Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 13137
Eingetragen
1.8.2019
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenInstitute für Factoring-GeschäfteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
die Erbringung von Abrechnungs- und Serviceleistungen sowie Factoring Dienstleistungen, insbesondere im Ankauf von Forderungen sowie die Erzielung von Vermietungseinkünften, insbesondere aus der Vermietung mobiler Gegenstände.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Jens Daniel
seit 20.6.2024
Vorsitzender des Vorstands
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fisco Aktiengesellschaft

Herdecke (vormals: Dortmund)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Fisco Aktiengesellschaft, Herdecke (vormals Dortmund)

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Fisco AG mit Sitz in Herdecke (vormals Dortmund) wurde im August 2019 mit Sitz in Dortmund gegründet. Das Kerngeschäftsfeld der Fisco AG ist das Reverse Factoring. Die Fisco AG unterliegt als Finanzdienstleistungsinstitut der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz der im Berichtsjahr schwachen konjunkturellen Gesamtlage und der widrigen Rahmenbedingungen konnten die Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes e.V. ihren Umsatz auf ein neues Rekordniveau von beachtlichen 384,4 Mrd. Euro steigern (plus 3,1 Prozent zum Vorjahr). Factoring erfüllte somit erneut seine Rolle als Stabilisator in Krisenzeiten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank um 0,3 Prozent, die Factoring-Quote entwickelte sich trotz Branchenwachstum leicht rückläufig und beträgt im Jahr 2023 9,3 Prozent. Nichtsdestotrotz ist Factoring als Teil des Finanzierungsmix weiterhin zunehmend gefragt: 106.400 Kunden nutzten Factoring und wurden dabei von rund 5.550 Mitarbeitern der Mitgliedsunternehmen betreut.

Wachstumstreiber war das nationale Factoring-Geschäft mit einer Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 4,6 Prozent auf 275,9 Mrd. Euro. Weniger erfreulich verlief das internationale Factoring-Geschäft im Berichtsjahr, welches rund zwei Drittel der Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes betreiben. Das Export-Factoring Volumen verharrte annähernd auf dem Vorjahresniveau (plus 0,1 Prozent) und beläuft sich auf 102,8 Mrd. Euro.

Wesentlich schlechter entwickelte sich das generierte Volumen im Import-Factoring: Dieses ging um rund 11 Prozent auf 5,8 Mrd. Euro zurück. Auch in 2023 wurde Factoring branchenweit genutzt. Nach wie vor sind dabei die beiden Top-Schwerpunktbranchen „Handel, Handelsvermittlung“ (Platz 1) und „Gesundheitswesen“ (Platz 2) zu nennen. Komplettiert werden die Top 3 in diesem Jahr von der Ernährungsbranche.

Leichte Bewegungen sind im Berichtsjahr auch in den Factoring-Arten und deren Verteilung am Gesamtmarkt zu erkennen:1

Sowohl das Fälligkeits-Factoring, was nun 8,2 Prozent beträgt (plus 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr), als auch das Full-Service-Factoring, welches jetzt einen Anteil von 27,7 Prozent verzeichnet (plus 1,1 Prozentpunkte), gelang es, ihre Positionen am Gesamtmarkt auszubauen. Weiterhin mit Abstand am meisten genutzt wird das Inhouse-Factoring. Dieser Produktbereich hat einen Gesamtmarkt-Anteil von 64,1 Prozent, musste allerdings im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 1,7 Prozentpunkten hinnehmen2.

Kleine, mittlere und große Unternehmen nutzten weiterhin Factoring als Stabilisator in konjunkturell herausfordernden Zeiten: Entgegen dem letztjährigen Trend stieg der Kundenanteil (nach Kundenanzahl) im KMU-Finanzierungsbereich (0-10 Mio. Euro) um 2,5 Prozentpunkte auf 96,6 Prozent an, während der Kundenanteil bei den großvolumigen Tickets (ab 50 Mio. Euro/1,3 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent sank. Wie bereits im letzten Jahr schrumpfte der Kundenanteil im mittleren Ticket-Segment (10-50 Mio. Euro/2,1 Prozent) auch in 2023 weiter (minus 1,4 Prozentpunkte). Der sich leicht abzeichnende Trend hin zum KMU-Segment ist nicht nur in der Kundenanzahl, sondern auch in der Verschiebung der Umsatzvolumina ersichtlich. Hier steigerte das KMU-Segment seinen Anteil am Gesamtvolumen um ein Prozent auf nun 22,9 Prozent. Die positive Anteilsveränderung des KMU-Segments mündete in Anteilsrückgängen der anderen beiden Segmente. So verzeichnete das mittlere Ticket-Segment mit 16,8 Prozent einen leichten Rückgang von 0,1 Prozentpunkten und großvolumige Tickets mit 60,3 Prozent gingen im Vorjahresvergleich um 0,9 Prozentpunkte zurück.

Das Berichtsjahr verlief für die Factoring-Branche und den Deutschen Factoring-Verband e. V., welcher über seine 44 Mitglieder rund 98 Prozent des Factoring-Umsatzes (Umsatz verbandlich organisierter Factoring-Unternehmen) repräsentierte, besser als erwartet. Die Branche agierte damit wiederholt als wichtiger Unterstützer und Stabilisator in Zeiten der Krise.

Aufgrund der Vielzahl an Unsicherheiten, der leider zurückgehenden Attraktivität des Investitionsstandorts Deutschland und der weiterhin stagnierenden Konjunktur(-Aussichten) gehen sowohl Experten als auch die Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes mit gedämpftem Optimismus ins neue Jahr: Die Konjunkturerwartungen der Mitglieder des Verbandes sind aufgrund der insbesondere am Jahresanfang noch trüben Aussichten erneut leicht zurückgegangen; diese werden nun mit einer Gesamtnote von 2,6 bewertet.

Analog zu den letzten (Krisen-)Jahren besteht für die Factoring-Branche in 2024 abermals die Chance, mit ihrem Knowhow den Unternehmen als verlässlicher und stabilisierende Partner in fortwährend schwachen konjunkturellen Zeiten beiseitezustehen und gleichzeitig ihre Relevanz als wichtiger Partner im Finanzierungsmix zu beweisen.2

2. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Die Fisco AG hat am 25.07.2019 die Zulassung der BaFin zum Erbringen des Factorings erhalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurde das operative Geschäft weiter ausgeweitet. Die Gesellschaft hat 19 neue Kunden (=Lieferanten), damit stieg die Gesamtzahl der Kunden auf 58. Diese stehen im Zusammenhang mit einem Hauptdebitor. Die Zinserträge wurden um 42% gesteigert. Als finanzieller Leistungsindikator gilt der Gesamtumfang der angekauften Forderungen, der im Berichtsjahr 29,4 Mio. Euro. betrug. Dieser hat sich um 9,5 Mio. Euro im Vorjahresvergleich erhöht.

Trotz Ukraine-Krieg und der hohen Inflationsrate konnte die Fisco AG ihr Geschäft weiter ausbauen.

Ertragslage

In der GuV betrugen die Zinserträge TEUR 720 (Vorjahr TEUR 508), die Zinsaufwendungen TEUR 270 (Vorjahr TEUR 156) und die anderen Verwaltungsaufwendungen TEUR 361 (Vorjahr TEUR 282). Das Jahresergebnis betrug TEUR 42 (Vorjahr TEUR 45).

Aus der Sicht der Geschäftsleitung ist das Factoring-Geschäft im Jahr 2023 gut verlaufen. Das prognostizierte Ergebnis von TEUR 13 wurde übertroffen. Dies resultiert aus dem erhöhten Umsatzvolumen.

Die Zinserträge im Jahr 2023 sind gestiegen, da es der Fisco AG möglich war neue Kunden zu generieren.

Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen ist im Wesentlichen auf die Kosten der verstärkten Personal-Gestellung zurückzuführen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanz der Fisco AG ist geprägt durch die angekauften Forderungen sowie die entsprechende Refinanzierung. Die Struktur der Aktiva ist durch Forderungen an Kunden bzw. Forderungen an Kreditinstitute gekennzeichnet, die rund 95,8 % (Vorjahr 86,4 %) bzw. 3,4 % (Vorjahr 12,0 %) der Bilanzsumme ausmachen. Die Passivseite betrifft im Wesentlichen die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.733 (Vorjahr TEUR 3.825), die mit TEUR 989 (Vorjahr TEUR 1.140) eigenkapitalstärkende Gesellschafterdarlehen beinhalten.

Die Fisco AG verfügte im Geschäftsjahr 2023 jederzeit über ausreichende Refinanzierungsmittel. Zur Refinanzierung stehen uns Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten zur Verfügung. Zum 31.12.2023 standen der Fisco AG insgesamt 5,70 Mio. Euro Refinanzierungsdarlehen zur Verfügung, wovon 1,9 Mio. Euro im Jahr 2023 gewährt wurden.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war stets gegeben. Die Bilanzsumme beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 6.160 (Vorjahr TEUR 4.211). Die Eigenkapitalquote beträgt 2,6% (Vorjahr 2,8%).

3. Risikobericht

Die Fisco AG verfügt über eine Geschäfts- und Risikostrategie. Es werden Budgetziele wie auch Ausrichtungsziele des Unternehmens definiert. Die finanzielle Entwicklung des Unternehmens wird fortlaufend überwacht.

Im Rahmen des Reverse-Factorings, bei dem der Factoringkunde gleichzeitig Debitor ist, wird der Kunde warenkreditversichert, so dass sich das Ausfallrisiko auf den Selbstbehalt beschränkt. Aus diesem Factoringgeschäft ergeben sich verschiedene Risiken, wie Ertrags- und Liquiditätsrisiken der aufgekauften Forderungen und damit verknüpften Debitoren, denen wir durch systematische Prüfung, Begrenzung der Einzelrisiken, Beobachtung von Branchenrisiken und fortlaufende Überwachung Rechnung tragen. Unter Liquiditätsrisiken versteht man die Gefahr von Zahlungsschwierigkeiten oder Zahlungsunfähigkeit unseres Unternehmens. Diese ergeben sich grundsätzlich aus allen Zahlungsverpflichtungen. Ertragsrisiken können im Geschäftsmodell (Geschäftsstrategie) oder im laufenden Geschäftsbetrieb begründet sein und entsprechen dem allgemeinen Unternehmensrisiko. Sie stellen somit nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf das Unternehmen ein wesentliches Risiko dar. Die zu diesem Zweck getroffenen Regelungen sind in der Geschäfts- und Risikostrategie schriftlich festgelegt und in entsprechenden Geschäfts- und Organisationsanweisungen umgesetzt. Sie werden von uns ständig weiterentwickelt, um sie den steigenden Anforderungen an das Risikomanagement anzupassen und ein Höchstmaß an Wirksamkeit zu erreichen.

Im Rahmen des Aus- und Aufbaus des Risikomanagements werden geeignete Maßnahmen getroffen, um den Risiken des Geschäftes zu begegnen. Zudem wird das Risikomanagementsystem durch das Risikocontrolling laufend überwacht.

Zur Ermittlung der Risikotragfähigkeit nehmen wir mindestens einmal jährlich eine Risikotragfähigkeitsanalyse vor. Demnach definieren wir Parameter einer negativen Geschäftsentwicklung, die infolge der identifizierten Risiken denkbar wären. Ausgangspunkt bildet das Zahlenwerk des festzustellenden Jahresabschlusses.

Folgende Auswirkungen ergeben sich durch einen Rückgang des betreuten Kundenvermögens und proportional dazu der Provisionserträge zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bei

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Rückgang Gewinn/Verlust
0% 42.313 Euro
10% - 2.756 Euro
35% -162.274 Euro
50% -332.578 Euro

Das Ergebnis dieser Risikotragfähigkeitsanalyse zeigt die Auswirkungen eintretender negativer Entwicklungen und bis zu welchem Grad unser Unternehmen diese kompensieren kann, also bis zu welcher Grenze Risikotragfähigkeit gegeben ist. Das Ergebnis wird zusammen mit den Geschäftszahlen der Hauptversammlung vorgestellt und diskutiert. Sodann werden anhand der Risikotragfähigkeitsanalyse die Risikocontrolling-Maßnahmen festgestellt, um eine effektive Risikosteuerung und -überwachung zu erreichen.

Darüber hinaus wird ein jährlicher Risikocontrolling-Bericht erstellt, der dem Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden vorgelegt wird.

Als operationelle Risiken haben wir unsere Größe und damit einhergehende Belegschaftsstärke erkannt. Zur jährlichen Überprüfung der Prozesse und ggf. Veränderungen unterstützt uns eine Unternehmensberatungsgesellschaft.

4. Prognose- und Chancenbericht

Da sich die Fisco AG auf den Nischenmarkt Reverse-Factoring konzentriert, ist das Risiko kanalisiert auf die Abnehmer unserer Kunden (Lieferanten). Hierdurch beschränkt sich die Bonitätsprüfung auf wenige Zahler (Abnehmer). Durch das immer mehr an Gewicht gewinnende Management des „Working Capitals“ bei den Unternehmen sehen wir in dem Geschäftsmodell Reverse-Factoring eine Chance das Unternehmen stetig zu entwickeln. Das Ergebnis vor Steuern betrug TEUR 67. Im Jahr 2024 gehen wir von einem leicht geringeren Ergebnis vor Steuern aus. Wir erwarten eine Steigerung des Rohertrages durch neu zugewinnende Kunden und den damit verbunden leicht höheren Forderungsankäufen. Die Planung sieht einen Zinsertrag von TEUR 790 vor, was einem Forderungsankaufswert (finanzieller Leistungsindikator) von 31,3 Millionen entspricht. Der Zinsdienst wird mit TEUR 290 budgetiert. Die gesamten übrigen Kosten werden mit TEUR 437 geplant.

Grundsätzliche Risiken bestehen aus der starken Abhängigkeit von einem Debitor. Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehung zu diesem Debitor, die auf einer seit vielen Jahren bestehenden Vertragsbeziehung basiert, sind bestandsgefährdende Risiken in diesem Zusammenhang zurzeit nicht ersichtlich.

Die Unsicherheiten über die konjunkturelle Entwicklung und die Zukunftstauglichkeit des Standortes Deutschland spiegeln sich auch bei der jährlichen Konjunkturabfrage unter den Verbandsmitgliedern wider. Anfang 2023 bewerteten die Verbands-Mitglieder den Ausblick für das Berichtsjahr mit einer Gesamtnote von 2,5 (Tendenz in Richtung „befriedigend“). Für 2024 bewerten die Mitglieder diesen Ausblick etwas niedriger mit einer Gesamtnote von 2,6. Im Berichtsjahr gaben 41 Prozent die Note „sehr gut/gut“ (Vorjahr 47 Prozent),

54,5 Prozent die Note „befriedigend“ (Vorjahr 51 Prozent) und rund 4,5 Prozent die Note „ausreichend“ (Vorjahr zwei Prozent)3.

Bei unseren Kunden sind bisher keine Anzeichen für einen Rückgang der Konjunktur zu bemerken. Wir beobachten die wirtschaftliche Lage sehr genau und sind auf mögliche Brancheneinbrüche vorbereitet.

 

Herdecke, den 06.05.2024

Fisco AG

Horst Kirchheim

Jens Daniel

1 Factoring e. V. Jahresbericht 2023, S. 4-5

2 Factoring e. V. Jahresbericht 2023, S. 4-5

3 Vgl. Factoring e. V. Jahresbericht 2023- S. 25

Bilanz

Aktiva

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31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 209.487,29 506.397,99
a) täglich fällig 209.487,29 506.397,99
4. Forderungen an Kunden 5.899.183,22 3.637.115,59
11. Immaterielle Anlagewerte 29.831,00 30.564,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 734,00
d) geleistete Anzahlungen 29.830,00 29.830,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 21.865,11 36.999,27
Aktiva 6.160.366,62 4.211.076,85

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 199.831,67 206.650,91
b) Andere Verbindlichkeiten 199.831,67 206.650,91
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 199.831,67 206.650,91
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.732.756,08 3.824.863,95
7. Rückstellungen 65.479,38 59.575,96
b) Steuerrückstellungen 30.329,38 20.525,96
c) andere Rückstellungen 35.150,00 39.050,00
12. Eigenkapital 162.299,49 119.986,03
a) Eingefordertes Kapital 50.000,00 50.000,00
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
d) Bilanzgewinn 112.299,49 69.986,03
Passiva 6.160.366,62 4.211.076,85

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge aus 720.696,67 507.828,43
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 720.696,67 507.828,43
2. Zinsaufwendungen 270.003,51 155.608,64
8. Sonstige betriebliche Erträge 2.638,90 500,00
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 385.350,22 283.282,83
a) Personalaufwand 24.382,34 1.615,32
aa) Löhne und Gehälter 19.104,76 1.260,80
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.277,58 354,52
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 360.967,88 281.667,51
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 733,00 801,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 67.248,84 68.635,96
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24.935,38 23.232,65
28. Gewinn- / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 69.986,03 24.582,72
34. Bilanzgewinn 112.299,49 69.986,03

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

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Firmenname laut Registergericht: Fisco Aktiengesellschaft
Firmensitz laut Registergericht: Herdecke (vormals Dortmund)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Dortmund
Register-Nr.: 31124

I. Allgemeine Angaben

Unternehmensgegenstand ist das Erbringen von Finanzdienstleistungen im Wege des laufenden Ankaufs von Forderungen auf der Grundlage von Rahmenverträgen mit oder ohne Rückgriff (sog. Factoring). Sie erbringt somit Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 9 KWG und gilt somit im Sinne von § 1 KWG als Finanzdienstleistungsinstitut. Die Fisco AG unterliegt daher den Regelungen des Kreditwesengesetzes und steht unter der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB unter besonderer Beachtung der speziellen Regelungen der RechKredV für Finanzdienstleistungsunternehmen für die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erstellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem Formblatt 1, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung dem Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV.

Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sind mit dem Nennwert angesetzt. Pauschalwert- oder Einzelwertberichtigungen waren nicht erforderlich

Die unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesene Software wird mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (in der Regel zwischen 2 und 6 Jahren).

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und sonstigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen werden in Höhe der Beträge gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheinen, um den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung zu tragen. Die Rückstellungen sind mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bemessen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von EUR 209.487,29 (Vorjahr EUR 506.397,99) sind wie im Vorjahr täglich fällig.

Die Forderungen an Kunden in Höhe von EUR 5.899.183,22 (Vorjahr EUR 3.637.115,59) sind wie im Vorjahr innerhalb von 3 Monaten fällig.

Die Forderungen sind nach Einschätzung des Vorstandes in voller Höhe werthaltig. Wertberichtigungen sind daher nicht vorgenommen worden.

Der Anlagespiegel ist in der Anlage zum Jahresabschluss dargestellt. Bei den Immateriellen Anlagewerten in Höhe von EUR 29.831,00 (Vorjahr EUR 30.564,00) entfallen 29.830,00 auf Anzahlungsrechnungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen mit EUR 20.522,22 aus in Folgeperioden abziehbaren Vorsteuerbeträgen, betragen EUR 21.865,11 (Vorjahr EUR 36.999,27) und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (andere Verbindlichkeiten) in Höhe von EUR 199.831,67 (Vorjahr EUR 206.650,91) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu 3 Monaten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht - weder als Barkredite noch als Eventualkredite (Bürgschaften oder ähnliches).

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 5.732.756,08 (Vorjahr EUR 3.824.863,95), davon haben EUR 5.732.756,08 (Vorjahr EUR 2.499.863,95) eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr und EUR 0,00 (Vorjahr EUR 1.325.000,00) eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten mit EUR 5.701.600,00 (Vorjahr EUR 3.809.500,00)

Refinanzierungsdarlehen für das Factoring-Geschäft.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 5.701.600,00 (Vorjahr EUR 3.809.500,00). Davon bestehen gegenüber Gesellschaftern EUR 989.100,00 (Vorjahr EUR 1.139.500,00). Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestanden nicht. Die Gesellschafter haben zum Zwecke der Stärkung des Eigenkapitals für einen Betrag in Höhe von EUR 625.000,00 (Vorjahr EUR 625.000,00) einen Rangrücktritt erklärt.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Sicherungsabtretung Forderung.

Steuerrückstellungen sind in Höhe von EUR 30.329,38 (Vorjahr EUR 20.525,96) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 35.150,00 (Vorjahr EUR 39.050,00) wurden im Wesentlichen für Abschluss- und Prüfungskosten sowie Buchhaltungsarbeiten gebildet.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinserträge stellen mit EUR 720.696,67 (Vorjahr EUR 507.828,43) die erzielten Factoring-Gebühren dar.

Die Zinsaufwendungen enthalten in voller Höhe die Verpflichtungen aus den gewährten Darlehen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 385.350,22 (Vorjahr EUR 283.282,83) beinhalten EUR 297.000,00 (Vorjahr EUR 229.925,00) für Personalgestellung sowie mit EUR 38.756,67 (Vorjahr EUR 35.622,91) die Gebühren für Abschluss- und Prüfungskosten und Buchhaltungsarbeiten.

V. Sonstige Angaben

Langfristige Miet- oder Leasingverträge sowie sonstige Verträge mit Zahlungsverpflichtungen über 1 Jahr bestanden 2023 in Form eines Mietvertrages für die Geschäftsräume und belaufen sich auf EUR 2.200,00 jährlich (Vorjahr EUR 2.400,00).

Aus der Bilanz nicht erkennbare Haftungsverhältnisse, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind, bestehen am Bilanzstichtag nicht.

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft drei Teilzeitmitarbeiter. Im Vorjahr wurden zwei Mitarbeiter in Teilzeit beschäftigt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die Organe der Gesellschaft:

Vorstandsvorsitzender war im Berichtsjahr: Horst G. Kirchheim. Seit dem 1.1.2024 ist Herr Jens Daniel Vorstandsvorsitzender.

Der Aufsichtsrat bestand aus den folgenden Mitgliedern:

Dr. Siamak Hadifar, Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender.

Isabella Spinczyk, Kauffrau, Stellvertretene Aufsichtsratsvorsitzende.

Daniel Aßmann, Kaufmann.

Die Gesellschaft hat von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Das im Geschäftsjahr für Abschlussprüfungen erfasste Honorar beträgt EUR 32.000,00.

Der Jahresüberschuss 2023 von EUR 42.313,46 (Vorjahr EUR 45.403,31) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Herdecke, 26.03.2024

Jens Daniel, Vorstandsvorsitzender

Horst Kirchheim, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

an die Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat der Fisco AG nahm die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahr.

Er ließ sich während des Berichtszeitraumes in Sitzungen und durch Vorlage von Berichten umfassend über den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaftund grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik berichten.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Fisco AG überwacht und die Entscheidungen getroffen, die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag übertragen sind.

Die geplante Erweiterung des Vorstandes um einen weiteren Vorsitzenden wurde mit Erfolg umgesetzt.

Die Verlegung des Sitzes der Gesellschaft von Dortmund nach Herdecke verlief planmäßig.

Der Jahresabschlusssowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO AG geprüft worden. Im Ergebnis der Prüfung wurdeder uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat stimmt den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu.

Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Hauptversammlung, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023festzustellen und den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Zudem empfiehlt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung, die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023 zu entlasten.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Geschäftsführung der Fisco AG für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Beteiligten seine Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit aus.

 

Herdecke, den 24.06.2024

Dr. phil. Dipl.-Ing. Siamak Hadifar, Vorsitzende/r des Aufsichtsrates der Fisco AG

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fisco Aktiengesellschaft, Herdecke (vormals Dortmund)

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Fisco Aktiengesellschaft, Herdecke (vormals Dortmund) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fisco Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 31. Mai 2024

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