Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 86537
Eingetragen
8.5.2019
Branche
Sonstige Vermittlungstätigkeiten für die Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Erbringung von allen anderen wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g.Erbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente
Gegenstand
Unterstützungsdienstleistungen (technischer und fachlicher Support), Fortund Weiterbildung (Seminare, Webinare, Coaching), Online-Marketing (Affiliate-Programme), Abrechnungsservice, die Vermittlung von Versicherungen, die Anlagevermittlung, die Abschlussvermittlung sowie die Finanzportfolioverwaltung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mauro Rüdiger Heller
seit 3.12.2024
Prokura
Andreas Weiß
seit 8.5.2019
Geschäftsführer
Michael Heyder
seit 8.5.2019
Geschäftsführer
Christian Weiß
seit 8.5.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (8)

NameAnteil
31.50%
Jan Heyder
27.00%
Max Heyder
27.00%

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Michael Heyder
Ratingen
8.750 €
31.50%
Jan Heyder
Düsseldorf
7.500 €
27.00%
Max Heyder
Düsseldorf
7.500 €
27.00%
Weiß & Weiß Investment GmbH
Germany
2.778 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CapTrader GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Gesellschafterbeschluss der CapTrader GmbH

Wir, die unterzeichnenden und alleinigen Gesellschafter der CapTrader GmbH, Düsseldorf, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 86537, fassen unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften hierdurch den folgenden Beschluss:

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme i.H.v. € 13.234.817,97 und einem Jahresüberschuss i.H.v, € 6.030.894,71 wird festgestellt.

Von dem Jahresüberschuss i.H.v. € 6.030.894,71 werden € 6.000.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet und € 30.894,71 in die Gewinnrücklage eingestellt.

Den Geschäftsführern wird bis zum 31.12.2023 Entlastung erteilt.

 

Düsseldorf, den 22.03. 2024

Die Gesellschafter

Martin Krüger

Michael Heyder

Jan Heyder

Max Heyder

Zur Kenntnis genommen

Andreas Weiß

Christian Weiß

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CapTrader GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der CapTrader GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der CapTrader GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Verhalten, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Köln, 27.02.2024

Prof. Dr. Rainer Jurowsky, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der CapTrader GmbH

Düsseldorf

1. Grundlagen der Gesellschaft

Sitz der Gesellschaft:

Elberfelder Str. 2 in 40213 Düsseldorf

Handelsregisternummer:

HRB 86537 Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf

Angebotene Dienstleistungen:

Unterstützungsdienstleistungen (erlaubnisfrei)

Erweiterung der Dienstleistungen (Geschäftsaufnahme ab 01.01.2021)

Anlagevermittlung

Abschlussvermittlung

Finanzportfolioverwaltung

Erlaubnistatbestände (BaFin-ID: 10156708):

Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG)

Anlagevermittlung (. § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG)

Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG)

Mitgliedschaften:

VTAD

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes im Jahr 2023

Die CapTrader GmbH konnte auch im Jahr 2023 an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre anknüpfen und erneut neue Bestmarken in Bezug auf Kunden, Volumen und Ertrag erzielen.

Letztes Jahr schrieben wir an dieser Stelle über die möglichen volkswirtschaftlichen Konsequenzen im Zusammenhang mit Covid, dem Ukraine Krieg, Lieferkettenänderungen, gestiegene Preise, das Ende der Nullzinspolitik und Transformationsprozessen und die damit verbundenen Unsicherheiten und Risiken. Leider sind diese Themen weiterhin aktuell, auch wenn sich einiges tendenziell zum Besseren entwickelt hat, wie z.B. die Aussicht auf ein Auslaufen der Pandemie, eine Stabilisierung der Energiekosten und damit verbunden ein Rückgang der Inflation und somit der allgemeinen Zinsentwicklung auch aufgrund von Basiseffekten nach dem rasanten Anstieg zuvor.

In diesem Umfeld haben sich die Welt- und Leitbörsen fulminant entwickelt. So konnte beispielsweise der Technologiesektor, wie an der Nasdaq, insbesondere getrieben von sieben Schwergewichten, ablesbar mit einer Jahresperformance für die Geschichtsbücher von um die 50% entwickeln.

Die Unterstützungsdienstleistung ("Vermittlung von online-Brokerage Depots"), die CapTrader für Kunden des angelsächsischen Brokerpartner Interactive Brokers im erlaubnisfreien Geschäft anbietet, wurde - wie in den Jahren zuvor - weiterhin stark nachgefragt, auch wenn die Steigerungsraten naturgemäß auf hohem Niveau eher abflachen. 2023 war ein so nicht zu erwartendes Börsenjahr: Die Kunden profitierten einerseits von den günstigen Börsenentwicklungen und andererseits von dem Umstand, dass sie erstmalig wieder Zinsen auf ihre Einlagen erhielten. CapTrader konnte dieses Umfeld nutzen und das Geschäftsjahr mit neuerlichen Rekordzahlen in Bezug auf Provisionseinnahmen und Kundenanzahl abschließen. CapTrader erhielt für seine Dienstleistungen im abgelaufenen Jahr wiederum eine Reihe von Auszeichnungen, insbesondere positive Bewertungen direkt von Kunden auf die die Mitarbeitenden zurecht stolz sein können.

2.2. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds für Unterstützungsdienstleister

Der online-Handel und somit auch das online-Trading und die damit verbundene Wissensvermittlung bleiben nachgefragt, allerdings sehen die Anbieter abflachende Wachstumsraten und einen zunehmend härteren Wettbewerb.

2.3. Entwicklung der CapTrader GmbH

Die seit nunmehr 12 Jahren bestehende Kooperation zwischen der Marke CapTrader und Interactive Brokers (Trading Plattform für Aktien, Optionen, Futures, Fonds, Anleihen oder ETFs) verzeichnete in 2023 einen erfreulich konstanten Kundenzulauf. Zum Jahresende zählte CapTrader 36.840 (Vj: 30.474; +21%) Kunden mit einem Volumen von 1.864 Mio. € (Vj: 1.308 Mio. €; +43%) und dass trotz einiger parallel abwandernden Kunden.

Die Finanzportfolioverwaltung und Anlagevermittlung, der wir unseren gesellschaftsrechtlichen Ursprung vor 25 Jahren zu verdanken haben, nimmt, gemessen an der Gesamttätigkeit des Unternehmens seit geraumer Zeit einen recht geringen Umfang ein, ist aber für das Gesamtkonstrukt CapTrader bedeutend. In der "klassischen", althergebrachten und individuellen Vermögensverwaltung befinden sich wenige alte Bestandskunden (Bestand per 31.12.23: 11 Personen (-12 ggü. VJ), historisch gewachsene "Family & Friends" Strukturen) bei der Deutsche Bank AG.

Standardisierte Vermögensverwaltungsdienstleistungen - als so genannte Managed Accounts (Bestand per 31.12.23: weitere 128 (VJ: 93) Personen, inklusive einer Kundin in der Orderbotenschaft) mit jeweils einzelnen Schwerpunkten und Strategien bei Interactive Brokers - stehen zukünftig eher im Fokus unserer Bemühungen in diesem Bereich und dienen zur Abrundung des CapTrader Angebotsspektrums, ohne diese dabei groß zu bewerben oder den Vertrieb in diese Richtung zu forcieren.

Die Zahl der Mitarbeiter inklusive Auszubildenden, Werkstudenten und Praktikanten im Jahr 2023 betrug durchschnittlich insgesamt 49 (Vj.: 42,75). Um mit dem organischen Wachstum Schritt halten zu können ist CapTrader weiterhin auf der Suche nach qualifiziertem Personal in allen Bereichen und für alle Abteilungen.

Mit Aufnahme der lizenzpflichtigen Geschäfte in 2021 erhielt CapTrader die Möglichkeit, seine Position zu festigen und ein Stück weit als Gesellschaft unabhängiger zu werden. CapTrader konzentriert sich im Wesentlichen auf sein Kerngeschäft, die Unterstützungsdienstleistung und Vermittlung von Kunden zu Interactive Brokers. Ergänzende Dienstleistungen werden - wo sinnvoll erscheinend - sukzessive und gezielt erweitert und diversifiziert. So ist CapTrader beispielsweise gegen Ende des Jahres eine strategische Partnerschaft mit fintegra eingegangen, die es CapTrader Firmenkunden ermöglicht ein betriebliches Steuerreporting zu beziehen.

Der komplett neue CapTrader Marken- und Internetauftritt inklusive neuem Logo und Claim wurde im ersten Quartal 2022 lanciert, spiegelt unsere Werte wie Professionalität. Integrität und Zuverlässigkeit wieder, zeugt von der hinzugewonnenen Autarkie, Souveränität und Modernität CapTrader's und wurde von Kunden und Interessenten positiv wahrgenommen.

2.4. Lage der Gesellschaft

2.4.1. Vermögenslage

Die Entwicklung der wesentlichen Bilanzposten stellt sich wie folgt dar:

Aktiva 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR in %
Forderungen an Kreditinstitute 12.866 9.908 +30
Forderungen an Kunden 1 3 -66
Immaterielle Anlagewerte und gel. Anzahlungen 49 83 -41
Sachanlagen 62 48 +29
Sonstige Vermögensgegenstände 39 31 + 26
Rechnungsabgrenzungsposten 217 80 171
Bilanzsumme 13.234 10.153 +30
Passiva 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR in %
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 0 unv.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 111 113 -2
Sonstige Verbindlichkeiten 78 85 -8
Rückstellungen 2.432 1.934 +26
Eigenkapital (ohne Bilanzgewinn) 4.583 4.000 +15
Bilanzgewinn 6.030 4.021 +50
Bilanzsumme 13.234 10.153 +30

Die Bilanzsumme ist in der Berichtsperiode von T€ 10.153 auf T€ 13.234 gegenüber der Vorperiode deutlich gestiegen. Gründe für die Erhöhung sind auf der Aktivseite insbesondere die gestiegenen Forderungen gegenüber Kreditinstituten (liquide Mittel) als Folge der Erhöhung der Provisionserträge und auf der Passivseite insbesondere die Erhöhung des Eigenkapitals als Folge des deutlich erhöhten Jahresüberschusses in der Berichtsperiode gegenüber der Vorperiode sowie der Einstellung eines Teilbetrags des Bilanzgewinns des Vorjahres in die Gewinnrücklagen. Die Rückstellungen zum 31.12.2023 i.H.v. T€ 2.432 (i.Vj. T€ 1.934) resultieren insbesondere aus Steuerrückstellungen, Rückstellungen für Personalaufwendungen, Urlaubsrückstellungen sowie Rückstellungen für Prüfungskosten und Abschlusserstellung.

Das Gesellschaftsvermögen bzw. die liquiden Mittel liegen bei Interactive Brokers, der Sparkasse HRV,bei der Postbank Hamburg sowie Fyrst, einer Tochtergesellschaft der Postbank/Deutsche Bank.

2.4.2. Ertragslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR in %
Zinsaufwendungen O 0 0 0
Provisionsergebnis 15.154 10.614 +4.540 +43
Sonstige betriebliche Erträge 53 80 -27 -34
Verwaltungsaufwendungen 6.312 4.711 +1.601 +34
a) Personalaufwendungen 4.599 3.429 +1.170 +34
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.713 1.282 +431 +34
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und auf bestimmte Wertpapiere 88 94 -6 -6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17 25 -8 -47
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 8.790 5.864 +2.926 +50
Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.759 1.843 +916 +50
Jahresüberschuss 6.030 4.021 +2.009 +50

Das Provisionsergebnis setzt sich aus Provisionserträgen i.H.v. 15.784 T€ (i.Vj. 11.083 T€) und Provisionsaufwendungen i.H.v. 630 T€ (i.Vj. 469 T€) zusammen. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist deutlich und nahezu ausschließlich von einer erfreulichen Entwicklung des Provisionsergebnisses aus der erlaubnisfreien Unterstützungsdienstleistung geprägt. Die Provisionserträge aus der erlaubnispflichtigen Finanzportfolioverwaltung und Anlagevermittlung sowie aus erlaubnisfreien Dienstleistungen wie bspw. der Versicherungscourtage betragen in 2023 insgesamt T€ 340 und haben daher einen sehr geringen, sich im Promille Bereich bewegenden Anteil an der Gesamtentwicklung (2,0% der Gesamtprovisionserträge).

Einhergehend mit dem starken Wachstum haben sich die Verwaltungskosten, insbesondere die Aufwendungen für Werbung und die Vergabe von Fremdarbeiten, erhöht. Ebenso ist der Anstieg der Personalkosten durch die notwendige Rekrutierung neuer Mitarbeiter, erhöhter Tantiemeleistungen an die Geschäftsführer und die betriebsbedingte Erbringung von Überstunden erklärbar. Aufgrund des außerordentlichen Einsatzes der Mitarbeiter und des Betriebsergebnisses, wurden neben dem freiwilligen 13. Gehalt zudem Inflations-Prämien und weitere freiwillige Sondergehälter unterjährig an die Belegschaft gezahlt und die Mitarbeitenden somit am Unternehmenserfolg beteiligt.

2.4.3. Finanzlage

Die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft war im abgelaufenen Jahr jederzeit und gut, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Es stehen ausreichende Finanzierungsmittel zur Finanzierung der geschäftlichen Aktivitäten zur Verfügung. Aus dem operativen Cash-Flow konnten Zahlungsmittelzuflüsse i.H.v. TEUR 6.464 generiert werden. Im Geschäftsjahr wurden Investitionsauszahlungen in das Anlagevermögen der Gesellschaft in Höhe von TEUR 68 getätigt (Cash-Flow aus Investitionstätigkeit). Auszahlungen aus Finanzierungstätigkeiten haben sich hinsichtlich der Gewinnausschüttung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres i.H.v. TEUR 3.438 ergeben (Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit).

2.4.4 Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage beurteilen wir als geordnet. Die Ertrags- und Kostenlage werden wir weiterhin fortlaufend überprüfen. Wie bereits oben erwähnt, stieg die Bilanzsumme insbesondere aufgrund einer deutlichen Zunahme des Provisionsergebnisses von TEUR 10.153 in der Vorperiode auf nunmehr TEUR 13.234.

Risikobericht

2.5. Risikomanagement

Die Geschäftsleitung hat die für das Institut relevanten Risiken identifiziert, analysiert und beurteilt.

2.6. Wesentliche Risiken unter Berücksichtigung der Risikokategorien der MaRisk

Ein Risiko für die Gesellschaft besteht - wie für alle Wertpapier- bzw. Finanzdienstleistungsinstitute - in der Inanspruchnahme durch Kunden wegen etwaiger Verletzung von Anlagerichtlinien in der Vermögensverwaltung oder Aufklärungspflichtverletzung bei der Anlagevermittlung. Dieses zukünftige Risiko ist für die Gesellschaft (Geschäftsbetriebsaufnahme im Bereich Finanzdienstleistungen bzw. Wertpapierdienstleistungen zum 01.01.2021) aufgrund des anfänglich geringen Umfangs und Anteils an erlaubnispflichtigen, relevanten Umsätzen derzeit noch verhältnismäßig gering.

Folgende Risikobereiche haben wir des Weiteren identifiziert und beurteilt:

Adressausfallrisiko

Adressausfallrisiken aus dem Kundengeschäft bestehen für uns nicht. Die Geschäftstätigkeit beinhaltet keine Kreditvergabe an Kunden, da die Zulassung dies ausschließt. Entsprechende Forderungsausfälle können somit nicht eintreten. Adressenausfallrisiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit können hinsichtlich der Forderungen gegenüber Kreditinstituten (Bankguthaben) auftreten. Die bestehenden Ausfallrisiken (und insbes. auch Konzentrationsrisiken i.S.v. Art. 35 IFR) sind als eher unbedeutend einzuschätzen, da die Ausfallrisiken hinsichtlich der Forderungen gegenüber Kreditinstituten durch eine sorgfältige Auswahl der Einlageninstitute vermindert wird.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken aus dem Kundengeschäft bestehen für uns nicht. Die Geschäftstätigkeit beinhaltet kein Einlagengeschäft, da die Zulassung dies ausschließt. Somit werden keine Kundengelder entgegengenommen. Auszahlungen liquider Mittel an Kunden sind nicht zu leisten. Liquiditätsrisiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit können als Folge von Ertragsrisiken entstehen. Rückläufige Erträge verursachen zunächst Gewinneinbußen und führen im Falle einer Kostenunterdeckung zu Verlusten. Folgen sind das Aufzehren des Eigenkapitals sowie das Risiko von Liquiditätsengpässen im Falle höherer Liquiditätsabflüsse im Vergleich zu niedrigeren Liquiditätszuflüssen. Aufgrund des dargestellten Zusammenhangs zu den Ertragsrisiken erfolgen die Risikobeurteilung und die Darstellung der Risikosteuerungsmaßnahmen parallel zu den Ertragsrisiken. Darüber hinaus sind wir bestrebt, nach Möglichkeit weitere Rücklagen aufzubauen.

Ertragsrisiko

Das Ertragsrisiko sehen wir als existent an. Dies ist damit zu begründen, dass sich das Ertragspotenzial durch Verringerung der vermittelten Vermögenswerte der Kunden und deren Handelstätigkeit vermindern kann.

Weiterhin können Ertragsrisiken durch steigende Kosten bei nicht proportional steigenden, stagnierenden oder sinkenden Provisionserträgen verursacht werden. Ertragsrisiken können im Geschäftsmodell (Geschäftsstrategie) oder im laufenden Geschäftsbetrieb begründet sein und entsprechen dem allgemeinen Unternehmensrisiko. Sie stellen sowohl hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als auch hinsichtlich der Auswirkungen auf das Institut ein wesentliches (hohes) Risiko dar. Zur Steuerung der Ertrags- sowie der Liquiditätsrisiken erfolgt eine regelmäßige Überprüfung und ggf. Anpassung der Geschäftsstrategie an veränderte Marktbedingungen und Veränderungen im regulatorischen Umfeld, eine fortlaufende Entwicklung und Umsetzung von Marketingstrategien zur Kundengewinnung und -bindung, eine quantitative und qualitative Optimierung der Personalressourcen, eine kontinuierliche Ertrags- und Liquiditätsplanung sowie Überprüfung möglicher Soll-Ist-Abweichungen.

In den operationellen Risiken sehen wir das größte vorherrschende Risikopotenzial. Wir sehen die Compliance-Regelungen bzw. die Überprüfung deren Einhaltung als Steuerungsinstrument zur Vermeidung/Verminderung von operationellen Risiken. Wir haben dazu detaillierte Vorgaben bezogen auf das operative Geschäft durch entsprechende Arbeitsanweisungen festgehalten. Als wesentliche operationelle Risiken identifizieren wir folgende Risiken:

Risiken aus dem Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der Unterstützungsdienstleistung im Verhältnis des Kunden zu seiner Kundenbank ist gut skalierbar, risikoarm und zukunftsträchtig. Dies gilt trotz eines sich ständig verändernden Umfelds, wie beispielsweise dem historisch einmaligen Brexit oder der steuerlichen Einschränkung von Verlustver rechnungsmöglichkeiten für Privatanleger, die ggf. zu einem anderen Handelsverhalten bzw. einer Verlagerung der Aktivitäten auf andere Produkte und Märkte führen. Die handelswilligen Kunden haben einen Bedarf nach Unterstützung angesichts immer komplexer werdenden Online-Handelssystemen und Informationen/Korrespondenzen seitens der Kundenbank. Die Unterstützung dabei ist nur dann riskant, wenn Falschinformationen an die Kunden gegeben werden, was aber durch den ständigen Austausch mit der Kundenbank und der guten Qualifizierung der Mitarbeiter minimiert wird. Allerdings ist die Abhängigkeit des Geschäftsmodells von der Qualität der Kundenbank gegeben. Hier wird durch verstärkte Suche nach weiteren Kundenbanken, mit denen man kooperieren könnte, Abhilfe geschaffen werden. Die Aufnahme weiterer Geschäftsmodelle (z.B. Vermögensverwaltung, Anlagevermittlung, Versicherungsvermittlung) soll gegen eine grundsätzliche Abnahme der Handelsbereitschaft absichern. Insofern sehen wir uns für die Zukunft gut diversifiziert aufgestellt.

Reputationsrisiko

Um das Vertrauensverhältnis zu den Kunden der Gesellschaft weiterhin stabil zu halten, setzen wir auf ein aktives Beschwerdemanagement und verpflichten uns zur Einhaltung der Compliance-Regelungen. Dar- über hinaus beobachtet wir verstärkt Reputationsgefahren in Folge von Identitätsklau. Wir haben diesem Zusammenhang interne Maßnahmen implementiert, um schnell derartige "Fake-Seiten" zu identifizieren.

Personalrisiko

Dem Personalrisiko begegnen wir durch die Auswahl hochqualifizierter Mitarbeiter und durch eine dauerhafte Fortbildung der Mitarbeiter. So werden weitere Kollegen, die im Kundenservice mit börsengehandelten Wertpapieren zu tun haben, intern wie extern geschult.

Rechtsrisiko

Ein mittleres Risiko sehen wir in einer möglichen Nichtbeachtung rechtlich relevanter Vorschriften, welche aus der hohen Regelungsdichte resultieren kann, und der daraus ggf. aufsichtsrechtlichen und/oder haftungsrechtlichen Sanktionierung. Um diese Risiken zu minimieren, setzen wir auf ständige rechtliche Fortbildungen und die ständige Beratung durch fachlich ausgewiesene Rechtsanwälte. Wir haben mit Herrn Dr. Schneider als Syndikus seit Mitte 2020 einen ausgewiesenen und erfahrenen Fachmann in unseren Reihen.

3. Prognosebericht und Chancenbericht

3.1. Ausblick Weltwirtschaft und Kapitalmärkte

Wie heißt es doch so schön: Prognosen sind immer mit Unsicherheiten behaftet, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Da die Leitbörsen Ende 2023 teilweise neue Rekorde erklommen haben, steht einer weiter anhaltenden positiven Entwicklung der Aktienmärkte aus psychologischer und charttechnischer Sicht tendenziell nichts entgegen. Der steile, schockartige Zinsanstieg gehört scheinbar, zu mindestens vorübergehend, der Vergangenheit an. Die Notenbanken werden versuchen die Lage zu stabilisieren und zu ihren gewünschten Zielkorridoren zurückzukehren, was bedeutet, dass Anleger auch weiterhin Zinserträge werden generieren können. Dagegen sprechen Argumente, dass die Hausse an den Märkten nur von wenigen einzelnen Titeln getragen wurde, Wahljahre bevorstehen, Konflikte und Konfliktpotential weltweit zunehmen und notwendige Anpassungen und Transformationen auf der Strecke blieben. Es bleibt also alles wie immer, unvorhersehbar und nur unzureichend prognostizierbar.

3.2. Voraussichtliche Entwicklung der CapTrader GmbH

Vorbemerkung

Der Ausblick enthält Aussagen über die erwartete zukünftige Entwicklung. Diese Aussagen treffen wir aufgrund aktueller Einschätzungen, die natürlich mit Risiken und Unsicherheiten behaftet sind. Wir verweisen aufgrund der zukünftigen Schwankungen der Finanzmärkte auf die Prognoseunsicherheit und weisen darauf hin, dass die tatsächlich eintretenden Ergebnisse gravierend von unseren Schätzungen und Aussagen abweichen können.

Ausblick

Wir möchten die erneuerte Marke CapTrader weiter voranbringen, bekannter machen und etablieren, was bisher recht gut gelungen ist. Wir erwarten bei allen Unwägbarkeiten eine stabile Entwicklung für 2024. Den Kundenbedürfnissen wird auch weiterhin Rechnung getragen, es wird neue Produkte, Themen und Veranstaltungen geben, die dies untermauern sollen. Wie in den Jahren zuvor wären wir froh, die erarbeitete Position zu festigen und das erreichte Niveau insgesamt zu verteidigen. Erfreulicherweise konnte die Vorjahresprognose mit Abschluss des Geschäftsjahres 2023 erneut deutlich übertroffen werden. Grund hierfür ist die besser als erwartete Entwicklung des Geschäftsbereichs erlaubnisfreie Unterstützungsdienstleistung, positiv hat sich auch die Rückkehr der Zinsen für die CapTrader GmbH und deren Anleger ausgewirkt. Der Start ins Jahr 2024 ist vielversprechend und die Prognose lautet Kontinuität und somit Konstanz in allen Bereichen. Wir rechnen für 2024 mit einem Ergebnisniveau wie in 2023.

Chancen

Solange es zu keinen disruptiven Entwicklungen kommt, spricht aus heutiger Sicht nichts dagegen, dass CapTrader weiter organisch wächst und den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortsetzen wird. Die Festigung des Kunden- und Partnergeschäftes sowie einige begleitende neue Aktivitäten werden vorangetrieben.

 

Düsseldorf, im Januar 2024

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: CapTrader GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Düsseldorf
Register-Nr.: HRB 86537

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der CapTrader GmbH zum 31.12.2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und den ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute (§§ 340 ff. HGB) aufgestellt. Dabei kam insbesondere die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) vom 07.08.2021 zur Anwendung.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Formblätter gemäß § 2 RechKredV gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken waren nicht erkennbar. Eine Pauschalwertberichtigung wurde nicht gebildet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Im Rahmen der Bewertung der immateriellen Vermögensgenstände ergaben sich geringfügige Bewertungsdifferenzen zwischen der Handelsbilanz und Steuerbilanz als Folge unterschiedlicher Nutzungsdauern im Handelsrecht und Steuerrecht, so dass aufgrund der (zeitlich befristeten) Unterschiede zwischen der Handels- und der Steuerbilanz der Gesellschaft ein Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB besteht. Dieses Wahlrecht wurde von der Gesellschaft nicht ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung entsprechend der steuerlichen Regelung gem. § 6 Abs. 2 EStG direkt als Aufwand abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das laufende Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die bestehenden Verpflichtungen bzw. Risiken angemessen abzudecken. Der Ansatz erfolgte zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag nach § 256 a HGB in Euro umgerechnet wurden.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Bei den Forderungen gegenüber Kreditinstituten befinden sich keine Bankkonten in Fremdwährung.

Fristengliederung nach Restlaufzeiten gem. § 9 RechKredV (in TEUR)

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit mehr als 3 Monate Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
Aktiva
andere Forderungen an Kreditinstitute 2.000,1 0,1 2.000,0 0 0
Forderungen an Kunden 1,2 1,2 0 0 0
davon verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die immateriellen Anlagewerte werden über drei, fünf bzw. zehn Jahre abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 39.523,90 setzen sich im Wesentlichen aus sonstigen Forderungen in Höhe von EUR 9.368,85, einer Umsatzsteuerforderung gegenüber dem Finanzamt in Höhe von EUR 4.003,21 und Kautionen in Höhe von EUR 26.151,84 zusammen.

Fristengliederung nach Restlaufzeiten gem. § 9 RechKredV (in TEUR)

Passiva Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit mehr als 3 Monate Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 0 0 0 0 0
davon verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gg. Kunden 110,8 110,8 0 0 0
davon verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 78.454,65 enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer gegenüber dem Finanzamt in Höhe von EUR 72.366,92.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen die Kosten für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses, nicht genommene Urlaubsansprüche der Mitarbeiter, Tantiemeverpflichtungen, Schwerbehindertenabgabe, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie die Aufbewahrungskosten für Geschäftsunterlagen.

Rückstellungsspiegel

Stand 01.01.2023 Zugang Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2023
Urlaubsrückstellung 71.758,46 49.848,31 71.758,46 0,00 49.848,31
Schwerbehindertenabgabe 1.680,00 5.880,00 1.680,00 0,00 5.880,00
Tantiemen 799.644,00 1.198.660,29 799.644,00 0,00 1.198.660,29
Mitarbeiterboni 0,00 180.000,00 0,00 0,00 180.000,00
Berufsgenossenschaft 819,92 2.309,14 819,92 0,00 2.309,14
Aufbewahrungskosten 4.500,00 0,00 0,00 0,00 4.500,00
Kosten Betriebsprüfung 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
Tradingpartner 5.000,00 0,00 5.000,00 0,00 0,00
Beiträge 7.325,00 10.032,00 1.625,00 0,00 15.732,00
Jahresabschlussprüfung 28.560,00 26.500,00 28.560,00 0,00 26.500,00
Jahresabschlusserstellung 27.965,00 27.000,00 27.965,00 0,00 27.000,00
952.252,38 1.500.229,74 937.052,38 0,00 1.515.429,74

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufschlüsselung der Provisionserträge

Die Gesellschaft erzielt aus erlaubnisfreien Unterstützungs- und sonstigen Dienstleistungen 15.445 TEUR, aus erlaubnispflichtigen Vermögensbetreuungsleistungen 324 TEUR und aus Versicherungsbestands- und Abschlussprovisionen 16 TEUR.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Position beinhaltet im Wesentlichen periodenfremde Erträge 1 TEUR und verrechnete Sachbezüge an Arbeitnehmer 51 TEUR.

Abschreibungen / Zuschreibungen des Geschäftsjahres

Angaben zu den Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Zuschreibungen sind nicht vorgenommen worden.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ausweis betrifft mit 1.399 TEUR den Körperschaftsteuer- und Solidaritätszuschlagaufwand des laufenden Geschäftsjahres. Weiterhin wird der Gewerbesteueraufwand des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von 1.361 TEUR ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz abgebildet sind, in Höhe von TEUR 112 aus Leasingverträgen und in Höhe von TEUR 310 aus Mietverträgen.

Es bestehen keine Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern.

Arbeitnehmeranzahl im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 49 angestellte Arbeitnehmer sowie 3 Geschäftsführer als Mitglieder der Geschäftsleitung.

Geschäftsführer

Herr Michael Heyder, Ratingen (Bankkaufmann)

Herr Andreas Weiß, Düsseldorf (Diplom-Ökonom)

Herr Christian Weiß, Düsseldorf (Diplom-Kaufmann)

Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge

Von der Schutzklausel in § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 ergibt sich wie folgt:

Bilanzgewinn 01.01.2023 4.021.067,64 EUR
Jahresüberschuss 6.030.894,71 EUR
Einstellung in Gewinnrücklage - 582.936,00 EUR
Gewinnausschüttung - 3.438.131,64 EUR
Bilanzgewinn 31.12.2023 6.030.894,71 EUR

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von EUR 4.021.067,64 wurde gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 28.03.2023 EUR 3.438.131,64 an die Gesellschafter ausgeschüttet und der Restbetrag von EUR 582.936,00 in die Gewinnrücklage eingestellt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2023 betrifft mit EUR 14.000,00 netto Abschlussprüfungsleistungen und mit EUR 12.500,00 netto sonstige Prüfungsleistungen (Prüfung gem. §89 WpHG).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschafter beabsichtigen, aus dem Bilanzgewinn eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 6.000.000 vorzunehmen und den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 30.894,71 in die Gewinnrücklage einzustellen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu erwähnen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Düsseldorf, 20. Februar 2024

Michael Heyder, Geschäftsführer

Andreas Weiß, Geschäftsführer

Christian Weiß, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte 119.253,02 0,00 0,00 0,00 119.253,02
2. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 203.718,98 68.303,53 0,00 0,00 272.022,51
322.972,00 68.303,53 0,00 0,00 391.275,53
Zu- / Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte 36.317,02 33.461,00 0,00 0,00 0,00 69.778,02
2. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 156.248,98 54.198,53 0,00 0,00 0,00 210.447,51
192.566,00 87.659,53 0,00 0,00 0,00 280.225,53
Buchwerte
31.12.2023 01.01.2023
EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte 49.475,00 82.936,00
2. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.575,00 47.470,00
111.050,00 130.406,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 bis 31.12.2023 01.01.2022 bis 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Provisionserträge 15.784.820,67 11.082.810,07
2. Provisionsaufwendungen 630.541,44 468.453,81
3. Sonstige betriebliche Erträge 53.040,17 79.747,92
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 4.031.929,42 2.998.827,59
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 567.400,71 430.096,03
4.599.330,13 3.428.923,62
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 1.712.663,31 1.282.571,37
6.311.993,44 4.711.494,99
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 87.659,53 93.548,58
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.111,00 25.002,00
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 8.790.555,43 5.864.058,61
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.759.280,72 1.842.990,97
9. Sonstige Steuern 380,00 0,00
10. Jahresüberschuss 6.030.894,71 4.021.067,64
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 582.936,00 2.755.371,86
12. Einstellungen in die Gewinnrücklagen ./. 582.936,00 ./. 2.755.371,86
13. Bilanzgewinn 6.030.894,71 4.021.067,64

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällige Forderungen 10.866.337,54 9.907.936,57
b) andere Forderungen 2.000.086,35 112,38
12.866.423,89 9.908.048,95
2. Forderungen an Kunden 1.155,21 2.591,12
3. Immaterielle Anlagewerte 49.475,00 82.936,00
4. Sachanlagen 61.575,00 47.470,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 39.523,90 31.353,68
6. Rechnungsabgrenzungsposten 216.664,97 80.605,16
13.234.817,97 10.153.004,91

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 110.811,75 113.241,13
2. Sonstige Verbindlichkeiten 78.454,65 84.769,38
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 916.291,12 981.674,38
b) andere Rückstellungen 1.515.429,74 952.252,38
2.431.720,86 1.933.926,76
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 42.369,11 42.369,11
c) Gewinnrücklage 4.515.566,89 3.932.630,89
d) Bilanzgewinn 6.030.894,71 4.021.067,64
10.613.830,71 8.021.067,64
13.234.817,97 10.153.004,91

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