ECBF Komplementär GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Heinrich Dr. Brandkamp seit 13.9.2019 | Geschäftsführer |
Michael Jean Dr. Nettersheim seit 13.9.2019 | Geschäftsführer |
Dirk Dr. Saßmannshausen seit 13.9.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 45.58% | |
| 34.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ECBF Management GmbHBonnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtLagebericht zum 31. Dezember 2023ECBF Management GmbH, BonnA. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäfts- und RahmenbedingungenGegenstand des Unternehmens ist (i) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung, § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG) , (ii) die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung, § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG), sowie (iii) mit der Anlagevermittlung oder der Anlageberatung in Zusammenhang stehende und nicht genehmigungs- oder erlaubnispflichtige Tätigkeiten. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bonn. Der ECBF Management GmbH wurde seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit Schreiben vom 04. Juni 2020 die Erlaubnis zur Erbringung folgender Wertpapierdienstleistungen erteilt: - Anlagevermittlung - Anlageberatung 1.1 Geschäftsmodell Die ECBF Management GmbH ist ein bankenunabhängiges und eigentümergeführtes Institut für qualifizierte Finanzdienstleistungen im Bereich Venture Capital. Das Unternehmen hat (bis zum finalen Closing des Fonds) Anleger an den in Luxemburg ansässigen European Circular Bioeconomy Fund (ECBF I SCSp, Munsbach, der „Fonds“) vermittelt und berät dessen Alternative Investment Fund Manager (AIFM) Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. zum Aufbau des Fonds-Portfolios, um damit zur Erzielung einer risikoadäquaten Rendite nach Kosten sowie zur Förderung der Bioökonomie in Europa beizutragen. Das Unternehmen erhält für seine Leistungen eine Beratungsgebühr, die sich während der Investitionsperiode des Fonds an den Zusagen der Anleger zum Fonds bemisst. Die ECBF Management GmbH vermittelt und betreut ausschließlich professionelle Anleger im Sinne des Anhangs II der Richtlinie 2014/65/EU, der sog. MiFID II Richtlinie, an den Fonds. Sofern die Anleger nicht unter Abschnitt I des Anhangs II fallen, d.h. sich nicht von vorneherein als professionelle Anleger qualifizieren, werden die Kriterien des Abschnitts II des Anhangs II für die Prüfung herangezogen, ob ein Anleger gleichwohl als Professioneller Anleger behandelt werden kann. Es werden keine Geschäfte mit Privatkunden im Sinne des § 67 Abs. 3 WpHG gemacht. Der einzige Anlageberatungskunde des Unternehmens ist die vollregulierte Kapitalverwaltungsgesellschaft des Fonds. Über die Analyse langfristiger Trends, die Identifikation attraktiver Investitionsziele sowie die Abschätzung von Risiko- und Renditegesichtspunkten für die Anlagestrategie des Fonds stellt die ECBF Management GmbH eine anlegergerechte, dem Risikoprofil des Kunden entsprechende Beratung sicher. 1.2 Märkte Der Fokus bezüglich der Anlagekunden liegt auf den 27 Mitgliedstaaten der EU (EU 27, Kernmarkt) und der Schweiz, darüber hinaus gibt es auch Kontakte in weiteren Ländern. Hier müssen gegebenenfalls auf nationalen Vorschriften beruhende Vertriebsregularien bzw. -beschränkungen beachtet werden. Die Investitionsziele beschränken sich auf die EU 27 sowie die im Rahmen des Horizon 2020-Programms assoziierten Staaten 1. 1.3 Kerngeschäftsfelder Anlageberatung Die ECBF Management GmbH berät Hauck & Aufhäuser Fund Services S.A. exklusiv zum Aufbau des Fonds-Portfolios. Dabei wird eine sektorale sowie eine geografische Diversifikation angestrebt. Mindestanforderung ist ein technologischer Reifegrad bei Eintritt in die Stufe 6 (Technology Readiness Level - TRL). Das Zielunternehmen oder -projekt muss in der Bioökonomie oder zirkulären Bioökonomie tätig sein und im Einklang mit bestimmten ESG 2 -Kriterien wirtschaften. Anlagevermittlung Daneben vermittelt die ECBF Management GmbH Anleger an den Fonds. Es gibt drei Gruppen von Anlegern: (1.) Öffentliche Institutionen, wie die European Investment Bank oder die NRW-Bank, die die Entwicklung der Bioökonomie fördern wollen, (2.) finanzorientierte Anleger, die rendite- und nachhaltigkeitsorientiert im Einklang mit den ESG-Kriterien investieren wollen und (3.) strategisch motivierte Investoren, insbesondere große Unternehmen, die hierbei den Zugang zu nachhaltigen Innovationen suchen. Die ECBF Management GmbH führt - gemeinsam mit dem AIFM - die Anleger durch den Investmentprozess (Due Diligence, Vertragsanalyse, Zeichnung). Die ECBF Management GmbH hat die Tätigkeit der Anlagevermittlung mit dem sog. Final Closing des Fonds am 18. Februar 2022 bzw. dem Subsequent Closing am 28.10.2022 ausgesetzt. Insofern fand in 2023 keine Anlagevermittlung statt. Entscheidend für den Start des Fundraisings für einen neuen Fonds ist die Laufzeit der Investmentperiode des aktuellen Fonds. Voraussichtlich wird die Gesellschaft die Anlagevermittlung bzw. das Fundraising für einen zweiten Fonds in 2025 wieder aufnehmen. Für ihre Tätigkeit erhielt die ECBF Management GmbH im Jahr 2023 vom AIFM eine Beratungsgebühr, die sich während der Investmentperiode an den Investorenzusagen zum Fonds bemisst. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2023Die wirtschaftliche Lage der ECBF Management GmbH ist mittelbar und unmittelbar von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängig, selbst wenn die Beratungsgebühr für den ersten Fonds allein vom Volumen bzw. den investierten Mitteln abhängt. Mittelbar sind die Aussichten, in Zukunft das Anlagevermittlungs- und -beratungsgeschäft fortführen und ausbauen zu können, von der Zielerreichung des ECBF I Fonds abhängig. Die Fondsperformance wiederum ist nicht zuletzt von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine lastet weiterhin auf der deutschen Wirtschaft mit vielfältigen Folgen, ein historisch niedriges Wachstum des Welthandels, welches Deutschland aufgrund der starken Exportwirtschaft besonders trifft. Hinzu kommen Kaufkraftverluste durch hohe Inflation, eine gesunkene Binnennachfrage und weniger Investitionen wegen hoher Zinsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands sank im Jahr 2023 um 0,3% 3. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt um 5,9 % im Vergleich zu 2022. Die Inflationsrate war somit etwas niedriger als im Vorjahr (6,9 %). Ein deutliches Abflachen hat sich gegen Jahresende bemerkbar gemacht und setzt sich weiter fort. Zudem zeigten sich im Jahresverlauf in den monatlichen Inflationsraten auf der Verbraucherebene Sondereffekte infolge der umgesetzten Entlastungsmaßnahmen. Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln (Kerninflationsrate) lag 2023 bei +5,1 %, nach +3,8 % im Jahr 2022 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr damit verstärkt 4. Im Jahr 2023 zeigte der Arbeitsmarkt in Deutschland positive Entwicklungen. Die Zahl der Beschäftigten erreichte ein Rekordniveau und stieg weiter an. Im Dezember 2023 waren gem. EU-Arbeitskräfteerhebung, Eurostat rund 3,1 % der Erwerbspersonen ohne Arbeit. Im EU-Vergleich war die Erwerbslosenquote nur in Malta (2,6 %), Polen (2,9 %) und Tschechien (3,0 %) noch niedriger. EU-weit waren im Januar 2024 rund 13,1 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das entsprach einer Erwerbslosenquote von 6,0%. Der größte Mangel an Arbeitsplätzen herrschte in Spanien (11,6 %) und Griechenland (10,4 %) 5. 2. Gesamtwirtschaftlicher Ausblick 2024Die geopolitischen Spannungen und die damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten werden auch in 2024 die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland sowie weltweit beeinflussen. Für Deutschland erwartet die Bundesregierung für 2024 ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP laut Regierung um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Es wird mit einer Inflationsrate von unter zwei Prozent gerechnet 6. Im Hinblick auf die europäische Entwicklung geht die Europäische Kommission für 2024 nur noch von einem Wachstum von 0,9 % in der EU und 0,8 % im Euro-Raum aus. Im gleichen Zeitraum dürfte die Inflationsrate in der EU 2024 von 6,3 % im Vorjahr auf 3,0 % sinken mit einem weiteren Rückgang in 2025 7. Neben den "klassischen Parametern“ wie BIP, Inflation oder Arbeitslosenquote, bekommt ein weiterer Aspekt zunehmende Relevanz. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist angesichts der demografischen Entwicklung eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte für alle Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Bereits heute fehlen in zahlreichen Branchen Fachkräfte. Dieser grundsätzliche Fachkräftemangel dürfte sich in den Wachstumsbereichen Digitalisierung und Dekarbonisierung weiter verschärfen. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen nach und nach in den Ruhestand, während deutlich weniger junge Menschen nachrücken. Zugleich führt der beschleunigte Strukturwandel durch die Digitalisierung und die ökologische Transformation zu großen Verschiebungen in den nachgefragten Kompetenzen bei Fachkräften. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Deutschland sowie die Eurozone im Jahr 2024 vor einer gemischten wirtschaftlichen Perspektive stehen, mit einer allmählichen Erholung des Wachstums und einem Rückgang der Inflation. Unter dieser Voraussetzung erwarten die Märkte Zinssenkungen in 2024. Da die Beratungsgebühr, die die ECBF Management GmbH für ihre Tätigkeit erhält, als Prozentsatz vom Fondsvolumen bzw. den investierten Mitteln festgeschrieben ist, besteht kein Inflationsschutz für die ECBF Management GmbH. 3. KapitalanlageumfeldIm vergangenen Geschäftsjahr hatte der Dax sein bestes Börsenjahr seit 2012 und stieg um über 20% von 13.923 auf 16.751 Punkte. Diese Entwicklung galt nicht nur für Deutschland, sondern weltweit. Der Aktienindex MSCI World legte im Jahresverlauf um rund 22 Prozent zu. Der europäische VC-Markt hat sich in 2023 weiterhin positiv entwickelt, auch wenn das Volumen des Fundraisings um rund 10% auf EUR 23,0 Mrd. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 26,5 Mrd.) zurückging. Nach den Rekordjahren 2021 und 2022 konnte weiterhin ein hohes Niveau deutlich über dem längerfristigen Mittel realisiert werden (2017 bis 2020: zwischen EUR 12 und 15 Mrd.). Ein wichtiger Faktor, der die positive Entwicklung des Venture Capital-Marktes in Europa beeinflusst, ist die Verfügbarkeit von Kapital. Niedrige Zinsen und eine expansive Geldpolitik der Vorjahre haben es Investoren ermöglicht, in risikoreichere Anlageklassen wie Venture Capital zu investieren. Darüber hinaus haben staatliche Förderprogramme und steuerliche Anreize das Interesse an Venture Capital-Investitionen erhöht. Die Anzahl der Deals war mit 3.700 auf dem Niveau des Vorjahres 8. In Deutschland schloss das Jahr 2023 mit einem Dealvolumen von EUR 7,2 Mrd. (2022: EUR 10,5 Mrd.) in 1.088 Finanzierungsrunden ab (2022: 1.503 Transaktionen), was einen markanten Rückgang bedeutet 9. Für 2024 wird aber wieder eine Besserung der Lage auf dem deutschen VC-Markt erwartet, getrieben von Faktoren wie sinkenden Zinsen und gut kapitalisierten deutschen Venture-Capital-Industrien 10. C. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2023 war wie das Vorjahr in hohem Maße vom weiteren Aufbau des Portfolios geprägt. Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2023 Einnahmen in Form von Provisionserträgen in Höhe von TEUR 6.072 aus ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Zum Ende des Jahres standen die Rechnungen für die Beratungsgebühr für das dritte und vierte Quartal an den AIFM noch aus, was sich in der Forderung an Kunden über TEUR 3.058 zeigte. Insgesamt schloss die ECBF Management GmbH das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 661 (Vj. TEUR 2.513) ab. Die für das Jahr angefallenen Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstige Steuern i.H.v. TEUR 337 (Vj. TEUR 1.244) sind hier ergebnismindernd bereits berücksichtigt. 1. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslage Die Investorenzusagen zum Fonds führten zu Provisionserträgen von TEUR 6.072 (Vj. TEUR 8.626; aufgrund des Beitritts weiterer Investoren zum Fonds in 2022 und eines daraus resultierenden Nachholeffekts bei der Advisory Fee). Dem gegenüber standen Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 872 (Vj. 1.359). Davon entfielen TEUR 24 auf nur noch einen Dienstleister. Im Vorjahr entstanden Aufwendungen von TEUR 232. die Reduzierung begründet sich dadurch, dass zwei Dienstleister nicht mehr für den ECBF in 2023 tätig waren. Es fielen sonstige betrieblichen Erträge in Höhe von rund TEUR 161 (Vj. TEUR 134) an. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beliefen sich im Jahr 2023 auf etwa TEUR 4.325 (Vj. TEUR 3.600). Diese Position ist durch den weiteren Aufbau des Geschäfts, insbesondere von den Personalkosten geprägt. Die in den Verwaltungsaufwendungen enthaltenen Personalkosten lagen im Berichtsjahr bei TEUR 2.714 (Vj. TEUR 2.266). Finanzlage Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten sind vollständig durch liquide Mittel und kurzfristig fällige Forderungen an Kunden gedeckt. Das Anlagevermögen der Gesellschaft ist vollständig durch Eigenmittel finanziert. Im Berichtsjahr 2023 war die Liquiditätssituation der Gesellschaft jederzeit geordnet, die Zahlungsfähigkeit war stets gewährleistet. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 stellt sich die Liquiditätssituation der Gesellschaft wie folgt dar:
Sämtliche Investitionen im Geschäftsjahr wurden in Gesamtjahresbetrachtung ohne die Aufnahme von Fremdmitteln finanziert. Die Finanzierung erfolgte aus dem Cashflow. Derzeit ist nicht geplant, Investitionen durch die Aufnahme von Fremdmitteln durchzuführen. Wir gehen davon aus, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit aus dem laufenden Cashflow erfüllen zu können, wobei in Zukunft für ein optimiertes Treasury Kontokorrentlinien möglich und sinnvoll sein könnten. Vermögenslage Die Aktivseite wird hauptsächlich durch die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden und das Anlagevermögen bestimmt. Die Forderungen an Kunden umfassen den AIFM, Hauck & Aufhäuser Funds Services S.A. Diese Forderung beinhaltet Provisionserträge aus der Beratung für das dritte und vierte Quartal 2023. Das Anlagevermögen besteht aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anteilen an Unternehmen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital der Gesellschaft entstand aus der im Rahmen der Gründung erbrachten Stammeinlage von TEUR 73,5 sowie Einzahlungen der Gesellschafter in die Kapitalrücklage i.H.v. TEUR 55. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Jahr 2022 i.H.v. TEUR 1.861 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 2.522 und somit zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von TEUR 2.650 (Vj. TEUR 3.239). 2. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenAuch zukünftig wird die Gesellschaft ihre personellen Ressourcen an ihren strategischen Zielen ausrichten. Der Personalaufbau konnte zum Ende des Geschäftsjahres weitgehend abgeschlossen werden, allerdings waren zum Berichtsstichtag zwei offene Stellen noch unbesetzt. In 2023 wuchs der Mitarbeiterbestand um fünf auf 25 Mitarbeiter (Vj. 20). Insgesamt traten 4 Junior- Analysten ihre (jeweils auf ein Jahr befristete) Tätigkeit an, um die 4 Investmentteams zu unterstützen. Darüber hinaus wurde eine Office-Managerin als Elternzeitvertretung eingestellt, ebenfalls zunächst auf 1 Jahr befristet. Außerdem waren analog zu 2022 auch in 2023 5 Werkstudenten bzw. Praktikanten tätig, die zum Teil unterjährig gewechselt haben. Für den Erfolg der Gesellschaft direkt relevant ist das Volumen des Fonds. Über die Beratungsgebühr erhält die Gesellschaft Umsatz aus jedem zugesagten Euro seitens der Anleger. Zum 31.12.2023 betrug das zugesagte Volumen des Fonds (ohne die Zusage des Teams, welches keine Beratungsgebühr trägt) rund EUR 297 Mio. Daraus erhält die ECBF Management GmbH 2,04% als Beratungsgebühr p.a. bis zum Ende der Investmentperiode. Danach ändert sich die Bezugsgröße auf das investierte Kapital des Fonds. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) und die Gesamterlöse (Umsatz) stellen als Maßgrößen für die Geschäftsentwicklung die zentralen Steuerungsgrößen dar. Daneben informiert sich die Geschäftsführung regelmäßig über die Entwicklung gesamtwirtschaftlicher, politischer und rechtlicher Einflussfaktoren in den einzelnen Tätigkeitsbereichen. Langfristig muss die Gesellschaft sicherstellen, dass die Investoren des Fonds zufrieden sind. Ziel ist es, dass die Investoren am Ende der Investmentperiode in einen Folgefonds investieren, um für die Gesellschaft weitere Provisionserträge zu generieren. Für die Sicherstellung der Zufriedenheit hat die ECBF Management GmbH verschiedene Konzepte eingeführt. Zum einen will die Gesellschaft durch eine enge Anbindung der Investoren Nutzen stiften. Hierfür wurde ein direkter Betreuer je Investor benannt. Sogenannte Deep Dive Workshops mit Investorenvertretern sollen Wissen transferieren und Wissen schaffen. Im Jahr 2023 wurden erneut vier solcher Workshops abgehalten. Die Anzahl soll in 2024 auf zwei reduziert werden, um die Konzentration noch stärker auf den Portfolioaufbau richten zu können. Daneben gibt es klare finanzielle Leistungsindikatoren für den Erfolg des Fonds. Wichtig ist der sogenannte TVPI (Total Value to Paid In Capital). Dieser zeigt das Verhältnis des Fondswerts zum eingezahlten Kapital in den Fonds. Langfristig muss dieser deutlich über eins liegen. Ziel der Gesellschaft ist 1,6x. Durch Aufbaukosten und Verwaltungsgebühren sowie gleichzeitig noch niedrigem Investitionsvolumen liegt dieser in den Anfangsjahren eines jeden Venture Capital Fonds allerdings regelmäßig unter 1,0x. Zum 31.12.2023 lag der TVPI im Fonds analog dieser Logik bei 0,67x nach 0,61x per Ende 2022. Als weitere Zielgröße wurde für den Fonds eine Brutto- und Nettozielrendite (IRR) kommuniziert. Auch hier ist der Wert in den Anfangsjahren nicht sehr aussagekräftig, da das Ergebnis durch die Anlaufkosten und Advisory Fee über Gebühr belastet ist und der Portfoliowert erst allmählich ansteigt. Zum 31.12.2023 lag der IRR brutto, d.h. auf das Investmentportfolio des Fonds bezogen, bei -9,87% p.a. und netto unter Einbeziehung der Managementkosten bei -28,01% p.a. Die Performanceparameter auf Fondsebene haben sich ggü. dem Vorjahr leicht erhöht, aber erreichen noch nicht zu das zu diesem Zeitpunkt angestrebte Niveau. Für eine positive Entwicklung sind werterhöhende Anschlussfinanzierungen erforderlich. Bei zwei Portfoliounternehmen haben diese in 2023 stattgefunden. 3. GesamtaussageDer Geschäftsverlauf der ECBF Management GmbH entwickelte sich leicht unter Plan. Das Neugeschäft auf Ebene des Fonds mit 3 Closings verfehlte das angestrebte Zielniveau von 5 Neuinvestments. Es fanden zwei bewertete Folgefinanzierungen statt. Das leichte Defizit im Neugeschäft soll im kommenden Geschäftsjahr wieder ausgeglichen werden. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist solide, die Liquiditätssituation ist geordnet. Die Gesellschaft wird ihren Geschäftsbetrieb auch im kommenden Jahr weiter ausbauen. D. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht1. Risiko- und ChancenberichtDie ECBF Management GmbH verfügt über eine nachhaltige Geschäftsstrategie und eine hierzu konsistente Risikostrategie, welche die aus der Geschäftsstrategie resultierenden Risiken abdeckt. Das Unternehmen hat eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation mit klarer Kompetenzzuordnung und Organisationsanweisungen. Die Gesellschaft ist folgenden Risiken ausgesetzt: Marktrisiken, Liquiditätsrisiken, Beratungsrisiken, Reputationsrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Regelmäßige Risikoanalysen, die Prüfung von Handlungsalternativen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken sowie ein permanentes Controlling sind feste Bestandteile in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Marktrisiko Auch wenn die Umsatzerlöse aus einer vertraglich fixierten Advisory Fee des AIFM und indirekt des Fonds resultieren, spielen Adressausfallrisiken und insbesondere Marktpreisrisiken für die Gesellschaft eine wichtige Rolle. Unsicherheiten an den internationalen Kapitalmärkten mit potenziell sinkenden Bewertungsniveaus tangieren das Portfolio des Fonds z.B. hinsichtlich der Verfügbarkeit von Investoren bei Folgeinvestitionen und Veräußerungen. Mittelfristig ist die Performance des Fonds von größter Relevanz für die Gesellschaft, da dieser nicht zuletzt die Voraussetzung für ein erfolgreiches Fundraising des Folgefonds und damit den Bestand der ECBF Management GmbH sein wird. Liquiditätsrisiko Die Liquidität der Gesellschaft wird im Rahmen des regelmäßigen Controllings sowie durch vierteljährliche Auswertungen überwacht. Um Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können, hält die Gesellschaft eine Liquiditätsreserve vor, die kurzfristig verfügbar ist. Das Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft stufen wir als gering ein. Operationelle Risiken Zu den operationellen Risiken der ECBF Management GmbH zählen insbesondere Risiken aus den operativen Prozessen, Personalrisiken und IT-Risiken. Die internen Prozesse der Gesellschaft werden seit ihrer Gründung fortlaufend auf ihre Fehleranfälligkeit überprüft und weiterentwickelt. Sofern automatisierte Prozesse und Kontrollen sinnvoll sind, werden diese umgesetzt. In 2022 hat die Gesellschaft ein externes Audit zunächst zur Beurteilung und Einhaltung der Prozesse im Investmentgeschäft beauftragt. Anhand von zwei Neugeschäftsfällen (Biosyntia und Red Horticulture) wurden die Prozesse im Allgemeinen sowie in der konkreten Anwendung in diesen Transaktionen einem Audit unterzogen. Ein entsprechender Bericht zu den Ergebnissen incl. daraus abgeleiteter Handlungsempfehlungen liegt vor. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung das Revisionsergebnis positiv ein. Das Audit soll jährlich durchgeführt werden und ggf. auch auf andere Geschäftsprozesse erweitert werden. Externe Dienstleister und Auslagerungspartner werden sorgfältig ausgewählt. Ihre Leistungen werden zeitnah überwacht und qualitätsgesichert; es finden regelmäßige Review-Gespräche statt. Bei der Auswahl von Mitarbeitern wird auf eine hohe Qualifikation und ein geeignetes Persönlichkeitsprofil geachtet. Es finden regelmäßige Schulungen statt. Zur Reduzierung eines potenziellen Schlüsselpersonenrisikos werden Vertretungsregelungen definiert und Prozesse dokumentiert. Um Risiken aus Vereinbarungen und Verträgen zu minimieren, werden diese durch externe Anwälte erstellt oder überprüft. Dem Versagen technischer Systeme wird durch den Einsatz hochwertiger Technik und deren ständige Wartung entgegengewirkt. Die laufende Überwachung erfolgt durch externe Fachkräfte. Reputationsrisiken Reputation ist definiert als „der aus der Wahrnehmung verschiedener Anspruchsgruppen resultierende öffentliche Ruf der Gesellschaft oder einzelner Beteiligungen hinsichtlich ihrer Kompetenzen, Integrität und Vertrauenswürdigkeit“. Zu den Anspruchsgruppen zählen z. B. Kunden, Mitarbeiter oder Gesellschafter. Reputationsrisiken der ECBF Management GmbH können sich sowohl aus einer schlechten Performance des zugrunde liegenden Fondsportfolios, bei der Anlagevermittlung oder -beratung als auch aus Fehlern in der Anlageberatung ergeben. Weiterhin können Reputationsschäden durch mangelnde Regelkonformität in der Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden oder den Fondsinvestoren entstehen. Zudem sind Investoren und Portfoliounternehmen des Fonds indirekte Quellen von Reputationsschäden, deren Handeln auf die Gesellschaft abfärben kann. Durch entsprechende Prozesse, Schulungen und Organisationsanweisungen wird ein hohes Qualitätsniveau im Hinblick auf Due Diligence, Entscheidungsprozesse, Beratungsleistung sowie die Erfüllung regulatorischer Vorgaben sichergestellt. Allgemeine Geschäftsrisiken Allgemeine Geschäftsrisiken entstehen überwiegend aufgrund veränderter Rahmenbedingungen und können unerwartete Ergebnisrückgänge oder negative Planabweichungen zur Folge haben. Ursachen hierfür können im Wandel des Kundenverhaltens, in Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie in strategischen Fehlentscheidungen liegen. Aufgrund ihrer Geschäftsstrategie ist die Gesellschaft nur geringen Verlustrisiken durch externe Ereignisse ausgesetzt. Chancenmanagement Die Chancen der ECBF Management GmbH sind mit der Zielerreichung des Fonds ECBF I SCSp verknüpft. Bei hohen Renditen und sichtbarem Beitrag zur Entwicklung der Bioökonomie sowie der Ausrichtung auf Nachhaltigkeit des Fonds I, hat die ECBF Management GmbH sehr gute Chancen, ihre Tätigkeit als Anlagervermittler und -berater deutlich auszubauen. Die Beratung eines zweiten und in Zukunft eines dritten ECBF Fonds kann zu einem erheblichem Umsatzwachstum der Gesellschaft führen. Der Bedarf für Venture Capital Finanzierungen in den vom ECBF avisierten Sektoren kann deutlich steigen. Ferner erscheint die Bereitschaft von Anlegern, in sog. Impactfonds mit guten Renditeaussichten zu investieren, aus heutiger Sicht gegeben. Damit verfügt die ECBF Management GmbH über gute Chancen, in Zukunft ihr Geschäft deutlich ausbauen zu können. Im Fondsvertrag ist vereinbart, dass bis zum 4. Jahrestag nach First Closing des Fonds eine Impact Evaluation Studie durchgeführt wird. Diese ist für 2024 geplant und wird untersuchen, inwiefern die Ziele des Fonds im Hinblick auf verschiedene Dimensionen erreicht wurden. Die Untersuchungsgegenstände sind z.B. die Aktivierung privaten Kapitals für das adressierte Marktsegment, die Nachfolge weiterer Akteure und Stabilisierung der Finanzierungsmöglichkeiten von Start-ups im Bereich der Bioökonomie sowie die Erarbeitung von Standards zur Datenerhebung und -Dokumentation im Hinblick auf die ESG-Kriterien. Die Evaluationsergebnisse sind ein wichtiger Baustein im Fundraising zur Realisierung eines Folgefonds. 2. Darstellung der RisikolageUnternehmerisches Handeln ist stets mit Chancen und Risiken verbunden. Demzufolge stehen den Chancen auch Risiken gegenüber. Trotz Risikocontrollings und -management können nicht alle potenziellen Risiken vollständig ausgeschlossen werden. Die Inflation auf der einen Seite sowie die Zinserhöhungen der EZB seit Juli 2022 führen zu wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Auswirkungen. Deutschland befindet sich am Rande einer Rezession. Es ist davon auszugehen, dass auch die ECBF Management GmbH aufgrund der weltweiten Auswirkungen auf Realwirtschaft und Kapitalmärkte wirtschaftlich betroffen sein wird. Als zusätzliche Priorität sind viele Unternehmen und potenzielle Investoren mit der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen befasst. Vor diesem Hintergrund war die Anlageberatung im letzten Jahr herausfordernd, was sich auch in 2024 fortsetzen wird; langfristig sind negative Auswirkungen auf den geplanten Umsatz der Gesellschaft nicht auszuschließen. Vor allem kann die wachsende Inflation das Geschäft des ECBF Management GmbH beeinträchtigen, denn die Umsatzerlöse sind nominal festgelegt, so dass Preis- und insbesondere Lohnerhöhungen zumindest nicht vollständig ausgeglichen werden können. Die Budgets werden voll belastet und die Handlungsmöglichkeiten der Gesellschaft eingeschränkt. Diese Entwicklung wird genau beobachtet und ausgesteuert. Nach derzeitiger Einschätzung gehen wir aber davon aus, dass die dargestellten Risiken nicht zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der Entwicklung unserer Gesellschaft führen werden. Die Risikotragfähigkeit für das kommende Geschäftsjahr ist nicht gefährdet, bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. 3. PrognoseberichtDie Gesellschaft wird ihre Anlageberatungstätigkeiten für den Fonds weiter forcieren. Der Personalaufbau ist weitgehend abgeschlossen, zum Jahresende waren zwei offene Stellen unbesetzt. Eine durch den Weggang eines Venture Partners noch offene Stelle konnte zum Februar 2024 besetzt werden. Für die offene Stelle eines ESG-Analysten konnte ebenfalls schon ein geeigneter Kandidat gefunden werden, der seine Tätigkeit in Q4 2024 aufnehmen wird. Die hochqualifizierten Mitarbeiter werden eine Grundlage dafür sein, dem AIFM bestmögliche Investitionsentscheidungen zu empfehlen. Weiterhin wird die Gesellschaft die Investmentprozesse bei Bedarf optimieren. Im Jahresverlauf wird erwartet, dass die Gesellschaft den AIFM bei acht bis zehn Investmentprozessen für den Fonds beraten kann. Damit liegt die geplante Anzahl 2024 deutlich über den realisierten Closings 2022 / 2023, um die verzögerte Investmenttätigkeit der beiden Vorjahre zu kompensieren. Um Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts waren bereits 4 Neuinvestments abgeschlossen. Globale gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten sowie die Geldentwertung können zu ungeplanten Kostenerhöhungen führen, was bei einer nicht inflationsgeschützten Advisory Fee problematisch werden kann. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem positiven Ergebnis vor Steuern von EUR 0,5 Mio. gerechnet. Der Provisionsertrag wird wie 2023 bei EUR 6,1 Mio. liegen, da der Fonds sich in 2024 weiterhin in der Investitionsphase befindet und die Fee analog zum Vorjahr auf Basis des finalen Fondsvolumen über EUR 301 Mio. ermittelt. Aufgrund des Preisanstiegs in Verbindung mit dem im Jahresdurchschnitt höheren Personalbestand wird außerdem mit ca. 9% höheren Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zu 2023 geplant.
Bonn, 31.03.2024 Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer Dr. Michael Nettersheim, Geschäftsführer Dr. Dirk Saßmannshausen, Geschäftsführer 1 https://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/h2020/grants_manual/hi/3cpart/h2020-hi-list-ac_en.pdf 2 ESG = Enviromental, Social and Governance. 3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html 4 https://de.statista.com/themen/112/inflation/#topicOverview 5 https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Bevoelkerung-Arbeit-Soziales/Arbeitsmarkt/EUArbeitsmarktMonat.html 6 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/04-jahresprojektion-der-bundesregierung.html#:~:text=Annahmen%20der%20Jahresprojektion%202024,2%20%25%20im%20kommenden%20Jahr%20an. 7 https://commission.europa.eu/news/inflation-eu-will-fall-faster-and-economy-grow-more-slowly-new-forecast-says-2024-02-15_de#:~:text=Die%20Kommission%20geht%20f%C3%BCr%202024,auf%202%2C5%20%25%20erwartet. 8 https://de.statista.com/outlook/fmo/capital-raising/traditional-capital-raising/venture-capital/europa#aufgenommenes-kapital 9 https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-Dashboard/KfW-VC-Dashboard-Q4-2023.pdf 10 https://www.pwc.de/de/deals/venture-capital-marktstudie.html BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangangabenAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften sowie unter Berücksichtigung der auf Wertpapierinstitute anzuwendenden Vorschriften der §§ 340 ff. HGB sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG), aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte anhand der entsprechenden Formblätter der RechKredV. Dabei wurde jeweils das gesetzliche Gliederungsschema für die Bilanz (Formblatt 1) und für die Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3; Staffelform) verwendet. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der besonderen Regelungen für Kredit-, Finanzdienstleistungs- und Wertpapierinstitute (§§ 340e ff. HGB) bewertet. Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden wurden, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, zum Nennwert bewertet. Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Wirtschaftgüter mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden sofort abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 wurden aufwandswirksam erfasst. Sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Sonstige Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen wurden für Verpflichtungen, die zum Bilanzstichtag dem Grunde und/oder der Höhe nach ungewiss sind, gebildet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Angaben zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute i.H.v. EUR 932.730,51 resultieren aus Guthaben auf einem laufenden Bankkonto (Girokonto). Es bestehen keine Forderungen, die auf fremde Währung lauten. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden i.H.v. EUR 3.057.898,52 (Vorjahr: EUR 4.626.538,37) ist innerhalb von vier bis zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag fällig. Es gibt keine Forderungen, die auf fremde Währung lauten. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Der Bestand des Anlagevermögens sowie die jeweiligen Geschäftsjahresabschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich im Berichtsjahr auf: EUR 8.771,39. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023ECBF Management GmbH, Bonn
Sonstige Vermögensgegenstände Bei den sonstigen Vermögensgegenstände i.H.v. EUR 13.299,06 (Vorjahr: EUR 240.385,19) handelt es sich im Wesentlichen um Ansprüche die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Mit EUR 7.095,34 sind Beträge aus der zeitanteiligen Abgrenzung von Zinsen aus Tagesgeldkonten enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. EUR 82.686,76 (Vorjahr: EUR 126.132,57) handelt es sich im Wesentlichen um Vorauszahlungen für Versicherungen und Lizenzen für das folgende Geschäftsjahr. Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses nicht unwesentlich sind. Es gibt keine Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten. Als wichtigste Einzelbeträge sind zu nennen: - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. EUR 155.102,46 (Vorjahr: EUR 311.504,40). - Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer i.H.v. EUR 68.957,14 (Vorjahr: EUR 58.867,02). Fristengliederung
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 1. September 2021 wurde ein Mietvertrag über Büroräume für die Dauer von 3 Jahren abgeschlossen. Insgesamt besteht über die verbleibende Laufzeit des Mietvertrages eine sonstige finanzielle Verpflichtung i.H.v. EUR 40.400,00 (davon bis 1 Jahr: EUR 40.400,00). Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Provisionserträge Die Provisionserträge resultieren ausschließlich aus einem, mit einem Dritten geschlossenen, Dienstleistungsvertrag. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge für die Weiterbelastung von Kosten i.H.v. EUR 114.741,53 (Vorjahr: EUR 108.795,81) für das ECB Forum enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: - Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer der ECBF Management GmbH - Dr. Michael Nettersheim, Geschäftsführer der ECBF Management GmbH - Dr. Dirk Saßmannshausen, Geschäftsführer der ECBF Management GmbH Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden insgesamt EUR 927.068,37 (Vorjahr EUR 891.512,13) gewährt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
*1 Zuletzt verfügbarer Jahresabschluss zum 31.12.2022. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt EUR 16.200,00 und gliedert sich wie folgt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzgewinn beträgt EUR 2.522.499,01 und wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Bonn, 13. Mai 2024 gez. Dr. Michael Brandkamp gez. Dr. Michael Nettersheim gez. Dr. Dirk Saßmannshausen Jeweils als vertretungsberechtigte Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileNiederschrift über die ordentliche Gesellschafterversammlung der ECBF Management GmbH, Bonn Am 28.05.2024 beschließen - unter vorsorglichem Verzicht auf sämtliche Form- und Fristerfordernisse - die Gesellschafter der ECBF Management GmbH folgenden Gesellschafterbeschluss: 1. Der von der Geschäftsführung vorgelegte und in Anlage 1 beigefügte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 wird genehmigt und festgestellt. 2. Der nach dem zu berücksichtigen Gewinnvortrag von EUR 1.860.868,09 festgestellte Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.522.499,01 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. 3. Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Die Gesellschafterversammlung ist hiermit beendet.
Bonn, 28.05.2024 gez. SI Sustainable Investments GmbH gez. Hoschie Beteiligungs GmbH gez. MJN Investments GmbH Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ECBF Management GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ECBF Management GmbH, Bonn (im Folgenden „Gesellschaft“) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §§ 340k, 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gensingen, den 28. Mai 2024 App Audit GmbH Jürgen App, Wirtschaftsprüfer |
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