Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 56142
Eingetragen
23.4.2007
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von Sportgeräten
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Produktion, der Verkauf, der Vertrieb, der Handel, der Import und Export designierter medizinischer Geräte der Marke Micro-Tech in Europa und alle damit zusammenhängenden Aktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Paul Kuhn
seit 23.4.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Micro-Tech (H.K.) Holding LimitedCHN
80.00%
Micro-Tech (Nanjing) Co. Ltd.CHN
20.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Micro-Tech (H.K.) Holding Limited
China
20.000 €
80.00%
Micro-Tech (Nanjing) Co. Ltd.
China
5.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Micro- Tech Europe GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

(Amtsgericht Düsseldorf / HRB 56142)

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 76.598,94 11.472,03
2. Geleistete Anzahlungen 96.250,00 19.200,00
172.848,94 30.672,03
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 574.355,80 221.467,90
2. Geleistete Anzahlungen 29.295,34 10.000,00
603.651,14 231.467,90
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 801.701,86 0,00
1.578.201,94 262.139,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 13.017.451,11 8.385.500,80
2. Geleistete Anzahlungen 12.709,20 18.325,07
13.030.160,31 8.403.825,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.430.438,83 6.232.771,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.078.964,65 1.256.027,37
3. Sonstige Vermögensgegenstände 234.348,78 181.787,56
9.743.752,26 7.670.586,27
III. Guthaben bei Kreditinstituten 4.092.114,57 3.223.457,88
26.866.027,14 19.297.870,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 274.266,18 179.107,68
28.718.495,26 19.739.117,63

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 10.565.340,72 7.967.093,15
III. Gewinnvortrag 0,00 1.028.328,10
IV. Jahresüberschuss 2.898.557,09 1.569.919,47
13.488.897,81 10.590.340,72
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 710.311,59 231.838,15
2. Sonstige Rückstellungen 2.201.655,09 1.350.704,25
2.911.966,68 1.582.542,40
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 180.740,14 125.338,43
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.832.446,85 7.190.634,86
3. Sonstige Verbindlichkeiten 304.443,78 250.261,22
12.317.630,77 7.566.234,51
28.718.495,26 19.739.117,63

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR
1. Bruttoergebnis vom Umsatz 19.489.653,46 14.498.253,87
2. Vertriebskosten -4.924.972,86 -3.150.943,26
3. Allgemeine Verwaltungskosten -3.771.387,49 -3.643.331,21
4. Sonstige betriebliche Erträge 398.813,64 370.034,59
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.154.240,98 -5.828.316,20
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.588,60 30.342,55
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -8,88
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.172.307,28 -701.483,99
9. Ergebnis nach Steuern 2.902.147,09 1.574.547,47
10. Sonstige Steuern -3.590,00 -4.628,00
11. Jahresüberschuss 2.898.557,09 1.569.919,47

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Allgemeines

Die MICRO-TECH Europe GmbH, Düsseldorf, (Amtsgericht Düsseldorf HRB 56142) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches gem. §§ 242 ff., 264 ff. HGB und der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die gesetzlichen Gliederungsvorschriften des § 266 HGB wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 275 HGB wurde im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der Einführung einer konzerneinheitlichen ERP-Software SAP S/4 HANA vom Gesamtkostenverfahren (Abs. 2) auf das Umsatzkostenverfahren (Abs. 3) umgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgeblich.

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden durch ein Anlagenverzeichnis nachgewiesen, in dem die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die Zugänge und Abgänge, die Abschreibungssätze und -beträge sowie die Restbuchwerte der einzelnen Anlagegüter enthalten sind. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Waren wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Soweit geboten, wurden Abwertungen auf den am Abschlussstichtag niedrigeren Marktpreis vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Bei Forderungen, die mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Einzelwertberichtigungen werden bei Insolvenzen oder einer Überfälligkeit gebildet. Zur Abdeckung eines allgemeinen Ausfallrisikos werden Pauschalwertberichtigungen auf die Netto- Forderungen nach Abzug der einzelwertberichtigten Forderungen vorgenommen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag bewertet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 106.580,68 (Vj.: € 104.490,84) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von € 1.269.859,88 (Vj.: € 675.859,13) und Bonusrückvergütungen in Höhe von € 303.377,65 (Vj.: € 257.800,00) enthalten.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben insgesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 11.832.446,85 (Vj.: € 7.190.634,86) enthalten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 103.003,61 (Vj.: € 180.560,02) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 12.762,91 (Vj.: € 8.011,36) enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Löhne und Gehälter 7.396.431,91 5.845.016,83
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 1.033.071,04 818.210,05
Aufwendungen für Altersvorsorge 20.918,97 20.197,50
8.450.421,92 6.683.424,38

Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus:

in 2023 von 2025 bis 2027 Gesamt
Mietaufwendungen 616.803,60 1.850.410,80 2.467.214,40

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 89 Mitarbeiter beschäftigt:

Durchschnitt
2023 2022
Geschäftsführer 2 2
Angestellte 90 73
Auszubildende 0 0
92 75

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch:

 

Herrn Daniel Kuhn, Kaufmann, Düsseldorf

 

Herrn Georg Harke, Kaufmann, Wesel (ausgeschieden zum 1. September 2024)

Eine Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Bezüge unterbleibt in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB.

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Micro-tech (Nanjing) Co., Ltd., Nanjing/China, einbezogen.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Nach Schluss des Geschäftsjahres ist es zu keinen besonderen Vorgängen gekommen, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind.

 

Düsseldorf, den 30. September 2024

Daniel Kuhn

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Umbuchungen Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 99.486,24 58.360,00 73.915,86 19.200,00 103.130,38
2. Geleistete Anzahlungen 19.200,00 96.250,00 0,00 -19.200,00 96.250,00
118.686,24 154.610,00 73.915,86 0,00 199.380,38
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.373,42 605.070,39 113.175,57 10.000,00 1.111.268,24
2. Geleistete Anzahlungen 10.000,00 29.295,34 0,00 -10.000,00 29.295,34
619.373,42 634.365,73 113.175,57 0,00 1.140.563,58
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 850.000,00 48.298,14 0,00 801.701,86
738.059,66 1.638.975,73 235.389,57 0,00 2.141.645,82
Abschreibungen
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 88.014,21 12.433,09 73.915,86 26.531,44
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
88.014,21 12.433,09 73.915,86 26.531,44
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 387.905,52 233.505,34 84.498,42 536.912,44
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
387.905,52 233.505,34 84.498,42 536.912,44
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
475.919,73 245.938,43 158.414,28 563.443,88
Bilanzwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 76.598,94 11.472,03
2. Geleistete Anzahlungen 96.250,00 19.200,00
172.848,94 30.672,03
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 574.355,80 221.467,90
2. Geleistete Anzahlungen 29.295,34 10.000,00
603.651,14 231.467,90
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 801.701,86 0,00
1.578.201,94 262.139,93

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

A. Wirtschaftsbericht

I. Unternehmensdarstellung

MICRO-TECH Europe GmbH ist Teil eines weltweit operierenden, börsennotierten Unternehmens, das im Bereich für endotherapeutische Instrumente tätig ist. Unser Mutterunternehmen Micro-Tech Nanjing Co., Ltd. ist einer der größten Hersteller und Anbieter in unserem Marktsegment in China. Die MICRO-TECH Europe GmbH ist die Vertriebsorganisation für Europa, den Mittleren Osten und Afrika (EMEA). Nachhaltige Investitionen des Mutterunternehmens in Automatisierung und F&E gewährleisten qualitativ hochwertige Produkte mit entscheidenden innovativen Produktvorteilen sowie außerordentlich kosteneffiziente Herstellungsprozesse, die langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit in einem weiterhin sehr preissensiblen und wettbewerbsintensiven Markt garantieren.

Unser Mutterunternehmen Micro-Tech Nanjing Co., Ltd. ist Hersteller im ursprünglichen Sinn. Fast alle Produkte werden in der eigenen F&E-Abteilung selbständig entwickelt und in eigenen Produktionsstätten hergestellt. Das gewährleistet Unabhängigkeit sowie unmittelbare Kosten- und Qualitätskontrolle. In dieser Konstellation ist MICRO-TECH Europe GmbH in einer herausragenden Position, einer der größten Anbieter in unserem Vertriebsgebiet und Marktsegment zu werden.

Vom Verkehrsknotenpunkt Düsseldorf aus stellt die MICRO-TECH Europe GmbH die Versorgung von Krankenhäusern und Praxen in den Fachbereichen Gastroenterologie und Pneumologie in der Region EMEA sicher. Das Sortiment umfasst modernste Instrumente, Geräte, Technologien sowie endoskopisches Bedarfsmaterial. Auf Grund der langjährigen Erfahrung und kontinuierlichen Entwicklung kann die Gesellschaft ein solides und nachhaltiges Wachstum als Partner für therapeutische Endoskopie Lösungen vorweisen.

II. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Jahresgutachten 2023/2024 des Sachverständigenrats steht unter der Überschrift "WACHSTUMSSCHWÄCHE ÜBERWINDEN - IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN", da die Pandemie und der Ukrainekrieg die Märkte und insbesondere die Energieversorgung nachhaltig beeinflusst haben.

Demnach liegt die deutsche Wirtschaftsleistung derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Die im Jahresgutachten präsentierte Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials deutet auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin.

Durch die demografische Alterung wird das inländische Arbeitsvolumen sinken. Gleichzeitig sind das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, seit Jahrzehnten rückläufig. Deutschland droht somit eine Alterung nicht nur seiner Bevölkerung, sondern auch seiner industriellen Basis.

Um das Wachstumspotenzial zu stärken, gilt es, beiden Entwicklungen entgegen zu wirken, durch verbesserte Erwerbsanreize, Reformen der Zuwanderungspolitik, sowie Innovations- und Investitionstätigkeit, um die Wirtschaft zu modernisieren und das Wachstum zu steigern.

Der Sachverständigenrat erwartet, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,4 % zurückgeht. Hierfür ist insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch den starken Rückgang der staatlichen Konsumausgaben zu Jahresbeginn 2023.

Im Prognosehorizont bis Ende 2024 dürften sich die privaten Konsumausgaben angesichts der wieder steigenden realen Einkommen erholen. Die unerwartet schleppende Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, dürfte sich aber fortsetzen und auch im Jahr 2024 die deutschen Exporte bremsen. Dementsprechend dürfte der Außenbeitrag negativ sein. Für das Jahr 2024 ist davon auszugehen, dass sich das BIP-Wachstum leicht erholt und 0,7 % beträgt.

(Quellen: Jahresgutachten 2023/2024 des Sachverständigenrats, DESTATIS - Statistisches Bundesamt)

2. Branchenspezifische Entwicklung

Nachdem die Vorjahre noch stark durch die Corona-Pandemie beeinflusst waren, hat sich der europäische Markt wieder weitestgehend normalisiert. Entsprechend sind die Untersuchungszahlen in 2023 weiter angestiegen. Dennoch wird durch die andauernden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten das Wachstum in unseren Märkten gedämpft.

Die Implementierung der neuen EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) stellt die Branche vor große Herausforderungen. Mit ihr gehen längere Bewertungsverfahren und ein gestiegener Kostendruck für die Medizintechnik-Unternehmen einher. In der Folge wird befürchtet, dass Produkte aus ökonomischen Gründen vom Markt genommen bzw. nicht auf den Markt gebracht werden. Das würde dann auch zu Lasten der Patientenversorgung gehen. Der Druck wird dabei insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen steigen.

Weiterhin sind vor allem Ärzte, Kliniken und Krankenhäuser von der steigenden Inflation betroffen. Durch höhere laufende Kosten für Energie und Personal steigt der Preisdruck auf Lieferanten. Ohne politische Gegenmaßnahmen werden die Kliniken und Krankenhäuser gezwungen sein, ihren Kostendruck an die Lieferanten weiterzugeben. Bei einem ebenfalls hohen Kostendruck auf Lieferantenseite wird das die Ertragskraft der Medizin-Technik-Branche schwächen und kann die Versorgung des Gesundheitsbereichs negativ beeinflussen.

3. Beschaffungsbereich

Der Beschaffungsbereich, der in 2022 noch deutlich durch das Pandemie-Geschehen belastet war, hat sich im vergangenen Geschäftsjahr deutlich erholt. Entsprechend haben sich die Transportkosten im Warenbezug und die Lieferzeiten wieder reduziert.

Die Lagerkapazität wurde in 2023 weiter ausgebaut, um unsere Lieferfähigkeit auf konstantem Niveau halten zu können und unsere Kundenzufriedenheit sicherzustellen. Damit haben wir weiter Lagerbestände aufgebaut und Sicherheitsreserven erhöht.

4. Ertragslage

Nachfolgend wird die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatz 41.358 32.177 9.181
Herstellungskosten -21.869 -17.679 -4.190
Sonstige betriebliche Erträge 399 370 29
Rohergebnis 19.888 14.868 5.020
Vertriebs-, Verwaltungs-, betriebliche Kosten -15.854 -12.627 -3.227
EBIT 4.034 2.241 1.793
Finanzergebnis 37 30 7
EBT 4.071 2.271 1.800
Steuern -1.172 -701 -471
Jahresüberschuss 2.899 1.570 1.329

Wie bereits im Vorjahr prognostiziert, sind die Umsätze weiter gestiegen. Der Materialaufwand hat sich aufgrund von Verschiebungen im Produktmix unterproportional zu den Umsatzerlösen entwickelt, sodass das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 14.868 TEUR auf 19.888 TEUR gestiegen ist.

Das gestiegene Rohergebnis und die angestiegenen Gesamtkosten führten zu einem EBIT, das weiterhin positiv ist. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Jahresüberschuss um 1.329 TEUR verbessert. Die Geschäftsführung schätzt die Unternehmensentwicklung weiterhin positiv ein.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der MICRO-TECH Europe GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 um rd. 8.979 TEUR von 19.739 TEUR auf 28.718 TEUR erhöht. Ursache hierfür ist die Erhöhung der Vorräte sowie der umsatzabhängige Anstieg der Forderungen. Verfügbare Liquidität ist weiterhin vorhanden. Erneut betrugen die Zugänge zum Anlagevermögen mehr als die Abschreibungen. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 789 TEUR (Vorjahr 150 TEUR) sind im Wesentlichen durch den Standortwechsel und die Erweiterung der Lagerflächen bedingt.

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Vorräte 13.030 8.404 4.626
Lieferforderungen 6.430 6.233 197
Forderungen verbundene Unternehmen 3.079 1.256 1.823
Liquide Mittel 4.092 3.223 869
Kurzfristiges Vermögen 26.631 19.116 7.515
Sonstiges Vermögen 2.087 623 1.464
Gesamtvermögen 28.718 19.739 8.979
Lieferverbindlichkeiten 181 125 56
Verbindlichkeiten Gesellschafterin 11.832 7.191 4.641
Rückstellungen 2.912 1.587 1.325
Weiteres Fremdkapital 304 246 58
Eigenkapital 13.489 10.590 2.899

Mit der aktuellen Eigenkapitalquote von 47,0 Prozent sehen wir das Unternehmen weiterhin als sehr solide positioniert.

6. Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens bewerten wir als positiv. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Geschäftsjahr aufgrund des gestiegenen Ergebnisses und der Zunahme der Steuerrückstellungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen trotz eines weiteren Aufbaus der Vorräte sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 2.460 TEUR positiv. Nach Berücksichtigung der Abflüsse aus dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit konnten die liquiden Mittel insgesamt um 869 TEUR erhöht werden. Die liquiden Mittel versetzen uns in die Lage, den bestehenden Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen. Es ist davon auszugehen, dass die zur Verfügung stehende Liquidität die Wachstumsziele der Zukunft ausreichend unterstützen kann.

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Ergebnis 2.899 1.570 1.329
Abschreibungen 246 111 135
Veränderung der Rückstellungen 1.325 511 814
Veränderung Aktiva -6.765 -5.328 -1.437
Veränderung Passiva 4.755 4.301 454
Cashflow laufende Geschäftstätigkeit 2.460 1.165 1.295
Cashflow Investitionstätigkeit -1.591 -150 -1441
Veränderung Liquidität 869 1.015 -146
Liquide Mittel zu Periodenbeginn 3.223 2.208 1.015
Liquide Mittel zu Periodenende 4.092 3.223 869

Sämtliche der im Geschäftsjahr getätigten Investitionen wurden aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

7. Geschäftsverlauf unter Einbezug des Geschäftsergebnisses

Im Ergebnis ist die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 positiv verlaufen. Die Umsätze konnten zum Vorjahr weiter gesteigert werden, sodass ein Zuwachs von 28,5 % erzielt wurde. Entsprechend ist auch das Rohergebnis besser als im Vorjahr ausgefallen und konnte um 33,8 % überproportional gesteigert werden. Unter Berücksichtigung von ebenfalls gestiegenen Vertriebs- und Verwaltungskosten von 25,6 % konnte eine EBIT-Steigerung in Höhe von 1.793 TEUR auf 4.034 TEUR erzielt werden, was zu einem Jahresüberschuss in 2023 von 2.899 TEUR gegenüber 1.570 TEUR in 2022 geführt hat.

Trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage durch den Russland-Ukraine-Krieg und der Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie konnten die Ziele für 2023 in Bezug auf die Umsatzerlöse und den Jahresüberschuss vollständig erreicht werden. Dies ist im Wesentlichen auf die Verbesserung unserer Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen zurückzuführen.

8. Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir durchschnittlich 89 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vertrieb betreuten durchschnittlich 47 Angestellte unsere Geschäftspartner in EMEA. In der Verwaltung waren durchschnittlich 42 Angestellte beschäftigt.

Der Altersdurchschnitt liegt am 31.12.2023 bei 40 Jahren. Weibliche und männliche Mitarbeiter sind durchschnittlich in einem Verhältnis von 42 % zu 58 % beschäftigt.

In allen Abteilungen unseres Unternehmens bieten wir unseren Mitarbeitern Teilzeitmodelle und Gleitzeitregelungen an. Des Weiteren bieten wir ein Modell zur betrieblichen Altersvorsorge an, welches vermehrt genutzt wird. Allen Mitarbeitern wird die Möglichkeit geboten, sich durch Fort- und Weiterbildungen zu qualifizieren.

Unsere Mitarbeiter haben mit ihrem Einsatz und ihrer Leistungsbereitschaft maßgeblich zur anhaltend positiven Entwicklung unseres Unternehmens beigetragen.

B. Chancen- und Risikobericht

Im Geschäftsjahr 2024 liegen die größten Risiken unserer Einschätzung nach in den folgenden Bereichen:

Der durch Russland initiierte Krieg mit der Ukraine führt dazu, dass die MICRO-TECH Europe GmbH die ursprünglich vielversprechende Erschließung des russischen Marktes bis auf weiteres zurückgestellt hat. Somit können strategisch geplante Umsätze nicht realisiert werden.

Die inflationsbedingt signifikant wachsenden Kosten in Deutschland und Europa machen nach Jahren stabiler bzw. gesunkener Verkaufspreise eine Erhöhung unserer Listenpreise erforderlich. Die Preiserhöhung wurde frühzeitig an unsere Kunden kommuniziert - wie auch begründet - und ist auf grundsätzliches Verständnis und auch Akzeptanz gestoßen.

Wie in den Vorjahren verursacht die neue EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) eine große Verunsicherung im Markt. Die damit verbundenen zusätzlichen und gestiegenen Anforderungen führen zu erheblich steigenden Kosten für den Marktzugang und stark verlängerten Zulassungszeiten, was die Markteinführung innovativer neuer Produkte verzögert. Vor diesem Hintergrund ist die Versorgungssicherheit des Gesundheitsbereichs gefährdet, da auslaufende Zertifikate nicht rechtzeitig entsprechend MDR erneuert werden können und somit Medizinprodukte - zumindest temporär - nicht mehr dem Markt zur Verfügung stehen werden. Unsere chinesische Muttergesellschaft hat früh- und rechtzeitig die Weichen gestellt und wichtige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um diesem Risiko vorzubeugen. Alle Produkte haben einen ausreichend langen gültigen Zertifikatsstatus, um die Umstellung auf MDR fristgerecht zu gewährleisten. Darüber hinaus sind intern bereits alle notwendigen Anpassungen für eine Produktzulassung nach MDR erfolgt, sodass wir optimistisch sind, in den Folgejahren neue Marktanteile erschließen zu können. Auch personell haben sich Micro-Tech Nanjing Co., Ltd. und MICRO-TECH Europe GmbH auf die Situation und Herausforderungen eingestellt.

Krankenhausgesellschaften und Einkaufsgemeinschaften in Deutschland führen noch immer zu einer zunehmenden Konzentration auf Abnehmerseite und erfordern weitere Anpassungsmaßnahmen von unserem Vertrieb. Über immer größer werdende Ausschreibungen besteht das Risiko, aber auch die Chance, mit einem Mal eine Produktgruppe bei mehreren Kunden zu verlieren oder zu gewinnen. Entsprechend arbeiten wir regelmäßig an der Verbesserung unserer Prozesse und den Kapazitäten in der Zusammenarbeit mit Krankenhausgesellschaften und Einkaufsgemeinschaften.

Im Personalbereich ist es zunehmend schwieriger, qualifiziertes Personal insbesondere in den Vertriebsbereichen zu rekrutieren, sowie qualifiziertes Personal langfristig an das Unternehmen zu binden. Dieses führt zu signifikant steigenden Personalkosten. Dank unserer Unternehmenskultur und der positiven Wahrnehmung unseres Unternehmens gelingt es uns nachhaltig, alle wichtigen Positionen zeitnah zu besetzen und unser Personal an das Unternehmen zu binden.

C. Prognosebericht

Steigende Kosten, insbesondere in den Bereichen Produktzulassung und Marktzugang sowie bei Gehältern bei gleichzeitig vorhandenem Preisdruck erfordert eine Erhöhung der Listenpreise, um einer Belastung der Ertragssituation des Unternehmens entgegenzuwirken. Als Tochtergesellschaft eines der größten chinesischen Hersteller von endoskopischem Zubehör profitieren wir weiterhin von Kostenvorteilen bei Beschaffung und Produktion. Darüber hinaus werden Automatisierungsprozesse energisch vorangetrieben, um nachhaltig Kosten- und Qualitätsvorteile zu besitzen.

Trotz unsicherer Lage gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2024 unsere Vorjahresumsätze durch Nutzung des Wachstumspotentials bestimmter Produktkategorien und durch Ausweitung des Vertriebsnetzwerks deutlich übertreffen werden. Im Geschäftsjahr 2024 sind weitere Investitionen in die Struktur der Gesellschaft geplant, um die Umsatzziele 2024 und 2025 vorzubereiten. Wir gehen davon aus, dass wir dennoch den Jahresüberschuss weiter ausbauen können.

 

Düsseldorf, den 30. September 2024

Daniel Kuhn

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MICRO-TECH Europe GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MICRO-TECH Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MICRO-TECH Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 12. Dezember 2024

PKF Fasselt
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte

Müller-Kemler, Wirtschaftsprüfer

Schmitz, Wirtschaftsprüferin

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