Navigo
Proteins GmbH
Halle
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. Grundlagen der Gesellschaft
Die Navigo Proteins GmbH ist ein in Halle
ansässiger Spezialist für Affinitätsliganden
und Protein-Engineering, der sich vollständig im Besitz
von UV-Cap GmbH & Co. KG, Ravensburg, befindet. "Navigo
Proteins GmbH" wird im folgenden Text als "Navigo"
bezeichnet.
Das Geschäft des Unternehmens bewegt sich im
schnell wachsenden Marktsegment der Biotechnologie, für
das in den nächsten zehn Jahren starkes Wachstum
prognostiziert ist. Die Gesellschaft bietet Produkte und
Dienstleistungen für Kunden aus der Pharmaindustrie und
der Biotechnologie.
Navigo entwickelt Liganden für die
biopharmazeutische Affinitätschromatographie und als
Biologika der nächsten Generation, die in ihrer
Funktionalität auf die Bereiche Therapie, Diagnostik und
Bildgebung abzielen.
Neben Einnahmen für Entwicklungsleistungen
erhält Navigo Meilensteinzahlungen und
Umsatzbeteiligungen aus den Produkten, sobald sie am Markt
platziert sind. In der Zukunft plant Navigo im Bereich der
Affinitätschromatographie auch direkte
Produktverkäufe von Liganden und Resins.
Die Erfassung der Meilensteinzahlungen und
Umsatzbeteiligungen erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die
Leistungen erbracht sind. Die Höhe der Umsätze
erfolgt nach dem vereinbarten Leistungsentgelt unter Abzug
von Erlösschmälerungen und mit dem Umsatz direkt
verbundenen Steuern. Gemeinsam mit der Firma Repligen Inc.,
USA, hat Navigo bereits verschiedene Produkte im Bereich der
Affinitätschromatographie zur Marktreife gebracht.
Navigo hat eine weitere Kooperation mit der ITM Isotope
Technologies Munich SE im Bereich Radio-Diagnostik und
Radiotherapie. Die verpartnerten Programme sind hier im
Marktsegment der Onkologie angesiedelt. Navigo erzielt Umsatz
durch Forschungsbeiträge, Entwicklungsmeilensteine und
spätere Lizenzgebühren sowie durch
Umsatzbeteiligungen für den Verkauf der jeweiligen
Produkte.
Die Erfassung der Forschungsbeiträge, Meilensteine
und Lizenzgebühren erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die
Leistungen erbracht sind. Die Höhe der Umsätze
erfolgt nach dem vereinbarten Leistungsentgelt unter Abzug
von Erlösschmälerungen und mit dem Umsatz direkt
verbundenen Steuern.
Navigo plant weitere, ähnliche Kooperationen mit
Partnern zu schließen, um das Konzept weiter zu
validieren und das Marktbewusstsein für Navigo's
Alleinstellungsmerkmale zu erhöhen. Im Rahmen der
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft
wurden mehrere Projekte zur Entwicklung von Liganden für
die Affinitätschromatographie gestartet, die in 2024/25
zur Verpartnerung oder für den Vertrieb als eigene
Produkte zur Verfügung stehen. Hierbei kommen neben der
Entwicklungsarbeit im Labor auch verstärkt Lösungen
unter Mithilfe von künstlicher Intelligenz (AI) zum
Einsatz.
Weiterhin sind eigene therapeutische
Produktentwicklungen in Arbeit bzw. Planung, die bis in
prä-klinische und frühe klinische Phasen entwickelt
werden sollen.
Navigo's Geschäftstätigkeit konzentriert sich
auf die Entwicklung von Liganden. Dies sind sowohl
Entwicklungsarbeiten für oder gemeinsam mit
Kooperationspartnern als auch eigene Forschungs- und
Entwicklungsprojekte. Insoweit ist ein wesentlicher Teil der
eingesetzten Ressourcen im Bereich Forschung und Entwicklung
eingesetzt.
Von den durchschnittlich 68 Mitarbeitern in 2023
arbeiteten 55 Mitarbeiter in labornahen Tätigkeiten, die
komplett der Forschung und Entwicklung zugeschrieben werden
können. Insgesamt lagen die Kosten für F&E in
2023 bei ca. 5,7 Mio. Euro, dies entspricht rd. 50% der
Gesamtkosten sowie der Umsätze. Der hohe Anteil der
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen war auch in den
Vorjahren gegeben. Für die Folgejahre erwarten wir hier
ebenfalls keine wesentlichen Änderungen.
Der Erfolg der Forschungs- und Entwicklungsleistungen
lässt sich sowohl aus der Anzahl erfolgreich
abgeschlossener Projekte als auch aus der Anzahl der
Patentanmeldungen ablesen. In 2023 wurden drei
Entwicklungsprojekte erfolgreich abgeschlossen und ein neues
Produkt wurde auf Basis der von uns entwickelten Liganden am
Markt eingeführt. Für dieses Produkt erwarten wir
in der Zukunft Umsatzbeteiligungen. Bei mehreren weiteren
Produktentwicklungen wurden deutliche Fortschritte erzielt,
diese Projekte sind aber noch nicht abgeschlossen. Insgesamt
wurden im Jahr 2023 zehn Patentanmeldungen eingereicht und 57
Patente erteilt.
Die Navigo hält per 31. Dezember 2023 eine
Beteiligung in Höhe von 76,5 % an der OPTIGO
Biotherapeutics Inc. Vancouver, die Wirkstoffe im Bereich der
Ophthalmologie entwickelt.
B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 leicht
gesunken. Das Bruttoinlandsprodukt sank nach ersten
Berechnungen des Jahresreports des Statistischen Bundesamtes
um 0,3 Prozent.
Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im
Jahr 2023 weiterhin von den Folgen des Kriegs in der Ukraine
und der Inflationsentwicklung geprägt. Im
Jahreswirtschaftsbericht 2024 stellt die Bundesregierung
fest, dass das historisch niedrige Wachstum des Welthandels
die starke Exportwirtschaft in Deutschland besonders treffe.
Hinzu kämen Kaufkraftverluste durch hohe Inflation und
weniger Investitionen wegen hoher Zinsen. Zudem sei die
Sparquote gestiegen, die Binnennachfrage gesunken.
Dies spiegelt sich auch in der deutschen
Biotechnologie-Branche wider. Laut einer aktuellen Umfrage
der Bio Deutschland ist die Geschäftslage 2023 im
Vergleich zu 2022 von 88,4% auf 78,8% gesunken. Der Verband
der forschenden Arzneimittelhersteller teile mit, dass er
einen Rückgang von Umsatz und Produktion um 1,4 % in
2023 erwartet, was im Wesentlichen durch das Abflauen der
Corona Pandemie begründet wird. Für 2024 erwartet
man aber wieder Wachstumsraten von 2%.
Langfristig herrscht auch nach Ende der Corona-Pandemie
weltweit ein Trend zu höheren Gesundheitsausgaben, da
eine fortschreitend alternde Bevölkerung in den
nächsten Dekaden für eine steigende Inanspruchnahme
der Gesundheitsversorgung sorgt.
Allein in Nordamerika und Europa wird die Zahl der
über 65-Jährigen von aktuell ca. 200 Millionen
innerhalb von 30 Jahren auf rund 300 Millionen ansteigen; der
Anteil der über 65-Jährigen wird bis 2050
kontinuierlich auf über 25 % der Gesamtbevölkerung
wachsen. Demografie und das erhöhte
Gesundheitsbewusstsein werden den Bedarf an innovativen
Pharmaprodukten weiterhin beschleunigen.
Die oben beschriebenen Entwicklungen spiegeln sich auch
in der Geschäftsentwicklung unseres
Geschäftspartners Repligen wider. Die Reduzierung von in
der Corona-Krise aufgebautem Materiallagern führten in
2023 zu einer Reduzierung von Bestellungen und Umsätzen.
Auch hier wird eine Belebung in 2024 erwartet.
2. Geschäftsverlauf
In diesem konjunkturellen Umfeld haben wir im
Geschäftsjahr 2023 ein sehr gutes Ergebnis verzeichnen
können.
Das Jahr 2023 war hierbei auf der einen Seite durch
stabile Einnahmen aus Umsatzbeteiligungen für am Markt
platzierte Produkte und auf der anderen Seite durch
Kostensteigerungen aufgrund der inflationären
Entwicklung geprägt.
Das Rohergebnis erhöhte sich hierbei von TEuro
10.262 für das Geschäftsjahr 2022 um TEuro 718 auf
TEuro 10.980 für das Geschäftsjahr 2023. Das
operative Ergebnis vor Steuern betrug TEuro 1.534 (Vj. TEuro
1.593). Das handelsrechtliche Jahresergebnis lag mit TEuro
1.465 knapp unter dem Vorjahr mit TEuro 1.514.
3. Lage des Unternehmens
3.1. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 konnten wir einen Umsatz in
Höhe von TEuro 11.438 und damit über dem
Vorjahresniveau in Höhe von TEuro 11.099 erzielen.
Umsatzkomponenten sind hierbei Erlöse aus
Entwicklungsleistungen in Höhe von TEuro 1.285 (2022:
TEuro 2.309) sowie Umsatzbeteiligungen in Höhe von TEuro
10.153 (2022: TEuro 8.790).
Ursächlich für steigende Einnahmen aus
Umsatzbeteiligungen waren neue Produkteinführungen und
weiter steigende Umsätze bei bereits am Markt
platzierten Produkten.
Die Umsatzrendite beträgt dabei unter
Berücksichtigung des laufenden EBIT für das
Geschäftsjahr 2023 14,66 %.
Die Bestandsveränderung verringerte sich bei
gleichbleibenden Projektfortschritt um TEuro -167 auf TEuro
1.299 (2022: TEuro 1.466).
Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzgl. Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe abzgl. Aufwendungen
für bezogene Leistungen) konnte von TEuro 8.484 im
Vorjahr um TEuro 1.134 auf TEuro 9.618 im Geschäftsjahr
2023 gesteigert werden.
Aufgrund der inflationären Entwicklung stiegen
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von
2022 in Höhe von TEuro 859 auf TEuro 954 im Jahr 2023.
Aufwendungen für Bezogene Leistungen sanken aufgrund
einer Einschränkung der Geschäftstätigkeit von
TEuro 1.757 im Jahr 2022 auf Teuro 865 im Jahr 2023.
Der Personalaufwand (Gehälter und soziale
Aufwendungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEuro
4.649 aufgrund von Neueinstellungen und
Gehaltserhöhungen auf TEuro 5.251 im Jahr 2023
erhöht. Die Navigo beschäftigte 71 Mitarbeiter zum
Jahresende 2023.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten
sich geringfügig von TEuro 2.365 im Jahr 2022 auf
TEuro 2.461 im Jahr 2023. Ursächlich hierfür
waren unter anderem verstärkte Aufwendungen im
Marketing, im Business Development und für
Beratungsaufwendungen.
Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr
geringfügig um TEuro -35 auf TEuro 1.676 im
Geschäftsjahr 2023 verändert (Vorjahr: TEuro
1.711). Im Geschäftsjahr konnte ein Jahresergebnis in
Höhe von TEuro 1.465 erzielt werden (Vorjahr: TEuro
1.514).
Das EBITDA betrug dabei im Geschäftsjahr 2023
TEuro 2.231 (Vorjahr: TEuro 2.071).
Die Eigenkaptialrendite erreichte unter
Berücksichtigung des EBIT im Geschäftsjahr 2023
einen Wert von 22,61 %.
Im Geschäftsjahr 2023 konnte unter
Berücksichtigung des EBIT eine Gesamtkapitalrendite von
9,38 % ausgewiesen werden.
3.2. Vermögens- und Finanzlage
Vermögenslage
Die Bilanzsumme beträgt zum Abschlussstichtag
TEuro 17.875 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr
weiter erhöht. Der Anteil des Anlagevermögens an
der Bilanzsumme ist geringfügig von 51,2 % am 31.
Dezember 2022 auf 50,2 % per 31. Dezember 2023 gesunken.
Die Ausweitung der Bilanzsumme zum Abschlussstichtag
31. Dezember 2023 erfolgte im Wesentlichen durch gestiegene
Neuinvestitionen bedingte Erhöhung des
Sachanlagevermögens (TEuro 392), durch eine
Erhöhung unserer Vorräte (TEuro 346) durch die
Erhöhung unseres Forderungsbestandes und sonstiger
Vermögensgegenstände (TEuro 686) sowie durch eine
Zunahme des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens (TEuro 116).
Die Höhe unserer Verbindlichkeiten ist
gegenüber dem Vorjahr (TEuro 6.712) um TEuro -691 auf
TEuro 6.021 zum 31. Dezember 2023 gesunken. Wesentlicher
Grund dafür war die planmäßige Tilgung des
Darlehens gegenüber der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW) sowie die Absenkung unserer
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich
zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote konnte gegenüber dem
Vorjahr von 35,5 % zum 31. Dezember 2022 auf 41,5 % zum 31.
Dezember 2023 erhöht werden.
Die Vermögenslage ist geordnet, die
Vermögens- und Kapitalstruktur solide.
Finanzlage
Die Aufgabe unseres Finanzmanagements liegt darin,
sämtlichen Zahlungsverpflichtungen termingerecht
nachkommen zu können. Hierbei sind wir in der Lage,
Skontoabzüge zu realisieren. Die Zahlungsströme
werden dabei so gestaltet, dass dabei ausreichend
Liquidität im Unternehmen vorhanden ist. Die Finanzlage
kann als sehr gut bezeichnet werden. Die kurzfristigen
Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch
liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte
ausreichend gedeckt. Forderungen wurden innerhalb der
Zahlungsziele vereinnahmt.
Ein Teil unseres Forderungsbestandes sowie einzelne
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden in
USD fakturiert. Als Bankguthaben weisen wir einen in USD
lautenden Fremdwährungsbestand von TUSD 41 aus.
Zusätzlich weisen wir zum Abschlussstichtag 31. Dezember
2023 eine Festgeldanlage in Höhe von TUSD 690 aus. Die
Festgeldanlage verfügt über eine kurze Restlaufzeit
(Fälligkeit: Januar 2024) und dient neben dem
Bankguthaben unserer kurzfristigen Ausgabenplanung. Auf eine
weiterreichende Absicherung wurde deswegen verzichtet.
Als wesentliche Verbindlichkeiten weist die
Gesellschaft am 31. Dezember 2023 ein Gesellschafterdarlehen
in Höhe von TEuro 1.320 (inkl. Zinsen), ein Darlehen des
vormaligen Gesellschafters in Höhe von TEuro 1.561,
eine von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
gewährte Unternehmerfinanzierung in Höhe von TEuro
2.045 sowie weitere Verbindlichkeiten aus der laufenden
Liefer- und Leistungsbeziehung des Unternehmens aus. Die
Darlehen sind zu marktüblichen Konditionen verzinst, die
Restlaufzeiten sind im Anhang aufgeführt.
Für eine im Geschäftsjahr 2022 für neue
Laborgeräte aufgenommene Finanzierung der KfW wurden im
Jahr 2024 quartalsweise Tilgungsleistungen erbracht. Die
Gesellschaft prüft weitere
Finanzierungsmöglichkeiten für eine Erweiterung des
Geschäftes hin zum direkten Produktvertrieb.
Kapitalstruktur
Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr
(TEuro 5.948) um TEuro 1.465 auf TEuro 7.413 am 31. Dezember
2023 erhöht.
Das Fremdkapital sowie sonstige Passiva haben sich
gegenüber dem Vorjahr (TEuro 10.817) um TEuro -
355 auf TEuro 10.462 zum 31. Dezember 2023 verringert.
Die Kapitalstruktur (Verhältnis Eigenkapital zu
Fremdkapital in %) hat sich gegenüber dem Vorjahr (54,9
%) um 15,9 % auf 70,8 % am 31. Dezember 2023 erhöht.
Investitionen
Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
und in das Sachanlagevermögen (inkl. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau) wurden im Jahr 2023 in
Höhe von TEuro 970 vorgenommen. Es wurden verschiedene
Ersatz- und Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen.
Die Finanzierung erfolgte hauptsächlich durch die
dafür vorgesehenen liquiden Mittel.
Liquidität
Für das Geschäftsjahr 2023 weisen wir eine
Reduzierung unserer liquiden Mittel um TEuro -431 auf
insgesamt TEuro 1.860 per Jahresende aus. Offene Kreditlinien
mit unseren Kreditinstituten bestehen zum Abschlussstichtag
31. Dezember 2023 nicht.
Die Darstellung der Mittelherkunft und Mittelverwendung
erfolgt für das Geschäftsjahr 2023 auf Basis der
Kapitalflussrechnung.
|
Kapitalflussrechnung
|
|
|
|
2023
|
|
|
TEuro
|
|
Periodenergebnis
|
1.464,95
|
+
|
Abschreibungen auf
Gegenstände des Anlagevermögens
|
578,64
|
+
|
Zunahme der
Rückstellungen
|
92,58
|
-
|
Sonstige
zahlungsunwirksame Erträge
|
0,00
|
-
|
Zunahme der Vorräte
|
-346,35
|
-
|
Zunahme der Forderungen
aus L&L
|
-184,24
|
+/-
|
Abnahme/Zunahme andere
Aktiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
|
-618,29
|
+/-
|
Zunahme/Abnahme der
Verbindlichkeiten aus L&L
|
-485,85
|
+
|
Zunahme andere Passiva,
die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
|
242,13
|
+
|
Ertragssteueraufwand
|
69,04
|
+/-
|
Ertragssteuerzahlungen
|
-64,06
|
|
Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit
|
748,55
|
-
|
Auszahlungen für
Investitionen in das immaterielle AV
|
-9,46
|
-
|
Auszahlungen für
Investitionen in das Sachanlagevermögen
|
-961,27
|
-
|
Auszahlungen für
Investitionen in das Finanz AV
|
0,00
|
|
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
|
-970,73
|
+
|
Einzahlungen aus der
Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz)
Krediten
|
0,00
|
-
|
Auszahlung aus der Tilgung
von Anleihen und (Finanz) Krediten
|
-208,76
|
+
|
Einzahlungen aus
erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen
|
0,00
|
|
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
|
-208,76
|
|
Zahlungswirksame
Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der
Cashflows)
|
-430,94
|
+
|
Finanzmittelfonds am
Anfang der Periode
|
2.291,12
|
|
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
|
1.860,18
|
C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Prognosebericht
Eine Prognose für das Jahr 2024 ist auf Grund des
nach wie vor dynamischen Umfelds schwierig. Die
tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft kann aufgrund
der wirtschaftlichen Unsicherheiten positiv wie auch negativ
von unseren Annahmen abweichen. Wir gehen aber davon aus,
dass sich die Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2024
und 2025 weiterhin positiv entwickeln wird.
Wir erwarten bei der von uns mitentwickelten
Produktpalette wieder steigende Einkünfte aus
Umsatzbeteiligungen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich
und stabile Einnahmen auf Vorjahresniveau aus
Entwicklungsarbeiten. Diese Prognose wird durch die
Entwicklung der Produktverkäufe im Q1 2024
gestärkt. Mehrere der von uns mitentwickelten Produkte
befinden sich in der Anlaufphase und wir erwarten hieraus
Umsatzsteigerungen. Für die intern laufenden
Entwicklungsprojekte sehen wir einen hohen Marktbedarf und
gute Chancen auf eine Verpartnerung in 2024/2025.
Daneben erwarten wir weitere Umsatz- und
Ertragskomponenten aus der Erweiterung des
Geschäftsfeldes hin zu direktem Vertrieb von Liganden an
den Endkunden. Hier konnte Anfang 2024 ein erster Vertrag mit
einem Pharmaunternehmen abgeschlossen werden.
Dem gegenüber stehen steigende Kosten aufgrund der
inflationären Entwicklung und dem kontinuierlichen
Wachstum der Gesellschaft. Grundlage für die Prognose
sind die im Jahr 2023 erfolgten Gehaltserhöhungen, die
Preissteigerungsraten im Vergleich zum Vorjahr sowie die mit
der Ausweitung der therapeutischen Entwicklungen verbundenen
Kostensteigerungen.
In Summe rechnen wir mit einer leichten Steigerung der
Geschäftsergebnisse im Jahr 2024 und 2025.
Wir werden auch zukünftig in der Lage sein,
unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
Den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken sehen
wir nicht.
2. Chancen- und Risikobericht
Die Navigo ist ein international tätiges
Unternehmen auf dem Gebiet der Biotechnologie. Es ist mit
einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem
unternehmerischen Handeln verbunden sind. Es sind allerdings
keine existenzbedrohenden Risiken für unser Unternehmen
erkennbar.
Für die internen und externen
Geschäftsrisiken hat die Navigo - soweit diese Risiken
durch Präventivmaßnahmen gesteuert werden
können - in angemessenem Umfang Vorsorgemaßnahmen
(Versicherungsschutz, bilanzielle Risikovorsorgen, interne
Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrollsysteme)
getroffen.
Das interne Berichtswesen ermöglicht es der
Geschäftsführung durch die Überwachung
wesentlicher externer, marktbezogener Kennzahlen
(beispielsweise Kunden-Absatzentwicklungen,
branchenkonjunkturelle Daten) sowie interner,
unternehmensbezogener Auswertungen (Auftragsdaten, Kosten-
und Qualitätskontrollen, monatliche Gewinn- und
Verlustrechnung, Bilanz, Finanzplan) zeitnah über die
Unternehmensentwicklung informiert zu sein.
In einer fortlaufenden Liquiditätsplanung werden
mögliche Verschiebungen der Zahlungsströme
berücksichtigt.
Darüber hinaus strebt die Gesellschaft mit der
jährlichen Budgetplanung einen
Liquiditätsüberschuss an. Sollte entgegen unserer
Planung ein Liquiditätsengpass entstehen, behält
die Gesellschaft es sich vor, zusätzlich eine für
die weitere Geschäftsprognose ausreichende Kreditlinie
zu beantragen.
Unsere Marktposition betrachten wir als gefestigt. Im
Rahmen einer vertikalen Integration plant die Gesellschaft
den direkten Vertrieb von Liganden und Resins in 2024/25.
Risken, die sich aus der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung ergeben, wie z.B. die Inflationsentwicklung oder
Währungsschwankungen werden fortlaufend überwacht.
Wissenschaftliche Forschung ist immer mit dem Risiko
verbunden, dass die gewünschten Entwicklungsziele nicht
erreicht werden. Fehlschläge in frühen und auch
späteren Phasen der Entwicklung können das weitere
Geschäftspotential der Navigo reduzieren sowie zu
negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage führen.
Unsere Beteiligung an der OPTIGO, Vancouver, ist ein
wesentliches Asset der Navigo. Zweck der Optigo ist die
Entwicklung von pharmazeutischen Produkten. Derzeit befinden
sich die Projekte in der Entwicklungsphase, sodass ein
späterer wirtschaftlicher Erfolg branchenüblich
abhängig vom weiteren Verlauf der wissenschaftlich
geprägten Produktentwicklung ist und dementsprechende
finanzielle Risiken und Prognoseunsicherheiten beinhaltet.
Eine erfolgreiche Weiterentwicklung und spätere
Verpartnerung der von OPTIGO durchgeführten
Entwicklungsprojekte eröffnet erhebliche Ertragschancen
aufgrund möglicher Ausschüttungen oder aufgrund
eines wirtschaftlich erfolgreichen Verkaufs der Beteiligung.
Auf der anderen Seite hätte ein Misserfolg bei diesen
Projekten einen negativen Einfluss auf die Werthaltigkeit der
Beteiligung und würde zu entsprechenden Abschreibungen
führen.
Wir erwarten steigende Umsätze in den kommenden
Jahren bei den von uns mitentwickelten Produkten. Bei bereits
am Markt platzierten Produkten hat die Gesellschaft aber
keinen Einfluss mehr auf den Markterfolg.
Umsatzrückgänge bei den Endprodukten hätten
auch sinkende Umsatzbeteiligungen für Navigo zur Folge.
Die Gesellschaft plant zukünftig verstärkt
direkte Produktverkäufe von Liganden und Resins.
Hierfür müssen neue Kapazitäten aufgebaut
werden. Neben den Chancen der Geschäftserweiterung und
höheren Einnahmen stehen die Vorkosten für den
Aufbau der neuen Geschäftstätigkeit. Bei schlechter
Marktentwicklung besteht somit das Risiko von
Fehlinvestitionen.
Der wirtschaftliche Erfolg unserer Firma hängt zu
einem wesentlichen Teil von den Fähigkeiten und
Qualifikationen der Mitarbeiter ab. Aus diesem Grund werden
unsere Mitarbeiter permanent geschult, um zu
gewährleisten, dass die Qualität der Leistungen den
Anforderungen unserer Kunden entspricht. Dennoch besteht
grundsätzlich das latente Risiko, dass wenn wir unsere
Personalressourcen nicht effektiv steuern, sich dies negativ
auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken
könnte.
Des Weiteren sehen wir speziell für Deutschland
die Gefahr einer Lohn-/Preisspirale, die durch weitere zu
erwartende Erhöhungen im Bereich der Lohnnebenkosten
noch forciert werden könnte. Dies ist umso kritischer,
als es in einer Zeit von starkem Fachkräftemangel bei
Fach- und Führungskräften nur geringe
Verhandlungsspielräume für die Unternehmen gibt.
Die Navigo arbeitet weiterhin in beiden
Geschäftsbereichen an neuen Produkten, die final dem
Patienten zugutekommen. Dies eröffnet neben den
betrachteten Risiken hohe Marktchancen.
Wir erwarten in den kommenden Jahren die
Markteinführung mehrerer neuer
Affinitätschromatographie-Produkte, die einen
kontinuierlichen Cashflow aus Umsatzbeteiligungen generieren.
Daneben erwarten wir auch bei den schon am Markt platzierten
Produkten weiteres Wachstum. Die Strategie, zukünftig
auch direkt als Produktlieferant von Liganden am Markt
aufzutreten, eröffnet neue Ertragschancen.
Im Bereich unserer therapeutischen Produktentwicklungen
hängt der Erfolg von der erfolgreichen Durchführung
präklinischer und klinischer Studien ab. Erfolgreich
abgeschlossene Studien können den Wert der entwickelten
Therapeutika und die Vermarktungschancen enorm erhöhen.
Halle (Saale), den 31. Mai
2024
gez.
Dr. Henning Afflerbach, Geschäftsführer
gez.
Dr. Ulrich Haupts, Geschäftsführer
gez.
Andreas Richter, Geschäftsführer
gez.
Dr. Chris-Carol Bremer, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
8.981.860,21 |
8.589.765,58 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
37.610,41 |
44.970,81 |
| II.
Sachanlagen |
4.470.994,61 |
4.071.539,58 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
6.673,77 |
7.474,65 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
4.415.073,78 |
3.515.899,65 |
| 3.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
49.247,06 |
548.165,28 |
| III.
Finanzanlagen |
4.473.255,19 |
4.473.255,19 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
4.473.255,19 |
4.473.255,19 |
| B.
Umlaufvermögen |
8.688.831,56 |
8.087.147,21 |
| I.
Vorräte |
1.067.729,26 |
721.383,61 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
5.760.930,07 |
5.074.641,13 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
225.200,00 |
138.324,95 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
5.535.730,07 |
4.936.316,18 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.860.172,23 |
2.291.122,47 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
204.214,67 |
87.974,95 |
| Aktiva |
17.874.906,44 |
16.764.887,74 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
7.412.556,45 |
5.947.605,63 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
610.000,00 |
610.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
2.001.316,04 |
2.001.316,04 |
| III.
Bilanzgewinn |
4.801.240,41 |
3.336.289,59 |
| davon
Gewinnvortrag |
3.336.289,59 |
1.821.855,55 |
| B.
Einlagen stiller Gesellschafter |
1.000.000,00 |
1.000.000,00 |
| C.
andere Sonderposten |
380.565,54 |
4.737,53 |
| D.
Rückstellungen |
889.552,74 |
791.998,44 |
| E.
Verbindlichkeiten |
6.020.784,42 |
6.712.075,01 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
2.045.454,00 |
2.194.616,56 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
1.367.600,00 |
1.240.000,00 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
2.607.730,42 |
3.277.458,45 |
| F.
Rechnungsabgrenzungsposten |
2.171.447,29 |
2.308.471,13 |
| Passiva |
17.874.906,44 |
16.764.887,74 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
10.980.321,59 |
10.261.548,49 |
| 2.
Personalaufwand |
5.250.781,86 |
4.648.686,61 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.468.000,30 |
3.985.645,25 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
782.781,56 |
663.041,36 |
| davon
für Altersversorgung |
95.818,73 |
88.689,26 |
| 3.
Abschreibungen |
1.616.052,11 |
1.540.622,41 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
578.640,84 |
363.603,77 |
| b)
auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens, soweit diese die in der
Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten |
1.037.411,27 |
1.177.018,64 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.460.704,58 |
2.365.048,69 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
55.066,69 |
91.223,60 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
23.470,71 |
4.259,35 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
200,00 |
|
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
142.288,06 |
118.110,91 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
80.000,00 |
80.000,00 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
69.042,87 |
78.549,18 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
1.464.922,82 |
1.514.790,04 |
| 9.
sonstige Steuern |
-28,00 |
356,00 |
| 10.
Jahresüberschuss |
1.464.950,82 |
1.514.434,04 |
| 11.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
3.336.289,59 |
1.821.855,55 |
| 12.
Bilanzgewinn |
4.801.240,41 |
3.336.289,59 |
Anhang
1.
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Navigo Proteins GmbH wurde auf
der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuchs aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden
können, sind im Anhang oder in der Gewinn- und
Verlustrechnung aufgeführt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie
bisher das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Navigo Proteins GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Halle |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Stendal |
| Register-Nr.: |
HRB 212705 |
Angabe und Erläuterung angepasster
Vorjahreszahlen
Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren
Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Um
dennoch einen Zeitvergleich beim betreffenden Posten
durchführen zu können, wurde der Vorjahreswert
angepasst.
Die Anpassung bestand aus folgender Maßnahme:
Änderung Ausweis der sonstigen Verbindlichkeiten
in Höhe von EUR 1.240.000,00 in Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschafter.
2.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear
über 3 bis 13 Jahre abgeschrieben.
Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum
Nennwert angesetzt und bewertet.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt. Eine Abwertung auf den
niedrigeren beizulegenden Wert war nicht erforderlich.
Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen
beinhalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die
Fertigungs- und Materialgemeinkosten, den durch die Fertigung
veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens sowie
angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.
Soweit erforderlich wurden die unfertigen Leistungen auf den
niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
sind zum Nennwert angesetzt.
Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgte zum
Nennwert.
Der Jahresabschluss enthält auf fremde
Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet
wurden. Flüssige Mittel und Forderungen in fremder
Währung wurden grundsätzlich mit dem historischen
Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und mit dem zum
Stichtag maßgeblichen Devisenkassamittelkurs am
Abschlussstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des
Geschäftsvorfalles unter dem des Abschlussstichtags lag,
ist dieser angesetzt.
Der Rechnungsabgrenzungsposten stellt auf der
Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie
Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.
Einlagen stiller Gesellschafter wurden ebenfalls zum
Nennwert angesetzt.
Erhaltene Investitionszuschüsse für
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
werden als "Sonderposten für Investitionszuschüsse"
passiviert und korrespondierend zu den Abschreibungen der
bezuschussten Vermögensgegenstände erfolgswirksam
aufgelöst. Die Auflösung des Sonderpostens wird
unter den "Sonstigen betrieblichen Erträgen"
ausgewiesen. Erhaltene Zuschüsse, die sich auf die
Förderung von Forschungsprojekten beziehen, werden
sofort als Ertrag vereinnahmt und unter den "Sonstigen
betrieblichen Erträgen" ausgewiesen.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr 2023 sowie das Vorjahr 2022 betreffenden,
noch nicht veranlagten Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung
erfolgt in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der
Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles darüber lag,
ist dieser angesetzt.
Der Rechnungsabgrenzungsposten stellt auf der Passiva
Einnahmen vor dem Abschlussstichtag dar, welche in
künftigen Wirtschaftsjahren als Ertrag aufzulösen
sind.
Die Bewertung der Meilensteinzahlungen,
Umsatzbeteiligungen, Forschungsbeiträge und
Lizenzgebühren erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die
Leistungen erbracht sind. Die Höhe der Umsätze
erfolgt nach dem vereinbarten Leistungsentgelt unter Abzug
von Erlösschmälerungen und mit dem Umsatz direkt
verbundenen Steuern.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
3.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen
Positionen des Anlagevermögens ist aus dem
Anlagenspiegel zu entnehmen, welcher dem Anhang als Anlage
beigefügt ist.
Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG /
§ 264c Abs. 1 HGB)
Gegenüber den Gesellschaftern bestehen
Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 1.367.600,00
(Vorjahr: Euro 1.240.000,00), die unter den sonstigen
Verbindlichkeiten ausgewiesen sind.
Angabe zu Restlaufzeitvermerken,
Mitzugehörigkeitsvermerke
Forderungen sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung
fällig.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen
mit Euro 225.200,00 (Vorjahr: Euro 138.324,95) aus
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind Euro 833.333,32 (Vorjahr: Euro
454.546,00) innerhalb eines Jahres fällig und der
Restbetrag von Euro 1.212.120,68 (Vorjahr: Euro 1.740.070,56)
hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
haben sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr eine
Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber den
Gesellschaftern mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
beträgt Euro 367.600,00 (Vorjahr: Euro 240.000,00).
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber den
Gesellschaftern mit einer Restlaufzeit von mehr als einem
Jahr beträgt Euro 1.000.000,00 (Vorjahr: Euro
1.000.000,00).
Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 819.190,00
(Vorjahr: Euro 987.468,30).
Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt
Euro 1.592.745,52 (Vorjahr: Euro 1.560.746,87).
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten
Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro
556.905,95 (Vorjahr: Euro 752.326,51).
Angaben zu Rückstellungen
Im Posten sonstige Rückstellungen sind im
Wesentlichen Rückstellungen für Personal
(primär für Prämien/Tantieme), Aufbewahrung,
Erfindervergütungen, Rückzahlungen von
Fördermitteln sowie für Abschluss- und
Prüfungskosten enthalten.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB
bestanden nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
Leasing-, Miet- und sonstigen Verträgen in Höhe von
insgesamt Euro 1.065.713,31. Hiervon ist ein Betrag von Euro
278.445,46 innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig und
ein Betrag von Euro 787.267,85 in einem Zeitraum von 2 bis 5
Jahren.
4.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das
Umlaufvermögen
Auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens wurden bei der Bewertung der unfertigen
Leistungen außerplanmäßige Abschreibungen in
Höhe von Euro 1.037.411,27 vorgenommen.
Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem
Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.464.950,82 ab,
der Gewinnvortrag beläuft sich auf Euro 3.336.289,59.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung
vorzutragen.
5.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Auszubildende(r)
|
|
4,00
|
Angestellte(r)
|
|
46,00
|
Leitende(r) Angestellte(r)
|
|
14,00
|
Geschäftsführer(in)
|
|
4,00
|
Gesamt
|
|
68,00
|
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
·
Chief Executive Officer: Dr. Henning
Afflerbach
·
Chief Scientific Officer: Dr. Ulrich Haupts
·
Chief Financial Officer: Andreas Richter
·
Chief Development Officer: Dr. Chris-Carol
Bremer.
Mitglieder des Beirats
Die Gesamtleitung hatten die nachfolgenden Personen:
Udo. J. Vetter
|
ausgeübter Beruf:
|
CEO UV-Cap GmbH & Co.
KG
Beiratsvorsitzender Vetter Pharma-Fertigung GmbH
& Co. KG
|
Oliver Buck
|
ausgeübter Beruf:
|
Unternehmer
|
Winfried Storz
|
ausgeübter Beruf:
|
Steuerberater/
Rechtsanwalt
|
Prof. Dr. Dr. Rolf G.
Werner
|
ausgeübter Beruf:
|
CEO PharmaConsulting
Germany and China
|
Bezüge der Organmitglieder
Die Vergütung für die
Geschäftsführer betrug im Geschäftsjahr 2023
Euro 1.202.583,81 (Vorjahr: Euro 1.042.256,82).
Die Vergütung (inkl. Auslagenersatz) der
Beiratsmitglieder betrug im Geschäftsjahr 2023 Euro
28.709,40 (Vorjahr: Euro 36.856,00).
Beteiligung an Unternehmen
Es besteht eine Beteiligung an einer Gesellschaft in
Kanada "OPTIGO Biotherapeutics Inc.". Sitz der Gesellschaft
ist in Vancouver. Das Eigenkapital per 31. Dezember 2023 der
Gesellschaft beläuft sich auf 4.011.170 kanadische
Dollar (entspricht Euro 2.739.496 auf Basis des Wechselkurses
1,4642 zum 29. Dezember 2023). Hieran ist die Navigo Proteins
GmbH mit 76,50 % beteiligt. Das Jahresergebnis 2023 der
OPTIGO Biotherapeutics Inc. beträgt -1.285.022
kanadische Dollar (entspricht Euro -877.627 auf Basis des
Wechselkurses 1,4642 zum 29. Dezember 2023).
Geschäfte mit nahestehenden Personen
Geschäfte mit nahestehenden Personen, die zu
marktunüblichen Bedingungen zustande gekommen sind,
bestehen nicht.
Honorar des Abschlussprüfers
Entsprechend § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB wird auf die
Angabe verzichtet.
Vorgänge von besonderer Bedeutung
Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine
Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind
und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens
führen könnten.
Unterzeichnung des Jahresabschlusses
Halle (Saale), den 31. Mai
2024
gez.
Dr. Henning Afflerbach, Geschäftsführer
gez.
Dr. Ulrich Haupts, Geschäftsführer
gez.
Andreas Richter, Geschäftsführer
gez.
Dr. Chris-Carol Bremer, Geschäftsführer
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
Stand am
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Stand am
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
156.536,41
|
9.461,00
|
0,00
|
0,00
|
165.997,41
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
156.536,41
|
9.461,00
|
0,00
|
0,00
|
165.997,41
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
8.008,57
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
8.008,57
|
2. technische
Anlagen und Maschinen
|
37.241,56
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
37.241,56
|
3. andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
5.878.289,39
|
912.027,41
|
5.646,26
|
548.165,28
|
7.332.835,82
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
548.165,28
|
49.247,06
|
0,00
|
-548.165,28
|
49.247,06
|
Summe Sachanlagen
|
6.471.704,80
|
961.274,47
|
5.646,26
|
0,00
|
7.427.333,01
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
4.473.255,19
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4.473.255,19
|
Summe Anlagevermögen
|
11.101.496,40
|
970.735,47
|
5.646,26
|
0,00
|
12.066.585,61
|
|
|
kumulierte Abschreibungen
|
|
Stand am
|
Abschreibungen
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Stand am
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
111.565,60
|
16.821,40
|
0,00
|
0,00
|
128.387,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
111.565,60
|
16.821,40
|
0,00
|
0,00
|
128.387,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
533,92
|
800,88
|
0,00
|
0,00
|
1.334,80
|
2. technische
Anlagen und Maschinen
|
37.241,56
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
37.241,56
|
3. andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.362.389,74
|
561.018,56
|
5.646,26
|
0,00
|
2.917.762,04
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
2.400.165,22
|
561.819,44
|
5.646,26
|
0,00
|
2.956.338,40
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
2.511.730,82
|
578.640,84
|
5.646,26
|
0,00
|
3.084.725,40
|
|
Stand am
|
Stand am
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
37.610,41
|
44.970,81
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
37.610,41
|
44.970,81
|
II. Sachanlagen
|
|
|
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
6.673,77
|
7.474,65
|
2. technische
Anlagen und Maschinen
|
0,00
|
0,00
|
3. andere
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
4.415.073,78
|
3.515.899,65
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
49.247,06
|
548.165,28
|
Summe Sachanlagen
|
4.470.994,61
|
4.071.539,58
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
Anteile an
verbundenen Unternehmen
|
4.473.255,19
|
4.473.255,19
|
Summe Anlagevermögen
|
8.981.860,21
|
8.589.765,58
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.09.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Navigo Proteins GmbH, Halle
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Navigo Proteins GmbH,
Halle, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023sowie dem Anhang, einschließlich
der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Navigo Proteins GmbH, Halle, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit
des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Beirat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise
erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt
die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und
Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau
und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Halle (Saale), den 12. Juli
2024
Deloitte
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Thomas
Drüppel
Wirtschaftsprüfer
Thomas Zimmermann
Wirtschaftsprüfer
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