CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Markus Hüttl seit 10.7.2025 | Prokura |
Hendrik-Peter Dr. Horn seit 9.12.2022 | Prokura |
Nicolas Wernette seit 27.7.2022 | Prokura |
Ulrich Nickol seit 21.4.2020 | Geschäftsführer |
Emmanuel Dr. Siregar seit 18.10.2019 | Prokura |
Peter Dr. Göth seit 1.12.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Claas Kommanditgesellschaft auf Aktien mbHHarsewinkelKonzernabschluss zum 30.09.2021Bericht des Aufsichtsratsder CLAAS KGaA mbHSehr geehrte Damen und Herren, der Aufsichtsrat der CLAAS KGaA mbH hat im Geschäftsjahr 2021 auf seinen turnusmäßigen Sitzungen die Geschäftsentwicklung und Risikolage des Unternehmens beobachtet und analysiert. Als Vorlagen dienten Berichte der Konzernleitung über die strategische Ausrichtung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen sowie die operativen Entscheidungen in der Gruppe. In zwei Sitzungen sind die Berichte entgegengenommen bzw. zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats herangezogen worden. Zu den Schwerpunkten der Beratungen im Aufsichtsrat gehörten die Umsatz- und Ergebnisvorausschau sowie der Geschäftsverlauf, verglichen mit den internen Schätzungen, ferner die Entgegennahme der Berichte der Abschlussprüfer und die Prüfung der Jahresabschlüsse der CLAAS KGaA mbH und der CLAAS Gruppe sowie die Planungen für das Jahr 2022 und die Mittelfristplanung. Der Aufsichtsrat befasste sich ferner mit den Anspannungen in den globalen Lieferketten, Auswirkungen der GAP-Verhandlungen und des Green Deal der EU auf die Landwirtschaft, Auswirkungen der Wetterextreme sowie der Aktualisierung der CLAAS Gruppenstrategie. Der Aufsichtsrat nahm außerdem einen Bericht zum Risikomanagement der CLAAS Gruppe entgegen. Dem Aufsichtsrat gehören als Vertreter der Anteilseigner an: Frau Cathrina Claas-Mühlhäuser (Vorsitzende), Herr Carl-Albrecht Bartmer, Herr Dr. Patrick Claas, Herr Reinhold Claas, Herr Christian Boehringer und Herr Gerd Peskes. Als Arbeitnehmervertreter gehören dem Aufsichtsrat an: Herr Dirk Mallon, Frau Tanja Goritschan (stellv. Vorsitzende), Frau Sabine Sasserath, Herr Konrad Jablonski, Herr Rainer Straube und Herr Dr. Alexander Pfohl. Der Jahresabschluss der CLAAS KGaA mbH und der Konzernabschluss der CLAAS Gruppe zum 30. September 2021 sowie die Lageberichte der CLAAS KGaA mbH und des Konzerns sind von der durch die Hauptversammlung am 4. Februar 2021 gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 24. November 2021 versehen worden. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und die Lageberichte sowie der Gewinnverwendungsvorschlag sind nach ihrer Aufstellung dem Aufsichtsrat ausgehändigt worden. Diese Unterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben den Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 8. Dezember 2021 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich behandelt. Danach fasste der Aufsichtsrat folgenden Beschluss: Der Aufsichtsrat stimmt nach eigener Prüfung dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Einwendungen sind, nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung, nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt damit den Konzernabschluss. Er empfiehlt den Gesellschaftern, den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2020 / 2021 der CLAAS KGaA mbH so festzustellen, und schließt sich dem vorgelegten Gewinnverwendungsvorschlag der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin an. Der Aufsichtsrat dankt der Konzernleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das hohe persönliche Engagement im Geschäftsjahr 2021, in dem unter den besonderen Herausforderungen durch die Beeinträchtigung der Lieferketten und der andauernden COVID-19-Pandemie die sich bietenden Chancen aus der globalen Marktentwicklung wahrgenommen werden konnten. Herausforderung des neuen Geschäftsjahres ist die Absicherung der Verfügbarkeit sowie die Umsetzung der strategischen Programme.
Harsewinkel, 8. Dezember 2021 Der Aufsichtsrat Cathrina Claas-Mühlhäuser, Vorsitzende Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH, Harsewinkel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021, der Konzernbilanz zum 30. September 2021, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft. Die im Abschnitt "Mitarbeitende" Unterabschnitt "Frauen in Führungspositionen" des Konzernlageberichts enthaltene Konzernerklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) im Abschnitt "Mitarbeitende" Unterabschnitt "Frauen in Führungspositionen" im Konzernlagebericht. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 24. November 2021 Ernst
& Young GmbH
Dr. Janze, Wirtschaftsprüfer Heinrichson, Wirtschaftsprüfer Konzernlagebericht und Konzernabschluss zum 30. September 2021KonzernlageberichtUnsere StrategieCLAAS kommt aus der Landwirtschaft und ist dort tief verwurzelt. Um wie unsere Kunden weiterhin nachhaltig und ertragreich wachsen zu können, haben wir die vergangenen Monate genutzt, um das Unternehmensleitbild und die Strategie von CLAAS zu überarbeiten. Gemeinsam wachsenUnsere Vision stellt unsere Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir möchten sie bestmöglich unterstützen, um erfolgreich zu sein und ihre Betriebe zu optimalen Ergebnissen zu führen. Unsere Mission beschreibt den Weg, auf dem wir unsere Vision und unser langfristiges Ziel erreichen wollen. Wir möchten leidenschaftliche Menschen, brillante Ideen und hochentwickelte Technologien kombinieren, um einen echten Mehrwert für Landwirte und Lohnunternehmer zu bieten. Ziel ist es, unsere Unabhängigkeit als Familienunternehmen zu sichern und mit unseren Kunden nachhaltig und ertragreich zu wachsen. Mit klarem WertekompassFür unser Unternehmensleitbild haben wir Grundsätze und Werte herausgearbeitet, an die wir glauben und für die unsere Marke steht. Dabei sind sie nicht nur ein Anspruch, sondern bereits gelebte Wirklichkeit in unserem täglichen Tun. Doch wir sind uns bewusst, dass es nichts gibt, was nicht noch verbessert werden kann. Wir streben nach Exzellenz und Nähe zu unseren Kunden. Wir teilen ihre Leidenschaft für Landwirtschaft und liefern komfortable, intuitive Lösungen und Innovationen. Wir denken und handeln unternehmerisch. Dies umfasst nicht nur die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch Aufrichtigkeit und Integrität - so möchten wir mit Menschen umgehen. Wir sind ein Familienunternehmen und unsere stärkste Motivation ist die immer bessere Lösung. Ausbau des Kerngeschäfts und technisch neue Wege gehenUnser strategischer Plan umfasst mehrere globale Initiativen unter Einsatz neuer Technologien, die den Ausbau unseres Kerngeschäfts vorantreiben. Dabei richten wir uns noch stärker auf die Zufriedenheit unserer Kunden aus und verbinden das mit konkreten Wachstums- und Ergebniszielen. Zur Umsetzung haben wir sechs strategische Programme gestartet, deren ambitionierte Ziele wir bis 2025 erreichen wollen. Im geographischen Fokus stehen neben unseren Kernmärkten vor allem Osteuropa und Nordamerika. Mit dem neuen LEXION und der Einführung des TRION in der mittleren Mähdrescherklasse haben wir innerhalb von nur zwei Jahren wesentliche Elemente unseres Produktportfolios in der Erntetechnik erneuert und damit ein Fundament für die Zukunft gelegt. CLAAS hat CEMOS für Traktoren und die Reifendruckregelanlage CTIC eingeführt und zudem durch das neue CLAAS POWER MANAGEMENT maßgebliche Leistungssteigerungen erreicht. CLAAS Traktor in Le Mans/Frankreich verfügt außerdem über eine runderneuerte Zukunftsfabrik, die neue Maßstäbe in der Produktion setzt. Ziel ist eine stärkere Marktdurchdringung sowie Wachstum in neuen Märkten. Der Service- und Ersatzteilbereich steht in den strategischen Programmen besonders im Fokus, damit sich unsere Kunden auch nach dem Kauf einer Maschine auf CLAAS als Partner verlassen können. Neue Systeme bei CLAAS und beim Händler zur besseren Analyse des Kundenbedarfs zur effizienteren Planung der Ressourcen vor Ort und schnelleren Logistik zielen auf eine deutliche Leistungssteigerung, die sofort dem Kunden zugutekommt. Durchgehende Schulungen und eine noch bessere Ausbildung der im Service tätigen Mitarbeitenden spielen dabei eine ebenso große Rolle. Dabei handelt es sich um ein klares Differenzierungsmerkmal für den CLAAS Service. Neue Technologien halten in allen Bereichen Einzug, in den Produkten wie in den Prozessen. Die vier wichtigsten Technologiefelder der Zukunft sind für CLAAS Digitalisierung, Autonomie, alternative Antriebe und Smart Farming. DataConnect als Plattform für herstellerübergreifendes Flottenmanagement oder die Investition in AgXeed im Bereich der Autonomie seien hier nur beispielhaft genannt. Den Kunden im BlickDer Austausch mit unseren Händlern und Kunden ist und bleibt das wichtigste Instrument, um echten Mehrwert zu schaffen und gemeinsam zu wachsen. Dabei werden wir von immer besseren technischen Möglichkeiten unterstützt, flächendeckendes Kundenfeedback einzuholen und zeitnahe Rückmeldungen zu gewährleisten. Dieser Prozess ist zentral für unser Handeln. BranchenentwicklungWirtschaftliche RahmenbedingungenDie konjunkturellen Rahmenbedingungen im Jahr 2021 waren geprägt durch die Angebots- und Nachfrageschocks der Corona-Pandemie im Vorjahr. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet im Kalenderjahr 2021 entsprechend mit einer Wachstumsrate in Höhe von 5,9% (Vorjahr: -3,1%; Stand: Oktober 2021). Die Schätzungen der Weltbank von 5,6% aus Juni und der OECD von 5,7% aus September liegen knapp darunter, wobei die Prognosen im Laufe des Jahres tendenziell nach oben korrigiert wurden. Die deutlich positiven Wachstumsschätzungen wurden zum einen politisch durch Konjunkturprogramme und die expansive Geldpolitik vieler Zentralbanken begründet. Zum anderen unterstützten die hohe Sparquote im Vorjahr und Lockerungen der Corona-Maßnahmen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Die anziehende Konjunktur und logistische Probleme führten außerdem zu teilweise deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen: Die Stahlpreise verzeichneten Rekordwerte. Nach einer Preisschwäche zu Beginn der Krise befand sich auch der Ölpreis im aktuellen Jahr wieder oberhalb des fünfjährigen Durchschnitts. In der Folge zogen auch die Preise für energieintensiv hergestellte Produkte wie etwa Düngemittel an. Schließlich stiegen in einigen Ländern seit Frühjahr 2021 auch die Verbraucherpreise und führten zu erhöhten Inflationsraten. Der Maschinenbau erholte sich im laufenden Kalenderjahr, sodass nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) mit einem globalen Wachstum von 13% zu rechnen ist. Die noch 2020 um 4% geschrumpfte Branche kann sich damit im historischen Vergleich ausgesprochen zügig von der Corona-Krise erholen. Die globale Landtechnikindustrie (inklusive Kommunal-, Forst- und Gartentechnik) erreicht nach Schätzungen des VDMA im Jahr 2021 ein Rekordmarktvolumen von ca. 125 Mrd. € und wächst damit um voraussichtlich 12%, nachdem die Umsätze im Krisenjahr 2020 nahezu stagniert hatten. In Anbetracht hoher Auftragseingänge gerieten allerdings angebotsseitige Engpässe und die Fragilität der Lieferketten zunehmend in den Blickpunkt. Im Erntejahr 2020 / 21 überstieg die globale Getreideproduktion (inklusive Reis) laut dem US Department of Agriculture (USDA) mit 2.708 Mio. Tonnen das Vorjahresniveau um 1,2%. Die Weizenproduktion lag 2020 / 21 bei 775 Mio. Tonnen und konnte damit zwar den Rekordwert aus dem Vorjahr erneut ausbauen, allerdings führte der noch stärker wachsende Konsum zu sinkenden Lagerbeständen von - 2,2%. Die Maisproduktion blieb hingegen mit 1.116 Mio. Tonnen auf Vorjahresniveau, die steigende Nachfrage ließ die Lagerbestände binnen eines Jahres um mehr als 5% nachgeben. Folglich ergaben sich sowohl für Weizen als auch für Mais Preise, die sich dauerhaft oberhalb des fünfjährigen Durchschnitts bewegten. Regionale BranchenentwicklungenDie teilweise historisch hohen Erzeugerpreise stärkten in Kombination mit global stabilen Ernteerwartungen die finanziellen Rahmenbedingungen der Landwirte. Regional ergab sich hingegen ein differenzierteres Bild: Während sich die Bedingungen für die Weizenernte z.B. in Europa, der Ukraine und Australien eher vorteilhaft darstellten, wurden die Prognosen für das Erntejahr 2021 / 22 dürrebedingt für Nordamerika und Russland abgesenkt. Der Maisanbau in Mitteleuropa profitierte von hohen Niederschlägen im Sommer und einem warmen Juni. Demgegenüber wurde er in Brasilien durch anhaltende Trockenheit erschwert. Auch in Nordamerika waren die Erntebedingungen aufgrund der Dürre durchwachsen, die ebenso die Sojaernte einschränkte. Hingegen sorgten vorteilhafte Monsunverhältnisse in China und Indien für gute Voraussetzungen. Trotz der insgesamt stabilen Produktion zogen die Erzeugerpreise insbesondere im Frühjahr 2021 nachfragebedingt an -ein wesentlicher Preistreiber war der gestiegene Bedarf Chinas an Futtermitteln, der sich seit dem Geschäftsjahresbeginn in deutlich steigenden Soja- und Maisimporten niederschlug. Zusätzlich zu den sehr positiven Preisentwicklungen in der Landwirtschaft wirkte sich auch die spürbare Erholung von den pandemiebedingten Nachfrageschocks des Jahres 2020 flächendeckend vorteilhaft auf die Landtechnikbranche aus. Besonders hohe Umsatzsteigerungen verortet der VDMA 2021 in Nord- und Südamerika sowie in Russland. Nicht zuletzt waren auch die politischen Rahmenbedingungen für die Landtechnik überwiegend positiv. In Russland profitierte die Branche vom staatlichen Investitionsförderprogramm und von Exportsubventionen. In den USA wurde der Landwirtschaftssektor durch die in den letzten Jahren stark erhöhten Direktzahlungen an Landwirte gefördert und auch in einigen europäischen Ländern stützten die Corona-Hilfen vor allem zu Beginn des Geschäftsjahres den Auftragseingang. Fortlaufende Auswirkungen und Bewältigung der Corona-KriseCLAAS konnte an die eingeübten Prozesse des ersten Corona-Jahres anknüpfen. Krisenmanagementteams waren weiterhin an den nationalen und internationalen Standorten aktiv, um die Situation jeweils aktuell zu bewerten und die Schutzkonzepte entsprechend anzupassen. Die Mitarbeitenden der indirekten Bereiche blieben im Geschäftsjahresverlauf mehrheitlich im Home-Office und profitierten dabei von einer guten IT-Anbindung. Für interne und externe Veranstaltungen wurde erneut vor allem auf digitale oder hybride Formate gesetzt. Den vor Ort anwesenden Mitarbeitenden standen in ausreichendem Umfang Schutzmasken sowie Test- und Desinfektionsmittel zur Verfügung. Hinzu kam an einigen Standorten der regelmäßige Einsatz von Testbussen, in denen sowohl Laien-Selbsttests als auch professionelle Schnelltests bereitgehalten wurden. Diese Angebote stießen überall auf positive Resonanz und wurden sehr gut angenommen. In vielen Ländern setzte der Staat die notwendigen Corona-Impfmaßnahmen in Eigenregie um. CLAAS hat diese Aktionen unterstützt und - wo nötig - auch eigene Impfaktionen initiiert. Allein an den deutschen Standorten gelang es auf diese Weise, zusammen mit einem externen Dienstleister, innerhalb weniger Wochen rund 3.400 Impfdosen an Mitarbeitende und Angehörige zu verabreichen. Die teilweise starke Beeinträchtigung der Lieferketten brachte für den Produktionsprozess weiter täglich neue Herausforderungen mit sich, wobei die unmittelbaren Corona-Effekte eine abnehmende Bedeutung hatten. Auch hier wirkten sich die eingespielten Prozesse beim Monitoring der Lieferanten positiv aus und ermöglichten zum Teil unkonventionelle Problemlösungen. Das erweiterte Pandemiemanagement hat insgesamt dazu beigetragen, dass sich die Ertragskraft bei CLAAS, trotz vieler Beeinträchtigungen, weiter positiv entwickeln konnte. ErtragslageUmsatzerlöse nach Regionen ↗1Die CLAAS Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 4.797,8 Mio. € und somit 18,7% mehr als im Vorjahr. Trotz der weiter anhaltenden Corona-Pandemie und der großen Herausforderungen aufgrund von Lieferengpässen bei wichtigen Bauteilen konnte CLAAS die Kundenaufträge weitestgehend bedienen und einen signifikanten Umsatzanstieg verzeichnen. In den für CLAAS relevanten Märkten entwickelte sich der Umsatz durchweg positiv. Die Veränderung bedeutender Währungskurse, wie des US-Dollars oder des russischen Rubels, hatte dabei insgesamt keinen wesentlichen Einfluss auf den Umsatz. Der im Ausland erzielte Umsatzanteil lag bei 80,6%, nach 80,1% im Vorjahr. 1_Umsatzerlöse nach Regionenin Mio.€/in % im Vergleich zum Vorjahr
Die Umsatzerlöse in Deutschland lagen bei 931,8 Mio. €, nach 805,5 Mio. € im Vorjahr. Der deutliche Umsatzanstieg resultierte aus höheren Absatzzahlen in nahezu allen wesentlichen Produktgruppen. Insbesondere bei Mähdreschern, Feldhäckslern und Traktoren konnten die Umsatzerlöse überproportional verbessert werden. Die in Frankreich erzielten Umsatzerlöse stiegen von 751,9 Mio. € im Vorjahr auf 827,6 Mio. €. Die Umsatzsteigerungen konnten vor allem durch höhere Absätze bei Mähdreschern, Feldhäckslern und Pressen erreicht werden. Aber auch die Geschäfte mit Traktoren und Gebrauchtmaschinen entwickelten sich sehr positiv. Der Umsatz in den übrigen westeuropäischen Ländern stieg insgesamt auf 963,0 Mio. € (Vorjahr: 790,7 Mio. €). In Großbritannien konnte nach dem Umsatzrückgang im Vorjahr eine deutliche Umsatzverbesserung erzielt werden, trotz weiterhin anhaltender Unsicherheiten durch den Brexit und seine Folgen. In Italien führte eine starke Nachfrage aus dem Markt - teilweise gestützt durch staatliche Subventionsprogramme -zu einem Umsatz auf Rekordniveau. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich auch die Nachfrage nach CLAAS Produkten vor allem in Österreich und der Schweiz sehr positiv entwickelt. Die Umsatzerlöse in der Region Zentral- und Osteuropa lagen mit 1.136,2 Mio. € um 25,4% über dem Vorjahresstand von 905,8 Mio. €. Umsatzstärkste Länder waren Russland, Polen, die Ukraine und Rumänien. Vor allem in Polen war wegen staatlicher Subventionsprogramme ein signifikanter Umsatzanstieg zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse in den außereuropäischen Ländern lagen mit 939,2 Mio. €um 19,1% über dem Vorjahresniveau (788,4 Mio. €). Wesentliche Steigerungen konnten in Nordamerika durch den Neumaschinenumsatz mit Mähdreschern, Feldhäckslern und Traktoren verzeichnet werden. CLAAS baute damit seine Marktstellung bei großen Mähdreschern, insbesondere durch die Einführung der neuen LEXION Baureihe, weiter aus. Trotz der anhaltend schwierigen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in Argentinien konnte der Umsatz auch dort weiter gesteigert werden. Sehr positiv entwickelte sich auch der Umsatz von CLAAS in Australien und Indien. Umsatzstärkste Länder außerhalb Europas waren die USA, Kanada und China. Ergebnis ↗2Das Bruttoergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr um 240,6 Mio. € verbessert werden, was mit einem Anstieg der Bruttoergebnismarge von 20,3% auf nunmehr 22,1% einherging. Der signifikante Anstieg des Bruttoergebnisses wurde zum einen durch ein höheres Volumen erreicht. Zum anderen konnten auch die absatzseitigen Margen verbessert werden. Des Weiteren führte die volumenbedingt hohe Auslastung in der Produktion zu einer relativen Verbesserung der Bruttoergebnismarge. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind gegenüber dem Vorjahr angestiegen, allerdings deutlich unterproportional zum Umsatz. Gestiegene Aufwendungen für strategische Initiativen und Digitalisierungsprojekte standen geringere Aufwendungen für Kommunikation, Marketing und Dienstreisen gegenüber. 2_Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erreichten einen neuen Höchstwert in der Geschichte von CLAAS. Sie umfassten die Weiterentwicklung und Erneuerung von Erntemaschinen und Traktoren, Investitionen in die Elektronikarchitektur zur Maschinensteuerung und -Vernetzung sowie Aufwendungen für die Digitalisierung von Prozessen in der Landwirtschaft. Weitere Informationen sind in dem Abschnitt "Forschung und Entwicklung" enthalten. Das sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich um 28,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Im aktuellen Geschäftsjahr lagen die sonstigen betrieblichen Erträge mit 97,2 Mio. € auf dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken hingegen auf 64,4 Mio. €. Im Vorjahr war dieser Posten aufgrund einer vorsichtigen Bewertung von Vermögenswerten und Schulden aufgrund der damals unklaren Gesamtsituation mit 89,2 Mio. € noch deutlich höher. Das Beteiligungsergebnis umfasst hauptsächlich die anteiligen Ergebnisse aus dem Finanzierungs- und Leasinggeschäft der CLAAS Financial Services Gesellschaften. Der Rückgang des Finanzergebnisses ist ganz überwiegend auf die negative Entwicklung des Kursergebnisses zurückzuführen. Haupttreiber dieser Entwicklung waren im Jahresverlauf zwischenzeitlich ungünstige Kursentwicklungen - insbesondere beim Rubel und US-Dollar - in Verbindung mit Volumenausweitungen sowie Bewertungseffekte bei Sicherungsgeschäften für das kommende Geschäftsjahr. Gegenläufig hat sich das Wertpapierergebnis aufgrund positiver Bewertungseffekte gegenüber dem Vorjahr verbessert. Trotz der anhaltenden Corona-Krise und großer Herausforderungen auf der Beschaffungsseite ist das Ergebnis vor Ertragsteuern im Vergleich zum Vorjahr um 199,0 Mio. € auf den Höchstwert von 357,1 Mio. € gestiegen und lag somit signifikant oberhalb unserer Erwartungen. Die positive Entwicklung kommt ganz überwiegend aus dem deutlich verbesserten Bruttoergebnis. Die Umsatzrendite konnte auf 7,4% gesteigert werden, nach 3,9% im Vorjahr. FinanzlageLiquidität ↗3Zum Bilanzstichtag verfügte die CLAAS Gruppe über eine Liquidität in Höhe von 1.237,9 Mio. € nach 907,7 Mio. € im Vorjahr. Sie wird überwiegend in Termingeldern, geldmarktnahen Wertpapieren und Investmentfonds gehalten. Der deutliche Anstieg der Liquidität resultierte im Wesentlichen aus dem erneut verbesserten Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. 3_Netto-Liquidität
* Ohne derivative Finanzinstrumente.
Finanzschulden und KreditlinienDie größten Einzelposten innerhalb der Finanzschulden waren die privat platzierte Anleihe in US-Dollar, ein in Euro begebenes Schuldscheindarlehen aus dem Jahr 2015 und ein im vergangenen Geschäftsjahr ebenfalls in Euro begebenes Schuldscheindarlehen mit insgesamt vier Tranchen. Durch den Anstieg der liquiden Mittel und der Wertpapiere bei nahezu konstanten Finanzschulden kam es zu einer Verbesserung der Nettoliquidität um 332,1 Mio. €. Der CLAAS Gruppe standen am Bilanzstichtag zur allgemeinen Finanzierung Kreditlinien bei Banken und ein flexibel nutzbarer Konsortialkredit ("Syndicated Loan") im Gesamtvolumen von 686,5 Mio. € zur Verfügung, von denen 649,0 Mio. € nicht in Anspruch genommen wurden. Für weitere Informationen zu den Finanzschulden und zu den Aufgaben und Zielen des Finanzmanagements siehe Ziffer 25 und 35 im Konzernanhang. Außerbilanzielle MaßnahmenAls außerbilanzielle Finanzierungsmaßnahme werden im Rahmen des Asset-backed securitization Programms (ABS-Programm) revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Zweckgesellschaft verkauft. Bedingt durch den für die Landtechnikbranche typischen saisonalen Geschäftsverlauf ergibt sich unterjährig ein substanzieller Finanzmittelbedarf. Zum Ende des Geschäftsjahres hingegen führt die dann relativ geringe Kapitalbindung im Working Capital üblicherweise zu einem hohen Liquiditätsbestand. Mithilfe des ABS-Programms können diese saisonal bedingten unterjährigen Liquiditätsschwankungen wirksam reduziert werden. Zum 30. September 2021 betrug das Volumen der übertragenen Forderungen 159,8 Mio. € (Vorjahr: 175,1 Mio. €). Vermögens- und Kapitalstruktur ↗4Die langfristigen Vermögenswerte waren zum Bilanzstichtag zu 195,2% (Vorjahr: 200,5%) durch langfristige Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und langfristigen Schulden, gedeckt. Die Summe aus langfristigen Vermögenswerten und 50,0% der Vorräte war zu 146,4% (Vorjahr: 148,5%) durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt. Die CLAAS Gruppe verfügt damit unverändert über eine solide Vermögens- und Kapitalstruktur. 4_Bilanzstrukturin %
Cashflows ↗55_Kapitalflussrechnung (Kurzfassung)
Der erneute Anstieg des Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit war vor allem auf einen deutlich höheren Jahresüberschuss zurückzuführen. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen hat sich dabei nicht negativ auf den Cashflow ausgewirkt. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beinhaltete zu einem wesentlichen Teil den Abfluss aus Sachinvestitionen. Wie bereits im Vorjahr wurde zudem in vorwiegend geldmarktnahe Wertpapiere investiert, was zu einem Abfluss an liquiden Mitteln von insgesamt 308,3 Mio. € führte. Der Mittelabfluss aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultierte hauptsächlich aus Dividendenzahlungen und der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Auf Basis der zuvor beschriebenen Einflüsse entwickelte sich der Free Cashflow wie folgt: ↗6 6_Free Cashflow
Sachinvestitionen ↗7Die Sachinvestitionen betrugen im Berichtsjahr 194,0 Mio. €. Die Zugänge umfassten hauptsächlich Investitionen in den Neubau, die Erweiterung und die Modernisierung von Produktions- und Vertriebsstandorten, in innovative Technologien und in neue Produkte. Die Investitionsquote, als Verhältnis der Sachinvestitionen zum Umsatz, betrug 4,0% (Vorjahr: 4,6%). Investitionen in den Neubau, die Erweiterung und die Modernisierung von Produktions- und Vertriebsstandorten erfolgten vor allem in Deutschland, Russland und Frankreich. 7_Sachinvestitionen, Abschreibungen und Wertminderungenin Mio.€
In Harsewinkel/Deutschland startete in diesem Geschäftsjahr die letzte Umbauphase des Modernisierungsprojekts "SynPro 2020". In der fünfmonatigen Bauzeit wurde eine Produktionsfläche von insgesamt 15.500 m 2 umgebaut. Die beiden Mähdreschermontagen wurden zu einer Montagebahn zusammengeführt. Während der Umbauphase konnten im Stammwerk planmäßig keine Mähdrescher produziert werden. Noch während der letzten Produktionswochen im Juni 2021 wurde eine Staubschutzwand in an die Baustellen angrenzenden Bereichen errichtet und die Deckenabsicherung für den Hallenabriss vorbereitet. Nachdem der letzte Mähdrescher vom Band gelaufen war, wurden die Montageanlagen abgebaut und eingelagert, sodass mit dem Abriss der Hallendächer gestartet werden konnte. Anschließend wurde an dem Wiederaufbau der Krananlage und der Boden- und Dachsanierungen gearbeitet. Im November 2021 wurden die Arbeiten für die neue Mähdrescherproduktion weitestgehend abgeschlossen. Die ersten fertig montierten Mähdrescher werden Anfang Dezember die neue Produktionslinie verlassen. Am Produktionsstandort in Bad Saulgau/Deutschland wurde ein mehrjähriges Werkstrukturprojekt gestartet. Ziel ist es, die Abläufe in den Montage- und Logistikbereichen weiter zu optimieren und die interne Fertigungskapazität zu erhöhen. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden erste Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt. Hierzu zählt die Errichtung eines neuen Sozialgebäudes und eines neuen Mitarbeiterparkplatzes. Darüber hinaus wurde die Medienversorgung auf dem Gelände an die zukünftigen Herausforderungen angepasst. Die Arbeiten zur Erweiterung der Metallbearbeitung und Lackierung am Produktionsstandort Krasnodar/Russland wurden in diesem Geschäftsjahr fortgeführt. Der positiven Entwicklung in Russland wurde mit der konsequenten Vergrößerung der Logistik- und Produktionsflächen sowie der technischen Anlagen Rechnung getragen. Die Installation aller Anlagen wurde im Oktober 2021 abgeschlossen. Im Mai 2021 nahm CLAAS das Traktorenwerk in Le Mans/ Frankreich nach dreijähriger Umbauphase offiziell wieder in Betrieb. Die Zukunftsfabrik bietet höhere Produktionskapazitäten und modernste Produktionsverfahren und schafft so die Möglichkeit, komplexere und individuell konfigurierte Traktoren zu fertigen. Dafür wurden insbesondere die Prozesse der innerbetrieblichen Logistik neu strukturiert. Wesentliches Augenmerk galt auch der Neugestaltung der Arbeitsplätze nach aktuellstem ergonomischen Stand. Dies wirkt sich nicht nur positiv auf die Motivation der Mitarbeitenden aus, es ist auch ein wichtiger Aspekt der weiteren Qualitätsverbesserung. Die Modernisierung des Traktorenwerks wurde im Jahr 2019 vom französischen Staat als Vorzeigeprojekt der Industrie und als "Industrie der Zukunft" ausgezeichnet. In diesem Jahr erhielt CLAAS den "Choose-France-Preis" für herausragende ausländische Investitionen in Frankreich. Nach der Fertigstellung des Hochregallagers in 2019 steht nun das nächste Projekt der CLAAS Service and Parts GmbH in Hamm/Deutschland für die kommenden Geschäftsjahre auf der Agenda. Das automatische Kleinteilelager soll mit der durch den Bau des neuen Hochregallagers gewonnenen Freifläche vergrößert werden. Mit der Erweiterung der Stellplätze soll die Lagerkapazität für ein weiteres Wachstum des Teilespektrums gesichert und die Verfügbarkeit an Ersatzteilen erhöht werden. Bereits Ende 2020 hat CLAAS seinen neuen Standort in Herzebrock-Clarholz/Deutschland in Betrieb genommen. Aufgrund des anhaltenden Wachstums von CLAAS in den vergangenen Jahren sind die räumlichen Kapazitäten in Harsewinkel an ihre Grenzen gestoßen. Mit dem neuen Bürogebäude konnte ein vollwertiger CLAAS Standort mit besten Rahmenbedingungen eröffnet werden. Die CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH und Mitarbeitende der internationalen Vertriebs-IT zogen von Harsewinkel nach Herzebrock-Clarholz. Für die Mitarbeitenden der IT-Abteilung wurden flexible Arbeitsplätze eingerichtet, die themen- und tätigkeitsbasiert genutzt werden können. So soll der Austausch zwischen den Teams gestärkt und die agile Arbeitsweise gefördert werden. Insgesamt finden in Herzebrock-Clarholz ca. 200 Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz. Des Weiteren investiert CLAAS in den Ausbau und die Digitalisierung von Geschäftsprozessen auf allen Ebenen der Vertriebsstruktur. Neue Systeme und Anwendungen werden die Kommunikation zwischen CLAAS, Händlern und Kunden weiter verbessern. Investitionen in die Erprobung und Fertigung neuer Produkte, die im Rahmen des umfangreichen Entwicklungsprogramms getätigt wurden, machten einen bedeutenden Teil der Sachinvestitionen aus. Am Geschäftsjahresende lagen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 22,1 Mio. € im Zusammenhang mit künftigen Sachinvestitionen vor. Vermögenslage ↗88_Bilanz (Kurzfassung)
Die Konzernbilanzsumme stieg gegenüber den Werten zum 30. September 2020 um 523,6 Mio. € auf 4.246,1 Mio. €. Ein wesentlicher Grund für diesen deutlichen Anstieg waren auf der Aktivseite die signifikant positive Entwicklung der Liquidität sowie eine Erhöhung der Sachanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Entwicklung ging einher mit einem Anstieg des Eigenkapitals, der Rückstellungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die immateriellen Vermögenswerte lagen mit 313,5 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Anstieg der aktivierten Entwicklungskosten um 13,2 Mio. € auf 245,6 Mio. €. Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um 20,7 Mio. € leicht erhöht. Während der Bestand an Gebrauchtmaschinen abgebaut werden konnte, kam es im Bereich der Neumaschinen zu einem Anstieg. Diese Entwicklung stand unter anderem im Zusammenhang mit dem Projekt "SynPro 2020" in Harsewinkel/ Deutschland, da Maschinen einzelner Produktgruppen bereits im Voraus produziert wurden. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich gegenläufig und führten im Saldo zu einem leichten Rückgang des Working Capital. Der Anteil des Working Capital an der Bilanzsumme reduzierte sich abermals deutlich auf nunmehr 23,4%. Die Entwicklung des Working Capital ergab folgendes Bild: ↗9 9_Working Capitalin Mio.€
Die sonstigen Vermögenswerte stiegen um 31,8 Mio. € auf nunmehr 471,3 Mio. €. Sie bestehen vor allem aus latenten Steuern, Steuerforderungen und Vermögenswerten im Zusammenhang mit der ABS-Transaktion. Die Veränderung des Eigenkapitals der CLAAS Gruppe umfasst verschiedene, teils gegenläufige Effekte. Deutlich positiv wirkte der Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von 272,6 Mio. €, der im Verhältnis zum Eigenkapital einer Rendite von 15,9% entsprach. Die im Geschäftsjahr 2021 erfolgten Ausschüttungen haben dagegen das Eigenkapital gemindert. Einen leicht positiven Einfluss hatte die erfolgsneutrale Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund eines gegenüber dem Vorjahr erhöhten Zinssatzes. Da sich der Anstieg des Eigenkapitals überproportional zum Anstieg der Bilanzsumme entwickelte, erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 40,4% (Vorjahr: 39,3%). Der Anstieg der Rückstellungen resultierte aus unterschiedlichen Effekten. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich aufgrund der gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Ergebnissituation. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen ging einher mit dem signifikanten Anstieg der Umsatzerlöse und resultierte daher unter anderem aus dem Anstieg der absatzbezogenen Verpflichtungen. Die sonstigen Schulden beinhalten neben der stillen Beteiligung vor allem Rechnungsabgrenzungsposten, sonstige Steuern und Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen. Forschung und EntwicklungIm Berichtsjahr stiegen die Forschungs- und Entwicklungskosten um 10,5% auf 262,3 Mio. €, ↗10. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten standen neue Modelle sowie die Weiterentwicklung von Erntemaschinen und Traktoren. Investitionen in die Elektronikarchitektur zur Maschinensteuerung und -vernetzung sowie in die Digitalisierung von Prozessen in der Landwirtschaft stellen weiterhin einen nennenswerten Anteil an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der CLAAS Gruppe dar. 10_Forschung und Entwicklung
ProduktinnovationenMit der neuen Mähdrescherbaureihe TRION setzt CLAAS seine 2019 gestartete Modelloffensive bei der Erntetechnik fort. Die neue Baureihe umfasst neben den Schüttlermaschinen auch Hybridmähdrescher mit Einzel- oder Doppelrotor. Zudem sind die Modelle als TERRA TRAC Raupenlaufwerk und MONTANA Ausführung für Hanglagen erhältlich. Durch die Typen- und Ausstattungsvielfalt kann sich der Kunde den TRION individuell nach seinen Bedürfnissen zusammenstellen. Dadurch passt das neue Modell sowohl in die Märkte in Europa als auch in Nord- und Südamerika. Der neue TRION steht für hohe betriebs- und fruchtspezifische Anpassungsfähigkeit während der Ernte. Mit dem einfachen, werkzeuglosen und schnellen Fruchtwechsel und einer Vielzahl an Schneidwerkstypen und -breiten lässt sich der TRION auf unterschiedliche Anforderungen einstellen. Die bewährte APS Druschtechnologie, gepaart mit der JETSTREAM Reinigung und einem großen Korntank, trägt zu einer hohen Schlagkraft bei. Durch CEMOS AUTOMATIC wird die Ernte noch präziser und damit leistungsfähiger. Anlässlich der Einführung der Abgasstufe Stage V stattet CLAAS die ARION 400 Traktoren mit neuen leistungssteigernden Eigenschaften aus. Die sieben Modelle der Baureihe decken einen Bereich von 90 bis 155 PS Maximalleistung ab. Durch die neuen Stage-V-Motoren werden die Abgase durch eine effektive Kombination von SCR-on-Filters-Technologie und Dieseloxydationskatalysator gereinigt. Damit arbeiten die Motoren nicht nur sauber, sondern nach wie vor hocheffizient und mit geringem Diesel- wie auch AdBlue-Verbrauch. CLAAS bietet mit dem TORION 2014 und dem TORION 1913 zwei neue Radlader-Modelle an, die sich durch mehr Motorleistung und mehr Hubkraft auszeichnen. Aufgrund der Verlängerung des Radstands um 10 cm wird die Überladehöhe und -weite gesteigert. Dies ermöglicht ein sicheres Beladen der höchsten Anhänger. Außerdem sorgt das höhere Einsatzgewicht der beiden Modelle von 18,5 t beim TORION 1913 und 19,6 t beim TORION 2014 für eine optimale Ausbalancierung und maximale Standsicherheit bei hoher Last. Die QUADRANT Quaderballenpressen haben ein umfassendes technisches Update hinsichtlich Leistung und maximaler Dauerhaltbarkeit erhalten und tragen deshalb den Beinamen EVOLUTION. Das Highlight der QUADRANT EVOLUTION ist die neue HD Pickup mit zwei Kurvenbahnen. Die am Markt einzigartige Bauweise garantiert maximale Verwindungssteifigkeit und eine hohe Robustheit. Die Verschleißkosten werden durch einen stärkeren Einsatz hochbelastbarer Komponenten aus der Pickup des CLAAS JAGUAR Feldhäckslers und eine Überarbeitung verschiedener Materialien reduziert. Darüber hinaus wurden Optimierungen am Presskanal vorgenommen, was zu einer nochmals verbesserten Ballenform und leicht höherer Pressdichte führt. Die neue QUADRANT EVOLUTION verfügt über einen neuen Frontrahmen und Anbaubock, sodass die Anhängung der Quaderballenpresse an den Traktor erleichtert wird. Neben der Mechanik wurde ebenfalls die elektronische Bedienung der Quaderballenpresse vereinfacht und kann per CEMIS 700, CEBIS oder jedem anderen ISOBUS-tauglichen Terminal erfolgen. Die DISCO CONTOUR Scheibenmähwerke erhalten mit dem DISCO 4400 CONTOUR Verstärkung. Das 4,20 m breite Heckmähwerk ist fortan in Kombination mit einem Frontmäher eine schlagkräftige und effiziente Alternative zu einfachen Triple-Mähkombinationen. Dank MAX CUT Mähbalken, ACTIVE FLOAT Entlastung und großer Übersetzung der Scheibendrehzahlen garantiert auch das DISCO 4400 CONTOUR eine hervorragende Schnittqualität sowie eine hohe Fahrgeschwindigkeit und erfordert eine geringere Antriebskraft. CLAAS hat die großen VARIO Schneidwerke von 10,80 m bis 13,80 m überarbeitet. Für die großen VARIO Modelle stehen neue Rapsmesser zur Verfügung, die sich durch mechanische Antriebe mit integrierter Überlastkupplung und eine gesteigerte Schneidkraft auszeichnen. Damit können auch schwierigste Bereiche an Feldrändern und Knicken oder mit starker Verunkrautung zuverlässig und störungsfrei durchfahren werden. Mit der hydraulischen Höhenverstellung der Einzugsschnecke über das CEBIS Terminal kann der Fahrer unmittelbar und per Fingertipp auf heterogene Erntebedingungen aus der Kabine heraus reagieren. AuszeichnungenAlljährlich vergibt eine Jury aus Agrarjournalisten verschiedener Länder die "Tractor of the Year Awards". In diesem Jahr wurde der CLAAS AXION 960 CEMOS in der Kategorie "Sustainable Tractor of the Year 2021" auf den ersten Platz gewählt. Der Preis "Sustainable Tractor of the Year" wurde zum zweiten Mal vergeben und soll Traktoren auszeichnen, die sich durch besonders nachhaltige Technologien hervorheben. Neben der Einführung der Abgasnorm Stage V bei der AXION 900 Baureihe können die Großtraktoren nun mit einer CTIC Reifendruckregelanlage und dem selbstlernenden Dialogsystem CEMOS für Traktoren ausgestattet oder nachgerüstet werden. Die Optimierung von Technik, Elektronik und dem Reifendruck ermöglicht dem AXION 960 CEMOS eine bemerkenswerte Kraftstoffeinsparung und eine viel effizientere Leistung auf dem Feld. EinkaufEntgegen dem Vorjahr zeichnete sich das Geschäftsjahr 2021 durch eine anziehende Konjunktur und eine hohe Auslastung der Industrie aus. In Kombination mit der Corona-Krise führte dies zu einem außerordentlichen Anstieg der Stahlpreise. Trotz der ungünstigen Entwicklung beim Haupteinsatzfaktor Stahl, weiter steigender Kapazitätsauslastungen auf Seiten der Lieferanten und eines steigenden Produktionsprogramms konnten Preissteigerungen durch rechtzeitige Sicherungen weitgehend vermieden werden. Der Einkauf kommunizierte frühzeitig Risikomeldungen und konzentrierte sich zusammen mit der Logistik auf die möglichst lange Absicherung etablierter Preisstellungen und die Sicherstellung der Verfügbarkeiten. Die bereits vorhandene Matrixorganisation der Bereiche Einkauf und Supply Chain Management bildete hierbei eine solide Basis für das Krisenmanagement. Die Bedarfe der Produktion konnten dadurch überwiegend bedient werden. Die Logistik war durch zahlreiche Einflüsse wie die Blockade im Suezkanal, den Brexit und Corona sehr angespannt. Eine besondere Herausforderung waren die fehlenden Leercontainer für Seetransporte. Die Häfen waren extrem ausgelastet, was zu Zuschlägen und verlängerten Laufzeiten führte. Durch generell angespannte Lieferketten befand sich auch die Luftfrachtauslastung auf einem Rekordniveau. Bei den Landtransporten waren die LKWs nach Großbritannien, Spezialfahrzeuge für die Maschinentransporte in Europa und die Verfügbarkeit von Container-Chassis in den USA stark nachgefragt. Der für den Einkauf von Nichtproduktionsmaterial zuständige Bereich konzentrierte sich auf Großinvestitionen, die Optimierung von Einkaufsprozessen und IT-Projekte. Verschiedene Investitionen in Gebäude und Anlagen, wie etwa bei "SynPro 2020" oder dem neuen Standort in Herzebrock-Clarholz/ Deutschland wurden erfolgreich abgeschlossen. Lieferverzögerungen aufgrund von Engpässen bei Vorlieferanten konnte durch ein enges Monitoring und frühzeitige Gespräche mit Lieferpartnern erfolgreich entgegengewirkt werden. Zudem wurden strategische Projekte im Bereich der Digitalisierung von Geschäftsprozessen beauftragt. Sie konzentrieren sich insbesondere auf den Bereich Sales & Service. Der Einkauf beteiligt sich an neuen Konzepten für virtuelle Veranstaltungen und Produktpräsentationen. MitarbeitendePersonalkennzahlen ↗11Der Personalaufwand steigt um rund 10,5% auf 819,8 Mio. € (Vorjahr: 742,2 Mio. €). Zum 30. September 2021 waren in der CLAAS Gruppe weltweit insgesamt 11.957 Mitarbeitende (Vorjahr: 11.395) beschäftigt, davon ca. 51,6% außerhalb Deutschlands ↗12. AusbildungZum 30. September 2021 waren 775 Auszubildende (Vorjahr: 714) in der CLAAS Gruppe beschäftigt, davon 473 (Vorjahr: 430) im Inland. In Deutschland bildet CLAAS in verschiedenen technischen und kaufmännischen Berufen sowie in dualen Studiengängen aus. Gleiches gilt für weitere Länder, in denen CLAAS tätig ist, wie Frankreich, Ungarn, Großbritannien und Indien. 11_Personalkennzahlen
12_Mitarbeitende nach Regionen
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Konzerneinheitliche Vorgaben zur Bilanzierung, Bewertung und Kontierung von wesentlichen Sachverhalten, die fortlaufend aktualisiert und im Rahmen von Schulungen vermittelt werden, |
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Organisatorische Maßnahmen in Verbindung mit Zugriffsberechtigungen auf Rechnungslegungssysteme, Aufgabentrennungen und Verfügungsberechtigungen, |
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4-Augen-Prinzip beim Berichtswesen und im Rahmen der Abschlussprozesse, |
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Tätigkeiten der Internen Revision, |
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Tätigkeiten von externen Dienstleistern. |
Die Interne Revision prüft die wesentlichen Geschäftsprozesse der in- und ausländischen Gesellschaften sowie der Zentralfunktionen regelmäßig risikoorientiert oder anlassbezogen auf Einhaltung der gesetzlichen Auflagen und internen Anweisungen und zudem das interne Kontrollsystem auf Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit. Im Rahmen von Prüfungen vereinbart die Interne Revision mit der jeweiligen Geschäftsführung geeignete Maßnahmen, die anschließend von der Gesellschaft umzusetzen sind. Die Umsetzung wird von der Internen Revision überwacht. Über alle Prüfungsergebnisse wird Bericht erstattet. Die Tätigkeiten der Internen Revision wie beispielsweise die jährliche risikoorientierte Prüfungsplanung, Dokumentation der Prüfungshandlungen und -ergebnisse, Berichterstattung sowie die Maßnahmenverfolgung sind in einer Geschäftsordnung für die Interne Revision und in einem Revisionshandbuch definiert. Die Aufgaben und Tätigkeiten orientieren sich an den Regelungen des Institute of Internal Auditors sowie des Deutschen Instituts für Interne Revision und werden durch eine Revisionssoftware unterstützt. Die letzte Prüfung des Internen Revisionssystems gemäß IDW PS 983 hat gezeigt, dass die Anforderungen an das Quality Assessment voll erfüllt wurden.
Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Vertrauenshotline eingerichtet, die der vertraulichen Kommunikation von Missständen sowie Gesetzes- und Regelbrüchen im Unternehmen dienen soll. Übergeordnetes Ziel ist es, Schaden von Mitarbeitenden, Kunden, Geschäftspartnern und dem Unternehmen abzuhalten. Aktive oder ehemalige Mitarbeitende der CLAAS Gruppe sowie Geschäftspartner wie zum Beispiel Vertriebspartner, Kunden oder Lieferanten können neben der Nutzung der internen Kanäle sich auch mit Hinweisen vertrauensvoll an einen externen Ombudsmann wenden.
Nachfolgend werden die zentralen Risiken und Chancen näher dargestellt.
Die Risikolandschaft von CLAAS ist durch unterschiedliche Ernteerträge, agrarpolitische Entscheidungen und durch das Einkommen der Landwirte sowie einen intensiven Wettbewerb geprägt. Die Märkte in Asien, insbesondere China und Indien, sowie in Zentral- und Osteuropa und hier vor allem Russland sind im Hinblick auf die Entwicklung der Nachfrage nach Landtechnik von besonderer Bedeutung für die CLAAS Gruppe. Diese Märkte haben ein großes Potenzial, allerdings erschweren in einigen Ländern dieser Regionen die herrschenden Rahmenbedingungen die Vertriebsaktivitäten von CLAAS. Beispiele hierfür sind Zollbarrieren, Mindestanforderungen hinsichtlich des Anteils der lokalen Fertigung, Zahlungs- / Konvertierungsrestriktionen oder unsichere politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Gleichzeitig bestehen über die aktuelle Planung hinaus Chancen, die sich aus einem schnelleren Wachstum in Märkten mit einem derzeit noch vergleichsweise niedrigeren Mechanisierungsgrad ergeben können. In Verbindung mit den jeweiligen Länderrisiken werden Chancen und Risiken durch die Beobachtung und Auswertung marktrelevanter Indikatoren zentral gesteuert.
Um Nachfrageschwankungen und verändertes Kundenverhalten in den Absatzregionen frühzeitig zu erkennen, erfolgt eine kontinuierliche und detaillierte Beobachtung der Märkte und ihrer Frühwarnindikatoren. Damit wird die Aktualisierung und Anpassung von Produktstrategien an veränderte Kundenanforderungen und an die Reaktionen des Wettbewerbs gewährleistet.
Die unternehmerische Tätigkeit von CLAAS bedingt eine intensive Auseinandersetzung mit den Risiken entlang der Wertschöpfungskette. Im Zuge sich verkürzender Innovationszyklen kommt der Forschung und Entwicklung hierbei eine entscheidende Bedeutung zu. Sie hat zum Ziel, innovative und technisch ausgereifte Produkte zum Nutzen der Kunden zu schaffen und auf den Markt zu bringen. Durch den kontinuierlichen Ausbau und die laufende Überprüfung der Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung wird Risiken aus möglichen Fehlentwicklungen, erhöhten Anlaufkosten für neue Produkte, einer verzögerten Markteinführung von Innovationen und nicht zuletzt regulatorischen Anforderungen entgegengewirkt. Dem Risiko, dass Produkte nicht im vorgesehenen Zeitraum, in der gewünschten Qualität oder zu vorgegebenen Kosten entwickelt werden können, begegnet CLAAS unter anderem damit, dass der Fortschritt sämtlicher Projekte anhand eines klar definierten Prozesses kontinuierlich und systematisch überwacht wird.
Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt durch anhaltend hohe Verfügbarkeitsrisiken. Die Corona-Krise und ihre Folgen zeigten weiterhin massive Auswirkungen auf die Materialverfügbarkeit. Nachdem im Vorjahr viele Unternehmen ihre Produktion aufgrund von Lockdown-Maßnahmen herunterfahren mussten, zog die Nachfrage in diesem Jahr auf vielen Märkten wieder stark an und die Produktionskapazitäten der Lieferanten konnten mit dieser Entwicklung häufig nicht Schritt halten. Insbesondere im Elektronikbereich führte die Erholung der Automobilindustrie, gepaart mit einer hohen Nachfrage in der Unterhaltungsindustrie, zu kritischen Engpässen. Die ohnehin angespannte globale Transportsituation wurde durch den Brexit, die Blockade im Suezkanal und teils außergewöhnliche Wetterbedingungen zusätzlich massiv beeinträchtigt.
Durch ein enges Monitoring der Lieferketten konnte die Serienproduktion an den Standorten trotz vieler Fehlteile und einem hohen Aufwand für Nacharbeiten weitgehend aufrechterhalten werden. Zukünftige Verfügbarkeitsrisiken werden weiter intensiv beobachtet. In enger Zusammenarbeit zwischen Einkauf, Logistik und Produktion werden Maßnahmen zur nachhaltigen Erhöhung der Beschaffungssicherheit umgesetzt. Für kritische Warengruppen werden Verfügbarkeits-Workshops durchgeführt. Die steigende Kapazitätsauslastung bei Lieferanten wirkte sich zwar meist positiv auf ihre Liquidität aus, dennoch wird die finanzielle Situation der Lieferanten über das Financial Monitoring weiter eng überwacht.
Im Produktionsbereich von CLAAS werden zur Verringerung der Risiken des Ausfalls von Produktionsanlagen und der damit verbundenen Gefahr von Betriebsunterbrechungen alle Anlagen regelmäßig gewartet und mögliche Risikoquellen bei Bedarf durch Modifikation der Anlagen behoben. Zusätzlich sichern wirtschaftlich sinnvolle Versicherungsverträge die Auswirkungen von Produktionsausfällen ab. Flexible Arbeitszeitmodelle gewährleisten, dass die benötigten personellen Ressourcen an den jeweiligen Auslastungsgrad angepasst werden können. Zur Reduzierung von Qualitätsrisiken existiert ein zentrales Qualitätsmanagement, das die Einhaltung und Erfüllung der vorgegebenen Standards sicherstellt. In dem Kapitel "Fortlaufende Auswirkungen und Bewältigung der Corona-Krise" wird ausführlich beschrieben, wie CLAAS auf die Corona-Pandemie reagiert hat.
CLAAS hat einen kontinuierlichen Bedarf an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Risiken, die sich durch eine Verknappung verschiedener Gruppen von Arbeitskräften am Arbeitsmarkt und eine dadurch verursachte zeitlich verzögerte Nachbesetzung kritischer Stellen ergeben könnten, sieht CLAAS für sich augenblicklich nicht. Mit seiner Personalstrategie setzt CLAAS vor allem auf die interne qualifizierte Nachwuchsförderung sowie auf systematische Ausbildung und Personalentwicklung. Neben der dualen Berufsausbildung sorgt das internationale Traineeprogramm dafür, dass hochqualifizierte Mitarbeitende im Unternehmen ausgebildet werden. Des Weiteren werden Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und -erhaltung angeboten. Eine ausführliche Beschreibung der Personalaktivitäten wird in dem gesonderten Kapitel "Mitarbeitende" gegeben.
Die Geschäftsprozesse von CLAAS werden durch leistungsfähige und moderne IT-Systeme unterstützt. Die weltweit einheitliche IT-Strategie ermöglicht die effektive und kontinuierliche Anpassung der Systeme an die aktuellen Anforderungen und Entwicklungen. Dies umfasst auch die Anpassung an neue und veränderte IT-Risiken, die sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht haben und heute von CLAAS als kritisch bewertet werden.
Frühzeitig hat CLAAS eine Sicherheitsstrategie umgesetzt, die neben präventiven Maßnahmen auch das rechtzeitige Erkennen von Sicherheitsvorfällen einschließt, um angemessen reagieren zu können. Durch ein aktives Monitoring der Bedrohungslage im Cybersecurity-Umfeld werden notwendige organisatorische und technische Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit erkannt und permanent durchgeführt.
Zur Vermeidung von Störungen legt CLAAS besonderes Gewicht auf eine einheitliche Hard- und Software-Landschaft, auf die Integrität und die Sicherung der Datenbestände sowie auf die Steuerung der Zugriffsberechtigungen. Die zuverlässige technische Absicherung der Daten wird durch konsequente Aufklärung und Schulung der Belegschaft in vielfältiger Weise ergänzt.
CLAAS ist Risiken im Zusammenhang mit internationalen und nationalen Regelungen des Steuer-, Wettbewerbs-, Patent-, Außenwirtschafts- und Haftungsrechts ausgesetzt. Zur Vermeidung dieser Risiken erfolgen Entscheidungen in der CLAAS Gruppe nach einer sorgfältigen rechtlichen Prüfung und Beratung. Ausgewählte Risiken werden gruppenweit einheitlich mittels globaler Masterpolicen und nationaler Rahmenverträge auf versicherungsunternehmen übertragen.
Die CLAAS Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit Risiken und Chancen aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite bestehen unter anderem Rohstoffpreisrisiken sowie Risiken bezüglich der allgemeinen Versorgungssicherheit. Kreditrisiken, die sich aus Zahlungsausfällen oder -Verzögerungen ergeben könnten, werden durch ein effektives Forderungsmanagement und durch eine enge Zusammenarbeit mit Banken und Kreditversicherungen minimiert. Liquiditätsrisiken könnten sich aus einer erheblichen Verschlechterung der operativen Geschäftstätigkeit, Einschränkung der Kapitalverkehrsfreiheit, aber auch als Konsequenz aus den vorgenannten Risikokategorien ergeben. Diese Risiken werden konzernweit identifiziert und zentral durch das Konzern-Treasury gemessen, überwacht und gesteuert. Zur Absicherung werden vor allem Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte sowie Zinsswaps eingesetzt. Die dabei verwendete Positionsbewertungssoftware ermöglicht unabhängige Bewertungen, Performance-Messungen und vorausschauende Szenario-Simulationen der verwendeten Finanzinstrumente. Die Anforderungen an das Risikomanagement, die die Verordnung EMIR ("European Market Infrastructure Regulation") des Europäischen Parlaments und des Europarats an eine nichtfinanzielle Gegenpartei unterhalb des Schwellenwerts stellt, werden durch CLAAS vollständig erfüllt.
Die Liquiditätsentwicklung misst CLAAS laufend auf täglicher, wöchentlicher und monatlicher Basis mit zunehmendem Detaillierungsgrad. Möglichen Liquiditätsrisiken wird durch das Vorhalten von Finanzierungszusagen und liquiden Mitteln, durch das ABS-Programm sowie durch das internationale Cash-Management entgegengewirkt.
Das Risikomanagement im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten sowie die Quantifizierung der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte sind im Konzernanhang in den Ziffern 34 und 35 erläutert.
Strategische Refinanzierungsrisiken werden bei CLAAS durch eine vergleichsweise lange Durationsvorgabe für das gezogene Fremdkapital gesteuert.
Risiken im Zusammenhang mit der Zahlungsverkehrssicherheit haben in den letzten Jahren eine stark zunehmende Bedeutung erlangt. CLAAS begegnet dieser stetig wachsenden Herausforderung unter anderem durch konzernweite Informationen und Schulungen für Mitarbeitende in betroffenen Bereichen, die Überwachung von Zahlungsvorgängen im Rahmen des Cash-Management-Prozesses, klare Verantwortungsstrukturen und Prozessdefinitionen sowie die konsequente Umsetzung des 4-Augen-Prinzips auf allen Verfahrensebenen, insbesondere bei der Zahlungsausführung. Auch der Geldwäscheprävention wird ein hoher Stellenwert eingeräumt. Konzernweit verbindliche Richtlinien werden auch hierbei durch entsprechende Mitarbeiterschulungen und die Bereitstellung von Informations- und Dokumentationsmaterial begleitend ergänzt.
Im Bereich der Händler- und Absatzfinanzierung hat sich die Politik von CLAAS bewährt, dem klassischen Modell des Finanzierungs-Captive nur in begrenztem Umfang zu folgen. Die enge Einbindung der Beteiligungsgesellschaften CLAAS Financial Services in das Risikomanagement und die Kreditentscheidungsprozesse einer großen europäischen Geschäftsbank und die Konzentration vor allem auf das Endkundengeschäft sorgten für eine belastbare Risikomischung.
Nach der im Geschäftsjahr 2021 kontinuierlich durchgeführten Analyse der durch das Risikomanagement und das Risikocontrolling bereitgestellten Informationen wurden alle quantifizierbaren Risiken, soweit nicht im Jahresabschluss bereits dafür Vorsorge getroffen wurde, als nicht wesentlich bewertet. Hinsichtlich der bestehenden Finanzrisiken verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Der weitere Verlauf und die Dauer der Corona-Pandemie sind noch nicht vollständig vorhersehbar. Die in vielen für CLAAS relevanten Ländern steigende Impfquote gibt Hoffnung zu der Annahme, dass neuerliche Lockdown-Szenarien vermieden werden können.
Zudem hat der Umgang mit der Pandemie in den vergangenen Monaten gezeigt, dass CLAAS negative Auswirkungen weitgehend vermeiden konnte. Daher bestehen auch für den Fall einer weiter anhaltenden Pandemie für das Jahr 2022 keine erkennbaren Risiken, die einzeln oder im Zusammenwirken mit anderen Risiken den Fortbestand wesentlicher Tochtergesellschaften oder der CLAAS Gruppe insgesamt gefährden könnten.
Für die kommenden Jahre wird weltweit ein teils erhebliches Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts erwartet. Der IWF prognostiziert für 2022 ein Wachstum von 4,9%, die Weltbank eines von 4,3% und die OECD lag zuletzt bei 4,5%. Für 2023 erwartet die Weltbank eine Rückkehr zu den Wachstumsraten vor der Corona-Krise. Die Prognosen wurden bedingt durch die Impffortschritte im Verlauf des Jahres 2021 nach oben korrigiert. Eine Rückkehr der Wirtschaftsleistung zum Vorkrisenniveau wurde in wenigen Ländern - beispielsweise China, USA und Russland - bereits erreicht. Für Deutschland und Indien wird dies zum Jahreswechsel 2021 Z22, für Kanada, Brasilien und einzelne europäische Flächenstaaten im Verlauf des Jahres 2022 erwartet.
Der internationale Handel wurde in 2020 und auch zu Beginn des Jahres 2021 vor allem durch die globale Corona-Pandemie und durch in der Folge gestörte Logistikketten und Einzelereignisse wie etwa die Blockade des Suezkanals belastet. Trotz weiterhin bestehender protektionistischer Tendenzen wird für den Rest des Kalenderjahres und 2022 eine deutliche Erholung prognostiziert.
Auch der internationale Maschinenbau wird 2022 im Basisszenario des VDMA ein erhebliches Umsatzwachstum von etwa 5% verzeichnen können. Für die globale Landtechnikindustrie prognostiziert der VDMA für 2022 ein Wachstum von etwa 4%.
Das USDA erwartet für das laufende Erntejahr 2021 /22 eine steigende globale Getreideproduktion (inklusive Reis) von 2.781 Mio. Tonnen. Zwar wird die Weizenproduktion nach einer erheblichen Abwärtskorrektur im August auf Vorjahresniveau erwartet, die Produktion von Mais (+7,4%) und Sojabohnen (+5,4%) wird aber voraussichtlich wachsen. Die Lagerbestände werden sich insgesamt durch die erhebliche Nachfrage nach Weizen dennoch verringern.
In Europa wird sich die Ernte 2021 /22 nach Angaben des USDA voraussichtlich auf dem eher durchschnittlichen Vorjahresniveau bewegen. Die Auftragslage im Landtechniksektor hat sich bereits gegen Ende des Geschäftsjahres 2021 stellenweise abgeschwächt, sodass für den europäischen Markt wohl eher mit einem konstanten Umsatz zu rechnen ist. Zusätzlich existiert in der EU eine anhaltende Unsicherheit, die aus den Vorgaben des European Green Deal, der Gemeinsamen Agrarpolitik und den auslaufenden Corona-Hilfen entsteht.
In Russland liegen die Erwartungen für die Weizenernte des laufenden Erntejahres hingegen spürbar unter dem Vorjahreswert und es werden wohl kaum 80 Mio. Tonnen überschritten. Zusätzlich existieren Unsicherheiten in Bezug auf die weitere Entwicklung und den Umfang der russischen Subventionspolitik. Das Investitionsklima bei den Landwirten ist jedoch stabil auf hohem Niveau. In der Ukraine fällt die Weizenernte voraussichtlich stark aus.
In Nordamerika dominieren trotz der Dürre im Jahr 2021 positive Ernteerwartungen, wobei Weizen hier eine Ausnahme bildet. Politisch ist unklar, ob die US-Regierung an die hohen Subventionszahlungen ihrer Vorgängerregierung anknüpfen wird, die zuletzt einen erheblichen Anteil des Einkommens der Landwirte ausgemacht haben. Nichtsdestotrotz führen wiedergewonnene Exportmöglichkeiten für Agrarerzeugnisse zu mehr Liquidität im nordamerikanischen Markt und im Jahr 2022 zu Wachstumspotenzialen, insbesondere bei großen Landmaschinen.
In Südamerika liegt die Ernteerwartung über dem Vorjahr und begünstigt die Lage für die Landtechnikhersteller. In Asien sind die Erwartungen stabil.
In Anbetracht einer wachsenden Weltbevölkerung, eines weltweit steigenden Konsums tierischer Lebensmittel und einer folglich weiterhin starken Nachfrage nach Agrarerzeugnissen ist überdies von weiterhin starken Getreidepreisen auszugehen, woraus für die Landtechnik auch in Zukunft Potenziale erwachsen.
Die Wachstumspotenziale werden auch im kommenden Geschäftsjahr durch fragile Lieferketten bedroht. So können regionale Corona-Ausbrüche die Produktionskapazitäten auch in der Landtechnik einschränken, worauf in Anbetracht einer weiterhin hohen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage Preiserhöhungen folgen würden. Zudem sind Halbleiter knapp und können neben weiterhin hohen Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten das Ergebnis belasten. Allerdings sind die Inflationserwartungen für 2022 insbesondere für industrialisierte Staaten momentan eher moderat.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die fortlaufenden Corona-Maßnahmen auf die Erholung der Weltwirtschaft im Allgemeinen und den Aufschwung in der Landtechnik im Besonderen auswirken.
Der Geschäftsverlauf im Jahr 2021 war von herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gekennzeichnet, insbesondere aufgrund hoher Unsicherheiten durch COVID-19, aber auch verursacht durch Lieferengpässe sowie zum Teil massive Preissteigerungen für Produktionskomponenten und Logistik. Getrieben durch eine hohe globale Nachfrage nach Landmaschinen konnte die CLAAS Gruppe jedoch die Absätze in allen Regionen steigern. Bei Mähdreschern und Feldhäckslern verbesserte CLAAS seine Marktanteile, insbesondere in den Kernmärkten. Die Einführung der neuen LEXION Mähdreschergeneration hat hier maßgeblich zum Ausbau der Marktposition beigetragen. Im Bereich der Traktoren verzeichnete CLAAS ebenfalls ein erhebliches Absatzplus, bei insgesamt leicht steigenden Marktanteilen. Trotz der Herausforderungen auf den Beschaffungsmärkten und der durch COVID-19 hervorgerufenen zusätzlichen Anstrengungen konnte ein Ergebnis deutlich oberhalb der Erwartungen erzielt werden.
Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet die CLAAS Gruppe in den wesentlichen Vertriebsregionen insgesamt mit einer stabilen Nachfrage nach Landtechnik. Insbesondere für einige der CLAAS Kernmärkte werden weiterhin robuste Wachstumstreiber antizipiert. Trotz der nachfolgend genannten Unsicherheiten erwartet CLAAS daher im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz über Vorjahresniveau.
Angesichts der Corona-Pandemie und der nach wie vor schwelenden internationalen Handelskonflikte mit dem Risiko neuer gegenseitiger Handels-, Finanz- und sonstiger Sanktionen sind negative Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis der CLAAS Gruppe nicht auszuschließen. Gleichzeitig stellen die Versorgungssituation und die Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten ein im Vergleich zu den Vorjahren höheres Risiko dar.
Weitere Risiken ergeben sich für CLAAS aus einer Abschwächung der Branchenkonjunktur und einer Veränderung der politischen Rahmenbedingungen für die Landwirte in einzelnen Märkten.
Die CLAAS Gruppe wird konsequent die eingeschlagene Strategie weiterverfolgen und die Wachstumsmärkte in Osteuropa und Nordamerika verstärkt für CLAAS Produkte erschließen. Das Investitionsvolumen von CLAAS wird im aktuellen Jahr über dem hohen Niveau des Jahres 2021 liegen. Sofern sich die Marktgegebenheiten ändern, kann das Volumen flexibel angepasst werden. Die Entwicklung innovativer Produkte und intelligenter Technologien wird auch im aktuellen Geschäftsjahr auf hohem Niveau fortgesetzt. Den damit verbundenen Aufwendungen werden allerdings erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung entsprechende Erträge gegenüberstehen. Die CLAAS Gruppe wird auch im aktuellen Jahr weiterhin Anstrengungen zur Steigerung der Effizienz und für nachhaltige Kostensenkungen unternehmen. Aufgrund der genannten Verfügbarkeits- und Preisrisiken erwartet die CLAAS Gruppe für das aktuelle Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnis vor Steuern leicht unter dem Vorjahresniveau.
| in T € | s. Ziffer | 2021 | 2020 |
| Umsatzerlöse | (7) | 4.797.758 | 4.042.338 |
| Umsatzkosten | -3.737.447 | -3.222.614 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.060.311 | 819.724 | |
| Vertriebskosten | -269.784 | -254.295 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -204.519 | -187.637 | |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | (8) | -251.929 | -226.216 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (10) | 97.219 | 93.996 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (10) | -64.386 | -89.226 |
| Betriebliches Ergebnis | 366.912 | 156.346 | |
| Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen | (11) | 22.362 | 18.613 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | (11) | -259 | 92 |
| Finanzergebnis | (12) | -31.911 | -16.934 |
| davon: Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen | (-27.751) | (-27.442) | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 357.104 | 158.117 | |
| Ertragsteuern | (13) | -84.466 | -50.987 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 272.638 | 107.130 | |
| davon: Anteil der Gesellschafter der CLAAS KGaA mbH | 272.118 | 106.579 | |
| davon: Anteil anderer Gesellschafter | 520 | 551 |
| in T € | s. Ziffer | 2021 | 2020 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 272.638 | 107.130 | |
| Temporär erfolgsneutrale Posten | |||
| Unrealisiertes Ergebnis aus Währungsumrechnung | 18.259 | - 50.446 | |
| Unrealisiertes Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | (34) | - 15.290 | 21.682 |
| Dauerhaft erfolgsneutrale Posten | |||
| Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen | (29) | 17.888 | 8.497 |
| Sonstiges Konzern-Ergebnis, nach Steuern | 20.857 | -20.267 | |
| Konzern-Gesamtergebnis | 293.495 | 86.863 | |
| davon: Anteil der Gesellschafter der CLAAS KGaA mbH | 292.975 | 86.312 | |
| davon: Anteil anderer Gesellschafter | 520 | 551 |
Aktiva
| in T € | s. Ziffer | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (14) | 313.520 | 289.223 |
| Sachanlagen | (15) | 612.218 | 561.588 |
| Nutzungsrechte | (16) | 82.552 | 88.134 |
| At Equity bewertete Anteile | (17) | 160.766 | 156.770 |
| Sonstige Beteiligungen | 5.731 | 5.246 | |
| Aktive latente Steuern | (13) | 145.693 | 122.228 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (20) | 46.429 | 47.105 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | (21) | 22.324 | 23.562 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.389.233 | 1.293.856 | |
| Vorräte | (18) | 926.492 | 905.754 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (19) | 441.296 | 373.769 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (20) | 156.342 | 160.605 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | (21) | 94.921 | 80.842 |
| Wertpapiere | (22) | 698.774 | 383.551 |
| Liquide Mittel | (23) | 539.059 | 524.105 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.856.884 | 2.428.626 | |
| Bilanzsumme | 4.246.117 | 3.722.482 | |
|
Passiva |
|||
| in T € | s. Ziffer | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Gezeichnetes Kapital | 78.000 | 78.000 | |
| Kapitalrücklage | 38.347 | 38.347 | |
| Sonstige Rücklagen | 1.595.550 | 1.342.743 | |
| Eigenkapital vor Minderheiten | 1.711.897 | 1.459.090 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 5.219 | 4.997 | |
| Eigenkapital | (24) | 1.717.116 | 1.464.087 |
| Finanzschulden | (25) | 523.701 | 679.635 |
| Stille Beteiligung | (26) | 58.467 | 55.021 |
| Passive latente Steuern | (13) | 4.099 | 2.514 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (27) | 579 | 556 |
| Rückstellungen für Pensionen | (29) | 327.595 | 344.169 |
| Sonstige Rückstellungen | (30) | 80.640 | 48.348 |
| Langfristige Schulden | 995.081 | 1.130.243 | |
| Finanzschulden | (25) | 233.650 | 79.655 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 278.375 | 233.115 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (27) | 45.518 | 22.074 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (28) | 251.980 | 205.931 |
| Ertragsteuerrückstellungen | (30) | 60.312 | 21.854 |
| Sonstige Rückstellungen | (30) | 664.085 | 565.523 |
| Kurzfristige Schulden | 1.533.920 | 1.128.152 | |
| Bilanzsumme | 4.246.117 | 3.722.482 |
| in T € | s. Ziffer | 2021 | 2020 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 272.638 | 107.130 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte | (14), (15), (16) | 147.911 | 147.838 |
| Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen, soweit nicht zahlungswirksam | -22.250 | -18.613 | |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | 34.627 | 2.900 | |
| Veränderung der latenten Steuern | -20.934 | 12.959 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) | 8.599 | 2.588 | |
| Cash Earnings | 420.591 | 254.802 | |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | 131.019 | 52.382 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen und Wertpapieren | -162 | -3.673 | |
| Veränderung des Working Capital | 14.890 | 136.242 | |
| davon: Vorräte | (-9.022) | (167.451) | |
| davon: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (-63.451) | (-30.713) | |
| davon: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (43.127) | (131) | |
| Übrige Veränderung der Aktiva / Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | 14.207 | 38.708 | |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | (36) | 580.545 | 478.461 |
| Auszahlungen für Investitionen in | |||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (ohne aktivierte Entwicklungskosten) | (14), (15) | -138.085 | -131.434 |
| Anteile vollkonsolidierter Unternehmen und Beteiligungen | -800 | -1.861 | |
| Ausleihungen | -20.913 | -17.676 | |
| Einzahlungen aus Abgängen / Desinvestitionen von | |||
| Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 4.024 | 6.988 | |
| Anteilen vollkonsolidierter Unternehmen und Beteiligungen | 112 | - | |
| Ausleihungen | 12.507 | 29.374 | |
| Zugänge aktivierter Entwicklungskosten | (14) | -55.881 | -55.728 |
| Veränderung der Wertpapiere | -308.258 | -206.255 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -507.294 | -376.592 | |
| Einzahlungen durch Aufnahme von Krediten und Anleihen | 154.113 | 408.990 | |
| Auszahlungen für Tilgung von Krediten und Anleihen | -158.737 | -395.460 | |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -26.303 | -26.238 | |
| Einzahlungen der stillen Beteiligung | 3.446 | 3.379 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern | -476 | 114 | |
| Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter | -298 | -106 | |
| Dividendenzahlungen | (24) | -40.020 | -40.020 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -68.275 | -49.341 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die liquiden Mittel | 9.978 | -19.690 | |
| Veränderung der liquiden Mittel | 14.954 | 32.838 | |
| Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres | (23) | 524.105 | 491.267 |
| Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres | (23) | 539.059 | 524.105 |
| Sonstige Rücklagen | ||||
| Gewinnrücklagen | ||||
| in T € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Angesammelte Gewinne | Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionsplänen |
| Stand 01.10.2019 | 78.000 | 38.347 | 1.481.269 | -102.891 |
| Konzern-Jahresüberschuss | - | - | 106.579 | - |
| Sonstiges Konzern-Ergebnis | - | - | - | 8.497 |
| Konzern-Gesamtergebnis | - | - | 106.579 | 8.497 |
| Dividendenzahlungen | - | - | -40.020 | - |
| Konsolidierungsmaßnahmen | - | - | -81 | - |
| Stand 30.09.2020 | 78.000 | 38.347 | 1.547.747 | -94.394 |
| Konzern-Jahresüberschuss | - | - | 272.118 | - |
| Sonstiges Konzern-Ergebnis | - | - | - | 17.888 |
| Konzern-Gesamtergebnis | - | - | 272.118 | 17.888 |
| Dividendenzahlungen | - | - | -40.020 | - |
| Konsolidierungsmaßnahmen | - | - | -148 | - |
| Stand 30.09.2021 | 78.000 | 38.347 | 1.779.697 | -76.506 |
| Sonstige Rücklagen | ||
| Kumuliertes sonstiges Konzern-Ergebnis | ||
| in T € | Währungsumrechnung | Derivative Finanzinstrumente |
| Stand 01.10.2019 | -71.067 | -10.779 |
| Konzern-Jahresüberschuss | - | |
| Sonstiges Konzern-Ergebnis | -50.446 | 21.682 |
| Konzern-Gesamtergebnis | -50.446 | 21.682 |
| Dividendenzahlungen | - | - |
| Konsolidierungsmaßnahmen | - | - |
| Stand 30.09.2020 | -121.513 | 10.903 |
| Konzern-Jahresüberschuss | - | - |
| Sonstiges Konzern-Ergebnis | 18.259 | -15.290 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 18.259 | -15.290 |
| Dividendenzahlungen | - | - |
| Konsolidierungsmaßnahmen | - | - |
| Stand 30.09.2021 | -103.254 | -4.387 |
| in T € | Eigenkapital vor Minderheiten | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital |
| Stand 01.10.2019 | 1.412.879 | 4.447 | 1.417.326 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 106.579 | 551 | 107.130 |
| Sonstiges Konzern-Ergebnis | -20.267 | - | -20.267 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 86.312 | 551 | 86.863 |
| Dividendenzahlungen | -40.020 | -106 | -40.126 |
| Konsolidierungsmaßnahmen | - 81 | 105 | 24 |
| Stand 30.09.2020 | 1.459.090 | 4.997 | 1.464.087 |
| Konzern-Jahresüberschuss | 272.118 | 520 | 272.638 |
| Sonstiges Konzern-Ergebnis | 20.857 | - | 20.857 |
| Konzern-Gesamtergebnis | 292.975 | 520 | 293.495 |
| Dividendenzahlungen | -40.020 | -298 | -40.318 |
| Konsolidierungsmaßnahmen | -148 | - | -148 |
| Stand 30.09.2021 | 1.711.897 | 5.219 | 1.717.116 |
Die CLAAS KGaA mbH mit Sitz in Harsewinkel / Deutschland ist das Mutterunternehmen der CLAAS Gruppe (im Folgenden als "CLAAS" oder "CLAAS Gruppe" bezeichnet). Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter HRB 3027 eingetragen. Das Familienunternehmen CLAAS ist ein weltweiter Produzent und Anbieter von Landtechnik und landwirtschaftlicher Informationstechnologie.
Der vorliegende Konzernabschluss der CLAAS Gruppe wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden.
Der Konzernabschluss umfasst die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzernbilanz, die Konzern-Kapitalflussrechnung, die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie den Konzernanhang. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Im Konzernanhang werden diese Posten gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.
Einzelheiten zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich unter Ziffer 6.
Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht besonders darauf hingewiesen wird, werden die Beträge in Tausend Euro (T €) angegeben.
Der vorliegende Konzernabschluss bezieht sich auf das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021.
Die Geschäftsführung der CLAAS KGaA mbH hat den Konzernabschluss am 24. November 2021 aufgestellt. Die Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat ist für die ordentliche Aufsichtsratssitzung am 8. Dezember 2021 vorgesehen.
Von dem IASB bis zum 30. September 2021 veröffentlichte und zukünftig verpflichtend anzuwendende Änderungen an bereits bestehenden Rechnungslegungsstandards bzw. neue Rechnungslegungsstandards sind für CLAAS von untergeordneter Bedeutung.
In den Konsolidierungskreis werden alle wesentlichen Unternehmen einschließlich der strukturierten Unternehmen einbezogen, die von der CLAAS KGaA mbH direkt oder indirekt beherrscht werden. Beherrschung besteht dann, wenn die CLAAS KGaA mbH über die Entscheidungsmacht aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten verfügt, an variablen Rückflüssen partizipiert und diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungsmacht beeinflussen kann.
Strukturierte Unternehmen sind Unternehmen, die so konzipiert wurden, dass es für die Entscheidung, ob das Unternehmen beherrscht wird, nicht ausschlaggebend ist, wer die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte hat. In der CLAAS Gruppe trifft dies auf den Investmentfonds CHW Fonds, München, sowie auf die Finanzierungsgesellschaft Mercator Purchasing S.A., Luxemburg, zu, die als strukturierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Finanzierungsgesellschaft wird von CLAAS für die Abwicklung des revolvierenden Verkaufs von Forderungen genutzt.
Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen CLAAS über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Für Unternehmen, bei denen CLAAS mit einem Partner gemeinschaftlich die Führung ausübt, ist zu unterscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen vorliegt. In einem Gemeinschaftsunternehmen haben die gemeinschaftlich führenden Parteien Rechte am Nettovermögen. Gemeinschaftsunternehmen werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit besteht, wenn die gemeinschaftlich führenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Verbindlichkeiten haben. In diesem Fall sind grundsätzlich die anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die anteiligen Erträge und Aufwendungen zu erfassen. Die zum Stichtag einbezogenen gemeinschaftlichen Tätigkeiten haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss und werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Anteile an Tochterunternehmen, an Gemeinschaftsunternehmen oder an assoziierten Unternehmen, die aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden nach IFRS 9 bilanziert.
Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| 30.09.2021 | 30.09.2020 | |
| Konsolidierte Tochterunternehmen | 62 | 63 |
| davon: Inland | (21) | (20) |
| davon: Ausland | (41) | (43) |
| At Equity bewertete Unternehmen | 13 | 14 |
| davon: Inland | (6) | (6) |
| davon: Ausland | (7) | (8) |
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes der CLAAS Gruppe ist unter Ziffer 41 aufgeführt.
Im Geschäftsjahr 2021 sind keine wesentlichen Neugründungen, Anteilserwerbe an Unternehmen und Desinvestitionen erfolgt.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Unternehmen werden nach den für die CLAAS Gruppe bestehenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien aufgestellt. Die Erstellung der Abschlüsse erfolgt grundsätzlich auf den Bilanzstichtag des Konzernabschlusses. Tochterunternehmen, deren Geschäftsjahr aufgrund von länderspezifischen Vorschriften nicht am 30. September endet, stellen grundsätzlich zu diesem Termin einen Zwischenabschluss auf.
Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn der Konzern die Beherrschung erlangt hat. Übersteigt der Kaufpreis das neu bewertete anteilige Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen. Entsteht ein passivischer Unterschiedsbetrag, wird er als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst.
Erst- und Entkonsolidierungen werden grundsätzlich zum Zeitpunkt des Übergangs der Beherrschung vorgenommen.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sie werden zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt. Ein eventuell erworbener Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht gesondert ausgewiesen, sondern ist im Wertansatz enthalten. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält der Konzernabschluss das anteilige Ergebnis bis zu dem Zeitpunkt, an dem der maßgebliche Einfluss oder die gemeinschaftliche Führung endet.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit den relevanten Wechselkursen zum Zeitpunkt der Transaktion erfasst. In Folgeperioden werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die bis zum Bilanzstichtag aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten eingetretenen Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmen, deren funktionale Währung nicht der Konzernwährung entspricht, werden zum Tagesschlusskurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten des Eigenkapitals werden mit historischen Kursen geführt. Die Aufwendungen und Erträge ausländischer Unternehmen werden mit den entsprechenden Durchschnittskursen des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung werden erfolgsneutral als sonstiges Konzern Ergebnis im Eigenkapital ausgewiesen.
Für die Währungsumrechnung der für die CLAAS Gruppe wesentlichen Währungen wurden folgende Wechselkurse verwendet:
| Durchschnittskurs je
€ |
Stichtagskurs je
€ |
||||
| 2021 | 2020 | 30.09.2021 | 30.09.2020 | ||
| Britisches Pfund | GBP | 0,87 | 0,88 | 0,86 | 0,91 |
| Chinesischer Renminbi | CNY | 7,75 | 7,89 | 7,49 | 8,00 |
| Indische Rupie | INR | 87,88 | 82,82 | 86,04 | 86,39 |
| Polnischer Zloty | PLN | 4,55 | 4,40 | 4,60 | 4,53 |
| Russischer Rubel | RUB | 89,10 | 79,12 | 84,28 | 91,15 |
| Ungarischer Forint | HUF | 357,97 | 345,53 | 358,89 | 363,23 |
| US-Dollar | USD | 1,19 | 1,13 | 1,16 | 1,17 |
Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von in der Regel drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern werden jährlich überprüft.
Die Abschreibungen auf Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen werden in den Umsatzkosten berücksichtigt. Die Abschreibungen und Wertminderungen der aktivierten Entwicklungskosten werden unter den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert und jährlich sowie bei Hinweisen für eine mögliche Wertminderung auf Werthaltigkeit geprüft. Die Wertminderungsaufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden bei Vorliegen der Voraussetzungen aktiviert und mit Beginn der Fertigstellung der Sachanlage über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen - mit Ausnahme von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten - werden in der Regel planmäßig linear über den Zeitraum ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Die Nutzungsdauern liegen bei Gebäuden zwischen 20 und 50 Jahren und bei den übrigen Sachanlagen zwischen 3 und 25 Jahren. Die Abschreibungen und Wertminderungen werden grundsätzlich als Aufwand der Periode erfasst.
Nutzungsrechte stellen den Vermögenswert dar, den ein Leasingnehmer aus dem Recht zur Nutzung eines Leasinggegenstands erhält. Das Nutzungsrecht wird in Höhe des Barwerts der Leasingraten aktiviert. Die Nutzungsrechte enthalten keine anfänglichen direkten Kosten.
Die Abschreibung der Nutzungsrechte erfolgt grundsätzlich linear über die Vertragslaufzeit.
Als kurzfristig oder geringwertig eingestufte Leasingverhältnisse werden nicht aktiviert und daher ausschließlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für immaterielle Vermögenswerte kommt weiterhin IAS 38 zur Anwendung.
Die bei dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. CLAAS definiert qualifizierte Vermögenswerte als Entwicklungs- und Bauprojekte oder andere Vermögenswerte, für die mindestens zwölf Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Sofern einem Projekt eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Besteht jedoch kein direkter Bezug, wird der durchschnittliche Fremdkapitalkostensatz der CLAAS Gruppe herangezogen. Für das Berichtsjahr wurde ein Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 2,6% p.a. (Vorjahr: 2,5% p.a.) angewendet.
Geschäfts- oder Firmenwerte sowie noch nicht nutzungsbereite Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich zum Bilanzstichtag auf Wertminderungen geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn Anhaltspunkte vorliegen, dass der Buchwert des Vermögenswertes unter seinem erzielbaren Betrag liegt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, dass Vermögenswerte zu einer sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("cash generating unit") zusammengefasst worden sind. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes wird der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows zugrunde gelegt. Ist der Nutzungswert niedriger als der Buchwert, wird der Wertminderungsaufwand sofort erfolgswirksam erfasst. Zu späteren Zeitpunkten gegebenenfalls eintretende Werterhöhungen werden, außer im Falle einer Wertminderung für Geschäfts- oder Firmenwerte, im Rahmen einer Zuschreibung entsprechend berücksichtigt. Bei der Durchführung des Werthaltigkeitstests wird bei der Ermittlung des Nutzungswertes auf die Daten der vom Management vorgenommenen Mittelfristplanung, die einen Planungszeitraum von fünf Jahren abdeckt, zurückgegriffen. Die Planungsprämissen werden jeweils den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen unter Berücksichtigung makroökonomischer Trends und historischer Entwicklungen berücksichtigt. Die Ermittlung der Cashflows im Rahmen der Extrapolation der Cashflow-Prognose für die Bestimmung des Endwertes basiert grundsätzlich auf der Wachstumsrate des relevanten Marktsegments. Diese liegt derzeit unverändert zum Vorjahr zwischen 0,1% und 1,0% p.a. Den zu ermittelnden Nutzungswerten wurden Diskontierungszinssätze in einer Bandbreite von 4,4% p.a. bis 8,0% p.a. (Vorjahr: 3,6% p.a. bis 12,3% p.a.) zugrunde gelegt. Der Diskontierungszinssatz spiegelt jeweils den vom Kapitalmarkt abgeleiteten, risikoadjustierten Mindestverzinsungsanspruch wider.
At Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeschriebenen anteiligen Eigenkapital bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, die Ausschüttungen und alle weiteren Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Geschäfts- oder Firmenwerte sind in dem Buchwert der nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen enthalten. Eine Wertminderung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag der at Equity bewerteten Anteile niedriger als deren Buchwert ist.
Die sonstigen Beteiligungen werden grundsätzlich bei Zugang und in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern dieser verlässlich bestimmbar ist. Für die am Bilanzstichtag bestehenden sonstigen Beteiligungen konnte kein beizulegender Zeitwert ermittelt werden; insofern erfolgte die Bewertung zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen. Liegen entsprechende Anhaltspunkte für eine Wertminderung einer sonstigen Beteiligung vor, wird diese erfolgswirksam abgeschrieben.
Eine Wertminderung oder Wertaufholung von at Equity bewerteten Anteilen und sonstigen Beteiligungen wird erfolgswirksam im Beteiligungsergebnis erfasst.
Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen der IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften einschließlich der Unterschiede aus Konsolidierungsvorgängen und für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften angesetzt.
Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Ausgleichszeitpunkt erwartet wird. Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wurde ein Steuersatz von 29,0% (Vorjahr: 29,0%) verwendet. Er setzt sich zusammen aus dem inländischen Körperschaftsteuersatz, dem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer sowie der Gewerbesteuer. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern die jeweiligen landesspezifischen Steuersätze verwendet.
Passive latente Steuern für temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften und unter Verwendung der Equity-Methode bilanzierten Anteilen werden nicht angesetzt.
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, sofern sie dasselbe Steuersubjekt betreffen, gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und fristenkongruent sind.
Die Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus dem erwarteten Veräußerungserlös abzüglich noch anfallender Kosten. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei Handelswaren erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten nach der Durchschnittskostenmethode. Die Herstellungskosten selbst erstellter unfertiger und fertiger Erzeugnisse umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch produktionsbezogene Gemeinkosten und produktionsbezogene Verwaltungskosten, basierend auf einer Normalauslastung. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten keine Fremdkapitalkosten.
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald CLAAS Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Für die bilanzielle Abbildung ist in der Regel der Abschlusstag maßgeblich. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen. Eine Saldierung erfolgt nur dann, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. CLAAS klassifiziert die nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten grundsätzlich in die drei Bewertungskategorien des IFRS 9: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet sowie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Derivative Finanzinstrumente, für die eine Hedge-Beziehung besteht, gehören grundsätzlich keiner dieser Kategorien an. Zur Verbesserung der Darstellung wurden die Derivate mit Sicherungsbeziehung jedoch als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" klassifiziert. Die Einordnung finanzieller Vermögenswerte hängt nach IFRS 9 von dem Geschäftsmodell zur Steuerung sowie den vertraglichen Zahlungsstromeigenschaften der Finanzinstrumente ab. Die Klassifizierung finanzieller Verbindlichkeiten hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die Finanzinstrumente kontrahiert wurden.
Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels der Effektivzinsmethode bestimmt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments gibt nach IFRS den Wert an, zu dem ein Finanzinstrument wie unter fremden Dritten gehandelt werden kann, wenn es kauf- und verkaufswillige Parteien gibt und es sich nicht um einen Zwangs- oder Liquidationsverkauf handelt. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt (z.B. durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz).
Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente wird durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzins sowie mittels weiterer anerkannter finanzmathematischer Methoden, wie z.B. Optionspreismodellen, ermittelt.
Ist der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten jedoch nicht verlässlich ermittelbar, werden die Finanzinstrumente mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden zu jedem Abschlussstichtag daraufhin untersucht, ob eine Wertminderung vorliegt. Nach IFRS 9 wird eine Risikovorsorge auf Basis erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Loss Model) ermittelt. Danach hängt die Höhe der als Risikovorsorge für erwartete Kreditausfälle erfassten Wertberichtigung grundsätzlich davon ab, inwieweit sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz verschlechtert hat. Die Schätzung erfolgt auf Basis von Ratings und fortlaufend aktualisierten Risikoindikatoren. Im Fall einer Wertminderung wird der dadurch entstehende Aufwand erfolgswirksam erfasst.
Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich für finanzielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf.
Die Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert, der bei kurzfristigen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten dem Nominalwert entspricht.
Für erwartete Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet CLAAS die vereinfachte Vorgehensweise des Expected Credit Loss Model nach IFRS 9 an. Dabei wird die Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste unabhängig von der Kreditqualität über die Restlaufzeit erfasst. Neben der Berücksichtigung vorhandener Sicherheiten werden vergangenheitsbezogene Informationen sowie Prognosen zukünftiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in die Ermittlung des erwarteten Verlusts miteinbezogen.
CLAAS verkauft ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender oder einmaliger Basis an ein strukturiertes Unternehmen der CLAAS Gruppe oder andere Finanzinstitute. Bei dem strukturierten Unternehmen handelt es sich um eine Asset-backed securitization Gesellschaft, die sich am Kapitalmarkt refinanziert. Die Ausbuchung der Forderungen erfolgt, wenn die mit den Forderungen verbundenen Chancen und Risiken auf einen Dritten übertragen werden und der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf sichergestellt ist. Soweit die mit den Forderungen verbundenen Chancen und Risiken, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, in der CLAAS Gruppe verbleiben, werden diese Forderungen weiterhin in der Bilanz ausgewiesen.
Unter den Wertpapieren werden im Wesentlichen Investmentfonds sowie Geldmarktpapiere und Schuldscheindarlehen mit Restlaufzeiten von überwiegend unter einem Jahr ausgewiesen. Die Wertpapiere werden bei CLAAS der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet.
Der Ansatz und die Folgebewertung erfolgen zum beizulegenden Zeitwert bzw. Marktpreis.
Die liquiden Mittel umfassen Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen liquiden Mittel entsprechen dem Bilanzposten "Liquide Mittel".
Die Bilanzierung und Bewertung derivativer Finanzinstrumente, für die eine Hedge-Beziehung besteht, erfolgt in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften in IFRS 9 weiterhin nach den Vorschriften des IAS 39.
Derivative Finanzinstrumente werden bei CLAAS zur Absicherung von Finanzrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Anforderungen an die Refinanzierung eingesetzt. Dabei handelt es sich in der Regel um Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken. Zur Absicherung werden vor allem Devisentermin- und -optionsgeschäfte eingesetzt.
Derivative Finanzinstrumente werden bei Zugang und in den Folgeperioden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des Zeitwertes werden erfolgswirksam im übrigen Finanzergebnis der Periode erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung. Abhängig von der Art der Sicherungsbeziehung erfolgt die Berücksichtigung von Zeitwertänderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral als sonstiges Konzern-Ergebnis im Eigenkapital.
Damit eine Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) erfolgen darf, müssen die Bedingungen des IAS 39 erfüllt sein. Ist dies der Fall, dokumentiert CLAAS ab diesem Zeitpunkt die Sicherungsbeziehung entweder als Fair Value Hedge oder als Cashflow Hedge. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden nur Cashflow Hedges.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, sind in Ziffer 34 dargestellt.
Bei einem Cashflow Hedge werden Risiken schwankender Zahlungsmittelströme abgesichert. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des effektiven Teils der Sicherungsbeziehung werden zunächst im sonstigen Konzern-Ergebnis als Eigenkapital berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, wenn die abgesicherte Transaktion erfolgswirksam wird. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird direkt erfolgswirksam im übrigen Finanzergebnis der Periode erfasst.
Sofern die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht mehr erfüllt sind, erfolgt die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente, die Bestandteile der Sicherungsbeziehung waren, ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert.
Verbindlichkeiten werden bei der Zugangsbewertung grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten und bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Vertragsverbindlichkeiten stellen bei CLAAS erhaltene Anzahlungen von Kunden dar, die unter den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Es handelt sich um Verpflichtungen, Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden zu übertragen, für die vor vertraglicher Leistungserfüllung bereits Kundenzahlungen eingegangen sind.
Die Leasingverbindlichkeiten werden korrespondierend mit dem Nutzungsrecht in Höhe des Barwerts der Leasingraten angesetzt. Die Abzinsung erfolgt unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in den kurz- und langfristigen Finanzschulden.
Rückstellungen für Pensionen werden für leistungsorientierte Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Beschäftigte sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die Verpflichtungen beziehen sich vor allem auf Ruhegelder, teils als Grund-, teils als Zusatzversorgung. Die Pensionszusagen richten sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeitenden.
Bei der Bewertung von Rückstellungen für leistungsorientierte Verpflichtungen wird der versicherungsmathematische Barwert der jeweiligen Verpflichtung zugrunde gelegt, der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") ermittelt wird. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch die künftig zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Bewertungsprämissen variieren entsprechend der wirtschaftlichen Situation des Landes, in dem die Pensionspläne aufgestellt wurden. Die bei der Ermittlung der Verpflichtung zugrunde gelegte Lebenserwartung basiert in Deutschland auf den Richttafeln 2018 G von K. Heubeck. In den anderen Ländern werden vergleichbare Grundlagen herangezogen. Die Rückstellung für Pensionen ergibt sich aus dem Saldo des versicherungsmathematischen Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwertes des zur Deckung der Pensionsverpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Der Dienstzeitaufwand ist in den Funktionskosten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Das Nettozinsergebnis geht in das Finanzergebnis ein.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung oder des Nettovermögenswertes werden vollständig in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie anfallen. Sie werden erfolgsneutral als Bestandteil der sonstigen Rücklagen gebucht. Auch in den zukünftigen Perioden werden sie nicht mehr erfolgswirksam.
Die zur Abzinsung verwendeten Zinssätze werden jährlich zum Abschlussstichtag auf Basis hochwertiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen fristenkongruent zu den Pensionszahlungen bestimmt.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn die CLAAS Gruppe aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.
Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft umfassen zu einem großen Teil Produktgarantieverpflichtungen. Rückstellungen für Produktgarantien werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistung gebildet. Um die Höhe dieser Rückstellungen zu bestimmen, müssen Annahmen über Art und Umfang künftiger Garantie- und Kulanzfälle sowie möglicher Sonderinspektionen getroffen werden. Diese Einschätzungen basieren vorrangig auf historischen Erfahrungswerten. Die Rückstellungen werden regelmäßig an neue Erkenntnisse angepasst.
Rückstellungen werden mit dem bestmöglich geschätzten Erfüllungsbetrag der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag bewertet. Wesentliche langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Aus der reinen Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellungen werden erfolgswirksam als Zinsaufwendungen der Periode erfasst.
Die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der CLAAS Gruppe liegt in dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen in der Landtechnik. Alle Erträge, die im Zusammenhang mit der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stehen, werden abzüglich Erlösschmälerungen, wie z.B. Skonti und Preisnachlässen, als Umsatzerlöse dargestellt. Die Realisierung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d.h. der Kunde die Verfügungsgewalt über die Güter oder Dienstleistungen erlangt hat.
Die Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der verkauften Erzeugnisse, die Anschaffungskosten der verkauften Waren sowie Aufwendungen für Provisionen, Frachten und Verpackungen, Versicherungen sowie produktionsbezogene Logistikkosten.
Entwicklungskosten für selbst entwickelte künftige Serienprodukte werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert, sofern die Herstellung der Produkte für CLAAS mit einem wirtschaftlichen Nutzen verbunden ist und die übrigen Kriterien für den Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten erfüllt sind.
Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden bei Vorliegen der Voraussetzungen als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear ab Produktionsbeginn über die jeweils geschätzte Produktlaufzeit, die in der Regel sechs bis zehn Jahre beträgt.
Forschungskosten, planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden grundsätzlich als Aufwand der Periode in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Zuwendungen, die nicht auf Investitionen bezogen sind, werden grundsätzlich erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge in den Perioden erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zuwendungen für Investitionen werden in der Regel als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen in den Folgeperioden.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten der Berichtsperiode auswirken. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht davon auszugehen, dass sich wesentliche Änderungen gegenüber den zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen ergeben.
Die Umsatzerlöse entfallen nahezu ausschließlich auf die Lieferung von Gütern. Nach Regionen setzen sich die Umsätze wie folgt zusammen:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Deutschland | 931.805 | 805.529 |
| Frankreich | 827.556 | 751.916 |
| Übriges Westeuropa | 963.055 | 790.676 |
| Zentral- und Osteuropa | 1.136.171 | 905.807 |
| Außereuropäische Länder | 939.171 | 788.410 |
| Umsatzerlöse | 4.797.758 | 4.042.338 |
Die folgende Tabelle gibt die erwarteten Umsatzerlöse der nächsten fünf Geschäftsjahre an, die aus bereits zum Bilanzstichtag kontrahierten Leistungsverpflichtungen resultieren:
| in T € | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 20.196 | 16.186 |
| Fällig zwischen einem und zwei Jahren | 20.072 | 17.142 |
| Fällig zwischen zwei und drei Jahren | 12.500 | 10.456 |
| Fällig zwischen drei und vier Jahren | 5.245 | 4.725 |
| Fällig zwischen vier und fünf Jahren | 1.805 | 1.759 |
| Summe der zukünftig erwarteten Umsatzerlöse aus bereits bestehenden Leistungsverpflichtungen | 59.818 | 50.268 |
| in T € | 2021 | 2020 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (gesamt) | -262.325 | -237.377 |
| Aktivierung von Entwicklungskosten | 53.248 | 52.622 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | -42.852 | -41.461 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Forschungs - und Entwicklungsaufwendungen | -251.929 | -226.216 |
| Aktivierungsquote (in %) | 20,3 | 22,2 |
Die in den Funktionskosten erfassten Personalaufwendungen teilen sich wie folgt auf:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Direktes und indirektes Entgelt | -674.811 | -605.955 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | -133.720 | -123.606 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -11.314 | -12.672 |
| Personalaufwand | -819.845 | -742.233 |
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitenden ist wie folgt:
| 2021 | 2020 | |
| Direkte Mitarbeitende | 4.437 | 4.268 |
| Indirekte Mitarbeitende | 6.525 | 6.368 |
| Auszubildende | 682 | 684 |
| Mitarbeitende im Jahresdurchschnitt | 11.644 | 11.320 |
Direkte Mitarbeitende sind unmittelbar in den Produktionsprozess eingebunden, während indirekte Mitarbeitende die Prozesse in der Produktion, der Organisation und der Verwaltung unterstützen..
| in T € | 2021 | 2020 |
| Auflösung von Rückstellungen | 43.543 | 39.055 |
| Forderungsbewertung | 6.760 | 5.325 |
| Zulagen und Zuschüsse | 4.394 | 3.924 |
| Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 2.277 | 3.716 |
| Versicherungsentschädigungen | 2.148 | 1.596 |
| Weiterberechnungen | 1.279 | 1.399 |
| Miete, Leasing und Pacht | 309 | 382 |
| Übrige Erträge | 36.509 | 38.599 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 97.219 | 93.996 |
| in T € | 2021 | 2020 |
| Personalaufwendungen | -9.453 | -9.439 |
| Forderungsbewertung | -7.789 | -11.344 |
| Gebühren, Abgaben und Versicherungen | -5.532 | -2.961 |
| Wertminderungen auf Sachanlagen | -1.637 | -2.106 |
| Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -1.316 | -1.806 |
| Übrige Aufwendungen | -38.659 | -61.570 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -64.386 | -89.226 |
| in T € | 2021 | 2020 |
| Ergebnis aus at Equity bewerteten Anteilen | 22.362 | 18.613 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | -259 | 92 |
| Beteiligungsergebnis | 22.103 | 18.705 |
| in T € | 2021 | 2020 |
| Zinsaufwendungen | -26.969 | -27.858 |
| davon: aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne (CMG) | (-6.966) | (-4.145) |
| Aufzinsung langfristiger Rückstellungen | -2.781 | -2.004 |
| Zinsaufwand aus Leasingverhältnissen | -756 | -829 |
| Aktivierung von Fremdkapitalkosten | 2.755 | 3.249 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -27.751 | -27.442 |
| Zinserträge | 8.258 | 8.237 |
| Ergebnis aus Wertpapieren und Ausleihungen | 7.133 | -916 |
| Zins- und Wertpapierergebnis | -12.360 | -20.121 |
| Übriges Finanzergebnis | -19.551 | 3.187 |
| Finanzergebnis | -31.911 | -16.934 |
Die am Erfolg der CLAAS Gruppe orientierte Vergütung der stillen Beteiligung der CMG CLAAS Mitarbeiterbeteiligungs-Gesellschaft mbH (CMG) ist in dem Posten "aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne (CMG)" enthalten.
Die Zinsaufwendungen und -erträge resultieren aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten bzw. Vermögenswerten.
Das übrige Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Kursergebnis | -14.987 | 7.539 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -4.564 | -4.352 |
| Übriges Finanzergebnis | -19.551 | 3.187 |
| in T € | 2021 | 2020 |
| Tatsächliche Ertragsteuern | -105.399 | -38.028 |
| Latente Steuern | 20.933 | -12.959 |
| Ertragsteuern | -84.466 | -50.987 |
Die für ausländische Gesellschaften zugrunde gelegten jeweiligen Ertragsteuersätze lagen zwischen 9,0% und 32,0% (Vorjahr: zwischen 9,0% und 33,3%).
Die Ertragsteuern sind im Berichtsjahr um 19,1 Mio. € niedriger als der theoretische Steueraufwand, der sich bei Anwendung des zusammengefassten inländischen Konzernsteuersatzes von 29,0% auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte.
Die Überleitung vom theoretischen zum effektiven Steueraufwand zeigt die nachfolgende Tabelle:
| 2021 | 2020 | |||
| in T € | in % | in T € | in % | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 357.104 | 158.117 | ||
| Theoretischer Steueraufwand | -103.560 | 29,0 | -45.854 | 29,0 |
| Unterschiede zu ausländischen Steuersätzen | 10.815 | -3,0 | 8.222 | -5,2 |
| Steuereffekte aus Vorjahren | -749 | 0,2 | 1.364 | -0,9 |
| Steuerfreie Erträge und nicht abziehbare Aufwendungen | -4.676 | 1,3 | -12.838 | 8,1 |
| Bilanzierung von at Equity bewerteten Anteilen | 6.485 | -1,8 | 5.398 | -3,4 |
| Auswirkungen steuerlicher Verluste | 7.364 | -2,1 | -8.374 | 5,3 |
| Übrige Konsolidierungseinflüsse | 897 | -0,2 | 62 | 0,0 |
| Sonstiges | -1.042 | 0,3 | 1.033 | -0,7 |
| Effektiver Steueraufwand | -84.466 | 23,7 | -50.987 | 32,2 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzposten:
| 30.09.2021 | 30.09.2020 | |||
| in T € | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.605 | 70.106 | 5.751 | 64.448 |
| Sachanlagen | 3.745 | 15.640 | 4.298 | 15.939 |
| Vorräte | 53.704 | 1.464 | 46.655 | 2.821 |
| Forderungen und übrige Vermögenswerte | 13.482 | 14.273 | 13.963 | 13.568 |
| Rückstellungen | 139.874 | 2.087 | 121.533 | 3.130 |
| Verbindlichkeiten und übrige Schulden | 8.244 | 202 | 4.621 | 319 |
| Verlustvorträge | 57.598 | - | 75.582 | - |
| Bruttowert | 281.252 | 103.772 | 272.403 | 100.225 |
| Wertberichtigungen auf steuerliche Verlustvorträge u. Ä. | -35.886 | - | -52.464 | - |
| Saldierung | -99.673 | -99.673 | -97.711 | -97.711 |
| Bilanzansatz | 145.693 | 4.099 | 122.228 | 2.514 |
Die steuerlichen Verlustvorträge, die größtenteils unbegrenzt nutzbar sind, beliefen sich auf 222,3 Mio. € (Vorjahr: 293,6 Mio. €). Darin ist ein Teilbetrag in Höhe von 138,3 Mio. € (Vorjahr: 212,3 Mio. €) enthalten, auf den aktive latente Steuern in Höhe von 35,9 Mio. € (Vorjahr: 52,5 Mio. €) wertberichtigt sind.
Aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, entstand ein positiver Effekt in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €).
Durch die Verrechnung latenter Steuern sind im Eigenkapital folgende Beträge enthalten:
| in T € | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.800 | -4.445 |
| Währungseffekte | -1.091 | -1.524 |
| Latente Steuern im kumulierten sonstigen Konzern-Ergebnis | 709 | -5.969 |
| Neubewertungen leistungsorientierter Pensionspläne | 31.009 | 37.812 |
| Latente Steuern in den sonstigen Rücklagen | 31.718 | 31.843 |
| in T € | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten | Geschäfts- oder Firmenwerte | Geleistete Anzahlungen | Aktivierte Entwicklungskosten | Gesamt |
| Anschaffungs- / Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2019 | 78.193 | 70.636 | 13.672 | 286.742 | 449.243 |
| Währungsunterschiede | -333 | -166 | - | -1.131 | -1.630 |
| Zugänge | 4.295 | - | 12.441 | 55.728 | 72.464 |
| Abgänge | -1.668 | - | - | -30.317 | -31.985 |
| Umbuchungen | 4.877 | - | -4.745 | - | 132 |
| Stand 30.09.2020 | 85.364 | 70.470 | 21.368 | 311.022 | 488.224 |
| Währungsunterschiede | 480 | 28 | - | 162 | 670 |
| Zugänge | 7.617 | - | 11.601 | 55.881 | 75.099 |
| Abgänge | -2.290 | - | -4 | -20.965 | -23.259 |
| Umbuchungen | 4.321 | - | -4.202 | - | 119 |
| Stand 30.09.2021 | 95.492 | 70.498 | 28.763 | 346.100 | 540.853 |
| Abschreibungen / Wertminderungen | |||||
| Stand 01.10.2019 | 58.492 | 55.758 | - | 67.588 | 181.838 |
| Währungsunterschiede | -252 | - | - | -193 | -445 |
| Zugänge planmäßig | 8.034 | - | - | 41.461 | 49.495 |
| Abgänge | -1.570 | - | - | -30.317 | -31.887 |
| Stand 30.09.2020 | 64.704 | 55.758 | - | 78.539 | 199.001 |
| Währungsunterschiede | 327 | - | - | 30 | 357 |
| Zugänge planmäßig | 8.365 | - | - | 38.828 | 47.193 |
| Zugänge Wertminderung | - | - | - | 4.024 | 4.024 |
| Abgänge | -2.277 | - | - | -20.965 | -23.242 |
| Stand 30.09.2021 | 71.119 | 55.758 | - | 100.456 | 227.333 |
| Buchwerte | |||||
| Stand 30.09.2020 | 20.660 | 14.712 | 21.368 | 232.483 | 289.223 |
| Stand 30.09.2021 | 24.373 | 14.740 | 28.763 | 245.644 | 313.520 |
Entwicklungskosten wurden in Höhe von 55,9 Mio. € (Vorjahr: 55,7 Mio. €) aktiviert. Darin enthalten sind aktivierte Fremdkapitalkosten von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €). Bei den aktivierten Entwicklungskosten haben die erforderlichen Werthaltigkeitstests einen Wertminderungsbedarf ergeben. Der Wertminderungsaufwand des Geschäftsjahres beläuft sich auf 4,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €).
| in T € | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- / Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2019 | 482.932 | 545.684 | 268.311 | 70.486 | 1.367.413 |
| Währungsunterschiede | -14.962 | -14.553 | -4.306 | -2.733 | -36.554 |
| Zugänge | 23.189 | 16.603 | 20.175 | 54.731 | 114.698 |
| Abgänge | -7.961 | -12.391 | -12.590 | -13 | -32.955 |
| Umbuchungen | 11.164 | 12.450 | 22.879 | -46.625 | -132 |
| Stand 30.09.2020 | 494.362 | 547.793 | 294.469 | 75.846 | 1.412.470 |
| Währungsunterschiede | 5.488 | 4.064 | 1.684 | 1.366 | 12.602 |
| Änderung Konsolidierungskreis | - | -145 | -147 | - | -292 |
| Zugänge | 22.981 | 16.857 | 15.835 | 63.194 | 118.867 |
| Abgänge | -2.294 | -22.318 | -18.842 | -893 | -44.347 |
| Umbuchungen | 16.785 | 23.977 | 5.858 | -46.739 | -119 |
| Stand 30.09.2021 | 537.322 | 570.228 | 298.857 | 92.774 | 1.499.181 |
| Abschreibungen / Wertminderungen | |||||
| Stand 01.10.2019 | 214.187 | 414.206 | 196.258 | 961 | 825.612 |
| Währungsunterschiede | -6.631 | -12.416 | -3.140 | -43 | -22.230 |
| Zugänge planmäßig | 11.597 | 37.321 | 20.402 | - | 69.320 |
| Zugänge Wertminderung | 223 | 341 | 892 | 1.158 | 2.614 |
| Abgänge | -2.225 | -11.907 | -10.302 | - | -24.434 |
| Stand 30.09.2020 | 217.151 | 427.545 | 204.110 | 2.076 | 850.882 |
| Währungsunterschiede | 2.700 | 3.742 | 1.324 | 143 | 7.909 |
| Änderung Konsolidierungskreis | - | -145 | -147 | - | -292 |
| Zugänge planmäßig | 12.844 | 34.081 | 21.122 | - | 68.047 |
| Zugänge Wertminderung | 192 | 772 | 673 | 81 | 1.718 |
| Abgänge | -1.470 | -22.048 | -17.783 | - | -41.301 |
| Stand 30.09.2021 | 231.417 | 443.947 | 209.299 | 2.300 | 886.963 |
| Buchwerte | |||||
| Stand 30.09.2020 | 277.211 | 120.248 | 90.359 | 73.770 | 561.588 |
| Stand 30.09.2021 | 305.905 | 126.281 | 89.558 | 90.474 | 612.218 |
Die Zugänge der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlagen im Bau enthalten 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) aktivierte Fremdkapitalkosten. Das Sachanlagevermögen wurde wie im Vorjahr nicht als Sicherheit für Schulden verpfändet.
| in T € | Grundstücke und Bauten | Fahrzeuge | Innerbetriebliche Transportfahrzeuge | Sonstige | Gesamt |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.10.2019 | 66.311 | 15.238 | 6.000 | 11.944 | 99.493 |
| Währungsunterschiede | -80 | -18 | - | - | -98 |
| Zugänge | 6.794 | 4.861 | 2.001 | 1.411 | 15.067 |
| Abgänge | -83 | -1.382 | -400 | -96 | -1.961 |
| Stand 30.09.2020 | 72.942 | 18.699 | 7.601 | 13.259 | 112.501 |
| Währungsunterschiede | 836 | 273 | - | 7 | 1.116 |
| Zugänge | 7.311 | 13.142 | 2.001 | 831 | 23.285 |
| Abgänge | -5.547 | -4.030 | -800 | -291 | -10.668 |
| Stand 30.09.2021 | 75.542 | 28.084 | 8.802 | 13.806 | 126.234 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2019 | - | - | - | - | - |
| Währungsunterschiede | -191 | - 73 | - | -6 | -270 |
| Zugänge planmäßig | 11.479 | 7.541 | 2.001 | 5.388 | 26.409 |
| Abgänge | -83 | -1.195 | -400 | -94 | -1.772 |
| Stand 30.09.2020 | 11.205 | 6.273 | 1.601 | 5.288 | 24.367 |
| Währungsunterschiede | 230 | 80 | - | 1 | 311 |
| Zugänge planmäßig | 11.775 | 7.616 | 2.001 | 5.537 | 26.929 |
| Abgänge | -2.941 | -3.937 | -800 | -247 | -7.925 |
| Stand 30.09.2021 | 20.269 | 10.032 | 2.802 | 10.579 | 43.682 |
| Buchwerte | |||||
| Stand 30.09.2020 | 61.737 | 12.426 | 6.000 | 7.971 | 88.134 |
| Stand 30.09.2021 | 55.273 | 18.052 | 6.000 | 3.227 | 82.552 |
Bei den sonstigen Nutzungsrechten handelt es sich im Wesentlichen um IT-Hardware. Der im Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigte Aufwand aus Leasingverhältnissen, die als geringwertig oder kurzfristig klassifiziert wurden, beträgt 13,1 Mio. €.
Die folgende Tabelle zeigt zusammenfassende Finanzinformationen zu den nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die einzeln und in Summe nicht von wesentlicher Bedeutung für die CLAAS Gruppe sind:
| Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | |||
| in T € | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| At Equity Ergebnis | 5.473 | 4.672 | 16.889 | 13.941 |
| Buchwerte der at Equity bewerteten Anteile | 38.741 | 35.176 | 122.025 | 121.594 |
Die at Equity bewerteten Anteile umfassen vor allem die Beteiligungen an den CLAAS Financial Services Gesellschaften, die Finanzierungslösungen für Investitionen in CLAAS Maschinen anbieten.
| in T € | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 180.287 | 180.204 |
| Unfertige Erzeugnisse | 96.698 | 84.436 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 649.507 | 641.114 |
| Vorräte | 926.492 | 905.754 |
Die im Berichtsjahr erfolgswirksam berücksichtigte Verringerung der Wertminderung bei Vorräten betrug 2,6 Mio. € (Vorjahr: Verringerung um 7,1 Mio. €) und wurde in den Umsatzkosten erfasst. Die Vorräte wurden wie im Vorjahr nicht als Sicherheit für Schulden verpfändet.
| in T € | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Bruttobuchwert | 482.965 | 414.591 |
| Wertberichtigungen | -41.669 | -40.822 |
| Nettobuchwert | 441.296 | 373.769 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Wertberichtigungen am 01.10. | 40.822 | 38.198 |
| Inanspruchnahme | -1.365 | -1.587 |
| Nettozuführung / -auflösung | 750 | 5.808 |
| Währungsunterschiede | 1.462 | -1.597 |
| Wertberichtigungen am 30.09. | 41.669 | 40.822 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach den Kriterien der Wertminderung und Überfälligkeit:
| in T € | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Weder überfällig noch einzelwertberichtigt | 370.706 | 318.395 |
| Nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig: | ||
| bis 30 Tage | 35.960 | 30.244 |
| 31 bis 60 Tage | 13.007 | 11.777 |
| 61 bis 90 Tage | 8.445 | 5.671 |
| über 90 Tage | 11.610 | 5.457 |
| Einzelwertberichtigte Forderungen | 1.568 | 2.225 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 441.296 | 373.769 |
Aus wertberichtigten finanziellen Vermögenswerten wurden nur in unwesentlichem Umfang Zinserträge vereinnahmt. Bestehende Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Ziffer 35 erläutert.
Im Rahmen des Asset-backed securitization Programms (ABS-Programm) werden auf revolvierender Basis Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Zum Geschäftsjahresende betrug das Nominalvolumen der verkauften Forderungen 159,8 Mio. € (Vorjahr: 175,1 Mio. €), die zu einer Ausbuchung aus der Bilanz führten.
Im Rahmen dieser Verkäufe behält die CLAAS Gruppe in einigen Fällen den Anteil an den verkauften Forderungen zurück, der unter Umständen durch künftige Gutschriften bzw. Aufrechnungen ausgeglichen wird. Die hieraus resultierenden Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 56,3 Mio. € (Vorjahr: 66,6 Mio. €).
Im Rahmen dieser Verkäufe hat die CLAAS Gruppe für die teilweise zurückbehaltenen Forderungsausfallreserven am Bilanzstichtag Vermögenswerte in Höhe von 12,5 Mio. € (Vorjahr: 12,4 Mio. €) bilanziert. Die mit den Verkäufen verbundenen Finanzschulden belaufen sich auf 17,7 Mio. € (Vorjahr: 11,5 Mio. €).
| in T € | kurzfristig | langfristig | 30.09.2021 | kurzfristig | langfristig | 30.09.2020 |
| Ausleihungen | - | 12.078 | 12.078 | - | 7.675 | 7.675 |
| Forderungen gegen Beteiligungen | 10.704 | 4.665 | 15.369 | 5.559 | 4.565 | 10.124 |
| Derivative Finanzinstrumente | 22.465 | 9.511 | 31.976 | 21.051 | 19.872 | 40.923 |
| Debitorische Kreditoren | 7.080 | - | 7.080 | 4.356 | - | 4.356 |
| Darlehensforderungen | 789 | - | 789 | 802 | - | 802 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 115.304 | 20.175 | 135.479 | 128.837 | 14.993 | 143.830 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 156.342 | 46.429 | 202.771 | 160.605 | 47.105 | 207.710 |
| in T € | kurzfristig | langfristig | 30.09.2021 | kurzfristig | langfristig | 30.09.2020 |
| Ertragsteuerforderungen | 11.556 | 3.521 | 15.077 | 5.667 | 3.152 | 8.819 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 21.571 | 1.288 | 22.859 | 15.181 | - | 15.181 |
| Sonstige Steuern | 42.452 | - | 42.452 | 37.109 | - | 37.109 |
| Überdeckung fondsfinanzierter Versorgungsansprüche | - | 13.143 | 13.143 | - | 5.662 | 5.662 |
| Geleistete Anzahlungen | 15.285 | - | 15.285 | 19.661 | - | 19.661 |
| Übrige nicht finanzielle Vermögenswerte | 4.057 | 4.372 | 8.429 | 3.224 | 14.748 | 17.972 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 94.921 | 22.324 | 117.245 | 80.842 | 23.562 | 104.404 |
Von den Wertpapieren im Gesamtwert von 698,8 Mio. € (Vorjahr: 383,6 Mio. €) entfielen 104,7 Mio. € (Vorjahr: 97,4 Mio. €) auf Investmentfonds. Das übrige Volumen entfällt auf Geldmarktpapiere und Schuldscheindarlehen mit Restlaufzeiten von überwiegend unter einem Jahr.
Von den zu Beginn des Geschäftsjahres vorhandenen Wertpapieren sind Wertpapiere mit historischen Anschaffungskosten von insgesamt 286,2 Mio. € (Vorjahr: 80,0 Mio. €) im Geschäftsjahr abgegangen.
Wertpapiere im Gesamtwert von 10,7 Mio. € (Vorjahr: 10,1 Mio. €) sind verpfändet, um den gesetzlichen Anforderungen im Rahmen des Altersteilzeitgesetzes Rechnung zu tragen.
Von den liquiden Mitteln sind insgesamt 22,3 Mio. € verfügungsbeschränkt (Vorjahr: 12,7 Mio €), davon entfallen 17,7 Mio. € (Vorjahr: 11,5 Mio. €) auf Zahlungseingänge aus übertragenen Forderungen aus dem ABS-Programm, die nicht frei verfügbar und an Vertragspartner abzuführen sind.
Als gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage sind im Konzernabschluss die entsprechenden Beträge aus dem Einzelabschluss der CLAAS KGaA mbH ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital der CLAAS KGaA mbH setzt sich dabei aus drei Millionen stimmberechtigten, nennwertlosen Namensstückaktien zusammen. Komplementärin ohne Kapitaleinlage ist die Helmut Claas GmbH; Kommanditaktionäre der CLAAS KGaA mbH sind direkt oder indirekt ausschließlich Familienangehörige. Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich andere Zuzahlungen von Gesellschaftern.
In der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sind die Entwicklung des Eigenkapitals sowie Detailinformationen zur Veränderung der Gewinnrücklagen und des kumulierten sonstigen Konzern-Ergebnisses dargestellt.
Die im abgelaufenen Geschäftsjahr an die Anteilseigner ausgeschüttete Dividende belief sich auf 40,0 Mio. €.
Das Kapitalmanagement von CLAAS wird grundsätzlich durch gesellschaftsrechtliche Bestimmungen vorgegeben. Dabei entspricht das gemanagte Kapital dem bilanziellen Eigenkapital der CLAAS Gruppe. Ziel des Kapitalmanagements ist eine angemessene Eigenkapitalquote.
Sollten vertragliche Bestimmungen einzuhalten sein, wird das Kapital zusätzlich auch nach diesen Größen gesteuert.
| in T € | kurzfristig | langfristig | 30.09.2021 | kurzfristig | langfristig | 30.09.2020 |
| Anleihen | 163.878 | 94.877 | 258.755 | - | 255.384 | 255.384 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 26.619 | 10.853 | 37.472 | 36.344 | 4.656 | 41.000 |
| Schuldscheindarlehen | - | 300.000 | 300.000 | - | 300.000 | 300.000 |
| Gesellschafterdarlehen | 4.119 | 41.991 | 46.110 | 4.594 | 41.991 | 46.585 |
| Leasingverbindlichkeiten | 39.034 | 75.980 | 115.014 | 38.717 | 77.604 | 116.321 |
| Finanzschulden | 233.650 | 523.701 | 757.351 | 79.655 | 679.635 | 759.290 |
Die nachstehende Tabelle zeigt Details zu der privat platzierten Anleihe und den Schuldscheindarlehen:
| Nominalvolumen | Buchwert 30.09.2021 | Kupon in % p.a. | Fälligkeit | |
| Anleihe 2012 | 190.000 T USD | 163.878 T € | 3,98 | 08.2022 |
| Anleihe 2012 | 110.000 T USD | 94.877 T € | 4,08 | 11.2022 |
| Schuldscheindarlehen 2015 | 50.000 T € | 50.000 T € | 1,75 | 08.2024 |
| Schuldscheindarlehen 2020 | 215.000 T € | 215.000 T € | 0,6 bzw. 0,6±6M- Euribor (mind. 0) | 08.2027 |
| Schuldscheindarlehen 2020 | 35.000 T € | 35.000 T € | 0,75 | 08.2029 |
Für die in verschiedenen Währungen valutierenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gelten Zinssätze von 0,25% p.a. bis 4,6% p.a. Von diesen Verbindlichkeiten sind 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) besichert. Die Verbindlichkeiten entfallen zum Teil auf sehr kurzfristige Verbindlichkeiten im Rahmen des ABS-Programms.
Bei den Gesellschafterdarlehen handelt es sich vor allem um Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditaktionären.
Die Leasingverbindlichkeiten wurden je nach Laufzeit des Leasingverhältnisses mit Grenzfremdkapitalzinssätzen zwischen 0,45% p.a. und 1,16% p.a. diskontiert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten der Leasingverbindlichkeiten zum Stichtag:
| in T € | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 39.034 | 38.717 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 58.527 | 58.195 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 17.453 | 19.409 |
| Leasingverbindlichkeiten | 115.014 | 116.321 |
Den zukünftig fälligen Leasingzahlungen stehen zu erwartende Eingänge aus Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Sublease-Verträgen für CLAAS Maschinen in Höhe von 35,6 Mio. € gegenüber.
Darüber hinaus standen der CLAAS Gruppe am Bilanzstichtag zur allgemeinen Finanzierung Kreditlinien bei Banken sowie ein flexibel nutzbarer Konsortialkredit ("Syndicated Loan") im Gesamtvolumen von 686,5 Mio. € zur Verfügung, von denen 649,0 Mio. € nicht in Anspruch genommen wurden.
Die stille Beteiligung der CMG wird ergebnisabhängig vergütet und ist im Haftungsfall nachrangig zu behandeln. Gemäß IFRS stellen rückzahlbare Kapitalüberlassungen Finanzschulden dar. Für die stille Beteiligung ist der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar, daher wird an dieser Stelle der Buchwert dargestellt.
Die CMG erhält für ihre nachrangige Einlage eine am Erfolg der CLAAS Gruppe orientierte Vergütung; eine entsprechende Teilnahmeverpflichtung an einem gegebenenfalls eintretenden Verlust besteht ebenfalls. Bei der stillen Beteiligung können 8,0 Mio. € bis zum 30. September 2022 ordentlich gekündigt werden. Für weitere 26,6 Mio. € bestehen ordentliche Kündigungsmöglichkeiten zwischen den Geschäftsjahren 2023 und 2026.
| in T € | kurzfristig | langfristig | 30.09.2021 | kurzfristig | langfristig | 30.09.2020 |
| Derivative Finanzinstrumente | 20.721 | - | 20.721 | 3.874 | - | 3.874 |
| Zinsabgrenzung | 2.464 | - | 2.464 | 2.671 | - | 2.671 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 22.333 | 579 | 22.912 | 15.529 | 556 | 16.085 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 45.518 | 579 | 46.097 | 22.074 | 556 | 22.630 |
| in T € | kurzfristig | langfristig | 30.09.2021 | kurzfristig | langfristig | 30.09.2020 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 112.070 | - | 112.070 | 71.376 | - | 71.376 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 75.892 | - | 75.892 | 67.508 | - | 67.508 |
| Sonstige Steuern | 56.185 | - | 56.185 | 59.322 | - | 59.322 |
| Soziale Sicherheit | 7.478 | - | 7.478 | 7.078 | - | 7.078 |
| Übrige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 355 | - | 355 | 647 | - | 647 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 251.980 | - | 251.980 | 205.931 | - | 205.931 |
Die Rückstellungen für Pensionen in der CLAAS Gruppe umfassen sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften aus zukünftig zu zahlenden Pensionen für Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Die Pensionszusagen richten sich in der Regel nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeitenden. Grundsätzlich variieren die leistungsorientierten Pensionspläne im Konzern entsprechend den wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Für Mitglieder der Konzernleitung existieren individuelle Zusagen. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen für Mitarbeitende des Konzerns entfallen überwiegend auf Verpflichtungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Für neue Mitglieder sind die Versorgungspläne in Deutschland seit 2006 und in Großbritannien seit 2008 geschlossen.
Die Zusammensetzung der leistungsorientierten Verpflichtungen ist wie folgt:
| in T €/30.09.2021 | Leistungsorientierte Verpflichtungen (DBO) | Zeitwert des Planvermögens | Nettoverpflichtung |
| Deutschland | 289.213 | 487 | 288.726 |
| Frankreich | 35.103 | 35.103 | |
| Großbritannien | 78.391 | 91.534 | -13.143 |
| Andere Länder | 3.766 | 3.766 | |
| Bilanzansatz | 406.473 | 92.021 | 314.452 |
| davon: Rückstellungen für Pensionen | 327.595 | ||
| davon: sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 13.143 |
| in T € / 30.09.2020 | Leistungsorientierte Verpflichtungen (DBO) | Zeitwert des Planvermögens | Nettoverpflichtung |
| Deutschland | 305.201 | 486 | 304.715 |
| Frankreich | 35.747 | 35.747 | |
| Großbritannien | 73.885 | 79.547 | -5.662 |
| Andere Länder | 3.707 | 3.707 | |
| Bilanzansatz | 418.540 | 80.033 | 338.507 |
| davon: Rückstellungen für Pensionen | 344.169 | ||
| davon: sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 5.662 |
Die Veränderungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen am 01.10. | 418.540 | 433.982 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 9.537 | 10.742 |
| Zinsaufwand | 3.863 | 3.404 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -18.869 | -17.255 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Plankürzungen und Planabgeltungen | -86 | -186 |
| Währungsunterschiede | 4.307 | -1.841 |
| Geleistete Pensionszahlungen | -11.020 | -10.538 |
| Sonstiges | 201 | 232 |
| Barwert der leistungsorientieren Verpflichtungen am 30.09. | 406.473 | 418.540 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste resultieren zum ganz überwiegenden Teil aus den Änderungen finanzieller Annahmen.
Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 01.10. | 80.033 | 84.633 |
| Zinserträge | 1.199 | 1.461 |
| Erträge / Aufwendungen aus Planvermögen ohne bereits in den Zinsen enthaltene Beträge | 5.836 | -4.286 |
| Arbeitgeberbeiträge | 2.063 | 2.116 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 201 | 232 |
| Währungsunterschiede | 4.658 | -2.196 |
| Geleistete Pensionszahlungen aus dem Planvermögen | -1.969 | -1.927 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 30.09. | 92.021 | 80.033 |
Im Gesamtergebnis sind für leistungsorientierte Pläne die folgenden Beträge erfasst:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | -9.537 | -10.742 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 86 | 186 |
| Zinsaufwand | -3.863 | -3.404 |
| Zinsertrag | 1.199 | 1.461 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Komponenten der leistungsorientierten Pläne | -12.115 | -12.499 |
| Erträge / Aufwendungen aus Planvermögen ohne bereits in den Zinsen enthaltene Beträge | 5.836 | -4.286 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 18.869 | 17.255 |
| Im Eigenkapital erfolgsneutral erfasste Komponenten der leistungsorientierten Pläne | 24.705 | 12.969 |
Der Zinsaufwand und der Zinsertrag sind im Finanzergebnis enthalten. Der Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden grundsätzlich in den Funktionskosten ausgewiesen.
Der gesamte Ertrag aus dem Planvermögen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 7,0 Mio. € (Vorjahr: Aufwand 2,8 Mio. €).
Bei der versicherungsmathematischen Ermittlung der leistungsorientierten Pensionspläne wurden folgende wesentliche Annahmen (Durchschnitt) zugrunde gelegt:
| 30.09.2021 | 30.09.2020 | |||
| in % | Deutschland | Übrige | Deutschland | Übrige |
| Abzinsungssatz | 0,95 | 1,59 | 0,80 | 1,26 |
| Gehaltstrend | 2,50 | 2,80 | 2,50 | 2,49 |
| Rententrend | 1,75 | - | 1,75 | - |
Das Planvermögen entfällt im Wesentlichen auf den Plan in Großbritannien und setzt sich wie folgt zusammen:
| 30.09.2021 | 30.09.2020 | |||
| in T € | in % | in T € | in % | |
| Aktien | 28.441 | 30,9 | 24.616 | 30,7 |
| Anleihen | 61.240 | 66,6 | 53.023 | 66,3 |
| Liquide Mittel | 1.853 | 2,0 | 1.908 | 2,4 |
| Sonstiges | 487 | 0,5 | 486 | 0,6 |
| Planvermögen | 92.021 | 100,0 | 80.033 | 100,0 |
Die Aktien- und Anleihepositionen werden in Form von Fonds gehalten, für die regelmäßig Rücknahmepreise gestellt werden. Für die in den Fonds enthaltenen Aktien und Anleihen bestehen Marktpreisnotierungen an aktiven Märkten. Der Marktwert des Planvermögens wird maßgeblich durch die Situation an den Kapitalmärkten bestimmt. Ungünstige Entwicklungen vor allem bei Aktien und Anleihen könnten den Marktwert vermindern. Durch die breite Diversifikation der Anleihepositionen in den gehaltenen Fonds und die hohe Qualität der Anleiheschuldner wird das Anlagerisiko begrenzt.
Das Planvermögen wird überwiegend auf Grundlage eines Treuhandvertrags von einem Treuhandverein in Großbritannien verwaltet, der unter anderem die Prinzipien und die Strategie für die Kapitalanlagetätigkeit festlegt.
Bei der Anlagestrategie wird auf eine ausreichende Diversifizierung geachtet, um das Anlagerisiko über verschiedene Märkte und Wertpapierklassen zu streuen. Zudem wird auf eine hinreichende Kongruenz zwischen den Risikotreibern auf Anlage- und Verpflichtungsseite Wert gelegt. Bei der Investition des Planvermögens werden Vorgaben hinsichtlich der Anlageart und der geographischen Märkte beachtet. Im Geschäftsjahr und in der Vorperiode lag der Schwerpunkt der Investitionen auf Wertpapieren aus Großbritannien.
Bei ansonsten unveränderten Annahmen würde der Anstieg des Abzinsungssatzes um 25 Basispunkte, als maßgebliche versicherungsmathematische Annahme, zu einer Verringerung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen um 20,0 Mio. € führen. Eine Senkung des Abzinsungssatzes um 25 Basispunkte entspricht einem Anstieg des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen um 19,2 Mio. €. Die Realität wird wahrscheinlich davon abweichen.
Eine Zu- bzw. Abnahme des Rententrends um 50 Basispunkte hätte eine vergleichbare Auswirkung auf den Barwert der Verpflichtungen wie eine Veränderung des Abzinsungssatzes um 25 Basispunkte bei ansonsten unveränderten Annahmen. Eine mögliche Veränderung des Gehaltstrends wäre hingegen unbedeutend.
Am 30. September 2021 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen bei 19,6 Jahren (Vorjahr: 19,0 Jahre).
Für das Geschäftsjahr 2022 werden Rentenzahlungen in Höhe von 9,8 Mio. € erwartet. Die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen werden voraussichtlich 2,1 Mio. € betragen.
Neben den leistungsorientierten Pensionsplänen bestehen in Deutschland, Nordamerika und China auch beitragsorientierte Pläne. Zusätzlich wurden in Deutschland Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger geleistet.
Der Gesamtaufwand für beitragsorientierte Pläne setzt sich wie folgt zusammen:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Beitragsorientierte Pensionspläne | 3.381 | 2.994 |
| Staatliche Pläne | 30.190 | 28.599 |
| Gesamtaufwand beitragsorientierte Pläne | 33.571 | 31.593 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||
| in T € | Ertragsteuerrückstellungen | Mitarbeiterbezogene Verpflichtungen | Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft | Übrige Verpflichtungen |
| Stand 01.10.2020 | 21.854 | 164.653 | 374.226 | 74.992 |
| Inanspruchnahme | -7.524 | -123.920 | -218.901 | -12.112 |
| Auflösung | -1.199 | -2.784 | -32.110 | -8.303 |
| Zuführung | 46.650 | 166.125 | 330.414 | 26.702 |
| Zinsanteil /Zinssatzänderung | 96 | 19 | 1 | |
| Währungsunterschiede | 531 | 649 | 2.705 | 2.273 |
| Stand 30.09.2021 | 60.312 | 204.819 | 456.353 | 83.553 |
| davon: langfristig | - | 30.311 | 24.738 | 25.591 |
| davon: kurzfristig | 60.312 | 174.508 | 431.615 | 57.962 |
| in T € | Sonstige Rückstellungen | Gesamt |
| Stand 01.10.2020 | 613.871 | 635.725 |
| Inanspruchnahme | -354.933 | -362.457 |
| Auflösung | -43.197 | -44.396 |
| Zuführung | 523.241 | 569.891 |
| Zinsanteil /Zinssatzänderung | 116 | 116 |
| Währungsunterschiede | 5.627 | 6.158 |
| Stand 30.09.2021 | 744.725 | 805.037 |
| davon: langfristig | 80.640 | 80.640 |
| davon: kurzfristig | 664.085 | 724.397 |
In den Ertragsteuerrückstellungen sind Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern enthalten.
Die mitarbeiterbezogenen Verpflichtungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit, ausstehenden Urlaub, Jubiläen und Jahressonderzahlungen. In den Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind überwiegend Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche, Umsatzboni und Rabatte sowie andere verkaufsfördernde Maßnahmen enthalten.
Für die CLAAS Gruppe bestehen zum Stichtag folgende Verpflichtungen:
| in T € | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen | 22.143 | 25.527 |
| Wechselobligo, Bürgschaften etc. | 18.644 | 23.748 |
Zum 30. September 2021 bestehen aus bereits abgeschlossenen, aber noch nicht begonnenen Leasingverhältnissen zukünftige finanzielle Verpflichtungen von 12,1 Mio. €.
Gesellschaften der CLAAS Gruppe sind im Rahmen des allgemeinen Geschäftsbetriebs an verschiedenen Prozessen und behördlichen Verfahren beteiligt bzw. Ansprüchen Dritter ausgesetzt oder es könnten in der Zukunft solche Verfahren eingeleitet bzw. geltend gemacht werden (z.B. Patente, Produkthaftung und Lieferungen und Leistungen betreffend). Auch wenn der Ausgang der einzelnen Verfahren im Hinblick auf die Unwägbarkeiten, mit denen Rechtsstreitigkeiten behaftet sind, nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann, wird sich hieraus nach derzeitiger Einschätzung über die im Abschluss als Verbindlichkeiten oder Rückstellungen berücksichtigten Risiken hinaus kein erheblich nachteiliger Einfluss auf die Ertragslage der CLAAS Gruppe ergeben.
| in T € | 30.09.2021 | 30.09.2020 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 738.329 | 431.218 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.707 | 1.907 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 1.111.006 | 1.032.697 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 20.721 | 3.874 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 1.004.556 | 949.862 |
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen grundsätzlich ihren beizulegenden Zeitwerten.
Bei den Finanzschulden weichen die Werte voneinander ab: Der Buchwert der Finanzschulden belief sich auf 757,4 Mio. € (Vorjahr: 759,3 Mio. €), der beizulegende Zeitwert auf 772,1 Mio. € (Vorjahr: 774,0 Mio. €). Hiervon entfiel der gesamte Betrag auf Level 2 der Fair Value Hierarchie.
Die Marktwerte der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten können sich gemäß der Fair Value Hierarchie aus nachfolgenden Basisdaten ergeben.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegliedert nach dem Level ihrer Bewertung. Umgliederungen zwischen den Kategorien wurden nicht vorgenommen.
Dabei sind die einzelnen Level nach IFRS 13 wie folgt definiert:
| ― |
Level 1 Bewertung anhand von Börsenkursen aus aktiven Märkten für gleichartige Finanzinstrumente |
| ― |
Level 2 Bewertung auf Basis von Inputdaten, bei denen es sich nicht um die in Level 1 berücksichtigten Börsenkurse aus aktiven Märkten handelt, die sich aber entweder direkt oder indirekt beobachten lassen |
| ― |
Level 3 Bewertung auf Basis von Modellen, denen nicht am Markt beobachtbare Inputdaten zugrunde liegen |
| 30.09.2021 | 30.09.2020 | |||||
| in T € | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Wertpapiere | 698.774 | - | - | 383.551 | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | - | 31.976 | - | - | 40.923 | - |
| Sonstige Finanzanlagen | - | - | 10.286 | - | - | 8.651 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 698.774 | 31.976 | 10.286 | 383.551 | 40.923 | 8.651 |
| Derivative Finanzinstrumente | - | 20.721 | - | - | 3.874 | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | - | 20.721 | - | - | 3.874 | - |
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettogewinne oder -verluste aus Finanzinstrumenten lassen sich den folgenden Kategorien zuordnen:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | -2.233 | 4.074 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 3.967 | 331 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -27.403 | -22.510 |
| Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten | -25.669 | -18.105 |
Die Nettogewinne oder -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Ergebnisse aus Marktwertänderungen.
Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten beinhalten die Nettogewinne oder -verluste Zinserträge, Wechselkurseffekte, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge und nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten.
Die Nettogewinne oder -verluste der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Zinsaufwendungen und Wechselkurseffekte.
Für einen Teil der derivativen Finanzinstrumente wird kein Hedge Accounting angewendet. Die Marktwertänderungen dieser Derivate werden ergebniswirksam erfasst. Bei Anwendung des Hedge Accounting werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Cashflow Hedge) eingesetzt. Andere Sicherungsbeziehungen bestanden im Geschäftsjahr nicht. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die eingesetzten derivativen Finanzinstrumente und deren bilanzierte beizulegende Zeitwerte:
| 30.09.2021 | 30.09.2020 | |||
| in T € | Aktiva | Passiva | Aktiva | Passiva |
| Devisentermingeschäfte | 30.179 | 14.770 | 32.974 | 2.650 |
| davon: Cashflow Hedges | (26.655) | (11.716) | (31.872) | (707) |
| Devisenoptionsgeschäfte | 1.797 | 5.951 | 7.845 | 1.224 |
| davon: Cashflow Hedges | (723) | (-) | (4.886) | (-) |
| Sonstige | - | - | 104 | - |
| davon: Cashflow Hedges | (-) | (-) | (-) | (-) |
| Derivative Finanzinstrumente | 31.976 | 20.721 | 40.923 | 3.874 |
| davon: langfristig | 9.511 | - | 19.872 | - |
| davon: kurzfristig | 22.465 | 20.721 | 21.051 | 3.874 |
Die mit Cashflow Hedges abgesicherten Zahlungsströme aus Währungsrisiken der langfristigen Finanzschulden werden in 2022 fällig und ergebniswirksam. Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges für Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft wird im Wesentlichen in den nächsten 12 bis 18 Monaten erwartet. Die Ergebniswirkung dieser Absicherungen erfolgt somit vor allem im kommenden Geschäftsjahr.
Die im Geschäftsjahr aus dem Eigenkapital in das Kursergebnis umgebuchten Wertänderungen von Cashflow Hedges betrugen 9,5 Mio. € (Vorjahr: - 2,7 Mio. €).
Der ineffektive Teil aus Cashflow Hedges, der erfolgswirksam im Kursergebnis erfasst wurde, belief sich auf 1,7 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €).
Die CLAAS Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit Marktpreisrisiken, vor allem Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken, ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite bestehen unter anderem Rohstoffpreisrisiken sowie Risiken bezüglich der allgemeinen Versorgungssicherheit. Darüber hinaus ergeben sich Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Forderungen im Zusammenhang mit Finanztransaktionen, wie der Anlage liquider Mittel oder dem Erwerb von Wertpapieren. Liquiditätsrisiken könnten sich aus einer erheblichen Verschlechterung des operativen Geschäftes, aber auch als Konsequenz aus den vorgenannten Risikokategorien ergeben.
Marktpreisrisiken werden konzernweit identifiziert und zentral durch das Konzern-Treasury gemessen, überwacht und gesteuert. Zur Begrenzung und Steuerung von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken wird ein systematisches, zentrales Devisen- und Zinsmanagement betrieben. Neben operativen Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden auch alle gängigen Finanzinstrumente einschließlich derivativer Instrumente zur Risikosteuerung eingesetzt. Sämtliche Geschäftsabschlüsse erfolgen ausschließlich auf der Basis vorhandener bzw. durch konkrete Planungen unterlegter Grundgeschäfte und werden bei Bedarf rollierend erneuert. Geschäftspartner sind dabei ausschließlich Banken von sehr guter Bonität.
Kreditrisiken werden konzernweit durch die jeweiligen dezentralen Einheiten in Ergänzung durch das Konzern-Kreditmanagement identifiziert, überwacht und gesteuert. Der Fokus der Aktivität der dezentralen Einheiten liegt auf der operativen Überwachung und Steuerung der jeweiligen Risiken unter Berücksichtigung der lokal adaptierten Rahmenbedingungen, die seitens des Konzern-Kreditmanagements vorgegeben wurden. Das Konzern-Kreditmanagement legt generelle Leitlinien fest, anhand derer die dezentral betreuten Vorgänge überwacht und gesteuert werden.
Da das Management und die Aufsichtsgremien von CLAAS großen Wert auf ein geordnetes Risikomanagement legen, ist ein umfassendes Überwachungssystem installiert, das den gesetzlichen Anforderungen Rechnung trägt. In diesem Zusammenhang erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der Effizienz der verwendeten Sicherungsinstrumente und der Zuverlässigkeit der internen Kontrollsysteme durch interne und externe Prüfungen.
CLAAS betreibt ein striktes Risikomanagement. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Zwecken des Risikomanagements eingesetzt, d.h. zur Begrenzung und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Es besteht eine strikte räumliche und organisatorische Funktionstrennung zwischen Geschäftsabschluss einerseits sowie Kontrolle und Buchung andererseits. Betragsmäßige und inhaltliche Handlungsrahmen sind in internen Richtlinien festgelegt. Im Finanzbereich wird eine laufende Bewertung und Analyse der Risikopositionen mittels geeigneter Systeme vorgenommen. Die Analyse beinhaltet unter anderem Simulations- und Szenariorechnungen. Die zuständigen Gremien werden regelmäßig über die Risikopositionen informiert. Für bestimmte Transaktionen im Bereich des Finanzmanagements ist eine Zustimmung der Konzernleitung und / oder des Gesellschafterausschusses erforderlich.
CLAAS ist im operativen Geschäft und aus Finanzierungsaktivitäten Kreditrisiken ausgesetzt. Diese Risiken beinhalten die Gefahr eines unerwarteten ökonomischen Verlusts, der dadurch hervorgerufen wird, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Sie umfassen dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration einzelner Risiken. Das maximale Risiko aus finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert.
Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken ist elementarer Bestandteil des Risikomanagementsystems. Das Konzern-Kreditmanagement hat konzernweit gültige Grundsätze für die Kreditrisikosteuerung definiert. CLAAS führt für alle Kunden mit einem Kreditbedarf, der über bestimmte Grenzen hinausgeht, interne Kreditwürdigkeitsprüfungen und -klassifizierungen durch. Die Daten hierfür beruhen neben den von den Kunden vorzulegenden Abschlussunterlagen auf Angaben externer Kreditratingagenturen, auf bisherigen Ausfallerfahrungen seitens CLAAS sowie auf Erfahrungen aus langjährigen partnerschaftlichen Geschäftsbeziehungen zu den Kunden.
Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus den in der Bilanz angesetzten Buchwerten. Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen erfasst. Im Einzelnen war kein Kunde für einen wesentlichen Teil des Gesamtvolumens der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verantwortlich.
Im Geschäftsjahresverlauf ebenso wie zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die gehaltenen Sicherheiten zur Minimierung potenzieller Kreditrisiken umfassen im Wesentlichen Kreditversicherungen, Garantien von Kunden bzw. Kreditinstituten sowie teilweise Eigentumsvorbehalte. Weder im Geschäftsjahr 2021 noch im Vorjahr waren bedeutende Ausfälle zu verzeichnen.
Im Rahmen von Anlagen in liquiden Mitteln und Wertpapieren ist die CLAAS Gruppe Kreditrisiken ausgesetzt. Es besteht die Gefahr, dass Schuldner bzw. Emittenten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um diese Risiken zu minimieren, werden Emittenten und Schuldner sorgfältig ausgewählt. Diese müssen gemäß der Klassifizierung der Ratingagentur Standard & Poor's mindestens ein Rating von BBB aufweisen. Um das potenzielle Ausfallrisiko weiter zu begrenzen, werden die Anlagen breit diversifiziert. Dies wird anhand eines Markt- und ratingorientierten Limitsystems kontinuierlich überwacht. Die grundsätzliche jährliche Anlagestrategie und das Limitsystem werden von den zuständigen Gremien der CLAAS Gruppe genehmigt.
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Zwecken des Risikomanagements eingesetzt. Sie werden entweder einzeln zum Zeitwert bewertet oder sind Bestandteil des Hedge Accounting. Das maximale Kreditrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten entspricht deren positiven Marktwerten. Der Einfluss der Kontrahentenrisiken auf die Marktwerte wird mittels Credit Value Adjustment quantifiziert. Kontrahenten sind ausschließlich international tätige Kreditinstitute. Die Bonität der Kontrahenten wird laufend anhand der Kreditratings von Ratingagenturen und anhand der Marktpreise für Ausfallversicherungen überprüft. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko durch eine breite Diversifikationsstrategie limitiert.
Risiken können sich auch aus ausgegebenen Finanzgarantien ergeben. Zum 30. September 2021 betrug das maximale Risiko bei Vorliegen einer drohenden Inanspruchnahme 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €). Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wurde zum Zugangszeitpunkt unter Anwendung der Erwartungswertmethode vorgenommen. Berücksichtigt wurden Kreditrisikominderungen (Verwertungserlöse) sowie Risiken, die sich mit einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 5% bis 10% (Vorjahr: 5% bis 10%) ergeben können.
Zur effektiven Begegnung von Liquiditätsrisiken ergreift die CLAAS Gruppe eine Vielzahl von Maßnahmen. Die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit ist dabei die absolut notwendige Basiszielsetzung für das Liquiditätsmanagement. Darüber hinaus wird eine komfortable und kosteneffiziente Liquiditätsausstattung angestrebt, die eine angemessene, chancenorientierte Reaktion auf ein dynamisches Marktumfeld erlaubt. Das Vorhalten von Finanzierungszusagen (s. Ziffer 25) und liquiden Mitteln dient diesen Zielen ebenso wie das ABS-Programm (s. Ziffer 19) und das internationale Cash-Management. Die Liquiditätsentwicklung wird laufend in Form von täglichen, wöchentlichen und monatlichen Analysen und Berichten mit zunehmendem Detaillierungsgrad intensiv beobachtet und der zukünftige Liquiditätsbedarf wird im Rahmen des Finanzplanungsprozesses regelmäßig prognostiziert. Der Finanzplanungsprozess umfasst eine rollierende Dreimonatsplanung sowie eine Ein- und Fünfjahresplanung. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Finanzierungskonditionen für CLAAS an den Finanzmärkten kontinuierlich beobachtet, um Refinanzierungsrisiken frühzeitig proaktiv entgegentreten zu können.
Die folgende Übersicht zeigt die undiskontierten, vertraglich vereinbarten Auszahlungsverpflichtungen aus den Verbindlichkeiten in den folgenden Geschäftsjahren:
| in T €/30.09.2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | danach |
| Finanzschulden | 266.412 | 137.021 | 75.039 | 14.089 | 10.854 | 316.436 |
| Stille Beteiligung | 7.984 | 5.614 | 9.356 | 5.754 | 5.913 | 23.846 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 278.375 | - | - | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | 20.746 | - | - | - | - | - |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 22.333 | 579 | - | - | - | - |
| Auszahlungen | 595.850 | 143.214 | 84.395 | 19.843 | 16.767 | 340.282 |
| in T €/30.09.2021 | Gesamt |
| Finanzschulden | 819.851 |
| Stille Beteiligung | 58.467 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 278.375 |
| Derivative Finanzinstrumente | 20.746 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 22.912 |
| Auszahlungen | 1.200.351 |
| in T €/30.09.2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | danach |
| Finanzschulden | 103.741 | 225.032 | 116.933 | 67.203 | 13.446 | 318.245 |
| Stille Beteiligung | 5.707 | 5.240 | 5.693 | 9.544 | 5.837 | 23.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 233.115 | - | - | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | 3.880 | - | - | - | - | - |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 15.529 | 556 | - | - | - | - |
| Auszahlungen | 361.972 | 230.828 | 122.626 | 76.747 | 19.283 | 341.245 |
| in T €/30.09.2020 | Gesamt |
| Finanzschulden | 844.600 |
| Stille Beteiligung | 55.021 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 233.115 |
| Derivative Finanzinstrumente | 3.880 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 16.085 |
| Auszahlungen | 1.152.701 |
Aufgrund der internationalen Ausrichtung der CLAAS Gruppe sind mit dem operativen Geschäft sowie mit Finanztransaktionen Risiken aus Wechselkursveränderungen verbunden. Diese resultieren insbesondere aus Schwankungen des US-Dollars, des britischen Pfunds, des polnischen Zlotys, des ungarischen Forints, des russischen Rubels sowie des chinesischen Renminbis jeweils gegenüber dem Euro. Ein Währungsrisiko entsteht im operativen Geschäft vor allem dann, wenn Umsatzerlöse in einer anderen Währung anfallen als die zugehörigen Kosten (Transaktionsrisiko). Um diesen Auswirkungen effektiv zu begegnen, betreibt CLAAS ein zentrales Währungsmanagement, das in den Aufgabenbereich des Konzern-Treasury fällt.
Zur Ermittlung der Gesamtrisikopositionen werden die operativen zukünftigen Ein- und Auszahlungen pro Währung geschäftsjahresbezogen zentral erfasst. Für die sich ergebenden Nettopositionen wird unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit, der Markteinschätzung und der Wettbewerbssituation im jeweiligen Zielmarkt eine grundsätzliche Sicherungsstrategie entwickelt. Diese soll die CLAAS Gruppe vor negativen Marktentwicklungen effektiv schützen, aber auch eine Partizipation an vorteilhaften Entwicklungen ermöglichen. Der Sicherungshorizont liegt typischerweise zwischen einem Jahr und zwei Jahren. Die Sicherungsstrategie wird vom zuständigen Gremium der CLAAS Gruppe genehmigt und vom Konzern-Treasury durch den Abschluss von Finanzderivaten umgesetzt. Die implementierte Sicherungsstrategie wird kontinuierlich durch das Konzern-Treasury überwacht und im Bedarfsfall adjustiert. Das Management und das zuständige Gremium werden regelmäßig durch ein entsprechendes Berichtswesen über den aktuellen Stand der Währungsrisikoposition informiert.
Finanzierungs- und investitionsbedingte Währungsrisiken werden - sofern dies möglich und sachgerecht ist - in die operativen Exposure-Planungen integriert oder aber individuell, d.h. einzelfallbezogen, abgesichert.
Die folgende Szenarioanalyse zeigt den Wert der in Fremdwährung lautenden Finanzinstrumente bei einer Kursentwicklung von plus 10% bzw. minus 10% gegenüber den tatsächlichen Stichtagskursen. Der Ausweis erfolgt getrennt, je nachdem ob die Positionen im Eigenkapital (durch Hedge Accounting) oder zum Marktwert (Fair Value) im Ergebnis erfasst werden. Die zukünftigen Grundgeschäftspositionen, deren Absicherung das Derivateportfolio eigentlich dient, sind gemäß den Anforderungen von IFRS 7 hier nicht enthalten. Feststellungen im Rahmen der hier angestellten Betrachtung beziehen sich somit ausschließlich auf derivative Finanzinstrumente. Daher besitzen die Werte keine Aussagekraft bezüglich der zukünftigen Gesamtwirkungen von Wechselkursschwankungen auf den Cashflow bzw. das Ergebnis der CLAAS Gruppe. Neben der hier aufgeführten Analyse zum Marktwertrisiko der Währungsderivate basieren das interne Risikomanagement und die regelmäßigen Informationen an die zuständigen Gremien vor allem auf aussagekräftigen Szenarioanalysen bezüglich der Gesamtrisikoposition, die sowohl die Grundgeschäftspositionen als auch das Sicherungsportfolio berücksichtigen. Die Sicherung von Fremdwährungsdarlehen erfolgt in der Regel durch den Einsatz von Devisentermingeschäften.
| 30.09.2021 | 30.09.2020 | |||
| in T € | Eigenkapital | Ergebnis | Eigenkapital | Ergebnis |
| Tatsächlicher Marktwert | 15.657 | -4.417 | 36.057 | 890 |
| Marktwert bei einer Kursentwicklung von +10% | 30.667 | 22.072 | 43.875 | 25.466 |
| US-Dollar | 8.596 | 14.493 | 19.432 | 19.567 |
| Britisches Pfund | 11.642 | 7.544 | 11.081 | 4.593 |
| Polnischer Zloty | 8.057 | 3.175 | 5.806 | 1.349 |
| Russischer Rubel | 2.712 | -3.285 | 8.097 | -1.480 |
| Chinesischer Renminbi | 1.290 | 672 | 1.409 | 1.482 |
| Ungarischer Forint | -1.630 | -4.278 | -1.950 | -2.772 |
| Sonstige | - | 3.751 | - | 2.727 |
| Marktwert bei einer Kursentwicklung von - 10% | 6.420 | -44.822 | 32.987 | -29.521 |
| US-Dollar | 29.669 | -27.116 | 40.162 | -18.419 |
| Britisches Pfund | -11.695 | -11.701 | -6.274 | -5.667 |
| Polnischer Zloty | -3.941 | -4.081 | -2.511 | -2.060 |
| Russischer Rubel | -6.180 | 2.503 | 1.894 | 1.918 |
| Chinesischer Renminbi | -2.840 | -2.217 | -955 | -2.432 |
| Ungarischer Forint | 1.407 | 1.478 | 671 | 657 |
| Sonstige | - | -3.688 | - | -3.518 |
Des Weiteren bestehen Wechselkursrisiken in Bezug auf die Umrechnung des bei ausländischen Tochtergesellschaften außerhalb der Eurozone gebundenen Netto-Vermögens und deren Erträge und Aufwendungen (Translationsrisiko), gegen die sich die CLAAS Gruppe auf Basis von Effizienz- und Wesentlichkeitsbetrachtungen in der Regel nicht absichert.
Grundsätzlich ist CLAAS Zinsrisiken bei Vermögenswerten und bei Verbindlichkeiten ausgesetzt. Diese Risiken können sich aus Finanzierungsmaßnahmen wie beispielsweise Anleihen oder Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, aber auch durch die Auswirkungen von Zinsänderungen auf Liquiditätspositionen ergeben. Sowohl die originäre Kapitalbeschaffung und Kapitalanlage als auch die spätere Steuerung der Positionen im Rahmen von Zielvorgaben, unter anderem bezüglich Fristigkeit und Zinsbindung, erfolgt für die CLAAS Gruppe zentral durch das Konzern-Treasury in Abstimmung mit den zuständigen Gremien. Zu Steuerungszwecken werden auch derivative Zinsinstrumente eingesetzt. Diese Positionen werden zu Marktwerten erfasst und kontinuierlich auf Marktwertbasis überwacht. Die resultierenden Risiken werden neben anderem durch den Einsatz von Value at Risk Analysen gemessen.
Die Value at Risk Ermittlung erfolgt auf Basis einer Monte-Carlo-Simulation. Das Konfidenzniveau liegt bei 99,0% und es wird eine Halteperiode von zehn Tagen unterstellt. Die sich ergebende Kennzahl ist folglich der Marktwertverlust des Portfolios aller zinssensitiven Instrumente, der nach zehn Tagen nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 1,0% übertroffen wird. Nicht enthalten sind Währungsderivate. Diese können zwar zinsinduzierten Wertänderungen unterliegen, das Ausmaß ist jedoch unbedeutend. Der Value at Risk aller zinssensitiven Finanzinstrumente betrug zum Bilanzstichtag 1,6 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €).
Aus dem Bezug von Vorleistungen ist CLAAS Risiken durch Änderungen von Warenpreisen ausgesetzt. In geringem Umfang werden derivative Finanzinstrumente insbesondere zur Absicherung von Risiken durch Preisänderungen bei Industriemetallen und Naturkautschuk eingesetzt. Die daraus resultierenden Risiken sind unbedeutend.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach den Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Auswirkungen von Änderungen des Konsolidierungskreises auf den Finanzmittelbestand werden separat im Cashflow aus der Investitionstätigkeit dargestellt. Der Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Zahlungsmittelbestand ist aus den einzelnen Zahlungsströmen eliminiert und wird gesondert gezeigt.
Folgende Zahlungsströme sind im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Gezahlte Zinsen | 23.622 | 26.152 |
| Erhaltene Zinsen | 7.736 | 7.594 |
| Erhaltene Dividenden | 19.554 | 2.668 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 68.736 | 39.732 |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzschulden änderten sich wie folgt:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Finanzschulden am 01.10. | 759.290 | 777.171 |
| Zahlungsmittelzuflüsse / -abflüsse | -31.404 | -12.594 |
| Währungsunterschiede | 1.906 | -1.178 |
| Fremdwährungsbewertung Anleihen | 3.370 | -19.845 |
| Nicht zahlungswirksame Änderungen Leasing | 24.189 | 15.736 |
| Finanzschulden am 30.09. | 757.351 | 759.290 |
Als nahestehende Unternehmen und Personen werden die nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Personen, die einen maßgeblichen Einfluss auf die CLAAS Gruppe ausüben können, bezeichnet. Letztere umfassen die Mitglieder der Konzernleitung, des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses sowie Mitglieder der Familien Claas.
Die folgende Tabelle zeigt den Umfang der Geschäftsbeziehungen der CLAAS Gruppe mit nahestehenden Unternehmen:
| Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | |||
| in T € | 2021 | 2020 | 2021 | 2020 |
| Erträge | 33.106 | 29.849 | 208.136 | 132.827 |
| Aufwendungen | 6.455 | 4.103 | 248.893 | 215.976 |
| Forderungen | 8.654 | 8.960 | 35.220 | 31.320 |
| Verbindlichkeiten | 62 | 90 | 17.532 | 15.225 |
Die Forderungen und Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen.
Im Berichtsjahr wurden von Mitgliedern der Familien Claas Kredite in Höhe von insgesamt 46,1 Mio. € (Vorjahr: 46,6 Mio. €) gewährt, von denen 4,1 Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig sind.
Darüber hinaus hat die CLAAS Gruppe keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen getätigt.
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.
Die Bezüge des Aufsichtsrats und Gesellschafterausschusses summierten sich im Geschäftsjahr 2021 auf 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €).
Für die Mitglieder der Konzernleitung sind folgende Bezüge angefallen:
| in T € | 2021 | 2020 |
| Laufende Bezüge | 5.770 | 4.436 |
| Vorsorgen für Ruhestandsbezüge | 85 | 68 |
| Gesamtbezüge der Mitglieder der Konzernleitung | 5.855 | 4.504 |
Für die ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung der CLAAS KGaA mbH / Konzernleitung wurden Ruhestandsbezüge in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) geleistet. Die bilanzierten Verpflichtungen für die laufenden Pensionen und für die Anwartschaften der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung der CLAAS KGaA mbH / Konzernleitung betragen zum Bilanzstichtag 13,0 Mio. € (Vorjahr: 15,5 Mio. €).
Für die im Berichtsjahr erbrachten Leistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten die Jahresabschlussprüfung der CLAAS KGaA mbH und die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfungen der Abschlüsse der inländischen Tochtergesellschaften.
| in T € | 2021 | 2020 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 633 | 632 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 31 | 42 |
| Steuerberatungsleistungen | 158 | 154 |
| Sonstige Leistungen | 11 | 5 |
| Honorare des Abschlussprüfers | 833 | 833 |
Nachfolgende inländische Tochtergesellschaften haben in Teilen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch gemacht:
| ― |
365FarmNet Group KGaA mbH & Co KG, Harsewinkel |
| ― |
CLAAS Anlagemanagement GmbH, Harsewinkel |
| ― |
CLAAS E-Systems GmbH, Dissen am Teutoburger Wald |
| ― |
CLAAS Global Sales GmbH, Harsewinkel |
| ― |
CLAAS Industrietechnik GmbH, Paderborn |
| ― |
CLAAS Material Handling GmbH, Harsewinkel |
| ― |
CLAAS Saulgau GmbH, Bad Saulgau |
| ― |
CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH, Harsewinkel |
| ― |
CLAAS Service and Parts GmbH, Harsewinkel |
| ― |
CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel |
Nach dem Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder des Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte oder Schuldposten zum 30. September 2021 geführt hätten oder über die zu berichten wäre.
| Name und Sitz der Gesellschaft |
Kapitalanteil
in % |
Gehalten über lfd. Nr. | |||
| I. Verbundene Unter nehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind | |||||
| Lfd. Nr. | Inland | ||||
| 1 | CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH, Harsewinkel | ||||
| 2 | BLT Brandenburger Landtechnik GmbH, Liebenthal | 50,6 | 17 | ||
| 3 | CHW Fonds, München | ||||
| 4 | CLAAS Anlagemanagement GmbH, Harsewinkel | 100,0 | 1 | ||
| 5 | CLAAS Bordesholm GmbH, Bordesholm | 82,4 | 17 | ||
| 6 | CLAAS Braunschweig GmbH, Schwülper | 100,0 | 17 | ||
| 7 | CLAAS Central Asia Investment GmbH, Harsewinkel | 100,0 | 1 | ||
| 8 | CLAAS E-Systems GmbH, Dissen am Teutoburger Wald | 100,0 | 1 | ||
| 9 | CLAAS Global Sales GmbH, Harsewinkel | 100,0 | 1 | ||
| 10 | CLAAS Industrietechnik GmbH, Paderborn | 100,0 | 1 | ||
| 11 | CLAAS Material Handling GmbH, Harsewinkel | 100,0 | 1 | ||
| 12 | CLAAS Osteuropa Investitions GmbH, Harsewinkel | 100,0 | 1 | ||
| 13 | CLAAS Saulgau GmbH, Bad Saulgau | 100,0 | 1 | ||
| 14 | CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH, Harsewinkel | 100,0 | 1 | ||
| 15 | CLAAS Service and Parts GmbH, Harsewinkel | 100,0 | 1 | ||
| 16 | CLAAS Thüringen GmbH, Schwabhausen | 90,0 | 17 | ||
| 17 | CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel | 100,0 | 1 | ||
| 18 | CLAAS Weser Ems GmbH, Molbergen | 100,0 | 17 | ||
| 19 | 365FarmNet GmbH, Berlin | 100,0 | 20 | ||
| 20 | 365FarmNet Group KGaA mbH & Co KG, Harsewinkel | 100,0 | 1/21 | ||
| 21 | 365FarmNet Verwaltungs GmbH, Gütersloh | 100,0 | 1 | ||
| Ausland | |||||
| 22 | Canada West Harvest Centre Inc., Kelowna / Kanada | 100,0 | 29 | ||
| 23 | CLAAS Agricoltura S.R.L., Mailand / Italien | 100,0 | 41 | ||
| 24 | CLAAS Agricultural Machinery (Shandong) Co. Ltd., Gaomi / China | 100,0 | 36 | ||
| 25 | CLAAS Agricultural Machinery Private Limited, Neu-Delhi / Indien | 100,0 | 9/15 | ||
| 26 | CLAAS Agricultural Machinery Trading (Beijing) Co. Ltd., Peking / China | 100,0 | 30 | ||
| 27 | CLAAS América Latina Representação Ltda., Porto Alegre / Brasilien | 100,0 | 1/9 | ||
| 28 | CLAAS Argentina S.A., Sunchales / Argentinien | 100,0 | 1 | ||
| 29 | CLAAS Canada Holdings Inc., Kelowna / Kanada | 100,0 | 1 | ||
| 30 | CLAAS East Asia Holding Ltd., Hongkong / China | 100,0 | 1 | ||
| 31 | CLAAS Eastern Ltd., Saxham / Großbritannien | 100,0 | 53 | ||
| 32 | CLAAS Financial Services Inc., Wilmington / Delaware / USA | 100,0 | 45 | ||
| 33 | CLAAS France Holding S.A.S., Vélizy / Frankreich | 100,0 | 1 | ||
| 34 | CLAAS France S.A.S., Ymeray / Frankreich | 100,0 | 33 | ||
| 35 | CLAAS Global Sales Americas Inc., Wilmington / Delaware / USA | 100,0 | 9 | ||
| 36 | CLAAS Greater China Holding Ltd., Hongkong / China | 100,0 | 1 | ||
| 37 | CLAAS Holdings Ltd., Saxham / Großbritannien | 100,0 | 1 | ||
| 38 | CLAAS Hungária Kft., Törökszentmiklós / Ungarn | 100,0 | 1 | ||
| 39 | CLAAS Ibérica S.A., Madrid/Spanien | 100,0 | 1 | ||
| 40 | CLAAS India Private Ltd., Faridabad / Indien | 100,0 | 1 | ||
| 41 | CLAAS Italia S.p.A., Vercelli / Italien | 100,0 | 1 | ||
| 42 | CLAAS Manns Ltd., Saxham / Großbritannien | 100,0 | 53 | ||
| 43 | CLAAS Middle East - FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | 100,0 | 9 | ||
| 44 | CLAAS North America Holdings Inc., Omaha / Nebraska / USA | 100,0 | 1 | ||
| 45 | CLAAS of America Inc., Omaha / Nebraska / USA | 100,0 | 44 | ||
| 46 | CLAAS Omaha Inc., Omaha / Nebraska / USA | 100,0 | 44 | ||
| 47 | CLAAS Polska Sp. z o.o., Posen / Polen | 100,0 | 1 | ||
| 48 | CLAAS Regional Center Central Europe GmbH, Spillern / Österreich | 100,0 | 1 | ||
| 49 | CLAAS Regional Center South East Asia Ltd., Bangkok / Thailand | 100,0 | 1 | ||
| 50 | CLAAS Regional Center South East Europe S.R.L., Afumaţi / Rumänien | 100,0 | 1 | ||
| 51 | CLAAS Réseau Agricole S.A.S., Ymeray / Frankreich | 100,0 | 52 | ||
| 52 | CLAAS Tractor S.A.S., Vélizy / Frankreich | 100,0 | 33 | ||
| 53 | CLAAS U.K. Ltd., Saxham / Großbritannien | 100,0 | 37 | ||
| 54 | CLAAS Western Ltd., Saxham / Großbritannien | 100,0 | 53 | ||
| 55 | Mercator Purchasing S.A., Luxemburg / Luxemburg | ||||
| 56 | Nebraska Harvest Center Inc., Wilmington / Delaware / USA | 100,0 | 44 | ||
| 57 | OOO CLAAS Vostok, Moskau / Russland | 100,0 | 1 | ||
| 58 | OOO CLAAS, Krasnodar / Russland | 99,0 | 12 | ||
| 59 | S@T-INFO S.A.S., Chalon-sur-Saône / Frankreich | 100,0 | 33 | ||
| 60 | TOV CLAAS Ukraina, Kiew / Ukraine | 100,0 | 1 | ||
| 61 | Usines CLAAS France S.A.S., Metz-Woippy / Frankreich | 100,0 | 33 | ||
| 62 | 365 FarmNet France S.A.S., Ymeray / Frankreich | 100,0 | 33 | ||
| II. At Equity bewertete assoziierte Unternehmen | |||||
| 63 | CLAAS Financial Services LLC., San Francisco/Kalifornien/USA | 49,0 | 45/32 | ||
| 64 | G.J.'s Harvest Centre Inc., Ontario / Kanada | 34,5 | 29 | ||
| 65 | Mecklenburger Landtechnik GmbH, Prüzen / Deutschland | 25,1 | 17 | ||
| 66 | Schmahl Landtechnik Upahl GmbH & Co., Upahl / Deutschland | 45,0 | 17 | ||
| 67 | Schmahl Landtechnik Upahl Verwaltungs GmbH, Upahl / Deutschland | 45,0 | 17 | ||
| 68 | SM3 CLAAS S.A.S., Fleury / Frankreich | 42,0 | 51 | ||
| 69 | Worch Landtechnik GmbH, Schora / Deutschland | 39,0 | 17 | ||
| III. At Equity bewertete Gemeinschafts unternehmen und gemeinschaftliche Tätigkeiten | |||||
| 70 | CLAAS Financial Services Ltd., Basingstoke / Großbritannien | 49,0 | 53 | ||
| 71 | CLAAS Financial Services S.A.S., Puteaux / Paris / Frankreich | 49,0 | 1 | ||
| 72 | Fricke Landtechnik GmbH, Demmin / Deutschland | 25,1 | 17 | ||
| 73 | G.I.M.A. S.A.S., Beauvais / Frankreich | 50,0 | 52 | ||
| 74 | TechnikCenter Grimma GmbH, Mutzschen / Deutschland | 30,0 | 17 | ||
| 75 | Uz CLAAS Agro MChJ, Taschkent / Usbekistan | 49,0 | 7 | ||
| IV. Wesentliche sonstige Beteiligungen | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalanteil
in % |
Gehalten über lfd. Nr. | ||
| 76 | AGRAVIS Technik Hessen-Pfalz GmbH, Fritzlar / Deutschland | EUR | 700.000 | 10,0 | 17 |
| 77 | AgXeed Holding B.V., Venray / Niederlande | EUR | 183 | 3,7 | 4 |
| 78 | BayWa AG Centre Ltd., Crossfield / Alberta / Kanada | CAD | 555.557 | 10,0 | 29 |
| 79 | CLAAS Main-Donau GmbH & Co. KG, Gollhofen / Deutschland | EUR | 1.200.000 | 10,0 | 17 |
| 80 | CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, Altenstadt an der Waldnaab / Deutschland | EUR | 750.000 | 10,0 | 17 |
| 81 | CLAAS Südostbayern GmbH, Töging am Inn / Deutschland | EUR | 700.000 | 10,0 | 17 |
| 82 | CLAAS Württemberg GmbH, Langenau / Deutschland | EUR | 800.000 | 10,0 | 17 |
| 83 | CS Parts Logistics GmbH, Bremen / Deutschland | EUR | 1.550.000 | 50,0 | 15 |
| 84 | DESICO S.A., Florentino Ameghino / Buenos Aires / Argentinien | ARS | 13.333 | 10,0 | 28 |
| 85 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Kaiserslautern / Deutschland | EUR | 1.248.000 | 4,2 | 1 |
| 86 | E-FARM GmbH, Hamburg / Deutschland | EUR | 34.628 | 11,8 | 4 |
| 87 | Landtechnik Steigra GmbH, Steigra / Deutschland | EUR | 615.000 | 15,1 | 17 |
| 88 | LTZ Chemnitz GmbH, Hartmannsdorf / Deutschland | EUR | 750.000 | 10,0 | 17 |
| 89 | MD-Betriebs-GmbH, München / Deutschland | EUR | 25.000 | 10,0 | 17 |
| 90 | NOB-Betriebs-GmbH, Altenstadt an der Waldnaab / Deutschland | EUR | 25.000 | 10,0 | 17 |
| 91 | Pellenc Languedoc Roussillon S.A.S., Lézignan-Corbières / Frankreich | EUR | 1.000.000 | 35,0 | 51 |
| 92 | Tingley Implements Inc., Lloydminster / Kanada | CAD | 1.092.000 | 10,0 | 45 |
Der vorliegende Konzernabschluss zum 30. September 2021 und der Konzernlagebericht wurden am 24. November 2021 von der Geschäftsführung der CLAAS KGaA mbH aufgestellt, die für die Vollständigkeit und Richtigkeit der darin enthaltenen Informationen verantwortlich ist. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden. Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht und weitere nach § 315e HGB erforderliche Erläuterungen ergänzt.
Die Ordnungsmäßigkeit und die Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts mit den gesetzlichen Vorschriften werden durch die internen Kontrollsysteme, konzernweit einheitliche Richtlinien sowie die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden gewährleistet. Die Einhaltung der im gruppenweit gültigen Risikomanagement-Handbuch festgelegten Richtlinien sowie die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden kontinuierlich von der Internen Revision geprüft. Nach sorgfältiger Prüfung der gegenwärtigen Risikosituation bestehen nach unserer Erkenntnis keine konkreten Risiken, die den Fortbestand der CLAAS Gruppe gefährden könnten.
Harsewinkel, 24. November 2021
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