Eickhoff Mining Technology GmbH

Am Eickhoffpark 1, 44789 Bochum, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 6800
Vorher
Eickhoff Bergbautechnik GmbH
Eingetragen
4.8.2000
Branche
Herstellung von BergwerksmaschinenBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen
Gegenstand
sind die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen aller Art, insbesondere für den Bergbau. Die Gesellschaft kann Geschäfte jeder Art tätigen, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar dienen. Sie kann auch Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, pachten oder vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Mario Gründinger
seit 2.3.2026
Prokura
Marcel Certa
seit 23.5.2025
Prokura
Prokura
Ingo Stober
seit 10.12.2024
Geschäftsführer
Fabian Heyna
seit 6.5.2022
Prokura
Johannes Dr. Krings
seit 24.5.2016
Prokura
Prokura
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (9)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Eickhoff Energy Solutions GmbH
Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eickhoff Bergbautechnik GmbH

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

I. Geschäftstätigkeit und Standorte

Die Eickhoff Bergbautechnik GmbH, Bochum, (im Weiteren "Bergbautechnik" oder "Firma") ist weltweit führend als Hersteller von Spezialmaschinen für die untertägige Gewinnung von Rohstoffen, die in verschiedenen Anwendungsfeldern von grundlegender Bedeutung sind.

Der Sitz der Firma befindet sich in Bochum/Deutschland. Die Produktion von Maschinen als auch der zentrale Service sind am Standort in Bochum angesiedelt.

Die Bergbautechnik betreibt ihr Geschäft mit Unterstützung durch ihre Service- und Vertriebsgesellschaften in Australien, Südafrika, USA, China, Polen und weiteren Ländern.

II. Forschung und Entwicklung

Die Firma wurde vor 160 Jahren gegründet, um die gefährliche Arbeit der Bergleute mit den Mitteln der Technik sicherer zu gestalten. Dieser Anspruch leitet unser Handeln und ist seit jeher Ansporn für die Weiter- und Neuentwicklung unserer Technologie. Unsere Vision ist, dass sich künftig kein Mensch im Gefahrenbereich aufhalten muss. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu realisieren, liegt ein Schwerpunkt unserer F&E-Aktivitäten auf der Weiterentwicklung unserer Automatisierungslösungen durch Kl-basierte Anwendungen.

Weiterer Schwerpunkt ist die Erarbeitung neuer Konzepte für das Produktportfolio unserer Walzenlader und die Entwicklung einer neuen Continuous Miner (CM) Maschinengeneration, die u.a. in der Gips- und Düngemittelproduktion eingesetzt werden kann.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die Weltkonjunktur wurde im Verlauf des Jahres 2023 zunächst durch weiterhin außergewöhnlich hohe Inflationsraten und die damit einhergehende deutliche geldpolitische Reaktion geprägt. Strukturelle Probleme der chinesischen Wirtschaft bremsten die Dynamik zusätzlich. Trotz positiver Impulse aus dem Rückgang der Inflation im zweiten Halbjahr ist eine konjunkturelle Belebung bislang noch nicht absehbar.

Das globale BIP-Wachstum für 2023 wird vom Kieler IfW mit 3,1 % berechnet, während es 2022 noch um 3,3 % gestiegen war. Der weltweite Warenhandel sank insgesamt jedoch um geschätzt 2 %, wobei sich wie auch bei der Industrieproduktion ein zwischen den Industrieländern einerseits und den Entwicklungs- und Schwellenländern andererseits ein durchaus differenziertes Bild ergab. Das Wachstum wurde, wie auch im Vorjahr, insbesondere durch Indien, Ostasien und Lateinamerika getrieben, wo die Wachstumsraten zwischen 3,9 - 6,7 % lagen.

Die 2022 außerordentlich hohe Inflation, getrieben vor allem durch hohe Ausschläge der Energiekosten, ist 2023 im Jahresverlauf kontinuierlich von global 9,4 % auf geschätzt 8,0 % gesunken und näherte sich mit besonderer Ausnahme von Lateinamerika und Afrika den Zielwerten. Die restriktive Geldpolitik der Notenbanken, die zur Eindämmung der Inflation 2022 beschlossen und schnell verschärft wurde, pendelte sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 bei Leitzinsen zwischen 4,5 % (Euroraum) und 5,5 % (USA) ein.

Mit Blick auf 2024 wird erwartet, dass die in den letzten Jahren herrschenden Beeinträchtigungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität sowohl durch Inflation als auch durch Lieferengpässe keine übergeordnete Rolle mehr spielen werden. Die Unsicherheiten aufgrund der fortwährenden und neu eskalierten militärischen Konflikte, insbesondere in der Ukraine und im Nahen Osten sowie des Handelsstreits zwischen den USA und China, werden jedoch anhalten und das Investitions- und Konsumklima belasten. Für das globale BIP und den weltweiten Warenhandel werden für das kommende Jahr Wachstumsraten von 2,9 % bzw. 1,2 % angenommen, nachdem 2023 geschätzt +3, 1 % beim BIP und -2,0 % beim Warenhandel realisiert wurden. Für die USA und den Euroraum wird nach einem Wachstum des BIP um 2,4 % bzw. 0,5 % nur von einem Wachstum von 1,5% und 0,9% ausgegangen. China erreicht 2023 voraussichtlich ein BIP-Wachstum von 5,4 % nach 3,0 % in 2022; für 2024 wird jedoch vor allem aufgrund struktureller Probleme des Bausektors von einem wieder rückläufigen Wachstum von 4,7 % ausgegangen. Insgesamt wird das Bruttoinlandsprodukt der Welt im weiteren Ausblick für 2025 voraussichtlich um 3,2 % ansteigen.

1 Kieler Konjunkturberichte des IfW, "Weltwirtschaft im Winter 2023", Stand 13.12.2023

II. Branchenbezogene Rahmenbedingungen 2

Der Branchentrend bezüglich des internationalen Geschäfts für die deutschen Bergbau- Hersteller setzte sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 fort.

Zu den größten Exportmärkten in Bezug auf untertägige Rohstoffgewinnung gehörten 2023 Australien, Indien, USA, Südafrika, China und Osteuropa. Mit einem hohen Exportanteil sind die Hersteller von Bergbauausrüstung in Deutschland spürbar vom Auslandsgeschäft abhängig.

Australien ist ein wichtiger Zukunftsmarkt in Bezug auf innovative Lösungen zwecks Steigerung der Performance und Arbeitssicherheit. Unsere Produkte haben hier eine hohe Wertschätzung.

Indien ist ein wachsender Zukunftsmarkt für die Rohstoffgewinnung. Der stark wachsende Energiebedarf sowie der steigende Lebensstandard fördern die Entwicklung, an der zunehmend auch private Unternehmen partizipieren. Für Maschinen- und Anlagenbauer wird u.a. die Wertschöpfung im Land ein wichtiger Faktor für den unternehmerischen Erfolg sein.

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die chinesische Bergbauindustrie insgesamt rückläufige Umsätze. Generell bietet der chinesische Markt unverändert gute Chancen, insbesondere im Marktsegment Digitalisierung und hochautomatisierte Betriebe.

III. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von hohen Rohstoff- und Energiepreisen und in Folge davon vom positiven Auftragseingang aus den verschiedenen Absatzmärkten.

Der australische Markt hat für das abgelaufene Geschäftsjahr erneut positive Impulse und Beiträge geliefert. Das nachhaltige Servicegeschäft und der anhaltende Trend zu höheren Automatisierungsgraden führten zu Wettbewerbsvorteilen für die Firma.

2 VDMA Mining - Economic Report 2023; 16.11.2023

Australien stellt neben dem chinesischen Markt die höchsten technologischen Leistungsansprüche und fordert ein entsprechendes Niveau für Sicherheit, Automatisierung und Digitalisierung der Betriebe. Die Bergbautechnik kann aufgrund ihrer Expertise und F&E Projekten diesen Ansprüchen gerecht werden.

Relativ stabil zeigte sich 2023 der chinesische Markt. Der hohe Energiebedarf sowie das gestiegene Bestreben der Kunden, die Gewinnungstechnik auf ein noch höheres sicherheitstechnisches und technologisches Niveau zu heben, führte für die Firma zu einem stabilen Service- und Modernisierungsgeschäft und zu Auftragseingängen für Neumaschinen.

Die südafrikanischen und polnischen Märkte haben speziell bezogen auf das Servicegeschäft positiv zum Geschäft der Bergbautechnik beigetragen. Das Neumaschinen- und Servicegeschäft in Indien konnte weiter ausgebaut werden.

Das Geschäftsjahr wurde in beherrschbarem Umfang durch den anhaltenden Russland- Ukraine Krieg überschattet. Aufgrund des anhaltenden Konflikts und der damit verbundenen Sanktionen bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zu Russland und Belarus.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 in allen wesentlichen Geschäftssegmenten der Bergbautechnik sehr zufriedenstellend verlaufen.

IV. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen von 104,8 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 109,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 (+4,2 %). Umsatzstärkster Markt war China, wo die Firma 78 Mio. EUR Erlöse erzielte. In den Märkten Australien, Südafrika und Polen sowie den kleineren weiteren Märkten wurde gegenüber dem Vorjahr ein im Wesentlichen unveränderter Umsatz erzielt.

Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz spürbar gestiegener Gesamtleistung nur leicht um 277 TEUR auf 65,8 Mio. EUR erhöht. Somit hat sich die Materialeinsatzquote von 62,5 % auf 58,1 % verbessert, was im Wesentlichen auf einen relativ höheren Umsatzanteil von margenstarken Produkten zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand lag bei einer durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 190 Mitarbeitern (Vorjahr: 198) bei 16,1 Mio. EUR (unverändert zum Vorjahresaufwand).

Die sonstigen betrieblichen Erträge (0,7 Mio. EUR; Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) resultieren größtenteils aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr basiert im Wesentlichen aus gesunkenen Währungsgewinnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich nahezu auf Vorjahresniveau.

Diese Entwicklungen führten zu einem Betriebsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 13,2 Mio. EUR (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis (2,0 Mio. EUR; Vorjahr: 14,1 Mio. EUR) war im Vorjahr durch deutlich höhere Ausschüttungen der ausländischen Tochtergesellschaften geprägt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich das Ergebnis nach Steuern und vor Gewinnabführung auf 15,1 Mio. EUR (Vorjahr: 22,6 Mio. EUR).

b) Finanzlage

Das Finanzmanagement wird von der alleinigen Muttergesellschaft Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei GmbH für alle Konzerngesellschaften einheitlich ausgeübt.

Die Bergbautechnik verfolgt unter Berücksichtigung von Ergebnis- und Risikoaspekten eine langfristig orientierte Finanzierungsstrategie. Vorrangiges Ziel ist es, stets ausreichende Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und von Investitionen bereitzustellen. Dabei wird besonders darauf geachtet, von einzelnen Finanzierungsquellen oder Finanzierungsinstrumenten unabhängig zu sein.

Derivate werden im Bedarfsfall als Hedging-Instrumente eingesetzt, um Risiken aus Zins- und Wechselkursschwankungen zu eliminieren. Die wirtschaftliche Wirksamkeit des Absicherungszusammenhangs wird fortlaufend überprüft. Zum Bilanzstichtag hat die Bergbautechnik für die Sicherung von Währungsschwankungen Derivate in Höhe von 4,7 Mio. USD eingesetzt.

Im aktuellen Wirtschaftsjahr tätigte die Bergbautechnik Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 603 TEUR.

Die Investitionen betrafen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die benötigten Finanzmittel werden aus dem Cashflow und durch Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Muttergesellschaft Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei GmbH hat im Frühjahr 2019 ein Konsortialdarlehen abgeschlossen, das am 31. Dezember 2023 in Höhe von 57,5 Mio. EUR (Vorjahr: 50 Mio. EUR) in Anspruch genommen war. Es bestehen freie Linien in Höhe von 12,5 Mio. EUR. Im Frühjahr 2024 wurde das Konsortialdarlehen prolongiert. Die Bergbautechnik fungiert in diesem Vertrag als einer von mehreren Garanten. Das Darlehen ist aktuell nicht voll ausgeschöpft. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr um 21,6 Mio. EUR auf 97,7 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 119,3 Mio. EUR). Der Effekt resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Abbau von Forderungen gegen verbundene Unternehmen und dem Rückgang der Barmittel.

Das Vorratsvermögen hat sich um netto 5,8 Mio. EUR (darin saldiert 5,9 Mio. EUR erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) erhöht. Der Aufbau resultiert im Wesentlichen aus Kostensteigerungen bei Rohmaterialien, Projektverschiebungen sowie Vorfertigung und Prototypenbau.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht von 9,3 Mio. EUR auf 9,1 Mio. EUR zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken deutlich um 17,1 Mio. EUR und betrugen zum Stichtag 24,4 Mio. EUR (Vorjahr: 41,6 Mio. EUR). Sie bestehen im Wesentlichen im Rahmen der Innenfinanzierung des deutschen Unternehmensteils sowie aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit den ausländischen Tochtergesellschaften der Bergbautechnik und spiegeln das laufende Geschäftsvolumen wider.

Der Bestand an Barmitteln betrug zum Stichtag 3,1 Mio. EUR und lag damit 9,9 Mio. EUR unter dem Saldo des Vorjahres.

Auf der Passivseite resultiert der Rückgang der Bilanzsumme insbesondere aus den verringerten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-20,3 Mio. EUR) sowie verringerten Rückstellungen (-1,3 Mio. EUR). Der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beruht auf der Abtretung bestehender Forderungen an die Muttergesellschaft, die dort gegen bestehende Verbindlichkeiten saldiert wurden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen geringfügig verringert bei 3,3 Mio. EUR.

Das Eigenkapital beträgt unverändert 62,7 Mio. EUR.

Die Rückstellungen sind mit 13,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. EUR verringert, was sich wesentlich aus gesunkenen Gewährleistungs- und Pensionsverpflichtungen ergibt.

Die Eigenmittelquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozentpunkte auf 64,2 % gestiegen.

V. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren (ESG)

a) Enviroment

Nachhaltiges Wirtschaften ist ein integraler Bestandteil der Strategie der Bergbautechnik, die auf die Verknüpfung von Qualität-, Gesundheit-, Arbeits- und Umweltschutz (QHSE) und Innovationen setzt. So können sich die Kunden darauf verlassen, dass bereits bei der Entwicklung und Herstellung unserer Produkte, neben den Aspekten Langlebigkeit, Qualität und Sicherheit auch auf beste Umweltverträglichkeit geachtet wird. Unser Unternehmen ist u.a. nach ISO 9001 (Qualität) zertifiziert. Die ständigen, intensiven Verbesserungen im Qualitäts-, Energie-, Umwelt- und Arbeitsschutz zeigen nachhaltige Erfolge. Wir arbeiten konsequent an der Reduzierung unserer Emissionen und haben zudem ein Projekt aufgenommen, klimaschädliche Emissionen unserer Service- und Vertriebsgesellschaften im Ausland zu erfassen, auszuwerten und zu verringern. Im Fokus unserer Umweltaktivitäten liegt weiterhin die Optimierung der Energieeffizienz und der Umweltfreundlichkeit.

Wir achten auf die Einhaltung von Umweltschutzstandards in unserer Lieferkette. So haben wir darauf Wert gelegt, dass unser maßgeblicher Lieferant von Gusswerkstücken über eine Zertifizierung seines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 verfügt, was langjährig der Fall ist. Zudem hat dieser Lieferant in enger Abstimmung mit uns seine Schmelztechnologie weiterhin vollständig auf umweltfreundliche Induktionstechnologie fokussiert. Darüber hinaus wird auch der maßgebliche Zulieferer im Bereich der mechanischen Bearbeitung in Abstimmung mit uns in die Zertifizierung des Energiemanagementsystems einbezogen. Bei den hier diskutierten Zulieferern handelt es sich zudem um Schwestergesellschaften.

b) Social

Dynamische Entwicklungen und die steigende Komplexität von Technologien, Produkten und Prozessen haben einen elementaren Einfluss auf unsere Strategien und auf das operative Geschäft. Unsere Mitarbeiter mit ihren individuellen Fähigkeiten und ihrem fachspeziellen Know-how tragen entscheidend dazu bei, unsere Unternehmensziele zu erreichen. Wir sind stolz darauf, mit hoher Mitarbeiterbindung und regelmäßig großen Bewerberzahlen als attraktiver Arbeitgeber zu gelten. Gerade in anspruchsvollen Tätigkeitsfeldern wie der Konstruktion von komplexen elektronischen Baueinheiten verfügen wir über hochqualifizierte Mitarbeiter, denen wir interessante Aufgaben in Zukunftstechnologien bieten.

Die Mitarbeitergewinnung und -entwicklung stellen fundamentale Säulen für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens dar. Durch gezielte Rekrutierungsstrategien und ein bedarfsgerechtes Entwicklungsprogramm streben wir danach, talentierte Fachkräfte anzuziehen und zu fördern. Die hohe Mitarbeiterbindung und eine sehr gute Bewerbersituation bestärken uns in dem Ziel, zu den attraktivsten Arbeitgebern in der Region zu gehören.

Für die Bergbautechnik ist global die Einhaltung zentraler Arbeitsrechte eine Grundvoraussetzung unternehmerischen Handels. Wir sichern hohe Standards bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Uns sind faire Bedingungen am Arbeitsplatz, angemessene Entlohnung sowie Aus- und Weiterbildungschancen wichtig. Wir sehen Mitbestimmung und gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter als Chance, nachhaltig erfolgreich zu sein.

Die Mitarbeiteranzahl der Bergbautechnik in Bochum betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2023 195 Personen.

c) Governance

Die Bergbautechnik ist Teil eines Familienunternehmens. Dieses Unternehmen wurde vor 160 Jahren gegründet und die Eigentümerschaft ist über diese Generationen an die jeweils nachfolgenden Familienmitglieder weitergegeben worden. Entsprechend wertebasiert und mitarbeiterorientiert wird die Bergbautechnik geführt. Gleichzeitig ist die Bergbautechnik in einen rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen eingefügt, der die Organisation leitet und überwacht. Die Bergbautechnik verfügt auf diese Weise über festgelegte Standards und transparente Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption und Bestechung. Die Geschäftsführung der Bergbautechnik hat sich dem Nachhaltigkeitsmanagement verpflichtet.

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

I. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsführung hat ein Risikomanagementsystem implementiert und bewertet und analysiert die Chancen und Risiken in einem kontinuierlichen Prozess. Die Eickhoff Bergbautechnik wird eng durch ihre Muttergesellschaft sowie deren Beirat begleitet. Durch den kontinuierlichen Prozess wird gewährleistet, dass Risiken und Chancen frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden können.

Marktrisiken bestehen hinsichtlich der Abhängigkeit von den Entwicklungen der Rohstoffpreise, die wiederum stark durch die politische und weltkonjunkturelle Lage beeinflusst werden. Politische Risiken wie beispielsweise internationale Konflikte, Handelsstreitigkeiten und Sanktionen haben ebenfalls einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeiten. Durch eine Stärkung unserer lokalen Servicestrukturen in den jeweiligen Märkten als auch durch die Erschließung neuer Märkte versuchen wir diese Risiken zu minimieren. Die Geschäftsführung analysiert die Risiken und Entwicklungen fortlaufend.

Unsere Kunden schätzen die hohe Produktqualität und die hohe Produktionsverfügbarkeit unserer Maschinen sowie insbesondere die Service- Dienstleistungen im After-Sales. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Servicestandorten vor Ort gewährleisten wir, den technologischen Ansprüchen der Zukunft gerecht zu werden. Als wesentliche Wettbewerbsvorteile gegenüber unseren Wettbewerbern sehen wir unsere Produktqualität und die Weiter- und Neuentwicklung unserer Gewinnungsmaschinen. Ein weiterer Aspekt ist die hohe Fertigungstiefe am Standort Bochum.

Besondere und außergewöhnliche Gewährleistungs- und Projektrisiken bestehen aktuell nicht.

Beschaffungsrisiken können grundsätzlich in der Abhängigkeit für einzelne, speziell auf die technischen Anforderungen der Gewinnung ausgerichtete Vorprodukte, bestehen. Die Situation wurde 2023 weitergehend durch die Geschäftsführung, die Konstruktion und den Einkauf analysiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet, welche in 2024 bearbeitet werden. Einkaufspreissteigerungen können zumeist an die Kunden weitergegeben werden.

Besondere Finanzrisiken bestehen nicht. Finanzinstrumente wenden wir primär in Form von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an. Besondere Bonitäts- und Zinsrisiken liegen nicht vor bzw. sind durch entsprechende Wertberichtigungen adressiert. Dem Fremdwährungsrisiko begegnen wir fallweise durch den Abschluss von Devisentermingeschäften.

Bestandsgefährdende Risiken für 2023 und Hinweise auf Risiken für das kommende Geschäftsjahr liegen im Geschäftsjahr 2023 nicht vor.

II. Prognosebericht

Die Bergbautechnik baut ihre Zukunftsplanungen auf den für die bestehenden und neuen Märkte erwarteten Wachstums- und Entwicklungserwartungen auf. Diese werden durch allgemein verfügbare Marktdaten, Informationen aus den Tochtergesellschaften sowie von Dienstleistern bezogene Marktdaten verifiziert und auf Basis von Erfahrungswerten angepasst. Die Erreichung der in der jährlich überarbeiteten Unternehmensplanung vereinbarten Ziele wird laufend überwacht und über eine Reportingstruktur regelmäßig in die Steuerungsgremien des Unternehmens berichtet.

Die Minenbetreiber werden aufgrund der wirtschaftlichen Randbedingungen weiterhin auf produktionssteigernde Abbauverfahren setzen. Somit wird sich der globale Trend zu leistungsstärkeren Gewinnungsmaschinen fortsetzen.

Mit unserer weltweiten Maschinenpopulation und unseren führenden Produktivitätswerten, u.a. erneut im Geschäftsjahr 2023, zeigen wir, dass unsere Maschinen in modernsten Hochleistungsbetrieben Maßstäbe setzen und zukunftsorientierte Investitionen für unsere Kunden darstellen.

Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der eingesetzten Technologien bestimmen Reputation und Erfolg. In diesem Zusammenhang bleiben die Automatisierung und die Digitalisierung im Fokus unserer Kunden. Australische Betriebe gelten als wichtiger Impulsgeber bezüglich Innovation, wobei wir in unseren weiteren relevanten Märkten zur Entwicklung von Automatisierungslösungen für Betriebe aufgrund unserer Expertise in Australien verstärkt angefragt werden. Durch unsere zukunftsweisenden technologischen Lösungskonzepte sind wir überzeugt, diesen Anforderungen gerecht zu werden und sind zum Thema Sicherheitstechnik und Innovation in unserem Entwicklungspfad bestätigt und verpflichtet. Die positive Resonanz unserer Kunden fundamentieren unsere Entscheidungen und Handlungen.

Die Entwicklung in unseren Bestandsmärkten schätzen wir kurz- bis mittelfristig positiv ein. Durch unsere F&E Aktivitäten werden wir unseren Marktanteil sichern bzw. ausbauen. Der indische Markt wird wegen des enormen Rohstoffreichtums und seiner stark steigenden Nachfrage den eigenen Bergbau weiter fördern. China wird den Ausbau und die Entwicklung von Hochleistungsbetrieben mit hohem Anspruch weiter vorantreiben. Australien wird seine Rolle als weltgrößter Lieferant für die globale Stahlindustrie verteidigen und dafür seine Vorreiterrolle in Bezug auf Strebautomatisierung und Arbeitssicherheit weiter ausbauen. Südafrika wird für uns weiterhin ein wichtiger Continuous-Miner Markt bleiben. Zusätzlich beschäftigen wir uns mit neuen Märkten, um unsere Präsenz und das Absatzpotential zu erhöhen.

Diesen Marktprognosen trägt die Bergbautechnik mit F&E Aktivitäten und entsprechender Vertriebsausrichtung Rechnung.

Aufgrund des Einflusses der zahlreichen geopolitischen Konflikte erwartet die Bergbautechnik mit Blick auf den vorhandenen Auftragsbestand und die bekannten Projekte für das Geschäftsjahr 2024 einen etwas geringeren Umsatz als für das Jahr 2023. Das erwartete EBT wird 2024 dadurch das Vorjahresniveau spürbar unterschreiten.

Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren und beinhalten verschiedene Chancen, Risiken und Unwägbarkeiten. Daher sind die zukunftsgerichteten Aussagen nicht als Garantien der darin enthaltenen zukünftigen Entwicklung und Ergebnisse zu verstehen. Die Bergbautechnik übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.

 

Bochum, den 12. April 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und Software 75.195,10 113.844,39
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 912.174,02 815.414,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 570.065,44 546.134,64
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.989,20 34.887,25
1.486.228,66 1.396.436,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.339.448,88 13.814.803,80
14.900.872,64 15.325.084,34
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.251.462,79 13.511.011,45
2. Unfertige Erzeugnisse 33.986.820,02 29.868.750,13
3. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 260.016,33 233.359,81
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -5.875.757,86 -3.829.801,68
45.622.541,28 39.783.319,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.065.561,39 9.296.004,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.448.549,28 41.583.026,98
davon mit einer Restlaufzeit von > 1 Jahr: 7.434.383,56 € (2.434.383,56)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 524.769,47 266.706,33
34.038.880,14 51.145.737,86
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.095.858,32 12.993.953,47
82.757.279,74 103.923.011,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.235,02 6.225,68
97.665.387,40 119.254.321,06

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 7.879.323,53 7.879.323,53
III. Gewinnvortrag 54.363.077,78 54.363.077,78
62.742.401,31 62.742.401,31
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 8.597.718,00 9.128.681,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.067.614,43 5.855.826,22
13.665.332,43 14.984.507,22
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.979.126,40 3.283.708,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: 3.979.126,40 € (3.283.708,91)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.262.375,42 3.951.761,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: 3.262.375,42 € (3.951.761,06)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.564.790,88 33.834.700,82
davon gegenüber Gesellschaftern: 7.818.364,20 € (31.215.527,52)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: 13.564.790,88 € (33.834.700,82)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 451.360,96 457.241,74
davon aus Steuern: 193.545,59 € (173.623,50)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0,00 € (1.353,01)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: 451.360,96 € (457.241,74)
21.257.653,66 41.527.412,53
97.665.387,40 119.254.321,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1. - 31.12.2023 1.1. - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 109.178.532,74 104.751.187,30
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 4.118.069,89 142.655,75
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 30.323,83 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 745.654,68 2.655.909,97
davon aus Währungsumrechnungen: 29.832,55 € (2.056.113,00)
5. Betriebserträge 114.072.581,14 107.549.753,02
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -52.946.740,68 -50.812.242,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -12.884.590,18 -14.742.005,54
-65.831.330,86 -65.554.248,46
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.628.346,51 -13.235.797,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.486.288,56 -2.846.803,48
davon für Altersversorgung: 20.400,92 € (442.963,51)
-16.114.635,07 -16.082.600,68
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -541.843,82 -485.886,32
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.402.359,56 -16.850.728,05
davon aus Währungsumrechnungen: 823.393,05 € (145.776,51)
10. Betriebsaufwendungen -100.890.169,31 -98.973.463,51
11. Betriebsergebnis 13.182.411,83 8.576.289,51
12. Erträge aus Beteiligungen 2.030.880,29 14.057.528,42
davon aus verbundenen Unternehmen : 2.030.880,29 € (14.057.528,42)
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.074.127,04 357.556,55
davon aus verbundenen Unternehmen : 3.074.090,37 € (357.430,29)
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.667.024,11 -397.126,65
davon an verbundene Unternehmen: 2.506.096,47 € (234.883,65)
davon aus Aufzinsung: 155.061,00 € (160.755,00)
15. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -475.354,92 0,00
16. Finanzergebnis 1.962.628,30 14.017.958,32
17. Ergebnis vor Steuern und vor Ergebnisabführung 15.145.040,13 22.594.247,83
18. Sonstige Steuern -13.521,01 -13.521,04
19. Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung 15.131.519,12 22.580.726,79
20. Aufwendungen aus Ergebnisabführung -15.131.519,12 -22.580.726,79
21. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2023

Allgemeine Hinweise

Die Eickhoff Bergbautechnik GmbH ist eingetragen beim Amtsgericht Bochum, HR B 6800. Alle Gesellschaftsanteile liegen bei der Eickhoff Mining Technology GmbH.

Auf den Jahresabschluss wurden die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes angewendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear über drei bis vier Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen im Jahr des Zugangs grundsätzlich zeitanteilig. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zwischen 3 und 15 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von bis zu 250,00 EUR werden sofort aufwandswirksam erfasst. Für Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen 250,01 EUR und 1.000,00 EUR wird jährlich ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils 20 % gewinnmindernd aufgelöst wird (§ 6 Abs. 2a EStG).

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Soweit für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die entsprechend angemessenen Teile der notwendigen Gemeinkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Artikel, die für Aufträge des Folgejahres reserviert sind, werden aus der Abwertung herausgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird grundsätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden unverändert zum Vorjahr Forderungen gegen Eickhoff-Konzerngesellschaften ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Projected Unit Credit Verfahren unter Anwendung der "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Zinssatz von 1,82 % und einer Rentendynamik von 2,0 % bilanziert. Als Zins wurde der von der Deutsche Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen 10 Jahre bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren angewendet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Pfandrechte oder ähnliche Rechte als Sicherheiten bestehen nicht. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden unverändert zum Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber Eickhoff Konzerngesellschaften ausgewiesen.

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Zwischen der Eickhoff Bergbautechnik GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Eickhoff Mining Technology GmbH, besteht eine steuerliche Organschaft. Vor diesem Hintergrund erfolgt bei der Gesellschaft keine Berücksichtigung von latenten Steuern, da diese auf der Ebene des Organträgers abgebildet werden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Soweit bei Auslandsforderungen derivative Sicherungsgeschäfte bestehen, wird der gesicherte Kurs angesetzt, wenn er ungünstiger ist als der Devisenkassamittelkurs.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter (Anlage A) dargestellt.

Auf Anteile an verbundenen Unternehmen wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 475 vorgenommen und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

Anteile an verbundenen Unternehmen 2023

Anteile Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis 2023
in % EUR EUR
Eickhoff Australia Pty. Ltd., Seven Hills/Australien 100,0 27.981.730,14 1.731.603,23
Eickhoff Corporation, Pittsburgh P.A./USA 100,0 -6.773.203,46 -220.201,37
Eickhoff Polonia Ltd., Kattowitz/Polen 100,0 16.712.321,33 1.995.971,86
Eickhoff (Pty.) Ltd., Germiston/RSA 100,0 1.128.459,31 -236.492,39
Eickhoff Sibir, Kiselovsk/Sibirien 95,0 17.262.220,93 4.205.652,13
Eickhoff Moskau/Russland 100,0 2.213.719,88 160.954,53
Eickhoff Bel, Soligorsk/Weißrußland 100,0 662.677,41 -136.698,30
Tianjin Eickhoff Bergbautechnik Co., Ltd./China 100,0 50.032.720,80 6.288.004,02

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind der Bilanz zu entnehmen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie schon im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 9.070 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

(3) Eigenkapital

Die Anteile werden seit 1. Januar 2020 von der Eickhoff Mining Technology GmbH gehalten. Das Eigenkapital ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages unverändert.

(4) Rückstellungen

Durch die Verlängerung des Zeitraumes der Ermittlung des Durchschnittzinssatzes zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen von 7 auf 10 Jahre ergibt sich bei den Pensionsverpflichtungen ein ausschüttungsgesperrter Betrag im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 0,1 Mio. EUR. Da es sich hierbei nicht um eine Abführungs-, sondern eine Ausschüttungssperre handelt, wurde der gesamte Jahresüberschuss im Rahmen der Ergebnisabführung abgeführt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Vorsorgen für Risiken aus Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von 2,6 Mio. EUR (Vj. 3,2 Mio. EUR) sowie arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vj. 0,9 Mio. EUR). Die Rückstellungen für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen betreffen u.a. noch abzugeltende Verpflichtungen aus Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

(5) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren bestanden nicht. Ansonsten sind die Fristigkeiten der Bilanz zu entnehmen.

Sicherheiten wurden nicht gestellt.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 2.062 auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie TEUR 7.818 auf Gesellschafter.

(6) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Muttergesellschaft, Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei GmbH, hat im Frühjahr 2019 ein Konsortialdarlehen abgeschlossen, das bis zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 57,5 Mio. EUR von ihr in Anspruch genommen wurde. Zur Sicherung des Konsortialdarlehens tritt die Eickhoff Bergbautechnik GmbH neben weiteren Tochter- und Enkelgesellschaften als Garant auf. Die Gesamtlinie beläuft sich auf 70,0 Mio. EUR. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesamtgruppe wird das Risiko aus einer Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

Aus Leasingverträgen ergeben sich Aufwendungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR. Die Leasingverträge haben Restlaufzeiten zwischen 1 und 4 Jahren. Zweck des Leasings ist die Reduzierung der Kapitalbindung.

Das Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen zum 31. Dezember 2023 betrug 17,3 Mio. EUR (Vj. 28,2 Mio. EUR).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach der umfassenden Gliederungsvorschrift des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

(7) Umsatzerlöse

Umsätze nach geographischen Regionen und Tätigkeitsbereichen:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR
VK GUS 1 1.458 17.638 -91,73%
VK China 77.645 56.322 37,86%
VK E4A 28.417 29.801 -4,64%
Inland 1.659 990 67,58%
Gesamt 109.179 104.751 4,23%

1 VK GUS beinhaltet 2023 nur noch Kasachstan

TEUR TEUR
Gewinnungstechnik 106.363 103.480 2,79%
Service 1.952 664 193,98%
Konzerninterne Umsätze 748 375 99,47%
Sonstiges 116 232 -50,00%
Gesamt 109.179 104.751 4,23%

Die Verkaufsregion E4A beinhaltet die Märkte Europa (ohne Russland und Belarus), Asien (ohne China und Kasachstan), Amerika, Südafrika und Australien.

(8) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR); Kursgewinne fielen nur in geringfügiger in Höhe an (Vj. 2,0 Mio. EUR).

(9) Personalaufwand

Die Mitarbeiterzahl hat sich wie folgt entwickelt:

Ø Mitarbeiterzahl 2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 57 60
Angestellte 129 131
Auszubildende/Praktikanten 4 7
190 198

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Umlagen (TEUR 12.628, Vj. TEUR 10.395), Reisekosten (TEUR 1.091, Vj. TEUR 549) sowie Ausgangsfrachten (TEUR 1.075, Vj. TEUR 2.334).

(11) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des mit der Eickhoff Mining Technology GmbH bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages werden keine laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Zum Bilanzstichtag bestanden in Höhe von 4,7 Mio. USD (Vj. 7,2 Mio. USD) Devisentermingeschäfte zur Sicherung von Auslandsforderungen (im Wesentlichen Micro- Hedges) mit einem positiven Marktwert von 109 TEUR (Vj. 222 TEUR). Diese entfallen wie im Vorjahr vollständig auf noch nicht bilanzierte Forderungen. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte nach der mark-to-market Methode. Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum vorrausichtlich aus, sodass eine Bewertungseinheit gebildet worden ist. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der verbundenen Unternehmen aufstellt, ist die Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik u. Eisengießerei GmbH, Bochum.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis der verbundenen Unternehmen aufstellt, ist die Eickhoff Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Bochum. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird im Konzernanhang der obersten Muttergesellschaft angegeben.

Nachtragsbericht

Der bestehende Konsortialkreditvertrag konnte mit zunächst unveränderter Linie im April 2024 bis zum 31. Oktober 2025 verlängert werden. Die Gesellschaft ist weiter als Garantin in die Finanzierung mit einbezogen.

Geschäftsführung

 

Thorsten Dirks, Bochum

 

Wilm Papke, Essen (ab 1. Dezember 2023)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Eine Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 (4) HGB.

 

Bochum, den 12. April 2024

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge des Geschäftsjahres Abgänge des Geschäftsjahres Umbuchungen des Geschäftsjahres Stand am Ende des Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und Software 488.285,45 3.020,00 0,00 0,00 491.305,45
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 5.361.681,13 436.802,18 0,00 24.897,25 5.823.380,56
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.306.239,86 159.165,66 46.673,62 0,00 2.418.731,90
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34.887,25 3.989,20 9.990,00 -24.897,25 3.989,20
7.702.808,24 599.957,04 56.663,62 0,00 8.246.101,66
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.814.803,80 0,00 0,00 0,00 13.814.803,80
22.005.897,49 602.977,04 56.663,62 0,00 22.552.210,91
Kumulierte Abschreibungen
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen i.Z.m. Abgängen Stand am Ende des Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und Software 374-441,06 41.669,29 0,00 416.110,35
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 4.546.266,87 364.939,67 0,00 4.911.206,54
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.760.105,22 135.234,86 46.673,62 1.848.666,46
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.306.372,09 500.174,53 46.673,62 6.759.873,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 475.354,92 0,00 475.354,92
6.680.813,15 1.017.198,74 46.673,62 7.651.338,27
Buchwerte
Stand am Ende des Geschäftsjahres Stand am Ende des Vorjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und Software 75-195,10 113.844,39
II. Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 912.174,02 815.414,26
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 570.065,44 546.134,64
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.989,20 34.887,25
1.486.228,66 1.396.436,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.339.448,88 13.814.803,80
14.900.872,64 15.325.084,34

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Eickhoff Bergbautechnik GmbH, Bochum:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eickhoff Bergbautechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eickhoff Bergbautechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Krefeld, den 15. April 2024

Treuhand- und Revisions- Aktiengesellschaft Niederrhein
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Siebing, Wirtschaftsprüfer

Uhl, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 11. Juni 2024.

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