Stammdaten

Register
Amtsgericht Landshut HRB 287
Vorher
Kellhuber Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
14.10.1974
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Bau- Unternehmens sowie die Verwaltung und Geschäftsführung von Unternehmen der Baubranche. Die Gesellschaft kann andere Unternehmen erwerben oder sich daran beteiligen. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Roland Meßner
seit 10.1.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kellhuber GmbH

Eggenfelden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Rahmenbedingungen

a. Gesamtwirtschaftliche Lage

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

b. Entwicklung der Baubranche in Deutschland

Die Bauwirtschaft hat in den Corona-Jahren 2020 und 2021 die Gesamtwirtschaft gestützt, wurde aber ab 2022 durch den Krieg in der Ukraine gebremst. Materialmangel, deutlich zulegende Zinssätze und stark steigende Baumaterial- und damit auch Baupreise sorgten für einen Rückgang der Nachfrage und der Bautätigkeit. Dennoch blieb die gesamtwirtschaftliche Bedeutung hoch.

2023 trug das Baugewerbe 6,2 % zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei. Der Anteil des Bruttoinlandsproduktes, der für Bauinvestitionen verwendet wurde, war mit 11,8 % nahezu doppelt so hoch. Der Anteil des Baugewerbes an der gesamten Beschäftigung lag bei 5,8 %.

Damit behauptete sich das Baugewerbe 2023 sowohl bei der Produktion als auch bei der Beschäftigung noch vor wichtigen deutschen Industriebereichen wie dem Maschinenbau oder der Chemischen Industrie. Die Bauwirtschaft bleibt - trotz der aktuellen konjunkturellen Schwäche - eine Schlüsselbranche für Deutschland.

Zum Ende der 10-jährigen Baurezession im Jahr 2005 wurde in Deutschland preisbereinigt ein Viertel weniger in Bauten investiert als zum Höchststand Mitte der 1990er Jahre. Von 2010 bis 2020 waren die Bauinvestitionen dann im stetigen Aufwärtstrend. Befeuert wurden sie durch das dauerhaft niedrige Zinsniveau und die zuwanderungsbedingt gestiegene Nachfrage nach Wohnraum.

Der starke Anstieg der Baumaterial- und somit Baupreise sowie die steigenden Zinssätze und die dadurch versursachte Verunsicherung der Investoren haben den Aufwärtstrend gestoppt. Von 2021 bis 2023 gaben die Bauinvestitionen preisbereinigt um 6,9 % nach, lagen damit zwar real noch um 17 % über dem Niveau von 2009, aber um 13 % niedriger als zum Höchststand 1994. Das BIP legte hingegen im Trend deutlich zu und übertraf 2023 den Wert von 1991 real um 47 %.

Entsprechend entwickelten sich die Pro-Kopf-Investitionen: 2023 wurden je Einwohner 3.615 Euro in Bauten investiert, nur genauso viel wie 1991 und 16 % weniger als 1994.

Der Wohnungsbau ist seit vielen Jahren die bedeutendste Bausparte, 2023 entfielen auf ihn 61,0 % aller Bauinvestitionen. Die Bedeutung des Öffentlichen Baus ist langfristig deutlich zurückgegangen, er machte nur noch 12,1 % der Bautätigkeit aus. Der Anteil des Wirtschaftsbaus ist langfristig relativ konstant geblieben und lag bei 26,9 %. Zu ihm zählen auch die Auftraggeber Deutsche Bahn und Deutsche Telekom sowie kommunale Ver- und Entsorger (Stadtwerke), wenn sie als rechtlich eigenständiges Unternehmen am Markt auftreten.

Das Bauhauptgewerbe war 2023 mit einem Anteil von 35,1 % die mit Abstand größte Produzentengruppe. Zusammen mit dem Ausbaugewerbe (Anteil 28,8 %) entfielen auf das gesamte Baugewerbe nahezu zwei Drittel der gesamten Bauinvestitionen. Der Rest sind die in die Bauwerke eingehenden Leistungen des Verarbeitenden Gewerbes, Dienstleistungen, Gebühren sowie sonstige Bauleistungen, die auch Eigenleistungen privater Haushalte und Schwarzarbeit umfassen.

Das Bauhauptgewerbe hat 2023 einen baugewerblichen Umsatz von 162,6 Mrd. Euro erzielt, nominal waren es 1,4 % mehr als 2022. Der Wert lag mehr als doppelt so hoch wie zum Ende der Baukrise 2005 und war der höchste gesamtdeutsche Wert. Allerdings legten die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes mit 7,0 % deutlich stärker zu. Es kam daher zu einem realen Rückgang des Umsatzes von 5,2 %. Dies war der dritte preisbereinigte Umsatzrückgang in Folge, gegenüber 2020 summiert er sich auf 15,3 %. Den deutlichsten realen Rückgang verzeichnete der Wohnungsbau mit einem Minus von 11,5 %. Diese Sparte wurde von den steigenden Baupreisen und Zinsen besonders hart getroffen. Bund, Länder und Gemeinden haben ihre Investitionsbudgets nicht in ausreichendem Maß an die gestiegenen Baupreise angepasst, der reale Umsatzrückgang in dieser Sparte lag bei 1,6 %. Der Wirtschaftsbau zeigte sich dagegen relativ robust und verzeichnete mit einem realen Rückgang von 0,9 % noch die beste Entwicklung.

Für die kleineren Betriebe des Bauhauptgewerbes mit bis zu 19 Beschäftigten ist der Wohnungsbau bereits seit Jahrzehnten die dominierende Bausparte. Auf ihn entfallen nahezu zwei Drittel des Umsatzes. Da diese Betriebe zur monatlichen Auftragseingangsstatistik nicht meldepflichtig sind, ist der Wohnungsbau in dieser Statistik deutlich unterrepräsentiert. Wachstum oder Rückgang dieser Sparte zeigen sich beim Auftragseingang nur abgeschwächt.

Mit wachsender Betriebsgrößenklasse geht die Bedeutung des Wohnungsbaus drastisch zurück, bei den größeren Betrieben des Bauhauptgewerbes mit 200 und mehr Beschäftigten machte er im Juni 2023 nur 13,2 % des Umsatzes aus. Das zwischenzeitliche starke Wachstum des Wohnungsbaus hinterließ aber seine Spuren, 2010 betrug der Anteil nur 7 %. In der Kategorie der größeren Baufirmen überwiegt der Wirtschaftsbau mit einem Anteilswert von 43 bis 50 %. Der bauwirtschaftliche Mittelstand (20 bis 99 Beschäftigte) lebt nahezu gleichgewichtet von allen Bausparten.

2023 wurden in Deutschland 260.071 Wohnungen zum Bau genehmigt. Der Schwerpunkt lag mit 82 % in neuen Wohngebäuden. In diesem Segment haben die Wohnungen in Mehrfamilienhäusern ihren Anteil seit 2010 sehr deutlich von 41 auf 67 % ausgebaut. 16 % aller Wohnungen entfielen auf genehmigungspflichtige Umbaumaßnahmen im Bestand, 2 % auf Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden. 2023 wurde der sowohl absolut als auch der prozentual stärkste Genehmigungsrückgang seit 1991 verzeichnet, bei Wohnungen in neuen Wohngebäuden waren es minus 30 %. Der Wohnungsneubau hat vor allem unter den gestiegenen Zinsen, zulegenden Baumaterial und somit Baupreisen, den gesunkenen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und dem nahezu kompletten Wegfall der staatlichen Neubauförderung gelitten. Vom Rückgang waren vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser betroffen, wo die Genehmigungen sogar um 41 % einbrachen. Für viele Privathaushalte ist der Traum vom Eigenheim in weite Ferne gerückt.

Nach einem eher moderaten Anstieg bis 2020 - die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes nahmen seit 1995 nur minimal stärker zu als die Verbraucherpreise - war ab 2021 ein starkes Wachstum zu verzeichnen. In nur drei Jahren legten die Preise im Bauhauptgewerbe um 35 % und im Ausbaugewerbe sogar um 40 % zu. Auch die Verbraucherpreise stiegen mit 17 % ungewöhnlich deutlich. Die hohen Steigerungsraten der Baupreise sind vor allem auf massive Preisveränderungen bei Baumaterialien und Energie zurückzuführen, wo sich ab 2020 zuerst der Bruch der Lieferketten und dann der Krieg in der Ukraine auswirkten. Von 2020 bis 2023 legte - trotz des leichten Rückgangs im Jahr 2023 - der Erzeugerpreisindex für Bitumen aus Erdöl um 79 % zu, für Betonstahl in Stäben um 42 % und für Energie um 103 %. Zudem gab es zwischenzeitlich Probleme bei der Materialversorgung, was die Kosten ebe falls in die Höhe trieb. Die Baufirmen haben also auch ihre höheren Einkaufspreise und Kosten an die Auftraggeber weitergereicht.

In den Jahren 2001 bis 2020 konnten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes ihre Umsatzrendite vor Steuern im Trend von 2,9 auf 10,1 % steigern. Diese Entwicklung hat sich 2021 und 2022 (vorläufige Zahlen) umgekehrt, die Rendite sank deutlich auf 6,6 %. Je größer das Bauunternehmen, desto geringer ist aber die Vorsteuerrendite. Sie lag 2022 bei Unternehmen in den Größenklassen des Jahresumsatzes von mehr als 10 Mio. Euro nur bei 3,9 bis 4,6 %. Die Eigenkapitalquote im Bauhauptgewerbe hat sich bis 2020 von 3,2 % auf 23,6 % mehr als versiebenfacht. Bis 2022 erfolgte aber auch hier ein starker Rückgang auf 19,6 %. Anders als bei der Rendite fällt die Eigenkapitalquote nach Unternehmensgrößenklassen seit 2015 nicht mehr stark unterschiedlich aus. Diese Entwicklung findet ihre Entsprechung bei den Insolvenzen im Bauhauptgewerbe. Seit dem Höhepunkt im Jahr 2001 (4.909) gingen diese bis 2021 um mehr als drei Viertel auf nur noch 1.034 zurück. Bis 2023 legten sie aber wieder um 36 % auf 1.409 zu.

c. Entwicklung der Baubranche in Bayern

Bereits im Frühjahr zeichnete sich eine Abkühlung der Baukonjunktur ab. Vor allem der Wohnungsbau brach ein. Die Baugenehmigungen in Bayern waren stark rückläufig. Die Geschäftslage der Unternehmen des Baugewerbes zeigte sich im Vorjahresvergleich vor allem im öffentlichen Hochbau und im Wohnungsbau deutlich verschlechtert. Etwa jedes zweite der in diesen Segmenten tätigen Bauunternehmen klagte über eine schlechte Geschäftslage. Die pessimistischen Erwartungen wurden durch die statistischen Zahlen bestätigt. Die Wohnungsbaugenehmigungen gingen im ersten Quartal 2023 im Vorjahresvergleich in Bayern um 28,9 Prozent zurück. Aber auch bereits genehmigte Projekte wurden immer häufiger storniert. Der Auftragseingang im Wohnungsbau ging im Januar 2023 im Vorjahresvergleich in Deutschland nach Erhebungen des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) real um 32,7 Prozent zurück. Klare Forderungen an die Wohnungsbaupolitik Die Ergebnisse der Frühjahrs- und Herbstkonjunkturumfragen - an denen sich jeweils über 500 unserer Mitgliedsunternehmen beteiligten - stellte unser Verband auf Pressekonferenzen am 8. Mai und am 27. November 2023 in München vor. Unser Verbandspräsident Wolfgang Schubert-Raab brachte auf der Frühjahrspressekonferenz die Erwartung von gegenüber dem Vorjahr um rund 5 Prozent sinkender Nominalumsätze zum Ausdruck und wies darauf hin, dass diese Entwicklung nicht nur die wohnungspolitischen Ziele gefährde, sondern auch Arbeitsplätze im Baugewerbe. Er forderte von der Bundespolitik schnelle und durchschlagende wohnungsbaupolitische Maßnahmen.

Im Herbst 2023 stand die bayerische Baukonjunktur schließlich vor einem kräftigen Abschwung. Hierzu trug besonders der weitere starke Umsatz- und Auftragsrückgang im Wohnungsbau bei. Von Januar bis September 2023 wurden in Bayern nur 42.740 Wohnungen genehmigt. Dies entsprach einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 30,1 Prozent. Der Wohnungsbau wurde von vielen Faktoren ausgebremst: Stark gestiegene und anhaltende Materialkostensteigerungen, fehlende Förderinstrumente, fehlendes Bauland in den Metropolregionen, hohe und kostenträchtige staatliche Bauauflagen, extrem gestiegene Bauzinsen und eine anhaltend hohe Inflation führten im Jahr 2023 zu einer einbrechenden Nachfrage. Insofern schilderte Verbandspräsident Wolfgang Schubert-Raab auf der Pressekonferenz am 27. November 2023 die Lage in der bayerischen Bauwirtschaft als ernst. Er forderte mutige Investitionsentscheidungen der Öffentlichen Hand, um die hohe Investitionsquote Bayerns in der aktuellen Krise beizubehalten. Nur mit einer funktionierenden Infrastruktur könnten die großen Herausforderungen der Wohnungsbau und Industriepolitik, des Klimawandels und der Energiewende bewältigt werden. Aus der aktuellen Haushaltskrise dürfe keine Investitionskrise werden.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2023

a. Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung der Kellhuber GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 22,91 Mio. EUR (Vj. 28,23 Mio. EUR) reduziert.

Die vergangenen Jahre haben uns gezeigt, dass der eingeschlagene Weg hin zur Vertiefung unserer Wertschöpfungskette richtig war.

Jedoch stellen sich inzwischen gewisse Herausforderungen die wir begonnen haben zu korrigieren. Vor allem sehen wir eine deutlichere Trennung von der Bautätigkeit sowie der Projektentwicklung als zwingend erforderlich an.

Die sich in den Jahren 2022 und 2023 gesamtwirtschaftlich drastisch verändernde Situation hat uns dazu veranlasst, die Struktur und die strategische Ausrichtung unserer Unternehmensgruppe grundlegend zu überdenken um Verbesserungspotentiale zu erarbeiten und umzusetzen.

Als Ergebnis aus diesen Überlegungen werden wir beginnend ab Januar 2025 die Unternehmensgruppe in zwei übergeordnete Bereiche Bau und Immobilien gliedern. Der Bereich Bau umfasst die Kellhuber GmbH sowie die Hager Holzbau GmbH. Der Bereich Immobilien umfasst die Kellhuber Immobilien GmbH & Co. KG und die Kellhuber Hausverwaltung GmbH. Zusätzlich werden wir unsere Generalunternehmer- und Schlüsselfertigbautätigkeiten sukzessive in die Immobiliengesellschaft eingliedern.

Grundlage für diese Entscheidung ist die sehr unterschiedliche Leistungserbringung in den Bereichen. In der Kellhuber GmbH sowie der Hager Holzbau GmbH ist die Leistungserbringung sehr stark von lohnintensiver Arbeitsleistung geprägt und unterscheiden sich deshalb fundamental von den Arbeitstätigkeiten eines Projektentwicklers und Generalunternehmers die einen stark handelsähnlichen Charakter aufweisen und nur einen kleinen technischen Anteil in der Bauüberwachung und Qualitätskontrolle.

Mit dieser Struktur verfolgen wir zwei Ziele. Die Prozesse in beiden Bereichen können besser an die Notwendigkeit für die Leistungserbringung angepasst werden und sind somit wirtschaftlicher zu gestalten. Darüber hinaus bietet uns diese Struktur eine operative Geschäftsführung die inhaberunabhängig gestaltet werden kann und bietet somit Raum für weiteres Wachstum in der Unternehmensgruppe, weil dieses dann nicht mehr durch die Arbeitskapazität des Inhabers limitiert ist und sich auf Inhaberebene noch intensiver mit strategischen und zukunftsorientierten Themen befasst werden kann. Weitere Firmenzukäufe und die Ausweitung unserer Tätigkeit auf mehrere Standorte sehen wir als zielführend an und werden diese Themen in den kommenden Jahren intensiviert bearbeiten, weil die zu erwartende wirtschaftliche Schwäche und Stagnation Räume für Zukäufe und Ausweitungen bieten wird.

Um die laufende Abstimmung der einzelnen Bereiche zusammen mit der kfm. Leitung sowie der Gesamtleitung sicherzustellen, werden wir einerseits eine Monatsroutine einführen und uns zu zentralen Themen austauschen sowie die entsprechenden Rentabilitäts- sowie Leistungsindikatoren auswerten.

Zum anderen werden unsere Forecastmodelle für die Leistungserbringung und vor allem für die laufenden Liquiditätsströme noch intensiviert und mit weiteren Datenquellen ergänzt.

Wir sehen uns mit dieser Struktur sowie diesen Kontrollgremien und -mechanismen gut gerüstet für die bevorstehenden Jahre, die geprägt von Stagnation und wirtschaftlicher Schwäche zu erwarten sind.

b. Auftragsentwicklung

Die Entwicklung unseres Auftragsbestandes ist ausreichend aber nicht zufriedenstellend. Die Zinssteigerungen haben über alle Bereiche des Bauens ihre negative Wirkung entfaltet und Genehmigungs- sowie Ausführungszahlen befinden sich in einem stetigen Abwärtstrend

c. Geschäftsergebnis

Der Jahresüberschuss kann mit TEUR 556 (Vj. TEUR 419) angegeben werden. Das Ergebnis entspricht unseren Erwartungen und kann damit als zufriedenstellend beurteilt werden. Investitionen in das Anlagevermögen werden vorausschauend und langfristig geplant und realisiert.

d. Personalentwicklung

Im Jahresmittel des Berichtsjahres beschäftigte die Kellhuber GmbH 113 Mitarbeiter ohne Auszubildende. Die Anzahl der in der Verwaltung tätigen technischen und kaufmännischen Mitarbeiter inklusive des Geschäftsführers beträgt im Berichtsjahr 23.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

a. Vermögenslage

Im Geschäftsjahr führten die Neu- und Ersatzinvestitionen zu einem deutlichen Anstieg des Sachanlagevermögens um TEUR 1.325 auf TEUR 3.259. Die immateriellen Vermögensgegenstände verblieben nahezu auf Vorjahresniveau (TEUR 28). Bei den sonstigen Ausleihungen überstiegen die Rückführungen die Neuvergaben, damit fielen die Finanzanlagen von TEUR 6.269 auf TEUR 1.870. Absolut und relativ sank damit per Saldo das Anlagevermögen auf TEUR 5.157 bzw. 42,5 % (Vj. TEUR 8.234 bzw. 55,8 %).

Das Umlaufvermögen stieg absolut und relativ von TEUR 6.517 (44,2 %) auf TEUR 6.947 (57,5 %). Dabei stehen die Zunahmen bei den liquiden Mittel und Vorräten gesunkene Bestände bei den übrigen Positionen gegenüber. Die höchste Zunahme ist bei den liquiden Mitteln zu verzeichnen.

Mit Abnahme der Bilanzsumme und dem guten Jahresergebnisse erhöhte sich das Eigenkapital deutlich absolut und relativ. Zum Bilanzstichtag liegt ein Bestand von TEUR 8.701 (Vj. TEUR 8.145) bzw. 71,9 % (Vj. 55,2 %) Eigenkapitalquote vor. Damit wurde wieder ein hervorragendes Ergebnis erzielt und die gesteckten Ziele übertroffen. Aufgrund der sehr guten Vermögenslage kann das Umlaufvermögen mit mehr als die Hälfte durch Eigenmittel gedeckt werden, was wieder eine nachhaltige Finanzierungsstruktur gewährleistet.

Darüber hinaus sank das kurzfristige Fremdkapital deutlich, was ebenfalls zu einer erhöhten Bonität der Gesellschaft beiträgt.

b. Finanzlage

Auch durch das gute Jahresergebnis erhöhte sich der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 164 auf TEUR 748.

Mit der erhöhten Rückführung von Finanzanlagen ergibt sich trotz Neu- und Ersatzinvestitionen ein Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit.

Bedingt durch planmäßige Rückführung von Bankverbindlichkeiten liegt ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit vor, der jedoch durch die positiven Zuflüsse aus Investitionstätigkeit und laufender Geschäftstätigkeit überkompensiert wird und per Saldo zu einem Anstieg bei den Finanzmitteln um TEUR 1.203 (VJ. - TEUR 1.522) führt.

c. Ertragslage

Der überaus erfreuliche Geschäftsverlauf verursachte eine Erhöhung des Rohergebnisses von TEUR 10.390 auf TEUR 10.554. Der Anstieg konnte trotz gesunkener Gesamtleistung erzielt werden, da bei der Unternehmensleistung ein deutlich reduzierter Material- und Fremdbezugsanteil vorlag.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich trotz gesunkenem Mitarbeiterbestand um TEUR 111 auf TEUR 6.845, verursacht wurde dies, da neben den üblichen Lohnsteigerungen auch noch inflationsbedingte Anpassungen erfolgten. Die übrigen Kosten entwickelten sich umsatz- und inflationsbedingt. Das Ergebnis vor Steuern lag damit mit TEUR 797 um TEUR 194 über 2022.

Bei nahezu gleichbleibender Steuerquote von 27,5 % ergibt sich ein mehr als zufriedenstellender Jahresüberschuss von TEUR 556 (Vj. 419).

4. Risiko- und Prognosebericht

a. Risikobericht und Risikomanagementsystem

Die Welt befindet sich im Umbruch. Weltweite Krisen, Handelskriege, internationaler Terror, eine wankende EU, Deutschland auf dem Weg zum kranken Mann und internationale Konflikte zwischen den Großmächten sorgen für ein Umfeld der Angst und Unsicherheit. Hinzu kommt eine Regierungskoalition die ideologiegetriebene Politik jenseits jeglicher Vernunft und Faktenlage vorantreibt. Bis vor wenigen Jahren konnte Deutschland all diese Krisen nichts anhaben aber die Situation dreht sich schneller als erwartet und seit 2023 ist Deutschland offiziell in einer Rezession.

Vor allem in der Diskussion um die aktuell und für die Zukunft maßgeblichen Themen tritt die Schwäche der Parteienpolitik ganz deutlich zum Vorschein. Vor allem aber schlägt nun immer deutlicher durch, dass seit Jahrzehnten die schwachen in die Politik gehen. Diesen Luxus konnten wir uns leisten, weil es uns gut ging aber in Zeiten eines weltumspannenden Kampfes um die wirtschaftliche Zukunft zeigt sich nun die Schwäche des Systems und der agierenden Personen.

Die Vorreiterrolle die wir in Gestalt der EU in den vergangenen Jahren beschrieben bzw. erhofft hatten, können wir so nicht mehr sehen. Zusehends verschieben sich die Kräfte und die EU spielt eine immer geringere Rolle in der Weltpolitik; vor allem, weil die EU zu sehr mit sich selbst (Brexit, Migration und Flucht, Kerneuropa vs. Osteuropa, schwacher Süden, Konzeptionsproblem des Euros) beschäftigt ist.

Insofern sehen wir die EU immer mehr als Spielball der alten Großmacht USA aber vermehrt auch der neuen Großmacht China. Es ist zu hoffen, dass unsere Politiker dies erkennen und eine erfolgreiche aber stark anglophile Politik der vergangenen Jahrzehnte in eine Politik wandeln die China und den asiatischen Raum als kommende Weltmacht anerkennt und in diesem Umfeld einen Platz für die EU schafft um darin eine weiterhin positive Entwicklung der EU sicherzustellen.

Ebenso sehen wir es als zwingend erforderlich an unsere deutsche Position zu einem Nachbarn auf unserer Kontinentalplatte deutlich zu überdecken. Russland war immer unser Nachbar und Russland wird immer unser Nachbar bleiben. Wer denkt man könne Russland von der Landkarte löschen, erliegt nach unserer Auffassung einem Irrglauben. Insofern sind wir überzeugt, dass ein Begegnen auf Augenhöhe zwingend erforderlich ist; vor allem für Deutschland. Russland kann und wird sich mit anderen Handelspartnern in Verbindung setzen - Deutschlands Möglichkeiten mit seiner ideologisierten und blauäugigen Außenpolitik wird dabei zusehends ins Hintertreffen geraten.

Die größte Herausforderung unserer Zukunft wird aber der real existierende Klimawandel sein, den es bereits seit 100.000en von Jahren auf der Welt gab und auch zukünftig geben wird. Klima hat sich immer verändert und wird sich weiterhin verändern. Wenn wir Menschen nur ansatzweise der Meinung sind dies zu beeinflussen, überschätzen wir unsere Kräfte eminent. Wir können unsere Emissionen verringern, den Umgang mit Ressourcen überdenken und unser Verhalten dahingehend ändern, dass Erde und Mensch in Einklang kommen - und dies sehen wir als zwingend erforderlich an, dass die Menschheit hier schneller wird - aber zu glauben der Mensch habe einen Einfluss auf großklimatische Veränderungen auf diesem Erdball ist gelinde gesagt kindlich naiv.

Vor allem die aus dem klimatischen Veränderungen resultierende Bewegung großer Menschenmassen wird die Welt wie wir sie heute kennen im Kern erschüttern und maßgeblich verändern. Da dies Umwälzungen in nicht zu erdenkendem Ausmaß bedeutet, ist es unmöglich mittel- bis längerfristig verlässliche Einflüsse auf unser Unternehmen daraus abzuleiten.

Es ist allerdings abzusehen, dass ein Wegzug aus gewissen Regionen in der Welt unumkehrbar sein wird und ein Zuzug in andere Regionen daraus resultiert. Vor allem klimatisch gemäßigte Zonen werden diesen Zuzug erleben. Deshalb gehen wir davon aus, dass wir auch in den kommenden Jahren eine hohe Bautätigkeit erwarten können, da neben Wohnungen auch Schulen, Universitäten, Kindergärten, Ver- und Entsorgungsnetze und öffentliche Einrichtungen benötigt werden um diesen Zuzug zu bewältigen.

Deshalb sehen wir auch den Schritt hin zu einem Komplettanbieter nach wie vor als deutlich positiv an. Anforderungen an Gebäude werden immer komplexer und es wird immer schwieriger diese Komplexität über eine gewerkweise Vergabe (mit verschiedensten Akteuren und zum Teil konträr laufenden Interessen) zu meistern. Dies kann nur zielorientiert, termin- und kostentreu abgearbeitet werden, wenn eine wirtschaftliche Einheit dahintersteht und den Erfolg der Leistung schuldet.

Für diese Herausforderung sehen wir uns gut gerüstet und die für das Unternehmen bestehenden Risiken gehen nicht über das Niveau durchschnittlicher Projektrisiken hinaus. Insofern kann für das Gesamtunternehmen sowie die Unternehmensgruppe kein Risiko erkannt werden, welches über das eines gewöhnlichen Geschäftsbetriebs hinausgeht.

Wir sind zudem der Auffassung, dass Risiken nicht "gemanagt" werden können, sondern vermieden werden müssen. Um dies sicherzustellen herrscht in der Kellhuber GmbH ein hohes Risikobewusstsein auf allen Ebenen. Zur Unterstützung der Projekt- und Bauleiter im Risikomanagement unterhalten wir ein monatliches Berichtswesen um ertragsrelevante Fehlentwicklungen sehr zeitnah auch in Zahlen identifizieren zu können und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die Kombination aus intensiv gelebtem Risikobewusstsein von der Angebotsphase über die Projektausführung bis hin zur Projektnachbetreuung gepaart mit einer fundierten Auswertung der ertragsrelevanten Baustellenkennzahlen, ermöglicht es frühzeitig auf etwaig entstehende Fehlentwicklungen zu reagieren. Die Baustellen werden monatlich abgegrenzt und somit können die Baustellenergebnisse nach betriebswirtschaftlichen Methoden ausgewertet und bewertet werden. Maßgabe hierfür sind die Vorgaben, welche aus der Kalkulation hervorgehen. Diese Systeme werden laufend auf deren Wirkung überprüft und weiterentwickelt. Auf Basis dieser fundierten Arbeit sind wir stets in der Lage für das Unternehmen relevante Zahlen zu erarbeiten und vor allem zu überwachen. Darauf basierend sind wir in der Lage unser Unternehmensrisiko monatlich zu bewerten und sofern notwendig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Unterstreichen können wir dieses Risikobewusstsein durch ein zertifiziertes "Integriertes Managementsystem (IMS)", bestehend aus einem Qualitätsmanagement (DIN 9001:2015) und einem Arbeitssicherheitsmanagement (ISO 45001). Ziel ist es unsere Arbeitsprozesse zu standardisieren und Fehlerpotentiale zu vermeiden. Ergänzt wird dieses zukünftig um ein Umweltmanagementsystem (ISO 14001).

Die durch uns eingesetzten Informationstechnologien werden ständig daraufhin überprüft, ob sie eine sichere Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen gewährleisten. Mit einem externen IT-Dienstleister haben wir einen Support-Vertrag mit verschiedenen Eskalationsstufen abgeschlossen. Dies ermöglicht dem Unternehmen und unseren Mitarbeitern eine noch zielführendere Unterstützung bei Problemen mit der IT und vor allem situationsbezogene Reaktionszeiten.

Diese IT-gestützte Unternehmensführung ermöglicht es, unsere operativen Prozesse noch besser zu erfassen und auszuwerten. Auf Basis dieses Systems werden die Risiken für unser Unternehmen noch transparenter und es kann dementsprechend früher darauf reagiert werden. Dabei erliegen wir jedoch nicht dem Irrglauben, alles digital abbilden zu können. Der persönliche Kontakt zu Bauherren, Baustellen und Mitarbeitern hat für uns oberste Priorität, denn das Geld wird auf den Baustellen und nicht im Büro verdient.

Der fortschreitenden Digitalisierung stehen wir sehr positiv gegenüber und begleiten diese im Unternehmen den Anforderungen entsprechend. Unsere IT-Infrastruktur haben wir im Berichtsjahr umgehend erneuert und sind damit für die nähere Zukunft gut gerüstet. Insofern sehen wir uns auch in diesem Bereich für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Die in den Vorjahren angekündigte Umstellung unserer ERP-Systeme hat bereits begonnen und wurde im Berichtsjahr fortgeführt.

Neben den oben beschriebenen Maßnahmen planen wir unsere mittel- und langfristige Strategie im Rahmen unserer Strategietage die im Berichtsjahr bereits zum siebten Mal stattfanden. Dies ist ein 2-tägiges Zusammentreffen unserer Führungskräfte an jährlich wechselnden Orten um den Ist-Zustand zu analysieren und gemeinsam Maßnahmen für die Zukunft zu erarbeiten. Zusätzlich werden wir ab 2024 in diesem Führungskräftekreis je Quartal einen zusätzlichen Tagestermin abhalten, um die fortlaufende Steuerung und Kontrolle zu intensivieren. Neben den strategischen Themen werden auch Investitionen vorausschauend geplant sowie Personal- & Ressourcenthematiken diskutiert. Vor allem dienen diese Tage aber auch dazu im Kreise der Führungskräfte einen Austausch außerhalb des üblichen Arbeitsalltages zu ermöglichen sowie über arbeitsfremde Themen zu informieren und diskutieren. Einheit von Leben und Beruf, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung sind nur wenige Themen die uns an diesen zwei Tagen immer wieder beschäftigen. Ziel ist es Vorurteile abzulegen um bedingungslose Zusammenarbeit zu ermöglichen.

b. Künftige Chancen und Risiken

Nach heutiger Sicht können wir zum einen auf eine feste Stammkundschaft und zufriedene Dauerauftraggeber setzen, zum anderen entwickelt sich der Geschäftsbereich Projektentwicklung deutlich positiv. Auch in diesem Bereich konnten wir uns inzwischen einen guten Namen machen und die Marke Kellhuber etablieren. Die internen Strukturen aber vor allem die handelnden Personen passen sich sehr schnell an Marktbegebenheiten an und somit ist diese Wandlung vom reinen Rohbauunternehmen hin zum Generalunternehmer, möglich. Ein entscheidender Erfolgsfaktor hierfür sind auch die über Jahre im eigenen Unternehmen qualifizierten und fortgebildeten Fach- und Führungskräfte. Der eingangs erwähnte weitere Veränderungsprozess wird fortgeschrieben und die Struktur in zwei Bereiche Bau und Immobilien untergliedert und jeweils mit Geschäftsführern als bereichsleitende Führungsstruktur, die inhaberunabhängig agieren kann, etabliert.

Darüber hinaus ist die Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit auf die Bereiche Projektentwicklung (Kellhuber Immobilien GmbH & Co. KG) und Hausverwaltung (Kellhuber Hausverwaltung GmbH) als deutlich positiv zu werten. In diesem positiven Entwicklungstrend sehen wir auch die Gründung der Hager Holzbau GmbH die Ihre operative Tätigkeit seit 01.01.2022 aufgenommen hat und auch im zweiten Jahr sowohl ein positives Jahresergebnis nachweisen als auch eine Umsatzsteigerung von 17% aufweisen kann. Unser anerkanntes Ziel ist es ein Komplettanbieter entlang der Wertschöpfungskette Immobilie / Bauwerk zu werden. Vom Planen & Projektieren, über das Bauen bis hin zum Verwalten kann Kellhuber alle Leistungen in der eigenen Unternehmensgruppe abbilden. Hier spielt uns eine sich bereits vor Jahren abzeichnende Entwicklung auf der planerischen Seite in die Hände. Da auch Planungsleistungen als isolierte Leistung, ebenso wie die Rohbauleistung als Einzelleistung, immer mehr unter einem großen Kostendruck stehen, sinkt die Qualität dieser Leistungen Jahr für Jahr. Hier können wir Investoren eine schnittstellenlose Leistung anbieten und somit für große Kosten- und Terminsicherheit sorgen. Vor allem unser Wissen aus der Ausführung von Details auf der Baustelle ist hier der entscheidende und sehr große Vorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern. Dieses Ausführungswissen ermöglicht es uns Projekte bereits in der Planungs- und Projektierungsphase kosten- und bauzeitoptimierend zu gestalten.

Die in 2020 begonnene Umstrukturierung in der Geschäftsleitung mit einem weiteren Geschäftsführer und der Einführung einer Bereichsleiterebene hat sich als deutlich positiv dargestellt und stellt inzwischen die Basis dar für weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Die bereits erwähnte Ergänzung und Anpassung dieser Struktur wird ab 2025 umgesetzt.

Mit Zuversicht sehen wir der näheren Zukunft auch deshalb entgegen, weil die organisatorische Veränderung innerhalb des Bauunternehmens positiv angenommen wird.

In der Gesamtheit können wir feststellen, dass wir uns gut gerüstet sehen für die Zukunft. Daneben haben wir eine solide finanzielle Basis auch wirtschaftlich schwierige Zeiten gut zu meistern.

Diese Unabhängigkeit gilt es für uns mit einer vorausschauenden und sorgfältigen Planung aller Aktivitäten zu bewahren.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

(Quellen: Bauwirtschaft im Zahlenbild 2023 vom Bauindustrieverband Deutschland, Jahresbericht des Landesverbands Bayerischer Bauinnungen 2023, Statistisches Bundesamt - www.destatis.de)

 

Eggenfelden, den 31. Oktober 2024

Tobias Spillmann, Geschäftsführer

Roland Meßner, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.158.006,78 8.233.688,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.164,00 30.630,00
II. Sachanlagen 3.259.728,00 1.933.629,00
III. Finanzanlagen 1.870.114,78 6.269.429,57
B. Umlaufvermögen 6.913.517,44 6.479.927,38
I. Vorräte 2.721.728,39 2.668.898,57
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.882.744,82 10.129.189,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.986.221,43 3.808.107,03
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.205.567,62 2.921,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.340,00 16.116,07
D. Aktive latente Steuern 19.133,28 21.630,86
Summe Aktiva 12.103.997,50 14.751.362,88

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.701.580,04 8.145.114,08
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Bilanzgewinn 8.601.580,04 8.045.114,08
B. Rückstellungen 1.821.315,48 1.993.870,94
C. Verbindlichkeiten 1.581.101,98 4.612.377,86
Summe Passiva 12.103.997,50 14.751.362,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.554.309,55 10.389.400,75
2. Personalaufwand 6.844.845,02 6.734.045,70
a) Löhne und Gehälter 4.946.032,33 4.798.449,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.898.812,69 1.935.596,07
davon für Altersversorgung -26.681,80 60.802,55
3. Abschreibungen 688.217,70 597.874,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 688.217,70 597.874,55
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.259.996,51 2.509.068,42
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 18,41 23,93
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 106.720,69 96.843,99
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 71.019,01 41.835,97
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 10.631,25 11.827,80
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 218.905,80 167.449,23
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 73.713,40
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.497,58
9. Ergebnis nach Steuern 578.064,61 435.994,80
10. sonstige Steuern 21.598,65 16.951,54
11. Jahresüberschuss 556.465,96 419.043,26
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.045.114,08 7.626.070,82
13. Bilanzgewinn 8.601.580,04 8.045.114,08

Anhang

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Kellhuber GmbH hat Ihren Sitz in Eggenfelden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter der HR B 287 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt und unter Gegenüberstellung der Werte zum 31. Dezember 2022 ausgewiesen.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Fremdkapitalzinsen. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend den gewöhnlichen Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Anlagengegenstände bis EUR 800,00 Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Für voraussichtliche dauernde Wertminderungen erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die in Arbeit befindlichen Bauleistungen werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind Kosten der allgemeinen Verwaltung, Fremdkapitalzinsen sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen. Soweit die Herstellungskosten bei den in Arbeit befindlichen Bauleistungen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und - soweit unverzinslich - bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die Flüssigen Mittel werden zum Nennwert vermindert um notwendige Wertberichtigungen ausgewiesen.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Latente Steuer werden gebildet für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren genutzt werden kann. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes von aktuell 28,19 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt.

Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (>projected unit credit method<) ermittelt. Für die Abzinsung von Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentliche durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahren berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung werden mit den Aufwendungen und Erträgen der verrechneten Vermögensgegenstände im Finanzergebnis saldiert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Umsatzerlöse werden grundsätzlich ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Die Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023 zu entnehmen.

2. Vorräte

2023
EUR
2022
EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 320.797,84 313.083,19
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.283.675,37 12.449.550,72
Geleistete Anzahlungen 0,00 35.454,50
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 5.882.744,82 - 10.129.189,84
gesamt 2.721.728,39 2.668.898,57

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2023
EUR
2022
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.507.282,96 3.263.302,16
sonstige Vermögensgegenstände 478.938,47 544.804,87
gesamt 2.986.221,43 3.808.107,03

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen von über 1 Jahr in Höhe von TEUR 168 (Vj. TEUR 174) enthalten.

4. Eigenkapital

Im Bilanzgewinn in Höhe von EUR 8.601.580,04 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 8.045.114,08 (Vj. EUR 7.626.070,82) enthalten.

5. Die Verpflichtungen aus Altersversorgung begründen einen Ausschüttungssperrbetrag von TEUR 4 (Vj. TEUR 15).

6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach Verrechnung mit zweckgebundenen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag hat eine Höhe von TEUR 989 (Vj. TEUR 1.010).

Für die Bewertung wurde der von der Bundesbank veröffentlichte Marktzins von 1,82 % (Vj. 1,78%) verwandt. Für einen Teil der Versorgungszusagen sind jährliche Lebenshaltungskostensteigerungen von 1,74 % unterstellt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz mit zehnjähriger Durchschnittsbildung beim Marktzins und dem Ansatz mit siebenjähriger Durchschnittsbildung beträgt für den Erfüllungsbetrag am Stichtag EUR 3.741,00 (Vj. EUR 14.804,00).

Für die Umstellung der Bewertung von Pensionsrückstellungen nach BilMoG wurde von der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Vom Ursprungsbetrag in Höhe von EUR 14.614,05 wurden jährlich 1/15 (EUR 974,27) als laufender Aufwand berücksichtigt, damit verbleibt zum Abschlussstichtag ein Restbetrag in Höhe von EUR 974,22 (Vj. EUR 1.948,49).

Die Verpflichtungen aus Altersversorgung sind mit Vermögensgegenständen verrechnet, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen. Die Vermögensgegenstände haben zum Stichtag einen beizulegenden Zeitwert von TEUR 432 (Vj. TEUR 445). Zusätzlich erfolgt im Zinsergebnis eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen in Höhe von 14.256,75 EUR (Vj. EUR 698,20).

Darüber hinaus bestehen noch weitere Vermögensgegenstände, die zur Finanzierung der Verpflichtungen aus Altersversorgung dienen, jedoch keiner Verpfändungsvereinbarung unterliegen. Der Wert am Stichtag beläuft sich auf TEUR 169 (Vj. 174).

7. Rückstellungen

2023
EUR
2022
EUR
Rückstellungen für Pensionen 556.484,78 563.610,51
Steuerrückstellungen 148.923,70 164.280,43
sonstige Rückstellungen 1.115.907,00 1.265.980,00
gesamt 1.821.315,48 1.993.870,94

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Personalkosten, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Lieferantenverpflichtungen und Aufwendungen für Gewährleistungen.

8. Verbindlichkeiten

Gesamt mit einer Restlaufzeit davon durch Pfandrechte
TEUR bis zu 1 Jahr
TEUR
von mehr als 1 Jahr bis zu 5 Jahren
TEUR
von mehr als 5 Jahren
TEUR
oder ähnliche Rechte besichert
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89 89 0 0 89 1)
Vj. 2.160 2.071 89 0 259 1)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 936 936 0 0 0
Vj. 1.221 1.221 0 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 15 15 0 0 0
Vj. 791 791 0 0 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 541 541 0 0 0
Vj. 440 440 0 0 0
1.581 1.581 0 0
Vj. 4.612 4.523 89 0

1) Sicherungsübereignungen von Sachanlagen

9. Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag liegt saldiert ein aktiver Überschuss vor. Die latenten Steuern beruhen auf zeitliche Bilanzierungsunterschiede bei Rückstellungen für Pensionen und sonstigen Rückstellungen (aktivisch) sowie abweichenden Bewertungen von in Arbeit befindlichen Bauleistungen (passivisch).

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen TEUR 221 (Vj. TEUR 221)

Die Mietverpflichtung besteht ausschließlich gegenüber verbundenen Unternehmen.

Darüber hinaus bestehen unwesentliche Miet- und Leasingvereinbarungen für Betriebs- und Geschäftsausstattungen zu marktüblichen Konditionen.

11. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Kreditbürgschaften in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vj. 16,1 Mio. EUR). Auf Basis der bestehenden Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des begünstigten Unternehmens rechnet man mit keiner Inanspruchnahme aus den Bürgschaften.

C. ERLÄUTERUNG ZUR GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG

1. Allgemeines

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 1 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Als wesentliche sonstige betriebliche Erträge sind vorhanden:

2023
TEUR
2022
TEUR
Sachbezüge von Arbeitnehmer 91 84
Versicherungsleistungen 66 64
Herabsetzung von Wertberichtigungen 142 46
Erlöse aus der Veräußerung von Anlagevermögen 140 92
Auflösung von Rückstellungen 203 34

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Als wesentliche sonstige betriebliche Aufwendungen sind vorhanden:

2023
TEUR
2022
TEUR
Raumkosten 305 289
Versicherungen, Beiträge, Abgaben 262 247
Reparaturen, Instandhaltungen 254 204
Fahrzeugkosten 529 564
Werbe- und Reisekosten 94 42
Kosten der Warenabgabe 30 356
verschiedene betriebliche Kosten 686 612
übrige Kosten 100 195

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen aus der Zuführung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 2 (Vj. Erträge aus der Auflösung von TEUR 74) enthalten.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Geschäftsführer

Tobias Spillman, B.A.

Roland Meßner, Betriebsleitung

2. Personal

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 113 (im Vorjahr 1117) Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt.

2023 2022
Technische und kaufmännische Angestellte 23 24
Gewerbliche Mitarbeiter 90 93
113 117

3. Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 556.465,96 auf neue Rechnung vorzutragen und einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 8.601.580,04 auszuweisen.

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Kellhuber GmbH nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Eggenfelden, den 31. Oktober 2024

Geschäftsleitung

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 186.220,92 11.704,34 0,00 0,00 197.925,26
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 186.220,92 11.704,34 0,00 0,00 197.925,26
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 5.405.709,06 1.480.457,09 0,00 -506.914,72 6.379.251,43
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.035.057,29 536.766,44 0,00 -349.601,21 5.222.222,52
Summe Sachanlagen 10.440.766,35 2.017.223,53 0,00 -856.515,93 11.601.473,95
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 6.268.429,57 440.754,17 0,00 -4.840.068,96 1.869.114,78
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 6.269.429,57 440.754,17 0,00 -4.840.068,96 1.870.114,78
Summe Anlagevermögen 16.896.416,84 2.469.682,04 0,00 -5.696.584,89 13.669.513,99
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Reaktivierung
Euro
Reaktivierung
Euro
Zugänge
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 155.590,92 0,00 0,00 14.170,34
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 155.590,92 0,00 0,00 14.170,34
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 4.301.837,06 0,00 0,00 391.660,09
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.205.300,29 0,00 0,00 282.387,27
Summe Sachanlagen 8.507.137,35 0,00 0,00 674.047,36
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 8.662.728,27 0,00 0,00 688.217,70
Abschreibungen
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 169.761,26
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 169.761,26
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 -506.605,72 4.186.891,43
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 -332.833,04 4.154.854,52
Summe Sachanlagen 0,00 -839.438,76 8.341.745,95
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 -839.438,76 8.511.507,21
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.164,00 30.630,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 28.164,00 30.630,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.192.360,00 1.103.872,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.067.368,00 829.757,00
Summe Sachanlagen 3.259.728,00 1.933.629,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 1.869.114,78 6.268.429,57
2. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 1.870.114,78 6.269.429,57
Summe Anlagevermögen 5.158.006,78 8.233.688,57

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kellhuber GmbH, Eggenfelden.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kellhuber GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kellhuber GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter Webadresse:

https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Eging am See, den 31. Oktober 2024

Nirschl, Grössl & Koll. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

G. Nirschl, Wirtschaftsprüfer

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