Sunrise GP GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Henning Caron seit 10.8.2023 | Prokura |
Andreas Brandt seit 11.1.2023 | Geschäftsführer |
Jörg Ciuches seit 14.6.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sunset Espana S.L. | 41.62% |
| 28.00% | |
| 14.97% | |
Stadt Bottrop | 5.01% |
Stadt Gladbeck | 5.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ELE-Scholven-Wind GmbHGelsenkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ELE-Scholven-Wind GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ELE-Scholven-Wind GmbH, Gelsenkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ELE-Scholven-Wind GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 8. Juli 2024 EY
GmbH & Co. KG
Glückselig, Wirtschaftsprüferin Micheel, Wirtschaftsprüferin BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Jahresabschlusses A) Allgemeine Erläuterungen Der Abschluss der ELE-Scholven-Wind GmbH (mit Sitz in Gelsenkirchen, Registergericht Gelsenkirchen, HRB 10047) wird nach den Vorschriften des HGB in der für diesen Abschluss gültigen Fassung und des GmbHG aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in € angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die ELE-Scholven-Wind GmbH ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen sind § 264 Abs. 1, § 274a und § 288 Abs. 1 HGB, sofern für den Abschluss zutreffend, in Anspruch genommen worden. Die Verpflichtung zur Aufstellung eines Lageberichtes (nach § 289 HGB) ergibt sich aus § 12 des Gesellschaftsvertrages. B) Bilanzierung und Bewertung Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von 250,00 €, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zuganges als Aufwand erfasst. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. II. Erläuterung der Bilanz (1) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
(2) Verbindlichkeiten
III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung (3) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Geschäftsführungsentgelte (€ 38.000,00, Vorjahr: € 38.000,00), Gestattungsentgelte (€ 51.136,44, Vorjahr: € 47.814,49) sowie Zuführung zur Abbruchverpflichtung (€ 18.919,74, Vorjahr: € 21.940,86) enthalten. (4) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei den Steuern handelt es sich um Ertragsteuern, die das laufende Geschäftsjahr (€ 215.079,06; Vorjahr: € 439.296,13) betreffen. IV. Sonstige Angaben (5) Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung
(6) Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Die Geschäftsführung erhält keine Bezüge von der Gesellschaft. (7) Einbeziehung in den Konzernabschluss Die ELE-Scholven-Wind GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der STEAG GmbH, Essen (STEAG), sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der STEAG für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, die seitens der Europäischen Union in das Gemeinschaftsrecht übernommen wurden. Der Konzernabschluss der STEAG wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Gelsenkirchen, 28. März 2024 ELE-Scholven-Wind GmbH Die Geschäftsführung Jörg Ciuches Andreas Brandt Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Am 30. Juli 2009 erfolgte die Gründung der ELE-Scholven-Wind GmbH (ESW) mit Sitz in Gelsenkirchen. Die ELE-Scholven-Wind GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der STEAG GmbH, Essen, sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Mingas-Power GmbH, Essen (60%ige Tochter der Iqony Energies GmbH (bis 31.12.2022 STEAG New Energies), Saarbrücken), hält 70 % der Anteile der ELE-Scholven-Wind GmbH. Die Emscher Lippe Energie GmbH, Gelsenkirchen (ELE), hält 30 % der Anteile der ELE- Scholven-Wind GmbH. Geschäftsführer der ELE-Scholven-Wind GmbH sind Herr Jörg Ciuches und Herr Andreas Brandt. Die ELE-Scholven-Wind GmbH ist eine Managementgesellschaft ohne eigenes Personal. Die Geschäftsbesorgung und Betriebsführung erfolgt durch die Mingas-Power GmbH. ELE-Scholven-Wind GmbH hat hierzu einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Mingas-Power GmbH abgeschlossen. Die ELE-Scholven-Wind GmbH beschäftigt sich mit der Planung, der Durchführung des Genehmigungsverfahrens, der Finanzierung, dem Bau, dem Betrieb und der Unterhaltung von Windkraftanlagen auf der Halde Oberscholven. Durch Erweiterung des ursprünglichen Unternehmenszwecks können auch Aktivitäten auf weiteren Halden und Flächen im Versorgungsgebiet der ELE ermöglicht werden. Der von der ELE-Scholven-Wind GmbH produzierte Strom wird nach den Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in das Netz der öffentlichen Versorgung eingespeist. Die Vergütungssätze für Strom aus Windenergie sind fixiert (EEG-2009, § 29 und Erstinbetriebnahme in 2010). Die Anlagen verfügen über einen 20-jährigen Bestandsschutz. Der Netzbetreiber ist zur Abnahme verpflichtet. ESW nutzte in 2023 die gesetzlichen Möglichkeiten des EEG zur Direktvermarktung von Strom (§ 20 ff EEG-2014). Die Direktvermarktung erfolgte an E.ON Energie Deutschland. Der Liefervertrag endet am 31. Dezember 2024, verlängert sich aber automatisch um ein weiteres Jahr, sofern nicht innerhalb der vertraglich genannten Frist gekündigt wird. Bis zum Aufstellungszeitpunkt ist der Vertrag ungekündigt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Projektentwicklung
2.2 Politische Rahmenbedingungen Für die Bestandsanlagen der ESW ergaben sich aus den in 2023 aktuellen gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen keine Veränderungen. Bestandsanlagen sind bis zum 31. Dezember 2023 auf eine bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung umzurüsten. (Nachrichtlich: Der Gesetzgeber wird rückwirkend diese Frist auf den 31. Dezember 2024 per Gesetz verlängern.) 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.3.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.095 auf TEUR 2.744 gesunken (TEUR 3.839 * ). Im Bereich des Anlagevermögens ergab sich aufgrund der laufenden Abschreibungen eine Verminderung der Summe auf einen Wert von TEUR 2.240 (TEUR 2.563 * ). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt somit 81,6 % (66,8 % * ). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 375 ausgewiesen (TEUR 231 * ). Die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch die im Jahr 2023 gebildete Forderungen aus gezahlten Ertragssteuern gegenüber der öffentlichen Hand zu begründen. Das Guthaben bei Kreditinstituten beläuft sich auf TEUR 128 (TEUR 1.044*). Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines Jahresergebnisses in Höhe von TEUR 433 (TEUR 887 * ) und einer Ausschüttung von insgesamt TEUR 887 auf TEUR 958 (TEUR 1.412 * ) vermindert. Der Rückstellungsstand hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 254 (TEUR 445 * ) vermindert. Ausschlaggebend hierfür sind die negativen Veränderungen im Bereich der Steuerrückstellungen. Der Betrag der für den Rückbau der Windenergieanlagen zu bildenden Rückstellungen hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Für diese über die Nutzungsdauer der WEA ratierlich anzusammelnden Rückstellungen wurde im Jahr 2023 ein Betrag in Höhe von TEUR 16 (TEUR 24 * ) den Rückstellungen zugeführt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fremden sind mit TEUR 25 auf Vorjahresniveau (TEUR 28 * ). Insgesamt sind die Verbindlichkeiten geprägt durch die ausgewiesenen Darlehen in Höhe von TEUR 1.480 (TEUR 1.830 * ). Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten keine Investitionen. Insgesamt wurden ursprünglich für die Windenergieanlage ein Volumen von TEUR 6.465 investiert. Weitere Investitionen können für die Umrüstung auf die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung erforderlich werden. 2.3.2. Finanzlage Die Kapitalstruktur ist insgesamt nach wie vor geprägt durch die zur Finanzierung der Windkraftanlagen aufgenommenen Darlehen. Die Gesamthöhe der ursprünglich seitens der STEAG GmbH, der RWE Power und der Emscher Lippe Energie GmbH gewährten Darlehensmittel betrug TEUR 6.000. Die Darlehen hatten ursprünglich eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2014 und verlängern sich jeweils automatisch um ein weiteres Jahr, sofern nicht einer der Darlehensgeber innerhalb der vertraglich vorgegebenen Fristen von mindestens 120 Tagen zum jeweiligen Jahresende kündigt. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses lag der Gesellschaft keine Kündigung der Darlehen vor. Darüber hinaus geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Darlehen auch im weiteren Geschäftsjahr ungekündigt bleiben. Im Jahr 2023 wurden Tilgungen in Höhe von TEUR 350 getätigt, so dass die Darlehen zum Bilanzstichtag insgesamt mit TEUR 1.480 valutieren. Tilgungen erfolgen vertragsgemäß wie in der von den Gesellschaftern genehmigten Finanzplanung, mindestens jedoch in Höhe der Abschreibungen. Die Verzinsung erfolgt 2023 zu einem festgelegten Zinssatz in Höhe von 1,00 % (act/360). Insgesamt betrachtet haben die Darlehen einen Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 53,9 % (47,7 % * ). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Eigenkapital um TEUR 454 auf TEUR 958 vermindert (TEUR 1.412 * ). Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt 34,9 % (36,8 % * ). Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR 322 (TEUR 1.506 * ). Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die auskömmlichen Darlehensmittel einerseits sowie durch den regulären Produktionsbetrieb andererseits als gesichert anzusehen. 2.3.3 Ertragslage Die Jahresproduktion schließt mit einer Gesamtproduktion von 14,6 GWh (12,5 GWh * ) ab und überschreitet den Planwert von 12,3 GWh um 2,3 GWh. Beide Windenergieanlagen befinden sich in Produktion. Der aus der Stromproduktion resultierende Umsatz ist die alleinige Steuerungskennzahl der Gesellschaft. Die Umsatzerlöse in Höhe von aufgelaufen 1.359 T€ liegen mit -275 T€ wesentlich unter Plan (1.634 T€). Die Planabweichung resultiert aus den im Jahresverlauf deutlich unter den in der Planung angenommenen Monatsmarktwerten. Bis auf den Monat Februar liegen die Monatsmarktwerte sogar unter der garantierten EEG-Vergütung. Mit einem niedrigeren betrieblichen Aufwand (+ 164 T€) gegen Plan und nahezu planmäßigen Aufwendungen für Zinsen und Abschreibung beträgt das Ergebnis vor Steuern +647 T€ und liegt um TEUR 289 unter Plan (Planabweichung Vorjahr TEUR +780). Die Abschreibungen lagen um TEUR 15 unter Plan. Die Zinsaufwendungen lagen aufgrund der nach Planungsabschluss erfolgten Neufestlegung der Zinshöhe TEUR 23 über dem Planwert. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Stromproduktion nach den Regelungen des EEG direkt vermarktet. Käufer war die innogy bzw. E.ON Energy Deutschland. Unter Berücksichtigung der Direktvermarktungserlöse sind Umsatzerlöse aus einer permanenten und leicht über Plan liegenden Stromproduktion i. H. v. TEUR 1.359 angefallen. Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt TEUR 647 (TEUR 1.326 * ). Zusammengefasst lässt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als positiv bewerten. 3. Chancen- und Risikobericht Die ELE-Scholven-Wind GmbH ist in das bei der STEAG GmbH eingeführte Risikomanagementsystem eingebunden. Ziel ist die Früherkennung von Chancen und Risiken, die Abschätzung von ihren Folgen und der Einleitung von Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Die Stromproduktion erfolgt witterungsabhängig. Bei der Standortwahl und Aufstellplanung war man bestrebt, das Ertragspotenzial maximal auszuschöpfen. Es verbleibt das Risiko witterungsbedingter Produktionsausfälle (geringe oder hohe Windgeschwindigkeiten, Windrichtung, Eis). Ertragsgutachten basieren auf historischen Wetterdaten, die als standortabhängige Windindizes verwendet werden. Die Indizes werden 5 bzw.10-jährig neu erstellt. Die Erstinbetriebnahme erfolgte im Gültigkeitszeitraum des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-2009) vom 25. Oktober 2008. Für einen Zeitraum von 20 Jahren zuzüglich des Jahres der Inbetriebnahme ist die Vergütung festgelegt. Eine Direktvermarktung führt für ESW zu Mehrerlösen im Vergleich zur EEG Vergütung. 4. Prognosebericht Die Geschäftsführung erwartet im kommenden Jahr eine Stromproduktion von 12,3 GWh mit daraus resultierenden Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 1.153 sowie einem Betriebsergebnis vor Steuern von rd. TEUR 413. Im Zeitraum der Mittelfristplanung 2025-2027 werden die jährliche Stromproduktion (ca. 12,3 GWh) und die Umsatzerlöse (TEUR 1.130) in etwa konstant bleiben. Der inflationsbedingte Anstieg der Aufwendungen der überwiegend fixen Vertragsbestandteile wird durch den Rückgang der Zinsverbindlichkeiten nahezu ausgeglichen. Das Betriebsergebnis vor Steuern liegt für diesen Zeitraum bei rd. TEUR 420 jährlich. Die Novellierung des EEG (EEG 2021) hat keine Auswirkungen auf die Bestandsanlagen. Die in diesem Lagebericht zukunftsbezogenen Aussagen beinhalten das inhärente Risiko, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Die Geschäftsführung erwartet in den nächsten Jahren positive Ergebnisse und sieht daher den Fortbestand der Gesellschaft als gesichert an.
Gelsenkirchen, 28. März 2024 ELE-Scholven-Wind GmbH Die Geschäftsführung Brandt Ciuches Sonstige BerichtsbestandteileDer Jahresabschluss wurde am 12.09.2024 festgestellt. |
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