder aus dem Kontext gerissenen Fotos und Videos zu unterscheiden. Gemäß dem "Chefredakteursprinzip" obliegt die Verantwortung für Medieninhalte allein den Inhalteverantwortlichen in den Redaktionen und Kreativabteilungen der Firmen. Im Bereich Jugendmedienschutz werden, in Übereinstimmung mit nach Medium und Region unterschiedlichen Auflagen, Inhalte bei Bertelsmann daraufhin überprüft, ob sie die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen beeinträchtigen könnten. In diesem Fall treten verschiedene Beschränkungen in Kraft, z. B. Sendezeitbeschränkungen oder Inhalte- bzw. Produktkennzeichnungen. Durch freiwillige Kennzeichensysteme geht Bertelsmann dabei teilweise über Regulierungen hinaus, die auf europäischer und nationaler Ebene insbesondere im Bereich der audiovisuellen Medien bestehen. Weitere spezifische Vorgaben zum Thema Inhalteverantwortung werden durch ergänzende Statuten auf Unternehmensbereichs-, Firmen- und Redaktionsebene getroffen. KundendatenschutzBertelsmann misst dem Schutz von Kundendaten eine große Bedeutung bei. Dazu zählen der Schutz personenbezogener Daten von eigenen Kunden sowie der Schutz personenbezogener Daten, die Bertelsmann von Geschäftspartnern über deren Kunden zur Verfügung gestellt werden. Anliegen des Kundendatenschutzes ist die Wahrung des Rechts, selbst zu bestimmen, wer wann welche Kenntnis über die eigene Person besitzt. Dazu gehört, dass mit personenbezogenen bzw. personenbeziehbaren Informationen nur entsprechend gesetzlichen Vorgaben umgegangen wird und dass diese Informationen vor unbefugtem Zugriff angemessen geschützt werden. Zusätzlich zum Bertelsmann Code of Conduct wird der Kundendatenschutz im Unternehmen unter anderem durch Vorstandsrichtlinien zu den Themen Informationssicherheit und IT-Risikomanagement geregelt. Die Vorstandsrichtlinie zum Thema Datenschutz berücksichtigt die bei Bertelsmann geltenden datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen auf Basis der in der Europäischen Union geltenden Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und zielt auf eine konzernweite Harmonisierung des Datenschutzmanagements bei Bertelsmann ab. Unterstützt wird dies durch ein konzernweites Datenschutzmanagement-IT-System, das insbesondere die Umsetzung der Dokumentations- und Rechenschaftspflichten nach DSGVO adressiert. Die Verantwortung für den Kundendatenschutz liegt bei den Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften. Für die Umsetzung datenschutzrechtlicher Vorgaben verfügen die Tochtergesellschaften in Deutschland über eine Datenschutzorganisation, die aus zentralen Datenschutzbeauftragten und lokalen Datenschutzkoordinatoren besteht. Letztere berichten sowohl an die lokale Geschäftsführung als auch jährlich oder anlassbezogen an die zentralen Datenschutzbeauftragten, die wiederum dem Bertelsmann-Vorstand Bericht erstatten. Bei Tochtergesellschaften außerhalb Deutschlands existiert eine ähnliche Organisation. Ein Information Security Management System (ISMS), basierend auf dem Industriestandard ISO 27001 schafft die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen für eine vertrauliche Datenverarbeitung. Das ISMS beinhaltet eine regelmäßige und strukturierte Erhebung relevanter Prozesse und Verfahren zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Informationssicherheit, eine systematische Erfassung von Risiken sowie die Ableitung und Kontrolle zugehöriger Mitigationsmaßnahmen. Schutz geistigen EigentumsDie Geschäfte von Bertelsmann beinhalten die Entwicklung, die Erstellung, die Übertragung, die Lizenzierung und den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, die als geistiges Eigentum geschützt sind. Für Bertelsmann ist die Wahrung geistigen Eigentums Grundlage des Unternehmenserfolgs. Daher setzt sich das Unternehmen für ein weltweit hohes Schutzniveau im Urheberrecht sowie einen fairen Wettbewerb im digitalen Markt ein. Die konzernweiten Taskforces Copyright mit Vertretern der relevanten Unternehmensbereiche begleiten die aktuellen Entwicklungen zum Urheberrecht und erarbeiten gemeinsame Positionen, beispielsweise zu der EU-Urheberrechtsreform. Achtung der MenschenrechteDurch seine Unternehmensgrundsätze und die Selbstverpflichtung zu externen Leitlinien bekennt sich Bertelsmann zur Achtung und zum Schutz der Menschenrechte im Unternehmen und in seinen Geschäftsbeziehungen. Der Bertelsmann-Vorstand hat ein "Integrity & Compliance"-Programm etabliert und ein Corporate Compliance Committee (CCC) berufen. Das CCC erstattet dem Bertelsmann-Vorstand sowie dem Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrates jährlich einen Compliance-Bericht. Für die laufende Tagesarbeit wurde die Abteilung Integrity & Compliance (I&C) geschaffen, die organisatorisch dem CCC unterstellt ist. I&C unterstützt das CCC bei der Erfüllung seiner Aufgaben und bringt Vorschläge zu erforderlichen Verbesserungen des "Integrity & Compliance"-Programms ein. I&C stellt weltweit sicher, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die wesentlichen gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien, einschließlich solcher zur Achtung der Menschenrechte, informiert sind, und führte auch 2019 die hierfür notwendigen Trainings- und Kommunikationsmaßnahmen durch. Die Einhaltung der Menschenrechte, auch in der Lieferkette, ist durch den Bertelsmann Code of Conduct und den Supplier Code of Conduct ausdrücklich festgeschrieben. Dazu gehören das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, das Verbot von Diskriminierung und Einschüchterung und die Bekräftigung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen. Zusätzlich haben sowohl einzelne Tochtergesellschaften als auch Bertelsmann selbst im Jahr 2019 Statements gemäß dem "UK Modern Slavery Act" veröffentlicht, die alle Formen moderner Sklaverei, von Zwangs- und Kinderarbeit sowie von Ausbeutung und Diskriminierung verurteilen und Maßnahmen zur Vermeidung dieser Menschenrechtsverletzungen darstellen. Diese Statements werden (bei Bedarf) jährlich überarbeitet. Verstöße gegen die hier genannten Prinzipien können bei Bertelsmann durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und durch Dritte über die Meldewege des bestehenden Compliance-Management-Systems angegeben werden. Im Hinblick auf Antidiskriminierung sind außerdem an allen deutschen Standorten Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für das "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" (AGG) ernannt worden, an die sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei vermuteten Verstößen wenden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden über vielfältige Kommunikationskanäle über ihre Rechte nach dem AGG informiert und geschult. Konzernweit wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema Antidiskriminierung in einem E-Learning geschult, um sie zu sensibilisieren und sie auf ihre Rechte hinzuweisen. Diese und weitere internationale Aktivitäten wurden auch 2019 laufend weiterentwickelt. Bekämpfung von Korruption und BestechungSowohl der Bertelsmann Code of Conduct als auch die Bertelsmann-Vorstandsrichtlinie Antikorruption und Integrität verbieten ausdrücklich jegliche Form von Korruption und Bestechung. Dieses Verbot gilt auch für alle Dritten, die für, gemeinsam mit oder im Namen von Bertelsmann tätig werden, wie im Supplier Code of Conduct festgeschrieben. Neben Anweisungen für den Umgang mit Amtsträgern und Leitlinien für das Gewähren oder Annehmen von Zuwendungen im Rahmen von Geschäftsbeziehungen legt die Richtlinie Antikorruption und Integrität angemessene Due-Diligence-Prozesse für den Umgang mit Dritten fest. Eine angemessene Due-Diligence-Prüfung erfolgt je nach individuellem Risikoprofil durch eine entsprechende Risikoklassifizierung. Außerdem beschreibt diese Vorstandsrichtlinie Wege, um vermutete Verstöße zu melden oder um Beratung nachzusuchen, sowie weitere Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle. Die "Richtlinie zum Umgang mit Hinweisen auf Compliance-Verstöße" verankert eine Meldepflicht von vermuteten Verstößen gegen das Korruptionsverbot an das Bertelsmann Corporate Center. Das Thema Korruptionsprävention wird global durch die Abteilung I&C gesteuert und weiterentwickelt. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählten im Jahr 2019 die Beratung und Schulung von Führungskräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Antikorruption sowie der weitere Roll-out des 2017 neu konzipierten E-Learnings zu diesem Thema. Fairer Wettbewerb und KartellrechtBertelsmann bekennt sich zum Wettbewerbsprinzip und verurteilt Kartellrechtsverstöße sowie wettbewerbswidriges Verhalten. Das Unternehmen geht gegen jeden bekannt gewordenen Verstoß vor und konsultiert in kartell- und wettbewerbsrechtlichen Fragen interne oder externe Expertinnen und Experten. Der Bertelsmann-Vorstand hat eine "Konzernrichtlinie zur Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften" erlassen. Es besteht eine Meldepflicht für Kartellverstöße. Die Konzernrechtsabteilung bietet den Unternehmensbereichen, deren Geschäftsführung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Programme zum Kartellrecht an. Ein auch 2019 durchgeführtes, umfangreiches verpflichtendes Schulungsprogramm für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in kartellrechtsrelevanten Bereichen tätig sind, dient der Früherkennung kartellrechtlicher Risiken und der Vermeidung von Kartellrechtsverstößen. UmweltbelangeBertelsmann strebt an, bis 2030 klimaneutral zu werden. Dieses im Dezember 2019 vom Vorstand beschlossene Klimaschutzziel wird von einer im selben Jahr verabschiedeten konzernweiten Leitlinie flankiert, der Bertelsmann Energy & Climate Policy. Das konzernweite Umweltengagement bezieht neben den eigenen Standorten auch relevante Teile der Lieferkette, zum Beispiel Papierlieferanten, externe Druckereien und Energielieferanten mit ein. Die operative Verantwortung für das Energie- und Umweltmanagement sowie für die Umsetzung von Maßnahmen liegt bei den Geschäftsleitungen der Firmen. Die international besetzte "be green"-Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Bertelsmann-Unternehmensbereichen wurde auch 2019 als Plattform für den bereichsübergreifenden Austausch zu Umweltthemen genutzt. Schwerpunkte der Zusammenarbeit liegen in der Ausweitung des Einsatzes von Papier zertifizierten oder recycelten Ursprungs und in der Verringerung von standort-, mobilitäts- und produktbezogenen Treibhausgasemissionen. Die Expertinnen und Experten der "be green"-Arbeitsgruppe koordinieren außerdem die jährliche Umweltdatenerhebung, die 2019 erstmals konzernweit auf Basis einer IT-gestützten Umweltplattform durchgeführt wurde. KonzernabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
KonzernbilanzAktiva
Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Weitere Erläuterungen finden sich im Abschnitt "Akquisitionen und Desinvestitionen". Mit der Erstanwendung des IFRS 16 werden Leasingverbindlichkeiten separat ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2018 sind ausschließlich Beträge ausgewiesen, die nach IAS 17 im Rahmen des Finanzierungsleasings bilanziert wurden. Konzern-Kapitalflussrechnung
Veränderungen der Nettoverbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten
Die Nettoverbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten entsprechen dem Saldo aus den Bilanzposten "Liquide Mittel", "Finanzschulden" und "Leasingverbindlichkeiten". Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
1) Die Kapitalrücklage enthält im
Wesentlichen die bei Ausgabe von Stammaktien über den
Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.
KonzernanhangSegmentinformationen (fortgeführte Aktivitäten)
Weitere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung finden sich unter Textziffer 27 "Segmentberichterstattung".
1) Operating EBITDA in Prozent vom Umsatz.
Überleitung zum Operating EBITDA (fortgeführte Aktivitäten)
Informationen nach geografischen Regionen (fortgeführte Aktivitäten)
Informationen zu Erlösquellen (fortgeführte Aktivitäten)
Allgemeine GrundsätzeDer Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA zum 31. Dezember 2019 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie diesbezüglichen Interpretationen (IFRIC) des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind (EU-IFRS). Ergänzend wurden die nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Millionen Euro (Mio. €). Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang detaillierter ausgewiesen und erläutert. Die Bertelsmann SE & Co. KGaA ist eine in Gütersloh, Deutschland, ansässige Kommanditgesellschaft auf Aktien. Die Anschrift des eingetragenen Firmensitzes ist: Carl-Bertelsmann-Straße 270, 33311 Gütersloh. Bertelsmann ist ein Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen, das in rund 50 Ländern der Welt aktiv ist. Die geografischen Kernmärkte umfassen Westeuropa - vor allem Deutschland, Frankreich sowie Großbritannien - und die USA. Darüber hinaus verstärkt Bertelsmann sein Engagement in Wachstumsregionen wie Brasilien, Indien und China. Zu den Bertelsmann-Unternehmensbereichen gehören die RTL Group (Bewegtbild), Penguin Random House (Bücher), Gruner + Jahr (Zeitschriften), BMG (Musik), Arvato (Dienstleistungen), die Bertelsmann Printing Group (Druck), die Bertelsmann Education Group (Bildung) und Bertelsmann Investments (Fonds). Weitere Erläuterungen zu den Hauptaktivitäten der Bertelsmann SE & Co. KGaA und ihrer Tochterunternehmen sind ausführlich im zusammengefassten Lagebericht dargestellt. Auswirkungen von neuen RechnungslegungsstandardsDie Effekte aus der Erstanwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen waren für den Bertelsmann-Konzern mit Ausnahme des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" unwesentlich. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. IFRS 16 LeasingverhältnisseDer im Januar 2016 veröffentlichte IFRS 16 "Leasingverhältnisse" regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen den Leasingnehmer und führen dazu, dass grundsätzlich alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers als Nutzungsrecht am Leasinggegenstand und als Leasingverbindlichkeit erfasst werden. Eine Ausnahme bilden kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte, für die im Bertelsmann-Konzern keine Nutzungsrechte und keine Leasingverbindlichkeiten angesetzt werden. Der neue Standard ersetzt die bisherige lineare Erfassung von Aufwendungen aus Operating Leases gemäß IAS 17 durch die Erfassung eines Abschreibungsaufwands für das Nutzungsrecht und die Erfassung von Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten. Die Leasingverbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der Erstbilanzierung mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen erfasst. Der Barwert wird unter Anwendung laufzeit-, währungs- und risikospezifischer Grenzfremdkapitalzinssätze ermittelt. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert. Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Anschaffungskosten beinhalten den Betrag der erfassten Leasingverbindlichkeiten, die anfänglichen direkten Kosten und die geleisteten Leasingzahlungen, die am oder vor dem Beginn des Leasingverhältnisses geleistet wurden, abzüglich der erhaltenen Leasinganreize. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 16 nach dem modifiziert retrospektiven Ansatz. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperiode wurden dementsprechend nicht angepasst. Die neuen Rechnungslegungsvorschriften wurden im Zeitpunkt der Umstellung auf sämtliche Verträge angewendet, die zuvor als Leasingverträge unter Anwendung von IAS 17 und IFRIC 4 identifiziert waren. Bei der Beurteilung von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen wurden aktuelle Erkenntnisse zum Erstanwendungszeitpunkt berücksichtigt. Die Leasingverbindlichkeit zum 1. Januar 2019 wurde mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen unter Anwendung laufzeit-, währungs- und risikospezifischer Grenzfremdkapitalzinssätze angesetzt. Ausgangspunkt für die Ermittlung der Grenzfremdkapitalzinssätze sind risikofreie länder- und laufzeitspezifische Zinssätze für Staatsanleihen. Diese Zinssätze werden um einen spezifischen Risikozuschlag für die Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie um einen leasingspezifischen Risikoaufschlag ergänzt. Der leasingspezifische Risikoaufschlag berücksichtigt insbesondere, dass die Leasingverträge nicht durch die Bertelsmann SE & Co. KGaA selbst, sondern durch deren Tochtergesellschaften abgeschlossen werden, sowie das unterschiedliche Zahlungsprofil eines Leasingvertrages im Gegensatz zu einer endfälligen Staatsanleihe. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz, mit dem die Leasingverbindlichkeit zum 1. Januar 2019 angesetzt wurde, betrug 3,0 Prozent. Ausgehend von den Miet- und Leasingverpflichtungen für bereits genutzte Immobilien und Mobilien zum 31. Dezember 2018 ergab sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019:
Für einzelne Immobilienmietverträge wurde das Nutzungsrecht in der Höhe angesetzt, als ob IFRS 16 schon ab dem Zeitpunkt der Bereitstellung der Immobilie angewendet worden wäre. In allen übrigen Fällen entsprachen die Nutzungsrechte zum Erstanwendungszeitpunkt dem Betrag der zugehörigen Leasingverbindlichkeit, angepasst um Beträge für im Voraus geleistete oder abgegrenzte Leasingzahlungen. Darüber hinaus wurde das Nutzungsrecht um diejenigen Beträge korrigiert, die zum 31. Dezember 2018 als Rückstellungen aus belastenden Leasingverträgen in Höhe von 28 Mio. € in der Bilanz angesetzt waren. Auf einen Werthaltigkeitstest der Nutzungsrechte im Zeitpunkt der Erstanwendung wurde in diesem Zusammenhang verzichtet. Bei der Bewertung der Nutzungsrechte zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung blieben die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt. Außerdem wurden die neuen Vorschriften in Einzelfällen nicht auf solche Leasingverhältnisse angewendet, deren Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019 endet. Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 zum 1. Januar 2019 wurden Nutzungsrechte in Höhe von 1.245 Mio. € (einschließlich 35 Mio. € aus zum 31. Dezember 2018 bestehenden Finanzierungsleasingverhältnissen) und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 1.369 Mio. € (einschließlich 39 Mio. € aus zum 31. Dezember 2018 bestehenden Finanzierungsleasingverhältnissen) erfasst. Der kumulierte Effekt der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 in Höhe von -50 Mio. € wurde ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Die Leasingverhältnisse betreffen in weit überwiegendem Umfang Mietimmobilien in den Unternehmensbereichen RTL Group, Penguin Random House und Arvato. Darüber hinaus existieren Leasingverhältnisse über technische Anlagen und Maschinen, Fahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die geänderte Erfassung von Aufwendungen aus Leasingverhältnissen führt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung durch den Ersatz der bislang in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassten Aufwendungen aus Operating Leases sowohl durch Abschreibungen auf Nutzungsrechte als auch durch sonstige finanzielle Aufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit im Finanzergebnis zu einer Erhöhung des Operating EBITDA um geschätzt 0,3 Mrd. € im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018. Durch die geänderte Erfassung von Leasingzahlungen in der Konzern-Kapitalflussrechnung ergibt sich im Geschäftsjahr 2019 eine Verbesserung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verringerte sich entsprechend. Detaillierte Erläuterungen zu den in Übereinstimmung mit IFRS 16 seit dem 1. Januar 2019 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Leasingbilanzierung finden sich auf Seite 65. Weitere Angaben zu Nutzungsrechten finden sich unter Textziffer 10 "Sachanlagen und Nutzungsrechte" und zu Leasingverbindlichkeiten unter Textziffer 22 "Leasingverbindlichkeiten". Auswirkungen von zukünftig verpflichtend anzuwendenden RechnungslegungsstandardsDer Bertelsmann-Konzern hat keine vom IASB oder IFRS IC veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards, Interpretationen oder Änderungen vorzeitig angewendet. KonsolidierungKonsolidierungsgrundsätzeDer Bertelsmann-Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens sowie von dessen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen. Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von der Bertelsmann SE & Co. KGaA gemäß IFRS 10 beherrscht werden. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn Bertelsmann die Möglichkeit der Beherrschung verliert. Der Gewinn oder Verlust und jede Komponente des Gesamtergebnisses werden den Anteilseignern des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet, auch wenn dadurch die nicht beherrschenden Anteile einen Negativsaldo aufweisen. Unternehmenszusammenschlüsse werden entsprechend IFRS 3 nach der Erwerbsmethode bilanziert. Anteile nicht beherrschender Anteilseigner werden mit den anteiligen beizulegenden Zeitwerten der Vermögenswerte und Schulden bewertet. Wenn die übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses oder die den identifizierbaren Vermögenswerten und übernommenen Schulden des erworbenen Unternehmens zuzuweisenden beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung nur provisorisch bestimmt werden können, wird der Unternehmenszusammenschluss mittels dieser provisorischen Werte bilanziert. Die Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 3.45 unter Berücksichtigung des Bewertungszeitraums von einem Jahr. Vergleichsinformationen für Berichtsperioden vor Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung werden so dargestellt, als wären sie bereits zum Erwerbszeitpunkt vollzogen. Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert. Nach dem Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens erfolgt dessen Endkonsolidierung entsprechend den Vorschriften des IFRS 10. Alle an dem ehemaligen Tochterunternehmen weiterhin gehaltenen Anteile sowie alle von dem ehemaligen oder an das ehemalige Tochterunternehmen geschuldeten Beträge werden ab dem Zeitpunkt des Beherrschungsverlustes gemäß den anzuwendenden IFRS bilanziert. Gemeinschaftsunternehmen gemäß IFRS 11 und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf die Bertelsmann maßgeblichen Einfluss ausübt. Dies ist regelmäßig bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 Prozent der Fall. Bei geringerem Anteilsbesitz wird die Bilanzierung nach der Equity-Methode durch das Vorliegen eines maßgeblichen Einflusses nach IAS 28.6 begründet. Bei einem Übergang von der Bilanzierung als Finanzinvestition hin zu der Equity-Methode werden die Vorschriften des IFRS 3 analog angewendet, sodass der beizulegende Zeitwert der Altanteile im Übergangszeitpunkt in die Anschaffungskosten der at-equity bilanzierten Beteiligung einfließt. Die Differenz zwischen Zeitwert und Buchwert der Altanteile wird ergebniswirksam erfasst. Das Portfolio der vom Unternehmensbereich Bertelsmann Investments gehaltenen Beteiligungen umfasst unter anderem Anteile an assoziierten Unternehmen, die nach IAS 28.18 in Verbindung mit IFRS 9 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Bei der Anwendung der Equity-Methode auf ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen, das eine Investmentgesellschaft ist, behält Bertelsmann, das selbst keine Investmentgesellschaft ist, in der Regel die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert bei, die das Beteiligungsunternehmen auf seine Beteiligungen an Tochterunternehmen anwendet. Unwesentliche Beteiligungen werden im Bertelsmann-Konzern unter Berücksichtigung von IFRS 9 dargestellt. KonsolidierungskreisBertelsmann ist an der RTL Group mit 75,4 Prozent und an Penguin Random House mit 75 Prozent als Mehrheitsgesellschafter beteiligt. Gruner + Jahr, BMG, Arvato, die Bertelsmann Printing Group und die Bertelsmann Education Group sowie Bertelsmann Investments gehören jeweils zu 100 Prozent zu Bertelsmann. Zusammensetzung Konsolidierungskreis
1) Einschließlich der Bertelsmann SE &
Co. KGaA.
Entwicklung Konsolidierungskreis
Nicht im Konsolidierungskreis enthalten sind 191 (Vj.: 209) Unternehmen. Diese setzen sich zusammen aus den im Portfolio des Unternehmensbereichs Bertelsmann Investments befindlichen assoziierten Unternehmen sowie Unternehmen ohne nennenswerten Geschäftsbetrieb und mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertelsmann-Konzerns. Die vollständige Liste des Anteilsbesitzes des Bertelsmann-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB wird als Anlage zum vorliegenden Konzernabschluss im Bundesanzeiger veröffentlicht und auf der Hauptversammlung ausgelegt. Akquisitionen und DesinvestitionenIm Geschäftsjahr 2019 betrug der Cashflow aus Akquisitionstätigkeit insgesamt -317 Mio. € (Vj.: -556 Mio. €), davon entfielen auf die Neuerwerbe des Berichtsjahres nach Abzug erworbener liquider Mittel -293 Mio. € (Vj.: -508 Mio. €). Die übertragene Gegenleistung im Sinne von IFRS 3 belief sich auf insgesamt 326 Mio. € (Vj.: 375 Mio. €) unter Berücksichtigung von bedingten Bestandteilen in Höhe von 3 Mio. € (Vj.: 8 Mio. €). Des Weiteren wurden im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben Put-Optionen in Höhe von 8 Mio. € (Vj.: 9 Mio. €) bilanziert. Im April 2019 übernahm Penguin Random House 100 Prozent der Anteile an dem britischen Kinderbuchverlag Little Tiger Group mit Sitz in London, Großbritannien. Die aus fünf Imprints bestehende Little Tiger Group ist vor allem im Vorschulbereich aktiv und wird eng mit dem Bereich Random House Children's Books zusammenarbeiten. Mit der Übernahme baut Penguin Random House seine führende Stellung im englischsprachigen Kinder- und Jugendbuchbereich weiter aus. Die übertragene Gegenleistung betrug 40 Mio. € und setzt sich zusammen aus einer bereits geleisteten Kaufpreiszahlung in Höhe von 38 Mio. € sowie einer bedingten Gegenleistung in Höhe von 2 Mio. €. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16 Mio. €, der hauptsächlich auf eine verbesserte Distribution über Penguin Random House Publisher Services und Umsatzsteigerungen in neuen internationalen Märkten zurückzuführen ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig und wurde innerhalb des Unternehmensbereichs Penguin Random House der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Penguin Random House Venture zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2019 betrugen die mit der Transaktion verbundenen Aufwendungen weniger als 1 Mio. € und wurden ergebniswirksam erfasst. Im September 2019 erwarb die zur RTL Group gehörende Groupe M6 100 Prozent der Anteile an Jeunesse TV SAS, Lagardère Thématiques SAS (umbenannt in Jeunesse Thématiques SAS) und LTI Vostok LLC (zusammen "Gulli"). Die Übernahme eröffnet Groupe M6 die strategische Möglichkeit, ihr Angebot für Familien zu ergänzen und ihre Gesamtposition zu stärken, insbesondere durch die Marke Gulli. Die übertragene Gegenleistung belief sich nach Abzug erworbener liquider Mittel auf 214 Mio. €. Zum Zeitpunkt der Feststellung des Konzernabschlusses befand sich die Kaufpreisallokation in einem sehr vorläufigen Stadium. Insbesondere die Bewertungen sind noch nicht finalisiert. Daher wurden die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, insbesondere der immateriellen Vermögenswerte, und der erworbenen Verbindlichkeiten nur vorläufig bestimmt und nicht entsprechend erfasst. Die Bilanzierung des Erwerbs wird im Jahr 2020, innerhalb eines Jahres nach dem Erwerbszeitpunkt, auf Grundlage von Fakten und Umständen, die zum Zeitpunkt der Übernahme der Kontrolle existierten, finalisiert. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich ein vorläufiger Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 193 Mio. €, der steuerlich nicht abzugsfähig ist, wobei der Geschäfts- oder Firmenwert innerhalb des Unternehmensbereichs RTL Group der zahlungsmittelgenerierenden Groupe M6 zugeordnet wurde. Im Geschäftsjahr 2019 betrugen die mit der Transaktion verbundenen Aufwendungen weniger als 1 Mio. € und wurden ergebniswirksam erfasst. Außerdem tätigte der Bertelsmann-Konzern im Geschäftsjahr 2019 mehrere Akquisitionen, die für sich genommen und in Summe nicht wesentlich waren. Nach Abzug erworbener liquider Mittel erfolgten für diese Akquisitionen Zahlungen in Höhe von -44 Mio. €, die übertragene Gegenleistung im Sinne von IFRS 3 belief sich für diese Akquisitionen auf 62 Mio. € unter Berücksichtigung von bedingten Bestandteilen in Höhe von 1 Mio. €. Aus den sonstigen Akquisitionen entstanden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 40 Mio. €, die Synergiepotenziale widerspiegeln und steuerlich teilweise abzugsfähig sind. Die mit diesen Transaktionen verbundenen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2019 3 Mio. € und wurden ergebniswirksam erfasst. Die Kaufpreisallokationen berücksichtigen sämtliche bis zur Aufstellung dieses Abschlusses verfügbaren Informationen über Fakten und Umstände, die zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt bestanden. Soweit innerhalb des zwölfmonatigen Bewertungszeitraums nach IFRS 3 weitere solche Fakten und Umstände bekannt werden, erfolgt eine entsprechende Anpassung der Kaufpreisallokation. Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden der Akquisitionen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Basis der derzeit zum Teil vorläufigen Kaufpreisallokationen können der folgenden Tabelle entnommen werden: Auswirkungen der Akquisitionen
Sämtliche im Geschäftsjahr 2019 getätigten Neuerwerbe im Rahmen des IFRS 3 trugen seit der Erstkonsolidierung 186 Mio. € zum Umsatz und 10 Mio. € zum Konzernergebnis bei. Bei Einbeziehung dieser Neuerwerbe ab dem 1. Januar 2019 hätten diese 246 Mio. € zum Umsatz und 13 Mio. € zum Konzernergebnis beigetragen. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen beläuft sich zum Erwerbszeitpunkt auf 94 Mio. €. Davon entfallen 88 Mio. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie 6 Mio. € auf sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 10 Mio. € wertberichtigt, sodass der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 98 Mio. € beträgt. Die sonstigen Forderungsposten wurden nicht wertberichtigt, sodass der beizulegende Zeitwert dem Bruttobetrag entspricht. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden erfolgt bei der Anwendung des IFRS 3 vorrangig nach dem marktpreisorientierten Verfahren. Danach werden Vermögenswerte und Schulden mit ihren an einem aktiven Markt feststellbaren Preisen bewertet. Ist eine Bewertung nach dem marktpreisorientierten Verfahren nicht möglich, wird in der Regel das kapitalwertorientierte Verfahren herangezogen. Danach ergibt sich der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld als Barwert der zukünftig zufließenden bzw. abfließenden Zahlungen (Cashflows). Im November 2018 erwarb die Bertelsmann Education Group 100 Prozent der Anteile an dem US Online-Bildungsanbieter OnCourse Learning. Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenserwerbs war im letzten Geschäftsjahr noch nicht abgeschlossen. In Übereinstimmung mit IFRS 3.49 wurde der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Übernahme von OnCourse Learning um 17 Mio. € auf 380 Mio. € erhöht. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung der übertragenen Gegenleistung in Höhe von 16 Mio. € und aus weiteren geringfügigen Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 1 Mio. €. Die Vorjahreswerte in der Konzernbilanz wurden entsprechend angepasst. Im April 2019 veräußerte die zur RTL Group gehörende Mediengruppe RTL Deutschland ihre Anteile an der Universum Film GmbH ("Universum"), einem Home-Entertainment- und Kinoverleihunternehmen, für 91 Mio. €. Aus der Veräußerung resultierte nach Abzug von Verkaufsnebenkosten ein Gewinn in Höhe von 63 Mio. €, der in dem Posten "Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen" ausgewiesen wird. Im Mai 2019 veräußerte die Bertelsmann Education Group ihre Mitgliedschaftsanteile an OnCourse Learning Financial Services und im darauffolgenden Monat ihre Anteile an OnCourse Learning Real Estate (zusammen "OCL-Einheiten") für insgesamt 123 Mio. €. Aus den Transaktionen resultierte nach Abzug von Verkaufsnebenkosten insgesamt ein Gewinn in Höhe von 10 Mio. €, der in der Position "Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen" ausgewiesen wird. Im Rahmen der gesamten Desinvestitionen erzielte der Bertelsmann-Konzern nach Berücksichtigung abgehender liquider Mittel Zahlungsströme in Höhe von 228 Mio. € (Vj.: 113 Mio. €). Die Desinvestitionen haben zu einem Gewinn aus Endkonsolidierung in Höhe von 72 Mio. € (Vj.: -4 Mio. €) geführt, der in dem Posten "Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen" ausgewiesen wird. Ihre Auswirkungen auf die Vermögenswerte und Schulden des Bertelsmann-Konzerns zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung zeigt die nachfolgende Tabelle: Auswirkungen der Desinvestitionen
Nicht fortgeführte AktivitätenDas Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten von 1 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) umfasst Nachlaufeffekte im Zusammenhang mit dem Verkauf von Gesellschaften des ehemaligen Unternehmensbereichs Direct Group. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen VermögenswertenDie Buchwerte der als zur Veräußerung gehaltenen klassifizierten Vermögenswerte und zugehörigen Schulden sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und zugehörige Schulden
Die Buchwerte der als zur Veräußerung gehaltenen klassifizierten Vermögenswerte und zugehörigen Schulden entfallen zum 31. Dezember 2019 im Wesentlichen auf den Unternehmensbereich RTL Group. Die RTL Group führt aktuell Verkaufsverhandlungen mit der Global Savings Group über den Verkauf seines Cashback-Unternehmens iGraal. Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2020 erwartet. Bei Veräußerungsgruppen, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet wurden, wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 7 Mio. € erfasst, die auf geplante oder erfolgte Veräußerungen im Unternehmensbereich Gruner + Jahr entfallen. Die beizulegenden Zeitwerte sind der Stufe 3 der Hierarchie der nicht wiederkehrenden beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen. Die Bewertungen der Stufe 3 basieren auf den Informationen der Vertragsverhandlungen. Die ergebniswirksam erfassten Wertminderungsaufwendungen sind in dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. FremdwährungsumrechnungTransaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung eines Tochterunternehmens abweichende Währung lauten, werden in der funktionalen Währung mit dem Umrechnungskurs am Tag ihrer erstmaligen Bilanzierung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der funktionalen Währung mit dem dann gültigen Stichtagskurs bewertet. Gewinne und Verluste aus diesen Fremdwährungsbewertungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Bilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die in Fremdwährung aufgestellt wurden, werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet, bevor sie in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden in die Berichtswährung erfolgt zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag, während die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet wird. Unterschiede aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Solche Differenzen entstehen bei der Umrechnung von Bilanzposten zu einem Stichtagskurs, der vom vorherigen Stichtagskurs abweicht, sowie durch den Unterschied zwischen Durchschnitts- und Stichtagskurs bei der Umrechnung des Konzernergebnisses. Zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die bis zu diesem Zeitpunkt im sonstigen Ergebnis erfasst und in einem separaten Bestandteil des Eigenkapitals kumuliert wurden, vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Für die aus der Sicht des Bertelsmann-Konzerns wichtigsten Fremdwährungen wurden für Zwecke der Währungsumrechnung folgende Euro-Wechselkurse zugrunde gelegt: Euro-Wechselkurse der wichtigsten Fremdwährungen
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErtrags- und AufwandsrealisierungUmsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden gemäß IFRS 15 erfasst. Danach werden anhand eines fünfstufigen vertragsbasierten Modells zunächst die relevanten Verträge mit Kunden identifiziert und abgegrenzt. Anschließend werden die im Vertrag explizit oder implizit vereinbarten separaten Leistungsverpflichtungen identifiziert und das Vertragswerk wird auf fixe und variable Vergütungsbestandteile untersucht, um auf dieser Grundlage den jeweiligen Transaktionspreis zu bestimmen. Dabei werden mögliche Restriktionen der Schätzbarkeit von variablen Gegenleistungen angemessen berücksichtigt. Sofern in einem Vertragswerk mehr als eine separate Leistungsverpflichtung identifiziert wird, erfolgt anschließend die Allokation des Transaktionspreises auf die definierten Leistungsverpflichtungen nach der Methode der relativen Einzelveräußerungspreise, die in der Regel als Preise auf den für die jeweiligen Kunden relevanten Märkten bestimmt werden. Die Umsatzrealisierung erfolgt bei der Erfüllung der Leistungsverpflichtung in Abhängigkeit von dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell entweder zeitpunkt- oder zeitraumbezogen. Sofern erforderlich, werden auch die im IFRS 15 dargestellten umfangreichen Prinzipal-Agent-Überlegungen angemessen in der Vertragsanalyse berücksichtigt. Die Gewichtung der fünf Stufen hängt von der Ausgestaltung des jeweiligen Geschäftsmodells ab. Auf Basis der zugrunde liegenden Erlösquellen im Bertelsmann-Konzern werden im Rahmen der Umsatzrealisierung folgende wesentliche Aspekte beachtet:
IFRS 15 sieht Erleichterungen vor, von denen im Bertelsmann-Konzern die folgenden angewendet werden:
Einzahlungen, die vor Erfüllung der entsprechenden Leistungsverpflichtung erzielt werden, werden als Vertragsverbindlichkeit ausgewiesen. Sofern vertragliche Regelungen die Fakturierung bereits erbrachter Leistungen kausal davon abhängig machen, dass zunächst weitere Leistungen zu erbringen sind, wird ein Vertragsvermögenswert bilanziert. Forderungen aus Kundenverträgen sind in der Regel in weniger als zwölf Monaten fällig. Zinserträge und -aufwendungen im Zusammenhang mit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in Übereinstimmung mit IFRS 9 periodengerecht erfasst. Dividenden werden erst dann erfolgswirksam erfasst, wenn das Recht auf Zahlung der Dividende begründet ist. Übrige Erträge werden erfasst, wenn der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich und der Betrag verlässlich bestimmbar ist. Aufwendungen werden nach sachlichen oder zeitlichen Kriterien abgegrenzt. Geschäfts- oder FirmenwerteDer aus einem Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird bei dem erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, in den Folgeperioden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) gemäß IAS 36 unterzogen. Im Bertelsmann-Konzern werden Werthaltigkeitstests auf Geschäfts- oder Firmenwerte wie im Abschnitt "Wertminderungen" erläutert durchgeführt. Sonstige immaterielle VermögenswerteSelbst erstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Herstellungskosten gemäß IAS 38 bilanziert, wenn dafür die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden ebenfalls gemäß IAS 38 mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bilanziert. Der erstmalige Ansatz von immateriellen Vermögenswerten, die im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden, erfolgt gemäß IFRS 3 zum beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer grundsätzlich linear über deren Nutzungsdauer. Wertminderungen und Wertaufholungen werden gemäß den Vorschriften des Impairment-Tests gemäß IAS 36 vorgenommen. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt für aktivierte Software in der Regel drei bis fünf Jahre, für erworbene Kundenbeziehungen zwei bis 15 Jahre, für Warenzeichen, Musik- und Verlagsrechte drei bis 25 Jahre. Lizenzen werden linear entsprechend der Vertragslaufzeit oder leistungsabhängig (im Verhältnis der in der Berichtsperiode erzielten Nutzungserlöse zu den gesamten geschätzten Nutzungserlösen für die gesamte Nutzungsdauer) abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung. Stattdessen werden sie mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen und gegebenenfalls auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. SachanlagenSachanlagen werden gemäß IAS 16 bilanziert und zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts. Im Geschäftsjahr 2019 lagen den planmäßigen Abschreibungen in der Regel folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben. WertminderungenGeschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zum 31. Dezember eines jeden Jahres sowie anlassbezogen auf Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft. Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer sowie Sachanlagen und Nutzungsrechte werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 36 nur dann einem Werthaltigkeitstest unterzogen, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Eine Wertminderung gemäß IAS 36 liegt vor, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag überschreitet. Der erzielbare Betrag wird dabei als der jeweils höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert ermittelt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und der Nutzungswert werden in der Regel unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt, die auf im Rahmen von Unternehmensplanungen ermittelten zukünftigen Cashflow-Prognosen basiert. Infolge der Einführung von IFRS 16 wurden die Modelle zur Ermittlung des erzielbaren Betrags und des Buchwertes entsprechend angepasst. Korrespondierend zur Berücksichtigung der bilanzierten Nutzungsrechte im Rahmen der Bestimmung des Buchwertes, werden die Leasingzahlungen bei der Bestimmung des erzielbaren Betrages nicht in Abzug gebracht. Darüber hinaus ergeben sich Auswirkungen auf die Kapitalkosten infolge einer IFRS-16-bedingten Änderung des Verschuldungsgrades der herangezogenen Vergleichsunternehmen. Bei zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten wird ausschließlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten als Vergleichsmaßstab herangezogen. Bei der Bestimmung des Nutzungswerts bleiben geschätzte künftige Mittelzuflüsse bzw. Mittelabflüsse, die aus künftigen Restrukturierungen oder aus der Verbesserung bzw. Erhöhung der Ertragskraft der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten resultieren, unberücksichtigt, es sei denn, die zahlungsmittelgenerierende Einheit hat sich am Bilanzstichtag zu einer Restrukturierung verpflichtet und eine entsprechende Rückstellung gebildet. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist, sofern ein aktiver Markt besteht, der Marktpreis oder gegebenenfalls der Preis der jüngsten vergleichbaren Transaktion heranzuziehen. Liegt kein aktiver Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten in der Regel unter Anwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Sofern den Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden die Wertminderungen anhand der Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt, zu denen die Vermögenswerte gehören. Die prognostizierten Cashflows werden den unternehmensinternen Planungen, die drei Detailperioden umfassen, entnommen und in der Regel um zwei weitere Detailplanungsperioden ergänzt. Die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden werden durch eine ewige Rente unter Berücksichtigung individueller geschäftsspezifischer Wachstumsraten abgebildet. Die Abzinsung erfolgt grundsätzlich mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Für zahlungsmittelgenerierende Einheiten mit unterschiedlichen Risikoprofilen werden spezifische WACC abgeleitet. Der Bertelsmann-Konzern führt für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Sensitivitätsanalysen durch, insbesondere für diejenigen, bei denen die Spanne zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Buchwert gering ist. Sind die Gründe für einen Wertminderungsaufwand, der in früheren Perioden erfasst worden ist, entfallen, werden Zuschreibungen bis zu dem Betrag vorgenommen, der sich ergeben hätte, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Letztere Regelung gilt nicht für Geschäfts- oder Firmenwerte. Sowohl der Wertminderungsaufwand als auch eine Zuschreibung werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. LeasingGrundsätzlich werden für alle Leasingverhältnisse, bei denen der Bertelsmann-Konzern Leasingnehmer ist, die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz als Nutzungsrecht am Leasinggegenstand und als Leasingverbindlichkeit erfasst. Die Leasingverbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt der Erstbilanzierung mit dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen erfasst. Die Leasingzahlungen umfassen fixe Zahlungen abzüglich vom Leasinggeber zu leistender Leasinganreize, variable Zahlungen, die an einen Index oder einen Zins gekoppelt sind, erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien, den Ausübungspreis einer Kaufoption, sofern deren Ausübung hinreichend sicher ist, und Vertragsstrafen für die Kündigung von Leasingverhältnissen, sofern in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass die Kündigungsoption in Anspruch genommen wird. Variable, vom Umsatz abhängige Leasingzahlungen werden in der Periode ergebniswirksam erfasst, wenn die Bedingungen für die Zahlungen eingetreten sind. Der Barwert wird unter Anwendung laufzeit-, währungs- und risikospezifischer Grenzfremdkapitalzinssätze ermittelt. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert. Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungskosten beinhalten den Betrag der erfassten Leasingverbindlichkeiten, die anfänglichen direkten Kosten und die geleisteten Leasingzahlungen, die am oder vor dem Beginn des Leasingverhältnisses geleistet wurden, abzüglich der erhaltenen Leasinganreize. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte, für die im Bertelsmann-Konzern keine Nutzungsrechte und keine Leasingverbindlichkeiten angesetzt werden. Für solche Leasingverhältnisse werden die Zahlungen linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Finanzielle VermögenswerteGemäß dem IFRS 9 Klassifizierungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte wird im Bertelsmann-Konzern zwischen drei Klassifizierungskategorien für finanzielle Vermögenswerte unterschieden:
Die Zuordnung in die jeweilige Klassifizierungskategorie erfolgt auf Basis folgender Kriterien:
Der erstmalige Ansatz der finanziellen Vermögenswerte erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Transaktionskosten werden bei den finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unmittelbar im Gewinn und Verlust als Aufwand erfasst. Die Folgebewertung von Finanzinstrumenten erfolgt in Abhängigkeit von den Klassifizierungskategorien:
Wertminderung und Bewertung erwarteter Verluste: Bertelsmann wendet für Fremdkapitalinstrumente, deren Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt, und für Vertragsvermögenswerte das Expected-Credit-Loss(ECL)-Modell gemäß IFRS 9 an. Danach hängt die Höhe der als Risikovorsorge für erwartete Kreditausfälle erfassten Wertberichtigung grundsätzlich davon ab, inwieweit sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz verschlechtert hat. Gemäß dem sogenannten allgemeinen Ansatz wird zwischen folgenden beiden Bewertungsebenen unterschieden:
Ein Ausfall des finanziellen Vermögenswerts wird spätestens dann angenommen, wenn die Vertragspartei die Vornahme von vertraglichen Zahlungen innerhalb von 90 Tagen nach Fälligkeit versäumt, es sei denn es liegen angemessene und belastbare Informationen vor, die einen anderen Überfälligkeitszeitpunkt begründen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wendet Bertelsmann zur Bewertung erwarteter Kreditausfälle eine vereinfachte Vorgehensweise an. Nach dieser bemisst sich die Wertberichtigung an den über die Laufzeit erwarteten Kreditverlusten. Dazu wurden Wertberichtigungsmatrizen auf Basis historischer Forderungsausfälle, Laufzeitbänder und erwarteter Kreditausfälle erstellt. Die Bildung der Wertberichtigungsmatrizen erfolgte unternehmensbereichs- bzw. Business-Unit-spezifisch für Forderungsgruppen, die jeweils ähnliche Ausfallmuster aufweisen. Darüber hinaus werden separate Risikobeurteilungen vorgenommen. Die Vertragsvermögenswerte weisen im Wesentlichen die gleichen Risikoeigenschaften auf wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für gleichartige Verträge, sodass die erwarteten Ausfallraten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch eine angemessene Annäherung an die Ausfallraten für das Vertragsvermögen darstellen. Bewertung zum beizulegenden ZeitwertBei finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, hängt das angewendete Bewertungsverfahren davon ab, welche Inputfaktoren jeweils vorliegen. Wenn notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte ermittelt werden können, werden diese zur Bewertung herangezogen (Stufe 1). Wenn dies nicht möglich ist, werden die beizulegenden Zeitwerte vergleichbarer Markttransaktionen herangezogen sowie finanzwirtschaftliche Methoden, basierend auf beobachtbaren Marktdaten, verwendet (Stufe 2). Sofern die beizulegenden Zeitwerte nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren, werden sie mithilfe anerkannter finanzmathematischer Methoden oder auf Basis von beobachtbaren erzielbaren Preisen im Rahmen von zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des jeweiligen Unternehmens ermittelt (Stufe 3). VorräteVorräte, darunter Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren, werden gemäß IAS 2 bilanziert und am Bilanzstichtag grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Gleichartige Vorräte werden zu Durchschnittskosten oder nach dem FIFO-Verfahren (first in, first out) bewertet. Darüber hinaus werden im Vorratsvermögen alle kurzfristigen Film-, Fernseh- und ähnlichen Rechte ausgewiesen, die zur Ausstrahlung oder zum Verkauf im normalen operativen Geschäftszyklus bestimmt sind. Dazu gehören insbesondere sich in der Produktion befindende Film- und Fernsehformate, Koproduktionen sowie erworbene Senderechte. Der Ansatz zum Bilanzstichtag erfolgt auch hier mit dem niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert. Der Verbrauch von Film- und Fernsehrechten erfolgt mit Beginn der ersten Ausstrahlung und ist entweder von der Anzahl der geplanten Ausstrahlungen oder von den erwarteten Umsatzerlösen abhängig. Der ausstrahlungsbedingte Verbrauch bei den Film- und Fernsehrechten ist wie folgt:
Der Verbrauch von Vorräten und von kurzfristigen Film- und Fernsehrechten, Bestandsveränderungen aus unfertigen und fertigen Erzeugnissen und andere aktivierte Eigenleistungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Materialaufwand" erfasst. ErtragsteuernIn Übereinstimmung mit IAS 12 werden laufende Ertragsteuern auf Basis des jeweiligen gesellschaftsspezifischen steuerlichen Einkommens des Geschäftsjahres ermittelt. Bei der Berechnung laufender und latenter Steuern werden die anwendbaren steuerlichen Gesetze und steuerlichen Rechtsprechungen der jeweiligen Länder berücksichtigt, in denen die konsolidierten Konzerngesellschaften ihren Sitz haben. Laufende und latente Steuern werden im Falle von bestehenden steuerlichen Organschaften und von steuertransparenten Gesellschaften in Übereinstimmung mit den jeweils anzuwendenden steuerlichen Anforderungen und der formell gültigen gesellschaftsrechtlichen Sichtweise bilanziert. Danach erfolgt der Ausweis laufender und latenter Steuern im Konzernabschluss auf Ebene der Gesellschaft, die die jeweilige Steuerschuld besitzt. Aktive und passive latente Steuern werden nach Maßgabe von IAS 12 für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen der IFRS-Konzernbilanz sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernden temporären Differenzen gebildet. Aktive und passive latente Steuern auf temporäre Differenzen, die aus Unternehmenserwerben entstehen, werden angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Firmenwerte, sofern diese steuerlich nicht berücksichtigt werden. Bei der Berechnung werden diejenigen Steuersätze angewendet, deren Gültigkeit zum Zeitpunkt der Umkehrung temporärer Differenzen bzw. Nutzung der Verlustvorträge erwartet wird. Latente Steuern werden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Sachverhalte, die im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden latente Steuern im sonstigen Ergebnis erfasst. Kumuliertes übriges EigenkapitalIm kumulierten übrigen Eigenkapital werden neben dem Saldo aus Umrechnungsdifferenzen auch Gewinne bzw. Verluste aus der Fair-Value-Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (IFRS 9 Klassifizierungskategorie FVOCI) und von Finanzderivaten, die zur Sicherung eines künftigen Zahlungsstroms (Cash Flow Hedge) eingesetzt werden, gemäß IFRS 9 erfolgsneutral bilanziert. Darüber hinaus werden gemäß IAS 28.10 Veränderungen im sonstigen Ergebnis bei nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen erfasst. Effekte aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste auf die leistungsorientierte Verpflichtung, Unterschiedsbeträge zwischen den tatsächlichen und den durch den Nettozinsaufwand implizierten Erträgen auf das Planvermögen sowie Effekte aus der Begrenzung eines Nettovermögenswerts) werden im Zuge der Verteilung des Gesamtergebnisses der Periode in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in den Gewinnrücklagen im Jahr des Anfalls dieser Gewinne und Verluste erfasst. Der Ausweis von latenten Steuern auf die oben genannten Sachverhalte erfolgt dementsprechend ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital. RückstellungenRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Der im Pensionsaufwand enthaltene Nettozinsaufwand wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Effekte aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste auf die leistungsorientierte Verpflichtung, Unterschiedsbeträge zwischen den tatsächlichen und den durch den Nettozinsaufwand implizierten Erträgen auf das Planvermögen sowie Effekte aus der Begrenzung eines Nettovermögenswerts) werden sofort erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und in einer nachfolgenden Periode auch nicht mehr ergebniswirksam umgegliedert (recyclet). Mit Ausnahme der nach IAS 19 berechneten übrigen personalbezogenen Rückstellungen werden alle anderen Rückstellungen auf Basis von IAS 37 gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des wahrscheinlichsten Verpflichtungsumfangs. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. Die Abzinsungssätze berücksichtigen aktuelle Markterwartungen und gegebenenfalls für die Schuld spezifische Risiken. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden grundsätzlich in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, in dem zuvor die Zuführung erfasst wurde. Finanzielle VerbindlichkeitenBei erstmaligem Ansatz werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten inklusive des Genusskapitals zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, es sei denn, die finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Zukünftige Zahlungen im Zusammenhang mit den vom Bertelsmann-Konzern ausgegebenen Put-Optionen auf Eigenkapitalanteile von Tochtergesellschaften werden als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. Der erstmalige Ansatz der Verbindlichkeit erfolgt zum Barwert des Rückzahlungsbetrags mit einer entsprechenden Reduzierung des Eigenkapitals. Im Falle eines Unternehmenszusammenschlusses mit dem Übergang der Risiken und Chancen aus den der Put-Option zugrunde liegenden Eigenkapitalanteilen von den nicht beherrschenden Anteilen auf den Bertelsmann-Konzern wird beim erstmaligen Ansatz der Geschäfts- oder Firmenwert entsprechend erhöht. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen erfolgt ergebniswirksam. Derivative FinanzinstrumenteNach IFRS 9 werden alle derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Abschlusstag des Geschäfts. Bei Vertragsabschluss eines Derivates wird festgelegt, ob dieses zur Absicherung eines Bilanzpostens (Fair Value Hedge) oder zur Absicherung künftiger Zahlungsströme (Cash Flow Hedge) dient. Einzelne Derivate erfüllen nicht die Voraussetzungen von IFRS 9 für eine Bilanzierung als Sicherungsgeschäft, obwohl sie bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Sicherung darstellen (Stand-alone Hedge). Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden wie folgt erfasst: 1. Fair Value Hedge: Marktwertänderungen dieser Derivate, die zur Absicherung von Vermögenswerten bzw. Schulden dienen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; der entsprechende Gewinn oder Verlust aus der Bewertung des gesicherten Bilanzpostens wird ebenfalls sofort im Ergebnis ausgewiesen. 2. Cash Flow Hedge: Der effektive Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Derivate, die zur Absicherung künftiger Cashflows dienen, wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Die hier ausgewiesenen Werte werden bei Zugang eines zugrunde liegenden, nicht finanziellen Vermögenswerts bzw. einer nicht finanziellen Verbindlichkeit in die Erstbewertung einbezogen (Basis Adjustment). In den anderen Fällen erfolgt die Umgliederung der zuvor erfassten Gewinne und Verluste aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird erfolgswirksam erfasst. 3. Stand-alone Hedge: Marktwertänderungen von Derivaten, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllen, werden erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Sicherungsgeschäfte mit Fair Value Hedge erfasst. Ebenso lag keine Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb vor. Anteilsbasierte VergütungAnteilsbasierte Vergütungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bertelsmann-Konzerns umfassen Vergütungspläne, deren Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente erfolgt, sowie Vergütungspläne mit Barausgleich. Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden ausgewählten Geschäftsführern und leitenden Angestellten in Form von Aktienoptionen gewährt. Diese Optionen werden zu dem am Tag der Ausgabe geltenden Marktpreis gewährt und sind zu diesem Preis ausübbar. Für Aktienoptionen erfolgt die Erfassung des beizulegenden Zeitwerts der Optionen als Personalaufwand mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals. Der beizulegende Zeitwert wird am Tag der Gewährung ermittelt und verteilt sich über den Zeitraum, für den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbehaltlos Anspruch auf die Optionen haben. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird mithilfe eines Binomialmodells zur Bestimmung von Optionspreisen bemessen, wobei die Bedingungen, zu denen die Optionen gewährt wurden, berücksichtigt werden. Der als Aufwand erfasste Betrag wird angepasst, um die tatsächliche Anzahl an ausübbaren Aktienoptionen wiederzugeben. Aktienoptionen, deren Verfall nur auf ein Nichterreichen des für die Ausübung vorgeschriebenen Aktienkurses zurückzuführen ist, sind hiervon ausgenommen. Die finanzielle Verbindlichkeit, die aufgrund einer anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich entsteht, wird unter Anwendung eines Optionspreismodells mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Bis zur Begleichung der Verpflichtung ist deren beizulegender Zeitwert zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag neu zu bestimmen und alle Wertänderungen sind ergebniswirksam als Personalaufwand der Periode zu erfassen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und zugehörige SchuldenLangfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Solche langfristigen Vermögenswerte und die zugehörigen Schulden werden gemäß IFRS 5 in separaten Bilanzposten dargestellt. Die Bewertung erfolgt zum jeweils niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Planmäßige Abschreibungen werden nicht erfasst, solange ein langfristiger Vermögenswert als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder zu einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe gehört. Unternehmensbestandteile, die die Anforderungen des IFRS 5.32 erfüllen, werden als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert und in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Kapitalflussrechnung entsprechend gesondert dargestellt. Alle in der Berichtsperiode vorgenommenen Änderungen von Beträgen, die in direktem Zusammenhang mit der Veräußerung einer nicht fortgeführten Aktivität in einer der vorangehenden Perioden stehen, werden ebenfalls in dieser gesonderten Kategorie angegeben. Wird ein Unternehmensbestandteil nicht mehr als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, so wird das Ergebnis dieses Unternehmensbestandteils, das zuvor unter nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen wurde, für alle dargestellten Berichtsperioden in die fortgeführten Aktivitäten umgegliedert. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie auf die Höhe der Aufwendungen und Erträge auswirken können. Die tatsächlich realisierten Beträge können von den Schätzwerten abweichen. Nachstehend werden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen dargestellt, die im Bertelsmann-Konzernabschluss wesentlich für das Verständnis der mit der Finanzberichterstattung verbundenen Unsicherheiten sind.
Darüber hinaus werden bei Kaufpreisallokationen Annahmen hinsichtlich der Bewertung von im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden getroffen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die erworbenen immateriellen Vermögenswerte, da als Bewertungsmaßstab der beizulegende Zeitwert dient, der in der Regel als Barwert der zukünftigen Cashflows nach Berücksichtigung des Barwerts des abschreibungsbedingten Steuervorteils (Tax Amortization Benefit) ermittelt wird. Ferner basiert die Festlegung konzerneinheitlicher Nutzungsdauern auf Einschätzungen des Managements. Allgemeine Ausführungen zu Nutzungsdauern finden sich in den Abschnitten "Sonstige immaterielle Vermögenswerte" und "Sachanlagen". Annahmen und Schätzungen liegen auch den Beurteilungen hinsichtlich der Realisierbarkeit unsicherer Steuerpositionen und zukünftiger Steuerentlastungen zugrunde. Die Bilanzierung eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einer Steuerrisikoposition erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12, wenn eine Zahlung oder eine Erstattung für das Steuerrisiko wahrscheinlich ist. Die Bewertung der unsicheren Steuerpositionen erfolgt mit ihrem wahrscheinlichen Wert. Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie später wahrscheinlich genutzt werden können. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der zukünftigen Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern werden verschiedene Faktoren herangezogen, darunter die vergangene Ertragslage, die Unternehmensplanung und Steuerplanungsstrategien sowie Verlustvortragsperioden. Erläuterungen zur Beurteilung der Realisierbarkeit steuerlicher Entlastungen werden unter Textziffer 8 "Ertragsteuern" dargelegt. Annahmen werden zudem bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten sonstiger finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten getroffen. Hierbei verwendet Bertelsmann verschiedene finanzmathematische Methoden, die den zu den jeweiligen Bilanzstichtagen herrschenden Marktbedingungen und Risiken Rechnung tragen. Die in die Modelle eingehenden Inputfaktoren stützen sich soweit möglich auf beobachtbare Marktdaten. Liegen solche nicht vor, basiert die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte auf Annahmen des Managements. Diese Annahmen betreffen Inputfaktoren wie Cashflows, Abzinsungssatz sowie Liquiditätsrisiko und Ausfallrisiken. Sofern für Finanzschulden ein Recht auf vorzeitige Kündigung oder Rückzahlung besteht, wird bei der Bestimmung der Restlaufzeit berücksichtigt, ob dies tatsächlich beabsichtigt ist. Des Weiteren beziehen sich die Annahmen und Schätzungen auf die anteilsbasierte Vergütung. Die Bedingungen der anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich und der Aktienoptionspläne werden im Abschnitt "Anteilsbasierte Vergütungen" unter Textziffer 17 "Eigenkapital" näher erläutert. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Anpassungen der Schätzungen werden grundsätzlich in der Periode der Änderung und in den zukünftigen Perioden berücksichtigt. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz1 UmsatzerlöseDer Konzernumsatz wurde im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 17.783 Mio. € aus Verträgen mit Kunden im Sinne des IFRS 15 generiert (Vj.: 17.455 Mio. €). Die weiteren Umsatzerlöse in Höhe von 240 Mio. € (Vj.: 218 Mio. €), die nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fallen, resultieren nahezu vollständig aus Finanzdienstleistungen im Unternehmensbereich Arvato. Die folgende Tabelle zeigt die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden im Sinne des IFRS 15 je Unternehmensbereich und ist untergliedert nach Erlösquellen, geografischen Regionen und Zeitpunkt der Umsatzrealisierung. Die dargestellte Kategorisierung der Erlösquellen und geografischen Regionen entspricht der in der Segmentberichterstattung. Hingegen spiegeln die ausgewiesenen Umsatzerlöse ausschließlich die Umsatzerlöse im Sinne des IFRS 15 wider. Sie unterscheiden sich somit betragsmäßig von der Aufteilung in der Segmentberichterstattung. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden
1) Ohne Bertelsmann Investments und
Corporate-Aktivitäten.
1) Ohne Bertelsmann Investments und
Corporate-Aktivitäten.
Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden setzen sich im Berichtszeitraum zusammen aus Leistungsverpflichtungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt wurden, in Höhe von 7.015 Mio. € (Vj.: 6.920 Mio. €) und aus Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt wurden, in Höhe von 10.733 Mio. € (Vj.: 10.500 Mio. €). Sofern die Umsatzrealisierung zeitpunktbezogen erfolgt, bestimmt sich der jeweilige Zeitpunkt der Umsatzrealisierung nach den vertraglich vereinbarten Lieferbedingungen. Für über einen Zeitraum zu erfüllende Leistungsverpflichtungen werden zur Ermittlung des Leistungsfortschritts grundsätzlich outputbasierte Methoden eingesetzt, um den Umsatz entsprechend zu realisieren. Inputbasierte Methoden werden bei den Geschäftsmodellen zur Bestimmung der Umsatzrealisierung angewendet, bei denen dadurch der Leistungsfortschritt zutreffender dargestellt wird. Umsatzerlöse in Höhe von 7 Mio. € (Vj.: 12 Mio. €) resultieren aus Leistungsverpflichtungen, die bereits in früheren Perioden erfüllt wurden. Bertelsmann nimmt Erleichterungsvorschriften des IFRS 15 in Anspruch und macht in Bezug auf noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen keine Angaben für Verträge mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu zwölf Monaten sowie für Verträge, für die Umsatzerlöse vereinfachend in Höhe des Rechnungsbetrags realisiert werden dürfen. Aus bestehenden langfristigen Dienstleistungsrahmenverträgen erwartet Bertelsmann zum 31. Dezember 2019 einen zukünftigen Umsatz in Höhe von 1.210 Mio. € (Vj.: 718 Mio. €), der zum Stichtag auf nicht (oder teilweise nicht) erfüllte Leistungsverpflichtungen entfällt und voraussichtlich in Höhe von 451 Mio. € (Vj.: 307 Mio. €) im nächsten Geschäftsjahr und in Höhe von 759 Mio. € (Vj.: 411 Mio. €) in den darauffolgenden Jahren realisiert wird. 2 Sonstige betriebliche Erträge
Der Posten "Bewertung von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert" entfällt im Wesentlichen auf Finanzinstrumente, die sich im Portfolio des Unternehmensbereichs Bertelsmann Investments befinden. Bertelsmann Investments ordnet seine Minderheitsbeteiligungen in Start-ups und Fund of Fund Investments der Kategorie der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in Übereinstimmung mit IFRS 9 zu. Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 12 "Minderheitsbeteiligungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte". Im Vorjahr enthielt der Posten "Erträge aus Anlagenabgängen" im Wesentlichen einen Veräußerungsgewinn in Höhe von 35 Mio. € aus dem Verkauf immaterieller Vermögenswerte durch die zur RTL Group gehörende Groupe M6. 3 Personalaufwand
Die im Geschäftsjahr 2019 gezahlten Arbeitgeberbeiträge an staatliche Rentenversicherungsträger belaufen sich auf 367 Mio. € (Vj.: 371 Mio. €). 4 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und Nutzungsrechte
Weitere Erläuterungen zu den dargestellten Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen finden sich unter Textziffer 9 "Immaterielle Vermögenswerte" und Textziffer 10 "Sachanlagen und Nutzungsrechte". 5 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Posten "Verwaltungskosten" enthält Reparatur- und Wartungskosten in Höhe von 195 Mio. € (Vj.: 197 Mio. €) und Kosten für IT-Dienstleistungen in Höhe von 204 Mio. € (Vj.: 168 Mio. €). Darüber hinaus umfasst dieser Posten im Geschäftsjahr 2019 Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von 48 Mio. € und Aufwendungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von 10 Mio. €. Im Vorjahr enthielten die Verwaltungskosten außerdem als Aufwand erfasste Zahlungen aus Operating Leases in Höhe von 275 Mio. € und dazugehörige Dienstleistungen und Nebenkosten in Höhe von 37 Mio. € sowie bedingte Mietzahlungen in Höhe von 8 Mio. €. Der Posten "Wertberichtigungen auf Forderungen, Darlehen und nicht finanzielle Vermögenswerte" enthält im Wesentlichen Wertberichtigungen auf geleistete Anzahlungen auf Honorare und Lizenzen des Unternehmensbereichs Penguin Random House in Höhe von 199 Mio. € (Vj.: 167 Mio. €). 6 Zinserträge und Zinsaufwendungen
7 Sonstige finanzielle Erträge und Aufwendungen
Um den wirtschaftlichen Gehalt besser widerzuspiegeln, werden Erträge und Aufwendungen aus nicht operativen Fremdwährungssicherungsgeschäften mit den Ergebnissen aus der Bewertung der wirtschaftlich abgesicherten Fremdwährungsgeschäfte saldiert und als nicht operative Währungskursgewinne bzw. -verluste ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2019 standen den Ergebniseffekten aus diesen nicht operativen Fremdwährungsgeschäften in Höhe von 68 Mio. € (Vj.: 35 Mio. €) Ergebniseffekte aus Fremdwährungssicherungsgeschäften in Höhe von -65 Mio. € (Vj.: -33 Mio. €) gegenüber. 8 ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich aus den folgenden laufenden und latenten Steuern zusammen: Ertragsteuern
Im Geschäftsjahr 2019 wurden steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 612 Mio. € (Vj.: 397 Mio. €) in Anspruch genommen, was zu einer Verminderung des laufenden Steueraufwands um 141 Mio. € (Vj.: 92 Mio. €) führte. Von den genutzten steuerlichen Verlustvorträgen entfallen 6 Mio. € (Vj.: 31 Mio. €) auf inländische Körperschaftsteuer, 6 Mio. € (Vj.: 22 Mio. €) auf inländische Gewerbesteuer und 600 Mio. € (Vj.: 344 Mio. €) auf ausländische Ertragsteuern. In diesen Beträgen sind 19 Mio. € (Vj.: 58 Mio. €) Verlustvorträge enthalten, für die in der Vergangenheit keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Sie betreffen in Höhe von 4 Mio. € inländische Körperschaftsteuer (Vj.: 0 Mio. €), in Höhe von 4 Mio. € inländische Gewerbesteuer (Vj.: 0 Mio. €) und in Höhe von 11 Mio. € (Vj.: 58 Mio. €) ausländische Ertragsteuern. Diese Nutzung führt zu einer Verminderung des laufenden Steueraufwands um 4 Mio. € (Vj.: 12 Mio. €). Aktive und passive latente Steuern wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten und Sachverhalten gebildet. Aufgrund der Einführung von IFRS 16 und der damit einhergehenden Änderungen in der Struktur der Konzernbilanz werden die Geschäftsjahre 2018 und 2019 in separaten Tabellen dargestellt. Latente Steuern
Für temporäre Differenzen in Höhe von 507 Mio. € (Vj.: 504 Mio. €) im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da Bertelsmann deren Umkehrung steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Laufende sowie aktive und passive latente Steuern werden insoweit saldiert, als sie gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und verrechnet werden können. Die Laufzeit der latenten Steuern auf temporäre Differenzen ist im Wesentlichen langfristig geprägt. Erläuterungen zu den mit dem sonstigen Ergebnis in Zusammenhang stehenden Ertragsteuerbeträgen finden sich unter Textziffer 17 "Eigenkapital". Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen, Verlustvorträge und Steueranrechnungen wurden in denjenigen Fällen vorgenommen, in denen es nicht wahrscheinlich ist, dass sie in absehbarer Zukunft genutzt werden können. Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit werden im Wesentlichen existierende passive temporäre Differenzen sowie zu erwartendes zu versteuerndes Einkommen innerhalb eines Planungszeitraums zugrunde gelegt. Temporäre Differenzen, steuerliche Verlustvorträge und Steueranrechnungen, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, sind wie folgt zeitlich vortragsfähig: Zeitliche Begrenzung
Eine Überleitung des erwarteten Steuerergebnisses auf das tatsächliche Steuerergebnis zeigt die folgende Tabelle: Überleitung zum tatsächlichen Steueraufwand
Der Ertragsteuersatz der Bertelsmann SE & Co. KGaA enthält die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer. Die Ertragsteuern erreichten im aktuellen Geschäftsjahr insbesondere infolge gesunkener positiver Bewertungseffekte latenter Steuern eine normalisierte Höhe im Vergleich zum Vorjahr. Die Effekte aus der Bewertung aktiver latenter Steuern im Vorjahr sind auf die geplante Nutzung bisher nicht bewerteter Verlustvorträge und Steueranrechnungen zurückzuführen. Effektiver Steuersatz
9 Immaterielle Vermögenswerte
In den sonstigen Rechten und Lizenzen sind Markenrechte, Verlagsrechte, erworbene Kundenbeziehungen sowie erworbene Software und sonstige Lizenzen enthalten. Im Geschäftsjahr erwarb BMG Musikkataloge für 49 Mio. €, davon entfielen 21 Mio. € auf diverse Musikkataloge in Großbritannien, 15 Mio. € auf diverse Musikkataloge in den USA und 11 Mio. € auf diverse Musikkataloge in Deutschland. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte umfassen hauptsächlich eigene Film- und TV-Produktionen sowie selbst erstellte Software. Wie im Vorjahr waren zum Bilanzstichtag keine immateriellen Vermögenswerte verfügungsbeschränkt. Im Geschäftsjahr 2019 wurde aufgrund des Wegfalls eines wichtigen Kunden innerhalb der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Education Services eine Wertminderung in Höhe von 74 Mio. € auf die als immateriellen Vermögenswert erfassten Kundenbeziehungen vorgenommen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte lassen sich folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuordnen: Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer nach zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
Die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer betreffen im Wesentlichen die Markenrechte der Groupe M6 in Frankreich (120 Mio. €, Vj.: 120 Mio. €). Bei der Bestimmung, dass die M6-Markenrechte eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben, hat das Management unterschiedliche Faktoren berücksichtigt, wie die vergangene und erwartete Dauerhaftigkeit der Marke, den Einfluss möglicher Veränderungen von Übertragungstechnologien, den Einfluss möglicher Entwicklungen des regulatorischen Umfelds innerhalb der französischen Fernsehindustrie, die aktuellen und erwarteten Zuschaueranteile der M6-Sender und die Strategie des Managements zum Erhalt und zur Stärkung der Handelsmarke "M6". Basierend auf einer Analyse dieser Faktoren bestehen zum 31. Dezember 2019 keine Begrenzungen in Bezug auf den Zeitraum, für den erwartet wird, dass die Marke M6 Cashflows generiert. Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden im Rahmen der Werthaltigkeitstests nach IAS 36 auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt, die voraussichtlich von den Synergien des Zusammenschlusses profitieren. Der erzielbare Betrag für den Werthaltigkeitstest des auf Konzernebene erfassten Geschäfts- oder Firmenwerts der RTL Group wurde anhand des Marktpreises ermittelt, der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen ist. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Marktpreis für Aktien der RTL Group S.A. an der Frankfurter Börse 43,98 € (Vj.: 46,70 €). Eine Wertminderung des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts wurde nicht identifiziert. Zusätzlich wurde der Nutzungswert mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens (Level 3) basierend auf einem WACC von 5,8 Prozent (Vj.: 5,8 Prozent) und einer langfristigen Wachstumsrate von 0,5 Prozent (Vj.: 1,0 Prozent) berechnet. Der ermittelte Nutzungswert überstieg den aus dem Börsenkurs ermittelten beizulegenden Zeitwert. Ebenfalls wurde der erzielbare Betrag für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Groupe M6 anhand des Marktpreises ermittelt, der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen ist. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Marktpreis für Métropole-Télévision-Aktien an der Pariser Börse 16,78 € (Vj.: 14,04 €). Eine Wertminderung des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts wurde nicht identifiziert. Zusätzlich wurde der Nutzungswert mittels eines Discounted-Cashflow-Verfahrens (Level 3) basierend auf einem WACC von 5,9 Prozent (Vj.: 6,2 Prozent) und einer langfristigen Wachstumsrate von 0,0 Prozent (Vj.: 0,7 Prozent) berechnet. Der ermittelte Nutzungswert überstieg den aus dem Börsenkurs ermittelten beizulegenden Zeitwert. Für die übrigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert, der aus diskontierten Zahlungsmittelreihen abzüglich Kosten der Veräußerung abgeleitet wird und der Stufe 3 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen ist. Die prognostizierten Cashflows wurden den unternehmensinternen Planungen, die drei Detailperioden umfassen, entnommen und wurden in der Regel um zwei weitere Detailplanungsperioden ergänzt. Die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden wurden durch eine ewige Rente unter Berücksichtigung individueller geschäftsspezifischer Wachstumsraten abgebildet. Die den Werthaltigkeitstests der einzelnen, wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte tragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen basieren auf den folgenden Annahmen bezüglich der Marktentwicklung für den Beginn des Detailplanungszeitraums:
Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf Basis der diskontierten Zahlungsmittelreihen wurden darüber hinaus für die über die Detailplanung hinausgehenden Perioden folgende individuelle geschäftsspezifische Wachstumsraten sowie Diskontierungssätze zugrunde gelegt: Übersicht der Wachstumsraten und Abzinsungssätze
Im Geschäftsjahr 2019 betrug der Wertminderungsaufwand auf Geschäfts- oder Firmenwerte 27 Mio. € (Vj.: 173 Mio. €). Der Ausweis von Wertminderungsaufwendungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und auf sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und Nutzungsrechte". Der Wertminderungsaufwand entfällt in voller Höhe auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Education Services. Aufgrund des Wegfalls eines wichtigen Kunden wurden die Cashflow-Prognosen angepasst und der erzielbare Betrag in Höhe von 102 Mio. € lag unterhalb des Buchwerts. Der Bemessung des Wertminderungsaufwands lagen folgende Annahmen zugrunde: Der Abzinsungssatz betrug 9,0 Prozent (Vj.: 11,4 Prozent) und die langfristige Wachstumsrate 1,0 Prozent (Vj.: 1,0 Prozent). Die Werthaltigkeit der weiteren wesentlichen ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte war auch bei einer Variation jeweils eines der beiden bedeutendsten Einflussfaktoren Abzinsungssatz (Erhöhung um 1,0 Prozentpunkte) und langfristige Wachstumsrate (Verminderung um 1,0 Prozentpunkte) gegeben. 10 Sachanlagen und NutzungsrechteMit der Erstanwendung des IFRS 16 werden Nutzungsrechte aus angemieteten Sachanlagen aktiviert. Der Bilanzposten "Sachanlagen und Nutzungsrechte" setzt sich somit aus im Eigentum des Bertelsmann-Konzern befindlichen Sachanlagen und Nutzungsrechten aus angemieteten Sachanlagen zusammen. Sachanlagen und Nutzungsrechte
Sachanlagen
Zum Bilanzstichtag waren Sachanlagen in Höhe von 10 Mio. € (Vj.: 14 Mio. €) verfügungsbeschränkt. Insgesamt wurde für Sachanlagen ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 11 Mio. € (Vj.: 6 Mio. €) erfasst. NutzungsrechteDie Leasingverhältnisse betreffen in weit überwiegendem Umfang Mietimmobilien in den Unternehmensbereichen RTL Group, Penguin Random House und Arvato. Darüber hinaus existieren Leasingverhältnisse über technische Anlagen und Maschinen, Fahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die bestehenden Mietverträge haben unterschiedliche Laufzeiten und eine Reihe von Immobilienverträgen enthalten Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen, um dem Konzern eine maximale betriebliche Flexibilität in Bezug auf die genutzten Vermögenswerte zu erhalten. Erläuterungen zu den korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten finden sich unter Textziffer 22 "Leasingverbindlichkeiten". Die folgende Tabelle zeigt die Abschreibungen und Wertminderungen, Zugänge sowie sonstigen Veränderungen der Nutzungsrechte im Geschäftsjahr 2019 sowie die Buchwerte der Nutzungsrechte aus angemieteten Sachanlagen zum 31. Dezember 2019: Veränderung der Nutzungsrechte
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Finanzierungsleasingverhältnisse, die insbesondere aus langfristigen Verträgen für Büroimmobilien resultierten, gemäß IAS 17 für folgende Vermögenswerte erfasst:
11 Anteile an anderen Unternehmen Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden AnteilenAus Sicht des Bertelsmann-Konzerns entfallen wesentliche nicht beherrschende Anteile auf die Firmengruppe RTL Group, die Verlagsgruppe Penguin Random House sowie das Unternehmen Majorel. Die Beteiligungsquote nicht beherrschender Anteilseigner an der RTL Group mit Sitz in Luxemburg beträgt nach Berücksichtigung eigener Anteile 24,0 Prozent (Vj.: 24,3 Prozent). Bei der RTL Group selbst entfallen wesentliche nicht beherrschende Anteile auf das Tochterunternehmen Groupe M6 mit Sitz in Paris, Frankreich. Der Bertelsmann-Konzern ist mit einem Anteil von 48,4 Prozent (Vj.: 48,3 Prozent) an Groupe M6 beteiligt. Von den nicht beherrschenden Anteilen der RTL Group entfallen auf Groupe M6 496 Mio. € (Vj.: 470 Mio. €). Die durch den Zusammenschluss von Random House und Penguin zum 1. Juli 2013 entstandene Verlagsgruppe Penguin Random House besteht aus den beiden rechtlichen Gruppen Penguin Random House LLC mit Sitz in Wilmington, Delaware, USA, die sämtliche Verlagseinheiten in den USA bündelt, sowie Penguin Random House Limited mit Sitz in London, Großbritannien, die alle weiteren Verlagseinheiten umfasst. Um den wirtschaftlichen Gehalt der Beteiligung des Bertelsmann-Konzerns an den beiden Gruppen besser widerzuspiegeln, werden beide Gruppen als eine Einheit betrachtet. Im Oktober 2017 übernahm Bertelsmann zusätzlich zu den bis dahin 53 Prozent an Penguin Random House weitere 22 Prozent der Anteile an der Buchverlagsgruppe von dem britischen Medien- und Bildungsunternehmen Pearson. Die übrigen Anteile verblieben bei Pearson. Im Dezember 2019 gab Bertelsmann die vollständige Übernahme der Publikumsverlagsgruppe Penguin Random House bekannt. Bertelsmann erwirbt dafür die restlichen 25 Prozent der Anteile von dem britischen Mitgesellschafter Pearson und stockt seine Beteiligung somit auf 100 Prozent auf. Der Kaufpreis für das Anteilspaket liegt bei 675 Mio. US-Dollar. Die Anteilsübernahme steht unter dem Vorbehalt der notwendigen behördlichen Freigaben. Der Vollzug der Transaktion wird ab dem zweiten Quartal 2020 erwartet. Die deutsche Verlagsgruppe Random House, die bereits vollständig von Bertelsmann gehalten wird, wird nach den kartellrechtlichen Freigaben ebenfalls Teil von Penguin Random House. Im Zuge der vollständigen Integration erwartet der Bertelsmann-Konzern eine Realisierung von wertsteigernden Synergien. Die Transaktion wird in Übereinstimmung mit IFRS 10 als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Beteiligungsquote nicht beherrschender Anteilseigner an der Verlagsgruppe Penguin Random House beträgt zum 31. Dezember 2019 25 Prozent (Vj.: 25 Prozent). Veränderung des Eigenkapitals der Bertelsmann-AktionäreIm Januar 2019 erfolgte die Zusammenlegung der Customer-Relationship-Management-Geschäfte von Bertelsmann (Arvato CRM) und der marokkanischen Saham Group zum neuen CRM-Unternehmen Majorel mit Sitz in Luxemburg. Beide Partner halten je 50 Prozent der Anteile an Majorel, das zu den Marktführern in Europa, Afrika und dem Nahen Osten gehört, verbunden mit einer starken Präsenz in Amerika und Asien. Für Bertelsmann ermöglicht der Zusammenschluss einen Zugang zu den Wachstumsmärkten des afrikanischen Kontinents. Bertelsmann verfügt über eine Mehrheit in relevanten Entscheidungsgremien und sich daraus ergebende Entscheidungsbefugnisse über die maßgeblichen Aktivitäten des Unternehmens Majorel und bezieht es als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss ein. Im Rahmen der Transaktion leistete die Saham Group neben ihren eingebrachten CRM-Geschäften eine Zahlung als Wertausgleich in Höhe von 100 Mio. €. Die Transaktion wurde in Übereinstimmung mit IFRS 10 als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Differenz zwischen der erhaltenen Gegenleistung in Höhe von insgesamt 125 Mio. € und dem auf die abgehenden Anteile an Arvato-CRM-Geschäften entfallenden Buchwert in Höhe von 105 Mio. € wurde im Aktionärseigenkapital erfasst.
Die Einbringung der CRM-Geschäfte durch die Saham Group wurde im Bertelsmann-Konzernabschluss als ein Unternehmenszusammenschluss im Sinne von IFRS 3 erfasst. In diesem Zusammenhang wurden 13 Mio. €, die auf nicht beherrschende Anteile der von der Saham Group eingebrachten Geschäfte entfallen, unter den übrigen Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen. Die folgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen für die RTL Group, Penguin Random House und Majorel inklusive der Beteiligungen an deren Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich auf die Beträge vor konzerninternen Eliminierungen. Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen
Anteile an at-equity bilanzierten BeteiligungenDie Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen entfallen in Höhe von 33 Mio. € (Vj.: 40 Mio. €) auf Gemeinschaftsunternehmen und in Höhe von 619 Mio. € (Vj.: 618 Mio. €) auf assoziierte Unternehmen. Anteile an GemeinschaftsunternehmenZum 31. Dezember 2019 wurden Anteile an 22 (Vj.: 25) einzeln betrachtet unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss bilanziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu diesen Gemeinschaftsunternehmen, wobei die Angaben jeweils den Anteil des Bertelsmann-Konzerns darstellen. Finanzinformationen einzeln betrachtet unwesentlicher Gemeinschaftsunternehmen
Anteile an assoziierten UnternehmenZum 31. Dezember 2019 wurden Anteile an 50 (Vj.: 48) assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss bilanziert. Die Beteiligung der RTL Group an Atresmedia mit Sitz in San Sebastián de los Reyes, Spanien, ist wie im Vorjahr einzeln betrachtet wesentlich für den Konzern. Zum 31. Dezember 2019 beträgt die Quote unter Berücksichtigung eigener Anteile 18,7 Prozent (Vj.: 18,7 Prozent). Zum 31. Dezember 2019 betrug der Börsenwert von Atresmedia, die an der Madrider Börse gelistet ist, 786 Mio. € (Vj.: 985 Mio. €). Der anteilige beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, der der Fair-Value-Bewertung der Stufe 1 zuzuordnen ist, belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 139 Mio. € (Vj.: 174 Mio. €). Das Management ist der Ansicht, dass der aktuelle Aktienkurs von Atresmedia nicht das Ertragspotenzial des Unternehmens widerspiegelt, von dem erwartet wird, dass es neue digitale und plattformgebundene Einnahmequellen sowie weitere Möglichkeiten zur Nutzung von Inhalten und Kanälen erschließen wird. Daher basiert der erzielbare Betrag von Atresmedia zum 31. Dezember 2019 auf dem Nutzungswert, der auf der Grundlage eines Discounted-Cashflow-Modells ermittelt wurde. Der weitere Rückgang des Aktienkurses, die Entwicklung des spanischen TV-Werbemarktes, der Rückgang des Konsums von linearem Fernsehen und der operative Geschäftsverlauf waren Anlass für die Durchführung eines Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2019. Die Annahmen, die im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2019 herangezogen wurden, berücksichtigen die folgenden Risiken, die zu einer signifikanten Verringerung der nachhaltigen EBITDA-Marge im Vergleich zu früheren Finanzprognosen führen: anhaltend herausforderndes wirtschaftliches Umfeld in Spanien verbunden mit einer Zunahme des Wettbewerbs bei gleichzeitig anhaltender Abhängigkeit vom linearen Fernsehen. Diese Abhängigkeit besteht weiterhin ungeachtet vielversprechender Entwicklungen des Inhalte- und Streaming-Geschäftes. Die aktuelle Bewertung führte zum 31. Dezember 2019 zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von 50 Mio. €. Der Buchwert nach Wertminderung beträgt zum 31. Dezember 2019 198 Mio. €. Der Bemessung des Wertminderungsaufwands lagen folgende Annahmen zugrunde: Der Abzinsungssatz betrug 9,3 Prozent (31. Dezember 2018: 8,4 Prozent) und die langfristige Wachstumsrate 0,0 Prozent (31. Dezember 2018: 1,0 Prozent). Die folgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu Atresmedia. Bei den dargestellten Informationen handelt es sich um die im Abschluss von Atresmedia dargestellten Beträge, zuzüglich der im Rahmen der Durchführung der Equity-Methode vorgenommenen Anpassungen, und nicht um den Anteil des Bertelsmann-Konzerns. Finanzinformationen einzeln betrachtet wesentlicher assoziierter Unternehmen
Die Überleitung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an Atresmedia im Konzernabschluss zeigt folgende Tabelle: Überleitung zum Buchwert
Die nachfolgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu den einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen, wobei die Angaben jeweils den Anteil des Bertelsmann-Konzerns darstellen. Finanzinformationen einzeln betrachtet unwesentlicher assoziierter Unternehmen
Die Summe der Buchwerte der Anteile der einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen beträgt zum 31. Dezember 2019 421 Mio. € (Vj.: 373 Mio. €). Davon entfallen auf die Beteiligung an der Online-Weiterbildungsplattform Udacity 104 Mio. € (Vj.: 108 Mio. €). Obwohl der Anteil an Udacity mit 19,0 Prozent (Vj.: 19,1 Prozent) weniger als 20 Prozent beträgt, übt der Bertelsmann-Konzern aufgrund der Präsenz Im Board of Directors maßgeblichen Einfluss auf Udacity aus. Im Geschäftsjahr 2019 entfiel auf Udacity ein anteiliges Ergebnis In Höhe von -6 Mio. € (Vj.: -10 Mio. €). Für die Beteiligung wurde zum 31. Dezember 2019 ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Unter Berücksichtigung der aktuell angestrebten Wachstumsziele war für Udacity keine Wertminderung zu erfassen. Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,6 Prozentpunkte und einer Verminderung der langfristigen Wachstumsrate um 2,2 Prozentpunkte unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert. Weitere 124 Mio. € (Vj.: 96 Mio. €) der Summe der Buchwerte der Anteile der einzeln betrachtet unwesentlichen assoziierten Unternehmen entfallen auf die drei University Ventures Funds, die Investitionen in wachstumsstarke Unternehmen im Bildungssektor tätigen. An diesen Fonds hält Bertelsmann zwischen 47,3 Prozent und 100 Prozent der Kapitalanteile. Da das operative Management und insbesondere die Investitionsentscheidungen bei den jeweiligen Fondsmanagern liegen, liegt trotz einer Beteiligungsquote von teilweise mehr als 50 Prozent keine Kontrolle im Sinne des IFRS 10 vor, sondern nur jeweils ein maßgeblicher Einfluss. Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen
Die von at-equity bilanzierten Beteiligungen erhaltenen Dividenden betrugen im Geschäftsjahr 2019 85 Mio. € (Vj.: 86 Mio. €). 12 Minderheitsbeteiligungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
Der Posten "Minderheitsbeteiligungen in Start-ups" enthält Minderheitsbeteiligungen, die der Unternehmensbereich Bertelsmann Investments erwirbt. Für die Ermittlung ihrer beizulegenden Zeitwerte wird bei den börsennotierten Beteiligungen auf ihre Marktpreise und bei den nicht börsennotierten Beteiligungen, wenn möglich, auf beobachtbare erzielbare Preise der zuletzt durchgeführten qualifizierten Finanzierungsrunden, die Mindestanforderungen in Bezug auf Volumen und Teilnehmerkreis erfüllen, unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des Unternehmens zurückgegriffen. Auch die Fund of Fund Investments, die ebenfalls der Unternehmensbereich Bertelsmann Investments hält, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Ermittlung ihrer beizulegenden Zeitwerte liegen Bewertungen des externen Managements gemäß regelmäßigen Berichterstattungen unter Berücksichtigung eines Fungibilitätsabschlags zugrunde. Die aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste sowohl der Minderheitsbeteiligungen in Start-ups als auch der Fund of Fund Investments werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge im Posten "Bewertung von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert" erfasst. In der Berichtsperiode betrugen die ergebniswirksamen Wertänderungen der vom Unternehmensbereich Bertelsmann Investments gehaltenen Finanzinstrumente 128 Mio. € (Vj.: 152 Mio. €). Das durch IFRS 9 eingeräumte Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert übt Bertelsmann überwiegend für einzelne unwesentliche Beteiligungen und Beteiligungen an verbundenen Unternehmen aus und erfasst diese im Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte". Zum Bilanzstichtag waren finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 42 Mio. € (Vj.: 32 Mio. €) verfügungsbeschränkt. 13 Vorräte
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Abwertungen auf Vorräte in Höhe von -134 Mio. € (Vj.: -147 Mio. €) vorgenommen. Außerdem ergaben sich Zuschreibungen auf Vorräte in Höhe von 101 Mio. € (Vj.: 102 Mio. €). Diese sind sowohl auf ausstrahlungsbedingte Faktoren bei Programmrechten als auch auf gestiegene Preise auf einigen Märkten zurückzuführen. Wie im Vorjahr waren zum Bilanzstichtag keine Vorräte verfügungsbeschränkt. Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste ausstrahlungsbedingte Verbrauch für Programmrechte betrug im Geschäftsjahr 2019 2.222 Mio. € (Vj.: 2.120 Mio. €). Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden Aufwendungen in Höhe von 939 Mio. € (Vj.: 954 Mio. €) und für Waren in Höhe von 170 Mio. € (Vj.: 214 Mio. €) erfasst. Die Bestandsveränderungen aus unfertigen und fertigen Erzeugnissen betrugen 66 Mio. € (Vj.: 70 Mio. €). Zusätzlich wurden andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 62 Mio. € (Vj.: 49 Mio. €) erfasst. 14 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel innerhalb von zwölf Monaten zur Zahlung fällig. Der Posten "Vertragsvermögenswerte" bezieht sich gemäß IFRS 15 auf den bedingten Anspruch auf eine Gegenleistung für die vollständige Erfüllung vertraglicher Leistungen. Zum 1. Januar 2018 belief sich dieser Posten auf 33 Mio. €. In dem Posten "Sonstige Forderungen" sind unter anderem Forderungen in Höhe von 458 Mio. € (Vj.: 379 Mio. €) der Geschäftseinheit Arvato Financial Solutions enthalten, die im Rahmen des Forderungsmanagements-Dienstleistungsangebots bilanziert wurden. Darüber hinaus werden in diesem Posten Forderungen in Höhe von 92 Mio. € (Vj.: 103 Mio. €) ausgewiesen, die im Zusammenhang mit verkauften Forderungen stehen, die Arvato Financial Solutions im Rahmen des Serviceangebotes zur Durchführung von Finanzdienstleistungen von Dritten erworben und weiterveräußert hat. 15 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
Die langfristigen sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte betreffen mit 851 Mio. € (Vj.: 778 Mio. €) geleistete Anzahlungen auf Honorare und Lizenzen. Grundsätzlich werden geleistete Anzahlungen auf Honorare und Lizenzen wertberichtigt, wenn keine Verrechnungsmöglichkeiten mehr erwartet werden. Die Höhe dieser Wertberichtigungen basiert auf Einschätzungen der Geschäftsleitungen hinsichtlich zukünftiger Absatzmengen und Preisentwicklungen unter Berücksichtigung historischer Erfahrungen. Für die Anbahnung oder Erfüllung von Verträgen mit Kunden wurden Kosten aktiviert, die in Summe und einzeln betrachtet unwesentlich sind. Gleiches gilt für die in der Berichtsperiode auf diese Kosten erfassten Abschreibungsbeträge und Wertminderungsaufwendungen. 16 Liquide Mittel
Zahlungsmitteläquivalente umfassen kurzfristige hochliquide Wertpapiere, deren Restlaufzeit beim Erwerb maximal drei Monate beträgt. Zum Bilanzstichtag waren liquide Mittel in Höhe von 7 Mio. € (Vj.: 7 Mio. €) verfügungsbeschränkt. 17 EigenkapitalGezeichnetes Kapital
Das im Vergleich zum Vorjahr unveränderte gezeichnete Kapital der Bertelsmann SE & Co. KGaA von 1.000 Mio. € ist in 83.760 nennwertlose Namensaktien (Stammaktien) eingeteilt. Zum 31. Dezember 2019 wurden die Kapitalanteile der Bertelsmann SE & Co. KGaA zu 80,9 Prozent von Stiftungen (Bertelsmann Stiftung, Reinhard Mohn Stiftung, BVG-Stiftung) und zu 19,1 Prozent von der Familie Mohn mittelbar gehalten. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der persönlich haftenden Gesellschafterin Bertelsmann Management SE werden von der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH (BVG) kontrolliert. In den Geschäftsjahren 2019 und 2018 wurde jeweils eine Dividende in Höhe von 180 Mio. € (Dividende je Stammaktie jeweils 2.149 €) an die Aktionäre ausgezahlt. Die Veränderung des sonstigen Ergebnisses nach Steuern leitet sich wie folgt ab: Veränderungen der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses nach Steuern
Anteilsbasierte VergütungenIm Bertelsmann-Konzern bestehen anteilsbasierte Vergütungen, die durch Barausgleich oder durch Eigenkapitalinstrumente abgegolten werden. Bei der zur RTL Group gehörenden Groupe M6 existieren verschiedene Gratisaktien-Programme für Geschäftsführer und bestimmte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Anzahl der den Teilnehmern gewährten Gratisaktien wird vom Aufsichtsrat von Métropole Télévision SA mit Zustimmung der Hauptversammlung festgelegt. Die Gewährungsbedingungen sind wie folgt, wobei alle Programme durch physische Wertpapierübertragung ausgeübt werden: Gewährungs- und Ausübungsbedingungen (Groupe M6)
Die Gratisaktien-Programme unterliegen Leistungsbedingungen. Die im Juli 2017, im Oktober 2017, im Juli 2018 und im Juli 2019 gewährten Programme unterliegen Wachstumszielen, bezogen auf das Konzernergebnis von Groupe M6 in den Geschäftsjahren 2017, 2018 und 2019. Das zweite im Juli 2017 gewährte Programm, das im Oktober 2017, das zweite im Juli 2018 und zweite im Juli 2019 gewährte Programm unterliegen einer kumulierten Leistungsanforderung über drei Jahre. 1.302.495 Gratisaktien sind zum Jahresende ausübbar. Zu Beginn des Jahres waren es 1.083.884. Im Jahresverlauf wurden 544.667 Gratisaktien gewährt. 287.600 Gratisaktien wurden ausgeübt, 38.456 verfielen. Die noch ausstehenden Gratisaktien-Programme am Ende des Jahres unterliegen den folgenden Bedingungen: Bedingungen der Gratisaktien-Programme (Groupe M6)
Zum 31. Dezember 2019 betrug der Marktpreis für Métropole-Télévision-Aktien an der Pariser Börse 16,78 € (Vj.: 14,04 €). Der beizulegende Zeitwert der im Gegenzug für gewährte Aktienoptionen erhaltenen Leistungen wird unter Bezug auf den beizulegenden Zeitwert der gewährten Aktienoptionen bemessen. Die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Leistungen wird auf Grundlage des Binomialmodells ermittelt. Gratisaktien werden mit dem Aktienkurs des Ausgabetags, abzüglich der diskontierten zukünftig erwarteten Dividenden, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Dauer der Ausübungsperiode nicht erhalten können, bewertet. Marktwerte der Gratisaktien-Programme (Groupe M6)
Darüber hinaus gibt es innerhalb des Bertelsmann-Konzerns weitere anteilsbasierte Vergütungen, die für sich genommen und in Summe nicht wesentlich sind. 18 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Für die derzeitigen und früheren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bertelsmann-Konzerns sowie für deren Hinterbliebene bestehen je nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Formen der Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungsplänen (Defined Contribution Plans) leistet das Unternehmen auf gesetzlicher, vertraglicher oder freiwilliger Basis Zahlungen an einen externen Fonds oder eine andere Versorgungseinrichtung. Mit Zahlung der Beträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen, sodass keine Rückstellungen gebildet werden. Der Aufwand für beitragsorientierte Pläne betrug im Geschäftsjahr 2019 53 Mio. € (Vj.: 49 Mio. €). Alle übrigen Altersversorgungspläne sind leistungsorientiert (Defined Benefit Plans). Die Verpflichtungen der US-Gesellschaften für die Krankheitskosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand (Pläne für medizinische Versorgung) stellen ebenfalls leistungsorientierte Zusagen dar und sind in den bilanzierten Rückstellungen enthalten. Bei allen Altersversorgungsplänen ist zu unterscheiden, ob die Finanzierung über eine externe Anlage erfolgt oder nicht. Bilanzierte Nettoschuld für leistungsorientierte Pläne
Für diese leistungsorientierten Versorgungspläne werden Rückstellungen gebildet. Im Wesentlichen bestehen Festgehaltszusagen sowie Endgehaltspläne. Leistungsorientierte Versorgungspläne
Die Verpflichtungen und das vorhandene Planvermögen der bestehenden Pensionspläne sind zum Teil demografischen, ökonomischen und rechtlichen Risiken ausgesetzt. Bei den demografischen Risiken handelt es sich insbesondere um das Langlebigkeitsrisiko der Rentenempfänger. Ökonomische Risiken beinhalten in diesem Sinne hauptsächlich unvorhersehbare Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die damit verbundenen Wechselwirkungen auf das Planvermögen und die Pensionsverpflichtungen. Rechtliche Risiken können z. B. aus Beschränkungen bei der Vermögensanlage und Mindestdotierungsvorschriften resultieren. Um diese Risiken deutlich zu minimieren, ist 2004 eine konzernweite Pensionsleitlinie eingeführt worden. Demnach sind neue Pensionspläne grundsätzlich nur als beitragsorientierte Pläne zu konzipieren, sodass die Belastungen aus Versorgungszusagen jederzeit tragbar, kalkulierbar und transparent sind und für das Unternehmen keine unbeeinflussbaren Risiken entstehen. Zudem ist der Bertelsmann-Konzern bestrebt, insbesondere bestehende endgehaltsabhängige Pensionsverträge in trendunabhängige Bausteinsysteme und Kapitalzusagen zu überführen. Aufgrund dieser Maßnahmen entfallen die Verpflichtungen nahezu vollständig auf geschlossene Pläne. Für den Bertelsmann-Konzern liegen Mindestdotierungsverpflichtungen bei den Plänen in den USA und Großbritannien vor. Der Pensionsplan in den USA unterliegt den Mindestfinanzierungsvereinbarungen gemäß dem "Employee Retirement Income Security Act of 1974" (ERISA). Hierbei wird generell ein ausfinanzierter Pensionsplan angestrebt, sodass sich die jährlichen Beiträge zum Planvermögen - wie bei einem beitragsorientierten Plan - lediglich auf die in dem Jahr erdienten Pensionsansprüche der versicherten Arbeitnehmer beschränken. Liegt keine vollständige Deckung der Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen vor, ist über diesen Beitrag hinaus ein weiterer Betrag dem Planvermögen zuzuführen, dessen Höhe eine Ausfinanzierung in einem Zeitraum von sieben Jahren gewährleistet. Die Pläne in Großbritannien unterliegen dem "Pensions Act 2004", der bei jährlicher Überwachung vorsieht, in einem Dreijahresturnus die Ausfinanzierung des Pensionsplanes versicherungsmathematisch zu überprüfen und gegebenenfalls aufgetretene Defizite durch weiteres Zuführen von Planvermögen zu eliminieren. Über die in den USA und Großbritannien beschriebenen Mindestdotierungsvorschriften hinaus bestehen keine weiteren wesentlichen regulatorischen Bestimmungen. Darüber hinaus war ein Konzernunternehmen bis zum 31. Dezember 2014 an einem Pensionsplan beteiligt, der gemeinschaftlich mit nicht verbundenen Unternehmen unterhalten wird (Multi-Employer Plan). Da die für eine Bilanzierung als leistungsorientierter Plan erforderlichen Informationen weder zeitgerecht noch in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, wurde dieser Versorgungsplan im Konzernabschluss entsprechend den Vorschriften für beitragsorientierte Pläne berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2015 ist der rückwirkende Austritt aus diesem gemeinschaftlichen Plan zum 1. Januar 2015 erklärt worden. Für die Ablösung der Verpflichtung gegen eine Einmalzahlung wurde bereits 2014 eine Rückstellung in Höhe von 16 Mio. € gebildet, die in dem Bilanzposten "Übrige Rückstellungen" unter den sonstigen Personalleistungen ausgewiesen wird. Die im ersten Halbjahr 2017 begonnenen Verhandlungen zur Einigung der Austrittsmodalitäten dauern weiterhin an, allerdings wird ein kurzfristiger Austritt gegen eine Einmalzahlung nicht mehr für wahrscheinlich gehalten. Die Rückstellung wurde daraufhin neu berechnet und beträgt zum 31. Dezember 2019 15 Mio. €. Seit April 2017 leistet die Gesellschaft monatliche Beitragszahlungen, die sich im Geschäftsjahr 2020 voraussichtlich auf 1 Mio. € belaufen werden. Die zu bildenden Rückstellungen werden nach IAS 19 ermittelt, ihre Bewertung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten. Die Höhe der Rückstellungen hängt von der Dienstzeit im Unternehmen sowie von den versorgungsrelevanten Bezügen ab. Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt auf Basis des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens, das jedem Dienstjahr den entsprechenden erdienten Leistungsanspruch zuordnet und dadurch im Vergleich zum Teilwertverfahren steigenden Dienstzeitaufwand unterstellt. Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtung ist dabei der zugrunde gelegte Rechnungszins von wesentlicher Bedeutung. Dieser basiert im Bertelsmann-Konzern auf dem "Mercer Yield Curve Approach". Hierbei wird jeweils für die Eurozone, Großbritannien und die USA eine "Spot Rate Yield Curve" auf Basis von hochwertigen Unternehmensanleihen erstellt. Um den Zeitwert des Geldes gemäß IAS 19.84 angemessen darzustellen, bleiben dabei in der Basis sowohl statistische Ausreißer, die in ihrer Risikoeinstufung deutlich höher oder niedriger liegen, als auch Anleihen, die zinsverzerrende Optionen besitzen, unberücksichtigt. Für die biometrischen Grundlagen der inländischen Pläne werden die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH zugrunde gelegt. Für die ausländischen Pensionspläne werden vergleichbare landesübliche Bewertungsgrundlagen herangezogen. Weitere signifikante versicherungsmathematische Annahmen werden wie folgt unterstellt: Versicherungsmathematische Annahmen
Eine Erhöhung oder Verminderung der oben genannten Annahmen im Vergleich zu den tatsächlich verwendeten Annahmen hätte folgende Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2019 gehabt: Auswirkungen der versicherungsmathematischen Annahmen
Um die Sensitivität der Langlebigkeit zu bestimmen, wurden die Sterblichkeitsraten für alle Begünstigten gleichmäßig so reduziert bzw. erhöht, dass sich die Lebenserwartung einer Person in einem landestypischen Rentenzugangsalter um ein Jahr erhöht oder vermindert. Der Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen haben sich wie folgt entwickelt: Entwicklung der leistungsorientierten Pläne
Von den Beiträgen zum Planvermögen entfallen 9 Mio. € (Vj.: 12 Mio. €) auf Deutschland. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen voraussichtlich auf 14 Mio. € belaufen. Im Inland bestehende Erstattungsansprüche für leistungsorientierte Verpflichtungen betragen 32 Mio. € (Vj.: 24 Mio. €) und werden in dem Bilanzposten "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen" ausgewiesen. Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen setzt sich folgendermaßen zusammen: Aufwand aus leistungsorientierten Plänen
Die Portfoliostruktur des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: Portfoliostruktur des Planvermögens
Das Planvermögen im Bertelsmann-Konzern dient ausschließlich der Erfüllung der Leistungsverpflichtungen. Um eine Risikokonzentration zu vermeiden, wird das Planvermögen in verschiedene Anlageklassen investiert. Das größte Planvermögen wird durch den Bertelsmann Pension Trust e. V. treuhänderisch im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) für Pensionszusagen der Bertelsmann SE & Co. KGaA und einige der deutschen Tochterunternehmen verwaltet. Für das CTA besteht keine Dotierungsverpflichtung. In der Berichtsperiode erfolgte eine Einzahlung in das Planvermögen in Höhe von 6 Mio. €. Die Anlage des Treuhandvermögens erfolgt entsprechend der Anlagerichtlinie des Treugebers als langfristig orientierter Total-Return-Ansatz. Diesem liegt die Zielsetzung zugrunde, mittels strategischer Asset-Allokation einen langfristig angemessenen Ertrag unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen und/oder Krisen zu erwirtschaften. Verantwortet wird die Kapitalanlage durch den Vorstand des Pension Trust, der den Treugeber regelmäßig über den Status und die Entwicklung des Pensionsvermögens unterrichtet. Die gewichtete durchschnittliche Duration der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2019 auf 17 Jahre (Vj.: 16 Jahre). Das Fälligkeitsprofil der erwarteten undiskontierten Pensionszahlungen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: Fälligkeitsprofil der Pensionszahlungen
Die pensionsähnlichen Verpflichtungen betreffen Rückstellungen für Dienstjubiläen, noch nicht abgeführte Beträge zu beitragsorientierten Plänen, Altersteilzeit und Abfertigungen. Abfertigungen werden beim Ausscheiden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Unternehmen gezahlt und beruhen auf gesetzlichen Verpflichtungen, vorwiegend in Italien und Österreich. Rückstellungen für Jubiläumszahlungen und Abfertigungen werden analog zu den Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen ermittelt, allerdings werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst. Arbeitnehmer in Deutschland, die das 55. Lebensjahr vollendet haben und in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen, können ihr Arbeitsverhältnis in ein Altersteilzeitarbeitsverhältnis umwandeln. Das Altersteilzeitarbeitsverhältnis dauert zwischen zwei und fünf Jahren. Die Aufteilungen der pensionsähnlichen Verpflichtungen können der folgenden Tabelle entnommen werden: Aufteilungen der pensionsähnlichen Verpflichtungen
19 Übrige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Drohverlustrisiken betreffen in Höhe von 64 Mio. € (Vj.: 89 Mio. €) die RTL Group und wurden im Wesentlichen für Programmrechte erfasst. Davon entfallen auf die Mediengruppe RTL Deutschland 46 Mio. € (Vj.: 74 Mio. €) und weitere 17 Mio. € (Vj.: 15 Mio. €) auf Groupe M6. Die im Vorjahr ausgewiesenen Rückstellungen für Drohverlustrisiken aus Mietverhältnissen in Höhe von 28 Mio. € wurden zum 1. Januar 2019 gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 16 mit den korrespondierenden Nutzungsrechten verrechnet. Diese Rückstellungen entfielen im Wesentlichen auf Penguin Random House. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten entfallen mit 69 Mio. € (Vj.: 71 Mio. €) im Wesentlichen auf Unternehmen der RTL Group. Sie decken erwartete Belastungen aus zum Teil mehrjährigen gerichtlichen Verfahren und außergerichtlichen Auseinandersetzungen ab. Hinsichtlich einer kartellrechtlichen Rechtsstreitigkeit wird auf den Risikobericht im zusammengefassten Lagebericht verwiesen. Die Restrukturierungsrückstellungen umfassen gemäß IAS 37 die Kosten für Personalabbau und sonstige Kosten, die mit der Beendigung von Unternehmensaktivitäten im Zusammenhang stehen. Für verschiedene Restrukturierungsprogramme innerhalb des Bertelsmann-Konzerns bestehen Rückstellungen in Höhe von 120 Mio. € (Vj.: 77 Mio. €). Die Zuführungen betreffen mit 54 Mio. € im Wesentlichen den Unternehmensbereich Bertelsmann Printing Group. Im April 2019 richtete Bertelsmann sein weltweites Druckgeschäft neu aus. Für die in diesem Zusammenhang getroffene Entscheidung, den Prinovis-Standort der Bertelsmann Printing Group in Nürnberg im Frühjahr 2021 zu schließen, wurde eine Rückstellung gebildet, die zum 31. Dezember 2019 51 Mio. € betrug. Weitere 50 Mio. € der Zuführungen entfallen auf diverse Restrukturierungen in den Unternehmensbereichen RTL Group, Gruner + Jahr und Arvato. Die Rückstellungen für sonstige Personalleistungen entfallen in Höhe von 15 Mio. € (Vj.: 16 Mio. €) auf eine Verpflichtung im Zusammenhang mit dem Austritt aus einem Multi-Employer Plan. Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 18 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen". Der Posten "Sonstige" enthält unter anderem eine Rückstellung in Höhe von 22 Mio. € (Vj.: 22 Mio. €) für Ausgleichsverpflichtungen aus Pensionsansprüchen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Prinovis-Standortes Ahrensburg gegenüber der Axel Springer SE. 20 Genusskapital
Der Marktwert der Genussscheine 2001 betrug 1.005 Mio. € bei einem Schlusskurs von 353,40 Prozent am letzten Handelstag des abgelaufenen Geschäftsjahres an der Frankfurter Wertpapierbörse (Vj.: 901 Mio. € bei einem Kurs von 317,01 Prozent) und entsprechend 34 Mio. € bei den Genussscheinen 1992 bei einem Kurs von 201,50 Prozent (Vj.: 33 Mio. € bei einem Kurs von 193,00 Prozent). Die Marktwerte sind der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen. Weitere Erläuterungen zum Genusskapital sind ausführlich im zusammengefassten Lagebericht dargestellt. 21 FinanzschuldenUnter den Finanzschulden werden alle zum Bilanzstichtag bestehenden verzinslichen Verpflichtungen gegenüber dem Kredit- und Kapitalmarkt ausgewiesen. Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen: Kurzfristige und langfristige Finanzschulden
Die im Geschäftsbericht 2018 ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden ab dem Geschäftsjahr 2019 als Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen. Weitere Erläuterungen zu den Leasingverbindlichkeiten finden sich unter Textziffer 22 "Leasingverbindlichkeiten". Dem Bertelsmann-Konzern stehen über verschiedene vertragliche Vereinbarungen variabel verzinsliche und festverzinsliche Mittel zur Verfügung. Die Finanzschulden sind in der Regel unbesichert. Im Juli 2019 hat Bertelsmann ein Schuldscheindarlehen über 75 Mio. € mit siebenjähriger Laufzeit begeben, davon sind 65 Mio. € festverzinslich und 10 Mio. € variabel verzinst. Das im Februar 2019 fällige festverzinsliche Schuldscheindarlehen in Höhe von 150 Mio. € wurde termingerecht zurückgeführt. Im Mai 2019 wurde ein fälliges festverzinsliches Schuldscheindarlehen in Höhe von 60 Mio. € fristgerecht zurückgezahlt. Des Weiteren führte Bertelsmann die im November 2019 fällige Floating Rate Note über 100 Mio. € termingerecht zurück. Zum Bilanzstichtag standen öffentlich notierte Anleihen, Privatplatzierungen und Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von 4.725 Mio. € (Vj.: 4.960 Mio. €) aus. Die Abweichungen der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Buchwerte von den Nominalwerten ergeben sich aus Transaktionskosten, Agien und Disagien. Anleihen und Schuldscheindarlehen
1) Börsennotiert.
Die Dokumentation der Anleihen der Bertelsmann SE & Co. KGaA aus 2012, 2014, 2016, 2017 und 2018 erfolgt auf der Grundlage von Rahmendokumentationen in Form von Debt-Issuance-Programmen. Die Hybridanleihen und Schuldscheindarlehen sowie die nicht börsennotierte Anleihe aus dem Jahr 2017 wurden auf Grundlage separater Dokumentationen begeben. Die Anleihen sind überwiegend mit einem Rating von "Baa1" (Moody's) bzw. "BBB+" (Standard & Poor's) versehen. Das Debt-Issuance-Programm wurde zuletzt im April 2018 aufdatiert. Die Transaktionskosten und vereinbarten Disagien oder Agien werden über die Laufzeit im Zinsergebnis berücksichtigt und verändern den Buchwert der Anleihen und Schuldscheindarlehen. Diese führen zum Jahresende zu einer Abweichung vom Nominalvolumen in Höhe von 23 Mio. € (Vj.: 29 Mio. €). Für die Bestimmung des Marktwerts der begebenen Anleihen werden grundsätzlich die Börsenkurse zu den Stichtagen herangezogen. Zum 31. Dezember 2019 betrug der kumulierte Marktwert der börsennotierten Anleihen 4.519 Mio. € (Vj.: 4.298 Mio. €) bei einem Nominalvolumen von 4.250 Mio. € (Vj.: 4.250 Mio. €) und einem Buchwert von 4.228 Mio. € (Vj.: 4.223 Mio. €). Die Börsenkurse sind der Stufe 1 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen. Bei Privatplatzierungen und Schuldscheindarlehen erfolgt die Ermittlung des Marktwerts anhand finanzmathematischer Verfahren auf Basis von Zinskurven, die um die Kreditmarge des Konzerns angepasst werden. Der dabei berücksichtigte Zinsaufschlag resultiert aus der am jeweiligen Stichtag gültigen Marktquotierung für Credit Default Swaps. Der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte liegen Diskontierungssätze von -0,29 Prozent bis 0,82 Prozent zugrunde. Die beizulegenden Zeitwerte der Privatplatzierungen und der Schuldscheindarlehen sind der Stufe 2 der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte zuzuordnen. KreditlinienDer Bertelsmann-Konzern verfügt über eine syndizierte Kreditvereinbarung mit international tätigen Großbanken in Höhe von 1.200 Mio. € (Vj.: 1.200 Mio. €), die im Juli 2019 vorzeitig bis 2024 erneuert wurde. Diese Kreditlinie kann von der Bertelsmann SE & Co. KGaA durch variabel verzinsliche Kredite in Euro, US-Dollar und Britischem Pfund auf Basis von EURIBOR bzw. LIBOR revolvierend ausgenutzt werden. Darüber hinaus verfügt Bertelsmann über weitere bilaterale Kreditlinien in Höhe von 200 Mio. € (Vj.: 470 Mio. €), die ebenfalls durch variabel verzinsliche Kredite auf Basis von EURIBOR revolvierend ausgenutzt werden können. Zum 31. Dezember 2019 wurden die Kreditlinien in Höhe von 20 Mio. € in Anspruch genommen (Vj.: 150 Mio. €). 22 LeasingverbindlichkeitenDie Fälligkeiten der Leasingverbindlichkeiten zum 31.12.2019 sind folgender Tabelle zu entnehmen: Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2019 wurden potenzielle zukünftige Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 341 Mio. € nicht in die Leasingverbindlichkeiten einbezogen, da nicht mit hinreichender Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass die Leasingverträge verlängert (oder nicht gekündigt) werden. Zukünftige Zahlungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverhältnissen für geringwertige Vermögenswerte werden nicht als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten erfasst. Für solche Leasingverhältnisse werden die Zahlungen linear als Aufwand erfasst (weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 5 "Sonstige betriebliche Aufwendungen"). Die Aufwendungen aus variablen Leasingzahlungen, die nicht in der Leasingverbindlichkeit enthalten sind, waren unwesentlich. Gleiches gilt für Erträge aus der Untervermietung von Nutzungsrechten und daraus resultierende künftige erwartete Leasingzahlungen. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die Leasingverbindlichkeiten 39 Mio. €. Diese umfassten ausschließlich Sachverhalte, die zuvor nach IAS 17 im Rahmen des Finanzierungsleasings bilanziert wurden. Zum 31. Dezember 2018 bestanden keine materiellen Untermietverhältnisse im Rahmen der Finanzierungsleasingverträge. Erläuterungen zu den korrespondierenden Nutzungsrechten finden sich unter Textziffer 10 "Sachanlagen und Nutzungsrechte". 23 Verbindlichkeiten
In dem Posten "Vertragsverbindlichkeiten" werden gemäß IFRS 15 Zahlungen ausgewiesen, die Bertelsmann vorzeitig, das heißt vor Erfüllung der vertraglichen Leistungen, erhalten hat. Sie werden als Umsatzerlöse erfasst, sobald die vertragliche Leistung erbracht wurde. Im Geschäftsjahr 2019 wurden dementsprechend Umsatzerlöse in Höhe von 530 Mio. € erfasst (Vj.: 405 Mio. €), die zu Beginn des Geschäftsjahres im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren. Wie im Vorjahr entfallen die Vertragsverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen auf Dienstleistungen, die von dem Unternehmensbereich Arvato in der Regel im Folgejahr zu erbringen sind. Zum 1. Januar 2018 betrugen die Vertragsverbindlichkeiten 538 Mio. €. In dem Posten "Rückerstattungsverbindlichkeiten" werden gemäß IFRS 15 im Wesentlichen Verbindlichkeiten für erwartete Remissionen der Unternehmensbereiche Penguin Random House und Gruner + Jahr in Höhe von 309 Mio. € ausgewiesen (Vj.: 296 Mio. €). Korrespondierend hierzu wird in dem Bilanzposten "Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte" in unwesentlicher Höhe ein Vermögenswert für das Recht zur Rückerstattung von Produkten von Kunden bei Begleichung der Erstattungsverpflichtung aktiviert. In dem Posten "Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" sind unter anderem Verbindlichkeiten in Höhe von 97 Mio. € (Vj.: 97 Mio. €) der Geschäftseinheit Arvato Financial Solutions enthalten, die im Rahmen des Forderungsmanagements-Dienstleistungsangebots bilanziert wurden. Darüber hinaus werden in diesem Posten Verbindlichkeiten in Höhe von 113 Mio. € (Vj.: 103 Mio. €) ausgewiesen, die im Zusammenhang mit verkauften Forderungen stehen, die Arvato Financial Solutions im Rahmen des Serviceangebotes zur Durchführung von Finanzdienstleistungen von Dritten erworben und weiterveräußert hat. Die langfristigen übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten umfassen außerdem enthaltene Andienungsrechte der nicht beherrschenden Anteilseigner von 24 Mio. € (Vj.: 46 Mio. €), Minderheitsanteile an Personengesellschaften in Höhe von 33 Mio. € (Vj.: 45 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Vermögenswerten in Höhe von 31 Mio. € (Vj.: 22 Mio. €). Unter den kurzfristigen übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zusätzlich Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Vermögenswerten in Höhe von 75 Mio. € (Vj.: 94 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von 23 Mio. € (Vj.: 18 Mio. €) berücksichtigt. 24 Außerbilanzielle VerpflichtungenDie außerbilanziellen Verpflichtungen teilen sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt auf: Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus (Ko-)Produktionen, Verträgen über Fernsehlizenzen und Übertragungsrechte sowie sonstigen Rechten und Lizenzen betreffen in Höhe von 1.770 Mio. € die RTL Group. Die Verpflichtungen aus Honorarvereinbarungen entfallen in Höhe von 897 Mio. € auf Penguin Random House und in Höhe von 124 Mio. € auf BMG. Die Verpflichtungen aus in der Erstellung befindlichen Vermögenswerten und nicht bilanzierten Leasingverträgen enthalten Verpflichtungen aus eingegangenen, aber noch nicht begonnenen Leasingverhältnissen. Zum 31. Dezember 2018 bestanden folgende außerbilanzielle Verpflichtungen:
Von den sonstigen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2018 entfielen 2.386 Mio. € auf die RTL Group. Diese resultieren aus Lieferverträgen über (Ko-)Produktionen, Verträgen über Fernsehlizenzen und Übertragungsrechte sowie sonstigen Rechten und Leistungen. Weitere 832 Mio. € der sonstigen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2018 entfielen auf Penguin Random House. Diese repräsentieren denjenigen Teil der gegenüber den Autoren zu erbringenden Verpflichtungen, für die noch keine Zahlungen geleistet worden sind und deren künftige Zahlungen von weiteren Ereignissen abhängen (beispielsweise Lieferung und Annahme des Manuskripts). Zum 31. Dezember 2018 bestanden sonstige Verpflichtungen in Höhe von 17 Mio. € für den Erwerb von Sachanlagen. Die Mietverpflichtungen mit Ausnahme der Verpflichtungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte werden seit dem 1. Januar 2019 als Leasingverbindlichkeiten bilanziert. Weitere Erläuterungen finden sich im Abschnitt "Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards". Für alle langfristigen Mietverpflichtungen, die als Operating Leases nach IAS 17 qualifiziert wurden, ergaben sich zum 31. Dezember 2018 folgende Mindestleasingzahlungen: Mindestleasingzahlungen Operating Leases
Diese Verpflichtungen betrafen im Wesentlichen Immobilienmietverträge. Den Verpflichtungen standen zum 31. Dezember 2018 erwartete Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen mit einem Nominalwert von 11 Mio. € gegenüber. Die unter Berücksichtigung landesspezifischer Zinssätze ermittelten Nettobarwerte zeigten die zur Begleichung der Verpflichtung notwendigen Nettoauszahlungen. 25 Zusätzliche Angaben zu FinanzinstrumentenDie Buchwerte und Bewertungskategorien finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten nach IFRS 9 zum 31. Dezember 2019 zeigen die beiden folgenden Tabellen: Buchwerte und Bewertungskategorien finanzieller Vermögenswerte
Buchwerte und Bewertungskategorien finanzieller Verbindlichkeiten
Die beizulegenden Zeitwerte der Anleihen und Schuldscheindarlehen sind der Note 21 "Finanzschulden" zu entnehmen. Die Buchwerte der weiteren zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Beizulegende Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte nach Bewertungskategorien
Eine Zuordnung der in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach Klassen ist aus den Tabellen zu den Buchwerten und Bewertungskategorien für das jeweilige Geschäftsjahr ableitbar. Die finanziellen Vermögenswerte der Bewertungsstufen 1 und 3 entfallen im Wesentlichen auf vom Unternehmensbereich Bertelsmann Investments gehaltene Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Finanzielle Vermögenswerte der Bewertungsstufe 3
Beizulegende Zeitwerte der finanziellen Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien
Finanzielle Verbindlichkeiten der Bewertungsstufe 3
Stufe 1: Der beizulegende Zeitwert von börsennotierten Finanzinstrumenten wird auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag bestimmt. Stufe 2: Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von nicht börsennotierten Derivaten verwendet Bertelsmann verschiedene finanzwirtschaftliche Methoden, die den zu den jeweiligen Bilanzstichtagen herrschenden Marktbedingungen und Risiken Rechnung tragen. Unabhängig von der Art des Finanzinstruments werden zukünftige Zahlungsströme auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven auf den Bilanzstichtag diskontiert. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminabschläge und -aufschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wird auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Warentermingeschäften wird von zum Bilanzstichtag veröffentlichten Börsennotierungen abgeleitet. Eventuell bestehende Inkongruenzen zu den standardisierten Börsenkontrakten werden durch Interpolation bzw. Hinzurechnungen berücksichtigt. Stufe 3: Sofern keine beobachtbaren Marktdaten vorliegen, erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Cashflow-basierten Bewertungsverfahren. Für erworbene Minderheitsbeteiligungen im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments wird grundsätzlich auf sogenannte qualifizierte Finanzierungsrunden zurückgegriffen. Die börsennotierten Finanzinstrumente mit vertraglichen Handelsbeschränkungen (Lock-ups) werden ebenfalls der Stufe 3 zugeordnet. Die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten nach Stufe 2 und Stufe 3 erfordert bestimmte Annahmen des Managements bezüglich der Inputfaktoren des Modells einschließlich Cashflows, Abzinsungssatz und Ausfallrisiko sowie Lebens-/Entwicklungszyklus der Start-up-Beteiligungen. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Bilanz saldiert, sofern Globalverrechnungsvereinbarungen oder ähnliche Vereinbarungen dem Bertelsmann-Konzern und der Gegenpartei einen Ausgleich auf Nettobasis erlauben. Ein Ausgleich auf Nettobasis ist dabei sowohl im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als auch beim Eintritt des Zahlungsausfalls einer Partei rechtlich wirksam. Darüber hinaus schließt Bertelsmann Finanzderivate ab, die die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz nicht erfüllen, da das Recht zur Saldierung von zukünftigen Ereignissen abhängig ist. Die Voraussetzungen für eine Saldierung der bilanzierten Finanzinstrumente werden in der Regel nicht erfüllt, sodass zum 31. Dezember 2019 wie auch im Vorjahr keine wesentlichen Saldierungen vorgenommen wurden. KreditausfallrisikoBertelsmann wendet gemäß IFRS 9 zur Bewertung erwarteter Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte eine vereinfachte Vorgehensweise an, nach der sich die Wertberichtigung an den über die Laufzeit erwarteten Kreditverlusten bemisst. Dazu wurden Wertberichtigungsmatrizen auf Basis historischer Forderungsausfälle, Laufzeitbänder und erwarteter Kreditausfälle erstellt. Die Bildung der Wertberichtigungsmatrizen erfolgte unternehmensbereichs- bzw. Business-Unit-spezifisch für Forderungsgruppen, die jeweils ähnliche Ausfallmuster aufweisen. Darüber hinaus werden separate Risikobeurteilungen vorgenommen. Die Vertragsvermögenswerte weisen im Wesentlichen die gleichen Risikoeigenschaften auf wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für gleichartige Verträge, sodass die erwarteten Ausfallraten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch eine angemessene Annäherung an die Ausfallraten für das Vertragsvermögen darstellen. Auf dieser Grundlage wurde die Wertberichtigung zum 31. Dezember 2019 sowohl für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch für das Vertragsvermögen wie folgt ermittelt: Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte
Die erwarteten Wertberichtigungssätze entsprechen den Durchschnittssätzen der jeweiligen unternehmensbereichsbzw. Business-Unit-spezifischen Forderungsgruppen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte in Höhe von -18 Mio. € erfasst (Vj.: -7 Mio. €). Eine Überleitungsrechnung der Anfangssalden auf die Schlusssalden der Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte im Geschäftsjahr 2019 ist folgender Tabelle zu entnehmen: Entwicklung der Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte
Für alle übrigen finanziellen Vermögenswerte, die dem Modell der erwarteten Kreditverluste unterliegen, wendet Bertelsmann die allgemeine Vorgehensweise an. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung der Anfangssalden auf die Schlusssalden der Wertberichtigung der betreffenden Finanzinstrumente: Entwicklung der Wertberichtigung für die übrigen finanziellen Vermögenswerte
Der identifizierte Wertminderungsaufwand für liquide Mittel war im Geschäftsjahr 2019 ebenso wie im Vorjahr unwesentlich. Wie im Vorjahr stellt der Buchwert aller Forderungen, Ausleihungen und Wertpapiere zum Bilanzstichtag das maximale Ausfallrisiko des Bertelsmann-Konzerns dar. Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich fixierten undiskontierten Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten für Tilgungen. Die Daten beruhen auf undiskontierten Cashflows, basierend auf dem frühesten Tag, an dem der Bertelsmann-Konzern zur Zahlung verpflichtet werden kann. Fälligkeitsanalyse für nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Den kurzfristigen Zahlungsabflüssen aus finanziellen Verbindlichkeiten stehen geplante Zahlungszuflüsse aus Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten gegenüber. Darüber hinaus verfügt die Bertelsmann SE & Co. KGaA zur Deckung kurzfristiger Mittelabflüsse über eine ausreichende Finanzierungsreserve in Höhe der zum Bilanzstichtag bestehenden liquiden Mittel und der freien Kreditlinien. Die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 findet sich unter Textziffer 22 "Leasingverbindlichkeiten". Auf Grundlage der vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten für die zum Stichtag bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich für den Bertelsmann-Konzern zukünftig folgende Zinszahlungen: Zukünftige Zinszahlungen
Finanzdienstleistungen im Zusammenhang mit verkauften ForderungenBertelsmann verkauft in speziellen Einzelfällen von Dritten angekaufte Forderungen an Finanzintermediäre. Bei den verkauften Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige, zum Teil kreditversicherte Forderungen, die Arvato Financial Solutions im Rahmen des Serviceangebotes zur Durchführung von Finanzdienstleistungen von Dritten erwirbt und teilweise an Finanzintermediäre fortlaufend weiterveräußert. Dieses Geschäft kann jederzeit unterjährig angepasst werden. Im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen zu den Forderungsverkäufen wurden im Wesentlichen weder alle Chancen noch alle Risiken, die mit den Forderungen in Verbindung stehen, übertragen oder zurückbehalten. Diese betreffen insbesondere mögliche Ausfälle und späte Bezahlung der verkauften Forderungen, sodass eine Forderung in Höhe des anhaltenden Engagements (Continuing Involvement) von 54 Mio. € (Vj.: 46 Mio. €) bilanziert wurde. Der Buchwert der damit verbundenen Verbindlichkeit beträgt 61 Mio. € (Vj.: 52 Mio. €). Dem liegt ein Volumen der verkauften Forderungen in Höhe von 379 Mio. € (Vj.: 340 Mio. €) zum Bilanzstichtag zugrunde. Risikomanagement von FinanzinstrumentenFinanzrisikomanagementAufgrund seiner internationalen Aktivitäten ist der Bertelsmann-Konzern einer Reihe von Finanzrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse und der Zinssätze. Das Risikomanagement von Bertelsmann ist darauf ausgerichtet, Risiken zu reduzieren. Der Vorstand legt die allgemeinen Richtlinien für das Risikomanagement fest und bestimmt so das generelle Vorgehen bei der Absicherung von Währungskurs- und Zinsänderungsrisiken sowie den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Die Zentrale Finanzabteilung berät die Tochterunternehmen bezüglich operativer Risiken und führt gegebenenfalls Sicherungen mittels derivativer Finanzgeschäfte durch. Bei operativen Risiken wird den Tochterunternehmen jedoch nicht vorgeschrieben, den Service der Zentralen Finanzabteilung in Anspruch zu nehmen. Einige Tochterunternehmen, so insbesondere die RTL Group, verfügen über eine eigene Finanzabteilung. Sie melden ihre Sicherungsgeschäfte quartalsweise der Zentralen Finanzabteilung. Weitere Informationen zu den Finanzmarktrisiken und zum Finanzrisikomanagement sind im zusammengefassten Lagebericht dargestellt. WährungsrisikoDer Bertelsmann-Konzern ist einem Kursänderungsrisiko bezüglich verschiedener Fremdwährungen ausgesetzt. Es wird den Tochterunternehmen empfohlen, jedoch nicht vorgeschrieben, sich gegen Fremdwährungsrisiken in der lokalen Berichtswährung durch den Abschluss von Termingeschäften mit Banken hoher Bonität abzusichern. Darlehen innerhalb des Konzerns, die einem Währungsrisiko unterliegen, werden durch derivative Finanzinstrumente gesichert. Sofern designierte Fremdwährungssicherungsgeschäfte den Effektivitätsanforderungen genügen, erfolgt die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft im Sinne des IFRS 9 zur Absicherung von Zahlungsströmen. Eine Reihe von Tochterunternehmen ist außerhalb des Euro-Währungsraumes angesiedelt. Die Steuerung der sich hieraus ergebenden Translationsrisiken erfolgt über das Verhältnis aus den wirtschaftlichen Finanzschulden und dem Operating EBITDA für die wesentlichen Währungsräume. Langfristig wird für jeden Währungsraum ein angemessenes Verhältnis der Finanzschulden zur operativen Ertragskraft angestrebt. Hierbei orientiert sich Bertelsmann an der für den Bertelsmann-Konzern definierten Höchstgrenze für den Leverage Factor. ZinsänderungsrisikoZinsänderungsrisiken liegen bei verzinslichen Vermögenswerten und Finanzschulden vor. Das Zinsänderungsrisiko des Bertelsmann-Konzerns wird zentral analysiert und in Abhängigkeit von den geplanten Nettofinanzschulden gesteuert. Maßgabe bei der Steuerung sind das Zinsergebnis des Konzerns im Zeitablauf und die Sensitivität für Zinsänderungen. Dabei wird ein ausgewogenes Verhältnis von variablen zu langfristig fest vereinbarten Zinsbindungen in Abhängigkeit von der absoluten Höhe, der geplanten Entwicklung der verzinslichen Verbindlichkeit und dem Zinsniveau angestrebt und über originäre sowie derivative Finanzinstrumente in der Steuerung umgesetzt. LiquiditätsrisikoLiquiditätsrisiken können durch die fehlende Möglichkeit einer Anschlussfinanzierung (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne) sowie durch die Verzögerung geplanter Zahlungseingänge und durch ungeplante Auszahlungen (Planrisiko) auftreten. Das Planrisiko bemisst sich aus einer Gegenüberstellung von Plan-Ist-Abweichungen einerseits und der Höhe der Reserven andererseits. Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne ist abhängig vom Volumen der Fälligkeiten in einer Periode. Das Liquiditätsrisiko wird laufend auf Basis des erstellten Budgets für das Budgetjahr und die Folgejahre überwacht. Dabei werden neue und ungeplante Geschäftsvorfälle (z. B. Akquisitionen) kontinuierlich einbezogen. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Steuerung von Planrisiken erfolgt durch ein effektives Cash Management sowie eine ständige Überwachung der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows. Zudem werden Laufzeiten für Finanzierungen so gewählt, dass Fälligkeiten über den Zeitablauf diversifiziert sind und sich somit ein Anstieg der Refinanzierungskosten nur langfristig auswirken würde. Kreditlinien bei Banken schaffen darüber hinaus Vorsorge für ungeplante Auszahlungen. KontrahentenrisikoIm Bertelsmann-Konzern bestehen Ausfallrisiken in Höhe der angelegten liquiden Mittel sowie der positiven Marktwerte der abgeschlossenen Derivate. Geldgeschäfte und Finanzinstrumente werden grundsätzlich nur mit einem fest definierten Kreis von Banken ("Kernbanken") hoher Bonität abgeschlossen. Die Bonität der Kernbanken wird anhand quantitativer und qualitativer Faktoren (Rating, CDS-Spreads, Börsenkursentwicklung etc.) fortlaufend beobachtet und klassifiziert. Die aus dieser Bonitätsbeurteilung abgeleiteten Kontrahentenlimite beziehen sich auf die liquiden Mittel und positiven Marktwerte der abgeschlossenen Derivate. Die Ausnutzung wird regelmäßig überwacht. Um auf veränderte Bonitätseinschätzungen reagieren zu können, ist die Anlage zum Teil sehr kurzfristig ausgerichtet. Des Weiteren werden zur Reduzierung der Ausfallrisiken mit Banken teilweise Tri-Party-Geschäfte abgeschlossen. Bei den Tri-Party-Geschäften handelt es sich um besicherte Geldanlagen. Als Sicherheit werden von den Banken zuvor definierte Wertpapiere bereitgestellt. Zum Bilanzstichtag waren keine Tri-Party-Geschäfte ausstehend, es wurden wie im Vorjahr keine Sicherheiten gewährt. Die Geschäftsabwicklung sowie die Sicherheitenverwaltung und -bewertung werden von einer Clearingstelle übernommen. Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch den teilweisen Abschluss von Kreditversicherungen gemindert. Der Bertelsmann-Konzern verfügt für diese Forderungen über Kreditsicherungen in Höhe von 632 Mio. € (Vj.: 713 Mio. €). KapitalmanagementDie finanzpolitischen Zielsetzungen des Bertelsmann-Konzerns sollen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Finanzierungssicherheit, Eigenkapitalrentabilität und Wachstum gewährleisten. Die Verschuldung des Konzerns soll sich hierbei insbesondere an den Anforderungen eines Credit Rating der Bonitätsstufe "Baa1/BBB+" orientieren. Die finanzielle Steuerung bei Bertelsmann erfolgt nach quantifizierten Finanzierungszielen, die einen zentralen Beitrag zur Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit des Konzerns leisten. Als Bestandteil des Planungsprozesses und einer laufenden Beobachtung sind sie Teil der Steuerungskennzahlen im weiteren Sinne. Die finanzielle Steuerungsgröße für die Begrenzung der Verschuldung im Bertelsmann-Konzern stellt der Leverage Factor von maximal 2,5 dar. Zum 31. Dezember 2019 lag der Leverage Factor bei 2,6 (Vj.: 2,7). Daneben soll die Coverage Ratio (Zinsdeckungsgrad) über einem Wert von vier liegen. Die Coverage Ratio betrug zum 31. Dezember 2019 8,5 (Vj.: 11,1). Die Eigenkapitalquote soll mindestens 25 Prozent der Konzernbilanzsumme betragen. Die Steuerung der Eigenkapitalquote orientiert sich hierbei an der Definition des Eigenkapitals nach IFRS. Nicht beherrschende Anteilseigner an Personengesellschaften werden, obwohl sie bei wirtschaftlicher Betrachtung Eigenkapital darstellen, als Fremdkapital bilanziert. Die Eigenkapitalquote betrug im Geschäftsjahr 2019 38,2 Prozent (Vj.: 38,8 Prozent) und erfüllte damit die interne finanzielle Zielsetzung. Zins- und WährungssensitivitätFür die Analyse des Zinsrisikos ist zwischen Cashflow- und Barwert-Risiken zu unterscheiden. Bei Finanzschulden, liquiden Mitteln und Zinsderivaten mit einer variablen Zinsbindung überwiegt das Cashflow-Risiko, da Veränderungen der Marktzinssätze sich - nahezu ohne Zeitverzug - im Zinsergebnis des Konzerns auswirken. Im Gegensatz hierzu entstehen Barwert-Risiken aus mittel- bis langfristig vereinbarten Zinsbindungen. Die bilanzielle Abbildung von Barwert-Risiken ist vom jeweiligen Finanzinstrument oder von einem im Zusammenhang mit Derivaten dokumentierten Sicherungszusammenhang (Micro-hedge) abhängig. Originäre Finanzschulden werden in der Bilanz bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Veränderungen des Marktwerts beschränken sich auf Opportunitätseffekte, da sich Zinsänderungen weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Eine hiervon abweichende Bilanzierung der originären Finanzschulden zum Marktwert wird auf Vorgänge beschränkt, für die im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Zins- und Währungssicherung über Derivate nach IFRS 9 ein Microhedge dokumentiert wird. In diesen Fällen wird die Marktwertänderung der Finanzschulden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, um gegensätzliche Effekte aus der Marktbewertung der zugehörigen Derivate zu einem wesentlichen Teil zu kompensieren. Für derivative Finanzinstrumente werden die Wirkungen aus Zinsänderungen grundsätzlich über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei dokumentierten Sicherungszusammenhängen (Cash Flow Hedges) erfolgt die Abbildung im Eigenkapital. Die Analyse der zu den Stichtagen bestehenden Cashflow- bzw. Barwert-Risiken erfolgt über eine Sensitivitätsberechnung als Nachsteuerbetrachtung. Hierbei wird eine Parallelverschiebung der Zinskurve um jeweils +/-1 Prozent für alle wesentlichen Währungen unterstellt. Die Analyse erfolgt auf Grundlage der Finanzschulden, der liquiden Mittel sowie der zu den Stichtagen bestehenden Derivate. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle dargestellt: Sensitivitätsanalyse der Cashflow-Risiken und Barwert-Risiken
In die Ermittlung der Fremdwährungssensitivität werden die zu den Stichtagen bestehenden Finanzschulden und operativen Geschäftsvorfälle sowie die vereinbarten Sicherungsgeschäfte einbezogen. Die Berechnung wird für die ungesicherte Nettoposition auf Basis einer angenommenen 10-prozentigen Aufwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen vorgenommen und als Nachsteuerbetrachtung dargestellt. Eine einheitliche Abwertung der Fremdwährungen hätte zu einer ergebniswirksamen Veränderung des Buchwerts von -7 Mio. € (Vj.: -2 Mio. €) geführt. Hiervon entfallen -2 Mio. € (Vj.: -1 Mio. €) auf eine Veränderung des US-Dollar bei einer Netto-Exposure von 39 Mio. US-$ (Vj.: 19 Mio. US-$). Das Eigenkapital wäre durch Schwankungen der Marktwerte aus dokumentierten Cash Flow Hedges um -22 Mio. € (Vj.: -34 Mio. €) verändert worden. Hiervon entfallen -24 Mio. € (Vj.: -37 Mio. €) auf eine Veränderung des US-Dollar bei einem Volumen dokumentierter Cash Flow Hedges von 389 Mio. US-$ (Vj.: 605 Mio. US-$). Bei einer einheitlichen Aufwertung der Fremdwährungen hätte dies für den Bertelsmann-Konzern zu gegenläufigen Veränderungen der genannten Beträge geführt. FinanzderivateBertelsmann verwendet als Finanzderivate marktübliche, überwiegend außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dies sind vor allem Terminkontrakte, Währungsswaps, Währungsoptionen, Zinsswaps und vereinzelt Warentermingeschäfte. Die Geschäfte werden ausschließlich mit Banken hoher Bonität getätigt. Abschlüsse der Zentralen Finanzabteilung erfolgen grundsätzlich nur mit einem durch den Vorstand genehmigten Bankenkreis. Das Nominalvolumen ist die Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- bzw. Verkaufsbeträge. Der überwiegende Teil der zum Stichtag bestehenden Finanzderivate mit einem Nominalvolumen von 5.734 Mio. € (Vj.: 5.233 Mio. €) dient zur Absicherung gegen Währungskursrisiken aus konzerninternen Finanzierungen. Auf diese Finanzderivate entfallen zum Bilanzstichtag insgesamt 3.723 Mio. € bzw. 65 Prozent (Vj.: 3.390 Mio. € bzw. 65 Prozent). Auf Finanzderivate, die zur Absicherung gegen Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft abgeschlossen wurden, entfallen zum Bilanzstichtag insgesamt 1.531 Mio. € bzw. 27 Prozent (Vj.: 1.363 Mio. € bzw. 26 Prozent). Des Weiteren werden Finanzderivate zur Absicherung gegen Zinsrisiken aus verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten eingesetzt. Finanzderivate werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen. Die Beziehungen zwischen Sicherungsinstrumenten und gesicherten Positionen sowie die Risikomanagementziele und -strategien im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Sicherungsgeschäften werden dokumentiert. Dieses Verfahren beinhaltet die Verknüpfung aller als Sicherungsinstrumente bestimmten Derivate mit den jeweiligen Vermögenswerten, Schulden, festen Verpflichtungen oder vorhergesehenen Transaktionen. Des Weiteren beurteilt und dokumentiert das Unternehmen sowohl bei Eingehen des Sicherungsgeschäfts als auch auf fortlaufender Basis, ob die als Sicherungsinstrument verwendeten Derivate hinsichtlich des Ausgleichs von Änderungen der Marktwerte oder Cashflows der gesicherten Positionen hochwirksam sind. Nominalvolumen und beizulegende Zeitwerte der Finanzderivate
Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzderivaten wird das Wahlrecht nach IFRS 13.48 (Nettorisikobetrachtung) genutzt. Für die Ermittlung des Kreditrisikos aus Finanzderivaten wird die jeweilige Nettoposition der beizulegenden Zeitwerte mit den Vertragspartnern zugrunde gelegt, da diese hinsichtlich ihrer Markt- oder Kreditausfallrisiken auf Basis einer Nettoposition gesteuert werden. Die Absicherung gegen das Fremdwährungsrisiko aus dem Kauf und Verkauf von Programmrechten und Output-Deals für das Fernsehgeschäft erfolgt über den Abschluss von Devisentermingeschäften. Bertelsmann sichert dabei zwischen 80 und 100 Prozent der kurzfristigen (innerhalb eines Jahres) zukünftigen Cashflows und zwischen 10 und 80 Prozent der längerfristigen (zwischen zwei und fünf Jahren) zukünftigen Cashflows ab. Die eingesetzten Derivate werden grundsätzlich unter Berücksichtigung der Volumina der abzusichernden Zahlungsströme im Rahmen von Cash Flow Hedges bilanziert. Der effektive Teil der Marktwertänderungen im Rahmen eines Cash Flow Hedge wird so lange im übrigen kumulierten Eigenkapital belassen, bis die erfolgswirksamen Auswirkungen der gesicherten Positionen eintreten oder ein Basis Adjustment vorliegt. Aus dem kumulierten übrigen Eigenkapital wurden in Bezug auf Cash Flow Hedges -4 Mio. € (Vj.: 3 Mio. €) in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Es handelt sich um Beträge vor Steuern. Der zum 31. Dezember 2019 im übrigen kumulierten Eigenkapital verbleibende Teil wird demnach die Gewinn- und Verlustrechnung in den nächsten Jahren im Wesentlichen beeinflussen. Ein ineffektiver Teil aus den Cash Flow Hedges bestand wie im Vorjahr nicht. Die Effekte aus nicht designierten Komponenten einer Cashflow-Sicherungsbeziehung (bspw. die Terminkomponente eines Fremdwährungsderivates bei einer Designation auf Spotbasis) wurden in Höhe von 16 Mio. € (Vj.: 10 Mio. €) unmittelbar erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In der nachfolgenden Tabelle wird eine Übersicht über die Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente gegeben, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Dabei wird unterschieden, ob sie in eine wirksame Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind oder nicht. Derivative Finanzinstrumente
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Restlaufzeiten der vertraglich festgelegten, im Rahmen eines derivativen Finanzinstruments zu tauschenden Beträge, für die Zahlungen auf Bruttobasis getauscht werden: Verbindlichkeiten aus Derivaten mit Bruttoausgleich
26 KapitalflussrechnungMit der auf IAS 7 basierenden Kapitalflussrechnung des Bertelsmann-Konzerns wird die Fähigkeit des Konzerns beurteilt, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu erwirtschaften. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, den Cashflow aus Investitionstätigkeit und den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung der Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit erfolgt mittels der indirekten Methode, wobei das EBIT um Auswirkungen nicht zahlungswirksamer Geschäftsvorfälle oder Abgrenzungen von vergangenen oder künftigen betrieblichen Ein- oder Auszahlungen (einschließlich Rückstellungen) sowie um Ertrags- oder Aufwandsposten, die den Cashflows aus der Investitionstätigkeit zuzurechnen sind, bereinigt wird. Darüber hinaus werden Zahlungsströme aus Ertragsteuern ebenso als Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit klassifiziert wie auch andere Zahlungsströme, die weder der Investitions- noch der Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind. Die operative Geschäftssteuerung des Bertelsmann-Konzerns erfolgt unter anderem auf Basis des Operating EBITDA und somit vor Finanzergebnis und Steuern, Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen sowie Sondereinflüssen. Der operative Erfolg und der sich hieraus ergebende Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sollen daher in einem konsistenten, vergleichbaren Verhältnis zueinander stehen. Aus diesem Grund werden im Geschäftsjahr gezahlte bzw. erhaltene Zinsen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist der Saldo aus dem Personalaufwand für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und den betrieblichen Auszahlungen für diese Verpflichtungen (weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 18 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen"). Einzahlungen in Pensionspläne in Höhe von 24 Mio. € (Vj.: 41 Mio. €) werden ebenfalls in diesem Posten erfasst. Bei den "Sonstigen Effekten" des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit handelt es sich um die Anpassungen von Ergebnissen at-equity bilanzierter Beteiligungen unter Berücksichtigung der von diesen erhaltenen Dividenden und um Bereinigungen im Zusammenhang mit zahlungsunwirksamen Erträgen und Aufwendungen. Bei der Aufstellung der Kapitalflussrechnung werden Effekte aus Fremdwährungskursänderungen und Veränderungen des Konsolidierungskreises berücksichtigt. Die Posten der Kapitalflussrechnung können daher nicht mit den entsprechenden Veränderungen auf Grundlage der veröffentlichten Bilanz abgestimmt werden. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen auch Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen sowie Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen und Beteiligungen. Hinsichtlich der im Geschäftsjahr erfolgten Erwerbe von Beteiligungen wird auf den Abschnitt "Akquisitionen und Desinvestitionen" verwiesen. Die Veräußerungen innerhalb des Geschäftsjahres sind dort ebenfalls gesondert dargestellt. In der Berichtsperiode wurden Finanzschulden in Höhe von 6 Mio. € (Vj.: 192 Mio. €) übernommen. Aufgrund der Übernahme oder des Verlusts der Beherrschung über Tochterunternehmen oder sonstige Geschäftseinheiten gingen Finanzschulden in Höhe von 14 Mio. € (Vj.: 2 Mio. €) ab. Der unter "Verkäufe von sonstigem Anlagevermögen" erfasste Betrag resultiert im Wesentlichen aus mehreren im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments getätigten Transaktionen, darunter aus dem Verkauf der Beteiligung an dem Tech-Unternehmen Bigo. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit werden neben den zahlungswirksamen Veränderungen des Eigenkapitals, der Finanzschulden, Leasingverbindlichkeiten und Dividendenausschüttungen auch gezahlte und erhaltene Zinsen (inklusive der gezahlten Zinsen aus Leasingverhältnissen) gezeigt. Der Posten "Aufnahme/Tilgung übrige Finanzschulden" umfasst Einzahlungen in Höhe von 185 Mio. € (Vj.: 214 Mio. €) und Auszahlungen in Höhe von -252 Mio. € (Vj.: -374 Mio. €). Die Auszahlungen enthalten unter anderem die Rückzahlung eines Bankdarlehens in Höhe von 150 Mio. € durch die Bertelsmann SE & Co. KGaA. Im Vorjahr betrafen die Auszahlungen unter anderem die Ablösung von Finanzschulden in Höhe von -165 Mio. € im Zusammenhang mit der Übernahme der Anteile an OnCourse Learning. Die übrigen Ein- und Auszahlungen im Vorjahr entfielen im Wesentlichen auf kurzfristige Darlehen mit kurzen Laufzeiten und entsprechend großer Umschlagshäufigkeit. Der Posten "Sonstige Effekte" enthält wie im Vorjahr im Wesentlichen zahlungswirksame Veränderungen im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 2019 -288 Mio. €. Der Posten "Veränderung des Eigenkapitals" beträgt 81 Mio. € und wird im Wesentlichen durch die Transaktion im Zusammenhang mit Majorel bedingt (weitere Erläuterungen hierzu finden sich unter Textziffer 11 "Anteile an anderen Unternehmen"). Im Vorjahr betrug der Posten "Veränderung des Eigenkapitals" -59 Mio. € und betraf mit -29 Mio. € im Wesentlichen die Ausübung der Put-Option für die Anteile an Relias Learning. Weitere -18 Mio. € entfielen im Vorjahr auf den Erwerb eigener Anteile durch Groupe M6. Die zahlungswirksamen und die zahlungsunwirksamen Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten zum 31. Dezember 2019 zeigt folgende Tabelle: Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten
Zum 31. Dezember 2019 betreffen die sonstigen nichtzahlungswirksamen Veränderungen der Leasingverbindlichkeiten im Wesentlichen im Geschäftsjahr 2019 neu abgeschlossene Leasingverträge. Die zahlungswirksamen und die zahlungsunwirksamen Veränderungen der Finanzschulden zum 31. Dezember 2018 zeigt folgende Tabelle:
27 SegmentberichterstattungIFRS 8 "Geschäftssegmente" fordert die Orientierung der externen Segmentberichterstattung an der internen Organisations- und Managementstruktur sowie an intern verwendeten Steuerungs- und Berichtsgrößen. Der Bertelsmann-Konzern umfasst acht, nach der Art der angebotenen Produkte und Dienstleistungen differenzierte, operative berichtspflichtige Segmente (RTL Group, Penguin Random House, Gruner + Jahr, BMG, Arvato, Bertelsmann Printing Group, Bertelsmann Education Group und Bertelsmann Investments), über die von Segmentmanagern an den Vorstand der Bertelsmann Management SE in seiner Funktion als Hauptentscheidungsträger im Sinne des IFRS 8 berichtet wird. Der Bereich Corporate umfasst im Wesentlichen Aufgaben in den Bereichen Rechnungswesen und Berichterstattung, Steuern, Recht, Personal, Informationstechnologie, interne Revision, Unternehmenskommunikation sowie die Führung, die Steuerung und strategische Weiterentwicklung des Konzerns, die Sicherung der erforderlichen Finanzierungsmittel, die Risikosteuerung und die laufende Optimierung des Beteiligungsportfolios. Die Eliminierungen segmentübergreifender Verflechtungen werden in der Spalte "Konsolidierung" ausgewiesen. Die Definition der einzelnen Segmentangaben entspricht, wie auch in der Vergangenheit, der für die Konzernsteuerung zugrunde gelegten Definition. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt in der Segmentberichterstattung grundsätzlich nach denselben IFRS-Vorschriften wie im Konzernabschluss. Das investierte Kapital ergibt sich aus den Vermögenspositionen der Bilanz, die dem operativen Betriebszweck dienen, abzüglich solcher Verbindlichkeiten, die dem Unternehmen unverzinslich zur Verfügung stehen. Die Umsatzerlöse innerhalb des Konzerns werden grundsätzlich nur zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch bei Geschäften mit Konzernfremden verwendet werden, abgewickelt. Als Steuerungsgröße zur nachhaltigen Ermittlung des operativen Ergebnisses wird das Operating EBITDA genutzt. Auch die Beurteilung der Leistung der operativen Segmente erfolgt anhand dieser Steuerungsgröße. Das Operating EBITDA repräsentiert das durch das jeweilige Segmentmanagement erwirtschaftete operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern sowie Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen und ist um Sondereinflüsse bereinigt. Die Bereinigung um Sondereinflüsse ermöglicht die Ermittlung einer normalisierten Ergebnisgröße und erleichtert dadurch die Prognosefähigkeit und Vergleichbarkeit. Die Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen je Segment betreffen Sachanlagen und Nutzungsrechte und immaterielle Vermögenswerte, wie sie unter den Textziffern 9 "Immaterielle Vermögenswerte" und 10 "Sachanlagen und Nutzungsrechte" ausgewiesen werden. Konzerninterne Leasingverhältnisse werden der internen Steuerung entsprechend gemäß IFRS 8 in der Segmentberichterstattung als operative Mietverhältnisse mit linearer Aufwands- und Ertragserfassung dargestellt. Die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann Investments wird im Wesentlichen auf Basis des EBIT ermittelt. Für jedes Segment sind die Ergebnisse von und die Anteile an at-equity bilanzierten Beteiligungen angegeben, sofern diese Unternehmen dem Segment eindeutig zugeordnet werden können. Das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen wird vor Wertminderungen gezeigt. Zusätzlich zur Segmentaufteilung werden die Umsatzerlöse entsprechend dem Standort des Kunden und nach Erlösquellen aufgeteilt. Langfristige Vermögenswerte werden zusätzlich nach dem Standort des jeweiligen Unternehmens angegeben. Die tabellarischen Segmentinformationen finden sich auf Seite 52 f. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Segmentinformationen zum Konzernabschluss: Überleitung der Segmentinformationen auf das Konzernergebnis
28 Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAls nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für den Bertelsmann-Konzern die Personen und Unternehmen, die den Bertelsmann-Konzern beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diesen ausüben oder durch den Bertelsmann-Konzern beherrscht, gemeinschaftlich geführt bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden bestimmte Mitglieder der Familie Mohn, die Mitglieder des Vorstands der Bertelsmann Management SE als persönlich haftender Gesellschafterin und des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie deren nahe Familienangehörige, inklusive der von ihnen jeweils beherrschten oder gemeinschaftlich geführten Unternehmen, und die Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierten Unternehmen des Bertelsmann-Konzerns sowie deren Tochterunternehmen als nahestehende Personen und Unternehmen definiert. Darüber hinaus ist auch der Bertelsmann Pension Trust e.V. als nahestehendes Unternehmen anzusehen (weitere Erläuterungen hierzu finden sich unter Textziffer 18 "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen"). Die Kontrolle über den Bertelsmann-Konzern übt die Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH (BVG), Gütersloh, eine nicht operativ tätige Besitzgesellschaft, aus. Die Johannes Mohn GmbH hat der Bertelsmann SE & Co. KGaA mitgeteilt, dass ihr unmittelbar mehr als 50 Prozent der Aktien der Bertelsmann Management SE sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA gehören. Der Reinhard Mohn Verwaltungsgesellschaft mbH gehören jeweils mehr als 25 Prozent der Aktien der Bertelsmann Management SE sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA. In der Rechtsform der KGaA werden die Geschäfte von einer persönlich haftenden Gesellschafterin geführt. Im Fall der Bertelsmann SE & Co. KGaA nimmt die Bertelsmann Management SE, vertreten durch ihren Vorstand, die Geschäftsführung wahr. Die gesetzlich vorgeschriebenen Gremien umfassen Aufsichtsrat und Hauptversammlung auf Ebene der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung auf Ebene der Bertelsmann Management SE. Der Aufsichtsrat der KGaA wird von den Kommanditaktionären in der Hauptversammlung gewählt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE werden durch die Hauptversammlung der Bertelsmann Management SE bestimmt. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann SE & Co. KGaA sowie der Bertelsmann Management SE werden von der BVG kontrolliert. Die Vergütungen für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfassen: Vergütungen des Managements in Schlüsselpositionen
Die ausgewiesenen Vergütungen enthalten auch die Bezüge für die Tätigkeiten der Aufsichtsratsmitglieder der Bertelsmann SE & Co. KGaA im Aufsichtsrat der Bertelsmann Management SE. Geschäftsvorfälle mit in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu konsolidierten Tochterunternehmen bestanden in der Berichtsperiode die folgenden Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen: Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
In Verpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen sind Pensionsverpflichtungen und variable Vergütungsbestandteile sowie langfristige Incentivierung enthalten. Unter "Sonstige nahestehende Personen" werden primär Transaktionen mit der persönlich haftenden Gesellschafterin Bertelsmann Management SE gezeigt. Die Verpflichtungen zum Stichtag resultieren aus weiterbelasteten Aufwendungen. Zum 31. Dezember 2019 bestehen gegenüber assoziierten Unternehmen Bürgschaften in unwesentlicher Höhe (Vj.: 0 Mio. €). An den Eventualverbindlichkeiten der assoziierten Unternehmen hatte Bertelsmann wie im Vorjahr keinen Anteil. Zum 31. Dezember 2018 bestand gegenüber einem brasilianischen Fonds, der sich auf Bildungsunternehmen, insbesondere im Bereich Gesundheitswesen, fokussiert und von Bertelsmann gemeinsam mit weiteren Partnern und der Investmentgesellschaft Bozano Investimentos aufgelegt wurde, eine Einzahlungsverpflichtung in Höhe von 31 Mio. €. Zum 31. Dezember 2019 bestehen keine vergleichbaren Einzahlungsverpflichtungen gegenüber dem Fonds. Einzahlungsverpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2019 gegenüber den University Ventures Funds in Höhe von 9 Mio. €. Kapitaleinzahlungen an assoziierte Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 3 Mio. € (Vj.: 21 Mio. €) erbracht. Darüber hinaus erfolgten im Geschäftsjahr 2019 Kapitalausschüttungen von assoziierten Unternehmen in Höhe von 18 Mio. €, die nahezu vollständig auf den University Ventures Funds entfielen (Vj.: 0 Mio. €). Zum 31. Dezember 2019 waren Darlehen in Höhe von 8 Mio. € an assoziierte Unternehmen ausgegeben (Vj.: 9 Mio. €). Wie im Vorjahr waren keine Darlehen gegenüber assoziierten Unternehmen aufgenommen worden. Im Geschäftsjahr 2019 wurden wie im Vorjahr keine signifikanten Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen assoziierte Unternehmen erfasst. Gemeinschaftsunternehmen weisen gegenüber dem Bertelsmann-Konzern zum 31. Dezember 2019 keine Verpflichtungen aus abgeschlossenen, aber noch nicht begonnenen Leasingverhältnissen aus (im Vorjahr Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verträgen gemäß IAS 17 in Höhe von 3 Mio. €). Eventualverbindlichkeiten seitens Gemeinschaftsunternehmen stehen zum 31. Dezember 2019 in Höhe von 18 Mio. € (Vj.: 22 Mio. €) aus. Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen in Bezug auf Gemeinschaftsunternehmen der RTL Group in Höhe von 7 Mio. € (Vj.: 10 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2019 wurden wie auch im Vorjahr keine Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen erfasst. Zum 31. Dezember 2019 wurden Darlehen in Höhe von 2 Mio. € (Vj.: 1 Mio. €) an Gemeinschaftsunternehmen ausgegeben. Aufgenommen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen waren Darlehen in Höhe von 23 Mio. € (Vj.: 2 Mio. €). Wie im Vorjahr wurden keine Kapitaleinzahlungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen erbracht. 29 Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm März 2020 hat Bertelsmann eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 675 Mio. € mit einer Laufzeit von bis zu 18 Monaten vereinbart. Diese Kreditlinie kann von der Bertelsmann SE & Co. KGaA durch variabel verzinsliche Kredite in Euro und US-Dollar auf Basis von EURIBOR bzw. LIBOR in Anspruch genommen werden und dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung sowie der Deckung eines kurzfristigen Finanzmittelbedarfs im Rahmen des Erwerbs der restlichen Anteile an Penguin Random House. 30 Befreiung Tochterunternehmen von Aufstellung, Prüfung und OffenlegungFür folgende Tochterunternehmen wurden für das zum 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB über die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften zur Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht sowie über die Prüfung und Offenlegung von Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen:
Weiterhin wurden für das zum 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB für folgende Gesellschaften in Anspruch genommen:
Das konsolidierte Tochterunternehmen Arvato SCM Ireland Limited in Balbriggan, Irland, macht von der Freistellung von der Publikationspflicht seines Jahresabschlusses, geregelt in Section 357 des Republic of Ireland Companies Act 2014, Gebrauch. 31 Zusätzliche Angaben nach § 315e HGBDie Vergütung des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2019 beträgt 1.727.667 € zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die Mitglieder des Vorstands erhielten in der Berichtsperiode Bezüge in Höhe von insgesamt 26.381.799 €, davon von der Bertelsmann Management SE 16.319.406 €. Ehemalige Mitglieder des Vorstands der Bertelsmann Management SE und der Bertelsmann AG und ihre Hinterbliebenen erhielten Bezüge in Höhe von 5.789.051 €, davon von der Bertelsmann SE & Co. KGaA 5.393.417 €. Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands der Bertelsmann AG und der Bertelsmann Management SE beträgt bei der Bertelsmann SE & Co. KGaA und der Bertelsmann Management SE insgesamt 89.532.742 €. Die Mitglieder der Aufsichtsräte und des Vorstandes sind auf den Seiten 150 ff. angegeben. Die Honorare für die Tätigkeit des Konzernabschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 7 Mio. €, davon entfallen 6 Mio. € auf Honorare für die Abschlussprüfung. Für sonstige Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige darüber hinausgehende Leistungen wurde von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 1 Mio. € berechnet. Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten vor allem die Honorare für die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses, die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung der Einzelabschlüsse der Bertelsmann SE & Co. KGaA und ihrer Tochterunternehmen. Die Honorare für sonstige Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen gesetzliche vorgeschriebene oder freiwillig beauftragte Bestätigungsleistungen durch den Abschlussprüfer. Die Honorare für sonstige Leistungen umfassen Honorare für projektbezogene Beratungs- und Due-Diligence-Leistungen. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum 31. Dezember 2019 und im Jahresdurchschnitt zeigt die folgende Tabelle: Mitarbeiteranzahl
32 Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsDie persönlich haftende Gesellschafterin Bertelsmann Management SE und der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Bertelsmann SE & Co. KGaA von 663 Mio. € wie folgt zu verwenden: Bilanzgewinn der Bertelsmann SE & Co. KGaA
Die Dividende je Stammaktie beträgt somit 2.149 €. Die persönlich haftende Gesellschafterin Bertelsmann Management SE hat den Konzernabschluss am 16. März 2020 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Gütersloh, den 16. März 2020 Bertelsmann
SE & Co. KGaA,
Der Vorstand Thomas Rabe Markus Dohle Immanuel Hermreck Bernd Hirsch Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Bertelsmann-Konzerns sowie der Bertelsmann SE & Co. KGaA so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Bertelsmann-Konzerns bzw. der Bertelsmann SE & Co. KGaA beschrieben sind.
Gütersloh, den 16. März 2020 Bertelsmann
SE & Co. KGaA,
Der Vorstand Thomas Rabe Markus Dohle Immanuel Hermreck Bernd Hirsch Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung und der Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, einschließlich der nichtfinanziellen Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte 2 Werthaltigkeit der Anteile an assoziierten Unternehmen 3 Pensionsrückstellungen 4 Bildung der Unternehmensgruppe Majorel Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: 1 Sachverhalt und Problemstellung 2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3 Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1 Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte1 In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 8,5 Mrd. (31,3 % der Konzernbilanzsumme bzw. 81,7 % des Konzerneigenkapitals) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt zunächst auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung. Übersteigt dieser bereits den Buchwert, so wird auf die Berechnung eines Nutzungswertes verzichtet. Da in der Regel keine Preise aus aktiven Märkten (Ausnahme: Börsenkurs der RTL Group und Groupe M6) oder vergleichbaren Transaktionen aus der jüngeren Vergangenheit für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten im Allgemeinen wie der Nutzungswert mittels Discounted Cash Flow-Modellen (DCF) ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Planung des Konzerns den Ausgangspunkt für grundsätzlich zwischen drei und fünf Detailplanungsperioden, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital", "WACC") der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests kam es auch nach Berücksichtigung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Education Services zu Wertminderungen von insgesamt € 27 Mio. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der vom Vorstand verabschiedeten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt, die ermittelten spezifischen durchschnittlichen Kapitalkosten gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt. Für Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, bei denen eine für möglich gehaltene Änderung einer Annahme zu einem erzielbaren Betrag unterhalb des Buchwerts der jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte führen würde, haben wir uns davon vergewissert, dass die erforderlichen Anhangangaben gemacht wurden. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte der RTL Group und der Groupe M6 haben wir anhand der Börsenbewertung zum Bilanzstichtag beurteilt. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerten sind in Abschnitt 9 des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten. 2 Werthaltigkeit der Anteile an assoziierten Unternehmen1 In den im Konzernabschluss der Gesellschaft ausgewiesenen Anteilen an at-equity bilanzierten Beteiligungen sind € 0,6 Mrd. Anteile an assoziierten Unternehmen enthalten. Für Anteile an assoziierten Unternehmen wird eine zweistufige Werthaltigkeitsprüfung vorgenommen. In einem ersten Schritt wird der Anteil des Investors am Wertminderungsaufwand für die Vermögenswerte des assoziierten Unternehmens erfasst. Sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert der Anteile an dem assoziierten Unternehmen im Wert gemindert sein könnte, ist in einem zweiten Schritt für die Anteile als Ganzes eine Werthaltigkeitsprüfung erforderlich und gegebenenfalls ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand zu erfassen. Dazu wird im Rahmen des Werthaltigkeitstests der Buchwert des jeweiligen Anteils am assoziierten Unternehmen dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich zunächst auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung. Übersteigt dieser bereits den Buchwert, so wird auf die Berechnung eines Nutzungswertes verzichtet. Da mit Ausnahme von Atresmedia keine Preise aus aktiven Märkten oder vergleichbaren Transaktionen aus der jüngeren Vergangenheit für die Anteile an assoziierten Unternehmen vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten im Allgemeinen wie der Nutzungswert mittels Discounted Cash Flow-Modellen (DCF) ermittelt. Dabei bildet die Planung des assoziierten Unternehmens den Ausgangspunkt (Detailplanungszeitraum drei und fünf Jahre). In den Planungen des assoziierten Unternehmens sind auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital", "WACC"). Für den aus Konzernsicht wesentlichen Anteil an Atresmedia wird der erzielbare Betrag aus dem Nutzungswert (Value in Use) abgeleitet. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests kam es bei dem assoziierten Unternehmen Atresmedia zu einer Wertminderung von € 50 Mio. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen assoziierten Unternehmen, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der Planung für das assoziierten Unternehmen haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten erzielbaren Ertrags haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen für die Anteile an assoziierten Unternehmen mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum erzielbaren Betrag) durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass die jeweiligen Buchwerte der Beteiligungen unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags der Anteile an Atresmedia haben wir anhand des Nutzungswerts zum Bilanzstichtag gewürdigt und die Berechnung der Höhe der Wertminderung nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen sind in Abschnitt 11 des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten. 3 Pensionsrückstellungen1 In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" insgesamt € 2,0 Mrd. ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen setzen sich aus den Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von € 4,6 Mrd., dem Planvermögen in Höhe von € 2,8 Mrd. (bilanzierte Nettoschuld € 1,8 Mrd., davon € 1,9 Mrd. Pensionsrückstellungen) sowie weiteren pensionsähnlichen Verpflichtungen in Höhe von € 0,1 Mrd. zusammen. Der überwiegende Anteil entfällt mit € 3,6 Mrd. auf Altersversorgungszusagen aus Deutschland. Die übrigen Verpflichtungen entfallen im Wesentlichen auf Großbritannien und die USA, wobei in den USA in geringem Maße Verpflichtungen aus Plänen zur medizinischen Versorgung bestehen. Die Bewertung der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen erfolgt nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method). Dabei sind insbesondere Annahmen über die zukünftigen Gehalts- und Rentensteigerungen, die durchschnittliche Lebenserwartung (Biometrie) und die Fluktuation zu treffen. Ferner ist zu jedem Bilanzstichtag der Abzinsungssatz aus der Rendite hochwertiger, währungskongruenter Unternehmensanleihen mit Laufzeiten, die mit den voraussichtlichen Fristigkeiten der Verpflichtungen übereinstimmen, abzuleiten. Die Bewertung des Planvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der wiederum mit Schätzungsunsicherheiten behaftet sein kann. Ein hoher Anteil des Planvermögens wird durch den Bertelsmann Pension Trust e.V. treuhänderisch im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement ("CTA") für Pensionszusagen der Bertelsmann SE & Co. KGaA und einige deutsche Tochterunternehmen verwaltet. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir uns unter anderem mit den spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen befasst und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter sowie das den Bewertungen zugrunde liegende Bewertungsverfahren auf Standardkonformität und Angemessenheit überprüft. Zudem wurden auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten die Verpflichtungsentwicklung sowie die Kostenkomponenten vor dem Hintergrund der eingetretenen Änderungen in den Bewertungsparametern sowie den Veränderungen im Mengengerüst analysiert und plausibilisiert. Für die Prüfung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens haben wir für die im Planvermögen enthaltenen Fondsanteile entsprechende Bankbestätigungen eingeholt. Des Weiteren haben wir die beizulegenden Zeitwerte der im Planvermögen enthaltenen Vermögenswerte in angemessenen Stichproben mit den jeweiligen Marktpreisen verglichen. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den Ansatz und die Bewertung der betragsmäßig bedeutsamen Pensionsrückstellungen zu rechtfertigen. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Pensionsrückstellungen sind in Abschnitt 18 des Anhangs zum Konzernabschluss enthalten. 4 Bildung der Unternehmensgruppe Majorel1 Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft ihr Customer-Relationship-Management-Geschäft ("Arvato CRM") mit dem CRM-Geschäft der marokkanischen Saham Group in der Unternehmensgruppe Majorel ("Majorel" zusammengelegt und in diesem Zuge ihre Anteile an den Arvato CRM-Geschäften abgestockt. Im Ergebnis halten beide Gesellschafter je 50 % der Anteile an Majorel. Im Konzernabschluss wird Majorel konsolidiert, da die Gesellschaft über mehrheitsvermittelnde Entsenderechte in den maßgeblichen Entscheidungsgremien verfügt und damit Majorel im Sinne des IFRS 10 beherrscht. Die Anteilsabstockung wurde als Transaktion unter Anteilseignern in Übereinstimmung mit IFRS 10 unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Insgesamt erhöhte sich das auf die Bertelsmann-Aktionäre entfallende Konzerneigenkapital (einschließlich der Umgliederung von übrigen Eigenkapital-Posten) um € 20 Mio. Der Erwerb der Customer-Relationship-Management-Geschäfte der Saham Group wurde als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 unter Berücksichtigung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Unternehmensgruppe Majorel trägt hinsichtlich der Umsatzerlöse als auch der Vermögenswerte einen wesentlichen Teil zum Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA bei. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt aufgrund der Komplexität der Gesamttransaktion und der wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns im Hinblick auf die Abbildung der Zusammenlegung der Customer-Relationship-Management-Geschäfte in der Unternehmensgruppe Majorel zunächst ein Verständnis von den vertraglichen Grundlagen verschafft und die bilanzielle Würdigung der gesetzlichen Vertreter beurteilt. Anschließend haben wir beurteilt, ob eine Beherrschung von Majorel durch Bertelsmann im Sinne des IFRS 10 vorliegt und uns dazu unter anderem mit den Führungsstrukturen befasst und die Entscheidungsbefugnisse gewürdigt, welche Bertelsmann in den maßgeblichen Entscheidungsgremien hat. Bezüglich der Darstellung in der Eigenkapitalveränderungsrechnung haben wir die erhaltene Gegenleistung aus Sicht der Bertelsmann-Aktionäre mit den vertraglichen Vereinbarungen und weiteren zugrunde liegenden Nachweisen abgestimmt sowie den Zugang in den Anteilen der nicht beherrschenden Gesellschafter beurteilt. Zudem haben wir die bilanzielle Abbildung des Unternehmenszusammenschlusses hinsichtlich der CRM-Geschäfte von Saham nachvollzogen und beurteilt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt davon überzeugen, dass die bilanzielle Abbildung der Zusammenlegung der CRM-Geschäfte von Bertelsmann und der Saham Group sachgerecht erfolgte und die dieser Bilanzierung zugrunde liegenden Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter begründet und hinreichend dokumentiert sind. 3 Die Angaben der Gesellschaft zur Einschätzung der Beherrschung über Majorel sind im Konzernanhang des Konzernabschlusses im Bereich "Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen" enthalten. Die Angaben zu den Auswirkungen der Zusammenlegung des Customer-Relationship-Management-Geschäfts auf die Konzerneigenkapitalposten werden in Abschnitt 11 "Anteile an anderen Unternehmen" des Anhangs zum Konzernabschluss gemacht. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen - mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 21. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. Juli 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der Bertelsmann SE & Co. KGaA, Gütersloh, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Landau.
Bielefeld, den 16. März 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian Landau, Wirtschaftsprüfer Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre, die Weltwirtschaft wuchs auch im Berichtsjahr 2019 weiterhin moderat, wenngleich das Expansionstempo insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften leicht nachließ. Die für Bertelsmann relevanten Märkte entwickelten sich erwartungsgemäß uneinheitlich. Die TV-Werbemärkte verzeichneten Rückgänge in Deutschland, Frankreich, Belgien und Spanien, in den Niederlanden blieben sie hingegen stabil und in Ungarn zeigten sie ein deutliches Wachstum. Die Video-on-Demand-Märkte in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden wiesen ein starkes Wachstum auf. Die relevanten Märkte für gedruckte Bücher entwickelten sich insgesamt leicht positiv. In den USA und Großbritannien gingen die Verlagsumsätze mit E-Books moderat zurück, während die Märkte für Audiobücher ihr starkes Wachstum fortsetzten. Die Zeitschriftenmärkte in Deutschland und Frankreich waren geprägt durch stark rückläufige Anzeigenmärkte sowie einen moderaten bis deutlichen Rückgang der Vertriebsmärkte, wogegen die relevanten Digitalmärkte erneut stark wuchsen. Anhaltendes Wachstum verzeichneten sowohl die Musikmärkte für Verlags- und Recording-Rechte als auch die Dienstleistungsmärkte in den für Bertelsmann relevanten Branchen. Die europäischen Druckmärkte gingen weiter zurück, wobei sich die Offsetdruckmärkte robuster entwickelten als die Tiefdruckmärkte. Dagegen setzten die für Bertelsmann relevanten Bildungsmärkte ihr Wachstum fort. In diesem heterogenen Marktumfeld konnte der Bertelsmann-Konzern bei einem leichten organischen Umsatzwachstum sein operatives Ergebnis sowie den Anteil der Wachstumsgeschäfte am Konzernumsatz weiter steigern. Der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat auch im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat die persönlich haftende Gesellschafterin, die Bertelsmann Management SE, die durch ihren Vorstand vertreten wird, bei der ihr obliegenden Leitung und Führung der Geschäfte des Unternehmens beraten und überwacht. Gegenstand dieses Berichts ist die Tätigkeit des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Die Tätigkeit des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE, des Aufsichtsrats der persönlich haftenden Gesellschafterin der Bertelsmann SE & Co. KGaA, ist nicht Gegenstand der Berichterstattung. Beratung und Überwachung des Vorstands der Bertelsmann Management SEIm Rahmen seiner Beratungs- und Überwachungstätigkeit war der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA in die für das Unternehmen bedeutsamen Entscheidungen und Geschäftsvorgänge unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert und eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat wurde von der persönlich haftenden Gesellschafterin, vertreten durch den Vorstand der Bertelsmann Management SE, regelmäßig sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form zeitnah und umfassend über alle für die Bertelsmann SE & Co. KGaA bedeutsamen Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der beabsichtigten Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung informiert. In den Sitzungen des Aufsichtsrats standen zahlreiche Sachthemen und Vorhaben zur Diskussion an. Die Berichterstattung des Vorstands umfasste unter anderem die Lage und Entwicklung des Unternehmens, vor allem die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage, sowie wesentliche Geschäftsvorfälle, insbesondere größere Investitions- und Desinvestitionsvorhaben. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den festgelegten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat anhand der vorgelegten Unterlagen geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig über die Entwicklung der Finanzschulden informieren lassen. Ein weiteres Augenmerk des Aufsichtsrats galt der Risikolage sowie dem Risikomanagement. Das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und das interne Revisionssystem waren Gegenstand regelmäßiger Berichterstattungen und Erörterungen. Auch über die Entwicklung der Corporate Governance und Compliance bei Bertelsmann hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig berichten lassen. Über die Corporate Governance und die Compliance bei Bertelsmann berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam auf den Seiten 142-144. Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit war die Befassung mit der Managemententwicklung und die routinemäßige Nachfolgeplanung für den Vorstand. AufsichtsratsplenumGegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum des Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA waren die Berichte des Vorstands zur aktuellen Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche sowie die Berichterstattung über die Konzernplanung und wesentliche Geschäftsvorfälle, insbesondere größere Investitions- bzw. Desinvestitionsvorhaben. Der Aufsichtsratsvorsitzende, der zugleich auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE ist, berichtete im Aufsichtsratsplenum regelmäßig und ausführlich über die Themen und den Verlauf der Erörterungen im Aufsichtsrat der Bertelsmann Management SE. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in seinen Sitzungen regelmäßig über den Stand der Umsetzung der Konzernstrategie auf dem Laufenden gehalten. Der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat gemeinsam mit dem Vorstand der Bertelsmann Management SE grundsätzliche Fragen der strategischen Konzernentwicklung erörtert und Modifikationen an der Konzernstrategie besprochen. Soweit in Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung vorgesehen, fasste das Plenum die notwendigen Beschlüsse. Im Geschäftsjahr 2019 kam der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen und zu einer gemeinsam mit dem Vorstand durchgeführten zweitägigen Strategieklausur zusammen. In der ersten Sitzung des Aufsichtsrats am 31. Januar 2019 stand neben dem Bericht über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage die Erörterung und anschließende Beschlussfassung über das Konzernbudget 2019 im Mittelpunkt. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat auch mit Überlegungen zur weiteren Entwicklung des Konzernportfolios von Bertelsmann. Ein weiteres Thema war die Erörterung des Investitionsantrags der RTL Group zum Erwerb von 100 Prozent der Anteile an Gulli, dem führenden französischen Free-TV-Kindersender. In der darauffolgenden Sitzung am 22. März 2019 berichtete der Vorstand insbesondere über die aktuelle Geschäftslage und den Stand der Strategieumsetzung. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2018 sowie des zusammengefassten Lageberichts. Auf Empfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses und nach Erörterung mit dem Abschlussprüfer Pricewaterhouse-Coopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) billigte der Aufsichtsrat den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 sowie den zusammengefassten Lagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Auch der Gewinnverwendungsvorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin wurde gebilligt. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Wahlempfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 und den Prüfer des Halbjahresfinanzberichts gefolgt und hat über seinen entsprechenden Vorschlag an die Hauptversammlung beschlossen. Weitere Themen der Sitzung waren die Diskussionen über die künftig integrierte Gesamtstrategie für das Druckgeschäft des Konzerns sowie über die Neuausrichtung der Führungs- und Organisationsstruktur der Bertelsmann Printing Group. Der Aufsichtsrat informierte sich auch über den Bereich Corporate Learning mit seinem innovativen Aus-und Weiterbildungsangebot für den Bertelsmann-Konzern. Der Aufsichtsrat befasste sich ferner mit dem Umsetzungs- und Implementierungsprozess der neuen Bertelsmann Essentials "Kreativität & Unternehmertum". Im Rahmen der zweitägigen Sitzung des Aufsichtsrats am 3. und 4. Juli 2019 fand der jährliche gemeinsame Strategiedialog von Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Aufsichtsrat verschaffte sich zunächst ein aktuelles Bild vom Stand der Strategieumsetzung und von den seit dem letzten Strategiedialog erzielten Fortschritten bei der Transformation des Konzernportfolios. Er konnte ein immer stärker werdendes operatives Wachstum, einen zunehmenden Umsatzanteil digitaler und wachstumsstarker Geschäfte und einen Rückgang der Werbeabhängigkeit der Konzerngeschäfte feststellen. Der Konzern hat auch seine Geschäfte in den Wachstumsregionen China, Indien und Brasilien weiter ausbauen können. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit beispielhaften Wachstums- und Innovationsprojekten aus den einzelnen Unternehmensbereichen sowie mit vorbildlichen Kooperationsprojekten zwischen einzelnen Geschäften verschiedener Bereiche. Die vorgestellte Personalstrategie bildet ein wesentliches Element für den Umsetzungserfolg der Konzernstrategie. Der Aufsichtsrat sieht den Konzern aufgrund der aus der Strategieklausur gewonnenen Erkenntnisse für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt. In der letzten Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres am 7. November 2019 befasste sich der Aufsichtsrat wiederum mit der Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und erhielt vom Vorstand einen Ausblick auf das Gesamtgeschäftsjahr. Sehr umfassend waren der Bericht und die anschließende Diskussion des aktuellen Stands der Strategieumsetzung und der geplanten Kapitalallokation. Der Aufsichtsrat diskutierte auch die Ergebnisse der im Jahr 2019 intern durchgeführten Evaluation der Aufsichtsratsarbeit. Nach eigener Einschätzung bewegt sich die Arbeit des Bertelsmann-Aufsichtsrats auch im Vergleich zu anderen Aufsichtsratsgremien auf einem hohen Niveau. Einzelne Anregungen, die im Rahmen des Evaluationsverfahrens gemacht wurden, wurden diskutiert und sollen umgesetzt werden. Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2019 durchgeführten öffentlichen Ausschreibungs- und Auswahlverfahren für das Abschlussprüfermandat für das Geschäftsjahr 2020 sowie für das Geschäftsjahr 2021 befasste sich der Aufsichtsrat in der Sitzung am 7. November 2019 mit der entsprechenden Wahlempfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses. Auf der Grundlage dieser Wahlempfehlung und der hierin zum Ausdruck gebrachten Präferenz des Prüfungs- und Finanzausschusses beschloss der Aufsichtsrat, der Hauptversammlung zu empfehlen, die KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Berlin zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, zum Prüfer für den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 sowie zum Prüfer für eine prüferische Durchsicht des Halbjahreskonzernabschlusses und des Zwischenlageberichtes (Halbjahresfinanzbericht) zum 30. Juni 2020 zu wählen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in laufendem Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden, und hat sich über die aktuelle Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informieren lassen. Es haben alle Aufsichtsratsmitglieder an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Potenzielle Interessenkonflikte im Aufsichtsrat sind nicht entstanden. Der Aufsichtsrat hat sich mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex und deren Befolgung durch Bertelsmann befasst. Ein gemeinsamer Bericht von Aufsichtsrat und Vorstand der Bertelsmann Management SE zur Corporate Governance im Unternehmen ist auf Seite 142 ff. dieses Geschäftsberichts zu finden. Als nicht börsennotiertes Unternehmen gibt Bertelsmann keine formelle Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes ab. Prüfungs- und Finanzausschuss des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA hat zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben im Rahmen seines Verantwortungsbereichs den Prüfungs- und Finanzausschuss eingerichtet. Der Prüfungs- und Finanzausschuss hat vier Mitglieder, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende nicht den Vorsitz dieses Ausschusses innehat. Vorsitzender des Prüfungsund Finanzausschusses ist Bodo Uebber. Entsprechend der Vorgabe des Deutschen Corporate Governance Kodex ist der Vorsitzende des Prüfungs- und Finanzausschusses unabhängig im Sinne der Kodex-Anforderungen und verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Die Mitglieder des Prüfungs- und Finanzausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit den Sektoren, in denen die Bertelsmann SE & Co. KGaA tätig ist, vertraut. Der Prüfungs- und Finanzausschuss erörterte im Rahmen der ihm zugewiesenen Aufgaben im Berichtsjahr insbesondere Fragen der Unternehmensfinanzierung, der Finanzlage des Konzerns, der Finanzplanung, der Steuerpolitik sowie einzelne negative Planabweichungen des Geschäftsverlaufs von Konzerngeschäften. Ferner befasste sich der Ausschuss eingehend mit der Rechnungslegung und dem Rechnungslegungsprozess und überwachte die Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Risikoüberwachungs- und Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems sowie des internen Revisionssystems. Er hat sich hierzu auch vom Leiter der Konzernrevision regelmäßig Bericht erstatten lassen. Der Ausschuss befasste sich ferner mit Fragen der Compliance, insbesondere mit der Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des Compliance-Management-Systems. Er ließ sich in diesem Rahmen auch über einzelne berichtenswerte Compliance-relevante Vorfälle im Konzern informieren. Des Weiteren widmete sich der Prüfungs- und Finanzausschuss eingehend der mittlerweile weit fortgeschrittenen Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung bei Bertelsmann. Hier wurde der Prüfungs- und Finanzausschuss über die weiterentwickelte Datenschutzstrategie und die Struktur der Datenschutzorganisation im Konzern informiert. Ein regelmäßiger Gegenstand der Tagesordnungen der Sitzungen des Prüfungs- und Finanzausschusses waren die Lage und die Weiterentwicklung der Cyber-Security sowie der IT-Sicherheitsstruktur im Konzern. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Prüfungs- und Finanzausschusses im Geschäftsjahr 2019 war die Durchführung und Steuerung zweier getrennter öffentlicher Ausschreibungsverfahren für das Abschlussprüfermandat zur Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Bertelsmann SE & Co. KGaA entsprechend den Regelungen und Vorgaben der EU-Verordnung zur Abschlussprüfung Nr. 537/2014 ("EU-VO") sowie der EU-Abschlussprüferrichtlinie ("AP-RiLi") für das Geschäftsjahr 2020 sowie für das Geschäftsjahr 2021. Da PwC seit dem Geschäftsjahr 2011 Abschlussprüfer der Bertelsmann SE & Co. KGaA ist, musste das Mandat spätestens für das Geschäftsjahr 2021 ausgeschrieben werden. Der Prüfungs- und Finanzausschuss legte die Ausgestaltung des Auswahlverfahrens fest, einschließlich des Zeitplans, der Auswahlkriterien und des entsprechenden Scoringmodells. Die operative Durchführung des Auswahlverfahrens wurde an ein Projektteam unter Führung des Finanzvorstands delegiert, wobei sich der Prüfungs- und Finanzausschuss für alle Fragen des Ausschreibungsverfahrens das Letztentscheidungsrecht vorbehielt. Ein externer Berater wurde zur Sicherstellung der Compliance und zur Unterstützung des Auswahlverfahrens beauftragt. Im Rahmen eines Pre-Qualifikationsverfahrens wurden interessierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaften zur Abgabe von ersten Angeboten eingeladen und die Erfüllung von Mindestkriterien wurde festgestellt. Vor Einholung vollständiger schriftlicher Angebote sind vom Projektteam eine Vielzahl von Workshops mit allen beteiligten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, denen auch ein virtueller Datenraum zur Verfügung gestellt wurde, durchgeführt worden. Teil des Ausschreibungsverfahrens waren auch Präsentationen der potenziellen Prüfungsteams vor der Projektgruppe und Vertretern des Prüfungs- und Finanzausschusses. Nach umfassender Prüfung und Auswertung der finalen Angebote beschloss der Prüfungs- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 28. August 2019 dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, entweder KPMG oder PwC zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und für den zusammengefassten Lagebericht des Konzerns und der Bertelsmann SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2020 zu wählen. Dabei sprach der Prüfungs- und Finanzausschuss seine Präferenz für KPMG aus. Die umfassende Begründung der beiden Wahlempfehlungen sowie der eigenen Präferenz des Prüfungs- und Finanzausschusses ist Teil des schriftlichen Berichts über das Ausschreibungsverfahren an den Aufsichtsrat. Der Ausschuss konnte auch erklären, dass seine Empfehlung frei von ungebührlicher Einflussnahme Dritter war und dass der Prüfungs- und Finanzausschuss in seiner Entscheidung frei war. Das parallel durchgeführte Ausschreibungsverfahren für die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2021 wurde mit der Entscheidung des Aufsichtsrats am 7. November 2019, der Hauptversammlung KPMG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 zu empfehlen, eingestellt. Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit des Prüfungs- und Finanzausschusses bildete die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses (siehe unten, Abschnitt "Jahres- und Konzernabschlussprüfung"). Die Prüfungsschwerpunkte der Abschlussprüfung 2018 waren bereits während des Geschäftsjahres 2018 vom Prüfungs- und Finanzausschuss mit dem Abschlussprüfer erörtert und dann in einer Ausschusssitzung festgelegt worden. Ebenso waren auch die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte des Bestätigungsvermerks mit dem Abschlussprüfer in der Ausschusssitzung Ende Januar 2019 vorab erörtert worden. Die vorläufigen Ergebnisse der Konzern- und Jahresabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2018 wurden vom Vorsitzenden des Prüfungs- und Finanzausschusses in einem fortlaufenden Prozess vor der Bilanzsitzung des Ausschusses, die am 22. März 2019 stattfand, mit dem Abschlussprüfer eingehend diskutiert. Der Ausschuss befasste sich in diesem Zusammenhang auch mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Es gab dabei keine Anhaltspunkte für Befangenheitsgründe oder eine Gefährdung der Unabhängigkeit. Der Halbjahresfinanzbericht 2019 wurde vor seiner Veröffentlichung am 28. August 2019 im Ausschuss ausführlich erörtert. Der Prüfungs- und Finanzausschuss der Bertelsmann SE & Co. KGaA kam im Berichtsjahr 2019 zu vier Sitzungen zusammen. Darüber hinaus wurde eine Telefonkonferenz durchgeführt. Der Vorsitzende des Prüfungs- und Finanzausschusses oder sein Vertreter informierten im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung das Aufsichtsratsplenum kontinuierlich über die Arbeit des Ausschusses. Zu einzelnen Tagesordnungspunkten waren die jeweiligen Leiter von Fachabteilungen vertreten. Zusätzlich führte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auch Einzelgespräche mit dem verantwortlichen Abschlussprüfer durch. Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2019Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, ist seit dem Geschäftsjahr 2011 Abschlussprüfer für die Bertelsmann SE & Co. KGaA und den Konzern. Als für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Christian Landau seit dem Geschäftsjahr 2016 und Volker Voelcker seit dem Geschäftsjahr 2018. PwC hat den vom Vorstand der Bertelsmann Management SE aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht der Bertelsmann SE & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, einschließlich der nichtfinanziellen Erklärung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss ist nach den Regeln des HGB aufgestellt worden; der Konzernabschluss der Bertelsmann SE & Co. KGaA wurde gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats hatte entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für die Jahresabschlussprüfung und die Konzernabschlussprüfung vergeben. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Aufgrund einer Erweiterung des Prüfungsauftrags ist vom Abschlussprüfer auch das Risikofrüherkennungssystem der Bertelsmann SE & Co. KGaA beurteilt und im Sinne des § 91 Absatz 2 AktG für geeignet befunden worden. Die vorläufigen Ergebnisse der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte wurden mit dem Abschlussprüfer in einer Videokonferenz am 10. März 2020 erörtert. Die Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie die weiteren Abschlussunterlagen wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats fristgemäß vor der Bilanzsitzung zugesandt. Der Abschlussprüfer hat am 16. März 2020 im Prüfungs- und Finanzausschuss sowie im Plenum des Aufsichtsrats jeweils an der Bilanzsitzung teilgenommen. Hierbei hat er umfangreich Bericht erstattet und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Er konnte bestätigen, dass im Rahmen der Abschlussprüfung keine wesentlichen Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems festgestellt wurden. Der Prüfungs- und Finanzausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte intensiv diskutiert. Das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer wurde sorgfältig bei der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses herangezogen. Der Prüfungs- und Finanzausschuss hat dem Plenum über die Prüfung des Jahresabschlusses bzw. Konzernabschlusses sowie der Prüfungsberichte in dessen Sitzung ausführlich berichtet. Das Plenum des Aufsichtsrats hat am 16. März 2020 unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses und des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers sowie nach weiterer Diskussion mit dem Abschlussprüfer den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht intensiv geprüft und eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat folgte damit der entsprechenden Empfehlung des Prüfungs- und Finanzausschusses und erhob nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses bzw. Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts keine Einwendungen. Die vom Vorstand der Bertelsmann Management SE aufgestellten Abschlüsse wurden gebilligt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sowie den Bericht zur Corporate Governance wie auch seine Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungspunkten der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Mai 2020 verabschiedet. Der Aufsichtsrat hat ferner den Vorschlag des Vorstands der Bertelsmann Management SE zur Höhe der Verwendung des Bilanzgewinns an die Aktionäre geprüft und sich diesem angeschlossen. Die vom Vorstand der Bertelsmann Management SE vorgeschlagene Gewinnausschüttung ist nach Ansicht des Aufsichtsrats angesichts der Höhe des Bilanzgewinns und unter Berücksichtigung des konjunkturellen Umfelds, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens sowie der Interessen der Aktionäre angemessen. Veränderungen im Vorstand der Bertelsmann Management SE und im Aufsichtsrat, Ziele für die Zusammensetzung des AufsichtsratsDie Geschäfte der Bertelsmann SE & Co. KGaA werden von ihrer persönlich haftenden Gesellschafterin, der Bertelsmann Management SE, vertreten durch ihren Vorstand, geführt. Im Vorstand der Bertelsmann Management SE veränderte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 die personelle Zusammensetzung nicht. Herr Rabe übernahm jedoch mit Wirkung ab dem 1. April 2019 auf der Grundlage einer Einwilligung des Personalausschusses der Bertelsmann Management SE neben seiner Verantwortung für den Vorstandsvorsitz der Bertelsmann Management SE zusätzlich die Aufgabe als CEO der RTL Group S.A. Im Laufe des Geschäftsjahres bzw. des Berichtszeitraums ergaben sich folgende Veränderungen im Aufsichtsrat: Herr Murat Cetin schied am 28. Februar 2019 aus dem Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA aus. Herr Kasper Rorsted schied am 31. März 2019 aus dem Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA aus. Herr Ian Hudson wird zum 30. April 2020 aus dem Aufsichtsrat ausscheiden. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen dreien für die langjährige, sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Derzeit sind alle neun Mitglieder des Aufsichtsrats der Bertelsmann Management SE auch Mitglieder des zurzeit dreizehnköpfigen Aufsichtsrats der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Für den Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA, die kein börsennotiertes Unternehmen ist, findet das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" keine Anwendung. Dennoch unterstützt der Aufsichtsrat die Zielsetzung des Gesetzes. Strategisch verfolgt der Aufsichtsrat das Ziel, auch durch die Vielfalt seiner Mitglieder seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion gerecht zu werden. Der Aufsichtsrat wird aber bis auf Weiteres keine Zielquote für Frauen im Aufsichtsrat festlegen. Er ist davon überzeugt, dass im Unternehmen in den Bereichen der Nachfolgeplanung, der Managemententwicklung und der Auswahlprozesse geeignete Maßnahmen getroffen wurden, um die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen nachhaltig zu implementieren. Im Aufsichtsrat soll der derzeit bestehende Frauenanteil im Fall von Neubesetzungen nicht zurückgehen. Idealerweise haben die Biografien von Neumitgliedern Bezüge zu den Wachstumsregionen und -märkten von Bertelsmann. (Dazu siehe auch der Abschnitt "Vielfalt als gelebte Praxis" im Bericht zur Corporate Governance auf Seite 143 f.) Neben den drei Vertretern der Familie Mohn und den vier Vertretern der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht der Aufsichtsrat der Bertelsmann SE & Co. KGaA ausschließlich aus unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern. Der Aufsichtsrat erkennt die Intention der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex bei ihrer Forderung nach einer Festsetzung von Zielen für eine Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Dauer der Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat an. Vor dem Hintergrund der besonderen Gesellschafterstruktur von Bertelsmann und der bereits in der Satzung der Gesellschaft enthaltenen Altersgrenzenregelung erscheint es dem Aufsichtsrat aber nicht angebracht, bei Bertelsmann weitere bzw. weitergehende Zielvorgaben zu Altersgrenze und Zugehörigkeitsdauer zu formulieren. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand für seinen großen Einsatz und seine gute unternehmerische Leistung im Geschäftsjahr 2019 seine Anerkennung aus. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bertelsmann-Konzerns und der Unternehmensleitung für ihr Engagement und ihren Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2019.
Gütersloh, den 16. März 2020 Christoph Mohn, Aufsichtsratsvorsitzender Bertelsmann Geschäftsbericht 2019 149 Anteilsbesitz gem. § 285 und § 313 HGB für die Bertelsmann SE & Co. KGaA und den Bertelsmann Konzern zum 31. Dezember 2019List of shareholdings according to § 285 and § 313 HGB for Bertelsmann SE & Co. KgaA and the Bertelsmann Group as per December 31, 2019Nachfolgende Tabellen zeigen den Anteilsbesitz der Bertelsmann SE & Co. KGaA gem. § 285 Nr. 11 HGB und des Bertelsmann Konzerns gem. § 313 Abs. 2 HGB. Bei den Angaben zu den Werten von Eigenkapital und Ergebnis handelt es sich grundsätzlich um IFRS Werte. Fußnoten zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende zusammengefasst. / The tables below show the shareholdings of the Bertelsmann SE & Co. KGaA according to Section 285 No. 11 of the German Commercial Code (HGB) and Bertelsmann Group according to section 313 (2) HGB. Information about equity and net result of the companies complies with International Financial Reporting Standards. Footnotes on the tables below are presented at the end. I. Mutterunternehmen / Parent Company
II. Im
Konzernabschluss vollkonsolidierte Unternehmen sowie nach
der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen /
|
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| Name und Sitz der Gesellschaft - Name and pace of the company |
Eigenkapital -Equity
(T€) |
Ergebnis -Result
(T€) |
Direkte Beteiligung durch Konzerngesellschaft(en) -Direct share by group company / companies | Konzernanteil -Group share | |
| II.A. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen / Fully consolidated Subsidiaries | |||||
| Ägypten / Egypt | |||||
| Eclipse Technologies for Business Services S.A.E., Kairo | 1,568 | -12 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Egyptian Call Center Operators S.A.E., Gizeh | 8,511 | 703 | 100.00 % | 50.00 % | |
| International Company for Administrative and Human Development S.A.E., Kairo | 599 | 52 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Argentinien / Argentina | |||||
| Fremantle Productions Argentina S.A., Buenos Aires | 0 | 51 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Market Self S.A., Buenos Aires | 265 | 26 | 85.00 % | 64.11 % | |
| Penguin Random House Grupo Editorial S.A., Buenos Aires | 5,773 | -72 | 100.00 % | 75.43 % | |
| Armenien / Armenia | |||||
| Majorel Armenia LLC, Jerewan | -582 | -586 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Australien / Australia | |||||
| Better Way Records Pty Ltd, Surry Hills | -79 | -1 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG AM International Pty Ltd, Surry Hills | -375 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG AM Pty Ltd, Surry Hills | 6,159 | 891 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Production Music (Australia) Pty Ltd, Surry Hills | -445 | 19 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Rights Management (Australia) Pty Ltd, Surry Hills | 7,352 | -2,990 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Easy Tiger Holdings Pty Ltd, St. Leonards | 4,771 | 109 | 75.00 % | 56.83 % | |
| Easy Tiger Productions Pty Ltd, Sydney | 1,350 | 137 | 100.00 % | 56.83 % | |
| Forum 5 Pty Ltd, Melbourne | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Australia Holdings Pty Ltd, St. Leonards | 477 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Australia Pty Ltd, St. Leonards | 28,441 | 1,753 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Grundy Organization Pty Ltd, St. Leonards | 309 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Orient Pacific Music Pty Ltd, Surry Hills | 277 | 31 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Origin Network Pty Ltd, Surry Hills | -13 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Penguin Australia Pty Ltd, Docklands | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Penguin Random House Australia Pty Ltd, Docklands | 34,097 | 5,987 | 100.00 % | 75.00 % | |
| RHA Holdings Pty Ltd, Melbourne | -1,365 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| SpotXchange Australia Pty Ltd, Sydney | -187 | -520 | 100.00 % | 75.77 % | |
| The Broken Shore Holdings Pty Ltd, St. Leonards | - | - | 100.00 % | 57.01 % | 1 |
| The Broken Shore Pty Ltd, St. Leonards | - | - | 100.00 % | 57.01 % | 1 |
| Belgien / Belgium | |||||
| Best of TV Benelux S.P.R.L., Brüssel | 1,183 | 106 | 100.00 % | 18.75 % | |
| Cobelfra S.A., Brüssel | 10,198 | 8,734 | 100.00 % | 33.52 % | |
| E2C BVBA, Temse | -3,997 | -27 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Freecaster BVBA, Naninne | 108 | -69 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Belgium NV, Brüssel | 3,285 | 186 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Home Shopping Service Belgique S.A., Brüssel | 85 | -89 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Inadi S.A., Brüssel | 2,077 | 336 | 100.00 % | 33.52 % | |
| IP Belgium S.A., Brüssel | 120,295 | 8,735 | 100.00 % | 50.01 % | |
| Optilens SPRL, Jette | 460 | -1 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Radio Belgium Holding S.A., Brüssel | 112,616 | 8,983 | 50.20 % | 33.52 % | |
| RTL Belgium S.A., Brüssel | 4,687 | 3,736 | 65.99 % | 50.01 % | |
| RTL Group Services Belgium S.A., Ans | 2,611 | 2,920 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Unite 15 Belgique S.A., Brüssel | - | - | 100.00 % | 36.77 % | 1 |
| Brasilien / Brazil | |||||
| Affero Lab Participacoes S.A., Rio de Janeiro | 8,157 | -3,524 | 100.00 % | 97.60 % | |
| Affero Tecnologia em Conhecimento Ltda. | 1,506 | -523 | 100.00 % | 97.60 % | |
| Arvato Participacoes Ltda., Sao Paulo | 16,128 | -741 | 100.00 % | 97.60 % | |
| Arvato Servicos, Comercio e Industria Grafica Ltda., Sao Paulo | 434 | -52 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Brasil Participacoes Ltda., Sao Paulo | 807 | 46 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Rights Management Brasil Ltda., Sao Paulo | 3,695 | -397 | 100.00 % | 97.60 % | |
| Editora Bonifacio Ltda., Sao Paulo | 17 | 16 | 99.99 % | 52.49 % | |
| Editora Claro Enigma Ltda., Sao Paulo | 110 | 82 | 100.00 % | 52.50 % | |
| Editora Fontanar Ltda., Rio de Janeiro | 22 | 19 | 100.00 % | 52.50 % | |
| Editora Pequena Zahar Ltda., Rio de Janeiro | -1 | -3 | 100.00 % | 52.50 % | |
| Editora Reviravolta Ltda., Sao Paulo | 40 | 34 | 99.99 % | 52.49 % | |
| Editora Schwarcz S.A., Sao Paulo | 24,343 | 4,557 | 70.00 % | 52.50 % | |
| Erste BBI Participacoes Ltda., Sao Paulo | 28,534 | -111 | 100.00 % | 97.60 % | |
| ERSTE WV FUNDO DE INVESTIMENTO MULTIMERCADO CREDITO PRIVADO | 176,81 4 | 66,881 | 100.00 % | 100.00 % | |
| FremantleMedia Brazil Producao de Televisao Ltda., Sao Paulo | 74 | -709 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Intervalor Cobranca Gestao de Credito e Call Center Ltda., Sao Paulo | -2,964 | -3,163 | 100.00 % | 79.55 % | |
| Intervalor Holding S.A., Sao Paulo | 817 | 90 | 81.51 % | 79.55 % | |
| Intervalor Promocao de Vendas Ltda., Osasco | 659 | 121 | 100.00 % | 79.55 % | |
| Jorge Zahar Editor Ltda., Rio de Janeiro | 1,331 | 354 | 100.00 % | 52.50 % | |
| Stylehaul Brasil Agenciamento de Midia Ltda, Sao Paulo | 0 | -11 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Valorati Servicos de Cobranca Ltda., Sao Paulo | 98 | 19 | 100.00 % | 79.55 % | |
| Chile | |||||
| Market Self Chile SpA, Santiago de Chile | -363 | -215 | 100.00 % | 64.11 % | |
| Penguin Random House Grupo Editorial, S.A., Santiago de Chile | 11,013 | 572 | 100.00 % | 75.00 % | |
| China | |||||
| Arvato Digital Services (Hangzhou) Co. Ltd., Hangzhou | 169 | 12 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Digital Services (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai | 8,310 | -313 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Digital Services (Xiamen) Co. Ltd., Xiamen | 544 | 3 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Digital Services Limited, Hong Kong | 1,449 | -425 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Digital Technology (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen | -339 | -12 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Logistics (Shenzhen) Co. Ltd., Shenzhen | 374 | 1 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Services (Nanchang) Co. Ltd., Nanchang | 508 | -2 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Services Hong Kong Limited, Tuen Mun | 11,301 | 2,741 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Supply Chain Management (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai | 307 | -1 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Equity Investment Fund Management (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai | 1,926 | 362 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Management (Guizhou) Co. Ltd., Shanghai | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Management (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai | 16,157 | 354 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann-Arvato Commercial Services (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai | -731 | 65 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG (Beijing) Music & Culture Co. Ltd., Peking | 2,020 | -247 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG RIGHTS MANAGEMENT (Hong Kong) Limited, Hong Kong | -1,154 | -915 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Boman (Beijing) Cultural Development Co. Ltd., Peking | -335 | 268 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Fremantle (Shanghai) Culture Media Co. Ltd., Shanghai | -968 | -137 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Fremantle Productions Asia Ltd., Hong Kong | 764 | 1 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Penguin Random House (Beijing) Culture Development Co. Ltd., Peking | 1,726 | -163 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Penguin Random House (Hong Kong) Limited, Hong Kong | 641 | -14 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Relias Learning (Beijing) Consulting Co. Ltd., Peking | -1,047 | -670 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Relias Online (Beijing) Consulting Co. Ltd., Peking | -623 | -267 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Shanghai Bertelsmann Commercial Services Co. Ltd., Shanghai | 10,920 | -200 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Shanghai Bertelsmann-arvato Information Services Co. Ltd., Shanghai | 12,735 | 4,439 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Shanghai Kaichang information technology Co. Ltd., Shanghai | -3,688 | -24 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Cote d'Ivoire | |||||
| Majorel Cote D'Ivoire S.A.R.L., Abidjan | 3,317 | 854 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Dänemark / Denmark | |||||
| Arvato Finance A/S, Kopenhagen | 2,576 | -93 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Blu A/S, Valby | 8,199 | 2,045 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Gothia A/S, Kopenhagen | 863 | 271 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Miso Estate ApS, Kopenhagen | -176 | -21 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Miso Film ApS, Kopenhagen | 2,504 | 246 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Miso Holding ApS, Kopenhagen | 1,587 | 0 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Deutschland / Germany | |||||
| "Alwa" Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH & Co. Grundstücksvermietung | 6e,910 | 7,652 | 100.00 % | 93.98 % | |
| "I 2 I" Musikproduktions- und Musikverlagsgesellschaft mbH, Köln | 27 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| 11 Freunde Verlag GmbH & Co KG, Berlin | 146 | 421 | 51.00 % | 51.00 % | |
| 3 C Deutschland GmbH, Heilbronn | 2,032 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| adality GmbH, München | 27 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Ad Alliance GmbH, Köln | 13 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Anaconda Verlag GmbH, Köln | 1,208 | 43 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Antenne Niedersachsen GmbH & Co. KG, Hannover | 7,180 | 3,094 | 63.00 % | 39.27 % | |
| Applike GmbH, Hamburg | 41 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato CRM Healthcare GmbH, Berlin | 864 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato direct services GmbH, Gütersloh | -1,346 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato distribution GmbH, Harsewinkel | 1,977 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato eCommerce Beteiligungsgesellschaft mbH, Gütersloh | 4,078 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato eCommerce Verwaltungsgesellschaft mbH, Gütersloh | 87 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato infoscore GmbH, Baden-Baden | 61,321 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato Logistics, Corporate Real Estate & Transport GmbH, Gütersloh | 1,243 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato media GmbH, Gütersloh | 8,491 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Arvato Payment Solutions GmbH, Verl | 80,858 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato print service Russland GmbH, Gütersloh | 43,485 | 2,257 | 100.00 % | 100.00 % | |
| arvato SCM Consumer Products GmbH, Gütersloh | -438 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Arvato SCM Kamen GmbH, Gütersloh | -470 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato services Dresden GmbH, Dresden | 26 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato services Gera GmbH, Gera | 26 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato services Leipzig GmbH, Leipzig | 26 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato services solutions GmbH, Gütersloh | -620 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato services Suhl GmbH, Suhl | 26 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Arvato Supply Chain Solutions SE, Gütersloh | 697 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato systems GmbH, Gütersloh | 799 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato Systems perdata GmbH, Leipzig | 6,315 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| arvato Systems S4M GmbH, Köln | 5,189 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Audio Alliance GmbH, Berlin | 28 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| AVE Gesellschaft für Hörfunkbeteiligungen mbH, Berlin | 10,207 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| AVE II Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Köln | 4,797 | 166 | 100.00 % | 75.77 % | |
| AZ Direct Beteiligungs GmbH, Gütersloh | 401 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| AZ Direct GmbH, Gütersloh | -229 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| AZ fundraising services GmbH & Co. KG, Gütersloh | -132 | 1,305 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BAG Business Information Beteiligungs GmbH, Gütersloh | 297 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| BAI GmbH, Gütersloh | 155,397 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| BDMI GmbH, Gütersloh | 9,363 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| BePeople GmbH, Gütersloh | -657 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Berliner Presse Vertrieb GmbH & Co. KG, Berlin | -1,673 | 6,431 | 84.50 % | 84.50 % | |
| Bertelsmann Accounting Services GmbH, Gütersloh | -1,362 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Bertelsmann Accounting Services Schwerin GmbH, Schwerin | 42 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Bertelsmann Aviation GmbH, Gütersloh | 776 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Bertelsmann Capital Holding GmbH, Gütersloh | 8,733,964 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Bertelsmann China Holding GmbH, Gütersloh | -130,398 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Bertelsmann Transfer GmbH, Gütersloh | -631 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Bertelsmann Treuhand- und Anlagegesellschaft mit beschränkter Haftung, Gütersloh | 26 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| BFS finance GmbH, Verl | 98,389 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| BFS finance Münster GmbH, Münster | 1,614 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| BFS health finance GmbH, Dortmund | 8,605 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| BMG Production Music (Germany) GmbH, Berlin | 54 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| BMG RIGHTS MANAGEMENT (Europe) GmbH, Berlin | 141 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| BMG RIGHTS MANAGEMENT GmbH, Berlin | 560,779 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Campaign Services Neckarsulm GmbH, Neckarsulm | 845 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Campaign Services Offenbach GmbH, Frankfurt am Main | 88 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| CBC Cologne Broadcasting Center GmbH, Köln | 9,226 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Chefkoch GmbH, Bonn | 1,275 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Chrysalis Music Holdings GmbH, Berlin | 12,781 | 322 | 100.00 % | 100.00 % | |
| COUNTDOWN MEDIA GmbH, Hamburg | 750 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| CRM Holding GmbH, Gütersloh | 47,476 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| DDV Druck GmbH, Dresden | 246 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| DDV Immobilien GmbH, Dresden | 11,775 | 466 | 60.00 % | 60.00 % | |
| DDV Mediengruppe GmbH & Co. KG, Dresden | 12,795 | 7,951 | 60.00 % | 60.00 % | |
| DDV Technik GmbH, Dresden | 76 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| Der Audio Verlag GmbH, Berlin | 2,186 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Deutsche Medien-Manufaktur GmbH & Co. KG, Münster | 10,283 | 9,411 | 50.00 % | 50.00 % | |
| Deutsche Medien-Manufaktur Verwaltungs-GmbH, Münster | 25 | -1 | 50.00 % | 50.00 % | |
| DeutschlandCard GmbH, München | 751 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Die Mehrwertmacher GmbH, Dresden | 738 | 131 | 100.00 % | 60.00 % | |
| Digital Media Hub GmbH, Köln | -45 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Direct Analytics GmbH, Gütersloh | 307 | 23 | 100.00 % | 100.00 % | |
| direct services Gütersloh GmbH, Gütersloh | -1,323 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| DIVIMOVE GmbH, Berlin | -199 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Dorling Kindersley Verlag GmbH, München | 11,067 | 1,304 | 100.00 % | 75.00 % | |
| DPV Deutscher Pressevertrieb GmbH, Hamburg | -1,423 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Dresden Information GmbH, Dresden | 237 | 94 | 50.00 % | 30.00 % | |
| Dresdner Chauffeur Service 8x8 GmbH, Dresden | -348 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| Dresdner Verlagshaus kaufmännische Dienste GmbH, Dresden | 36 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| Eat the World GmbH, Berlin | 40 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Erste TD Gütersloh GmbH, Gütersloh | 10,111 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Erste WV Gütersloh GmbH, Gütersloh | 90,250 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| European SCM Services GmbH, Gütersloh | 466 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Fernwärme Gütersloh GmbH, Gütersloh | 2,661 | 219 | 51.00 % | 51.00 % | |
| FlexStorm GmbH, Gütersloh | 1,859 | -19 | 100.00 % | 100.00 % | |
| FremantleMedia International Germany GmbH, Potsdam | 30 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Funkhaus Halle GmbH & Co. KG, Halle (Saale) | -5,476 | -172 | 61.38 % | 44.10 % | |
| GGP Media GmbH, Pößneck | 24,573 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J Digital Ventures GmbH, Berlin | 1,519 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J Electronic Media Sales GmbH, Hamburg | 4 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J Enterprise GmbH, Hamburg | 26 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J Food & Living GmbH & Co. KG, Hamburg | 3,194 | 3,918 | 100.00 % | 50.00 % | |
| G+J Immobilien GmbH & Co. KG, Hamburg | 13,303 | 507 | 100.00 % | 100.00 % | |
| G+J Innovation GmbH, Hamburg | 27 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J Lifestyle GmbH, Hamburg | 26 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J LIVING Digital GmbH, Hamburg | 23 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J Medien GmbH, Hamburg | 3,257 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J Vermietungsgesellschaft Sächsischer Verlag mbH, Dresden | 3,837 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J Wirtschaftsmedien Verwaltungs GmbH, Hamburg | 36 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| G+J Zweite Grundstücksbeteiligungsgesellschaft München mbH, München | 21,553 | 0 | 93.98 % | 93.98 % | 2 |
| Global Assekuranz Vermittlungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Gütersloh | 25 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Grundstücksgesellschaft Vorsetzen 2 mbH, Hamburg | 101 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Gruner + Jahr Communication GmbH, Hamburg | 27 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Gruner + Jahr GmbH, Hamburg | 203,261 | 42,917 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Henri-Nannen-Schule Gruner+Jahr/DIE ZEIT GmbH, Hamburg | 27 | 0 | 95.00 % | 95.00 % | 2 |
| HITRADIO RTL Sachsen GmbH, Dresden | 1,574 | 0 | 86.53 % | 65.56 % | 2 |
| Honey GmbH, Hamburg | 92 | -252 | 100.00 % | 100.00 % | |
| infoNetwork GmbH, Köln | 619 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| informa HIS GmbH, Wiesbaden | 386 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| informa Solutions GmbH, Baden-Baden | 68,930 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| infoscore Business Support GmbH, Baden-Baden | 152 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| infoscore Consumer Data GmbH, Baden-Baden | 6,323 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| infoscore Finance GmbH, Baden-Baden | 6,506 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| infoscore Forderungsmanagement GmbH, Verl | 12,715 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| infoscore Portfolio Management GmbH & Co. KG, Verl | 26 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| infoscore Portfolio Management II GmbH & Co. KG, Baden-Baden | 26 | -1 | 100.00 % | 100.00 % | |
| infoscore Portfolio Management International GmbH, Gütersloh | 21 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| infoscore Tracking Solutions GmbH, Gütersloh | -1,942 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| inmediaONE] GmbH, Gütersloh | 5,674 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| IP Deutschland GmbH, Köln | 1,462 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| KURIER Direktservice Dresden GmbH, Dresden | 96 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| KWS Kontowechsel Service GmbH, Schortens | 36 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| LiquidM Technology GmbH, Berlin | 2,597 | -543 | 100.00 % | 100.00 % | |
| LV-Publikumsmedien GmbH & Co. KG, Münster | 4,192 | 5,197 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Madsack Hörfunk GmbH, Hannover | 2,299 | 209 | 24.90 % | 18.87 % | |
| Majorel Berlin GmbH, Berlin | -180 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Brandenburg GmbH, Brandenburg | 16 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Chemnitz GmbH, Chemnitz | -1,119 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Cottbus GmbH, Cottbus | -150 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Deutschland GmbH, Gütersloh | -5,655 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Dortmund GmbH, Dortmund | -441 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Energy GmbH, Leipzig | 451 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Erfurt GmbH, Erfurt | -589 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Essen GmbH, Essen | -1,135 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Münster GmbH, Münster | -13 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Neubrandenburg GmbH, Neubrandenburg | -1,820 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Nordhorn GmbH, Nordhorn | 37 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Real Estate GmbH, Gütersloh | 69 | 44 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Majorel Rostock I GmbH, Rostock | -961 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Rostock II GmbH, Rostock | 20 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Saarbrücken GmbH, Saarbrücken | 79 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Schwerin GmbH, Schwerin | -155 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Stralsund GmbH, Stralsund | -279 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Majorel Wilhelmshaven GmbH, Schortens | -366 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | 2 |
| Mambo-Plak GmbH, Dresden | 457 | 201 | 75.00 % | 45.00 % | |
| mbs Nürnberg GmbH, Nürnberg | -104 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Media Logistik GmbH, Dresden | 5,433 | 2,226 | 51.00 % | 30.60 % | |
| MEDIASCORE Gesellschaft für Medien- und Kommunikationsforschung mbH, Köln | 447 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Mediengruppe RTL Deutschland GmbH, Köln | 292,139 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Mohn Media Energy GmbH, Gütersloh | 1,030 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Mohn Media Mohndruck GmbH, Gütersloh | 3,665 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Morgenpost Sachsen GmbH, Dresden | 22 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| MSP Medien-Service und Promotion GmbH, Hamburg | 35 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| MVD Medien Vertrieb Dresden GmbH, Dresden | 25 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| NETLETIX GmbH, München | 168 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Neue Spreeradio Hörfunkgesellschaft mbH, Berlin | -5,474 | 625 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Next Level Integration GmbH, Köln | 8,085 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH, Köln | 1,231 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| OBERÜBER KARGER Kommunikationsagentur GmbH, Dresden | 198 | 150 | 51.00 % | 30.60 % | |
| ORTEC Messe und Kongress GmbH, Dresden | 400 | 1,285 | 51.00 % | 30.60 % | |
| Penguin Books Deutschland GmbH, München | 215 | 113 | 100.00 % | 75.00 % | |
| PRINOVIS Ahrensburg Weiterverarbeitung und Logistik GmbH, Hamburg | -468 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| PRINOVIS GmbH & Co. KG, Hamburg | -382,548 | -58,704 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Prinovis GmbH, Gütersloh | 53,733 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Prinovis Klebebindung GmbH, Nürnberg | 4,172 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| PRINOVIS Service GmbH, Hamburg | -937 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Print Service Gütersloh GmbH, Gütersloh | -3 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Probind Mohn media Binding GmbH, Gütersloh | -4,707 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| PSC Print Service Center GmbH, Oppurg | 228 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Random House Audio GmbH, Köln | 19 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Redaktions- und Verlagsgesellschaft Bautzen/Kamenz mbH, Bautzen | 414 | 314 | 55.00 % | 33.00 % | |
| Redaktions- und Verlagsgesellschaft Döbeln mbH, Döbeln | 150 | 125 | 55.00 % | 33.00 % | |
| Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland mbH, Meißen | 322 | 237 | 52.00 % | 31.20 % | |
| Redaktions- und Verlagsgesellschaft Freital/Pirna mbH, Freital | 278 | 171 | 52.00 % | 31.20 % | |
| Redaktions- und Verlagsgesellschaft Neiße mbH, Görlitz | 451 | 428 | 68.00 % | 40.80 % | |
| Reinhard Mohn GmbH, Gütersloh | 888,601 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Relias Learning GmbH, Berlin | 157 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| rewards arvato services GmbH, München | 38,117 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| RM Achte Beteiligungsverwaltungs GmbH, Gütersloh | 159,371 | 10,881 | 100.00 % | 50.00 % | |
| RM Buch und Medien Vertrieb GmbH, Gütersloh | -3,794 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| RTL AdConnect GmbH, Köln | 891 | 753 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Group Central & Eastern Europe GmbH, Köln | 206,998 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Group Deutschland Markenverwaltungs GmbH, Köln | 1,171,763 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Group Financial Services GmbH, Potsdam | 25 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Group GmbH, Köln | 2,804,993 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Group Licensing Asia GmbH, Köln | 25 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Group Services GmbH, Köln | 12,160 | 246 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Group Vermögensverwaltung GmbH, Köln | 3,035,098 | 0 | 100.00 % | 76.01 % | 2 |
| RTL Hessen GmbH, Frankfurt am Main | 62 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Hessen Programmfenster GmbH, Bad Vilbel | 419 | 25 | 60.00 % | 45.46 % | |
| RTL interactive GmbH, Köln | 9,723 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL International GmbH, Köln | 169 | -21 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Journalistenschule GmbH, Köln | 26 | 0 | 90.00 % | 68.19 % | 2 |
| RTL Nord GmbH, Hamburg | 52 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Radio Berlin GmbH, Berlin | 2,111 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Radio Center Berlin GmbH, Berlin | 5,701 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Radio Deutschland GmbH, Berlin | 11,925 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Radio Luxemburg GmbH, Köln | 25 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Radiovermarktung GmbH, Berlin | 39 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL STUDIOS GmbH, Köln | 321 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL Television GmbH, Köln | 510,688 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| RTL WEST GmbH, Köln | 73 | 0 | 75.00 % | 56.83 % | 2 |
| rtv media group GmbH, Nürnberg | 700 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Sächsische Zeitung GmbH, Dresden | 130 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| Saxo-Phon GmbH, Dresden | 92 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| Sellwell GmbH & Co. KG, Hamburg | -357 | 61 | 100.00 % | 100.00 % | |
| smartclip Deutschland GmbH, Köln | 644 | 0 | 100.00 % | 75.89 % | 2 |
| smartclip Europe GmbH, Düsseldorf | 24,224 | 0 | 100.00 % | 76.01 % | 2 |
| Sonopress GmbH, Gütersloh | 6,449 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| SPARWELT GmbH, Berlin | 4,316 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| SSB Software Service und Beratung GmbH, München | 2 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| stern.de GmbH, Hamburg | 34 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| stern Medien GmbH, Hamburg | 95 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| SZ-Reisen GmbH, Dresden | 41 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| TAG24 NEWS Deutschland GmbH, Dresden | 14 | 0 | 100.00 % | 60.00 % | 2 |
| TERRITORY Content to Results GmbH, Hamburg | 863 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| TERRITORY EMBRACE GmbH, Bochum | 2,764 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| TERRITORY MEDIA GmbH, München | 3 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| TERRITORY webguerillas GmbH, München | 2,373 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| TERRITORY webguerillas Nord GmbH, Hamburg | 321 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| trnd DACH GmbH, München | 1,061 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| trnd International GmbH, München | 1,863 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| trndnxt GmbH, München | 102 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| trndsphere blue GmbH, München | 57 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| UFA Distribution GmbH, Potsdam | 23 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| UFA Fiction GmbH, Potsdam | 4,529 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| UFA Fiction Production GmbH, Potsdam | 2,920 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| UFA Film und Fernseh GmbH, Köln | 4,515,049 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| UFA GmbH, Potsdam | 546 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Ufa Radio-Programmgesellschaft in Bayern mbH, Ismaning | 9,631 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| UFA Serial Drama GmbH, Potsdam | 356 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| UFA Show & Factual GmbH, Köln | 518 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| Verlag RM GmbH, Gütersloh | -6,856 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Verlagsgruppe Random House GmbH, Gütersloh | 62,816 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Verlegerdienst München GmbH, Gilching | 4,805 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| VIVENO Group GmbH, Gütersloh | 11,425 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Vogel Druck und Medienservice GmbH, Höchberg | 6,469 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| VOX Holding GmbH, Köln | 339,382 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | 2 |
| VOX Television GmbH, Köln | 24,365 | 0 | 99.70 % | 75.54 % | 2 |
| VSG Schwerin - Verlagsservicegesellschaft mbH, Schwerin | 25 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| webmiles GmbH, München | 24 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| Estland / Estonia | |||||
| AFS IT Services Estonia OÜ, Tallinn | 446 | 343 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Majorel Estonia OÜ, Tallinn | 2,562 | 160 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Finnland / Finland | |||||
| Fremantlemedia Finland Oy, Helsinki | 5,796 | 1,300 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Gothia Oy, Helsinki | 30,922 | 3,786 | 100.00 % | 100.00 % | |
| United Screens Finland Oy, Helsinki | -632 | -296 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Frankreich / France | |||||
| 1.2.3. Productions SAS, Paris | 293 | -8 | 100.00 % | 75.77 % | |
| 3media SARL, Pont-Sainte-Marie | 1,143 | -89 | 100.00 % | 50.00 % | |
| ACR France SARL, Paris | 113,687 | 17,967 | 100.00 % | 50.00 % | |
| AdVideum SASU, Gennevilliers | -2,517 | -2,369 | 100.00 % | 100.00 % | |
| ALSF - Arvato Logistique Services France SARL, Atton | 2,231 | 389 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Anteles SARL, L'Isle-D'Espagnac | 891 | 260 | 100.00 % | 50.00 % | |
| AQUITEL SAS, Chasseneuil du Poitou | 711 | 59 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Arvalife SAS, Vendin-le-Vieil | -9,227 | -959 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Arvato Services Healthcare France SAS, Chanteloup en Brie | 2,117 | -1,194 | 100.00 % | 100.00 % | |
| ASCM - Arvato Supply Chain Management SAS, Chanteloup en Brie | 1,140 | 29 | 100.00 % | 100.00 % | |
| ASCMDF - Arvato SCM Developement France SARL, Chanteloup en Brie | 1,209 | 217 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BCE France SAS, Paris | -339 | -120 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Bedrock SAS, Neuilly-sur-Seine | -931 | 8,089 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Best of TV SAS, Boissy l'Aillerie | 13,930 | 647 | 50.99 % | 18.75 % | |
| BMG Production Music (France) SAS, Paris | -19 | 104 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG RIGHTS MANAGEMENT (France) SARL, Paris | 10,600 | -2,531 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Call Insurance SARL, Vendin-le-Vieil | 699 | 255 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Camaris SARL, Longuenesse | 1,562 | 668 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Canal Star SARL, Paris | 1,677 | -371 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Cap2Call SARL, Chaumont | 939 | 361 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Capdune SARL, Coudekerque-Branche | -774 | -834 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Capital Productions SA, Neuilly-sur-Seine | 1,404 | 1,016 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Ceacom SARL, Le Havre | 1,473 | 592 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Cerise Media SASU, Tourcoing | -14 | 882 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Cometz SARL, Metz | 1,386 | -1,177 | 100.00 % | 50.00 % | |
| CTZAZ SAS, Paris | 683 | 194 | 51.00 % | 18.75 % | |
| Divimove France SAS, Paris | -631 | -525 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Document Channel SAS, Paris | -5,266 | -408 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Duacom SARL, Douai | 1,040 | 382 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Edit TV/ W9 SNC, Neuilly-sur-Seine | -13,075 | 401 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Euracom SARL, Lingolsheim | -5 | -164 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Euroroutage data marketing et logistique services SAS, Chanteloup en Brie | 13,467 | 924 | 100.00 % | 100.00 % | |
| FM Graffiti SARL, Paris | 1,103 | 17 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Fontaram SAS, Paris | -1,599 | -875 | 51.00 % | 38.77 % | |
| Francis Dreyfus Music SARL, Paris | 7,136 | 55 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Freecaster France SARL, Paris | -37 | -83 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia France SAS, Issy-les-Moulineaux | 16,767 | 18 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Gigasud SARL, Paris | -10 | -1 | 100.00 % | 36.77 % | |
| GM6 SAS, Nanterre | -13,359 | -2,534 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Home Shopping Service SA, Rungis | 8,001 | -2,868 | 100.00 % | 36.77 % | |
| ID (Information et Diffusion) SARL, Paris | -4,649 | -2,323 | 100.00 % | 36.77 % | |
| iGraal SAS, Boulogne-Billancourt | 15,006 | 5,754 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Immobiliere 46D SAS, Neuilly-sur-Seine | 20,156 | -294 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Immobiliere M6 SAS, Neuilly-sur-Seine | 26,714 | 1,879 | 100.00 % | 36.77 % | |
| infoscore SARL, Vendin-Le-Vieil | -107 | -119 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Jeunesse Thematiques SAS, Paris | 22,275 | 3,035 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Jeunesse TV SAS, Paris | 23,256 | 8,881 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Joikka SAS, Neuilly-sur-Seine | -3,506 | -2,863 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Kwai SAS, Paris | 3,585 | 3,040 | 51.00 % | 38.77 % | |
| Luxview SAS, Paris | -1,699 | -419 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Bordeaux SAS, Neuilly-sur-Seine | 120 | 4 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Communication SAS, Neuilly-sur-Seine | 842 | 501 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Creations SAS, Neuilly-sur-Seine | 9,023 | 3,193 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Developpement SAS, Neuilly-sur-Seine | -85 | 12 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Diffusions SA, Neuilly-sur-Seine | 469 | 148 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Digital Services SAS, Neuilly-sur-Seine | 57,175 | 8,893 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Distribution Digital SASU, Neuilly-sur-Seine | 37,875 | 22,326 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Editions SA, Neuilly-sur-Seine | 7,441 | 92 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Evenements SA, Neuilly-sur-Seine | 85 | 11 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Films SA, Neuilly-sur-Seine | 1,405 | -22 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Foot SAS, Neuilly-sur-Seine | 19,733 | -1,466 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Generation SAS, Neuilly-sur-Seine | -29 | 8,984 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Hosting SAS | 702 | 282 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Interactions SAS, Neuilly-sur-Seine | 117,796 | 22,712 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Publicite SAS, Neuilly-sur-Seine | 43,006 | 25,677 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Shop SAS, Neuilly-sur-Seine | -10 | -4 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Studio SAS, Neuilly-sur-Seine | -3,087 | 1,567 | 100.00 % | 36.77 % | |
| M6 Thematique SAS, Neuilly-sur-Seine | 77,275 | 11,400 | 100.00 % | 36.77 % | |
| MBD - Majorel Business Developpement SAS, Paris | 8,871 | 7,434 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Media Communication SAS, Vendin-Le-Vieil | 283,547 | 22,506 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Media Strategie SARL, Paris | -494 | -30 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Metropole Television SA, Neuilly-sur-Seine | 584,869 | 178,892 | 48.53 % | 36.77 % | |
| Mobvalue SAS, Gennevilliers | -2,270 | -661 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Mohn Media France SARL, Villepinte | 121 | 72 | 100.00 % | 100.00 % | |
| MSCS - Moissy Supply Chain Services SARL, Moissy Cramayel | 563 | 310 | 100.00 % | 100.00 % | |
| MSE - Majorel Strategie & Expertises SARL, Paris | 797 | 40 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Nordcall SARL, Marcq-en-Baroeul | 1,059 | 321 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Paris Premiere SAS, Neuilly-sur-Seine | 19,677 | 5,061 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Pitcheo SARL, Tourcoing | 6 | 6 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Porte Sud SARL, Mülhausen | -16 | -2 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Prisma Media SNC, Gennevilliers | -34,500 | -5,002 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Radio Golfe SARL, Paris | 257 | 21 | 100.00 % | 36.77 % | |
| RTL AdConnect SA, Paris | 2,878 | 1,114 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL France Radio SAS, Neuilly-sur-Seine | 63,470 | 4,492 | 100.00 % | 36.77 % | |
| SCI du 107, Neuilly-sur-Seine | 3,843 | 207 | 100.00 % | 36.77 % | |
| SEDI TV - Teva SAS, Neuilly-sur-Seine | 15,353 | 7,822 | 100.00 % | 36.77 % | |
| SMED SAS, Bussy Saint-Georges | 4,602 | -891 | 100.00 % | 100.00 % | |
| SNDA SAS, Neuilly-sur-Seine | 13,772 | -43 | 100.00 % | 36.77 % | |
| SociAddict SAS, Paris | -618 | -380 | 100.00 % | 18.75 % | |
| Societe Commuinication A2B SARL, Paris | 80 | 0 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Societe d'Exploitation Radio Chic SA, Paris | 14,149 | 4,096 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Societe Immobiliere Bayard d'Antin SA, Neuilly-sur-Seine | 425,699 | 56,853 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Societe Nouvelle de Distribution SA, Neuilly-sur-Seine | 51,233 | 7,969 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Societe Privee de Radiodiffusion Gibus Bourgogne SARL, Paris | -384 | -129 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Sodera SA, Paris | 13,239 | 6,620 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Soneo SARL, Maxeville | -700 | -1,400 | 100.00 % | 50.00 % | |
| SpotXchange France SAS, Paris | -958 | -700 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Studio 89 Productions SAS, Neuilly-sur-Seine | 3,261 | 586 | 100.00 % | 36.77 % | |
| Tellis Telephone Limousin Services SARL, Favars | 2,408 | 203 | 100.00 % | 50.00 % | |
| trnd SARL, Paris | -1,314 | 30 | 100.00 % | 100.00 % | |
| TV Presse Productions SAS, Issy-les-Moulineaux | -1,133 | -570 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Upload Producions SASU, Gennevilliers | 847 | 734 | 100.00 % | 100.00 % | |
| yzee - services SARL, Vendin-Le-Vieil | 2,078 | -3,102 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Georgien / Georgia | |||||
| Majorel Georgia LLC, Tiflis | 2,521 | 601 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Griechenland / Greece | |||||
| Fremantle Productions SA, Athen | 1 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Großbritannien / Great Britain | |||||
| AIR Records Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arbie Productions Ltd., London | 321 | 54 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Arrow Books Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Arvato CRM Limited, London | -4,841 | -2,738 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Financial Solutions Limited, Glasgow | 1,940 | -1,724 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Government Services Limited, London | -3,119 | -51 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Limited, London | 21,799 | 4,503 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Public Sector Services Limited, London | 39 | 730 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato SCM UK Limited, London | 1,673 | -231 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Systems UK & Ireland Limited, Cardiff | 347 | 97 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Barrie & Jenkins Limited, London | - | - | 98.00 % | 73.50 % | 1 |
| Bartlett Bliss Productions Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Bellew & Higton Publishers Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Bertelsmann Accounting Services Ltd., London | -253 | -178 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Corporate Services Limited, London | 64 | 31 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann UK Limited, London | 1,372,871 | 46,742 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Production Music (UK) Limited, London | 412 | 316 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG RIGHTS MANAGEMENT (UK) Limited, London | 175,535 | 10,237 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Rights Management Services (UK) Limited, London | 924 | 438 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG VM Music Limited, London | 0 | -1,197 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Business Books Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Caterpillar Books Ltd, London | 3,896 | 1,110 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Cavalcade Records Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Century Benham Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Century Hutchinson Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Century Hutchinson Publishing Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Century Publishing Co. Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Chatto and Windus Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Children's Character Books Limited, London | 950 | -213 | 75.00 % | 56.25 % | |
| Chrysalis Copyrights Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Chrysalis Holdings Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Chrysalis Music Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| CLT-UFA UK Radio Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Creole Records Limited, London | 43 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Deep East Music Limited, London | 0 | -7 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Dorling Kindersley Limited, London | -8,327 | -3,271 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Euston Films Productions Limited, London | 702 | 667 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Flaname 0 Limited, London | 1 | 1 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Flaname 1 Limited, London | 3 | 3 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Flaname 2 Limited, London | 2 | 2 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Flaname 3 Limited, London | 2 | 2 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Flaname 4 Limited, London | 2 | 2 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Flaname 5 Limited, London | 2 | 2 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Flaname 6 Limited, London | 2 | 2 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Flaname 7 Limited, London | 2 | 2 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Flaname 8 Limited, London | 2 | 2 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Frederick Warne & Co Limited, London | 6,719 | 3,810 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Fremantle (UK) Productions Limited, London | 0 | 2,919 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Group Limited, London | 613,706 | 7,502 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Limited, London | 176,592 | 10,569 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Overseas Limited, London | 423,588 | 6 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Services Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| G.W. Mills Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Grantham Book Services Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Hammond, Hammond and Company, Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Herbert Jenkins Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Hurst & Blackett Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Hutchinson & Co. (Publishers) Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Hutchinson Books Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Hutchinson Childrens Books Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Infectious Music Limited, London | 444 | 174 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Jackdaw Publications Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Jonathan Cape Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Ladybird Books Limited, London | 3,688 | 414 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Little Tiger Group Limited, London | 1,656 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Little Tiger Press Limited, London | 8,507 | 978 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Loaded Records Limited, London | 577 | 342 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Macrocom 1055 Limited, Glasgow | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Mainstream Publishing Company (Edinburgh) Limited, Edinburgh | 703 | 146 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Majorel UK Limited, Slough | -403 | -391 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Martin Secker and Warburg Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Men From The North Limited, London | 10 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Minder Music Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Mute Records Limited, London | 5,868 | 491 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Oxford Street Studios Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Penguin Books Limited, London | 153,619 | 48,281 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Penguin Random House Limited, London | 418,143 | 83,453 | 75.00 % | 75.00 % | |
| Plane Tree Publishers Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Prestel Publishing Limited, London | 1,285 | 144 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Prinovis UK Limited, London | -4,703 | 2,247 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Ram Records Limited, London | 380 | 86 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Random House Properties Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Random House Publishing Group Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Random House UK Ventures Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Relias Learning Ltd, London | -5,559 | -704 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Rock Music Company Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| RTL Group Support Services Limited, London | 1,987 | 149 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Salspot Limited, London | 294 | -51 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Sanctuary Copyrights Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Sanctuary Records Group Limited, London | 35,508 | 3,469 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Sinclair - Stevenson Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Skint Records Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Snowdog Enterprises Limited, London | 374 | 404 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Snowman Enterprises Limited, London | 307 | 97 | 100.00 % | 75.00 % | |
| SpotXchange Limited, London | 23,750 | 22,209 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Stage Three Music (Catalogues) Limited, London | 0 | 151 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Stage Three Music Publishing Limited, London | 0 | 8,326 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Stanley Paul & Co Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Stripes Publishing Limited, London | 1,489 | 270 | 100.00 % | 75.00 % | |
| StyleHaul UK Ltd., London | -1,068 | -1,369 | 100.00 % | 75.77 % | |
| T. Werner Laurie, Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Talkback Productions Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| TalkbackThames UK Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Thames Television Holdings Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Thames Television Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| The Bodley Head Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| The Book Service Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| The Cresset Press Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| The Echo Label Limited, London | 2,517 | 12,795 | 100.00 % | 100.00 % | |
| The Harvill Press Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| The Hogarth Press Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| The Random House Group Limited, London | 158,719 | 32,406 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Tom Jones (Enterprises) Limited, London | 0 | 0 | 99.00 % | 99.00 % | |
| Transworld Publishers Limited, London | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Trojan Recordings Limited, London | 11 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| UFA Fiction Limited, London | 312 | -1 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Union Square Music Limited, London | 844 | 518 | 100.00 % | 100.00 % | |
| USM Copyrights Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| USM Copyrights Nazareth Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Ventura Publishing Limited, London | 575 | 182 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Virgin Books Limited, London | 5,654 | 353 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Woodlands Books Limited, London | 8,871 | 1,157 | 85.00 % | 63.75 % | |
| World Circuit Limited, London | 11,723 | 64 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Yospace Enterprises Limited, Staines-upon-Thames | -497 | -6 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Yospace Technologies Limited, Staines-upon-Thames | 3,948 | 1,592 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Indien / India | |||||
| Bertelsmann Corporate Services India Private Limited, Neu-Delhi | 1,260 | 214 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Dorling Kindersley Publishing Private Limited, Neu-Delhi | 5,050 | 646 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Fremantle India TV Productions Pvt Ltd, Mumbai | 5,158 | 322 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Hind Pocket Books Private Limited, Neu-Delhi | 31 | 3 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Majorel India Private Limited, Neu-Delhi | 13,926 | -1,812 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Penguin Random House India Private Limited, Neu-Delhi | 10,286 | 1,691 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Ramyam Intelligence Lab Private Limited, Bangaluru | -6,794 | -1,099 | 100.00 % | 50.00 % | |
| YoBoHo New Media Private Limited, Mumbai | 8,553 | 2,326 | 100.00 % | 41.72 % | |
| Indonesien / Indonesia | |||||
| PT Dunia Visitama IDN/PMA, Jakarta | -311 | 182 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Irland / Ireland | |||||
| Arvato Financial Solutions (Ireland) Limited, Dublin | -987 | 187 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato FS Ireland Limited, Dublin | -164 | 41 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato SCM Ireland Limited, Balbriggan | 4,016 | 916 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Dublin Murder Productions Limited, Belfast | 0 | 0 | 75.00 % | 56.83 % | |
| IFA Finance Designated Activity Company, Dublin | -1,519 | -1,419 | 100.00 % | 100.00 % | |
| IFA Securitisation Designated Activity Company, Dublin | 10,213 | 102 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Majorel Ireland Limited, Fairview | 12,002 | 2,183 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Penguin Random House Ireland Limited, Dublin | 223 | 114 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Israel | |||||
| Abot Hameiri Communications Ltd., Tel Aviv | 902 | 638 | 51.00 % | 38.77 % | |
| Italien / Italy | |||||
| Arvato Services Italia S.r.l., Grassobbio | 2,765 | 1,576 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG RIGHTS MANAGEMENT (ITALY) S.r.l., Mailand | 9,555 | 1,975 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Boats S.r.l., Rom | 5 | -2 | 100.00 % | 47.36 % | |
| Divimove Italia S.r.l. | -260 | -218 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Italia S.p.A., Rom | 11,633 | 53 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Istituto Italiano d'Arti Grafiche S.p.A., Bergamo | 2,724 | -51 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Majorel Italy S.r.l., Mailand | 392 | 241 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Offside S.r.l., Rom | 203 | 21 | 100.00 % | 47.36 % | |
| Quarto Piano S.r.l., Rom | 21,633 | 446 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Ricordi & C. S.r.l., Mailand | 675 | -622 | 100.00 % | 100.00 % | |
| smartclip Italia S.r.l., Mailand | 170 | 38 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Societa Holding Industriale di Grafica S.p.A., Bergamo | 5,011 | 696 | 100.00 % | 100.00 % | |
| The Apartment S.r.l. | 12 | -28 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Wildside S.r.l., Rom | 18,481 | 5,057 | 62.50 % | 47.36 % | |
| Japan | |||||
| Alliant Kyoiku Support Services GK | -332 | -102 | 100.00 % | 99.48 % | |
| Arvato Digital Services Japan Co., Ltd., Tokyo | 163 | 304 | 100.00 % | 100.00 % | |
| SpotX Japan GK, Tokyo | -343 | -382 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Kanada / Canada | |||||
| AIS Assessment and Intelligence Systems, Inc., Montreal | 2,373 | 685 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Rights Management (Canada), Inc., Saint John | 1,896 | 930 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BroadbandTV Corporation, Vancouver | -32,422 | -8,106 | 54.88 % | 41.72 % | |
| FremantleMedia Canada Inc., Montreal | 35,454 | 1 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Canada No 2 Inc., Vancouver | -24 | 6 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Ludia Inc., Montreal | 35,199 | 4,788 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Majorel Canada, Inc., Saint John | -328 | -600 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Penguin Random House Canada Limited, Toronto | 21,365 | 8,163 | 100.00 % | 75.00 % | |
| RTL Canada Ltd., Montreal | 55,896 | 1,553 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Kolumbien / Colombia | |||||
| Distribuidora Penguin Random House S.A.S., Bogota | 2,891 | 445 | 100.00 % | 75.01 % | |
| Majorel Colombia S.A.S., Bogota | 242 | -8 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Majorel Bucaramanga S.A.S., Floridablanca | 1,680 | 165 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Penguin Random House Grupo Editorial S.A.S., Bogota | 4,855 | 2,111 | 100.00 % | 75.02 % | |
| Kroatien / Croatia | |||||
| FremantleMedia Hrvatska d.o.o., Zagreb | 511 | -53 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Hrvatska d.o.o., Zagreb | 5,443 | 1,210 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Music Publishing DOO, Zagreb | -709 | -419 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Lettland / Latvia | |||||
| SIA Arvato Systems Latvia, Riga | 195 | 193 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Luxemburg / Luxembourg | |||||
| B&CE S.A., Luxemburg | 1,696 | -19 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Bertelsmann Business Support S.a r.l., Luxemburg | 1,982,536 | 9,481 | 100.00 % | 97.60 % | |
| Bertelsmann Luxembourg Investments S.a r.l., Luxemburg | 48,025 | -534 | 100.00 % | 97.60 % | |
| Bertelsmann Luxembourg S.a r.l., Luxemburg | 2,008,276 | 41,260 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Broadcasting Center Europe International S.A., Luxemburg | -28 | -33 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Broadcasting Center Europe S.A., Luxemburg | 6,368 | -2,106 | 100.00 % | 75.77 % | |
| CLT-UFA S.A., Luxemburg | 4,016,648 | 770,709 | 99.73 % | 75.77 % | |
| Data Center Europe S.a r.L., Luxemburg | 491 | 102 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Duchy Digital S.A., Luxemburg | 74 | -1 | 100.00 % | 75.77 % | |
| European News Exchange S.A., Luxemburg | 1,318 | 153 | 100.00 % | 58.11 % | |
| IP Luxembourg S.a r.l., Luxemburg | 3,695 | 1,834 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Luxradio S.a r.L., Luxemburg | 2,471 | 902 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Majorel Group Luxembourg S.A., Luxemburg | 274,446 | -538 | 50.00 % | 50.00 % | |
| Media Properties S.a r.l., Luxemburg | 96,483 | 63 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Media Real Estate S.A., Luxemburg | 173 | -503 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL AdConnect International S.A., Luxemburg | 5,808 | 598 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Belux S.A. & Cie SECS, Luxemburg | 8,887 | 5,173 | 66.20 % | 50.01 % | |
| RTL Belux S.A., Luxemburg | 174 | 21 | 66.00 % | 50.01 % | |
| RTL Group Germany S.A., Luxemburg | 3,052,184 | 188 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Group S.A., Luxemburg | 5,618,788 | 374,401 | 76.17 % | 76.01 % | |
| Malaysia | |||||
| AGT Productions Sdn Bhd, Johor Bahru | 16 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Arvato Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur | 957 | 494 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Majorel Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur | 832 | 517 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Malta | |||||
| Eclipse Holdings Limited, Floriana | 2,253 | -171 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Marokko / Morocco | |||||
| Majorel Academy SARL, Casablanca | 337 | 67 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Majorel Africa S.A., Casablanca | 19,793 | 19,681 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Phone Active SARL, Casablanca | 15,953 | 16,494 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Phone Outsourcing SARL, Casablanca | 1,224 | 1,149 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Mexiko / Mexico | |||||
| Alliant International University-Campus Mexico, S.C. | 791 | 246 | 100.00 % | 99.48 % | |
| Arist Servicios Educativos, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt | -579 | -1 | 100.00 % | 99.48 % | |
| Arvato de Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt | 12,745 | -1,168 | 100.00 % | 50.00 % | |
| FremantleMedia Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt | 3,040 | 1,252 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Grupo SL School of Medicine, S.A. de C.V. | 759 | 0 | 82.76 % | 82.33 % | |
| Penguin Random House Grupo Editorial, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt | 23,791 | 3,306 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Saint Luke School of Medicine, S.C. | -2,043 | 267 | 99.90 % | 82.25 % | |
| Neuseeland / New Zealand | |||||
| Penguin Random House New Zealand Limited, Auckland | 9,246 | 1,929 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Niederländische Antillen / Netherlands Antilles | |||||
| Grundy International Operations Ltd, St. Johns | 72 | 0 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Niederlande / Netherlands | |||||
| 8ball Music B.V., Laren | 1,510 | 554 | 51.00 % | 51.00 % | |
| Adfactor B.V., Den Haag | 1,687 | 693 | 60.00 % | 45.46 % | |
| Arvato Benelux B.V., Heijen | 42,230 | 16,461 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Finance B.V., Heerenveen | 10,539 | 5,100 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Finance International B.V., Heerenveen | 281 | -67 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Financial Solutions Benelux Holding B.V., Heerenveen | 3,465 | -96 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Nederland B.V., Amsterdam | 51,421 | 163 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Production Music (Benelux) B.V., Hilversum | 2,370 | 706 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG RIGHTS MANAGEMENT (Benelux) B.V., Amsterdam | 8,878 | 2,314 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BrandDeli B.V., Amsterdam | 31 | -3 | 100.00 % | 75.77 % | |
| BrandDeli C.V., Amsterdam | -6,985 | -7,015 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Divimove Nederland B.V., Amsterdam | 406 | 380 | 100.00 % | 75.77 % | |
| EMEA CRM hub Netherlands B.V., Venlo | 95 | 95 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Fiction Valley B.V., Hilversum | 594 | -413 | 100.00 % | 76.01 % | |
| FM Productions B.V., Amsterdam | 243 | 243 | 100.00 % | 75.89 % | |
| Format Creation Group B.V., Hilversum | -426 | -426 | 100.00 % | 76.01 % | |
| FremantleMedia Netherlands B.V., Amsterdam-Duivendrecht | 145,589 | 23,506 | 100.00 % | 76.01 % | |
| FremantleMedia Overseas Holdings B.V., Hilversum | -6,016 | -3,559 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Grundy International Holdings (I) B.V., Hilversum | 32 | -5 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Infoscore Nederland B.V., Heerenveen | -4,367 | 189 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Majorel Benelux B.V., Venlo | 9,968 | -4,110 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Majorel Holding Nederland B.V., Venlo | 14,957 | 957 | 100.00 % | 50.00 % | |
| No Pictures Please Productions B.V., Amsterdam | 301 | 111 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Penguin Books Benelux B.V., Amsterdam | 323 | 145 | 100.00 % | 75.00 % | |
| RTL AdConnect B.V., Hilversum | 356 | 207 | 100.00 % | 76.01 % | |
| RTL DSP B.V., Hilversum | -206 | -77 | 100.00 % | 76.01 % | |
| RTL Group Beheer B.V., Hilversum | 1,038,057 | -1,253 | 100.00 % | 76.01 % | |
| RTL Nederland B.V., Hilversum | 128,179 | 28,736 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Nederland Film Venture B.V., Hilversum | 3,063 | 97 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Nederland Holding B.V., Hilversum | 578,998 | 52,749 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Nederland Ventures B.V., Hilversum | 29,491 | -1,368 | 100.00 % | 75.77 % | |
| SpotX Benelux B.V., Amsterdam | -59 | 83 | 100.00 % | 75.89 % | |
| The Entertainment Group B.V., Katwijk | 779 | -2,123 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Themakanalen B.V., Hilversum | 1,347 | 1,307 | 75.00 % | 56.83 % | |
| UC Investment B.V., Druten | 5,408 | 2,300 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Norwegen / Norway | |||||
| Arvato Finance AS, Oslo | 7,163 | 50 | 100.00 % | 100.00 % | |
| FremantleMedia Norge AS, Oslo | 101 | 102 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Gothia AS, Oslo | 11,727 | 4,529 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Gothia Holding AS, Oslo | 49,240 | 572 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Miso Film Norge AS, Oslo | 1,008 | 1,181 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Österreich / Austria | |||||
| Arvato Logistics Services GmbH, Wien | 1,390 | 630 | 100.00 % | 100.00 % | |
| AZ Direct Österreich GmbH, Wien | 1,596 | -12 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Österreich GmbH, Wien | 57,135 | -1,272 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Credify Informationsdienstleistungen GmbH, Wien | 655 | 261 | 60.00 % | 60.00 % | |
| Eat the World GmbH, Wien | -28 | -63 | 100.00 % | 100.00 % | |
| G+J Holding GmbH, Wien | 2,708 | -1,609 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Gruner + Jahr Verlagsgesellschaft m.b.H., Wien | 498 | 197 | 100.00 % | 100.00 % | |
| infoscore austria gmbh, Wien | 3,901 | 2,763 | 100.00 % | 100.00 % | |
| IP Österreich GmbH, Wien | 2,012 | 842 | 50.00 % | 37.89 % | |
| RTL Austria GmbH, Wien | 139 | 3 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Verlagsservice für Bildungssysteme und Kunstobjekte Gesellschaft m.b.H. & Co. K | 388 | 67 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Verlagsservice für Bildungssysteme und Kunstobjekte Gesellschaft m.b.H., Wien | 43 | 2 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Peru | |||||
| Arvato Services S.A.C., Lima | 2 | 0 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Penguin Random House Grupo Editorial S.A., Miraflores, Lima | 1,702 | 468 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Philippinen / Philippines | |||||
| Majorel Philippines Corp., Quezon City | 15,597 | 6,656 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Polen / Poland | |||||
| Administration Personnel Services Sp. z o.o., Warschau | 567 | 562 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Arvato Polska Sp. z o.o., Warschau | 12,475 | 5,545 | 100.00 % | 100.00 % | |
| FremantleMedia Polska Sp. z o.o., Warschau | 4,325 | 174 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Majorel Polska Sp. z o.o., Warschau | 4,342 | 918 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Portugal | |||||
| FremantleMedia Portugal SA, Amadora | 2,962 | 1,105 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Majorel Corporate Portugal, SGPS, Lda., Lissabon | 1,497 | -126 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Majorel Portugal, Unipessoal, Lda., Lissabon | 4,099 | 441 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Penguin Random House Grupo Editorial, Unipessoal, Lda., Lissabon | -858 | -152 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Rumänien / Romania | |||||
| Arvato Systems IT SRL, Brasov | -133 | 45 | 100.00 % | 100.00 % | |
| MSE - Majorel Strategy & Expertise SRL, Brasov | -333 | -847 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Russland / Russia | |||||
| Arvato Rus LLC, Jaroslawl | 12,088 | 5,080 | 100.00 % | 100.00 % | |
| OOO Jaroslawskij Poligraphitscheskij Kombinat, Jaroslawl | 2,601 | 790 | 100.00 % | 100.00 % | |
| OOO Lti Vostok, Moskau | 2,886 | 713 | 100.00 % | 36.77 % | |
| OOO Sonopress, Jaroslawl | 389 | -135 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Saudi-Arabien / Saudi Arabia | |||||
| Pioneers Outsourcing Company Limited, Riad | 11,363 | 1,587 | 70.00 % | 35.00 % | |
| Schweden / Sweden | |||||
| Arvato Finance AB, Varberg | 32,595 | 3,605 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Holding AB, Varberg | 48,631 | 177 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Rights Management (Scandinavia) AB, Stockholm | 15,299 | 309 | 100.00 % | 100.00 % | |
| FremantleMedia Sverige AB, Stockholm | 942 | 124 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Miso Film Sverige AB, Stockholm | 368 | 220 | 100.00 % | 76.01 % | |
| SHOC Media Agency AB, Stockholm | 5 | -5 | 100.00 % | 76.01 % | |
| smartclip Nordics AB, Stockholm | 984 | -512 | 100.00 % | 76.01 % | |
| SpotX Nordics AB | -223 | -227 | 100.00 % | 76.01 % | |
| U Screens AB, Stockholm | 3,585 | -3,811 | 100.00 % | 75.77 % | |
| United Screens Music AB, Stockholm | 138 | -624 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Vidispine AB, Kista | 1,666 | 578 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Schweiz / Switzerland | |||||
| Arcadia Verlag AG, Zug | 132,287 | 117,426 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Systems Schweiz AG, Zug | -164 | 213 | 100.00 % | 100.00 % | |
| AZ Direct AG, Cham | 1,240 | -262 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Asia Investments AG, Zug | 49,708 | -100,544 | 100.00 % | 100.00 % | |
| infoscore AG, Schlieren | 6,134 | 1,837 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Media Select AG, Ittigen | 597 | 1 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Verlagsservice Süd AG, Zug | 134 | -92 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Senegal | |||||
| Majorel Senegal SUARL, Dakar | 5,041 | 2,583 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Singapur / Singapore | |||||
| Arvato Digital Services Pte. Ltd., Singapur | 3,071 | 563 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Fremantle Productions Asia Pte. Ltd., Singapur | -2,433 | -90 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Penguin Random House SEA Pte. Ltd., Singapur | -148 | -109 | 100.00 % | 75.00 % | |
| RTL Group Asia Pte. Ltd., Singapur | 38 | -298 | 100.00 % | 76.01 % | |
| SpotX Singapore Pte. Ltd., Singapur | -1,330 | -904 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Spanien / Spain | |||||
| Arvato Services Spain, S.A.U., Alcalá de Henares | 9,967 | 236 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Technical Information, S.L.U., Martorell | 750 | 13 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Espana, S.L., Barcelona | 18,808 | 1,316 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Rights Management and Administration (Spain), S.L., Madrid | 247 | 52 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Centro de Imposicion Palleja, S.L., Barcelona | 3,398 | -355 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Direct Group Grandes Obras, S.L., Barcelona | 1,137 | 189 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Divimove Espana, S.L., Madrid | -492 | -252 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Fremantle de Espana, S.L., Madrid | - | - | 99.60 % | 75.47 % | 1 |
| FremantleMedia Espana, S.A., Madrid | -8,625 | -189 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Grupo Editorial Bertelsmann, S.L., Barcelona | 6,585 | -953 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Majorel Iberia, S.L., Madrid | 213 | -75 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Majorel QA Solutions, S.A., Madrid | 1,321 | 1,105 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Majorel SP Solutions, S.A., Madrid | 15,317 | 2,988 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Majorel Systems Spain, S.A.U., Madrid | 20,418 | 273 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Majorel Tria, S.L., Madrid | 1,262 | 1,174 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Penguin Books, S.A., Madrid | 1,396 | 105 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Penguin Random House Grupo Editorial, S.A.U., Barcelona | 119,136 | 9,577 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Printer Industria Grafica Newco, S.L.U., Barcelona | 411 | -1,120 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Team 4 Collection and Consulting, S.L.U., Madrid | 1,590 | 142 | 100.00 % | 100.00 % | |
| THE REAL NETWORK DIALOGUE, S.L., Barcelona | 196 | -26 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Südafrika / South Africa | |||||
| Penguin Random House South Africa (Pty) Ltd., Johannesburg | 6,887 | 504 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Random House Struik Proprietary Limited, Kapstadt | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Verlag Automobil Wirtschaft (Pty) Ltd., Uitenhage | 1,669 | 259 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Südkorea / South Korea | |||||
| Penguin Random House Korea LLC, Seoul | -96 | -73 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Thailand | |||||
| Arvato Services (Thailand) Ltd., Bangkok | -997 | -184 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Thai B E Holding Ltd., Bangkok | -91 | -20 | 99.60 % | 99.60 % | |
| Togo | |||||
| Phone Group Togo SARL, Lome | 32 | 353 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Tschechische Republik / Czech Republic | |||||
| Arvato Services Management Czech Republic s.r.o., Prag | -70 | -18 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Services k.s., Prag | 906 | -1,572 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Türkei / Turkey | |||||
| Arvato Lojistik Dis Ticaret ve E Ticaret Hismetleri Anonim Sirketi, Istanbul | 9,077 | 1,597 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Ungarn / Hungary | |||||
| Magyar RTL Televizio Zrt., Budapest | 60,509 | 3,355 | 100.00 % | 75.77 % | |
| R-Time Kft., Budapest | 709 | -9 | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL Services Kft., Budapest | 9,432 | 1,279 | 100.00 % | 75.77 % | |
| trnd Central Eastern Europe Kft., Budapest | 47 | -44 | 100.00 % | 100.00 % | |
| UFA Magyarorszag Kft., Budapest | 2,084 | 589 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Uruguay | |||||
| Ediciones B (Uruguay) S.A. | 686 | 78 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Penguin Random House Grupo Editorial S.A., Montevideo | 1,804 | 354 | 100.00 % | 75.04 % | |
| USA | |||||
| 495 Productions Holdings LLC, Burbank | 633 | 3,179 | 75.00 % | 56.83 % | |
| ACI Communications, Inc., Burbank | 861 | 72 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Alliant International University, Inc., Sacramento | -8,369 | -2,873 | 100.00 % | 99.48 % | |
| Amygdala Records, Inc., Burbank | 4,744 | 1,683 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Arist Education System Fund LP, Wilmington | 30,635 | -35 | 100.00 % | 99.48 % | |
| Arist Education System LLC, Wilmington | 85,185 | -2,250 | 100.00 % | 99.48 % | |
| Arvato Digital Services LLC, Wilmington | 287,612 | 22,336 | 100.00 % | 100.00 % | |
| arvato Entertainment LLC, Wilmington | -1,540 | -121 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Arvato Systems North America, Inc., Wilmington | -3,684 | -245 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Audigram Songs, Inc., Nashville | 694 | 15 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Berryville Graphics, Inc., Wilmington | 67,654 | 900 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Accounting Services, Inc., Wilmington | -1,386 | -349 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Digital Media Investments, Inc., Wilmington | 8,633 | -1,511 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Education Services LLC, Wilmington | 23,759 | -1,016 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Health & Human Science Education LLC, Wilmington | 2,572 | -35 | 99.48 % | 99.48 % | |
| Bertelsmann Learning LLC, Wilmington | 632,374 | -297 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann PRH Finance, Inc., Wilmington | 1,002,781 | 31,033 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann Publishing Group, Inc., Wilmington | 1,326,509 | 62,605 | 85.71 % | 85.71 % | |
| Bertelsmann Ventures, Inc., Wilmington | 34,474 | 1,251 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Bertelsmann, Inc., Wilmington | 1,334,936 | -150,423 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Big Balls LLC, Burbank | -9,473 | 679 | 95.00 % | 71.98 % | |
| BMG Audiovisual Productions LLC, Wilmington | -46 | -30 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Production Music, Inc., New York | 4,035 | 1,731 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BMG Rights Management (US) LLC, Wilmington | -5,868 | -30,058 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BroadbandTV (USA), Inc., New York | 126 | 125 | 100.00 % | 41.72 % | |
| Cathedral Technologies LLC, Burbank | 1,021 | 151 | 100.00 % | 56.83 % | |
| Coral Graphic Services, Inc., New York | 72,613 | 9,986 | 100.00 % | 100.00 % | |
| FCB Productions, Inc., Burbank | 49,548 | -1,812 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Frederick Warne & Co. LLC, Wilmington | - | - | 100.00 % | 75.00 % | 1 |
| Fremantle Productions North America, Inc., Dover | 596,492 | -49,799 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Fremantle Productions, Inc., Burbank | 105 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Latin America, Inc., Miami | -633 | -7 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Licensing, Inc., New York | 0 | 5,873 | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia North America, Inc., New York | 245,020 | 69,156 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Golden Treasures LLC, Wilmington | -1,757 | -85 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Good Games Live, Inc., Burbank | 10,818 | 1,096 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Haskell Studio Rentals, Inc., New York | 400 | 295 | 100.00 % | 75.77 % | |
| HotChalk, Inc., Wilmington | 5,482 | -4,843 | 82.84 % | 82.84 % | |
| LiquidM, Inc., Wilmington | 4,820 | -22 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Majorel USA, Inc., Wilmington | -1,835 | -4,395 | 100.00 % | 50.00 % | |
| Max Post, Inc., Burbank | 4,545 | 894 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Music Box Library, Inc., Burbank | -5,184 | 77 | 100.00 % | 75.77 % | |
| OCL Professional Education, Inc., Wilmington | 7,957 | 7,976 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Offset Paperback Mfrs., Inc., Wilmington | 15,680 | -2,383 | 100.00 % | 100.00 % | |
| OP Services, Inc., Burbank | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Original Productions, Inc., Burbank | 9,137 | 751 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Pajama Pants Productions LLC, Burbank | 86 | 112 | 100.00 % | 56.83 % | |
| Penguin Random House Grupo Editorial (USA) LLC, Wilmington | 815 | 984 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Penguin Random House LLC, Wilmington | 328,475 | 261,411 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Prestel Publishing LLC, Wilmington | -3,459 | 15 | 100.00 % | 100.00 % | |
| PRH Holdings, Inc., Wilmington | 1,176,465 | 56,607 | 83.66 % | 71.70 % | |
| PRH Publications, Inc., Wilmington | 1,234,313 | 23,816 | 100.00 % | 78.71 % | |
| R & B Music LLC, Los Angeles | 109 | 2 | 50.00 % | 50.00 % | |
| Random House Children's Entertainment LLC, Wilmington | -4,346 | 921 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Relias LLC, Wilmington | 87,030 | 130,673 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Rise Records, Inc., Salem | 12,449 | 2,062 | 100.00 % | 100.00 % | |
| RTL US Holding, Inc., Wilmington | 275,994 | -252,619 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Sasquatch Books LLC, Wilmington | 1,049 | -5 | 100.00 % | 75.00 % | |
| SFLS, Inc., Wilmington | 6,419 | 253 | 100.00 % | 99.48 % | |
| SND Films LLC, New York | 218 | -5 | 100.00 % | 36.77 % | |
| SND USA, Inc., Wilmington | 987 | 0 | 100.00 % | 36.77 % | |
| SpotX, Inc., Wilmington | 71,119 | 6,103 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Sputnik 84 LLC, New York | -991 | -1,037 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Stern Magazine Corp., New York | 4,876 | 200 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Studio Production Services, Inc., Burbank | 19,699 | 3,011 | 100.00 % | 75.77 % | |
| StyleHaul, Inc., Wilmington | -1,392 | 20,240 | 100.00 % | 75.77 % | |
| TCF Productions, Inc., Burbank | 90 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| This is Hit, Inc., Nashville | 41,088 | 8,261 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Tiny Riot, Inc., Dover | -4,261 | -95 | 100.00 % | 75.77 % | |
| YoBoHo New Media, Inc., New York | 21 | -5 | 100.00 % | 41.72 % | |
| II.B. Nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen / Joint ventures accounted for using the equity method | |||||
| Belgien / Belgium | |||||
| New Contact S.A., Brüssel | 559 | 96 | 50.00 % | 37.89 % | |
| Brasilien / Brazil | |||||
| FK LAB Tecnologias Educacionais S.A. | 368 | 227 | 50.00 % | 48.80 % | |
| Deutschland / Germany | |||||
| ABIS GmbH, Frankfurt am Main | 35 | 0 | 100.00 % | 49.00 % | 2 |
| bedirect GmbH & Co. KG, Gütersloh | -649 | 570 | 50.00 % | 50.00 % | |
| Delta Advertising GmbH, München | 34 | 0 | 100.00 % | 37.13 % | 2 |
| Deutsche Post Adress Geschäftsführungs GmbH, Bonn | 75 | 23 | 49.00 % | 49.00 % | |
| Deutsche Post Adress GmbH & Co. KG, Bonn | 22,074 | 17,660 | 49.00 % | 49.00 % | |
| d-force GmbH, Freiburg im Breisgau | 815 | 115 | 50.00 % | 37.89 % | |
| G+J NG Media GmbH & Co. KG, Hamburg | 514 | 1,285 | 50.00 % | 50.00 % | |
| MAIRDUMONT NETLETIX GmbH & Co. KG, Ostfildern | 599 | 0 | 49.00 % | 37.13 % | 2 |
| MAIRDUMONT NETLETIX Verwaltungs GmbH, Stuttgart | 26 | 0 | 49.00 % | 37.13 % | |
| RISER ID Services GmbH, Berlin | 2,585 | 2,371 | 100.00 % | 49.00 % | |
| RTL DISNEY Fernsehen Geschäftsführungs GmbH, Köln | 95 | 0 | 100.00 % | 37.89 % | |
| RTL DISNEY Fernsehen GmbH & Co. KG, Köln | 27,558 | 0 | 50.00 % | 37.89 % | 2 |
| Skyline Medien GmbH, Berlin | -1,543 | 609 | 49.87 % | 37.81 % | |
| Frankreich / France | |||||
| Panora Services SAS, Paris | 787 | 183 | 50.00 % | 18.38 % | |
| Extension TV SA, Neuilly-sur-Seine | 2,209 | 676 | 49.99 % | 18.38 % | |
| Niederlande / Netherlands | |||||
| Benelux Film Investments B.V., Schelluinen | 6,186 | 1,052 | 50.00 % | 37.89 % | |
| eHealth B.V., Utrecht | 43 | 53 | 35.08 % | 26.58 % | |
| Grundy Endemol Productions VOF, Hilversum | 318 | 4,853 | 50.00 % | 38.01 % | |
| NLZiet Coöperatief U.A., Hilversum | -12,139 | -2,284 | 33.33 % | 25.26 % | |
| USA | |||||
| Vice Food LLC, Wilmington | -1,602 | -1,314 | 30.00 % | 22.73 % | |
| II.C. Nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen / Associates accounted for using the equity method | |||||
| Deutschland / Germany | |||||
| BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG, Dresden | 750 | 341 | 55.00 % | 36.06 % | |
| Mediengesellschaft Mittelstand Niedersachsen GmbH, Braunschweig | 308 | 127 | 23.12 % | 4.36 % | |
| nachrichtenmanufaktur GmbH, Berlin | 1,988 | 207 | 25.10 % | 19.02 % | |
| NiedersachsenRock 21 GmbH & Co. KG, Garbsen | 3,249 | 2,018 | 29.83 % | 15.30 % | |
| Radio Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg | 7,532 | 6,282 | 29.17 % | 22.10 % | |
| Radio NRW GmbH, Oberhausen | 8,366 | 2,355 | 100.00 % | 17.11 % | |
| RTL 2 Fernsehen Geschäftsführungs GmbH, Grünwald | 759 | 337 | 35.90 % | 27.20 % | |
| RTL 2 Fernsehen GmbH & Co. KG, Grünwald | 59,909 | 47,266 | 36.54 % | 27.20 % | |
| Screenworks Köln GmbH, Köln | 719 | 468 | 49.89 % | 37.80 % | |
| SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, Hamburg | 91,051 | 34,034 | 25.25 % | 25.25 % | |
| SQL Service GmbH, Wuppertal | 758 | 331 | 50.00 % | 37.89 % | |
| Frankreich / France | |||||
| Elephorm SAS, Lyon | 1,343 | -144 | 34.00 % | 12.50 % | |
| Quicksign SAS, Paris | 1,439 | 695 | 23.90 % | 8.79 % | |
| Salto Gestion SAS | 12 | 3 | 33.33 % | 12.25 % | |
| Salto SNC | 1,311 | -1,689 | 33.33 % | 12.25 % | |
| Stephane Plaza Franchise SAS, Levallois Perret | 10,415 | 4,989 | 49.00 % | 18.02 % | |
| Wild Buzz Agency SAS, Paris | 592 | 622 | 40.00 % | 14.71 % | |
| Großbritannien / Great Britain | |||||
| Bend IT TV Limited, London | -199 | 639 | 25.00 % | 18.94 % | |
| Dancing Ledge Productions Limited, London | -350 | -366 | 24.98 % | 18.94 % | |
| Dr Pluto Films Limited, London | -545 | 38 | 25.00 % | 18.94 % | |
| Duck Soup Films Limited, Leeds | -1,158 | -468 | 25.00 % | 18.94 % | |
| Full Fat Television Limited, Cheltenham | -874 | 70 | 24.81 % | 18.94 % | |
| Label1 Television Limited, London | -838 | -535 | 25.00 % | 18.94 % | |
| Man Alive Entertainment Limited, London | -827 | 854 | 25.00 % | 18.94 % | |
| Naked Television Limited, Cheltenham | -1,587 | 465 | 24.98 % | 18.93 % | |
| Squawka Ltd, London | -183 | 0 | 34.77 % | 26.34 % | |
| Wild Blue Media Limited, London | -635 | -8 | 25.00 % | 18.94 % | |
| Kanada / Canada | |||||
| UMI Mobile, Inc., Montreal | -22 | -138 | 31.40 % | 23.79 % | |
| Vemba Corporation, Toronto | 806 | -819 | 23.52 % | 20.93 % | |
| Katar / Qatar | |||||
| Ecco Gulf WLL, Doha | 3,175 | 1,288 | 49.00 % | 24.50 % | |
| Luxemburg / Luxembourg | |||||
| Heliovos S.A., Esch an der Alzette | 1,115 | -3 | 49.00 % | 37.13 % | |
| Niederlande / Netherlands | |||||
| E-Health & Safety skills B.V., Maarssen | 3,702 | 469 | 49.00 % | 37.13 % | |
| Flinders B.V., Zaandam | 3,570 | -583 | 20.00 % | 15.15 % | |
| HelloSparkle B.V., Den Haag | 228 | 121 | 25.01 % | 18.94 % | |
| Sarthro Travelbags B.V., Hardenberg | 3,114 | -421 | 25.00 % | 18.94 % | |
| Schweiz / Switzerland | |||||
| Goldbach Audience (Switzerland) AG, Küsnacht | 2,169 | 657 | 24.95 % | 18.90 % | |
| Goldbach Media (Switzerland) AG, Küsnacht | 26,169 | 26,402 | 22.96 % | 17.39 % | |
| MF Group Factoring AG, St. Gallen | -203 | 1,657 | 49.00 % | 49.00 % | |
| Swiss Radioworld AG, Zürich | 4,748 | 2,384 | 22.96 % | 17.49 % | |
| Spanien / Spain | |||||
| Atresmedia Corporacion de Medios de Comunicacion, S.A., San Sebastian de los | 440,042 | 120,096 | 18.71 % | 14.18 % | |
| USA | |||||
| Eureka Productions LLC, Camden | -2,221 | 743 | 25.00 % | 18.94 % | |
| Inception VR, Inc., Wilmington | 1,644 | -4,994 | 16.14 % | 12.27 % | |
| Sourcebooks LLC, Naperville | 13,513 | 7,407 | 45.00 % | 33.75 % | |
| The Immigrant LLC | 2,340 | -86 | 25.00 % | 18.94 % | |
| The Pet Collective LLC, Los Angeles | -73 | -574 | 35.00 % | 26.52 % | |
| Udacity, Inc., Wilmington | -1,544 | -22,174 | 19.00 % | 19.00 % | |
| University Ventures Fund I BeCo-Investment, L.P., New York | 15,488 | 1,458 | 100.00 % | 100.00 % | |
| University Ventures Fund I, L.P., New York | 56,461 | 6,280 | 47.27 % | 47.27 % | |
| University Ventures Fund II, L.P., Delaware | 170,275 | 95,558 | 55.10 % | 55.10 % | |
| VideoAmp, Inc., New York | 23,958 | -23,052 | 15.09 % | 11.43 % |
| Name und Sitz der Gesellschaft -Name and place of the company | Eigenkapital -Equity (T€) | Ergebnis -Result (T€) | Direkte Beteiligung durch Konzerngesellschaft(en) -Direct share by group company / companies | Konzernanteil -Group share | |
| III.A. Nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen / Not fully consolidated subsidiaries | |||||
| Argentinien / Argentina | |||||
| Grundy Productions S.A., Buenos Aires | n/a | n/a | 100.00 % | 76.01 % | |
| Belgien / Belgium | |||||
| G+J i|MS BVBA, Gent | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Deutschland / Germany | |||||
| 11 Freunde Verlag Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin | 35 | 2 | 100.00 % | 51.00 % | |
| Antenne Niedersachsen Geschäftsführungs-GmbH, Hannover | 50 | 3 | 100.00 % | 39.27 % | |
| APD Antenne Niedersachsen GmbH & Co. Produktions- und Distributions-KG, Han | 512 | 52 | 100.00 % | 39.27 % | |
| ASA Informationsdienste GmbH, Berlin | 0 | 14 | 100.00 % | 100.00 % | |
| BCS Broadcast Sachsen Verwaltungsgesellschaft mbH, Dresden | 22 | 0 | 55.00 % | 36.06 % | |
| Berliner Presse Vertrieb Verwaltungs GmbH, Hamburg | 34 | 1 | 100.00 % | 100.00 % | |
| DDV Beteiligungs GmbH, Dresden | 28 | 1 | 100.00 % | 60.00 % | |
| DIPLOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Schönefeld | 78 | 4 | 94.80 % | 89.10 % | |
| Funkhaus Halle Komplementär-GmbH, Halle (Saale) | 33 | 2 | 100.00 % | 44.10 % | |
| G+J Immobilien-Verwaltungs GmbH, Hamburg | 89 | 1 | 100.00 % | 100.00 % | |
| GEO Verlags- und Vertriebsgesellschaft mbH, München | 0 | -10 | 100.00 % | 100.00 % | |
| NOW GmbH, Gütersloh | 25 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| RM Elfte Beteiligungsverwaltungs GmbH, Gütersloh | 25 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| RM Zwölfte Beteiligungsverwaltungs GmbH, Gütersloh | n/a | n/a | 100.00 % | 100.00 % | |
| RTL Lux GmbH, Berlin | 25 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Sellwell Verwaltungs GmbH, Hamburg | 30 | 1 | 100.00 % | 100.00 % | |
| The Wave Hörfunk GmbH, Berlin | 94 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| topac GmbH, Gütersloh | 32 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | 2 |
| W.S.D. Apps GmbH, Hamburg | n/a | n/a | 100.00 % | 100.00 % | |
| Frankreich / France | |||||
| G+J International Media Sales SARL, Vendin-le-Vieil | -9 | -1 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Music Nancy FM SARL, Nancy | -51 | -22 | 51.00 % | 18.75 % | |
| Paris Television SARL, Paris | 52 | -20 | 100.00 % | 75.77 % | |
| SCM-A SARL, Noyelles sous Lens | 9 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Societe Operatrice de Multiplex R4 SAS, Neuilly-sur-Seine | 63 | 0 | 50.25 % | 18.48 % | |
| Großbritannien / Great Britain | |||||
| Allen Lane The Penguin Press Limited, London | 158 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Bantam Books Limited, London | 1 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Carousel Books Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Corgi Books Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Dorling Kindersley Vision Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Euston Films Limited, London | -11 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Fremantle Group Pension Trustee Limited, London | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Fremantle Limited, London | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| FremantleMedia Animation Limited, London | -1 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Funfax Limited, London | -1,685 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| GJ International Media Sales Ltd., London | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Gruner + Jahr Limited, London | n/a | n/a | 100.00 % | 100.00 % | |
| Hamish Hamilton Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Hugo's Language Books Limited, London | 479 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Michael Joseph Limited, London | -1,488 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Radio Luxembourg (London) Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Retort Productions Limited, London | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL AdConnect UK Ltd, London | 2,152 | 363 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Screenpop Limited, London | 0 | -97 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Tamarind Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Thames Television Animation Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| WH Allen General Books Limited, London | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Italien / Italy | |||||
| C.D.C. S.p.A., Rom | n/a | n/a | 80.00 % | 60.62 % | |
| G+J International Sales Italy S.r.l., Mailand | 82 | 25 | 100.00 % | 100.00 % | |
| RTL AdConnect S.r.l., Mailand | 1,020 | -38 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Kanada / Canada | |||||
| 0971999 B.C. Ltd, Vancouver | n/a | n/a | 100.00 % | 41.72 % | |
| 1189065 B.C. Ltd, Vancouver | n/a | n/a | 100.00 % | 41.72 % | |
| TGN Game Communities Inc., Vancouver | n/a | n/a | 100.00 % | 41.72 % | |
| VISO Online Video Productions Inc., Vancouver | n/a | n/a | 100.00 % | 41.72 % | |
| Kroatien / Croatia | |||||
| INEO d.o.o., Cakovec | 146 | 34 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Luxemburg / Luxembourg | |||||
| Media Assurances S.A., Luxemburg | 1,270 | 1,132 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Malaysia | |||||
| FremantleMedia Malaysia Sdn Bhd, Petaling Jaya | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Mexiko / Mexico | |||||
| FremantleMedia Services, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt | 110 | 173 | 100.00 % | 76.01 % | |
| Neuseeland / New Zealand | |||||
| Fremantle New Zealand Pty Limited, Auckland | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Niederlande / Netherlands | |||||
| M Nederland Holding B.V., Hilversum | 14 | 0 | 75.00 % | 56.83 % | |
| Stichting Derdengelden infoscore Collection, Heerenveen * | 2 | 0 | 0.00 % | 0.00 % | |
| Polen / Poland | |||||
| Refassa Investments Sp. z o.o., Warschau | 5 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Russland / Russia | |||||
| OOO Bertelsmann Kniga, Moskau | 0 | 0 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Schweiz / Switzerland | |||||
| Gruner + Jahr (Schweiz) AG, Zürich | 678 | 127 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Serbien / Serbia | |||||
| LTR mediji i komunikacije d.o.o. Beograd-Vracar, Belgrad | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Spanien / Spain | |||||
| Penguin Random House Edicion y Distribucion, S.L., Madrid | 3 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Südafrika / South Africa | |||||
| Dorling Kindersley Publishers (South Africa) Pty Ltd. | 1 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| USA | |||||
| 3 Doors Productions, Inc., Reno | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| 495 Productions Services LLC, Delaware | n/a | n/a | 100.00 % | 56.83 % | |
| American Idols Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Big Break Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Blue Orbit Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| DK Publishing LLC, Wilmington | n/a | n/a | 100.00 % | 75.00 % | |
| Fremantle International, Inc., New York | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Kickoff Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Little Pond Television, Inc., Santa Monica | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Mad Sweeney Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Marathon Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Nonna's Productions LLC, Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 56.83 % | |
| P & P Productions, Inc., Delaware | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL AdConnect, Inc., Wilmington | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| RTL NY, Inc., Wilmington | 139 | 96 | 100.00 % | 100.00 % | |
| Terrapin Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| The Price Is Right Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| The Young Pope, Inc., New York | n/a | n/a | 100.00 % | 47.36 % | |
| Tick Tock Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Triple Threat Productions, Inc., Burbank | n/a | n/a | 100.00 % | 75.77 % | |
| Tundra Books of Northern New York, Inc., Plattsburgh | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Wanderlust Productions, Inc., Wilmington | 0 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| Venezuela | |||||
| Ediciones B Venezuela, S.A., Caracas | 0 | 0 | 100.00 % | 75.00 % | |
| Vereinigte Arabische Emirate / United Arab Emirates | |||||
| Fremantlemedia Enterprises FZ - LLC, Dubai | 12 | 0 | 100.00 % | 75.77 % | |
| III.B. Nicht nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen / Joint ventures not accounted for using the equity method | |||||
| Belgien / Belgium | |||||
| Fun Radio Belgique S.A., Brüssel | 1,050 | 414 | 50.00 % | 18.66 % | |
| Deutschland / Germany | |||||
| Arbeitsgemeinschaft DIG/Maxity, Dresden | 2 | 0 | 50.00 % | 15.00 % | |
| bedirect Verwaltungs GmbH, Gütersloh | 109 | 5 | 50.00 % | 50.00 % | |
| Berliner Pool TV Produktionsgesellschaft mbH, Berlin | 561 | 57 | 50.00 % | 37.89 % | |
| G+J NG Media Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg | 96 | 4 | 50.00 % | 50.00 % | |
| MV Hoyerswerda-Weißwasser Zustellservice GmbH, Hoyerswerda | 26 | 1 | 50.00 % | 30.00 % | |
| Nutzwerk GmbH, Dresden | 64 | 34 | 50.00 % | 30.00 % | |
| scoyo GmbH, Hamburg | 156 | 0 | 100.00 % | 37.89 % | |
| Vorratsgesellschaft Picassoplatz GmbH, Köln | 112 | 0 | 100.00 % | 37.89 % | |
| Großbritannien / Great Britain | |||||
| CO92 The Film Limited, London | 33 | 0 | 50.00 % | 37.89 % | |
| Euston Music Limited, London | n/a | n/a | 50.00 % | 37.89 % | |
| Niederlande / Netherlands | |||||
| Dialogical B.V., Rotterdam | 154 | 20 | 50.00 % | 37.89 % | |
| Österreich / Austria | |||||
| Adria Media Holding GmbH, Wien | 93 | -7 | 50.00 % | 50.00 % | |
| III.C. Nicht nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen / Associates not accounted for using the equity method | |||||
| Belgien / Belgium | |||||
| maRadio.be, Brüssel | 31 | -2 | 26.67 % | 8.94 % | |
| Brasilien / Brazil | |||||
| BR Education Ventures FIP | 7,638 | -520 | 31.40 % | 31.40 % | |
| Crescera Educacional II FIP, Rio de Janeiro | 116,570 | -1,817 | 40.00 % | 40.00 % | |
| China | |||||
| Beijing 352 Environmental Protection Technology Co., Ltd., Peking | 15,212 | -4,243 | 15.23 % | 15.23 % | |
| Beijing Yi Jiu Pi E-commerce Co., Ltd., Peking | 220,628 | -10,988 | 7.68 % | 7.68 % | |
| Beijing Yiheng Chuangyuan Technology Co., Ltd., Peking | 8,609 | 1,006 | 10.79 % | 10.79 % | |
| Deutschland / Germany | |||||
| adjoe GmbH, Hamburg | 25 | 0 | 80.00 % | 80.00 % | 2 |
| Bidmanagement GmbH, Berlin | 0 | 21 | 21.35 % | 21.35 % | |
| Chemnitzverlag Sachsen GmbH, Monschau | 0 | 24 | 25.00 % | 15.00 % | |
| Deutscher Fernsehpreis GmbH, Köln | 57 | -36 | 25.00 % | 18.94 % | |
| EnID - European netID Foundation, Montabaur | n/a | n/a | 33.33 % | 25.26 % | |
| FF Performance One GmbH, Berlin | 0 | 0 | 54.10 % | 54.10 % | |
| Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung mbH & Co. KG, München | 2,704 | 887 | 20.00 % | 20.00 % | |
| Hanseatische Print & Medien Inkasso GmbH, Seevetal | 104 | 764 | 49.00 % | 49.00 % | |
| Leipziger Wochenkurier Verlagsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft, Le | 94 | -10 | 37.45 % | 22.47 % | |
| Leipziger Wochenkurier Verlagsgesellschaft mbH, Leipzig | 30 | 0 | 37.45 % | 22.47 % | |
| LOG Logistik GmbH, Nürnberg | 510 | 139 | 46.08 % | 46.08 % | |
| manager magazin Verlagsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg | 5,220 | 1,422 | 24.90 % | 24.90 % | |
| Medienvertrieb Görlitz-Niesky GmbH, Görlitz | 45 | 19 | 25.10 % | 15.06 % | |
| Medienvertrieb Löbau-Zittau GmbH, Löbau | 38 | 12 | 25.10 % | 15.06 % | |
| Medienvertrieb Meißen GmbH, Meißen | 59 | 26 | 25.10 % | 15.06 % | |
| Medienvertrieb Riesa GmbH, Riesa | 46 | 21 | 25.10 % | 15.06 % | |
| MV Bautzen Zustellservice GmbH, Bautzen | 36 | 10 | 25.10 % | 15.06 % | |
| MV Dresden Zustellservice GmbH, Dresden | 45 | 11 | 25.10 % | 15.06 % | |
| MV Freital Zustellservice GmbH, Freital | 58 | 32 | 25.10 % | 15.06 % | |
| MV Kamenz Zustellservice GmbH, Kamenz | 56 | 30 | 25.10 % | 15.06 % | |
| MV Pirna Zustellservice GmbH, Pirna | 40 | 15 | 25.10 % | 15.06 % | |
| NG Buchverlag GmbH, München | 1,705 | -76 | 49.00 % | 24.50 % | |
| NiedersachsenRock 21 Beteiligungs GmbH, Garbsen | 38 | 4 | 29.83 % | 15.30 % | |
| Rudolf Augstein Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg | 295 | 1,803 | 25.50 % | 25.50 % | |
| Skoobe GmbH, München | 5,388 | -477 | 25.00 % | 25.00 % | |
| Verfahrensabwicklungs 85 IN 7/18 GmbH, Münster | 1,022 | -2,878 | 15.00 % | 15.00 % | |
| Frankreich / France | |||||
| Alliance gravity SARL | 46 | -1,106 | 23.50 % | 16.52 % | |
| Societe Operatrice Du Multiplex-M1 SAS, Nanterre | n/a | n/a | 25.00 % | 9.19 % | |
| Großbritannien / Great Britain | |||||
| Bounce! Sales & Marketing Limited, London | 222 | 41 | 30.00 % | 22.50 % | |
| Fintech Innovation Program Limited, London | 446 | 59 | 20.00 % | 20.00 % | |
| Wide-Eyed Entertainment Limited, London | n/a | n/a | 23.75 % | 18.00 % | |
| Indien / India | |||||
| BigFoot Retail Solutions Private Limited, Neu-Delhi | 1,734 | -1,086 | 33.83 % | 33.83 % | |
| i-Nurture Education Solutions Private Limited, Bangalore | 478 | -453 | 34.77 % | 34.77 % | |
| Lendingkart Technologies Private Limited, Ahmedabad | 76,218 | -6,208 | 11.60 % | 11.60 % | |
| Relevant e-solutions Private Limited, Haryana | 2,618 | -9,202 | 7.61 % | 7.61 % | |
| Ruptub Solutions Private Limited, Bangalore | 7,465 | -15,523 | 13.45 % | 13.45 % | |
| Kaimaninseln / Cayman Islands | |||||
| Agricultural Services Limited, Grand Cayman | -21,504 | -15,249 | 12.32 % | 12.32 % | |
| Bufan Investment Cayman Limited | n/a | n/a | 20.00 % | 20.00 % | |
| Buzzbit Inc. | n/a | n/a | 22.22 % | 22.22 % | |
| Gangwei Network Technology Inc., Grand Cayman | n/a | n/a | 17.87 % | 17.87 % | |
| Haizhi Holding Inc., Grand Cayman | 5,225 | -115 | 10.92 % | 10.92 % | |
| HLJK Information & Technology Cayman Inc., Grand Cayman | 386 | -1,317 | 12.12 % | 12.12 % | |
| Hooma Hooma Technology Limited, Grand Cayman | 0 | -2,829 | 21.70 % | 21.70 % | |
| INCAR Inc., Grand Cayman | n/a | n/a | 10.75 % | 10.75 % | |
| KangSeed Technology Ltd., Grand Cayman | -6,075 | -3,738 | 21.65 % | 21.65 % | |
| Know Box Limited, Grand Cayman | 17,736 | -47,435 | 5.19 % | 5.19 % | |
| Meixin Federation Group Inc. | 18,878 | -238 | 14.72 % | 14.72 % | |
| Mioji Group Limited, Grand Cayman | 2,831 | -15,307 | 8.76 % | 8.76 % | |
| Mi Ritao Inc. | n/a | n/a | 23.53 % | 23.53 % | |
| moKredit Inc., Grand Cayman | n/a | n/a | 17.09 % | 17.09 % | |
| Penguin Guide Inc., Grand Cayman | 609 | -206 | 16.34 % | 16.34 % | |
| Qianye (Cayman) Ltd., Grand Cayman | -1,677 | -759 | 12.12 % | 12.12 % | |
| See Mobile Technology, Grand Cayman | 29,319 | 0 | 9.92 % | 9.92 % | |
| Tapai Inc., Grand Cayman | 2,306 | 0 | 11.34 % | 11.34 % | |
| The Look Limited, Grand Cayman | 1,647 | -1,550 | 15.06 % | 15.06 % | |
| TrendSutra Cayman Holdings Limited, Grand Cayman | 14,678 | -23,255 | 22.18 % | 22.18 % | |
| Velocious Technologies Inc., Grand Cayman | -347 | -1,223 | 7.82 % | 7.82 % | |
| Vnision International Limited, Grand Cayman | 0 | -2,347 | 13.40 % | 13.40 % | |
| Weplanter (Cayman) Limited, Grand Cayman | n/a | n/a | 12.92 % | 12.92 % | |
| Wothing (Cayman) Limited, Grand Cayman | n/a | n/a | 26.32 % | 26.32 % | |
| Wish Wood Holdings Limited, Grand Cayman | n/a | n/a | 18.18 % | 18.18 % | |
| Xianlife Limited | 34,756 | -20,014 | 5.93 % | 5.93 % | |
| Xiaobu Holdings Inc., Grand Cayman | 4,555 | -4,019 | 18.04 % | 18.04 % | |
| Yueranzhishang Holding Limited, Grand Cayman | 2,624 | -3,833 | 14.34 % | 14.34 % | |
| Zaozuo Zaohua ZWORKS Ltd., Grand Cayman | 12,507 | -6,403 | 11.26 % | 11.26 % | |
| Luxemburg / Luxembourg | |||||
| Radiolux S.A., Differdingen | -160 | 108 | 25.00 % | 18.94 % | |
| Mauritius | |||||
| Kaizen Private Equity, limited life public company limited by shares, Ebene | 24,729 | 0 | 20.10 % | 20.10 % | |
| Niederlande / Netherlands | |||||
| Bedrock B.V., Amsterdam | n/a | n/a | 30.00 % | 22.80 % | |
| Ushi Film Organization B.V., Amsterdam | n/a | n/a | 33.33 % | 25.26 % | |
| Österreich / Austria | |||||
| tele-Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H., Wien | 129 | 4 | 24.90 % | 24.90 % | |
| tele-Zeitschriftenverlagsgesellschaft m.b.H. & Co. KG, Wien | 648 | 345 | 24.90 % | 24.90 % | |
| Singapur / Singapore | |||||
| Eruditus Learning Solutions Pte. Ltd., Singapur | 9,948 | -8,442 | 18.39 % | 18.39 % | |
| Thailand | |||||
| FremantleMedia (Thailand) Co. Limited, Bangkok | n/a | n/a | 49.00 % | 37.12 % | |
| USA | |||||
| Boostr, Inc., Wilmington | 432 | -2,212 | 11.00 % | 11.00 % | |
| BV Capital Fund II-A, L.P., Dover | 411 | -24 | 99.00 % | 99.00 % | |
| Dynamic Graphic Engraving, Inc., Horsham | 67 | -245 | 25.00 % | 25.00 % | |
| Mojiva, Inc., New York | n/a | n/a | 30.05 % | 30.05 % | |
| Monashees Capital V, L.P., Wilmington | 17,999 | -21 | 33.33 % | 33.33 % | |
| SecuredTouch, Inc., Wilmington | 5,149 | -2,985 | 23.37 % | 23.37 % | |
| Synergis Education, Inc., Wilmington | n/a | n/a | 30.92 % | 25.61 % |
1 = Vorkonsolidiert / preconsolidated
2 = Ergebnisabführungsvertrag / profit and
loss transfer agreement
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