Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 120434
Vorher
mertus 671. GmbH
Eingetragen
20.9.2020
Branche
Herstellung von Süßwaren, ohne DauerbackwarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Gegenstand
Herstellung von Gummikonfekten, insbesondere als Darreichungsform für Nahrungsergänzungsmittel sowie von Fruchtgummis für den Süßwarenmarkt. Die Gesellschaft soll insbesondere als Lohnhersteller der vorgenannten Produkte für ihre Gesellschaft fungieren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sonja Schindler
seit 10.3.2026
Prokura
Moritz Richter
seit 10.3.2026
Prokura
Florian Schwarzkopf
seit 10.3.2026
Prokura
Ralf Schulzke
seit 5.11.2024
Geschäftsführer
Oliver Schindler
seit 26.11.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
80.00%
M****** S********
10.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
50.00%
Germany
50.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Inworld GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Inworld GmbH, Boizenburg

1. Geschäftstätigkeit des Unternehmens

Die Inworld GmbH ist Hersteller von Gummikonfekten, insbesondere in der Darreichungsform für Nahrungsergänzungsmittel und von "klassischen" sowie vegetarischen/ veganen Fruchtgummis für den Süßwarenmarkt.

Die Gesellschaft will sich als Qualitäts- und Innovationsführer auf dem Markt für Nahrungsergänzungsmittel in Kombination mit vegetarischen und veganen Fruchtgummis sowie Vitaminfruchtgummis etablieren und als Vorreiter auf dem inländischen und europäischen Markt fungieren. Dazu verpflichtet man sich dem stetigen Wachstum und dem Ausbau der eigenen Marktposition.

Um dieses Ziel zu erreichen, stehen ein bewährtes und hochqualifiziertes Managementteam, engagierte, erfahrene Mitarbeiter und eingespielte Prozessanlagen zur Verfügung. Dabei handelt das Unternehmen proaktiv unter Fokussierung auf noch höhere Produktqualität und das Vorantreiben der weiteren Internationalisierung des Unternehmens.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar.

Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Damit lag er immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019.

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) blickt für die Branche mit ihren genussbringenden Produkten auf ein schwieriges Jahr 2023 zurück. Ein inflationsbedingtes Umsatzplus verdeckt den Blick auf den abstiegsbedrohten Wirtschaftsstandort Deutschland und Kostenexplosionen für die heimischen Unternehmen.

Im Jahr 2023 erlebten die mehr als 200 Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie ein weiteres herausforderndes Jahr mit drastischen Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Personal, Logistik und Verpackung und einer Flut an neuen bürokratischen Anforderungen, die den Unternehmen zunehmend die Luft abschnüren.

Das Inlandsangebot (= Produktion + Einfuhr - Ausfuhr) entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig und lag mengenmäßig bei knapp 2,6 Mio. t (-0,3 %), der Inlandsumsatz stieg auf schätzungsweise 9,9Mrd. EUR (+11,9 %).

Auch das für die deutsche Süßwarenindustrie so wichtige Exportgeschäft mit Süßwaren sank im Jahresverlauf 2023 leicht. Insgesamt wurden schätzungsweise 2,5 Mio. t Süßwaren und Knabberartikel exportiert. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang von -1 %. Der Exportumsatz stieg im Jahr 2023 um +14,2 % auf rund 12,2 Mrd. EUR.

Nach Schätzungen des BDSI stieg die Produktion insgesamt der in Deutschland hergestellten Süßwaren und Knabberartikel im Jahr 2023 auf 4,3 Mio. t (+2,2 %). Wertmäßig entwickelte sich die Produktion mit rund 16,1 Mrd. EUR ebenfalls positiv (+13,3 %). Den Schätzungen des BDSI liegen die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes und die Marktdaten der einschlägigen Marktforschungsinstitute zugrunde.

Die Hersteller von Zuckerwaren verzeichneten 2023 eine positive Entwicklung. Die mengenmäßige Produktion stieg um schätzungsweise 3,7 % auf 674.000 t, im Wert um +15,8 % auf ca. 2,2 Mrd. EUR. Die Entwicklung der Exporte war 2023 bei den Bonbons und Zuckerwaren mit -2,0 % in der Menge rückläufig. Der Exportwert hingegen stieg 2023 um +15,5 %.

Der dramatische Mangel an Arbeitskräften und Auszubildenden verschärft sich auch in der mittelständisch geprägten deutschen Süßwarenindustrie mit über 200 Unternehmen und rund 60.000 Beschäftigten immer weiter.

Nachhaltigkeit und Gesundheit gehören zu den gesellschaftlichen Megatrends. Dabei möchten Verbraucherinnen und Verbraucher aber nicht verzichten, sondern bewusst genießen. Passgenaue Produkte für individuelle Geschmäcker und Bedürfnisse bleiben im Süßwarenmarkt wichtig. Hierzu gehören auch zuckerfreie/zuckerreduzierte bzw. fettfreie oder fett-/salzreduzierte Süßwaren und Knabberartikel, sowie Produkte in Bioqualität oder mit nachhaltig angebauten Rohstoffen. Den Verbraucher steht eine große Vielzahl an Süßwaren und Knabberartikeln zur Auswahl, so dass sie für ihren individuellen Wünschen ein sehr breites Angebot an unterschiedlichen Produkten vorfinden.

Auch 2024 erwartet die deutsche Süßwarenindustrie kein ruhiges Jahr, denn insbesondere bei den Kakao- und Zuckerpreisen ist keine Entspannung zu erkennen. Auch der Klimawandel bereitet der Branche Sorge, weil es weltweit immer mehr Extremwetterlagen gibt. So wird man sich in Zukunft zum Beispiel mehr mit der Verfügbarkeit von Kakao oder anderen Zutaten beschäftigen müssen.

Im Segment der VHMS-Produkte (Vitamine, Mineralstoffe, Phytopharmaka und andere Nahrungsergänzungsmittel) verzeichnet die Branche gemäß einer IQVIA Studie im Jahr 2023 einen Umsatzwachstum von 4,9 % (Vorjahr: 1,3 %). Der Umsatz mit VHMS-Produkten lag dieser Studie zufolge allein bei den Apotheken im Jahr 2023 bei EUR 3,11 Mrd. (Vorjahr: EUR 2,96 Mrd.). Dabei erwirtschaftet die Branche mit der Gruppe der Mineralstoffe & Vitamine (speziell mit reinen B-Vitaminen, A und D sowie Eisenpräparate) rund 43 % der Gesamtumsätze.

Eine Studie von Mordor Intelligence Private Limited erwartet, dass die Umsätze im Segment der Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland insgesamt weiterwachsen werden. Zum einen achten die Verbraucher verstärkt auf ihre Gesundheit und wollen mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln Krankheiten vorbeugen und ihr Immunsystem stärken und zum anderen sind die Produkte in ihrer Darreichungsform den Bedürfnissen der Verbraucher so gut angepasst, dass sie leicht und bequem konsumiert werden können. Insbesondere durch die alternde Bevölkerung in Europa und die steigenden Gesundheitskosten treibt die Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmitteln in Europa nach oben.

3. Analyse und Darstellung des Geschäftsverlaufs

3.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Inworld GmbH konnte ihren Umsatz (2023: EUR 33,0 Mio. vs. 2022: EUR 23,0 Mio.) und dementsprechend ihren Absatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Im Wesentlichen wurde der Umsatz mit dem Segment der Fruchtgummis realisiert. Umsatzerlöse mit Nahrungsergänzungsmitteln spielen, analog zum Vorjahr, noch eine untergeordnete Rolle, haben sich aber gegenüber dem Vorjahr fast mehr als verdreifacht. Allerdings konnte der geplante Umsatz sowie die geplante Absatzmenge nicht erreicht werden.

Die Geschäftsführung ist im Hinblick auf die bestehenden Marktverhältnisse mit der Umsatz- und Auftragsentwicklung im Segment der Fruchtgummis zufrieden.

3.2 Produktion

Die Produktionstonnage hat sich entsprechend der Schichtmodelle in Summe nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Nahrungsergänzungsproduktion konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Ausschussquote lag kumuliert über Plan, konnte jedoch im letzten Quartal deutlich verbessert werden.

3.3 Beschaffung

Im Allgemeinen war das Jahr 2023 auf der Beschaffungsseite herausfordernd. Die Laufzeiten der Beschaffungen und die Transportpreise sind in diesem Geschäftsjahr gestiegen. Die Transportpreise wirken sich somit auch auf alle Beschaffungssegmente aus. Hinzu ist der Ukraine Konflikt ein wichtiger Faktor im Jahr 2023. Gerade in Bezug auf Lieferzeiten, Preise und der Energieversorgung.

Rohstoffe

Zu Beginn des Geschäftsjahr 2023 lag der Zuckerpreis im Vergleich zu den Vorjahren auf einem abermals hohen Niveau. Der Weltmarktpreis für Zucker entwickelte sich im Jahr 2023 auf ein 10-Jahres-Hoch.

Die hohe Nachfrage an Glukose - gerade in der Papier- und Wellpappenindustrie - führte u.a. zu einem hohen Preisniveau zum Start von 2023. Die Verknappung der Rohstoffe Weizen und Mais, Hauptbestandteile der Glukose, war der zweite Treiber dieser hohen Preise. Die Rohstoffpreise regulierten sich zur Mitte des Jahres und ermöglichten einen Einkauf zu moderaten Preisen. Allgemein waren die Rohstoffe der Glukose dennoch über dem 5-Jahresdurchschnitt.

Der Gelatinepreis hat sich im gesamten Jahr 2023 reguliert. Ursächlich für den hohen Start war abermals der Ukraine Konflikt und die niedrigen Schweinschlachtzahlen. Hinzu kamen erschwerende Faktoren wie die stabil steigende Nachfrage der Pharmaindustrie und die Preisentwicklung am Energiemarkt. Allgemein waren weniger Schlachtungen und eine Verteuerung der Erzeugerpreise für Schweine zu verzeichnen. Diese Einflüsse wirkten sich direkt auf die Gelatinepreise im ersten Halbjahr aus. Durch die sinkende Nachfrage und hohe Lagerbestände regulierte sich der Gelatinepreis im zweiten Halbjahr auf ein moderates Niveau.

Der Markt für Vitamine und Stevia Produkte ist im Jahr 2023 ebenfalls gestiegen. Hier haben sich die Rahmenbedingungen bei den Lieferketten verschlechtert. Gerade die Frachtraten aus China waren zu Beginn des Jahres 2023 hoch. Dies verbesserte sich im Laufe des Jahres.

Verpackungsmaterial

Die Lieferkettenengpässe und die Spätfolgen der Corona-Pandemie sowie die Energiepreise führten zu steigenden Preisen auf dem Papiermarkt, so dass auch auf der Beschaffungsseite der Preis für Wellpappe im Geschäftsjahr 2023 abermals unter Druck geraten ist. Vor allem zur Papierherstellung notwendige Rohstoffe, wie Altpapier oder Zellstoff, haben sich überdurchschnittlich verteuert.

Auch im Bereich der Folienbeschaffung sind die Spätfolgen der Corona-Pandemie als Einfluss auf die Preisentwicklung zu bewerten. Hier sind auf Grund der Energie und Transportpreise moderate Preiserhöhungen zu entnehmen.

Ausblick auf 2024

Die Gesellschaft geht für das Geschäftsjahr 2024 bei Zucker von einem günstigeren Jahr aus. Bei dem Rohstoff Glukose wird, zumindest zum Ende des Jahres, eine moderate Degression der Preise für das neue Geschäftsjahr erwartet. Dies wird allerdings stark von weiteren Entwicklungen im Ukraine Konflikt abhängig sein. Bei der Gelatine geht die Gesellschaft davon aus, dass der Preis stabil bleiben wird.

Die Nachfrage auf dem Kunststoffmarkt bleibt weiterhin moderat. Dadurch wird es zu keinen weiteren Lieferverzögerungen und Preissteigerungen kommen, so dass die Gesellschaft erwartet, dass die Folienpreise im Geschäftsjahr 2024 moderat sinken werden. Hier bleibt allerdings abzuwarten, wie sich der Öl-Preis entwickelt. Ein Aspekt wird die gestiegenen Frachten der Rohware aus Asien ausmachen. Aufgrund der Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer sehen sich die Reedereien gezwungen den weiten Umweg über Afrika in Kauf zu nehmen.

Demgegenüber wird weiterhin intensiv geprüft, wie die Gesellschaft Verpackungsmaterialien einsparen und somit die Einkaufsmenge reduzieren kann. Hinzukommend wird es im Jahr 2024 verstärkt auf die Entwicklung der Strom und Gaspreise ankommen.

3.4 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Inworld GmbH TEUR 369 (Vorjahr: TEUR 257) in das Anlagevermögen investiert. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 unter anderem in das Fabrikgebäude und in Betriebs- und Geschäftsausstattungen investiert.

3.5 Personalbereich

Der Personalbestand beträgt zum 31. Dezember 2023 127 (Vorjahr: 105) Mitarbeiter. Hiervon sind 109 (Vorjahr: 92) Mitarbeiter im Produktionsbereich und 18 (Vorjahr: 13) Mitarbeiter im Verwaltungsbereich tätig.

3.6 Forschung und Entwicklung

Auch im Jahr 2023 wurde der Bereich Forschung und Entwicklung durch eine gezielte Weiterentwicklung des Know-hows gestärkt. Dabei lag der Fokus vor allem auf dem Segment der Nahrungsergänzungsmittel. In diesem Bereich wurden 14 neue Produkte im Geschäftsjahr 2023 entwickelt. Weiterhin wird im Bereich der veganen und vegetarischen Fruchtgummis nach neuen Produkten - u.a. mit Zusatznutzen - geforscht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten in diesem Bereich neun neue Artikel auf den Anlagen der Inworld GmbH hergestellt werden.

3.7 Qualitäts- & Nachhaltigkeitsmanagement

Als Fruchtgummi und Nahrungsergänzungsmittel produzierendes Unternehmen ist sich die Inworld GmbH ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und den Kundenanforderungen auf allerhöchstem Niveau bewusst. Dabei bildet die konstant hohe Qualität der Produkte das Fundament der Unternehmensphilosophie. Die Geschäftsprozesse der Inworld GmbH sind im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems und der IFS-Food-Zertifizierung entsprechend so ausgelegt, dass die Süßwaren und Nahrungsergänzungsmittel unter Berücksichtigung höchstmöglicher Hygiene, Lebensmittelsicherheit und Qualität hergestellt werden. Die Einhaltung dieses hohen Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsstandards wird jährlich in unangekündigten Audits überprüft.

Nachhaltigkeit bedeutet für die Inworld GmbH das Gestalten einer Entwicklung, welche die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert. Dabei hat sie gleichzeitig den Blick dafür, dass nachfolgende Generationen dadurch keine Nachteile haben, sondern bestenfalls profitieren. Als Unternehmen ist sich die Inworld GmbH ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber ihrer Region, ihren Menschen und insbesondere ihren Mitarbeitern bewusst.

Seit ihrer Gründung versucht die Inworld GmbH im Rahmen ihrer Unternehmenspolitik auch die Ressourcen in Verpackung und Transport zu schonen. Dabei setzt die Gesellschaft von Beginn an auf Mehrwegsysteme in der Rohstoffbeschaffung. Rohstoffe wie unter anderem Zucker und Glukose werden bei der Inworld GmbH in Silo-Fahrzeugen und Mehrweg-Containern angeliefert. Die Gesellschaft unterhält ein umfassendes Energiemanagement (Zertifizierung nach ISO 50001), dass sich zum Ziel nimmt den Energiebedarf und den CO 2 -Ausstoß stets zu verringern. Die Schonung natürlicher Ressourcen bzw. die Reduktion im Einsatz von eingesetzten Energien wird auch bei neuen Prozessen und Neuinvestitionen berücksichtigt.

3.8 Soziales Engagement

Chancengleichheit

Der Girls and Boys Day ist in diesem Jahr erstmalig wieder durchgeführt worden und soll nun als fester Bestandteil der beruflichen Orientierung junger Menschen etabliert werden. Auch konnten 3 Praktika für Schülerinnen und 1 Praktikum für einen Umschüler des Berufsförderungswerkes angeboten werden.

Qualifizierung der Mitarbeiter

In Zusammenarbeit mit der Food Academy e.V. hat die Inworld GmbH auch im Jahr 2023 wieder Schulungsangebote für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten.

Mitarbeitergesundheit

Im Jahr 2023 wurde die Kooperation für die Nutzung des Fitness-Studios mit der Sweet Tec GmbH geschlossen. Mitarbeitende können seitdem kostenfrei dort an 6 Tagen in der Woche trainieren. Des Weiteren wurde aktiv zur Spendenlauf "Boizenburg läuft" aufgerufen und ein Teil des Teams hat teilgenommen. Der kostenfreie Obstkorb in der Kantine trägt einen kleinen Teil zur gesunden Ernährung bei.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 verringerte sich das Anlagevermögen um TEUR 586 auf TEUR 3.776. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 955 wurden TEUR 369 in das Anlagevermögen investiert. Die Zugänge betreffen unter anderem die Bereiche Fabrikgebäude (TEUR 108) und Betriebs- und Geschäftsausstattungen (TEUR 107).

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur marginal um TEUR 29 auf TEUR 5.414 verringert. Diese Entwicklung beruht auf gegenläufigen Effekten. Zum einen hat sich der Vorratsbestand um TEUR 452 und die liquiden Mittel um TEUR 752 reduziert und zum anderen hat sich der Forderungsbestand insgesamt um TEUR 1.217 erhöht.

Das Vorratsvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 452 auf TEUR 2.378 gesunken und liegt auf einem weiterhin normalen Niveau. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf einem geringeren Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (-TEUR 126), unfertigen Erzeugnissen (-TEUR 173) sowie gestiegenen erhaltenen Anzahlungen (-TEUR 163).

Aufgrund des Umsatzanstiegs im Bereich der Fruchtgummiprodukte und veganen/vegetarischen Produkte zum Ende des Geschäftsjahres haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr stark erhöht (TEUR 2.269; Vorjahr: TEUR 1.051). Ferner haben sich die Forderungen gegen Gesellschafter stichtagsbedingt um TEUR 455 auf TEUR 679 erhöht. Der daraus insgesamt resultierende Forderungsanstieg beruht im Wesentlichen auf dem gestiegenen Geschäftsvolumen im Jahr 2023.

Der Bestand an liquiden Mitteln abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten hat sich um TEUR 1.120 auf -TEUR 368 verringert. Somit hat die Inworld GmbH zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 368 ihre Kontokorrentlinie in Anspruch genommen. Bilanziell wird diese bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn in Höhe von TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 116). Ferner haben die Gesellschafter beschlossen die Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.877 in die Kapitalrücklagen umzuwandeln, so dass sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag um TEUR 2.360 auf TEUR 2.577 stark erhöht hat.

Die Inworld GmbH weist Steuerrückstelllungen in Höhe von TEUR 248 hauptsächlich für den Veranlagungszeitraum 2023 aus. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 73 auf TEUR 476 erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft keine neuen Bankdarlehen aufgenommen und alle Darlehen planmäßig getilgt. Darüber hinaus hat die Inworld GmbH stichtagsbedingt die Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 368 in Anspruch genommen. Somit werden insgesamt TEUR 4.375 (Vorjahr: TEUR 4.735) unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag um TEUR 953 auf TEUR 1.377 gesunken. Dies korrespondiert unter anderem mit dem Rückgang des Bestands an liquiden Mitteln.

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um TEUR 1.877 auf TEUR 82 beruht im Wesentlichen auf den Erlass von Darlehensforderungen.

Der Umsatz der Gesellschaft liegt bei TEUR 32.999 (Vorjahr: TEUR 23.003) und setzt sich zusammen aus inländischen Umsätzen in Höhe von TEUR 31.425 (Vorjahr: TEUR 17.764) und ausländischen Verkäufen über TEUR 1.573 (Vorjahr: TEUR 5.239). Der Umsatz entstammt vor allem aus dem Verkauf von Fruchtgummiprodukten und veganen/vegetarischen Produkten.

In Summe beläuft sich die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung, auf TEUR 32.853 (Vorjahr: TEUR 22.903). Der Materialaufwand betrug TEUR 19.615 (Vorjahr: TEUR 13.461). Aufgrund steigender Rohstoff- und Verpackungspreise lag die Materialeinsatzquote leicht über der Vorjahresquote. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten weiterhin Ausgleichszahlungen, die auf einer vertraglich vereinbarten Auftragsproduktion beruhen, so dass die Gesellschaft einen Rohertrag von TEUR 14.663 (Vorjahr: TEUR 11.190) erwirtschaftet hat.

Die Personalaufwendungen lagen bei TEUR 5.745 (Vorjahr: TEUR 4.168). Dabei haben sich die Mitarbeiterzahlen zum Stichtag um 22 Mitarbeiter auf 127 Mitarbeiter erhöht. Insgesamt hat sich die Personalaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr verringert.

Die Inworld GmbH hat Abschreibungen auf das Anlagevermögen von TEUR 955 (Vorjahr: TEUR 901) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 7.152 (Vorjahr: TEUR: 5.788) setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Energie, Wartungs- und Instandhaltungsaufwendungen, Aufwendungen für Personalleasing und anderen erhaltenen Dienstleistungen sowie Aufwendungen für Anlagenmieten zusammen.

Daraus resultierend hat die Gesellschaft ein Ergebnis vor Ertragsteuern von TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 163) realisiert. Diese Ergebnisverbesserung resultiert aus gegenläufigen Effekten. Zum einen konnte der Rohertrag verbessert werden, wurde aber durch gestiegene Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen geschmälert. Insgesamt weist die Inworld GmbH einen Jahresüberschuss von TEUR 484 (Vorjahr: TEUR 116) aus. Die Geschäftsführung ist mit dieser Entwicklung nicht ganz zufrieden.

Der Liquiditätsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.120 auf -TEUR 368 verringert.

TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit - 23
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 369
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 728
- 1.120

Aufgrund des starken Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gleichzeitigen starken Abbaus der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen realisierte die Inworld GmbH einen negativen operativen Cashflow von TEUR 23. Darüber hinaus wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in das Anlagevermögen vorgenommen (TEUR 369). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wird hauptsächlich durch die planmäßige Tilgung der Bankdarlehen (TEUR 728) beeinflusst. Insgesamt bestehen aus heutiger Sicht für das Unternehmen keine Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiken.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1 Chancenbericht

Durch die Ende 2020 aufgenommene Geschäftstätigkeit, die bisherigen getätigten Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie die Übernahme erfahrener Mitarbeiter verschafft sich die Inworld GmbH eine gute Ausgangssituation für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Dabei spielt das Produktportfolio bestehend aus vegetarischen, veganen und konventionellen Fruchtgummis sowie aus Nahrungsergänzungsmitteln, eine wesentliche Rolle. Durch diese Maßnahmen wird weiterhin an der Effizienz der Produktion und der Diversifikation der Produkte gearbeitet.

Wie auch im Geschäftsjahr 2023 liegt im Jahr 2024 ein Schwerpunkt auf dem Segment der Nahrungsergänzungsmittel, um das Unternehmen breiter aufzustellen und Wachstumspotenziale zu schaffen. Hier steht die Gesellschaft weiterhin im engen Austausch mit ihren Kunden.

Innovatives Denken zeichnet die Mitarbeiter der Inworld GmbH aus. Diese Kernkompetenz wird den attraktiven Produktmix der Gesellschaft weiter ausbauen und sich den modernen Kundenansprüchen vor allem bezüglich einer vegetarischen bzw. veganen und ausgewogenen Ernährung mit der Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln widmen. Damit gewährleistet die Inworld GmbH ihren Kunden Produkte zu liefern, die vom Endkonsumenten nachgefragt werden. Somit kann die Gesellschaft neue Märkte erschließen, denen ein hohes Wachstumspotential vorausgesagt wird.

Die weiterhin voranschreitende Digitalisierung der Verwaltungsarbeitsplätze schafft neue Arbeitsmodelle sowie angepasste Arbeitszeitmodelle, so dass die Gesellschaft sich den wandelnden Bedürfnissen der "neuen Mitarbeitergeneration" stellt. Diese Maßnahmen versteht die Inworld GmbH als Chance auch zukünftig hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig an sich zu binden und somit auch dem Fachkräftemangel entgegenzutreten.

Die Inworld GmbH lässt in den Wachstumsbestrebungen ihre ökologische Verantwortung nicht außer Acht. Die Gesellschaft setzt die Ressourcen (u.a. Wasser und Energie) möglichst schonend ein. Auch in dem Geschäftsjahr 2024 wird die Gesellschaft daran arbeiten, diesen Prozess zu verbessern.

Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass die Inworld GmbH durch das Bestreben, stets in ihrem Handeln besser zu werden sowie den geändertem Konsumentenverhalten Rechnung zu tragen, großes Potential sieht, langfristig den Umsatz und Absatz zu steigern.

5.2 Risikobericht

Die weltweit wechselhafte Situation der einzelnen Industrieländer und speziell der seit dem 24. Februar 2022 widerrechtliche Übertritt der Grenzen des ukrainischen Staatsgebiets durch das russische Militär führt weiterhin zu Unsicherheiten auf den Weltmärkten und damit nicht nur verbunden zu Preisschwankungen, sondern auch zu möglichen Beschaffungsengpässen. Ferner werden die Lieferketten immer wieder durch neue geopolitische Krisen in der Welt - unter anderem im Roten Meer - belastet, so dass langfristig Unsicherheiten auf der Beschaffungsseite bestehen.

Zu dem belasten außergewöhnliche Klimabedingungen, unter anderem langanhaltende Trockenperioden im Sommer, die Verfügbarkeit der Rohstoffe sowie die Rohstoffpreise. Diesen Rohstoff-, Verpackungs- sowie Energiepreisschwankungen begegnet die Inworld GmbH durch Abschlüsse von Lieferkontrakten, so dass die Gesellschaft sich gut aufgestellt sieht.

Weiterhin beschäftigt die Inworld GmbH der Fachkräftemangel, so dass im Geschäftsjahr 2023 auf Zeitarbeitskräfte zurückgegriffen werden musste. Um dem entgegenzuwirken, wird weiterhin ein erheblicher Ressourcenaufwand zur Fachkräftesicherung notwendig werden.

In Deutschland lagen die monatlichen Inflationsraten im Geschäftsjahr 2023 auf einem hohen Niveau und sind erst im ersten Quartal 2024 unter den Wert von 3,0% gesunken. Auch in anderen Regionen der Welt lag im Jahr 2023 die Inflationsrate auf einem hohen Niveau, so dass sich insgesamt das Konsumentenvertrauen eingetrübt hat, was sich negativ auf die private Nachfrage auswirken könnte.

Fremdwährungen stellen für die Gesellschaft kein bedeutendes Risiko dar.

Möglichen Liquiditätsrisiken entgegnet die Gesellschaft durch den Einsatz einer rollierenden Liquiditätsplanung.

Um etwaigen steuerlichen Risiken zu begegnen hat die Gesellschaft ein internes Steuerungssystem, um die Einhaltung aller steuerlichen Vorschriften sicherzustellen und potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren.

Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass die Risiken der Geschäftstätigkeit schwieriger geworden sind, aber noch überschaubar sind. Wesentlichen Risiken wird mit geeigneten Gegenmaßnahmen begegnet. Bestandsgefährdende Risiken werden von der Geschäftsführung derzeit nicht gesehen. Der Krieg in der Ukraine und die klimatischen Veränderungen in der Welt und damit die stark schwankenden Rohstoffpreise können zu Umsatz- und Ergebniseffekten, führen denen das Management durch Preisanpassungen und Prozessoptimierungen und Kostenreduktionsprogramme begegnet, um diese Effekte aufzufangen.

5.3 Prognosebericht

Für die deutsche Konjunktur stehen für das neue Jahr 2024 die folgenden Aspekte besonders im Fokus:

Die Konjunkturprognosen wurden zuletzt deutlich nach unten korrigiert. Nach einem Minus von 0,3% des Wirtschaftswachstums im Jahr 2023 gehen die Einschätzungen konsensual von einem sehr geringen Wachstum in 2024 aus, was je nach Institut bei 0,2% (z.B. Bundesregierung, ifo-Institut, HWWI) - 0,6% (z.B. IWF und DIW) gesehen wird. Konsensual ist hierbei ebenfalls die Einschätzung, dass die deutsche Wirtschaft im Q1/2024 in der Rezession verharrt und sich erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 eine wirtschaftliche Erholung zeigen wird. Haupttreiber der wirtschaftlichen Erholung wird der private Konsum sein. In der Erwartung sinkender Zinsen, abflachender Inflation und gleichzeitig steigender Löhne aufgrund hoher Tarifabschlüsse im Jahr 2023 gehen die Institute davon aus, dass die Sparneigung der Konsumenten ab- und der Konsum zunehmen wird.

Durch ein Anziehen der globalen Industrieproduktion wird eine Erholung der exportorientierten Wirtschaft in der 2. Jahreshälfte 2024 erwartet, die dann im Jahr 2025 wieder zu steigendem Investitionsverhalten führen dürfte.

Die Inflationsrate soll nach knapp 6% im Jahr 2023 im Jahr 2024 weitergehend auf 2,2%

(ifo Institut) bis 2,8% (Bundesregierung) absinken. Die Markterwartungen bezüglich der weiteren Zinsentwicklung gehen davon aus, dass die EZB die Leitzinsen in 1 - 3 Schritten ab Sommer 2024 um 25 - 75 Basispunkte absenken wird.

Die Ertragsplanung der Inworld GmbH für das Geschäftsjahr 2024 geht von sinkenden Umsätzen aus. Dabei plant die Gesellschaft bei Fruchtgummiprodukten und veganen/vegetarischen Produkten mit einem moderaten Umsatzrückgang und im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel mit einem starken Umsatzanstieg. Die Beschaffungsmarktsituation bei Rohstoffen und Verpackungen wird sich im Kalenderjahr 2024 entspannen, so dass die Gesellschaft von einer sinkenden Materialeinsatzquote ausgeht. Infolgedessen erwartet die Gesellschaft, dass der Rohertrag nahezu auf Vorjahresniveau liegen wird.

Des Weiteren werden die Personalkosten, angelehnt an die allgemeine inflationäre Situation, überproportional steigen, obwohl sich die Mitarbeiteranzahl, aufgrund des sinkenden Umsatzes, leicht verringern wird. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erwartet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 leicht sinkende Kosten (u.a. im Bereich Hilfsstoffe und Instandhaltung). Aufgrund dieser gegenläufigen Effekten geht die Gesellschaft insgesamt davon aus, dass das Ergebnis vor Ertragssteuern im Geschäftsjahr 2024 leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird.

Gerade unter den schwierigen Rahmenbedingungen wird an Einsparungen in der Kostenstruktur der Gesellschaft und parallel dazu im Bereich der veganen/vegetarischen Produkte an Kapazitätserweiterungen intensiv gearbeitet. Zudem sehen wir uns, durch bereits eingeleitete, umfangreiche Kosteneinsparungs-, Optimierungs- und Automatisierungsprojekte der hochmodernen Produktionsstätte sowie der Weiterqualifizierung und Spezialisierung von Mitarbeitern, auf einem guten Weg, die steigenden Kosten kompensieren zu können. Darüber hinaus trifft die Inworld GmbH erhebliche Zusatzmaßnahmen im Bereich der Sozialleistungen, um Mitarbeiter zu halten.

 

Boizenburg, den 15. Oktober 2024

Oliver Schindler

Ralf Schulzke

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.776.067,86 4.362.217,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.025,00 3.685,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.025,00 3.685,00
II. Sachanlagen 3.773.042,86 4.358.532,36
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.386.116,36 1.428.399,36
2. technische Anlagen und Maschinen 2.181.957,00 2.819.163,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.710,00 110.970,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.259,50 0,00
B. Umlaufvermögen 5.413.911,61 5.442.674,52
I. Vorräte 2.377.777,58 2.830.118,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.036.079,88 1.860.706,63
1. Forderungen gegen Gesellschafter 679.285,31 224.328,17
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 456.037,55
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.356.794,57 1.180.340,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 54,15 751.849,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.233,92 3.590,17
Summe Aktiva 9.198.213,39 9.808.482,05

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.576.783,57 216.473,92
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 1.876.736,00 0,00
III. Gewinnvortrag 116.473,92 957,52
IV. Jahresüberschuss 483.573,65 115.516,40
B. Rückstellungen 724.556,68 451.059,06
C. Verbindlichkeiten 5.896.873,14 9.140.949,07
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.374.705,19 4.734.622,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 81.895,26 1.959.244,92
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 67.710,99
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.440.272,69 2.379.370,61
Summe Passiva 9.198.213,39 9.808.482,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.662.611,03 11.190.021,85
2. Personalaufwand 5.744.942,65 4.167.503,74
a) Löhne und Gehälter 4.778.326,68 3.445.408,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 966.615,97 722.094,98
3. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 954.721,23 900.991,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.152.027,37 5.787.954,39
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 131,73 1.213,87
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 135.989,05 151.932,64
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 200.715,81 47.492,84
7. Ergebnis nach Steuern 474.214,92 134.147,24
8. sonstige Steuern -9.358,73 18.630,84
Jahresüberschuss 483.573,65 115.516,40

Anhang

Inworld GmbH, Boizenburg

I. Allgemeine Angaben

Die Inworld GmbH hat ihren Sitz in Boizenburg und ist unter der Nummer HRB 120434 im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Der Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang, für das Geschäftsjahr 2023 und wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des 3. Buches des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 i.V.m Abs. 4 HGB auf. Von den Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden, soweit nachstehend nicht anderslautend, unverändert fortgeführt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach den voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die im Wesentlichen den steuerlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung entsprechen.

Im Zugangsjahr wird die planmäßige Abschreibung zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Netto-Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben und, soweit die Anschaffungskosten EUR 250,00 übersteigen, am Ende des Geschäftsjahres als Abgang gezeigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Allgemeine Verwaltungskosten und Zinsen für Fremdkapital wurden nicht einbezogen.

Die Waren sind mit den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bestände der Ersatzteile wurden im Geschäftsjahr unter den Vorräten in Höhe von TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 340) ausgewiesen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Soweit erkennbare konkrete Ausfallrisiken zu Forderungen bestanden haben, wurden sie im Rahmen von Einzelwertberichtigungen bei der Bewertung berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Ausgaben, soweit sie einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Sie sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften ausreichend Rechnung tragen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Rückzahlungsbetrag bzw. mit dem am Bilanzstichtag höheren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens und der auf diese entfallenden Abschreibungen und Zuschreibungen ergeben sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 100.000,00.

Es erfolgte von den Gesellschaftern eine Sacheinlage in die Kapitalrücklage in Form eines Erlasses von Darlehensforderungen von insgesamt TEUR 1.877.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen setzen sich zum 31.12.2023 wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Körperschaftsteuer 128.039,00 24.697,00
Solidaritätszuschlag 7.042,15 1.358,34
Gewerbesteuer 113.348,00 21.658,00
248.429,15 47.713,34

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31.12.2023 wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Personalrückstellungen 257.426,71 261.575,82
Ausstehende Rechnungen 167.307,07 100.729,90
Abschluss- und Prüfungskosten 31.240,00 28.540,00
Energie 0,00 6.000,00
Andere 20.153,75 6.500,00
476.127,53 403.345,72

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zum Abschlussstichtag gliedern sich wie folgt:

Gesamt
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
EUR
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.374.705,19 1.172.556,74 3.202.148,45 843.088,41
Vorjahr 4.734.622,55 761.590,46 3.973.032,09 1.288.112,49
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.377.097,33 1.377.097,33 0,00 0,00
Vorjahr 2.329.866,45 2.329.866,45 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbund. Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 67.710,99 67.710,99 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 81.895,26 81.895,26 0,00 0,00
Vorjahr 1.959.244,92 282.508,92 1.676.736,00 1.109.312,00
Sonstige Verbindlichkeiten 63.175,36 63.175,36 0,00 0,00
Vorjahr 49.504,16 49.504,16 0,00 0,00
Gesamt 5.896.873,14 2.694.724,69 3.202.148,45 843.088,41
Vorjahr 9.140.949,07 3.491.180,98 5.649.768,09 2.397.424,49

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.375 (Vorjahr: TEUR 4.735) sind besichert durch:

Buchgrundschuld in Höhe von TEUR 3.784 auf dem Betriebsgrundstück der Gesellschaft;

Ausfallbürgschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern über TEUR 1.388;

Höchstbetragsbürgschaft über TEUR 250;

Kreditsicherungsgarantie über TEUR 250;

Sicherungsübereignung von Maschinen und Anlagen, die im Zusammenhang mit der Verbindlichkeit angeschafft worden sind;

Sicherungsübereignung von lagerndem Warenbestand;

Abtretung von Forderungen.

Die Gesellschafter haben auf Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.877 verzichtet.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für bestehende Verträge in Höhe von TEUR 551 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 0) (Vorjahr: TEUR 502; davon gegenüber verbundenen Unternehmen: TEUR 206). Diese Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Dienstleistungs- sowie Miet- und Leasingverträge und enden zwischen April 2024 und März 2027.

V. Sonstige Angaben

Angaben zu Arbeitnehmern

Die Anzahl der bei der Gesellschaft beschäftigten Mitarbeiter betrug 2023 durchschnittlich 116 Personen (Vorjahr: 91 Personen) und entfiel auf folgende Bereiche:

Verwaltungsbereich: 16 Personen im Jahresdurchschnitt

Produktionsbereich: 100 Personen im Jahresdurchschnitt

Sonstige betriebliche Erträge

Die Inworld GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit einer vertraglich vereinbarten Auftragsproduktion in Höhe von TEUR 575 erhalten.

Organe

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 durch die Geschäftsführer Herrn Oliver Schindler, Dipl.- Kaufmann, Hamburg, Herrn Mirco Schöning, Betriebswirt (MBA), Hamburg (bis 01. Oktober 2024), und Herrn Federico Innerebner, Kaufmann, Zürich/Schweiz (bis 03. September 2024), vertreten. Darüber hinaus wird die Gesellschaft seit dem 01. Oktober 2024 durch den Geschäftsführer Herrn Ralf Schulzke, Kaufmann, Brahlstorf, vertreten. Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

 

Boizenburg, 15.10.2024

Oliver Schindler

Ralf Schulzke

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Lizenzen 3.741,00 0,00 3.741,00
Summe: 3.741,00 0,00 3.741,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.712.843,69 107.725,00 1.820.568,69
2. technische Anlagen und Maschinen 4.123.413,39 107.180,15 4.230.593,54
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 199.607,82 107.407,08 307.014,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 46.259,50 46.259,50
Summe: 6.035.864,90 368.571,73 6.404.436,63
6.039.605,90 368.571,73 6.408.177,63
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Lizenzen 56,00 660,00 716,00
Summe: 56,00 660,00 716,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 284.444,33 150.008,00 434.452,33
2. technische Anlagen und Maschinen 1.304.250,39 744.386,15 2.048.636,54
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.637,82 59.667,08 148.304,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe: 1.677.332,54 954.061,23 2.631.393,77
1.677.388,54 954.721,23 2.632.109,77
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Lizenzen 3.025,00 3.685,00
Summe: 3.025,00 3.685,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.386.116,36 1.428.399,36
2. technische Anlagen und Maschinen 2.181.957,00 2.819.163,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.710,00 110.970,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.259,50 0,00
Summe: 3.773.042,86 4.358.532,36
3.776.067,86 4.362.217,36

Bestätigungsvermerk

An die Inworld GmbH, Boizenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Inworld GmbH, Boizenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Inworld GmbH, Boizenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 30. Januar 2025

nbs partners GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Danneberg, Wirtschaftsprüfer

Michels, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 17. März 2025 festgestellt.

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