Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eugen Braunschweiger seit 19.3.2015 | Vorstandsmitglied |
Rüdiger Fritz seit 19.3.2015 | Vorsitzender des Vorstands |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grimm AGGosheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind ein High-Tech-Unternehmen der zerspanenden Industrie und erstellen und vertreiben hochpräzise Wellen, Verzahnungsteile, Radkombinationen und Baugruppen für verschiedene Branchen und Produkte. Durch die erworbene Erfahrung in den Fertigungsbereichen Drehen, Verzahnungsfräsen und Schleifen haben wir uns ein Spezialwissen erarbeitet, sodass wir Partner in vielen speziellen Anforderungen unserer Kunden geworden sind. Wir beraten unsere Kunden von der ersten Zeichnung über das Erstmuster bis zum endgültigen Serienanlauf mit besonderer Sorgfalt. Dabei setzen wir eine Produktions-Know-how-Kette in Aktion, die auf inzwischen 90 Jahren Erfahrung aufbaut, denn in unserem familiengeführten Unternehmen beschäftigen wir uns nunmehr in der zweiten Generation mit der gesamten Produktionskette der Metallbearbeitung. Dabei ist nicht nur komplexes Produktionswissen entstanden, sondern auch eine eigene Fertigungsphilosophie. Unser Ziel: das technologisch und wirtschaftlich optimierte Produkt. 2. Forschung und Entwicklung Basis unserer guten Marktpositionierung ist unsere Forschung und Entwicklung. Ziel unserer Aktivitäten ist die Verbesserung und Fortentwicklung unserer vorhandenen Produktlinien ebenso wie die Erarbeitung neuartiger Produktlösungen. Unsere Anstrengungen ermöglichen es uns auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, neue Marktsegmente zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen. Zudem ist die Qualitätssicherung eines unserer unternehmerischen Grundanliegen. Die Zertifizierung nach IATF 16949:2016, DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 14001:2015 ist gegenüber unseren Kunden ein weiterer Beleg, dass wir auf Grund unserer qualitäts- und umweltorientierten Organisation ein zuverlässiger Partner sind. Nur durch das konsequente Umsetzen und Anwenden unseres Qualitätsmanagementsystems können wir die steigenden Qualitätsansprüche unserer Kunden erfüllen. Hohe Investitionen mit dem Ziel "produzierte Qualität statt nachträglich ermittelter Qualität" haben uns nicht nur zu einem gefragten Produzenten für anspruchsvollste Produkte auf unserem Gebiet gemacht, sondern zudem zu einem gesunden Unternehmen, das die Kraft hat, auch in Zukunft innovativ an der Spitze mitzuhalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Stagnation der Wirtschaft hat sich aus dem Ende des Jahres 2019 heraus ins Jahr 2020 fortgesetzt. Durch die zusätzlichen Auswirkungen durch die COVID19-Pandemie mussten wir im Jahre 2020 einen massiven Umsatzrückgang von rd. 24,4 % verkraften. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2020 konnten wir unsere Planung nicht realisieren. Wir verfehlten unsere Planansätze im Ertrag und im Umsatz. Daraus resultierend erreichten wir im Jahr 2020 ein Rohergebnis von TEUR 12.500 (Vj. TEUR 16.248). Das Geschäftsjahr 2020 schlossen wir mit einem Jahresverlust nach Steuern (Geschäftsergebnis) in Höhe von TEUR -913 (Vj. TEUR 500) ab. 3. Lage a. Ertragslage Der Materialaufwand sank im Geschäftsjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um rund 36,5 %. Die Materialaufwandsquote sank, bedingt auch durch eine erhöhte Eigenfertigungsquote im gesamten Geschäftsjahr trotz Kurzarbeit von 26,6 % in 2019 auf 22,8 % in 2020. Der Personalaufwand reduzierte sich um TEUR 1.700 auf TEUR 8.213 (- 17,1 %). Diese Veränderung ist vor allem auf die konsequent durchgeführte Kurzarbeit aufgrund der fehlenden Aufträge, verbunden mit COVID19-Auflagen des Gesetzgebers zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von TEUR 4.252 auf TEUR 3.923 was einer Reduzierung von 7,7 % entspricht. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis, das im Wesentlichen durch Zinsaufwendungen für langfristige Bankverbindlichkeiten bestimmt wird, belastet das Jahresergebnis mit TEUR -382 (Vj. TEUR -354). b. Finanzlage Kapitalstruktur und Finanzlage haben sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt in 2020 20,4 % gegenüber 25,1 % im Vorjahr. Auf die Rückstellungen, die sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Nachzahlungen von Ertragssteuern für das Jahr 2020 erhöht haben, entfallen 5,4 % (Vj. 5,314 %) der Bilanzsumme, auf die Verbindlichkeiten 74,2 % (Vj. 69,6 %). Die Verbindlichkeiten, die im Vorjahresvergleich um TEUR 195 abgenommen haben, werden bestimmt durch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von rund TEUR 8.136 (Vj. TEUR 8.555). Hinsichtlich der Fristigkeiten, der in der Regel mit Festzinsvereinbarungen unterlegten Kredite, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2020 TEUR 915 (Vj. TEUR 1.077). Die Finanzlage ist aufgrund sogenannter Corona-Finanzierungen der Bundesregierung gegenüber den vergangenen Jahren stabil geblieben und nach wie vor als gesichert zu bezeichnen. Ziel unseres Finanzmanagements ist es vorrangig, Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten jedweder Art innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen. c. Vermögenslage Die Vermögenslage und die Vermögensstruktur der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Auf das Anlagevermögen entfallen TEUR 5.711 (Vj. TEUR 6.732), auf die Vorräte TEUR 5.081 (Vj. 5.120) und auf die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 2.336 (Vj. TEUR 2.500). Vor allem bedingt durch den konsequenten Stopp neuer Investitionen in Maschinen und Maschinenumbauten sank das Anlagevermögen insgesamt um TEUR 1.021. Das Vorratsvermögen, die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen insgesamt, blieb im Geschäftsjahr 2020 konstant. Dies zeigt uns, dass wir die reduzierte Abruf- bzw. Bestelltätigkeit unserer Kunden, durch das Einführen einer anteiligen Kurzarbeit kompensieren konnten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl im In- als auch im Ausland um insgesamt TEUR 116 gesunken was sowohl durch die Umsatzreduzierungen als auch die COVID19-Beschränkungen des Jahres 2020 zu begründen ist. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Geschäftsjahr 2020 waren durchschnittlich 172 Mitarbeiter (Vj. 178) beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter ermitteln wir ohne Berücksichtigung der Vorstände, der Auszubildenden und der Aushilfen. Wir setzen auf kompetente, gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter, weshalb die Ausbildung unseres eigenen Nachwuchses einen hohen Stellenwert im Unternehmen genießt. Das Fundament für den Erfolg unseres Unternehmens bilden die engagierten und hochqualifizierten Menschen, die hier zusammenarbeiten. Sie gestalten unsere Produkte, unser Unternehmen und unsere Märkte. Sie kommunizieren mit unseren Kunden und Lieferanten, beobachten und beurteilen unsere Märkte und entwickeln Ideen für zukünftige Erfolge. Wir fördern eine zukunftsorientierte Weiterbildung und bieten viele Möglichkeiten für die berufliche Qualifizierung. Das Rohergebnis pro Mitarbeiter beträgt TEUR 73 (Vj. TEUR 917) und ist damit deutlich geringer als im Vorjahr. Auch dies ist durch die gesamtwirtschaftliche Situation und die damit einhergehende Kurzarbeit im Jahr 2020 zu begründen. Diese Kennzahl ist insgesamt nicht zufriedenstellend. III. Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts hat sich die Lage gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 deutlich verbessert. Die im ersten Quartal 2021 erzielten Umsätze und Ertragsprognosen liegen deutlich über dem Vorjahresniveau, die Zeichen für das restliche Jahr 2021 sind erheblich besser. Bedingt durch das Abflauen der COVID-19 Pandemie, verbunden mit einer quer durch alle Branchen gehenden positive Grundstimmung ist unsere gesamte Auftragssituation wieder wesentlich besser. Für das Jahr 2021 rechnen wir mit einem steigenden Umsatz und einem positiven Ergebnis gegenüber 2020. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Ziel unseres Risikomanagements ist es, die Gesellschaft gegen finanzielle Risiken abzusichern und dadurch das finanzielle Gleichgewicht nachhaltig zu stärken. Wir versuchen, sich im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit bietende Chancen optimal auszunutzen und daraus resultierende Risiken zu minimieren. Die im letzten Jahr gefallenen Rohstoffpreise sind inzwischen in allen Bereichen massiv gestiegen, die Verfügbarkeit, selbst bei Standardmaterialien ist nicht mehr gewährleistet. Die Lieferzeiten, speziell im Rohmaterialbereich, haben sich stark verlängert, eine vernünftige Planung kann nicht mehr immer gewährleistet werden. Gleichzeitig ist die Nachfrage vieler unserer Kunden seit Jahresbeginn stark angestiegen. Es können nicht mehr alle Wünsche bezogen auf Termine und Verfügbarkeit erfüllt werden. Um in allen Bereichen unsere Fertigung auslasten zu können, sind wir gezwungen, unser Personal wo immer möglich aufzustocken. Ertragsorientierte Risiken Wir sind als Zulieferer unter anderem im Automotive-Bereich mit einer Umsatzgröße von rund 35 % tätig. Nur zwei Hauptkunden haben die Umsatzgrenze von 15 % erreicht. Sämtliche andere Kunden bewegen sich in einer vernünftigen Umsatzgröße, so dass hier die Chancen und Risiken ausgewogen sind. Die Risiken werden als beherrschbar angesehen. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide und qualitätsbewusste Partner zurück, mit denen wir jeweils eine langfristige Zusammenarbeit anstreben. Aufgrund der weltweiten Materialknappheit, selbst bei einfachen Standardstählen, sehen wir hier ein Risiko, unsere Kunden immer mit den erforderlichen Bauteilen zu versorgen. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditätslage ist noch befriedigend. Im Bereich der Fremdfinanzierung bestehen langjährige Beziehungen zu unseren Hausbanken; wir sind bestrebt, die eingegangenen Verbindlichkeiten mit Festzinsvereinbarungen zu unterlegen. Soweit wir Sicherungsgeschäfte im Bereich der Zinssicherung abschließen (im Einzelnen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang), gehen wir keine Geschäfte ein, die den Umfang des Grundgeschäfts übersteigen. Unsere Anlagepolitik ist konservativ. Wesentliche Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind derzeit nicht zu sehen. 2. Chancenbericht Uns zeichnet insbesondere eine hohe Fertigungstiefe aus, so dass wir die Komplettbearbeitung aus einer Hand - mit Drehtechnik, Verzahnungstechnik, Schleiftechnik und Montage im eigenen Unternehmen anbieten können. Zudem ergänzen auditierte und in unserem direkten Umfeld angesiedelte Partner für Oberflächenveredelung und Wärmebehandlung unser Leistungsspektrum. Diese Synergieeffekte fördern Flexibilität und Qualität - damit wir in jeder Phase des Produktionsablaufs unserem Firmennamen gerecht werden können: Grimm Präzision. Die Grimm AG arbeitet mit ihren Kunden intensiv bei der Entwicklung von funktionellen Wellen, Verzahnungsteilen und Baugruppen zusammen. Diese konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Abnehmern bereits in der Entwicklungsphase eines Produkts ist für uns von strategischer Bedeutung. Unser erklärtes Ziel ist es, dass unsere Kunden wichtige Partner für uns und auch wir wichtige Partner für unsere Kunden sind, sodass wir nicht kurzfristig ersetzt werden können. Die steigenden Anforderungen unserer Kunden können wir nur durch stetige Weiterentwicklung unserer Produktionsverfahren sowie der Produktionsprozesse erfüllen. Insbesondere durch diese Forderungen bietet sich für uns die Chance einer zukunftsorientierten und gesunden Unternehmensentwicklung. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind, um unser Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. 3. Gesamtaussage Der Auftragseingang hat sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2021 wieder stark erhöht. Aus diesem Grund erwarten wir für das Jahr 2021 einen wieder steigenden Umsatz verglichen mit dem Jahr 2020. Bedingt durch den starken wirtschaftlichen Einbruch, aber auch der Auswirkungen der COVID19-Pandemie mussten wir 2020 einen hohen Verlust hinnehmen. Dies werden wir, basierend auf den ersten Erfahrungen aus dem Jahr 2021, wieder korrigieren und das Jahr 2021 positiv abschließen. Der vorliegende Jahresabschluss 2020 wurde durch die wirtschaftliche Gesamtsituation und maßgeblich auch durch die COVID19-Pandemie beeinflusst. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir jedoch feststellen, dass sich die wirtschaftliche Situation wieder stark verbessert hat. Dies, zusammen mit einer allmählichen Rückkehr aus Pandemiezeiten zur Normalität, zeigt uns, dass die Zukunftsaussichten wieder wesentlich positiver sind. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen eingesetzten Finanzinstrumenten rechnen wir Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verfügen wir über ein effizientes Mahnwesen; Forderungsausfälle in wesentlichem Umfang sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der gesetzten Zahlungsfristen beglichen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, wird diesen bilanziell durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden.
Gosheim, 16. Juli 2021 Grimm AG Vorstand Rüdiger Fritz Eugen Braunschweiger BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Grimm AG hat ihren Sitz in Gosheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 752148 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 8 Jahren betragen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert (Nutzungsdauern zwischen 3 und 20 Jahre). Sofern die Voraussetzungen vorliegen, wird die lineare Abschreibung um einen Schichtfaktor ergänzt. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, welcher über 5 Jahre abgeschrieben wird. Für Werkzeuge wurde ein Festwert gebildet. Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind gegebenenfalls durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 2,30 % (Vj. 2,71 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Rentenanpassungen sind unverändert mit 1,75 % p.a. eingerechnet. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 13). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB. Die übrigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der ggf. nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden gesondert zum Finanzergebnis erläutert. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.060 (Vj. TEUR 1.091). 3. Eigenkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft ist wie im Vorjahr eingeteilt in 76.000 Stammaktien zu je EUR 1,00 Nennwert und beträgt EUR 76.000,00 sowie 74.000 Vorzugsaktien zu je EUR 1,00 Nennwert und beträgt EUR 74.000,00. Die Gesellschaft hält zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2020 insgesamt 14.999 eigene Stammaktien zu je EUR 1,00 Nennwert, auf die ein Betrag von nominal EUR 14.999,00 bzw. 10,0 % des Grundkapitals entfällt. Für den Erwerb dieser Stammaktien wurden am 2. November 2015 EUR 299.980,00 aufgewendet. Der Aktienrückkauf soll die Kapitalstruktur der Gesellschaft optimieren. Aus dem Bilanzgewinn erhalten die Vorzugsaktionäre einen Gewinnanteil von EUR 0,02 je Vorzugsaktie. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 5.055 (Vj. TEUR 6.433) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 4.762 (Vj. TEUR 3.579) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, davon haben TEUR 1.259 eine Restlauufzeit von mehr als 5 Jahren. Die Verbindlichkeitten gegenüber Kreditinstituten enthalten solche mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 3.374 (Vj. TEUR 5.020) und solche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 4.762 (Vj. TEUR 3.535). Es sind Verbindlichkeiten gegenüber Anteilseignern in Höhe von TEUR 44 (Vj. TEUR 148) enthalten. Davon haben TEUR 44 (Vj. TEUR 104) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 0 (Vj. TEUR 44) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von technischen Anlagen und Maschinen gesichert. 5. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin bei der Alois Grimm AG & Co. KG. Sie hat keine Einlage geleistet, die Aufstellung eines Konzernabschlusses unterbleibt nach § 293 HGB. Die jeweiligen Verpflichtungen können von der betreffenden Gesellschaft nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist deshalb nicht zu rechnen. Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen langfristige Pacht- und Mietverträge mit verbundenen Unternehmen für Sachanlagevermögen. Im Geschäftsjahr wurden hierfür TEUR 360 aufgewendet. In künftigen Jahren ist mit Aufwendungen in ähnlicher Höhe zu rechnen. Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.311. Diese enden zwischen 2021 und 2026. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 25 (Vj. TEUR 26) enthalten. 2. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen stammen in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 8) aus verbundenen Unternehmen. 3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge stammen in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 24) aus verbundenen Unternehmen. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 11) sind Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten. VI. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Angabe zu den Organmitgliedern Vorstand Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Rüdiger Fritz, Maschinenbautechniker, Vorsitzender Eugen Braunschweiger, Dipl. Ingenieur (FH) Auf die Angabe der Bezüge der Vorstandsmitglieder wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an: Herr Helmut Grimm, Techniker, Vorsitzender Herr Prof. Gabriel Dukaric, Unternehmensberater, stellvertretender Vorsitzender Frau Margarete Grimm, Unternehmerin Herr Franz Gehring, Werkzeugmachermeister Herr Ulrich Schlenker, Diplom-Kaufmann Herr Karl-Werner Bode, Rechtsanwalt Auf die Angabe der Bezüge des Aufsichtsrats wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Betreffend der Auswirkungen des Corona-Virus (COVID-19) verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. 4. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn (bestehend aus Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 912.541,71 und Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.447.726,78) von EUR 2.535.185,07 - nach Ausschüttung des Gewinnanteils an die Vorzugsaktionäre von EUR 0,02 je Vorzugsaktie - auf neue Rechnung vorzutragen.
Gosheim, 16. Juli 2021 Grimm AG Vorstand Rüdiger Fritz Eugen Braunschweiger Anlagespiegel
Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gesellschaft unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde zudem auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Außerdem hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig Kontakt gehalten und mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens beraten. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum 4 Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht. Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates in den einzelnen Sitzungen standen die folgenden Schwerpunktthemen:
Zwischen den Sitzungen berichtete der Vorstand über bedeutende Geschäftsvorgänge, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war darüber hinaus laufend über wesentliche Entwicklungen und anstehende Entscheidungen mit dem Vorstand im Gespräch. Soweit gemäß Satzung bzw. Geschäftsordnung die Zustimmung des Aufsichtsrates für einzelne Geschäfte erforderlich war, hat der Aufsichtsrat die entsprechenden Beschlussvorgänge geprüft, beraten, seine Entscheidung getroffen und die Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat hat sich ferner auch über das bestehende Risikomanagementsystem und dessen Kontrolle unterrichten lassen. Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2020 Der Jahresabschluss der Grimm AG sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem für das Geschäftsjahr 2020 bestellten Abschlussprüfer Wirtschaftsrevision Süd GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Villingen-Schwenningen, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorab zur umfassenden Information übermittelt. Zwei Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben am 20. Juli 2021 über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Grimm AG. Der Jahresabschluss der Grimm AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu. Danksagung Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsführungen sowie den Mitarbeitern der Grimm AG für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2020
Gosheim, 21. Juli 2021 Der Aufsichtsrat Helmut Grimm, Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.07.2021 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Grimm AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Grimm AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grimm AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, 16. Juli 2021 Wirtschaftsrevision
Süd GmbH
Hilpert, Wirtschaftsprüfer Wedam, Wirtschaftsprüferin |
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