DMS Logistics Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Hein seit 17.12.2025 | Prokura |
Gerald Mayrhofer seit 6.1.2025 | Geschäftsführer |
Oliver Lindenthal seit 28.7.2022 | Geschäftsführer |
Till Boch seit 28.7.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ITO Global Logistics GmbHMörfelden-WalldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Geschäftstätigkeit ITO erbringt seit über 40 Jahren im Auftrag seiner Kunden Speditionsdienstleistungen, vorwiegend multimodal unter Einbeziehung der Verkehrsträger See (Schiff) und Luft (Flugzeug). Dies passiert auf Grundlage unserer Handlungsprinzipien - persönlich, individuell und nachhaltig. Die Leistung der ITO besteht dabei aus der Bündelung von Dienstleistungen, wie z.B. der Abholung (Lkw), dem Hauptlauf (Flugzeug) und der Zustellung (Lkw), die wiederum von Unterauftragnehmern erbracht werden. Als Asset-Light-Speditionsunternehmen verfügt ITO weder über einen eigenen Fuhrpark noch über eigene Lagergebäude. Die Tätigkeit wird in Deutschland von zwei Standorten aus geleistet: Frankfurt (Hauptsitz, überwiegend Luftfracht) und Hamburg (Zweigniederlassung, überwiegend Seefracht). ITO ist global tätig und nutzt zur Erbringung der Dienstleistungen im Ausland überwiegend ein Netzwerk von Partnerunternehmen (Agenten). Darüber hinaus bestehen Tochtergesellschaften in den folgenden Ländern: Tunesien, Senegal, Mali, Niger, Ruanda, Kamerun. ITO hat somit einen klaren Schwerpunkt bei den Tochtergesellschaften auf dem afrikanischen Kontinent und verfügt dadurch über ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb auf dem deutschen Markt (einzige mittelständische Spedition mit dieser Aufstellung). Fallweise übernimmt ITO auch Projekte mit erheblich erhöhter Wertschöpfungstiefe. Dabei werden beispielsweise zusätzlich zur Transportleistung auch Beschaffungs-, Wartungs-, Inspektions- oder Überwachungsdienstleistungen mit übernommen. 2 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs 2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Waren die vergangenen Jahre von Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-Pandemie gekennzeichnet, so war 2023 stark beeinflusst vom Krieg in der Ukraine. Über zahlreiche Sanktionspakete kam der Handel zwischen Europa und der russischen Föderation weitgehend zum Erliegen. Die Energiekosten verharrten zunächst auf ihrem hohen Stand, bevor sie im Verlauf des Jahres zurückgingen. Die Inflation stieg nach mehreren Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank nicht weiter an bzw. begann in der zweiten Jahreshälfte zu sinken. Neben dem Krieg in der Ukraine brach in 2023 ein weiterer Konflikt aus: Nach einem Angriff der Hamas vom Gaza-Streifen auf Israel schlug Israel zurück und marschierte in den Gaza Streifen ein. Im Kontext dieses Konflikts griffen die im Jemen ansässigen Huthi Schiffe im Roten Meer an und erschwerten die Durchfahrt zum Suezkanal. Zahlreiche Reedereien begannen daher, die längere Route um Kap Hoorn zu befahren. Dadurch verknappten sich erneut - nach einer weitgehenden Normalisierung der Containerschifffahrt in der ersten Jahreshälfte - die Schiffskapazitäten und die Raten zogen deutlich an, wenn auch nicht auf das Corona-Niveau. Die Frachtraten zogen mit den Raketenangriffen der Houthi auf Schiffe im Roten Meer nahezu zeitgleich an. Die Folgen der globalen Krisen belasteten in 2023 auch das Bruttoinlandsprodukt (BIP), es ging in 2023 um 0,1% (kalenderbereinigt, Vorjahr +1,8%) zurück. Die wirtschaftliche Erholung nach dem Einbruch im Corona-Jahr konnte nicht fortgesetzt werden. Auch im 1. Quartal 2024 konnte mit +0,2% zum Vorquartal keine wirkliche Trendumkehr erreicht werden. (Quelle: statistisches Bundesamt). In 2023 fand demzufolge auch zunächst eine Normalisierung im Markt für Transportdienstleistungen statt, die starke Nachfrage aus dem Vorjahr fand keine Fortsetzung und die allgemeine Konsumzurückhaltung aufgrund von Inflation und Unsicherheit drückte das Frachtaufkommen. Die Branche ist auf dem Weg zurück in die Marktsituation der Vor-Corona-Jahre. 2.2 Geschäftsentwicklung der ITO 2.2.1 Umsatz- und Auftragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 36% auf 19.350.157 EUR (Vorjahr: 30.341.184 EUR) verringert. Zurückzuführen ist diese negative Entwicklung auf 1. Allgemeine Marktentwicklung (gesunkenes Frachtratenniveau) 2. Geringere Anzahl von größeren Aufträgen für Bestandskunden 3. Geringeres Auftragsvolumen von Bestandskunden Wobei die ersten beiden Punkte den größten Teil der negativen Entwicklung ausmachen. Gleichzeitig führte das geringere Marktvolumen durch Konsumzurückhaltung sowie de-coupling Effekte auch zu stärkerem Wettbewerb, durch den sich zusätzlichen Druck auf die Margen entwickelte. Ganz allgemein wurden viele Verlader wieder preissensibler und der Wettbewerbsdruck wurde größer, wobei auch ITO Global mit dem Gewinn neuer Kunden profitieren konnte. Die wichtigen Merkmale der ITO: Persönlicher Kundenkontakt - Entwicklung von individuellen Lösungen - Nachhaltige Vorgehensweise sind aber im Wettbewerb gegenüber den Kosten oft in den Hintergrund getreten. Auch unsere Kunden spüren wiederum oft den Wettbewerb und Kostendruck sowie die allgemeine Konsumzurückhaltung. Teilweise geschieht unsere Akquise inzwischen in Zusammenarbeit mit unserer Zweigniederlassung in Hamburg und unseren afrikanischen Tochtergesellschaften. ITO ist über Partnernetzwerke global tätig, hat aber mit den Tochtergesellschaften in Afrika ein Alleinstellungsmerkmal, das für Kunden mit Aktivitäten in der Region ein wichtiges Kriterium ist. Allerdings ist für viele unserer Kunden der afrikanische Kontinent im Vergleich zu den Krisenregionen Ukraine und Israel - zumindest vorübergehend - nochmals in den Hintergrund getreten. Auch der Abschluss größerer Infrastrukturprojekte ist bei höheren Zinsen und gestiegenen Risiken schwieriger geworden. 2.2.2 Geschäftsergebnis Der Jahresüberschuss hat sich im laufenden Geschäftsjahr um 91% auf 71.813 EUR (Vorjahr: 789.556 EUR) verringert. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf einen Rückgang des Umsatzes sowie des Brutto-Deckungsbeitrags. Der Anstieg im Personalaufwand konnte abgebremst werden, durch Stellenabbau in 2024 werden die Personalkosten zurückgehen. Grundsätzlich hat gestiegener Wettbewerbsdruck in Verbindung mit verschobenen/nicht-durchgeführten Projektaufträgen im Wesentlichen zu dem Rückgang im Jahresüberschuss geführt. 2.2.3 Sonstige Entwicklungen Das Jahr 2023 begann mit stark gesunkenen Marktraten und substantieller Platzverfügbarkeit. Im Einklang mit sinkenden Energiekosten gaben auch die Treibstoffpreise nach. Diese stabile, ausbalancierte Marktlage änderte sich erst zum Ende der 2. Jahreshälfte mit den Angriffen der Huthi-Rebellen auf Frachtschiffe im Roten Meer. Diese führten bei den meisten Containerreedereien zu der Entscheidung, den afrikanischen Kontinent im Süden zu umfahren. Die um ca. 2 Wochen verlängerte Laufzeit führte zu einer Verknappung der Kapazitäten, in der Folge stiegen die Transportraten in der Seefracht wieder deutlich an. Die Luftfrachten verteuerten sich ebenfalls als nunmehr wichtigere und gefragtere Alternative. Geschäft mit Kunden, bei denen die Fakturierung in USD, der Einkauf der Dienstleistungen teilweise in EUR stattfindet ist weiterhin vorhanden. Die Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind erheblich angestiegen. Stellen, die zur Bewältigung des Wachstums der vergangenen Jahre geschaffen worden waren wurden teilweise wieder abgebaut. Die Unterauftragnehmer unterliegen einer kontinuierlichen Qualitäts- und Leistungsüberprüfung. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder anderen Fremdkapitalgebern. Eine Finanzierung durch externe Kapitalgeber ist nicht geplant. Verpflichtungen gegenüber Dritten resultieren nur aus dem operativen Geschäft. Insofern ist die ITO vollständig eigenfinanziert. Der Jahresüberschuss wurde thesauriert, um das angestrebte weitere Wachstum zu finanzieren (reine Innenfinanzierung). 3. Darstellung und Analyse der Lage 3.1 Ertragslage Die Ertragslage von ITO ergibt sich - wie in den Vorjahren - durch erfolgreiche, profitable Abwicklung von Speditionsaufträgen. Aus jedem Speditionsauftrag ergibt sich bei erfolgreicher Abwicklung ein Brutto-Deckungsbeitrag. Die Addition aller Brutto-Deckungsbeiträge sowie Abzug von Fix- und Nebenkosten liefern das Ergebnis. ITO verfügt über zahlreiche langjährige Kundenbeziehungen und wir erwarten, dass wir diese auch in der Zukunft halten können. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres durch Verringerung des Rohergebnisses (-21%). Diese Veränderung kam durch einen höheren Anteil von umsatzstarken aber margenschwachen Aufträgen sowie der fehlenden Möglichkeit zur vollständigen Weitergabe von Preiserhöhungen aus dem Markt. Wir erwarten auf Grundlage unserer Leistungsfähigkeit, unserer strategischen Aufstellung und der erwarteten Marktgegebenheiten eine Fortsetzung unserer Wettbewerbsfähigkeit und eine stabile Ertragslage. Die für die Ertragslage der ITO bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar.
3.2 Vermögenslage Aufgrund ihrer Asset-Light-Strategie verfügt die ITO weder über einen eigenen Fuhrpark noch über eigene Lagergebäude. Das Sachanlagevermögen der ITO ist daher von untergeordneter Bedeutung. Von strategischer Bedeutung sind dagegen die Beteiligungen an den afrikanischen Tochtergesellschaften. Bilanziell fallen deren Anschaffungskosten allerdings nicht ins Gewicht. Fall-und bedarfsabhängig werden die Tochtergesellschaften von ITO mit Krediten unterstützt. In der Regel geschieht dies, um wichtige Aufträge (häufig in Zusammenarbeit mit ITO Deutschland) oder Neukundengeschäft vorzufinanzieren. Das wesentliche Vermögen der ITO besteht aus den Forderungen (58%) und den liquiden Mitteln (32%). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Forderungsquote um15% verringert, während sich der Anteil der liquiden Mittel um 42% erhöht hat. Die Verbindlichkeitsposition der ITO besteht zu 80% (Vorjahr: 89%) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich bedingt durch die Verringerung des Auftrags- bzw. Umsatzvolumens im Geschäftsjahr ebenfalls verringert haben. Die Eigenkapitalquote hat sich u.a. auch dadurch erhöht. Die für die Vermögenslage der ITO bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar.
3.3 Finanzlage Im Rahmen unseres Finanzmanagements wird vorrangig darauf geachtet, sämtlichen Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr nachkommen zu können. Die unten aufgeführten Liquiditätskennzahlen belegen, dass wir dazu in der Lage sind. Die hohe Liquidität im Unternehmen dient der Vorfinanzierung von laufendem Geschäft sowie von zukünftigem Wachstum. Es soll sichergestellt sein, dass ITO vor allem bei kurzfristigem Neugeschäft oder größeren Aufträgen handlungsfähig ist. Die Intention, auch bei kurzfristigen, größeren Aufträgen liquide zu sein, hat zu regelmäßig hohen Kontoständen bei den kontoführenden Banken geführt. Die vergleichsweise niedrigen Guthabenzinsen (Negativzinsen) hierauf wurden durch Erträge auf dadurch mögliches Geschäft kompensiert. Die für die Finanzlage der ITO bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar.
4 Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 4.1 Wesentliche Chancen und Risiken Chancen stellen mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse dar, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Entsprechend werden Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse bezeichnet, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. In diesem Sinne sind die nachfolgend aufgeführten Risiken gleichermaßen als Chancen zu verstehen, die sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft auswirken können. Absatzmarktbezogene Risiken Der Markt für Speditionsleistungen ist abhängig vom Bedarf an Konsumgütern bzw. industriellen Erzeugnissen. Nachfrageschwankungen in diesen vorgelagerten Märkten wirken sich auf Transportbedarfe aus. Das Auftragsportfolio von ITO bzw. das Kundenportfolio ist nur teilweise konjunkturabhängig. Zum anderen Teil arbeiten wir für Kunden mit langlaufenden Investitionsvorhaben sowie konjunkturunabhängigen Projekten. Die Diversität im Kundenportfolio hätte im Fall eines Absatzeinbruchs dämpfende Wirkung auf den Auftragsbestand bei ITO. Inflation und Energiepreise drücken die europäischen Volkswirtschaften in Richtung einer Rezession und unsere Erwartung sind mehrere Jahre mit schwächerer Transportnachfrage, stärkerem Preiswettbewerb sowie fortbestehendem Arbeitskräftemangel. Durch unsere geringere Abhängigkeit von Konjunkturzyklen besteht die Chance, robust und solide durch eine Rezession zu kommen. (Geo-) Politische Risiken ITO ist ein global tätiges Unternehmen und der Vernetzungsgrad der Weltwirtschaft erfordert freie Transportwege und Stabilität. Die Zeit der politischen Stabilität scheint Vergangenheit zu sein. Am 24. Februar 2022 brach ein Krieg zwischen Russland und der Ukraine aus. Sanktionen gegen Russland wurden erlassen. Die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie wurde dadurch abrupt gestoppt. Eine Rezession in 2023 konnte vermieden werden, allerdings gab es auch so gut wie kein Wirtschaftswachstum. Der Gaza-Konflikt fügte ein weiteres Risiko für den weltweiten Handel hinzu, infolgedessen die Frachtraten ex Asien stark anzogen. Für 2024 wird kein weiteres Wirtschaftswachstum erwartet. Die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft stockt und es gibt Bestrebungen, Fortschritte wieder zurückzudrehen oder zumindest Fristen zu verlängern. Es besteht sehr wenig Planungssicherheit. Die hohen Energiepreise hatten im Verlauf von 2023 wieder nachgegeben, schwächen weiterhin die Industrie in Deutschland und den Konsum. Beides führt zu weniger Gütern, die transportiert werden müssen. Ebenfalls steigt die Gefahr von Zahlungsausfällen. In Asien hätte ein Krieg zwischen der VR China und Taiwan ebenfalls gravierende Folgen für Produktion und Transport. In Deutschland wurden nach Jahren der Austerität in 2020, 2021 und 2022 erstmals wieder neue Schulden aufgenommen, in bislang ungekanntem Maß. Diese Schulden werden den Handlungsspielraum der Politik in den nächsten Jahren beschränken, wahrscheinlich werden als Reaktion neue Steuern erhoben werden. Der Umbau zu klimafreundlichen Technologien wird ebenfalls substantielle Investitionen (Subventionen) erfordern. All dies wird früher oder später auf Unternehmen und Mitbürger als Steuern umgelegt werden und hat das Potential, die Konjunktur zumindest mittelfristig zusätzlich zu belasten. Für ITO ergeben sich aus einer zukünftigen Rolle von afrikanischen Staaten als Energielieferanten (kurzfristig: Gas - langfristig: Solarstrom, Wasserstoff) erhebliche Chancen, da wir bereits als Logistikpartner vor Ort vertreten sind. Bonitäts- bzw. Ausfallrisiken Grundlage der Zahlung unserer Rechnungen ist eine vereinbarungsgemäße Abwicklung von Aufträgen. ITO arbeitet teilweise für öffentliche bzw. halböffentliche Auftraggeber mit sehr geringem Ausfallrisiko. Ausfallrisiken bei privaten Unternehmen begegnen wir mit einer konsequenten Umsetzung unseres Forderungsmanagements. Gleichzeitig werden von privatwirtschaftlichen Auftraggebern häufig höhere Anzahlungen verlangt bzw. kürzere Zahlungsziele vereinbart. Währungsrisiko ITO führt teilweise Aufträge durch, bei denen ein Teil der Leistungen in einer anderen Währung als der abgerechneten eingekauft wird. Bei Wechselkursschwankung im Zeitraum zwischen Angebotsabgabe und Abrechnung sowie Zahlung - die Transporte können mehrere Wochen oder sogar Monate dauern - kann ein Währungsrisiko entstehen. ITO nutzte in 2024 fallweise und bedarfsbezogen die Möglichkeit zur Absicherung von Währungsrisiken bei größeren Projekten. Neben einem frühzeitigen Aufbau von Liquidität in der benötigten Währung können ebenfalls Währungstermingeschäfte genutzt werden, in Zusammenarbeit mit unseren Geschäftsbanken. Je nach Wechselkursschwankung kann es auch zu Erträgen kommen. Qualitätsrisiko Aus einer nicht-zufriedenstellenden Abwicklung von Aufträgen ergibt sich das existentielle Risiko des Verlusts von Kunden. Zur Sicherstellung unserer Leistungsfähigkeit als Spedition/Dienstleister ist ITO gemäß der Qualitätsstandards ISO9001, ISO14001, ISO27001 sowie AEO zertifiziert und verfügt über eine Vollzeit-Qualitätsmanagerin. Gleichzeitig führt eine gute Serviceleistung zu zufriedenen Kunden und beinhaltet Chancen auf weitere bzw. steigende Aufträge. Cyberrisiko Durchzunehmende Digitalisierung und Vernetzung ergeben sich neue, größere Risiken für Datenverlust oder Lösegeldforderungen. In 2021 hat ITO ein IT-Sicherheitssystem (ISMS, gem. ISO27001), zertifiziert zum Management von Cyberrisiken bzw. Risiken aus der Nutzung von Informationstechnologien, implementiert. Wir registrieren gleichzeitig die vermehrte Anforderung einer ISO27001-Zertifizierung in Ausschreibungen unserer Kunden. ITO erfüllt dadurch weiterhin die Qualifikation für die Zusammenarbeit. Haftungsrisiken im Schadensfall ITO führt zum Teil Transporte in Gegenden mit herausfordernder Umgebung durch. Krieg, Streik, Naturkatastrophen können zur Beschädigung von Transportgut und gerichtlicher Klärung von Ursache und Verantwortung des Schadens führen. ITO unternimmt erhebliche Anstrengung zur Ausbildung von lokalen Mitarbeitern der Tochtergesellschaften sowie Überwachung der Unterauftragnehmer, um solche Risiken zu minimieren. Grundsätzlich sind Erfahrung und Kompetenz in der Durchführung von Transporten in herausfordernder Umgebung ein Wettbewerbsvorteil, der für ITO gleichzeitig Chancen auf stabile Kundenbeziehungen bzw. Neukunden beinhaltet. ITO investiert substantiell in die systematische Minimierung von Geschäftsrisiken, bei struktureller Umsetzung entstehen dadurch gleichzeitig Absatzchancen. Darüber hinaus entsteht eine belastbare Ausgangslage, von der aus neue Geschäftsmöglichkeiten angegangen werden können. 4.2 Prognose der Geschäftsentwicklung Nachdem sinkende Frachtraten in 2023 die Umsätze in der Speditionsbranche drückten, konnte man zum Jahresende bzw. im ersten Halbjahr 2024 einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Gleichzeitig laufen die Lieferketten wieder störungsfreier und auch auf dem erhöhten Ratenniveau findet starker Wettbewerb statt. Gestiegene Energiekosten und durch Inflation erhöhte Lebenshaltungskosten führen weiterhin zu Konsumzurückhaltung. Wir erwarten einen anhaltend stärkeren Wettbewerb durch Konkurrenten auf der Suche nach Ausgleich ihrer Umsatzverluste sowie eine teilweise Abkehr von Kunden von der Bedeutung von Service auf die Auftragsvergabe. Gleichzeitig ist absehbar, dass einige größere Aufträge in 2024 durchgeführt werden. Dies alles führt dazu, dass wir eine Umsatzerwartung etwas über dem Niveau von 2023 haben. Unser anderes Alleinstellungsmerkmal - die Tochtergesellschaften auf dem afrikanischen Kontinent - führt weiterhin zu einer robusten und zumindest teilweise konjunkturunabhängigen Kundennachfrage. Wir gehen davon aus, dass die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt (Arbeitskräftemangel) sich fortsetzen und Wachstumschancen beschränken wird. Allgemeine Trends wie Nearshoring (Verlagerung von Produktion von Asien nach Europa), De-coupling (politisch gewünschte und subventionierte Fabriken in Europa) und Fokussierung auf Verkehr als CO 2 -Emittent werden mittel- bis langfristig die Transportvolumina dämpfen. Die Frachtraten haben unerwartet im 2. Halbjahr 2023 deutlich angezogen und dürften - ohne weitere externe Ereignisse oder Effekte - bis deutlich in die 2. Jahreshälfte 2024 auf hohem Niveau verharren. Gleichzeitig ist der Kostendruck bei Kunden und Verladern weiterhin hoch und wir sehen nur Chancen auf leichtes Umsatzwachstum in 2024. 5 Zweigniederlassungen Die ITO verfügt weiterhin über eine Zweigniederlassung in Hamburg. Das Büro befindet sich im Stadtteil Hammerbrook. Aus dem Büro in Hamburg heraus wickelt ITO sämtliche Aufträge mit Bezug zum Verkehrsträger "See" ab. Die Stadt Hamburg unterhält den größten Containerhafen in Deutschland und zahlreiche Unternehmen mit Bezug zur maritimen Wirtschaft (z.B. Reedereien, Staubetriebe, Transportunternehmer) sind in Hamburg ansässig. Durch die Zweigniederlassung in Hamburg hat ITO zahlreiche Vorteile bei der Vernetzung mit diesen Marktteilnehmern sowie die Möglichkeit, komplexe Verladungen vor Ort persönlich zu betreuen. Die Zweigniederlassung Hamburg leistet einen substantiellen Beitrag zum Ergebnis der ITO.
Mörfelden-Walldorf, 19.06.2024 Geschäftsführer Oliver Lindenthal
Hamburg, 19.06.2024 Monika Demski, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Der vorliegende Abschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde Vorschriften der §§ 242 nach den - 256a HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 - 289 HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.
Stammkapital: 250.000,00 EUR (bis 17. August 2023, 26.000,00 EUR) Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmale als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen und unterliegt damit der Prüfungspflicht gem. § 316 Abs. 1 Satz 1 HGB. Die Bilanz ist nach den Vorschriften des § 266 HGB gegliedert. Auf die größenabhängige Erleichterung für die Gliederung der Bilanz ist, wie im Vorjahr, verzichtet worden. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gliederung entspricht § 275 HGB. Auf die größenabhängige Erleichterung des § 276 HGB für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde, wie im Vorjahr, verzichtet. Beim Jahresabschluss wurden im Wesentlichen die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen. 2. Besondere Angaben Besondere Umstände i.S.v. § 264 Abs. 2 S. 2 HGB lagen nicht vor. Der Jahresabschluss der Gesellschaft vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Sachanlagen Sachanlagen und erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und, sofern ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Herstellungskosten spielen als Bewertungsmaßstab keine Rolle, da das Anlagevermögen keine selbst erstellten oder weiterverarbeiteten Vermögensgegenstände enthält. Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu 800,00 werden entsprechend dem Steuerrecht mit ihrem Zugangswert in voller Höhe abgeschrieben. Finanzanlagen stehen mit ihren Anschaffungskosten in der Bilanz. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. - bei zum Abschlussstichtag vorliegender Wertminderung - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken bei den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen wird durch (Einzel-) Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung. Zahlungsmittel Zahlungsmittel bestehen aus Barmitteln und Einlagen bei Kreditinstituten und werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Umrechnung der in USD geführten Konten erfolgt zum Bilanzstichtag zum am Stichtag gültigen Devisenkassamittelkurs. Rechnungsangrenzungsposten Ausgaben, die vor dem Bilanzstichtag anfallen, aber ihren Aufwand erst nach dem Bilanzstichtag haben, werden als Rechnungsabgrenzungsposten der richtigen Periode zugewiesen, unabhängig von der Zahlung und dem Rechnungsdatum. Rückstellungen Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert (§ 253 Abs. 1 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre diskontiert. Diese Marktzinssätze werden von der Deutschen Bundesbank monatlich ermittelt und bekannt gegeben. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Latente Steuern Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen aktiviert (aktive latente Steuern). Fremdwährung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. In fremder Währung denominierte Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Berücksichtigung wechselkursbedingter Wertänderungen nur unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips sowie des Realisations- und des Imparitätsprinzips. Bewertungseinheiten Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurden nicht gebildet. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fanden nicht statt. 4. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Anlagenspiegel Die Posten des Anlagevermögens haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
4.2 Beteiligungen Beteiligungen bestehen an folgenden Unternehmen. Aufgrund der Beteiligungsquote sind diese als verbundene Unternehmen zu qualifizieren.
4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Ende des Geschäftsjahres 5.498.668 EUR und umfassen Forderungen gegenüber Kunden aus erbrachten Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf 682.804 EUR und resultieren aus internen Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich insgesamt auf 1.101.495 EUR und bestehen im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 903.903,85 EUR. 4.4 Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn ist der Gewinnvortrag in Höhe von 9.584.536,39 EUR enthalten. 4.5 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalkosten, Urlaubsansprüche, Abschluss- und Aufbewahrungskosten sowie für noch ausstehende Eingangsrechnungen. Letztere haben sich im laufenden Jahr um 81.146 EUR verringert. Die übrigen Rückstellungspositionen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. 4.6 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter existieren nicht. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 4.7 Ausschüttungsgesperrte Beträge Die ausschüttungsgesperrten Beträge belaufen sich auf 1.035 EUR. Sie resultieren ausschließlich aus aktiven latenten Steuern. 5. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Als Dienstleister in der Logistikbranche verfügt ITO weder über einen Produktionsbereich noch handelt ITO in wesentlichem Umfang mit Waren. Unter der Position "Materialaufwand", die nach § 275 Abs. 2 HGB bei Verwendung des Gesamtkostenverfahrens zwingend zu verwenden ist, werden daher die für den Leistungserbringungsprozess der ITO maßgeblichen Aufwendungen, nämlich die Aufwendungen für von fremden Dienstleistern erbrachte Transportleistungen und Ausgangsfrachten, erfasst. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden nicht vorgenommen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung enthalten. Sie resultieren aus Kursdifferenzen bei Warenausgängen (186.864 EUR), Kursdifferenzen bei Wareneingängen (83.180 EUR) und Erträge aus Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (139.098 EUR). Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Beträge von außerordentlicher Größenordnung oder Bedeutung. Dabei handelt es sich um Einzelwertberichtigungen (131.285 EUR), Währungsumrechnung aus Kursdifferenzen von Warenausgängen (246.897 EUR) und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung des Finanzmittelfonds (55.725 EUR). 6. Sonstige Angaben Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs waren durchschnittlich 22 Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt. Geführt wurden die Geschäfte des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr von Herrn Oliver Lindenthal (ITO Group Managing Director) und Frau Monika Demski. Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betragen 184.578,00 EUR. Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden keine Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen abgeschlossen. Es bestehen folgende nicht bilanzierte Haftungsverhältnisse:
Weitere Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB existieren nicht. Nichtbilanzierte Geschäfte, deren Risiken und Vorteile wesentlich sind und deren Offenlegung für die Beurteilung der Finanzlage der ITO erforderlich ist, bestehen nicht. Auch andere nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen existieren nicht. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt wurden, gab es nicht. Hinsichtlich der Ergebnisverwendung wurde von der Geschäftsführung vorgeschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Mörfelden-Walldorf, 31.03.2024 Oliver Lindenthal, Geschäftsführer
Hamburg, 31.03.2024 Monika Demski, Geschäftsführerin sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ITO Global Logistics GmbH, Mörfelden-Walldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ITO Global Logistics GmbH, Mörfelden-Walldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ITO Global Logistics GmbH, Mörfelden-Walldorf für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Geschäftsführung als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Darmstadt, den 18.11.2024 Dr. Siegfried Merz, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
25 nahegelegene Organisationen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Großhandel mit Photovoltaikmodulen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Photovoltaikmodulen
Großhandel mit Photovoltaikmodulen
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Vermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen