DCT DELTA AG Digital Communication Technology

Bodanrückstraße 1, 78351 Bodman-Ludwigshafen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 590393
Vorher
ASC-TEC AG Antennen-Satelliten-Communication-Technik
Eingetragen
22.8.2000
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Die Fertigung und der Handel mit elektrotechnischen Produkten, insbesondere von Produkten der Kommunikationstechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DCT DELTA AG Digital Communication Technology

Bodman-Ludwigshafen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis 30.06.2023

der DCT DELTA AG Digital Communication Technology, Bodman-Ludwigshafen

1. Grundlagen des Unternehmens

Die DCT DELTA AG ist ein Hersteller und Lösungsanbieter für Breitbandübertragung in Kabel-, Satelliten- und Glasfaser-Infrastrukturen.

Wir entwickeln Lösungen für kleine bis große Kabelnetz- oder Telekommunikationsnetzbetreiber in ganz Europa, aber auch Kunden in Amerika, Afrika, dem Mittleren Osten und Asien schätzen uns als Produkt- und Systemlieferanten. Millionen von Verstärkern wurden von DCT DELTA AG über die letzten 20 Jahre geliefert und so zählt DCT auch im deutschsprachigen Raum seit langem zu den führenden Anbietern.

Unser Fertigungsstandort ist in Bodman-Ludwigshafen. Die Entwicklung erfolgt in Bodman-Ludwigshafen und einer Außenstelle in Gdansk/Polen.

2. Branche

Die Veränderungen in der Telekommunikationsbranche, die insbesondere die Virtualisierung der Netzwerke betreffen, werden im Jahr 2022 aber auch in den Folgejahren deutlich vorangetrieben. Durch die Virtualisierung werden die verschiedenen Ebenen der Netzwerktechnik in ein gemeinsames großes Netzwerk übergehen, wobei die einzelnen Ebenen auch von verschiedenen Anbietern betrieben werden können. Die horizontale Integration von Telekommunikationsnetzen wird u. E. die gesamte Branche nachhaltig verändern. Für den Endkunden ist dieser Prozess in der Regel nicht transparent, da dieser nur den Anbieter des Gesamtdienstes sieht.

Speziell der Ausbau von Glasfasernetzen aber auch der Ausbau von 5G Mobilfunkdiensten wird die dargestellte Entwicklung unterstützen, da z. B. Versorgungsunternehmen von Strom, Gas und Wasser Zugang zum Geschäft mit der Telekommunikation erhalten. Regional gibt es bei dieser Entwicklung deutliche Unterschiede. In einigen europäischen Ländern kann eine solche horizontale Marktsegmentierung bereits sehr deutlich verfolgt werden.

3. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 war insbesondere durch folgende Faktoren geprägt:

Erweiterung des Produkt-Mix speziell in der IP-Technik, Software und Glasfasertechnik

Zahlreiche Neuentwicklungen und Produkteinführungen für Großkunden

Wiederaufnahme von Netzwerk Upgrade Projekten bei Kunden

Hoher Preis- und Wettbewerbsdruck, speziell durch Großkunden und E-Auctions

Weltpolitische Herausforderungen bei der Bauteilebeschaffung

Regionale Erweiterung/Optimierung des Vertriebs der DCT DELTA AG.

Im Vorjahr hatten wir eine Umsatzsteigerung sowie eine leichte Steigerung des Betriebsergebnisses prognostiziert. Dies konnte insbesondere aufgrund eingeschränkter Verfügbarkeit von Bauteilen nicht erreicht werden. Insgesamt ergab sich bei geringeren Umsatzerlösen und dem hohen Kostendruck auch im Bereich Personal ein leicht negatives Betriebsergebnis.

Vertrieb

Die DCT DELTA AG versucht laufend ihre Vertriebsstruktur anzupassen und zu optimieren. Große Kunden werden in der Regel direkt über den eigenen Key Account Vertrieb betreut, während im internationalen Umfeld auch Distributoren und Systemintegratoren als Absatzmittler eingesetzt werden. Ab Januar 2023 verließ der langjährige Vertriebsleiter DCT und die Leitungsfunktion wurde vom CEO temporär übernommen.

Nach dem Coronajahr 2021, in dem unsere Kunden das Hauptaugenmerk auf die Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit der Netzwerke legten, zögerten die Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Ausbau der Netze. Allen voran verkündete Vodafone einen rigorosen Sparkurs. Viele andere Netzbetreiber waren ebenfalls verunsichert und warteten zunächst ab.

Dies war zum einen in den hohen Investitionen begründet die vor allem große Carrier in ihre 5G Netzwerke tätigten. Zusätzlich wurden Investitionen im Glasfaserausbau ebenfalls hinterfragt, da die enormen Kosten nur sehr langfristigen ROI versprachen und parallel dazu die Geldmärkte wieder mit attraktiven Zinsangeboten im Verlauf 2022/2023 lockten.

Glücklicherweise deutet sich im Access Bereich nach vielen Jahren der Vorbereitung an, dass das Thema R-Phy endlich Fahrt aufnimmt. Parallel dazu wurde die Kundenbasis, speziell im Bereich Stadtnetzbetreiber und 2nd Tier-Kabelnetzbetreiber, auch international verbreitert.

Preiserhöhungen wurden bei allen Kunden durchgeführt, um Kostensteigerungen im Beschaffungsbereich und Personalbereich größtenteils auszugleichen.

Beschaffungsmarkt

Die aus dem Vorjahr bestehende Problematik der eingeschränkten Verfügbarkeit bestimmter Bauteile nahm am Ende des Geschäftsjahres nach und nach ab. Allerdings waren trotzdem Modifikationen unserer Geräte bis Mitte 2023 notwendig. Dies erforderte insbesondere in der Entwicklung große Anstrengungen und band einen erheblichen Teil unserer Entwicklungsressourcen.

Weitere Preiserhöhungen von Bauteilen oder Subkomponenten waren ebenfalls eine große Herausforderung und bei einzelnen Bauteilen mussten wir sogar ein Vielfaches des Normalpreises zahlen. Die Lagebestände blieben zur Sicherstellung der Lieferbereitschaft auf hohem Niveau und konnten erst gegen Ende des Geschäftsjahres etwas abgebaut werden.

Produktion

Die Auslastung über das Geschäftsjahr hinweg war nicht gut und die Mitarbeiterzahl (einschl. Leiharbeiter) wurde entsprechend angepasst. Schichtarbeit war dabei nicht notwendig

4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die Umsatzentwicklung blieb im Berichtsjahr hinter unserer Prognose zurück. Der über viele Jahre gute Marktanteil in Deutschland im Kernbereich des NE4-Teilnehmerausbaus konnte zwar gehalten werden, allerdings reduzierte vor allem Vodafone, durch die Umstellung der Logistikkette und das neue TKG Gesetz der Bundesregierung, die Absatzzahlen um ca. 30 %. Glücklicherweise konnte ein Teil dieser Reduzierung durch ein neues Produkt für Vodafone Deutschland annähernd ausgeglichen werden. Das internationale Geschäft verzeichnete ein deutliches Minus gegenüber dem Vorjahr, ebenfalls stark durch die Sparmaßnahmen bei Vodafone beeinflusst. Der Bereich, der über unsere Schweizer Tochtergesellschaft abgewickelten Umsätze, verzeichnete eine deutliche Umsatzsteigerung, da der Hauptkunde "Sunrise" nach vielen Jahren Stillstand wieder angefangen hatte in sein Netz zu investieren. Insgesamt ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um ca. 6 % zurück.

Im Berichtsjahr konnte mit einer Gesamtleistung von 14,3 Mio. € die des Vorjahres (15,3 Mio. €) nicht erreicht werden, Bei einer unveränderten Materialeinsatzquote ging das Rohergebnis um 0,4 Mio. € auf 7,1 Mio. € zurück.

Die Personalaufwendungen liegen leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die durchschnittlichen Lohn- und Gehaltserhöhungen wurden durch eine Verminderung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl kompensiert. Leicht negativ auf die Ergebnisentwicklung haben sich Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausgewirkt. Der positive Saldo aus Kursgewinnen und -verlusten verminderte sich um 86 T€. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich die Vertriebsaufwendungen, da nach Lockerung der coronabedingten Einschränkungen das Unternehmen die Reisetätigkeit wieder zugenommen hat. Insgesamt liegen die Reisekosten sowie die Aufwendungen für Messen noch deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie.

Im Vorjahr hatten wir eine leichte Verbesserung des Betriebsergebnisses (EBIT) (Vj. 506 T€) prognostiziert. Da die erwarteten Umsätze nicht erreicht werden konnten führte der Rückgang der Gesamtleistung zu einem entsprechenden geringeren Rohergebnis. Zusammen mit Währungseffekten führte dies dazu, dass sich mit -25 T€ ein leicht negatives Betriebsergebnis (EBIT) ergab.

Vermögenslage

Im Berichtsjahr wurden vor allem Investitionen in Software und Messgeräte getätigt. Der Anteil der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens am Gesamtvermögen beläuft sich auf 7,2 % (Vj. 7,9 %).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten um 774 T€ auf 2.458 T€ abgebaut werden

Trotz der Verminderung des Eigenkapitals um den Jahresfehlbetrag von 24 T€ auf 12.052 T€ ergibt sich durch die Verminderung der Bilanzsumme ein Anstieg der Eigenkapitalquote von 85,8 % auf 88,7 %; Die Eigenkapitalquote liegt weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Finanzlage

Aufgrund des Mittelzuflusses aus dem Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber einem verbundenen Unternehmen ergab sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gemäß DRS 21 mit 926 T€. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 401 T€ konnten aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden.

Zum Bilanzstichtag erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln um 521 T€ auf 3.686 T€.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des operativen Geschäfts werden insbesondere der Auftragseingang, die Umsatzentwicklung sowie das operative Ergebnis (EBIT) geplant und überwacht.

5. Forschung und Entwicklung

Das Hauptaugenmerk im Bereich der Forschung und Entwicklung gilt der Stärkung des Produktportfolios in Richtung "Access Technologien", basierend auf Koaxialkabel und Glasfaser. Hierbei nutzt die Firma sowohl die eigene R&D Kompetenz als auch Technologiepartnerschaften, um optimierte Produkte möglichst zeitnah an den Markt zu bringen.

Die Aufwendungen für R&D lagen bei unverändert rd. 1,7 Mio. € und sind im Branchendurchschnitt (Referenz ZVEI).

6. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Diese sich aus der operativen Geschäftstätigkeit ergebenden Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und vorausschauend zu steuern, sind die existenziellen Voraussetzungen, um einen nachhaltigen Erfolg des Unternehmens zu erreichen. Daher ist ihre kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung zentraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse.

Darüber hinaus werden Meetings mit den Führungskräften im Unternehmen abgehalten, in denen Chancen und Risiken kommuniziert und analysiert sowie Maßnahmen besprochen und eingeleitet werden.

Die Telekommunikationsbranche konsolidiert sich weiterhin zu wenigen weltweiten Großkonzernen, die alle Telekommunikationsdienste aus einer Hand anbieten. Neue Technologien werden es in Zukunft aber auch kleineren Unternehmen erlauben am Netzausbau teilzunehmen. Dabei werden die Netzwerke im Kern zusammenschmelzen und nur die Access Technologien (die den Endkunden an das Netzwerk anbinden) unterscheiden sich je nach vorhandener Infrastruktur (Kupfer, Glas, Mobilfunk). Die zuvor genannten Versorgungsunternehmen (Utility Companies) haben hier einen entscheidenden Vorteil.

Hieraus ergeben sich für die DCT DELTA AG etwas geringere Konzentrationsrisiken, die Abhängigkeit von wenigen großen Kunden setzt sich aber für eine gewisse Zeit fort. Die Neukundengewinnung und Erschließung neuer Technologie-Segmente bleibt deshalb oberstes strategisches Ziel. Deshalb werden die Vertriebsaktivitäten im europäischen und außereuropäischen Ausland im nächsten Geschäftsjahr weiter verstärkt und die Kundenbasis speziell im Bereich Stadtnetzbetreiber und Mobilfunkanbieter durch direkte vertriebliche Aktivitäten oder durch Vertriebspartner breiter aufgestellt. Dies gilt für das europäische Ausland aber auch für Amerika, wo bereits Partner und große Kunden sehr erfolgreich beliefert werden.

Das zweite strategische Ziel ist die Stärkung des Produktportfolios in Richtung "Access Technologien", basierend auf Koaxialkabel und Glasfaser. Die Verstärkung von IP-Knowhow und Softwarekompetenzen ist dabei entscheidend. Positiv zu erwähnen ist ebenfalls das Interesse der Kunden an "Total Cost of Ownership" und energiesparenden Produkten, was uns zugutekommt. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass der neue DOCSIS 4.0 Standard noch großen Bandbreitenspielraum für das bestehende Koaxialkabel aufzeigt, sodass nicht zwingend überall Glasfaser neu gelegt werden muss, um z.B. 10 Gigabit Bandbreite zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet allerdings den Einsatz neuer Hardware, was für die DCT DELTA AG neues Absatzpotential eröffnet.

Sämtliche Planungen für das neue Geschäftsjahr gehen davon aus, dass die Verfügbarkeit von Halbleitern gegeben ist. Dies ist Voraussetzung dafür, dass Geräte produziert und verkauft werden können. Ziel ist es deshalb, den Lagerbestand im Geschäftsjahr 2023/2024 weiter zu reduzieren, um wieder Vor-Corona-Niveau zu erreichen. Ein solides Forecast-System und anderen Maßnahmen sind notwendig, um dieses Verfügbarkeits-Risiko langfristig zu reduzieren.

Durch die Materialeinkäufe in US-Dollar ist die Gesellschaft Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente teilweise abgesichert. Ein weiteres Risiko ergibt sich aus Produkt und Gewährleistungsrisiken. Dabei sind nicht nur die Kosten einer Nacharbeit oder Reparatur im Fehlerfall entscheidend, sondern auch der Aufwand um Geräte im Feld zu tauschen. Die Gesellschaft ist zwar gegen einen Teil dieser Risiken versichert, dies deckt aber nie den ganzen potenziellen Schaden ab.

Das Management sieht sich in Bezug auf Finanzinstrumente verschiedenen Risiken ausgesetzt. Ziel des Risikomanagements ist es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen - so weit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - durch Abschluss geeigneter Absicherungsgeschäfte entgegenzutreten, da die Geschäftsleitung die Risikobegrenzung als bedeutsames Unternehmensziel ansieht. Die Risikopositionen des Konzerns werden daher laufend von der Geschäftsleitung überwacht. Die Geschäftsleitung ist dabei immer bemüht, den Umfang der Risikoabsicherung auf die sich aus der operativen Tätigkeit des Unternehmens ergebenden Risiken zu begrenzen und prüft daher den Umfang der Absicherungsgeschäfte laufend auf Anpassungsbedarf. Neben den Risiken aus Grundgeschäften werden auch die Risiken aus den zugehörigen Absicherungsgeschäften in die Betrachtungen des Risikomanagements einbezogen. Als relevante Risiken, denen mit Absicherungsgeschäften wirtschaftlich sinnvoll begegnet werden kann, wurden von der Geschäftsleitung Risiken aus Veränderungen des EUR/USD-Wechselkurses aufgrund des Einkaufs in Fremdwährung identifiziert. Zur Absicherung der Risiken wurden verschiedene Derivate abgeschlossen.

Weitere Finanzinstrumente, die die Gesellschaft einsetzt, sind Forderungen und Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und beständigen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Durch die ständige Überwachung der Fälligkeiten der Forderungen wird der Zahlungseingang gewährleistet.

Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen gezahlt, soweit vereinbart werden Lieferantenskonti in Abzug gebracht.

Grundsätzlich besteht eine hohe Abhängigkeit von IT-Systemen. Den gestiegenen Risiken insbesondere durch Cyber-Kriminalität begegnen wir durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. Firewall, Berechtigungs- und Zugriffskonzeptionen oder mehrfachen Datenbanksicherungen.

7. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Auftragslage ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht zufriedenstellend, allerdings mit einer positiven Tendenz. Der Auftragsbestand enthält viele längerfristige Aufträge, die erst in den Folgemonaten zu Umsatz führen werden. Wir konzentrieren uns deshalb im Vertrieb auf solche Aufträge und sehen erste Erfolge. Die Ausbauten der Kabelnetzgesellschaften werden weiterwachsen, allerdings wird der Einfluss der Mobilfunkbetreiber den Trend zu mehr IP-Netzwerken verstärken. Neue, innovative Produkte auf "IP-Basis" insbesondere im Bereich Systemgeschäft, "Fiber-to-the-Home", Stadtnetzbetreiber werden dabei zu einem nennenswerten Ansteigen der Umsatzerlöse beitragen. Die DCT DELTA Produkte G@Co und Remote-Phy und XGS-PON werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Nach der zögerlichen Haltung vieler Kunden in 2022/2023 sehen wir eine sichtbare Belebung in den letzten 2 Monaten. Daher rechnen wir damit, dass der Ausbau der Netze auch in Zukunft vorangetrieben wird.

Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres konnten der Umsatz des Vergleichszeitraumes im Vorjahr nicht übertroffen werden. Wir liegen hinter dem ursprünglich geplanten deutlichen Umsatzanstieg - bedingt durch fehlende kurzfristige Aufträge - zurück.

Sofern sich keine bisher nicht vorhersehbaren negativen Entwicklungen ergeben, gehen wir davon aus, dass eine moderate Umsatzsteigerung zu einer leichten Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT) führen wird.

 

Bodman-Ludwigshafen, den 25. Oktober 2023

Ulrich Kiebler, Vorstandsvorsitzender

Bilanz zum 30.06.2023

AKTIVA

Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 199.992,00 142.963,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.239,50 212.442,00
275.231,50 355.405,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.890,00 129.460,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 97.837,00 125.429,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 466.119,50 472.943,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.501,00 28.501,00
707.347,50 756.333,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 284.912,46 284.912,46
1.267.491,46 1.396.650,46
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.912.533,46 5.633.749,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 128.124,91 467.099,16
2. Übrige Forderungen und Vermögensgegenstände 2.509.695,93 3.360.052,72
2.637.820,84 3.827.151,88
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.686.457,38 3.164.970,53
12.236.811,68 12.625.871,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 85.480,12 56.880,97
13.589.783,26 14.079.403,14

PASSIVA

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 455.000,00 455.000,00
II. Kapitalrücklage 12.787.321,57 12.787.321,57
III. Gewinn-/Verlustvortrag -1.166.836,57 -1.580.300,09
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -23.597,56 413.463,52
12.051.887,44 12.075.485,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 65.283,00 52.500,00
2. Sonstige Rückstellungen 804.242,00 1.038.270,00
869.525,00 1.090.770,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 3.750,00
2. Verbindlichkeiten 617.370,82 869.798,14
617.370,82 873.548,14
D. Passive latente Steuern 51.000,00 39.600,00
13.589.783,26 14.079.403,14

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/23

Vorjahr
1. Rohergebnis 7.070.506,29 7.453.437,04
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.856.792,19 -3.898.996,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -664.391,50 -658.784,50
-4.521.183,69 -4.557.780,50
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -530.205,65 -509.671,81
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.044.025,57 -1.879.958,99
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.254,31 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -342,72 -1.073,94
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.600,53 -91.488,28
davon Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern € 11.400,00 (Vorjahr T€ 40)
8. Ergebnis nach Steuern -23.597,56 413.463,52
9. Sonstige Steuern 0,00 0,00
10. Jahresfehlbetrag/-überschuss -23.597,56 413.463,52

1. Allgemeine Angaben

Die DCT DELTA AG Digital Communication Technology hat ihren Sitz in Bodman-Ludwigshafen und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg (HRB 590393) eingetragen.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB aus. Sie nimmt z. T. die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren, bewertet. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände enthalten Aufwendungen für Softwareentwicklung eines Vertragspartners im Rahmen eines Dienstvertrages.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 33 Jahre.

Die Abschreibungen werden beim Sachanlagevermögen nach der linearen Methode vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 1.000,00 € wurden bis einschließlich 30.06.2018 in einem Sammelposten aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden GWG bis 800,00 € sofort abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der Wert der Anschaffungskosten dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerordentliche Abschreibungen Rechnung getragen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen das Fertigungsmaterial, die Fertigungslöhne und die steuerlich aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Für Bestandsrisiken werden ausreichend Abschläge vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 1 % auf die Nettoforderungen Rechnung getragen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch eine Einzelwertberichtigung berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die liquiden Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt grundsätzlich gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahr 2022/23 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen

Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das Grundkapital (EURO 455.000,00 AG) ist zum Bilanzstichtag eingeteilt in 437.500 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EURO 1,04 je Aktie.

Die Kapitalrücklage wurde gebildet aus dem Agio der Kapitalerhöhung vom 11. März 2002 in Höhe von EURO 53.340,00 und aus dem Agio der Kapitalerhöhung vom 17.12.2007 in Höhe von EURO 13.818.000,00. Im Geschäftsjahr 2015/16 erfolgte eine Verrechnung mit dem Verlustvortrag in Höhe von EURO 1.084.018,43. Die Kapitalrücklage übersteigt insgesamt den zehnten Teil des Grundkapitals (Gesetzliche Rücklage §150 AktG).

In Zusammenhang mit der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB in Höhe von insgesamt T€ 200 (i. Vj. T€ 143) besteht nach § 268 Abs. 8 HGB nach Abzug der passiven latenten Steuern eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 149 (i. Vj. T€ 103).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Gewährleistungsrisiken, ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, Kosten für Jahresabschlusserstellung und -prüfung sowie Rückstellungen für die Aufbewahrung von Unterlagen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind für erwartete Steuerbe- und -entlastungen aus Unterschieden in den Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in der Steuerbilanz der Gesellschaft verglichen mit deren Wertansätzen im Jahresabschluss gebildet. Die passiven latenten Steuern betragen T€ 51 (i. Vj. T€ 40) und beruhen auf Differenzen im Anlagevermögen und einer steuerlich nicht ansetzbaren Drohverlustrückstellung.

Der Aufwand aus der Veränderung der passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 11 wird als latenter Steueraufwand in der Gewinn- u. Verlustrechnung ausgewiesen.

Die latenten Steuern wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen ermittelt.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 319 (Vj. T€ 233).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 201 (Vj. T€ 30)

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz zum 30.06.2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von T€ 412, davon werden innerhalb eines Jahres T€ 377 fällig. Den Verträgen liegen Laufzeiten bis zu 36 Monaten zugrunde.

Von den oben genannten Verpflichtungen betreffen 120.000,00 € einen Pachtvertrag mit einem verbundenen Unternehmen.

Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente:

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft derivative Finanzinstrument zur Absicherung von Währungsrisiken im Bestand. Dabei handelt es sich um Devisentermingeschäft über den Erwerb von US-Dollar gegen Euro. Das Volumen beläuft sich auf T-US-Dollar 1.140. Daneben bestehen kombinierte Devisenoptionsgeschäfte (gleichzeitige Put-/Call-Optionen US-Dollar/€) mit einem Volumen von T-US-Dollar 1.675. Die negativen Marktwerte sind als Drohverlustrückstellungen erfasst.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2022/23 beträgt T€ 1.653. Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens T€ 225.

Anzahl der Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:

Mitarbeiter 2022/2023 Anzahl 2021/2022 Anzahl
Arbeiter 29 27
Angestellte 47 52
Aushilfen 2 2
Insgesamt 78 81

Mitglieder des Vorstands

Im Geschäftsjahr 01.07.2022 - 30.06.2023 erfolgte die Geschäftsführung der DCT DELTA AG Digital Communication Technology durch:

Familienname Vorname Beruf Funktion
Kiebler Ulrich Dipl.-Ingenieur FH Vorsitzender
Dipl. Exportwirt MBA

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Familienname Vorname Beruf Funktion
Adams Paul Dipl.-Ingenieur Stellvertretender Vorsitzender
Grömminger Markus Master of Arts
Joos Peter Dipl.-Betriebswirt (FH), Rechtsanwalt Vorsitzender
Widmann Werner Dipl.-Ingenieur

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen im Geschäftsjahr 2022/2023 EURO 110.000,00.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name (Beträge in EURO soweit nicht anders vermerkt) Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital zum 30.06.2023 Ergebnis zum 30.06.2023
DCT-Delta Swiss AG (CH, in CHF) Altdorf, Schweiz 100% 499.581,66 6.224,66

 

Bodman-Ludwigshafen, den 25. Oktober 2023

Ulrich Kiebler, Vorstandsvorsitzender

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DCT DELTA AG Digital Communication Technology, Bodman-Ludwigshafen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DCT DELTA AG Digital Communication Technology, Bodman-Ludwigshafen - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DCT DELTA AG Digital Communication Technology, Bodman-Ludwigshafen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Memmingen, den 25. Oktober 2023

ABT Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kast, Wirtschaftsprüferin

Negele, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 14. November 2023 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022/2023

der Fa. DCT DELTA AG

Bodman

Gemäß § 171 AktG hat der Aufsichtsrat der Hauptversammlung über das abgelaufene Geschäftsjahr Bericht zu erstatten, was er wie folgt vornimmt:

1. Der Jahresabschluss 2022/2023 zum 30.06.2023 der DCT DELTA AG wird gebilligt.

2.Der nachfolgende Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung wird wie folgt beschlossen:

a) Sitzungen des Aufsichtsrats

Ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates fanden im Geschäftsjahr 2022/2023 am 28.09.2022, 14.11.2022, 28.02.2023 und 15.06.2023 statt. Am 18.10.2022 fand zudem eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates statt.

In den aufgeführten AR-Sitzungen berichtete der Vorstand auch über den jeweils aktuellen Stand der strategischen Ausrichtung.

Die Bilanzsitzung erfolgte am 14.11.2023 zusammen mit dem Abschluss-prüfer, Herrn WP Martin Negele (ABT Treuhand GmbH, WPG).

In den abgehaltenen Sitzungen erörterte der Aufsichtsrat regelmäßig die aktuelle Geschäftsentwicklung, die bestehende Organisation und die zu-künftige Ausrichtung des Unternehmens. Im gesamten Geschäftsjahr waren auch die Auswirkungen der Bauteileknappheit und die Suche nach geeigneten Fachkräften Gegenstand der Erörterungen im Aufsichtsrat. Der Vorstand berichtete in den Aufsichtsratssitzungen laufend über Veränderungen bei bestehenden Risiken. Das Gremium war in allen Sitzungen beschlussfähig.

b) Überwachung der Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung auf Grundlage der Vorstandsberichte und gemeinsamer Sitzungen mit dem Vorstand laufend überwacht.

c) Feststellung des Jahresabschlusses zum 30.06.2023 und des Lageberichts

Der Jahresabschluss zum 30.06.2023 und der Lagebericht des Vorstands wurden durch den Aufsichtsrat geprüft und am 14.11.2023 mit dem Abschlussprüfer, Herrn WP Martin Negele und dem Vorstand in der Aufsichts-ratssitzung besprochen. Der Aufsichtsrat stimmt nach Überprüfung des Jahresabschlusses mit den Feststellungen des Abschlussprüfers überein. Dies gilt auch hinsichtlich der durch den Abschlussprüfer thematisierten Zweckmäßigkeitsfragen. Der Jahresabschluss wird durch den Aufsichtsrat gebilligt.

Der vom Vorstand aufgestellte Lagebericht gibt die finanzielle und geschäftliche Lage des Unternehmens korrekt wieder. Chancen und Risiken der zu-künftigen Unternehmensentwicklung sind zutreffend formuliert. Der Jahres-abschluss wurde durch den Wirtschaftsprüfer am 25.10.2023 testiert, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 23.597,56.

d) Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Aufsichtsrat schlägt vor:

Der Jahresfehlbetrag von EUR 23.597,56 wird gem. § 268 Abs. 1 HGB auf neue Rechnung vorgetragen.

e) Allgemeine Lage des Unternehmens

Das Marktumfeld zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr für die Gesellschaft erst gegen Ende des Geschäftsjahres Tendenzen der Erholung. Die Telekommunikationsbranche konsolidiert sich weiterhin zu wenigen weltweiten Großkonzernen, die alle Telekommunikationsdienste aus einer Hand anbieten. Neue Technologien werden es jedoch in Zukunft auch kleineren spezialisierten Unternehmen erlauben, am Netzausbau teilzunehmen. Hiervon erwarten wir einen positiven Impuls für das Unternehmen. Die Abrufzahlen der Hauptkunden stabilisierten sich weiter auf einem ausreichenden Niveau. Insbesondere gegen Ende des Geschäftsjahres verbesserte sich die Auftragslage deutlich, was zu einer optimistischen Einschätzung für die weitere Geschäftsentwicklung beiträgt. Die Gesellschaft investiert im Vergleich zum Wettbewerb, wie auch in den vergangenen Jahren, überproportional in die neuen Anforderungen im Markt. Schwerpunkt dieser Entwicklungen liegt im optischen Bereich, in der Steigerung der Datenübertragungsgeschwindigkeit und im Bereich der Access-Technologien. Ein weiterer Schwerpunkt lag auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder im Ausbau des Vertriebs und der Gewinnung neuer Kunden.

f) Die weltpolitische Entwicklung in diesem Jahr und die damit einhergehende allgemeine Preissteigerung werden das Unternehmen auch im neuen Geschäftsjahr fordern. Die Unternehmensführung hat auch diese Risikolage unter enger Beobachtung.

g) Umsätze und Rohertrag zeigten sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in angespannter Form und lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Der gute Auftragsbestand gegen Ende des Geschäftsjahres lässt eine positive Entwicklung im kommenden Geschäftsjahr erwarten.

Da sich der europäische Kabelmarkt nach wie vor im Ausbau seiner Kapazitäten befindet, gehen wir weiter von einer deutlich volatileren aber positiven Unternehmensentwicklung für die kommenden Geschäftsjahre aus.

Die Risiken des Technologiewandels sind zwar nicht zu unterschätzen, sie eröffnen der Gesellschaft aber zusätzliche Produkt- und Marktchancen, in denen das Unternehmen bisher nicht aktiv war.

Wechselkursrisiken bestehen durch das relativ hohe Einkaufsvolumen im USD-Raum nach wie vor. Diesen Risiken werden durch angemessene Währungssicherungsmaßnahmen reduziert.

h) Im Geschäftsjahr 2022/2023 gab es im Vorstand keine personelle Veränderung.

i)Dem Aufsichtsrat gehören zum Bilanzstichtag 30.06.2023 an: Peter Joos (Vorsitzender), Paul Adams (stellv. Vorsitzender), Markus Grömminger und Werner Widmann.

Dem Aufsichtsrat gehören zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 an: Peter Joos (Vorsitzender), Paul Adams (stellv. Vorsitzender), Werner Widmann und Markus Grömminger.

j) Beschlussfassung über die Entlastung der Vorstände und Aufsichtsräte:

Der Aufsichtsrat empfiehlt, dem Vorstand und allen Mitgliedern des Aufsichtsrates die Entlastung zu erteilen.

 

Bodman, den 14.11.2023

Peter Joos, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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