AVIATO GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Peter Neuroth seit 8.1.2013 | Vorstandsmitglied |
Georg Dr. Issels seit 11.10.2005 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scherzer & Co. AktiengesellschaftKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht des Vorstands1 Finanzwirtschaftliches UmfeldVorbemerkungDieser Lagebericht wurde ohne gesetzliche Verpflichtung,
jedoch aufgrund Satzungsbestimmung erstellt. Er wurde in
dem Umfang aufgestellt, in welchem er für
mittelgroße, nicht-börsennotierte
Aktiengesellschaften nach HGB obligatorisch ist.
Die Gesellschaft beachtet bei ihrer
Geschäftstätigkeit auch die Entwicklung von
Währungen, Anleihen und Zinsen sowie die
Nachrichtenlage, welche die Entwicklungen jeweils
beeinflussen.
Das Börsenjahr 2023: Zwischen rezessiven Tendenzen, KI-Hype und Zentralbank-PivotDie Vorzeichen für das Börsenjahr 2023 waren
alles andere als gut. Die globale Konjunktur zeigte schon
zu Beginn des Jahres rezessive Tendenzen in Europa, die
Zentralbanken stellten trotzdem weitere Zinserhöhungen
in Aussicht, und die Bilanzschrumpfungsaktivitäten der
US-amerikanischen Notenbank Fed und europäischen
Zentralbank EZB stiegen ab dem Frühjahr auf 110
Milliarden US-Dollar monatlich.
Auf der anderen Seite wurde die Konjunktur in den USA
mit dem Infrastrukturprogramm "Inflation Reduction Act"
gestützt. Ein fremdfinanziertes Konjunkturprogramm,
welches den USA ein spätzyklisches Wachstum und ein
klaffendes Haushaltsloch bescherte. Jedoch konnten die
Kapital märkte die Negativeinflüsse im 1. Quartal
ab schütteln und positiv in das Börsenjahr 2023
starten. Aufgrund von geringeren Inflationsraten sanken die
Anleiherenditen in den ersten Handelstagen und führten
zu steigenden Kursen. Gold und Silber profitierten
ebenfalls von der Euphorie am Jahresanfang, ebenso die
global wichtigen Aktienindizes, die trotz der genannten
Belastungsfaktoren mit positiven Vorzeichen starteten.
Innerhalb von wenigen Tagen entwickelte sich im März
dann eine Bankenkrise: Die Insolvenz der US-amerikanischen
Regionalbank Silicon Valley Bank brachte Banken- Riesen wie
die Deutsche Bank bzw. Société Generale
zwischenzeitlich ins Wanken und führte letztlich zur
Übernahme der Crédit Suisse durch die UBS. Die
Kapitalmärkte reagierten nervös auf die
Vertrauenskrise im Bankensektor. Die US-amerikanischen
Indizes S&P 500 und Dow Jones und ihre
europäischen Pendants DAX40 und EuroStoxx 50
korrigierten stark. Lediglich der Technologieindex Nasdaq
100 konnte sich von dieser Entwicklung entkoppeln und
verzeichnete sogar Wertzuwächse. Während
Bankaktien deutliche Kursrückgänge hinnehmen
mussten, wurden Unternehmen mit soliden Bilanzen wie
beispielsweise Apple, Alphabet und Microsoft nachgefragt.
Ferner suchten Anleger in dieser Phase Zuflucht in
"sicheren Häfen" wie Staatsanleihen und Gold. Die
Zentralbanken konnten durch die Bereitstellung von
Liquidität die Kapitalmärkte beruhigen und
lösten eine Rallye zum Quartalsende aus.
Anfang des 2. Quartals befanden sich die
Kapitalmärkte nach der Erholungs-Rallye in einem
Seitwärtsmarkt. Einen neuen Risikofaktor stellte die
bis Anfang Juni ungelöste Debatte um die Anhebung der
US-Schuldenobergrenze dar. Eine Insolvenz der USA war zwar
kein realistisches Szenario, trotzdem hing die noch
fehlende Lösung wie ein Damoklesschwert über den
Kapitalmärkten. Daraus resultierte zeitweise eine
Zurückhaltung bei Investoren, die in der Mitte des 2.
Quartals erneut vermehrt Zuflucht in "sicheren Häfen"
suchten - ehe der Wind an den Kapitalmärkten drehte
und ein regelrechter Hype um das Thema Künstliche
Intelligenz (KI) entstand. Das große Interesse der
Investoren an dieser Technologie führte zu einer
Mega-Rallye in Technologieaktien wie Microsoft, Apple oder
Nvidia. Apple und Microsoft konnten in dieser Phase neue
Allzeithöchststände ausbilden, Nvidia konnte
seinen Börsenwert im Vergleich zum Jahresstart nahezu
verdreifachen und wurde dadurch zum ersten Chip-Produzenten
mit einer Marktkapitalisierung von über einer Billion
US-Dollar.
So begann das 3. Quartal wie ein Sommermärchen. Die
Aktienmärkte kannten bis Ende Juli nur eine Richtung
und erklommen neue Jahres-Höchststände,
angetrieben von einem überschwänglichen
Optimismus: Kapitalmarktstrategen großer
Investmentbanken hoben ihre vormals konservativen Prognosen
für die Jahresendstände an den Aktienmärkten
prozyklisch an, Asset Manager setzten in dieser Phase
verstärkt auf steigende Kurse und Kosten für
Absicherungsgeschäfte fielen auf einen
mehrjährigen Tiefststand. Diese Euphorie führte
dazu, dass die Aktienmärkte einen Großteil der
Verluste des Vorjahres aufholen konnten. Die
Allzeit-Höchststände in den US-amerikanischen
Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 waren zum Greifen nah.
Der deutsche Aktienindex DAX40 bildete mehrfach neue
Allzeit-Höchststände aus. Eine Entwicklung, die
nicht zum Konjunkturumfeld und zur gestrafften Geldpolitik
passte. Mit Beginn des Augusts belasteten steigende
Renditen für langlaufende Staatsanleihen und die
Aufwertung des US-Dollars die Risikobereitschaft der
Investoren. Die Konsequenz: Die Aktienmärkte gingen in
den Monaten August und September in einen Korrekturmodus
über.
Diese Korrektur setzte sich auch zu Beginn des 4.
Quartals fort. Mit dem Israel-Konflikt trat ein weiterer
Risikofaktor auf der Weltbühne in Erscheinung. Die
langfristigen Auswirkungen dieses Konflikts sind nach wie
vor noch nicht absehbar. An den Kapitalmärkten sorgte
der Konflikt nur kurzfristig für eine erhöhte
Volatilität. Im Oktober stiegen die Renditen für
zehnjährige europäische und US-amerikanische
Staatsanleihen trotz des neuen geopolitischen Risikofaktors
auf neue Höchststände an. Die Rendite für
US-Treasuries lag im Hoch bei über fünf Prozent,
die deutschen Pendants stiegen auf mehr als drei Prozent.
Die vertikal an-steigende Staatsverschuldung in den USA und
die daraus resultierenden Anleiheemissionen konnten vom
Kapitalmarkt nicht adäquat verarbeitet werden. Die
hohen Renditen belasteten die Stimmung an den
Aktienmärkten. Die wesentlichen Indizes in den USA
gaben bis Ende Oktober einen erheblichen Anteil ihrer
bisherigen Jahresgewinne ab. Gold wurde ebenfalls belastet.
Aufgrund dieser Entwicklung intervenierten das
US-Finanzministerium und die Fed verbal. Milde Aussagen die
Entwicklung der Zinspolitik in den USA betreffend
beflügelten den Kapitalmarkt und ab November setzte
die erste Phase der Jahresend-Rallye ein. Die Renditen
für Staatsanleihen fielen erheblich von ihren
Höchstständen, infolgedessen stiegen die
Aktienmärkte und der Goldpreis an. Die
Finanzierungsbedingungen weichten auf und der Markt begann
damit, erste mögliche Zinssenkungen für das Jahr
2024 einzupreisen. Die Zentralbankpolitik und die
Versorgung mit Liquidität ist und bleibt ein
wesentlicher Faktor für die Kapitalmärkte. Die
Zentralbanksitzungen der Fed und EZB haben diese These im
Dezember untermauert. Die kommunizierte abwartende Haltung
der Zentralbanken hat den Aufwärtstrend in den
wesentlichen Kapitalmarktsegmenten nochmals verstärkt.
Das Börsenjahr 2023 endete mit einem regelrechten
Kursfeuerwerk - Aktien, Renten und Gold stiegen im
Gleichlauf. Einige wesentliche Aktienmarkt-Indizes konnten
sogar neue Allzeit-Höchststände ausbilden.
Die internationalen Aktienmärkte haben sich im
Kapitalmarktjahr 2023 weitaus besser entwickelt als die
Erwartungen zu Beginn des Jahres es vermuten ließen.
Für das Jahr 2023 ziehen wir das Resümee: Es war
ein außergewöhnlich starkes Jahr für
Aktieninvestoren der westlichen Industrieländer. Ende
Oktober noch haben wesentliche Aktienindizes einen
Großteil ihrer Wertentwicklung aufgrund der
Verwerfungen auf den Rentenmärkten wieder abgegeben,
allerdings haben die unterstützenden
Zentralbankaussagen in den letzten beiden Monaten des
Jahres zu einer Trendwende geführt. Dadurch konnten
zahlreiche Indizes neue Allzeit-Höchststände
ausprägen oder in der Nähe dieser das Jahr
beenden.
Nachdem das Jahr 2022 von einer starken Korrektur im
Technologie-Sektor geprägt war und
Qualitätsaktien aus dem Value-Bereich sich weitaus
besser schlagen konnten, stellt das Jahr 2023 die genaue
Umkehrfunktion dar. Die grundsätzlichen
Rahmenbedingungen hatten sich zwar nicht verändert,
allerdings überwog die Euphorie und ein regelrechter
KI-Hype an den Börsen. Der FAANG-Index, der die
fünf amerikanischen Mega-Technologieunternehmen
Facebook (Meta), Amazon, Apple, Netflix und Alphabet
(Google) abbildet, konnte mit einer Wertsteigerung von
nahezu 90 % einen neuen Allzeit-Höchststand
ausprägen. Ihm folgen dicht die Technologie-Indizes
Nasdaq 100 und MSCI World Growth mit Wertsteigerungen von
rund 4 % und 36 %.
Die Indizes Dow Jones Industrial Average und MSCI World
Value wiesen eine durchschnittliche Wertentwicklung von
etwa 14 und 9 Prozent auf. Ebenfalls zu den Gewinnern
gehörten die europäischen Aktienindizes DAX40 und
Euro-Stoxx 50, die im 4. Quartal neue Mehrjahres- oder gar
Allzeit- Höchststände ausbildeten. Auch der
japanische Aktien markt, gemessen am Nikkei 225 Index,
befand sich im Jahr 2023 in einem stabilen
Aufwärtstrend.
Demgegenüber stehen die chinesischen Indizes CSI
300 und Hang Seng, die zwar gut in das Jahr 2023 gestartet
sind, aber im Verlauf des Jahres ihre Gewinne wieder
komplett abgaben und das Jahr negativ beendeten. Die
schwachen Konjunkturdaten und den kriselnden
Immobilienmarkt der zweitgrößten Weltwirtschaft
sehen wir als Gründe für diese negative
Börsenentwicklung.
Im Einzelnen schlossen ausgewählte Indizes im Jahr
2023 wie folgt ab:
Quellen: Do Investment AG, Bankhaus Metzler
2 GeschäftsentwicklungDas Geschäftsjahr 2023 verlief für die
Scherzer & Co. AG herausfordernd und schloss mit einem
Verlust ab.
Im Berichtsjahr gab es verschiedene
Portfolioveränderungen: Es wurden Positionen teilweise
oder auch vollständig veräußert, neue
Positionen wurden aufgebaut, bestehende Positionen
aufgestockt.
Teilveräußerungen fanden u. a. statt bei
Drägerwerk Vorzüge, GK Software, Invision, Meta
Wolf, netfonds, Noratis und Redcare Pharmacy.
Vollständig veräußert bzw. im Rahmen
einer Strukturmaßnahme abgegeben wurden u.a. die
gehaltenen Bestände in 3U Holding, DocMorris, Kabel
Deutschland Holding, Kromi Logistik, McKesson Europe, Nikon
SLM Solutions, Sparta und Teamviewer.
Bei einer Reihe von Investments des Portfolios wurden
dagegen attraktive Kurse im Berichtsjahr dazu genutzt,
Positionen aufzustocken. Hierzu gehörten insbesondere
1&1, Allerthal-Werke, Centrotec, Data Modul, DFV
Deutsche Familienversicherung, K+S, Lotto24, Pfeiffer
Vacuum Technology, Rocket Internet, Weleda und
Württembergische Lebensversicherung Namen.
Neu in das Portfolio aufgenommen wurden u. a. Covestro,
HelloFresh und The Platform Group (ehemals fashionette).
Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Nachbesserungen
vereinnahmt. Neu ins Rechteportfolio kamen McKesson Europe
(645 TEUR), Nikon SLM Solutions (278 TEUR) und Kabel
Deutschland Holding (47 TEUR). Insgesamt wurden im
Geschäftsjahr Nachbesserungsrechte im Umfang von 969
TEUR generiert, bei Abgängen von 24 TEUR. Das Volumen
an Nachbesserungsrechten zum Ende des Geschäftsjahres
2023 beträgt somit 123.963 TEUR nach 123.018 TEUR im
Vorjahr.
Das Nachbesserungsvolumen errechnet sich aus dem Produkt
der Stückzahl der von einer Strukturmaßnahme
betroffenen Aktien und dem zunächst festgesetzten
Preis. Aus diesen Nachbesserungsrechten können
für die Scherzer & Co. AG in Zukunft wesentliche
Ergebnisbeiträge entstehen, sofern im Anschluss an ein
gerichtliches Spruchverfahren Nachzahlungen auf den
Abfindungspreis oder auf Ausgleichszahlungen festgesetzt
werden.
Zur Erläuterung: Beispielsweise hat die Eintragung
eines Squeeze-out-Beschlusses in das Handelsregister zur
Folge, dass der Aktienbestand aus dem Wertpapierdepot des
Minderheitsaktionärs ausgebucht und ein Geldbetrag
entsprechend des festgelegten Abfindungspreises
gutgeschrieben wird. Danach ist kapitalseitig das Verfahren
zunächst abgeschlossen. Dennoch beginnt mit dem
formalen Abschluss des Squeeze-outs ein neuer
Handlungsabschnitt, bei dem inhaltlich
regelmäßig der gezahlte Abfindungsbetrag
gerichtlich überprüft wird. Bei diesen so
genannten "Gerichtlichen Spruchverfahren" im Nachgang
abgeschlossener Squeeze-outs und anderer
Kapitalstrukturmaßnahmen, wie
Unternehmensverträgen und Verschmelzungen, wird
untersucht, ob und gegebenenfalls, wie hoch eine
Nachbesserung zum Abfindungspreis anzusetzen ist. Hierzu
werden häufig weitere Gutachten und Gegengutachten
eingeholt, um komplexe Bewertungsfragen zu klären.
Fast durchweg ziehen sich solche Verfahren über viele
Jahre hin und bedürfen der kontinuierlichen
inhaltlichen Begleitung. Sie enden mit einem
abschließenden gerichtlichen Urteil oder einem
Vergleich der teilnehmenden Parteien.
Es ist die Geschäftspolitik der Scherzer & Co.
AG, als Antragstellerin in Spruchverfahren die weitere
Werterhellung und Wertfindung zu betreiben und das
Portfolio an Nachbesserungsrechten, auch
"Abfindungsergänzungsansprüche" genannt,
kontinuierlich auszuweiten. Die Gesellschaft verzichtet
dabei bewusst auf den in der Regel höheren
Verkaufserlös an der Börse und lässt sich
zum niedrigeren Gutachtenpreis abfinden. Nur so
eröffnet sich aber auch die Chance, an den zumindest
in der Vergangenheit überwiegend höheren
Nachbesserungszahlungen in größerem Umfang zu
partizipieren.
3 ErtragslageDer positive Saldo der Position der Gewinn- und
Verlustrechnung "Erträge aus Finanzinstrumenten" in
Höhe von 8.243 TEUR (Vorjahr: 19.418 TEUR) setzt sich
im Wesentlichen zusammen aus der teilweisen bzw.
vollständigen Veräußerung einer Anzahl von
Aktienpositionen unterschiedlicher Größe.
Insgesamt sind aus der Veräußerung von
Wertpapieren des Anlagevermögens 4.934 TEUR (Vorjahr:
5.718 TEUR), aus der Veräußerung von
Wertpapieren des Umlaufvermögens 2.735 TEUR (Vorjahr:
7.235 TEUR) sowie aus Stillhaltergeschäften 574 TEUR
(Vorjahr: 6.408 TEUR) Gewinne erwirtschaftet worden. Es
wurden keine Erträge aus Nachbesserungsrechten
(Vorjahr: 57 TEUR) vereinnahmt. Relevante positive
Ergebnisbeiträge lieferten u. a. GK Software (5.058
TEUR) und Redcare Pharmacy (548 TEUR).
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten in Höhe von
4.394 TEUR (Vorjahr: 5.173 TEUR) resultieren aus den mit
Verlust abgeschlossenen
Veräußerungsgeschäften von Wertpapieren des
Anlage- und Umlaufvermögens sowie aus
Stillhalterverlusten. Aus der Veräußerung von
Wertpapieren des Anlagevermögens war im
Geschäftsjahr ein Verlust von 247 TEUR (Vorjahr: 155
TEUR) zu verzeichnen. Bei der Veräußerung von
Wertpapieren des Umlaufvermögens entstand 2023 ein
Verlust von 1.231 TEUR (Vorjahr: 1.850 TEUR). Aus
Stillhaltergeschäften ist im Geschäftsjahr ein
Verlust von 2.916 TEUR (Vorjahr: 3.169 TEUR) entstanden.
Die G + V Position "Sonstige betriebliche Erträge"
in Höhe von 2.604 TEUR (Vorjahr: 606 TEUR) besteht im
Wesentlichen aus den gesetzlich vorgeschriebenen
Zuschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in
Höhe von 2.361 TEUR (Vorjahr: 427 TEUR),
Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 199 TEUR
(Vorjahr: 151 TEUR) sowie Erträgen aus der
Währungsumrechnung in Höhe von 42 TEUR (Vorjahr:
19 TEUR).
Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf das
Finanzanlagevermögen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens in Höhe von insgesamt 9.813 TEUR
(Vorjahr: 16.070 TEUR) vorgenommen. Davon entfielen 2.762
TEUR (Vorjahr: 3.450 TEUR) auf Abschreibungen auf das
Finanzanlagevermögen und 7.051 TEUR (Vorjahr: 12.620
TEUR) auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.
Die Personalkosten lagen 2023 bei 824 TEUR (Vorjahr: 607
TEUR). Die Gesellschaft beschäftigte zum
Bilanzstichtag drei eigene Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden mit 722
TEUR (Vorjahr: 865 TEUR) ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurden Dividendenerträge
vereinnahmt, die in der Position "Erträge aus anderen
Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens" enthalten sind. Insgesamt
wurden hier Erträge in Höhe von 4.361 TEUR
(Vorjahr: 2.195 TEUR) vereinnahmt.
Zinserträgen in Höhe von 111 TEUR (Vorjahr:
138 TEUR) standen Zinsaufwendungen in Höhe von 375
TEUR (Vorjahr: 258 TEUR) gegenüber. Die
Zinserträge sind in der Position "sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge" ausgewiesen, welche im
Berichtsjahr im Wesentlichen aus Anleihezinsen bestehen.
Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Kosten
der Finanzierung des Finanzanlagevermögens und der
Wertpapiere des Umlaufvermögens und werden in der
Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" in der G +
V ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe
von 21 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) ausgewiesen.
Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 825 TEUR
(Vorjahr: 792 TEUR).
Das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG beträgt -0,03
EUR (Vorjahr: -0,03 EUR).
4 Vermögenslage und KapitalstrukturDie Scherzer & Co. AG weist zum Bilanzstichtag ein
zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Kurswerten des
Bilanzstichtages (unter Beachtung der
Zuschreibungserfordernisse des § 253 Abs. 5 HGB)
bewertetes Finanzanlagevermögen von insgesamt 28.850
TEUR (Vorjahr: 38.928 TEUR) aus. Im Umlaufvermögen
sind nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen
Wertpapiere in Höhe von 55.104 TEUR (Vorjahr: 58.215
TEUR) aktiviert.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in
Höhe von 1.864 TEUR (Vorjahr: 1.044 TEUR) betreffen im
Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (1.766 TEUR).
Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft
beträgt 73.942 TEUR (Vorjahr: 74.858 TEUR). Das
Eigenkapital verringerte sich im Berichtsjahr um den
Jahresfehlbetrag und aufgrund der im Geschäftsjahr
erworbenen eigenen Anteile. Das Eigenkapital setzt sich aus
dem gezeichneten Kapital in Höhe von 29.940 TEUR
(Vorjahr: 29.940 TEUR) abzüglich des rechnerischen
Nennwerts der eigenen Anteile (39 TEUR), der
Kapitalrücklage in Höhe von 8.773 TEUR (Vorjahr:
8.773 TEUR), der gesetzlichen Rücklage in Höhe
von 80 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR), anderen
Gewinnrücklagen in Höhe von 36.805 TEUR (Vorjahr:
36.857 TEUR) und dem Bilanzverlust in Höhe von 1.617
TEUR (Vorjahr: 792 TEUR) zusammen. Die Eigenkapitalquote
erhöhte sich zum Jahresultimo 2023 auf 83,6 %
(Vorjahr: 74,4 %).
Die Steuerrückstellungen betragen 35 TEUR (Vorjahr:
35 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen wurden mit
4.910 TEUR (Vorjahr: 4.342 TEUR) dotiert. Sie betreffen im
Wesentlichen Rückstellungen für Eindeckungskosten
für Stillhaltergeschäfte 4.704 TEUR (Vorjahr:
4.132 TEUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von 9.338 TEUR (Vorjahr: 21.393 TEUR) beziehen
sich auf die Finanzierung des Finanzanlagevermögens
und der Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 150
TEUR (Vorjahr: 29 TEUR) betreffen Wertpapierkäufe. Die
sonstigen Verbindlichkeiten von ausgewiesenen 23 TEUR
(Vorjahr: 21 TEUR) betreffen im Wesentlichen Steuern und
Sozialabgaben. Bezüglich der Fristigkeit und der
Sicherheiten wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.
Das Grundkapital der Scherzer & Co. AG beträgt
29.940.000,00 EUR und ist eingeteilt in 29.940.000
Stückaktien.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Scherzer
& Co. AG zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren
finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts hat sich
die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht wesentlich
verändert.
5 Risiken und Risikomanagementsystem der Scherzer & Co. AGa) BeschreibungDie Volatilität der Aktienmärkte führt
dazu, dass die Risiko- und Chancenpolitik der Gesellschaft
insbesondere auf die Erreichung bzw. Absicherung eines
nachhaltigen Vermögenswachstums ausgerichtet ist.
Frühzeitige Reaktionen auf die sich verändernden
Marktbedingungen sind hierzu erforderlich. Die Scherzer
& Co. AG hat deshalb ein Risiko- und
Chancenmanagementsystem installiert, das sie in die Lage
versetzen soll, die sich aus den Märkten heraus
ergebenden Chancen und Risiken zu identifizieren bzw. zu
antizipieren. Unter anderem ermöglicht ein
Realtime-Informationssystem dem Vorstand der Gesellschaft,
schnell und effektiv Entscheidungen im Portfolio
umzusetzen. Der Reportingprozess sieht vor, das Portfolio
in Risiko- bzw. Chancenkategorien einzuteilen und mit einer
Einschätzung des wahrscheinlichen Eintritts von
werterhöhenden Ereignissen zu versehen. Das System
basiert auf der Sichtung öffentlich zugänglicher
Informationsmedien, wie Unternehmensberichten, dem
Bundesanzeiger, Fachzeitschriften und dem Internet.
Außerdem wird das System ergänzt durch die enge
Zusammenarbeit mit externen Kapitalmarktexperten in den
Banken und durch regelmäßige Besuche von
Unternehmen, Hauptversammlungen und
Kapitalmarktkonferenzen. Die Gesellschaft sichert ihr
Portfolio teilweise durch Derivate ab.
b) KreditrisikoDie Gesellschaft erwirbt Wertpapiere durch den Einsatz
ihrer Eigenmittel und gegebenenfalls auch durch die
Aufnahme von kurzfristig und mittelfristig fälligen
Bankkrediten. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2023
ausgewiesene negative Saldo gegenüber Kreditinstituten
beträgt 7.167 TEUR (Vorjahr 19.073 TEUR).
Die Gesellschaft achtet bei der Kreditinanspruchnahme
darauf, dass der Kreditsaldo auf der Aktivseite durch
Aktienpositionen an Gesellschaften unterlegt ist, bei denen
Strukturmaßnahmen durchgeführt, angekündigt
oder erwartet werden oder durch Wertpapiere, die einen
Renten- oder rentenähnlichen Charakter aufweisen. Dies
soll im Ergebnis dazu führen, dass auch bei
größeren und länger andauernden
Kursrückgängen an der Börse derart
kreditfinanzierte Positionen aufgrund ihres vermuteten,
überschaubaren Kursrisikos ein stabilisierendes
Element im Gesamt-portfolio der Scherzer & Co. AG
darstellen. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die
Bewertung von Unternehmen an der Börse haben gezeigt,
dass auch Gesellschaften, denen eine hohe
Kursstabilität beigemessen wird, sich gegebenenfalls
den Kursverwerfungen nicht entziehen können.
c) TransaktionsrisikoFür die Scherzer & Co. AG kann sich die
Situation ergeben, dass in einem ihrer bevorzugten
Investmentsegmente, nämlich von
Großaktionären beherrschten Unternehmen, bei
denen zukünftige Strukturmaßnahmen
wahrscheinlich sind, die Anzahl von Investmentgelegenheiten
zurückgeht. Immer häufiger wird die Scherzer
& Co. AG entscheiden müssen, ob sie Investments
trotz gegebenenfalls bevorstehenden Delistings halten will.
Die Rechtslage hat sich hier insoweit entschärft, als
mit Umsetzung der
Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie beim
Rückzug von der Börse ein Abfindungsangebot zu
veröffentlichen ist.
d) SchuldnerrisikoBei umgesetzten bzw. abgeschlossenen
Strukturmaßnahmen schulden die Hauptgesellschafter
den Minderheitsaktionären eine Abfindungszahlung,
gegebenenfalls auch Ausgleichszahlungen sowie eine
potenzielle Nachbesserung
(Abfindungsergänzungsansprüche aus
Spruchverfahren). Wegen der Dauer von
Überprüfungsverfahren im Anschluss an
Strukturmaßnahmen sind Minderheitsgesellschafter
regel-mäßig über längere
Zeiträume dem Schuldnerrisiko ausgesetzt. Für die
Scherzer & Co. AG bestehen im Falle von
Abfindungsergänzungsansprüchen keine bilanziellen
Risiken, da die Gesellschaft Nachbesserungsrechte nicht
bilanziert (zumindest, wenn sie nicht auf dem
Sekundärmarkt erworben wurden).
Im Zeitraum zwischen der Ankündigung und dem
Vollzug von Strukturmaßnahmen sind sämtliche
Schuldnerrisiken schlagend. Hierzu zählt die Scherzer
& Co. AG auch das Scheitern (passiv) bzw. den Abbruch
(aktiv) von Strukturmaßnahmen.
e) PersonenrisikoIm Berichtsjahr wurde die Scherzer & Co. AG durch
zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Darüber hinaus
beschäftigte die Gesellschaft im abgelaufenen
Geschäftsjahr zwei Mitarbeiter mit den erforderlichen
Fachkenntnissen. Der Verlust der Dienste von
Vorstandsmitgliedern und / oder der fachlichen Mitarbeiter
könnte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung
und auf das Ergebnis der Scherzer & Co. AG auswirken.
Dies bezieht sich gleichermaßen auf die
Fähigkeit der Scherzer & Co. AG, sämtliche
gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften einer im
Segment Scale der Frankfurter Wertpapierbörse
notierten Gesellschaft einhalten zu können.
f) ProzessrisikenPassivprozesse: Passivprozesse sind weder
rechtsanhängig noch sind solche angedroht.
Aktivprozesse: Die Gesellschaft ist Antragstellerin in
verschiedenen gerichtlichen Verfahren zur
Überprüfung der Angemessenheit von
Abfindungszahlungen. Außerdem ist sie Klägerin
in vier anhängigen Verfahren. Für die
resultierenden Kostenrisiken hat die Gesellschaft nach
Rücksprache mit ihrem Rechtsbeistand nach
kaufmännischem Ermessen ausreichend hohe Beträge
in der Bilanz reserviert.
6 ChancenChancen ergeben sich dort, wo die prognostizierte
positive Entwicklung von Unternehmen und Märkten auch
mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmt
oder diese sogar noch übertroffen wird.
Bei künftigen Kurssteigerungen abgeschriebener
Wertpapiere erfolgen buchmäßige Wertaufholungen
maximal bis zu den Anschaffungskosten. Im Übrigen
entstehen im Wertpapierbestand bei über den
Anschaffungskosten hinausgehenden Kurswerten stille
Reserven.
Zudem können durch mögliche Erträge aus
den Nachbesserungsrechten der Gesellschaft
Ergebnisbeiträge generiert werden.
7 Aussichten für das Geschäftsjahr 2024Das handelsrechtliche Ergebnis der Scherzer & Co. AG
wird auf der Aufwandsseite geprägt durch die Kosten
des Geschäftsbetriebes, durch mit Verlust
abgeschlossene Wertpapiertransaktionen sowie durch zu
bildende Abschreibungen auf die Anschaffungskosten des
Wertpapierbestandes. Einen wesentlichen Teil der
Aufwendungen des Geschäftsbetriebes stellen die
Personalkosten dar, die gegebenenfalls auch variable,
überwiegend von der Entwicklung des
Nettoinventarwertes und dem Börsenkurs der
Gesellschaft abhängige Komponenten
("erfolgsabhängige Komponenten") enthalten.
Darüber hinaus handelt es sich bei den Aufwendungen
des Geschäftsbetriebes insbesondere um
Kapitalmarktkosten, Mieten, Beratungshonorare und sonstige
betriebliche Aufwendungen. Die Kostenbestandteile, die der
Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes zugeordnet
werden können, beliefen sich in den letzten Jahren
regelmäßig auf unter 2,0 Mio. EUR. Für das
Geschäftsjahr 2024 wird hier nicht mit einer
wesentlichen Änderung der Höhe dieser Position
kalkuliert.
Die Ertragsseite der Gewinn- und Verlustverrechnung
enthält insbesondere mit Gewinn abgeschlossene
Wertpapiergeschäfte, bei der Bewertung des
Wertpapiervermögens vorzunehmende Zuschreibungen sowie
vereinnahmte Dividenden und Zinsen aus dem
Wertpapierbestand. Daneben tätigt die Gesellschaft
Geschäfte am Terminmarkt, insbesondere
Optionsgeschäfte, die sowohl positiv als auch negativ
zum handelsrechtlichen Ergebnis beitragen können.
Weitere Ergebnisbestandteile können sogenannte
Nachbesserungen sein, die sich aus der gerichtlichen
Überprüfung von Unternehmenswerten und
Umtauschverhältnissen im Nachgang von
Kapitalstrukturmaßnahmen (z. B.
Unternehmensverträge, Squeeze-outs, Verschmelzungen)
ergeben und zur Auszahlung gelangen. Die zugrunde liegenden
gerichtlichen Überprüfungen ("Spruchverfahren")
sind weder in ihrem Ergebnis noch in ihrem zeitlichen
Anfall planbar. Viele dieser Verfahren haben Laufzeiten von
mehr als fünf Jahren, einige ziehen sich sogar
über mehr als zehn Jahre hin. Bilanziell stellen sie
größtenteils zunächst nur Merkposten dar,
die je nach Ergebnisausgang (Gerichtsurteil oder
gerichtlicher Vergleich) zu einem Ertrag, ggfs. sogar in
erheblicher Höhe oder zur schlichten Ausbuchung ("0")
führen. Insgesamt ist festzuhalten, dass die
Realisierung eines Ergebnisses oftmals von Faktoren
abhängig ist, welche die Gesellschaft selbst nicht
oder nur unwesentlich beeinflussen kann.
Wie beschrieben, wird das Jahresergebnis von einer
Anzahl von unterschiedlichen Komponenten bestimmt, die per
Saldo zum ausgewiesenen Periodenergebnis in Gestalt des
Jahresüberschusses oder des Jahresfehlbetrages
führen. Dabei gibt es keinen zwingenden Zusammenhang
des handelsrechtlichen Ergebnisses mit der Entwicklung
eines Aktienindex, etwa mit dem des Deutschen Aktienindex
(DAX) oder einem der anderen deutschen Auswahlindizes
(MDAX, SDAX). Die Zusammensetzung des Portfolios der
Scherzer & Co. AG unterscheidet sich
regelmäßig von Grund auf von den Komponenten der
klassischen Indizes. So investiert die Gesellschaft
häufig in Unternehmen, die in keinem dieser
Auswahlindizes enthalten sind oder völlig
unterschiedlich gewichtet sind. Durch die Einbeziehung von
Unternehmen der D-A-CH-Region, insbesondere von lediglich
auf nicht-börslichen Plattformen gehandelten
Unternehmen aus der Schweiz, wird eine ohnehin nur
fragmentarische Korrelation mit den Auswahlindizes
endgültig obsolet. Ein weiteres regelmäßig
vorkommendes Phänomen des Kapitalmarktes ist es, dass
gute, weniger gute oder gar schlechte Nachrichten, z. B.
die wirtschaftliche Entwicklung eines Portfoliounternehmens
betreffend, nicht unbedingt zu einer Kursbildung bzw.
Kursentwicklung in der angezeigten Richtung führt.
Eine Anpassung des Kursniveaus kann auf längere Zeit
unterbleiben, sich aber ebenso auf nicht nachvollziehbare
Weise spontan einstellen. Denknotwendigerweise würde
demgegenüber eine tatsächliche Berechenbarkeit
von Kursentwicklungen gewinnbringende Arbitrageprozesse in
einem Ausmaß in Gang setzen, die die soeben
beschriebene Diskrepanz zwischen Unternehmensentwicklung
und börslichem Unternehmenswert konterkarieren bzw.
unmöglich machen würde.
So lassen sich für das Geschäftsjahr 2024
grundsätzlich drei Szenarien planen, die im Ergebnis
zu einem positiven, neutralen oder einem negativen Ergebnis
führen können:
Ein angenommenes, aus unserer Sicht positives Szenario
wird dann erreicht, wenn nicht nur Erträge
erwirtschaftet werden, die die Aufwendungen des
Geschäftsbetriebes abdecken, sondern auch darüber
hinaus entstehen. Die Ausprägung dieser Erträge
kann dann je nach Ausgang des Geschäftsjahres
spürbar, stark oder sehr stark sein und so das
Geschäftsjahr entsprechend als befriedigend, gut oder
sogar sehr gut kategorisiert werden. Hier spielen
sicherlich die subjektive Sichtweise und Erwartungshaltung
des Betrachters eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung
eines einzelnen Geschäftsjahres.
Bei einem angenommenen zweiten, neutralen Szenario
läge das operative Ergebnis im Bereich der Höhe
der Aufwendungen des Geschäftsbetriebes, so dass sich
ein Ergebnis in der Nähe der Null einstellen
würde. Ein "ausgeglichenes"
Geschäftsjahresergebnis wäre die passende
Kategorisierung hierzu.
Schließlich ließe sich das dritte, negative
Szenario annehmen als ein solches, bei dem das
Geschäftsjahr deutlich negativ vom neutralen Szenario
abweicht. Demzufolge lägen keine ausreichenden
Ertragskomponenten vor, die zu einem Jahresüberschuss
führen und sich so ein Jahresfehlbetrag einstellt.
Auch hier gilt, dass, je nach Ausprägung des negativen
Ergebnisses, das Geschäftsjahresergebnis dann als
unbefriedigend oder schlecht beschrieben würde.
Köln, im Februar 2024
Bilanz
|
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
| Euro | Euro | Euro | |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 56.557,00 | 70.859,00 | |
| II. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.952.715,68 | 2.943.989,87 | |
| 2. Beteiligungen | 3.030.642,31 | 3.286.020,98 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 22.866.659,40 | 32.231.662,70 | |
| 4. sonstige Ausleihungen | 1,00 | 466.384,51 | |
| 28.850.018,39 | 38.928.058,06 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 320.572,74 | 70.164,62 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 0,00 | 388,91 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.183,83 | 4.935,78 | |
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 1.863.826,17 | 1.043.957,15 | |
| 2.188.582,74 | 1.119.446,46 | ||
| II. Wertpapiere | |||
| sonstige Wertpapiere | 55.103.714,03 | 58.214.831,36 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 2.170.841,24 | 2.319.779,26 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 30.254,03 | 27.503,31 | |
| 88.399.967,43 | 100.680.477,45 |
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
| Euro | Euro | Euro | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 29.940.000,00 | 29.940.000,00 | |
| eigene Anteile | 39.364,00- | 0,00 | |
| 29.900.636,00 | |||
| II. Kapitalrücklage | 8.772.855,79 | 8.772.855,79 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. gesetzliche Rücklagen | 80.166,89 | 80.166,89 | |
| 2. andere Gewinnrücklagen | 36.804.944,79 | 36.856.933,50 | |
| 36.885.111,68 | 36.937.100,39 | ||
| IV. Bilanzverlust | 1.616.826,24- | 791.711,09- | |
| - davon Verlustvortrag Euro -791.711,09 (Euro 0,00) | |||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 34.733,00 | 34.733,00 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 4.910.297,00 | 4.342.307,00 | |
| 4.945.030,00 | 4.377.040,00 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 9.337.544,68 | 21.393.152,91 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 3.837.544,68 (Euro 12.893.152,91) | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 149.918,67 | 28.627,33 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 149.918,67 (Euro 28.627,33) | |||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 699,62 | 0,00 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 699,62 (Euro 0,00) | |||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.778,72 | 2.053,66 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 1.778,72 (Euro 2.053,66) | |||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 23.218,51 | 21.358,46 | |
| - davon aus Steuern Euro 21.796,08 (Euro 19.998,09) | 9.513.160,20 | 21.445.192,36 | |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 1.422,43 (Euro 1.360,37) | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 23.218,51 (Euro 21.358,46) | |||
| 88.399.967,43 | 100.680.477,45 |
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
| Euro | Euro | Euro | |
| 1. Umsatzerlöse | 20.667,23 | 12.998,20 | |
| 2. Erträge aus Finanzinstrumenten | 8.243.476,84 | 19.418.389,85 | |
| 3. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten | 4.394.412,68- | 5.173.435,53- | |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 2.604.403,41 | 606.026,02 | |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 762.262,81- | 550.666,23- | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 61.658,09- | 56.457,86- | |
| 823.920,90- | 607.124,09- | ||
| 6. Abschreibungen | |||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 21.269,65- | 22.629,41- | |
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | 721.816,31- | 864.709,63- | |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 4.361.087,16 | 2.195.063,31 | |
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 111.004,94 | 137.583,85 | |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 9.813.305,33- | 16.069.528,24- | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 375.307,93- | 257.860,75- | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 15.721,93- | 166.484,67- | |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 825.115,15- | 791.711,09- | |
| 14. Jahresfehlbetrag | 825.115,15- | 791.711,09- | |
| 15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 791.711,09- | 0,00 | |
| 16. Bilanzverlust | 1.616.826,24- | 791.711,09- |
Die Scherzer & Co. AG hat ihren Sitz in Köln
und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter
der Nummer HRB 56235 eingetragen.
Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung
der Gliederungsvorschriften des § 266 HGB und den
ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die Scherzer & Co. AG ist zum Bilanzstichtag als
eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267
Abs. 1 und Abs. 4 HGB einzustufen. Gleichwohl hat sie ihren
Jahresabschluss wie für große, nicht
kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften aufgestellt:
Dies erfolgte insoweit, als es den
Informationsansprüchen ihrer Aktionäre gem.
§ 131 AktG genügt. Da insoweit zulässig,
erfolgen gemäß § 160 Abs. 3 AktG keine
Angaben zu den dort genannten Vorschriften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß
§ 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die
Gewinne aus Wertpapierverkäufen und die Gewinne aus
Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 2
(Erträge aus Finanzinstrumenten) sowie die Verluste
aus Wertpapierverkäufen und die Verluste aus
Stillhaltergeschäften in den Posten Nr. 3
(Aufwendungen aus Finanzinstrumenten) zusammengefasst.
Diese Posten enthalten sowohl die Gewinne/Verluste aus
Verkäufen von Wertpapieren des Anlagevermögens
als auch diejenigen aus Verkäufen von Wertpapieren des
Umlaufvermögens sowie die Gewinne/ Verluste aus
Stillhaltergeschäften.
Diese Darstellung ist erforderlich, um die
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zutreffender
darstellen zu können.
Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt.
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum
Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
planmäßigen Abschreibungen wurden unter
Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer
linear vorgenommen.
Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen
Unternehmen ausgewiesen. Diese beinhalten u. a. die
Beteiligung an der RM Rheiner Fondskonzept GmbH, Köln.
Die Bewertung per 31.12.2023 erfolgte zu
Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den verbundenen Unternehmen die
Beteiligung an der RENAISSANCE Management & Consulting
GmbH, Köln ausgewiesen. Die Bewertung am
Bilanzstichtag per 31.12.2023 erfolgte gemäß
§ 253 Abs. 3 HGB zum beizulegenden Wert.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten ferner
die Beteiligung an der Horus AG, Köln. Die Beteiligung
wurde sukzessive, zuletzt im Geschäftsjahr, auf
insgesamt 85,64 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt.
Die Bewertung am Bilanzstichtag per 31.12.2023 erfolgte zu
Anschaffungskosten.
Unter den Finanzanlagen wird ferner die Beteiligung an
der RM Rheiner Management AG, Köln ausgewiesen. Die
Beteiligung wurde in den vergangenen Jahren auf insgesamt
49,9995 % aufgestockt und ist auf Dauer angelegt, so dass
die Voraussetzungen des Beteiligungsansatzes im Sinne des
§ 271 Abs. 1 HGB erfüllt sind. Die Bewertung am
Bilanzstichtag per 31.12.2023 erfolgte zu
Anschaffungskosten.
Des Weiteren wird unter den Finanzanlagen die
Beteiligung an der EoT Labs GmbH, ehemals Peaq Technology
GmbH, Berlin ausgewiesen. Die Bewertung am Bilanzstichtag
per 31.12.2023 erfolgte gemäß § 253 Abs. 3
HGB zum beizulegenden Wert.
Ferner wird unter den sonstigen Ausleihungen eine auf
CHF lautende Forderung aus Aktionärsdarlehen
ausgewiesen. Im Geschäftsjahr erfolgte die
Rückzahlung von 90 % des noch ausstehenden Darlehens.
Aufgrund von Währungseffekten übersteigt der
Rückzahlungsbetrag die historischen Anschaffungskosten
des Darlehens. Daher wurde die noch offene Forderung mit 1
Euro (Erinnerungswert) bilanziert.
Die Wertpapiere des Anlage- bzw. Umlaufvermögens
wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten
bewertet; soweit für deren Ermittlung eine
Verbrauchsfolge (unterjährige Käufe/
Verkäufe von Wertpapieren) zu unterstellen war, wurde
nach der Durchschnittskostenmethode bewertet.
Soweit die Kurswerte am Bilanzstichtag unter die
Anschaffungskosten gesunken waren, wurden entsprechende
Abwertungen nach § 253 Abs. 3 und 4 HGB vorgenommen.
Bei wieder gestiegenen Kursen wurden zur Wertaufholung
Zuschreibungen nach § 253 Abs. 5 HGB
durchgeführt. Die Obergrenze der Zuschreibungen liegt
bei den ursprünglichen Anschaffungskosten. Bei den auf
fremde Währung lautenden Wertpapieren wurden die
Anschaffungskosten unter Beachtung des jeweiligen
Devisenkassamittelkurses zum Zugangszeitpunkt ermittelt;
die Folgebewertung dieser Wertpapiere erfolgte unter
Beachtung der jeweiligen Devisenkassamittelkurse des
Bilanzstichtages.
Die Beteiligungen und die Wertpapiere sind an die
finanzierenden Kreditinstitute verpfändet.
Die Forderungen gegen Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis enthalten solche, die
gleichzeitig sonstige Vermögensgegenstände sind,
in Höhe von 4.183,83 Euro.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert
ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken waren nicht
vorhanden, Wertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert
angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bestände
wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag
umgerechnet.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
Marktzinssatz abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist
gesetzlicher Bestandteil des Anhangs und ergibt sich aus
dem nachfolgenden Anlagenspiegel.
Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital) beträgt
29.940.000,00 Euro. Es ist eingeteilt in 29.940.000
Stückaktien.
Der Vorstand hat im Geschäftsjahr mit Zustimmung
des Aufsichtsrats beschlossen, von der auf der ordentlichen
Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 beschlossenen
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch zu
machen und im Zeitraum vom 16. Oktober 2023 bis
längstens zum 29. März 2024 bis zu 500.000 Aktien
im Gegenwert von bis zu 1 Mio. Euro zu erwerben.
Die auf diesem Wege erworbenen eigenen Aktien der
Gesellschaft sollen für die nach der Ermächtigung
durch die Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 zulässigen
Zwecke verwendet werden.
Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag 39.364
eigene Aktien zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von
2,32 Euro. Dies entspricht 0,13 Prozent des Grundkapitals.
Der Nennbetrag eigener Aktien wird offen vom
gezeichneten Kapital abgesetzt. Der über den
Nennbetrag hinausgehende Kaufpreis (ohne
Erwerbsnebenkosten) vermindert die frei verfügbaren
Rücklagen (§ 272 Abs. 1a Satz 2 HGB).
Die gesetzliche Rücklage blieb unverändert.
Die anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie
folgt:
| Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2022 | 36.856.933,50 Euro |
| - Verrechnung aus Aktienrückkauf | - 51.988,71 Euro |
| Andere Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2023 | 36.804.944,79 Euro |
Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
| Bilanzverlust zum 31. Dezember 2022 | - 791.711,09 Euro |
| - Jahresfehlbetrag 2023 | - 825.115,15 Euro |
| Bilanzverlust zum 31. Dezember 2023 | - 1.616.826,24 Euro |
Es handelt sich um Rückstellungen für
Prämienaufwand aus Stillhalterpositionen (4.704 TEUR),
Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen
(66 TEUR), Rückstellungen für Tantieme der
Mitarbeiter (42 TEUR), für Kosten des
Jahresabschlusses/der Steuererklärungen (10 TEUR),
Urlaubsrückstellungen (44 TEUR), gerichtliche
Verfahrenskosten (15 TEUR), ausstehende Eingangsrechnungen
(15 TEUR), Rückstellungen für Depotgebühren
(7 TEUR) sowie für Archivierungsaufwand (7 TEUR).
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen
gegenüber Kreditinstituten. Die Angaben zur
Restlaufzeit und zur Besicherung sind dem nachfolgenden
Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
| Restlaufzeit | |||||
| Verbindlichkeiten | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre | gesamt | gesichert |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| gegenüber Kreditinstituten | 3.837.544,68 | 5.500.000,00 | 0,00 | 9.337.544,68 | 9.337.544,68 |
| aus Lieferungen und Leistungen | 149.918,67 | 0,00 | 0,00 | 149.918,67 | 0,00 |
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 699,62 | 0,00 | 0,00 | 699,62 | 0,00 |
| gegenüber Unternehmen mit Beteiligungs -verhältnis | 1.778,72 | 0,00 | 0,00 | 1.778,72 | 0,00 |
| sonstige | 23.218,51 | 0,00 | 0,00 | 23.218,51 | 0,00 |
| Summe | 4.013.160,20 | 5.500.000,00 | 0,00 | 9.513.160,20 | 9.337.544,68 |
Die Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten in Höhe
von 12.945 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und
in Höhe von 8.500 TEUR eine Restlaufzeit von 1-5
Jahren. Die Sicherung der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten erfolgte durch Verpfändung von
Wertpapierdepots und Bankguthaben.
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen
Verpflichtungen beträgt 560 TEUR inklusive
Umsatzsteuer. Der Ausweis beinhaltet insbesondere 261 TEUR
für Büromiete und 54 TEUR für Beratung,
jeweils für die Zeit ab Bilanzstichtag bis zum Ende
der jeweiligen vertraglichen Grundlaufzeit.
Die Erträge aus Finanzinstrumenten (8.243 TEUR)
setzten sich wie folgt zusammen:
Gewinne in Höhe von 4.934 TEUR aus Verkäufen
von Wertpapieren des Anlagevermögens, Gewinne in
Höhe von 2.735 TEUR aus Verkäufen von
Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie Gewinne aus
Stillhaltergeschäften in Höhe von 574 TEUR.
Die Aufwendungen aus Finanzinstrumenten (4.394 TEUR)
setzten sich wie folgt zusammen: Verluste von 247 TEUR aus
Verkäufen von Wertpapieren des
Finanzanlagevermögens, Verluste von 1.231 TEUR aus
Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens
sowie Verluste aus Stillhaltergeschäften in Höhe
von 2.916 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (2.604 TEUR)
setzten sich wie folgt zusammen:
Erträge aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5
HGB des Finanzanlagevermögens (199 TEUR), Erträge
aus Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB von
Wertpapieren des Umlaufvermögens (2.361 TEUR),
Erträge aus Währungsumrechnung (42 TEUR) sowie
sonstige Erträge (2 TEUR).
Abschreibungen auf Wertpapiere sind immer
außerplanmäßige Abschreibungen, da
für Wertpapiere keine "planmäßigen"
Abschreibungen vorgenommen werden.
In der GuV-Position Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens sind 2.762 TEUR
(Vj.: 3.450 TEUR) für außerplanmäßige
Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen. Nach unserer
Einschätzung sind Wertminderungen in Höhe von
2.762 TEUR (Vj.: 3.450 TEUR) voraussichtlich nicht von
Dauer.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
solche aus Währungsumrechnung in Höhe von
42.178,81 Euro (Vj.: 18.694,94 Euro). Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen enthalten solche aus
Währungsumrechnung in Höhe von 16.337,86 Euro
(Vj.: 93.634,38 Euro).
Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag wird nach
Saldierung von Steueraufwendungen mit Steuererträgen
insgesamt ein Steueraufwand von 16 TEUR ausgewiesen. Dieser
setzt sich zusammen aus Steuererstattungen für
Vorjahre in Höhe von 1 TEUR und dem Steueraufwand
für das laufende Geschäftsjahr von 17 TEUR. Auf
Basis des handelsbilanziellen Ergebnisses und vor dem
Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG in seiner am
Bilanzstichtag gültigen Fassung ist der zu erwartende
Steueraufwand für das Geschäftsjahr (16 TEUR) mit
dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen
Steueraufwand insoweit identisch.
Dr. Georg Issels, Kaufmann
Hans Peter Neuroth, Kaufmann
Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 564.268,50
Euro.
Dr. Stephan Göckeler, Rechtsanwalt, Bonn
(Vorsitzender),
Dr. Dirk Rüttgers, Vermögensverwalter,
München (stellvertretender Vorsitzender),
Rolf Hauschildt, Investor, Düsseldorf, Joachim
Schmitt, Investor, Mainz.
Herr Dr. Göckeler ist außerdem
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der burgbad AG, Schmallenberg |
Herr Dr. Rüttgers ist außerdem
| ― |
Mitglied des Beirats der Silvius Dornier Holding GmbH, München |
Herr Hauschildt ist außerdem
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Germania-EPE AG, Gronau |
| ― |
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Solventis AG, Mainz |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats der Allerthal-Werke AG, Köln |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich
auf 66.000,00 Euro.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen
Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil
beträgt 25.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital
von 25.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2022
weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 181 TEUR
aus, der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2022 beträgt 7 TEUR. Der
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 liegt
noch nicht vor.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen
Unternehmen ausgewiesen. Der Geschäftsanteil
beträgt 50.000,00 Euro bzw. 100,00 % am Stammkapital
von 50.000,00 Euro. Der Jahresabschluss zum 31.12.2022
weist ein buchmäßiges Eigenkapital von 370 TEUR
aus, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr
2022 beträgt 2 TEUR. Der Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2023 liegt noch nicht vor.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den Beteiligungen
ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst 109.999 von 220.000
Aktien bzw. 49,99 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum
31.12.2022 weist ein buchmäßiges Eigenkapital
von 8.166 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2022 beträgt 474 TEUR. Der
geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2023 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 364.207 von 1.200.000 Aktien
bzw. 30,35 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum
31.12.2022 weist ein buchmäßiges Eigenkapital
von 26.950 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2022 beträgt 943 TEUR. Der
geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2023 liegt noch nicht vor.
Dieser Anteil wird in der Bilanz unter den verbundenen
Unternehmen ausgewiesen. Der Anteilsbesitz umfasst
2.278.065 von 2.660.000 Aktien bzw. 85,64 %. Der
geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2022 weist ein
buchmäßiges Eigenkapital von 4.866 TEUR aus, der
Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022
beträgt 273 TEUR. Der geprüfte Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr 2023 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 122.073 von 275.000 Aktien
bzw. 44,39 %. Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 weist ein
buchmäßiges Eigenkapital von 1.791 TEUR aus, der
Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2022
beträgt 1.900 TEUR. Der Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2023 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 253.101 von 1.126.178 Aktien
bzw. 22,47 %. Der geprüfte Jahresabschluss zum
31.12.2022 weist ein buchmäßiges Eigenkapital
von 1.360 TEUR aus, der Jahresüberschuss für das
Geschäftsjahr 2022 beträgt 956 TEUR. Der
geprüfte Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2023 liegt noch nicht vor.
Der Anteilsbesitz umfasst 55.664.920 von 253.226.080
Aktien bzw. 21,98 %. Die Gesellschaft ist seit 2009
insolvent.
In den sonstigen Wertpapieren des Umlaufvermögens
sind Anteile an einem Investmentvermögen mit einem
Anteil von mehr als 10 % enthalten. Zu dem
Investmentvermögen werden sogenannte I- und
R-Fondsanteile ausgegeben, die sich lediglich in Ihrer
Gebührenstruktur unterscheiden. Das Anlageziel des
Investmentvermögens ist die Erreichung angemessener
Wertzuwächse durch Investition in Aktien,
Rentenwerten, Geldmarktinstrumenten und sonstigen
gesetzlich zulässigen Vermögenswerten. Im
Aktienbereich konzentriert sich das Fondsmanagement auf
Unternehmen in Spezial- und Sondersituationen.
Der Schwerpunkt bei Rentenwerten liegt bei High Yield
Anleihen. Überwiegend ist der Fonds in Titeln
nationaler Emittenten investiert (Stand: Investment
Reporting per Ende 2023). Terminkontrakte, Optionen
und/oder Swaps können zur Absicherung eingesetzt
werden. Der Wert i.S.v. § 36 InvG der I-Anteile liegt
zum Bilanzstichtag bei 5.428.411,00 Euro und
übersteigt den Buchwert damit um 1.435.257,57 Euro.
Beschränkungen in der Möglichkeit der
täglichen Rückgabe können sich nach dem
Fondsreglement bei umfangreichen Rückgaben von
Anteilen ergeben, die nicht aus den flüssigen Mitteln
und zulässigen Kreditaufnahmen des Fonds befriedigt
werden können.
Die Firma beschäftigte im Geschäftsjahr 3
Mitarbeiter.
Das für das Geschäftsjahr oder frühere
Jahre als Aufwand gebuchte Honorar des
Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
| a) für Abschlussprüfungsleistungen | 29.000,00 Euro |
| b) für Steuerberatungsleistungen | 10.727,09 Euro |
| c) für sonstige Beratungsleistungen | 1.080,00 Euro |
| Summe | 40.807,09 Euro |
Anmerkung: Aufgrund neuerer Rechtsprechung des BFH zu
§ 249 HGB werden - wegen gesetzlicher
Prüfungspflicht anders als für die Zeit bis 2013
- seit 2014 keine Rückstellungen für die zwar
satzungsmäßigen, aber nicht mehr gesetzlich
vorgeschriebenen Jahresabschlussprüfungen passiviert,
sodass der hier ausgewiesene Prüfungsaufwand die
Prüfung des Vorjahresabschlusses betrifft. Die Angaben
sind Beträge ohne Umsatzsteuern, unabhängig von
einer umsatzsteuerlichen Nicht-Abzugsfähigkeit der in
Rechnung gestellten Umsatzsteuern.
Aktive latente Steuern ergeben sich in Höhe von rd.
383 TEUR aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von
Wertpapieren in Handels- und Steuerbilanz. Die latenten
Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende
Aktivüberhang unter Nutzung des Wahlrechts
gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB bilanziell
nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern wurden
mit einem Unternehmenssteuersatz von 30 % bewertet. Die
Werthaltigkeit dieser aktiven Steuerlatenz ist aber
letztendlich davon abhängig, ob die Gesellschaft, vor
dem Hintergrund der Regelungen des § 8b KStG, bei
unveränderter Rechtslage und gleichbleibender
Unternehmenspolitik, in Zukunft überhaupt mit
Ertragsteuern belastet sein wird.
Köln, den 29. Februar 2024
Der Vorstand
| Anschaffungskosten | |||||
| 01.01.2023 | Umbuchungen | Zugänge | Abgänge | 31.12.2023 | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| I. Sachanlagen | |||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 183.600,38 | 6.967,65 | 0,00 | 190.568,03 | |
| Summe Sachanlagen | 183.600,38 | 0,00 | 6.967,65 | 0,00 | 190.568,03 |
| II. Finanzanlagen | |||||
| 1. Verbundene Unternehmen | 3.223.106,81 | 23.110,81 | 3.246.217,62 | ||
| 2. Beteiligungen | 4.036.020,98 | 4.036.020,98 | |||
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 37.773.496,81 | 2.618.403,29 | 10.991.717,07 | 29.400.183,03 | |
| 4. sonstige Ausleihungen | 466.384,51 | 466.383,51 | 1,00 | ||
| Summe Finanzanlagen | 45.499.009,11 | 0,00 | 2.641.514,10 | 11.458.100,58 | 36.682.422,63 |
| Anlagevermögen insgesamt | 45.682.609,49 | 0,00 | 2.648.481,75 | 11.458.100,58 | 36.872.990,66 |
| Zuschreibungen / Aufgelaufene Abschreibungen | ||||||
| 01.01.2023 | Änderungen iZm Umbuchungen oder Zugängen | Änderungen iZm Abgängen | Abschreibungen im Geschäftsjahr | Zuschreibungen im Geschäftsjahr | 31.12.2023 | |
| Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | Euro | |
| I. Sachanlagen | ||||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 112.741,38 | 21.269,65 | 134.011,03 | |||
| Summe Sachanlagen | 112.741,38 | 0,00 | 0,00 | 21.269,65 | 0,00 | 134.011,03 |
| II. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Verbundene Unternehmen | 279.116,94 | 14.385,00 | 293.501,94 | |||
| 2. Beteiligungen | 750.000,00 | 255.378,67 | 1.005.378,67 | |||
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 5.541.834,11 | -1.301.636,00 | 2.492.449,54 | 199.124,02 | 6.533.523,63 | |
| 4. sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | ||||
| Summe Finanzanlagen | 6.570.951,05 | 0,00 | -1.301.636,00 | 2.762.213,21 | 199.124,02 | 7.832.404,24 |
| Anlagevermögen insgesamt | 6.683.692,43 | 0,00 | -1.301.636,00 | 2.783.482,86 | 199.124,02 | 7.966.415,27 |
| Buchwerte | ||
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | |
| Euro | Euro | |
| I. Sachanlagen | ||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 56.557,00 | 70.859,00 |
| Summe Sachanlagen | 56.557,00 | 70.859,00 |
| II. Finanzanlagen | ||
| 1. Verbundene Unternehmen | 2.952.715,68 | 2.943.989,87 |
| 2. Beteiligungen | 3.030.642,31 | 3.286.020,98 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 22.866.659,40 | 32.231.662,70 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 1,00 | 466.384,51 |
| Summe Finanzanlagen | 28.850.018,39 | 38.928.058,06 |
| Anlagevermögen insgesamt | 28.906.575,39 | 38.998.917,06 |
Der Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat wie in
den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach
Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und
den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und
die Geschäftsführung der Gesellschaft
überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender
Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat
unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den
Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten
regelmäßig, zeitnah und umfassend über die
relevant erscheinenden Fragen der Unternehmensplanung und
Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte,
die Lage des Unternehmens einschließlich der
Risikolage sowie über das Risikomanagement.
Im Geschäftsjahr 2023 haben vier förmliche
Sitzungen des Aufsichtsrats stattgefunden, nämlich am
22.03.2023, am 21.06.2023, am 29.09.2023 und am 30.11.2023,
an denen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und alle
Mitglieder des Vorstands teilnahmen. In diesen Sitzungen
fasste der Aufsichtsrat die gebotenen Beschlüsse.
Zudem fasste der Aufsichtsrat in Einzelfällen auch
außerhalb von Sitzungen Beschlüsse, u.a. zum vom
Vorstand vorgeschlagenen Aktienrückkaufprogramm.
Der Aufsichtsrat hat innerhalb und außerhalb der
Sitzungen vor allem die Überlegungen und
Entscheidungen des Vorstands zu einzelnen Investments
beratend begleitet und dabei insbesondere auch in den vom
Aufsichtsrat bestimmten Grenzen zustimmungspflichtiger
Geschäfte Beteiligungserwerbe und sonstige
Vertragsangelegenheiten geprüft und über die
Zustimmung entschieden. Hierzu gehörte in jeder
Aufsichtsratssitzung auch immer eine eingehende Befassung
mit den wesentlichen Positionen des Portfolios auf
Grundlage einer tagesaktuellen Aufstellung aller Titel
einschließlich Liquidität, Bankverbindlichkeiten
(einschließlich deren Reduzierung) und Kreditrahmen
der Gesellschaft sowie der jeweils aktuellen
Kapitalmarktsituation. Darüber hinaus behielt der
Aufsichtsrat die Compliance-Themen der Gesellschaft im
Blick und erörterte mit dem Vorstand verschiedene
Personal- und Vertragsangelegenheiten.
In der Sitzung am 22.03.2023 befasste sich der
Aufsichtsrat zudem vor allem mit dem Jahresabschluss der
Gesellschaft für das Jahr 2022 und dessen Billigung,
der Vorbereitung der Hauptversammlung 2023
(einschließlich der Beschlussvorschläge) sowie
der Unternehmensplanung 2023. In der Sitzung am 21.06.2023
erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand auch den
Verlauf der Hauptversammlung 2023 und bekräftigte die
gemeinsame Auffassung, an der Durchführung von
Präsenzhauptversammlungen festzuhalten.
In den Sitzungen am 21.06.2023, 29.09.2023 und am
30.11.2023 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der
Frage, ob der Aufsichtsrat der Hauptversammlung im Jahr
2024 vorschlagen sollte, eine neue
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als
Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023
zu wählen. Er entschied sich im Ergebnis nach
Abwägung der für und gegen einen
Abschlussprüferwechsel sprechenden Argumente
dafür, der Hauptversammlung die Wahl des bisherigen
Abschlussprüfers vorzuschlagen. In der
Aufsichtsratssitzung am 30.11.2023 befasste sich der
Aufsichtsrat ferner auch mit dem Verlauf des
Aktienrückkaufprogramms, den Möglichkeiten einer
Bereinigung des Portfolios der Gesellschaft sowie der
Gesamtentwicklung der Gesellschaft im Jahre 2023 und legte
die wesentlichen Termine für das Geschäftsjahr
2024 fest.
Zur Vermeidung von Rechtsunsicherheiten auf Grund der in
der Hauptversammlung 2023 nicht erfolgten Wahl von drei
(der insgesamt vier) Aufsichtsratsmitgliedern bestellte das
Amtsgericht Köln auf vorsorglichen Antrag des
Vorstands der Gesellschaft durch Beschluss vom 2. Februar
2024 die Herren Dr. Stephan Göckeler, Dr. Dirk
Rüttgers und Rolf Hauschildt zu Mitgliedern des
Aufsichtsrats. Im Anschluss hieran machte sich der
Aufsichtsrat vorsorglich die Beratungen, Beschlussfassungen
und Erklärungen seit der letzten Hauptversammlung zu
eigen und genehmigte und bestätigte diese
vollumfänglich.
Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der
Gesellschaft vom 03.06.2023 gewählten
Abschlussprüfer, die Formhals Revisions- und
Treuhandgesellschaft mbH, mit der Durchführung der
Jahresabschlussprüfung beauftragt. Der Jahresabschluss
zum 31.12.2023 wurde unter Einbeziehung der
Buchführung und des Lageberichts des Vorstands von dem
Abschlussprüfer geprüft, der einen
uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt
hat.
Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des
Aufsichtsrats durch den Abschlussprüfer mit Schreiben
vom 05.03.2024 zugeleitet. Dieser Prüfbericht war in
der Sitzung des Aufsichtsrats vom 22.03.2024 Gegenstand der
Beratungen. Der Abschlussprüfer, vertreten durch Frau
Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin Stefanie
Claire Blome, hat an dieser Sitzung des Aufsichtsrats
teilgenommen und stand dem Aufsichtsrat für
ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur
Verfügung. Auf der Basis eigener Prüfung des von
dem Vorstand vorgelegten Jahresabschlusses und des
Lageberichts sind keine Einwendungen zu erheben, und der
Aufsichtsrat der Scherzer & Co. AG hat dem Ergebnis der
Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und
in der Sitzung vom 22.03.2024 den Jahresabschluss
gebilligt, der damit festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Issels, Herrn Neuroth
und den Mitarbeitern der Scherzer & Co. AG für
ihren hohen Einsatz für das Unternehmen in dem
abgelaufenen Geschäftsjahr 2023.
Köln, den 22.03.2024
| Dr. Stephan Göckeler |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats der Scherzer & Co. AG |
An die Scherzer & Co. Aktiengesellschaft, Köln
Wir haben den Jahresabschluss der Scherzer & Co.
Aktiengesellschaft, Köln, - bestehend aus der Bilanz
zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Scherzer
& Co. Aktiengesellschaft, Köln für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung
des Jahresabschlusses, der den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
ist der Vorstand verantwortlich für die internen
Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für
die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für
die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen,
und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahres-abschluss als
Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschluss-prüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 29. Februar 2024
Formhals Revisions- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
| Bastian Lehmkühler |
| Wirtschaftsprüfer |
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