Salvia GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Maier seit 28.3.2024 | Prokura |
Peter Fahlisch seit 28.3.2024 | Geschäftsführer |
Ines Dr. Bohn seit 9.10.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Santo Holding AG | 89.51% |
| 10.49% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Klinge Pharma GmbHHolzkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Klinge Pharma ist ein überwiegend in Deutschland agierendes Pharmaunternehmen. Das Portfolio umfasst Arzneimittel, medizinische Kosmetika, sowie Medizin- und Nahrungsergänzungsprodukte der Gastroenterologie, Dermatologie, Venen- und Harnwegserkrankungen, als auch aus dem Indikationsgebiet Schwindel, Demenz, Erkältung und Lifestyle. Hierzu zählen u.a. die bekannten Marken Vomex®, Physiogel®, Vertigo Vomex®, Venostasin®, Utipro®, Arctuvan®, Kohle-Compretten®und Ultracarbon®, Lingumelt® akut und Ketoconazol Klinge®. Im Mai 2023 wurde zur weiteren strategischen Ausrichtung und Stärkung der Gastroenterologie Elytro®, im November 2023 zur Stärkung des Bereichs Dermatologie das Produkt Adapaben® eingeführt. Im Juni 2023 erfolgte der Erwerb der SymbioGruppe GmbH & Co. KG, Herborn, mit deren Tochtergesellschaften, u.a. der SymbioPharm GmbH. Die SymbioPharm ist ein führender Wegbereiter der Mikrobiom-Forschung und wissensbasierter Probiotik, welche wirksame Lösungen zur Heilung und Gesunderhaltung der Schleimhäute produziert und vertreibt. Der Erwerb umfasst auch die Immobilien am Standort in Herborn. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in Deutschland Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund EUR 4,12 Billionen (Vj. EUR 3,88 Billionen), nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere inflationsbedingt, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. [1] Im Kalenderjahr 2023 steigt der Umsatz mit Arzneimitteln im gesamten Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) um 5,7 %. Der Absatz geht um -2,0 % zurück. Insgesamt wurden 100 Mrd. Zähleinheiten (Kapseln, Hübe, Portionsbeutel etc.) im Wert von rund EUR 60 Mrd. an Patienten abgegeben. In der Gesamtbetrachtung ist die Absatzentwicklung in den beiden Segmenten des Marktes ab Ende Q1 2023 eher rückläufig, besonders in den Apotheken. Die Umsatzentwicklung erweist sich im Kliniksegment im abgelaufenen Jahr 2023 als fast doppelt so hoch wie im Apothekenbereich. Der Apothekenmarkt verbucht im Jahr 2023 ein leichtes, einstelliges Umsatzwachstum von knappen 2%. Es wurden ca. 1,7 Mrd. Packungen (-4% vgl. VJ) im Wert von 47,5 Mrd. Euro (zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, inkl. Impfstoffen und Testdiagnostika) an Patienten abgegeben. Das Marktsegment der rezeptpflichtigen Präparate wächst 2023 um 2,6% nach Umsatzzunahme, während der Absatzzuwachs nur geringläufig zunimmt um 1%. Dies entspricht einem Marktvolumen von 41,4 Mrd. Euro bzw. rund 791 Mio. Packungen. Im Jahr 2023 wurden fast 903 Mio. Packungen rezeptfreie Arzneimittel abgegeben, was einem Rückgang von -8% gegenüber Vorjahr entspricht. Der Umsatz sinkt um 2,3% auf 6,2 Mrd. Euro. Der Versandhandelsmarkt der rezeptfreien Arznei- und Nichtarzneimittel legt im Jahr 2023 nach Wert um 4% (rund 3,2 Mrd. Euro) und nach Menge um knapp 2% (276 Mio. Packungen) zu. [2] 2.2 Geschäftsverlauf Nach der Corona-Zeit kam es zur Erholung des Gesamtmarkts beim Thema "Reiseübelkeit" und auch beim Thema "Magen-Darm-Infektionen", sodass sich die Umsätze der langbewährten Marke Vomex® positiv entwickelten und seine Marktführerrolle erfolgreich ausbauen konnte. Auch die Marke Kohle-Compretten® profitierte von der Erholung des Marktes und konnte an Umsatz zulegen. Die Umsätze der Marke Physiogel® entwickelten sich positiv. Aufgrund des im Januar 2023 gestarteten und von Klinge Pharma gewonnenen Tenders des verschreibungspflichtigen topischen Dermatologikums Calcipotriol comp. Klinge® Gel entwickelten sich die Umsätze positiv und über Plan. Der Umsatz der Marke Venostasin® war rückläufig aufgrund des rückläufigen Venenmarktes. Carvomin® Verdauungstropfen profitierten von der Lieferunfähigkeit von Iberogast® und konnten deutlich an Umsatz dazu gewinnen, ebenso wie Vertigo-Vomex® plus Cinnarizin aufgrund der Lieferunfähigkeit von Vertigoheel® zulegen konnte. Auch die beiden Neueinführungen Lingumelt® akut und Ketoconazol Klinge® aus dem Jahr 2022 und die Neueinführungen Elytro® und Adapaben® aus dem Jahr 2023 trugen positiv zum Ergebnis bei. Der Nettoerlös konnte im Jahr 2023 um 8 % von TEUR 40.996 auf TEUR 44.416 gesteigert werden. Die Gesamtentwicklung liegt unter den Erwartungen der Geschäftsführung. Der geplante Jahresnettoumsatz von ca. EUR 46,2 Mio. für 2023 wurde nicht ganz erreicht. Durch den erzielten Umsatzanstieg konnten die gestiegenen Strukturkosten nur eingeschränkt gedeckt werden. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich von TEUR -4.006 im Vorjahr auf TEUR -7.628. Zu den enthaltenen Sondereffekten wird auf die Erläuterungen zur Ertragslage verwiesen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände, der sog. EBITDA, reduzierte sich auf TEUR 3.612 im Vergleich zum Vorjahr TEUR 8.335. 3. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft 3.1 Ertragslage Im Berichtsjahr 2023 wurde ein erhöhter Nettoumsatz (nach Erlösschmälerungen) von insgesamt TEUR 44.416 (Vj. TEUR 40.996) erzielt. Dabei wurden Umsätze in Höhe von TEUR 42.886 (Vj. TEUR 39.243) im Inland und TEUR 1.530 (Vj. TEUR 1.753) im Ausland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf TEUR 1.435 (Vj. TEUR 3.935). Im Vorjahr, d.h. im Jahr 2022, konnten einmalige außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 2.617 (Vj. TEUR 0) für Ausgleichszahlungen für die Beendigung einer Handelsvertretung als "sonstiger betrieblicher Ertrag" realisiert werden. Im Übrigen beziehen sich die sonstigen betrieblichen Erträge auf Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 646 (Vj. TEUR 70), Erträge aus Sachbezüge TEUR 390 (Vj. TEUR 357) sowie periodenfremde Erträge 2 (Vj. TEUR 28). Die aus den Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und dem Materialaufwand ermittelte Rohmarge beläuft sich im Jahr 2023 auf TEUR 30.221 (Vj. TEUR 28.742) und konnte damit um 5 % gesteigert werden. Die Materialeinsatzquote bezogen auf den Umsatz beläuft sich auf 32 % (Vj. 30 %). Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2023 auf TEUR 10.042 (Vj. TEUR 8.297) und resultiert insbesondere aus einer im Jahresdurchschnitt erhöhten Anzahl von Mitarbeitern (95; Vj. 81). Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich im Jahr 2023 auf TEUR 18.002 (Vj. TEUR 16.045) und umfasst insbesondere Miet-/Leasingkosten, Kfz-Kosten, Rechts- und Beratungskosten, Kosten für Auftragsforschung und Laboruntersuchungen sowie sonstige Vertriebs-, Verwaltungs- und Betriebskosten. Die Rechts- und Beratungskosten erhöhten sich im Jahresvergleich von TEUR 1.250 auf TEUR 2.208 und enthalten z.T. einmalige nicht aktivierbare bzw. nicht umlegbare Kosten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Symbio-Gruppe sowie erhöhte Kosten für EDV-Dienstleistungen. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist von TEUR -4.006 im Vorjahr auf TEUR -7.628 gesunken. Die Veränderung (TEUR -3.622) ergibt sich im Wesentlichen aus den einmaligen o.a. außerordentlichen Erträgen des Vorjahres sowie erhöhten Strukturkosten im Bereich Personal und im Bereich des sonstigen betrieblichen Aufwands, die durch den Umsatzzuwachs nur z.T. kompensiert werden konnten. Im Jahr 2023 liegt der EBITDA bei TEUR 3.612 im Vergleich zum Vorjahr TEUR 8.335. Aufgrund der von den Gesellschaftern sowie den Verbundunternehmen getragenen Finanzierungsstruktur stehen der Klinge Pharma GmbH ausreichend Mittel zur Finanzierung zur Verfügung. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt gesichert. 3.2 Finanz- und Vermögenslage Der Buchwert des Anlagevermögens liegt zum 31. Dezember 2023 bei TEUR 95.049 (Vj. TEUR 59.953). Die immateriellen Vermögensgegenstände setzen sich überwiegend aus Marken- und Vertriebsrechten zusammen. Unter den Finanzanlagen erfolgte aufgrund des Anteilskauf- und Übertragungsvertrages vom 22. Juni 2023 sowie des ergänzend vereinbarten unentgeltlichen Anteilsübertragungsvertrages vom 19.12.2023 erstmals der Ansatz für die Anteile an der SymbioGruppe GmbH & Co. KG, Herborn, mit TEUR 5.500 und für die Anteile an der SymbioPharm GmbH mit TEUR 30.940 sowie in diesem Zusammenhang erworbener Ausleihungen (TEUR 9.237). Trotz des Umsatzanstiegs im Jahr 2023 reduzierten sich die Vorratsbestände leicht von TEUR 8.605 auf TEUR 8.382. Die Vorräte bestehen im Wesentlichen aus fertigen Erzeugnissen und Waren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 5.393 auf TEUR 2.872 gesunken. Die Liquiden Mittel sind von TEUR 12.368 im Vorjahr auf TEUR 6.748 gesunken. Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 5.395 (VJ: TEUR 5.395). Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Jossa Arznei GmbH, München. Im Geschäftsjahr 2023 fanden keine Eigenkapitalmaßnahmen statt. Die Rückstellungen sind auf TEUR 4.780 (Vj. TEUR 3.006) angestiegen. Die Abrechnungen der Krankenkassen für abgeschlossene Arznei- und Rabattvereinbarungen erfolgen weiterhin stark zeitversetzt, was mit entsprechenden Rückstellungen im Jahresergebnis berücksichtigt wird. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 3.748 und liegen auf Niveau des Vorjahres (TEUR 3.705). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf TEUR 32.857 (Vj. TEUR 37.068). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich bedingt durch die Finanzierung des Erwerbs der Symbio-Gruppe auf TEUR 79.321 (Vj. TEUR 42.571) erhöht. Die Bilanzsumme ist von TEUR 94.711 im Vorjahr auf TEUR 126.419 gestiegen. Die Finanzierung erfolgt nahezu ausschließlich aus einem Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen, einem Gesellschafterdarlehen und dem operativen Cashflow. Aufgrund der von den Gesellschaftern bzw. den verbundenen Unternehmen getragenen Finanzstruktur, sowie dem operativen Cashflow, stehen der Klinge Pharma GmbH ausreichend Mittel zu Finanzierung zur Verfügung. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann weiterhin als zufriedenstellend bezeichnet werden; die Liquidität ist stets gesichert. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 2023 4.1 Chancenbericht Durch die sehr erfolgreiche Entwicklung der Vomex®-Produkt-Range und der Erweiterung des Produktsortiments ist die Klinge Pharma GmbH bestrebt, ihr Portfolio zu diversifizieren und kontinuierlich auszubauen. Durch Investitionen will man weiter für ein kontinuierliches Wachstum sorgen, um dauerhaft als zuverlässiger Partner unserer Kunden wahrgenommen zu werden. Aufgrund eines überproportionalen Umsatzwachstums - im Vergleich zu den Strukturkosten - und der Integration einiger Funktionen der SymbioPharm bei der Klinge Pharma wird mit einer maßgeblichen Verbesserung des Jahresergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach Einbeziehung der planmäßigen Abschreibungen auf Marken- und Vertriebsrechte gerechnet. Mit den bekannten Marken Physiogel®, Vomex® und Venostasin®, Symbioflor® 1 und 2 und Symbiolact® sowie weiteren strategischen Neueinführungen und einer fachkundigen Vertriebseinheit, bestehend aus Dermatologie-, Apotheken- und Schulungsaußendienst wird Klinge Pharma GmbH unter dem Slogan "Gemeinsam für Gesundheit" zu einer bestmöglichen Gesundheitsversorgung beitragen. 4.2 Risikomanagement Arzneimittelqualität und Kundenzufriedenheit sind oberste Ziele der Klinge Pharma. Dies wird erreicht durch eine intensive Schulung unserer Mitarbeiter und konsequente Ausrichtung aller betrieblichen Prozesse. Die unternehmerische Tätigkeit der Klinge Pharma ist mit branchenüblichen Risiken verbunden, die entweder aus den Geschäftsaktivitäten selbst entstehen oder als Rahmenbedingungen auf das Unternehmen einwirken. Das bewusste Eingehen kalkulierbarer Risiken und die konsequente Nutzung der damit verbundenen Chancen stellt die Grundlage jedes unternehmerischen Erfolgs dar. Die Geschäftsführung ist sich bewusst, dass diese Risiken die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen und den Fortbestand des Unternehmens gefährden können. Durch zielgerichtetes Risikomanagement und eine intensive hausinterne Kommunikation zu allen Geschäftsaktivitäten und den Rahmenbedingungen im Markt sollen Risiken rechtzeitig erkannt, ihre Ursache analysiert, ihre möglichen Auswirkungen bewertet, sowie Maßnahmen zu ihrer Vermeidung oder Minimierung eingeleitet werden. Die hausinterne Kommunikation mit Blick auf die Rahmenbedingungen der Gesellschaft wird durch eine intensive Kommunikation mit unseren Kunden, Lieferanten, Partnern und Marktbegleitern ergänzt. Die erkannten Risiken werden fortlaufend beobachtet. Angemessene Gegenmaßnahmen werden mit großer Aufmerksamkeit entwickelt. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Allgemeine betriebliche Risiken sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgedeckt. Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken näher erläutert. Markt- und Auftragsrisiken Um weitere Wachstumschancen zu erschließen und unabhängiger von der Entwicklung einzelner Produkte zu werden, wird der Ausbau der Produktpalette vorangetrieben. Normalerweise haben saisonale, regionale wie auch die überregionalen konjunkturellen Bedingungen keinen Einfluss auf den Pharmamarkt und das Auftragsverhalten, jedoch hat gezeigt, dass der Ausbruch der weltweiten Pandemie durch den Virus "SARS-CoV-2" (Corona-Krise) im Frühjahr 2020 und der Ukraine-Krieg ab 2022 den Markt bis heute deutlich beeinflusst. Auf eine in wenigen Indikationsgebieten zurückgehende bzw. im Laufe des Jahres deutlich ansteigende Nachfrage konnte mit einer schnellen Anpassung des Forecasts und vorausschauenden Bestellungen reagiert werden. Lieferantenrisiken Bei der Beschaffung von Rohmaterialien und Dienstleistungen bedient sich die Klinge Pharma GmbH externer Lieferanten. Durch eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten und regelmäßiger Kontrollen der gelieferten Waren und Dienstleistungen werden die Risiken mit Blick auf Liefertreue, vereinbarte Menge und Qualität reduziert. Kostenrisiken begegnen wir durch einen intensiven Marktvergleich und die Vermeidung von Abhängigkeiten. Finanzrisiken Risiken aufgrund von Forderungsausfällen bestehen nur in einem sehr geringen Maße. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Durch Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen und eine ständige Analyse der Altersstrukturliste wird diesem Risiko Rechnung getragen. Die Finanzierung der Klinge Pharma ist durch die Einbindung im Konzern, sowie des operativen Cashflows ausreichend abgesichert. Personalrisiken Der Wettbewerb um qualifiziertes Personal hat spürbar zugenommen. Der zukünftige Erfolg hängt unter anderem davon ab, inwieweit es gelingt, geeignetes Fachpersonal einzustellen, zu entwickeln und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Bei Bedarf wird auf vielfältige Maßnahmen zur Personalgewinnung und -entwicklung zurückgegriffen. So konnten in der Vergangenheit vakante Positionen stets zeitnah besetzt werden. Hinweise auf weitere Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss haben, sind derzeit nicht bekannt. 4.3 Prognosebericht Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert. [3] Das Portfolio der Klinge Pharma GmbH besteht im Wesentlichen aus OTC- und medizinischen Hautpflege-Produkten. Mit dem verstärkten Impf- und Testangebot kam es sukzessive zur Markterholung im Bereich "Reiseübelkeit" und auch "Magen-Darm-Infektionen", wobei die Marke Vomex® stärker als der Markt zulegen konnte. Ziel für 2024 ist es weiterhin, diese Position im Markt zu behaupten und noch weiter auszubauen. Carvomin® Verdauungstropfen, die im Jahr 2022 erworbenen Aktivkohleprodukte der bekannten Marken Kohle-Compretten® und Ultracarbon® ebenso wie die Neueinführung Lingumelt® akut im Jahr 2022 und die Neueinführung Elytro® im Jahr 2023 runden das breite Magen-Darm-Sortiment der Klinge Pharma GmbH weiter ab. Die im Jahr 2023 neu erworbenen Produkte der SymbioPharm stärken die Position von Klinge Pharma bei den Apotheken und Großhandlungen maßgeblich. Das Physiogel® Sortiment wird weiterhin durch innovative Neuentwicklungen erweitert und trägt gemeinsam mit der Vertriebsstruktur in den Folgejahren wesentlich zu einem stetigen Wachstum der Klinge Pharma GmbH bei. Neben dem ersten - mit Patentablauf eingeführten - verschreibungspflichtigen Dermatologikums sind noch weitere verschreibungspflichtige Dermatologika in der Pipeline bzw. stehen kurz vor Marktreife. Diese werden sukzessive - ebenso wie die Neueinführung von Ketoconazol Klinge® im Jahr 2022 und Adapaben® im Jahr 2023 - die Position der Klinge Pharma GmbH im dermatologischen Markt stärken. Durch das Beibehalten einer entsprechenden Einkaufsstrategie für den Bereich "Klinik" wurde dem anhaltenden Preisdruck Rechnung getragen. Durch die weiter angestrebte Investitionstätigkeit, Halten und Ausbauen der Marktposition von Vomex®, Physiogel®, Venostasin®, Symbioflor® 1 und 2 und Symbiolact® und der dargestellten Chancen und Risiken, ist für das Jahr 2024 ein Nettoumsatzvolumen in Höhe von rd. 80 Mio. EUR zu erwarten. Das geplante Wachstum der Gesellschaft basiert auf dem starken Kerngeschäft und beinhaltet bereits erste Erfolge im Rahmen der strategischen Produkterweiterungen. Strukturelle Optimierungen werden auch weiterhin stetig überprüft und umgesetzt, um das geplante Wachstumsziel zu verfolgen. Unter der Berücksichtigung dieser Prämissen geht die Geschäftsführung von einem deutlichen Umsatzwachstum und einer Verbesserung des Jahresergebnisses aus. Es wird ein weiterer Anstieg des EBITDA erwartet, das geplante Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist aufgrund der Investitionen nur leicht positiv. Dennoch können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen und Prognosen abweichen, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich den Aussagen zugrundeliegende Annahmen als unzutreffend erweisen sollten. 5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keinerlei Finanzinstrumente abgeschlossen, es ergeben sich hieraus daher keinerlei Chancen oder Risiken. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Der Nachtragsbericht ist gem. § 285 Nr. 33 HGB im Anhang angefügt.
Holzkirchen, 3. Juli 2024 Klinge Pharma GmbH Dr. Ines Bohn Geschäftsführung [1] Bruttoinlandsprodukt Deutschland 1950-2023 | Statista [2] IQVIATM Marktbericht: Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2023 (bah-bonn.de) [3] Bruttoinlandsprodukt Deutschland 1950-2023 | Statista Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Hinweise Die Klinge Pharma GmbH hat ihren Sitz in Holzkirchen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 232592 eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Bilanz ist nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Gemäß Art. 92 EGHGB wurden für das Geschäftsjahr und rückwirkend die angehobenen Schwellenwerte angewendet. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis 800,- EUR werden sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei Entfallen des Abschreibungsgrundes erfolgt eine entsprechende Wertaufholung bis maximal zu den Anschaffungskosten. Die Bestände an Handelswaren werden zu tatsächlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteiligen Vorleistungen. Latente Steuern werden grundsätzlich für zeitliche, sich in Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung in das Handelsregister. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und tragen den erkennbaren Risiken in angemessenem Umfang Rechnung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, sobald die Waren geliefert worden sind bzw. der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Rabatten und Skonti ausgewiesen. Sonstige betriebliche Erträge bzw. betriebliche Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. Zinsen sowie Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens werden zeitanteilig mit dem Betrag, der auf das Geschäftsjahr entfällt, als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in einem Anlagenspiegel dargestellt. Unter den Finanzanlagen erfolgte aufgrund des Anteilskauf- und Übertragungsvertrages vom 22. Juni 2023 der Ansatz für die Anteile an der SymbioGruppe GmbH & Co. KG, Herborn, (TEUR 36.440; Vj. TEUR 0) sowie in diesem Zusammenhang erworbener Ausleihungen (TEUR 9.237; Vj. TEUR 0). Der Gesamtkaufpreis für die Anteile in Höhe von TEUR 36.440 wurde unter Berücksichtigung des ergänzend vereinbarten unentgeltlichen Anteilsübertragungsvertrages vom 19.12.2023 (betreffend Anteile SymbioPharm GmbH) mit TEUR 5.500 den Anteilen an der SymbioGruppe GmbH & Co. KG und mit TEUR 30.940 den Anteilen an der SymbioPharm GmbH zugeordnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 12.403; Vj. TEUR 7.474) umfassen i.W. Forderungen gegen den Gesellschafter, d.h. die Jossa Arznei GmbH, München, aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Daneben werden kurzfristige Forderungen gegen die SymbioGruppe GmbH & Co. KG, Herborn, ausgewiesen (i.W. Zinsansprüche auf Ausleihungen). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von EUR 25.000,00 wird vollständig von der Jossa Arznei GmbH, München, gehalten und ist in voller Höhe eingezahlt. Die in den Vorjahren geleisteten Einzahlungen in die Kapitalrücklage belaufen sich auf TEUR 5.370 (Vj. TEUR 5.370). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Bonus- und Rabattzahlungen an Kunden und ausstehende Rechnungen und werden mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind wie folgt (in TEUR):
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit TEUR 162 enthalten (Vj. TEUR 389). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Gliederung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 gliedern sich wie folgt:
Die Werte des Jahres 2022 setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.435 (Vj. TEUR 3.935) sind insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 646, Vj. TEUR 70), Erträge aus Sachbezügen (TEUR 390; Vj. TEUR 357), periodenfremde Erträge (TEUR 2; Vj. TEUR 28) sowie Währungsgewinne (TEUR 195; Vj. TEUR 35) enthalten. Der Vorjahresausweis umfasste mit TEUR 2.617 außerordentliche Erträge (Ausgleichszahlungen) für die Beendigung einer Handelsvertretung. Abschreibungen Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB (Vj. TEUR 0). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 18.002 (Vj. TEUR 16.045) sind Währungsverluste in Höhe von TEUR 149 (Vj. TEUR 373) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 109 (Vj. TEUR 136). E. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3 a) HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen, nicht unter den außerbilanziellen Geschäften aufgeführt sind und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, setzen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:
Die Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2022 stellen sich wie folgt dar:
Aus dem Erwerb der Anteile an der SymbioGruppe GmbH & Co. KG, Herborn, resultieren Earn-Out-Verpflichtungen von max. EUR 3 Mio. Der Earn-Out ist von der Durchführung einer Studie bis zum Jahr 2028 abhängig und wurde zum 31. Dezember 2023 noch nicht berücksichtigt. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Geschäftsführung von Frau Dr. Ines Bohn, Dipl. Biologin, München, ausgeübt. Die Geschäftsführerin ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Prokuristen Prokurist war zum Bilanzstichtag Herr Peter Fahlisch. Herr Sebastian Reichel, ist im Geschäftsjahr 2023 als Prokurist ausgeschieden. Anzahl der Arbeitnehmer
Abschlussprüferhonorar und Konzernverhältnisse Auf die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB wird aufgrund der Einbeziehung des Jahresabschlusses der Gesellschaft in den Konzernabschluss der Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen, verzichtet. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlich. ErgebnisverwendungsvorschlagAufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird der Verlust vom Gesellschafter, d.h. der Jossa Arznei GmbH, München, übernommen. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich folgende wesentliche Ereignisse: - Zum 15.3.2024 wurde Herr Bernd Maier zum Prokuristen (Gesamtprokura mit Geschäftsführer) und Herr Peter Fahlisch zum weiteren Geschäftsführer (zeichnungsberechtigt mit Prokuristen oder Geschäftsführer) berufen. - Teilbetriebsschließung bei der SymbioPharm am 24.1.2024 sowie Überleitung eines Teils der operativen Aufgaben auf die Klinge Pharma GmbH Weitere wesentliche Ereignisse, welche sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ausgewirkt haben, ergaben sich nicht.
Holzkirchen, den 3. Juli 2024 Klinge Pharma GmbH Dr. Ines Bohn Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Klinge Pharma GmbH, Holzkirchen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Klinge Pharma GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Klinge Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 3. Juli 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Abel, Wirtschaftsprüfer Heitzer, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023In der Gesellschafterversammlung vom 11. Juli 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. |
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