Sikla Sprinklerelemente GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Schätzle seit 5.1.2026 | Geschäftsführer |
Axel Bernd Rödiger seit 14.3.2023 | Prokura |
Daniel Siotto seit 18.11.2019 | Prokura |
Thomas Siegfried Bernard seit 18.11.2019 | Geschäftsführer |
Marc Hertenstein seit 29.3.2017 | Prokura |
Reiner Ulrich Klauß seit 12.2.2016 | Geschäftsführer |
Michael Schnee seit 5.12.2011 | Prokura |
Dieter Gerhard Klauß seit 6.10.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sikla Holding GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sikla GmbHVillingen-SchwenningenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023I. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages in der Fassung des Bilanzrichtlinien - Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Angaben zu Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Abweichend zur Gliederung nach § 275 HGB wurde zur Klarstellung die Position außerordentliche Erträge / außergewöhnliches Ergebnis hinzugefügt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (linearer Methode) vermindert. Der erworbene Geschäftswert wird über vier Jahre linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis der durchschnittlichen Einstandspreise bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten auch Materialgemeinkosten entsprechend dem steuerlichen Mindestumfang berücksichtigt werden, § 255 Abs. 1 bzw. § 255 Abs. 2 Sätze 1 - 4 HGB. Zinsen werden in die Bewertung nicht mit einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte an Kreditinstitute sicherungsübereignet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Forderungsausfälle sind durch Ausbuchungen sowie durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt; dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge Rechnung getragen worden. Forderungen und Verbindlichkieten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angerechnet. Die Abgrenzung und Bildung der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Pensionsrückstellungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt. Es werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen Vorräte Die Vorräte werden im Rahmen einer permanten Inventur, § 241 Abs. 1 und Abs. 2 HGB erfasst und mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nach § 255 Abs. 1 bzw. § 255 Abs. 2 Sätze 1 - 4 HGB bewertet. Zinsen werden nicht einbezogen.
Aktive latente Steuern In der Handelsbilanz wird der im Jahr 2008 aktivierte Firmenwert i. H. v. 2.500.000,00 Euro über 4 Jahre abgeschrieben. In der Steuerbilanz wird eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt. Bis zum Berichtsjahr hat sich unter Berücksichtigung der Differenzen bei den Pensionsrückstellungen eine Abschreibungsdifferenz zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz egeben, die zu aktiven latenten Steuern führen. In Ausübung des bestehenden gesetzlichen Wahlrechtes wurde auf die Aktivierung verzichtet. Rückstellungen Pensionsrückstellung Die Rückstellung für Pensionen wurden unter Anwendung des versicherungsmathematischen Bewertungsverfahrens "Projected Unit Credit Method" gebildet. Folgende Annahmen liegen der Bewertung zu Grunde (§ 284 Satz 1 Nr. 24 HGB): Versorgungsverpflichtung leitende Angestellte:
Versorgungsverpflichtung Geschäftsführer
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2, S. 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4, S. 3 HGB. Laufende Erträge des Deckungsvermögen werden im Finanzergebnis gezeigt. Die Verrechnungen wurden wie folgt durchgeführt:
Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB: EUR 20.545,00
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünfte Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Unter den Verbindlichkeiten sind keine Beiträge ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Die in schweizer Währung aufgenommenen Darlehen wurden gem. § 256a Satz 2 HGB zum amtlichen Devisenkassamittelkurs umgerechnete, realisierte Währungsverluste wurden gewinnmindernd passiviert. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Angabe von Art und Form der Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Gesamtbetrag von TEUR 417:
Ein Risiko für die Inanspruchnahme aus den Bürgschaften sehen wir zur Zeit nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Verpflichtungen aus Versorgungskasse: Ermittlung unter Zugrundelegung versicherungsmathematischer Grundsätze (Teilwertverfahren - angelehnt an § 6a EStG); Rechnungsgrundlagen:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse entfallen auf geographisch bestimmte Märkte wie folgt:
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Wesentliche periodenfremde Aufwendungen und Ertäge sind nicht angefallen. außerordentliche Erträge/ außerordentliches Ergebnis Mit Vertrag von November 2023 wurde die Beteiligung an der Sikla USA Inc. mit Sitz in Duluth veräußert. Hierbei ist ein Veräußerungsgewinn in Höhe von TEUR 749 entstanden. Auf- und Abzinsung von Rückstellungen Die sonstigen Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 38. sonstige Angaben Geschäftsführung Dieter Klauß, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, Hausen ob Verena. Reiner Klauß, Dipl.-Volkswirt, Sippachzell Andreas Daiker, Dipl.-Betriebswirt (BA), Weingarten (bis 31.03.2024) Thomas Bernard, Darmstadt Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt; die Geschäftsführer Dieter Klauß und Reiner Klauß sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Bezüge unterbleibt gemäß § 286 HGB. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung liegen nicht vor. An frühere Mitglieder der Geschäftsführungsorgane wurden Pensionsbezüge in Höhe von TEUR 87 bezahlt. Beteiligungsverhältnisse Die Beteilgung an der Sikla USA Inc. mit Sitz in Duluth wurde mit Vertrag von November 2023 veräußert. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Prüfungshonorar Das Prüfungshonorar wird im Anhang des Konzernjahresabschlusses der Firma Sikla Holding GmbH mitgeteilt. Nachtragsbericht Ab dem Geschäftsjahr 2024 werden bestimmte Dienstleistungen für den Konzernverbund, insbesondere auf den Gebieten Rechnungswesen, Controlling, Materialwirtschaft, IT, Entwicklung, Marketing und Human Resources auf die in 2023 neu gegründete Sikla Corporate Services Headquarters GmbH ausgegliedert. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.736.956,31 auf neue Rechnung vorzutragen.
Villingen-Schwenningen, im Februar 2024 Dieter Klauß Thomas Bernard Reiner Klauß Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Lagebericht 20231. Grundlagen des Unternehmens Sikla verbindetA. Grundlagen und Produktportfolio Als Spezialist von Befestigungssystemen ist Sikla seit über fünf Jahrzehnten kompetenter Partner für die technische Gebäudeausrüstung und den industriellen Anlagenbau. Der innovative und praxisorientierte Fokus steht bei uns stets im Vordergrund, um Anwendern ihr Tagesgeschäft einfacher und effektiver zu gestalten. Das Produktportfolio der Sikla GmbH setzt sich primär aus den Bereichen Siconnect und Simotec zusammen. Ergänzt wird unser Leistungsspektrum durch einen ganzeinheitlichen Beratungs- und Serviceansatz, der sämtliche Prozessschritte unserer Kunden umfasst. Diese beinhalten neben der Planung und einem zeitsparenden Vorfertigungsservice, die Projektierung sowie individuelle Produktschulungen. Sikla Produkte werden in über 56 Ländern weltweit eingesetzt. Wir sind in fast allen europäischen Ländern mit einer eigenen Gesellschaft oder durch Vertriebspartner vertreten. Damit sind wir für unsere Kunden global erreichbar und können Lösungsalternativen schnell und zielgerichtet umsetzen. Im Sinne einer besseren Marktbearbeitung und zum Ausbau von Skaleneffekten wurde die Vertriebsstruktur konsolidiert und besteht nunmehr aus dem Bereich "Nationaler Vertrieb" und dem "Internationalen Vertrieb". Der nationale Vertrieb unterteilt sich weiter in den Direktvertrieb und Handel. Der Internationale Vertrieb unterteilt sich dagegen in Prozessindustrie, Schiffbau und Offshore sowie Partner. Durch die Teilung der Vertriebswege erreichen wir ein höchstmögliches Maß an Flexibilität und gleichzeitiger Fachexpertise. II. Forschung und Entwicklung Der Bereich R&D wurde im Jahr 2023 restrukturiert, um eine verbesserte Kundenorientierung zu schaffen. Das bisher klassische Produktmanagement wurde auf die Bereiche R&D und Marketing aufgeteilt. Die Tätigkeiten der Product Owner im Bereich R&D belaufen sich hierbei auf die Projektkoordinierung über die in den Entwicklungen involvierten Bereiche und die dem Marketing zugeordneten Product Manager stellen die Schnittstelle zum Markt dar. Diese sind nun näher am Vertrieb und dem Kunden, um bestmöglich Bedarfe in den Bereich R&D zu transferieren. Neben dem klassischen Produktentstehungsprozess (PEP) wurde in diesem Zuge der sogenannte Stage Gate Prozess etabliert, um eine zielgerichtete Marktanalyse und Bewertung durchzuführen. Durch die Schaffung eines sogenannten Board of Global Sales (BGS) mit auserwählten Repräsentanten für die Länder der Sikla Gruppe, werden zudem die anstehenden Projekte auf Jahresebene geplant und priorisiert. Durch die ISO 14001 Zertifizierung des Unternehmens hat das Thema Umweltmanagement / Nachhaltigkeit nun auch offiziell Einzug in die Produktentwicklung gehalten. Diverse Neuentwicklungen wurden unter diesem Aspekt durchgeführt und stehen im Jahr 2024 zur Markteinführung an. Nachdem bereits im vorherigen Jahr erste Produkte mit EPDs bewertet wurden, wurde auch hier die Arbeit weitergeführt und neue Bewertungen folgen. Die Anforderungen und Schnelllebigkeit bei digitalen Daten ums Produkt herum sind stark gestiegen. Aus diesem Grunde wurde das, vor einigen Jahren eingeführte PIM-System strukturell überarbeitet, um es effizienter in der Bearbeitung zu gestalten. Zudem wird auf eine SaaS Lösung umgestellt, um die Zugänglichkeit zu verbessern und eine verbesserte Anbindung von Konsumenten zu schaffen. Die Vernetzung des PIM-Systems mit dem ERP und der Website sind in der Umsetzung. Die Lage der letzten Jahre am Beschaffungsmarkt hat dazu geführt, dass der Einkauf sich in der Beschaffung breiter aufgestellt hat, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Ertüchtigung und Qualifizierung neuer Lieferanten hat entsprechend auch Ressourcen in den Bereichen Konstruktion und Prüffeld gebunden, um hier unsere Qualitätsstandards zu gewährleisten. Im Jahre 2023 wurden in der Entwicklung 8 Produkteinführungen vorangetrieben. Hierbei handelt es sich um neue Beschichtungen, kleinere Einzelprodukte bis hin zu umfangreicheren Sortimenten. Im Bereich der Umsetzung von kundenspezifischen Produkten oder Sonderprodukten wurden personelle Ressourcen geschaffen und der dazugehörige Prozess im Unternehmen weiter etabliert, um auch hier noch kundenorientierter zu agieren. Im Rahmen des Prüffeldes wurde die Datenlage der Produkte ausgebaut und zudem erweiterte Leistungen angeboten. Mittlerweile werden auch Prüfleistungen für andere Landesgesellschaften anhand landesspezifischer Produkte durchgeführt, um den heutigen Datenanforderungen gerecht zu werden. Die versuchsbegleitete Grundlagenforschung zum Tragverhalten von Befestigungssystemen unter Brandbeanspruchung wurde weiter fortgesetzt und ausgewertet. Europäische Zulassungen auf Produktlinienebene wurden erarbeitet und stehen in 2024 zur Veröffentlichung an. Um den allgemeinen Support bei technischen Rückfragen rund um das Produkt zu verbessern, wurde ein zentrales Postfach eingerichtet, wo jeder seine Fragen, die seitens Kunde an ihn herangetragen wurden, oder Fragen die intern aufkommen, platziert werden können. Dies ist ein weiterer Schritt, um interne Kompetenz aufzubauen und den Service zum Kunden zu verbessern. III. Wirtschaftsbericht A, Konjunkturelles Umfeld und GeschäftsentwicklungDas Jahr 2023 war von einer Reihe von globalen und regionalen wirtschaftlichen Entwicklungen geprägt, die unser konjunkturelles Umfeld beeinflusst haben Gemäß den Berichten des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verzeichnete die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum, das von verschiedenen Faktoren wie der Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, geopolitischen Spannungen und sich ändernden Handelsbeziehungen beeinflusst wurde. Trotz einiger Herausforderungen erwies sich das globale Wirtschaftsumfeld als insgesamt stabil, wobei viele Länder ein solides Wachstum verzeichneten und eine allmähliche Erholung von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie erlebten. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Pandemie sowie anderen geopolitischen Risiken blieb jedoch bestehen und beeinträchtigte die Prognosen und die Planungssicherheit vieler Unternehmen weltweit. Im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens im Jahr 2023 können wir auf eine positive Performance zurückblicken. Trotz der Herausforderungen des sich wandelnden Umfelds und der fortbestehenden Unsicherheiten haben wir unsere strategischen Ziele erfolgreich umgesetzt. Wir konnten unser Umsatzwachstum steigern, neue Marktchancen erschließen und unsere Position in unseren Zielmärkten stärken. Besonders hervorzuheben ist unsere erfolgreiche Anpassung an die sich verändernden Kundenbedürfnisse und Marktbedingungen durch Investitionen in Innovation, Digitalisierung und Effizienzsteigerungen. Diese Maßnahmen haben es uns ermöglicht, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und gleichzeitig unseren Kundenservice zu optimieren. Für das kommende Jahr bleiben wir optimistisch, sind jedoch auch darauf vorbereitet, auf etwaige Veränderungen im konjunkturellen Umfeld angemessen zu reagieren. Unsere strategische Ausrichtung auf langfristiges Wachstum, Innovation und Kundenorientierung wird es uns ermöglichen, die Chancen zu nutzen und die Herausforderungen zu bewältigen, denen wir in einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld gegenüberstehen. B. Umsatzentwicklung und Ertragslage der Sikla GmbH Nach den bereits herausfordernden Jahren der Corona-Krise, sieht sich die Welt im aktuellen Geschäftsjahr mit dem Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine konfrontiert und allen negativen Folgen hieraus - Unsicherheit, Angst, Vertreibung - sowohl im privaten als auch makrowirtschaftlichen Umfeld. Umso bemerkenswerter war die äußerst positive Umsatzentwicklung der Sikla GmbH. Hier konnte den Umsatz von 109,0 Mio. auf 111,3 Mio. € gesteigert werden. Neben dem Gesamtumsatz und dem Umsatz je Mitarbeiter sind die wesentlichen Leistungsindikatoren der EBT und die Umsatzrendite. In beiden Vertriebsbereichen, dem nationalen Vertrieb, als auch dem internationalen Vertrieb, konnten die Umsätze geringfügig gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Ursache hierfür ist unter anderem der stärkere Direktbezug der Auslandsgesellschaften, wodurch die Konzernverrechnungen abgenommen haben. Dazu kommt eine etwas gebremste Nachfrage von Drittkunden auf Grund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage. Die Aufwärtsspirale der Stahlpreise bremste ab und senkte sich sogar im Verlauf des Jahres etwas. Da die Sikla GmbH aber bei vielen Lieferanten auf langfristige Rahmenverträge setzt, sind rückläufige Preise nicht direkt margenwirksam. Ein weiterer Faktor für steigende Einkaufspreise sieht der Einkauf in den enorm steigenden Energiepreisen, welche in der Wertschöpfungskette konsequent weitergegeben werden. Die Abschreibungen liegen mit 0,5 Mio. € auf dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 % erhöht, was jedoch der Planung entspricht. Die Logistikkosten sind im Vergleich zum Vorjahr geringfügig zurückgegangen und liegen hinter der Planung. Die Preissteigerungen in diesem Bereich wurden die geringeren Volumina überkompensiert. Die IT-Kosten sind deutlich gestiegen, liegen aber nur leicht über der Planung. Der Treiber für die Kostenentwicklung in diesem Bereich ist in den erhöhten Aufwendungen durch die Weiterverrechnung für das neue ERP-System begründet. Zusätzlich wurden weitere Maßnahmenpakete zur Steigerung der IT-Sicherheit umgesetzt. Kostensteigernd im Bereich der Energiekosten haben dazu geführt, dass sich die Standortkosten um 64 TEUR erhöht haben. Auf Grund der gelockerten Corona-Politik, dem Umdenken der Unternehmen wieder zurück in Präsenzbesuchen und den damit verbundenen Verordnungen sind Kosten im Bereich Reise- und Vertriebsbereich wieder sehr deutlich angestiegen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl erhöhte sich im Geschäftsjahr auf 342 (Vj. 330) Mitarbeiter. Dementsprechend ist auch der Personalaufwand um 7,3 % gegenüber Vorjahr gestiegen. Diese Entwicklung ist durch den stetigen Ausbau des Personalkörpers an die strategische Ausrichtung des Unternehmens geprägt. Die über den Erwartungen liegenden Geschäftszahlen führten zu höheren Rückstellungsbildungen im Bonusbereich als geplant. Ebenfalls erfolgte im Frühjahr 2023 eine leicht über dem Plan liegende Bonusausschüttung an die Mitarbeiter für das sehr erfolgreiche Vorjahr. Zusätzlich wirkt sich im Personalaufwand die Dotierung zur Rückstellung für Altersvorsorge erhöhend aus. Im Jahr 2023 erfolgten neben planmäßigen Gehaltserhöhungen verschiedene Prämienmodelle, um die Mitarbeiter vor den erhöhten Energiekosten zu schützen. Der Liquiditätsbedarf dieses Jahr konnte aus dem laufenden Geschäftsbetrieb bedient werden. Jedoch schlagen das im Jahr 2023 erhöhte Zinsniveau zu buche, so dass mit 775 TEUR-Zinsaufwendungen entstanden sind. Das von der Schwester ausgegebene Darlehen konnte vollständig getilgt werden. Die Zinserträge sind sowohl im Konzernverbund als auch gegenüber Dritten in Höhe von insgesamt 82 TEUR gesunken. Der Brutto Cash Flow (EBITDA) liegt bei 4,6 % (Vj. 5,5 %) vom Umsatz. Das Nettoergebnis vor Steuern (EBT) nimmt um 1,1 Mio. € auf 4,3 (Vj. 5,4) Mio € ab. Die dazugehörige Umsatzrendite beträgt 2,7 % (Vj. 3,6 %). Sowohl der operative Cash-Flow als auch der erweiterte Cash-Flow bewegen sich auf einem sicheren Niveau. C. Vermögenslage Zum 31.12.2023 weist die Sikla GmbH eine Bilanzsumme von 42,4 (Vj. 40,8) Mio. € aus. Das Vorratsbestände sinken preisbedingt um 0,5 Mio. € auf 19,0 (Vj. 19,5) Mio. €. Die deutlichen Preissteigerungen am Stahlmarkt über das gesamte Sortiment hinweg führen zu einem höheren Bestandswert. Des Weiteren steht die Lieferfähigkeit im Hause Sikla weiterhin sehr im Vordergrund, wodurch der Vorratsbestand auf einem ähnlichen hohen Niveau gehalten wurde. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 0,6 Mio. € auf 11,3 (Vj.10,7) Mio. € erhöht. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich um 1,1 Mio. € auf 2,9 (Vj. 1,8) Mio. € erhöht. Auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung erfolgte auch in diesem Jahr wieder eine Dotierung der Rückstellungen für die Altersvorsorge der Belegschaft. Die Vermögensverhältnisse sind stabil und geordnet. D. Finanzlage Die Finanzlage ist weitgehend kurzfristig geprägt. Dies entspricht dem Vermögensaufbau mit einem hohen Anteil an kurzfristigen Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung und Umlaufvermögen. Die Debitorenfinanzierung ist über ein Factoring äußerst dynamisch organisiert, während die Lager- und Kreditorenfinanzierung über variable Kreditlinien abgedeckt ist. Die Volumina dieser Finanzierungen sind an den kurzfristigen Materialeinkauf gekoppelt und weisen daher einen tendenziell hohen Schwankungsbereich auf. Analog stellen sich die liquiden Mittel der Gesellschaft dar, welche über Kontengutschriften und Entlastungen stichtagsbezogen stark schwanken können. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets - i. d. R. unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch schnelle Zahlung erfüllt. Der hohe Forderungsumschlag erhöht darüber hinaus in diesem Bereich die Volatilität. Die Gesellschaft verfügt über einen ausreichenden Liquiditätspuffer für den Geschäftsbetrieb. Unter Berücksichtigung des sehr investitionsintensiven und gesamtwirtschaftlich schwierigen Jahres konnte die Gesellschaft zum Stichtag die Eigenkapitalquote auf 47,6 % (Vj. 40,2%) % ausbauen. Es bestanden während des Berichtzeitraumes zu keinem Zeitpunkt Liquiditätsprobleme. IV. Prognosebericht Die OECD geht in der aktuellen Konjunkturprognose für das kommende Jahr von einem Weltwirtschaftswachstums von 2,9% aus. Etwas optimistischer sieht es der IWF mit 3, 1%. Nach wie vor liegt das globale Wachstum im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem "historischen Durchschnitt". Die Sikla Gruppe lehnt jegliche Art kriegerischer Handlungen ab. Wir haben daher hinsichtlich unserer Geschäftsbeziehungen unsere Schlüsse gezogen und unterstützen andererseits Hilfsbedürftige und Betroffene nach Kräften. Als Sikla Gruppe haben wir alle wirtschaftlichen Beziehungen mit der Russischen Föderation und Belarus unverzüglich eingestellt, und werden bis auf weiteres von direkten oder indirekten Geschäften Abstand nehmen. Für die deutsche Volkswirtschaft wird seitens der OECD ein Aufschwung von 0,3% prognostiziert Als Treiber für eine möglichst optimistische Wirtschaftslage in Deutschland gilt nach wie vor der Fachkräftemangel, Energie sowie die stark gestiegenen Zinsen. Für das Jahr 2023 rechnet die deutsche Regierung selbst mit einer Senkung des Bruttoinlandproduktes (BIP) um 0,3%. Die Arbeitslosenquote ist in 2023 leicht gestiegen. Auch für das Jahr 2024 ist die Planung von vielen Unsicherheitsfaktoren und Variablen geprägt. Ein ausbreiten des Krieges in der Ukraine oder weitere Energieverknappungen hätten weitreichende Folgen für die ganze Weltwirtschaft. Zusätzlich sehen sich Unternehmen und Endverbraucher immer mehr inflationären Entwicklungen konfrontiert. Die zum Ende des Jahres 2023 gefallenen Stahlpreise, werden durch Angebotsverknappung am Markt im kommenden Jahr wieder weiter ansteigen. Mittels längerfristigen Rahmenverträgen und einer konsequenten Mehrlieferantenstrategie werden jedoch die daraus resultierenden Effekte teilweise kompensiert werden. Grundsätzlich erwarten wir für das Jahr 2024 eine weitere Stabilisierung der Unternehmensentwicklung auf dem aktuell vorherrschend hohen Preisniveau. Dabei beruhen die Planungen auf der Annahme weitgehend stabiler Baumärkte in Europa und einem darauf aufbauenden weiterführenden Ausbau unsere Industrie- und Anlagenbaugeschäfte. Der Geschäftsverlauf hängt von den Entwicklungen in den nächsten Monaten ab. Kurzarbeit wurde nur als Option bei erheblichen Auftragseinbrüchen vorbereitet - im letzten Geschäftsjahr war dies auf Grund der guten Entwicklung aber an keiner Stelle notwendig. Zusätzliche Chancen sehen wir im konsequenten Marktaufbau außerhalb Europas und in der weiteren Stabilisierung der Südeuropäischen Märkte auf niedrigem Niveau, sowie in den verbesserten Zugängen zum geregelten Baubereich im sekundären Stahlbau. Der Auftragsbestand befindet sich zum Stichtag auf einem soliden aber dennoch unter den Vorjahren befindlichen Niveau. Wir sehen die Sikla GmbH insgesamt auf einem stabilen Weg. Der hohe variable Kostenanteil gibt uns dabei die nötige Flexibilität, um auf unerwartete Schwankungen angemessen und kurzfristig reagieren zu können. V. Chancen- und Risikobericht A, Risikomanagement Das Risikomanagement hat in der Sikla GmbH einen hohen Stellenwert. Als Unternehmensgruppe ist die Sikla mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert. Unternehmerische Risiken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn dadurch der Unternehmenswert gesteigert werden kann und ihre möglichen Auswirkungen beherrschbar bleiben. Die Geschäftsleitung wird regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen könnten. Zur Identifikation, Bewertung und Dokumentation der wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken verwendet die Sikla GmbH ein detailliertes Risikomanagementsystem, das durch die folgenden Prozesse gekennzeichnet ist: - Unternehmerische Entscheidungen werden auf Basis von umfassenden Projektvorlagen getroffen, in denen Chancen und Risiken im Einzelnen dargestellt werden. Darüber hinaus werden im Rahmen der langfristigen Unternehmensplanung, der jährlichen sowie der unterjährigen Planung die Chancen und Risiken aller Geschäftsaktivitäten beurteilt und daraus Zielerreichungs- und Risikobegrenzungsmaßnahmen abgeleitet. - Über das konzernweite Berichtssystem werden alle Entscheidungsträger rasch und umfassend über den Grad der Zielerreichung sowie über Markt- und Wettbewerbsveränderungen informiert. Durch die permanente Beobachtung kritischer Erfolgsfaktoren werden Abweichungen frühzeitig erkannt, so dass entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. - Durch einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen stellt die Sikla GmbH sicher, dass innovative Ansätze und Ideen in das Risikomanagement der Sikla einfließen und eine Weiterentwicklung des operativen Risikomanagements gewährleistet ist. B. Risikobericht Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten, sind nach unseren Erkenntnissen aber nicht gegeben. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren: Risiken aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen - Die hohe Verflochtenheit der Sikla GmbH mit der Bauindustrie, dem Ausbaugewerbe und dem Anlagenbau lassen wirtschaftliche Rahmendaten wie die Veränderung der Konjunktur stärker in den Vordergrund treten. Einen starken Einfluss auf die Umsatzerlöse hat dabei die Investitionstätigkeit der europäischen, besonders der deutschen Industrie. - Konjunkturelle Schwankungen stellen Risikofaktoren für die Geschäftsentwicklung dar. Die Sikla GmbH antizipiert diese Risiken unter anderem mit einer detaillierten Marktbeobachtung und dem Verfolgen von Frühindikatoren. Durch die europaweiten Aktivitäten der Unternehmensgruppe findet zudem eine Risikostreuung statt. - Eine mögliche Eskalation politischer Spannungen oder terroristische Aktivitäten könnten negative Effekte auf die konjunkturelle Lage haben und damit auch die Geschäftsentwicklung der Sikla GmbH negativ beeinflussen. Risiken aus den betrieblichen Aufgabenbereichen - Risiken aus Betriebsunterbrechungen sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgedeckt. Risikoreduzierend wirkt sich zudem die hohe Flexibilität des Standortnetzwerks und der Arbeitszeitmodelle der Sikla GmbH aus. - Die bei Sikla praktizierte enge Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Lieferanten verstärkt die gegenseitige Abhängigkeit ebenso wie die wirtschaftlichen Vorteile. Einzelne Zulieferer haben eine erhebliche Bedeutung für die Leistungsfähigkeit der Sikla GmbH erlangt. Lieferverzögerungen, Lieferausfälle, Streiks oder Qualitätsmängel können zu Störungen führen und dadurch die Ertragslage negativ beeinflussen. Das Unternehmen hat derartige Risiken mittels aufwendiger Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren begrenzt. So werden die Lieferanten bei der Auswahl beispielsweise hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit überprüft. Ein umfangreiches Supplier Relationship Management trägt zur Risikominderung bei. Risiken aus den Finanzdienstleistungen - Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken begegnet die Sikla GmbH durch fristenkongruente Finanzierung sowie den Einsatz von Fremdwährungsinstrumenten, Zinssicherungsinstrumenten und Factoring. Rechtliche Risiken - Die Sikla GmbH ist nicht in Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben. - Wie jedes Unternehmen ist auch die Sikla GmbH mit Gewährleistungsansprüchen konfrontiert. Zur Absicherung gegen derartige Ansprüche hat die Sikla GmbH ausreichend Rückstellungen gebildet. Den möglichen Teil der Risiken hat die Sikla GmbH zudem durch entsprechende Versicherungen wirtschaftlich sinnvoll abgedeckt. Risikoverringernd wirkt hier der hohe Qualitätsstandard der Produkte der Sikla GmbH, der durch regelmäßige Überwachungsaudits und kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen sichergestellt wird. Personalrisiken - Eine allgemein gestiegene Lebenserwartung sowie Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung wirken sich auch auf die Pensionsverpflichtungen der Sikla GmbH aus. Für ihre Pensionsverpflichtungen gegenüber den Geschäftsführern bildet die Sikla GmbH Rückstellungen auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Die Mittel verbleiben somit im Unternehmen und Tragen zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs bei. IT-Risiken - Im Bereich der Informationstechnik schützt sich die Sikla GmbH gegen unberechtigte Datenzugriffe oder Datenmissbrauch durch verschiedene Maßnahmen, die sich auf Mitarbeiter, Organisation, Anwendungen, Systeme und Netzwerk beziehen. Für die Mitarbeiter gibt es unternehmensweite Richtlinien für den Umgang mit Informationen generell sowie interne Regelungen zur sicheren Nutzung von Informationssystemen. Durch interne Kommunikationsmaßnahmen wird das Bewusstsein der Mitarbeiter für das Thema Sicherheit weiter geschärft. Zu den technischen Schutzmaßnahmen gehören Standardaktivitäten wie der Einsatz von Virenscannern, Firewall Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen auf Betriebssystemebene und zum Teil auch auf Anwendungsebene. Dies dient dem Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität VI. Niederlassungen Die Gesellschaft unterhält neben dem Hauptsitz in Villingen-Schwenningen, eine Niederlassung in Hagen.
Villingen-Schwenningen, im Februar 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sikla GmbH, Villingen-Schwenningen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sikla GmbH, Villingen-Schwenningen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sikla GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Geschäftstätigkeit sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Geschäftstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der ingesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen vom Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und den Zeitplan der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, den 29. März 2024 P'W'S'
Südwestdeutsche Wirtschaftsprüfung GmbH
Mario Born, Wirtschaftsprüfer |
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