Spezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Balluff MV GmbH
Talstraße 16, 71570 Oppenweiler, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Florian Michael Hermle seit 19.6.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
BALLUFF GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Balluff MV GmbH (vormals: Matrix Vision GmbH Bildverarbeitung)OppenweilerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022DER MATRIX VISION GMBH BILDVERARBEITUNG, OPPENWEILERI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Matrix Vision entwickelt und vertreibt Frame Grabber, Standard Industrie Kameras, Intelligente Kameras, Video Sensoren, Embedded Systeme, sowie umfangreiche Software im Bereich Industrielle Bildverarbeitung. 2. Forschung und Entwicklung Bei den digitalen Industriekameras war das Geschäftsjahr 2022 geprägt von der extrem angespannten Beschaffungssituation am Bauelementemarkt. Dies hatte im Wesentlichen zwei Effekte für den F&E-Bereich. Erstens mussten wir, um möglichst noch lieferfähig zu sein, Produkte in veränderten Konfigurationen (mit geänderten Bauteilen) qualifizieren, herstellen und testen. Dies war bezogen auf die Kapazität eine enorme Belastung für den F&E-Bereich. Zum anderen wurde bereits im Jahr 2021 begonnen unsere wichtigste Produktlinie, die mvBlueCOUGAR-X, mit neuer Elektronik auszustatten (Redesign). Diese Arbeiten zogen sich durchs Gesamtjahr 2022. Erste Produkte konnten dann Ende Q3/2022 geliefert werden. Der weitere Umstellungsprozess läuft noch bis Anfang 2023. Aufgrund der erwartbar schlechten Bauteilsituation speziell im Bereich programmierbare Logikbausteine (FPGA) wurde beschlossen eine weitere Produktlinie der USB-Kameras ebenfalls einem Redesign zu unterziehen. Auch diese Umstellung wird sich noch ins Jahr 2023 ziehen. Aber auch hier konnten erste Kameras noch Ende 2022 aufgebaut und geliefert werden. Aufgrund der erheblichen Anstrengungen für die Redesigns mussten andere Projekte verschoben oder zumindest verzögert werden. Dennoch konnte im Bereich Industriekamera die Basisentwicklung für eine neue 5Gigabit-Ethernet-Kamera begonnen werden. Auch diese Entwicklung wird sich noch im Jahr 2023 fortsetzen. Auch kundenspezifische Entwicklungsprojekte im Bereich Industriekamera konnten im Jahr 2022 trotz der angespannten Lage noch umgesetzt werden. Außerdem wurde im Bereich "Production Engineering" eine komplett neue Fertigungslinie für den BVS-ID (Smarter Codereader) entwickelt, gebaut und in Betrieb genommen. ? Im Bereich Smart Vision war das Jahr 2022 geprägt von der Produkteinführung des BVS-ID in einer ersten Version mit IO-Link-Schnittstelle. Hierbei waren umfangreiche Arbeiten im Bereich Hardware - und Softwareentwicklung zu leisten. Das Produktrelease konnte wie geplant noch im November 2022 erfolgen. Im vom BLE (Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft) geförderten Forschungsprojekt "Autorein" konnte mit der erfolgreichen Entwicklung und Inbetriebnahme der von Matrix Vision beigetragenen Kamera der entscheidende Durchbruch für das Projekt erzielt werden, welches noch bis Q3/2023 läuft. Zudem konnten wir uns im Jahr 2022 erfolgreich um ein weiteres Förderprojekt zusammen mit mehreren Partnern und angesiedelt beim DLR bewerben. Hierbei geht es um Infrastruktur-Sensorik für automatisiertes Fahren im städtischen Umfeld. Das Projekt wurde noch im Jahr 2022 vom Projektträger genehmigt: Im Bereich Emdedded Vision konnte die Entwicklung eines Kundenprojekts auf Basis der mvBlueNAOS-Platform erfolgreich abgeschlossen werden. Ebenfalls wurde als Proof of Concept die Basis-Entwicklung einer neuen Embedded Kamerafamilie durchgeführt. Die entsprechenden Entwicklungsziele wurden noch im Jahr 2022 erreicht. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2022 war weiterhin, wenngleich abgeschwächt, geprägt durch die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Während es in den meisten Ländern angesichts steigender Impfraten zu weniger coronabedingten Einschränkungen kam, ergriff die chinesische Regierung beim Auftreten neuer Varianten und vergleichsweise kleinerer Ausbrüche stets großflächige Maßnahmen zur Eindämmung. Durch diese Lockdowns wurden die Wirtschaftstätigkeit in China, aber auch die globalen Lieferketten weiterhin beeinträchtigt. Der Krieg in der Ukraine brachte zusätzliche Disruptionen mit sich, insbesondere in Europa. Die Preise für Rohstoffe und Landwirtschaftsprodukte stiegen nach der Invasion Russlands stark an, da die Ukraine kriegsbedingt und Russland sanktionsbedingt als Lieferanten ausfielen. Die Verknappung der Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union (EU) führte zu einer erhöhten Unsicherheit bezüglich der Versorgungslage und enormen Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen. Hinzu kamen die nach wie vor pandemie-bedingt gestörten Wertschöpfungsketten und die damit einhergehenden Preissteigerungen. In Folge der sich im Jahresverlauf 2022 eintrübenden globalen Wachstumsperspektiven kam es zu wiederholten Abwärtsrevisionen bei den Prognosen führender Institutionen. Trotz massivem Gegenwind zeigte sich die Konjunktur letztlich aber robuster als allgemein erwartet. In einem gesamtwirtschaftlich schwierigen Umfeld zeigte sich auch die Maschinenindustrie im Jahr 2022 an vielen Standorten widerstandsfähig. Das dritte Quartal brachte vielerorts sogar ein höheres Produktionswachstum als erwartet, da sich die Engpasssituation bei einigen Vorprodukten entspannte. Der Mangel an elektronischen Bauteilen ist jedoch für viele Unternehmen weiterhin deutlich spürbar. Die Produktion im Maschinenbau in Deutschland hat nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ihr Vorjahresniveau im Jahr 2022 um real 0,2 Prozent übertroffen. Dies ist wohlbemerkt ein vorläufiges Ergebnis. Es stehen noch einige Korrekturen aus (Mitte März wird der VDMA bekanntgeben, wie die Produktion im Jahr 2022 definitiv gelaufen ist). Das Produktionswachstum hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht hartnäckig gestörte Lieferketten, ein sich intensivierender Fachkräftemangel und Schwierigkeiten bei der Energieversorgung die Produktion so stark und nachhaltig unter Druck gesetzt hätten. Im Jahresverlauf zeigten sich erste Entspannungsanzeichen bei den Lieferketten, insbesondere bei Metallen und Kunststoffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen blieb aber herausfordernd. Im Dezember 2022 waren noch 74 Prozent der Unternehmen durch Störungen in vorgelagerten Lieferketten beeinträchtigt. Die industrielle Bildverarbeitung in Deutschland wird 2022 voraussichtlich einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro erzielen - das entspricht einem Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem bereits eine Steigerung um 16% zu verzeichnen war. Damit setzt sich die konjunkturelle Erholung bei den "sehenden Maschinen" fort. Die stärkste Nachfrage kommt aus dem Ausland. Das berichtet die VDMA Fachabteilung Machine Vision anlässlich der Eröffnung der Fachmesse VISION 2022 in Stuttgart. 2. Geschäftsverlauf Matrix Vision konnte das Geschäftsjahr 2022 mit einem leichten Umsatzzuwachs von 3,5% zum Vorjahr abschließen. Damit konnte der negative Trend des Umsatzrückgangs von -1,2% aus dem Vorjahr trotz anhaltender Engpässe in der Materialverfügbarkeit im Jahr 2022 umgekehrt werden. Die hohen Auftragseingänge aus dem Geschäftsjahr 2021, welche im Jahresverlauf 2021 nicht komplett beliefert werden konnten, boten eine sehr gute Grundlage für das Geschäftsjahr 2022. Allerdings war das gesamte Geschäftsjahr 2022 trotz langfristig platzierter Aufträge bei unseren Lieferanten teils stark durch limitierte Verfügbarkeit und zeitweise sogar keiner Verfügbarkeit von notwendigen Materialien und benötigten Elektronikkomponenten beeinflusst. Einige Zulieferer kündigten bereits zum Jahresstart Allokationsrunden für den gesamten Jahresverlauf an. Durch diese Einflüsse startete das Geschäftsjahr im 1. Halbjahr stark unter Plan und lediglich auf ca. 70% des Umsatzniveaus der Vorjahresperiode. Im 2. Quartal konnte der verhaltene Jahresstart durch Zuteilung weiterer Allokationsmengen unserer Lieferanten weitgehend ausgeglichen werden, sodass der Umsatz zum Halbjahr nur leicht hinter Plan lag. Basierend auf den Erfahrungen in unserem sowie anderen Märkten platzierten unsere Kunden vorausschauend trotz der beschränkten Lieferfähigkeit weitere Aufträge, um ihre eigenen Materialzuläufe langfristig abzusichern. Dies führte zu einer stabilen Auftragseingangslage im ersten Halbjahr 2022, welche als Puffer für das anstehende zweite Halbjahr diente. Um die Umsätze im ersten Halbjahr zu realisieren, musste die Matrix Vision immer wieder gestiegene Materialpreise und Beschaffungen über Broker in Kauf nehmen, konnte dafür allerdings gemeinsam mit den Kunden beidseitig verträgliche Lösungen erarbeiten. Nach einem etwas schwächeren Umsatz im 3. Quartal konnten im letzten Quartal sehr gute Umsätze realisiert werden, welche das Gesamtjahr 2022 mit einer Planerreichung im Umsatz abrundeten. Auch die Auftragseingänge hielten im zweiten Halbjahr ein gutes Niveau, sodass für den Jahresstart 2023 eine gute Grundlage gewährleistet ist. Durch einige gute Gelegenheiten trotz Lieferengpässen an kritische Komponenten zu gelangen und der im Jahresverlauf greifenden Produktredesigns mit besser verfügbaren Komponenten konnte der Umsatz entgegen der auf Seiten unserer Lieferanten angekündigten Engpässe auch im 2. Halbjahr stabil gehalten und das Jahr 2022 unter Berücksichtigung der Vorzeichen gut abgeschlossen werden. Wesentlicher Faktor für die Erhöhung des Umsatzniveaus in diesem abermals sehr schwierigen Jahr war neben unseren Großkunden die solide Bestandskundenbasis der Matrix Vision. Durch die breite Verteilung des Kundenportfolios, sowohl nach Branchen als auch nach Ländern, konnten durch Lieferengpässe und den Ukrainekrieg entstandene negative Einflüsse auf einzelne Branchen und Länder weitestgehend aufgefangen und ausgeglichen werden. Trotz der durch notwendige Redesigns gebundenen Entwicklungskapazität konnten im Jahr 2022 viele geplante Entwicklungsprojekte begonnen und auch erfolgreich abgeschlossen werden. Dabei musste die Matrix Vision die Entwicklungsroadmap immer wieder basierend auf den aktuellen Entwicklungen am Beschaffungsmarkt, sowie den Verlauf der Redesign-Projekte flexibel anpassen. Dies führte zum Teil auch zu verzögerten Auslieferungen an unsere Kunden. Durch die Bereitschaft unserer Kunden in dieser schwierigen Situation partnerschaftlich an den Problemen und Herausforderungen zu arbeiten, konnten Verschiebungen von Auslieferungen und vor allem Stornierungen bereits platzierter Aufträge weitestgehend verhindert und abgefangen werden. 3. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft Ertragslage Die Umsätze sind im Jahr 2022 um rund 3,5 % höher ausgefallen als im Vorjahr. Das Rohergebnis liegt bei 12.671 T€ und liegt damit aufgrund einer Verschlechterung der Materialaufwandsquote T€ 1.584 unter dem Vorjahr. Die erheblich gestiegene Materialaufwandsquote begründet sich einerseits durch gestiegene Einkaufspreise, hauptsächlich allerdings durch vereinzelt extrem gestiegene Preise am Broker-Beschaffungsmarkt, welche zur Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit bewusst in Kauf genommen wurden. Teilweise wurden diese hohen Kosten von unseren Kunden mitgetragen. Die gestiegenen Personalkosten resultieren vor allem aus einem geänderten Mitarbeiter-Mix, Tariferhöhungen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund gestiegener Vertriebskosten, Werbe- und Reisekosten sowie Miet- und Raumkosten in Summe um T€ 221 angestiegen. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuerbelastung ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 67, der sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.684 verschlechtert hat. Finanz- und Vermögenslage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankstände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquiditätslage war im Jahr 2022 war auch aufgrund des gewährten Gesellschafterdarlehens von T€ 3.500 gesichert und ausreichend hoch bemessen, um den Aufbau des Lagerbestandes und die gestiegene Geschäftstätigkeit zu finanzieren. Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag T€ 1.380 (=8% der Bilanzsumme) und sind damit im Vorjahresvergleich um T€ 523 gestiegen. Im Bereich des Vorratsvermögens wurden erheblich Bestände aufgebaut, um trotz der Störungen im Beschaffungsmarkt lieferfähig bleiben zu können. Es beträgt 61% (Vj. 58%) der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote beträgt 59 % bei einer um T€ 4.307 auf T€ 17.908 gestiegenen Bilanzsumme. Unter Berücksichtigung des Gesellschafterdarlehens ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von T€ 14.052 (=78%). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 949 erhöht und betragen lediglich 10 % der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 162 erhöht und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um T€ 626 erhöht. Insgesamt betragen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände 28 % der Bilanzsumme. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Steuerung des Unternehmens erfolgt über die Umsatzrendite; wir berechnen sie mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Die Umsatzrendite des Jahres 2022 beträgt vor Steuern 0,4 % (Vorjahr 9,6 %). 5. Gesamtaussage Im Jahr 2022 wurden die ursprünglich geplanten Umsätze erreicht, was unter den Rahmenbedingungen der Liefereinschränkungen im Wareneinkauf nicht selbstverständlich zu erwarten und lediglich durch die Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit, trotz schlechter Konditionen am Beschaffungsmarkt, möglich war. Daher wurde im Geschäftsjahr 2022 lediglich ein Jahresüberschuss nach Steuern von T€ 67 erzielt. Trotz der verminderten Ertragskraft war die Finanz- und Vermögenslage aufgrund der hervorragenden Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung stabil. Im Zeitpunkt der Erstellung des Vorjahres-Lageberichts bestand hinsichtlich der Einschätzung der Auswirkungen der Corona-Pandemie, der noch nicht absehbaren Entwicklung im Bereich der Lieferengpässe und der Unsicherheit über den Fortgang des Ukrainekriegs eine erhebliche Unsicherheit für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Unternehmens. Mit der tatsächlich eingetretenen Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2022 sind wir deshalb sehr zufrieden. III. Prognosebericht Voraussichtliche Entwicklung der Branche Der Maschinenbau in Deutschland steuert 2023 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Minus in der realen Produktion in Höhe von 2 Prozent. Diese Prognose ist mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Noch immer tobt in der Ukraine ein Krieg mitten in Europa, der festgefahren scheint. Mit Blick auf den nächsten Winter stellt sich die Frage, ob die Energieversorgung in den Unternehmen sichergestellt werden kann. Noch haben viele Unternehmen ein solides Auftragspolster, dieses wird im Jahresverlauf aber teilweise schmelzen. Sich weiter entspannende Lieferketten und die Zurückhaltung bei den Bestellungen infolge der zahlreichen Unsicherheiten sind dafür maßgeblich verantwortlich. Sorgen bereitet insbesondere der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen möchten Personal einstellen, finden jedoch keine oder nur zu wenige Leute. Insgesamt schauen trotz aller Widrigkeiten knapp die Hälfte der Unternehmen optimistisch auf das bevorstehende Jahr, 38 Prozent der Befragten zeigen aber auch eine gemischte Stimmungslage. Lediglich 14 Prozent der Unternehmen sind pessimistisch gestimmt. Die Auswirkungen des Ukrainekriegs auf unsere Teilbranche des Maschinenbaus sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht genau absehbar. Sicher auch aufgrund dieser unvorhersehbaren Faktoren hat selbst der VDMA bisher noch keine Umsatzprognose für den Branchenumsatz der Machine Vision Branche für das Jahr 2023 herausgegeben. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft. Ausblick auf 2023 Trotz der gesamtwirtschaftlich herausfordernden Situation im Geschäftsjahr 2022, die sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 durch die Nachwirkungen der Coronakrise und die Liefer- und Beschaffungskrise nicht wesentlich entspannt hat, konnte die Matrix Vision mit einem guten Auftragsüberhang von über 18 Mio. Euro in das neue Geschäftsjahr starten. Der Auftragsüberhang reicht teilweise bis in die Jahre 2024 und 2025 und nährt die Hoffnung auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Jahren. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2023 konnte indes der geplante Umsatz aufgrund von Materialengpässen nicht ganz realisiert werden. Dies begründet sich mitunter durch einen starken Umsatz im Dezember, der teilweise aus vorgezogenen Januar-Auslieferungen resultierte und zudem durch den kurzen Arbeitsmonat Januar. Beide Effekte sind in der Planung nicht unmittelbar berücksichtigt worden. Geografisch erwarten wir moderate Zuwächse über Kunden im Ausland, insbesondere aus einem im Jahr 2022 gewonnenen großvolumigen Kameraprojekt. Zudem wird der Ausbau des internationalen Balluff Machine Vision Vertriebs weiterhin bestmöglich von der Matrix Vision unterstützt und soll als wesentliche Grundlage dienen, die Auslandsumsätze im Bereich Machine Vision zu steigern. In der Region DACH wird durch nach der Coronapandemie wieder startende Vertriebsaktivitäten und verbesserter Lieferfähigkeit aufgrund von Redesigns trotz den herrschenden Unsicherheiten in den Absatzmärkten unserer Kunden mit einer leichten Umsatzsteigerung gerechnet. Für das Jahr 2023 planen wir erneut mit sehr guter Auslastung unserer Entwicklungskapazitäten, die mit einem Entwicklungsdienstleistungsreturn von über 2 Mio. Euro budgetiert sind. Im Jahr 2023 werden wir weiterhin stark im Entwicklungsbereich investieren. Vor allem im Personalbereich sind hier neue Entwicklungsressourcen geplant. Thematisch werden wir uns vor allem im Embedded-Vision-Bereich weiter verstärken, wo wir unsere Produktpalette über eine zusätzliche Produktfamilie noch deutlich erweitern werden. Auch bei den Industriekameras ist eine Portfolioerweiterung über eine neue Produktfamilie im Bereich GigE Vision geplant, deren Entwicklung im Jahr 2023 starten wird. Zusätzlich planen wir die Integration weiterer Sensorarten in unser bestehendes Produktportfolio. Auch die konsequente Weiterentwicklung unserer Smart Vision Plattform Ident Sensor steht auf der Entwicklungsroadmap für das Jahr 2023. Für 2023 sind im Rahmen der Geschäftsplanung einige Neueinstellungen vorgesehen, um die geplanten Entwicklungsprojekte inklusive Kundenprojekten und vom Bund geförderten Forschungsprojekten realisieren zu können und unsere neu geschaffene Organisationsstruktur zu kundenspezifischen Projekten optimal besetzen zu können. Neueinstellungen sind hauptsächlich in der Entwicklung, sowie im Vertrieb und vertriebsnahen Funktionen geplant. Im Jahr 2023 rechnet Matrix Vision trotz der beschriebenen markt- und kundenseitigen Faktoren mit einem guten Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich gegenüber 2022. Unter Berücksichtigung des Personalaufbaus im Jahr 2022 und des geplanten Aufbaus im Geschäftsjahr 2023, sowie der Annahme leicht sinkender Roherträge aufgrund steigender Beschaffungskosten und der Berücksichtigung des geplanten Umsatzwachstums wird mit einem um ca. 0,8 Mio. höherem Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Dies begründet sich maßgeblich aus dem möglichen Nachholpotenzial der letzten beiden Geschäftsjahre und der zu erwartend besseren Produktverfügbarkeit im Vergleich zum Vorjahr. Das Planungsszenario für das laufende Jahr berücksichtigt keine Lieferengpässe von kritischen Elektronikkomponenten und ist mit den zu erwartenden Effekten zu bereinigen. Diese Entscheidung wurde ganz bewusst getroffen, da zum aktuellen Stand weiterhin kein qualifiziertes Szenario aufgestellt werden kann. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken der künftigen Entwicklung Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken Das Marktumfeld in der Bildverarbeitung ist weiterhin durch Konsolidierung und Zusammenschlüsse auf der Anbieterseite und durch eine zunehmende Marktsättigung in bestimmten Marktbereichen auf der Abnehmerseite geprägt. Außerdem drängen neue Anbieter bspw. aus der Sensorikbranche oder der Embedded-Welt auf den Markt. Damit geht eine teilweise aggressive Wettbewerbssituation einher und ein zunehmender Preisverfall - speziell bei Low-End Produkten der Standard-Industriekameras und Vision-Sensoren - ist weiterhin erkennbar. Zudem herrscht im Gesamtmarkt aktuell weiterhin Unsicherheit bezüglich Bauteilverfügbarkeiten und der allgemeinen Preisentwicklung auf dem Beschaffungsmarkt. Auch wenn sich einige Unsicherheiten diesbezüglich im Jahresverlauf 2022 etwas aufgeklärt haben, entstehen immer wieder neue problematische Beschaffungssituationen. Durch den Ukraine Krieg drohen Absatzmärkte sich zu verändern und entstehen weitere Risiken zur Materialverfügbarkeit oder Kostensteigerungen, die zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar und bewertbar sind. Risiken für unser Unternehmen Auf dieser Grundlage haben wir die Geschäftsplanung für das Jahr 2023 aufgestellt. Wir erwarten trotz der beschriebenen Faktoren und der weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen Situation ein gutes Geschäftsjahr und gehen davon aus, das Umsatzniveau vom Vorjahr deutlich steigern zu können. Wir begegnen den oben dargestellten branchenspezifischen Risiken durch den Ausbau unseres Standardindustriekamera-Portfolios und die Erweiterung unserer neuen Industriekamera-Familie um weitere Varianten. Zusätzlich überwachen wir den Beschaffungsmarkt genau und erschließen weitere Lieferkanäle. Auch den Bereich embedded Vision werden wir auf der Produktseite weiter ausbauen und breiter aufstellen. Die Umsetzung und Vermarktung dieser neuen Produkte stellen im Jahr 2023 kein wesentliches Risiko in unserem Unternehmen dar. Zudem wird Matrix Vision im Jahr 2023 und den Folgejahren von der Kooperation und mit Balluff und den sich daraus ergebenden Synergien weiterhin stark profitieren. Ein wesentliches Risiko stellt die momentane Situation am globalen Beschaffungsmarkt und die daraus resultierenden Lieferengpässe vor allem im Bereich der Elektronikkomponenten dar. Dabei sind die Auswirkungen des Ukraine Kriegs aktuell nur in geringer Form spürbar. Die weitere Entwicklung bleibt allerdings noch abzuwarten. Es steht zu befürchten, dass dieser die Lieferketten weiter verknappen und Preise weiter steigen lassen könnte. Nicht zuletzt durch indirekte Effekte aus der geopolitischen Gesamtlage. Bei der Besetzung der zur Zielerreichung notwendigen offenen Stellen stellt der weiterhin speziell in unserer Branche schwierige Arbeitsmarkt und der in Deutschland herrschende Fachkräftemangel eine große Herausforderung dar. Mittlerweile ist nicht nur der Fachkräftemangel spürbar, sondern auch der generell knappe Arbeitsmarkt außerhalb des Fachkräftebereichs. Schlussendlich hängen wir auch an externen, nicht von uns direkt kontrollierbaren Risiken, wie bspw. dem Vermarktungserfolg unserer Kunden mit ihren Produkten und den übergeordneten geopolitischen Risiken. Der Ukraine Krieg, sowie die aktuell sehr undurchsichtige Situation am Beschaffungsmarkt stellt demnach ein doppeltes Risiko für unser Unternehmen dar, da diese Risiken sowohl uns selbst als auch unsere Kunden unmittelbar treffen. Der Eintritt der Risiken relativiert sich etwas aufgrund unserer soliden Bestandskundenbasis, des aktuell sehr hohen Auftragsvorlaufes und der im Jahr 2022 gewonnenen Projekte unter positiven Resonanzen des Marktes und mit Blick auf eine sich abzeichnende Erholung der Branche aus der Corona Pandemie, sowie einer zu erwartenden weiteren Entspannung der aktuellen Liefersituation im Laufe des Jahres. Nichtsdestotrotz werden wir die Auswirkungen der aufgrund von gravierenden und lange andauernden Reisebeschränkungen ausgebliebenen Vertriebsaktivitäten und die dadurch fehlende Akquise von Neuprojekten der letzten beiden Jahre, vor allem aber auch in den Folgejahren in unserer Umsatzentwicklung spüren. Erst zur Mitte des Jahres 2022 hat sich hier eine Entspannung eingestellt und auch die größte und wichtigste Fachmesse unserer Branche konnte nach der Corona Pandemie zum ersten Mal wieder stattfinden. Allerdings waren auch hier die Nachwirkungen und die strikte Corona Politik in Asien deutlich spürbar, was das gewohnte Besucherbild der Leitmesse deutlich verändert hat. Ganz speziell soll hier auch nochmals auf die aktuell noch andauernde Beschaffungskrise verwiesen werden, welche weitere unvorhersehbare Risiken mit sich bringen kann. Vor allem durch eine weitere Verschärfung aufgrund des Krieges in der Ukraine könnten hier Risiken sowohl kunden-, als auch lieferantenseitig entstehen. Durch potenzielle weitere Einschränkungen ergibt sich weiterhin das hohe Risiko unsere Lieferfähigkeit nicht wie geplant aufrecht erhalten zu können. Dies kann die Umsätze des laufenden Jahres und der folgenden Jahre weiter beeinflussen. Auch sehen wir das Risiko, dass vor allem Marktbegleiter im asiatischen Raum ihre Lieferfähigkeit wieder früher herstellen können als die europäischen Unternehmen unserer Branche, was ein Risiko der Abwanderung von Kunden und der Stornierung von bereits platzierten Aufträgen mit sich bringt. Der starke projekt- und kundenorientierte Ansatz unseres Geschäftsmodells relativiert das Risiko von kundenseitigen Stornierungen im Vergleich zur deutschen Maschinenbaubranche stark. Die Risiken im Bereich unserer Entwicklungsdienstleistungen für Kunden haben sich in den Vorjahren stets verringert. Durch die bereits geplante Entwicklung zur Erweiterung des Ident Sensor Portfolios über die Beauftragung der Entwicklung des Vision Sensors im Jahr 2023 und die ebenfalls beauftragte kontinuierliche Feature-Erweiterungen unserer Smart Vision Software sehen wir diesen Trend bestätigt. Zusätzlich werden wir uns in der Entwicklung verstärkt mit den Themenbereichen embedded Vision und 3D Vision beschäftigen, welche wir bereits in den Vorjahren weiter ausgebaut und vergrößert haben. Mit Blick auf die gesamten Entwicklungsressourcen sehen wir das Risiko diese weiterhin kurzfristig für kleine Redesigns (als Reaktion auf Lieferengpässe und Materialverfügbarkeiten) verwenden zu müssen. Dies könnte eine Verschiebung der geplanten Entwicklungsprojekte für das Jahr 2023 nach sich ziehen. Um das geplante Umsatzniveau zu erreichen und die geplanten Entwicklungsprojekte erfolgreich durchführen bzw. starten zu können, müssen wir einige Bereiche bei Matrix Vision personell verstärken. Die Abhängigkeit vom Beschaffungsmarkt bringt weiterhin eine große Unsicherheit für die Planung des laufenden Jahres mit sich und könnte eine kurzfristige unterjährige Anpassung der Planung notwendig machen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der sehr guten Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens, den verfügbaren Mitteln und der im Allgemeinen stabilen und sicheren Geschäftsgrundlast sind Liquiditätsrisiken als niedrig einzustufen. 2. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Bei uns kommen keine derivativen Finanzinstrumente zum Einsatz. 3. Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 4. Chancenbericht Der Marktzugang im Ausland wurde im vergangenen Jahr durch die weitere Vernetzung unseres internationalen Vertriebs mit den Balluff Landesgesellschaften weiter stark verbessert. Durch die Neuausrichtung und Restrukturierung unseres Vertriebs mit Fokus auf kundenspezifische Entwicklungsprojekte können wir unsere Kunden global noch besser betreuen und die Schnittstellen in die Balluff Landesgesellschaften noch besser genutzt werden. Die bereits in den Vorjahren begonnene gemeinsame Erschließung neuer Kunden im europäischen und internationalen Ausland befindet sich weiter in Bearbeitung und bietet vor allem durch den Fokus auf kundenspezifische Produkte für das Jahr 2023 sowie die Folgejahre viel Potenzial. Die Kooperation mit Balluff wird die Marktposition der Matrix Vision weiterhin wesentlich verstärken. Balluff ist weltweit mit 37 Tochterunternehmen und weiteren Vertretungen in 61 Ländern präsent. Für das Jahr 2023 hat Balluff den Ausbau des Vertriebs für kundenspezifische Projekte geplant und wird spezielle Mitarbeiter in den Landesgesellschaften aufbauen. Durch den starken Projekt- und kundenspezifischen Fokus unseres Machine Vision Geschäfts wird dies einen positiven Effekt auf das gesamte Matrix Vision Portfolio haben. Durch den im Jahr 2022 erfolgten weiteren Ausbau des Balluff Machine Vision Produktportfolios um einen neuen Ident-Sensor, sowie den für 2023 geplanten Vision-Sensor im Bereich Smart Vision wird sich die Marktposition in diesem Bereich weiterhin stark verbessern. Auch im Bereich der StandardIndustriekameras und embedded Vision wurde das Produktportfolio erweitert und bietet für das Jahr 2022 zusätzliches Potenzial. Unsere Partnerschaft im Bereich 3D Vision ermöglicht zusätzlich die Erschließung neuer Marktsegmente. Zu erwarten ist für das laufende Jahr zudem eine weitgehende Aufhebung der Corona bedingten Reisebeschränkungen für unseren lokalen und internationalen Vertrieb, sodass dieser seine Vertriebsaktivitäten bei unseren Kunden wieder vollständig aufnehmen kann. Auch Fachmessen und Kongresse finden wieder verstärkt in Präsenz statt. Das Bewusstsein unserer Kunden über die Wichtigkeit der Lieferfähigkeitsabsicherung hat in den letzten 2 Jahren sehr stark zugenommen. Dies führt dazu, dass unsere Kunden zur Aufrechterhaltung ihrer eigenen Lieferfähigkeit weiterhin langfristige Aufträge bei Matrix Vision platzieren. Der daraus resultierende Auftragsbestand bietet im laufenden Jahr unter der Annahme einer verbesserten Situation am Beschaffungsmarkt eine sehr gute Grundlage für starke Umsätze. Die Marktposition von Matrix Vision hat sich durch die Integration wichtiger neuer Arten von Sensoren wie UV weiter gefestigt und durch den Release des Ident Sensors und unserer Produktfamilie mvBlueNaos entstehen hier zukünftig weitere Umsatzpotenziale. Die bereits erfolgte Markteinführungen der 10 GigE-Plattform mvBlueCougar-XT und der Weiterentwicklung unseres embedded Vision Produktportfolios um eine weitere Produktfamilie sowie die Integration einer neuen Art von Sensoren in das bestehende Produktportfolio werden die Marktposition weiter verbessern und festigen. 5. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage Die Chancen im Bereich des Umsatzwachstums, durch die neuen Produktfamilien und neue Varianten bestehender Produktfamilien, den Ausbau unserer Vertriebsstruktur in weitere Regionen und den bevorstehenden Nachholeffekten durch Corona, sowie sich hoffentlich weiterhin entspannende Lieferengpässe und Verbesserungen in der Lieferfähigkeit bedeuten für uns trotz der gesamtwirtschaftlich schwierigen Situation derzeit überwiegend mehr Chancen gegenüber den genannten Risiken.
Oppenweiler, den 29. März 2023 Florian Hermle BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022DER MATRIX VISION GMBH BILDVERARBIETUNG, OPPENWEILERI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Matrix Vision GmbH Bildverarbeitung hat ihren Sitz in Oppenweiler und ist beim Amtsgericht Stuttgart unter der Registernummer HRB 271090 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB - in der Fassung nach Inkrafttreten des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRuG) - aufgestellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und gegebenenfalls um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert, die sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände orientieren. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet sowie bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
2. Umlaufvermögen Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen auch die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken und - bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. 3. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Rückstellungsbewertung erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck ermittelt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen werden jährliche Lohn und Gehaltssteigerungen von 0% und Rentensteigerungen von jährlich 0% unterstellt. Die Pensionsrückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,78 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 18). Die Rückstellung wird mit der verpfändeten Rückdeckungsversicherung saldiert als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in der Bilanz ausgewiesen. Gemäß IDW Rechnungslegungshinweis FAB 1.021 wurde die Rückstellung mit dem Deckungskapitalverfahren unter der Voraussetzung Passivprimat berechnet. Die Steuer und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 5. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. III. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. 2. Pensionsrückstellung Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum Stichtag TEUR 477. Die hiermit verrechneten Vermögensgegenstände beinhalten Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 509 bewertet sind. Per Saldo ergibt sich ein saldierter Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 32. Aufgrund der Verrechnung von Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen mit den Rückstellungen für Pensionen wurden Zinserträge aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 7 mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 11 verrechnet. Die Rückdeckungsversicherung wurde erstmals mit dem Deckungskapitalverfahren bewertet, daher ergibt sich ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von TEUR 50. 3. Eigenkapital Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 11 und resultiert aus dem Unterschiedsbetrag bei der Berechnung der Altersversorgungsverpflichtungengem. § 253 Abs. 6 HGB. 4. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen wurden vor allem für rückständigen Urlaub (TEUR 355) und erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile (TEUR 203) gebildet. 5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
6. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung von Rückstellungen In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 50 enthalten. 7. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 43 enthalten. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betragen TEUR 1.200. Davon sind innerhalb eines Jahres TEUR 480 fällig. IV. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Geschäftsführer Als alleinvertretungsberechtigter, von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer ist Herr Florian Hermle, Stuttgart, bestellt. 3. Anteilsbesitz Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde nach § 286 Abs. 3 HGB verzichtet, da diese Aufstellung für die Darstellung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung ist. 4. Konzernzugehörigkeit Die Matrix Vision GmbH wird in den Konzernabschluss der Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, Neuhausen a.d.F., einbezogen und ist deshalb nach § 291 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. 5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorar wird nach § 285 Nr. 17 2. Halbsatz HGB verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Balluff Verwaltungsgesellschaft mbH, Neuhausen a.d.F. 6. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss wird zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.
Oppenweiler, den 29. März 2023 Matrix
Vision GmbH Bildverarbeitung,
Florian Hermle Gewinnverwendungsbeschluss und Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022Der Jahresabschluss der Matrix Vision GmbH Bildverarbeitung wurde in der Gesellschafterversammlung vom 22. September 2023 festgestellt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter From gemäß §§ 325 ff. HGB. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Matrix Vision GmbH Bildverarbeitung, Oppenweiler Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Matrix Vision GmbH Bildverarbeitung, Oppenweiler, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Matrix Vision GmbH Bildverarbeitung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die in Gliederungspunkt I. 2. des Lageberichts enthaltenen Ausführungen "Forschung und Entwicklung" haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 29. März 2023 BANSBACH
GmbH
Hauser, Wirtschaftsprüfer Kalmbach, Wirtschaftsprüfer |
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