Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 99273
Eingetragen
12.12.2002
Branche
Herstellung von SpielwarenEinzelhandel mit SpielwarenGroßhandel mit Spielwaren und Musikinstrumenten
Gegenstand
Vertrieb und die Lagerung von Spielwaren, Artikeln für Freizeitspiele und Artikeln für erzieherische Zwecke, insbesondere von Spielwaren und Artikeln mit den eingetragenen Warenzeichen "Mattel", "Fisher-Price", "Tyco" und "Matchbox" und alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tania Peres Karmann
seit 2.9.2019
Prokura
Geschäftsführer
Sanjay Luthra
seit 13.8.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mattel Europe Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Mattel Europe Holdings B.V.
Netherlands
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mattel GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Allgemeine Angaben zur Geschäftstätigkeit

Mattel Inc. ist weltweit eine der führenden Gesellschaften in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Spielzeugen und Familienprodukten. Mattel hat den Hauptsitz in El Segundo, Kalifornien/USA. Die deutsche Mattel-Gesellschaft, Mattel GmbH, im Jahr 1966 als Vertriebs- und Marketinggesellschaft gegründet, befindet sich in Frankfurt am Main.

Die Mattel GmbH beliefert den kompletten deutschen Handel mit Spielwaren, welche im Mattel- Konzern entwickelt und produziert werden. Der Warenbezug erfolgt innerhalb des konzerneigenen, weltweiten Warenwirtschaftssystems. Die Belieferung erfolgt über die Mattel Europa B.V.

2. Gesellschafterverhältnisse

Die Gesellschafterverhältnissen der Mattel GmbH haben sich im Berichtszeitraum nicht verändert. Alleinige Gesellschafterin ist die Mattel Europe Holdings B.V. mit Sitz in den Niederlanden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2023 ist weiterhin durch ein krisengeprägtes Umfeld beeinflusst, was sich in hohen Preisen, gestiegenen Zinsen und geringerer Nachfrage zeigt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2023 um 0,3 % geringer als im Vorjahr.

Der Umsatz der Spielwarenbranche in Europa war im Jahr 2023 laut Circana Group mit -4,5 % rückläufig gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb der sogenannte Euro 5 Länder zeigen alle Länder eine negative Marktentwicklung gegenüber dem Vorjahr. Spanien und Italien zeigen eine bessere Entwicklung als der E5 Durschnitt, entwickeln sich aber auch negativ gegenüber dem Vorjahr. Deutschland zeigt mit -4,8 % eine - leicht unter dem E5 Durschnitt liegende - negative Marktentwicklung, ist aber weiterhin größter Spielwarenmarkt in Europa mit einem Gesamtwert von ca. € 4,5 Mrd.

2. Steuerungsrelevante Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren:

Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators oder KPI), die wir nutzen, um unser Geschäft zu steuern, sind Bruttoumsatz, Rohertragsmarge (% vom Umsatz), und EBIT (% vom Umsatz).

Bruttoumsatz: entspricht den Umsatzerlösen vor Abzug von Erlösschmälerungen (Boni, Skonto, etc.). Der Bruttoumsatz nach Abzug von Kundenkonditionen (Nettoumsatz) entspricht dem GuV-Posten Umsatzerlöse.

Rohertragsmarge: entspricht dem Nettoumsatz nach Abzug von Aufwendungen für bezogene Waren.

EBIT: entspricht dem Ergebnis vor Abzug von Zinserträgen und -aufwendungen und Ertragsteuern.

b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator stellt der Marktanteil (Market Share) von Mattel in der inländischen Spielwarenbranche dar. Die entsprechenden Analysen werden durch die Circana Group durchgeführt. Die Analysen basieren auf repräsentativen Stichproben.

3. Geschäftsverlauf

Die Umsatzentwicklung (Nettoumsatz) lag 2023 bei minus 4,7 % und ist auf geringere Bruttoumsätze zurückzuführen. Die Bruttoumsätze sind um 6,2 % gesunken, während die Erlösschmälerungen um 14 % gesunken sind, was hinter unseren Erwartungen liegt. Mit einem Rückgang von 3,3 %-Punkten gegenüber dem Vorjahr liegt die Rohertragsmarge innerhalb unserer Erwartungen, was hauptsächlich auf höhere Kosten zurückzuführen ist. Das EBIT von T€ 7.435 entspricht 4,2 % der Nettoumsätze (2022: T€ 3.971 oder 2,1 % der Nettoumsätze) und liegt oberhalb unserer Prognose, was im Wesentlichen auf den Effekt der Bewertungsanpassung der Rückdeckungsversicherung zurückzuführen ist.

Der Marktanteil von Mattel gemessen an den Verkaufspreisen des Handels ist in Deutschland nach 5,8 % im Jahr 2022 auf 5,5 % im Jahr 2023 gesunken, was innerhalb der Erwartungen lag. Damit hat Mattel den 3. Rang auf dem Spielwarenmarkt behauptet.

Der Abverkauf an den Endverbraucher hat sich in der Marke Hot Wheels stark entwickelt. Andere wesentliche Marken und Kategorien, wie Dolls oder Games, waren abweichend von unseren Prognoseerwartungen im Vorjahr marktbedingt rückläufig, nachdem sie in den Jahren zuvor Umsatzanteile ausbauen konnten.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die wichtigsten Indikatoren im Überblick:

KPI im Überblick 2022
TEUR
2023
TEUR
Veränderung
%
Bruttoumsatz 221.552 207.823 -6.2
Erlösschmälerungen 35.205 30.292 -14,0
Nettoumsatz 186.347 177.530 -4.7
Materialaufwand 124.103 124.099 0,0
Rohertragsmarge 62.244 53.432 -14,2
als % von Nettoumsatz 33,4% 30,1%
EBIT 3.971 7.435 87,2
als % von Nettoumsatz 2,1% 4,2%

Die Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr stellt sich innerhalb der Geschäftsbereiche wie folgt dar:

Girls: -3,5 %

Boys: +0,9 %

Infant/ Pre-School: -28,9 %

Mega: -23,4 %

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erlösschmälerungen im Verhältnis zu den Bruttoumsätzen gesunken. Die Materialaufwendungen sind konstant geblieben. Die prozentuale Rohertragsmarge ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 %-Punkte auf 30,1 % gesunken, was im Wesentlichen auf höhere Produktkosten zurückzuführen ist, die nicht vollumfänglich weitergegeben werden konnten. Zudem ist die Rohertragsmarge vom vom Produkt-Mix abhängig.

Das EBIT ist im Vergleich zum Vorjahr - trotz der geringeren Rohertragsmarge - um T€ 3.464 bzw. 87% auf T€ 7.435 gestiegen. Ursächlich hierfür ist hauptsächlich die angepasste Bewertung des Vermögens der Rückdeckungsversicherung für Pensionsverpflichtungen (T€ 3.661), sowie geringere Aufwendungen für Altersvorsorgen (T€ 448, Vorjahr T€ 5.588). Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 7.725 (Vorjahr T€ 939.555), welcher aufgrund des gestiegenen EBITs sowie der gestiegenen Zinserträge und verringertem Steueraufwand deutlich über dem Vorjahr i.H.v. T€ 940 liegt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um € 7,4 Mio. auf € 162,6 Mio. Die Eigenkapitalquote ist trotzdem aufgrund des hohen Jahresüberschusses zum 31. Dezember 2023 von 37 % im Jahr 2022 auf 40 % gestiegen. Die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach den handelsrechtlichen Vorgaben führte zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 591. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich aufgrund austehender Rückstellungen aus Vorjahren um T€ 426, während sich die sonstigen Rückstellungen aufgrund der Rückstellungen für ausstehende Werbe-Rechnungen und Kundenrückvergütungen verringerten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um € 1,5 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich aufgrund gestiegener Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen um € 3,2 Mio.

Auf der Aktivseite ist die Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 11,2 Mio. auf einenen geringeren Umsatz zum Jahresende zurückzuführen. Dieser Effekt wird durch folgende Effekte anteilig kompensiert: höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen (€ 13,6 Mio.), welche auf ein gestiegenes Cash-Pool-Guthaben zurückzuführen sind, höhere sonstige Vermögensgegenstände (€ 4,6 Mio.), was auf die erstmalige Bewertung der Rückdeckungsversicherungsansprüche nach dem Passivprimat zurückzuführen ist, und höhere Rechnungsabgrenzungsposten (€ 0,7 Mio.), welche auf Zahlungen für Messeaufwendungen im Jahr 2024 zurückzuführen sind.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt weitestgehend aus dem operativen Cashflow. Im Rahmen der "International Cash/-Borrowing Consolidation" mit der Mattel International Finance B.V können sowohl kurzfristig Gelder aufgenommen als auch angelegt werden. Der zum 31. Dezember 2023 zur Verfügung stehende Finanzmittelfonds betrug T€ 90.038 (Vorjahr T€ 80.812) und besteht ausschließlich aus kurzfristigen Darlehensforderungen aus dem konzernweiten Cash Pool. Die Veränderung des Finanzmittelfonds ist im Wesentlichen auf niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den damit gestiegenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

5. Investitionen

Die Mattel GmbH hat im Jahr 2023 ihre Investitionen in Höhe von ca. T€ 46 im Wesentlichen in technisches Equipment getätigt.

6. Mitarbeiter

Zum Abschlussstichtag am 31. Dezember 2023 beschäftigte die Mattel GmbH in Frankfurt 72 Mitarbeiter in Vollzeit und 19 Mitarbeiter in Teilzeit, Elternzeit oder sonstiger passiver Beschäftigung.

7. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung gehören zu den grundlegenden Erfolgsfaktoren in der Spielwarenbranche. Der Erfolg von Mattel hängt somit in besonderer Weise von der Fähigkeit seiner Mitarbeiter ab, Produktinnovationen am Markt zu platzieren, zu etablieren und zu vermarkten sowie bestehende Marken weiterzuentwickeln. Die Produktentwicklung und Forschung findet für alle Mattel-Unternehmen weltweit zentralisiert in den USA im Mattel-Design- und Entwicklungscenter statt.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung gemäß Jahreswirtschaftsbericht 2024 eine Erhöhung des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Inflation reduziert sich voraussichtlich weiter, sodass Kaufkraftverluste der privaten Haushalte teilweise überwunden werden, während ein hohes Zinsniveau eine fortwährende Belastung darstellt.

Die ersten Wochen im Jahr 2024 (Stand Kalenderwoche 16) sind in Deutschland lt. Circana Group mit -7 % gegenüber der Vorjahresperiode weiterhin von einer negativen Marktgrößenentwicklung geprägt. Der Marktanteil Mattels gemessen in Verkaufspreisen liegt in diesem Zeitraum mit 5,4 % über dem Vorjahr. Die Marktanteilseinschätzung für 2024 ist entsprechend leicht positiv. Mattel rechnet für das Geschäftsjahr 2024 trotzdem mit einem gering-einstelligem Umsatzrückgang. Diese Einschätzung basiert u.a. auf prognostizierten Erlösen mit Kunden, die nicht von der Circana Group in Deutschland erfasst werden. Für Rohertragsmarge und EBIT werden aufgrund der Stabilisierung der wirtschaftlichen Faktoren und nach Berücksichtigung des Einmaleffekts aus der Bewertung der Rückdeckungsversicherung konstante Werte im Verhältnis zum Umsatz prognostiziert.

Eine Eintrübung der wirtschaftlichen Lage als Folge des Ukraine-Kriegs und sonstige makroökonomische Entwicklungen könnte die Zukunftsaussicht jedoch negativ beeinflussen. Konkrete Anzeichen hierfür liegen aktuell nicht vor. Wesentliche Auswirkungen auf Beschaffung, Absatz und Personal sind bislang nicht eingetreten oder konnten entsprechend kompensiert werden.

Chancen- und Risikoberichterstattung

Mattel GmbH trägt kein Währungsrisiko, da dieses von Mattel Europa B.V. und Mattel Inc. übernommen wird. Die wesentlichen Risikofaktoren sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Risiken sind dabei entsprechend ihrer relativen Bedeutung aufgelistet, so dass zunächst die Risiken mit hoher relativer Bedeutung genannt werden:

Risiko-Kategorie Risiken Lösungsansätze
Ukraine Krieg & Energiekrise Steigende Energiepreise sowie Zinsanstiege und damit Verunsicherung und gesteigerter Kostendruck sowie Nachfragerückgang an den Absatzmärkten Fortlaufende Analyse der Absatzmärkte und dynamische Reaktion auf Veränderungen
Absatzmarkt Rückgang der Nachfrage nach Mattel Produkten und damit einhergehender Verlust von Marktanteilen Kontinuierliche Innovation mit regelmäßiger Einführung neuer Produkte und Ausweitung der Distribution über neue Kanäle sowie Markttests vor der Einführung von Produkten und Überwachung des Durchverkaufs
Nicht oder verzögerte Nachbesetzung offener Stellen im Vertrieb, die zu mangelnder Betreuung der Kunden führen kann Definition von Interimslösungen bzw. Verlagerung von Kunden und ggf. Einsparungen bei der Betreuung von kleineren Kunden
Nicht aktuelle Produkte verbleiben beim Einzelhändler, was neue Bestellungen verhindert Werbemaßnahmen und Unterstützung auch über weitere Werbeaktivitäten
Bruttogewinn Änderung des Produktmixes abweichend vom Plan oder erhöhte Kosten wirken sich negativ auf den Bruttogewinn aus Ausgleich durch unseren Marketing- und Promotionsfokus
Cash Flow Verzögerungen oder Ausfall von Kundenzahlungen, die zu Liquiditätsengpässen führen können Aktives Forderungsmanagement, Rückgriff auf große Finanzreserven, die die Auswirkungen kurzfristiger Cash-Flow-Engpässe abfedern, Kreditversicherung und Überwachung aller Kunden

Chancen

Chancen ergeben sich aus Neuheiten bei unseren Kernmarken, die durch Media Driver unterstützt werden. Auch Kooperationen im Bereich des Lizenzgeschäfts bieten die Chance eine größere Wahrnehmung über viele Kategorien hinweg zu erzeugen.

Das 65. Jubiläum der Barbie wird zusätzliche Aufmerksamkeit im Jahr 2024 generieren. Zudem ergeben sich Wachstumschancen durch weitere Kampagnen und Produktneuheiten wie den "Monster High Relaunch", oder "Fisher Price Wood".

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Risikokategorien und der potenziellen finanziellen Auswirkung werden zum heutigen Zeitpunkt keine wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung identifiziert, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens maßgeblich gefährden könnten.

 

Frankfurt am Main, den 28. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31-12-2023
31-12-2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 389.059 537.897
389.059 537.897
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 2.600 2.600
391.659 540.497
B. Umlaufvermögen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.725.075 46.925.104
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 99.173.359 85.620.229
3. Sonstige Vermögensgegenstände 25.664.865 21.058.585
160.563.299 153.603.918
III. Guthaben bei Kreditinstituten 0 56.829
160.563.299 153.660.747
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.652.594 959.087
162.607.551 155.160.331

Passiva

31-12-2023
31-12-2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.700.000 6.700.000
II. Kapitalrücklage 17.895.216 17.895.216
III. Gewinnvortrag 32.308.517 31.368.963
IV. Jahresüberschuss 7.724.631 939.555
64.628.365 56.903.733
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 38.158.663 37.567.819
2. Steuerrückstellungen 2.716.045 2.290.469
3. Sonstige Rückstellungen 29.499.093 33.012.410
70.373.801 72.870.698
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.356.407 9.835.467
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.138.083 11.911.701
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.110.895 3.638.731
(davon aus Steuern € 4.029.116; Vorjahr € 3.606.582)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 31.577, Vorjahr € 86.579)
27.605.385 25.385.900
162.607.551 155.160.331

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 177.530.516 186.347.390
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.954.757 1.710.427
(davon aus Währungsumrechnung € 73.865; Vorjahr € 183.731)
186.485.273 188.057.818
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -124.098.991 -124.103.334
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.384.599 -7.942.940
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.709.811 -6.686.415
(davon für Altersversorgung € 447.782; Vorjahr € 5.587.849)
-11.094.410 -14.629.355
5. Abschreibungen auf Sachanlagen -194.992 -202.230
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -43.661.719 -45.152.036
(davon aus Währungsumrechnung € 10.640; Vorjahr € 52.757)
7. Ergebnis vor Steuern und Zinsen 7.435.161 3.970.863
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.863.598 549.340
(davon aus verbundenen Unternehmen € 2.357.473; Vorjahr € 183.991)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -665.353 -601.138
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 665.353; Vorjahr € 601.625)
2.198.245 -51.798
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9.633.406 3.919.064
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.908.775 -2.979.510
12. Ergebnis nach Steuern 7.724.631 939.555
13. Jahresüberschuss 7.724.631 939.555

Anhang zum 31. Dezember 2023

I. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften

Die Mattel GmbH erfüllt wie im Vorjahr die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den gesetzlichen Vorschriften der §§ 242 bis 256a und §§ 264 bis 288 HGB und den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Ergänzende Bilanzierungsvorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main in Abteilung B unter der Nummer 99273 eingetragen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von Spielwaren, Artikeln für Freizeitspiele und Artikeln für erzieherische Zwecke.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Ausnahme der geänderten Bewertung der Rückdeckungsversicherungen gemäß IDW RH FAB 1.021 wurden im Berichtsjahr beibehalten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt.

Im Jahr der Anschaffung eines Anlagegegenstandes erfolgt die Abschreibung monatsgenau ab dem Tag der Anschaffung (pro rata temporis). Die Nutzungsdauer der Anlagegüter liegt zwischen drei und zehn Jahren.

Bei der Bilanzierung von Zugängen zur Betriebs- und Geschäftsausstattung wird auf die Gruppenbewertung nach § 240 Abs. 4 HGB zurückgegriffen. Hierbei werden Anlagegüter der Betriebs- und Geschäftsausstattung jeweils zu Gruppen zusammengefasst und entsprechend aktiviert.

Geringwertige bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis € 800 werden im Jahr ihres Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten und, sofern bei dauernder Wertminderung erforderlich, vermindert um Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch angemessene Wertabschläge auf den Forderungsbestand berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet.

Die aktive Rechnungsabgrenzung beinhaltet Zahlungen für Aufwendungen, die erst nach dem Stichtag anfallen.

Die Gesellschaft sieht als verbundene Unternehmen alle Unternehmen an, die in einem Mutter-Tochter-Verhältnis direkter oder indirekter Mehrheitsbeteiligung der Mattel Inc., El Segundo/USA stehen.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 6.700 und ist in voller Höhe eingezahlt. Es wird zum Nennwert bilanziert. Alleingesellschafterin ist die Mattel Europe Holdings B.V. in Amsterdam/Niederlande.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens durchgeführt. Die Pensionsverpflichtung wurde unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G mit einem Zinssatz von 1,83 % für den 10-jährigen Durchschnittszins (Vorjahr 1,78 %) für eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren und Anwendung der projizierten Einmalbeitragsmethode ermittelt. Für den siebenjährigen Durchschnittszins wurden 1,75 % verwendet. Ferner wurden Gehaltssteigerungsraten von 3,00 % und ein Rententrend von 2,20 % zugrunde gelegt. Um der jüngst hohen Inflation zu begegnen, wurde bereits im Vorjahr der Rententrend und Gehaltstrend um 0,20 %-Punkte bzw. 0,50 %-Punkte angehoben. Eine durchschnittliche alters- und geschlechtsspezifische Fluktuation wurde bei der Berechnung berücksichtigt.

Zur besseren Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde zum 31.12.2023 in Übereinstimmung mit dem Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 erstmals ein gleicher Wertansatz auf Aktiv- und Passivseite für kongruent rückgedeckte Anteile dieser Zusagen gewählt. Die Bewertung erfolgte nach dem Passivprimat, d.h. der Versicherungsanspruch wurde in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages dieser Anteile der Pensionszusagen angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bilanziert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet.

Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen ist versicherungsmathematisch auf Basis eines Zinssatzes von 1,75 % (Vorjahr 1,44 %) ermittelt. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschaftsentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Dabei wurden als biometrische Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von Heubeck verwendet.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung wurden mit dem konzerninternen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung umgerechnet. Zum Jahresende werden die kurzfristigen Fremdwährungspositionen zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Langfristige Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung existieren nicht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel nachfolgend beigefügt.

Die Beteiligungen beinhalten Anteile an der Spielwarenmesse eG, Nürnberg. Auf weitere Angaben wird gemäß § 286 Abs. 3 HGB wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus dem konzernweiten Cash Pool in Höhe von T€ 90.038 (2022: T€ 80.755). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr T€ 9.135 (2022: T€ 4.865).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten den Aktivwert einer Pensionsversicherung von T€ 24.613 (2022: T€ 19.892), welcher dem berechneten Wert der kongruent rückgedeckten Anteile der betroffenen Zusagen entspricht ("Passivprimat"). Die Versicherungen für Pensionen erfüllen die Bedingungen für Deckungsvermögen nicht. Zudem sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Kautionen in Höhe von T€ 1.040 (2022: T€ 1.061) vorhanden.

Außer der Pensionsversicherung und den Kautionen sind alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für umsatzbezogene Kundenrückvergütungen in Höhe von T€ 13.606 (2022: T€ 15.493) sowie Werbekostenzuschüsse in Höhe von T€ 5.507 (2022: T€ 6.026).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Mattel Europa B.V., Amstelveen/Niederlande, T€ 15.034, (2022: T€ 11.899) und sind großteils auf den Warenbezug aus dem European Distribution Center zurückzuführen und damit Lieferverbindlichkeiten. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ebenfalls wie im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr T€ 104 (2022: T€ 13).

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse beziehen sich auf Spielwaren der Mattel-Gruppe und gliedern sich wie folgt:

T€
2023
T€
2022
Bruttoumsatzerlöse 207.823 221.552
Erlösschmälerungen -30.280 -35.205
177.543 186.347

Die Bruttoumsatzerlöse umfassen folgende wesentliche Geschäftsbereiche: Girls T€ 64.328 (2022: T€ 66.647), Boys T€ 118.334 (2022: T€ 117.279), Infant/Pre-School T€ 17.941 (2022: T€ 25.245), Mega T€ 6.101 (2022: T€ 7.964). Die übrigen Umsatzerlöse T€ 1.119 (2022: T€ 4.417) bestehen im Wesentlichen aus innerkonzernlichen Leistungen. Die Umsätze werden mit einem Anteil von 83 % im Inland erzielt, während 17 % im Europäischen Ausland erzielt werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vor allem die Erträge aus der Neubewertung der Pensionsversicherung (T€ 3.661) sowie Kostendurchreichungen an Schwestergesellschaften, insbesondere für messebezogene Kosten. Zudem sind Erträge in Höhe von T€ 1.660 (2022: T€ 510) periodenfremd.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten überwiegend Werbekosten. Darüber hinaus sind u.a. innerkonzernliche Weiterbelastungen und Aufwendungen für externe Services enthalten.

V. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende Verpflichtungen:

Fälligkeit 2023
T€
2024 1.260
2025 1.233
2026 955
2027 234
2028 0
2029 0
Gesamtsumme 3.682

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten vorwiegend die Miete für die Geschäftsniederlassung, Miete für die Ausstellungsfläche auf der Spielwarenmesse in Nürnberg sowie Leasing von Kraftfahrzeugen.

Dem Risiko einer längerfristigen Vertragslaufzeit stehen Vorteile in Form höherer Planungssicherheiten sowie einer Minimierung der Kapitalbindung entgegen.

Aufgrund des Mietvertrages für die Ausstellungsfläche auf der Spielwarenmesse besteht eine Mietgarantieverpflichtung in Höhe von € 641.478. Dieser Betrag ist über eine Bankbürgschaft mit der Citibank abgesichert.

Die Mattel GmbH hat für Ihre Räumlichkeiten einen Mietvertrag in der Solmsstraße 83 in Frankfurt am Main unterzeichnet. Die Mietlaufzeit des Mietvertrags begann am 15. Juni 2021 und endet am 15. Juni 2026.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 89 (Vorjahr: 86) Mitarbeiter beschäftigt, davon 70 Vollzeitbeschäftigte und 19 Beschäftigte in Teilzeit, Elternzeit oder sonstiger passiver Beschäftigung.

Steuerlatenzen

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt.

Aktive Latente Steuern ergeben sich aus den Rückstellungen für Pensionen. Passive latente Steuern bestehen nicht.

Als Berechnungsgrundlage wurde ein Steuersatz von 31,93 % angewendet.

Ausschüttungssperre

Zum Stichtag bestehen keine ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne der § 268 Abs. 8 HGB. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus der Anwendung des 10-Jahres-Durchschnittszins bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen beträgt T€ 720.

Abschlussprüferhonorar

Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 153 (2022: T€ 138) sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Sebastian Trischler - Vertrieb, Frankfurt am Main und Herr Sanjay Luthra - Vertrieb, Eton/ Vereinigtes Königreich.

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Konzernverhältnisse

Für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen wird ein Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 von der Mattel Inc., El Segundo/USA, erstellt. Der Konzernabschluss in Englisch ist auf der Internetseite corporate.mattel.com sowie auf der Internetseite der SEC unter sec.gov/edgar erhältlich.

Nachtragsbericht

Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-. Finanz- oder Ertragslage sind nicht eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Frankfurt am Main, den 28. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Sebastian Trischler

Sanjay Luthra

Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.394.685 46.154 215.871 1.224.968
1.394.685 46.154 215.871 1.224.968
II. Finanzanlagen Beteiligungen 2.600 0 0 2.600
2.600 0 0 2.600
1.397.285 46.154 215.871 1.227.568
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 856.788 194.992 215.871 835.909
856.788 194.992 215.871 835.909
II. Finanzanlagen Beteiligungen 0 0 0 0
0 0 0 0
856.788 194.992 215.871 835.909
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 389.059 537.897
389.059 537.897
II. Finanzanlagen Beteiligungen 2.600 2.600
2.600 2.600
391.659 540.497

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mattel GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mattel GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mattel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Recnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 28. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Bastian Otter, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 03.07.2024 festgestellt.

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