ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG

40211 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRA 26304
Eingetragen
5.2.2021

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

4 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

3 von 4 angezeigt

ALDI E-Commerce Verwaltungs-GmbH
Persönlich haftender Gesellschafter
ALDI SÜD Digital GmbH & Co. oHG
Kommanditist
ALDI GmbH & Co. KG II
Kommanditist

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG

Düsseldorf

(Amtsgericht Düsseldorf, HRA 26304)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Die ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG, Düsseldorf, (nachfolgend AEC) ist ein Gemeinschaftsunternehmen der ALDI GmbH & Co. KG II, Herten (bis 16. Mai 2024: ALDI GmbH & Co. KG Essen, Essen; Unternehmensgruppe ALDI Nord) und der ALDI SÜD Digital GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr (Unternehmensgruppe ALDI SÜD). Die Gesellschaft betreibt einen Online-Shop in Deutschland, über den verschiedene Waren für den Endverbraucher angeboten werden. Die AEC erwirbt die Waren im Wesentlichen auf Kommissionsbasis von der ALDI GmbH & Co. KG II und der ALDI SÜD Digital GmbH & Co. oHG und verkauft diese im eigenen Namen, aber für fremde Rechnung an den Kunden.

Die gesamtwirtschaftliche Lage stellte sich im Berichtsjahr zurückhaltend dar. Die deutsche Wirtschaft erholte sich in 2023, nach der schwachen Entwicklung im ersten Halbjahr, auch in der zweiten Jahreshälfte nicht durchgreifend. Das BIP sank in 2023 im Jahresdurchschnitt um 0,3 %, die Jahresverlaufsrate lag bei -0,1 %. Auf dem Arbeitsmarkt hat die Anzahl der Erwerbstätigen nur leicht zugenommen. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2023 lag bei 5,7 % (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Report Nr. 188, März 2024).

Bei der Verbraucherstimmung zeigte sich im Rückblick auf das Jahr 2023, vor allem zum Jahresende, eine Aufhellung im Vergleich zum Jahr 2022. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte hat sich die Verbraucherstimmung mit dem positiven Trend in der Inflationsentwicklung verbessert (Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Report Nr. 188, März 2024).

Im Jahr 2023 betrug der Umsatz im Business-to-Consumer (B2C) E-Commerce in Deutschland 85,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um etwa ein Prozent. Das rekordverdächtige Wachstum des E-Commerce, das durch die Coronapandemie zusätzlich verstärkt wurde, wurde zuletzt spürbar durch die Auswirkungen des Ukrainekriegs und die allgemein angespannte wirtschaftliche Lage verlangsamt (E-Commerce - Entwicklung des Umsatzes 2024 | Statista). Nach wie vor ist die Nachfrage in den Branchen rund ums Wohnen und das eigene Zuhause von Sättigungstendenzen betroffen, was sich auch in weiter rückläufigen Onlineumsätzen in den Branchen Elektro, Heimwerken und Garten sowie Wohnen und Einrichten zeigt. Produkte für die persönliche Ausstattung, Freizeit, Ernährung und Schönheit liegen hingegen im Plus. Dazu zählen neben Lebensmitteln vor allem Körperpflege/Kosmetik, Heimtierbedarf, Uhren und Schmuck, aber auch Bücher. Onlineanbieter mit stationärer DNA konnten den Anteil des Formats stabil halten. Anbieter mit Online-DNA gewannen dagegen Marktanteile. Amazons Marktplatz wuchs weiterhin deutlich überdurchschnittlich - der Anteil von Amazon.de am Onlinehandel hat mittlerweile 60 % erreicht (HDE Handelsverband Deutschland, Online Monitor 2024).

Geschäftsentwicklung

Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie das Jahresergebnis die für die Steuerung verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Die Kennzahl EBITDA ergibt sich aus § 275 Abs. 2 Nr. 1-6, Nr. 8 HGB
Aufgrund der erstmaligen Erstellung des Lageberichts liegen keine Vorjahresprognosen vor. Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2023 wurde durch die Ukraine-Krise und dem damit einhergehenden reduzierten Konsumklima geprägt. Infolgedessen entwickelten sich die Umsätze der AEC rückläufig. Durch eine Verbesserung der Rohertragsmarge sowie Kosteneinsparungen, u.a. im Marketingbereich, konnten das Jahresergebnis sowie das EBITDA dennoch verbessert werden.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Provisionserlöse sowie Handels- und Versandumsätze. Die Provisionserlöse resultieren aus dem Kommissionsgeschäft. Deren bilanzielle Darstellung erfolgt netto und umfasst nur die der AEC zuzurechnende Marge zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis.Die Handelserlöse umfassen Erlöse aus dem Verkauf von Warenrisikoartikeln, die Versandumsätze umfassen die Erlöse aus der Erhebung von Versandkosten. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang der Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 6.601 auf TEUR 33.928 zu verzeichnen. Der Rückgang resultiert vorrangig aus einem rückläufigen Absatz und damit einhergehend einem geringerem Provisionserlös i.H.v TEUR 11.535. Dem gegenüber steht eine Erhöhung der Versandumsätze i.H.v. TEUR 4.770, da Versandkosten den Kunden erst seit Ende 2022 in Rechnung gestellt werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von TEUR 1.681 auf TEUR 322. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung einer in 2021 ergebniswirksam gebildeten Rückstellung.

Der Materialaufwand beinhaltet Aufwendungen für den Transport zum Kunden i.H.v. TEUR 3.547 sowie den Warenverbrauch für Handelsumsätze außerhalb des Provisionsgeschäftes i.H.v. TEUR 88. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr i.H.v. TEUR 2.968 resultiert im Wesentlichen aus der Ausweisänderung der Transportkosten zum Kunden (wir verweisen diesbezüglich auf die Erläuterungen im Anhang unter Abschnitt 4.3. "Materialaufwand"). Diese betrugen im Vorjahr TEUR 3.873 und wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Beim Personalaufwand ist ein Anstieg i.H.v. TEUR 1.353 auf TEUR 3.659 zu verzeichnen. Der Anstieg spiegelt die Mitarbeiterentwicklung im Zusammenhang mit der Unternehmensexpansion wider.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 16.583 auf TEUR 27.980 reduziert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den um TEUR 11.146 gesunkenen Marketingkosten sowie den um TEUR 1.604 gesunkenen sonstigen Kosten.Diese beinhalten reduzierte Personalkostenweiterbelastungen von Gesellschaften der Unternehmensgruppen ALDI Nord und ALDI SÜD. Die Marketingkosten wurden aus Kosteneffizienzgründen im Bereich der Printmedien deutlich reduziert. Die Auswahl der beworbenen Artikel fokussierte sich nachfolgend auf eine geringere Anzahl an margenstarken Artikeln. Dem gegenüber stehen erhöhte IT-Kosten i.H.v. TEUR 1.864, die im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Lizenzkosten für die IT-Plattform sowie dem Ausbau der IT-Infrastruktur resultieren. Die Customer Service Kosten reduzierten sich umsatz- und preisbedingt um TEUR 420.

Das EBITDA hat sich von - TEUR 5.325 auf - TEUR 1.025 verbessert, was im Wesentlichen auf die Kostenreduktionen zurückzuführen ist.

Die Abschreibungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um TEUR 779 auf TEUR 4.794 aufgrund nachaktivierter Anschaffungskosten (Modifikationen) auf die in den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktivierte Onlineplattform.

Das Zinsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr von - TEUR 162 auf TEUR 1.019 gestiegen. Der Anstieg resultiert aus der positiven Zinspolitik der Europäischen Zentralbank.

Aufgrund der Ertrags- und Aufwandsentwicklung verbesserte sich das Jahresergebnis der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 um 50 % auf - TEUR 4.789.

Vermögenslage

DieBilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.931 auf TEUR 64.493 (Vj. TEUR 68.425) gesunken.

Zum 31. Dezember 2023 ist ein Rückgang des Anlagevermögensi.H.v. TEUR 2.418 auf TEUR 4.264 zu verzeichnen, der im Wesentlichen aus planmäßigen Abschreibungen der Onlineplattform resultiert. Gegenläufig erhöhte sich das Anlagevermögen aufgrund von nachaktivierten Anschaffungskosten (Modifikationen) auf die Onlineplattform.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständeverzeichnen einen Rückgang um TEUR 19.873 auf TEUR 13.862 und enthalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Gesellschaftern sowie Steuerforderungen. Der Rückgang ist stichtagsbedingt und im Wesentlichen auf reduzierte Forderungen gegenüber den Gesellschaftern aus der Leistungsverrechnung zurückzuführen. Die Abrechnungssystematik wurde von einer jährlichen Abrechnung auf eine quartalsweise Abrechnung umgestellt.

Der Bankbestand hat sich um TEUR 18.181 erhöht (Vj. TEUR 27.948) und resultiert im Wesentlichen aus den im vierten Quartal geleisteten Kapitaleinlagen der Gesellschafter.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 33.502 (Vj. TEUR 3.718). Die Veränderung zum Vorjahr resultiert insbesondere aus einer Kapitaleinlage der Gesellschafter i.H.v. TEUR 35.000.

Die Rückstellungen, welche im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 872 auf TEUR 2.143 gestiegen sind, beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die ausstehende Abrechnung von den Gesellschaftern für erbrachte Dienstleistungen für das vierte Quartal zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 34.587 auf TEUR 28.848 reduziert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung der Gesellschafterdarlehen zzgl. Zinsen i.H.v. TEUR 30.194 sowie der gesunkenen Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr ggü. den Gesellschaftern aufgrund der rückläufigen Umsätze.

Finanzlage

Die Investitionen der Gesellschaft beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufTEUR 2.376 (Vorjahr TEUR 4.859).Sie entfielen im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung der Onlineplattform sowie die Entwicklung eines neues ERP-Systems.

Die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres beziehen sich auf die Weiterentwicklung der IT-Systeme und wurden im Wesentlichen durch Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft sowie durch Einlagen der Gesellschafter finanziert.

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und (sonstigen) Leasingverträgen in Höhe von TEUR 77 (i. Vj. TEUR 0).

Die Liquidität des Unternehmens wird regelmäßig überwacht. Die Liquiditätsversorgung wird über den erwirtschafteten Cashflow sowie über Kapitaleinlagen der Gesellschafter sichergestellt. Weitere Finanzierungsvorhaben sind nicht geplant.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft Liquiditätsrisiken.

Zusammenfassende Beurteilung

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich aus der Sicht der Geschäftsführung insgesamt erwartungsgemäß im Vergleich zum Vorjahr entwickelt. Durch eine Verbesserung der Rohertragsmarge sowie eine Reduktion der Aufwandspositionen konnten das EBITDA und das Jahresergebnis verbessert werden.

Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

In den letzten Jahren herrscht in der deutschen Wirtschaft eine Stagnation vor, die sich voraussichtlich auch im Jahr 2024 fortsetzen wird. Eine leichte Erholung der deutschen Konjunktur ist erst im Verlauf des nächsten Jahres zu erwarten. Der private Verbrauch wird eine wichtige Rolle spielen, da die Reallöhne weiter steigen und die Kaufzurückhaltung der Konsumenten nachlässt. Später im Jahr werden auch Exporte und Investitionen in Ausrüstungen zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Im Jahr 2024 wird das BIP voraussichtlich stagnieren (0,0 %), wobei die Jahresverlaufsrate mit 0,4 % leicht positiv sein wird.(Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Report Nr. 192, September 2024).

Angesichts der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung wird die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Jahr nur leicht um 0,4% zunehmen und im Jahr 2025 kaum noch um 0,1%. Die Arbeitslosenquote wird im Jahresdurchschnitt 2024 um 0,3 Prozentpunkte auf 6,0% steigen und im kommenden Jahr auf 6,1% ansteigen. Das Budgetdefizit wird in diesem Jahr auf 2,1% des BIP sinken und bei einer fortgesetzt restriktiven Fiskalpolitik auf 1,7% zurückgehen. Die Verbraucherpreise dürften im Jahr 2024 um 2,3% steigen und im Jahr 2025 um 2,0% zunehmen, was genau dem Inflationsziel der EZB entspricht. (IMK), Report Nr. 192, September 2024).

Die Risiken für die deutsche Wirtschaft sind beträchtlich. Nach der Erholung von den Auswirkungen der Pandemie vor zwei Jahren zeigt sich seither eine Stagnation im Bruttoinlandsprodukt, welches im zweiten Quartal 2024 etwa auf dem Niveau von vor fünf Jahren lag. Obwohl eine leichte Erholung gemäß Prognose erwartet wird, besteht das Risiko einer anhaltenden Stagnation oder eines Abschwungs aufgrund verschiedener Faktoren wie restriktiver Finanz- und Geldpolitik, hoher politischer und wirtschaftspolitischer Unsicherheit sowie einer schwachen Auslandsnachfrage. Zusätzlich bestehen Risiken durch mögliche Eskalationen von Konflikten in Europa und im Nahen Osten. (IMK, Report Nr. 192, September 2024).

Auch für 2024 ist ein positiver Wachstumstrend im Onlinehandel zu erwarten - prognostiziert wird ein Umsatzwachstum i.H.v. 3,4 %. Der Online-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz in Deutschland liegt 2024 voraussichtlich bei 13,1 % (E-Commerce - Entwicklung des Umsatzes 2024 | Statista).

In der Planung für den Prognosezeitraum werden Chancen und Risiken berücksichtigt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten könnten. Die nachfolgenden Ausführungen zeigen Entwicklungen, die sowohl zu einer positiven als auch negativen Abweichung der Jahresplanung führen können. Die darauffolgende Analyse ordnet die Chancen und Risiken in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung ein.

Durch die kontinuierliche Optimierung der technischen Infrastruktur und dem Ausbau des Artikelsortiments, insbesondere im Hinblick auf Eigenmarken, sieht die Gesellschaft gute Chancen, ihre eigene Wettbewerbsposition im schwierigen Marktumfeld zu behaupten.

Die bedeutenden Risiken für den Onlinehandel ergeben sich aus der abnehmenden Nachfrage der Verbraucher und der sich verändernden Konsumgewohnheiten, sowie dem Eintritt neuer disruptiver Marktteilnehmer. Die Branche steht unter einem intensiven Wettbewerbsdruck, der sich auch im Preiskampf widerspiegelt. In diesem Marktumfeld sind qualitativ hochwertige Produkte von großer Bedeutung. Das kuratierte Sortiment wird stetig ausgebaut und wird mit der teilweisen Übernahme des Warenrisikos vor allem durch die vom stationären Geschäft bekannten Eigenmarken erweitert. Durch diese Erweiterung des Angebots können neue Umsatzpotentiale erschlossen werden. Zusätzlich ermöglicht die Übernahme des Warenrisikos Zugang zu neuen Lieferanten, wodurch auch das Risiko der Abhängigkeit zu einzelnen Lieferanten weiter diversifiziert wird und potenzielle Ausfallrisiken einzelner Lieferanten abgemindert werden. Durch die Übernahme des Warenrisikos steigt das Risiko erhöhter Lagerbestände. Zur Vermeidung des Aufbaus hoher Lagerbestände verfolgt die Gesellschaft zu Beginn einen eher konservativen Ansatz in der Mengenplanung und kann gleichzeitig auf Erfahrungswerte der Absatzquoten aus dem stationären Geschäft, vor allem im Bereich der Eigenmarken, zurückgreifen.

In einem wettbewerbsintensiven Markt sind effiziente Marketingmaßnahmen von sehr hoher Bedeutung. Aufgrund steigender Papierpreise wurde bereits eine deutliche Reduzierung der Printausgaben umgesetzt. Diese Strategie wird auch im Prognosezeitraum weiterverfolgt und gleichzeitig werden die geplanten Ausgaben für Onlinewerbung erhöht, um den Risiken eines Umsatzverlustes entgegenzuwirken. Neben der Erhöhung der Ausgaben für Onlinewerbung wird auch in der Form von Awareness-Kampagnen in die Markenbekanntheit des Onlineshops investiert.

Risiken, die eine moderate negative Auswirkung sowohl auf den Umsatz als auch auf das Jahresergebnis entfalten können, werden vor allem weiterhin in der angespannten Beschaffungsmarktsituation, u.a. durch Lieferkettenverzögerungen aufgrund geopolitischer Risiken, gesehen.

Risiken der künftigen Entwicklung, die für sich genommen oder in Zusammenwirkung mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 geht die Gesellschaft aufgrund einer deutlichen Ausweitung des Sortimentsangebots von einem besonders starken Umsatzwachstum aus. Aufgrund von Neueinstellungen werden die Personalkosten in 2024 steigen. Die initiale Abschreibungsdauer der Shop Plattform von 3 Jahren endet in 2024. Um dem Wettbewerb auch auf technologischer Ebene kompetitiv zu begegnen, sind stetige Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen notwendig, die darauf ausgerichtet sind, das ursprüngliche Nutzungspotenzial der E-Commerce-Plattform zu bewahren und als sonstige betriebliche Aufwendungen bilanziert werden. Sowohl für das EBITDA als auch für das Jahresergebnis wird wegen einer ausbleibenden Margenerhöhung, als Folge des geringeren Warenrisikoumsatzes, sowie einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein besonders starker Rückgang erwartet. 1
Für das Jahr 2025 geht die Gesellschaft von einem besonders starken Umsatzwachstum aus. Der Fokus liegt hierbei besonders auf der Ausweitung der Übernahme des Warenrisikos. Einhergehend ist ein Anstieg des Materialaufwandes geplant, gleichzeitig soll durch verbesserte Einkaufskonditionen der Rohertrag ansteigen. Für die sonstigen betrieblichen Aufwände geht die Gesellschaft vor allem im Bereich der Logistik und der IT von einem weiteren Anstieg aus. Der Anstieg der Aufwände soll durch die Umsatz- und Margenerhöhung überkompensiert werden, sodass die Gesellschaft mit einer deutlichen Verbesserung des EBITDA auf TEUR 842 und des Jahresergebnisses auf TEUR 1.589 plant. 2

1 Die prognostischen Angaben für das Geschäftsjahr 2024 beziehen sich auf den Forecast für das Geschäftsjahr 2024 zum Zeitpunkt der Beendigung der Erstellung des Lageberichts.
2 Im Rahmen der Prognose der bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2025 werden die Planzahlen für das Geschäftsjahr 2025 in Relation zum Forecast für das Geschäftsjahr 2024 zum Zeitpunkt der Beendigung der Erstellung des Lageberichts gesetzt.

 

Düsseldorf, den 28. November 2024

ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG ALDI E-Commerce Verwaltungs-GmbH

Dr. Alexander König als gemeinschaftlich zur Vertretung berechtigter Geschäftsführer

Max Kielau als gemeinschaftlich zur Vertretung berechtigter Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte



und ähnliche Rechte und Werte gewerbliche sowie



Lizenzen an solchen Rechten und Werten
4.143.652,80
6.663.181,00
II. Sachanlagen



1. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 37.516,00
18.972,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.134,45 43.650,45 0,00 18.972,00
III. Finanzanlagen



Sonstige Ausleihungen
76.791,24
0,00


4.264.094,49
6.682.153,00
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



Waren
2.710,26
0,00
I. Forderungen und sonstige Vermögens-



gegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.458.367,02
2.277.743,26
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -



2. Forderungen gegen Unternehmen,



mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.667.933,52
25.056.808,44
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -



3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.736.044,71 13.862.345,25 6.401.116,73 33.735.668,43
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -



III. Kassenbestand, Guthaben



bei Kreditinstituten und Schecks
46.128.687,99
27.947.968,32


59.993.743,50
61.683.636,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten
235.414,48
58.904,99


64.493.252,47
68.424.694,74

P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Kapitalanteile 200.000,00 200.000,00
Kommanditkapital

II. Rücklagen 38.091.406,61 13.020.052,38
II. Jahresfehlbetrag 4.789.087,00 9.501.786,24

33.502.319,61 3.718.266,14
B. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen 2.142.711,10 1.270.955,24

2.142.711,10 1.270.955,24
C. Verbindlichkeiten

1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.646.567,62 2.785.171,42
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -

2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.699.238,53 10.332.875,88
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -

3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23.471.866,39 48.869.928,58
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr -

4. Sonstige Verbindlichkeiten 30.549,22 1.447.497,48
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr

EUR 13.107,50 (i. Vj. EUR 1.436.471,44) -

- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

EUR 17.441,72 (i. Vj. EUR 11.026,04) -

- davon aus Steuern

EUR 12,28 (i. Vj. EUR 1.436.471,44) -

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

EUR 1.082,20 (i. Vj. EUR 0,00) -


28.848.221,76 63.435.473,36

64.493.252,47 68.424.694,74

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse
33.927.637,22
40.529.091,50
2. Sonstige betriebliche Erträge
321.649,14
1.681.403,24
3. Materialaufwand



a) Aufwendungen für bezogene Waren 88.228,58
0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.547.143,97 3.635.372,55 667.043,00 667.043,00
4. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 3.080.178,60
1.963.384,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung und für Unterstützung 578.459,65 3.658.638,25 342.126,74 2.305.511,43
- davon für Altersversorgung



EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -



5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-



stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
4.793.592,37
4.014.141,62
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
27.979.890,60
44.563.206,66
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
1.618.425,00
31.253,35
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
598.940,66
193.631,62
9. Ergebnis nach Steuern
-4.798.723,07
-9.501.786,24
10. Sonstige Steuern
-9.636,07
0,00
11. Jahresfehlbetrag
-4.789.087,00
-9.501.786,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss 2023 der ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG, mit Sitz in 40211 Düsseldorf, Toulouser Allee 25, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRA 26304, entspricht unter Berücksichtigung der Besonderheiten, die sich aus der Rechtsform der Kommanditgesellschaft ergeben, den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Aufwendungen, die zu einer Modifikation eines immateriellen Vermögensgegenstands führen, werden als nachträgliche Anschaffungskosten erfasst.

Planmäßige Abschreibungen für abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgen linear auf Basis folgender Nutzungsdauern: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden über eine Nutzungsdauer von drei Jahren und Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über eine Nutzungsdauer von vier bis fünf Jahren abgeschrieben. Nachträgliche Anschaffungskosten werden ab dem Zeitpunkt ihrer Aktivierung zusammen mit den fortgeführten originären Anschaffungskosten innerhalb der ursprünglichen Restnutzungsdauer des modifizierten immateriellen Vermögensgegenstands planmäßig abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis zu € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen € 250,01 und € 800,00, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen sind, werden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wird gleichzeitig der Anlagenabgang unterstellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Fall einer dauernden Wertminderung werden die betreffenden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag außerplanmäßig abgeschrieben
Die Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf der einzelnen Posten.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und monatlich veröffentlicht wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Für Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden nach dem bilanzorientierten Konzept latente Steuern gebildet. Die sich aus temporären Abweichungen ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet. Ein verbleibender passiver Saldo wird in der Bilanz unter dem Posten "Passive latente Steuern" angesetzt. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird nicht angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Gewerbesteuersatz, der wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Abweichung gültig sein wird. Zum 31. Dezember 2023 wurde hierbei ein Steuersatz von 15,4 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern werden aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist.

Bei Kommissionsgeschäften, bei denen die Gesellschaft auf fremde Rechnung handelt, wird die Gewinn- und Verlustrechnung nur durch die Provisionserträge berührt. Das bedeutet, dass die bilanzielle Darstellung der Kommissionsumsätze netto, d.h. als Marge zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis, erfolgt.

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen


Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Die Zugänge bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen den Online-Marktplatz im Zusammenhang mit Modifikationen.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie auch im Vorjahr sämtlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit den Gesellschaftern.

3.3 Eigenkapital

Die vollhaftende Gesellschafterin der ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG, Düsseldorf, die ALDI E-Commerce Verwaltungs-GmbH (Stammkapital T€ 25), Düsseldorf, ist am Kapital der Gesellschaft nicht beteiligt.

Im Eigenkapital wird neben den Kapitalanteilen (Kapitalkonto I) ein weiteres variables Kapitalkonto (Kapitalkonto II) geführt, das als Rücklagen bilanziert ist und auf dem Zuzahlungen der Gesellschafter sowie Gewinn- und Verlustanteile erfasst sind.

Zur Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft und mit Wirkung zum 20. September 2023 haben die Gesellschafter, die ALDI SÜD Digital GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr, und die ALDI GmbH & Co. KG II, Herten (bis 16. Mai 2024: ALDI GmbH & Co. KG Essen, Essen), Einlagen in Höhe von jeweils T€ 17.500 und damit insgesamt in Höhe von T€ 35.000 zu Gunsten ihrer variablen Kapitalkonten (Kapitalkonto II) getätigt.

Abweichend von den gesetzlichen Regelungen wird die Verteilung des Jahresergebnisses von der Gesellschafterversammlung beschlossen.

3.4 Sonstige Rückstellungen

Die Einzelrückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen (Urlaub und Mehrarbeit) in Höhe von T€ 85 (Vj. T€ 68), Marketingaufwendungen in Höhe von T€ 887 (Vj. T€ 733), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von T€ 137 (Vj. T€ 69) sowie IT-Kosten in Höhe von T€ 98 (Vj. T€ 141). Daneben enthalten die sonstigen Rückstellungen insbesondere sonstige ausstehende Kostenrechnungen in Höhe von T€ 729 (Vj. T€ 0) und Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von T€ 63 (Vj. T€ 17).

3.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen T€ 23.472 (Vj. T€ 48.870) und resultieren wie auch im Vorjahr sämtlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit den Gesellschaftern. Die sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 17 (Vj. T€ 11) beinhalten die Haftungsvergütung der Komplementärin.

3.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:


T€
Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus Miet- und (sonstigen) Leasingverträgen 77


Leasingverträge werden geschlossen, um Liquiditätsabflüsse zu verteilen. Risiken aus diesen Verträgen bestehen aus heutiger Sicht nicht.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse


Die E-Commerce-Umsätze (Online-Handel) werden auf Basis von Kommissionsgeschäften in Höhe T€ 27.919 (Vj. T€ 39.454), Versandumsätzen in Höhe von T€ 5.845 (Vj. T€ 1.075) sowie Handelsumsätzen in Höhe von T€ 164 (Vj. T€ 0) erzielt. Den Handelsumsätzen liegen sogenannte Warenrisikoverkäufe zu Grunde, bei denen die Gesellschaft die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Verkauf der Waren trägt. Die Gesellschaft realisiert wie auch im Vorjahr ausschließlich Inlandsumsätze.

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Schadensfällen in Höhe von T€ 112 (Vj. T€ 0) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 209 (Vj. T€ 1.681) enthalten. Letztere resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen.

4.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand umfasst Aufwendungen für bezogene Waren i.H.v. T€ 88 (Vj. T€ 0) aus Warenrisikoverkäufen und Aufwendungen für bezogene Leistungen, die die Kosten für den Transport zum Kunden beinhalten, i.H.v. T€ 3.547 (Vj. T€ 667). Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Ausweisänderung der Transportkosten zum Kunden. Diese wurden im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Ausweisänderung erfolgte aufgrund der Weiterbelastung der Versandkosten an den Kunden, welche seit Ende 2022 erfolgt.

4.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Mietaufwendungen in Höhe von T€ 177 (Vj. T€ 126), sonstige Gebäudekosten in Höhe von T€ 4.810 (Vj. T€ 6.087), Bankgebühren in Höhe von T€ 2.302 (Vj. T€ 3.202), Kosten für Werbung in Höhe von T€ 10.286 (Vj. T€ 21.432), IT-Kosten in Höhe von T€ 2.942 (Vj. T€ 1.078) sowie Rechts- & Beratungskosten in Höhe von T€ 782 (Vj. T€ 436). Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sonstige Kosten in Höhe von T€ 6.666 (Vj. T€ 8.271), davon entfallen T€ 5.293 (Vj. T€ 5.274) auf Personalkostenweiterbelastungen und T€ 59 (Vj. T€ 885) auf periodenfremde Aufwendungen. Die periodenfremden Aufwendungen resultieren aus Rechnungen mit Leistungsdatum des Vorjahres, für welche keine Rückstellungen gebildet wurden.

5 Sonstige Angaben

5.1 Mitarbeiter


Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 43 (Vj. 29) Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt, davon:

Vollzeitkräfte 40
Teilzeitkräfte 3


5.2 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das abgelaufene Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 60 sowie T€ 17,5 für sonstige Leistungen.

5.3 Nachtragsbericht

Mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde der Rahmenliefervertrag zwischen der ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG und ihren Gesellschaftern, der ALDI GmbH & Co. KG II und der ALDI SÜD Digital GmbH & Co. oHG, aufgehoben. Die ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG erwirbt seitdem sämtliche über den ALDI-ONLINESHOP angebotenen Waren direkt vom Lieferanten und die ALDI GmbH & Co. KG II sowie die ALDI SÜD Digital GmbH & Co. oHG treten nicht mehr als Zwischenhändler auf. Zur Abwicklung des neuen Geschäftsmodells wurde per 1. Januar 2024 ein autarkes ERP-System mit eigener Warenwirtschaft in Betrieb genommen. Das im Zuge der Änderung des Geschäftsmodells auf die ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG übergebende Ertragspotential wird sich erwartungsgemäß positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage des Unternehmens wesentlich sind.

5.4 Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft stehen der ALDI E-Commerce Verwaltungs-GmbH, 40549 Düsseldorf, zu.

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr und im Zeitraum bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses:

Herr Dr. Alexander König, Kaufmann (seit dem 16. Juli 2024)

Herr Gianfranco Brunetti, Kaufmann (seit dem 11. Februar 2024 bis zum 8. Mai 2024)

Herr Moritz Scheffler, Kaufmann (bis zum 11. Februar 2024)

Herr Max Kielau, Kaufmann
Herr Dr. Alexander König und Herr Max Kielau sind hauptberuflich als Geschäftsführer der ALDI E-Commerce Verwaltungs-GmbH tätig. Herr Dr. König ist darüber hinaus in weiteren Gesellschaften der Unternehmensgruppe ALDI Nord als Geschäftsführer tätig.

Die Geschäftsführer Herr Moritz Scheffler und Herr Gianfranco Brunetti waren bis zur Wirksamkeit der Abberufung gleichermaßen hauptberuflich als Geschäftsführer der ALDI E-Commerce Verwaltungs-GmbH und in der Unternehmensgruppe ALDI Nord als Geschäftsführer tätig.

 

Essen, 28. November 2024

ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG ALDI E-Commerce Verwaltungs-GmbH

Dr. Alexander König als gemeinschaftlich zur Vertretung berechtigter Geschäftsführer

Max Kielau als gemeinschaftlich zur Vertretung berechtigter Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023


Anschaffungs- und Herstellungskosten

1.1.2023 Zugänge Abgänge Um-
buchungen
31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände




Entgeltlich erworbene Konzessionen,




gewerbliche Schutzrechte und ähnliche




Rechte und Werte sowie Lizenzen an




solchen Rechten und Werten 11.405.720,53 2.257.860,44 0,00 0,00 13.663.580,97
II. Sachanlagen




1. Andere Anlagen, Betriebs- und




Geschäftsausstattung 46.468,11 34.747,73 26.434,89 0,00 54.780,95
2. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 0,00 6.134,45 0,00 0,00 6.134,45

46.468,11 40.882,18 26.434,89 0,00 60.915,40
III. Finanzanlagen




Sonstige Ausleihungen 0,00 76.791,24 0,00 0,00 76.791,24

11.452.188,64 2.375.533,86 26.434,89 0,00 13.801.287,61

Kumulierte Abschreibungen

1.1.2023 Abschreibungen des
Geschäftsjahres
Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und ähnliche



Rechte und Werte sowie Lizenzen an



solchen Rechten und Werten 4.742.539,53 4.777.388,64 0,00 9.519.928,17
II. Sachanlagen



1. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 27.496,11 16.203,73 26.434,89 17.264,95
2. Geleistete Anzahlungen und



Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00

27.496,11 16.203,73 26.434,89 17.264,95
III. Finanzanlagen



Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00

4.770.035,64 4.793.592,37 26.434,89 9.537.193,12

Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen an

solchen Rechten und Werten 4.143.652,80 6.663.181,00
II. Sachanlagen

1. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 37.516,00 18.972,00
2. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 6.134,45 0,00

43.650,45 18.972,00
III. Finanzanlagen

Sonstige Ausleihungen 76.791,24 0,00

4.264.094,49 6.682.153,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALDI E-Commerce GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurde nicht geprüft. Die Vergleichsangaben sind ungeprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 29. November 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fischer, Wirtschaftsprüferin

Hilger, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 2. Dezember 2024 festgestellt.

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