Zeppelin Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Artur Bischof seit 22.7.2021 | Geschäftsführer |
Thomas Johann Brandt seit 22.7.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Friedrichshafen Zeppelin-Stiftung | 54.00% |
Landkreis Bodensee | 40.00% |
Luftschiffbau Zeppelin GmbHEigenbeteiligung | 5.77% |
Stadt Friedrichshafen, Zeppelin-Stiftung, Friedrichshafen | 0.22% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Luftschiffbau Zeppelin GmbHFriedrichshafenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Geschäftsmodell und Grundlagen des KonzernsDer Luftschiffbau Zeppelin-Konzern (nachfolgend: LZ-Konzern) setzt sich aus der Beteiligungs- und Immobilienverwaltung sowie dem Bereich Luftschiffe zusammen. Darüber hinaus zählt ein, im Moment aufgrund eines Neubaus stillgelegter, Hotelbetrieb dazu. Der LZ-Konzern ist wie folgt strukturiert:
Der Bereich der Beteiligungs- und Immobilienverwaltung umfasst die Verwaltung, Vermietung, Verpachtung, den Erwerb und die Veräußerung von Liegenschaften sowie den Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Beteiligungen an Gesellschaften. Die LZH ist seit Ende April 2022 - nach Erfüllung aller für den Erwerb vorausgesetzten aufschieben Bedingungen und Fälligkeitsvoraussetzungen - Eigentümerin sämtlicher Grundstücke und Gebäude, die auf dem Areal des Bodensee-Airports liegen und ehemals im Eigentum der Flughafen Friedrichshafen GmbH standen. Die Grundstücke und Gebäude werden zum Weiterbetrieb des Bodensee-Airports an diesen zurück vermietet. Geschäftszweck der ZLT ist die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb, die Instandhaltung/Wartung von Luftschiffen moderner Technologie sowie diesbezügliche Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen für Drittkunden. Die DZR führt touristische Rundflüge durch und betreibt das Restaurant "Zeppelin Hangar FN". Des Weiteren besteht die Möglichkeit zum Kauf von Merchandising-Artikeln. Schließlich bietet die DZR den Zeppelin NT (Neue Technologie) als Event- und TV-Kameraplattform, Plattform für wissenschaftliche Sondermissionen sowie für Flüge im hoheitlichen Auftrag an. Die Fläche der Luftschiffhülle wird als Werbeplattform vermarktet. Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH hat am 7. November 2011 einen Entherrschungsvertrag mit der Zeppelin GmbH (im Folgenden kurz auch "ZEP" genannt) abgeschlossen. In den Geschäftsjahren 2011 bis 2017 wurde das Einbeziehungswahlrecht des § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in Anspruch genommen und der Teilkonzern der Zeppelin GmbH in den HGB-Konzernabschluss der LZ im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Im Geschäftsjahr 2018 machte die LZ erstmalig von dem Einbeziehungswahlrecht Gebrauch und verzichtet seither in den HGB-Konzernabschlüssen auf die Vollkonsolidierung des Teilkonzerns der ZEP. B. WirtschaftsberichtWirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Vorjahr - kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten". 1 Geprägt von krisen- und krisenbedingten Sondereffekten - insbesondere ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine und eine daraus resultierende Verteuerung von Energieprodukten (+34,7 %) - war im Jahresdurchschnitt 2022 insgesamt eine hohe Inflationsrate (+7,9 % gegenüber 2021) zu verzeichnen. Der höchste monatliche Wert wurde durch das Statistische Bundesamt im Oktober 2022 mit +10,4 % ermittelt. 2 Die oben aufgeführten und in Summe betrachtet ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren auch für den LZ-Konzern spürbar. Aufgrund guter Geschäftsbeziehungen zu General-/Bauunternehmen und Handwerksbetrieben, der Nutzung von Skaleneffekten, optimierenden Maßnahmen in Planungs- und Ausführungsphasen, rechtzeitig eingeleiteter und solide aufgebauten Finanzierungsmodellen sowie vor dem Hintergrund obenstehender Entwicklungen teilweise günstigen Zeitpunkten für die Auftragsvergabe, gelang es den Unternehmen des LZ-Konzerns dennoch, ihre Investitionsstrategie in diverse Neubauprojekte fortzusetzen und weiter auszubauen. So war die Investitionstätigkeit in das diversifizierte Immobilienportfolio des LZ-Konzerns - wie auch in den Vorjahren - sehr hoch. Die Nachfrage nach Mietwohnungen aller Preis- und Qualitätskategorien war auch im Jahr 2022 ungemindert hoch. Der Mangel an Mietwohnungen macht sich vor allem im Bereich der bezahlbaren Mietwohnungen bemerkbar. Im Berichtsjahr waren keine nennenswerten Mietausfälle zu verzeichnen. Die Flugsaison bei der DZR konnte im Jahr 2022 nach zwei Jahren mit Corona-Einschränkungen erstmals wieder ohne Einschränkungen geplant und durchgeführt werden. So begann die Saison am 10. April 2022 mit den ersten Passagierflügen. Die DZR hat auch im Geschäftsjahr 2022 zwei Luftschiffe betrieben, mit den Werknummern (Manufacturer Serial Number - MSN) 002 und 004. Die Luftschiffe kamen während der Saison 2022 wechselnd im Passagierbetrieb und im Charterbetrieb zum Einsatz. In 2022 gab es keine Sondermissionen. Das Luftschiff 004 leistete 936 Flugstunden (Vj. 803). Luftschiff 002 leistete 906 Flugstunden (Vj. 619), in Summe 1.842 Flugstunden. Insgesamt hat die DZR im Eigenbetrieb und im Chartereinsatz 21.193 Passagiere (Vj. 15.919) in der Saison 2022 befördert. Bei der Flotte ergab sich eine technische Zuverlässigkeit von 95 % (Vorjahr 99 %) aller geplanten Flugzeiten. Aufgrund ungewöhnlich hoher Heliumverunreinigungen bei Luftschiff 004, mit einhergehenden hohen Kosten für Helium-Reinigungen, wurde die Entscheidung getroffen die Luftschiffhülle von diesem Schiff zu vergrößern und die Ballonets auszutauschen. Dieses sehr umfangreiche Projekt wurde Ende Oktober 2022 begonnen und stellte eine große Herausforderung dar, da diese Maßnahmen bislang noch nie an einem Luftschiff durchgeführt wurden. Ein weiteres wichtiges Projekt in 2022 war eine Lebensdauer-Verlängerungsmaßnahme für die Luftschiffleitwerke. Neben der Beteiligungs- und Immobilienverwaltung stellen die Beteiligungserträge der entherrschten unmittelbaren Beteiligung an der ZEP den wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis dar. C. Geschäftsentwicklung des LZ-KonzernsUmsatzentwicklung und Auftragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 2.333 auf TEUR 34.075 (Vj. TEUR 31.742) erhöht. Die Erhöhung resultiert vor allem aus dem Luftschiffbereich. Hier konnten die Rundflugerlöse sowie der Verkauf von Ingenieursdienstleistungen deutlich erhöht werden. Aber auch im Immobilienbereich ließen sich aufgrund von Mietindexierungen sowie der Fertigstellung und einem damit einhergehenden Vermietungsbeginn von Neubauvorhaben Umsatzzuwächse realisieren. Aufgrund von Konsolidierungseffekten im Beteiligungs- und Immobilienbereich lagen die bereinigten Umsatzerlöse jedoch geringfügig unter dem Vorjahreswert (s. Ausführungen Konzernanhang - Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung). Im Frühjahr 2022 erteilte die DZR der ZLT den Auftrag für den Bau eines weiteren Schiffes, so dass die Flotte von 5 auf 6 Schiffe, davon 3 im Eigenbetrieb der DZR anwachsen wird. Die Auslieferung des aktuell im Bau befindlichen Luftschiffs 009 ist auf das erste Quartal 2024 geplant. Im Bereich Wohnimmobilien befinden sich die folgenden Projekte in der Realisierungs-/ Bauphase:
Für das Jahr 2023 befinden sich folgende Projekte in der Konzeptionsphase:
Im Hotelbereich haben im Rahmen eines außergerichtlichen Einigungsprozesses zwischen LZ und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) intensiv geführte Verhandlungsgespräche im Zusammenhang mit dem durch den BUND eingelegten Widerspruch gegen die durch die Stadt Friedrichshafen erteilte Baugenehmigung im Juni 2022 zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Der behördlich angeordnete Baustopp wurde aufgehoben und das gerichtliche Widerspruchverfahren gegen die Stadt Friedrichshafen wurde beigelegt. Auf dieser Grundlage hat die Gesellschaft im Sommer und Herbst 2022 die temporär stillgelegten (Bau-) Verträge neu verhandelt und reaktiviert und die Bauarbeiten im Oktober 2022 fortgesetzt. Nach aktuellem Kenntnisstand soll das Bauvorhaben im April 2024 fertiggestellt sein und das Hotel (62 Gästezimmer; Holz-Hybridbau; Geothermie; Energiestandard KfW 55) zum 1. Mai 2024 seinen Betrieb aufnehmen. Personal Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der LZ-Konzern insgesamt 122 (Vj. 117) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren im Luftschiffbereich im Jahresdurchschnitt 109 (Vj. 101) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die übrigen im Immobilienbereich. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten werden innerhalb des LZ-Konzerns für den Bereich Luftschiffe bei der ZLT betrieben. Die Entwicklungstätigkeit setzt sich aus der Konstruktion/Berechnung sowie dem Flugversuch/Systemtest zusammen. Der Bereich ist verantwortlich für die weitere Entwicklung der Luftschiffe und die Sicherheit der Luftschiffflotte, für die zulassungsrechtlichen Vorgaben der EASA sowie für Drittaufträge. Im Bereich Forschung und Entwicklung betrug der Gesamtaufwand im Geschäftsjahr 2022 TEUR 1.950 (Vj. TEUR 2.101) - für den Forschungs- und Entwicklungsbereich sind TEUR 1.624 (Vj. TEUR 1.783) Personalaufwand enthalten. D. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Luftschiffbau Zeppelin-KonzernsLeistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren 3 ziehen wir für die Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse und Konzernergebnis vor Steuern heran.
Das Konzernergebnis vor Steuern beinhaltet auch die Gewinnausschüttung der Zeppelin GmbH. Ertragslage Die Erhöhung der Umsatzerlöse um TEUR 2.333 auf TEUR 34.075 (Vj. TEUR 31.742) ist insbesondere auf gestiegene Umsätze im Luftschiffbereich (Rundflugerlöse und Verkauf von Ingenieursdienstleistungen), aber auch im Immobilienbereich (Mietindexierungen und Fertigstellung / Vermietungsbeginn von Neubauvorhaben) zurückzuführen. Letztere wirken sich aufgrund von Konsolidierungseffekten jedoch nur geringfügig aus (s. oben - Umsatzentwicklung und Auftragslage). Die Zunahme des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 162 (TEUR 1.439; Vj. TEUR 1.277) ist im Wesentlichen durch den Bau des Luftschiffs 009 begründet. Der Materialaufwand ist um TEUR 3.350 angestiegen (TEUR 11.537; Vj. TEUR 8.187). Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf Kostensteigerungen im Luftschiffbereich wie bspw. auf einem vergleichsweise hohen Bedarf an Fremdleistungen (z. B. Reparaturen für Bauteile), einem insgesamt höheren Einsatz von Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffen und Materialbezugsnebenkosten, den gegenüber dem Vorjahr höheren Flugstunden, die Mehrkosten für Kraftstoff und Wartungen verursachten sowie einem angestiegenen Heliumeinkaufspreis. Die Erhöhung des Personalaufwands um TEUR 454 auf TEUR 9.699 (Vj. TEUR 9.245) resultiert im Wesentlichen aus einer Aufstockung des Wartungs-/ Instandhaltungs- und Herstellungsteams für den Bau des neuen Luftschiffs 009, einer allgemeinen Lohnerhöhung im Luftschiffbereich um 5 % sowie einer Erhöhung der Urlaubs- und Gleitzeitrückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 4.598 auf TEUR 5.084 (Vj. TEUR 9.682) verringert. Für die deutliche Reduzierung sind hauptsächlich geringere Instandhaltungsaufwendungen und Rechts- und Beratungskosten, niedrigere Rückstellungsbeträge sowie nicht mehr angefallene Due Diligence Kosten, die für den Erwerb der Liegenschaften des Flughafenareals erforderlich waren, sowie Unterbrechungskosten im Zusammenhang mit dem Hotelneubau DAS ZEPPELIN, die im Vorjahr 2021 entstanden sind, im Immobilienbereich ausschlaggebend. Bei den Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 17.346 (Vj. TEUR 19.866) handelt es sich um die Gewinnausschüttung 2022 der Zeppelin GmbH, die von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH teilweise an die Zeppelin-Stiftung, Friedrichshafen, ausgeschüttet werden soll. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind vor allem Darlehenszinsen für die Finanzierung des Immobilienbestandes der LZ, ZW, ZVG und LZH in Höhe von TEUR 958 (Vj. TEUR 927) enthalten. Im Luftschiffbereich sind Zinsaufwendungen für die Finanzierung des Luftschiffs 004 sowie des neuen Luftschiffs 009 in Höhe von TEUR 269 (Vj. TEUR 137) zu verzeichnen. Das Konzernergebnis vor Steuern verringerte sich geringfügig von TEUR 20.840 auf TEUR 20.725. Für die Reduzierung des Konzernergebnisses sind im Wesentlichen die geringeren Beträge aus Beteiligungen sowie angestiegene Material- und Personalaufwendungen ursächlich, die jedoch größtenteils durch höhere Umsatzerlöse sowie deutlich geringere sonstige betriebliche Aufwendungen kompensiert werden konnten. Finanzlage Der LZ-Konzern weist eine gesunde Kapitalstruktur auf. Die Eigenkapitalquote beträgt im Konzernberichtsjahr 86,6 % (Vj. 89,4 %). Die Eigenkapitalquote beinhaltet insbesondere den Beteiligungswert der ZEP. Daraus abgeleitet spiegelt die o. g. Eigenkapitalquote nicht die tatsächliche Finanzkraft des LZ-Konzerns wider, sondern die Ergebnisentwicklung (inkl. ZEP) der Vorjahre, die in Form der Gewinnrücklage dem Eigenkapital zuzuordnen ist. Der LZ-Konzern verfügt zum Stichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 24.861 (Vj. TEUR 20.226). Die liquiden Mittel sind im Wesentlichen für die ab 2023 ff. anstehenden Investitionen in den Mietwohnungsbau und energetische Sanierungen vorgesehen. Am Bilanzstichtag weist der LZ-Konzern Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 66.299 (Vj. TEUR 47.975) aus. Damit nahmen diese gegenüber dem Vorjahr um TEUR 18.324 zu. Der Darlehensaufnahme von TEUR 22.695 stehen Tilgungen von TEUR 4.371 gegenüber. Insgesamt ist der LZ-Konzern nach Ansicht der Geschäftsleitung solide (langfristig und mit fixierten Zinssätzen über die jeweils vertraglich vereinbarte Zinsbindungsdauer) finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 17.299) enthalten vor allem eine langfristige Anlage der Zeppelin-Stiftung über TEUR 9.000 zur Finanzierung des Luftschiffs 004 sowie ein Teilbetrag eines weiteren langfristigen Kredits der Zeppelin-Stiftung Ferdinand gGmbH in Höhe von TEUR 8.000 für den Bau des neuen Luftschiffs 009. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen im Geschäftsjahr 2022 nicht mehr (Vj. TEUR 3.000). Hierbei handelte es sich um einen Betriebsmittelkredit der ZF Friedrichshafen AG für die ZLT, der vollständig zurückgezahlt wurde. Der Grad der langfristigen Finanzierung 4 beläuft sich auf rd. 96 % (Vj. 96 %). Im Bereich des Immobilienbestandes sind die Objekte langfristig und mit guten Konditionen refinanziert. Im Bereich Luftschiffe ist eine eigenständige Neubau-Projektfinanzierung derzeit aufgrund mangelnder eigener Sicherheiten der ZLT und DZR nicht gegeben. Beide Gesellschaften sind von der weiteren finanziellen Unterstützung ihrer Gesellschafter abhängig. Das Mutterunternehmen ist durch Ausreichung von insgesamt zwei selbstschuldnerischen Rückbürgschaften an die ZLT Haftungsverhältnisse eingegangen. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 872.383 um TEUR 38.831 auf TEUR 911.214 erhöht. Hauptausschlaggebend für diese Erhöhung sind die Zugänge im Bereich des Sachanlagevermögens. Bei den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken macht sich der Erwerb der Liegenschaften des Bodensee-Airports inkl. Erwerbsnebenkosten in Höhe von TEUR 22.518 bemerkbar. Auch die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau nahmen um ca. TEUR 10.000 zu. Neben den Zugängen im Immobilienbereich aufgrund der laufenden Bauvorhaben (Projekte DAS ZEPPELIN, Wohnen am Karl-Olga-Park und Entwicklung Alte Schmiede Platz) ist hier im Besonderen auch die Anzahlung für den Bau des Luftschiffs 009 (TEUR 8.000) zu nennen. Die Veränderung des Umlaufvermögens (+ TEUR 8.415) resultiert hauptsächlich aus höheren Vorräten (+ TEUR 4.587) sowie einer Zunahme der liquiden Mittel um TEUR 4.635. Prognose-Ist-Vergleich Die tatsächlichen Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 34.075 liegen über dem geplanten Wert von TEUR 33.400. Hierfür sind im Wesentlichen höhere Umsatzerlöse im gewerblichen Immobilienbereich zu benennen, da es zu keinen, in der Wirtschaftsplanung angenommenen pandemiebedingten, Mietausfällen kam. Zusätzlich machen sich die über den Verkauf von Ingenieurs- und Wartungsdienstleistungen generierten Mehrumsätze im Luftschiffbereich bemerkbar. Das Konzernergebnis vor Steuern (TEUR 20.725) ist gegenüber dem prognostizierten Wert von TEUR 21.800 um TEUR 1.075 geringer ausgefallen. Für den leichten Ergebnisrückgang gegenüber dem geplanten Wert sind im Wesentlichen die höheren Materialaufwendungen im Luftschiffbereich ursächlich. E. PrognoseberichtFür den LZ-Konzern wird für das Geschäftsjahr 2023 mit einem konsolidierten Jahresumsatz in Höhe von TEUR 37.138 gerechnet. Das Konzernergebnis vor Steuern wird auf TEUR 14.678 prognostiziert. Ausgangsbasis für die oben genannten Prognosewerte bilden die Annahmen der mittelfristigen Wirtschaftsplanung aus November/Dezember 2022. Im Beteiligungs- und Immobilienbereich wird im Geschäftsjahr 2023 insgesamt mit einer positiven Umsatzentwicklung gerechnet. Allgemeine Mietanpassungen und die ganzjährige Neuvermietung von in der zweiten Hälfte des Vorjahres fertiggestellten Projekten werden ebenso für ein entsprechendes Umsatzwachstum sorgen, wie die geplante Veräußerung von Immobilienbeständen (vorwiegend Splitbestände in Wohnungseigentümergemeinschaften). Bei der Geschäftseinheit Luftschiffe sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht mehr spürbar und die Ticketverkäufe bewegen sich auf Rekordniveau, was ebenfalls zu einem Umsatzwachstum führen wird. Gegenläufig zum prognostizierten Umsatzwachstum wirken sich insbesondere die weltweiten Folgen des Krieges in der Ukraine belastend auf das prognostizierte Konzernergebnis im Jahr 2023 aus. Infolgedessen ist mit erhöhten Materialaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu rechnen. Von einem weiteren Preisanstieg für Helium, Flugbenzin und Ersatzteilen ist auszugehen. Durch den Bau des 3. Luftschiffs und geplante Neueinstellungen im Immobilienbereich sind darüber hinaus steigende Personalkosten in der Planung berücksichtigt. Darlehensaufnahmen zur Finanzierung der Neubauprojekte im Immobilienbereich sowie die Finanzierung für den Bau des 3. Luftschiffs werden zu höheren Zinsaufwendungen führen. Zuletzt könnte ein niedrigerer Beteiligungsertrag ein insgesamt betrachtet geringeres Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 14.678 bedingen. F. Chancen- und RisikoberichtRisikobericht Der LZ-Konzern verfügt über ein Risikomanagementsystem, das der Struktur der Gesellschaften angemessen ist. Das quartalsmäßige Berichtswesen der Gesellschaften lässt die Planabweichungen, insbesondere bei den Mieten / Pachten und Instandhaltungen, frühzeitig erkennen. Die Geschäftsführung der LZ überprüft quartalsweise die Risiken der Tochtergesellschaften. Für den Bereich Luftschiffe erfolgen turnusgemäße Überprüfungen im Rahmen der Luftfahrtgesetze durch die European Aviation Safety Agency, das Luftfahrt Bundesamt und die Sicherheitsbehörden. Vermögensrisiken Der LZ-Konzern ist in seiner Gesamtsubstanz sehr stabil und diversifiziert aufgestellt und somit in seiner Geschäftsentwicklung nicht kurzfristig von Außeneinwirkungen in entscheidendem Maße beeinflussbar. Branchenspezifische Risiken In der Immobilienbranche wird wie auch in den Jahren zuvor, in der derzeitigen Marktlage und bezogen auf Lage und Ausstattung, ein geringes Vermarktungsrisiko bei Wohnimmobilien, jedoch ein mittleres Vermarktungsrisiko bei gewerblichen Immobilien gesehen. Die gewerblichen Miet- und Pachtverträge sind jedoch mittel- bis langfristig ausgelegt und in der Regel mit entsprechenden Anpassungsklauseln (Indexierungen) versehen. Derzeit ist ein massiver Anstieg der Baukosten in Bezug auf laufende und geplante Immobilienprojekte zu verzeichnen, die zum einem aus massiv steigenden Energiepreisen und zum anderen aus der Unterbrechung von Lieferketten resultieren. Des Weiteren sind behördliche Anforderungen, neue Verordnungen in Richtung des Klimaschutzes zu berücksichtigen, die sich zusätzlich in steigenden Baukosten niederschlagen. Die Gesamtsubstanz ist grundsätzlich stabil und diversifiziert. Vereinzelte, u. a. Finanzrisiken, sind im Beteiligungsbereich vorhanden. In diesem Zusammenhang ist auf den hohen Finanzmittelbedarf im Luftschiffbereich hinzuweisen, mit dem die Entwicklung sowie der Flugbetrieb in Friedrichshafen gefördert und unterhalten werden soll. Der Markt für Luftschiffe ist ein Nischenmarkt. Mit den Goodyear-Aufträgen (drei Luftschiffe) konnte im Jahr 2011 ein Auftrag gewonnen werden. In diesem Nischenmarkt ist ein Verkauf an Drittkunden durch hohe Investitionskosten für ein Luftschiff und die dazugehörige Infrastruktur sehr schwierig zu realisieren. Derzeit stehen weltweit neben den Zeppelin NT-Schiffen bei der DZR und bei Goodyear nur wenige Prallluftschiffe im Werbeeinsatz. Die ZLT wird seit mehreren Jahren von LTARE (USA) mit umfangreichen Entwicklungsaufträgen beauftragt. LTARE entwickelt ein großes Luftschiff, das in 2023 seinen Erstflug haben soll. Anhängig von dem Erfolg des Erstfluges bei dieser Neuentwicklung werden Neuaufträge bei der ZLT in der Zukunft beeinflusst. Die Markteintrittshürden für potenzielle Investoren bei einem Start "ab Null" sind hoch. Es müssen Investitionen sowohl in das Luftschiff als auch in die Hangar- und Landeplatz- Infrastruktur und das Bodengerät geleistet werden. Der Aufbau operationeller Erfahrung ist unverzichtbar für einen sicheren Luftschiff-Betrieb und gleichzeitig schwierig, da dieser sich in vielen Punkten vom Betrieb von Flugzeugen oder Hubschraubern unterscheidet und Personal mit Luftschiff-Erfahrung auf dem Markt kaum verfügbar ist. Durch den Einmarsch russischer Truppen ab dem 24. Februar 2022 hat sich in Europa eine neue sicherheitspolitische Lage ergeben, die auch erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen hat, zum Bespiel in Form von gestiegenen Energiekosten (s. oben). Da Russland zu den großen Heliumproduzenten auf dem Weltmarkt gehört, ist der Heliumpreis im Berichtsjahr auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Gleichzeitig teilte der Haupt-Heliumlieferant der DZR, die Firma Linde, der Geschäftsführung mit, dass die Lieferverfügbarkeit von Helium im Jahr 2023 nicht garantiert werden könne. Die industrielle Führerschaft des Luftschiffbetriebs wird seit Beginn durch den quotal beteiligten Gesellschafter ZF Friedrichshafen AG wahrgenommen, da dort die entsprechenden Kapazitäten und Kompetenzen zur Führung eines Industrie-Unternehmens vorhanden sind. Die LZ-Geschäftsführung begleitet den Luftschiffbereich im Rahmen regelmäßiger Gesellschafterversammlungen. Die LZH hingegen wird im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt sein. Trotz vereinbarter Mietsicherheiten (Kaufpreiseinbehalte) wird es in entscheidendem Maße auf die Erfüllung der Mietverpflichtung durch die Flughafen Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, ankommen, die vom Erfolg des Bodensee-Airports abhängig ist. Ertragsorientierte Risiken Das Beteiligungsergebnis wurde auch im Geschäftsjahr 2022 durch die Dividendenausschüttung bestimmt. Mit der Zeppelin GmbH wurde im November 2011 ein Entherrschungsvertrag geschlossen, der regelt, dass LZ weder bisher noch zukünftig beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss auf die Zeppelin GmbH auszuüben hat und die Zeppelin GmbH als eigenständige Gesellschaft, die als Handels- und Industriekonzern an internationalen Märkten agiert, zu akzeptieren ist. Der Beteiligungsertrag des Teilkonzerns der Zeppelin GmbH liegt mit TEUR 17.346 (Vj. TEUR 19.866) auf einem hohen Niveau. Infolge des Kriegs in der Ukraine ist davon auszugehen, dass die Dividendenausschüttungen künftig geringer ausfallen könnten. Generell beschränken sich diese Risiken jedoch auf die Zeppelin GmbH, weil in der Regel die Dividende weitestgehend an den Hauptgesellschafter des Mutterunternehmens weitergereicht wird. Risiken werden durch regelmäßige Gremiensitzungen sowie durch Berichterstattungen frühzeitig identifiziert und kommuniziert. Der LZ-Konzern ist generell und vor allem aufgrund seines diversifizierten Immobilienportfolios mit langfristig hinterlegten gewerblichen Mietverträgen abgesichert. Die Mieteingänge sind zum Berichtszeitpunkt als stabil zu bezeichnen. Der Luftschiffbereich ist durch die Zuführung liquider Mittel durch die Gesellschafter, insbesondere aber auch durch die Erfüllung von Finanzierungszusagen Dritter, die mit einer Übernahme / Gewährung von Bürgschaften durch die Gesellschafter abzusichern sind, dem Ausbau der Flotte um ein weiteres Luftschiff sowie den Erlösen aus der technischen Unterstützung von Kunden abhängig. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzielle und bestandsgefährdende Risiken sind insbesondere im Luftschiffbereich gegeben, wenn Finanzierungszusagen nicht erfüllt werden, der Liquiditätszufluss ausbleibt oder sich zusätzliche negative Auswirkungen aus dem Krieg in der Ukraine ergeben. Dies führt jedoch nicht zu entsprechenden Risiken im Jahres- und im Konzernabschluss der Luftschiffbau Zeppelin GmbH insgesamt. Ein weiteres finanzielles Risiko besteht in der möglichen anteiligen oder vollständigen Rückzahlung der im Geschäftsjahr 2021 unter Vorbehalt gewährten Überbrückungshilfe III. Über die finale Gewährung und die finale Höhe dieser Hilfe wird im Geschäftsjahr 2023 entschieden. Die Schlussabrechnung dafür wurde Anfang Oktober 2022 eingereicht. Die geringen Produktionsstückzahlen im Luftschiffbereich und die Abhängigkeit von kleinen Lieferanten sind mit vertraglichen Risiken verbunden. Die DZR und ZLT sind von der weiteren Unterstützung ihrer Gesellschafter abhängig. Im Immobiliensektor wird die CO 2 -Abgabe zu weiteren finanziellen Belastungen führen. Die finanziellen Belastungen werden sich auf Altbestände bzw. noch nicht energetisch sanierte Gebäude auswirken. Die Kosten für die Emission von Kohlenstoffdioxid werden sich auch in den Folgejahren sukzessiv erhöhen. In Deutschland wird bis 2045 Treibhausgasneutralität angestrebt. 5 Meteorologische Risiken Von meteorologischen Risiken ist insbesondere der Luftschiffbetrieb betroffen, da der Flugbetrieb vom Wettergeschehen abhängig ist. Hier spielen u. a. Windgeschwindigkeit, Flugsicht, Wolkenuntergrenze und Niederschläge eine bedeutende Rolle. Die Auswirkungen von Schlechtwetter-Phasen schlagen sich auf Passagierzahlen und wetterbedingte Ausfälle durch. Im Konzernberichtsjahr waren rd. 36 % (Vj. 34 %) der möglichen Flugzeit von einem wetterbedingten Ausfall betroffen. IT-Risiken Hinsichtlich der IT-Infrastruktur verfügt der Immobilienbereich über die gängigen Sicherheitskomponenten (Firewall, Anti-Viren-Programme, Passwortrichtlinien, mehrstufige Backup-Systeme, etc.). Angriffen auf die Netzwerkumgebung von außen wurde durch den Abschluss einer Cyberversicherung Rechnung getragen. Durch die Hinzuziehung von Experten kann im Falle eines Cyberangriffs der operative Geschäftsbetrieb zügig wiederhergestellt werden. Die IT-Infrastruktur des Immobilienbereichs wurde an ein professionelles Systemhaus, das über entsprechende Kompetenzen verfügt und kurze Reaktionszeiten garantiert, ausgelagert. So wird u. a. eine regelmäßige Systemwartung und die Installation verfügbarer Updates für die gesamte IT-Umgebung gewährleistet. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 wurde im Immobilienbereich eine umfassende Security- und Backupanalyse in Auftrag gegeben, um potenzielle Sicherheitslücken und Schwachstellen ggf. zu identifizieren und sich daraus ergebende Handlungsempfehlungen umzusetzen. Im Verlauf des Berichtsjahres wurden erste daraus abgeleitete Maßnahmen, wie bspw. die Installation einer neuen Firewall und einige weitere entscheidende Punkte zur Verbesserung der IT-Sicherheit, umgesetzt. Auch im Luftschiffbereich erfolgen regelmäßige Datensicherungen, die täglich ausgewertet und überwacht werden. Das Betriebssystem wird durch vom Hersteller zur Verfügung gestellte Updates aktuell gehalten. Die Server-Betriebssysteme werden von der EDV-Abteilung überwacht und mit den nötigen Updates versehen. Die vom Hardware-Hersteller der Client-PCs empfohlenen Updates werden von der IT-Abteilung softwareunterstützt installiert. Auf allen Arbeitsplatz-PCs ist ein aktueller Virenscanner eingerichtet, der automatisch alle eingehenden und zu öffnenden Dateien überprüft. Es sind Richtlinien für sichere Passwörter festgelegt und Firewalls auf allen PC-Arbeitsplätzen im Einsatz. Ein externes Gateway filtert den E-Mail-Verkehr. IT-Anwender haben keine administrativen Berechtigungen, Anwendungen werden mit lokalen Administratorkonten nur von den IT-Verantwortlichen installiert und eingerichtet. Die Verbindung auf Geräten außerhalb der Firma (z. B. bei mobiler Arbeit) erfolgt über eine sichere VPN-Verbindung. Ökologische Risiken Im Immobilienbereich wird seit Jahren eine Nachhaltigkeitsstrategie gelebt, die sich in diversen Projekten und Maßnahmen wie bspw. Renaturierung, energetische Sanierung von Gebäudebeständen, Errichtung von Photovoltaikanlagen etc. manifestiert. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren Neubauten erstellt, die jeweils deutlich über den konventionellen Standards der jeweils gültigen Energie-Einspar-Verordnung (EnEV), Gebäudeenergiegesetz (GEG) lagen. Im Bereich Sanierung von Gebäudebeständen sowie im Aushub bei Neubauvorhaben werden ökoklogische Risiken und Analysen durch entsprechende Altlastenuntersuchungen, Beprobungen und Altlastengutachten eruiert. Zusätzlich wird derzeit an einem Klimamonitoring gearbeitet. Der Luftschiffbetrieb bezieht seine Flugeigenschaft insbesondere aus dem Heliumauftrieb und ist mit seinen Emissionen daher kaum belastend für die Umwelt. Bewertung der Risikokategorien Die oben erwähnten Risikofelder werden in die folgenden sechs Risikokategorien zusammengefasst:
Erläuterung der Definitionen Grad der Auswirkungen:
Eintrittswahrscheinlichkeiten:
Bewertungsmatrix
Einstufung der Risikokategorien
*) ausschließlich Luftschiffbereich **) insbesondere Luftschiffbereich & Flughafen Friedrichshafen GmbH Gesamtbeurteilung der Risikosituation In der Gesamtbetrachtung des Konzerns gibt es Anhaltspunkte für Risiken in den einzelnen Risikokategorien. Einzelrisiken könnten im LZ-Konzern im ertragsorientierten und finanzwirtschaftlichen Bereich eintreten. Die Finanzrisiken könnten aufgrund der weltweiten Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sowohl den Beteiligungs- und Immobilienbereich aber insbesondere den Luftschiffbereich treffen. Hier sind insbesondere die Folgen für die Rohstoffversorgung, -preise und Ersatzteilverfügbarkeit als wirtschaftliches Risiko einzuschätzen. Eine Stabilisierung der Märkte ist daher wichtig für den weiteren Geschäftserfolg der ZLT und DZR. Chancenbericht Die Vermögenssituation des LZ-Konzerns ist stabil. Des Weiteren sehen wir insbesondere Chancen durch eine Wachstumsstrategie bei den Tochterunternehmen langfristigen Vermögensaufbau und Erhalt in Immobilien zu gewährleisten. Weiteres Wachstum in der Region Bodensee hängt von der Baurechtschaffung und Umsetzung der angedachten und initiierten Projekte ab. Die Finanzierbarkeit dieser Projekte wurde durch Eigenkapitalausstattungen in Form von Kapitalerhöhungen im Berichtsjahr gestärkt. Der Bau und Betrieb eines geplanten 3. Luftschiffs bei der Beteiligungsgesellschaft ZLT könnte mittelfristig einen stabil positiven Deckungsbeitrag leisten, der sich positiv auf das Konzernergebnis auswirken wird. Die Beauftragung zum Bau eines weiteren Luftschiffs (Seriennummer 009) durch die DZR bedeutet für die Zeppelin Luftschifftechnik einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der Ertragssituation des Unternehmens, da durch dieses Flottenwachstum zukünftig dauerhaft mehr Wartungs- und Ersatzteilgeschäft generiert werden wird. Wie bereits erwähnt ist die Indienststellung des neuen Luftschiffs für das erste Quartal 2024 geplant. Neben dem Geschäft mit dem eigenen Luftschiff Zeppelin NT kann die ZLT ihr Know-how an Dritte verkaufen. Für LTA Research and Exploration ist die ZLT mit ihrer Entwicklungsabteilung und ihrem Herstellbetrieb zu einem wichtigen Partner bei der Entwicklung neuer Starrluftschiffe geworden. Eine Konkurrenzsituation liegt nicht vor, da die neuen LTA-Starrluftschiffe für größere Nutzlasten und größere Reichweiten ausgelegt werden und sich nicht wie der Zeppelin NT für kürzere touristische Rundflüge eignen. Gleichzeitig kann das bei der Bearbeitung der LTA-Aufträge neu gewonnene Know-how auch wieder in die Weiterentwicklung des Zeppelin NT einfließen. Für die Rundflugsaison 2023 bei der DZR sehen wir eine Passagiernachfrage auf Allzeithoch, mit bereits mehr als 10.000 Festbuchungen für die Saison 2023. Dies entspricht einem Zuwachs von mehr als 30% gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Jahres 2022 (7.400 Festbuchungen), bei weiter steigenden durchschnittlichen Erlösen pro Ticket. Die Geschäftsführung der ZLT / DZR sieht dies als eine Bestätigung der stabilen Positionierung des Zeppelin NT als Premium-Rundflugerlebnis. Ab dem zweiten Quartal 2024 wird die DZR eine neue Rundflugbasis am Flughafen Essen/Mülheim in Kooperation mit dem Luftschifftraditionsunternehmen WDL eröffnen und einen ihrer Zeppeline permanent dort stationieren. Damit wird ab 2024 ein regelmäßiges Rundflugangebot im bevölkerungsreichten Bundesland Nordrhein-Westfalen geschaffen, basierend auf den guten Erfahrungen der DZR-Eigentouren nach Bonn/Hangelar und Mönchengladbach seit dem Jahr 2018. Die Stationierung eines Zeppelin NT in der Metropolregion Rhein-Ruhr eröffnet ebenfalls neue Chancen für die Vermarktung der Werbefläche. So wurde mit Goodyear bereits vereinbart, dass ab 2024 und bis zum Laufzeitende des Goodyear Charter- und Brandingvertrages 2025 vorrangig der Goodyear-Zeppelin ab Essen/Mülheim zum Einsatz kommen wird. Für die Verlängerung des Goodyear-Vertrages ergeben sich daraus bereits heute neue Perspektiven. Mit dem Beginn der Rückvermietung der Grundstücke und Gebäude an die Flughafen Friedrichshafen GmbH erwirtschaftet die LZH eine marktgerechte Rendite. Darüber hinaus ergibt sich für die Gesellschaft das Potenzial, die nicht für den Betrieb des Bodensee-Airports benötigten Flächen baulich zu entwickeln und beispielsweise Nachhaltigkeitsprojekte zu realisieren. In diesem Zusammenhang hat die LZH eine Machbarkeitsstudie / Potenzialanalyse zur Entwicklung eines Solarparks in Auftrag gegeben. Erste Berechnungen - inkl. Anrainergrundstücke - hinsichtlich der potenziell erzeugbaren Strommengen machen einen vielversprechenden Eindruck und lassen darauf schließen, dass eine gesamtheitlich betrachtete Weiterverfolgung des Projektes inkl. Anrainergrundstücke - insbesondere vor dem Hintergrund von Energieknappheit, steigenden Energiepreisen und wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen - für die Region Friedrichshafen attraktiv erscheint. Ob das Projekt letztlich realisierbar sein kann und in welchem Ausmaß (operativ / wirtschaftlich / finanziell) und in welcher Funktion sich die LZH bzw. der LZ-Konzern selbst daran beteiligen kann, ist abhängig von einer Vielzahl unterschiedlichster Faktoren und wird in einem weiteren iterativen Prozess - in Abstimmung mit den Eigentümern der Anrainergrundstücke - zu evaluieren sein. Gesamtaussage Wirtschaftliche oder rechtliche Bestandsgefährdungspotenziale liegen uns derzeit ausschließlich im Rahmen der oben beschriebenen Risiken vor. Insgesamt erwarten wir für den LZ-Konzern langfristig eine positive Zukunft und sehen einen nachhaltig profitablen Geschäftsverlauf voraus.
Friedrichshafen, 26. Mai 2023 Die Geschäftsführung der Luftschiffbau Zeppelin GmbH Jörg Bischof Thomas Brandt
1 Quelle: Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023:
Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen -
Deutsche Wirtschaft erholt sich trotz schwieriger
Rahmenbedingungen
(https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html)
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine AngabenDie Luftschiffbau Zeppelin GmbH mit Sitz in Friedrichshafen, Leutholdstr. 30, ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Ulm mit der Registernummer HRB 630236 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß den §§ 290 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Zahlenangaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich in TEUR. Aufgrund der bestehenden Beteiligungen ist die Gesellschaft Mutterunternehmen i. S. v. § 290 Abs. 2 HGB und stellt deshalb gemäß § 290 Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2022 des Mutterunternehmens erstellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sowie Davon-Vermerke im Konzernanhang gemacht. Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH (im Folgenden kurz auch "LZ" genannt) hat am 7. November 2011 einen Entherrschungsvertrag mit der Zeppelin GmbH, Friedrichshafen, (im Folgenden kurz auch "ZEP" genannt) abgeschlossen. In den Geschäftsjahren 2011 bis 2017 wurde das Einbeziehungswahlrecht des § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in Anspruch genommen und der Teilkonzern der Zeppelin GmbH in den HGB-Konzernabschluss der LZ im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Konzerns entsprechen den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden über eine Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren linear abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden grundsätzlich im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. In Einzelfällen wird die Sammelposten-Regelung angewendet. Dabei wird für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250,00 und bis zu EUR 800,00 betragen, ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Insgesamt sind die geringwertigen Wirtschaftsgüter von untergeordneter Bedeutung. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Die Finanzanlagen einschließlich nicht vollkonsolidierter verbundener Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden die Finanzanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und, soweit erforderlich, unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Geleistete Anzahlungen des Vorratsvermögens sind mit dem Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Soweit notwendig, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital der Muttergesellschaft beträgt TEUR 35.000. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Pensionsrückstellungen Die Pensionsverpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre verwendet. Der durchschnittliche Markzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren beträgt 1,78 % (Basis 10-Jahres-Durchschnitt; Vj. 1,87 %) bzw. 1,44 % (Basis 7 Jahresdurchschnitt; Vj. 1,35 %) gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % und erwartete Rentensteigerungen mit 1,0 - 2,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit 2 % bzw. 0 % berücksichtigt. Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB anzugebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 75. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden und gegenüber den Versorgungsberechtigten verpfändeten Vermögenswerte (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit deren Pensionsverpflichtungen verrechnet und saldiert unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung von zu erwartenden Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Bei sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche, fristenkongruente Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre für die Abzinsung verwendet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passive latente Steuern Latente Steuern nach § 274 HGB für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet. Für das Geschäftsjahr wird ein Gesamtsteuersatz von 28,08 % zugrunde gelegt. Steuerliche Latenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen werden entsprechend den Regelungen des § 306 HGB berücksichtigt. Soweit aktive und passive latente Steuern innerhalb eines Unternehmens bzw. innerhalb eines ertragsteuerlichen Organkreises dieselbe Steuerbehörde betreffen, werden diese in der Konzernbilanz saldiert dargestellt. III. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis setzt sich - einschließlich der Luftschiffbau Zeppelin GmbH - wie folgt zusammen:
1) Mutterunternehmen 2) Unmittelbare Beteiligung 3) Mit diesen Unternehmen bestehen Gewinnabführungsverträge, die die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen. 4) Mittelbare Beteiligung 5) Unbeschränkt haftender Gesellschafter einer Personengesellschaft Die Zeppelin GmbH, Friedrichshafen, sowie deren unmittelbare und mittelbare Tochterunternehmen werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da für diese Gesellschaften aufgrund des am 7. November 2011 geschlossenen Entherrschungsvertrags vom Einbeziehungswahlrecht nach § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB Gebrauch gemacht wird. Die einzelnen Gruppenunternehmen der Zeppelin GmbH mit ihren Kapital- bzw. Stimmrechtsanteilen sind in der Anlage 1 (Anteilsbesitzliste zum Konzernanhang) dargestellt. IV. KonsolidierungsgrundsätzeFür Tochterunternehmen, welche im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Hierbei werden die Vermögensgegenstände und Schulden zum vollen Zeitwert angesetzt und der Anschaffungswert der Beteiligung mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die nicht beherrschenden Anteile am Kapital werden gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode ermittelt und gemäß § 307 Abs. 1 HGB gesondert ausgewiesen. Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern am Eigenkapital und Jahresergebnis sind in der Bilanz unter "Anteile anderer Gesellschafter" bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis" ausgewiesen. Die Konzerngewinnrücklagen enthalten die kumulierten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, sowie eigenkapitalwirksame Konsolidierungsmaßnahmen. Der Ergebnisanteil 2022 der Gesellschafter des Mutterunternehmens (LZ) wurde in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und die Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen nach § 303 Abs. 1 HGB eliminiert. Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten gemäß § 305 Abs. 1 HGB wurden die Umsatzerlöse sowie die anderen Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen der Empfänger verrechnet. Zwischengewinne aus konzerninternen Verkäufen von vollkonsolidierten Unternehmen wurden im Konzernabschluss eliminiert. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. V. WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in EUR umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten lagen am Bilanzstichtag nicht vor. VI. Angaben zu Posten der BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ergibt sich aus der Anlage 2 zum Konzernanhang dargestellten Anlagenspiegel. Der Gesamtbetrag der im Vorjahr getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 2.101. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 5.336 (Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 12.771 (Vj. TEUR 14.626) enthalten. Eigenkapital Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals des Konzerns ist aus der gesonderten Übersicht "Entwicklung des Konzerneigenkapitals" ersichtlich. Zum 31. Dezember 2022 stehen TEUR 72.179 (Vj. TEUR 60.682) (Bilanzgewinn des Mutterunternehmens) zur Ausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung. Pensionsrückstellungen Angaben zur Verrechnung von Deckungsvermögen und Pensionsverpflichtungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 17 HGB:
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich (TEUR 1.185; Vj. TEUR 1.262), Goodyear Garantieansprüche (TEUR 411; Vj. TEUR 884), unterlassene Instandhaltungen (TEUR 532; Vj. TEUR 775), Rechtsstreitigkeiten (TEUR 376; Vj. TEUR 450) sowie im Vorjahr Rückstellungen für Folgekosten des Bauvorhabens für das Hotelprojekt "Das Zeppelin" (TEUR 0; Vj. TEUR 400). Ferner wurden eine Rückstellung gegenüber einem kommunalen Rententräger in Höhe von TEUR 750 (Vj. TEUR 750) und eine unter Vorbehalt gewährte Überbrückungshilfe III (TEUR 514; Vj. TEUR 514) passiviert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten stellen sich nach Restlaufzeiten wie folgt dar:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 9.045 (Vj. TEUR 9.045) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen auch Unternehmen, die mit der LZ und ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen verbunden sind, aber infolge des Entherrschungsvertrags vom 7. November 2011 nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen werden. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Anzahlungen für noch zu erbringende Flugleistungen (TEUR 9.281), eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber dem Hauptgesellschafter des Mutterunternehmens (TEUR 4.000) sowie Kaufpreiseinbehalte bzw. Mietsicherheiten im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Rückvermietung der Liegenschaften des Flughafenareals in Friedrichshafen (TEUR 1.930) enthalten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 179 (Vj. TEUR 323) solche aus Steuern und TEUR 25 (Vj. TEUR 23) solche im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie im Vorjahr vollständig durch Grundpfandrechte - Grundschulden - gesichert. Passive latente Steuern Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern im Laufe des Geschäftsjahres auf:
Die ermittelten latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen beim Anlagevermögen (insbesondere aus der steuerlichen Übertragung von stillen Reserven nach § 6b EStG auf Immobilien) sowie den sonstigen Rückstellungen. VII. Angaben zu den Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse werden entsprechend der Definition des § 277 Abs. 1 HGB erfasst und gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen:
Es entfallen 75,2 % (Vj. 77,4 %) auf Inlands- und 24,8 % (Vj. 22,6 %) auf Auslandsumsätze. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Kostenumlagen sowie im Vorjahr ein Ertrag aus der Gewährung der Überbrückungshilfe III ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 265 (Vj. TEUR 220) enthalten. Die Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 104 (Vj. TEUR 2). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Instandhaltungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Fremdleistungen, Raumkosten sowie Unterbrechungskosten im Zusammenhang mit dem Hotelbauprojekt DAS ZEPPELIN (im Vorjahr). Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 52 (Vj. TEUR 86). Ferner sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung gemäß § 256a HGB in Höhe von TEUR 134 (Vj. TEUR 3) enthalten. Die Erträge aus Beteiligungen betragen TEUR 17.346 (Vj. TEUR 19.866) und betreffen im Berichtsjahr 2022 ausschließlich die Dividende der Zeppelin GmbH. Von den Erträgen aus Beteiligungen entfallen TEUR 17.346 (Vj. TEUR 19.866) auf verbundene Unternehmen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen in Höhe von TEUR 270 (Vj. TEUR 277) die Abschreibung eines Zuschusses in die Kapitalrücklage der Friedrichshafen GmbH und im Geschäftsjahr 2022 mit TEUR 26 den Beteiligungsbuchwert der Flughafen Friedrichshafen GmbH. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 29 (Vj. TEUR 78) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind neben den laufenden Ertragsteuern latente Steueraufwendungen enthalten. Aus der Veränderung bilanzierter passiver latenter Steuern ergibt sich ein Ertrag in Höhe von TEUR 138 (Vj. TEUR 60). Für die Berechnung der Steuerabgrenzungen wurde der Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags (5,5 %) und ein Gewerbesteuersatz von 12,25 % (Hebesatz in Friedrichshafen: 350 %) zugrunde gelegt. Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr ein durchschnittlicher Steuersatz von 28,08 %. VIII. Angaben zur Konzern-KapitalflussrechnungDie Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Lauf des Geschäftsjahres verändert haben. Es wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Soweit vorhanden, werden Kontokorrentkredite mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten in den Finanzmittelfonds mit einbezogen. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Konzernjahresüberschuss nach der indirekten Methode abgeleitet. IX. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 314 Nr. 2a HGB stellen sich wie folgt dar:
Abschlussprüferhonorar Das Honorar für den Konzernabschlussprüfer setzt sich aus folgenden Posten zusammen:
Der Posten Abschlussprüfung umfasst die Honorare der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Angaben zum Personal Im Jahresdurchschnitt waren 122 (Vj. 117) Arbeitnehmer beschäftigt. GewinnverwendungsvorschlagDer Beteiligungsertrag der Muttergesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 soll in Höhe von TEUR 17.346 im Geschäftsjahr 2023 nach entsprechender Gremienbefassung in Teilen als Dividende an den Mehrheitsgesellschafter - die Zeppelin-Stiftung - ausgeschüttet werden sowie in Teilen zur Teil-Finanzierung mehrerer Investitionsvorhaben bei der Muttergesellschaft verbleiben. Organe Die Luftschiffbau Zeppelin GmbH besteht aus den Organen:
Der gemäß § 8 der Satzung gebildete Aufsichtsrat besteht aus 7 Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:
Organbezüge Hinsichtlich der Angabe der Organbezüge wurde von der Schutzklausel gemäß §§ 314 Abs. 3 i. V. m. 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Sonstige Angaben Die nachfolgenden Tochtergesellschaften legen ihre Jahresabschlüsse unter Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264 b HGB nicht offen:
Nachtragsbericht Im Geschäftsbereich der Immobilienverwaltung hat ein gewerblicher Mieter auf dem Zeppelin-Werftgelände im Juni 2022 Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Mit Beschluss des Amtsgerichts Ravensburg vom 01.09.2022 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Mieters eröffnet. Als Sanierungsbeitrag hat die Gesellschaft dem Mieter eine Monats-Nettokaltmiete erlassen. Zum Erstellungszeitpunkt dieses Konzernanhangs hat die Gesellschaft gegenüber dem Mieter keine offenen Forderungen zu verzeichnen, jedoch wurde Ende März 2023 bekannt, dass der Mieter seinen Geschäftsbetrieb zum Jahresende 2023 schließen wird. Die Geschäftsführung hat umgehend Akquisebemühungen hinsichtlich einer anderweitigen Vermietung ab dem Geschäftsjahr 2024 eingeleitet. Der Geschäftsbereich Luftschiffe konnte im Geschäftsjahr 2022 nach zwei durch die Corona-Pandemie beeinflussten Flugsaisons wieder weitestgehend ohne Einschränkungen arbeiten. Weder gab es durch einen Lockdown bedingte Flugpausen, noch Begrenzungen bei der Passagierzahl an Bord. Durch die Normalisierung des Flugbetriebes sowohl bei den Rundflügen wie auch im Chartergeschäft können die Corona-Auswirkungen insgesamt als überwunden betrachtet werden. Von weiteren Einschränkungen ist nicht auszugehen und die Nachfrage nach Flugtickets hat das VorCorona-Niveau mittlerweile überschritten. Mögliche weitere negative Auswirkungen des Ukraine-Krieges sind aktuell schwer abschätzbar. Insbesondere die Preisentwicklung am Helium-Markt ist hier zu nennen, die einen erheblichen Einfluss auf das Ergebnis des Unternehmensbereichs Luftschiffe haben kann. Zu den damit verbundenen möglichen Risiken wird auf die Ausführungen im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" im Konzernlagebericht verwiesen. Weitere bedeutsame Vorgänge nach dem Ende des Geschäftsjahres 2022, deren Auswirkungen auf den Konzern wesentlichen oder gefährdenden Einfluss hätten, sind nicht eingetreten.
Friedrichshafen, 26. Mai 2023 Die Geschäftsführung der Luftschiffbau Zeppelin GmbH Jörg Bischof Thomas Brandt Anteilsbesitzliste für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022
1) Mittelbar und unmittelbar 2) Soweit nicht anders vermerkt, handelt es sich um Werte nach IFRS 3) Local GAAP-Jahresabschluss 4) Ergebnisabführungsvertrag mit Zeppelin GmbH, Friedrichshafen - angezeigt wird der nach EAV verbleibende JÜ 5) Local GAAP Abschluss für Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis 30.09.2022 6) Verschmelzung der Zeppelin Systems Italy S.r.l. auf die Nuova Ciba S.p.A. zum 30.06.2022 und anschließend Umfirmierung der Nuova Ciba S.p.A. in Zeppelin Systems Italy S.p.A. Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Luftschiffbau Zeppelin GmbH, Friedrichshafen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Luftschiffbau Zeppelin GmbH, Friedrichshafen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Luftschiffbau Zeppelin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 26. Mai 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Jürgen Schumann, Wirtschaftsprüfer ppa. Bernhard Obermayr, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 30. Juni 2023 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
5 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen